Was ist schwerer aufsteigen oder Klasse halten?
02.05.2010 - 22:17 Uhr
04.05.2010 - 08:56 Uhr
Zitat von nyx777:
Kann sich noch irgendwer an das Relegationsspiel erinnern? Nürnberg war in der 2. Liga und gewann ziemlich klar gegen... ja gegen wen war das nochmal? Unwichtig und keine Lust jetzt nachzuschauen... aber das Ding ist, dass meistens das Team das Relegationsspiel gewinnt, was in der schlechteren Liga ist.
Das heisst, dass der 3. der 2. Liga stärker ist als der Drittletzte der ersten Liga. Für mich ein anzeichen dafür, dass es schwerer ist aufzustiegen.
Man muss aber auch bedenken, dass ein Team wenn es mehrere Spiele gewinnt eine bessere Motivation hat. Also in der 2. Liga ist es einfacher eine gute Motivation zu bekommen als in der 1. Liga. Eine starke Mentalität ist in der 1. Liga also wichtiger als in der 2. Liga.
Schwer zu beantworten die Frage aber von Gefühl her würde ich sagen, es ist schwerer aufzusteigen.
Ich gehe jetzt mal von der Bundesliga aus, wie kommst Du darauf, dass meistens das Relegationsspiel vom Team der unteren Liga gewonnen wurde?
Und den Satz, dass es schwerer ist aufzusteigen, weil der 3. der 2. Liga stärker als der 16. der 1. Liga, den will ich auch irgendwie nicht verstehen. Bzw. kann man doch nicht pauschal sagen, dass die Mannschaften um den 3. der 2. Liga insgesamt besser sind als der 16. der 1. und man sich als Team dann schon mehr anstrengen muss um überhaupt unter die ersten drei zu kommen. Kommt doch zum großen Teil auch einfach die Psyche mit rein. Die Relegation für den Aufstieg ist ja quasi eine Belohnung für gute Leistung und die Relegation um den Abstieg ja eher eine Bestrafung für schlechte Leistung. Aber das hast Du mit der Motivation ja schon angesprochen.
Halte insgesamt aber beides für ähnlich schwierig. Man muss in beiden Fällen gute Leistungen abliefern. In der 1. Liga reichen zwar deutlich weniger Punkte als in der 2. zum Aufstieg, die Mannschaften im Alltagsgeschäft sind aber wohl auch deutlich schwieriger zu spielen und dort kommen dann auch nicht die "Gesetze" des Pokals so zum tragen, da es halt nur ein Ligaspiel ist und nicht das Spiel des Jahres wie man es vor einem Pokalfight vorher oft hört.
Kann sich noch irgendwer an das Relegationsspiel erinnern? Nürnberg war in der 2. Liga und gewann ziemlich klar gegen... ja gegen wen war das nochmal? Unwichtig und keine Lust jetzt nachzuschauen... aber das Ding ist, dass meistens das Team das Relegationsspiel gewinnt, was in der schlechteren Liga ist.
Das heisst, dass der 3. der 2. Liga stärker ist als der Drittletzte der ersten Liga. Für mich ein anzeichen dafür, dass es schwerer ist aufzustiegen.
Man muss aber auch bedenken, dass ein Team wenn es mehrere Spiele gewinnt eine bessere Motivation hat. Also in der 2. Liga ist es einfacher eine gute Motivation zu bekommen als in der 1. Liga. Eine starke Mentalität ist in der 1. Liga also wichtiger als in der 2. Liga.
Schwer zu beantworten die Frage aber von Gefühl her würde ich sagen, es ist schwerer aufzusteigen.
Ich gehe jetzt mal von der Bundesliga aus, wie kommst Du darauf, dass meistens das Relegationsspiel vom Team der unteren Liga gewonnen wurde?
