Ehemaligen - Thread
06.09.2004 - 20:12 Uhr
24.10.2005 - 09:21 Uhr
Ballermann des Tages
Wunder über Wunder
Man kann nur staunen, wenn man nach Frankfurt schaut, speziell zur Eintracht. Da sieht man Marko Rehmer, den ehemaligen Nationalspieler und ehemaligen Hertha-Profi, fröhlich mit einem Adler namens Attila posieren, dem Vereinsmaskottchen. Meldungen, Rehmer habe mal wieder ein Spiel wegen Migräne aussetzen müssen, blieben bislang aus. Es gab auch noch keine Nachrichten, dass der einst so schnelle Abwehrmann wieder einmal an einer Muskelverletzung leide - wie so oft in der Vergangenheit. Irgendwas scheint nicht zu stimmen mit dem 33-Jährigen, der die vergangene Saison in Berlin wegen Verletzung der Anti-Doping-Richtlinien komplett auf der Ersatzbank verbracht hatte. Rehmer hatte die Einnahme eines meldepflichtigen Schmerzmittels nicht angegeben. Nun kam die Nachricht aus Frankfurt, dass Rehmer beim 6:3-Sieg seiner neuen Mannschaft gegen den 1. FC Köln ein Tor gelungen war. Ein so seltenes Ereignis lässt noch viel erwarten. Vielleicht bleibt die Eintracht mit Marko Rehmer ja sogar in der ersten Liga. (mj.)
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/sport/494303.html
Da stellt sich mir die Frage, ob unsere Med.-Abteilung Erstligareif ist. Rehmer ist ja nur ein Beispiel, siehe Beinlich beim HSV.
Vielleicht sollten wir einen "Doktor-Thread" eröffnen :)
Wunder über Wunder
Man kann nur staunen, wenn man nach Frankfurt schaut, speziell zur Eintracht. Da sieht man Marko Rehmer, den ehemaligen Nationalspieler und ehemaligen Hertha-Profi, fröhlich mit einem Adler namens Attila posieren, dem Vereinsmaskottchen. Meldungen, Rehmer habe mal wieder ein Spiel wegen Migräne aussetzen müssen, blieben bislang aus. Es gab auch noch keine Nachrichten, dass der einst so schnelle Abwehrmann wieder einmal an einer Muskelverletzung leide - wie so oft in der Vergangenheit. Irgendwas scheint nicht zu stimmen mit dem 33-Jährigen, der die vergangene Saison in Berlin wegen Verletzung der Anti-Doping-Richtlinien komplett auf der Ersatzbank verbracht hatte. Rehmer hatte die Einnahme eines meldepflichtigen Schmerzmittels nicht angegeben. Nun kam die Nachricht aus Frankfurt, dass Rehmer beim 6:3-Sieg seiner neuen Mannschaft gegen den 1. FC Köln ein Tor gelungen war. Ein so seltenes Ereignis lässt noch viel erwarten. Vielleicht bleibt die Eintracht mit Marko Rehmer ja sogar in der ersten Liga. (mj.)
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/sport/494303.html
Da stellt sich mir die Frage, ob unsere Med.-Abteilung Erstligareif ist. Rehmer ist ja nur ein Beispiel, siehe Beinlich beim HSV.
Vielleicht sollten wir einen "Doktor-Thread" eröffnen :)
24.10.2005 - 13:11 Uhr
BÖSE PLEITE! Röber wackelt schon in Belgrad
...dabei wollte er Meister werden!
- Jürgen Röber und Partizan Belgrad - alles nur ein Mißverständnis? 2 Spiele absolvierte Partizan unter Röber, zweimal ging's in die Hose. Erst die Niederlage gegen Erzrivale Roter Stern Belgrad (0:2), jetzt die nächste Pleite: Im Derby gegen Vozdovac Belgrad gab Röbers Elf sogar eine 2:0-Führung aus der Hand, verlor am Ende noch 2:3. Der Abstand zu Spitzenreiter Roter Stern ist schon auf 6 Punkte angewachsen.
Könnte ein kurzes Gastspiel für Jürgen Röber werden. Dabei legte der Ex-Hertha-Coach die Meßlatte selbst hoch an: "Der Klub hat eine starke Mannschaft, ein tolles Umfeld und muß eigentlich Meister werden."
Wenn sich Röber da mal nicht getäuscht hat. Denn eigentlich wollte Partizan in die Champions League. Aber da war in der Qualifikation gegen Artmedia Bratislava Endstation. Auch aus dem "Trostpflaster" Uefa-Cup wurde nichts. Maccabi Petah Tikvah (Israel) war für den Meister von Serbien und Montenegro eine Nummer zu groß (2:0, 2:5) - Gruppenphase verpaßt!
"Ich habe in meiner ganzen Karriere immer bei Vereinen gearbeitet, bei denen etwas aufgebaut werden mußte. Das ist bei Partizan anders", sagte Röber zu Beginn seiner Amtszeit. Sieht er mittlerweile wohl anders...
www.bz-berlin.de
...dabei wollte er Meister werden!
- Jürgen Röber und Partizan Belgrad - alles nur ein Mißverständnis? 2 Spiele absolvierte Partizan unter Röber, zweimal ging's in die Hose. Erst die Niederlage gegen Erzrivale Roter Stern Belgrad (0:2), jetzt die nächste Pleite: Im Derby gegen Vozdovac Belgrad gab Röbers Elf sogar eine 2:0-Führung aus der Hand, verlor am Ende noch 2:3. Der Abstand zu Spitzenreiter Roter Stern ist schon auf 6 Punkte angewachsen.
