| Geburtsdatum | 17.08.1967 |
|---|---|
| Alter | 59 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Geschäftsführer |
| Akt. Verein | MSV Duisburg |
Michael Preetz
01.07.2012 - 01:08 Uhr
22.01.2021 - 11:39 Uhr
Zitat von vanscap
Habe gerade die PK gesehen, man hat Preetz sich da einen abgestammelt. Klar, er hat stets alle Fragen beantwortet und die Antworten waren auch weitesgehend schlüssig, aber ich fand sein Auftreten dennoch verändert im Vergleich zu den vorherigen PK's. Sicherlich waren dieses mal auch deutlich kritischere Fragen in seine Richtung dabei, aber dass ihn sowas so schnell ins Schwitzen bringt, hätte ich bei der krisenerprobten Vita nicht gedacht. Nach den Abstiegen und den Klinsmann-Tagebüchern saß er scheinbar um Welten fester im Sattel.
Übrigens fand ich die direkte Frage nach Rangnick absolut unprofessionell und überflüssig. Was denkt der Journalist denn, was da kommt? Das Preetz jetzt neben dem aktuellen Trainer sagt, dass er schon mit einem Nachfolger verhandelt? Oder das Preetz darüber Bescheid weiß, wie weit die Verhandlungen mit seinem Nachfolger sind? Ganz schwache Arbeit von dem Herrn, der dafür verantwortlich ist. Übrigens kann sowas auch die Verhandlungen zwischen Rangnick und Hertha erschweren, wenn so direkte öffentliche Dementi gemacht werden. Da waren die Fragen nach seiner Verantwortung und der Demo deutlich subtiler und besser platziert.
Habe gerade die PK gesehen, man hat Preetz sich da einen abgestammelt. Klar, er hat stets alle Fragen beantwortet und die Antworten waren auch weitesgehend schlüssig, aber ich fand sein Auftreten dennoch verändert im Vergleich zu den vorherigen PK's. Sicherlich waren dieses mal auch deutlich kritischere Fragen in seine Richtung dabei, aber dass ihn sowas so schnell ins Schwitzen bringt, hätte ich bei der krisenerprobten Vita nicht gedacht. Nach den Abstiegen und den Klinsmann-Tagebüchern saß er scheinbar um Welten fester im Sattel.
Übrigens fand ich die direkte Frage nach Rangnick absolut unprofessionell und überflüssig. Was denkt der Journalist denn, was da kommt? Das Preetz jetzt neben dem aktuellen Trainer sagt, dass er schon mit einem Nachfolger verhandelt? Oder das Preetz darüber Bescheid weiß, wie weit die Verhandlungen mit seinem Nachfolger sind? Ganz schwache Arbeit von dem Herrn, der dafür verantwortlich ist. Übrigens kann sowas auch die Verhandlungen zwischen Rangnick und Hertha erschweren, wenn so direkte öffentliche Dementi gemacht werden. Da waren die Fragen nach seiner Verantwortung und der Demo deutlich subtiler und besser platziert.
Gehe ich mit ! Leider sind gute Jounalisten mittlerweile selten geworden, ebenso wie Sky-Moderatoren mit Fachwissen
Zurück zum Langen - er wirkt schon sehr angeschlagen, aber mal ehrlich, wer wäre das nicht ? Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt. Das ist ja auch eine enorme Belastung, der nicht jeder gewachsen ist. Aber da muss er durch und dafür bekommt er ja auch ein fürstliches Gehalt.
Ich bin mir auch sicher, dass er gemerkt hat, wie ernst die Lage, also auch seine ist. Trotz allem sollten wir und auch die Journalisten fair bleiben und keine Hexenjagt veranstalten.
22.01.2021 - 11:47 Uhr
Zitat von Robson512
Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt.
Sehe ich nicht so, sonst hätte er seine Liaison mit Hertha aus freien Stücken schon längst beendet, genug Anlässe dazu den eigenständigen Cut zum Wohle des Vereins und der Zukunft zu machen gabs schon zuhäuf, aber wer will ihm das schon verübeln, wer verzichtet den unfreiwillig darauf das Trio Infernale mit Gegenbauer und Schiller abzugeben mit genügend Rückenwind wo die eine Hand die andere wäscht, auf die Spaziergänge am Schlachtensee mit Söhnchen und Frau statt im Kaff in der Pampa und natürlich auch auf die Kohle, die er woanders so nicht bekommen würde. Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt.
22.01.2021 - 11:56 Uhr
Zitat von Prince_2013
Zitat von Robson512
Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt.