Und den Satz, dass es schwerer ist aufzusteigen, weil der 3. der 2. Liga stärker als der 16. der 1. Liga, den will ich auch irgendwie nicht verstehen. Bzw. kann man doch nicht pauschal sagen, dass die Mannschaften um den 3. der 2. Liga insgesamt besser sind als der 16. der 1. und man sich als Team dann schon mehr anstrengen muss um überhaupt unter die ersten drei zu kommen. Kommt doch zum großen Teil auch einfach die Psyche mit rein. Die Relegation für den Aufstieg ist ja quasi eine Belohnung für gute Leistung und die Relegation um den Abstieg ja eher eine Bestrafung für schlechte Leistung. Aber das hast Du mit der Motivation ja schon angesprochen.
Halte insgesamt aber beides für ähnlich schwierig. Man muss in beiden Fällen gute Leistungen abliefern. In der 1. Liga reichen zwar deutlich weniger Punkte als in der 2. zum Aufstieg, die Mannschaften im Alltagsgeschäft sind aber wohl auch deutlich schwieriger zu spielen und dort kommen dann auch nicht die "Gesetze" des Pokals so zum tragen, da es halt nur ein Ligaspiel ist und nicht das Spiel des Jahres wie man es vor einem Pokalfight vorher oft hört.
04.05.2010 - 09:19 Uhr
Zitat von table99:
... Rostock ist sogar in die 3. Liga abgestiegen.
Habe ich da etwas verpasst? :o ... oder ist die Saison zu Ende, sobald die Bayern quasi Meister geworden sind? :D
... Rostock ist sogar in die 3. Liga abgestiegen.
Habe ich da etwas verpasst? :o ... oder ist die Saison zu Ende, sobald die Bayern quasi Meister geworden sind? :D
04.05.2010 - 10:31 Uhr
Also rein statistisch betrachtet sieht es meiner Meinung nach so aus, dass Aufstieg deutlich schwerer als Klasse halten ist.
Nimmt die die reinen Zahlen her, so steigen jedes Jahr 2,5 von 18 Manschaften auf. (für den Relegationsplatz nehmen wir mal eine 50/50 Chance des Aufstiegs an) Dies entspricht einer Aufstiegschance von etwa 13,9%.
Bei der Wahrscheinlichkeit des Wiederabstiegs im ersten Jahr muß man die geänderte Grundgesamtheit betrachten. Gehen wir der Einfachheit halber mal von 3 Aufsteigern aus, heißt das, wenn nur einer der Aufsteiger nicht absteigt, dass die Chance des Klassenerhaltes bei 33,3% liegt. Betrachtet man nun die historischen Daten, lässt sich feststellen, dass im Schnitt mindestens einer der Aufsteiger (im ersten Jahr) oben geblieben ist, d.h. die Chance des Klassenerhaltes liegt ca. 20% höher als die Chance eines Aufstiegs.
Daher würde ich sagen, Aufstieg ist schwieriger, es sei denn, ich habe irgendwo einen Denkfehler. ;-)
Nimmt die die reinen Zahlen her, so steigen jedes Jahr 2,5 von 18 Manschaften auf. (für den Relegationsplatz nehmen wir mal eine 50/50 Chance des Aufstiegs an) Dies entspricht einer Aufstiegschance von etwa 13,9%.
Bei der Wahrscheinlichkeit des Wiederabstiegs im ersten Jahr muß man die geänderte Grundgesamtheit betrachten. Gehen wir der Einfachheit halber mal von 3 Aufsteigern aus, heißt das, wenn nur einer der Aufsteiger nicht absteigt, dass die Chance des Klassenerhaltes bei 33,3% liegt. Betrachtet man nun die historischen Daten, lässt sich feststellen, dass im Schnitt mindestens einer der Aufsteiger (im ersten Jahr) oben geblieben ist, d.h. die Chance des Klassenerhaltes liegt ca. 20% höher als die Chance eines Aufstiegs.
Daher würde ich sagen, Aufstieg ist schwieriger, es sei denn, ich habe irgendwo einen Denkfehler. ;-)
04.05.2010 - 11:59 Uhr
ich glaube das es leichter ist die klasse zu halten da das nievau an der spitze sehr hoch ist das macht einen aufstieg echt schwer
04.05.2010 - 12:04 Uhr
Zitat von torbster:
ich würde sagen, der klassenerhalt ist leichter.
auf folgendem grund: den klassenerhalt kann man auch mit der 10 Spiele schwäche periode schaffen, für einen auftieg muss man meist eine nahezu perfekte saison hinlegen.