Könnte ein kurzes Gastspiel für Jürgen Röber werden. Dabei legte der Ex-Hertha-Coach die Meßlatte selbst hoch an: "Der Klub hat eine starke Mannschaft, ein tolles Umfeld und muß eigentlich Meister werden."
Wenn sich Röber da mal nicht getäuscht hat. Denn eigentlich wollte Partizan in die Champions League. Aber da war in der Qualifikation gegen Artmedia Bratislava Endstation. Auch aus dem "Trostpflaster" Uefa-Cup wurde nichts. Maccabi Petah Tikvah (Israel) war für den Meister von Serbien und Montenegro eine Nummer zu groß (2:0, 2:5) - Gruppenphase verpaßt!
"Ich habe in meiner ganzen Karriere immer bei Vereinen gearbeitet, bei denen etwas aufgebaut werden mußte. Das ist bei Partizan anders", sagte Röber zu Beginn seiner Amtszeit. Sieht er mittlerweile wohl anders...
www.bz-berlin.de
24.10.2005 - 16:30 Uhr
Ultimatum für Theo Gries
Nach dem 0:3 bei Türkiyemspor helfen dem TeBe-Coach in den nächsten Wochen nur noch Siege
Von Michael Färber
Die Fans haben den Schuldigen längst ausgemacht. "Maschke raus!", riefen die wenigen Anhänger von Tennis Borussia unter den 372 Zuschauern im Katzbachstadion. 0:3 (0:0) unterlag TeBe bei Türkiyemspor. Verloren. Wieder einmal. "Klar sind die Fans unzufrieden", sagt Ronald Maschke. Maschke ist Sportlicher Leiter bei den Borussen. Und laut Fan-Gemeinde Urheber des Absturzes in die Abstiegsregion der Fußball-Oberliga. Er nimmt es gelassen.
"Daß man mich als Schuldigen ausgemacht hat, liegt wohl daran, daß ich von Hertha BSC zu TeBe gekommen bin." Doch er weiß, daß er einen nicht unerheblichen Anteil an der mageren Saisonbilanz (zwei Siege, drei Remis, fünf Niederlagen) trägt. Schließlich zeichnet er für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich. Womit das Problem genannt ist. Denn daß diverse Verpflichtungen nicht gerade auf Wohlwollen von Trainer Theo Gries gestoßen sind, ist kein Geheimnis mehr. Und Gries gelang es bislang nicht, aus dem verjüngten Kader eine Einheit zu formen.
Liegt es am Trainer, daß TeBe in Richtung Verbandsliga taumelt? "Nein", sagt Maschke. Der Trainer erreiche die Mannschaft, das nehme er aus den täglichen Trainingseindrücken mit. "Es fehlt am Glück." Also ist der Kader zu schwach für die Oberliga und der Neuaufbau damit gescheitert? Maschke: "Das will ich nicht sagen. Ich bin davon überzeugt, daß das Team eine gute Qualität besitzt." Die zehn absolvierten Partien widersprechen dem.
Demnach bleibt nur das in solchen Fällen übliche Mittel: die Galgenfrist für den Coach. "Wenn wir immer weiter Punkte lassen, steht natürlich auch der Trainer zur Diskussion", sagt der Sportliche Leiter. Zwei bis drei Wochen habe Theo Gries somit Zeit, um für Erfolg zu sorgen. Denn, so Maschke, "schlimmer kann es nicht kommen". Wie die 90 Minuten gegen Türkiyemspor bewiesen haben.
Eine Halbzeit lang boten die Veilchen eine ansprechende Partie. Dann zeigte sich die nervliche Anspannung. Gelb-Rot für Jens Eckel (44.) und Stephan Schmidt nach Foul- und Handspiel (66.), schließlich Rot für Keeper Timo Hampf nach Notbremse im Strafraum (69.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Ergün Pinarbasi, Deniz Aydogdu (86.) und Orhan Sonar (88.) erhöhten. "Wieder haben wir uns um die Belohnung gebracht", war Gries enttäuscht. Maschke drückte es drastischer aus: "Jetzt sitzen wir richtig in der ####."
Die Situation erinnert stark an den 1. FC Union, der in der vergangenen Regionalliga-Saison mit einer neuformierten, jungen Mannschaft Schiffbruch erlitt. TeBe droht nun das gleiche Schicksal.
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/10/24/sport/787746.html
Nach dem 0:3 bei Türkiyemspor helfen dem TeBe-Coach in den nächsten Wochen nur noch Siege
Von Michael Färber
Die Fans haben den Schuldigen längst ausgemacht. "Maschke raus!", riefen die wenigen Anhänger von Tennis Borussia unter den 372 Zuschauern im Katzbachstadion. 0:3 (0:0) unterlag TeBe bei Türkiyemspor. Verloren. Wieder einmal. "Klar sind die Fans unzufrieden", sagt Ronald Maschke. Maschke ist Sportlicher Leiter bei den Borussen. Und laut Fan-Gemeinde Urheber des Absturzes in die Abstiegsregion der Fußball-Oberliga. Er nimmt es gelassen.
