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Mi., 10.06.2020
SpVgg Unterhaching
Forum Unterhaching
9. Tabellenplatz  
Eintracht Braunschweig
E. Braunschweig Forum
3. Tabellenplatz  

Daten

SpVgg Unterhaching   Eintracht Braunschweig
Claus Schromm C. Schromm Trainer M. Antwerpen Marco Antwerpen
1,98 Mio. € Gesamtmarktwert 20,63 Mio. €
21,7 ø-Alter 24,3

Gesamtbilanz: 3. Liga

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wahretabelle

Sieg oder Abschied vom Aufstieg

10.06.2020 - 11:09 Uhr
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#41
10.06.2020 - 23:05 Uhr
Mei, gegen so eine clevere Braunschweiger Mannschaft kann man auch mit einer couragierten und ansehnlichen Offensivleistung verlieren. Ich hab schon bei der Aufstellung bisschen geschluckt bei der geballten Offensivpower mit Kobylanski - Pourié - Biankadi. Evtl. muss man da halt auch spontant bei 1:0-Führung nach der Verletzung von Stahl nen Gang rausnehmen, auch wenn es bis dahin ganz gut lief. Und dann halt versuchen, selber Nadelstiche zu setzen. Hinterher ist man immer schlauer.

Ich fand Greger und Mantl eigtl. ziemlich gut, Schwabl sieht halt beim 1:3 nicht gut aus, hat aber das brutal starke Tor gemacht, vorne auch ein paar nicht ungefährliche Flanken reingebracht und war zweikampfstark. Dombos Spiel war es nicht. Bei Winkler hat man leider die frühe Gelbe gemerkt, die m.E. recht hart war.

Bei F. Müller tue ich mich etwas schwer. Nach vorne hat er ganz ordentlich Betrieb gemacht, dann holt er sich wg. zweier dümmlicher Fouls die gelbe Karte ab. Da hätte er mal lieber vor dem 1:2 das taktische Foul gemacht anstatt zurückzuziehen.

Fuchs und Hufnagel verbessert. Da liefen einige gute Kombinationen. Die Chance kurz vor Schluss auf Heinrich war da schön aufgelegt.

Marseiler fand ich nicht so schlecht, wie vorhin irgendjemand meinte. Die Spritzigkeit fehlt vielleicht noch etwas und er hatte halt auch nicht so viele Räume, um anzuziehen. Aber die Ballbehandlung und das 1-gegen-1-Spiel ist schon Zucker.

Schröter engagiert und halt leider bei seinem Heber mit etwas Pech, dass er den nicht 10 cm höher bekommt. Das war ansonsten echt clever gespielt.

DSE und Dietz hätte man sich heute sparen können. Bei DSE war man versucht, im Ticker nachzuschauen, ob er überhaupt eingewechselt wurde und Dietz bis auf das Handtor auch sehr zurückhaltend. Hat noch Glück, dass ihm der Schiri sein versuchtes Elferschinden nicht als Schwalbe auslegt. Dann geht er mit Gelb-Rot runter. VIelleicht bin ich zu sehr Bigalke-Fan, aber wenn es an dem Tag prinzipiell mit dem Kurzpassspiel ganz gut klappt, hätte ich vielleicht eher ihn gebracht.

In Abstiegspanik verfalle ich im Gegensatz zu manch anderem noch nicht aber für mich ist der Zug nach oben jetzt endgültig abgefahren. Vorne im Zentrum haben wir mit verletztem Hain und DSE, der keinen richtigen Lauf hat, wenig Alternativen in Spielen wo es bei Schröter nicht klappt und Endres - und so wie Schromm klang auch Stahl - brauchen wir diese Saison nicht mehr rechnen. Das wird m.E. mit der Serie so nicht klappen.

Hoffentlich ist Hain für ein paar Tore im Grünwalder wieder fit smile Das würde in der aktuellen Situationen als Saisonhöhepunkt schon auch etwas hermachen. Ansonsten schiele ich noch ein wenig auf Platz 4/5 aber auch da schwindet langsam die Hoffnung.

