BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
24.10.2020 - 13:03 Uhr
Zitat von mba123
Mein Beitrag war nicht so negativ gemeint, wie er vielleicht rüberkommt.
Ich denke, Favre setzt viele seiner Ideen mit hoher Kompetenz um. Das ist für mich die Vorraussetzung für einen guten Trainer und etwas, was ein Nachfolger erstmal auf ähnlichem oder höherem Niveau umsetzen müsste.
Nichtsdestotrotz sehe ich in den genannten Kritikpunkten Verbesserungspotential. Wie viel dadurch zu holen wäre, bin ich mir unschlüssig.
Beispielsweise ist eine zögerliche Taktik schon in Gladbach ein größerer Kritikpunkt gewesen, soweit ich weiß. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch.
Wie viel seltener wären Spiele wie gegen Augsburg mit einer mutigeren Taktik?
Da würde es wieder sehr auf die Qualität in der Umsetzung ankommen, denke ich.
Aber klar ist, dass solche Spiele wie gegen Augsburg die Ausnahme bleiben müssen. Davon darf sich Favre nur wenige leisten.
Eine schlecht auf den Gegner abgestimmte Taktik, wie meiner Meinung nach gegen Lazio, leistet sich jeder Trainer mal. Auch da kommt es auf die Häufigkeit an.
Beispielsweise finde ich, dass es Nagelsmann gegen uns auch nicht gut gemacht hat.
Klopp hatte gegen mauernde Gegner öfters auch nicht die beste Taktik.
Oder Peps stures Festhalten an seiner Spielidee mit hoher Dominanz und langen Ballstaffeten ging in der Champions League und öfters gegen Klopp nicht auf.
Favres "Ausrutscher" sind von der Anzahl in einem Bereich, wo man eben geteilter Meinung sein kann, ob er aktuell die beste, verfügbare Wahl ist oder eben nicht.
Zitat von Vero-amore
Das ist aber schon eine ganze Menge was dir fehlt, jetzt ist es ja nicht so, daß Favre seine erste Saison beim BVB ist. Zumal das ganz wichtige Faktoren für eine dominate Mannschaft sind und das sollten wir in der BL zumindest sehr oft sein. Das zeigt eigentlich ganz deutlich das man mit den 2,5 Jahren Favre beim BVB nicht zufrieden sein kann. Wir haben ja keinen Greenhorn wie Wagner an der Seitenlinie stehen, das soll ja mit das beste sein was es auf dem Trainer Markt gibt.
Zitat von mba123
Ich sehe die Kritikpunkte nicht so allgemeingültig, wie hier geschildert.
Ich würde stark zwischen den Spielen unterscheiden. Die allgemeingültige Kritik wäre für mich, dass wir uns nicht gut auf unterschiedliche Anforderungen durch die Gegner einstellen.
Gegen Lazio fand ich uns taktisch nicht gut eingestellt. Hier fehlt mir ein klares Konzept, wer welchen Gegner wie anläuft. Unser Zugriff war dementsprechend schlecht und die Abwehr wackelte.
Allgemein sehe ich unsere Defensivleistungen aber durchaus gut; auch die Kompaktheit stimmt ansonsten. Außer wir brauchen ein Tor und verstärken die Offensive. Dann geht öfters die Kompaktheit flöten, was mir gar nicht gefällt. Unsere Schlussoffensiven entwickeln dadurch zu wenig Durchschlagskraft, finde ich.
Favre lässt mir auch öfters zu verhalten agieren, wie gegen Augsburg. Gegen solche passiven, individuell schwächeren Gegnern scheint mir eine mutigere Vorgehensweise erfolgsversprechender.
Jedenfalls sollten solche Niederlagen die absolute Ausnahme bleiben. Was möglicherweise so sein wird; aber eben eine Gefahr ist, die diese Herangehensweise hinfällig machen würde.
Da schlägt dann auch das Problem durch, dass unsere Schlussoffensive nicht gut ist.
Positiv ist für mich, dass die Konteranfälligkeit deutlich geringer als mit Viererkette ist. Besonders die "kleineren" Mannschaften haben dadurch Probleme, ein Tor zu machen. Augsburg machte das wichtige 1:0 mit einem Standard (ihrem Ersten?). So etwas wie beim 3:3 letzte Saison gegen Paderborn halte ich bei der aktuellen Taktik quasi für unmöglich.
Grundsätzlich macht Favre für mich vieles richtig. Ich finde, er hat das System gut auf die Stärken und Schwächen des Kaders ausgerichtet. Mir gefallen auch die Abstimmung, die Ordnung und Staffelung auf dem Platz. Hier hat Favre viel Feinarbeit geleistet, denke ich.
Was mir fehlt, ist ein besseres Konzept für eine Schlussoffensive, eine allgemein offensivere Herangehensweise gegen schwächere Gegner und teilweise taktische Anpassungen je nach Gegner.
Ich sehe die Kritikpunkte nicht so allgemeingültig, wie hier geschildert.
Ich würde stark zwischen den Spielen unterscheiden. Die allgemeingültige Kritik wäre für mich, dass wir uns nicht gut auf unterschiedliche Anforderungen durch die Gegner einstellen.
Gegen Lazio fand ich uns taktisch nicht gut eingestellt. Hier fehlt mir ein klares Konzept, wer welchen Gegner wie anläuft. Unser Zugriff war dementsprechend schlecht und die Abwehr wackelte.
Allgemein sehe ich unsere Defensivleistungen aber durchaus gut; auch die Kompaktheit stimmt ansonsten. Außer wir brauchen ein Tor und verstärken die Offensive. Dann geht öfters die Kompaktheit flöten, was mir gar nicht gefällt. Unsere Schlussoffensiven entwickeln dadurch zu wenig Durchschlagskraft, finde ich.
Favre lässt mir auch öfters zu verhalten agieren, wie gegen Augsburg. Gegen solche passiven, individuell schwächeren Gegnern scheint mir eine mutigere Vorgehensweise erfolgsversprechender.
Jedenfalls sollten solche Niederlagen die absolute Ausnahme bleiben. Was möglicherweise so sein wird; aber eben eine Gefahr ist, die diese Herangehensweise hinfällig machen würde.
Da schlägt dann auch das Problem durch, dass unsere Schlussoffensive nicht gut ist.
Positiv ist für mich, dass die Konteranfälligkeit deutlich geringer als mit Viererkette ist. Besonders die "kleineren" Mannschaften haben dadurch Probleme, ein Tor zu machen. Augsburg machte das wichtige 1:0 mit einem Standard (ihrem Ersten?). So etwas wie beim 3:3 letzte Saison gegen Paderborn halte ich bei der aktuellen Taktik quasi für unmöglich.
Grundsätzlich macht Favre für mich vieles richtig. Ich finde, er hat das System gut auf die Stärken und Schwächen des Kaders ausgerichtet. Mir gefallen auch die Abstimmung, die Ordnung und Staffelung auf dem Platz. Hier hat Favre viel Feinarbeit geleistet, denke ich.
Was mir fehlt, ist ein besseres Konzept für eine Schlussoffensive, eine allgemein offensivere Herangehensweise gegen schwächere Gegner und teilweise taktische Anpassungen je nach Gegner.
Das ist aber schon eine ganze Menge was dir fehlt, jetzt ist es ja nicht so, daß Favre seine erste Saison beim BVB ist. Zumal das ganz wichtige Faktoren für eine dominate Mannschaft sind und das sollten wir in der BL zumindest sehr oft sein. Das zeigt eigentlich ganz deutlich das man mit den 2,5 Jahren Favre beim BVB nicht zufrieden sein kann. Wir haben ja keinen Greenhorn wie Wagner an der Seitenlinie stehen, das soll ja mit das beste sein was es auf dem Trainer Markt gibt.
Mein Beitrag war nicht so negativ gemeint, wie er vielleicht rüberkommt.
Ich denke, Favre setzt viele seiner Ideen mit hoher Kompetenz um. Das ist für mich die Vorraussetzung für einen guten Trainer und etwas, was ein Nachfolger erstmal auf ähnlichem oder höherem Niveau umsetzen müsste.
Nichtsdestotrotz sehe ich in den genannten Kritikpunkten Verbesserungspotential. Wie viel dadurch zu holen wäre, bin ich mir unschlüssig.
Beispielsweise ist eine zögerliche Taktik schon in Gladbach ein größerer Kritikpunkt gewesen, soweit ich weiß. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch.
Wie viel seltener wären Spiele wie gegen Augsburg mit einer mutigeren Taktik?
Da würde es wieder sehr auf die Qualität in der Umsetzung ankommen, denke ich.
Aber klar ist, dass solche Spiele wie gegen Augsburg die Ausnahme bleiben müssen. Davon darf sich Favre nur wenige leisten.
Eine schlecht auf den Gegner abgestimmte Taktik, wie meiner Meinung nach gegen Lazio, leistet sich jeder Trainer mal. Auch da kommt es auf die Häufigkeit an.
Beispielsweise finde ich, dass es Nagelsmann gegen uns auch nicht gut gemacht hat.
Klopp hatte gegen mauernde Gegner öfters auch nicht die beste Taktik.
Oder Peps stures Festhalten an seiner Spielidee mit hoher Dominanz und langen Ballstaffeten ging in der Champions League und öfters gegen Klopp nicht auf.
Favres "Ausrutscher" sind von der Anzahl in einem Bereich, wo man eben geteilter Meinung sein kann, ob er aktuell die beste, verfügbare Wahl ist oder eben nicht.
Rein von der Spieler Qualität, wo siehst du uns besser aufgestellt? Unsere Defensive oder Offensive?
Für mich ganz klar die Offensive, wir vergeuden zum Beispiel einen Spieler wie Brandt der größtenteils auf der Bank sitzt oder auf Positionen spielt wo er nutzlos ist. Wir haben mit Sancho und Haaland zwei Spieler in der Offensive um die sich halb Europa prügelt und Favre schafft es immer wieder Halbzeiten hinzulegen wo wir kaum Torgefahr generieren. Tut mir Leid, das ist für mich eine Bankrott Erklärung. Safety first ist sein Motto, leider haben wir dafür aber auch nicht den passenden Kader, weil wir immer einen Experten in der Abwehr haben, der ganz tolle Ideen hat und am eigenen Strafraum Querpässe spielt, mal Piszczek, mal Akanji, dann mal Zagadou, letztes Jahr Hakimi, oder zuletzt Meunier.
24.10.2020 - 14:11 Uhr
Zitat von Vero-amore
Rein von der Spieler Qualität, wo siehst du uns besser aufgestellt? Unsere Defensive oder Offensive?
Für mich ganz klar die Offensive, wir vergeuden zum Beispiel einen Spieler wie Brandt der größtenteils auf der Bank sitzt oder auf Positionen spielt wo er nutzlos ist. Wir haben mit Sancho und Haaland zwei Spieler in der Offensive um die sich halb Europa prügelt und Favre schafft es immer wieder Halbzeiten hinzulegen wo wir kaum Torgefahr generieren. Tut mir Leid, das ist für mich eine Bankrott Erklärung. Safety first ist sein Motto, leider haben wir dafür aber auch nicht den passenden Kader, weil wir immer einen Experten in der Abwehr haben, der ganz tolle Ideen hat und am eigenen Strafraum Querpässe spielt, mal Piszczek, mal Akanji, dann mal Zagadou, letztes Jahr Hakimi, oder zuletzt Meunier.
Zitat von mba123
Mein Beitrag war nicht so negativ gemeint, wie er vielleicht rüberkommt.
Ich denke, Favre setzt viele seiner Ideen mit hoher Kompetenz um. Das ist für mich die Vorraussetzung für einen guten Trainer und etwas, was ein Nachfolger erstmal auf ähnlichem oder höherem Niveau umsetzen müsste.
Nichtsdestotrotz sehe ich in den genannten Kritikpunkten Verbesserungspotential. Wie viel dadurch zu holen wäre, bin ich mir unschlüssig.
Beispielsweise ist eine zögerliche Taktik schon in Gladbach ein größerer Kritikpunkt gewesen, soweit ich weiß. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch.
Wie viel seltener wären Spiele wie gegen Augsburg mit einer mutigeren Taktik?
Da würde es wieder sehr auf die Qualität in der Umsetzung ankommen, denke ich.
