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BVB - Taktik-Thread

20.01.2006 - 12:09 Uhr
BVB - Taktik-Thread |#6081
28.07.2026 - 00:18 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Wie planen wir wohl die Offensive?
El Mala - Guirassy - Karetsas

Ich denke, wo die gewünschten Neuzugänge spielen sollen, ist recht klar.
Allerdings würde ich Beier als Spieler der ersten Elf sehen. Wie würden wir mit ihm und den Neuzugängen planen?
Ich gehe davon aus, dass rotiert wird. Spielzeit wird es für alle geben. Mir ist aber nicht klar, wie das gut funktionieren soll.
Beier wird eher nicht als MS eingesetzt. In der Offensive würde er dann wohl am besten auf El Malas Position passen. Würde Beier rechts statt Karetsas spielen, würde der Offensive die spielerische Komponente fehlen. In der letzten Saison spielte Beier auch öfters auf der linken Schiene. Aber wie könnte Beier dort sein Tempo offensiv einbringen, wenn El Mala vor ihm aufliefe?
Gut würde Beier auf die rechte Schiene passen, denke ich. Aber dort ist Ryerson gesetzt und eigentlich ist Beier ein offensiverer Spieler und hat in der Offensive vermutlich mehr Potenzial.

Ob wir bestimmte Konstellationen im Kopf haben, die wir spielen wollen? Oder soll sich das einfach ergeben, wie wir die Spielzeit aufteilen und wer zusammen aufläuft? Für letzteres spricht, dass man vorher nicht genau weiß, was die Spieler bei uns leisten werden und wie sich einfügen.
Aktuell ist mir vor allem die Rolle von Beier nicht klar. Wie geschrieben, würde ich ihn eigentlich auf der El Mala Position erwarten. Dann bekäme aber El Mala nur wenig Spielzeit, was sicher nicht der Plan ist. Also gehe ich davon aus, dass Beier für verschiedene Positionen eingeplant ist. Allerdings fände ich es nicht ideal, wenn ein Spieler der ersten Elf keine Perspektive auf eine klare Rolle hätte. Für die Entwicklung ist das meistens nicht förderlich, denke ich.


Strukturell verändert sich meines Erachtens mit Karetsas für Brandt und El Mala für Adeyemi erst mal nichts. Das ist im bestehenden System also keine Optimierung, aber auch keine Verschlechterung. Was kritisch war, wird also kritisch bleiben. Was funktionierte, sollte weiterhin im Rahmen der bestehenden Risiken funktionieren. Ich würde somit Beier auf allen 3 Positionen erwarten, am ehesten aber in Rotation mit El Mala. Je nachdem, was mit Guirassy oder Silva passiert, sollten aber immerhin noch mehr Spielanteile frei werden als nur durch den Adeyemi Abgang, trotzdem Inacio wohl viele BU Minuten von Karetsas verlangen wird.

In jedem Fall hielte ich es für eine Verschlimmbesserung, wenn man Beier auf die Schiene zwingt. Einerseits ist das taktisch auch nicht näher an der Idealbesetzung einer Schienenposition, trotzdem mit seiner Geschwindigkeit und Spreizung aus Offensive und Defensive sicher etwas davon abgehakt wird. Systemnotwendige Aufgaben auf der Schiene, wie Breitenbesetzung und kreative Impulse - bedingt durch wenig Personal dafür, ohne auf Kosten von Abschlussqualität zu gehen - würde er gegenüber den LV Alternativen nicht wirklich verbessern. Noch dazu ist er kein Linksfuß.

Andererseits ließe das befürchten, dass sich personelle Konsequenzen nur verschieben. Wir haben Kabar bislang nicht abgegeben, hören zu Bensebaini gar nichts und mit Prates einen neuen LV geholt und wenn dann Beier auch noch in Konkurrenz dazu gesetzt würde, dann spräche das für einen Verkauf von Svensson, der sicher viel Geld brächte, aber ein unterschätzter sportlicher Verlust wäre. Vor allem perspektivisch, will man zur 4er Kette zurück, macht sein Abgang keinen Sinn, weil von allen anderen Alternativen zu viele Unsicherheiten ausgehen und Beier dafür wegfällt sowie bis dahin in die falsche Richtung entwickelt worden wäre.

Will man es optimieren, dann geht das in meinen Augen nur mit Beier als MS statt Guirassy oder wenigstens mit Umstellung auf 4-3-3, wodurch Karetsas auf die 10 rückt. Unter Kovac ist das für mich aber im Moment nicht vorstellbar, falls nicht auch noch einiges in der Defensive (RV und DM) passiert, was sofort für den Stamm relevant ist oder Guirassy (nahezu) ersatzlos verkauft wird. Das sieht nicht wahrscheinlich aus. Vermutlich ging es dem Verein daher tatsächlich nur um die Erhaltung des Status quo, angesichts einer positiven Bewertung der Vorsaison sowie den Glauben an deren Wiederholbarkeit.

Auch die Überschneidungen in den Profilen bei Süle und Gadou sprechen dafür, dass das übergeordnete Zielsetzung des Transfersommers war und eben nicht die Optimierung. Da erhofft man sich wohl eher individuell etwas, aber weniger kollektiv, wie es aussieht. Dafür müssten eben noch Transfers über Karetsas und El Mala hinaus gemacht werden, die mehr am System ändern würden, um eine Absicht erkennen zu können, dass man taktisch etwas ändern möchte.

