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Pressethread

04.10.2010 - 18:54 Uhr
Pressethread |#1351
13.01.2018 - 11:47 Uhr
Ab und zu werden von Streich ja Journalisten mit bloeden Fragen "rasiert". Da gehoerte frueher auch der (ich meine ehemalige) Bildredakteur dazu. In letzter Zeit das junge Maedel, wobei er hier sich fast schon zurueckhaelt fuer seine Verhaetlnisse.

Die Bild muss halt was schreiben und am besten etwas welches Auflage generiert. Also Aufschrei. Streich polarisiert. Ich kenne viele Fans von anderen Vereinen die Streich toll finden, aber auch einige die ihn fuer seine Art nicht ausstehen koennen. Jetzt wo er wieder irgendwas gewonnen hat, ist er auf einem Sockel und somit interessanter zu demontieren - sprich Auflage zu generieren.

Da Streich ja eh kaum ueber sich liest, und wahrscheinlich generell keine Bild (warum auch wenn man die BZ abbonieren kann - uebrigens als NRWler kann man sagen die BZ ist eine sehr gute Zeitung - hier in NRW ist der Medienmarkt aufgeteilt und es herrscht ein Oligopol: WAZ Gruppe, und Funke Medien...und dementsprechend auch Qualitaetsarmut.), wird ihn das kaum treffen.

Ausserdem ist es Gang und Gaebe dass Spieler die den Verein verlassen werden, sich bei der 2ten Mannschaft fit halten werden. Warum jetzt ausgerechnet Niedermeier herausgepickt wird und dem Quartett Bulut, Iggy und Meffert, Niedermeier...weiss ich nicht. Gibt es da im Artikel einen Hinweis? Im Prinzip sind das halt alles Spieler die eher in die 2. Liga gehoeren. Fuer einen Bundesligaerfahrenen Spieler wie Niedermeier sicherlich bitter, aber seine Spielweise bzw. Spielertyp ist ein Auslaufmodell.
Pressethread |#1352
13.01.2018 - 12:35 Uhr
Niedermeier ist eben für viele ein Begriff, da wird dieser “Absturz“ natürlich gerne thematisiert. Erfrischend dagegen waren die fast täglichen Berichte aus dem Trainingslager im kicker...
Pressethread |#1353
06.02.2018 - 10:15 Uhr
Hier ein interessanter Artikel über den aktuellen Zustand der Fußballbundesliga

http://www.tagesspiegel.de/sport/der-fussball-und-das-geld-bundesliga-bis-die-blase-platzt/20918088.html
Pressethread |#1354
06.02.2018 - 10:34 Uhr
Es stimmt ja auch. Ich stelle bei mir und auch meinen Freunden eine Saettigung im Bereich Fussball fest. Wenn ich will kann ich im Prinzip jeden Tag Fussball gucken. Mo 2. Liga, Di/Mi Cl, Do EL, Fr-So Bundesliga. Jetzt werden die Spiele immer weiter zerfasert, sprich Montags auch Bundesliga, Sonntag 1 Spiel mehr etc pp.
Dazu kommt jetzt noch dass man total den Überblick verliert wo was läuft. Freitags nicht Mehr aus Sky. Pokal läuft wo? Auf RTL läuft die Nationalmannschaft und was ist eigentlich DAZN?!

Der Spielkalender wird ja auch immer voller. Was interessieren mich denn Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Gibraltar und andere Stadtstaaten. Stadtstaaten die kleiner als die meisten Bundesligastandorte sind. Das die krasser Aussenseiter sind ist doch klar.

Das ist schonmal ein Grund warum mMn die Leute weniger Interesse zeigen. Einfach eine Uebersaettigung.

Andere Punkte sind die angesprochene Langeweile der Liga mit den Bayern als Abo Meister der sich dadurch immer weiter die Taschen voll schaufelt und immer weiter seinen Vorsprung ausbaut.

Und seit Sommer wo man von Kapitalismus zum Neo-Kapitalismus gewechselt ist, hört der Spass halt auf. Transfersummen im 3 stelligen Millionen Bereich oder Gehalt von über einer 1 Mio in der Woche kann du doch keinem mehr verkaufen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs.

Das sich da einige Verabschieden ist doch kein Wunder. Ausserdem gibt auch noch ein Leben neben dem Fussball. Wann soll das denn stattfinden bei Fussball 24/7?!

Edit: Die Liga muss sich was ausdenken. Das Auslaufen der Zentralvermarktung war mMn ein Fehler. Ersten wächst so die Schere zwischen arm und reich weiter und 2. sieht es scheisse aus auf den Trikots. Wie soll denn die Liga spannend bleiben wenn die erfolgreichen durch ihren Erfolg ihren Wettbewerbsvorteil kontinuierlich ausbauen können?!