Aber klar ist, dass solche Spiele wie gegen Augsburg die Ausnahme bleiben müssen. Davon darf sich Favre nur wenige leisten.
Eine schlecht auf den Gegner abgestimmte Taktik, wie meiner Meinung nach gegen Lazio, leistet sich jeder Trainer mal. Auch da kommt es auf die Häufigkeit an.
Beispielsweise finde ich, dass es Nagelsmann gegen uns auch nicht gut gemacht hat.
Klopp hatte gegen mauernde Gegner öfters auch nicht die beste Taktik.
Oder Peps stures Festhalten an seiner Spielidee mit hoher Dominanz und langen Ballstaffeten ging in der Champions League und öfters gegen Klopp nicht auf.
Favres "Ausrutscher" sind von der Anzahl in einem Bereich, wo man eben geteilter Meinung sein kann, ob er aktuell die beste, verfügbare Wahl ist oder eben nicht.
Zitat von Vero-amore
Das ist aber schon eine ganze Menge was dir fehlt, jetzt ist es ja nicht so, daß Favre seine erste Saison beim BVB ist. Zumal das ganz wichtige Faktoren für eine dominate Mannschaft sind und das sollten wir in der BL zumindest sehr oft sein. Das zeigt eigentlich ganz deutlich das man mit den 2,5 Jahren Favre beim BVB nicht zufrieden sein kann. Wir haben ja keinen Greenhorn wie Wagner an der Seitenlinie stehen, das soll ja mit das beste sein was es auf dem Trainer Markt gibt.
Zitat von mba123
Ich sehe die Kritikpunkte nicht so allgemeingültig, wie hier geschildert.
Ich würde stark zwischen den Spielen unterscheiden. Die allgemeingültige Kritik wäre für mich, dass wir uns nicht gut auf unterschiedliche Anforderungen durch die Gegner einstellen.
Gegen Lazio fand ich uns taktisch nicht gut eingestellt. Hier fehlt mir ein klares Konzept, wer welchen Gegner wie anläuft. Unser Zugriff war dementsprechend schlecht und die Abwehr wackelte.
Allgemein sehe ich unsere Defensivleistungen aber durchaus gut; auch die Kompaktheit stimmt ansonsten. Außer wir brauchen ein Tor und verstärken die Offensive. Dann geht öfters die Kompaktheit flöten, was mir gar nicht gefällt. Unsere Schlussoffensiven entwickeln dadurch zu wenig Durchschlagskraft, finde ich.
Favre lässt mir auch öfters zu verhalten agieren, wie gegen Augsburg. Gegen solche passiven, individuell schwächeren Gegnern scheint mir eine mutigere Vorgehensweise erfolgsversprechender.
Jedenfalls sollten solche Niederlagen die absolute Ausnahme bleiben. Was möglicherweise so sein wird; aber eben eine Gefahr ist, die diese Herangehensweise hinfällig machen würde.
Da schlägt dann auch das Problem durch, dass unsere Schlussoffensive nicht gut ist.
Positiv ist für mich, dass die Konteranfälligkeit deutlich geringer als mit Viererkette ist. Besonders die "kleineren" Mannschaften haben dadurch Probleme, ein Tor zu machen. Augsburg machte das wichtige 1:0 mit einem Standard (ihrem Ersten?). So etwas wie beim 3:3 letzte Saison gegen Paderborn halte ich bei der aktuellen Taktik quasi für unmöglich.
Grundsätzlich macht Favre für mich vieles richtig. Ich finde, er hat das System gut auf die Stärken und Schwächen des Kaders ausgerichtet. Mir gefallen auch die Abstimmung, die Ordnung und Staffelung auf dem Platz. Hier hat Favre viel Feinarbeit geleistet, denke ich.
Was mir fehlt, ist ein besseres Konzept für eine Schlussoffensive, eine allgemein offensivere Herangehensweise gegen schwächere Gegner und teilweise taktische Anpassungen je nach Gegner.
Ich sehe die Kritikpunkte nicht so allgemeingültig, wie hier geschildert.
Ich würde stark zwischen den Spielen unterscheiden. Die allgemeingültige Kritik wäre für mich, dass wir uns nicht gut auf unterschiedliche Anforderungen durch die Gegner einstellen.
Gegen Lazio fand ich uns taktisch nicht gut eingestellt. Hier fehlt mir ein klares Konzept, wer welchen Gegner wie anläuft. Unser Zugriff war dementsprechend schlecht und die Abwehr wackelte.
Allgemein sehe ich unsere Defensivleistungen aber durchaus gut; auch die Kompaktheit stimmt ansonsten. Außer wir brauchen ein Tor und verstärken die Offensive. Dann geht öfters die Kompaktheit flöten, was mir gar nicht gefällt. Unsere Schlussoffensiven entwickeln dadurch zu wenig Durchschlagskraft, finde ich.
Favre lässt mir auch öfters zu verhalten agieren, wie gegen Augsburg. Gegen solche passiven, individuell schwächeren Gegnern scheint mir eine mutigere Vorgehensweise erfolgsversprechender.
Jedenfalls sollten solche Niederlagen die absolute Ausnahme bleiben. Was möglicherweise so sein wird; aber eben eine Gefahr ist, die diese Herangehensweise hinfällig machen würde.
Da schlägt dann auch das Problem durch, dass unsere Schlussoffensive nicht gut ist.
Positiv ist für mich, dass die Konteranfälligkeit deutlich geringer als mit Viererkette ist. Besonders die "kleineren" Mannschaften haben dadurch Probleme, ein Tor zu machen. Augsburg machte das wichtige 1:0 mit einem Standard (ihrem Ersten?). So etwas wie beim 3:3 letzte Saison gegen Paderborn halte ich bei der aktuellen Taktik quasi für unmöglich.
Grundsätzlich macht Favre für mich vieles richtig. Ich finde, er hat das System gut auf die Stärken und Schwächen des Kaders ausgerichtet. Mir gefallen auch die Abstimmung, die Ordnung und Staffelung auf dem Platz. Hier hat Favre viel Feinarbeit geleistet, denke ich.
Was mir fehlt, ist ein besseres Konzept für eine Schlussoffensive, eine allgemein offensivere Herangehensweise gegen schwächere Gegner und teilweise taktische Anpassungen je nach Gegner.
Das ist aber schon eine ganze Menge was dir fehlt, jetzt ist es ja nicht so, daß Favre seine erste Saison beim BVB ist. Zumal das ganz wichtige Faktoren für eine dominate Mannschaft sind und das sollten wir in der BL zumindest sehr oft sein. Das zeigt eigentlich ganz deutlich das man mit den 2,5 Jahren Favre beim BVB nicht zufrieden sein kann. Wir haben ja keinen Greenhorn wie Wagner an der Seitenlinie stehen, das soll ja mit das beste sein was es auf dem Trainer Markt gibt.
Mein Beitrag war nicht so negativ gemeint, wie er vielleicht rüberkommt.
Ich denke, Favre setzt viele seiner Ideen mit hoher Kompetenz um. Das ist für mich die Vorraussetzung für einen guten Trainer und etwas, was ein Nachfolger erstmal auf ähnlichem oder höherem Niveau umsetzen müsste.
Nichtsdestotrotz sehe ich in den genannten Kritikpunkten Verbesserungspotential. Wie viel dadurch zu holen wäre, bin ich mir unschlüssig.
Beispielsweise ist eine zögerliche Taktik schon in Gladbach ein größerer Kritikpunkt gewesen, soweit ich weiß. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch.
Wie viel seltener wären Spiele wie gegen Augsburg mit einer mutigeren Taktik?
Da würde es wieder sehr auf die Qualität in der Umsetzung ankommen, denke ich.
Aber klar ist, dass solche Spiele wie gegen Augsburg die Ausnahme bleiben müssen. Davon darf sich Favre nur wenige leisten.
Eine schlecht auf den Gegner abgestimmte Taktik, wie meiner Meinung nach gegen Lazio, leistet sich jeder Trainer mal. Auch da kommt es auf die Häufigkeit an.
Beispielsweise finde ich, dass es Nagelsmann gegen uns auch nicht gut gemacht hat.
Klopp hatte gegen mauernde Gegner öfters auch nicht die beste Taktik.
Oder Peps stures Festhalten an seiner Spielidee mit hoher Dominanz und langen Ballstaffeten ging in der Champions League und öfters gegen Klopp nicht auf.
Favres "Ausrutscher" sind von der Anzahl in einem Bereich, wo man eben geteilter Meinung sein kann, ob er aktuell die beste, verfügbare Wahl ist oder eben nicht.
Rein von der Spieler Qualität, wo siehst du uns besser aufgestellt? Unsere Defensive oder Offensive?
Für mich ganz klar die Offensive, wir vergeuden zum Beispiel einen Spieler wie Brandt der größtenteils auf der Bank sitzt oder auf Positionen spielt wo er nutzlos ist. Wir haben mit Sancho und Haaland zwei Spieler in der Offensive um die sich halb Europa prügelt und Favre schafft es immer wieder Halbzeiten hinzulegen wo wir kaum Torgefahr generieren. Tut mir Leid, das ist für mich eine Bankrott Erklärung. Safety first ist sein Motto, leider haben wir dafür aber auch nicht den passenden Kader, weil wir immer einen Experten in der Abwehr haben, der ganz tolle Ideen hat und am eigenen Strafraum Querpässe spielt, mal Piszczek, mal Akanji, dann mal Zagadou, letztes Jahr Hakimi, oder zuletzt Meunier.
Unsere Stärke sind für mich ganz klar die individuellen Fähigkeiten am Ball.
Aber deinen Ansatz verstehe ich nicht.
Mehr auf Offensive zu setzen, ist dann nicht automatisch die Lösung. Man darf eben auch nicht diese simplen Gegentore fangen, was mit mehr Offensiven auf dem Platz eher der Fall ist. Ansonsten würde man mit zehn Offensiven spielen.
Bei uns ist es seit 2012 quasi durchgängig das Problem, dass wir zu viele und zu simple Gegentore kassieren.
Es muss eben die Balance auf dem Platz passen.
Beispielsweise mit Brandt statt einem der drei Verteidiger würde sich viel daran ändern. Wobei ich so etwas auch gerne mal sehen würde.
24.10.2020 - 14:22 Uhr
Zitat von mba123
Unsere Stärke sind für mich ganz klar die individuellen Fähigkeiten am Ball.
Aber deinen Ansatz verstehe ich nicht.
Mehr auf Offensive zu setzen, ist dann nicht automatisch die Lösung. Man darf eben auch nicht diese simplen Gegentore fangen, was mit mehr Offensiven auf dem Platz eher der Fall ist. Ansonsten würde man mit zehn Offensiven spielen.
Bei uns ist es seit 2012 quasi durchgängig das Problem, dass wir zu viele und zu simple Gegentore kassieren.
Es muss eben die Balance auf dem Platz passen.
Beispielsweise mit Brandt statt einem der drei Verteidiger würde sich viel daran ändern. Wobei ich so etwas auch gerne mal sehen würde.
Zitat von Vero-amore
Rein von der Spieler Qualität, wo siehst du uns besser aufgestellt? Unsere Defensive oder Offensive?
Für mich ganz klar die Offensive, wir vergeuden zum Beispiel einen Spieler wie Brandt der größtenteils auf der Bank sitzt oder auf Positionen spielt wo er nutzlos ist. Wir haben mit Sancho und Haaland zwei Spieler in der Offensive um die sich halb Europa prügelt und Favre schafft es immer wieder Halbzeiten hinzulegen wo wir kaum Torgefahr generieren. Tut mir Leid, das ist für mich eine Bankrott Erklärung. Safety first ist sein Motto, leider haben wir dafür aber auch nicht den passenden Kader, weil wir immer einen Experten in der Abwehr haben, der ganz tolle Ideen hat und am eigenen Strafraum Querpässe spielt, mal Piszczek, mal Akanji, dann mal Zagadou, letztes Jahr Hakimi, oder zuletzt Meunier.
Zitat von mba123
Mein Beitrag war nicht so negativ gemeint, wie er vielleicht rüberkommt.
