Unsere Ehemaligen
13.09.2007 - 15:45 Uhr
06.01.2015 - 14:03 Uhr
... in der Marktwertanalyse über Sebastian Neumann, wird spekuliert, dass er aufgrund eines Herzfehlers nicht mehr spielen wird. Schade.
http://www.transfermarkt.de/neumann-sebastian-500-tsd-euro-vfr-aalen-/thread/forum/67/thread_id/225104
http://www.transfermarkt.de/neumann-sebastian-500-tsd-euro-vfr-aalen-/thread/forum/67/thread_id/225104
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Erwin_Kost am 06.01.2015 um 14:04 Uhr bearbeitet
10.01.2015 - 13:04 Uhr
Quelle: www.noz.de
Spekuliert wird derzeit über eine mögliche Rückkehr von Pascal Testroet zum VfL Osnabrück. Der Stürmer hat noch einen Vertrag beim Ligarivalen und Tabellenführer Arminia Bielefeld bis zum 30. Juni 2015, möchte sich aber möglichst sofort neu orientieren. „Mein Berater wird mit Sportdirektor Samir Arabi sprechen, um eine Lösung zu finden. Schließlich will ich spielen und nicht meinen Vertrag aussitzen“, wird der 24-Jährige in der „Neuen Westfälischen“ zitiert und dort mit dem VfL Osnabrück in Verbindung gebracht, wo er auf Leihbasis vom 22. August 2013 bis Saisonende tätig war.
...
Aber er ist ja mit der Arminia gegenwärtig im Trainingslager in der Türkei, sodass ich davon ausgehe, dass es keine Freigabe gibt“, sagte Walpurgis mit leichtem Bedauern.
Dass wäre sehr bitter für Neumann, wenn er tatsächlich so krank ist. ...
Aber er ist ja mit der Arminia gegenwärtig im Trainingslager in der Türkei, sodass ich davon ausgehe, dass es keine Freigabe gibt“, sagte Walpurgis mit leichtem Bedauern.
Testroet möchte gerne seinen Vertrag bei Bielefeld vorzeitig auflösen und wechseln.
Wäre natürlich klasse, wenn er wieder zurück zu uns käme. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Bielefeld ihn ziehen lässt.
Für uns wäre er meiner Meinung nach eine ideale Verstärkung für unser offensives Mittelfeld. Könnte mir gut vorstellen, dass er zu einem guten Ballverteiler neben Ornatelli werden könnte.
12.01.2015 - 13:01 Uhr
An mir ist völlig vorbeigegangen, dass Christian Brand jetzt Trainer von Jahn Regensburg ist...
http://www.transfermarkt.de/christian-brand/profil/trainer/4610
http://www.transfermarkt.de/christian-brand/profil/trainer/4610
13.01.2015 - 20:08 Uhr
Hier mal ein Interview der Zeit mit Björn Lindemann.
Klingt tatsächlich gereifter unser Alando-Spezialist ;)
http://www.zeit.de/sport/2015-01/bjoern-lindemann-thailand-fussball
Klingt tatsächlich gereifter unser Alando-Spezialist ;)
http://www.zeit.de/sport/2015-01/bjoern-lindemann-thailand-fussball
14.01.2015 - 20:59 Uhr
Das ist doch mal was :
http://www.noz.de/deutschland-welt/vfl-osnabrueck/artikel/537924/vfl-kapitan-linz-drohte-umzug-oder-wir-streiken#gallery&0&0&537924
Was für eine "geile" Mannschaft wir damals hatten und was für Probleme - heute unvorstellbar.....
http://www.noz.de/deutschland-welt/vfl-osnabrueck/artikel/537924/vfl-kapitan-linz-drohte-umzug-oder-wir-streiken#gallery&0&0&537924
Was für eine "geile" Mannschaft wir damals hatten und was für Probleme - heute unvorstellbar.....
15.01.2015 - 10:57 Uhr
Zitat von Osnabaer
Das ist doch mal was :
http://www.noz.de/deutschland-welt/vfl-osnabrueck/artikel/537924/vfl-kapitan-linz-drohte-umzug-oder-wir-streiken#gallery&0&0&537924
Was für eine "geile" Mannschaft wir damals hatten und was für Probleme - heute unvorstellbar.....
Das ist doch mal was :
http://www.noz.de/deutschland-welt/vfl-osnabrueck/artikel/537924/vfl-kapitan-linz-drohte-umzug-oder-wir-streiken#gallery&0&0&537924
Was für eine "geile" Mannschaft wir damals hatten und was für Probleme - heute unvorstellbar.....

