Marcelinho
12.01.2007 - 14:31 Uhr
18.01.2007 - 06:59 Uhr
Marcelinhos erster VfL-Tag: Blumen, Beifall und viel Lob
02xmarc
(apa) Jetzt ist er wirklich ein VfLer! Unter großem Fan- und Medienandrang absolvierte Marcelinho, 2,7-Millionen-Einkauf des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, gestern seine ersten Trainingseinheiten mit dem neuen Team. Für den Brasilianer gab’s dabei Blumen von einem Fan, viel Applaus – und viel Lob.
„Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt”, freute sich der Spielmacher – und beim Trainer hinterließ er in den ersten Einheiten auch gleich einen guten Eindruck. Klaus Augenthaler: „Viel kann man nach dem ersten Training nicht sagen – aber man hat gesehen, dass er kaum Fehler macht. Und trotz des Medienrummels lässt er nicht den Star raushängen.” Marcelinho sei eben „einer, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt und sich nicht zu schade ist, auch nach hinten zu arbeiten”.
Beim Vormittagstraining schauten rund 500 Fans zu, bei der zweiten Einheit am Nachmittag waren es kaum weniger, sogar der Bratwurststand hatte geöffnet. Zudem waren rund 40 Medienvertreter gestern wegen Marcelinho in Wolfsburg, darunter mehrere Kamerateams. Der Rummel erinnerte an den Andrang, den es vor gut vier Jahren gab, als der VfL Stefan Effenberg verpflichtet hatte. Im Gegensatz zu Effe zeigte sich Marcelinho in guter körperlicher Verfassung – bei Ex-Klub Trabzonspor war er seit Ende Dezember bereits wieder im Training. „Er hat einen durchtrainierten Körper”, meinte Augenthaler, „eine gute Koordination, einen guten Bewegungsablauf.”
Dass der VfL nach eher schlechten Erfahrungen mit Effenberg und Andrés D‘Alessandro nun mit einem neuen Star-Spielmacher wieder ein hohes Risiko eingeht, wollte der Coach nicht gelten lassen. Auf einer DVD, die ihm ein Fan geschenkt hatte, hatte sich Augenthaler den 3:2-Sieg von Hertha 2004 in Wolfsburg angesehen – mit drei Marcelinho-Toren. „Und da hat man gesehen, dass Marcelinho sehr lauffreudig ist!”
Im VfL-Trikot soll er das erstmals am Samstag zeigen – dann geht‘s zum Testspiel bei Red Bull Salzburg.
02xmarc
(apa) Jetzt ist er wirklich ein VfLer! Unter großem Fan- und Medienandrang absolvierte Marcelinho, 2,7-Millionen-Einkauf des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, gestern seine ersten Trainingseinheiten mit dem neuen Team. Für den Brasilianer gab’s dabei Blumen von einem Fan, viel Applaus – und viel Lob.
„Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt”, freute sich der Spielmacher – und beim Trainer hinterließ er in den ersten Einheiten auch gleich einen guten Eindruck. Klaus Augenthaler: „Viel kann man nach dem ersten Training nicht sagen – aber man hat gesehen, dass er kaum Fehler macht. Und trotz des Medienrummels lässt er nicht den Star raushängen.” Marcelinho sei eben „einer, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt und sich nicht zu schade ist, auch nach hinten zu arbeiten”.
Beim Vormittagstraining schauten rund 500 Fans zu, bei der zweiten Einheit am Nachmittag waren es kaum weniger, sogar der Bratwurststand hatte geöffnet. Zudem waren rund 40 Medienvertreter gestern wegen Marcelinho in Wolfsburg, darunter mehrere Kamerateams. Der Rummel erinnerte an den Andrang, den es vor gut vier Jahren gab, als der VfL Stefan Effenberg verpflichtet hatte. Im Gegensatz zu Effe zeigte sich Marcelinho in guter körperlicher Verfassung – bei Ex-Klub Trabzonspor war er seit Ende Dezember bereits wieder im Training. „Er hat einen durchtrainierten Körper”, meinte Augenthaler, „eine gute Koordination, einen guten Bewegungsablauf.”
Dass der VfL nach eher schlechten Erfahrungen mit Effenberg und Andrés D‘Alessandro nun mit einem neuen Star-Spielmacher wieder ein hohes Risiko eingeht, wollte der Coach nicht gelten lassen. Auf einer DVD, die ihm ein Fan geschenkt hatte, hatte sich Augenthaler den 3:2-Sieg von Hertha 2004 in Wolfsburg angesehen – mit drei Marcelinho-Toren. „Und da hat man gesehen, dass Marcelinho sehr lauffreudig ist!”
Im VfL-Trikot soll er das erstmals am Samstag zeigen – dann geht‘s zum Testspiel bei Red Bull Salzburg.