Ich denke, Favre setzt viele seiner Ideen mit hoher Kompetenz um. Das ist für mich die Vorraussetzung für einen guten Trainer und etwas, was ein Nachfolger erstmal auf ähnlichem oder höherem Niveau umsetzen müsste.
Nichtsdestotrotz sehe ich in den genannten Kritikpunkten Verbesserungspotential. Wie viel dadurch zu holen wäre, bin ich mir unschlüssig.
Beispielsweise ist eine zögerliche Taktik schon in Gladbach ein größerer Kritikpunkt gewesen, soweit ich weiß. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch.
Wie viel seltener wären Spiele wie gegen Augsburg mit einer mutigeren Taktik?
Da würde es wieder sehr auf die Qualität in der Umsetzung ankommen, denke ich.
Aber klar ist, dass solche Spiele wie gegen Augsburg die Ausnahme bleiben müssen. Davon darf sich Favre nur wenige leisten.
Eine schlecht auf den Gegner abgestimmte Taktik, wie meiner Meinung nach gegen Lazio, leistet sich jeder Trainer mal. Auch da kommt es auf die Häufigkeit an.
Beispielsweise finde ich, dass es Nagelsmann gegen uns auch nicht gut gemacht hat.
Klopp hatte gegen mauernde Gegner öfters auch nicht die beste Taktik.
Oder Peps stures Festhalten an seiner Spielidee mit hoher Dominanz und langen Ballstaffeten ging in der Champions League und öfters gegen Klopp nicht auf.
Favres "Ausrutscher" sind von der Anzahl in einem Bereich, wo man eben geteilter Meinung sein kann, ob er aktuell die beste, verfügbare Wahl ist oder eben nicht.
Zitat von Vero-amore
Das ist aber schon eine ganze Menge was dir fehlt, jetzt ist es ja nicht so, daß Favre seine erste Saison beim BVB ist. Zumal das ganz wichtige Faktoren für eine dominate Mannschaft sind und das sollten wir in der BL zumindest sehr oft sein. Das zeigt eigentlich ganz deutlich das man mit den 2,5 Jahren Favre beim BVB nicht zufrieden sein kann. Wir haben ja keinen Greenhorn wie Wagner an der Seitenlinie stehen, das soll ja mit das beste sein was es auf dem Trainer Markt gibt.
Zitat von mba123
Ich sehe die Kritikpunkte nicht so allgemeingültig, wie hier geschildert.
Ich würde stark zwischen den Spielen unterscheiden. Die allgemeingültige Kritik wäre für mich, dass wir uns nicht gut auf unterschiedliche Anforderungen durch die Gegner einstellen.
Gegen Lazio fand ich uns taktisch nicht gut eingestellt. Hier fehlt mir ein klares Konzept, wer welchen Gegner wie anläuft. Unser Zugriff war dementsprechend schlecht und die Abwehr wackelte.
Allgemein sehe ich unsere Defensivleistungen aber durchaus gut; auch die Kompaktheit stimmt ansonsten. Außer wir brauchen ein Tor und verstärken die Offensive. Dann geht öfters die Kompaktheit flöten, was mir gar nicht gefällt. Unsere Schlussoffensiven entwickeln dadurch zu wenig Durchschlagskraft, finde ich.
Favre lässt mir auch öfters zu verhalten agieren, wie gegen Augsburg. Gegen solche passiven, individuell schwächeren Gegnern scheint mir eine mutigere Vorgehensweise erfolgsversprechender.
Jedenfalls sollten solche Niederlagen die absolute Ausnahme bleiben. Was möglicherweise so sein wird; aber eben eine Gefahr ist, die diese Herangehensweise hinfällig machen würde.
Da schlägt dann auch das Problem durch, dass unsere Schlussoffensive nicht gut ist.
Positiv ist für mich, dass die Konteranfälligkeit deutlich geringer als mit Viererkette ist. Besonders die "kleineren" Mannschaften haben dadurch Probleme, ein Tor zu machen. Augsburg machte das wichtige 1:0 mit einem Standard (ihrem Ersten?). So etwas wie beim 3:3 letzte Saison gegen Paderborn halte ich bei der aktuellen Taktik quasi für unmöglich.
Grundsätzlich macht Favre für mich vieles richtig. Ich finde, er hat das System gut auf die Stärken und Schwächen des Kaders ausgerichtet. Mir gefallen auch die Abstimmung, die Ordnung und Staffelung auf dem Platz. Hier hat Favre viel Feinarbeit geleistet, denke ich.
Was mir fehlt, ist ein besseres Konzept für eine Schlussoffensive, eine allgemein offensivere Herangehensweise gegen schwächere Gegner und teilweise taktische Anpassungen je nach Gegner.
Ich sehe die Kritikpunkte nicht so allgemeingültig, wie hier geschildert.
Ich würde stark zwischen den Spielen unterscheiden. Die allgemeingültige Kritik wäre für mich, dass wir uns nicht gut auf unterschiedliche Anforderungen durch die Gegner einstellen.
Gegen Lazio fand ich uns taktisch nicht gut eingestellt. Hier fehlt mir ein klares Konzept, wer welchen Gegner wie anläuft. Unser Zugriff war dementsprechend schlecht und die Abwehr wackelte.
Allgemein sehe ich unsere Defensivleistungen aber durchaus gut; auch die Kompaktheit stimmt ansonsten. Außer wir brauchen ein Tor und verstärken die Offensive. Dann geht öfters die Kompaktheit flöten, was mir gar nicht gefällt. Unsere Schlussoffensiven entwickeln dadurch zu wenig Durchschlagskraft, finde ich.
Favre lässt mir auch öfters zu verhalten agieren, wie gegen Augsburg. Gegen solche passiven, individuell schwächeren Gegnern scheint mir eine mutigere Vorgehensweise erfolgsversprechender.
Jedenfalls sollten solche Niederlagen die absolute Ausnahme bleiben. Was möglicherweise so sein wird; aber eben eine Gefahr ist, die diese Herangehensweise hinfällig machen würde.
Da schlägt dann auch das Problem durch, dass unsere Schlussoffensive nicht gut ist.
Positiv ist für mich, dass die Konteranfälligkeit deutlich geringer als mit Viererkette ist. Besonders die "kleineren" Mannschaften haben dadurch Probleme, ein Tor zu machen. Augsburg machte das wichtige 1:0 mit einem Standard (ihrem Ersten?). So etwas wie beim 3:3 letzte Saison gegen Paderborn halte ich bei der aktuellen Taktik quasi für unmöglich.
Grundsätzlich macht Favre für mich vieles richtig. Ich finde, er hat das System gut auf die Stärken und Schwächen des Kaders ausgerichtet. Mir gefallen auch die Abstimmung, die Ordnung und Staffelung auf dem Platz. Hier hat Favre viel Feinarbeit geleistet, denke ich.
Was mir fehlt, ist ein besseres Konzept für eine Schlussoffensive, eine allgemein offensivere Herangehensweise gegen schwächere Gegner und teilweise taktische Anpassungen je nach Gegner.
Das ist aber schon eine ganze Menge was dir fehlt, jetzt ist es ja nicht so, daß Favre seine erste Saison beim BVB ist. Zumal das ganz wichtige Faktoren für eine dominate Mannschaft sind und das sollten wir in der BL zumindest sehr oft sein. Das zeigt eigentlich ganz deutlich das man mit den 2,5 Jahren Favre beim BVB nicht zufrieden sein kann. Wir haben ja keinen Greenhorn wie Wagner an der Seitenlinie stehen, das soll ja mit das beste sein was es auf dem Trainer Markt gibt.
Mein Beitrag war nicht so negativ gemeint, wie er vielleicht rüberkommt.
Ich denke, Favre setzt viele seiner Ideen mit hoher Kompetenz um. Das ist für mich die Vorraussetzung für einen guten Trainer und etwas, was ein Nachfolger erstmal auf ähnlichem oder höherem Niveau umsetzen müsste.
Nichtsdestotrotz sehe ich in den genannten Kritikpunkten Verbesserungspotential. Wie viel dadurch zu holen wäre, bin ich mir unschlüssig.
Beispielsweise ist eine zögerliche Taktik schon in Gladbach ein größerer Kritikpunkt gewesen, soweit ich weiß. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch.
Wie viel seltener wären Spiele wie gegen Augsburg mit einer mutigeren Taktik?
Da würde es wieder sehr auf die Qualität in der Umsetzung ankommen, denke ich.
Aber klar ist, dass solche Spiele wie gegen Augsburg die Ausnahme bleiben müssen. Davon darf sich Favre nur wenige leisten.
Eine schlecht auf den Gegner abgestimmte Taktik, wie meiner Meinung nach gegen Lazio, leistet sich jeder Trainer mal. Auch da kommt es auf die Häufigkeit an.
Beispielsweise finde ich, dass es Nagelsmann gegen uns auch nicht gut gemacht hat.
Klopp hatte gegen mauernde Gegner öfters auch nicht die beste Taktik.
Oder Peps stures Festhalten an seiner Spielidee mit hoher Dominanz und langen Ballstaffeten ging in der Champions League und öfters gegen Klopp nicht auf.
Favres "Ausrutscher" sind von der Anzahl in einem Bereich, wo man eben geteilter Meinung sein kann, ob er aktuell die beste, verfügbare Wahl ist oder eben nicht.
Rein von der Spieler Qualität, wo siehst du uns besser aufgestellt? Unsere Defensive oder Offensive?
Für mich ganz klar die Offensive, wir vergeuden zum Beispiel einen Spieler wie Brandt der größtenteils auf der Bank sitzt oder auf Positionen spielt wo er nutzlos ist. Wir haben mit Sancho und Haaland zwei Spieler in der Offensive um die sich halb Europa prügelt und Favre schafft es immer wieder Halbzeiten hinzulegen wo wir kaum Torgefahr generieren. Tut mir Leid, das ist für mich eine Bankrott Erklärung. Safety first ist sein Motto, leider haben wir dafür aber auch nicht den passenden Kader, weil wir immer einen Experten in der Abwehr haben, der ganz tolle Ideen hat und am eigenen Strafraum Querpässe spielt, mal Piszczek, mal Akanji, dann mal Zagadou, letztes Jahr Hakimi, oder zuletzt Meunier.
Unsere Stärke sind für mich ganz klar die individuellen Fähigkeiten am Ball.
Aber deinen Ansatz verstehe ich nicht.
Mehr auf Offensive zu setzen, ist dann nicht automatisch die Lösung. Man darf eben auch nicht diese simplen Gegentore fangen, was mit mehr Offensiven auf dem Platz eher der Fall ist. Ansonsten würde man mit zehn Offensiven spielen.
Bei uns ist es seit 2012 quasi durchgängig das Problem, dass wir zu viele und zu simple Gegentore kassieren.
Es muss eben die Balance auf dem Platz passen.
Beispielsweise mit Brandt statt einem der drei Verteidiger würde sich viel daran ändern. Wobei ich so etwas auch gerne mal sehen würde.
Na ja, das sollte ja klar sein, ich würde ja nicht Brandt und Reinier als IV aufstellen. Die Spielanlage sollte aber offensiver ausgerichtet sein. Zu Hause 30 Minuten gegen Freiburg keinen gefährlichen Abschluss zu haben, mit unserem Kader, das ist schon mehr als dürftig. Gegen Freiburg ging es dann gut da ab den 1:0 das Offensiv Spiel rund lief, in Augsburg war es fast über 90 Minuten nicht zu sehen. Das kann doch nicht ernsthaft unser Anspruch sein, mit dem zweitteuersten Kader so zu agieren.