Ja, ich halte es auch für recht wahrscheinlich, dass wir den Status quo weitestgehend erhalten wollen. Allerdings scheint mir der Ansatz nicht ideal, wenn El Mala und Karetsas die Rollen von Adeyemi und Brandt einnehmen sollen. Schließlich gab's Gründe, warum beide Spieler nun weg sind. Brandt gab unserem Spiel noch nie so wenig Impulse, was, aus meiner Sicht, ganz klar Kovacs Spielsystem geschuldet ist. Außerdem standen meistens nicht alle drei (mit Beier zusammen) in der ersten Elf stehen, meine ich.
Die Probleme, die Adeyemi und Brandt hatten, könnten daher weiterhin bleiben.
Der Status quo wirft also El Mala und Karetsas Fragen auf, die man bei der Höhe der Investitionen, vorab geklärt haben sollte. Systemumstellungen oder ein Beier als MS wären hier mögliche Lösungen. Aber eigentlich deutet darauf kaum etwas hin.
Ich wäre gespannt, ob wir aus El Mala, Karetsas und Beier das maximale herausholen würden. Mein Tipp wäre, dass einer etwas zurückstecken müsste, weil es keinen konkreten Plan gäbe, alle drei in die erste Elf und ihren besten Rollen einzusetzen.


Karetsas und El Mala bringen aber drastisch mehr 1vs1 Fähigkeiten mit als Brandt und Adeyemi. Finde ich extrem wichtig, besonders, wenn das Offensivkonzept allgemein nicht immer aus einem Guss kommt.

Auch die Verteilung der stärken scheint mir sinnvoll: dynamisches, wuchtiges Tempodribbling und Abschlussfokus auf der einen und wuselige Kreativität in engeren Räumen auf der anderen Seite.

Es ist aber schon wohl so, dass es in unserer Offensivabteilung sehr kuschelig wird, sollten beide Transfers so stattfinden. Gibt eigentlich fast schon zu viele förderungswürdige Projekte in unserem Kader für zu wenige Plätze, gerade offensiv. Naja, first world Problems...
BVB - Taktik-Thread |#6082
28.07.2026 - 09:23 Uhr
Zitat von Orizo
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Wie planen wir wohl die Offensive?
El Mala - Guirassy - Karetsas

Ich denke, wo die gewünschten Neuzugänge spielen sollen, ist recht klar.
Allerdings würde ich Beier als Spieler der ersten Elf sehen. Wie würden wir mit ihm und den Neuzugängen planen?
Ich gehe davon aus, dass rotiert wird. Spielzeit wird es für alle geben. Mir ist aber nicht klar, wie das gut funktionieren soll.
Beier wird eher nicht als MS eingesetzt. In der Offensive würde er dann wohl am besten auf El Malas Position passen. Würde Beier rechts statt Karetsas spielen, würde der Offensive die spielerische Komponente fehlen. In der letzten Saison spielte Beier auch öfters auf der linken Schiene. Aber wie könnte Beier dort sein Tempo offensiv einbringen, wenn El Mala vor ihm aufliefe?
Gut würde Beier auf die rechte Schiene passen, denke ich. Aber dort ist Ryerson gesetzt und eigentlich ist Beier ein offensiverer Spieler und hat in der Offensive vermutlich mehr Potenzial.

Ob wir bestimmte Konstellationen im Kopf haben, die wir spielen wollen? Oder soll sich das einfach ergeben, wie wir die Spielzeit aufteilen und wer zusammen aufläuft? Für letzteres spricht, dass man vorher nicht genau weiß, was die Spieler bei uns leisten werden und wie sich einfügen.
Aktuell ist mir vor allem die Rolle von Beier nicht klar. Wie geschrieben, würde ich ihn eigentlich auf der El Mala Position erwarten. Dann bekäme aber El Mala nur wenig Spielzeit, was sicher nicht der Plan ist. Also gehe ich davon aus, dass Beier für verschiedene Positionen eingeplant ist. Allerdings fände ich es nicht ideal, wenn ein Spieler der ersten Elf keine Perspektive auf eine klare Rolle hätte. Für die Entwicklung ist das meistens nicht förderlich, denke ich.


Strukturell verändert sich meines Erachtens mit Karetsas für Brandt und El Mala für Adeyemi erst mal nichts. Das ist im bestehenden System also keine Optimierung, aber auch keine Verschlechterung. Was kritisch war, wird also kritisch bleiben. Was funktionierte, sollte weiterhin im Rahmen der bestehenden Risiken funktionieren. Ich würde somit Beier auf allen 3 Positionen erwarten, am ehesten aber in Rotation mit El Mala. Je nachdem, was mit Guirassy oder Silva passiert, sollten aber immerhin noch mehr Spielanteile frei werden als nur durch den Adeyemi Abgang, trotzdem Inacio wohl viele BU Minuten von Karetsas verlangen wird.

In jedem Fall hielte ich es für eine Verschlimmbesserung, wenn man Beier auf die Schiene zwingt. Einerseits ist das taktisch auch nicht näher an der Idealbesetzung einer Schienenposition, trotzdem mit seiner Geschwindigkeit und Spreizung aus Offensive und Defensive sicher etwas davon abgehakt wird. Systemnotwendige Aufgaben auf der Schiene, wie Breitenbesetzung und kreative Impulse - bedingt durch wenig Personal dafür, ohne auf Kosten von Abschlussqualität zu gehen - würde er gegenüber den LV Alternativen nicht wirklich verbessern. Noch dazu ist er kein Linksfuß.