18.01.2007 - 07:01 Uhr
„Es ist schön, dass so viele Fans zugeschaut haben”
(rs) Der Medienandrang war groß am ersten VfL-Tag von Marcelinho. Deshalb gab der neue Spielmacher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gestern zwischen den beiden Trainingseinheiten eine Pressekonferenz. Dabei äußerte sich der Brasilianer zu…
…VfL-Trainer Klaus Augenthaler: „Der erste Eindruck ist gut. Ich habe schon einige Male gegen Mannschaften gespielt, die er trainiert hat, nun bin ich selbst in seinem Team. Die Zusammenarbeit hat sich gut angelassen.“
…seinem Scheitern in der Türkei: „Die Kultur war ganz anders, auch der Fußball und das Training waren fremd. Ich konnte auch dort etwas von meinem Können zeigen, aber ich bin die Bundesliga gewöhnt und freue mich riesig, wieder in Deutschland zu sein.“
…seine neue Heimatstadt: „Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich viel zu erledigen: Ich habe meinen Vertrag unterschrieben und Gespräche geführt. Und jetzt bin ich auch erst kurz in Wolfsburg, hatte keine Zeit, mich umzuschauen. Aber ich freue mich darauf, die Stadt zu erkunden.“
…dem großen Medienauflauf gestern: „Für mich ist es normal, die Presse bei mir zu haben. Es ist doch schön, dass viele Journalisten und viele Fans zugeschaut haben. Der Trainer hat mir gesagt, ich soll mich aufs Training konzentrieren – das habe ich dann auch gemacht.“
…seinen ersten Gegner mit dem VfL: „In das Spiel gegen meinen Ex-Verein Hertha BSC gehe ich wie in jedes andere auch. Es wichtig für mein neues Team, den VfL, dass wir da drei Punkte holen.“
…dem Moment, als er die VfL-Kabine betrat: „Ich habe mich über die freundliche Begrüßung gefreut. Mit Alex kann ich Portugiesisch sprechen, die Argentinier verstehen mich auch gut und Alex Madlung kenne ich ja noch von Hertha. Es war so, als wenn ich irgendwo hingekommen wäre, wo ich schon alle kannte.“
(rs) Der Medienandrang war groß am ersten VfL-Tag von Marcelinho. Deshalb gab der neue Spielmacher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gestern zwischen den beiden Trainingseinheiten eine Pressekonferenz. Dabei äußerte sich der Brasilianer zu…
…VfL-Trainer Klaus Augenthaler: „Der erste Eindruck ist gut. Ich habe schon einige Male gegen Mannschaften gespielt, die er trainiert hat, nun bin ich selbst in seinem Team. Die Zusammenarbeit hat sich gut angelassen.“
…seinem Scheitern in der Türkei: „Die Kultur war ganz anders, auch der Fußball und das Training waren fremd. Ich konnte auch dort etwas von meinem Können zeigen, aber ich bin die Bundesliga gewöhnt und freue mich riesig, wieder in Deutschland zu sein.“
…seine neue Heimatstadt: „Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich viel zu erledigen: Ich habe meinen Vertrag unterschrieben und Gespräche geführt. Und jetzt bin ich auch erst kurz in Wolfsburg, hatte keine Zeit, mich umzuschauen. Aber ich freue mich darauf, die Stadt zu erkunden.“
…dem großen Medienauflauf gestern: „Für mich ist es normal, die Presse bei mir zu haben. Es ist doch schön, dass viele Journalisten und viele Fans zugeschaut haben. Der Trainer hat mir gesagt, ich soll mich aufs Training konzentrieren – das habe ich dann auch gemacht.“
…seinen ersten Gegner mit dem VfL: „In das Spiel gegen meinen Ex-Verein Hertha BSC gehe ich wie in jedes andere auch. Es wichtig für mein neues Team, den VfL, dass wir da drei Punkte holen.“
…dem Moment, als er die VfL-Kabine betrat: „Ich habe mich über die freundliche Begrüßung gefreut. Mit Alex kann ich Portugiesisch sprechen, die Argentinier verstehen mich auch gut und Alex Madlung kenne ich ja noch von Hertha. Es war so, als wenn ich irgendwo hingekommen wäre, wo ich schon alle kannte.“
18.01.2007 - 09:17 Uhr
„Netter Typ“: VfLer vom neuen Star begeistert
Gleich große Sympathien für neuen Teamkollegen Marcelinho: „Er will es allen zeigen!“
(rs/mé) Gestern, kurz nach 9 Uhr: Marcelinho betritt die VfL-Kabine, Trainer Klaus Augenthaler stellt den Neuzugang vor. Dann geht der Brasilianer reihum, reicht jedem neuen Teamkollegen die Hand und sagt auf Deutsch: „Hallo, ich bin Marcello.“ Ein sympathischer Beginn beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Kein Wunder, dass er bei allen gut ankam…
„Er ist ein netter Typ. Ich bin mir sicher, dass es mit ihm außerhalb des Platzes keinen Ärger geben wird“, sagte Torwart Simon Jentzsch. Der weiß aber auch, was Marcello jetzt braucht: „Hoffentlich findet er schnell ein Zuhause.“
Wo man am besten wohnen könne, das erfragte er während der Dehnübungen bei Stürmer Mike Hanke. „Aber ich halte mich bei seiner Wohnungssuche lieber raus“, meint der. Hankes Kompliment für Marcelinho: „Er spricht sehr gut Deutsch!“ Und sportlich? „Da waren im Trainingsspielchen schon ein, zwei Situationen dabei, in denen man sehen konnte, dass er uns weiterbringt.“