"Daß man mich als Schuldigen ausgemacht hat, liegt wohl daran, daß ich von Hertha BSC zu TeBe gekommen bin." Doch er weiß, daß er einen nicht unerheblichen Anteil an der mageren Saisonbilanz (zwei Siege, drei Remis, fünf Niederlagen) trägt. Schließlich zeichnet er für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich. Womit das Problem genannt ist. Denn daß diverse Verpflichtungen nicht gerade auf Wohlwollen von Trainer Theo Gries gestoßen sind, ist kein Geheimnis mehr. Und Gries gelang es bislang nicht, aus dem verjüngten Kader eine Einheit zu formen.
Liegt es am Trainer, daß TeBe in Richtung Verbandsliga taumelt? "Nein", sagt Maschke. Der Trainer erreiche die Mannschaft, das nehme er aus den täglichen Trainingseindrücken mit. "Es fehlt am Glück." Also ist der Kader zu schwach für die Oberliga und der Neuaufbau damit gescheitert? Maschke: "Das will ich nicht sagen. Ich bin davon überzeugt, daß das Team eine gute Qualität besitzt." Die zehn absolvierten Partien widersprechen dem.
Demnach bleibt nur das in solchen Fällen übliche Mittel: die Galgenfrist für den Coach. "Wenn wir immer weiter Punkte lassen, steht natürlich auch der Trainer zur Diskussion", sagt der Sportliche Leiter. Zwei bis drei Wochen habe Theo Gries somit Zeit, um für Erfolg zu sorgen. Denn, so Maschke, "schlimmer kann es nicht kommen". Wie die 90 Minuten gegen Türkiyemspor bewiesen haben.
Eine Halbzeit lang boten die Veilchen eine ansprechende Partie. Dann zeigte sich die nervliche Anspannung. Gelb-Rot für Jens Eckel (44.) und Stephan Schmidt nach Foul- und Handspiel (66.), schließlich Rot für Keeper Timo Hampf nach Notbremse im Strafraum (69.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Ergün Pinarbasi, Deniz Aydogdu (86.) und Orhan Sonar (88.) erhöhten. "Wieder haben wir uns um die Belohnung gebracht", war Gries enttäuscht. Maschke drückte es drastischer aus: "Jetzt sitzen wir richtig in der ####."
Die Situation erinnert stark an den 1. FC Union, der in der vergangenen Regionalliga-Saison mit einer neuformierten, jungen Mannschaft Schiffbruch erlitt. TeBe droht nun das gleiche Schicksal.
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/10/24/sport/787746.html
24.10.2005 - 20:18 Uhr
Das mit Jolly ist ja nen Ding, wünsche ihm alles Gute freut mich sehr !
Röber schon nach 2 Wochen unter Zugzwang, tippe noch vor Weihnachten ist er wieder arbeitslos. An seiner Stelle wäre ich niemals zu Belgrad gegangen, da hätte ich lieber was einfaches abgewartet
Gestern im DSF 90 Min Reina gesehen, klasse Spiel immer anspielbar klasse Einkauf aus Siegener Sicht. Es schallte mehrfach " Billy" im meinem Zimmer, der Kerl ist einfach zum " Lieb haben" ;)
Röber schon nach 2 Wochen unter Zugzwang, tippe noch vor Weihnachten ist er wieder arbeitslos. An seiner Stelle wäre ich niemals zu Belgrad gegangen, da hätte ich lieber was einfaches abgewartet
Gestern im DSF 90 Min Reina gesehen, klasse Spiel immer anspielbar klasse Einkauf aus Siegener Sicht. Es schallte mehrfach " Billy" im meinem Zimmer, der Kerl ist einfach zum " Lieb haben" ;)
27.10.2005 - 09:11 Uhr
Volkmars Eigentor
Der Berliner Torhüter Groß stand vor einer hoffnungsvollen Karriere, dann wurde er in den Bundesliga-Skandal verwickelt
Von Sven Goldmann
Volkmar Groß hat viel zu tun. Der Beamer für die Großbildleinwand wird geliefert, der Tischler hat noch Fragen, und einkaufen muss er auch noch. Heute steigt die Eröffnungsparty seiner Sportbar, sie heißt „Volkmars Tor“, ein Hinweis darauf, dass Volkmar Groß nicht immer Budiker war. An den Wänden des Lokals an der Kaiserin-Augusta-Allee hängen Fotos. Hier steht er neben Kevin Keegan, dort hechtet er nach einem Schuss von Gerd Müller. Der Fußballtorwart Volkmar Groß war mit seinen 1,92 Metern, dem blonden Haar und den langen Koteletten eine beeindruckende Erscheinung. Ein Bild ist in Athen aufgenommen worden. Es zeigt Groß zwischen Franz Beckenbauer und Wolfgang Overath. Beckenbauer trägt ein Oberlippenbärtchen, und Overath war damals Kapitän der Nationalelf. Am 22. November 1970 siegte Deutschland 3:1 gegen Griechenland, die Torschützen hießen Netzer, Grabowski und Beckenbauer. Es war das erste Länderspiel des damals 22- jährigen Groß, und Stammtorhüter Sepp Maier urteilte im Tagesspiegel: „Volkmar steht vor einer großen Karriere.“