Andererseits ließe das befürchten, dass sich personelle Konsequenzen nur verschieben. Wir haben Kabar bislang nicht abgegeben, hören zu Bensebaini gar nichts und mit Prates einen neuen LV geholt und wenn dann Beier auch noch in Konkurrenz dazu gesetzt würde, dann spräche das für einen Verkauf von Svensson, der sicher viel Geld brächte, aber ein unterschätzter sportlicher Verlust wäre. Vor allem perspektivisch, will man zur 4er Kette zurück, macht sein Abgang keinen Sinn, weil von allen anderen Alternativen zu viele Unsicherheiten ausgehen und Beier dafür wegfällt sowie bis dahin in die falsche Richtung entwickelt worden wäre.

Will man es optimieren, dann geht das in meinen Augen nur mit Beier als MS statt Guirassy oder wenigstens mit Umstellung auf 4-3-3, wodurch Karetsas auf die 10 rückt. Unter Kovac ist das für mich aber im Moment nicht vorstellbar, falls nicht auch noch einiges in der Defensive (RV und DM) passiert, was sofort für den Stamm relevant ist oder Guirassy (nahezu) ersatzlos verkauft wird. Das sieht nicht wahrscheinlich aus. Vermutlich ging es dem Verein daher tatsächlich nur um die Erhaltung des Status quo, angesichts einer positiven Bewertung der Vorsaison sowie den Glauben an deren Wiederholbarkeit.

Auch die Überschneidungen in den Profilen bei Süle und Gadou sprechen dafür, dass das übergeordnete Zielsetzung des Transfersommers war und eben nicht die Optimierung. Da erhofft man sich wohl eher individuell etwas, aber weniger kollektiv, wie es aussieht. Dafür müssten eben noch Transfers über Karetsas und El Mala hinaus gemacht werden, die mehr am System ändern würden, um eine Absicht erkennen zu können, dass man taktisch etwas ändern möchte.

Ja, ich halte es auch für recht wahrscheinlich, dass wir den Status quo weitestgehend erhalten wollen. Allerdings scheint mir der Ansatz nicht ideal, wenn El Mala und Karetsas die Rollen von Adeyemi und Brandt einnehmen sollen. Schließlich gab's Gründe, warum beide Spieler nun weg sind. Brandt gab unserem Spiel noch nie so wenig Impulse, was, aus meiner Sicht, ganz klar Kovacs Spielsystem geschuldet ist. Außerdem standen meistens nicht alle drei (mit Beier zusammen) in der ersten Elf stehen, meine ich.
Die Probleme, die Adeyemi und Brandt hatten, könnten daher weiterhin bleiben.
Der Status quo wirft also El Mala und Karetsas Fragen auf, die man bei der Höhe der Investitionen, vorab geklärt haben sollte. Systemumstellungen oder ein Beier als MS wären hier mögliche Lösungen. Aber eigentlich deutet darauf kaum etwas hin.
Ich wäre gespannt, ob wir aus El Mala, Karetsas und Beier das maximale herausholen würden. Mein Tipp wäre, dass einer etwas zurückstecken müsste, weil es keinen konkreten Plan gäbe, alle drei in die erste Elf und ihren besten Rollen einzusetzen.


Karetsas und El Mala bringen aber drastisch mehr 1vs1 Fähigkeiten mit als Brandt und Adeyemi. Finde ich extrem wichtig, besonders, wenn das Offensivkonzept allgemein nicht immer aus einem Guss kommt.



Wäre ich deutlich skeptischer. Karetsas wird in einer deutlich physischeren und vor allem schnelleren Liga mit seinem Dribbling meines Erachtens deutliche Probleme bekommen, um es noch so durchzuziehen, wie in der belgischen Liga. Das sieht man ja auch schon ganz gut daran, dass er in der EL genauso viele Dribblings versuchte, aber nur noch halb so viele davon gewann, wie in der Liga, womit er wieder komplett auf dem Niveau von Brandt war. Was für mich auch allein auf Grund der Fähigkeiten logisch wäre. Karetsas ist nicht besonders antrittsstark oder schnell. Er ist daher stark auf gegenläufige Bewegungen (meistens Fehler des Gegenspielers) oder weite Bewegungen in atypische Räume angewiesen, die einem taktisch auch schnell vom eigenen Trainer genommen werden können. Die Skillaktionen, die dann noch bleiben, haben in meinen Augen nicht die Erfolgsquote, um sich von Brandt drastisch abzusetzen, weil er daraus auch nicht besonders viel Raumgewinn kreieren kann, indem er sich vom Gegenspieler schon kaum absetzen kann, ohne in die Absicherung zu rennen. Dabei wissen wir, dass Kovac einerseits nicht der größte Fan von Risikoaktionen ist und andererseits, dass unser System grundsätzlich viel gegnerische Absicherung zulässt, weil wir oft nicht gut nachrücken. Dazu ist es eben so, dass Karetsas aus kurzen Dribblings - für lange fehlt es an Tempo - die Situation abschließen muss. Entweder selber mit einem Schuss oder mit einem Pass, wobei seine größte Stärke hierbei die Pässe in die Tiefe sind, die es mit Guirassy kaum gibt, während durch die schlechte Nachrückbewegung meist nur noch der ballferne OA bleibt, was wenige Anspielstationen sind. Zumindest bei Karetsas glaube ich daher, dass dessen Dribblingquoten oder -volumen massiv einbrechen werden und das kein Faktor sein darf, warum man ihn holt.