Viel mehr war aber kaum drin. Denn: „Wir haben heute noch nicht viel gemacht, wobei er viel zeigen konnte“, sagte Youngster Cedrick Makiadi. Aber: „Wir wissen ja, dass er viel kann.“ Und Angreifer Diego Klimowicz glaubt: „Es wird nicht lange dauern, bis er sich bei uns eingewöhnt hat.“ Dabei wollen ihm seine neuen Teamkollegen helfen. „Wir stehen ihm bei allen Problemen zur Seite“, so Verteidiger Uwe Möhrle. Denn, so ergänzt Kapitän Kevin Hofland: „Er kann nicht alles alleine, er braucht uns auch als Mannschaft.“ Sein alter Hertha-Kumpel Alexander Madlung weiß, warum: „Marcello will es in der Bundesliga noch einmal allen zeigen!“
Gleich große Sympathien für neuen Teamkollegen Marcelinho: „Er will es allen zeigen!“
(rs/mé) Gestern, kurz nach 9 Uhr: Marcelinho betritt die VfL-Kabine, Trainer Klaus Augenthaler stellt den Neuzugang vor. Dann geht der Brasilianer reihum, reicht jedem neuen Teamkollegen die Hand und sagt auf Deutsch: „Hallo, ich bin Marcello.“ Ein sympathischer Beginn beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Kein Wunder, dass er bei allen gut ankam…
„Er ist ein netter Typ. Ich bin mir sicher, dass es mit ihm außerhalb des Platzes keinen Ärger geben wird“, sagte Torwart Simon Jentzsch. Der weiß aber auch, was Marcello jetzt braucht: „Hoffentlich findet er schnell ein Zuhause.“
Wo man am besten wohnen könne, das erfragte er während der Dehnübungen bei Stürmer Mike Hanke. „Aber ich halte mich bei seiner Wohnungssuche lieber raus“, meint der. Hankes Kompliment für Marcelinho: „Er spricht sehr gut Deutsch!“ Und sportlich? „Da waren im Trainingsspielchen schon ein, zwei Situationen dabei, in denen man sehen konnte, dass er uns weiterbringt.“
Viel mehr war aber kaum drin. Denn: „Wir haben heute noch nicht viel gemacht, wobei er viel zeigen konnte“, sagte Youngster Cedrick Makiadi. Aber: „Wir wissen ja, dass er viel kann.“ Und Angreifer Diego Klimowicz glaubt: „Es wird nicht lange dauern, bis er sich bei uns eingewöhnt hat.“ Dabei wollen ihm seine neuen Teamkollegen helfen. „Wir stehen ihm bei allen Problemen zur Seite“, so Verteidiger Uwe Möhrle. Denn, so ergänzt Kapitän Kevin Hofland: „Er kann nicht alles alleine, er braucht uns auch als Mannschaft.“ Sein alter Hertha-Kumpel Alexander Madlung weiß, warum: „Marcello will es in der Bundesliga noch einmal allen zeigen!“
18.01.2007 - 09:17 Uhr
Debüt am Samstag in Salzburg: VfL mit „Marcelinho-System“
So schnell will Trainer Augenthaler den Brasilianer in die Wolfsburger Elf einbauen
(apa) Gestern erstes Training – und am Samstag das erste Spiel. Im Test bei Red Bull Salzburg soll VfL-Neuzugang Marcelinho erstmals für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auflaufen. Eine Woche später startet der VfL dann ausgerechnet bei Marcelinhos Ex-Klub Hertha in die Rückrunde. Reicht die Zeit, um ihn ins Team einzubauen?
„Ja!“, sagt VfL-Trainer Klaus Augenthaler. „Wir haben ja noch einige Einheiten und das Spiel in Salzburg. Außerdem findet sich ein guter Fußballer überall zurecht.“ In Salzburg wird er erstmals das „Marcelinho-System“ spielen lassen – mit seinem neuen Star als echtem Spielmacher, als offensivem Part einer Mittelfeld-Raute. Absichern werden Tom van der Leegte oder Jonathan Santana.
Zweite Variante: Marcelinho spielt – wie oft bei Hertha – als hängende Spitze, van der Leegte und Santana agieren beide dahinter. Dabei allerdings wäre aus dem VfL-Sturmtrio Diego Klimowicz/ Mike Hanke/Isaac Boakye nur für einen Platz.
Die Spielgenehmigung für Marcelinho sollte bis Samstag da sein – das Freigabe-Fax von Trabzonspor liegt schon auf dem VfL-Schreibtisch, der DFB hat die noch fehlende Verbandsfreigabe bereits angefordert. VfL-Manager Klaus Fuchs: „Trabzonspor hat das absolut zuverlässig und zügig abgewickelt – wovon man bei türkischen Vereinen ja nicht immer ausgeht.“ Vorsichtshalber hat er dennoch bei Trabzonspor gestern eine Gastspielgenehmigung angefordert. Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis muss der VfL für Marcelinho nicht neu beantragen – beides ist noch aus Hertha-Zeiten gültig und muss erst im Sommer verlängert werden.
Seiner Premiere steht also nichts im Wege – und dass es ausgerechnet gegen Salzburg geht, weckt bei Marcelinho gute Erinnungen. Denn nach seinem Wechsel von Gremio Porto Allegre 2001 zur Hertha erzielte er gegen Salzburg sein erstes Testspiel-Tor für Berlin.
So schnell will Trainer Augenthaler den Brasilianer in die Wolfsburger Elf einbauen
(apa) Gestern erstes Training – und am Samstag das erste Spiel. Im Test bei Red Bull Salzburg soll VfL-Neuzugang Marcelinho erstmals für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auflaufen. Eine Woche später startet der VfL dann ausgerechnet bei Marcelinhos Ex-Klub Hertha in die Rückrunde. Reicht die Zeit, um ihn ins Team einzubauen?
„Ja!“, sagt VfL-Trainer Klaus Augenthaler. „Wir haben ja noch einige Einheiten und das Spiel in Salzburg. Außerdem findet sich ein guter Fußballer überall zurecht.“ In Salzburg wird er erstmals das „Marcelinho-System“ spielen lassen – mit seinem neuen Star als echtem Spielmacher, als offensivem Part einer Mittelfeld-Raute. Absichern werden Tom van der Leegte oder Jonathan Santana.
Zweite Variante: Marcelinho spielt – wie oft bei Hertha – als hängende Spitze, van der Leegte und Santana agieren beide dahinter. Dabei allerdings wäre aus dem VfL-Sturmtrio Diego Klimowicz/ Mike Hanke/Isaac Boakye nur für einen Platz.