Sehe ich nicht so, sonst hätte er seine Liaison mit Hertha aus freien Stücken schon längst beendet, genug Anlässe dazu den eigenständigen Cut zum Wohle des Vereins und der Zukunft zu machen gabs schon zuhäuf, aber wer will ihm das schon verübeln, wer verzichtet den unfreiwillig darauf das Trio Infernale mit Gegenbauer und Schiller abzugeben mit genügend Rückenwind wo die eine Hand die andere wäscht, auf die Spaziergänge am Schlachtensee mit Söhnchen und Frau statt im Kaff in der Pampa und natürlich auch auf die Kohle, die er woanders so nicht bekommen würde.Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt.
Man kann es auch so sehen, dass er nach dem ersten Abstieg gedacht hat, nein, das habe ich mitzuverantworten und da kann ich nicht feige fliehen. Also Ziel direkter Wiederaufstieg, was 2x geklappt hat.
Jetzt sieht das schon etwas anders aus. Wenn wir absteigen, dann fliegt er und wenn wir die Kurve kriegen, dann kann er in Ruhe zurücktreten.
Natürlich gibt keiner freiwillig so schnell einen Job auf, in dem er 7-stellig verdient ! Wäre er ja schön blöd. Aber jetzt ist er an dem Punkt angekommen, wo er eine persönliche Entscheidung treffen muss.
22.01.2021 - 11:59 Uhr
Hmm, ich bin mir nicht ganz sicher, ob viele von Euch nicht mehr in das Verhalten von Preetz während der PK hineininterpretieren, als tatsächlich da war. Für mich hat er sich verhalten wie immer. Auf bestimmte Fragen, die diesmal zugegebener Maßen deutlich schärfer formuliert waren als jemals zuvor, hat er mit seinem gewohnt süffisanten "Lächeln" reagiert, bevor er antwortete. Auch das Scheuen, direkt in die Kamera zu blicken wenn man antwortet, ist eine bereits zu genüge bekannte Eigenschaft von ihm (das macht der gute Herr Kahn übrigens genauso).
Alles in allem, eine gewohnt öde Vorstellung der teilnehmenden Personen, die lediglich durch die Art der Fragen etwas spannender gestaltet wurde als sonst. Es wurde weder eine Aufbruchstimmung, noch eine Weltuntergangsstimmung vermittelt, der man mit dem vorhandenen Personal (auf allen Ebenen) nicht irgendwie Herr werden könnte.
Alles in allem, eine gewohnt öde Vorstellung der teilnehmenden Personen, die lediglich durch die Art der Fragen etwas spannender gestaltet wurde als sonst. Es wurde weder eine Aufbruchstimmung, noch eine Weltuntergangsstimmung vermittelt, der man mit dem vorhandenen Personal (auf allen Ebenen) nicht irgendwie Herr werden könnte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fastcast am 22.01.2021 um 12:01 Uhr bearbeitet
22.01.2021 - 12:01 Uhr
Zitat von Prince_2013
Zitat von Robson512
Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt.
Sehe ich nicht so, sonst hätte er seine Liaison mit Hertha aus freien Stücken schon längst beendet, genug Anlässe dazu den eigenständigen Cut zum Wohle des Vereins und der Zukunft zu machen gabs schon zuhäuf, aber wer will ihm das schon verübeln, wer verzichtet den unfreiwillig darauf das Trio Infernale mit Gegenbauer und Schiller abzugeben mit genügend Rückenwind wo die eine Hand die andere wäscht, auf die Spaziergänge am Schlachtensee mit Söhnchen und Frau statt im Kaff in der Pampa und natürlich auch auf die Kohle, die er woanders so nicht bekommen würde.Er ist eben kein aalglatter Manager, dem alles am Ar... vorbei geht, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, dem der Verein noch immer am Herzen liegt.
Sehe ich ähnlich. Den Kredit als Vollblut-Herthaner hat er sich doch schon lange verspielt. Zumal er sich ja selbst gerne als wortkarger Macher inszeniert.
Aus menschlicher Sicht kann ich sogar verstehen, dass er sich an den Posten klammert. Er wird sicher nicht schlecht bezahlt und hat kaum Aussicht in der Bundesliga nochmal einen Job zu bekommen. Und vermutlich glaubt er selbst immer noch, dass er einen soliden Job macht.
Aber der Fußball ist nunmal ein knallhartes Geschäft und wenn du soviele Milionen mehr oder weniger in den Sand setzt, musst du halt mit Konsequenzen leben. Da hält sich mein Mitleid ehrlich gesagt in Grenzen und ich sehe keinen Anlass, seine Fehler und Schwächen als Fan noch länger akzeptieren zu müssen.
22.01.2021 - 12:06 Uhr
Zitat von FCMoabit21
Lese gerade, dass es eine online Petition zur Absetzung Preetz geben soll, finde online aber nichts - hat jemand den Link?
