Transferpolitik
20.08.2009 - 19:51 Uhr
26.08.2009 - 15:16 Uhr
Zitat von bones:
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Es geht ja nicht zwingend um die eigenen. Man kann auch günstig mal nen Talent abwerben - muss ja nicht gleich ein Kroos sein, aber bei uns geschah das praktisch überhaupt nicht. NULL, ZERO, NADA. Anstatt 3.5 Mio in Lima pumpen, zwei, drei junge Spieler holen. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie landet man dann früher oder später einen Volltreffer (wenn man sich als Scout nicht völlig blöde anstellt).
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Es geht ja nicht zwingend um die eigenen. Man kann auch günstig mal nen Talent abwerben - muss ja nicht gleich ein Kroos sein, aber bei uns geschah das praktisch überhaupt nicht. NULL, ZERO, NADA. Anstatt 3.5 Mio in Lima pumpen, zwei, drei junge Spieler holen. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie landet man dann früher oder später einen Volltreffer (wenn man sich als Scout nicht völlig blöde anstellt).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von webskipper am 26.08.2009 um 15:21 Uhr bearbeitet
26.08.2009 - 15:20 Uhr
Zitat von webskipper:
Zitat von bones:
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Es geht ja nicht zwingend um die eigenen. Man kann auch günstig mal nen Talent abwerben - muss ja nicht gleich ein Kroos sein, aber bei uns geschah das praktisch überhaupt nicht. NULL, ZERO, NADA. Anstatt 3.5 Mio in Lima pumpen, zwei, drei junge Spieler holen. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie landet man dann früher oder später einen Volltreffer (wenn man sich als Scout nicht völlig blöde anstellt).
Warte mal: Lustenberger, Domo, Kacar, Ebert..... (könnte die Liste lange weiterführen)
Keiner von denen ist älter als 21 gewesen als man sie geholt hat (bzw. Ebert war ja schon da). Das sind alles keine Talente sondern fertige Spieler gewesen oder wie?
Zitat von bones:
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Es geht ja nicht zwingend um die eigenen. Man kann auch günstig mal nen Talent abwerben - muss ja nicht gleich ein Kroos sein, aber bei uns geschah das praktisch überhaupt nicht. NULL, ZERO, NADA. Anstatt 3.5 Mio in Lima pumpen, zwei, drei junge Spieler holen. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie landet man dann früher oder später einen Volltreffer (wenn man sich als Scout nicht völlig blöde anstellt).
Warte mal: Lustenberger, Domo, Kacar, Ebert..... (könnte die Liste lange weiterführen)
Keiner von denen ist älter als 21 gewesen als man sie geholt hat (bzw. Ebert war ja schon da). Das sind alles keine Talente sondern fertige Spieler gewesen oder wie?
26.08.2009 - 15:22 Uhr
Zitat von BSC_49:
Zitat von webskipper:
Zitat von bones:
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Es geht ja nicht zwingend um die eigenen. Man kann auch günstig mal nen Talent abwerben - muss ja nicht gleich ein Kroos sein, aber bei uns geschah das praktisch überhaupt nicht. NULL, ZERO, NADA. Anstatt 3.5 Mio in Lima pumpen, zwei, drei junge Spieler holen. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie landet man dann früher oder später einen Volltreffer (wenn man sich als Scout nicht völlig blöde anstellt).
Warte mal: Lustenberger, Domo, Kacar, Ebert..... (könnte die Liste lange weiterführen)
Keiner von denen ist älter als 21 gewesen als man sie geholt hat (bzw. Ebert war ja schon da). Das sind alles keine Talente sondern fertige Spieler gewesen oder wie?
Ich rede vom deutschen Markt. Simunic z.B. hatte man HSV vor der Nase weggeschnappt (ok, hat auch relativ viel gekostet, weil fast schon fertiger Spieler).
Wenn man im Ausland kauft, braucht man gute Scouts. Bisher läuft es unter Favre ja gut, das will ich gar nicht bestreiten.
