| Geburtsdatum | 28.04.1944 |
|---|---|
| Alter | 82 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Aufsichtsratsmitglied |
| Akt. Verein | Hannover 96 |
Martin Kind
08.05.2012 - 13:32 Uhr
28.07.2022 - 09:08 Uhr
So so, Martin Kind ist also weg. Stimmt das? Was kann passieren? oder was ist passiert?
Vorneweg muss ich sagen, dass ich weder ein Befürworter von Martin Kind bin, noch ein vehementer Gegner seiner Person. Ich finde, dass der Führungsstil eines Martin Kind komplett antiquiert ist und er sich mit einigen seiner Aussagen für ein modernes Unternehmen nahezu untragbar, respektiere allerdings genauso seine Lebensleitung und Leistungen für Hannover 96 (ich wollte gerade "Verein" schreiben, aber eine Differenzierung ist wahrscheinlich aktuell besser). Soweit will ich allerdings gar nicht gehen.
Was ist nun gestern passiert? Folgende Nachricht wurde bekanntgegeben:
Erst einmal ist die Kopplung der Geschäftsführung mit der KGaA verbunden und somit wäre Martin Kind an der Stelle erst einmal heraus, wenn man sich nur auf diese Nachricht beschränkt.
Betrachten wir das ganze erst einmal aus rein arbeitsrechtlicher Sicht, denn ein Geschäftsführer kann ebenso ein reiner Angestellter eines Unternehmens sein. Was sagt denn Wiki dazu:
Mit der Veröffentlichung, dass es sich bei der Absetzung um einen "wichtigen Grund" handelt, hat man sich bereits jetzt juristisch sehr eingeengt. Schaut man auf die Bestandteile, so kann man ggf. überlegen ob ein Einstellungsbetrug vorliegen könnte (Kind entscheidet trotz "Verbot" über Einstellungen). Dem ist aber mitnichten so, denn von Einstellungsbetrug spricht man, wenn ein Bewerber im Rahmen seiner Bewerbung vorgibt über Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen, die er in Wahrheit gar nicht besitzt. OK, das könnte man nun witzig auslegen, wenn es kein ernstes Thema wäre. Wie sieht es denn mit einer groben Verletzung der Treuepflicht aus? Dazu muss der Arbeitnehmer loyal gegenüber seinem Arbeitgeber sein und sein Verhalten darauf ausrichten, Schaden von dem Unternehmen fernzuhalten. Hier könnte man spitzfindig vielleicht einen Ansatz finden, jedoch stört das Wort "grob", denn dieses kann so gedeutet werden, dass eine Absicht hinter dem Handeln steckt. Zumindest dann, wenn es sich um einen fristlosen Entzug der Arbeitsstelle handelt.
Sind wir ehrlich, dann hat Martin Kind sicherlich einige (viele) Entscheidungen getroffen, welche nicht zum Wohl von Hannover 96 waren, allerdings kann ich ihm keine Absicht unterstellen, da er als Miteigner mit einem Anteil von 49% eine Eigenschädigung vorgenommen hat. Also relativ dünnes Eis. Fakt ist jedoch, dass es einem zumindest straftatähnlichen Tatbestand benötigt, um eine solche Konsequenz ziehen zu können.
Hinzu kommt noch, dass es dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung unzumutbar sein muss, um eine Fristlosigkeit zu begründen. Das bedeutet allerdings auch, dass diese Aktion unverzüglich nach Eintritt oder Bekanntwerden des wichtigen Grundes agieren muss. Bezieht man sich nun auf Anstellungen, die Martin Kind in der Vergangenheit getätigt hat (Trainer, SpoDi...), dann ist die letzte Anstellung dieser Art einige Monate her, wenn man auf Leitl schaut. Es erscheint jedoch möglich, dass Martin Kind jemanden einstellen wollte, was aus Sicht des e.V. zu verhindern war und man sich nicht anders zu helfen wusste, als Martin Kind abzusetzen. Hier wird es mit dem wichtigen Grund aber noch enger.
Gestern geisterten noch einige weitere Informationen durch die Medienlandschaft. Kind habe es zur Kenntnis genommen und sich nicht geäußert. Das ist sogar das Beste, was er machen konnte. Es ist nicht bekannt, ob man von Seiten des e.V. im Gespräch eine Begründung genannt hat. Somit hat er, bzw. seine Anwälte das Recht sich mittels einer einstweiligen Verfügung zurück auf den Posten zu bringen, zumal er als Minderheitseigner immer noch 49% der Unternehmensanteile hält. Dieses erschwert die Absetzung nochmal deutlich. Dieser Verfügung wird sich der e.V. widersetzen, was dazu führt, dass mit sofortiger Wirkung die Management GmbH und die KGaA handlungsunfähig ist und sich wahrscheinlich erst einmal die Gerichte damit beschäftigen müssen. So etwas kann sich durchaus hinziehen. Handlungsunfähig bedeute, dass sämtliche Geschäfte, welche der Zustimmung der Geschäftsführung bedürfen können nicht mehr vollzogen werden, was nicht nur für Spielertransfers gilt.
Jetzt wurde ebenso über die Medien bekanntgegeben, dass man bereits mit einem Nachfolger im Gespräch ist. Erneut wird es eng mit dem wichtigen Grund und der Unverzüglichkeit. Die Konstellation stellt nicht nur die Gültigkeit der Enthebung in Frage, sondern auch die Möglichkeit eine andere Person einzusetzen, welche in Folge eine Handlungsfähigkeit wieder inkraftzusetzen. Martin Kind kann so etwas nicht akzeptieren, selbst wenn er zu einer inneren Überzeugung kommt, dass man zum Wohle des Vereins bis auf die gerichtliche Klärung warten könne. Das würde einer Akzeptanz des Vorgehens des e.V. gleichkommen.
Das war es erst einmal zur Position. Es ist also zweifelhaft, ob das alles seine Gültigkeit hat. Es handelte sich um eine vorbereitete Aktion (Gespräche mit anderem GF) in dem Fall hätten die Juristen eine bessere Vorbereitung treffen müssen, was schon bei den Pressemitteilungen beginnt. Vor allem hätte man nicht so dumm sein dürfen, die Gespräche mit Alternativen zu benennen. Streit ist hier vorprogrammiert, was das Gesamtkonstrukt von Hannover 96 schädigen wird, zumal Martin Kind immer noch Mehrheitseigner der S&S ist.
Was kann noch so passieren? Wem das noch nicht reicht, der kann sich überlegen, wie Martin Kind, Dirk Rossmann und die weiteren Investoren wohl reagieren können. Rossmann beispielsweise hat einst klar gesagt, dass er die Mittel bereitgestellt hat und diese an Martin Kind gekoppelt sind. Es existieren auch noch einige Darlehen, die man ebenso zurückzahlen muss. Dafür gibt es wahrscheinlich Verträge, die Hannover 96 nicht sofort in Schieflage bringen, aber in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass man finanziell angeschlagen sein wird.
Kramer und Co. haben ja (vor Corona) behauptet, dass diese alternative Investoren haben, die sogar bereit wären weiter zu investieren. Diese müssten den aktuellen Investoren um Martin Kind erst einmal die vorhandenen Anteile abkaufen, was auch nicht so einfach ist. Martin Kind bezieht sich bei der Beurteilung nicht nur auf die reinen Finanzeinlagen, sondern beziffert den Wert ebenso über die von ihm erbrachte Arbeitszeit, welche er seinen Einkünften seines Unternehmens gleichsetzt. Darüber wurde lange bei der Beurteilung von 50+1 gesprochen, als es um die erheblichen Zuwendungen ging. Bedeutet am Ende, dass die Ansichten eines Martin Kind wahrscheinlich ungleich sind mit denen, welche ein zukünftiger Investor bereit sein wird finanziell zu erbringen. Dazu kommt noch, dass keiner Martin Kind zwingen kann zu verkaufen und dieser bei jeder Entscheidung mit einem Gewicht von 49% widersprechen kann. Sehr schwierige Situation und in vielen Fällen erneut das Pulver für Gerichtsverhandlungen. Sollte man es irgendwann wirklich schaffen ihm seine Anteile zu entlocken, wird es wahrscheinlich überverhältnismäßig teuer, denn Kind ist nicht auf das Geld angewiesen und kann die Entscheidungszeiträume nach Belieben bestimmen. Herzlichen Glückwunsch.