Heute ist er 57, mit weniger Haar und mehr Bauch als früher. Volkmar Groß hat keine große Karriere gemacht, aber ein aufregendes Leben gelebt. „Ich war ganz oben und ganz unten“, sagt er. „Eigentlich lief alles nach Plan. Tja, und dann kam der Bundesliga-Skandal.“ Am 5. Juni 1971 tritt Hertha BSC zum letzten Saisonspiel gegen Arminia Bielefeld an. Der dritte Platz ist den Berlinern nicht mehr zu nehmen, Zweiter können sie aber auch nicht mehr werden. In diese Konstellation hinein kommt ein Angebot von Kickers Offenbach: 140 000 Mark Prämie setzen die Hessen aus für einen Sieg gegen Bielefeld, den Rivalen im Kampf gegen den Abstieg. „Bernd Patzke und Tasso Wild haben für uns verhandelt“, erzählt Volkmar Groß, „Wenn die uns fürs Gewinnen Geld geben wollen – warum nicht?“ Ja, da sei auch eine Anfrage aus Bielefeld gekommen, ob Hertha nicht für 250 000 Mark verlieren wolle. „Darüber haben wir gelacht“, sagt Groß. „Wie soll ich das denn machen, absichtlich einen Ball durchlassen? Das merkt doch jeder. Nein, für Geld zu verlieren, das war nie ein Thema.“
Hertha spielt schlecht und verliert 0:1. In den Presseberichten von damals ist zu lesen, Groß sei der beste Berliner gewesen. An die Stunden danach erinnert er sich, als sei es gestern gewesen. „Wir sind gleich nach dem Spiel in eine Kneipe an der Heerstraße gefahren. Alle Spieler. Heute gibt es so etwas ja nicht mehr, aber wir waren eben noch eine richtige Mannschaft.“ Es gibt Bier, viel Bier. Irgendwann kommt Jürgen Rumor, der gegen Bielefeld wegen einer Verletzung nicht mitspielen konnte. Rumor trägt einen Koffer, noch in der Kneipe zeigt er den Kollegen, was drin ist: Geldscheine. Er komme gerade von den Bielefeldern, „die glauben, dass wir absichtlich verloren haben“.
Heute weiß Groß, dass sich in diesem Augenblick seine Karriere, ja sein ganzes Leben entschied. „Wir sind mit dem Koffer und allen Spielern um die Ecke in meine Wohnung weitergezogen.“ Es gibt noch mehr Bier, und die Spieler teilen das Geld unter sich auf. 15 000 Mark bekommt jeder, „das war viel Geld, wir haben ja längst nicht so gut verdient wie die heutigen Profis“. Volkmar Groß lacht. „Da sehen Sie mal, was Alkohol aus vernünftigen Menschen macht.“ Am nächsten Tag hört er im Radio von den Enthüllungen des Offenbacher Präsidenten Horst-Gregorio Canellas. Der betrogene Betrüger hatte bei seinen Verhandlungen ein Tonband mitlaufen lassen und dieses bei seiner Geburtstagsparty vorgespielt. Patzke ist zu hören, wie er mit dem Hinweis auf das Angebot aus Bielefeld den Preis für die Offenbacher hochtreiben will. Die Bundesliga hat ihren Skandal.
„Volkmar war einer der Ersten, die vor der neuen Saison auf mich zukamen und die Sache erzählt haben. Natürlich habe ich ihm geglaubt“, sagt Wolfgang Holst, damals Herthas 2. Vorsitzender. Holst spielt auf Zeit. Die Transferperiode ist abgelaufen, wenn die Spieler jetzt die Annahme des Bielefelder Geldes gestehen, muss Hertha mit Junioren und Amateuren in die Saison gehen. Das würde den sicheren Abstieg bedeuten. Also warten die Herthaner mit ihren Geständnissen, bis der Abstieg rechnerisch nicht mehr möglich ist. Kaum jemand kauft den Spielern die Geschichte ab, sie hätten nicht manipuliert und das Geld nur angenommen, weil es nun mal da war. Alle werden für zwei Jahre gesperrt. Groß wechselt mit Arno Steffenhagen und Jürgen Weber zu Hellenic Kapstadt nach Südafrika. Zum 26. November 1973 werden die Skandalsünder begnadigt, „doch in der Bundesliga hat uns keiner gewollt“, erzählt Groß.
Also geht es weiter nach Holland, wo er mit Twente Enschede ins Uefa-Cup-Finale einzieht. Das erste von zwei Finalspielen gegen Borussia Mönchengladbach endet in Düsseldorf 0:0, „im zweiten wollten wir Gladbach zu Hause überrennen. Das hat nicht ganz geklappt.“ Mönchengladbach siegt 5:1. Volkmar Groß haben sie in Enschede bis heute nicht vergessen. Vor ein paar Monaten hat er Hans Meyer getroffen, der Twente in den Neunzigerjahren trainierte. „Die Holländer verehren zwei deutsche Fußballer“, hat Meyer ihm erzählt: „Helmut Rahn und dich – ihr konntet beide eine Nacht durchsaufen und am nächsten Tag ein gutes Spiel machen.“
1977 kommt ein Angebot aus Berlin, vom Bundesliga-Aufsteiger Tennis Borussia. Den Abstieg kann er nicht verhindern, aber die „Bild am Sonntag“ wählt ihn vor Franz Beckenbauer zum besten Spieler der Saison. Hertha will Groß zurückholen, doch der mag nicht, „meine Frau hatte den Verdacht, dass ich hier zu viele hübsche Mädchen kenne“. Er ist sich mit dem 1. FC Köln schon einig, „ich sitze gerade beim Kölner Präsidenten im Büro, da klingelt plötzlich das Telefon“. Am Apparat ist seine Mutter, sie sagt: „Volkmar, gerade haben die Schalker angerufen, du sollst auf keinen Fall in Köln unterschreiben, sie machen dir ein besseres Angebot.“ Also geht Groß zu Schalke, „da waren wir Skandalsünder alle wieder zusammen“. Die Gelsenkirchener hatten im Bundesliga-Skandal erst ein Spiel verkauft und später einen Meineid geschworen.