Zitat von webskipper:
Zitat von bones:
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Es geht ja nicht zwingend um die eigenen. Man kann auch günstig mal nen Talent abwerben - muss ja nicht gleich ein Kroos sein, aber bei uns geschah das praktisch überhaupt nicht. NULL, ZERO, NADA. Anstatt 3.5 Mio in Lima pumpen, zwei, drei junge Spieler holen. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie landet man dann früher oder später einen Volltreffer (wenn man sich als Scout nicht völlig blöde anstellt).
Warte mal: Lustenberger, Domo, Kacar, Ebert..... (könnte die Liste lange weiterführen)
Keiner von denen ist älter als 21 gewesen als man sie geholt hat (bzw. Ebert war ja schon da). Das sind alles keine Talente sondern fertige Spieler gewesen oder wie?
Ich rede vom deutschen Markt. Simunic z.B. hatte man HSV vor der Nase weggeschnappt (ok, hat auch relativ viel gekostet, weil fast schon fertiger Spieler).
Wenn man im Ausland kauft, braucht man gute Scouts. Bisher läuft es unter Favre ja gut, das will ich gar nicht bestreiten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von webskipper am 26.08.2009 um 15:30 Uhr bearbeitet
26.08.2009 - 16:25 Uhr
Zitat von dubak:
Zitat von BadenHerthaner:
Zur Transferpolitik muss ich sagen ein Dimitar Rangelov hätte uns gut getan.
Wenn er beim BVB kommt bringt er Schwung rein und spielt durchaus gut.
Für eine Million ist er zum BVB gegangen und ich habe es schon damals bemängelt dass man da nicht mitgeboten hat.
Laut Rangelov hatte er ein Angbot von euch vorliegen.
Das ist doch n'alter Hut...
Zitat von guerteltier:
man hat wohl mitgeboten, aber nachdem klar war, dass man AW so günstig bekommen konnte, ist man aus dem Poker ausgestiegen. Und sooo überragend hat sich der Sturm des BVB ja jetzt diese Saison nun auch wieder nicht präsentiert. Von daher würde ich den Unterschied zwischen Rangelov und dem Polen nicht als so groß sehen...
Das ist korrekt!
Zitat von BadenHerthaner:
Zur Transferpolitik muss ich sagen ein Dimitar Rangelov hätte uns gut getan.
Wenn er beim BVB kommt bringt er Schwung rein und spielt durchaus gut.
Für eine Million ist er zum BVB gegangen und ich habe es schon damals bemängelt dass man da nicht mitgeboten hat.
Laut Rangelov hatte er ein Angbot von euch vorliegen.
Das ist doch n'alter Hut...
Zitat von guerteltier:
man hat wohl mitgeboten, aber nachdem klar war, dass man AW so günstig bekommen konnte, ist man aus dem Poker ausgestiegen. Und sooo überragend hat sich der Sturm des BVB ja jetzt diese Saison nun auch wieder nicht präsentiert. Von daher würde ich den Unterschied zwischen Rangelov und dem Polen nicht als so groß sehen...
Das ist korrekt!
26.08.2009 - 20:45 Uhr
Kam vom HSV für 250.000 € ... Unheimlich kostspieliger Transfer...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SerbCon am 26.08.2009 um 20:45 Uhr bearbeitet
26.08.2009 - 21:31 Uhr
Zitat von SerbCon:
Kam vom HSV für 250.000 € ... Unheimlich kostspieliger Transfer...
Ja sicher, vorallem wenn man bedenkt das wir nur unwesentlich mehr für ihn bekommen haben. Ohne die Leistungen in den Jahren zu erwähnen. Im Nachhinein schon erstaunlich das wir ihn uns leisten konnten :D
Kam vom HSV für 250.000 € ... Unheimlich kostspieliger Transfer...
Ja sicher, vorallem wenn man bedenkt das wir nur unwesentlich mehr für ihn bekommen haben. Ohne die Leistungen in den Jahren zu erwähnen. Im Nachhinein schon erstaunlich das wir ihn uns leisten konnten :D
27.08.2009 - 02:03 Uhr
Hab ja auch relativ geschrieben :ugly
Nee ernsthaft, ich hab mal gelesen, dass Simunic zu Beginn bei Hertha ein sehr hohes Gehalt bekam. DH konnte ihn so vom HSV weglocken. Ob das nun stimmt ist ne andere Frage. Zurückblickend war er ein Schnäppchen. Der HSV hat sich mit Boateng gerächt (die These stell ich einfach mal auf).