Die Spielgenehmigung für Marcelinho sollte bis Samstag da sein – das Freigabe-Fax von Trabzonspor liegt schon auf dem VfL-Schreibtisch, der DFB hat die noch fehlende Verbandsfreigabe bereits angefordert. VfL-Manager Klaus Fuchs: „Trabzonspor hat das absolut zuverlässig und zügig abgewickelt – wovon man bei türkischen Vereinen ja nicht immer ausgeht.“ Vorsichtshalber hat er dennoch bei Trabzonspor gestern eine Gastspielgenehmigung angefordert. Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis muss der VfL für Marcelinho nicht neu beantragen – beides ist noch aus Hertha-Zeiten gültig und muss erst im Sommer verlängert werden.
Seiner Premiere steht also nichts im Wege – und dass es ausgerechnet gegen Salzburg geht, weckt bei Marcelinho gute Erinnungen. Denn nach seinem Wechsel von Gremio Porto Allegre 2001 zur Hertha erzielte er gegen Salzburg sein erstes Testspiel-Tor für Berlin.
18.01.2007 - 09:18 Uhr
VfL-Fans ganz sicher: Genau der Richtige!
Anhänger von Marcelinho schon begeistert
(api/rsc) Trainings-Auftakt für Marcelinho beim VfL: Der neue Star des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten absolvierte gestern seine ersten beiden Einheiten an der VW-Arena. Jeweils 500 Fans waren dabei. Welchen Eindruck der Brasilianer hinterließ und was von ihm für die Zukunft erhofft wird, erfragte die WAZ unter den Zuschauern.
Thomas Kiunke (50) aus Warmenau: „Er hat ein bisschen gequält ausgesehen, aber das wird sicher noch. Bei dem Riesenloch im Mittelfeld musste sich einfach was tun.“
Thorsten Schön (34) aus Fallersleben: „Ich freue mich sehr, dass Marcelinho jetzt da ist. Ich halte ihn für einen super Spieler und stehe voll hinter seiner Verpflichtung.“
Cornelia Hack (53) aus Wolfsburg: „Es ist ein gutes Gefühl, ihn hier zu haben. Er hat mich als Spieler schon immer enorm beeindruckt. Als guter Mittelfeldspieler ist er genau das, was dem VfL zuletzt gefehlt hat.“
Norman Büsing (21) aus Calberlah: „Marcelinho wird dem Verein auf jeden Fall gut tun. Ich hoffe nur, dass er sich in Wolfsburg wohl fühlt. Seine Leistung wird auch davon abhängig sein.“
Angelo Gilbo (55) aus Wolfsburg: „Fürs erste Training hat sich Marcelinho schon ganz gut präsentiert. Er ist auf jeden Fall eine Bereicherung für den VfL. Hoffentlich wird jetzt auch das Stadion ein bisschen voller.“
Hanne Richter (73) aus Wolfsburg: „Mit Marcelinho hat der VfL genau den gleichen Spielertypen wie Andrés D’Alessandro geholt. Was sich zum Schluss um ihn abspielte, ist ja bekannt...“
Guido Kenzel (29) aus Rühen: „Er hat offenbar noch nichts verlernt, das sieht man sofort. Ein ganz klarer Gewinn für die Mannschaft.“
Karina Ebel (16) aus Vorsfelde: „Eigentlich bin ich ja wegen Mike Hanke hier. Marcelinho mag ich nicht so besonders gern. Ein guter Fußballer ist er aber trotzdem. Ich hoffe, er bringt den VfL weiter.“
Renate Sültzemeyer (59) aus Wendschott: „Ich habe gerade Karten für das Bremen-Spiel geholt. Da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt, mir Marcelinho anzuschauen. Viel kann man zu seiner Leistung noch nicht sagen. Aber er bringt zumindest wieder Farbe ins Spiel.“
Anhänger von Marcelinho schon begeistert
(api/rsc) Trainings-Auftakt für Marcelinho beim VfL: Der neue Star des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten absolvierte gestern seine ersten beiden Einheiten an der VW-Arena. Jeweils 500 Fans waren dabei. Welchen Eindruck der Brasilianer hinterließ und was von ihm für die Zukunft erhofft wird, erfragte die WAZ unter den Zuschauern.
Thomas Kiunke (50) aus Warmenau: „Er hat ein bisschen gequält ausgesehen, aber das wird sicher noch. Bei dem Riesenloch im Mittelfeld musste sich einfach was tun.“
Thorsten Schön (34) aus Fallersleben: „Ich freue mich sehr, dass Marcelinho jetzt da ist. Ich halte ihn für einen super Spieler und stehe voll hinter seiner Verpflichtung.“
Cornelia Hack (53) aus Wolfsburg: „Es ist ein gutes Gefühl, ihn hier zu haben. Er hat mich als Spieler schon immer enorm beeindruckt. Als guter Mittelfeldspieler ist er genau das, was dem VfL zuletzt gefehlt hat.“
Norman Büsing (21) aus Calberlah: „Marcelinho wird dem Verein auf jeden Fall gut tun. Ich hoffe nur, dass er sich in Wolfsburg wohl fühlt. Seine Leistung wird auch davon abhängig sein.“
Angelo Gilbo (55) aus Wolfsburg: „Fürs erste Training hat sich Marcelinho schon ganz gut präsentiert. Er ist auf jeden Fall eine Bereicherung für den VfL. Hoffentlich wird jetzt auch das Stadion ein bisschen voller.“
Hanne Richter (73) aus Wolfsburg: „Mit Marcelinho hat der VfL genau den gleichen Spielertypen wie Andrés D’Alessandro geholt. Was sich zum Schluss um ihn abspielte, ist ja bekannt...“
Guido Kenzel (29) aus Rühen: „Er hat offenbar noch nichts verlernt, das sieht man sofort. Ein ganz klarer Gewinn für die Mannschaft.“
Karina Ebel (16) aus Vorsfelde: „Eigentlich bin ich ja wegen Mike Hanke hier. Marcelinho mag ich nicht so besonders gern. Ein guter Fußballer ist er aber trotzdem. Ich hoffe, er bringt den VfL weiter.“
Renate Sültzemeyer (59) aus Wendschott: „Ich habe gerade Karten für das Bremen-Spiel geholt. Da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt, mir Marcelinho anzuschauen. Viel kann man zu seiner Leistung noch nicht sagen. Aber er bringt zumindest wieder Farbe ins Spiel.“
18.01.2007 - 09:18 Uhr
Die stellt vor: Neu beim VfL
*17. Mai 1975 Mittelfeld Vertrag bis 2009
Was mich außer Fußball interessiert:
„Ich habe mich schon immer für Musik interessiert. Das ist mein Leben. Und natürlich meine Familie.“
Welcher Frau würden Sie kein Date ausschlagen?