Bei El Mala ist es zudem statistisch kaum nachweisbar, dass er überhaupt mehr und besser dribbelt als Adeyemi. Dafür müsste man schon um den Ballbesitz bereinigen, womit es dann aber auch nur 14% mehr erfolgreiche und 12% mehr versuchte Dribblings sind, was sich vermutlich relativieren würde, weil der BVB nicht die Tiefe angeboten bekommt, wie der FC. Beide haben eine Quote von rund 35% gewonnenen Dribblings, weil sie auf bestimmte Situationen angewiesen sind, um erfolgreich ins Dribbling zu gehen und idealerweise im Anschluss in den eigenen Abschluss zu kommen. Für El Mala ist dabei wichtig, dass er initial in eine gute Isolation gebracht wird, was weiter außen oft einfacher ist, wodurch er dort auch lieber andribbelt. Auch deswegen, da er dem Gegenspieler keine Zeit lässt, um sich zu sortieren, sondern direkt attackiert, was seine große Stärke im Dribbling ist. Da vergeht kaum Zeit zwischen Ballannahme und Attacke auf den Verteidiger, wodurch er aber seine Gegenspieler nicht mit Skill überwindet, sondern mit Timing und ansonsten denselben Mitteln wie Adeyemi: extrem gutem Antritt und hohem Tempo. Muss er Tempo rausnehmen, weil es enger wird oder er schon zum Start des Dribblings keinen Platz hatte, um Tempo aufzunehmen, wird es für ihn aber ähnlich schwierig, wie für Adeyemi, wobei Adeyemi sogar besser darin ist nochmal aufzuziehen, wenn er abstoppen musste - El Mala muss zwingend aus der Bewegung heraus ins Dribbling. Beide sind extrem davon abhängig, dass hinter dem ersten Mann Platz ist. Anders als bei Karetsas, bei dem es darum geht überhaupt am Ball zu bleiben und nicht abgelaufen zu werden, geht es hier nur darum, dass das Tempo aufrecht erhalten werden kann. Die Hoffnung, die man bei El Mala haben darf, ist die, dass auch sein Andribbeln, selbst wenn er nicht am Mann vorbei kommt, einen Hebel hat, weil seine verdeckten Schüsse - ähnlich Sancho - und Flanken ihn nicht dazu zwingen, dass er unbedingt am Mann vorbei muss, um gefährlich zu sein.



Auch die Verteilung der stärken scheint mir sinnvoll: dynamisches, wuchtiges Tempodribbling und Abschlussfokus auf der einen und wuselige Kreativität in engeren Räumen auf der anderen Seite.



Auf der einen Seite ändert sich damit eben gar nichts, während ich eben auf der anderen Seite nicht ansatzweise davon überzeugt bin, dass Karetsas so wuselig bleiben wird, sondern wir im Kern dieselbe Weiträumigkeit mit Ausweichbewegungen sehen werden, wie von Brandt. Als auch dieselbe Suche nach Anspielstationen, die er in Szene setzen kann. Es wäre jedenfalls ein Missverständnis, wenn man von Karetsas überdurchschnittliche Durchsetzungsfähigkeit in engen Räumen verlangt. Die bringt er nicht mit.



Es ist aber schon wohl so, dass es in unserer Offensivabteilung sehr kuschelig wird, sollten beide Transfers so stattfinden. Gibt eigentlich fast schon zu viele förderungswürdige Projekte in unserem Kader für zu wenige Plätze, gerade offensiv. Naja, first world Problems...


Auch dahingehend ändert sich nichts. Es wurde nur 1zu1 ersetzt. Das Problem ist hauptsächlich, wie die Offensive arrangiert wird, um die Stärken wirklich aufeinander abzustimmen, um davon ausgehend überhaupt erst mal zu bestimmen, wen man effektiv fördern kann. Denn das sahen wir letzte Saison nicht wirklich strukturiert. Auch die Nachrückbewegung bleibt für mich ein zentrales Thema, an dem sich aber noch gar nichts geändert hat, obwohl das unabhängig von der individuellen Zusammensetzung der Offensive helfen könnte mehr Struktur in den Angriff zu bekommen. Stand heute bleibt es dabei, dass das System sich sehr stark von der Besetzung der Box abhängig macht und mehr oder weniger egal ist, wie bzw. aus welchen Situationen die Bälle in den Strafraum gespielt werden. Das wird vermutlich auch wieder sehr abhängig von Standards, was wohl kurzfristig auch das größte Upgradepotenzial von Karetsas darstellen könnte, aber nicht sein Dribbling.
BVB - Taktik-Thread |#6083
28.07.2026 - 11:53 Uhr
Nach meinem Eye-Test hätte ich schon gesagt, dass es Unterschiede zu Karetsas/Brandt und El Mala/Adeyemi gibt. Unterschiede die uns durchaus helfen können.

Die Dribblings von Karetsas, seine Bewegung am und gegen den Ball sind ganz andere als die von Brandt. Auch finde ich ihn viel widerstandfähiger bei Angriffen der Gegenspieler. Der wirkt nicht so einfach vom Ball zu trennen. Vielleicht gibt es auch eine Statistik die zeigt, dass ich es falsch wahrnehme.... aber mein Eindruck war schon, dass sich beide außerhalb der blanken Zahlen (gew. Dribblings, Anzahl Dribblings) in ihrer Art und Weise unterscheiden. Dazu scheint noch der Pass in die Tiefe eine andere Qualität zu haben als bei Brandt, würde ich allerdings nur mit Vorsicht genießen.