Dann noch was: mir ist auch klar, dass immer wieder Flops bei Transfers passieren bzw. die Erwartungen nicht erfüllt werden.
Daher bin ich froh, dass wir mit Favre einen Trainer haben, der die "Fehlerquote" stark reduziert. Voronin ist ein gutes Beispiel, den haben wir damals aufgrund der guten Kontakte Favres zum Liverpooler Trainer leihen können.
Nee ernsthaft, ich hab mal gelesen, dass Simunic zu Beginn bei Hertha ein sehr hohes Gehalt bekam. DH konnte ihn so vom HSV weglocken. Ob das nun stimmt ist ne andere Frage. Zurückblickend war er ein Schnäppchen. Der HSV hat sich mit Boateng gerächt (die These stell ich einfach mal auf).
Dann noch was: mir ist auch klar, dass immer wieder Flops bei Transfers passieren bzw. die Erwartungen nicht erfüllt werden.
Daher bin ich froh, dass wir mit Favre einen Trainer haben, der die "Fehlerquote" stark reduziert. Voronin ist ein gutes Beispiel, den haben wir damals aufgrund der guten Kontakte Favres zum Liverpooler Trainer leihen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von webskipper am 27.08.2009 um 02:15 Uhr bearbeitet
27.08.2009 - 10:32 Uhr
Jeder kann schreiben, was er will, aber Deine letzten beiden Beiträge waren einfach nur Murks, sorry!!!
Was die Transferrisikos angeht, sollte man nicht zu voreilige Schlüsse ziehen, denn auch unter Favre gab es den ein oder anderen Spieler, den man sich hätte klemmen können...
Zumal es schwer ist zu sagen, wem bspw. ein Kacartransfer zuzurechnen ist...
Was die Transferrisikos angeht, sollte man nicht zu voreilige Schlüsse ziehen, denn auch unter Favre gab es den ein oder anderen Spieler, den man sich hätte klemmen können...
Zumal es schwer ist zu sagen, wem bspw. ein Kacartransfer zuzurechnen ist...
27.08.2009 - 11:09 Uhr
Zitat von SerbCon:
Jeder kann schreiben, was er will, aber Deine letzten beiden Beiträge waren einfach nur Murks, sorry!!!
Was die Transferrisikos angeht, sollte man nicht zu voreilige Schlüsse ziehen, denn auch unter Favre gab es den ein oder anderen Spieler, den man sich hätte klemmen können...
Zumal es schwer ist zu sagen, wem bspw. ein Kacartransfer zuzurechnen ist...
Ich glaub Dieter war es nicht :D
Jeder kann schreiben, was er will, aber Deine letzten beiden Beiträge waren einfach nur Murks, sorry!!!
Was die Transferrisikos angeht, sollte man nicht zu voreilige Schlüsse ziehen, denn auch unter Favre gab es den ein oder anderen Spieler, den man sich hätte klemmen können...
Zumal es schwer ist zu sagen, wem bspw. ein Kacartransfer zuzurechnen ist...
Ich glaub Dieter war es nicht :D
27.08.2009 - 11:15 Uhr
Zitat von bones:
Das ist sogar recht interessant, wenn man sich das genauer anschaut.
- So hat Krösus Bayern in den letzten beiden Jahren ganze 17 Mio€ investiert. Also 8.5 Mio € pro Saison. Recht erstaunlich für den mit Abstand reichsten Klub.
Du hast das Jahr davor unterschlagen, indem sie ein Saldo von minus 47 Mio erzielt haben. Das macht somit 62 EUR auf 3 Jahre verteilt = ca. 20 Mio pro Jahr. Dass sie später nicht mehr alles Geld verschleudert haben, ist zumindest für mich verständlich. Vor drei Jahren wurde mehr als ausreichend an Qualität zugelegt, seitdem werden die Spieler eher durchgewechselt, als in weitere, noch teurere Neuerwerbungen investiert. Wenn du schon einen Ribery, einen Toni, Klose und Jansen im selben Transferfenster holst, brauchst du später nicht mehr großartig nachbessern.