Ich denke das ist der Kernpunkt. Deswegen dürfte Klassenhalt wirklich leichter sein als aufsteigen.
Hertha ist diese Saison doch ein gutes Beispiel, 6 Punkte zur hinrunde, aktuell kein Heimspiel gewonnen seit dem ersten und dennoch sind sie erst am vorletzten Spieltag abgestiegen.
Sprich, selbst die schlechteste Hinrunde seit Tasmania Berlin und schelchteste Heimbilanz wohl auch seit Tasmania Berlin und dennoch waren die Chancen die ganze Zeit nicht schlecht drinzubleiben.
ich würde sagen, der klassenerhalt ist leichter.
auf folgendem grund: den klassenerhalt kann man auch mit der 10 Spiele schwäche periode schaffen, für einen auftieg muss man meist eine nahezu perfekte saison hinlegen.
Ich denke das ist der Kernpunkt. Deswegen dürfte Klassenhalt wirklich leichter sein als aufsteigen.
Hertha ist diese Saison doch ein gutes Beispiel, 6 Punkte zur hinrunde, aktuell kein Heimspiel gewonnen seit dem ersten und dennoch sind sie erst am vorletzten Spieltag abgestiegen.
Sprich, selbst die schlechteste Hinrunde seit Tasmania Berlin und schelchteste Heimbilanz wohl auch seit Tasmania Berlin und dennoch waren die Chancen die ganze Zeit nicht schlecht drinzubleiben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SH501 am 04.05.2010 um 12:13 Uhr bearbeitet
04.05.2010 - 12:42 Uhr
Zitat von Hortar:
Aus psychologischen Gründen ist es einfacher aufzusteigen als ab. Nehmen wir mal ideeller Weise an das Leistungsgefälle wäre vom 1ten platz der oberen Liga bis zum letzten der unteren ideal abnehmend und man wäre ein verein der genau vom leistungsvermögen in der schnittstelle der beiden ligen liegt.In der unteren Liga würde man schnell Erfolgserlebnisse feiern und so gefestigt mit Selbstvertrauen in die folgenden Partyn gehn.Und als Fussballer wisst ihr. Wenns einmal läuft läuft es.
Wenn man stattdessen in der höheren Liga anfängt zu verlieren findet dieser psychologischer Prozess genau in die andere Richtung statt.Der Sog wirkt dann nicht mehr nach oben sondern unten.Degeneration des Selbstvertrauens
Stimmt, allerdings ist ein kurzer "Lauf" ausreichend um die Klasse zu halten wohingegen der "Lauf" für den Aufstieg von längerer Dauer sein muss womit sich auch das wieder ausgleicht.
Vor der Saison wir normalerweise ein Ziel ausgegeben, lautet dieses Nichtabstieg sind die Erwartungen wesentlich geringer weshalb sich auch schon früher der Erfolg einstellen kann wohingegegn beim Ziel Aufstieg eine einzige Niederlage den Lauf stoppen und somit zum verfehlen des gesetzten Ziels führt.
Aus psychologischen Gründen ist es einfacher aufzusteigen als ab. Nehmen wir mal ideeller Weise an das Leistungsgefälle wäre vom 1ten platz der oberen Liga bis zum letzten der unteren ideal abnehmend und man wäre ein verein der genau vom leistungsvermögen in der schnittstelle der beiden ligen liegt.In der unteren Liga würde man schnell Erfolgserlebnisse feiern und so gefestigt mit Selbstvertrauen in die folgenden Partyn gehn.Und als Fussballer wisst ihr. Wenns einmal läuft läuft es.
Wenn man stattdessen in der höheren Liga anfängt zu verlieren findet dieser psychologischer Prozess genau in die andere Richtung statt.Der Sog wirkt dann nicht mehr nach oben sondern unten.Degeneration des Selbstvertrauens
Stimmt, allerdings ist ein kurzer "Lauf" ausreichend um die Klasse zu halten wohingegen der "Lauf" für den Aufstieg von längerer Dauer sein muss womit sich auch das wieder ausgleicht.