„Da gibt es für mich nur eine Antwort: Meiner eigenen Frau Estela natürlich.“
Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht Fußball-Profi geworden wären?
„Wahrscheinlich wäre ich Musiker geworden.“
Auf eine einsame Insel würde ich mitnehmen…
„Eine Gruppe Musiker, einen CD-Player, meine Familie und Freunde.“
Warum ausgerechnet VfL? „Weil ich unbedingt wieder nach Deutschland zurück wollte und Wolfsburg ein guter Verein ist.“
Welche CD haben Sie sich zuletzt gekauft?
„Da muss ich überlegen… Es war ein Album mit brasilianischer Forró-Musik.“
Marcelinho
32
bisher bei:
Campinense
FC Santos
FC Sao Paulo
Olympique Marseille
Gremio Porto Alegre
Hertha BSC
Trabzonspor
Nation:
Brasilianer
Länderspiele: 5
Bundesligaspiele:
155 (65 Tore)
Dienstwagen:
VW Touareg V10 TDI
*17. Mai 1975 Mittelfeld Vertrag bis 2009
Was mich außer Fußball interessiert:
„Ich habe mich schon immer für Musik interessiert. Das ist mein Leben. Und natürlich meine Familie.“
Welcher Frau würden Sie kein Date ausschlagen?
„Da gibt es für mich nur eine Antwort: Meiner eigenen Frau Estela natürlich.“
Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht Fußball-Profi geworden wären?
„Wahrscheinlich wäre ich Musiker geworden.“
Auf eine einsame Insel würde ich mitnehmen…
„Eine Gruppe Musiker, einen CD-Player, meine Familie und Freunde.“
Warum ausgerechnet VfL? „Weil ich unbedingt wieder nach Deutschland zurück wollte und Wolfsburg ein guter Verein ist.“
Welche CD haben Sie sich zuletzt gekauft?
„Da muss ich überlegen… Es war ein Album mit brasilianischer Forró-Musik.“
Marcelinho
32
bisher bei:
Campinense
FC Santos
FC Sao Paulo
Olympique Marseille
Gremio Porto Alegre
Hertha BSC
Trabzonspor
Nation:
Brasilianer
Länderspiele: 5
Bundesligaspiele:
155 (65 Tore)
Dienstwagen:
VW Touareg V10 TDI
18.01.2007 - 09:19 Uhr
Der Schwur: „Ich möchte nicht mehr oft ausgehen“
Von Wolfsburg hat Neu-VfLer Marcelinho noch nicht viel gesehen
(nik) Marcelinho im Dauerstress: Gestern absolvierte der neue VfL-Star seine ersten Trainingseinheiten beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – unter großem Zuschauer-Andrang und Medienrummel. Zwischendurch ging‘s noch auf die Suche nach einem angemessenen Domizil. Denn der Brasilianer will schnellstmöglich raus aus dem Hotel und rein ins Rampenlicht. Allerdings nur ins sportliche…
Zurzeit logiert der 31-Jährige mit seiner Frau Estela sowie den Kindern Viviane und Marcelo jr. im Ritz Carlton – und nicht wie geplant im Parkhotel, wo es kurzfristig organisatorische Probleme gab. Doch egal, welches Hotel – es soll eine Übergangslösung sein. „Es ist mir ganz wichtig, dass ich bald mit meiner Familie in ein Haus komme“, so der Spielmacher. „Im Hotel ist es auf Dauer einfach zu eng.“ Deshalb hielt er gestern zwischen den Übungsstunden nach einem passenden Anwesen Ausschau. Und konnte dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen…
Denn endlich sah er etwas von Wolfsburg und Umgebung. „Als ich hier in der vergangenen Woche meinen Vertrag unterschrieben habe, hatte ich keine Zeit dazu“, sagte Marcelinho. Zudem konnte der Auto-Narr gleich seinen Dienstwagen testen: einen schwarzen Touareg V10 TDI mit flotten 313 PS, den er von Ersatzkeeper Patrick Platins übernimmt und so lange nutzt, bis er sich sein Wunsch-Gefährt selbst zusammengestellt hat.
