Alles Part II
04.07.2011 - 00:39 Uhr
08.12.2024 - 11:50 Uhr
Hallo zusammen,
ich hab mal eine Frage zu Markus Schwabl. Ich schick voraus, ich hab keinen Fußball-Sachverstand da nie selber gespielt.
Er ist doch formal Rechtsverteidiger und sollte doch somit die rechte Flanke absichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass er häufig überall anderswo spielt, und seine RV Position im Stich lässt.
Ich nehme mal beispielhaft die beiden Szenen der Gegentore von Hannover.
1. Er läuft zentral in die Mitte, blickt sich zu keiner Zeit um, und Kalem läuft völlig frei aufs Tor
2. Steht weit in der vorderen Hälfte, wird überspielt, Zentrich ist zu spät und Kalem ist wieder frei vorm Tor
Also, warum ist er oft nicht auf seiner RV Position, gerade wenn es brennt? Gibt es dafür eine sinnvolle fussballtaktische Erklärung?
Kein Schwabl Bashing, ist eine ernstgemeinte Verständnisfrage.
ich hab mal eine Frage zu Markus Schwabl. Ich schick voraus, ich hab keinen Fußball-Sachverstand da nie selber gespielt.
Er ist doch formal Rechtsverteidiger und sollte doch somit die rechte Flanke absichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass er häufig überall anderswo spielt, und seine RV Position im Stich lässt.
Ich nehme mal beispielhaft die beiden Szenen der Gegentore von Hannover.
1. Er läuft zentral in die Mitte, blickt sich zu keiner Zeit um, und Kalem läuft völlig frei aufs Tor
2. Steht weit in der vorderen Hälfte, wird überspielt, Zentrich ist zu spät und Kalem ist wieder frei vorm Tor
Also, warum ist er oft nicht auf seiner RV Position, gerade wenn es brennt? Gibt es dafür eine sinnvolle fussballtaktische Erklärung?
Kein Schwabl Bashing, ist eine ernstgemeinte Verständnisfrage.
08.12.2024 - 12:12 Uhr
Er wollte zu viel, ist nach vorne und nicht mehr zurück gekommen. Diesen Impuls erwartet man natürlich auch von ihm, allerdings ohne hinten jede Stabilität einzureißen. Die Qualität hat er nicht und vorne kommt auch nur noch Grütze raus.
Wichtig ist aber festzuhalten das MS23 völlig schuldlos an den Treffern über seine Seite war, wie gegen Maxi Krauß, Boyd, Boayke, und auch. 11 von 12 der letzten Liga Gegentreffer über seine Seite. Der andere war eine Ecke.
Da wir die Position solange er sich nicht beide Beine bricht nicht anderes besetzen können, schlage ich ein 3-5-2 System vor, mit Absicherung kann er hoffentlich das Team mitreißen.
Wichtig ist aber festzuhalten das MS23 völlig schuldlos an den Treffern über seine Seite war, wie gegen Maxi Krauß, Boyd, Boayke, und auch. 11 von 12 der letzten Liga Gegentreffer über seine Seite. Der andere war eine Ecke.
Da wir die Position solange er sich nicht beide Beine bricht nicht anderes besetzen können, schlage ich ein 3-5-2 System vor, mit Absicherung kann er hoffentlich das Team mitreißen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von coolioll am 08.12.2024 um 12:21 Uhr bearbeitet
08.12.2024 - 12:26 Uhr
Zitat von Hammer1925
Hallo zusammen,
ich hab mal eine Frage zu Markus Schwabl. Ich schick voraus, ich hab keinen Fußball-Sachverstand da nie selber gespielt.
Er ist doch formal Rechtsverteidiger und sollte doch somit die rechte Flanke absichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass er häufig überall anderswo spielt, und seine RV Position im Stich lässt.
Ich nehme mal beispielhaft die beiden Szenen der Gegentore von Hannover.
