03.05.2007 - 11:10 | Quelle: Transfermarkt.de | Lesedauer: unter 4 Min.
Marcus Steegmann
 

Interview der Woche

Marcus Steegmann hat die Bundesliga verlassen, um mit dem VfR Aalen als Stammspieler aufzusteigen. In einem Gespräch mit uns erklärt er, warum es bisher nicht so gut lief und wie es für ihn nun weitergeht.

Transfermarkt.de: Sie haben sowohl beim 1.FC Köln als auch bei Borussia Dortmund und dem Hamburger SV gespielt. Warum hat es Ihrer Meinung nach nicht für den Durchbruch zum Bundesligaspieler gereicht?

Marcus Steegmann: Also, zunächst mal bin ich ja in Dortmund Bundesligaspieler geworden; zwar blieb es bis jetzt bei 5 Einsätzen und etlichen Spielen auf der Bank, aber Borussia ist ja nun auch nicht irgendein Verein...!
Was natürlich auch stimmt, ist, dass ich kein Stammspieler geworden bin, was sicherlich an vielen Faktoren lag: große Konkurrenz, Verletzungspech, in entscheidenden Situationen fehlendes Glück (Kopfball gegen S04 an die Latte), etc.

Transfermarkt.de: Sehen Sie die Chance, es irgendwann einmal zu schaffen?

Marcus Steegmann: Nach wie vor glaube ich daran, dass meine Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und mit der nötigen Portion Glück und vor allen Dingen Gesundheit werde ich es schaffen.

Transfermarkt.de: Was haben Sie auf Ihren Stationen bei diesen Vereinen gelernt, was hat Ihnen missfallen? Welche Personen haben Sie beeindruckt, wer hat Sie enttäuscht?

Marcus Steegmann: Ich denke, man lernt immer dazu - natürlich bringt einem das Training auf Bundesliganiveau am Meisten.
Bei jedem der genannten Vereine gab es interessante Persönlichkeiten, jemanden herausheben möchte ich hier jedoch nicht.

Transfermarkt.de: Wie sind Sie von dem "großen BVB" ausgerechnet zum VfR Aalen gekommen?

Marcus Steegmann: Der VfR Aalen in Person von Frank Wormuth und Uwe Spies hatte sich lange und intensiv um mich bemüht. Dazu kam, dass ich der Überzeugung war, mit Aalen eine sehr gute Chance zu haben, in die 2.
Bundesliga aufzusteigen. Quasi ein Schritt zurück, um zwei nach vorne zu kommen.

Transfermarkt.de: Der VfR galt zu Saisonbeginn als Geheimfavorit, strauchelte aber stark. Was waren die Gründe dafür?

Marcus Steegmann: Tja, wenn man das immer so genau wüsste;-)...

Transfermarkt.de: Der Aufstiegszug ist abgefahren, Sie haben einen Vertrag bis 2008: Welche Perspektiven sehen Sie für sich als auch für Aalen?

Marcus Steegmann: Mein Ziel bleibt das Gleiche wie vor der Saison: So schnell wie möglich in die 2. und 1. Bundesliga.
Der VfR Aalen hat dieses Ziel ebenfalls für die kommende Saison ausgegeben, von daher bin ich mal gespannt, welche Neuverpflichtungen getätigt werden bzw. wie die Mannschaft in der kommenden Saison aussehen wird.

Transfermarkt.de: In Ihrer Mannschaft spielt u.a. Marijo Maric, der schon weit herumgekommen ist. Was können Sie noch von solchen Spielern wie ihm als auch Okic lernen?

Marcus Steegmann: Wie gesagt, man lernt nie aus, insbesondere was das taktische Verständnis angeht, konnte ich mich unter Frank Wormuth weiter verbessern.
Von erfahrenen und/oder internationalen Topleuten konnte ich gerade in Dortmund sehr profitieren.

Transfermarkt.de: Viele Leute meinen, dass Malte Metzelder nur damals in Dortmund war, weil sein Bruder Christoph dort Spieler ist. Was können Sie zu Malte als Mensch als auch als Fußballer sagen?

Marcus Steegmann: Malte ist ein sehr umgänglicher, absolut professioneller Spieler, der mit großem Ehrgeiz seine Ziele verfolgt und dabei genau wie sein Bruder immer "auf dem Boden" geblieben ist.
Ich schätze mich durchaus glücklich, mit beiden in einer Mannschaft gespielt zu haben bzw. zu spielen.

Transfermarkt.de: Wie oft wird in der Regionalliga trainiert, wie bereitet man sich auf ein Spiel vor?

Marcus Steegmann: In der Regionalliga wird genauso oft wie in der Bundesliga trainiert - bei natürlich geringerer Qualität. Also sieben Trainingseinheiten plus Spiel.
Bei uns in Aalen macht das bei Heimspielen jeder für sich, also keine gemeinsame Hotelübernachtung, wie das in der Bundesliga für gewöhnlich auch bei Heimspielen der Fall ist.

Transfermarkt.de: Welche Rituale haben Sie?

Marcus Steegmann: Spezielle Rituale habe ich nicht.

Transfermarkt.de: Wie sieht ein normaler Tagesablauf bei Ihnen aus?

Marcus Steegmann: 8 Uhr aufstehen, 10-12 Uhr Training, 12.30 Uhr Mittag, 15-17 Uhr Training anschließend Pflege. Danach Freizeit für Freundin/Freunde, Lesen, Kino, etc.

Transfermarkt.de: Haben Sie Familie?

Marcus Steegmann: Ich komme zwar aus einer Großfamilie (6 Geschwister), aber bis jetzt habe ich "nur" meine Freundin ;-)!

Transfermarkt.de: Beschreiben Sie doch mal bitte den Interviewlesern, warum und wie Sie es zum Fußballspieler bis fast ganz nach oben geschafft haben.
Haben Sie sich karrieretechnisch irgendetwas vorzuwerfen?

Marcus Steegmann: Sicherlich gehört Talent dazu, aber ich denke es gibt genügend Beispiele, die zeigen, dass es ohne Fleiß und Beharrlichkeit nicht klappen kann. Dazu kommt im Profigeschäft auch der Faktor Glück, der nicht zu unterschätzen ist und den man sich zum Teil erarbeiten kann, aber eben auch nur zum Teil...
Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, aber ich stehe zu den Entscheidungen, so wie ich sie getroffen habe und würde sie nochmal so treffen.

Transfermarkt.de: Welche Gegenspieler haben Sie positiv sowie negativ beeindruckt? Warum?

Marcus Steegmann: Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass man sich bei allem sportlichem Ehrgeiz immer mit gegenseitigem Respekt behandelt.

Transfermarkt.de:Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Sven Bauer (Lapdog).

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Marcus Steegmann
Karriereende
Marcus Steegmann
Geb./Alter:
04.02.1981 (45)
Nat.:  Deutschland
Akt. Verein:
Karriereende
Vertrag bis:
-
Position:
Mittelstürmer
Marktwert:
-
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