Lese gerade, dass es eine online Petition zur Absetzung Preetz geben soll, finde online aber nichts - hat jemand den Link?
https://www.openpetition.de/petition/online/michael-preetz-genug-ist-genug-11-jahre-schlechte-arbeit-und-trotzdem-noch-im-amt
22.01.2021 - 12:08 Uhr
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
22.01.2021 - 13:07 Uhr
Zitat von Price
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Sehe ich ähnlich. Ich habe absolut nichts gegen ihn persönlich und ich spreche ihm mit Sicherheit auch nicht ab, sein bestes zu geben bzw. in der Vergangenheit gegeben zu haben. Und es ist auch nicht so, dass ich seine komplette Amtszeit hier als einen einzigen Fehler sehe. Er hat bei weitem nicht alles verkehrt gemacht. Neben Transferflops waren da auch einige echt gute Deals dabei - sowohl auf der Ein- wie auch auf der Verkaufsseite!
Das Ding ist bloß, dass er leider das gleiche Problem hat, welches viele Personen in führenden Machtpositionen haben: Er hat den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpasst und zerstört sein Bild damit selbst!
Dass er mit einigen Trainerentscheidungen rückblickend teilweise böse ins Klo gegriffen hat - geschenkt. Er war zum jeweiligen Zeitpunkt davon überzeugt, das richtige zu tun und hatte dafür auch innerhalb des Vereins die nötige Rückendeckung. Zudem konnte er teilweise auch nur reagieren, wenn wieder irgendwas von außen in den Verein getragen wurde. Wenn aber nun bereits der 15. Trainer innerhalb von seiner Amtszeit kurz vor dem Aus steht und man es trotz der finanziell stark positiv veränderten Möglichkeiten und trotz der Rekord-Investitionen der letzten 14 Monate, noch immer nicht geschafft hat, den Verein wenigstens IN DIE NÄHE des europäischen Geschäfts zu bringen und man sich stattdessen wieder einmal mit dem dem Kampf gegen den Abstieg befassen muss, dann muss man sich einfach auch mal fragen, woran das liegen könnte. VOR ALLEM Preetz sollte sich diese Frage ehrlich und sachlich stellen! Und wenn der Verein ihm wirklich so sehr am Herzen liegt, wie er immer betont, dann MUSS er sich einfach auch eingestehen, dass (aller)spätestens nach dieser Saison der Punkt gekommen ist, an dem andere das Ruder übernehmen sollten.
NOCH hat er die Möglichkeit, sich hier mit Anstand zu verabschieden ohne sein Gesicht zu verlieren. Er sollte aber wirklich nicht auf Zeit spielen und es darauf ankommen lassen, hier - schlimmstenfalls nach dem 3. Abstieg seiner Amtszeit - mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt zu werden! Das wäre auch für ihn und seine eigene berufliche Zukunft alles andere als förderlich. NOCH stehen ihm etliche Möglichkeiten offen: Von einem Verbleib bei Hertha (natürlich in gänzlich anderer Funktion) bis hin zu einer neuen Herausforderung als Manager bei einem anderen Verein (und sei es in der 2. oder gar 3. Liga), bei dem er eine neue Chance bekäme, sich und allen anderen zu beweisen, dass er eben nicht nur "der Michi" ist, der 2 (oder 3?) mal mit der Alten Dame abgestiegen und ansonsten nur für den Zoff mit den Ex-Trainern in Erinnerung geblieben ist.
Er mag (das ist ziemlich offensichtlich) nicht der richtige Manager sein, wenn die Aufgabe lautet, einen Verein wie Hertha nach Fussball-Europa zu bringen, ich traue ihm aber auf jeden Fall zu, einen ambitionierten Zweit- oder Drittligisten über kurz oder lang in die 1. Liga zu bringen. Dazu muss er seine Wohlfühloase Hertha aber endlich mal verlassen und sich mit aller Kraft und Überzeugung neuen Aufgaben stellen. Und vor allem sollte er lernen und akzeptieren, dass er nicht alle Aufgaben selbst übernehmen kann, sondern sich auf die konzentrieren, die er beherrscht. Das, was nicht seine Kernkompetenz ist, sollte er an andere delegieren. Heißt: Transferverhandlungen führen kann er und das meiner Meinung nach auch echt gut (das hat man bei diversen Transfers gesehen, bei denen er manche Spieler als wahres Schnäppchen geholt, während er andere Spieler teilweise deutlich über Marktwert verkauft hat. Das dem natürlich auch Flops gegenüberstehen, steht außer Frage). Was er nicht kann: Schwächen im vorhandenen Kader erkennen und darauf entsprechend reagieren (im besten Falle sogar noch BEVOR die Schwächen allzu deutlich werden). Ein erfahrener Kaderplaner könnte ihm diese Aufgabe abnehmen und er sich damit darauf konzentrieren, die Spieler, die Kaderplaner und Scouting-Abteilung in Absprache mit dem Trainer ausgewählt haben günstig einzukaufen und möglichst teuer zu verkaufen.