Als Fan betrachtet:
Als erstes habe ich Bedenken um das, was Hannover 96 heute bedeutet. Ich kann mich natürlich hinstellen und sagen, dass in der Regionalliga auch toller Fußball geboten wird, aber dann schaut bitte auch einmal darauf, was aus Vereinen in ähnlicher Lage geworden ist. Welcher Verein hat es aus einer solchen Lage geschafft sich zu erholen? 1860? Die haben immer noch den netten Herrn Investor an der Backe. Also ist das für mich keine Lösung.
Die zweite Ebene ist das nun absehbare, hereinbrechende Chaos, was durch die Aktion eingeleitet wurde. Viele von uns waren eigentlich frohen Mutes auf Grund der aktuellen Transferperiode. Ein Trainer und ein SpoDi, die gemeinsam etwas entwickeln wollen, viele junge talentierte Spieler. Es könnte etwas entstehen. Das größte Chaos bezog sich bis gestern auf Martin Hansen, die meisten anderen Angelegenheiten waren erledigt. Hier und da zwar Potential für Ärger (z.B. Evina), aber nichts so dramatisch, um Hannover 96 als Chaosclub zu bezeichnen. Das hat sich leider geändert.
Ausnahme wäre natürlich, wenn Martin Kind nun sagt, dass er schon immer mehr Freizeit wollte und er alle Ansprüche fallenlässt. Wer den alten Mann kennt, kann die Wahrscheinlichkeit diesbezüglich einschätzen.
Ich bin gespannt, was nun noch passieren wird und welche Konsequenzen damit einhergehen. Für Hannover 96 (e.V. und alle Gesellschaften), für alle handelnden Personen, inkl. Martin Kind. Es bleibt spannend, wobei ich diese Spannung ehrlich gesagt nicht brauche.
Vorneweg muss ich sagen, dass ich weder ein Befürworter von Martin Kind bin, noch ein vehementer Gegner seiner Person. Ich finde, dass der Führungsstil eines Martin Kind komplett antiquiert ist und er sich mit einigen seiner Aussagen für ein modernes Unternehmen nahezu untragbar, respektiere allerdings genauso seine Lebensleitung und Leistungen für Hannover 96 (ich wollte gerade "Verein" schreiben, aber eine Differenzierung ist wahrscheinlich aktuell besser). Soweit will ich allerdings gar nicht gehen.
Was ist nun gestern passiert? Folgende Nachricht wurde bekanntgegeben:
Zitat von Hannover96
"Martin Kind wurde als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gründen abberufen. Die Gremien werden zeitnah über die Neubestellung der Geschäftsführung entscheiden."
"Martin Kind wurde als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gründen abberufen. Die Gremien werden zeitnah über die Neubestellung der Geschäftsführung entscheiden."
Erst einmal ist die Kopplung der Geschäftsführung mit der KGaA verbunden und somit wäre Martin Kind an der Stelle erst einmal heraus, wenn man sich nur auf diese Nachricht beschränkt.
Betrachten wir das ganze erst einmal aus rein arbeitsrechtlicher Sicht, denn ein Geschäftsführer kann ebenso ein reiner Angestellter eines Unternehmens sein. Was sagt denn Wiki dazu:
Zitat von Wikipedia(gekürzt)
Im Arbeitsrecht muss ein wichtiger Grund vorliegen, um ein Arbeitsverhältnis außerordentlich (dann meist fristlos) kündigen zu können.
Ein wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsparteien dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.
Beispiele für das Vorliegen eines wichtigen Grundes sind Einstellungsbetrug, Spionage, Sabotage, beharrlicher Arbeitsvertragsbruch, grobe Verletzung der Treuepflicht, Verstöße gegen Wettbewerbsverbote, Diebstahl, Urkundenfälschung, Unterschlagung...
Kommt der Fall vor ein Gericht, stellt dieses im Wege einer Interessenabwägung fest, ob die Pflichtverletzung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles so erheblich war, dass sie eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt.
Im Arbeitsrecht muss ein wichtiger Grund vorliegen, um ein Arbeitsverhältnis außerordentlich (dann meist fristlos) kündigen zu können.
Ein wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsparteien dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.
Beispiele für das Vorliegen eines wichtigen Grundes sind Einstellungsbetrug, Spionage, Sabotage, beharrlicher Arbeitsvertragsbruch, grobe Verletzung der Treuepflicht, Verstöße gegen Wettbewerbsverbote, Diebstahl, Urkundenfälschung, Unterschlagung...
Kommt der Fall vor ein Gericht, stellt dieses im Wege einer Interessenabwägung fest, ob die Pflichtverletzung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles so erheblich war, dass sie eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt.
Mit der Veröffentlichung, dass es sich bei der Absetzung um einen "wichtigen Grund" handelt, hat man sich bereits jetzt juristisch sehr eingeengt. Schaut man auf die Bestandteile, so kann man ggf. überlegen ob ein Einstellungsbetrug vorliegen könnte (Kind entscheidet trotz "Verbot" über Einstellungen). Dem ist aber mitnichten so, denn von Einstellungsbetrug spricht man, wenn ein Bewerber im Rahmen seiner Bewerbung vorgibt über Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen, die er in Wahrheit gar nicht besitzt. OK, das könnte man nun witzig auslegen, wenn es kein ernstes Thema wäre. Wie sieht es denn mit einer groben Verletzung der Treuepflicht aus? Dazu muss der Arbeitnehmer loyal gegenüber seinem Arbeitgeber sein und sein Verhalten darauf ausrichten, Schaden von dem Unternehmen fernzuhalten. Hier könnte man spitzfindig vielleicht einen Ansatz finden, jedoch stört das Wort "grob", denn dieses kann so gedeutet werden, dass eine Absicht hinter dem Handeln steckt. Zumindest dann, wenn es sich um einen fristlosen Entzug der Arbeitsstelle handelt.
Sind wir ehrlich, dann hat Martin Kind sicherlich einige (viele) Entscheidungen getroffen, welche nicht zum Wohl von Hannover 96 waren, allerdings kann ich ihm keine Absicht unterstellen, da er als Miteigner mit einem Anteil von 49% eine Eigenschädigung vorgenommen hat. Also relativ dünnes Eis. Fakt ist jedoch, dass es einem zumindest straftatähnlichen Tatbestand benötigt, um eine solche Konsequenz ziehen zu können.
Hinzu kommt noch, dass es dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung unzumutbar sein muss, um eine Fristlosigkeit zu begründen. Das bedeutet allerdings auch, dass diese Aktion unverzüglich nach Eintritt oder Bekanntwerden des wichtigen Grundes agieren muss. Bezieht man sich nun auf Anstellungen, die Martin Kind in der Vergangenheit getätigt hat (Trainer, SpoDi...), dann ist die letzte Anstellung dieser Art einige Monate her, wenn man auf Leitl schaut. Es erscheint jedoch möglich, dass Martin Kind jemanden einstellen wollte, was aus Sicht des e.V. zu verhindern war und man sich nicht anders zu helfen wusste, als Martin Kind abzusetzen. Hier wird es mit dem wichtigen Grund aber noch enger.
Gestern geisterten noch einige weitere Informationen durch die Medienlandschaft. Kind habe es zur Kenntnis genommen und sich nicht geäußert. Das ist sogar das Beste, was er machen konnte. Es ist nicht bekannt, ob man von Seiten des e.V. im Gespräch eine Begründung genannt hat. Somit hat er, bzw. seine Anwälte das Recht sich mittels einer einstweiligen Verfügung zurück auf den Posten zu bringen, zumal er als Minderheitseigner immer noch 49% der Unternehmensanteile hält. Dieses erschwert die Absetzung nochmal deutlich. Dieser Verfügung wird sich der e.V. widersetzen, was dazu führt, dass mit sofortiger Wirkung die Management GmbH und die KGaA handlungsunfähig ist und sich wahrscheinlich erst einmal die Gerichte damit beschäftigen müssen. So etwas kann sich durchaus hinziehen. Handlungsunfähig bedeute, dass sämtliche Geschäfte, welche der Zustimmung der Geschäftsführung bedürfen können nicht mehr vollzogen werden, was nicht nur für Spielertransfers gilt.