Jep. Das waren Zeiten...
Paule (Linz) hat sich gerne mal mit dem ein oder anderen Zuschauer angelegt, Oskar Bauer sah immer schon wie ein Bruder von Paul Breitner aus (nur ungepflegter)... hübsche Frisuren. Früher war alles besser...
? Nein. Definitiv nicht. Kann mich an eine relativ biedere Zweitligazeit erinnern. Zuschauerschnitt so um die 2000... Bier- und Colaverkäufer mit weißen Kittel gingen durch die Reihen... Die Bratwurst wurde in Fett gebraten... Günther Eymold - Libero, ha - Ich habe noch irgendwo sämtliche Autogramme. Eintritt 3,00 DM (ermäßigt, glaub ich), die letzten 35 min konnte man sich umsonst ins Stadion schleichen... Für Zwischenstände (bei Auswärtsspielen, wenn man zu Hause geblieben ist) musste man sich NDR 2 mit Carlo v. Thiedemann einen ganzen Nachmittag reinziehen (und was es da auf die Ohren gab - oh ha).
15.01.2015 - 23:02 Uhr
Zitat von Erwin_Kost
Jep. Das waren Zeiten...
Paule (Linz) hat sich gerne mal mit dem ein oder anderen Zuschauer angelegt, Oskar Bauer sah immer schon wie ein Bruder von Paul Breitner aus (nur ungepflegter)... hübsche Frisuren. Früher war alles besser...
? Nein. Definitiv nicht. Kann mich an eine relativ biedere Zweitligazeit erinnern. Zuschauerschnitt so um die 2000... Bier- und Colaverkäufer mit weißen Kittel gingen durch die Reihen... Die Bratwurst wurde in Fett gebraten... Günther Eymold - Libero, ha - Ich habe noch irgendwo sämtliche Autogramme.
Eintritt 3,00 DM (ermäßigt, glaub ich), die letzten 35 min konnte man sich umsonst ins Stadion schleichen... Für Zwischenstände (bei Auswärtsspielen, wenn man zu Hause geblieben ist) musste man sich NDR 2 mit Carlo v. Thiedemann einen ganzen Nachmittag reinziehen (und was es da auf die Ohren gab - oh ha).
Jep. Das waren Zeiten...
Paule (Linz) hat sich gerne mal mit dem ein oder anderen Zuschauer angelegt, Oskar Bauer sah immer schon wie ein Bruder von Paul Breitner aus (nur ungepflegter)... hübsche Frisuren. Früher war alles besser...
? Nein. Definitiv nicht. Kann mich an eine relativ biedere Zweitligazeit erinnern. Zuschauerschnitt so um die 2000... Bier- und Colaverkäufer mit weißen Kittel gingen durch die Reihen... Die Bratwurst wurde in Fett gebraten... Günther Eymold - Libero, ha - Ich habe noch irgendwo sämtliche Autogramme. Eintritt 3,00 DM (ermäßigt, glaub ich), die letzten 35 min konnte man sich umsonst ins Stadion schleichen... Für Zwischenstände (bei Auswärtsspielen, wenn man zu Hause geblieben ist) musste man sich NDR 2 mit Carlo v. Thiedemann einen ganzen Nachmittag reinziehen (und was es da auf die Ohren gab - oh ha).
Das waren wirklich schöne, gute, auch ein bischen komische Zeiten ....
16.01.2015 - 20:39 Uhr
Hallo Leute,
bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier richtig bin, aber schließlich geht es ja um unsere VfL-Ehemaligen:
Ich habe 2 Tickets über für das morgige Budenzauber Turnier in der Emsland-Arena. Die Tickets sind im VfL Osnabrück Block und haben 15,40€ gekostet. Zu diesem Kurs würde ich die beiden Tickets auch abgeben.
Vom VfL Osnabrück sind u.a. folgende Spieler benannt:
- Joe Enochs
- Tommy Reichenberger
- Wolfgang Schütte
- Daniel Thioune
- Marco Tredup
Wenn ihr Interesse habt, schickt mir am besten per PN eure Telefonnummer / E-Mailadresse - ich melde mich dann.
Abholung müsste in Georgsmarienhütte erfolgen,
bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier richtig bin, aber schließlich geht es ja um unsere VfL-Ehemaligen:
Ich habe 2 Tickets über für das morgige Budenzauber Turnier in der Emsland-Arena. Die Tickets sind im VfL Osnabrück Block und haben 15,40€ gekostet. Zu diesem Kurs würde ich die beiden Tickets auch abgeben.