Zitat von bones:
- Werder hat in den letzten 3 Jahren interessanterweise ein Plus von 10 Mio € erwirtschaftet. Also pro Jahr 3 Mio € Transferüberschuss erzielt, trotz CL, trotz Uefacupfinale, trotz Pokalsieg.
Ja, Werder hat sich etwas aufgebaut, und hat auch immer Spieler im Kader, die einen Wiederverkaufswert haben. Einmal wurde Klose teuer verkauft, dann Diego. So haben sie immer einen neuen Spielraum für Ersatzkäufe. Vielleicht sind wir jetzt das Werder Bremen von vor 10 Jahren, schlecht wärs nicht.
Zitat von bones:
- Stuttgart hat sogar ein plus von 17 Mio € in den letzten drei Jahren gemacht. Also fast 6 Mio € Transferplus pro Jahr.
- Der HSV hat in den letzten drei Jahren ganze 7,6 Mio€ investiert. Also pro Jahr ~2.5 Mio €. Und nebenbei mal eben 25 Mio € für die Namesrechte eingestrichen.
Stuttgart hat erst jetzt einen Gomez für 30 Mio verkauft, was deine Aufstellung gerne ignoriert. Es dürfte noch ein wenig auf der hohen Kante liegen, dazu sind sie zum 3. Mal in die CL eingezogen, weiteres Geld zum Investieren wird fließen (abgesehen mal vom Stadionumbau, der auch Geld kosten dürfte?). Und auch sie haben sinnvoll eingekauft, noch vor der Periode, die du berechnet hast. Es wurden also laufend Werte erschaffen, wir stehen vergleichsweise bestenfalls am Anfang.
Der HSV hatte einen vdV, van Buyten, Boulahrouz, dazu de Jong für unglaublich viel Geld verkauft. Das sind Dimensionen, die wir erstmal erreichen müssen. Und auch der HSV hat Spielerwerte erschaffen, so intelligent wie kaum ein anderer Verein.
Zitat von bones:
- Bei den Kölnern wird gern vergessen, dass der Poldi-Transfer durch Sponsoren übernommen wurde. Ansonsten hätten die Kölner dieses Jahr ein kleines Plus erwirtschaftet. Und Gladbach hat ganze 2 Mio € investiert. Dafür das beide vor praktisch dauerausverkauftem Haus spielen und eine völlig frenetische Anhängerschaft haben, wurden da finanziell keine Bäume ausgerissen.
Das ist doch völlig egal, wie und wer Podolski dann gekauft hat. Fakt ist, das Interesse war so groß, dass ausreichend Investoren gefunden haben, um solch einen Transfer zu stemmen. So einen Background haben wir eben nicht, vA wenn wir besonders jetzt den Gürtel enger schnallen müssen.
Zitat von bones:
- Einzig Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen laufen außer Konkurrenz, die drei haben zusammen in den letzten 3 Jahren ~136 Mio € investiert. Also fast 17 Mio € pro Jahr, pro Verein.
Ja, und auch hier wurde sehr viel richtig gemacht, was Transfers angeht. Es wird nicht einfach Geld verschleudert, sondern Spielerwerte erhalten bzw. ausgebaut.
Zitat von bones:
Was ist also die Quintessenz dieser ganzen Zahlen?
Offensichtlich backen alle "großen" Vereine in den letzten 3 Jahren verdammt kleine Brötchen. Trotz großem Boom. Die gesamte Liga hat in den letzten drei Jahren 216 Mio € ausgegeben. Doch davon fielen auf die großen vier, Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen 200 Mio €. Der gesamte Rest der Liga hat zusammen ganze 16 Mio ausgegeben. Oder pro Verein, pro Saison, sensationelle 0,4 Mio €. Hertha reiht sich da nahtlos ein, einzig der Simunic-Transfer reißt ein Plus von 5 Mio € in diese Bilanz.
Wer also meint die Krise hätte die Vereine nicht erwischt und überall wäre Geld vorhanden, nur bei Hertha nicht, der sollte aus seinem Dornrösschenschlaf aufwachen. Bis auf die drei Vereine, die externe Geldgeber haben und Bayern als Krösus, hat kein Verein in den letzten 3 Jahren nennenswert investiert. Oder eben investieren können.