Bei Adeyemi, war das Problem die unkonstanten Leistungen, häufigen wehwechen und teilweise seine Einstellung. Als Spielertyp sehe ich ihn immer noch nicht als LA/RA sondern als Stürmer bzw. zweiten Stürmer. El Mala ist für mich viel näher an einen LA/RA dran. Seine Bewegungen mit dem Ball, sind hier auch erheblich besser als bei Adeyemi. Als Beispiel der Robben-Trick, den man bei Adeyemi so gut wie nie sehen konnte. Da sollte schon etwas gehen, in die Richtung, dass sich die Statik vorne dadurch ändert. Adeyemi ist für mich näher an Beier dran, wo es für den Gegner primär darum ging die Tiefe zu verteidigen. Am Ball mit Gegenspieler und wenig Raum, sind beide fast wirkungslos. El Mala kann das mMn besser, selbst wenn er nur Lücken reißt und selbst nicht zum Abschluß kommt. Die Wucht und Abläufe sind andere.

Die Frage, wie groß der Einfluss am Ende ist und wie sehr das Coaching das einfängt oder unterstützt. Beides kann man heute kaum beantworten, sondern nur mutmaßen.

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Taktik-Thread |#6084
28.07.2026 - 15:08 Uhr
Zitat von BVBBC

Zitat von Orizo

Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Wie planen wir wohl die Offensive?
El Mala - Guirassy - Karetsas

Ich denke, wo die gewünschten Neuzugänge spielen sollen, ist recht klar.
Allerdings würde ich Beier als Spieler der ersten Elf sehen. Wie würden wir mit ihm und den Neuzugängen planen?
Ich gehe davon aus, dass rotiert wird. Spielzeit wird es für alle geben. Mir ist aber nicht klar, wie das gut funktionieren soll.
Beier wird eher nicht als MS eingesetzt. In der Offensive würde er dann wohl am besten auf El Malas Position passen. Würde Beier rechts statt Karetsas spielen, würde der Offensive die spielerische Komponente fehlen. In der letzten Saison spielte Beier auch öfters auf der linken Schiene. Aber wie könnte Beier dort sein Tempo offensiv einbringen, wenn El Mala vor ihm aufliefe?
Gut würde Beier auf die rechte Schiene passen, denke ich. Aber dort ist Ryerson gesetzt und eigentlich ist Beier ein offensiverer Spieler und hat in der Offensive vermutlich mehr Potenzial.

Ob wir bestimmte Konstellationen im Kopf haben, die wir spielen wollen? Oder soll sich das einfach ergeben, wie wir die Spielzeit aufteilen und wer zusammen aufläuft? Für letzteres spricht, dass man vorher nicht genau weiß, was die Spieler bei uns leisten werden und wie sich einfügen.
Aktuell ist mir vor allem die Rolle von Beier nicht klar. Wie geschrieben, würde ich ihn eigentlich auf der El Mala Position erwarten. Dann bekäme aber El Mala nur wenig Spielzeit, was sicher nicht der Plan ist. Also gehe ich davon aus, dass Beier für verschiedene Positionen eingeplant ist. Allerdings fände ich es nicht ideal, wenn ein Spieler der ersten Elf keine Perspektive auf eine klare Rolle hätte. Für die Entwicklung ist das meistens nicht förderlich, denke ich.


Strukturell verändert sich meines Erachtens mit Karetsas für Brandt und El Mala für Adeyemi erst mal nichts. Das ist im bestehenden System also keine Optimierung, aber auch keine Verschlechterung. Was kritisch war, wird also kritisch bleiben. Was funktionierte, sollte weiterhin im Rahmen der bestehenden Risiken funktionieren. Ich würde somit Beier auf allen 3 Positionen erwarten, am ehesten aber in Rotation mit El Mala. Je nachdem, was mit Guirassy oder Silva passiert, sollten aber immerhin noch mehr Spielanteile frei werden als nur durch den Adeyemi Abgang, trotzdem Inacio wohl viele BU Minuten von Karetsas verlangen wird.

In jedem Fall hielte ich es für eine Verschlimmbesserung, wenn man Beier auf die Schiene zwingt. Einerseits ist das taktisch auch nicht näher an der Idealbesetzung einer Schienenposition, trotzdem mit seiner Geschwindigkeit und Spreizung aus Offensive und Defensive sicher etwas davon abgehakt wird. Systemnotwendige Aufgaben auf der Schiene, wie Breitenbesetzung und kreative Impulse - bedingt durch wenig Personal dafür, ohne auf Kosten von Abschlussqualität zu gehen - würde er gegenüber den LV Alternativen nicht wirklich verbessern. Noch dazu ist er kein Linksfuß.

Andererseits ließe das befürchten, dass sich personelle Konsequenzen nur verschieben. Wir haben Kabar bislang nicht abgegeben, hören zu Bensebaini gar nichts und mit Prates einen neuen LV geholt und wenn dann Beier auch noch in Konkurrenz dazu gesetzt würde, dann spräche das für einen Verkauf von Svensson, der sicher viel Geld brächte, aber ein unterschätzter sportlicher Verlust wäre. Vor allem perspektivisch, will man zur 4er Kette zurück, macht sein Abgang keinen Sinn, weil von allen anderen Alternativen zu viele Unsicherheiten ausgehen und Beier dafür wegfällt sowie bis dahin in die falsche Richtung entwickelt worden wäre.