Fazit: Für mich ist Michael Preetz alles andere als der "schlechteste Manager aller Zeiten" und ahnungslos oder gar dumm ist er definitiv auch nicht. Er ist aber inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem es bei Hertha einfach nicht mehr voran geht. Weder für ihn selbst und schon gar nicht für den Verein. Er sollte einem Neuanfang daher nicht im Wege stehen und versuchen das zu tun, was einige seiner Ex-Trainer nicht geschafft haben: Einen Abgang in Würde und Anstand hinzulegen ohne dabei unnötig Porzellan zu zerschlagen. Nicht jede Trennung muss zwangläufig in einem Rosenkrieg enden und das ist auch bei Hertha kein Naturgesetz. Es gibt auch langjährige Beziehungen, die im Guten auseinandergehen und bei denen man sich auch danach noch ehrlich in die Augen sehen kann und genau DAS sollte jetzt sein Ziel sein.
22.01.2021 - 13:16 Uhr
Zitat von Waldmeister49
Sehe ich ähnlich. Ich habe absolut nichts gegen ihn persönlich und ich spreche ihm mit Sicherheit auch nicht ab, sein bestes zu geben bzw. in der Vergangenheit gegeben zu haben. Und es ist auch nicht so, dass ich seine komplette Amtszeit hier als einen einzigen Fehler sehe. Er hat bei weitem nicht alles verkehrt gemacht. Neben Transferflops waren da auch einige echt gute Deals dabei - sowohl auf der Ein- wie auch auf der Verkaufsseite!
Das Ding ist bloß, dass er leider das gleiche Problem hat, welches viele Personen in führenden Machtpositionen haben: Er hat den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpasst und zerstört sein Bild damit selbst!
Dass er mit einigen Trainerentscheidungen rückblickend teilweise böse ins Klo gegriffen hat - geschenkt. Er war zum jeweiligen Zeitpunkt davon überzeugt, das richtige zu tun und hatte dafür auch innerhalb des Vereins die nötige Rückendeckung. Zudem konnte er teilweise auch nur reagieren, wenn wieder irgendwas von außen in den Verein getragen wurde. Wenn aber nun bereits der 15. Trainer innerhalb von seiner Amtszeit kurz vor dem Aus steht und man es trotz der finanziell stark positiv veränderten Möglichkeiten und trotz der Rekord-Investitionen der letzten 14 Monate, noch immer nicht geschafft hat, den Verein wenigstens IN DIE NÄHE des europäischen Geschäfts zu bringen und man sich stattdessen wieder einmal mit dem dem Kampf gegen den Abstieg befassen muss, dann muss man sich einfach auch mal fragen, woran das liegen könnte. VOR ALLEM Preetz sollte sich diese Frage ehrlich und sachlich stellen! Und wenn der Verein ihm wirklich so sehr am Herzen liegt, wie er immer betont, dann MUSS er sich einfach auch eingestehen, dass (aller)spätestens nach dieser Saison der Punkt gekommen ist, an dem andere das Ruder übernehmen sollten.
NOCH hat er die Möglichkeit, sich hier mit Anstand zu verabschieden ohne sein Gesicht zu verlieren. Er sollte aber wirklich nicht auf Zeit spielen und es darauf ankommen lassen, hier - schlimmstenfalls nach dem 3. Abstieg seiner Amtszeit - mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt zu werden! Das wäre auch für ihn und seine eigene berufliche Zukunft alles andere als förderlich. NOCH stehen ihm etliche Möglichkeiten offen: Von einem Verbleib bei Hertha (natürlich in gänzlich anderer Funktion) bis hin zu einer neuen Herausforderung als Manager bei einem anderen Verein (und sei es in der 2. oder gar 3. Liga), bei dem er eine neue Chance bekäme, sich und allen anderen zu beweisen, dass er eben nicht nur "der Michi" ist, der 2 (oder 3?) mal mit der Alten Dame abgestiegen und ansonsten nur für den Zoff mit den Ex-Trainern in Erinnerung geblieben ist.
Er mag (das ist ziemlich offensichtlich) nicht der richtige Manager sein, wenn die Aufgabe lautet, einen Verein wie Hertha nach Fussball-Europa zu bringen, ich traue ihm aber auf jeden Fall zu, einen ambitionierten Zweit- oder Drittligisten über kurz oder lang in die 1. Liga zu bringen. Dazu muss er seine Wohlfühloase Hertha aber endlich mal verlassen und sich mit aller Kraft und Überzeugung neuen Aufgaben stellen. Und vor allem sollte er lernen und akzeptieren, dass er nicht alle Aufgaben selbst übernehmen kann, sondern sich auf die konzentrieren, die er beherrscht. Das, was nicht seine Kernkompetenz ist, sollte er an andere delegieren. Heißt: Transferverhandlungen führen kann er und das meiner Meinung nach auch echt gut (das hat man bei diversen Transfers gesehen, bei denen er manche Spieler als wahres Schnäppchen geholt, während er andere Spieler teilweise deutlich über Marktwert verkauft hat. Das dem natürlich auch Flops gegenüberstehen, steht außer Frage). Was er nicht kann: Schwächen im vorhandenen Kader erkennen und darauf entsprechend reagieren (im besten Falle sogar noch BEVOR die Schwächen allzu deutlich werden). Ein erfahrener Kaderplaner könnte ihm diese Aufgabe abnehmen und er sich damit darauf konzentrieren, die Spieler, die Kaderplaner und Scouting-Abteilung in Absprache mit dem Trainer ausgewählt haben günstig einzukaufen und möglichst teuer zu verkaufen.