35 Spiele macht er für Schalke, um seinen Abschied im Winter 1979 ranken sich Legenden. Schalkes Präsident Günter Siebert behauptet, der Torhüter sei bei Nacht und Nebel geflohen. „Ach, was der Siebert so erzählt“, sagt Groß. „Ich wurde am Knie operiert, und dann kam ein Angebot aus den USA. Ich bin in Zehlendorf mit Amerikanern aufgewachsen, in Englisch hatte ich schon immer eine Eins, und es war schon immer mein Traum, nach Amerika zu gehen.“ Also geht er – und bleibt 25 Jahre. Groß wird mit den San Diego Sockers US-Hallenmeister, später arbeitet er als Torwarttrainer, dann verkauft er Autos. Es wird ruhig um Volkmar Groß, ab und zu sind seltsame Geschichten über ihn zu hören. „Kenne ich alle“, sagt er. „Angeblich war ich Dockarbeiter und Alkoholiker. So ein Blödsinn!“
Seit knapp zwei Jahren lebt Volkmar Groß wieder in Berlin. Das rechte Knie war ruiniert, er brauchte ein künstliches Gelenk, und das amerikanische Gesundheitssystem ist in solchen Fällen nicht sehr großzügig. Herthas Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher hat ihm die Operation vermittelt. Der Kontakt zum Verein ist gut, Groß bekommt für jedes Spiel zwei Ehrenkarten. Der alte Bundesliga-Skandal ist kein Thema mehr. Und der neue? Volkmar Groß winkt ab. „Damals sind Spieler bestochen worden, das wäre gar nicht mehr möglich, bei den Gehältern heute. Wer da ein Spiel kaufen will, muss 20 Millionen auf den Tisch legen.“
Das erste Spiel, das Volkmar Groß auf der Großbildleinwand seiner Sportbar anschaut, ist sein Schicksalsspiel. Bielefeld gegen Hertha. Bielefeld gewinnt 3:0, und niemand spricht von Schiebung.
http://www.tagesspiegel.de/sport/index.asp?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/27.10.2005/2130688.asp#art
Der Berliner Torhüter Groß stand vor einer hoffnungsvollen Karriere, dann wurde er in den Bundesliga-Skandal verwickelt
Von Sven Goldmann
Volkmar Groß hat viel zu tun. Der Beamer für die Großbildleinwand wird geliefert, der Tischler hat noch Fragen, und einkaufen muss er auch noch. Heute steigt die Eröffnungsparty seiner Sportbar, sie heißt „Volkmars Tor“, ein Hinweis darauf, dass Volkmar Groß nicht immer Budiker war. An den Wänden des Lokals an der Kaiserin-Augusta-Allee hängen Fotos. Hier steht er neben Kevin Keegan, dort hechtet er nach einem Schuss von Gerd Müller. Der Fußballtorwart Volkmar Groß war mit seinen 1,92 Metern, dem blonden Haar und den langen Koteletten eine beeindruckende Erscheinung. Ein Bild ist in Athen aufgenommen worden. Es zeigt Groß zwischen Franz Beckenbauer und Wolfgang Overath. Beckenbauer trägt ein Oberlippenbärtchen, und Overath war damals Kapitän der Nationalelf. Am 22. November 1970 siegte Deutschland 3:1 gegen Griechenland, die Torschützen hießen Netzer, Grabowski und Beckenbauer. Es war das erste Länderspiel des damals 22- jährigen Groß, und Stammtorhüter Sepp Maier urteilte im Tagesspiegel: „Volkmar steht vor einer großen Karriere.“
Heute ist er 57, mit weniger Haar und mehr Bauch als früher. Volkmar Groß hat keine große Karriere gemacht, aber ein aufregendes Leben gelebt. „Ich war ganz oben und ganz unten“, sagt er. „Eigentlich lief alles nach Plan. Tja, und dann kam der Bundesliga-Skandal.“ Am 5. Juni 1971 tritt Hertha BSC zum letzten Saisonspiel gegen Arminia Bielefeld an. Der dritte Platz ist den Berlinern nicht mehr zu nehmen, Zweiter können sie aber auch nicht mehr werden. In diese Konstellation hinein kommt ein Angebot von Kickers Offenbach: 140 000 Mark Prämie setzen die Hessen aus für einen Sieg gegen Bielefeld, den Rivalen im Kampf gegen den Abstieg. „Bernd Patzke und Tasso Wild haben für uns verhandelt“, erzählt Volkmar Groß, „Wenn die uns fürs Gewinnen Geld geben wollen – warum nicht?“ Ja, da sei auch eine Anfrage aus Bielefeld gekommen, ob Hertha nicht für 250 000 Mark verlieren wolle. „Darüber haben wir gelacht“, sagt Groß. „Wie soll ich das denn machen, absichtlich einen Ball durchlassen? Das merkt doch jeder. Nein, für Geld zu verlieren, das war nie ein Thema.“
Hertha spielt schlecht und verliert 0:1. In den Presseberichten von damals ist zu lesen, Groß sei der beste Berliner gewesen. An die Stunden danach erinnert er sich, als sei es gestern gewesen. „Wir sind gleich nach dem Spiel in eine Kneipe an der Heerstraße gefahren. Alle Spieler. Heute gibt es so etwas ja nicht mehr, aber wir waren eben noch eine richtige Mannschaft.“ Es gibt Bier, viel Bier. Irgendwann kommt Jürgen Rumor, der gegen Bielefeld wegen einer Verletzung nicht mitspielen konnte. Rumor trägt einen Koffer, noch in der Kneipe zeigt er den Kollegen, was drin ist: Geldscheine. Er komme gerade von den Bielefeldern, „die glauben, dass wir absichtlich verloren haben“.
