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Taktik(tisch)thread

17.12.2008 - 20:13 Uhr
Taktik(tisch)thread |#1631
19.04.2016 - 12:17 Uhr
Hier übrigens ein sehr interessantes Interview bezüglich eines anderen wichtigen Themas: Der Standardsituationen!

Spielverlagerung
Taktik(tisch)thread |#1632
19.04.2016 - 12:27 Uhr
Zitat von Kohlmeyer

...

Man muss Fünfstück zugute halten: In der Situation, in der er die Mannschaft übernommen hat, und auch den fünf Niederlagen in Folge, blieb ihm nichts anderes übrig, als Risikobereitschaft erst mal von der Agenda zu streichen. Daher gab's, bis auf wenige Phasen mal abgesehen, nur lange Bälle, aber kein Gegenpressing zu sehen. Vielleicht wird er ja jetzt, wo der Klassenerhalt sicher ist, in den letzten Spielen einen Stil erkennen lassen, der dem, der hier als "der moderne lange Ball" bezeichnet ist, gleicht. Ist ja nicht so, dass keine Ansätze erkennbar waren. Die ersten beiden Heimspiele des Jahres, vor und nach dem 4:0 in Paderborn, waren gar nicht so schlecht, und wenn sie gewonnen worden wären - was durchaus "verdient" gewesen wäre – hätte die Mannschaft vielleicht so etwas wie einen Lauf entwickeln können.

...


Und wenn Fünfstück in den letzten 4 Saisonspielen es schafft, die Mannschft genau das spielen zu lassen, kann ich mich sogar damit anfreunden, wenn man ihn weiter arbeiten lässt. Meine Zweifel sind aber erheblich.

Vielen Dank für den sehr instruktiven Beitrag und

Gruß aus der Pfalz
Taktik(tisch)thread |#1633
12.07.2016 - 23:29 Uhr
Ich persönlich hoffe, das die Freundschaft Korkut/Schmidt weit über die die Leihe von Frey hinausgeht und sich Korkut was das Spielsystem anbelangt als Bruder im Geiste herausstellt.

424 zu Hause quasi Schmittscher Powerfussball.

4231 bzw 442 auswärts bzw gegen stärkere Mannschaften im Konterfussball.

Schnelle, Laufstarke Spieler haben wir zugenüge.

---------- Bödi ------------------Osawe -----------------

Pritsche ------------------------------------------ Halfar--------

------------------Ring ------------------ Moritz ------------------

BACKUPS: Dittgen, Frey, Pich, Görtler, Jakob

Quasi volle Pulle von Beginn an am Betze um das Publikum aufzuwecken. Im Rückwärtsgang könnte in ein 433 oder 4231 verschoben werden.

Wir haben genug schnelle Leute in der Offensive und Kondition ist zum größten Teil Trainingssache.

Das einzigste was mir da Kopfzerbrechen macht ist die fehlende Qualität unserer Defensive.

Grundvoraussetzung dabei ist halt, dass alle Spieler permanent eingeimpft wird welche Tugenden hierfür Voraussetzung sind und am Betze gern gesehen werden:

Überspielte Spieler müssen sofort und schnellstmöglich hinter den Ball.
Anlauen mit Tempo
Schließen der Räume in hohem Tempo
Riskante aggressive Zweikämpfe.

Schaut man das Potential auf der Bank dürfen ruhig 2-3 Leute ab der 60. Min kotzen, daher frühe Wechsel.

Lt Schmitt reicht schon die Bereitschaft dieses System zu lernen und es macht die Mehrheit der Spieler besser.

1-2 Zugänge hinten und dann sollte es für diese Transferperiode passen.

Abgeben würde ich in jeden Fall Klich, Deville und Piossek (passen nicht wirklich hinein)
Taktik(tisch)thread |#1634
13.07.2016 - 08:39 Uhr
Ja, in die Richtung könnte es gehen... Und in der Tat: Knackpunkt ist die Viererkette, sehe ich auch so.