Es stimmt schon, wir sind nicht die einzigen, aber wenn man sich genauer mit unserem finanziellen Backround beschäftigt und sich den aktuellen Kader ansieht, so muss man leider sagen, wir sind einfach nicht zur oberen Hälfte der BL zu zählen. Weder haben wir eine gesunden finanziellen Unterbau noch einen großartigen Kader (außer 2-3 Spieler, die man für spürbare Summen verkaufen könnte, taumelt da viel Durchschnittsmasse umher - mit Option auf mehr, wohlgemerkt), mit dem wir neues Geld lukrieren können.
Es macht also auch Sinn, wenn man etwas Geld in die Hand nimmt und sinnvoll investiert. Es reicht nicht, immer Talente bzw. Perspektivspieler im Bereich 1-2 Mio zu holen. Es müssen auch etwas ausgereiftere Zugänge in einer höheren Größenordnung (etwa 3-5 Mio) möglich sein, um zumindest konkurrenzfähig zu bleiben. Mit unserem Spielermaterial ist es nicht einfach bzw. fast unmöglich, im oberen Bereich mitzuspielen. Und Aufbau schön und gut, und wir sind vielleicht auf einem guten Weg. Aber Qualität kostet auch Geld, und die muss man sich leisten können. Wir müssen ein wenig auf ein sportliches Wunder hoffen, vielleicht haben wir dieses Jahr wirklich einen finanziellen Engpass zu überstehen und ab 2010/11 wird es wieder besser.
Das ist sogar recht interessant, wenn man sich das genauer anschaut.
- So hat Krösus Bayern in den letzten beiden Jahren ganze 17 Mio€ investiert. Also 8.5 Mio € pro Saison. Recht erstaunlich für den mit Abstand reichsten Klub.
Du hast das Jahr davor unterschlagen, indem sie ein Saldo von minus 47 Mio erzielt haben. Das macht somit 62 EUR auf 3 Jahre verteilt = ca. 20 Mio pro Jahr. Dass sie später nicht mehr alles Geld verschleudert haben, ist zumindest für mich verständlich. Vor drei Jahren wurde mehr als ausreichend an Qualität zugelegt, seitdem werden die Spieler eher durchgewechselt, als in weitere, noch teurere Neuerwerbungen investiert. Wenn du schon einen Ribery, einen Toni, Klose und Jansen im selben Transferfenster holst, brauchst du später nicht mehr großartig nachbessern.
Zitat von bones:
- Werder hat in den letzten 3 Jahren interessanterweise ein Plus von 10 Mio € erwirtschaftet. Also pro Jahr 3 Mio € Transferüberschuss erzielt, trotz CL, trotz Uefacupfinale, trotz Pokalsieg.
Ja, Werder hat sich etwas aufgebaut, und hat auch immer Spieler im Kader, die einen Wiederverkaufswert haben. Einmal wurde Klose teuer verkauft, dann Diego. So haben sie immer einen neuen Spielraum für Ersatzkäufe. Vielleicht sind wir jetzt das Werder Bremen von vor 10 Jahren, schlecht wärs nicht.
Zitat von bones:
- Stuttgart hat sogar ein plus von 17 Mio € in den letzten drei Jahren gemacht. Also fast 6 Mio € Transferplus pro Jahr.
- Der HSV hat in den letzten drei Jahren ganze 7,6 Mio€ investiert. Also pro Jahr ~2.5 Mio €. Und nebenbei mal eben 25 Mio € für die Namesrechte eingestrichen.
Stuttgart hat erst jetzt einen Gomez für 30 Mio verkauft, was deine Aufstellung gerne ignoriert. Es dürfte noch ein wenig auf der hohen Kante liegen, dazu sind sie zum 3. Mal in die CL eingezogen, weiteres Geld zum Investieren wird fließen (abgesehen mal vom Stadionumbau, der auch Geld kosten dürfte?). Und auch sie haben sinnvoll eingekauft, noch vor der Periode, die du berechnet hast. Es wurden also laufend Werte erschaffen, wir stehen vergleichsweise bestenfalls am Anfang.