Heute weiß Groß, dass sich in diesem Augenblick seine Karriere, ja sein ganzes Leben entschied. „Wir sind mit dem Koffer und allen Spielern um die Ecke in meine Wohnung weitergezogen.“ Es gibt noch mehr Bier, und die Spieler teilen das Geld unter sich auf. 15 000 Mark bekommt jeder, „das war viel Geld, wir haben ja längst nicht so gut verdient wie die heutigen Profis“. Volkmar Groß lacht. „Da sehen Sie mal, was Alkohol aus vernünftigen Menschen macht.“ Am nächsten Tag hört er im Radio von den Enthüllungen des Offenbacher Präsidenten Horst-Gregorio Canellas. Der betrogene Betrüger hatte bei seinen Verhandlungen ein Tonband mitlaufen lassen und dieses bei seiner Geburtstagsparty vorgespielt. Patzke ist zu hören, wie er mit dem Hinweis auf das Angebot aus Bielefeld den Preis für die Offenbacher hochtreiben will. Die Bundesliga hat ihren Skandal.
„Volkmar war einer der Ersten, die vor der neuen Saison auf mich zukamen und die Sache erzählt haben. Natürlich habe ich ihm geglaubt“, sagt Wolfgang Holst, damals Herthas 2. Vorsitzender. Holst spielt auf Zeit. Die Transferperiode ist abgelaufen, wenn die Spieler jetzt die Annahme des Bielefelder Geldes gestehen, muss Hertha mit Junioren und Amateuren in die Saison gehen. Das würde den sicheren Abstieg bedeuten. Also warten die Herthaner mit ihren Geständnissen, bis der Abstieg rechnerisch nicht mehr möglich ist. Kaum jemand kauft den Spielern die Geschichte ab, sie hätten nicht manipuliert und das Geld nur angenommen, weil es nun mal da war. Alle werden für zwei Jahre gesperrt. Groß wechselt mit Arno Steffenhagen und Jürgen Weber zu Hellenic Kapstadt nach Südafrika. Zum 26. November 1973 werden die Skandalsünder begnadigt, „doch in der Bundesliga hat uns keiner gewollt“, erzählt Groß.
Also geht es weiter nach Holland, wo er mit Twente Enschede ins Uefa-Cup-Finale einzieht. Das erste von zwei Finalspielen gegen Borussia Mönchengladbach endet in Düsseldorf 0:0, „im zweiten wollten wir Gladbach zu Hause überrennen. Das hat nicht ganz geklappt.“ Mönchengladbach siegt 5:1. Volkmar Groß haben sie in Enschede bis heute nicht vergessen. Vor ein paar Monaten hat er Hans Meyer getroffen, der Twente in den Neunzigerjahren trainierte. „Die Holländer verehren zwei deutsche Fußballer“, hat Meyer ihm erzählt: „Helmut Rahn und dich – ihr konntet beide eine Nacht durchsaufen und am nächsten Tag ein gutes Spiel machen.“
1977 kommt ein Angebot aus Berlin, vom Bundesliga-Aufsteiger Tennis Borussia. Den Abstieg kann er nicht verhindern, aber die „Bild am Sonntag“ wählt ihn vor Franz Beckenbauer zum besten Spieler der Saison. Hertha will Groß zurückholen, doch der mag nicht, „meine Frau hatte den Verdacht, dass ich hier zu viele hübsche Mädchen kenne“. Er ist sich mit dem 1. FC Köln schon einig, „ich sitze gerade beim Kölner Präsidenten im Büro, da klingelt plötzlich das Telefon“. Am Apparat ist seine Mutter, sie sagt: „Volkmar, gerade haben die Schalker angerufen, du sollst auf keinen Fall in Köln unterschreiben, sie machen dir ein besseres Angebot.“ Also geht Groß zu Schalke, „da waren wir Skandalsünder alle wieder zusammen“. Die Gelsenkirchener hatten im Bundesliga-Skandal erst ein Spiel verkauft und später einen Meineid geschworen.