Vom VfL Osnabrück sind u.a. folgende Spieler benannt:
- Joe Enochs
- Tommy Reichenberger
- Wolfgang Schütte
- Daniel Thioune
- Marco Tredup
Wenn ihr Interesse habt, schickt mir am besten per PN eure Telefonnummer / E-Mailadresse - ich melde mich dann.
Abholung müsste in Georgsmarienhütte erfolgen,
31.01.2015 - 14:27 Uhr
Quelle: www.transfermarkt.de
Jetzt ist es amtlich: Simon Zoller (Foto) wechselt bis zum Saisonende auf Leihbasis vom 1.FC Köln zum 1.FC Kaiserslautern. Das bestätigten beide Vereine am Samstagvormittag. Der 23-jährige Stürmer war erst im Sommer für 3 Millionen Euro vom FCK nach Köln gewechselt, konnte sich beim FC aber nicht entscheidend durchsetzen.
Zoller wechselt tatsächlich bis zum Ende der Saison wieder nach Kaiserslautern zurück. Für seine Entwicklung bestimmt noch einmal der richtige Schritt... . Viel Glück!
04.02.2015 - 17:20 Uhr
Quelle: www.bild.de
Das ist eine traurige Nachricht für den Fußball...
Udo Lattek ist am Sonntag im Alter von 80 Jahren verstorben. Die große Trainer-Legende litt an Parkinson, verbunden mit schleichender Altersdemenz.
Die Krankheit wurde 2013 diagnostiziert. Zuvor hatte Lattek eine Hirn-Operation wegen eines gutartigen Tumors. Zudem zwei Schlaganfälle...
Da viele wahrscheinlich wenig über seine aktive Spielerzeit wissen, habe ich mir erlaubt, einen Artikel anlässlich seines 80. Geburtstages vom 15. Januar 2015 zur posten. Dort wird seine fussballerische Osnabrücker Zeit ausführlich beschrieben. Udo Lattek ist am Sonntag im Alter von 80 Jahren verstorben. Die große Trainer-Legende litt an Parkinson, verbunden mit schleichender Altersdemenz.
Die Krankheit wurde 2013 diagnostiziert. Zuvor hatte Lattek eine Hirn-Operation wegen eines gutartigen Tumors. Zudem zwei Schlaganfälle...
Zitat von NOZ vom 15.01.2015
Osnabrück. Der erfolgreichste Vereinstrainer Deutschlands wird an diesem Freitag 80 Jahre alt. Die Spielerkarriere von Udo Lattek war durchschnittlich und – bundesweit gesehen – unauffällig. Höhepunkt und Ende hatte sie beim VfL Osnabrück.
An eine Karriere als Fußballprofi hat der junge Udo Lattek nie gedacht. Nach der Flucht mit der Mutter aus Ostpreußen fingen seine Eltern mit einem Bauernhof in Wipperfürth im Bergischen Land in den fünfziger Jahren neu an. Lattek ging zum Gymnasium, spielte Fußball beim VfR Wipperfürth, verschrieb sich aber mehr noch der Leichtathletik. Er wurde – ein Jahr nach Martin Lauer – Mittelrheinmeister im Mehrkampf.
Lattek war Anfang 20, als er beim VfR das Amt des Spielertrainers übernahm. Der Erfolg sprach für den jungen Studenten, der inzwischen an der Sporthochschule Köln studierte: 1958 gelang der Aufstieg in die Landesliga.
Lattek kickte zudem in der Kölner Uni-Mannschaft und in der Bundeswehr-Auswahl – und das ebnete ihm den Weg zum VfL Osnabrück. Heingerd Tenfelde, ein Osnabrücker Talentspäher aus Leidenschaft, entdeckte den kopfballstarken Mittelstürmer Ende 1961. Er schlug dem VfL-Boss Friedel Schwarze die Verpflichtung des Torjägers vor und setzte sich durch. Als Bonbon durfte Lattek im Mai 1962 mit auf den Trip nach Spanien, wo der VfL zweimal gegen die spanische Nationalmannschaft antrat. Spielen durfte Lattek wegen der Wechselbestimmungen nicht.
Zwei weitere Neuzugänge waren dabei, als Lattek im Sommer 1962 offiziell an der Bremer Brücke vorgestellt wurde. Der eine war der Hamburger Peter Beckmann, der keine große Rolle spielen sollte. Der zweite war ein Freund von Lattek: Der aus Bergheim stammende Jurastudent Rolf Ernst war dem Osnabrücker Scout in der Studentenauswahl ebenfalls aufgefallen und bekam das Angebot, an der Bremer Brücke Vertragsspieler zu werden.