1. Er läuft zentral in die Mitte, blickt sich zu keiner Zeit um, und Kalem läuft völlig frei aufs Tor
2. Steht weit in der vorderen Hälfte, wird überspielt, Zentrich ist zu spät und Kalem ist wieder frei vorm Tor
Also, warum ist er oft nicht auf seiner RV Position, gerade wenn es brennt? Gibt es dafür eine sinnvolle fussballtaktische Erklärung?
Kein Schwabl Bashing, ist eine ernstgemeinte Verständnisfrage.
Hallo zusammen,
ich hab mal eine Frage zu Markus Schwabl. Ich schick voraus, ich hab keinen Fußball-Sachverstand da nie selber gespielt.
Er ist doch formal Rechtsverteidiger und sollte doch somit die rechte Flanke absichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass er häufig überall anderswo spielt, und seine RV Position im Stich lässt.
Ich nehme mal beispielhaft die beiden Szenen der Gegentore von Hannover.
1. Er läuft zentral in die Mitte, blickt sich zu keiner Zeit um, und Kalem läuft völlig frei aufs Tor
2. Steht weit in der vorderen Hälfte, wird überspielt, Zentrich ist zu spät und Kalem ist wieder frei vorm Tor
Also, warum ist er oft nicht auf seiner RV Position, gerade wenn es brennt? Gibt es dafür eine sinnvolle fussballtaktische Erklärung?
Kein Schwabl Bashing, ist eine ernstgemeinte Verständnisfrage.
Beim ersten Tor liegt es daran, dass die komplette Abwehrkette sehr weit nach links schiebt. Würde Schwabl da auf rechts bleiben, wäre eine riesige Lücke in der Mitte. Beim Verschieben in der Abwehrkette geht es darum, die Abstände zwischen den Spielern nicht zu groß werden zu lassen. In diesem Fall hat er persönlich also aus meiner Sicht nichts falsch gemacht, der Fehler lag eher bei der gesamten Abwehrkette, die zu weit verschiebt, sodass Kalem zu viel Platz bekommt. In der Magenta Zusammenfassung sieht man das bei 1:12 sehr gut, da rückt Hennig als LV raus um das Zuspiel ins Mittelfeld zu verhindern oder zumindest zu stören, was misslingt. Daraufhin muss Schlicke nach links bis fast zur Außenlinie rücken, was dann die zu weit verschiebende Kette zur Folge hat. Verhindern hätte man es vielleicht können, wenn Waidner schneller auf LV rückt, sodass Schlicke zentraler bleiben kann oder jemand aus dem Mittelfeld in die Abwehrkette fällt. Das lässt sich im Nachhinein aber immer leicht sagen.
Beim zweiten Gegentor stimmt die Konterabsicherung leider überhaupt nicht. Geis spielt da in der Mitte der gegnerischen Hälfte einen Fehlpass und beide Außenverteidiger sind sehr weit aufgerückt. Das führt dazu, dass nur die beiden Innenverteidiger defensiv absichern. Hier hätte aus meiner Sicht einer der beiden Außenverteidiger tiefer stehen müssen. In der Aktion selbst hätte Skarlatidis ggf. entschlossener versuchen müssen den langen Ball auf Kalem zu verhindern, der sich aber auch gut im Rücken von Schwabl anbietet. Schwabl unterstelle ich in dieser Situation, dass er kurz zögert, ob er Druck auf den Ballführenden ausübt, um den langen Ball zu verhindern oder ob er sich direkt fallen lässt. Dieser Moment des Zögerns führt dann dazu, dass er verloren zwischen beiden Aktionen steht und nicht eingreifen kann. Auch in diesem Fall ist es aus meiner Sicht aber ein grundsätzliches Problem im Stellungsspiel der Abwehrkette, beide Außenverteidiger so weit aufrücken zu lassen, ohne das ein 6er sich in die Abwehr fallen lässt ist einfach zu hohes Risiko.