Temposünden wie zu seiner Berliner Zeit will sich der sympathische Kicker damit aber nicht zu Schulden kommen lassen, das Lebemann-Image soll endlich getilgt werden. „Ich möchte mich ändern, nicht mehr so oft ausgehen“, so Marcelinho reumütig. „Wichtig ist mir die Familie – und brillant zu spielen.“
Von Wolfsburg hat Neu-VfLer Marcelinho noch nicht viel gesehen
(nik) Marcelinho im Dauerstress: Gestern absolvierte der neue VfL-Star seine ersten Trainingseinheiten beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – unter großem Zuschauer-Andrang und Medienrummel. Zwischendurch ging‘s noch auf die Suche nach einem angemessenen Domizil. Denn der Brasilianer will schnellstmöglich raus aus dem Hotel und rein ins Rampenlicht. Allerdings nur ins sportliche…
Zurzeit logiert der 31-Jährige mit seiner Frau Estela sowie den Kindern Viviane und Marcelo jr. im Ritz Carlton – und nicht wie geplant im Parkhotel, wo es kurzfristig organisatorische Probleme gab. Doch egal, welches Hotel – es soll eine Übergangslösung sein. „Es ist mir ganz wichtig, dass ich bald mit meiner Familie in ein Haus komme“, so der Spielmacher. „Im Hotel ist es auf Dauer einfach zu eng.“ Deshalb hielt er gestern zwischen den Übungsstunden nach einem passenden Anwesen Ausschau. Und konnte dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen…
Denn endlich sah er etwas von Wolfsburg und Umgebung. „Als ich hier in der vergangenen Woche meinen Vertrag unterschrieben habe, hatte ich keine Zeit dazu“, sagte Marcelinho. Zudem konnte der Auto-Narr gleich seinen Dienstwagen testen: einen schwarzen Touareg V10 TDI mit flotten 313 PS, den er von Ersatzkeeper Patrick Platins übernimmt und so lange nutzt, bis er sich sein Wunsch-Gefährt selbst zusammengestellt hat.
Temposünden wie zu seiner Berliner Zeit will sich der sympathische Kicker damit aber nicht zu Schulden kommen lassen, das Lebemann-Image soll endlich getilgt werden. „Ich möchte mich ändern, nicht mehr so oft ausgehen“, so Marcelinho reumütig. „Wichtig ist mir die Familie – und brillant zu spielen.“
18.01.2007 - 09:22 Uhr
Sonne über Wolfsburg
Marcelinho trainiert erstmals mit dem VfL
Von Stefan Hermanns, Wolfsburg
Ein bisschen Symbolik gehört natürlich auch zu einem solchen Tag. Bitteschön: Es ist kurz nach elf, als Marcelinho aus der Hand von Klaus Augenthaler eines jener gelben Leibchen bekommt, aus dem Fußballer ihre besondere Bedeutung ableiten. Wer ein Leibchen trägt, gehört dazu, und genau in dem Moment, als Marcelinho per Leibchenüberreichung in den inneren Zirkel aufgenommen wird, genau in diesem Moment bricht die Sonne durch den trüben Himmel über Wolfsburg. Ein Zeichen!
Wenn ein Verein wie der VfL Wolfsburg einen Spieler wie den Brasilianer Marcelinho verpflichtet, weiß man ja nie so genau, ob es wirklich nur um den Fußballer geht oder nicht doch um mehr. Um etwas mehr Aufmerksamkeit zum Beispiel. Als Marcelinho um zehn Uhr zum ersten Training bei seinem neuen Klub aus dem Spielertrakt tritt, stürzen sich Fotografen und Kameraleute auf ihn. Eine VfL-Anhängerin überreicht Marcelinho einen Blumenstrauß, die anderen klatschen freundlich. 300 Zuschauer stehen um den Platz, sogar die Bratwurstbude ist an diesem Morgen geöffnet, und sie macht, soweit das zu beurteilen ist, ein gutes Geschäft. Eine Reporterin von Hit-Radio Antenne befragt die Zuschauer. „Es geht nicht um Fußball“, sagt sie fast entschuldigend. „Es geht um Peter Hartz.“
Marcelinho hat für Bundesligaverhältnisse immer noch einen hohen Promifaktor, und in Wolfsburg wussten sie so etwas immer schon zu schätzen. Der VfL hegt seit jeher ein tiefes Verlangen nach ein bisschen Glamour, Marcelinho passt demnach genau ins Beuteschema: etwas verrückt, herrlich exzentrisch, nie langweilig, eigentlich völlig unwolfsburgisch also. Dass hinter Marcelinhos Verpflichtung vielleicht vor allem eine sportliche Idee stand, könnte man fast vergessen. Aber wenn eine Mannschaft in 17 Spielen gerade mal zwölf Tore zu Wege gebracht hat, ist es zumindest nicht vollkommen abwegig, einen Mittelfeldspieler zu verpflichten, der in fünf Jahren bei Hertha BSC nachgewiesen hat, dass er Tore schießen und Tore vorbereiten kann. „Wir haben lange um ihn gerungen“, sagt Klaus Augenthaler, der Trainer des VfL, als wolle er die besondere Bedeutung des Brasilianers noch einmal hervorheben.
An diesem ersten Tag in Wolfsburg gerät das Eigentliche, das Sportliche, fast zwangsläufig etwas in den Hintergrund. Nach dem Training folgen für Marcelinho: Pressekonferenz, Fototermin im Stadion, Interviews fürs Fernsehen und die Übergabe des neuen Dienstwagens, Farbe Black Magic Perleffekt, Kennzeichen WOB-DJ. Wie treffend. DJ Marcelinho, der Alleinunterhalter, der Wolfsburg zum Tanzen bringt.