Nachtrag: Interessant, was hier so auto(?)-zensiert wird. Hätte das id...-Adjektiv im Zusammenhang mit einem Foul da für eher unverdächtig gehalten. Mal schauen, ob das mit d- jetzt durchgeht. Nicht, dass man mich jetzt angesichts der Sternchen noch des schlimmsten verdächtigt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von darlouhg am 10.06.2020 um 23:13 Uhr bearbeitet
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#42
10.06.2020 - 23:22 Uhr
Zitat von Rot-Blauer_Pet
55M, schiri nervt immer noch
Zitat von hachingost

Es wiederholt sich vieles. Guter Start, man denkt heute passt vieles, ganz besonders die Mentalität und dann sowas. Wieder schönes wenn auch glückliches Führungstor und das grottige Eins-gegen-eins-Spiel unserer Abwehrspieler. Dombrowka ganz daneben: weiß der eigentlich welche Position er spielt ?
Da kann nur eine Aufholjagd a la Würzburg helfen.

ich denke, dass man sich bewusst sein sollte, dass der Gegner auch spielt um zu punkten. Das hört sich jetzt wahrscheinlich selten dämlich an, aber es kommt mir so vor als ob das total ausser Acht gelassen wird.
Und es ist ja wie hier auch geschrieben wurde überhaupt nicht alles schlecht! Ganz im Gegenteil, und aus diesem Spiel wird man auch wieder erfahrener werden. Der Aufstiegszug ist bei diesen Mannschaften auf jeden Fall noch nicht abgefahren. Entscheidungsspiel wird gg. Mannheim , weil ich uns mit dieser "konsequenten und kollektiven" Leistung einfach noch ne Serie zutraute!

Ganz abgesehen davon dass wir heute noch zwei Tore schießen, aber halt noch drei fangen.. Egal! Wer will hier bitte widersprechen: Haching ist der geilste Klub der Welt!


Ja irgendwie hat man manchmal das Gefühl der Selbstgefälligkeit des FC Bayern. Mit dem Unterschied das die es nach Rückstand auch wirklich noch fuppen.

Ich bin für heute maßlos enttäuscht, aber ich musste nur bis zum 2-1 schauen...
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#43
10.06.2020 - 23:42 Uhr
Unterhaching Spielernoten - Unterhaching
3,0Nico Mantl
3,0C. Greger
4,0A. Winkler
5,5M. Dombrowka
4,0M. Schwabl
3,5A. Fuchs
3,5J. Müller
3,0F. Müller
4,0L. Marseiler
4,0L. Hufnagel
5,0D. Stroh-Engel
4,0F. Schröter

Fassen wir mal zusammen;
- der letzten 5 Tore über links... dabei mindestens 3x Dombrowka beteiligt...
- 3 Kontertore in so nem wichtigen Spiel
- Doppelt so viele Torchance wie gegen Münster... insgesamt 2... trotz 70% Ballbesitz
- keine der 5 Einwechslung hatte ne Wirkung

=>
Schromm ist stolz auf d Leistung

Also ganz ehrlich, ich versteh unseren coach momentan nicht.
Ja, das Spiel war ordentlich... bis zum Doppelschlag.
Aber letztendlich hat auch Braunschweig verdient gewonnen... weil wir eben kaum Torchancen haben.

Kaum haben wir nicht mehr das Spielglück wie bis Aspach... scho wars des mit den positiven Ergebnissen

Was die Spieler betrifft bin i ganz bei meinen Vorredner...das war (bis auf Dombrowka und DSE) schon ok. Aber taktisch sind wir momentan komplett daneben.

Mich würde no interessieren, was mit Bigalke ist. Hab seine Auswechslung gegen Münster scho ned verstehen.. aber ihn heut gar ned zu bringen u dafür Dietz reinzutun, der bis jetzt seine 3liga Tauglichkeit nicht erbringen konnte...das versteh i nun gar ned.