So würde ich die beiden Situationen sehen, man mag mir gern widersprechen. 🙂
08.12.2024 - 12:34 Uhr
Markus Schwabl war schon immer technisch limitiert, eigentlich unterhalb jener Grenze, die man sich als Spieler der dritten Liga erlauben kann. Doch er hat das über Jahre hinweg durch Kampf- und Laufbereitschaft wettgemacht. Und das geht halt irgendwann in zunehmenden Fußballalter nicht mehr. Er kann heute kaum noch im Tempo mithalten und vor allem kaum noch Flanken verhindern, geschweige denn eigene, temporeiche Flankenläufe unternehmen. Trotzdem kommt er bei Gegenstößen nicht mehr rechtzeitig zurück an seine angestammte Position.
Doch den größten Vorwurf, den ich ihm mache ist, dass er als Führungsspieler überhaupt nicht taugt. Wenn es mal hektisch wird dann steigert er diese meist mit seinen Aktionen anstatt beruhigend zu wirken. Auch ich bin weit entfernt in ein Bashing einzusteigen, aber seine Zeit ist einfach vorbei. Er schadet dem Verein derzeit mehr als er ihm nützt. Und das sollte eigentlich auch sein erfahrener Vater sehen.
Manni verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er vor dem Spiel behauptet, der Verein sei das Wichtigste. Bei mir ist der Eindruck entstanden, der Verein ist das Wichtigste, aber das gilt natürlich nicht für meinen Sohn.
Doch den größten Vorwurf, den ich ihm mache ist, dass er als Führungsspieler überhaupt nicht taugt. Wenn es mal hektisch wird dann steigert er diese meist mit seinen Aktionen anstatt beruhigend zu wirken. Auch ich bin weit entfernt in ein Bashing einzusteigen, aber seine Zeit ist einfach vorbei. Er schadet dem Verein derzeit mehr als er ihm nützt. Und das sollte eigentlich auch sein erfahrener Vater sehen.
Manni verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er vor dem Spiel behauptet, der Verein sei das Wichtigste. Bei mir ist der Eindruck entstanden, der Verein ist das Wichtigste, aber das gilt natürlich nicht für meinen Sohn.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hachingveteran am 08.12.2024 um 12:35 Uhr bearbeitet
08.12.2024 - 13:29 Uhr
Danke an HeliosFCO für die Einordnung - da hätte ich jetzt nicht den taktischen Blick, um das aufzuschlüsseln.
Ich denke, die Wahrheit liegt - wie fast immer - in der Mitte. Viele dieser (offenbar) 11 Situationen lassen sich vermutlich aus der jeweiligen Spielsituation erklären. Trotzdem bleibt aber auch wahr, dass er nicht mehr der Schnellste ist und dass er noch nie besonders gut darin war, sich klug im Raum zu positionieren, gerade im komplexen Zusammenspiel mit der Kette. Bis heute denke ich mit Grusel an ein Testspiel unter Schromm, in dem eine Fünferkette ausprobiert wurde. Da lief er rum, wie ein Wiesnbesucher nach einer Fahrt in der fliegenden Untertasse - sorry an Markus Schwabl für das drastische Urteil.
Die Technik wiederum wär mir fast wurst; durch horrende Stockfehler und übermäßig viele technisch begründete Fehlpässe ist er mir nie aufgefallen. In Sachen Fehlpässe ist grad eh eher Geis ganz vorne dran (sicher auch, weil er halt irgendwas risikoreiches tun muss; trotzdem ungut). Und mehr erwarte ich von einem Drittliga-AV eigentlich auch gar nicht. Er soll ja weder den Bierdeckel-Dribbler geben, noch Zauber-Seitenwechsel spielen.
"Schwabl raus" wär mir insofern als Allheilmittel zu simpel, insbesondere wenn wir eine IV mit Altersschnitt 19 aufbieten (müssen). Ein Ankerpunkt isser in dem Kontext schon, ein emotional leader sowieso (wenn auch nicht immer im richtigen Ton, korrekt), seine Flanken haben auch einen gewissen Wert als Teilelement.