Vor der Saison wir normalerweise ein Ziel ausgegeben, lautet dieses Nichtabstieg sind die Erwartungen wesentlich geringer weshalb sich auch schon früher der Erfolg einstellen kann wohingegegn beim Ziel Aufstieg eine einzige Niederlage den Lauf stoppen und somit zum verfehlen des gesetzten Ziels führt.
05.05.2010 - 15:07 Uhr
Zitat von Owairan123:
Zitat von Laserda:
Ich denke es ist wesentlich leichter abzusteigen als aufzusteigen.
:o Echt? das hätte ich jetzt nicht gedacht......
Du scheinst der Einzige zu sein dem die Ironie verborgen geblieben ist und wenn Du mich schon zitierst dann so wie es sich gehört und nicht einzelne aus dem Zusammenhang gerissene Fetzen!
Solltest du nicht darüber hinwegkommen das ich mir einen Spass wegen deines "überwinterns" erlaubt habe kannst Du mir gerne eine PN schicken.
Zitat von Laserda:
Ich denke es ist wesentlich leichter abzusteigen als aufzusteigen.
:o Echt? das hätte ich jetzt nicht gedacht......
Du scheinst der Einzige zu sein dem die Ironie verborgen geblieben ist und wenn Du mich schon zitierst dann so wie es sich gehört und nicht einzelne aus dem Zusammenhang gerissene Fetzen!
Solltest du nicht darüber hinwegkommen das ich mir einen Spass wegen deines "überwinterns" erlaubt habe kannst Du mir gerne eine PN schicken.
05.05.2010 - 16:05 Uhr
Ich würde sagen, am schwersten ist es, aufzusteigen und Deutscher Meister zu werden :cool
Jetzt aber zurück zum Thema:
Erstens find ich den Aufstieg schwieriger, da man sich in einer Saison kaum Fehler erlauben kann und eigentlich konstant gute Leistungen abrufen muss.
Zweitens ist der Aufstieg schwieriger geworden, da es nur 2 sichere Aufsteiger gibt.
Der Tabellensechzehnte der ersten Liga hat trotz einer Grottensaison immernoch die Chance, in zwei Relegationsspielen den Klassenerhalt zu schaffen.
Fazit:
Nach Wiedereinführung der Relegation ist der
Aufsieg schwieriger und
der Klassenerhalt leichter geworden.
Jetzt aber zurück zum Thema:
Erstens find ich den Aufstieg schwieriger, da man sich in einer Saison kaum Fehler erlauben kann und eigentlich konstant gute Leistungen abrufen muss.
Zweitens ist der Aufstieg schwieriger geworden, da es nur 2 sichere Aufsteiger gibt.
Der Tabellensechzehnte der ersten Liga hat trotz einer Grottensaison immernoch die Chance, in zwei Relegationsspielen den Klassenerhalt zu schaffen.
Fazit:
Nach Wiedereinführung der Relegation ist der
Aufsieg schwieriger und
der Klassenerhalt leichter geworden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von schdambes am 05.05.2010 um 16:07 Uhr bearbeitet
05.05.2010 - 16:49 Uhr
Das Problem bei vielen Vereinen ist doch, dass wenn sie aufsteigen ihre Leistungsträger weggekauft werden, wenn ein "größerer" Klub an die Tür klopft (->siehe zum Beispiel Jendrisek).
Wenn der Verein seine Spieler halten kann, dann sehe ich auch das Halten der Klasse als etwas einfacher.
Wenn der Verein seine Spieler halten kann, dann sehe ich auch das Halten der Klasse als etwas einfacher.
05.05.2010 - 18:26 Uhr
Ich halte die Vermeidung des Abstiegs für einfacher, da es m. E. leichter ist Tore zu verhindern als welche zu schießen. Da man gegen gleichwertige Gegner dann doch hin und wieder ein Spiel gewinnt und heutzutage ja bereits 32 Punkte für den Nichtabstieg reichen ist die Quintessenz daraus, das Aufsteigen schwieriger ist.
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