Will man es optimieren, dann geht das in meinen Augen nur mit Beier als MS statt Guirassy oder wenigstens mit Umstellung auf 4-3-3, wodurch Karetsas auf die 10 rückt. Unter Kovac ist das für mich aber im Moment nicht vorstellbar, falls nicht auch noch einiges in der Defensive (RV und DM) passiert, was sofort für den Stamm relevant ist oder Guirassy (nahezu) ersatzlos verkauft wird. Das sieht nicht wahrscheinlich aus. Vermutlich ging es dem Verein daher tatsächlich nur um die Erhaltung des Status quo, angesichts einer positiven Bewertung der Vorsaison sowie den Glauben an deren Wiederholbarkeit.

Auch die Überschneidungen in den Profilen bei Süle und Gadou sprechen dafür, dass das übergeordnete Zielsetzung des Transfersommers war und eben nicht die Optimierung. Da erhofft man sich wohl eher individuell etwas, aber weniger kollektiv, wie es aussieht. Dafür müssten eben noch Transfers über Karetsas und El Mala hinaus gemacht werden, die mehr am System ändern würden, um eine Absicht erkennen zu können, dass man taktisch etwas ändern möchte.

Ja, ich halte es auch für recht wahrscheinlich, dass wir den Status quo weitestgehend erhalten wollen. Allerdings scheint mir der Ansatz nicht ideal, wenn El Mala und Karetsas die Rollen von Adeyemi und Brandt einnehmen sollen. Schließlich gab's Gründe, warum beide Spieler nun weg sind. Brandt gab unserem Spiel noch nie so wenig Impulse, was, aus meiner Sicht, ganz klar Kovacs Spielsystem geschuldet ist. Außerdem standen meistens nicht alle drei (mit Beier zusammen) in der ersten Elf stehen, meine ich.
Die Probleme, die Adeyemi und Brandt hatten, könnten daher weiterhin bleiben.
Der Status quo wirft also El Mala und Karetsas Fragen auf, die man bei der Höhe der Investitionen, vorab geklärt haben sollte. Systemumstellungen oder ein Beier als MS wären hier mögliche Lösungen. Aber eigentlich deutet darauf kaum etwas hin.
Ich wäre gespannt, ob wir aus El Mala, Karetsas und Beier das maximale herausholen würden. Mein Tipp wäre, dass einer etwas zurückstecken müsste, weil es keinen konkreten Plan gäbe, alle drei in die erste Elf und ihren besten Rollen einzusetzen.


Karetsas und El Mala bringen aber drastisch mehr 1vs1 Fähigkeiten mit als Brandt und Adeyemi. Finde ich extrem wichtig, besonders, wenn das Offensivkonzept allgemein nicht immer aus einem Guss kommt.



Wäre ich deutlich skeptischer. Karetsas wird in einer deutlich physischeren und vor allem schnelleren Liga mit seinem Dribbling meines Erachtens deutliche Probleme bekommen, um es noch so durchzuziehen, wie in der belgischen Liga. Das sieht man ja auch schon ganz gut daran, dass er in der EL genauso viele Dribblings versuchte, aber nur noch halb so viele davon gewann, wie in der Liga, womit er wieder komplett auf dem Niveau von Brandt war. Was für mich auch allein auf Grund der Fähigkeiten logisch wäre. Karetsas ist nicht besonders antrittsstark oder schnell. Er ist daher stark auf gegenläufige Bewegungen (meistens Fehler des Gegenspielers) oder weite Bewegungen in atypische Räume angewiesen, die einem taktisch auch schnell vom eigenen Trainer genommen werden können. Die Skillaktionen, die dann noch bleiben, haben in meinen Augen nicht die Erfolgsquote, um sich von Brandt drastisch abzusetzen, weil er daraus auch nicht besonders viel Raumgewinn kreieren kann, indem er sich vom Gegenspieler schon kaum absetzen kann, ohne in die Absicherung zu rennen. Dabei wissen wir, dass Kovac einerseits nicht der größte Fan von Risikoaktionen ist und andererseits, dass unser System grundsätzlich viel gegnerische Absicherung zulässt, weil wir oft nicht gut nachrücken. Dazu ist es eben so, dass Karetsas aus kurzen Dribblings - für lange fehlt es an Tempo - die Situation abschließen muss. Entweder selber mit einem Schuss oder mit einem Pass, wobei seine größte Stärke hierbei die Pässe in die Tiefe sind, die es mit Guirassy kaum gibt, während durch die schlechte Nachrückbewegung meist nur noch der ballferne OA bleibt, was wenige Anspielstationen sind. Zumindest bei Karetsas glaube ich daher, dass dessen Dribblingquoten oder -volumen massiv einbrechen werden und das kein Faktor sein darf, warum man ihn holt.