Was sich aus den bisherigen Testspielen, aber auch aus den hervorragenden Trainingsberichten im entsprechenden Thread ableiten lässt: Der "Abräumer" auf der Sechs a la Karl ist bei Korkut wohl passé, dafür sind jetzt zwei spielstarke Sechser/Achter vorgesehen, die als Anspiel-, Umschalt- und Kontrollstationen für den Defensivverband fungieren. Bislang scheint sich das Duo Moritz/Ring aufzudrängen, interessant wird sein, wo Halfar eingebaut wird, wenn er wieder fit ist.

Damit bleiben vier Mann für die Offensive: Korkut wird wohl variieren zwischen einer 3-1- und einer 2-2-Anordnung, wie es Runjaic ja auch schon getan hat.

Heißt aber auch: Zieglers künftige Position ist die des IV. Laut den Trainingsberichten stellen er und Vucur sich bislang am besten an, was nicht überrascht. Sie waren ja Ende der letzten Saison schon das Stammduo, machten es einigermaßen gut, aber durchaus noch mit Verbesserungspotenzial. Vielleicht wachsen sie ja noch zusammen...

Optimal wäre natürlich noch ein Neuer, aber der müsste besser sein als die Zwei. Ob beispielsweise Thesker das wäre, wage ich zu bezweifeln. Ansonsten sähe ich auf dem deutschen Markt eigentlich niemanden mehr, der erschwinglich wäre. Sandro Wieser kann ja auch IV, aber wäre das wirklich seine Wunschposition?

Gruß,
Kohlmeyer

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"Du kannst auf deinen Verein stolz sein, aber eigentlich nicht auf die Tatsache, ein Fan dieses Vereins zu sein. Denn die Fan-Werdung vollzieht sich bekanntlich ähnlich wie die sexuelle Orientierung: Da kommt etwas über dich, das du nicht beeinflussen kannst. (...) . Du kannst deinem Verein nicht einfach die Gefolgschaft kündigen. Du kannst deinem Verein nicht den Tritt versetzen. (...) Du kannst deinen Verein nicht einfach loslassen, denn er hält an dir fest."
Thomas Brussig
Taktik(tisch)thread |#1635
13.07.2016 - 10:41 Uhr
So gern ich solchen tugendhaften Fußball wieder sehen möchte beim FCK, aber ich glaube auch, dass dabei der Verschleis sehr hoch wäre und wir dafür zu wenig Qualität in der Breite haben werden, um vernünftig zu wechseln und auf Verletzungen zu reagieren.

Dortmund hat unter Klopp sehr laufintensiv und mit hohem Tempo gespielt und dabei auch eine ellenlange Verletzungshistorie "erwirtschaftet", aber da war die Breite mehr gegeben, so dass auch in der Startaufstellung mal rotiert werden konnte.

So lange wir konditionell besser dastehen, als die vergangenen 2 Jahre, hoffe ich darauf, dass endlich weniger Blödsinn in der Schlussviertelstunde passiert und unser Team wieder Luft hat für mindestens 100 Minuten und nicht nur 70 und wir unnötig Punkte verschenken. Selbst in der vergangenen verkorksten Saison haben wir so etliche Punkte hergeschenkt, egal wie schlecht wir waren. Alleine damit hätte man locker Platz 5-6 erreichen können, ganz zu schweigen von der vorletzten Saison...

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Gläubiger und treuer FCK-Fan seit 1990
Taktik(tisch)thread |#1636
22.07.2016 - 12:18 Uhr
Nach der bisherigen Vorbereitung sollte einigermaßen klar sein, wo die Reise spieltaktisch hingeht. Bei eigenem Ballbesitz wird auf Zirkulation gesetzt und durch Ballsicherheit im Mittelfeld versucht Räume im Angriffsdrittel zu finden. Bei gegnerischem Ballbesitz wird wohl aggressiv angelaufen. Ich hoffe, dass bei Ballgewinn in der Hälfte des Gegners das schnelle Umschalten forciert wird und man das Spiel nicht aus der eigenen Hälfte heraus neu aufbaut.