„Es war eine interessante Zeit. Wir waren schnell integriert und auch recht erfolgreich“, erinnert sich Dr. Rolf Ernst heute an diese Zeit. Der technisch beschlagene Linksaußen verstand sich gut mit Lattek, sportlich wie menschlich. Die Mannschaft hatte in dem Ungarn Emil Iszo einen neuen Trainer bekommen und startete durch – immerhin ging es in der letzten Saison der Oberliga Nord um drei Plätze für die neue Bundesliga, zwei waren praktisch für die Topteams Hamburger SV und Werder Bremen reserviert, um den dritten rangelte fünf, sechs Klubs.
In der Vorrunde schien der VfL auch den härtesten Rivalen Eintracht Braunschweig abgehangen zu haben. Im Topspiel an der Bremer Brücke hatte der VfL 3:1 gewonnen, dank eines überragenden Lattek. Jahrzehnte später erinnerte sich der Mittelstürmer an die Partie: „Ich habe zwei Tore gemacht, das war mein bestes Spiel für den VfL. Wir waren damals nahe dran an der Bundesliga.“
Doch es reichte nicht, weil die Mannschaft in der Rückrunde einbrach. „Ich erinnere mich an katastrophale Witterungs- und Platzbedingungen sowie an viel Ausfälle“, erzählt Rolf Ernst, der noch die Namen der meisten Mitspieler von damals kennt, „ich glaube aber, dass es auch daran lag, dass wir uns die Bundesliga nicht richtig zugetraut haben…“ Der VfL, der im Winter sechs Punkte Vorsprung vor Braunschweig gehabt hatte, wurde am Ende Siebter mit neun Zählern Rückstand auf die Eintracht, die in die Bundesliga einzog. In der Torschützenliste der Saison 1962/63 steht Lattek mit 19 Treffern auf Platz fünf.
Lattek und Ernst blieben in Osnabrück, und mit seinem durch zusätzliche Zuwendungen aufgebessertem Vertragsspielergehalt und dem Honorar für seine Tätigkeit als Übungsleiter in der Turn- und Gymnastikabteilung ging es dem Studenten Lattek sehr gut. Er war ein beliebter, der Geselligkeit zugeneigter Mitspieler. „Ein Pfundskerl, mit dem man Pferde stehlen konnte“, sagt Reinhard Haseldiek über den Kollegen.
In der Regionalliga waren Lattek und das ganze Team nicht mehr als Mittelmaß. Der Mittelstürmer ließ in gut eineinhalb Jahren 13 Treffer folgen in der zweithöchsten Klasse. Anfang 1965 absolvierte der Diplom-Sportlehrer nebenbei den Fußballlehrer-Lehrgang an der Sporthochschule. Dort wurde Hennes Weisweiler auf ihn aufmerksam, er empfahl Lattek an Bundestrainer Helmut Schön, der einen Assistenten suchte – und zwar sofort. Somit suchte Lattek den schnellen Ausstieg aus seinem Vertrag beim VfL. Als der mächtige Klubchef Friedel Schwarze sich weigerte, schaltete sich Hermann Gösmann ein: Der aus Osnabrück stammende DFB-Präsident hatte vor Schwarze den VfL geführte und eiste Lattek los. So wurde der Abschied vom VfL der Beginn einer großen Trainerkarriere.
Osnabrück. Der erfolgreichste Vereinstrainer Deutschlands wird an diesem Freitag 80 Jahre alt. Die Spielerkarriere von Udo Lattek war durchschnittlich und – bundesweit gesehen – unauffällig. Höhepunkt und Ende hatte sie beim VfL Osnabrück.
An eine Karriere als Fußballprofi hat der junge Udo Lattek nie gedacht. Nach der Flucht mit der Mutter aus Ostpreußen fingen seine Eltern mit einem Bauernhof in Wipperfürth im Bergischen Land in den fünfziger Jahren neu an. Lattek ging zum Gymnasium, spielte Fußball beim VfR Wipperfürth, verschrieb sich aber mehr noch der Leichtathletik. Er wurde – ein Jahr nach Martin Lauer – Mittelrheinmeister im Mehrkampf.
Lattek war Anfang 20, als er beim VfR das Amt des Spielertrainers übernahm. Der Erfolg sprach für den jungen Studenten, der inzwischen an der Sporthochschule Köln studierte: 1958 gelang der Aufstieg in die Landesliga.