Je nachdem, was auf dem Rasen davor und zentral defensiv passiert, kann's aber auch Sinn geben, mit Ortel/Waidner einfach mal die Seite zuzumachen. Besonders fruchtvoll waren seine Offensivleistungen zuletzt echt nicht. Aber das ist halt trotzdem keine komplett banale Frage.
Ich denke, die Wahrheit liegt - wie fast immer - in der Mitte. Viele dieser (offenbar) 11 Situationen lassen sich vermutlich aus der jeweiligen Spielsituation erklären. Trotzdem bleibt aber auch wahr, dass er nicht mehr der Schnellste ist und dass er noch nie besonders gut darin war, sich klug im Raum zu positionieren, gerade im komplexen Zusammenspiel mit der Kette. Bis heute denke ich mit Grusel an ein Testspiel unter Schromm, in dem eine Fünferkette ausprobiert wurde. Da lief er rum, wie ein Wiesnbesucher nach einer Fahrt in der fliegenden Untertasse - sorry an Markus Schwabl für das drastische Urteil.
Die Technik wiederum wär mir fast wurst; durch horrende Stockfehler und übermäßig viele technisch begründete Fehlpässe ist er mir nie aufgefallen. In Sachen Fehlpässe ist grad eh eher Geis ganz vorne dran (sicher auch, weil er halt irgendwas risikoreiches tun muss; trotzdem ungut). Und mehr erwarte ich von einem Drittliga-AV eigentlich auch gar nicht. Er soll ja weder den Bierdeckel-Dribbler geben, noch Zauber-Seitenwechsel spielen.
"Schwabl raus" wär mir insofern als Allheilmittel zu simpel, insbesondere wenn wir eine IV mit Altersschnitt 19 aufbieten (müssen). Ein Ankerpunkt isser in dem Kontext schon, ein emotional leader sowieso (wenn auch nicht immer im richtigen Ton, korrekt), seine Flanken haben auch einen gewissen Wert als Teilelement.
Je nachdem, was auf dem Rasen davor und zentral defensiv passiert, kann's aber auch Sinn geben, mit Ortel/Waidner einfach mal die Seite zuzumachen. Besonders fruchtvoll waren seine Offensivleistungen zuletzt echt nicht. Aber das ist halt trotzdem keine komplett banale Frage.
08.12.2024 - 15:26 Uhr
Auch ich bedanke mich für das Aufschlüsseln. Will wahrlich niemand eine Schuld zuweisen, die er sich nicht verdient.
Doch allein die Anzahl der Fälle bestärkt mich in meiner Meinung, dass es bei ihm nicht mehr reicht. Es kommt mir vor als würde mir jemand sagen, er habe im letzten Jahr fünf Verkehrsunfälle gehabt, bei denen er allesamt keine Schuld trug. Mag ja sein, aber er wird bei mir dennoch den Eindruck erwecken, dass er wohl kein besonders guter Autofahrer ist. Ein Könner hinter dem Lenkrad hätte wohl den einen oder anderen durch Weisheit und Vorausschau verhindern können.
Mein Gesamteindruck zu Schwabl sagt mir ganz unabhängig von Einzelsituationen, dass er die Leistung einfach nicht mehr erbringen kann und die Tatsache dass von den letzten 12 Toren 11 über seine Abwehrseite gefallen sind, bestärkt mich in meiner Meinung.
Doch allein die Anzahl der Fälle bestärkt mich in meiner Meinung, dass es bei ihm nicht mehr reicht. Es kommt mir vor als würde mir jemand sagen, er habe im letzten Jahr fünf Verkehrsunfälle gehabt, bei denen er allesamt keine Schuld trug. Mag ja sein, aber er wird bei mir dennoch den Eindruck erwecken, dass er wohl kein besonders guter Autofahrer ist. Ein Könner hinter dem Lenkrad hätte wohl den einen oder anderen durch Weisheit und Vorausschau verhindern können.
Mein Gesamteindruck zu Schwabl sagt mir ganz unabhängig von Einzelsituationen, dass er die Leistung einfach nicht mehr erbringen kann und die Tatsache dass von den letzten 12 Toren 11 über seine Abwehrseite gefallen sind, bestärkt mich in meiner Meinung.