Jetzt wurde ebenso über die Medien bekanntgegeben, dass man bereits mit einem Nachfolger im Gespräch ist. Erneut wird es eng mit dem wichtigen Grund und der Unverzüglichkeit. Die Konstellation stellt nicht nur die Gültigkeit der Enthebung in Frage, sondern auch die Möglichkeit eine andere Person einzusetzen, welche in Folge eine Handlungsfähigkeit wieder inkraftzusetzen. Martin Kind kann so etwas nicht akzeptieren, selbst wenn er zu einer inneren Überzeugung kommt, dass man zum Wohle des Vereins bis auf die gerichtliche Klärung warten könne. Das würde einer Akzeptanz des Vorgehens des e.V. gleichkommen.
Das war es erst einmal zur Position. Es ist also zweifelhaft, ob das alles seine Gültigkeit hat. Es handelte sich um eine vorbereitete Aktion (Gespräche mit anderem GF) in dem Fall hätten die Juristen eine bessere Vorbereitung treffen müssen, was schon bei den Pressemitteilungen beginnt. Vor allem hätte man nicht so dumm sein dürfen, die Gespräche mit Alternativen zu benennen. Streit ist hier vorprogrammiert, was das Gesamtkonstrukt von Hannover 96 schädigen wird, zumal Martin Kind immer noch Mehrheitseigner der S&S ist.
Was kann noch so passieren? Wem das noch nicht reicht, der kann sich überlegen, wie Martin Kind, Dirk Rossmann und die weiteren Investoren wohl reagieren können. Rossmann beispielsweise hat einst klar gesagt, dass er die Mittel bereitgestellt hat und diese an Martin Kind gekoppelt sind. Es existieren auch noch einige Darlehen, die man ebenso zurückzahlen muss. Dafür gibt es wahrscheinlich Verträge, die Hannover 96 nicht sofort in Schieflage bringen, aber in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass man finanziell angeschlagen sein wird.
Kramer und Co. haben ja (vor Corona) behauptet, dass diese alternative Investoren haben, die sogar bereit wären weiter zu investieren. Diese müssten den aktuellen Investoren um Martin Kind erst einmal die vorhandenen Anteile abkaufen, was auch nicht so einfach ist. Martin Kind bezieht sich bei der Beurteilung nicht nur auf die reinen Finanzeinlagen, sondern beziffert den Wert ebenso über die von ihm erbrachte Arbeitszeit, welche er seinen Einkünften seines Unternehmens gleichsetzt. Darüber wurde lange bei der Beurteilung von 50+1 gesprochen, als es um die erheblichen Zuwendungen ging. Bedeutet am Ende, dass die Ansichten eines Martin Kind wahrscheinlich ungleich sind mit denen, welche ein zukünftiger Investor bereit sein wird finanziell zu erbringen. Dazu kommt noch, dass keiner Martin Kind zwingen kann zu verkaufen und dieser bei jeder Entscheidung mit einem Gewicht von 49% widersprechen kann. Sehr schwierige Situation und in vielen Fällen erneut das Pulver für Gerichtsverhandlungen. Sollte man es irgendwann wirklich schaffen ihm seine Anteile zu entlocken, wird es wahrscheinlich überverhältnismäßig teuer, denn Kind ist nicht auf das Geld angewiesen und kann die Entscheidungszeiträume nach Belieben bestimmen. Herzlichen Glückwunsch.
Als Fan betrachtet:
Als erstes habe ich Bedenken um das, was Hannover 96 heute bedeutet. Ich kann mich natürlich hinstellen und sagen, dass in der Regionalliga auch toller Fußball geboten wird, aber dann schaut bitte auch einmal darauf, was aus Vereinen in ähnlicher Lage geworden ist. Welcher Verein hat es aus einer solchen Lage geschafft sich zu erholen? 1860? Die haben immer noch den netten Herrn Investor an der Backe. Also ist das für mich keine Lösung.
Die zweite Ebene ist das nun absehbare, hereinbrechende Chaos, was durch die Aktion eingeleitet wurde. Viele von uns waren eigentlich frohen Mutes auf Grund der aktuellen Transferperiode. Ein Trainer und ein SpoDi, die gemeinsam etwas entwickeln wollen, viele junge talentierte Spieler. Es könnte etwas entstehen. Das größte Chaos bezog sich bis gestern auf Martin Hansen, die meisten anderen Angelegenheiten waren erledigt. Hier und da zwar Potential für Ärger (z.B. Evina), aber nichts so dramatisch, um Hannover 96 als Chaosclub zu bezeichnen. Das hat sich leider geändert.
Ausnahme wäre natürlich, wenn Martin Kind nun sagt, dass er schon immer mehr Freizeit wollte und er alle Ansprüche fallenlässt. Wer den alten Mann kennt, kann die Wahrscheinlichkeit diesbezüglich einschätzen.
Ich bin gespannt, was nun noch passieren wird und welche Konsequenzen damit einhergehen. Für Hannover 96 (e.V. und alle Gesellschaften), für alle handelnden Personen, inkl. Martin Kind. Es bleibt spannend, wobei ich diese Spannung ehrlich gesagt nicht brauche.
28.07.2022 - 09:08 Uhr
Zitat von t0815
Leider gibt es immer noch keine vernünftige Information. Somit weiß aktuell niemand wer für die Profi-Gesellschaft verantwortlich ist, irgendwie großes Kino.
Was ich mich jedoch am meisten Frage, selbst wenn der e.V. einen Kandidaten hat. Wie soll der nach so einer Aktion bestellt werden?
Auf der Grundlage davon auszugehen das zum nächsten Ligaspiel Ruhe eingekehrt ist, puuh das nenne ich einmal optimistisch.
Du kannst deinen Kumpel ja beim packen helfen.Dann geht alles bestimmt viel schneller! Leider gibt es immer noch keine vernünftige Information. Somit weiß aktuell niemand wer für die Profi-Gesellschaft verantwortlich ist, irgendwie großes Kino.
Was ich mich jedoch am meisten Frage, selbst wenn der e.V. einen Kandidaten hat. Wie soll der nach so einer Aktion bestellt werden?
Auf der Grundlage davon auszugehen das zum nächsten Ligaspiel Ruhe eingekehrt ist, puuh das nenne ich einmal optimistisch.
28.07.2022 - 09:20 Uhr
Eine Sache noch, einige User weisen wie ich finde zurecht auf das schiefe Konstrukt hin.
Es herrscht ja ziemliche Einigkeit das hier ein Neuanfang Not tut.
Andererseits und das wird leider vollkommen übersehen hat uns dieses Konstrukt sehr viel Sicherheit und ja auch Erfolg gegeben.
Dieses Konstrukt hat zum Ende noch einmal die Wende zu einer positiven Zukunft hinbekommen.
Eine Mannschaft die bereits sehr gute Ansätze zeigt, Spieler auf die wieder alle Bock haben inkl. Publikumslieblinge. Einen guten Trainer mit langem Vertrag und einen sehr sehr sympathischen und fähigen Manager.
Wie einzelne Fans an dieser Stelle die Abberufung des GF als Feiertag werten können ist nur damit zu erklären, das es nicht um die Entwicklung geht, sondern einzig um die Person Kind.
So manch ein Kommentar auch eben gerade wieder mit den Koffer packen, zeigt was in unserem Umfeld teilweise für wenig Respekt herrscht und welch Überheblichkeit vorhanden ist.
Herr Kramer hat das offensichtlich seit Jahren ebenso gesehen und arbeitet gegen die Person Kind. Die positive Neuausrichtung ignoriert er dabei vollkommen und setzt seine persönliche Agenda weiter fort.
Es wird auch übersehen das Kind erst vor wenigen Wochen noch einmal betonte das ein Nachfolger gefunden werden muss, da er aufhören muss (biologische Uhr).
Nun setzen also die Leute die aus rein persönlichen Gründen Kind einfach los werden wollen, die große Hoffnung (ja welche Hoffnung eigentlich? Es läuft ja gut mit dem momentanen GF) auf Kramer der bewiesen hat nicht objektiv sondern rein persönlich zu handeln!?
Und mit so jemanden soll eine neue "bessere" Zukunft entstehen?
Ich frage mich wie das "besser" aussehen soll?
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Das größte Problem dabei.
Die Interessen von Kramer und ich nenne es mal dem Block (wenn gleich das nicht passt) sind nicht die Interessen vom den vielen 96 Fans. Und genau hier beißt es sich.