Fazit: Für mich ist Michael Preetz alles andere als der "schlechteste Manager aller Zeiten" und ahnungslos oder gar dumm ist er definitiv auch nicht. Er ist aber inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem es bei Hertha einfach nicht mehr voran geht. Weder für ihn selbst und schon gar nicht für den Verein. Er sollte einem Neuanfang daher nicht im Wege stehen und versuchen das zu tun, was einige seiner Ex-Trainer nicht geschafft haben: Einen Abgang in Würde und Anstand hinzulegen ohne dabei unnötig Porzellan zu zerschlagen. Nicht jede Trennung muss zwangläufig in einem Rosenkrieg enden und das ist auch bei Hertha kein Naturgesetz. Es gibt auch langjährige Beziehungen, die im Guten auseinandergehen und bei denen man sich auch danach noch ehrlich in die Augen sehen kann und genau DAS sollte jetzt sein Ziel sein.
Zitat von Price
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Sehe ich ähnlich. Ich habe absolut nichts gegen ihn persönlich und ich spreche ihm mit Sicherheit auch nicht ab, sein bestes zu geben bzw. in der Vergangenheit gegeben zu haben. Und es ist auch nicht so, dass ich seine komplette Amtszeit hier als einen einzigen Fehler sehe. Er hat bei weitem nicht alles verkehrt gemacht. Neben Transferflops waren da auch einige echt gute Deals dabei - sowohl auf der Ein- wie auch auf der Verkaufsseite!
Das Ding ist bloß, dass er leider das gleiche Problem hat, welches viele Personen in führenden Machtpositionen haben: Er hat den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpasst und zerstört sein Bild damit selbst!
Dass er mit einigen Trainerentscheidungen rückblickend teilweise böse ins Klo gegriffen hat - geschenkt. Er war zum jeweiligen Zeitpunkt davon überzeugt, das richtige zu tun und hatte dafür auch innerhalb des Vereins die nötige Rückendeckung. Zudem konnte er teilweise auch nur reagieren, wenn wieder irgendwas von außen in den Verein getragen wurde. Wenn aber nun bereits der 15. Trainer innerhalb von seiner Amtszeit kurz vor dem Aus steht und man es trotz der finanziell stark positiv veränderten Möglichkeiten und trotz der Rekord-Investitionen der letzten 14 Monate, noch immer nicht geschafft hat, den Verein wenigstens IN DIE NÄHE des europäischen Geschäfts zu bringen und man sich stattdessen wieder einmal mit dem dem Kampf gegen den Abstieg befassen muss, dann muss man sich einfach auch mal fragen, woran das liegen könnte. VOR ALLEM Preetz sollte sich diese Frage ehrlich und sachlich stellen! Und wenn der Verein ihm wirklich so sehr am Herzen liegt, wie er immer betont, dann MUSS er sich einfach auch eingestehen, dass (aller)spätestens nach dieser Saison der Punkt gekommen ist, an dem andere das Ruder übernehmen sollten.
NOCH hat er die Möglichkeit, sich hier mit Anstand zu verabschieden ohne sein Gesicht zu verlieren. Er sollte aber wirklich nicht auf Zeit spielen und es darauf ankommen lassen, hier - schlimmstenfalls nach dem 3. Abstieg seiner Amtszeit - mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt zu werden! Das wäre auch für ihn und seine eigene berufliche Zukunft alles andere als förderlich. NOCH stehen ihm etliche Möglichkeiten offen: Von einem Verbleib bei Hertha (natürlich in gänzlich anderer Funktion) bis hin zu einer neuen Herausforderung als Manager bei einem anderen Verein (und sei es in der 2. oder gar 3. Liga), bei dem er eine neue Chance bekäme, sich und allen anderen zu beweisen, dass er eben nicht nur "der Michi" ist, der 2 (oder 3?) mal mit der Alten Dame abgestiegen und ansonsten nur für den Zoff mit den Ex-Trainern in Erinnerung geblieben ist.