08.12.2024 - 22:35 Uhr
Zitat von HeliosFCO
Beim ersten Tor liegt es daran, dass die komplette Abwehrkette sehr weit nach links schiebt. Würde Schwabl da auf rechts bleiben, wäre eine riesige Lücke in der Mitte. Beim Verschieben in der Abwehrkette geht es darum, die Abstände zwischen den Spielern nicht zu groß werden zu lassen. In diesem Fall hat er persönlich also aus meiner Sicht nichts falsch gemacht, der Fehler lag eher bei der gesamten Abwehrkette, die zu weit verschiebt, sodass Kalem zu viel Platz bekommt. In der Magenta Zusammenfassung sieht man das bei 1:12 sehr gut, da rückt Hennig als LV raus um das Zuspiel ins Mittelfeld zu verhindern oder zumindest zu stören, was misslingt. Daraufhin muss Schlicke nach links bis fast zur Außenlinie rücken, was dann die zu weit verschiebende Kette zur Folge hat. Verhindern hätte man es vielleicht können, wenn Waidner schneller auf LV rückt, sodass Schlicke zentraler bleiben kann oder jemand aus dem Mittelfeld in die Abwehrkette fällt. Das lässt sich im Nachhinein aber immer leicht sagen.
Beim zweiten Gegentor stimmt die Konterabsicherung leider überhaupt nicht. Geis spielt da in der Mitte der gegnerischen Hälfte einen Fehlpass und beide Außenverteidiger sind sehr weit aufgerückt. Das führt dazu, dass nur die beiden Innenverteidiger defensiv absichern. Hier hätte aus meiner Sicht einer der beiden Außenverteidiger tiefer stehen müssen. In der Aktion selbst hätte Skarlatidis ggf. entschlossener versuchen müssen den langen Ball auf Kalem zu verhindern, der sich aber auch gut im Rücken von Schwabl anbietet. Schwabl unterstelle ich in dieser Situation, dass er kurz zögert, ob er Druck auf den Ballführenden ausübt, um den langen Ball zu verhindern oder ob er sich direkt fallen lässt. Dieser Moment des Zögerns führt dann dazu, dass er verloren zwischen beiden Aktionen steht und nicht eingreifen kann. Auch in diesem Fall ist es aus meiner Sicht aber ein grundsätzliches Problem im Stellungsspiel der Abwehrkette, beide Außenverteidiger so weit aufrücken zu lassen, ohne das ein 6er sich in die Abwehr fallen lässt ist einfach zu hohes Risiko.
So würde ich die beiden Situationen sehen, man mag mir gern widersprechen. 🙂
Zitat von Hammer1925
Hallo zusammen,
ich hab mal eine Frage zu Markus Schwabl. Ich schick voraus, ich hab keinen Fußball-Sachverstand da nie selber gespielt.
Er ist doch formal Rechtsverteidiger und sollte doch somit die rechte Flanke absichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass er häufig überall anderswo spielt, und seine RV Position im Stich lässt.
Ich nehme mal beispielhaft die beiden Szenen der Gegentore von Hannover.
1. Er läuft zentral in die Mitte, blickt sich zu keiner Zeit um, und Kalem läuft völlig frei aufs Tor
2. Steht weit in der vorderen Hälfte, wird überspielt, Zentrich ist zu spät und Kalem ist wieder frei vorm Tor
Also, warum ist er oft nicht auf seiner RV Position, gerade wenn es brennt? Gibt es dafür eine sinnvolle fussballtaktische Erklärung?
Kein Schwabl Bashing, ist eine ernstgemeinte Verständnisfrage.
Hallo zusammen,
ich hab mal eine Frage zu Markus Schwabl. Ich schick voraus, ich hab keinen Fußball-Sachverstand da nie selber gespielt.
Er ist doch formal Rechtsverteidiger und sollte doch somit die rechte Flanke absichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass er häufig überall anderswo spielt, und seine RV Position im Stich lässt.