24.10.2020 - 15:08 Uhr
Zitat von BVBBC
Schau dir mal Guerreiros Heatmap an. Einmal im Vergleich zu Meunier und einmal im Vergleich zu Bellingham. Dann siehst du relativ schnell, dass Guerreiro nicht wirklich die Schiene besetzt hat, sondern im Ballbesitz zentral das Gegenstück zu Bellingham wurde und dabei auch noch deutlich präsenter war. Als Verbindungs- und Kreativspieler. Gerade das Verbindungselement Guerreiro wird ja teils in seinem Thread überhaupt nicht mehr wertgeschätzt, obwohl sich gerade in solchen Spielen zeigt, wie wichtig es ist, weil aus der Kette keine Impulse kommen können - wie auch, wenn man kaum anläuft und für Bälle hinter die Kette keinen Raum hat. Die Notwendigkeit von Guerreiro in dieser Rolle ist daher schon vielsagend. Man hat in der 3er Kette mindestens einen funktionslosen Spieler im Ballbesitz, während irgendwo ein Spieler fehlt. Bleibt Guerreiro auf der Schiene, fehlt es eben im Zentrum und die Unterzahl dort ist nicht nur nominell vorhanden, sondern real. Man sieht übrigens auch an Lazios Heatmap ganz gut, dass sie öfters tief über die linke Seite durchgebrochen sind deswegen. Weshalb man noch froh sein muss, dass das keine Konsequenzen hatte und Lazio vor allem über die langen Bälle auf die linke Abwehrseite des BVB nicht gefährlich wurde - allerdings auch wenige davon spielte, weil sich kurz eben auch genug anbot.
Schau dir mal Guerreiros Heatmap an. Einmal im Vergleich zu Meunier und einmal im Vergleich zu Bellingham. Dann siehst du relativ schnell, dass Guerreiro nicht wirklich die Schiene besetzt hat, sondern im Ballbesitz zentral das Gegenstück zu Bellingham wurde und dabei auch noch deutlich präsenter war. Als Verbindungs- und Kreativspieler. Gerade das Verbindungselement Guerreiro wird ja teils in seinem Thread überhaupt nicht mehr wertgeschätzt, obwohl sich gerade in solchen Spielen zeigt, wie wichtig es ist, weil aus der Kette keine Impulse kommen können - wie auch, wenn man kaum anläuft und für Bälle hinter die Kette keinen Raum hat. Die Notwendigkeit von Guerreiro in dieser Rolle ist daher schon vielsagend. Man hat in der 3er Kette mindestens einen funktionslosen Spieler im Ballbesitz, während irgendwo ein Spieler fehlt. Bleibt Guerreiro auf der Schiene, fehlt es eben im Zentrum und die Unterzahl dort ist nicht nur nominell vorhanden, sondern real. Man sieht übrigens auch an Lazios Heatmap ganz gut, dass sie öfters tief über die linke Seite durchgebrochen sind deswegen. Weshalb man noch froh sein muss, dass das keine Konsequenzen hatte und Lazio vor allem über die langen Bälle auf die linke Abwehrseite des BVB nicht gefährlich wurde - allerdings auch wenige davon spielte, weil sich kurz eben auch genug anbot.
Zusammen Mit Reyna sieht das oft anders aus. Reyna und Bellingham spielen dann teilweise als Achter und Guerreiro bliebt weiter außen. Ich denke daher nicht, dass es ein taktische Vorgabe ist, sondern dass es ein Resultat aus dem Spielverlauf war und daraus, dass Reus quasi unsichtbar war. Nichtsdestotrotz mag ich die Idee, dass sich Guerreiro zentraler einschaltet. Doch wer macht dann das Spiel breit? ich hab mir dazu mal ein paar Gedanken gemacht.
es wurden hier ja ein paar Probleme ausgemacht:
1. Wenn sich der Gegner zurückzieht ist unsere 3er Kette überflüssig
2. Zu wenig zugriff im (Gegen-)Pressing
3. zu langsames Aufrücken der Schienenspieler
4. keine Breite auf der linken Seite.
Ich denke das könnte man auf eine sehr interessante Art lösen. Die drei Hauptaspekte sind, dass Guerreiro in die Mitte zieht um bei Ballbesitz eine Raute zu bilden, wir wieder mit Flügelspielern spielen und Der RV je nach gegnerischem System zum RIV wird.
Gegen den Ball spielen wir im 4-2-3-1/4-4-1-1. Damit haben wir hoffentlich mehr Zugriff und schnelle Umschaltsituationen, da die Wege kürzer werden und das Zentrum dichter wird.
--------------------------------------Haaland------------------------------------
-------------------------------------------------------------------------------------
Sancho------------------------------Reus-------------------------------Hazard
(Reyna)---------------------------(Brandt/Reyna)-------------------(Knauff?)
--------------------------------------------------------------------------------------
---------------------------Witsel---------------------Bellingham---------------
---------------------------(Delaney)---------------(Can/Dahoud)-------------
Guerreiro-----------------------------------------------------------------Meunier
(Morey)-------------------------------------------------------------------(Can/Piszscek?)
------------------------------Akanji----------------Hummels-------------------
-----------------------------(Zagadou)------------(Can)------------------------
--------------------------------------------Bürki----------------------------------
--------------------------------------------(Hitz)----------------------------------
Mit Haaland und Reus/Reyna hat man zwei sehr starke Anläufer. Dazu Hazard der ein Arbeiter gegen den Ball ist und Sancho, der nicht so schlecht ist wie man manchmal liest. Aus dem Zweierzentrum kann sich auch ein Spieler situativ mit ins Gegenpressing einschalten, ohne dass man Angst haben muss, dass das Zentrum verwaist. Bei Balleroberungen hat man dann sofort Anspielstationen in der Tiefe und auf den Außen.
Bal längerem Ballbesitz verändert sich die Formation und wir formen eine Raute im Zentrum, um dort kompakt zu stehen. Akanji spielt in der IV auf der linken Seite, da er auch an der Linie verteidigen kann und der beste 1vs1 Verteidiger ist. Rechts spielt Meunier/Can in der gleichen Rolle. Hummels spielt quasi in der gleichen Position wie jetzt auch.
--------------------------------------Haaland------------------------------------
-------------------------------------------------------------------------------------
Sancho------------------------------Reus-------------------------------Hazard
(Reyna)---------------------------(Brandt/Reyna)-------------------(Knauff?)
--------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------Bellingham-------------
------------------Guerreiro---------------------------(Can/Dahoud)----------
------------------(Morey)----------------Witsel-----------------------------------
-----------------------------------------(Delaney)---------------------------------
---------------------------------------------------------------------------------------
--------------------Akanji----------------Hummels-------------Meunier------
-------------------(Zagadou)------------(Can)------------------(Can)----------
---------------------------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------Bürki------------------------------------
--------------------------------------------(Hitz)------------------------------------
Vorne gegen Hazard und Sancho dem Spiel die Breite und ziehen entweder die Viererkette auseinander oder beschäftigen die AVs der Fünferkette. Mit Reus und Haaland hat man dann Spieler, die extrem gefährlich sind sobald sich Lücken auftun. Ein Mittelfeld aus Guerreiro, Witsel und Bellingham sollte gegen jeden Gegner das Zentrum kontrollieren können. Gegen sehr tiefstehende Gegner kann sich auch Meunier mal nach vorne einschalten und die Seite überlagern.
Die defensive Schwachstelle sind sicherlich die Räume auf den Flügeln. Hier muss man Meunier und Akanji zutrauen das 1vs1 zu verteidigen. Gleichzeitig muss Witsel/Delaney/Can (wer auch immer DM spielt) Hummels so unterstützen, dass man in Umschaltsituationen nicht in Unterzahl verteidigt.
(dann noch VanGaal als Trainer und man hat Ajax 1996. lol)
So genug gesponnen.
24.10.2020 - 22:10 Uhr
Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
Insgesamt sah das gerade in der ersten Hälfte schon stark danach aus wie ich mir Favre's Philosophie im Idealfall umgesetzt vorstelle. Spannend werden jetzt meiner Meinung nach vor allem folgende Fragen:
1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?
2.) Wie binden wir Spieler wie Witsel, Hazard und Reus ein, die nicht unbedingt prädestiniert sind für dieses fluide System welches auf direkte Kurzpassspiel ausgerichtet ist und sehr stark auf Pressing setzt?
3.) Was passiert mit Emre Can in diesem System?
Interessante Aspekte heute:
- Fluidität: Favre hat gefühlt heute all seine Spieler eingesetzt, die gerne zwischen Zentrum und Flügel hin und her schwimmen (Sancho, Reyna, Brandt und Guerreiro). Dadurch waren da schöne Überladungen dabei, viel Bewegung und man hat gut kombinieren können (hat mir vor allem in der ersten Hälfte sehr gefallen).
- Delaney: Spannend fand ich auch die Idee heute nicht auf Witsel zu setzen, sondern stattdessen auf Delaney was meiner Meinung nach drei Effekte hatte:1.) mehr Dynamik im Pressing (zusammen damit dass Systeme mit Viererkette generell besser geeignet sind), 2.) mehr Direktheit/Vertikalität im Aufbau (Witsel steigt doch öfter mal erstmal auf den Ball) 3.) LV Absicherung (Delaney hat die Vorstöße von Guerreiro schön abgesichert und ihm dadurch mehr Freiräume gegeben)
- AV Einbindung: Durch die breitere Stellung der Flügelspieler vorne hat man die AV generell mehr in die Fluidität eingebunden. Während man das in letzter Zeit schon öfter bei Guerreiro gesehen hat wie er auf einmal als ZM auftaucht oder ähnliches, war es heute das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass auch Meunier auf einmal auf links auftauchte oder ähnliches.
Insgesamt sah das gerade in der ersten Hälfte schon stark danach aus wie ich mir Favre's Philosophie im Idealfall umgesetzt vorstelle. Spannend werden jetzt meiner Meinung nach vor allem folgende Fragen:
1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?
2.) Wie binden wir Spieler wie Witsel, Hazard und Reus ein, die nicht unbedingt prädestiniert sind für dieses fluide System welches auf direkte Kurzpassspiel ausgerichtet ist und sehr stark auf Pressing setzt?
3.) Was passiert mit Emre Can in diesem System?
25.10.2020 - 01:24 Uhr
Zitat von barcaberlin
Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
bei all dem schönen neuen, was wir heute in unserem spiel entdecken konnten, bleibt mmn der hinweis auf den gegner wichtig. die heutige fluidität ist bei einem stärkeren gegner einerseits nicht so leicht zu erreichen, andererseits aber auch für uns risikoreicher. denn: einerseits erreicht man diese hohe fluidität durch lange ballbesitzphasen tendenziell besser, weil je mehr ballbesitz, desto mehr kann auch fluidieren, was aber mit der stärke des gegners abnimmt. andererseits entsteht beim fluidieren mitunter auch viel unordnung, oder sagen wir besser: kreatives chaos! in diesem chaos entstehen dann zwar neue ordnungen (und zerfallen wieder und es bilden sich wieder neue usw.), aber die zuordnungen für die defensive absicherung geht ebenfalls immer wieder verloren. ist der gegner stärker, wird er dies besser ausnutzen können, sobald wir den ball verlieren. (nicht nur die stärke des gegners ist ein faktor; ein starker, aber passiver gegner, begünstigt unsere fluidität ebenfalls. nicht zuletzt liegt es aber auch an uns selbst...) Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
- Fluidität: Favre hat gefühlt heute all seine Spieler eingesetzt, die gerne zwischen Zentrum und Flügel hin und her schwimmen (Sancho, Reyna, Brandt und Guerreiro). Dadurch waren da schöne Überladungen dabei, viel Bewegung und man hat gut kombinieren können (hat mir vor allem in der ersten Hälfte sehr gefallen).
- Delaney: Spannend fand ich auch die Idee heute nicht auf Witsel zu setzen, sondern stattdessen auf Delaney was meiner Meinung nach drei Effekte hatte:1.) mehr Dynamik im Pressing (zusammen damit dass Systeme mit Viererkette generell besser geeignet sind), 2.) mehr Direktheit/Vertikalität im Aufbau (Witsel steigt doch öfter mal erstmal auf den Ball) 3.) LV Absicherung (Delaney hat die Vorstöße von Guerreiro schön abgesichert und ihm dadurch mehr Freiräume gegeben)
- AV Einbindung: Durch die breitere Stellung der Flügelspieler vorne hat man die AV generell mehr in die Fluidität eingebunden. Während man das in letzter Zeit schon öfter bei Guerreiro gesehen hat wie er auf einmal als ZM auftaucht oder ähnliches, war es heute das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass auch Meunier auf einmal auf links auftauchte oder ähnliches.