Kind wird vorgeworfen nicht im Interesse des Blocks zu arbeiten. Im Gegensatz arbeitet der Block aber gegen die Interessen der großen Mehrheit die sich für guten Fussball in Hannover interessieren.
Der kurzfristige Vorteil und darauf können wir nur hoffen, ist das Team. Wir werden hoffentlich im Pokal überzeugen und dann auch in der Liga gewinnen...so lässt sich ersteinmal vieles überdecken....
Es herrscht ja ziemliche Einigkeit das hier ein Neuanfang Not tut.
Andererseits und das wird leider vollkommen übersehen hat uns dieses Konstrukt sehr viel Sicherheit und ja auch Erfolg gegeben.
Dieses Konstrukt hat zum Ende noch einmal die Wende zu einer positiven Zukunft hinbekommen.
Eine Mannschaft die bereits sehr gute Ansätze zeigt, Spieler auf die wieder alle Bock haben inkl. Publikumslieblinge. Einen guten Trainer mit langem Vertrag und einen sehr sehr sympathischen und fähigen Manager.
Wie einzelne Fans an dieser Stelle die Abberufung des GF als Feiertag werten können ist nur damit zu erklären, das es nicht um die Entwicklung geht, sondern einzig um die Person Kind.
So manch ein Kommentar auch eben gerade wieder mit den Koffer packen, zeigt was in unserem Umfeld teilweise für wenig Respekt herrscht und welch Überheblichkeit vorhanden ist.
Herr Kramer hat das offensichtlich seit Jahren ebenso gesehen und arbeitet gegen die Person Kind. Die positive Neuausrichtung ignoriert er dabei vollkommen und setzt seine persönliche Agenda weiter fort.
Es wird auch übersehen das Kind erst vor wenigen Wochen noch einmal betonte das ein Nachfolger gefunden werden muss, da er aufhören muss (biologische Uhr).
Nun setzen also die Leute die aus rein persönlichen Gründen Kind einfach los werden wollen, die große Hoffnung (ja welche Hoffnung eigentlich? Es läuft ja gut mit dem momentanen GF) auf Kramer der bewiesen hat nicht objektiv sondern rein persönlich zu handeln!?
Und mit so jemanden soll eine neue "bessere" Zukunft entstehen?
Ich frage mich wie das "besser" aussehen soll?
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Das größte Problem dabei.
Die Interessen von Kramer und ich nenne es mal dem Block (wenn gleich das nicht passt) sind nicht die Interessen vom den vielen 96 Fans. Und genau hier beißt es sich.
Kind wird vorgeworfen nicht im Interesse des Blocks zu arbeiten. Im Gegensatz arbeitet der Block aber gegen die Interessen der großen Mehrheit die sich für guten Fussball in Hannover interessieren.
Der kurzfristige Vorteil und darauf können wir nur hoffen, ist das Team. Wir werden hoffentlich im Pokal überzeugen und dann auch in der Liga gewinnen...so lässt sich ersteinmal vieles überdecken....
Dieser Beitrag wurde zuletzt von t0815 am 28.07.2022 um 09:30 Uhr bearbeitet
28.07.2022 - 09:29 Uhr
Zitat von t0815
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
28.07.2022 - 09:43 Uhr
Zitat von Saufnase
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
Zitat von t0815
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
Guten Morgen,
versuch doch bitte einmal die Situation realistisch zu betrachten.
Martin Kind ist hier nicht das woran es den Menschen in und um Hannover stört.
Du siehst das anders, ja das habe ich ja zur Kenntnis genommen und auch darauf geantwortet. Ich schlage vor wir verlassen damit die Antisympathie gegen Kind und versuchen endlich zu verstehen was hier nun droht.
Lies dir bitte dazu den sehr guten Text zur Situation von 09:08 Uhr durch. Du musst meine Beurteilung nicht glauben, aber vielleicht verstehst du an Hand des Textes was hier nun droht und nein das möchten wir nicht.
Jemanden los werden wollen (was ich arg kindisch finde) und die Konsequenz zu verstehen sind schon andere Dinge.
28.07.2022 - 09:51 Uhr
Zitat von 24mal4
So so, Martin Kind ist also weg. Stimmt das? Was kann passieren? oder was ist passiert?
Vorneweg muss ich sagen, dass ich weder ein Befürworter von Martin Kind bin, noch ein vehementer Gegner seiner Person. Ich finde, dass der Führungsstil eines Martin Kind komplett antiquiert ist und er sich mit einigen seiner Aussagen für ein modernes Unternehmen nahezu untragbar, respektiere allerdings genauso seine Lebensleitung und Leistungen für Hannover 96 (ich wollte gerade "Verein" schreiben, aber eine Differenzierung ist wahrscheinlich aktuell besser). Soweit will ich allerdings gar nicht gehen.
Was ist nun gestern passiert? Folgende Nachricht wurde bekanntgegeben:
Erst einmal ist die Kopplung der Geschäftsführung mit der KGaA verbunden und somit wäre Martin Kind an der Stelle erst einmal heraus, wenn man sich nur auf diese Nachricht beschränkt.
Betrachten wir das ganze erst einmal aus rein arbeitsrechtlicher Sicht, denn ein Geschäftsführer kann ebenso ein reiner Angestellter eines Unternehmens sein. Was sagt denn Wiki dazu:
Mit der Veröffentlichung, dass es sich bei der Absetzung um einen "wichtigen Grund" handelt, hat man sich bereits jetzt juristisch sehr eingeengt. Schaut man auf die Bestandteile, so kann man ggf. überlegen ob ein Einstellungsbetrug vorliegen könnte (Kind entscheidet trotz "Verbot" über Einstellungen). Dem ist aber mitnichten so, denn von Einstellungsbetrug spricht man, wenn ein Bewerber im Rahmen seiner Bewerbung vorgibt über Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen, die er in Wahrheit gar nicht besitzt. OK, das könnte man nun witzig auslegen, wenn es kein ernstes Thema wäre. Wie sieht es denn mit einer groben Verletzung der Treuepflicht aus? Dazu muss der Arbeitnehmer loyal gegenüber seinem Arbeitgeber sein und sein Verhalten darauf ausrichten, Schaden von dem Unternehmen fernzuhalten. Hier könnte man spitzfindig vielleicht einen Ansatz finden, jedoch stört das Wort "grob", denn dieses kann so gedeutet werden, dass eine Absicht hinter dem Handeln steckt. Zumindest dann, wenn es sich um einen fristlosen Entzug der Arbeitsstelle handelt.
Sind wir ehrlich, dann hat Martin Kind sicherlich einige (viele) Entscheidungen getroffen, welche nicht zum Wohl von Hannover 96 waren, allerdings kann ich ihm keine Absicht unterstellen, da er als Miteigner mit einem Anteil von 49% eine Eigenschädigung vorgenommen hat. Also relativ dünnes Eis. Fakt ist jedoch, dass es einem zumindest straftatähnlichen Tatbestand benötigt, um eine solche Konsequenz ziehen zu können.
Hinzu kommt noch, dass es dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung unzumutbar sein muss, um eine Fristlosigkeit zu begründen. Das bedeutet allerdings auch, dass diese Aktion unverzüglich nach Eintritt oder Bekanntwerden des wichtigen Grundes agieren muss. Bezieht man sich nun auf Anstellungen, die Martin Kind in der Vergangenheit getätigt hat (Trainer, SpoDi...), dann ist die letzte Anstellung dieser Art einige Monate her, wenn man auf Leitl schaut. Es erscheint jedoch möglich, dass Martin Kind jemanden einstellen wollte, was aus Sicht des e.V. zu verhindern war und man sich nicht anders zu helfen wusste, als Martin Kind abzusetzen. Hier wird es mit dem wichtigen Grund aber noch enger.