Die grossen US Ligen haben dem mehrere Riegel vorgeschoben. Sprichwort Salary Cap, Transfers werden erst durch die Liga getätigt, dann zwischen den Vereinen, die schlechteste Mannschaft bekommt das Recht auf den besten Draft usw. Hier werden doch gezielt die schwächeren Teams unterstütz, damit die Liga spannend bleibt. Und es bringt ja was. Ich weiss noch wie die Tampa Bay Lightning jahrelang Schlusslicht der NHL waren. Und 10 Jahre später gewinnen sie den StanleyCup. Das kommt ja nicht von ungefähr.

Aber mit solchen Argumenten braucht man Rummenigge und Ulli gar nicht kommen. Die faseln dann was von der CL. Was interessiert mich denn die CL wenn dadurch das Produkt Bundesliga an Wert verliert?

Deswegen sollte sich Seifert echt was besseres überlegen als die 50+1 Regel zu kippen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von donnie69er am 06.02.2018 um 10:41 Uhr bearbeitet
Pressethread |#1355
06.02.2018 - 11:25 Uhr
Zitat von donnie69er

Die grossen US Ligen haben dem mehrere Riegel vorgeschoben. Sprichwort Salary Cap, Transfers werden erst durch die Liga getätigt, dann zwischen den Vereinen, die schlechteste Mannschaft bekommt das Recht auf den besten Draft usw. Hier werden doch gezielt die schwächeren Teams unterstütz, damit die Liga spannend bleibt. Und es bringt ja was. Ich weiss noch wie die Tampa Bay Lightning jahrelang Schlusslicht der NHL waren. Und 10 Jahre später gewinnen sie den StanleyCup. Das kommt ja nicht von ungefähr.


Wobei das Argument in Europa einfach keines ist. Den Salary Cap könnte man einführen, ja, aber Draftsystem? Das funktioniert in den USA nur, weil es kein Vereinssystem gibt, sondern die Akteure in den Sportarten in High School und College ausgebildet werden und dann nach dem College gedraft werden können. Wie soll das denn in Europa funktionieren? Nur mal so als Beispiel, Leroy Sané durchläuft die Jugendmannschaften bei Schalke 04, wird dann 18 und kann aus der U19 raus, in dem Jahr wird der HSV drittletzter und sagt dann im Draft, wir wollen Leroy Sané haben. Der soll dann von Schalke nach Hamburg gehen?

Aber auch der Salary Cap wird übrigens bei uns schwierig, da der nur funktionieren könnte, wenn die UEFA die einzelnen Ligen entmachtet und einen Salary Cap festlegt. Sonst hast du von mir aus die Premier League, die sagt wir machen einen Salary Cap von 250 Millionen Euro, die Bundesliga nur 150 Millionen Euro, damit wäre die Wettbewerbsgleichheit in den UEFA-Wettbewerben geschädigt. Zumal man ja noch dazu sagen muss, dass das Problem der Ausgeglichenheit kein bisschen behoben wird. Selbst bei einem Salary Cap wären finanzstarke Mannschaften eindeutig im Vorteil, da die kleineren Teams, wie jetzt zum Beispiel unser SC, den Salary Cap gar nicht ausfüllen könnte.

Das komplette amerikanische System ist zudem darin verwurzelt, dass die Ligen einen eigenen Kreislauf bilden, die Franchises gehören reichen Besitzern, die zusammen innerhalb der Liga Regeln festlegen. Das kannst du mit Aufstiegs- und Abstiegsregelungen zum Beispiel auch nicht vereinen. Das US-System ist gut so wie es ist, allerdings einfach 0,0 übertragbar auf die europäischen Verhältnisse.

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• Sport-Club Freiburg • Dallas Mavericks •
Pressethread |#1356
06.02.2018 - 11:44 Uhr
Ich hab ja auch nicht gesagt dass man das System der US Ligen übernehmen soll, sondern habe es als Beispiel angebracht dass die dadurch eine Auseinanderdriften der Teams verhindern und so die Liga spannend halten.
Ich habe gesagt Seifert solle sich mal was überlegen und zwar was besseres als die 50+1 Regel aufzuweichen.