Ich bin immer noch Fan von Kosta Runjaic. ich mochte seine Art des Fußballs, allerdings ist er aus den bekannten Gründen in Kaiserslautern gescheitert. Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass es bei Korkut ganz ähnlich verlaufen könnte. Einfach ausgedrückt könnte man sagen: Schafft die Mannschaft es nicht, mehr Zugriff auf das letzte Drittel zu bekommen und die dort geschaffenen Chancen effektiv zu verwerten, wird es ziemlich schnell düster. Die Voraussetzungen für diese pessimistische Einschätzung sehe ich allerdings zumindest in Ansätzen bereits gegeben (Siehe Kaderdiskussion). Ich sehe im derzeitigen Kader keinen Spieler, der den Strafraum im 4 - 5 - 1 zu seinem Gebiet erklärt. Bödvarsson und Pritsche sind vor dem Tor relativ nutzlos - so ehrlich müssen wir sein - und auch Osawe sehe ich dort noch überfordert. Falls kein Knipser mehr kommt, sehe ich Korkut mit seiner Spielweise äquivalent zu Runjaic scheitern.

Quelle: Kicker.de
Rehm hat sich offensiven Fußball mit aggressivem Pressing und schnellen Balleroberungen auf die Fahnen geschrieben. "Es dürfte einfacher werden, zu guten Abschlussmöglichkeiten zu kommen, da das Team früher Pressing betreibt und wir daher eher in Ballbesitz kommen", freut sich Kapitän Fabian Klos (28) auf die neue DSC-Taktik, die gleichwohl mit gewissen Risiken verbunden ist. "Es kann nicht sein, dass wir die ersten beiden Heimspiele 3:4 oder 2:3 verlieren, weil wir Hurra-Fußball zeigen", warnt Klos, der in Rehms bevorzugtem 4-4-2-System nun einen Sturmpartner erhält. Die agilen Andreas Voglsammer (24) und Francisco Rodriguez (20) drängten sich in den Testspielen für diese Rolle auf.


Ich gebe es nur sehr ungern zu. Aber wenn ich so etwas lese, macht sich bei mir durchaus etwas Demut breit. Wäre dieser Ansatz für uns (und unser Stürmermaterial) nicht die weitaus sinnvollere? Schnelle, attraktive Spiele mit vielen Toren würden zudem steigende Zuschauerzahlen und die gewünschte "Aufbruchstimmung" (Unwort des Jahres) erzeugen. Hoffentlich straft mich Tayfun Korkut Lügen und wir putzen Bielefeld zweimal glatt aus dem Stadion. Derzeit bin ich allerdings ziemlich skeptisch.

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"Stagnation ist Rückschritt" - Thomas Hengen (30.11.2023)
Taktik(tisch)thread |#1637
22.07.2016 - 12:42 Uhr
Runjaic hat mit Demirbay, Stöger, Jenssen und Matmour personell in extremem Maß auf Strukturspieler gesetzt, die zwar alles für eine starke Ballzirkulation mitbringen, aber den Weg in die Tiefe nicht suchen. Auch die Stürmer Lakic und Hoffmann waren Spieler, die bevorzugt mit dem Rücken zum Tor oder von außen angespielt werden. Meistens standen maximal zwei Spieler auf dem Platz, die sich im Raum anboten und die man so auch mal steil schicken konnte. Dazu kam mit Karl ein 6er, der anfällig gegen Pressing war und den Ball dann zwar behaupten konnte, das Spiel aber langsam machte.

Tayfun hat da bessere Möglichkeiten. Wir haben einige Flügelspieler, die gerne den Ball in die Tiefe bekommen und damit den Aufbauspielern Optionen bieten. Mit Osawe kommt ein Stürmer hinzu, der für eine solche Spielweise die perfekten Anlagen hat. Auf der 6 ist man deutlich spielstärker aufgestellt, ggf., das wird die Zukunft zeigen, zu Lasten der defensiven Stabilität.

Qualitativ ist der Kader zwar schlechter besetzt als 14/15 und meines Erachtens auch als letzte Saison. Das vorhandene Personal passt allerdings sehr gut zu einer Spielweise, die auf Angriffspressing und eine Kombination aus Umschalten sowie kontrolliertem Aufbauspiel von hinten raus mit Vertikal- und Diagonalpässen ins letzte Drittel/Viertel setzt.