Alleinunterhalter? Augenthaler sagt nach dem Training: „Er hat nicht den Star raushängen lassen und nicht versucht, alles alleine zu machen.“ Die Einheit war eigentlich ganz nach Marcelinhos Geschmack: Nach dem Warmlaufen ein ausgiebiges Torschusstraining und zum Schluss vier Spielchen auf halbem Halbfeld. Drei enden 0:0, das vierte verliert Marcelinhos Team 1:2. Ein Tor schießt der Brasilianer nicht, weshalb der Tag nach seinen bisherigen Maßstäben eigentlich ein verlorener sein müsste. Aber die bisherigen Maßstäbe gelten nicht mehr. „Ich möchte mich ändern“, sagt Marcelinho. „Ich habe gelernt.“ Es scheint, als hätte ihn das freudlose halbe Jahr bei Trabzonspor ein wenig demütig werden lassen. Nein, seine Freunde, die er in Berlin immer um sich hatte, würden nicht mit ihm nach Wolfsburg ziehen. Er wolle brillant Fußball spielen, da sei es besser, die Zeit zu Hause bei seiner zu Familie verbringen und nicht so viel wegzugehen. Marcelinho sagt: „Ich kann mich auch an eine kleine Stadt anpassen.“ Das gilt jetzt – bis zum Beweis des Gegenteils.
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.01.2007/3027067.asp
Marcelinho trainiert erstmals mit dem VfL
Von Stefan Hermanns, Wolfsburg
Ein bisschen Symbolik gehört natürlich auch zu einem solchen Tag. Bitteschön: Es ist kurz nach elf, als Marcelinho aus der Hand von Klaus Augenthaler eines jener gelben Leibchen bekommt, aus dem Fußballer ihre besondere Bedeutung ableiten. Wer ein Leibchen trägt, gehört dazu, und genau in dem Moment, als Marcelinho per Leibchenüberreichung in den inneren Zirkel aufgenommen wird, genau in diesem Moment bricht die Sonne durch den trüben Himmel über Wolfsburg. Ein Zeichen!
Wenn ein Verein wie der VfL Wolfsburg einen Spieler wie den Brasilianer Marcelinho verpflichtet, weiß man ja nie so genau, ob es wirklich nur um den Fußballer geht oder nicht doch um mehr. Um etwas mehr Aufmerksamkeit zum Beispiel. Als Marcelinho um zehn Uhr zum ersten Training bei seinem neuen Klub aus dem Spielertrakt tritt, stürzen sich Fotografen und Kameraleute auf ihn. Eine VfL-Anhängerin überreicht Marcelinho einen Blumenstrauß, die anderen klatschen freundlich. 300 Zuschauer stehen um den Platz, sogar die Bratwurstbude ist an diesem Morgen geöffnet, und sie macht, soweit das zu beurteilen ist, ein gutes Geschäft. Eine Reporterin von Hit-Radio Antenne befragt die Zuschauer. „Es geht nicht um Fußball“, sagt sie fast entschuldigend. „Es geht um Peter Hartz.“
Marcelinho hat für Bundesligaverhältnisse immer noch einen hohen Promifaktor, und in Wolfsburg wussten sie so etwas immer schon zu schätzen. Der VfL hegt seit jeher ein tiefes Verlangen nach ein bisschen Glamour, Marcelinho passt demnach genau ins Beuteschema: etwas verrückt, herrlich exzentrisch, nie langweilig, eigentlich völlig unwolfsburgisch also. Dass hinter Marcelinhos Verpflichtung vielleicht vor allem eine sportliche Idee stand, könnte man fast vergessen. Aber wenn eine Mannschaft in 17 Spielen gerade mal zwölf Tore zu Wege gebracht hat, ist es zumindest nicht vollkommen abwegig, einen Mittelfeldspieler zu verpflichten, der in fünf Jahren bei Hertha BSC nachgewiesen hat, dass er Tore schießen und Tore vorbereiten kann. „Wir haben lange um ihn gerungen“, sagt Klaus Augenthaler, der Trainer des VfL, als wolle er die besondere Bedeutung des Brasilianers noch einmal hervorheben.
An diesem ersten Tag in Wolfsburg gerät das Eigentliche, das Sportliche, fast zwangsläufig etwas in den Hintergrund. Nach dem Training folgen für Marcelinho: Pressekonferenz, Fototermin im Stadion, Interviews fürs Fernsehen und die Übergabe des neuen Dienstwagens, Farbe Black Magic Perleffekt, Kennzeichen WOB-DJ. Wie treffend. DJ Marcelinho, der Alleinunterhalter, der Wolfsburg zum Tanzen bringt.
Alleinunterhalter? Augenthaler sagt nach dem Training: „Er hat nicht den Star raushängen lassen und nicht versucht, alles alleine zu machen.“ Die Einheit war eigentlich ganz nach Marcelinhos Geschmack: Nach dem Warmlaufen ein ausgiebiges Torschusstraining und zum Schluss vier Spielchen auf halbem Halbfeld. Drei enden 0:0, das vierte verliert Marcelinhos Team 1:2. Ein Tor schießt der Brasilianer nicht, weshalb der Tag nach seinen bisherigen Maßstäben eigentlich ein verlorener sein müsste. Aber die bisherigen Maßstäbe gelten nicht mehr. „Ich möchte mich ändern“, sagt Marcelinho. „Ich habe gelernt.“ Es scheint, als hätte ihn das freudlose halbe Jahr bei Trabzonspor ein wenig demütig werden lassen. Nein, seine Freunde, die er in Berlin immer um sich hatte, würden nicht mit ihm nach Wolfsburg ziehen. Er wolle brillant Fußball spielen, da sei es besser, die Zeit zu Hause bei seiner zu Familie verbringen und nicht so viel wegzugehen. Marcelinho sagt: „Ich kann mich auch an eine kleine Stadt anpassen.“ Das gilt jetzt – bis zum Beweis des Gegenteils.