Er mag (das ist ziemlich offensichtlich) nicht der richtige Manager sein, wenn die Aufgabe lautet, einen Verein wie Hertha nach Fussball-Europa zu bringen, ich traue ihm aber auf jeden Fall zu, einen ambitionierten Zweit- oder Drittligisten über kurz oder lang in die 1. Liga zu bringen. Dazu muss er seine Wohlfühloase Hertha aber endlich mal verlassen und sich mit aller Kraft und Überzeugung neuen Aufgaben stellen. Und vor allem sollte er lernen und akzeptieren, dass er nicht alle Aufgaben selbst übernehmen kann, sondern sich auf die konzentrieren, die er beherrscht. Das, was nicht seine Kernkompetenz ist, sollte er an andere delegieren. Heißt: Transferverhandlungen führen kann er und das meiner Meinung nach auch echt gut (das hat man bei diversen Transfers gesehen, bei denen er manche Spieler als wahres Schnäppchen geholt, während er andere Spieler teilweise deutlich über Marktwert verkauft hat. Das dem natürlich auch Flops gegenüberstehen, steht außer Frage). Was er nicht kann: Schwächen im vorhandenen Kader erkennen und darauf entsprechend reagieren (im besten Falle sogar noch BEVOR die Schwächen allzu deutlich werden). Ein erfahrener Kaderplaner könnte ihm diese Aufgabe abnehmen und er sich damit darauf konzentrieren, die Spieler, die Kaderplaner und Scouting-Abteilung in Absprache mit dem Trainer ausgewählt haben günstig einzukaufen und möglichst teuer zu verkaufen.
Fazit: Für mich ist Michael Preetz alles andere als der "schlechteste Manager aller Zeiten" und ahnungslos oder gar dumm ist er definitiv auch nicht. Er ist aber inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem es bei Hertha einfach nicht mehr voran geht. Weder für ihn selbst und schon gar nicht für den Verein. Er sollte einem Neuanfang daher nicht im Wege stehen und versuchen das zu tun, was einige seiner Ex-Trainer nicht geschafft haben: Einen Abgang in Würde und Anstand hinzulegen ohne dabei unnötig Porzellan zu zerschlagen. Nicht jede Trennung muss zwangläufig in einem Rosenkrieg enden und das ist auch bei Hertha kein Naturgesetz. Es gibt auch langjährige Beziehungen, die im Guten auseinandergehen und bei denen man sich auch danach noch ehrlich in die Augen sehen kann und genau DAS sollte jetzt sein Ziel sein.

+1
22.01.2021 - 13:18 Uhr
Zitat von Rumkugel
+1
Zitat von Waldmeister49
Sehe ich ähnlich. Ich habe absolut nichts gegen ihn persönlich und ich spreche ihm mit Sicherheit auch nicht ab, sein bestes zu geben bzw. in der Vergangenheit gegeben zu haben. Und es ist auch nicht so, dass ich seine komplette Amtszeit hier als einen einzigen Fehler sehe. Er hat bei weitem nicht alles verkehrt gemacht. Neben Transferflops waren da auch einige echt gute Deals dabei - sowohl auf der Ein- wie auch auf der Verkaufsseite!
Das Ding ist bloß, dass er leider das gleiche Problem hat, welches viele Personen in führenden Machtpositionen haben: Er hat den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpasst und zerstört sein Bild damit selbst!
Dass er mit einigen Trainerentscheidungen rückblickend teilweise böse ins Klo gegriffen hat - geschenkt. Er war zum jeweiligen Zeitpunkt davon überzeugt, das richtige zu tun und hatte dafür auch innerhalb des Vereins die nötige Rückendeckung. Zudem konnte er teilweise auch nur reagieren, wenn wieder irgendwas von außen in den Verein getragen wurde. Wenn aber nun bereits der 15. Trainer innerhalb von seiner Amtszeit kurz vor dem Aus steht und man es trotz der finanziell stark positiv veränderten Möglichkeiten und trotz der Rekord-Investitionen der letzten 14 Monate, noch immer nicht geschafft hat, den Verein wenigstens IN DIE NÄHE des europäischen Geschäfts zu bringen und man sich stattdessen wieder einmal mit dem dem Kampf gegen den Abstieg befassen muss, dann muss man sich einfach auch mal fragen, woran das liegen könnte. VOR ALLEM Preetz sollte sich diese Frage ehrlich und sachlich stellen! Und wenn der Verein ihm wirklich so sehr am Herzen liegt, wie er immer betont, dann MUSS er sich einfach auch eingestehen, dass (aller)spätestens nach dieser Saison der Punkt gekommen ist, an dem andere das Ruder übernehmen sollten.