Insgesamt sah das gerade in der ersten Hälfte schon stark danach aus wie ich mir Favre's Philosophie im Idealfall umgesetzt vorstelle. Spannend werden jetzt meiner Meinung nach vor allem folgende Fragen:
1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?
wenn wir so aktiv gegen den ballführenden gehen wie heute, dann sollten wir es zumindest besser schaffen. die frage ist, was wir machen, wenn wir erst während des spiels merken, dass es gerade eben nicht reicht, denn es steht dann schon ein offensiver spieler mehr und ein defensiver weniger für uns auf dem platz. merken wir also während des spiels, dass das risiko gerade viel höher ist als die chance, könnten wir die formation umstellen. delaney rückt nach hinten zu den iv und bildet mit ihnen nun eine 3er-kette und reyna oder brandt nehmen den frei gewordenen platz im zm ein. ich denke, das sollte reibungslos klappen, nachdem wir die 3er-kette nun schon so lange gespielt haben. stellen wir dann während des spiels fest, dass sich das blatt für uns wieder wendet, stellen wir eben wieder auf 4er-kette um. der vorteil, den wir durch das beherrschen der 3er-kette haben, kann also auch weiterhin ein taktisches pfund für uns bleiben. zugespitzt forumliert klingt das dann fast schon lustig, wenn man sagen kann: dadurch, dass wir die 3er-kette beherrschen, wird die option der 4er-kette wahrscheinlicher 1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?
2.) Wie binden wir Spieler wie Witsel, Hazard und Reus ein, die nicht unbedingt prädestiniert sind für dieses fluide System welches auf direkte Kurzpassspiel ausgerichtet ist und sehr stark auf Pressing setzt?
bei hazard und reus mache ich mir weniger sorgen, da sie gut kombinieren können. wer dann wo spielt, hängt mmn auch sehr davon ab, wer mit wem gut kann. gerade in der offensive am 16er ist es mmn unglaublich wichtig, dass man sich blind versteht. es gibt eine solche fülle an möglichkeiten, wie man kombinieren kann, dass sie in ihrer vielzahl gar nicht eingeübt werden können. hier ist es wichtiger, dass die beteiligten die gleiche idee haben und sich dadurch richtig bewegen. reus versteht sich meiner ansicht nach gut mit haaland, was schon sehr viel ausmacht. hazard entwickelt mehr und mehr allrounderische fähigkeiten, so dass für ihn schon ein platz zu finden sein wird. witsel... hmmm... ist eher jmd, der das spiel beruhigt und ordnet. damit eigentlich nicht unbedingt derjenige, der im kreativen chaos toll hilft. va, wenn meunier rv ist und defensiv denken soll. dann wäre der ra noch mehr auf sich allein gestellt... auf lzm sehe ich ihn in einem solchen system aber noch weniger, da er delaneys aufgaben mmn nicht so gut erfüllen würde, ist er doch ein ganz anderer typus. setzt man in einem spiel dagegen von vornherein das hauptaugenmerk auf 3er-kette mit dem gedanken, immer wieder mal auf 4er-kette umzustellen, wird witsel auf rzm passender. 3.) Was passiert mit Emre Can in diesem System?
can stelle ich mir hier klasse vor, wenn er statt delaney spielt! vorraussetzung hierfür ist natürlich, dass er die taktischen maßnahmen so aufmerksam und umsichtig umsetzt, wie delaney. wenn er das nur annähernd schafft, dann hat er eine rolle, welche die gesamte bandbreite seiner fähigkeiten zur geltung bringen kann. da ich davon ausgehe, dass delaney UND can diese rolle ausfüllen können, gehe ich auch davon aus, dass wir dieses system nun öfter sehen und weiter entwickeln werden. eine weiterentwicklung wird auch nötig sein. gerade wenn wir uns die rechte seite angucken und die zurückhaltung, die meunier an den tag legen musste. in dieser art wird das nicht so oft und auch immer weniger möglich sein, da wir sonst zu ausrechenbar werden. d.h. also, dass ich meunier zukünftig auch wieder zunehmend offensiver erwarte, auch wenn ich es richtig fand, ihn erstmal stärker defensiv zu binden. hier ist nun der ausgangspunkt seiner neuen rolle, damit unsere taktik auch funktioniert und von hier aus müsste er nun lernen, wann er offensiver sein darf und wann nicht.
eine weitere herausforderung ist die laufarbeit. ich gehe davon aus, dass mit einer solchen spielweise, besonders gegen stärkere gegner als heute, auch deutlich mehr konditionelle herausforderung für unsere av's und zm's entsteht. doch für delaney könnte can spielen, für dahoud bellingham und für guerreiro hazard, ohne, dass wir uns groß umstellen müssten.
ich freue mich jedenfalls riesig, dass wir gegen schalke wieder die 4er-kette ins spiel gebracht haben, denn es erweitert nicht nur unsere taktischen möglichkeiten, sondern bringt auch spieler, die etwas hintendran waren, wieder besser zur geltung. die option der 4er-kette bereichert uns damit also nicht nur taktisch, sondern legt auch individuelle spielerische potentiale wieder frei. somit war der sieg gegen schalke nicht nur ein 3er im derby, sondern eine regelrechte befreiung aus etwas eingefahrenen spiel- und denkweisen.
25.10.2020 - 05:46 Uhr
Zitat von mammuth
Zitat von barcaberlin
Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
bei all dem schönen neuen, was wir heute in unserem spiel entdecken konnten, bleibt mmn der hinweis auf den gegner wichtig. die heutige fluidität ist bei einem stärkeren gegner einerseits nicht so leicht zu erreichen, andererseits aber auch für uns risikoreicher. denn: einerseits erreicht man diese hohe fluidität durch lange ballbesitzphasen tendenziell besser, weil je mehr ballbesitz, desto mehr kann auch fluidieren, was aber mit der stärke des gegners abnimmt. andererseits entsteht beim fluidieren mitunter auch viel unordnung, oder sagen wir besser: kreatives chaos! in diesem chaos entstehen dann zwar neue ordnungen (und zerfallen wieder und es bilden sich wieder neue usw.), aber die zuordnungen für die defensive absicherung geht ebenfalls immer wieder verloren. ist der gegner stärker, wird er dies besser ausnutzen können, sobald wir den ball verlieren. (nicht nur die stärke des gegners ist ein faktor; ein starker, aber passiver gegner, begünstigt unsere fluidität ebenfalls. nicht zuletzt liegt es aber auch an uns selbst...) Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
- Fluidität: Favre hat gefühlt heute all seine Spieler eingesetzt, die gerne zwischen Zentrum und Flügel hin und her schwimmen (Sancho, Reyna, Brandt und Guerreiro). Dadurch waren da schöne Überladungen dabei, viel Bewegung und man hat gut kombinieren können (hat mir vor allem in der ersten Hälfte sehr gefallen).
- Delaney: Spannend fand ich auch die Idee heute nicht auf Witsel zu setzen, sondern stattdessen auf Delaney was meiner Meinung nach drei Effekte hatte:1.) mehr Dynamik im Pressing (zusammen damit dass Systeme mit Viererkette generell besser geeignet sind), 2.) mehr Direktheit/Vertikalität im Aufbau (Witsel steigt doch öfter mal erstmal auf den Ball) 3.) LV Absicherung (Delaney hat die Vorstöße von Guerreiro schön abgesichert und ihm dadurch mehr Freiräume gegeben)
- AV Einbindung: Durch die breitere Stellung der Flügelspieler vorne hat man die AV generell mehr in die Fluidität eingebunden. Während man das in letzter Zeit schon öfter bei Guerreiro gesehen hat wie er auf einmal als ZM auftaucht oder ähnliches, war es heute das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass auch Meunier auf einmal auf links auftauchte oder ähnliches.
Genau deshalb meine initiale Aussage dass ich gespannt bin wie sich das entwickelt...
Insgesamt sah das gerade in der ersten Hälfte schon stark danach aus wie ich mir Favre's Philosophie im Idealfall umgesetzt vorstelle. Spannend werden jetzt meiner Meinung nach vor allem folgende Fragen:
1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?
wenn wir so aktiv gegen den ballführenden gehen wie heute, dann sollten wir es zumindest besser schaffen. die frage ist, was wir machen, wenn wir erst während des spiels merken, dass es gerade eben nicht reicht, denn es steht dann schon ein offensiver spieler mehr und ein defensiver weniger für uns auf dem platz. merken wir also während des spiels, dass das risiko gerade viel höher ist als die chance, könnten wir die formation umstellen. delaney rückt nach hinten zu den iv und bildet mit ihnen nun eine 3er-kette und reyna oder brandt nehmen den frei gewordenen platz im zm ein. ich denke, das sollte reibungslos klappen, nachdem wir die 3er-kette nun schon so lange gespielt haben. stellen wir dann während des spiels fest, dass sich das blatt für uns wieder wendet, stellen wir eben wieder auf 4er-kette um. der vorteil, den wir durch das beherrschen der 3er-kette haben, kann also auch weiterhin ein taktisches pfund für uns bleiben. zugespitzt forumliert klingt das dann fast schon lustig, wenn man sagen kann: dadurch, dass wir die 3er-kette beherrschen, wird die option der 4er-kette wahrscheinlicher 1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?

Sehr interessanter Aspekt, dass gerade Spieler wie Delaney oder Can im ZM natürlich auch die In-Game-Möglichkeiten deutlich erweitern würden.
Ob das Pressing gegen spielstarke Gegner oder Gegner die besser im Kontern sind gut genug ist wird sich mmn in Zukunft erst zeigen muss. Ich hab da heute schon einige Situationen gesehen wo ein guter Gegner uns auch in mehr Verlegenheit bringt. Auf der anderen Seite war es aber natürlich auch unser erstes Spiel in der Formation und die Mechanismen müssen sich auch erst einspielen.
2.) Wie binden wir Spieler wie Witsel, Hazard und Reus ein, die nicht unbedingt prädestiniert sind für dieses fluide System welches auf direkte Kurzpassspiel ausgerichtet ist und sehr stark auf Pressing setzt?
bei hazard und reus mache ich mir weniger sorgen, da sie gut kombinieren können. wer dann wo spielt, hängt mmn auch sehr davon ab, wer mit wem gut kann. gerade in der offensive am 16er ist es mmn unglaublich wichtig, dass man sich blind versteht. es gibt eine solche fülle an möglichkeiten, wie man kombinieren kann, dass sie in ihrer vielzahl gar nicht eingeübt werden können. hier ist es wichtiger, dass die beteiligten die gleiche idee haben und sich dadurch richtig bewegen. reus versteht sich meiner ansicht nach gut mit haaland, was schon sehr viel ausmacht. hazard entwickelt mehr und mehr allrounderische fähigkeiten, so dass für ihn schon ein platz zu finden sein wird. witsel... hmmm... ist eher jmd, der das spiel beruhigt und ordnet. damit eigentlich nicht unbedingt derjenige, der im kreativen chaos toll hilft. va, wenn meunier rv ist und defensiv denken soll. dann wäre der ra noch mehr auf sich allein gestellt... auf lzm sehe ich ihn in einem solchen system aber noch weniger, da er delaneys aufgaben mmn nicht so gut erfüllen würde, ist er doch ein ganz anderer typus. setzt man in einem spiel dagegen von vornherein das hauptaugenmerk auf 3er-kette mit dem gedanken, immer wieder mal auf 4er-kette umzustellen, wird witsel auf rzm passender. Ich bin da nicht ganz so optimistisch was Reus und Hazard angeht. Von Reus bin ich im letzten Jahr einfach sehr enttäuscht, weil er meiner Meinung nach vieles vermissen lässt was in der Vergangenheit noch vorhanden war. Ich weiß nicht ob sich da langsam das Alter zeigt oder ob er nach dem knappen Verlust der Meisterschaft in ein Loch gefallen ist, aber ich sehe da seit einiger Zeit wenig Biss, wenige Spielfreude und er entwickelt sich immer weiter zum Abschlussspieler, der wenig wirklich in Kombinationen eingebunden ist sondern vor allem darauf warten in die Tiefe gehen zu können. Damit ist er in einem 4-2-3-1 meiner Meinung nach für keine Position so richtig geeignet. Als MS fehlt ihm die Körperlichkeit (obwohl ich ihn da noch fast am ehesten sehe), als ZOM hat in einem System was auf Fluidität aus ist hat er mir zu sehr die Tendenz sehr hochstehende zu agieren und damit die Verbindung zur Defensiv abreißen zu lassen (siehe Situation Anfang letzter Saison) und als Flügelspieler ist er meiner Meinung nach nicht trickreich genug um sich in Situationen durchsetzen zu können wo er dort isoliert wird. Woher nimmst du das mit dem Verständnis von Reus und Haaland? Ich meine ich kann mir das vorstellen da beide gerne sehr direkt in die Tiefe gehen, dass da ein gewisses Verständnis da ist, aber gefühlt haben die beiden noch gar nicht so oft zusammen gespielt und wenn dann ist mir zumindest kein außergewöhnliches Verständnis aufgefallen.