Gestern geisterten noch einige weitere Informationen durch die Medienlandschaft. Kind habe es zur Kenntnis genommen und sich nicht geäußert. Das ist sogar das Beste, was er machen konnte. Es ist nicht bekannt, ob man von Seiten des e.V. im Gespräch eine Begründung genannt hat. Somit hat er, bzw. seine Anwälte das Recht sich mittels einer einstweiligen Verfügung zurück auf den Posten zu bringen, zumal er als Minderheitseigner immer noch 49% der Unternehmensanteile hält. Dieses erschwert die Absetzung nochmal deutlich. Dieser Verfügung wird sich der e.V. widersetzen, was dazu führt, dass mit sofortiger Wirkung die Management GmbH und die KGaA handlungsunfähig ist und sich wahrscheinlich erst einmal die Gerichte damit beschäftigen müssen. So etwas kann sich durchaus hinziehen. Handlungsunfähig bedeute, dass sämtliche Geschäfte, welche der Zustimmung der Geschäftsführung bedürfen können nicht mehr vollzogen werden, was nicht nur für Spielertransfers gilt.
Jetzt wurde ebenso über die Medien bekanntgegeben, dass man bereits mit einem Nachfolger im Gespräch ist. Erneut wird es eng mit dem wichtigen Grund und der Unverzüglichkeit. Die Konstellation stellt nicht nur die Gültigkeit der Enthebung in Frage, sondern auch die Möglichkeit eine andere Person einzusetzen, welche in Folge eine Handlungsfähigkeit wieder inkraftzusetzen. Martin Kind kann so etwas nicht akzeptieren, selbst wenn er zu einer inneren Überzeugung kommt, dass man zum Wohle des Vereins bis auf die gerichtliche Klärung warten könne. Das würde einer Akzeptanz des Vorgehens des e.V. gleichkommen.
Das war es erst einmal zur Position. Es ist also zweifelhaft, ob das alles seine Gültigkeit hat. Es handelte sich um eine vorbereitete Aktion (Gespräche mit anderem GF) in dem Fall hätten die Juristen eine bessere Vorbereitung treffen müssen, was schon bei den Pressemitteilungen beginnt. Vor allem hätte man nicht so dumm sein dürfen, die Gespräche mit Alternativen zu benennen. Streit ist hier vorprogrammiert, was das Gesamtkonstrukt von Hannover 96 schädigen wird, zumal Martin Kind immer noch Mehrheitseigner der S&S ist.
Was kann noch so passieren? Wem das noch nicht reicht, der kann sich überlegen, wie Martin Kind, Dirk Rossmann und die weiteren Investoren wohl reagieren können. Rossmann beispielsweise hat einst klar gesagt, dass er die Mittel bereitgestellt hat und diese an Martin Kind gekoppelt sind. Es existieren auch noch einige Darlehen, die man ebenso zurückzahlen muss. Dafür gibt es wahrscheinlich Verträge, die Hannover 96 nicht sofort in Schieflage bringen, aber in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass man finanziell angeschlagen sein wird.
Kramer und Co. haben ja (vor Corona) behauptet, dass diese alternative Investoren haben, die sogar bereit wären weiter zu investieren. Diese müssten den aktuellen Investoren um Martin Kind erst einmal die vorhandenen Anteile abkaufen, was auch nicht so einfach ist. Martin Kind bezieht sich bei der Beurteilung nicht nur auf die reinen Finanzeinlagen, sondern beziffert den Wert ebenso über die von ihm erbrachte Arbeitszeit, welche er seinen Einkünften seines Unternehmens gleichsetzt. Darüber wurde lange bei der Beurteilung von 50+1 gesprochen, als es um die erheblichen Zuwendungen ging. Bedeutet am Ende, dass die Ansichten eines Martin Kind wahrscheinlich ungleich sind mit denen, welche ein zukünftiger Investor bereit sein wird finanziell zu erbringen. Dazu kommt noch, dass keiner Martin Kind zwingen kann zu verkaufen und dieser bei jeder Entscheidung mit einem Gewicht von 49% widersprechen kann. Sehr schwierige Situation und in vielen Fällen erneut das Pulver für Gerichtsverhandlungen. Sollte man es irgendwann wirklich schaffen ihm seine Anteile zu entlocken, wird es wahrscheinlich überverhältnismäßig teuer, denn Kind ist nicht auf das Geld angewiesen und kann die Entscheidungszeiträume nach Belieben bestimmen. Herzlichen Glückwunsch.
Als Fan betrachtet:
Als erstes habe ich Bedenken um das, was Hannover 96 heute bedeutet. Ich kann mich natürlich hinstellen und sagen, dass in der Regionalliga auch toller Fußball geboten wird, aber dann schaut bitte auch einmal darauf, was aus Vereinen in ähnlicher Lage geworden ist. Welcher Verein hat es aus einer solchen Lage geschafft sich zu erholen? 1860? Die haben immer noch den netten Herrn Investor an der Backe. Also ist das für mich keine Lösung.
Die zweite Ebene ist das nun absehbare, hereinbrechende Chaos, was durch die Aktion eingeleitet wurde. Viele von uns waren eigentlich frohen Mutes auf Grund der aktuellen Transferperiode. Ein Trainer und ein SpoDi, die gemeinsam etwas entwickeln wollen, viele junge talentierte Spieler. Es könnte etwas entstehen. Das größte Chaos bezog sich bis gestern auf Martin Hansen, die meisten anderen Angelegenheiten waren erledigt. Hier und da zwar Potential für Ärger (z.B. Evina), aber nichts so dramatisch, um Hannover 96 als Chaosclub zu bezeichnen. Das hat sich leider geändert.
Ausnahme wäre natürlich, wenn Martin Kind nun sagt, dass er schon immer mehr Freizeit wollte und er alle Ansprüche fallenlässt. Wer den alten Mann kennt, kann die Wahrscheinlichkeit diesbezüglich einschätzen.
Ich bin gespannt, was nun noch passieren wird und welche Konsequenzen damit einhergehen. Für Hannover 96 (e.V. und alle Gesellschaften), für alle handelnden Personen, inkl. Martin Kind. Es bleibt spannend, wobei ich diese Spannung ehrlich gesagt nicht brauche.
So so, Martin Kind ist also weg. Stimmt das? Was kann passieren? oder was ist passiert?
Vorneweg muss ich sagen, dass ich weder ein Befürworter von Martin Kind bin, noch ein vehementer Gegner seiner Person. Ich finde, dass der Führungsstil eines Martin Kind komplett antiquiert ist und er sich mit einigen seiner Aussagen für ein modernes Unternehmen nahezu untragbar, respektiere allerdings genauso seine Lebensleitung und Leistungen für Hannover 96 (ich wollte gerade "Verein" schreiben, aber eine Differenzierung ist wahrscheinlich aktuell besser). Soweit will ich allerdings gar nicht gehen.
Was ist nun gestern passiert? Folgende Nachricht wurde bekanntgegeben:
Zitat von Hannover96
"Martin Kind wurde als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gründen abberufen. Die Gremien werden zeitnah über die Neubestellung der Geschäftsführung entscheiden."
"Martin Kind wurde als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gründen abberufen. Die Gremien werden zeitnah über die Neubestellung der Geschäftsführung entscheiden."
Erst einmal ist die Kopplung der Geschäftsführung mit der KGaA verbunden und somit wäre Martin Kind an der Stelle erst einmal heraus, wenn man sich nur auf diese Nachricht beschränkt.
Betrachten wir das ganze erst einmal aus rein arbeitsrechtlicher Sicht, denn ein Geschäftsführer kann ebenso ein reiner Angestellter eines Unternehmens sein. Was sagt denn Wiki dazu:
Zitat von Wikipedia(gekürzt)
Im Arbeitsrecht muss ein wichtiger Grund vorliegen, um ein Arbeitsverhältnis außerordentlich (dann meist fristlos) kündigen zu können.
Ein wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsparteien dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.
Beispiele für das Vorliegen eines wichtigen Grundes sind Einstellungsbetrug, Spionage, Sabotage, beharrlicher Arbeitsvertragsbruch, grobe Verletzung der Treuepflicht, Verstöße gegen Wettbewerbsverbote, Diebstahl, Urkundenfälschung, Unterschlagung...
Kommt der Fall vor ein Gericht, stellt dieses im Wege einer Interessenabwägung fest, ob die Pflichtverletzung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles so erheblich war, dass sie eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt.
Im Arbeitsrecht muss ein wichtiger Grund vorliegen, um ein Arbeitsverhältnis außerordentlich (dann meist fristlos) kündigen zu können.
Ein wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsparteien dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.
Beispiele für das Vorliegen eines wichtigen Grundes sind Einstellungsbetrug, Spionage, Sabotage, beharrlicher Arbeitsvertragsbruch, grobe Verletzung der Treuepflicht, Verstöße gegen Wettbewerbsverbote, Diebstahl, Urkundenfälschung, Unterschlagung...