NOCH hat er die Möglichkeit, sich hier mit Anstand zu verabschieden ohne sein Gesicht zu verlieren. Er sollte aber wirklich nicht auf Zeit spielen und es darauf ankommen lassen, hier - schlimmstenfalls nach dem 3. Abstieg seiner Amtszeit - mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt zu werden! Das wäre auch für ihn und seine eigene berufliche Zukunft alles andere als förderlich. NOCH stehen ihm etliche Möglichkeiten offen: Von einem Verbleib bei Hertha (natürlich in gänzlich anderer Funktion) bis hin zu einer neuen Herausforderung als Manager bei einem anderen Verein (und sei es in der 2. oder gar 3. Liga), bei dem er eine neue Chance bekäme, sich und allen anderen zu beweisen, dass er eben nicht nur "der Michi" ist, der 2 (oder 3?) mal mit der Alten Dame abgestiegen und ansonsten nur für den Zoff mit den Ex-Trainern in Erinnerung geblieben ist.
Er mag (das ist ziemlich offensichtlich) nicht der richtige Manager sein, wenn die Aufgabe lautet, einen Verein wie Hertha nach Fussball-Europa zu bringen, ich traue ihm aber auf jeden Fall zu, einen ambitionierten Zweit- oder Drittligisten über kurz oder lang in die 1. Liga zu bringen. Dazu muss er seine Wohlfühloase Hertha aber endlich mal verlassen und sich mit aller Kraft und Überzeugung neuen Aufgaben stellen. Und vor allem sollte er lernen und akzeptieren, dass er nicht alle Aufgaben selbst übernehmen kann, sondern sich auf die konzentrieren, die er beherrscht. Das, was nicht seine Kernkompetenz ist, sollte er an andere delegieren. Heißt: Transferverhandlungen führen kann er und das meiner Meinung nach auch echt gut (das hat man bei diversen Transfers gesehen, bei denen er manche Spieler als wahres Schnäppchen geholt, während er andere Spieler teilweise deutlich über Marktwert verkauft hat. Das dem natürlich auch Flops gegenüberstehen, steht außer Frage). Was er nicht kann: Schwächen im vorhandenen Kader erkennen und darauf entsprechend reagieren (im besten Falle sogar noch BEVOR die Schwächen allzu deutlich werden). Ein erfahrener Kaderplaner könnte ihm diese Aufgabe abnehmen und er sich damit darauf konzentrieren, die Spieler, die Kaderplaner und Scouting-Abteilung in Absprache mit dem Trainer ausgewählt haben günstig einzukaufen und möglichst teuer zu verkaufen.
Fazit: Für mich ist Michael Preetz alles andere als der "schlechteste Manager aller Zeiten" und ahnungslos oder gar dumm ist er definitiv auch nicht. Er ist aber inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem es bei Hertha einfach nicht mehr voran geht. Weder für ihn selbst und schon gar nicht für den Verein. Er sollte einem Neuanfang daher nicht im Wege stehen und versuchen das zu tun, was einige seiner Ex-Trainer nicht geschafft haben: Einen Abgang in Würde und Anstand hinzulegen ohne dabei unnötig Porzellan zu zerschlagen. Nicht jede Trennung muss zwangläufig in einem Rosenkrieg enden und das ist auch bei Hertha kein Naturgesetz. Es gibt auch langjährige Beziehungen, die im Guten auseinandergehen und bei denen man sich auch danach noch ehrlich in die Augen sehen kann und genau DAS sollte jetzt sein Ziel sein.
Zitat von Price
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Ich habe kein Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommt ein Preetz würde aktuell noch im Sinne des Vereines handeln. Wäre das so, hätte man Labbadia nach dem Freiburg-Spiel entlassen und er hätte sich damit eingestanden, dass sein letzter Schuss nicht saß - Konsequenz: Rücktritt.
Nein, Preetz handelt nicht im Sinne des Vereins. Er handelt ausschließlich für sich selbst. Das ist der Grund, wieso er seinen Respekt bei unzähligen Hertha-Fans mittlerweile verspielt hat.
Und ja, er ist ein Mensch - aber auch ein Mensch muss sich der Kritik stellen und für seine Fehler gerade stehen. Was er aktuell tut ist respektlos dem Verein gegenüber - Respektlosigkeiten gegen seine Person sind nicht ok, er muss damit dann aber auch leben können.
Sehe ich ähnlich. Ich habe absolut nichts gegen ihn persönlich und ich spreche ihm mit Sicherheit auch nicht ab, sein bestes zu geben bzw. in der Vergangenheit gegeben zu haben. Und es ist auch nicht so, dass ich seine komplette Amtszeit hier als einen einzigen Fehler sehe. Er hat bei weitem nicht alles verkehrt gemacht. Neben Transferflops waren da auch einige echt gute Deals dabei - sowohl auf der Ein- wie auch auf der Verkaufsseite!
Das Ding ist bloß, dass er leider das gleiche Problem hat, welches viele Personen in führenden Machtpositionen haben: Er hat den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpasst und zerstört sein Bild damit selbst!