Lattek kickte zudem in der Kölner Uni-Mannschaft und in der Bundeswehr-Auswahl – und das ebnete ihm den Weg zum VfL Osnabrück. Heingerd Tenfelde, ein Osnabrücker Talentspäher aus Leidenschaft, entdeckte den kopfballstarken Mittelstürmer Ende 1961. Er schlug dem VfL-Boss Friedel Schwarze die Verpflichtung des Torjägers vor und setzte sich durch. Als Bonbon durfte Lattek im Mai 1962 mit auf den Trip nach Spanien, wo der VfL zweimal gegen die spanische Nationalmannschaft antrat. Spielen durfte Lattek wegen der Wechselbestimmungen nicht.
Zwei weitere Neuzugänge waren dabei, als Lattek im Sommer 1962 offiziell an der Bremer Brücke vorgestellt wurde. Der eine war der Hamburger Peter Beckmann, der keine große Rolle spielen sollte. Der zweite war ein Freund von Lattek: Der aus Bergheim stammende Jurastudent Rolf Ernst war dem Osnabrücker Scout in der Studentenauswahl ebenfalls aufgefallen und bekam das Angebot, an der Bremer Brücke Vertragsspieler zu werden.
„Es war eine interessante Zeit. Wir waren schnell integriert und auch recht erfolgreich“, erinnert sich Dr. Rolf Ernst heute an diese Zeit. Der technisch beschlagene Linksaußen verstand sich gut mit Lattek, sportlich wie menschlich. Die Mannschaft hatte in dem Ungarn Emil Iszo einen neuen Trainer bekommen und startete durch – immerhin ging es in der letzten Saison der Oberliga Nord um drei Plätze für die neue Bundesliga, zwei waren praktisch für die Topteams Hamburger SV und Werder Bremen reserviert, um den dritten rangelte fünf, sechs Klubs.
In der Vorrunde schien der VfL auch den härtesten Rivalen Eintracht Braunschweig abgehangen zu haben. Im Topspiel an der Bremer Brücke hatte der VfL 3:1 gewonnen, dank eines überragenden Lattek. Jahrzehnte später erinnerte sich der Mittelstürmer an die Partie: „Ich habe zwei Tore gemacht, das war mein bestes Spiel für den VfL. Wir waren damals nahe dran an der Bundesliga.“
Doch es reichte nicht, weil die Mannschaft in der Rückrunde einbrach. „Ich erinnere mich an katastrophale Witterungs- und Platzbedingungen sowie an viel Ausfälle“, erzählt Rolf Ernst, der noch die Namen der meisten Mitspieler von damals kennt, „ich glaube aber, dass es auch daran lag, dass wir uns die Bundesliga nicht richtig zugetraut haben…“ Der VfL, der im Winter sechs Punkte Vorsprung vor Braunschweig gehabt hatte, wurde am Ende Siebter mit neun Zählern Rückstand auf die Eintracht, die in die Bundesliga einzog. In der Torschützenliste der Saison 1962/63 steht Lattek mit 19 Treffern auf Platz fünf.
Lattek und Ernst blieben in Osnabrück, und mit seinem durch zusätzliche Zuwendungen aufgebessertem Vertragsspielergehalt und dem Honorar für seine Tätigkeit als Übungsleiter in der Turn- und Gymnastikabteilung ging es dem Studenten Lattek sehr gut. Er war ein beliebter, der Geselligkeit zugeneigter Mitspieler. „Ein Pfundskerl, mit dem man Pferde stehlen konnte“, sagt Reinhard Haseldiek über den Kollegen.
In der Regionalliga waren Lattek und das ganze Team nicht mehr als Mittelmaß. Der Mittelstürmer ließ in gut eineinhalb Jahren 13 Treffer folgen in der zweithöchsten Klasse. Anfang 1965 absolvierte der Diplom-Sportlehrer nebenbei den Fußballlehrer-Lehrgang an der Sporthochschule. Dort wurde Hennes Weisweiler auf ihn aufmerksam, er empfahl Lattek an Bundestrainer Helmut Schön, der einen Assistenten suchte – und zwar sofort. Somit suchte Lattek den schnellen Ausstieg aus seinem Vertrag beim VfL. Als der mächtige Klubchef Friedel Schwarze sich weigerte, schaltete sich Hermann Gösmann ein: Der aus Osnabrück stammende DFB-Präsident hatte vor Schwarze den VfL geführte und eiste Lattek los. So wurde der Abschied vom VfL der Beginn einer großen Trainerkarriere.
R.I.P. Udo Lattek!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Erwin_Kost am 04.02.2015 um 17:21 Uhr bearbeitet
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