Hazard sehe ich da schon ein wenig positiver obwohl ich bei ihm eben etwas die Sorgen habe, dass er durch sein teilweise langes Ballhalten eventuell den Fluss der Offensivkombinationen unterbindet, weil er eben doch die Tendenz hat nicht One-Touch zu spielen sondern gerne lange mit dem Ball am Fuss unterwegs ist um den Abschluss zu suchen. Auch sehe ich ihn eher nicht spielende wie Sancho oder Reyna heute einfach mal die Position mit Brandt zu tauschen und dann im Spielaufbau mitzuwirken. Auf der anderen Seite bringt er durch seine Dribblings und seinen Zug zum Tor aber natürlich auch eine Waffe mit die interessant sein kann.
Witsel sehe ich ähnlich wie du. Er ist ein Spieler der gerne den Anker vor der Abwehr gibt der damit irgendwie im Gegensatz zu dieser Fluidität steht, die wir heute mit Delaney und Dahoud gesehen haben, wo immer wieder Räume geschaffen wurden damit sich Brandt tief einbinden kann, Dahoud und Delaney abwechselt vorgestoßen sind etc. Auf der anderen Seite gab es aber gerade mit Can an seiner Seite durchaus auch schon Spiele wo Witsel etwas die Fesseln fallen gelassen hat und sehr viel unterwegs war. Spielerisch könnte er eine Interpretation wie Dahoud sicherlich umsetzen...
3.) Was passiert mit Emre Can in diesem System?
can stelle ich mir hier klasse vor, wenn er statt delaney spielt! vorraussetzung hierfür ist natürlich, dass er die taktischen maßnahmen so aufmerksam und umsichtig umsetzt, wie delaney. wenn er das nur annähernd schafft, dann hat er eine rolle, welche die gesamte bandbreite seiner fähigkeiten zur geltung bringen kann. da ich davon ausgehe, dass delaney UND can diese rolle ausfüllen können, gehe ich auch davon aus, dass wir dieses system nun öfter sehen und weiter entwickeln werden. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher ob Can für die Rolle wirklich so geeignet ist. Ich seh Delaney da doch schon deutlich vor Can wenn es um strategische Positionierung, Pressing und kurze Passstaffeten geht. Can hingegen hat seine Stärken darin, dass er noch deutlich mehr Körperlichkeit mitbringt, schwerer vom Ball zu trennen ist, mit seinen Runs die gegnerische Ordnung attackieren kann. Das sind dann doch schon zwei sehr unterschiedliche Profile für mich. Tatsächlich gibt es meiner Meinung nach drei vorstellbare Optionen für mich:
1.) IV: Neben Hummels. Riskant sind dann natürlich die Situationen wo er eben nicht zurückweichend agiert sondern mit Risiko drauf geht aber dafür haben wir dann hinten eben mit Hummels und Can eine ziemliche Wand was die Zweikämpfe angeht. Außerdem würde Can in der IV meiner Meinung nach den Spielaufbau deutlich Stärken, weil ich ihn dort deutlich vor Akanji sehe und seine Runs eben auch eine Waffe sind um uns aus Pressingsituationen zu befreien.
2.) RV: In der Form in der sich Meunier heute und gegen Lazio zeigte und bei dem geringen Offensivimpuls halte ich es durchaus für vorstellbar Can als RV einzusetzen. Defensiv ist er ihm sicherlich überlegen und könnte auch im Sinne von dem von dir vorgeschlagenen Wechsel zwischen 4er und 5er Kette interessant sein.
3.) DM: Will man das Zentrum stärken dann ist sicherlich auch ein Can im DM eine sehr valide Option wenn auch mMn nicht unbedingt in der Delaney Rolle.
eine weiterentwicklung wird auch nötig sein. gerade wenn wir uns die rechte seite angucken und die zurückhaltung, die meunier an den tag legen musste. in dieser art wird das nicht so oft und auch immer weniger möglich sein, da wir sonst zu ausrechenbar werden. d.h. also, dass ich meunier zukünftig auch wieder zunehmend offensiver erwarte, auch wenn ich es richtig fand, ihn erstmal stärker defensiv zu binden. hier ist nun der ausgangspunkt seiner neuen rolle, damit unsere taktik auch funktioniert und von hier aus müsste er nun lernen, wann er offensiver sein darf und wann nicht.
Die RV Position könnte tatsächlich sehr sehr spannend werden. Schafft man es Meunier offensiver mit einzubinden? Oder schlägt die Stunde von Morey deutlich ähnlicher wie Guerreiro agiert und damit insgesamt eigentlich gut zum fluiden Kombinationsspiel passt? Oder setzt sich am Schluss dann doch die Defensivoption Can durch? Oder der verlässliche Musterschüler Passlack? Oder sollten wir tatsächlich den 10ten Frühling von Piszczek erleben?
eine weitere herausforderung ist die laufarbeit. ich gehe davon aus, dass mit einer solchen spielweise, besonders gegen stärkere gegner als heute, auch deutlich mehr konditionelle herausforderung für unsere av's und zm's entsteht. doch für delaney könnte can spielen, für dahoud bellingham und für guerreiro hazard, ohne, dass wir uns groß umstellen müssten.
Wenn wir nicht extrem von Verletzungs- und Coronapech verfolgt werden dann seh ich ehrlich gesagt bei der Breite unseres Kaders wenig Probleme mit der Laufarbeit. Gerade das Spiel heute hat ja auch gezeigt, dass man wenn man konzentriert zu Werke geht dann auch öfter mal schon nach 60 Minuten einen Gang zurückschalten kann. Die einzige Position die mir wirklich Sorgen macht ist die LV Position weil ich der Meinung bin, dass es derzeit keinen Spieler gibt der auch nur annähernd Guerreiro als LV ersetzen kann und seinen Einfluss auf die Fluidität durch seine Dribblings, sein Auftauchen im ZM und seine Kombinationen in der Offensive. Hazard wäre für mich da wirklich nur eine Option wenn man auf 5er Kette zurückgeht was ich im Sinne des Pressings und der Fluidität eigentlich eher selten sehen wollen würde.
ich freue mich jedenfalls riesig, dass wir gegen schalke wieder die 4er-kette ins spiel gebracht haben, denn es erweitert nicht nur unsere taktischen möglichkeiten, sondern bringt auch spieler, die etwas hintendran waren, wieder besser zur geltung. die option der 4er-kette bereichert uns damit also nicht nur taktisch, sondern legt auch individuelle spielerische potentiale wieder frei. somit war der sieg gegen schalke nicht nur ein 3er im derby, sondern eine regelrechte befreiung aus etwas eingefahrenen spiel- und denkweisen.
Bei mir war die Freude über die Spielweise heute tatsächlich auch deutlich größer als die Freude über den Derbysieg.
25.10.2020 - 09:58 Uhr
Zitat von barcaberlin
Genau deshalb meine initiale Aussage dass ich gespannt bin wie sich das entwickelt...
Sehr interessanter Aspekt, dass gerade Spieler wie Delaney oder Can im ZM natürlich auch die In-Game-Möglichkeiten deutlich erweitern würden.
Ob das Pressing gegen spielstarke Gegner oder Gegner die besser im Kontern sind gut genug ist wird sich mmn in Zukunft erst zeigen muss. Ich hab da heute schon einige Situationen gesehen wo ein guter Gegner uns auch in mehr Verlegenheit bringt. Auf der anderen Seite war es aber natürlich auch unser erstes Spiel in der Formation und die Mechanismen müssen sich auch erst einspielen.
Ich bin da nicht ganz so optimistisch was Reus und Hazard angeht. Von Reus bin ich im letzten Jahr einfach sehr enttäuscht, weil er meiner Meinung nach vieles vermissen lässt was in der Vergangenheit noch vorhanden war. Ich weiß nicht ob sich da langsam das Alter zeigt oder ob er nach dem knappen Verlust der Meisterschaft in ein Loch gefallen ist, aber ich sehe da seit einiger Zeit wenig Biss, wenige Spielfreude und er entwickelt sich immer weiter zum Abschlussspieler, der wenig wirklich in Kombinationen eingebunden ist sondern vor allem darauf warten in die Tiefe gehen zu können. Damit ist er in einem 4-2-3-1 meiner Meinung nach für keine Position so richtig geeignet. Als MS fehlt ihm die Körperlichkeit (obwohl ich ihn da noch fast am ehesten sehe), als ZOM hat in einem System was auf Fluidität aus ist hat er mir zu sehr die Tendenz sehr hochstehende zu agieren und damit die Verbindung zur Defensiv abreißen zu lassen (siehe Situation Anfang letzter Saison) und als Flügelspieler ist er meiner Meinung nach nicht trickreich genug um sich in Situationen durchsetzen zu können wo er dort isoliert wird. Woher nimmst du das mit dem Verständnis von Reus und Haaland? Ich meine ich kann mir das vorstellen da beide gerne sehr direkt in die Tiefe gehen, dass da ein gewisses Verständnis da ist, aber gefühlt haben die beiden noch gar nicht so oft zusammen gespielt und wenn dann ist mir zumindest kein außergewöhnliches Verständnis aufgefallen.
Hazard sehe ich da schon ein wenig positiver obwohl ich bei ihm eben etwas die Sorgen habe, dass er durch sein teilweise langes Ballhalten eventuell den Fluss der Offensivkombinationen unterbindet, weil er eben doch die Tendenz hat nicht One-Touch zu spielen sondern gerne lange mit dem Ball am Fuss unterwegs ist um den Abschluss zu suchen. Auch sehe ich ihn eher nicht spielende wie Sancho oder Reyna heute einfach mal die Position mit Brandt zu tauschen und dann im Spielaufbau mitzuwirken. Auf der anderen Seite bringt er durch seine Dribblings und seinen Zug zum Tor aber natürlich auch eine Waffe mit die interessant sein kann.
Witsel sehe ich ähnlich wie du. Er ist ein Spieler der gerne den Anker vor der Abwehr gibt der damit irgendwie im Gegensatz zu dieser Fluidität steht, die wir heute mit Delaney und Dahoud gesehen haben, wo immer wieder Räume geschaffen wurden damit sich Brandt tief einbinden kann, Dahoud und Delaney abwechselt vorgestoßen sind etc. Auf der anderen Seite gab es aber gerade mit Can an seiner Seite durchaus auch schon Spiele wo Witsel etwas die Fesseln fallen gelassen hat und sehr viel unterwegs war. Spielerisch könnte er eine Interpretation wie Dahoud sicherlich umsetzen...
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher ob Can für die Rolle wirklich so geeignet ist. Ich seh Delaney da doch schon deutlich vor Can wenn es um strategische Positionierung, Pressing und kurze Passstaffeten geht. Can hingegen hat seine Stärken darin, dass er noch deutlich mehr Körperlichkeit mitbringt, schwerer vom Ball zu trennen ist, mit seinen Runs die gegnerische Ordnung attackieren kann. Das sind dann doch schon zwei sehr unterschiedliche Profile für mich. Tatsächlich gibt es meiner Meinung nach drei vorstellbare Optionen für mich:
1.) IV: Neben Hummels. Riskant sind dann natürlich die Situationen wo er eben nicht zurückweichend agiert sondern mit Risiko drauf geht aber dafür haben wir dann hinten eben mit Hummels und Can eine ziemliche Wand was die Zweikämpfe angeht. Außerdem würde Can in der IV meiner Meinung nach den Spielaufbau deutlich Stärken, weil ich ihn dort deutlich vor Akanji sehe und seine Runs eben auch eine Waffe sind um uns aus Pressingsituationen zu befreien.