Der HSV hatte einen vdV, van Buyten, Boulahrouz, dazu de Jong für unglaublich viel Geld verkauft. Das sind Dimensionen, die wir erstmal erreichen müssen. Und auch der HSV hat Spielerwerte erschaffen, so intelligent wie kaum ein anderer Verein.
Zitat von bones:
- Bei den Kölnern wird gern vergessen, dass der Poldi-Transfer durch Sponsoren übernommen wurde. Ansonsten hätten die Kölner dieses Jahr ein kleines Plus erwirtschaftet. Und Gladbach hat ganze 2 Mio € investiert. Dafür das beide vor praktisch dauerausverkauftem Haus spielen und eine völlig frenetische Anhängerschaft haben, wurden da finanziell keine Bäume ausgerissen.
Das ist doch völlig egal, wie und wer Podolski dann gekauft hat. Fakt ist, das Interesse war so groß, dass ausreichend Investoren gefunden haben, um solch einen Transfer zu stemmen. So einen Background haben wir eben nicht, vA wenn wir besonders jetzt den Gürtel enger schnallen müssen.
Zitat von bones:
- Einzig Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen laufen außer Konkurrenz, die drei haben zusammen in den letzten 3 Jahren ~136 Mio € investiert. Also fast 17 Mio € pro Jahr, pro Verein.
Ja, und auch hier wurde sehr viel richtig gemacht, was Transfers angeht. Es wird nicht einfach Geld verschleudert, sondern Spielerwerte erhalten bzw. ausgebaut.
Zitat von bones:
Was ist also die Quintessenz dieser ganzen Zahlen?
Offensichtlich backen alle "großen" Vereine in den letzten 3 Jahren verdammt kleine Brötchen. Trotz großem Boom. Die gesamte Liga hat in den letzten drei Jahren 216 Mio € ausgegeben. Doch davon fielen auf die großen vier, Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen 200 Mio €. Der gesamte Rest der Liga hat zusammen ganze 16 Mio ausgegeben. Oder pro Verein, pro Saison, sensationelle 0,4 Mio €. Hertha reiht sich da nahtlos ein, einzig der Simunic-Transfer reißt ein Plus von 5 Mio € in diese Bilanz.
Wer also meint die Krise hätte die Vereine nicht erwischt und überall wäre Geld vorhanden, nur bei Hertha nicht, der sollte aus seinem Dornrösschenschlaf aufwachen. Bis auf die drei Vereine, die externe Geldgeber haben und Bayern als Krösus, hat kein Verein in den letzten 3 Jahren nennenswert investiert. Oder eben investieren können.
Es stimmt schon, wir sind nicht die einzigen, aber wenn man sich genauer mit unserem finanziellen Backround beschäftigt und sich den aktuellen Kader ansieht, so muss man leider sagen, wir sind einfach nicht zur oberen Hälfte der BL zu zählen. Weder haben wir eine gesunden finanziellen Unterbau noch einen großartigen Kader (außer 2-3 Spieler, die man für spürbare Summen verkaufen könnte, taumelt da viel Durchschnittsmasse umher - mit Option auf mehr, wohlgemerkt), mit dem wir neues Geld lukrieren können.
Es macht also auch Sinn, wenn man etwas Geld in die Hand nimmt und sinnvoll investiert. Es reicht nicht, immer Talente bzw. Perspektivspieler im Bereich 1-2 Mio zu holen. Es müssen auch etwas ausgereiftere Zugänge in einer höheren Größenordnung (etwa 3-5 Mio) möglich sein, um zumindest konkurrenzfähig zu bleiben. Mit unserem Spielermaterial ist es nicht einfach bzw. fast unmöglich, im oberen Bereich mitzuspielen. Und Aufbau schön und gut, und wir sind vielleicht auf einem guten Weg. Aber Qualität kostet auch Geld, und die muss man sich leisten können. Wir müssen ein wenig auf ein sportliches Wunder hoffen, vielleicht haben wir dieses Jahr wirklich einen finanziellen Engpass zu überstehen und ab 2010/11 wird es wieder besser.
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