Dass er mit einigen Trainerentscheidungen rückblickend teilweise böse ins Klo gegriffen hat - geschenkt. Er war zum jeweiligen Zeitpunkt davon überzeugt, das richtige zu tun und hatte dafür auch innerhalb des Vereins die nötige Rückendeckung. Zudem konnte er teilweise auch nur reagieren, wenn wieder irgendwas von außen in den Verein getragen wurde. Wenn aber nun bereits der 15. Trainer innerhalb von seiner Amtszeit kurz vor dem Aus steht und man es trotz der finanziell stark positiv veränderten Möglichkeiten und trotz der Rekord-Investitionen der letzten 14 Monate, noch immer nicht geschafft hat, den Verein wenigstens IN DIE NÄHE des europäischen Geschäfts zu bringen und man sich stattdessen wieder einmal mit dem dem Kampf gegen den Abstieg befassen muss, dann muss man sich einfach auch mal fragen, woran das liegen könnte. VOR ALLEM Preetz sollte sich diese Frage ehrlich und sachlich stellen! Und wenn der Verein ihm wirklich so sehr am Herzen liegt, wie er immer betont, dann MUSS er sich einfach auch eingestehen, dass (aller)spätestens nach dieser Saison der Punkt gekommen ist, an dem andere das Ruder übernehmen sollten.
NOCH hat er die Möglichkeit, sich hier mit Anstand zu verabschieden ohne sein Gesicht zu verlieren. Er sollte aber wirklich nicht auf Zeit spielen und es darauf ankommen lassen, hier - schlimmstenfalls nach dem 3. Abstieg seiner Amtszeit - mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt zu werden! Das wäre auch für ihn und seine eigene berufliche Zukunft alles andere als förderlich. NOCH stehen ihm etliche Möglichkeiten offen: Von einem Verbleib bei Hertha (natürlich in gänzlich anderer Funktion) bis hin zu einer neuen Herausforderung als Manager bei einem anderen Verein (und sei es in der 2. oder gar 3. Liga), bei dem er eine neue Chance bekäme, sich und allen anderen zu beweisen, dass er eben nicht nur "der Michi" ist, der 2 (oder 3?) mal mit der Alten Dame abgestiegen und ansonsten nur für den Zoff mit den Ex-Trainern in Erinnerung geblieben ist.
Er mag (das ist ziemlich offensichtlich) nicht der richtige Manager sein, wenn die Aufgabe lautet, einen Verein wie Hertha nach Fussball-Europa zu bringen, ich traue ihm aber auf jeden Fall zu, einen ambitionierten Zweit- oder Drittligisten über kurz oder lang in die 1. Liga zu bringen. Dazu muss er seine Wohlfühloase Hertha aber endlich mal verlassen und sich mit aller Kraft und Überzeugung neuen Aufgaben stellen. Und vor allem sollte er lernen und akzeptieren, dass er nicht alle Aufgaben selbst übernehmen kann, sondern sich auf die konzentrieren, die er beherrscht. Das, was nicht seine Kernkompetenz ist, sollte er an andere delegieren. Heißt: Transferverhandlungen führen kann er und das meiner Meinung nach auch echt gut (das hat man bei diversen Transfers gesehen, bei denen er manche Spieler als wahres Schnäppchen geholt, während er andere Spieler teilweise deutlich über Marktwert verkauft hat. Das dem natürlich auch Flops gegenüberstehen, steht außer Frage). Was er nicht kann: Schwächen im vorhandenen Kader erkennen und darauf entsprechend reagieren (im besten Falle sogar noch BEVOR die Schwächen allzu deutlich werden). Ein erfahrener Kaderplaner könnte ihm diese Aufgabe abnehmen und er sich damit darauf konzentrieren, die Spieler, die Kaderplaner und Scouting-Abteilung in Absprache mit dem Trainer ausgewählt haben günstig einzukaufen und möglichst teuer zu verkaufen.
Fazit: Für mich ist Michael Preetz alles andere als der "schlechteste Manager aller Zeiten" und ahnungslos oder gar dumm ist er definitiv auch nicht. Er ist aber inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem es bei Hertha einfach nicht mehr voran geht. Weder für ihn selbst und schon gar nicht für den Verein. Er sollte einem Neuanfang daher nicht im Wege stehen und versuchen das zu tun, was einige seiner Ex-Trainer nicht geschafft haben: Einen Abgang in Würde und Anstand hinzulegen ohne dabei unnötig Porzellan zu zerschlagen. Nicht jede Trennung muss zwangläufig in einem Rosenkrieg enden und das ist auch bei Hertha kein Naturgesetz. Es gibt auch langjährige Beziehungen, die im Guten auseinandergehen und bei denen man sich auch danach noch ehrlich in die Augen sehen kann und genau DAS sollte jetzt sein Ziel sein.

+1
+1
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Deutschland 