2.) RV: In der Form in der sich Meunier heute und gegen Lazio zeigte und bei dem geringen Offensivimpuls halte ich es durchaus für vorstellbar Can als RV einzusetzen. Defensiv ist er ihm sicherlich überlegen und könnte auch im Sinne von dem von dir vorgeschlagenen Wechsel zwischen 4er und 5er Kette interessant sein.
3.) DM: Will man das Zentrum stärken dann ist sicherlich auch ein Can im DM eine sehr valide Option wenn auch mMn nicht unbedingt in der Delaney Rolle.
eine weiterentwicklung wird auch nötig sein. gerade wenn wir uns die rechte seite angucken und die zurückhaltung, die meunier an den tag legen musste. in dieser art wird das nicht so oft und auch immer weniger möglich sein, da wir sonst zu ausrechenbar werden. d.h. also, dass ich meunier zukünftig auch wieder zunehmend offensiver erwarte, auch wenn ich es richtig fand, ihn erstmal stärker defensiv zu binden. hier ist nun der ausgangspunkt seiner neuen rolle, damit unsere taktik auch funktioniert und von hier aus müsste er nun lernen, wann er offensiver sein darf und wann nicht.
Die RV Position könnte tatsächlich sehr sehr spannend werden. Schafft man es Meunier offensiver mit einzubinden? Oder schlägt die Stunde von Morey deutlich ähnlicher wie Guerreiro agiert und damit insgesamt eigentlich gut zum fluiden Kombinationsspiel passt? Oder setzt sich am Schluss dann doch die Defensivoption Can durch? Oder der verlässliche Musterschüler Passlack? Oder sollten wir tatsächlich den 10ten Frühling von Piszczek erleben?
Wenn wir nicht extrem von Verletzungs- und Coronapech verfolgt werden dann seh ich ehrlich gesagt bei der Breite unseres Kaders wenig Probleme mit der Laufarbeit. Gerade das Spiel heute hat ja auch gezeigt, dass man wenn man konzentriert zu Werke geht dann auch öfter mal schon nach 60 Minuten einen Gang zurückschalten kann. Die einzige Position die mir wirklich Sorgen macht ist die LV Position weil ich der Meinung bin, dass es derzeit keinen Spieler gibt der auch nur annähernd Guerreiro als LV ersetzen kann und seinen Einfluss auf die Fluidität durch seine Dribblings, sein Auftauchen im ZM und seine Kombinationen in der Offensive. Hazard wäre für mich da wirklich nur eine Option wenn man auf 5er Kette zurückgeht was ich im Sinne des Pressings und der Fluidität eigentlich eher selten sehen wollen würde.
ich freue mich jedenfalls riesig, dass wir gegen schalke wieder die 4er-kette ins spiel gebracht haben, denn es erweitert nicht nur unsere taktischen möglichkeiten, sondern bringt auch spieler, die etwas hintendran waren, wieder besser zur geltung. die option der 4er-kette bereichert uns damit also nicht nur taktisch, sondern legt auch individuelle spielerische potentiale wieder frei. somit war der sieg gegen schalke nicht nur ein 3er im derby, sondern eine regelrechte befreiung aus etwas eingefahrenen spiel- und denkweisen.
Bei mir war die Freude über die Spielweise heute tatsächlich auch deutlich größer als die Freude über den Derbysieg.
Zitat von mammuth
Zitat von barcaberlin
Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
bei all dem schönen neuen, was wir heute in unserem spiel entdecken konnten, bleibt mmn der hinweis auf den gegner wichtig. die heutige fluidität ist bei einem stärkeren gegner einerseits nicht so leicht zu erreichen, andererseits aber auch für uns risikoreicher. denn: einerseits erreicht man diese hohe fluidität durch lange ballbesitzphasen tendenziell besser, weil je mehr ballbesitz, desto mehr kann auch fluidieren, was aber mit der stärke des gegners abnimmt. andererseits entsteht beim fluidieren mitunter auch viel unordnung, oder sagen wir besser: kreatives chaos! in diesem chaos entstehen dann zwar neue ordnungen (und zerfallen wieder und es bilden sich wieder neue usw.), aber die zuordnungen für die defensive absicherung geht ebenfalls immer wieder verloren. ist der gegner stärker, wird er dies besser ausnutzen können, sobald wir den ball verlieren. (nicht nur die stärke des gegners ist ein faktor; ein starker, aber passiver gegner, begünstigt unsere fluidität ebenfalls. nicht zuletzt liegt es aber auch an uns selbst...) Fand den Ansatz unglaublich spannend. Bin gespannt inwiefern man das auf andere Spiele gegen stärkere Gegner ummünzen kann.
Interessante Aspekte heute:
- Fluidität: Favre hat gefühlt heute all seine Spieler eingesetzt, die gerne zwischen Zentrum und Flügel hin und her schwimmen (Sancho, Reyna, Brandt und Guerreiro). Dadurch waren da schöne Überladungen dabei, viel Bewegung und man hat gut kombinieren können (hat mir vor allem in der ersten Hälfte sehr gefallen).
- Delaney: Spannend fand ich auch die Idee heute nicht auf Witsel zu setzen, sondern stattdessen auf Delaney was meiner Meinung nach drei Effekte hatte:1.) mehr Dynamik im Pressing (zusammen damit dass Systeme mit Viererkette generell besser geeignet sind), 2.) mehr Direktheit/Vertikalität im Aufbau (Witsel steigt doch öfter mal erstmal auf den Ball) 3.) LV Absicherung (Delaney hat die Vorstöße von Guerreiro schön abgesichert und ihm dadurch mehr Freiräume gegeben)
- AV Einbindung: Durch die breitere Stellung der Flügelspieler vorne hat man die AV generell mehr in die Fluidität eingebunden. Während man das in letzter Zeit schon öfter bei Guerreiro gesehen hat wie er auf einmal als ZM auftaucht oder ähnliches, war es heute das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass auch Meunier auf einmal auf links auftauchte oder ähnliches.
Genau deshalb meine initiale Aussage dass ich gespannt bin wie sich das entwickelt...
Insgesamt sah das gerade in der ersten Hälfte schon stark danach aus wie ich mir Favre's Philosophie im Idealfall umgesetzt vorstelle. Spannend werden jetzt meiner Meinung nach vor allem folgende Fragen:
1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?
wenn wir so aktiv gegen den ballführenden gehen wie heute, dann sollten wir es zumindest besser schaffen. die frage ist, was wir machen, wenn wir erst während des spiels merken, dass es gerade eben nicht reicht, denn es steht dann schon ein offensiver spieler mehr und ein defensiver weniger für uns auf dem platz. merken wir also während des spiels, dass das risiko gerade viel höher ist als die chance, könnten wir die formation umstellen. delaney rückt nach hinten zu den iv und bildet mit ihnen nun eine 3er-kette und reyna oder brandt nehmen den frei gewordenen platz im zm ein. ich denke, das sollte reibungslos klappen, nachdem wir die 3er-kette nun schon so lange gespielt haben. stellen wir dann während des spiels fest, dass sich das blatt für uns wieder wendet, stellen wir eben wieder auf 4er-kette um. der vorteil, den wir durch das beherrschen der 3er-kette haben, kann also auch weiterhin ein taktisches pfund für uns bleiben. zugespitzt forumliert klingt das dann fast schon lustig, wenn man sagen kann: dadurch, dass wir die 3er-kette beherrschen, wird die option der 4er-kette wahrscheinlicher 1.) Schaffen wir es wirklich die defensive Anfälligkeit gegen lange Bälle hinter die AV abzufangen dadurch dass Meunier etwas defensiver orientiert ist als Hakimi und Guerreiro durch Delaney abgesichert wird?

Sehr interessanter Aspekt, dass gerade Spieler wie Delaney oder Can im ZM natürlich auch die In-Game-Möglichkeiten deutlich erweitern würden.
Ob das Pressing gegen spielstarke Gegner oder Gegner die besser im Kontern sind gut genug ist wird sich mmn in Zukunft erst zeigen muss. Ich hab da heute schon einige Situationen gesehen wo ein guter Gegner uns auch in mehr Verlegenheit bringt. Auf der anderen Seite war es aber natürlich auch unser erstes Spiel in der Formation und die Mechanismen müssen sich auch erst einspielen.
2.) Wie binden wir Spieler wie Witsel, Hazard und Reus ein, die nicht unbedingt prädestiniert sind für dieses fluide System welches auf direkte Kurzpassspiel ausgerichtet ist und sehr stark auf Pressing setzt?
bei hazard und reus mache ich mir weniger sorgen, da sie gut kombinieren können. wer dann wo spielt, hängt mmn auch sehr davon ab, wer mit wem gut kann. gerade in der offensive am 16er ist es mmn unglaublich wichtig, dass man sich blind versteht. es gibt eine solche fülle an möglichkeiten, wie man kombinieren kann, dass sie in ihrer vielzahl gar nicht eingeübt werden können. hier ist es wichtiger, dass die beteiligten die gleiche idee haben und sich dadurch richtig bewegen. reus versteht sich meiner ansicht nach gut mit haaland, was schon sehr viel ausmacht. hazard entwickelt mehr und mehr allrounderische fähigkeiten, so dass für ihn schon ein platz zu finden sein wird. witsel... hmmm... ist eher jmd, der das spiel beruhigt und ordnet. damit eigentlich nicht unbedingt derjenige, der im kreativen chaos toll hilft. va, wenn meunier rv ist und defensiv denken soll. dann wäre der ra noch mehr auf sich allein gestellt... auf lzm sehe ich ihn in einem solchen system aber noch weniger, da er delaneys aufgaben mmn nicht so gut erfüllen würde, ist er doch ein ganz anderer typus. setzt man in einem spiel dagegen von vornherein das hauptaugenmerk auf 3er-kette mit dem gedanken, immer wieder mal auf 4er-kette umzustellen, wird witsel auf rzm passender. Ich bin da nicht ganz so optimistisch was Reus und Hazard angeht. Von Reus bin ich im letzten Jahr einfach sehr enttäuscht, weil er meiner Meinung nach vieles vermissen lässt was in der Vergangenheit noch vorhanden war. Ich weiß nicht ob sich da langsam das Alter zeigt oder ob er nach dem knappen Verlust der Meisterschaft in ein Loch gefallen ist, aber ich sehe da seit einiger Zeit wenig Biss, wenige Spielfreude und er entwickelt sich immer weiter zum Abschlussspieler, der wenig wirklich in Kombinationen eingebunden ist sondern vor allem darauf warten in die Tiefe gehen zu können. Damit ist er in einem 4-2-3-1 meiner Meinung nach für keine Position so richtig geeignet. Als MS fehlt ihm die Körperlichkeit (obwohl ich ihn da noch fast am ehesten sehe), als ZOM hat in einem System was auf Fluidität aus ist hat er mir zu sehr die Tendenz sehr hochstehende zu agieren und damit die Verbindung zur Defensiv abreißen zu lassen (siehe Situation Anfang letzter Saison) und als Flügelspieler ist er meiner Meinung nach nicht trickreich genug um sich in Situationen durchsetzen zu können wo er dort isoliert wird. Woher nimmst du das mit dem Verständnis von Reus und Haaland? Ich meine ich kann mir das vorstellen da beide gerne sehr direkt in die Tiefe gehen, dass da ein gewisses Verständnis da ist, aber gefühlt haben die beiden noch gar nicht so oft zusammen gespielt und wenn dann ist mir zumindest kein außergewöhnliches Verständnis aufgefallen.
Hazard sehe ich da schon ein wenig positiver obwohl ich bei ihm eben etwas die Sorgen habe, dass er durch sein teilweise langes Ballhalten eventuell den Fluss der Offensivkombinationen unterbindet, weil er eben doch die Tendenz hat nicht One-Touch zu spielen sondern gerne lange mit dem Ball am Fuss unterwegs ist um den Abschluss zu suchen. Auch sehe ich ihn eher nicht spielende wie Sancho oder Reyna heute einfach mal die Position mit Brandt zu tauschen und dann im Spielaufbau mitzuwirken. Auf der anderen Seite bringt er durch seine Dribblings und seinen Zug zum Tor aber natürlich auch eine Waffe mit die interessant sein kann.