Ich nehme mal beispielhaft die beiden Szenen der Gegentore von Hannover.
1. Er läuft zentral in die Mitte, blickt sich zu keiner Zeit um, und Kalem läuft völlig frei aufs Tor
2. Steht weit in der vorderen Hälfte, wird überspielt, Zentrich ist zu spät und Kalem ist wieder frei vorm Tor
Also, warum ist er oft nicht auf seiner RV Position, gerade wenn es brennt? Gibt es dafür eine sinnvolle fussballtaktische Erklärung?
Kein Schwabl Bashing, ist eine ernstgemeinte Verständnisfrage.
Beim ersten Tor liegt es daran, dass die komplette Abwehrkette sehr weit nach links schiebt. Würde Schwabl da auf rechts bleiben, wäre eine riesige Lücke in der Mitte. Beim Verschieben in der Abwehrkette geht es darum, die Abstände zwischen den Spielern nicht zu groß werden zu lassen. In diesem Fall hat er persönlich also aus meiner Sicht nichts falsch gemacht, der Fehler lag eher bei der gesamten Abwehrkette, die zu weit verschiebt, sodass Kalem zu viel Platz bekommt. In der Magenta Zusammenfassung sieht man das bei 1:12 sehr gut, da rückt Hennig als LV raus um das Zuspiel ins Mittelfeld zu verhindern oder zumindest zu stören, was misslingt. Daraufhin muss Schlicke nach links bis fast zur Außenlinie rücken, was dann die zu weit verschiebende Kette zur Folge hat. Verhindern hätte man es vielleicht können, wenn Waidner schneller auf LV rückt, sodass Schlicke zentraler bleiben kann oder jemand aus dem Mittelfeld in die Abwehrkette fällt. Das lässt sich im Nachhinein aber immer leicht sagen.
Beim zweiten Gegentor stimmt die Konterabsicherung leider überhaupt nicht. Geis spielt da in der Mitte der gegnerischen Hälfte einen Fehlpass und beide Außenverteidiger sind sehr weit aufgerückt. Das führt dazu, dass nur die beiden Innenverteidiger defensiv absichern. Hier hätte aus meiner Sicht einer der beiden Außenverteidiger tiefer stehen müssen. In der Aktion selbst hätte Skarlatidis ggf. entschlossener versuchen müssen den langen Ball auf Kalem zu verhindern, der sich aber auch gut im Rücken von Schwabl anbietet. Schwabl unterstelle ich in dieser Situation, dass er kurz zögert, ob er Druck auf den Ballführenden ausübt, um den langen Ball zu verhindern oder ob er sich direkt fallen lässt. Dieser Moment des Zögerns führt dann dazu, dass er verloren zwischen beiden Aktionen steht und nicht eingreifen kann. Auch in diesem Fall ist es aus meiner Sicht aber ein grundsätzliches Problem im Stellungsspiel der Abwehrkette, beide Außenverteidiger so weit aufrücken zu lassen, ohne das ein 6er sich in die Abwehr fallen lässt ist einfach zu hohes Risiko.
So würde ich die beiden Situationen sehen, man mag mir gern widersprechen. 🙂
Ja, das ist m.E. eine ziemlich stimmige Analyse. Zum 0:1: Ich würde da vielleicht noch Maier mit in die Pflicht nehmen. Der ist da noch unbelastet und darf sich da gerne mit nem Rempler als taktischem Foul die gelbe Karte holen, anstatt so halbscharig hinzugehen. Aber Hennig ist da einfach übermotiviert und leitet das ganze ein.
Zum 0:2: Ja, mit der Absicherung ist sicher was dran aber bei 0:1 musst du halt auch was riskieren, wenn du in 25 Minuten zwei Tore brauchst. Geis darf da mit seiner Erfahrung niemals so einen Sch***pass spielen, wenn er sieht, das er die einzige echte Absicherung ist. Zentrich verschätzt sich dann halt noch. Wenn er rausrennt, muss er den Gegenspieler auch stellen. Ansonsten ist der Weg zurück besser. Evtl. kann er dann noch das In-den-Strafraum-ziehen verhindern. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es da um Sekundenbruchteile geht, die er zu spät kommt.