35 Spiele macht er für Schalke, um seinen Abschied im Winter 1979 ranken sich Legenden. Schalkes Präsident Günter Siebert behauptet, der Torhüter sei bei Nacht und Nebel geflohen. „Ach, was der Siebert so erzählt“, sagt Groß. „Ich wurde am Knie operiert, und dann kam ein Angebot aus den USA. Ich bin in Zehlendorf mit Amerikanern aufgewachsen, in Englisch hatte ich schon immer eine Eins, und es war schon immer mein Traum, nach Amerika zu gehen.“ Also geht er – und bleibt 25 Jahre. Groß wird mit den San Diego Sockers US-Hallenmeister, später arbeitet er als Torwarttrainer, dann verkauft er Autos. Es wird ruhig um Volkmar Groß, ab und zu sind seltsame Geschichten über ihn zu hören. „Kenne ich alle“, sagt er. „Angeblich war ich Dockarbeiter und Alkoholiker. So ein Blödsinn!“
Seit knapp zwei Jahren lebt Volkmar Groß wieder in Berlin. Das rechte Knie war ruiniert, er brauchte ein künstliches Gelenk, und das amerikanische Gesundheitssystem ist in solchen Fällen nicht sehr großzügig. Herthas Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher hat ihm die Operation vermittelt. Der Kontakt zum Verein ist gut, Groß bekommt für jedes Spiel zwei Ehrenkarten. Der alte Bundesliga-Skandal ist kein Thema mehr. Und der neue? Volkmar Groß winkt ab. „Damals sind Spieler bestochen worden, das wäre gar nicht mehr möglich, bei den Gehältern heute. Wer da ein Spiel kaufen will, muss 20 Millionen auf den Tisch legen.“
Das erste Spiel, das Volkmar Groß auf der Großbildleinwand seiner Sportbar anschaut, ist sein Schicksalsspiel. Bielefeld gegen Hertha. Bielefeld gewinnt 3:0, und niemand spricht von Schiebung.
http://www.tagesspiegel.de/sport/index.asp?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/27.10.2005/2130688.asp#art
01.11.2005 - 13:47 Uhr
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/sport/496717.html
"Ich bin nie den normalen Weg gegangen"
Eyjölfur Sverrisson über seinen Trainerjob in Island
Herr Sverrisson, ab Dienstag sind Sie der neue Fußball-Nationaltrainer Islands. Sind Sie nervös?
Nein, warum sollte ich? Die letzten Tage habe ich mich in meinem Ferienhaus im Norden der Insel erholt. Bei null Grad und Schnee. Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Das werden zwei spannende Jahre.
Warum musste Ihr Vorgänger Asgeir Sigurvinsson gehen?
Der Vertrag von Sigurvinsson lief aus, und der Fußballverband hat den Kontrakt nicht verlängert. Island ist in der WM-Qualifikation in Gruppe 8 mit vier Punkten und 14:27 Toren nur Vorletzter vor Malta geworden. Das war enttäuschend. Zuletzt verlor Island am 12. Oktober mit 1:3 gegen Schweden.
Danach bekamen Sie sofort den entscheidenden Anruf vom Verband?
So ähnlich. Es ging alles sehr schnell. Der Verband sagte, ich solle es machen. Ich habe dann einige Stunden überlegt und zugesagt. Ich bin nie den normalen Weg gegangen. Als isländischer Zweitligaspieler bin ich 1989 zum VfB Stuttgart gewechselt. Asgeir Sigurvinsson hat damals beim VfB gespielt, er hat mich empfohlen. Und es ging bekanntlich gut.
Nun folgen Sie ihm als Nationaltrainer, dabei sind Sie Freunde. Haben Sie mit ihm jetzt nicht ein Problem?
Nein. Ich habe Asgeir Sigurvinsson angerufen. Er hat gesagt: Wenn du glaubst, etwas bewegen zu können, dann mach es! Er übernimmt nun eine neue Aufgabe im Verband in Reykjavik.
Können Sie das: Nationalcoach sein?
Ich habe 68 Länderspiele für Island bestritten und zuletzt zwei Jahre sehr erfolgreich die U 21-Auswahl trainiert. Die war auf dem Papier eigentlich ohne Chance, aber wir waren viel besser, als von uns erwartet wurde.
Haben Sie schon geklärt, wer Ihr Assistent bei der Nationalelf wird?
Das ist kurios. Ich werde mit Bjarne Johansson arbeiten. Der war vor vielen Jahren mal mein Trainer beim Zweitligisten in Tindastoll.
Wie sieht Ihre Strategie für die nächste Zeit aus?
Wir haben auf Island viele gute junge Spieler. Die will ich verstärkt ins Nationalteam einbauen. Wir haben in der WM-Qualifikation 27 Gegentore kassiert. Das ist viel zu viel. Die Balance zwischen Abwehr und Angriff stimmt nicht. Daran werden wir verstärkt arbeiten.
Was sind die größten Stärken des isländischen Fußballs?
Wir haben große Spieler, die physisch stark sind. Und alle besitzen einen guten Charakter.
Wird man Sie auch irgendwann wieder in Berlin sehen?
Ich werde viel unterwegs sein und mir auch andere Mannschaften anschauen. Leider spielt ja derzeit kein Isländer bei Hertha BSC. Aber das kann ja noch werden.
Interview: Michael Jahn
"Ich bin nie den normalen Weg gegangen"
Eyjölfur Sverrisson über seinen Trainerjob in Island
Herr Sverrisson, ab Dienstag sind Sie der neue Fußball-Nationaltrainer Islands. Sind Sie nervös?
Nein, warum sollte ich? Die letzten Tage habe ich mich in meinem Ferienhaus im Norden der Insel erholt. Bei null Grad und Schnee. Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Das werden zwei spannende Jahre.
Warum musste Ihr Vorgänger Asgeir Sigurvinsson gehen?