Witsel sehe ich ähnlich wie du. Er ist ein Spieler der gerne den Anker vor der Abwehr gibt der damit irgendwie im Gegensatz zu dieser Fluidität steht, die wir heute mit Delaney und Dahoud gesehen haben, wo immer wieder Räume geschaffen wurden damit sich Brandt tief einbinden kann, Dahoud und Delaney abwechselt vorgestoßen sind etc. Auf der anderen Seite gab es aber gerade mit Can an seiner Seite durchaus auch schon Spiele wo Witsel etwas die Fesseln fallen gelassen hat und sehr viel unterwegs war. Spielerisch könnte er eine Interpretation wie Dahoud sicherlich umsetzen...
3.) Was passiert mit Emre Can in diesem System?
can stelle ich mir hier klasse vor, wenn er statt delaney spielt! vorraussetzung hierfür ist natürlich, dass er die taktischen maßnahmen so aufmerksam und umsichtig umsetzt, wie delaney. wenn er das nur annähernd schafft, dann hat er eine rolle, welche die gesamte bandbreite seiner fähigkeiten zur geltung bringen kann. da ich davon ausgehe, dass delaney UND can diese rolle ausfüllen können, gehe ich auch davon aus, dass wir dieses system nun öfter sehen und weiter entwickeln werden. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher ob Can für die Rolle wirklich so geeignet ist. Ich seh Delaney da doch schon deutlich vor Can wenn es um strategische Positionierung, Pressing und kurze Passstaffeten geht. Can hingegen hat seine Stärken darin, dass er noch deutlich mehr Körperlichkeit mitbringt, schwerer vom Ball zu trennen ist, mit seinen Runs die gegnerische Ordnung attackieren kann. Das sind dann doch schon zwei sehr unterschiedliche Profile für mich. Tatsächlich gibt es meiner Meinung nach drei vorstellbare Optionen für mich:
1.) IV: Neben Hummels. Riskant sind dann natürlich die Situationen wo er eben nicht zurückweichend agiert sondern mit Risiko drauf geht aber dafür haben wir dann hinten eben mit Hummels und Can eine ziemliche Wand was die Zweikämpfe angeht. Außerdem würde Can in der IV meiner Meinung nach den Spielaufbau deutlich Stärken, weil ich ihn dort deutlich vor Akanji sehe und seine Runs eben auch eine Waffe sind um uns aus Pressingsituationen zu befreien.
2.) RV: In der Form in der sich Meunier heute und gegen Lazio zeigte und bei dem geringen Offensivimpuls halte ich es durchaus für vorstellbar Can als RV einzusetzen. Defensiv ist er ihm sicherlich überlegen und könnte auch im Sinne von dem von dir vorgeschlagenen Wechsel zwischen 4er und 5er Kette interessant sein.
3.) DM: Will man das Zentrum stärken dann ist sicherlich auch ein Can im DM eine sehr valide Option wenn auch mMn nicht unbedingt in der Delaney Rolle.
eine weiterentwicklung wird auch nötig sein. gerade wenn wir uns die rechte seite angucken und die zurückhaltung, die meunier an den tag legen musste. in dieser art wird das nicht so oft und auch immer weniger möglich sein, da wir sonst zu ausrechenbar werden. d.h. also, dass ich meunier zukünftig auch wieder zunehmend offensiver erwarte, auch wenn ich es richtig fand, ihn erstmal stärker defensiv zu binden. hier ist nun der ausgangspunkt seiner neuen rolle, damit unsere taktik auch funktioniert und von hier aus müsste er nun lernen, wann er offensiver sein darf und wann nicht.
Die RV Position könnte tatsächlich sehr sehr spannend werden. Schafft man es Meunier offensiver mit einzubinden? Oder schlägt die Stunde von Morey deutlich ähnlicher wie Guerreiro agiert und damit insgesamt eigentlich gut zum fluiden Kombinationsspiel passt? Oder setzt sich am Schluss dann doch die Defensivoption Can durch? Oder der verlässliche Musterschüler Passlack? Oder sollten wir tatsächlich den 10ten Frühling von Piszczek erleben?
eine weitere herausforderung ist die laufarbeit. ich gehe davon aus, dass mit einer solchen spielweise, besonders gegen stärkere gegner als heute, auch deutlich mehr konditionelle herausforderung für unsere av's und zm's entsteht. doch für delaney könnte can spielen, für dahoud bellingham und für guerreiro hazard, ohne, dass wir uns groß umstellen müssten.
Wenn wir nicht extrem von Verletzungs- und Coronapech verfolgt werden dann seh ich ehrlich gesagt bei der Breite unseres Kaders wenig Probleme mit der Laufarbeit. Gerade das Spiel heute hat ja auch gezeigt, dass man wenn man konzentriert zu Werke geht dann auch öfter mal schon nach 60 Minuten einen Gang zurückschalten kann. Die einzige Position die mir wirklich Sorgen macht ist die LV Position weil ich der Meinung bin, dass es derzeit keinen Spieler gibt der auch nur annähernd Guerreiro als LV ersetzen kann und seinen Einfluss auf die Fluidität durch seine Dribblings, sein Auftauchen im ZM und seine Kombinationen in der Offensive. Hazard wäre für mich da wirklich nur eine Option wenn man auf 5er Kette zurückgeht was ich im Sinne des Pressings und der Fluidität eigentlich eher selten sehen wollen würde.
ich freue mich jedenfalls riesig, dass wir gegen schalke wieder die 4er-kette ins spiel gebracht haben, denn es erweitert nicht nur unsere taktischen möglichkeiten, sondern bringt auch spieler, die etwas hintendran waren, wieder besser zur geltung. die option der 4er-kette bereichert uns damit also nicht nur taktisch, sondern legt auch individuelle spielerische potentiale wieder frei. somit war der sieg gegen schalke nicht nur ein 3er im derby, sondern eine regelrechte befreiung aus etwas eingefahrenen spiel- und denkweisen.
Bei mir war die Freude über die Spielweise heute tatsächlich auch deutlich größer als die Freude über den Derbysieg.
Das war für mich regelmäßig hohe Fußballkunst gegen Schalke. Technisch und im Kombinationsspiel waren viele enorm anspruchsvolle Aktionen dabei.
Genauso wie Ihr, sehe ich den Grund dafür in der offensiveren Ausrichtung und im gewählten Personal.
Taktisch würde ich aber Reus durchaus als passende Option sehen. Denn die vielen genialen Aktionen standen für mich nicht ganz im richtigen Verhältnis zu den Torchancen. Vieles passierte eben schon vor dem Strafraum und es war etwas zu kompliziert angelegt.
Reus, der für mich ebenfalls ein starker Kombinationsspieler ist, bringt dann vielleicht durch seine Geradlinigkeit und seinem Zug zum Tor eine allgemein höhere Effektivität mit.
Defensiv fand ich, dass wir die Schalker Stürmer etwas gewähren ließen, wenn sie sich in den Sechserraum zurückfallen ließen. Sie konnten daher öfters frei angespielt werden. Wäre die Schalker Mannschaft hier schnell aufgerückt, hätte das unsere Abwehr vermutlich stark fordern können.
Dass die Schalker Stürmer an den Ball kamen, könnte daran liegen, dass unsere IVs, ohne die Absicherung der Dreierkette, nicht aufrücken wollten oder sollten.
Jedenfalls bin ich noch skeptisch, ob dieses Spielsystem gegen stärkere Gegner defensiv funktioniert. Andererseits hat man es dann aber auch offensiv oftmals leichter, da man nicht jedes Mal zehn Gegner auf engem Raum ausspielen muss.
25.10.2020 - 10:35 Uhr
Ich bin jetzt wahrlich nicht der Taktik Experte, aber für mich ist eine offensivere Herangehensweise, gerade gegen technisch schwächere Mannschaften der einzig erfolgversprechende Ansatz. Gestern kamen wir nicht einmal in Bedrängnis, weil der Ball sich so selten in unserer Hälfte befand, da konnte gar kein folgenschwerer Abspielfehler wie in Rom passieren.
Ich verliere den Ball doch lieber weit in der Hälfte des Gegners, als direkt vor unseren 16er. Witsel gegen Schalke rauszunehmen und im Mittelfeld mit Brandt und Dahoud zu starten war folgerichtig und eine logische Entscheidung. Du musst mit unseren Kader Druck auf den Gegner aufbauen, die sind dann vorrangig um Schadensbegrenzung bemüht und mögliche Konter müssen halt in Kauf genommen werden, dafür haben wir dann ja auch noch einige erfahrene Defensiv Experten auf den Platz.
Nur was gar nicht geht, ist wie in Augsburg den Ball fast nur quer durch die Reihen zu spielen, so erzeugst du keinen Stress bei der gegnerischen Defensive und somit auch keine Fehler und wenn du dann selbst keine Lösungen findest, hast du ein großes Problem.
Ich verliere den Ball doch lieber weit in der Hälfte des Gegners, als direkt vor unseren 16er. Witsel gegen Schalke rauszunehmen und im Mittelfeld mit Brandt und Dahoud zu starten war folgerichtig und eine logische Entscheidung. Du musst mit unseren Kader Druck auf den Gegner aufbauen, die sind dann vorrangig um Schadensbegrenzung bemüht und mögliche Konter müssen halt in Kauf genommen werden, dafür haben wir dann ja auch noch einige erfahrene Defensiv Experten auf den Platz.
Nur was gar nicht geht, ist wie in Augsburg den Ball fast nur quer durch die Reihen zu spielen, so erzeugst du keinen Stress bei der gegnerischen Defensive und somit auch keine Fehler und wenn du dann selbst keine Lösungen findest, hast du ein großes Problem.
25.10.2020 - 10:49 Uhr
Zitat von Vero-amore
Ich bin jetzt wahrlich nicht der Taktik Experte, aber für mich ist eine offensivere Herangehensweise, gerade gegen technisch schwächere Mannschaften der einzig erfolgversprechende Ansatz. Gestern kamen wir nicht einmal in Bedrängnis, weil der Ball sich so selten in unserer Hälfte befand, da konnte gar kein folgenschwerer Abspielfehler wie in Rom passieren.
Ich verliere den Ball doch lieber weit in der Hälfte des Gegners, als direkt vor unseren 16er. Witsel gegen Schalke rauszunehmen und im Mittelfeld mit Brandt und Dahoud zu starten war folgerichtig und eine logische Entscheidung. Du musst mit unseren Kader Druck auf den Gegner aufbauen, die sind dann vorrangig um Schadensbegrenzung bemüht und mögliche Konter müssen halt in Kauf genommen werden, dafür haben wir dann ja auch noch einige erfahrene Defensiv Experten auf den Platz.
Nur was gar nicht geht, ist wie in Augsburg den Ball fast nur quer durch die Reihen zu spielen, so erzeugst du keinen Stress bei der gegnerischen Defensive und somit auch keine Fehler und wenn du dann selbst keine Lösungen findest, hast du ein großes Problem.
Ich bin jetzt wahrlich nicht der Taktik Experte, aber für mich ist eine offensivere Herangehensweise, gerade gegen technisch schwächere Mannschaften der einzig erfolgversprechende Ansatz. Gestern kamen wir nicht einmal in Bedrängnis, weil der Ball sich so selten in unserer Hälfte befand, da konnte gar kein folgenschwerer Abspielfehler wie in Rom passieren.
Ich verliere den Ball doch lieber weit in der Hälfte des Gegners, als direkt vor unseren 16er. Witsel gegen Schalke rauszunehmen und im Mittelfeld mit Brandt und Dahoud zu starten war folgerichtig und eine logische Entscheidung. Du musst mit unseren Kader Druck auf den Gegner aufbauen, die sind dann vorrangig um Schadensbegrenzung bemüht und mögliche Konter müssen halt in Kauf genommen werden, dafür haben wir dann ja auch noch einige erfahrene Defensiv Experten auf den Platz.
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Das offensive Anlaufen ging gestern aber auch nur so gut, vor allem Delaney und Dahoud extrem gut und aggressiv gearbeitet haben. Auch Sancho und Reyna waren da verbessert.
Es war aber zu bemerken, als Witsel kam wurde das Spiel gegen den Ball unsererseits deutlich "lascher" und Schalke hatte mehr Ruhe als vorher.
Und: gestern wurde auffallend oft von 18-20 Metern auf das Tor geschossen. So viel Abschlüsse außerhalb des 16ers gab es gefühlt in der kompletten letzten Saison nicht.
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