Kommt der Fall vor ein Gericht, stellt dieses im Wege einer Interessenabwägung fest, ob die Pflichtverletzung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles so erheblich war, dass sie eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt.
Mit der Veröffentlichung, dass es sich bei der Absetzung um einen "wichtigen Grund" handelt, hat man sich bereits jetzt juristisch sehr eingeengt. Schaut man auf die Bestandteile, so kann man ggf. überlegen ob ein Einstellungsbetrug vorliegen könnte (Kind entscheidet trotz "Verbot" über Einstellungen). Dem ist aber mitnichten so, denn von Einstellungsbetrug spricht man, wenn ein Bewerber im Rahmen seiner Bewerbung vorgibt über Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen, die er in Wahrheit gar nicht besitzt. OK, das könnte man nun witzig auslegen, wenn es kein ernstes Thema wäre. Wie sieht es denn mit einer groben Verletzung der Treuepflicht aus? Dazu muss der Arbeitnehmer loyal gegenüber seinem Arbeitgeber sein und sein Verhalten darauf ausrichten, Schaden von dem Unternehmen fernzuhalten. Hier könnte man spitzfindig vielleicht einen Ansatz finden, jedoch stört das Wort "grob", denn dieses kann so gedeutet werden, dass eine Absicht hinter dem Handeln steckt. Zumindest dann, wenn es sich um einen fristlosen Entzug der Arbeitsstelle handelt.
Sind wir ehrlich, dann hat Martin Kind sicherlich einige (viele) Entscheidungen getroffen, welche nicht zum Wohl von Hannover 96 waren, allerdings kann ich ihm keine Absicht unterstellen, da er als Miteigner mit einem Anteil von 49% eine Eigenschädigung vorgenommen hat. Also relativ dünnes Eis. Fakt ist jedoch, dass es einem zumindest straftatähnlichen Tatbestand benötigt, um eine solche Konsequenz ziehen zu können.
Hinzu kommt noch, dass es dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung unzumutbar sein muss, um eine Fristlosigkeit zu begründen. Das bedeutet allerdings auch, dass diese Aktion unverzüglich nach Eintritt oder Bekanntwerden des wichtigen Grundes agieren muss. Bezieht man sich nun auf Anstellungen, die Martin Kind in der Vergangenheit getätigt hat (Trainer, SpoDi...), dann ist die letzte Anstellung dieser Art einige Monate her, wenn man auf Leitl schaut. Es erscheint jedoch möglich, dass Martin Kind jemanden einstellen wollte, was aus Sicht des e.V. zu verhindern war und man sich nicht anders zu helfen wusste, als Martin Kind abzusetzen. Hier wird es mit dem wichtigen Grund aber noch enger.
Gestern geisterten noch einige weitere Informationen durch die Medienlandschaft. Kind habe es zur Kenntnis genommen und sich nicht geäußert. Das ist sogar das Beste, was er machen konnte. Es ist nicht bekannt, ob man von Seiten des e.V. im Gespräch eine Begründung genannt hat. Somit hat er, bzw. seine Anwälte das Recht sich mittels einer einstweiligen Verfügung zurück auf den Posten zu bringen, zumal er als Minderheitseigner immer noch 49% der Unternehmensanteile hält. Dieses erschwert die Absetzung nochmal deutlich. Dieser Verfügung wird sich der e.V. widersetzen, was dazu führt, dass mit sofortiger Wirkung die Management GmbH und die KGaA handlungsunfähig ist und sich wahrscheinlich erst einmal die Gerichte damit beschäftigen müssen. So etwas kann sich durchaus hinziehen. Handlungsunfähig bedeute, dass sämtliche Geschäfte, welche der Zustimmung der Geschäftsführung bedürfen können nicht mehr vollzogen werden, was nicht nur für Spielertransfers gilt.
Jetzt wurde ebenso über die Medien bekanntgegeben, dass man bereits mit einem Nachfolger im Gespräch ist. Erneut wird es eng mit dem wichtigen Grund und der Unverzüglichkeit. Die Konstellation stellt nicht nur die Gültigkeit der Enthebung in Frage, sondern auch die Möglichkeit eine andere Person einzusetzen, welche in Folge eine Handlungsfähigkeit wieder inkraftzusetzen. Martin Kind kann so etwas nicht akzeptieren, selbst wenn er zu einer inneren Überzeugung kommt, dass man zum Wohle des Vereins bis auf die gerichtliche Klärung warten könne. Das würde einer Akzeptanz des Vorgehens des e.V. gleichkommen.
Das war es erst einmal zur Position. Es ist also zweifelhaft, ob das alles seine Gültigkeit hat. Es handelte sich um eine vorbereitete Aktion (Gespräche mit anderem GF) in dem Fall hätten die Juristen eine bessere Vorbereitung treffen müssen, was schon bei den Pressemitteilungen beginnt. Vor allem hätte man nicht so dumm sein dürfen, die Gespräche mit Alternativen zu benennen. Streit ist hier vorprogrammiert, was das Gesamtkonstrukt von Hannover 96 schädigen wird, zumal Martin Kind immer noch Mehrheitseigner der S&S ist.
Was kann noch so passieren? Wem das noch nicht reicht, der kann sich überlegen, wie Martin Kind, Dirk Rossmann und die weiteren Investoren wohl reagieren können. Rossmann beispielsweise hat einst klar gesagt, dass er die Mittel bereitgestellt hat und diese an Martin Kind gekoppelt sind. Es existieren auch noch einige Darlehen, die man ebenso zurückzahlen muss. Dafür gibt es wahrscheinlich Verträge, die Hannover 96 nicht sofort in Schieflage bringen, aber in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass man finanziell angeschlagen sein wird.
Kramer und Co. haben ja (vor Corona) behauptet, dass diese alternative Investoren haben, die sogar bereit wären weiter zu investieren. Diese müssten den aktuellen Investoren um Martin Kind erst einmal die vorhandenen Anteile abkaufen, was auch nicht so einfach ist. Martin Kind bezieht sich bei der Beurteilung nicht nur auf die reinen Finanzeinlagen, sondern beziffert den Wert ebenso über die von ihm erbrachte Arbeitszeit, welche er seinen Einkünften seines Unternehmens gleichsetzt. Darüber wurde lange bei der Beurteilung von 50+1 gesprochen, als es um die erheblichen Zuwendungen ging. Bedeutet am Ende, dass die Ansichten eines Martin Kind wahrscheinlich ungleich sind mit denen, welche ein zukünftiger Investor bereit sein wird finanziell zu erbringen. Dazu kommt noch, dass keiner Martin Kind zwingen kann zu verkaufen und dieser bei jeder Entscheidung mit einem Gewicht von 49% widersprechen kann. Sehr schwierige Situation und in vielen Fällen erneut das Pulver für Gerichtsverhandlungen. Sollte man es irgendwann wirklich schaffen ihm seine Anteile zu entlocken, wird es wahrscheinlich überverhältnismäßig teuer, denn Kind ist nicht auf das Geld angewiesen und kann die Entscheidungszeiträume nach Belieben bestimmen. Herzlichen Glückwunsch.
Als Fan betrachtet:
Als erstes habe ich Bedenken um das, was Hannover 96 heute bedeutet. Ich kann mich natürlich hinstellen und sagen, dass in der Regionalliga auch toller Fußball geboten wird, aber dann schaut bitte auch einmal darauf, was aus Vereinen in ähnlicher Lage geworden ist. Welcher Verein hat es aus einer solchen Lage geschafft sich zu erholen? 1860? Die haben immer noch den netten Herrn Investor an der Backe. Also ist das für mich keine Lösung.
Die zweite Ebene ist das nun absehbare, hereinbrechende Chaos, was durch die Aktion eingeleitet wurde. Viele von uns waren eigentlich frohen Mutes auf Grund der aktuellen Transferperiode. Ein Trainer und ein SpoDi, die gemeinsam etwas entwickeln wollen, viele junge talentierte Spieler. Es könnte etwas entstehen. Das größte Chaos bezog sich bis gestern auf Martin Hansen, die meisten anderen Angelegenheiten waren erledigt. Hier und da zwar Potential für Ärger (z.B. Evina), aber nichts so dramatisch, um Hannover 96 als Chaosclub zu bezeichnen. Das hat sich leider geändert.