Aber gut...
Jetzt wäre es wirklich wichtig, mal wieder ein gutes Spiel abzuliefern UND zu gewinnen.
Für die Truppe, den Verein... und meine Laune
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#44
11.06.2020 - 00:09 Uhr
Wirklich frustrierend heute wieder...
Mal wieder mitbekommen, dass die Stimmung in der Mannschaft nicht so gut ist.
Warum? Die Durchschlagskraft im vorderen Drittel.
Genau da hat man heute wieder gesehen wo der Schuh drückt.
Spielst gefühlt Handball 30 Minuten um den Strafraum des Gegners in der zweiten Halbzeit und es kommt nix dabei raus.
Bei den Gegentoren ist keinerlei Zweikampfverhalten zu erkennen.
Bei eigenen Ecken wird es gefährlicher ein Gegentor zu kassieren als selbst eins zu erzielen. Da fehlt mir einfach der letze Wille.
Was der Schromm die letzten Tage von sich gegeben hat finde ich auch fragwürdig. Zumindest hat er jetzt aufgehört Niederlagen schön zu reden und zu lächeln.
Von den letzten sechs Spielen haben wir unglaubliche drei Punkte geholt!!!
Läuft gewaltig nur rückwärts...
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#45
11.06.2020 - 11:14 Uhr
Finde die Aussagen von Schromm in Ordnung. Bringt ja auch nichts die Mannschaft öffentlich zu kritisieren. Das kann er auch intern ansprechen. Fakt ist : Wir brauchen dringend neue Aussenverteidiger. Dombo braucht mal vernünftige Konkurrenz und auch mit Schwabl als Stamm Rechtsverteidiger wird man nicht aufsteigen. Das Tor war natürlich super, aber dafür geht das 3:1 auf seine Kappe. Er gibt zwar immer alles für die Mannschaft und haut sich rein, aber es reicht nicht wenn man über kurz oder lang in die 2.Liga will.
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#46
11.06.2020 - 11:14 Uhr
Das war die 1:1 Wiederholung des Münster Spiels. 0% gelernt. Klar war es schön anzuschauen, die Pässe kommen auch wieder besser, wenn auch nur quer (der der den Steilpass kann darf ja kaum noch spielen). Jetzt muss ein Schnitt in der sportlichen Leitung her, sonst verpufft der gute Kader vollens. Diese Saison hat wirklich alles für uns gespielt: Matchglück, Ausbleiben von Übermannschaften, das Gewitter gegen Würzburg, der gemeisterte Fastabstieg... Es hat sich lange angebahnt dass die Chance in der Konstellation nicht genutzt wird, die Winterpause wäre der Zeitpunkt gewesen, ich meine es gäbe viele Trainer die mit der Ausgangsposition und diesem Kader aufgestiegen wären, unserer leider nicht.
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#47
11.06.2020 - 11:40 Uhr
Zitat von darlouhg
Mei, gegen so eine clevere Braunschweiger Mannschaft kann man auch mit einer couragierten und ansehnlichen Offensivleistung verlieren. Ich hab schon bei der Aufstellung bisschen geschluckt bei der geballten Offensivpower mit Kobylanski - Pourié - Biankadi. Evtl. muss man da halt auch spontant bei 1:0-Führung nach der Verletzung von Stahl nen Gang rausnehmen, auch wenn es bis dahin ganz gut lief. Und dann halt versuchen, selber Nadelstiche zu setzen. Hinterher ist man immer schlauer.