Salary Cap kann man auch mit Werbevertraegen umgehen etc pp. Das Financial Fair Play ist eine hohle Phrase als Mittel und wir nicht konsequent umgesetzt. Das habe ich alles schonmal vor einer Woche in einem Thread geschrieben. Das sind aber eine der wenigen Stellschrauben die funktionieren wuerden wenn man sie mal konsequent umsetzt. Dann gibt es mehrjähriges Transferverbot und anstatt einer Reduzierung auf 21 Linzenzspieler für die CL, wird dann auf 16 reduziert. Sollen die damit mal klar kommen wenn die gegen die Regeln verstossen. Da muss einfach haerter bestraft werden und dann konsequent. Nicht einfach dann die Strafen reduzieren nachträglich. EIne weitere Idee wäre natürlich dass die Manschaften, welche gegen das Financial FairPlay verstossen international einfach ausgeschlossen werden. Zudem dann noch die Transfersperre bekommen.
Derzeit tanzen die doch der UEFA auf der Nase rum. Das PSG derzeit nicht gesperrt ist oder wird, ist doch ein schlechter Witz. DIe werden niemals das Financial Fairplay einhalten. Können die gar nicht mit dem bevorstehenden Mbappe Transfer. Im Endeffekt dürfen die dann eine Strafe an die UEFA zahlen und bekommen vielleicht 12 Monate Transfersperre. Das ist doch ein schlechter Witz. Ich kauf mir ein zukuftsfähiges Team zusammen, wo ich eh nicht mehr grossartig justieren muss und darf dann halt ein Jahr nicht transferieren. Bitte?! Strafzahlung? Hallo? Wo es doch um Ölmilliarden geht? Schlechter Witz.

Die Entwicklungen der letzten Jahre bzw. die Änderungen sind doch die ganze Zeit pro Kommerz, eine weitere Öffnung für Investoren. DIe Bayern sind zwar keine AG, vergolden dann aber Anteile an autokratische Staaten die die Menschenrechte mit Füßen treten.

Die Liga ist schlichtweg gefordert die Balance in der Liga wiederherzustellen um das Produkt Bundesliga attraktiv zu halten. Und der jetzt eingeschlagene Weg ist schlichtweg der Falsche.

Und die UEFA muss ihre Mechanismen umsetzen um den Ligen ihren Handlungsspielraum zu geben. Ansonsten konterkarrieren sie deren Bemühungen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von donnie69er am 06.02.2018 um 11:54 Uhr bearbeitet
Pressethread |#1357
06.02.2018 - 13:31 Uhr
Zitat von donnie69er

DIe Bayern sind zwar keine AG, vergolden dann aber Anteile an autokratische Staaten die die Menschenrechte mit Füßen treten.

https://de.wikipedia.org/wiki/FC_Bayern_M%C3%BCnchen_AG

Zitat von donnie69er
Deswegen sollte sich Seifert echt was besseres überlegen als die 50+1 Regel zu kippen.

Darin wird für die Herren aber die augenscheinlich beste Lösung liegen. Man hat zur Premier League finanziell einen zu großen Abstand, als dass er sich aus eigener Kraft aufholen lassen würde. Was braucht man also? Geld von außen. Wie bekommt man es? Über das Mitbestimmungsrecht von Investoren. Es wird die "Probleme", zumindest jene, die Seifert/Hoeneß/Rummenigge u. ä. als solche erachten, auch lösen.

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SC Freiburg

"Man darf bei Fußball nicht denken wie Beamter: 0:0 halten bis Feierabend."
(Giovanni Trappatoni)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von uwe_wassmer am 06.02.2018 um 13:38 Uhr bearbeitet
Pressethread |#1358
06.02.2018 - 14:17 Uhr
Zitat von uwe_wassmer
Zitat von donnie69er

DIe Bayern sind zwar keine AG, vergolden dann aber Anteile an autokratische Staaten die die Menschenrechte mit Füßen treten.

https://de.wikipedia.org/wiki/FC_Bayern_M%C3%BCnchen_AG


Witzig. Ich müsste jetzt nochmal Hoeness Aussage zu Dortmund raussuchen. Das die ja als AG gezwungen seien ihre besten Spieler zu verkaufen da die Aktionäre das so wollten. Bayern kann quasi selbst bestimmen. Der einzige Unterschied zwischen beiden ist also das Dortmund an der Börse gehandelt wird und Bayern nicht.
Ich dachte immer die Bayern wären eine KG. Wusste auch nicht dass man als AG nicht an der Börse gehandelt werden muss. Man lernt nie aus.

Ich dachte auch immer Katar hätte Anteile. Offiziell sind die nur Sponsor. Naja. Macht die Sache nicht wesentlich besser.