Ausnahme wäre natürlich, wenn Martin Kind nun sagt, dass er schon immer mehr Freizeit wollte und er alle Ansprüche fallenlässt. Wer den alten Mann kennt, kann die Wahrscheinlichkeit diesbezüglich einschätzen.
Ich bin gespannt, was nun noch passieren wird und welche Konsequenzen damit einhergehen. Für Hannover 96 (e.V. und alle Gesellschaften), für alle handelnden Personen, inkl. Martin Kind. Es bleibt spannend, wobei ich diese Spannung ehrlich gesagt nicht brauche.
Sehr gute neutrale Einschätzung der Lage, die übrigens so auch in der aktuellen heutigen HAZ sinngemäß so geteilt wird.....das was nun passiert braucht wirklich kein Fan
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TWP17 am 28.07.2022 um 09:53 Uhr bearbeitet
28.07.2022 - 09:57 Uhr
Zitat von SergioPinto96
Da überhaupt noch gar keine Fakten vorliegen, die eine Beurteilung der Motive vom e.V. möglich machen, ist das nicht deine Meinung ("mMn"), sondern allenfalls eine Spekulation. Die kannst du natürlich gerne anstellen; fraglich ist für mich nur, wie zielführend das ist.
Ich für meinen Teil warte, bis gesicherte Informationen zur Nachfolge, zu den Hintergründen und zu der internen Kommunikation in der Sache vorliegen. Dann kann man immer noch den e.V. kritisieren. Oder eben Kind, abhängig davon, was rauskommt. Man wird mit Sicherheit in der nächsten Woche eine Pressekonferenz dazu einberufen.
Dass hier aber (berechtigterweise) solche Aufregung herrscht, wenn ein Geschäftsführer abberufen wird, zeigt für mich auch erneut, wie hochproblematisch unsere Struktur ist, wo quasi alles auf Kind zugeschnitten ist. Und da bringt auch kein Hinweis auf etwaige Verfehlungen bei der Suche nach einem Nachfolger in den letzten 2 Jahren mMn nichts, weil diese Strukturen unter der Doppelfunktion von Kind aufgebaut wurden. Das anzugehen, ist in der Tat mehr als überfällig. Über Zeitpunkt und Stil kann man diskutieren, wenn mehr Informationen vorliegen.
Zitat von thHannover96
Auch möchte ich kritisieren, dass das mMn jede Menge mit Selbstdarstellung von Kramer zu tun hat. .
Auch möchte ich kritisieren, dass das mMn jede Menge mit Selbstdarstellung von Kramer zu tun hat. .
Da überhaupt noch gar keine Fakten vorliegen, die eine Beurteilung der Motive vom e.V. möglich machen, ist das nicht deine Meinung ("mMn"), sondern allenfalls eine Spekulation. Die kannst du natürlich gerne anstellen; fraglich ist für mich nur, wie zielführend das ist.
Ich für meinen Teil warte, bis gesicherte Informationen zur Nachfolge, zu den Hintergründen und zu der internen Kommunikation in der Sache vorliegen. Dann kann man immer noch den e.V. kritisieren. Oder eben Kind, abhängig davon, was rauskommt. Man wird mit Sicherheit in der nächsten Woche eine Pressekonferenz dazu einberufen.
Dass hier aber (berechtigterweise) solche Aufregung herrscht, wenn ein Geschäftsführer abberufen wird, zeigt für mich auch erneut, wie hochproblematisch unsere Struktur ist, wo quasi alles auf Kind zugeschnitten ist. Und da bringt auch kein Hinweis auf etwaige Verfehlungen bei der Suche nach einem Nachfolger in den letzten 2 Jahren mMn nichts, weil diese Strukturen unter der Doppelfunktion von Kind aufgebaut wurden. Das anzugehen, ist in der Tat mehr als überfällig. Über Zeitpunkt und Stil kann man diskutieren, wenn mehr Informationen vorliegen.
Alles was Du ausführt ist weitgehend zutreffend und auch erforderlich, vielleicht ist es auch genau der richtige Zeitpunkt einen Schnitt zu machen und so wohl in der Personalfrage als auch an den Verein strukturen etwas zum Guten zu verändern, nur muss das wieder so ablaufen?
Solange wir solch ein Verhalten von der einen als auch der anderen Seite erleben wird für 96 keine bessere Entwicklung möglich sein, die Fronten scheinen verhärtet zu sein und das ist keine gute Basis für zukünftig gute Vereinspolitik.
Wenn MK und der e..V nicht zur Vernunft kommen wird 96 der leidende dritte sein, obwohl doch alle nur das beste für den Verein wollen wie diese ständig betonen.
DANN TUT AUCH WAS DAFÜR UND BESCHMEISST EUCH NICHT MIT DRECK
28.07.2022 - 10:04 Uhr
Zitat von t0815
Guten Morgen,
versuch doch bitte einmal die Situation realistisch zu betrachten.
Martin Kind ist hier nicht das woran es den Menschen in und um Hannover stört.
Du siehst das anders, ja das habe ich ja zur Kenntnis genommen und auch darauf geantwortet. Ich schlage vor wir verlassen damit die Antisympathie gegen Kind und versuchen endlich zu verstehen was hier nun droht.
Lies dir bitte dazu den sehr guten Text zur Situation von 09:08 Uhr durch. Du musst meine Beurteilung nicht glauben, aber vielleicht verstehst du an Hand des Textes was hier nun droht und nein das möchten wir nicht.
Jemanden los werden wollen (was ich arg kindisch finde) und die Konsequenz zu verstehen sind schon andere Dinge.
Zitat von Saufnase
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
Zitat von t0815
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
Guten Morgen,
versuch doch bitte einmal die Situation realistisch zu betrachten.
Martin Kind ist hier nicht das woran es den Menschen in und um Hannover stört.
Du siehst das anders, ja das habe ich ja zur Kenntnis genommen und auch darauf geantwortet. Ich schlage vor wir verlassen damit die Antisympathie gegen Kind und versuchen endlich zu verstehen was hier nun droht.
Lies dir bitte dazu den sehr guten Text zur Situation von 09:08 Uhr durch. Du musst meine Beurteilung nicht glauben, aber vielleicht verstehst du an Hand des Textes was hier nun droht und nein das möchten wir nicht.
Jemanden los werden wollen (was ich arg kindisch finde) und die Konsequenz zu verstehen sind schon andere Dinge.
1. Es heißt Antipathie und nicht Antisympathie (man man man)
2. Wenn du davon sprichst eine Situation realistisch zu betrachten, ist der Gipfel der Satire erreicht.
3. Welche statistische Erhebung erlaubt dir zu behaupten, dass Martin Kind nicht das ist, woran es den Menschen stört (was für eine Formulierung)?
Es wäre wirklich super , wenn du deine plumpen Versuche hier im Forum zu trollen einstellen würdest.
Warum du trotz deiner gestrigen Beleidigungen nicht gesperrt wurdest, ist mir auch völlig unverständlich.
28.07.2022 - 10:19 Uhr
Zitat von Saufnase
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
Zitat von t0815
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Der ganz große Teil in und um Hannover möchte einfach Ruhe um den Verein und erfolgreichen möglichst Erstligafußball sehen.
Richtig. Und zwar OHNE Martin Kind.
Ein großer Teil der Fans von Hannover 96 ist längst nicht so M. Kind fixiert wie ein Teil, zu dem du und @t0815 allem Anschein nach gehören.
Bis dato stört mich nur die Art des Vorgehens und die fehlende Transparenz.
Diese fehlende Transparenz wird von vielen mit der Strategie erklärt, dass es ein laufendes Verfahren ist und der e.V. nichts sagen kann, was ihm ggf. noch auf die Füße fallen kann.
Das würde aber für mich nur den Schluss zulassen, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht geplant war M. Kind abzusetzen und dieser sich etwas drastisch hat zu schulden kommen lassen, alles andere wäre ein Schnellschuss und womöglich nicht gut durchdacht.
Martin Kind hat ohne Zweifel viel für Hannover 96 getan und das lässt sich auch nicht von den vielen Kind-Kritikern wegdiskutieren, aber es gab den Verein vor M. Kind und es wird ihn hoffentlich auch noch lange danach geben.