Völlig richtig, Betonung auf ' nen Gang rausnehmen'. Da führt man gegen eine solche Offensivmaschine etwas glücklich und meint mit ' Hurra heut geht was ' jede Absicherung vernachlässigen zu können. Nachdem 'Papa' Stahl leider raus war (gute Besserung von hier) ist die Selbstregulierung der Mannschaft nicht mehr zu erkennen gewesen. Und in dem Fall muss der Trainer eingreifen, aber was ich bei ihm schon immer vermisst habe ist eine erkennbare Ergebnisorientierung, das Wort ist ihm fremd. Wenn man sich die Szenen vor Gegentor 1 und 2 ansieht und feststellt wie Winkler an der Mittellinie !!! halbherzig versucht die Umschaltaktion von B zu verhindern, Dombrowka 2 Meter dahinter zurück zu seiner verwaisten Position trabt, die Greger noch versucht zu übernehmen dann kann man nur den Kopf schütteln. Und wir stehen weiterhin zu hoch und das Unheil nimmt seinen Lauf. Braunschweig hat es doch vorgemacht, ohne doppelte Absicherung gegen technisch versierte Angreifer geht es auch bei denen nicht und entsprechend haben sie ein Bollwerk errichten können.Es ist das alte Lied, man kann selten eine Anpassung der Taktik an die Matchsituation wahrnehmen bei unserem Trainerteam, eher Verzweiflungswechsel die auch nichts bringen.
Hab grad im Lautern-Forum gelesen, daß der Tenor der Trainerbeurteilung dort lautet ' Schommers ist halt immer noch nur ein Jugendtrainer'. Ich meine das über Schromm auch schon gelesen zu haben.
Weitere Einzelkritik spare ich mir. Nur noch soviel, selbst wenn z.B. Heinrich mit seiner Großchance den Anschluß macht, man hatte auch gegen Ende den Eindruck Braunschweig verwaltet und könnte jederzeit einen entscheidenden Konter fahren. Zu keinem Zeitpunkt der Saison waren wir eine Spitzenmannschaft, Betonung auf Mannschaft !
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#48
11.06.2020 - 12:51 Uhr
Die Mannschaft hat offensiv genau das abgeliefert was viele hier (und auch ich) gefordert haben: Mentalität und Kampfeswille gezeigt, Zweikämpfe gewonnen, schnelles und meist auch sicheres Passspiel. Da ist sogar meine Frau bis zum Schluss vor dem Fernseher sitzengeblieben, die sich sonst nach 20 Minuten Querpassorgie verabschiedet.
Sicherlich sind dabei letztlich für den Aufwand den wir betrieben haben zu wenige Torchancen herausgesprungen. Aber manchmal liegt es ja auch nur an Zentimetern ob ein Pass in die Spitze nun ankommt oder noch abgewehrt werden kann. Das kann in einem anderen Spiel schon ganz anders laufen.
Hinten offen wie ein Scheunentor, da wir extrem hoch gestanden sind (Braunschweig hatte sich ja auch sehr weit zurückgezogen). Beim ersten Gegentor lasse ich mir das ja noch eingehen, aber spätestens danach muss es doch taktische Anweisungen von außen geben, dass wir nicht noch ein zweites und drittes Gegentor nach genau dem selbem Muster bekommen.
Schwabl hat leider mit seinem technischen Fehler vor dem 1:3 sein Wundertor wieder zunichte gemacht. Die Müllers fand ich auch sehr belebend für unser Spiel. Warum Bigalke nicht für Hufnagel kam, verstehe ich nicht. Man hat doch gesehen, dass Hufi die letzten 10 Minuten auf dem Zahnfleisch dahergekommen ist.
Insgesamt also eine sehr ambivalente Sache. Das Spiel hat trotzdem 100 mal mehr Spaß gemacht als das Spiel gegen Münster.
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#49
11.06.2020 - 15:43 Uhr
Ich hab leider wieder kaum was gesehen (und bin wieder nur so semi-traurig). An und für sich ist mir diese Reaktion der Mannschaft aber nicht unrecht: Wär's das nächste etwas halbscharige Querpass-Match gewesen, hätte man stark daran zweifeln müssen, dass das Trainerteam noch was mitbekommt und obendrein langsam auch fürchten müssen, dass die Mannschaft gegen irgendjemanden spielt.