Bei El Mala ist es zudem statistisch kaum nachweisbar, dass er überhaupt mehr und besser dribbelt als Adeyemi. Dafür müsste man schon um den Ballbesitz bereinigen, womit es dann aber auch nur 14% mehr erfolgreiche und 12% mehr versuchte Dribblings sind, was sich vermutlich relativieren würde, weil der BVB nicht die Tiefe angeboten bekommt, wie der FC. Beide haben eine Quote von rund 35% gewonnenen Dribblings, weil sie auf bestimmte Situationen angewiesen sind, um erfolgreich ins Dribbling zu gehen und idealerweise im Anschluss in den eigenen Abschluss zu kommen. Für El Mala ist dabei wichtig, dass er initial in eine gute Isolation gebracht wird, was weiter außen oft einfacher ist, wodurch er dort auch lieber andribbelt. Auch deswegen, da er dem Gegenspieler keine Zeit lässt, um sich zu sortieren, sondern direkt attackiert, was seine große Stärke im Dribbling ist. Da vergeht kaum Zeit zwischen Ballannahme und Attacke auf den Verteidiger, wodurch er aber seine Gegenspieler nicht mit Skill überwindet, sondern mit Timing und ansonsten denselben Mitteln wie Adeyemi: extrem gutem Antritt und hohem Tempo. Muss er Tempo rausnehmen, weil es enger wird oder er schon zum Start des Dribblings keinen Platz hatte, um Tempo aufzunehmen, wird es für ihn aber ähnlich schwierig, wie für Adeyemi, wobei Adeyemi sogar besser darin ist nochmal aufzuziehen, wenn er abstoppen musste - El Mala muss zwingend aus der Bewegung heraus ins Dribbling. Beide sind extrem davon abhängig, dass hinter dem ersten Mann Platz ist. Anders als bei Karetsas, bei dem es darum geht überhaupt am Ball zu bleiben und nicht abgelaufen zu werden, geht es hier nur darum, dass das Tempo aufrecht erhalten werden kann. Die Hoffnung, die man bei El Mala haben darf, ist die, dass auch sein Andribbeln, selbst wenn er nicht am Mann vorbei kommt, einen Hebel hat, weil seine verdeckten Schüsse - ähnlich Sancho - und Flanken ihn nicht dazu zwingen, dass er unbedingt am Mann vorbei muss, um gefährlich zu sein.


Auch die Verteilung der stärken scheint mir sinnvoll: dynamisches, wuchtiges Tempodribbling und Abschlussfokus auf der einen und wuselige Kreativität in engeren Räumen auf der anderen Seite.



Auf der einen Seite ändert sich damit eben gar nichts, während ich eben auf der anderen Seite nicht ansatzweise davon überzeugt bin, dass Karetsas so wuselig bleiben wird, sondern wir im Kern dieselbe Weiträumigkeit mit Ausweichbewegungen sehen werden, wie von Brandt. Als auch dieselbe Suche nach Anspielstationen, die er in Szene setzen kann. Es wäre jedenfalls ein Missverständnis, wenn man von Karetsas überdurchschnittliche Durchsetzungsfähigkeit in engen Räumen verlangt. Die bringt er nicht mit.


Es ist aber schon wohl so, dass es in unserer Offensivabteilung sehr kuschelig wird, sollten beide Transfers so stattfinden. Gibt eigentlich fast schon zu viele förderungswürdige Projekte in unserem Kader für zu wenige Plätze, gerade offensiv. Naja, first world Problems...


Auch dahingehend ändert sich nichts. Es wurde nur 1zu1 ersetzt. Das Problem ist hauptsächlich, wie die Offensive arrangiert wird, um die Stärken wirklich aufeinander abzustimmen, um davon ausgehend überhaupt erst mal zu bestimmen, wen man effektiv fördern kann. Denn das sahen wir letzte Saison nicht wirklich strukturiert. Auch die Nachrückbewegung bleibt für mich ein zentrales Thema, an dem sich aber noch gar nichts geändert hat, obwohl das unabhängig von der individuellen Zusammensetzung der Offensive helfen könnte mehr Struktur in den Angriff zu bekommen. Stand heute bleibt es dabei, dass das System sich sehr stark von der Besetzung der Box abhängig macht und mehr oder weniger egal ist, wie bzw. aus welchen Situationen die Bälle in den Strafraum gespielt werden. Das wird vermutlich auch wieder sehr abhängig von Standards, was wohl kurzfristig auch das größte Upgradepotenzial von Karetsas darstellen könnte, aber nicht sein Dribbling.


In den Statistiken ähneln sich el Mala und Adeyemi in der Tat. Aber Dribblings sind kein Selbstzweck und da sehe ich die von el Mala als deutlich fruchtbarer an. Er dribbelt dorthin wo es dem Gegner wehtut, immer den Abschluss als Ziel. Er sucht immer wieder high risk, high reward Aktionen und bringt es dabei auf einen beträchtlichen output.

Adeyemis Dribblings sind in meinen Augen weniger zielstrebig und er kreiert im Vergleich weniger mit diesen Aktionen. Klar kann der auch mal einen Gegner ausspielen, aber dieses typische inverted winger Spiel hat der nie gemeistert.

Sicherlich hat el Mala in Sachen Effizienz noch Luft nach oben und vieles ist noch recht roh, aber er ist auch noch mal klar jünger und unerfahrener als Karim.

Was Karetsas angeht, glaube ich, dass er sich in engen räumen besser zurechtfinden wird als Brandt. Sehe ihn technisch als noch sauberer an. Das wird man wahrscheinlich nicht auf Anhieb erwarten können, schließlich liegt zwischen beiden quasi eine Karrierenlänge an Erfahrung. Aber ich glaube an das Potenzial.