Beste Grüße
Lullaby
Taktik(tisch)thread |#1638
22.07.2016 - 12:44 Uhr
Aufbauspiel über Ballbesitz kann sinnvoll sein, wenn der Gegner in seiner Formation steht. Nicht aber ist er sinnvoll, wenn man gerade den Ball erobert hat und eine Kontersituation besteht. Der Fehler von Kosta Runjaic war hier, dass er oft lieber den sicheren Ball hintenrum spielen ließ, anstatt schnell umzuschalten und einen Stürmer in die Lücke zu schicken, also gab es auch keinen Steilpass und kein Tempo im Spiel. Wenn Korkut erkennt, dass man auf diese beiden Situationen, also eigener Ballbesitz in der Hintermannschaft bei "normal" stehendem Gegner; und Umschaltsituation unterschiedlich reagieren muss, hat er aus den Fehlern von Runjaic gelernt. Hinweise darauf bestehen zumindest im von ihm praktizierten frühen Pressing bei gegnerischem Ballbesitz, es würde keinen Sinn machen den Ball schnell erobern zu wollen um dann hintenrum aufzubauen.

Mir persönlich gefällt die überfallartige Spielweise besser, Chancen entstehen leichter aus für den Gegner ungewohnten, überraschenden Situationen, also Pressing, Balleroberung und schnelles Umschaltspiel. Das Spiel wird zudem attraktiver und schneller. Die Spieler dazu hat der FCK mit den schnellen und laufstarken Bödvarsson, Osawe, Przybylko sowie im Mittelfeld Halfar, Ring, Moritz, die entsprechende Pässe in die Spitze spielen können.
Ballbesitzfußball darf in Liga 2 hauptsächlich nur dazu dienen, bei eigenem Ballbesitz etwas mit der Kugel anfangen zu können, aber nicht Inbegriff der Philosophie sein. Beim FCK ist der Kader, den es braucht, um Gegner wirkungsvoll im Bayernstil an die Wand zu spielen, schlicht nicht vorhanden. Als Runjaic angefangen hat, war er vorhanden, also hatte die Ballbesitz-orientierte Spielweise dort ihre Berechtigung, es wäre auch logisch wenn Stuttgart oder Hannover auf derartigen Fußball setzen würden. Andererseits bot diese Spielweise auch ihre Risiken bei Ballverlusten oder wenn längere Zeit der Ball hinten hin und her gespielt werden musste. Fehler führen dabei leicht zu Gegentoren, besonders bei gegnerischem Pressing. Den Ball in brenzligen Situationen zwingend flach spielen zu müssen kann eine Fehlerquelle sein.

Hoffentlich erkennt Tayfun Korkut, welcher Fußball zur Mannschaft und Liga passend und zielführend ist!

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Taktik(tisch)thread |#1639
25.07.2016 - 16:35 Uhr
Welche taktische Grundordnung favorisieren Sie?

Korkut: Wohl 4-2-3-1 oder 4-4-2.

Wer kommt für eine neue Achse infrage?

Korkut: Es gibt ein spanisches Sprichwort: "Sag mir, wer in deinem zentralen Mittelfeld spielt und ich sage dir, wie gut deine Mannschaft ist." Daher geht es um erfahrene Spieler wie etwa Christoph Moritz, Alex Ring und Daniel Halfar und um junge und sehr talentierte Spieler wie Marlon Frey.

Quelle und komplettes Interview: Kicker vom 25.07.2016
Taktik(tisch)thread |#1640
31.08.2016 - 18:34 Uhr
Denke das nach der Verpflichtung von Kerk wir Offensiv jetzt schwerer auszurechen sind. Da ich vermute das Er und Stieber während dem Spiel die Positionen tauschen werden. So wie das damals Ilisevic und Sam unter Kurz getan haben. So das es für die Verteidigung vom Gegner schwerer war sich darauf einzustellen.

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"Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben." (Fritz Walter)
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