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.01.2007/3027067.asp
18.01.2007 - 15:41 Uhr
Zitat
I wie Ipanema: Im brasilianischen Restaurant in Berlin-Kreuzberg aß und feierte Marcelinho gern – auch mal etwas länger. Unter Szene-Kennern heißt es: Den besten Caipirinha der Hauptstadt gibt es dort.
Eine Fehlinformation jagt die nächste :D Lt Gastro-Guide ist die Adresse Torstraße 164
10115 Berlin, was sich mitnichten in Kreuzberg befindet.
Und: Caipi kann nun wirklich jeder zusammenrühren ...
I wie Ipanema: Im brasilianischen Restaurant in Berlin-Kreuzberg aß und feierte Marcelinho gern – auch mal etwas länger. Unter Szene-Kennern heißt es: Den besten Caipirinha der Hauptstadt gibt es dort.
Eine Fehlinformation jagt die nächste :D Lt Gastro-Guide ist die Adresse Torstraße 164
10115 Berlin, was sich mitnichten in Kreuzberg befindet.
Und: Caipi kann nun wirklich jeder zusammenrühren ...
19.01.2007 - 08:56 Uhr
Augenthaler: „Er könnte 90 Minuten durchspielen“
(nik) Es ist der letzte Test vor dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga. Und die erste Partie Marcelinhos im Wolfsburger Trikot. Kein Wunder, dass VfL-Coach Klaus Augenthaler den Auftritt am Samstag (19 Uhr) beim österreichischen Spitzenteam Red Bull Salzburg nutzen will, um das „Marcelinho-System” auszuprobieren.
Der Brasilianer, dessen Spielgenehmigung mittlerweile vorliegt, präsentiert sich in starkem körperlichen Zustand, ist fit für seinen ersten Härtetest. „Nach dem Eindruck zu urteilen, den er macht, könnte er 90 Minuten durchspielen”, stellte Augenthaler zufrieden fest.
Genug Zeit, um die beiden taktischen Varianten, die sich durch die Verpflichtung eröffnen, zu prüfen. Die erste: Der neue Star gibt als Herzstück des „Marcelinho-Systems” den klassischen Spielmacher, ist der offensive Part einer Mittelfeld-Raute. „Gut möglich, dass ich so beginnen lasse”, sagte Augenthaler. „Im späteren Verlauf könnte ich dann die zweite Variante testen und ihn als hängende Spitze aufbieten.”
Marcelinho ist einsatzbereit, auch die zuletzt angeschlagenen Jacek Krzynowek, Alex sowie Juan Menseguez wirkten gestern wieder mit. Dagegen fehlten Abwehrchef Kevin Hofland (Sprunggelenk) und Tom van der Leegte (Zerrung in der Kniekehle) im Mannschaftstraining. Vor allem der Mittelfeld-Abräumer macht dem Trainer Sorgen. Auge: „Wir wollen kein Risiko eingehen, er ist für Salzburg eher kein Thema.”
Eine Schonzeit, die der Holländer begrüßen würde. „Es bringt nichts, sich jetzt zu quälen und dann womöglich längerfristig auszufallen”, so van der Leegte, dem – wenn der VfL mit Raute spielt – in Zukunft ein Zweikampf mit Jonathan Santana um den Platz als Absicherer vor der Abwehr droht. Van der Leegte selbstbewusst: „Ich habe bislang immer auf dieser Position gespielt. Und ich bin der beste Zweikämpfer!”
(nik) Es ist der letzte Test vor dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga. Und die erste Partie Marcelinhos im Wolfsburger Trikot. Kein Wunder, dass VfL-Coach Klaus Augenthaler den Auftritt am Samstag (19 Uhr) beim österreichischen Spitzenteam Red Bull Salzburg nutzen will, um das „Marcelinho-System” auszuprobieren.
Der Brasilianer, dessen Spielgenehmigung mittlerweile vorliegt, präsentiert sich in starkem körperlichen Zustand, ist fit für seinen ersten Härtetest. „Nach dem Eindruck zu urteilen, den er macht, könnte er 90 Minuten durchspielen”, stellte Augenthaler zufrieden fest.
Genug Zeit, um die beiden taktischen Varianten, die sich durch die Verpflichtung eröffnen, zu prüfen. Die erste: Der neue Star gibt als Herzstück des „Marcelinho-Systems” den klassischen Spielmacher, ist der offensive Part einer Mittelfeld-Raute. „Gut möglich, dass ich so beginnen lasse”, sagte Augenthaler. „Im späteren Verlauf könnte ich dann die zweite Variante testen und ihn als hängende Spitze aufbieten.”
Marcelinho ist einsatzbereit, auch die zuletzt angeschlagenen Jacek Krzynowek, Alex sowie Juan Menseguez wirkten gestern wieder mit. Dagegen fehlten Abwehrchef Kevin Hofland (Sprunggelenk) und Tom van der Leegte (Zerrung in der Kniekehle) im Mannschaftstraining. Vor allem der Mittelfeld-Abräumer macht dem Trainer Sorgen. Auge: „Wir wollen kein Risiko eingehen, er ist für Salzburg eher kein Thema.”
Eine Schonzeit, die der Holländer begrüßen würde. „Es bringt nichts, sich jetzt zu quälen und dann womöglich längerfristig auszufallen”, so van der Leegte, dem – wenn der VfL mit Raute spielt – in Zukunft ein Zweikampf mit Jonathan Santana um den Platz als Absicherer vor der Abwehr droht. Van der Leegte selbstbewusst: „Ich habe bislang immer auf dieser Position gespielt. Und ich bin der beste Zweikämpfer!”
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