Das ist so beides vom Tisch, denke ich. Man macht sich Gedanken und die Mannschaft will. Das sind jetzt für einen Proficlub sehr, sehr basale bis banale Erkenntnisse - aber für mich nach den letzten Wochen durchaus eine Neuigkeit. Auf ne Weise könnte man wohl auch sagen, sie haben einen Teil meiner Forderung der letzten Woche schon mal erfüllt: Wenn's eh nur fürs Mittelfeld reicht, dann wenigstens mit _Fußball_.

Nochmal ganz offensichtlich geworden ist wohl auch etwas, was sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht: Offensiv stark und defensiv dicht geht bei uns nicht zusammen. Einzige Ausnahme: Der Gegner ist in seiner Grundstruktur für den Moment (Würzburg-Hinspiel) oder dauerhaft (Halle-Rückspiel) so zusammengebrochen, dass er sich selbst Beine stellt.

Bleibt die wichtige Frage, warum das in einem sehr ordentlich besetzten Profi-Team so ist. An Stahl scheint's offensichtlich nicht zu liegen (gute, schnelle, umfassende Besserung!), ansonsten muss man - und damit meine ich eher das Trainerteam als mich - sich das halt mal sehr akribisch in der Videoanalyse geben. Konstatieren kann man wohl schon mal, dass die Fünferkette als Lösung für genau dieses Problem gedacht war. Dass sie allerdings nicht funktioniert. Dass sie dummerweise die einzige verfügbare Lösung war. Und dass dieser Flop schon beim zweiten oder dritten Testspiel gegen Dynamo sowas von absehbar war (ich erinnere mich lebhaft). Ich denke, dieser Schlag ins Taktik-Wasser dürfte uns den Aufstieg kosten.

PS: Ich will jetzt nicht mit Corona- oder Vorsorge-Paradoxien anfangen - aber nach dem Spiel zu sagen, "ab der 20. Minute hätte man das 1:0 verwalten müssen", finde ich ehrlich gesagt etwas wohlfeil. Macht man das und frisst in den folgenden 70 Minuten (!) gegen Braunschweigs schon angesprochene Offensivpower den Ausgleich, zetern alle über diese Dummheit, sich fast vier Fünftel des Spiels in der Abwehr zu verbarrikadieren. Und das zurecht.

•     •     •

27.10.2015: Marinovic - Dombrowka, Winkler, Welzmüller, Bauer - Taffertshofer, Rosenzweig (46. Nicu) - Steinherr (86. Reisner), Sieghart, Piller (64. Marseiler) - Einsiedler

Dieser Beitrag wurde zuletzt von VorstadtFlo am 11.06.2020 um 15:48 Uhr bearbeitet
Sieg oder Abschied vom Aufstieg |#50
11.06.2020 - 16:22 Uhr
Es ist schon vieles richtig analysiert worden, die Gegentore sind viel zu einfach gefallen. Aber das sah gestern endlich mal wieder nach Fußball aus. Nach Hachinger Fußball. Das erste Spiel 2020, dass sich gut ansehen lies.

Das Thema Aufstieg sollte sich (vorerst) erledigt haben. Nicht wegen der tabellarischen Situation (nur 3 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 4), sondern weil das Umgesetzte auf dem Platz nicht reicht. Die Tabelle war lange trügerisch, die Ergebnisse ebenfalls. Jetzt kommt man so langsam dahin, wo man hingehört.

Es ist so wie es ist und muss das Beste daraus machen. Und das heißt für mich: Casting für nächstes Jahr. Der Kreuzbandriss von Stahl (gute Besserung Domi!) zwingt den Coach sowieso zu Änderungen. Deswegen: Stierlin zum Stammspieler machen. 7 Spiele Zeit, dass der Junge zeigt, ob er der Richtige für die 6 ist. Stahl wird im August 32, wer weiß, wann bzw ob er überhaupt nochmals zu seiner alten Form findet.