Das das aushölen der 50+1 Regel die Situation für Bayern und Co vereinfacht, liegt ja auf der Hand. Aber es wird mMn die Bundesliga schwächen. Vielleicht würden in einige Vereine so viel Geld reingepumpt dass sie als Konkurrenz zu Bayern erwachsen, aber dann hätte man vielleicht eine Handvoll Clubs auf Spitzenniveau und der Rest ist nur noch Sparringspartner.

Also ich halte das für den falschen Weg. Erstmal sollten die angesprochenen Themen vielleicht angegangen werden.
Pressethread |#1359
06.02.2018 - 14:27 Uhr
Witzigerweise ist der BVB gar keine AG (dachte ich auch immer), sondern eine GmbH & Co. KGaA:

https://de.wikipedia.org/wiki/GmbH_%26_Co._KGaA

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SC Freiburg

"Man darf bei Fußball nicht denken wie Beamter: 0:0 halten bis Feierabend."
(Giovanni Trappatoni)
Pressethread |#1360
06.02.2018 - 14:57 Uhr
Bei aller Liebe zur der von Euch angestrebten bzw. erwünschten "Verbesserung" der Situation darf man eines nicht außer acht lassen. Wer profitiert von einer Veränderung in der von Euch erwünschten Richtung?

Betrachten wir zunächst einmal die Akteure im Fußball:

1. Vereine
2. Trainer
3. Manager
4. Medien (TV Sender, Zeitschriften, Websites, Nachrichten usw.)
5. Verbände (UEFA, FIFA, DFL, DFB, EFA, etc. PP)
6. Berater
7. Investoren
8. Unternehmen
9. Staaten (Steuern, Politische Außendarstellung etc. etc.)
10. Spieler
11. Fans
12. Zuschauer
13. Familien der Spieler
14. Schiedsrichter
15. Mediziner (Sportärzte, Pfleger, Reha, etc. ec.)

Es gibt also schon einige Akteure in diesem Apparat. Wer profitiert nun von was? Gibt es dazu wissenchaftliche Befunde? Weiß jemand genau was passiert wenn ein Salary Cap eingeführt wird im Hinblick auf die Auswirkung auf die Staatliche Außenwirkung und Steuereinnahmen?

Was ich damit sagen will: Es bringt nicht viel einfach irgendwelche gegebenen Modelle zu sizzieren und daraus die Einzelteile im Hinblick auf subjektive Bewertungen dann auszuwählen und zu implementieren.

Die DFL und herr Seifert haben mehrere Dinge zu beachten die sie wahrscheinlich selbst garnicht wirklich vollständig durchblicken können. Aus dieser Begründung heraus vermute ich dass wir mehr oder minder eine Symptombehandlung sehen werden die alá financial Fair play dann je nach Bedürfnis und Machtposition der jeweilgen Akteure angepasst wird. Es wird nicht wirklich eine tiefgreifende Reform geben. Diese ist jedoch notwendig um das zu erriechen was ein otto-normal-Fan sich wünscht: Chancengleichheit!

Der Otto-Normal-Fan wünscht sich ein fairen und authentischen sportlichen Wettbewerb und das geht nur über die Chancengleichheit. Diese ist jedoch per sé schon nicht system immanent. Die verschiedenen Standortnachteile lassen grüßen. Es gibt daher nur eine Möglichkeit dass sich etwas an dem System ändert: Das System und seine Akteure müssen sich ändern...

Jetzt die entscheidende Frage: Wer lässt sich denn einfach so, ohne zu mucken, seines Amtes entheben, und, welcher Nachfolger sorgt vor seiner Amtseinführung (oder auch während dessen) dafür dass der Einfluss des Amtes weiter beschränkt wird oder gar von Außen gesteuert werden kann? Würde ein Rummenigge zustimen dass der SC-Freiburg mehr Geld bekommt weil wir ein Standortnachteil haben? Sowas müsste jedoch passieren damit die Chancengleichheit hergestellt werden kann, und zwar in Bezug auf alle Vereine in Detuschland!

Die Frage warum FFP nicht funktioniert, kann somit auch ganz leicht beantwortet werden: Diejenigen die wollen dass es funktioniert haben schlichtweg nichts zu melden und diejenigen die mit dem Status Quo einverstanden sind und diesen auch befürworten, entscheiden letztlich darüber.

Wir dürfen uns also keine Illusionen über eine tiefgreifende Veränderung der Situation zu unseren Gunsten oder Ungunsten machen sondern uns überlegen wie wir aus der Situation das Beste herausholen. Darin lag aber schon immer der Kerngedanke der sportlichen Leistung. Die Alternative heißt sich komplett vom Fußball zu distanzieren und sich etwas anderes als Hobby anzueignen...

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05.12.2021 - BMG-SCF - 0:6 - No Freiburg - No Party!
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