Insgesamt gleicht unser Defensivspiel aber mehr einem Hühnerhaufen als einer Profimannschaft, sobald wir mal mit mehr als 5 Spielern in Gegners Hälfte sind.
09.12.2024 - 07:30 Uhr
Zitat von darlouhg
Insgesamt gleicht unser Defensivspiel aber mehr einem Hühnerhaufen als einer Profimannschaft, sobald wir mal mit mehr als 5 Spielern in Gegners Hälfte sind.
Insgesamt gleicht unser Defensivspiel aber mehr einem Hühnerhaufen als einer Profimannschaft, sobald wir mal mit mehr als 5 Spielern in Gegners Hälfte sind.
Das ist ein guter Punkt. Wir schaffen es eben nicht mit 3-4 Spielern sowas wie Gefahr zu erzeugen, wir brauchen 6-7 Spieler und dann wird's natürlich einfach dich auszukontern.
Da geht viel Hand in Hand, die Balance stimmt nicht und der Ertrag gleich garnicht. Deshalb erfahren Coach mit erfahrenen co-Trainern bitte. Danke.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von coolioll am 09.12.2024 um 07:32 Uhr bearbeitet
15.12.2024 - 15:00 Uhr
Vor 7 1/2Jahren, Relegation gegen Elversberg (mit einem starken Biankadi), Haching steigt in die 3.Liga auf, Elversberg muss in der Regio bleiben. Heute ist Elversberg Tabellenführer in der 2.Liga und wir Platz 19. Fußball kann so verrückt sein.
Wenn beide Mannschaften so weitermachen, trennen nächstes Jahr beide Mannschaften drei Ligen.
Wenn beide Mannschaften so weitermachen, trennen nächstes Jahr beide Mannschaften drei Ligen.
15.12.2024 - 15:15 Uhr
Sowas fällt mir auch immer wieder mal auf. Naheliegendstes Beispiel: Cottbus. Vor gerademal 1,5 Jahren komplett unterschiedliche Stimmungslagen, heute sind sie Erster und wir Vorletzter.
Auch immer wieder mal fällt mir Aalen ins Auge. Im Mai 2009 haben wir am letzten Spieltag noch um den Aufstieg gekämpft, Aalen war schon abgestiegen. Wenn mich nicht alles täuscht, waren sie ein paar Jahre später zwei Ligen über uns. Wieder ein paar Jahre - und aus Hachinger Sicht ätzende - Ligabegegnungen später sind wir zwei Ligen über denen...
Das sind halt grade bei kleinen Clubs immer auch Momentaufnahmen. Ansonsten glaub ich nicht, dass Elversberg am Ende aufsteigen wird. Und wir sind noch nicht abgestiegen.
(Wenn man's philosophisch betrachten will, und insofern es beim Fußball, vermutlich, keine "Endabrechnung" geben wird, ist die Lehre eigentlich: Immer genießen was man hat, wenn man es hat.)
Auch immer wieder mal fällt mir Aalen ins Auge. Im Mai 2009 haben wir am letzten Spieltag noch um den Aufstieg gekämpft, Aalen war schon abgestiegen. Wenn mich nicht alles täuscht, waren sie ein paar Jahre später zwei Ligen über uns. Wieder ein paar Jahre - und aus Hachinger Sicht ätzende - Ligabegegnungen später sind wir zwei Ligen über denen...
Das sind halt grade bei kleinen Clubs immer auch Momentaufnahmen. Ansonsten glaub ich nicht, dass Elversberg am Ende aufsteigen wird. Und wir sind noch nicht abgestiegen.
(Wenn man's philosophisch betrachten will, und insofern es beim Fußball, vermutlich, keine "Endabrechnung" geben wird, ist die Lehre eigentlich: Immer genießen was man hat, wenn man es hat.)
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