Der Vertrag von Sigurvinsson lief aus, und der Fußballverband hat den Kontrakt nicht verlängert. Island ist in der WM-Qualifikation in Gruppe 8 mit vier Punkten und 14:27 Toren nur Vorletzter vor Malta geworden. Das war enttäuschend. Zuletzt verlor Island am 12. Oktober mit 1:3 gegen Schweden.
Danach bekamen Sie sofort den entscheidenden Anruf vom Verband?
So ähnlich. Es ging alles sehr schnell. Der Verband sagte, ich solle es machen. Ich habe dann einige Stunden überlegt und zugesagt. Ich bin nie den normalen Weg gegangen. Als isländischer Zweitligaspieler bin ich 1989 zum VfB Stuttgart gewechselt. Asgeir Sigurvinsson hat damals beim VfB gespielt, er hat mich empfohlen. Und es ging bekanntlich gut.
Nun folgen Sie ihm als Nationaltrainer, dabei sind Sie Freunde. Haben Sie mit ihm jetzt nicht ein Problem?
Nein. Ich habe Asgeir Sigurvinsson angerufen. Er hat gesagt: Wenn du glaubst, etwas bewegen zu können, dann mach es! Er übernimmt nun eine neue Aufgabe im Verband in Reykjavik.
Können Sie das: Nationalcoach sein?
Ich habe 68 Länderspiele für Island bestritten und zuletzt zwei Jahre sehr erfolgreich die U 21-Auswahl trainiert. Die war auf dem Papier eigentlich ohne Chance, aber wir waren viel besser, als von uns erwartet wurde.
Haben Sie schon geklärt, wer Ihr Assistent bei der Nationalelf wird?
Das ist kurios. Ich werde mit Bjarne Johansson arbeiten. Der war vor vielen Jahren mal mein Trainer beim Zweitligisten in Tindastoll.
Wie sieht Ihre Strategie für die nächste Zeit aus?
Wir haben auf Island viele gute junge Spieler. Die will ich verstärkt ins Nationalteam einbauen. Wir haben in der WM-Qualifikation 27 Gegentore kassiert. Das ist viel zu viel. Die Balance zwischen Abwehr und Angriff stimmt nicht. Daran werden wir verstärkt arbeiten.
Was sind die größten Stärken des isländischen Fußballs?
Wir haben große Spieler, die physisch stark sind. Und alle besitzen einen guten Charakter.
Wird man Sie auch irgendwann wieder in Berlin sehen?
Ich werde viel unterwegs sein und mir auch andere Mannschaften anschauen. Leider spielt ja derzeit kein Isländer bei Hertha BSC. Aber das kann ja noch werden.
Interview: Michael Jahn
07.11.2005 - 22:55 Uhr
Kjetil Rekdal soll laut RTL VT nun auch ein Thema beim 1. FC Nürnberg sein
Würde mich sehr freuen ihn wieder in der BL zu sehen doch der Club wäre glaub ich nich die optimale Adresse für KAR
P.S: Inzwischen hat Röber mit RS Belgrad seinen zweiten Sieg in Folge eingefahren, na bitte geht doch !
Würde mich sehr freuen ihn wieder in der BL zu sehen doch der Club wäre glaub ich nich die optimale Adresse für KAR
P.S: Inzwischen hat Röber mit RS Belgrad seinen zweiten Sieg in Folge eingefahren, na bitte geht doch !
09.11.2005 - 10:02 Uhr
Also, ich glaube, das Steffen Karl überhaupt nicht die Dimensionen erblickt hat damals. Und nun hängt er da mit drin. Glaube aber auch, der er vergleichsweise glimpflich davon kommen wird.
09.11.2005 - 10:49 Uhr
Veröffentlicht am 09.11.2005 um 10:25 Uhr
Quelle: dpa
Hans Meyer wird neuer Trainer beim 1. FC Nürnberg
Der frühere Mönchengladbacher Coach Hans Meyer
wird neuer Trainer beim 1. FC Nürnberg. Dies bestätigte der 63 Jahre
alte Fußball-Lehrer am Mittwoch der «Aachener Zeitung/Nachrichten».
Meyer, der am Mittag in Nürnberg vorgestellt werden sollte, erhält
nach Informationen der Tageszeitung beim Tabellenletzten einen
Vertrag bis zum Saisonende. Meyer war zuletzt bis 30. Juni 2004 bei
Hertha BSC tätig und führte zuvor Borussia Mönchengladbach wieder in
die Bundesliga.
Das er sich das antut. Bleibt er trotzdem Scout?
Quelle: dpa
Hans Meyer wird neuer Trainer beim 1. FC Nürnberg
Der frühere Mönchengladbacher Coach Hans Meyer
wird neuer Trainer beim 1. FC Nürnberg. Dies bestätigte der 63 Jahre
alte Fußball-Lehrer am Mittwoch der «Aachener Zeitung/Nachrichten».
Meyer, der am Mittag in Nürnberg vorgestellt werden sollte, erhält
nach Informationen der Tageszeitung beim Tabellenletzten einen
Vertrag bis zum Saisonende. Meyer war zuletzt bis 30. Juni 2004 bei
Hertha BSC tätig und führte zuvor Borussia Mönchengladbach wieder in
die Bundesliga.
Das er sich das antut. Bleibt er trotzdem Scout?
09.11.2005 - 11:19 Uhr
außer gegen uns: viel glück !
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.