Ich bin kein sonderlicher Fan von Herrn Kramer, aber auch er wird in erster Linie in Sinne des Vereins handeln und gehandelt haben (Das möchte ich zumindest glauben.) ich kann mir nicht vorstellen das es bei so wichtigen und ggf. einschneidenden Fragen persönliche Animositäten eine Rolle spielen. (Obwohl ich da seit der Causa Schäfer nicht mehr gänzlich von überzeugt bin.)
Ich erwarte einfach noch heute eine etwas ausführlichere Stellungnahme vom e.V. besonders da es die Opposition und in Person Herr Kramer waren, die fehlende Transparenz den Mitgliedern und Fans gegenüber jahrelang als ihr Kredo angebracht haben.
Jede Stunde die verstreicht ohne eine Transparente Erklärung, schadet mMn. den Verein, zumindest aber lässt es die Mitglieder wie mich an dem Vorstand des e.V. zweifeln.
Schade ist es für Kind das offensichtlich mit unterschiedlichen Maß gemessen wird, wäre der Fall andersherum würden hier jetzt wieder 90% vom Chaos-Verein schreiben und die Schuld ohne die Hintergründe zu kennen bei M. Kind suchen. Was genauso falsch ist wie es mMn. falsch ist sich derzeit ohne die genauen Gründe zu kennen für die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen.
28.07.2022 - 10:29 Uhr
Zitat von Addo10
1. Es heißt Antipathie und nicht Antisympathie (man man man)
Zitat von t0815
... versuch doch bitte einmal die Situation realistisch zu betrachten.
Martin Kind ist hier nicht das woran es den Menschen in und um Hannover stört.
Du siehst das anders, ja das habe ich ja zur Kenntnis genommen und auch darauf geantwortet. Ich schlage vor wir verlassen damit die Antisympathie gegen Kind und versuchen endlich zu verstehen was hier nun droht.
Lies dir bitte dazu den sehr guten Text zur Situation von 09:08 Uhr durch. Du musst meine Beurteilung nicht glauben, aber vielleicht verstehst du an Hand des Textes was hier nun droht und nein das möchten wir nicht.
Jemanden los werden wollen (was ich arg kindisch finde) und die Konsequenz zu verstehen sind schon andere Dinge.
... versuch doch bitte einmal die Situation realistisch zu betrachten.
Martin Kind ist hier nicht das woran es den Menschen in und um Hannover stört.
Du siehst das anders, ja das habe ich ja zur Kenntnis genommen und auch darauf geantwortet. Ich schlage vor wir verlassen damit die Antisympathie gegen Kind und versuchen endlich zu verstehen was hier nun droht.
Lies dir bitte dazu den sehr guten Text zur Situation von 09:08 Uhr durch. Du musst meine Beurteilung nicht glauben, aber vielleicht verstehst du an Hand des Textes was hier nun droht und nein das möchten wir nicht.
Jemanden los werden wollen (was ich arg kindisch finde) und die Konsequenz zu verstehen sind schon andere Dinge.
1. Es heißt Antipathie und nicht Antisympathie (man man man)
Sehr gut angemerkt. Ich habe meinen ersten Satz in dem langen Text auch verkackt. Kann mal passieren. Eine solche Art der Verbesserung bedeutet letztlich, dass man provozieren möchte. Es nebenbei und nicht mit "1." zu benennen wäre legitim.
Zitat von Addo10
2. Wenn du davon sprichst eine Situation realistisch zu betrachten, ist der Gipfel der Satire erreicht.
2. Wenn du davon sprichst eine Situation realistisch zu betrachten, ist der Gipfel der Satire erreicht.
Es sollte eine realisitsche Betrachtung vorgenommen werden. Das habe ich beispielsweise in meinem Post versucht, auch wenn mir elementare Informationen bis jetzt fehlen. Was wir aktuell wissen wirkt unüberlegt und läuft auf ein Machtduell zwischen Kramen und Kind hinaus.
Zitat von Addo10
3. Welche statistische Erhebung erlaubt dir zu behaupten, dass Martin Kind nicht das ist, woran es den Menschen stört (was für eine Formulierung)?
3. Welche statistische Erhebung erlaubt dir zu behaupten, dass Martin Kind nicht das ist, woran es den Menschen stört (was für eine Formulierung)?
Natürlich gibt es Personen, die sich an der Person Martin Kind stören. Es gibt allerdings auch Befürworter seiner Person und eben die Menschen, welche Für und Wider versuchen abzuwägen und dabei Aktionen von Martin Kind bewerten, die schädigend waren, aber auch die Elemente berücksichtigen, wo er dienlich war und das Konstrukt Hannover 96 gefördert hat.
Hier zu differenzieren wäre ebenso für Dich angebracht, denn Du kannst genausowenig eine statistische Erhebung nachweisen, die Deine These stützen könnte, dass es die Mehrheit der Menschen innerhalb der 96-Bubble wichtig ist, dass ein Martin Kind seines Amtes enthoben wird.
Ehrlich gesagt glaube ich (also es handelt sich um meine persönliche Wahrnehmung), dass es, ähnlich wie von @t0815 erörtert den meisten darum geht, dass man Fußball sehen möchte, der idealerweise erfolgreich ist und man froh ist, wenn ansonsten Ruhe herrscht. Das kann man gerne als eventgesteuertes Publikum und weniger als Fans bezeichnen, aber es ist das Rückgrat, welches Hannover 96 finanziert.
Zitat von Addo10
Es wäre wirklich super , wenn du deine plumpen Versuche hier im Forum zu trollen einstellen würdest.
Warum du trotz deiner gestrigen Beleidigungen nicht gesperrt wurdest, ist mir auch völlig unverständlich.
Ich lese im Forum nicht immer alles und ich weiß nicht auf welche Beleidigungen Du Dich beziehst. Ist mir auch egal. Ich bin nicht immer einverstanden mit der Wortwahl in diesem Forum und sicherlich nicht immer der gleichen Meinung wie @t0815 . Ich habe die allgemeine Art und Weise in diesem Forum bereits angeprangert und wollte mich eigentlich komplett zurückziehen. Zumindest schränke ich mich seit einiger Zeit deutlich ein. Es wäre wirklich super , wenn du deine plumpen Versuche hier im Forum zu trollen einstellen würdest.
Warum du trotz deiner gestrigen Beleidigungen nicht gesperrt wurdest, ist mir auch völlig unverständlich.
An dem letzten Post des Users finde ich nun nichts verwerfliches und vielleicht stecken in Teilen sogar Elemente, die ich nicht unterstütze. Die Entscheidung, inwieweit ein User gesperrt wird obliegt nun einmal nicht Dir und wenn Deinem Wunsch nicht entsprochen wird, kann es auch sein, dass es Deine Interpretation nicht deckungsgleich ist, wie die der Paten. Vielleicht gab es sogar eine Ermahnung (oder was auch immer ausgesprochen wird). So etwas habe ich sogar einmal erhalten (aus meiner Sicht unberechtigt).
Versucht mal einfach realistisch (da isses schon wieder) zu sein und die Situation um Martin Kind betrachten. Jetzt einfach "Hurra" zu rufen ist genauso falsch wie gleich sich mit dem Regionalligafußball abzufinden. Beides ist möglich und ich persönlich habe eigentlich keinen Bock darauf, denn ehrlich gesagt habe ich mich bis gestern Abend mehr auf das Pokalspiel von Hannover gefreut - inkl. der Überlegung nach Mainz zu fahren, als mir über Herrn Kramer und Herrn Kind Gedanken zu machen. Zumindest hat es jetzt eines erzeugt. Auf die Fahrt nach Mainz habe ich persönlich keinen Bock mehr. Wahrscheinlich schaue ich mir nicht einmal das Spiel im TV an, weil ich Freue an meinem Hobby Fußball haben möchte und kein permanentes Ärgernis, was die kommenden Monate vorprogrammiert erscheint.
Ich weise dabei aber nochmal darauf hin, dass es meine persönliche Meinung und Einschätzung ist. Ich kann nur empfehlen etwas mehr Pragmatismus walten zu lassen und eine Betrachtung anhand der Fakten vorzunehmen, welche uns bis jetzt bekannt sind. Stimmungsmache, wie auch von Peddar oder Schatto betrieben, helfen uns genausowenig wie die Freude der KMW-Rufer.
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