Und auch in der IV würde ich experimentieren. Endres und Welzmüller sind zu verletzungsanfällig, Winkler im Sommer weg. Auch Greger ist ein potenzieller Abgang. Deswegen würde ich Grauschopf testen. Auch er hat dann 7 Spiele Zeit, sich zu beweisen. Ich denke, dass Grauschopf allgemein mehr für die IV-Position gemacht ist als für Außenverteidiger.

Auf der Außenverteidiger-Position könnte man auch durchaus experimentieren. Die Frage ist nur, mit wem. Aber was Schwabl und Dombrowka zurzeit so anstellen, bezweifle ich, dass wir uns viel verschlechtern können. Evtl. einen aus der Jugend. Oder tatsächlich Felix Müller...

Einfach etwas ausprobieren, was für nächstes Jahr klappen könnte. (Natürlich nur Sachen, die halbwegs Sinn machen) Mit dem Abstieg haben wir freilich nichts mehr zu tun.


Und zu Claus Schromm: Ich glaube, dass er auf jeden Fall Ahnung von Fußball hat. Ich glaube auch, dass er immer noch einen guten Draht zu den Spielern hat. Und er passt zu Haching. Und er macht ja beileibe nicht alles falsch. Wir haben immerhin diese Saison schon gesehen, dass
- wir defensiv brutal sicher stehen können
- wir beim Thema Chancenverwertung richtig abgezockt sein können
- wir uns auch gegen hoch pressende Mannschaften befreien können
- wir immernoch spielerisch glänzen können

Es muss halt nur alles vereint werden. Das ist das Schwierige, aber nicht unmögliche. Nächste Saison würd ich Schromm auf jeden Fall noch geben, auch wenn er dann liefern muss.

Klar frage ich mich auch manchmal, warum wir mit der Regionalliga-Mannschaft, die souveräner war als jede andere bayerische Regionalligamannschaft davor oder danach war, nicht mehr in der 3. Liga reißen können. Diese starke Mannschaft von damals wurde ja noch mit Leuten wie Hufnagel, Endres, Schimmer, Schröter, Fuchs, Müller, etc. verstärkt. Regensburg oder Würzburg waren in der RL nicht besser und haben auch nicht DIE Stareinkäufe gemacht und sind trotzdem hochgegangen. Sechzig wirds dieses Jahr vielleicht nachmachen.

Von dem her kommt man zwangsläufig nicht drumrum, das ausgeschöpfte Potential zu hinterfragen. Aber hätte, wäre, wenn und aber gibt´s bekanntlich nicht und deswegen hilft Jammern nicht. Das Beste daraus machen, einen klaren Plan für nächste Saison schmieden (taktisch) und die Mannschaft nochmals verstärken.

P.S.: Eine Frage beschäftigt mich noch: Wir alle reden immer über unseren super ausgeglichenen Kader, der quantitativ so stark ist, wie seit 15 Jahren nicht mehr. Ich frag mich tatsächlich, ob das überhaupt ein Vorteil ist?! Oder ob es vielleicht nicht doch besser wäre, wenn wir eine klare Hierarchie hätten. Eine Startelf, die sich kaum verändert, sich kennt und abgestimmt ist. Und Auswechselspieler, die sich mit ihrer Rolle bewusst sind.
Zumindest war das bei uns im Regionalliga-Aufstiegsjahr so der Fall. Und es hat funktioniert. Auch die Spieler die reinkommen, funktionieren. Weil ein funktionierendes System nur marginal verändert. Sieht man ja auch bei den Bayern: Der Kader ist so klein und quantitativ (für Bayern-Niveau) so schlecht besetzt und trotzdem spielen sie die Rückrunde ihres Lebens.
Problem bei meiner These ist, dass du Starspieler brauchst, die über Ligadurchschnitt spielen (wie bei uns damals) und du auch deine Spiele gewinnen musst, sonst entsteht von ganz allein Unzufriedenheit bei den Auswechselspielern.
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