Allgemein zur offensiv Besetzung: klar, zwei in, zwei out, so wie der Stand der Planung aussieht. Ich finde allerdings bemerkenswert, dass die Offensive bis auf Guirassy und ggf Beier nur aus Projekten besteht. Man hätte auch auf die Idee kommen können, Silva, Chuk oder Inacio für mehr Minuten fest einzuplanen und mehr Durchlässigkeit für die ganz jungen bieten. Ich sehe das schon so, dass wir bei el Mala Zugang vorne noch jemanden abgeben könnten. Die aktuellen Transferaktivitäten sind ja nicht gerade ein Vertrauensbeweis für die Jungs, die schon da sind. Da werden ein paar harte Entscheidungen anstehen. Aber es ist ja noch Zeit und auf dem TM kann noch alles Mögliche passieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Orizo am 28.07.2026 um 15:10 Uhr bearbeitet
BVB - Taktik-Thread |#6085
29.07.2026 - 17:22 Uhr
Leider setzt sich in den bisherigen Vorbereitungsspielen fort, was in der letzten Saison bereits auffiel. Wir haben große Probleme im Spielaufbau - gerade dann, wenn der Gegner hoch anläuft, eins gegen eins über den gesamten Platz spielt und unseren Spielern keine Ruhe am Ball lässt.
Unsere Sechser werden entweder überspielt (langer Ball in Richtung Guirassy) oder sie werden unter großem Gegnerdruck mit dem Rücken zum gegnerischen Tor angespielt und können eigentlich nur noch den Rückpass in die Dreierabwehrkette spielen. Sie haben selten das Spiel vor sich und können dadurch kaum Einfluss auf unser Spiel nehmen.
Unsere Schienenspieler kriegen wir fast nie ins Tempo. Hinterlaufen, Läufe in den Rücken der gegnerischen Abwehr und Zuspiele in den Lauf, damit sie den Ball in vollem Tempo mitnehmen können, gibt es fast gar nicht. Wir bauen sehr häufig im U auf und häufig in langsamer Geschwindigkeit vom LIV zum ZIV zum RIV zum RM, sodass die gegnerische Mannschaft ohne Probleme verschieben kann. Dadurch bekommen unsere Schienenspieler keine Räume, häufig bleibt dann nur der Rückpass zurück zum Innenverteidiger. Schlotterbeck ist der einzige Spieler, der mit seinen hohen Diagonalbällen Räume für Ryerson schafft. Außerdem erwarte ich mir von den Halbverteidigern, dass sie öfter andribbeln. Schlotterbeck macht das, Gadou hat auch bereits angedeutet, dass er das kann. Es kann nicht sein, dass unsere drei IVs andauernd auf einer Linie stehen und sich den Ball hin und her schieben.
Auch unsere beiden offensiven Mittelfeldspieler haben in den offensiven Halbräumen nur wenige Ballkontakte. Um überhaupt Bindung zum Spiel zu bekommen, sind sie heute in der 2. Halbzeit in die defensiven Halbräume abgekippt, was aber dazu geführt hat, dass die Offensivräume zahlenmäßig noch schlechter besetzt waren als ohnehin schon.
Ich befürchte leider, dass selbst nach den Transfers von Karetsas und El Mala kein zufriedenstellendes Offensivspiel zustande kommt, weil durch die mannschaftstaktischen Mängel die Stärken der Einzelspieler nicht vollends zu Geltung kommen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ThomasRosickyBVB am 29.07.2026 um 17:25 Uhr bearbeitet
BVB - Taktik-Thread |#6086
30.07.2026 - 07:45 Uhr
Zitat von ThomasRosickyBVB
Leider setzt sich in den bisherigen Vorbereitungsspielen fort, was in der letzten Saison bereits auffiel. Wir haben große Probleme im Spielaufbau - gerade dann, wenn der Gegner hoch anläuft, eins gegen eins über den gesamten Platz spielt und unseren Spielern keine Ruhe am Ball lässt.
Unsere Sechser werden entweder überspielt (langer Ball in Richtung Guirassy) oder sie werden unter großem Gegnerdruck mit dem Rücken zum gegnerischen Tor angespielt und können eigentlich nur noch den Rückpass in die Dreierabwehrkette spielen. Sie haben selten das Spiel vor sich und können dadurch kaum Einfluss auf unser Spiel nehmen.
Unsere Schienenspieler kriegen wir fast nie ins Tempo. Hinterlaufen, Läufe in den Rücken der gegnerischen Abwehr und Zuspiele in den Lauf, damit sie den Ball in vollem Tempo mitnehmen können, gibt es fast gar nicht. Wir bauen sehr häufig im U auf und häufig in langsamer Geschwindigkeit vom LIV zum ZIV zum RIV zum RM, sodass die gegnerische Mannschaft ohne Probleme verschieben kann. Dadurch bekommen unsere Schienenspieler keine Räume, häufig bleibt dann nur der Rückpass zurück zum Innenverteidiger. Schlotterbeck ist der einzige Spieler, der mit seinen hohen Diagonalbällen Räume für Ryerson schafft. Außerdem erwarte ich mir von den Halbverteidigern, dass sie öfter andribbeln. Schlotterbeck macht das, Gadou hat auch bereits angedeutet, dass er das kann. Es kann nicht sein, dass unsere drei IVs andauernd auf einer Linie stehen und sich den Ball hin und her schieben.
Auch unsere beiden offensiven Mittelfeldspieler haben in den offensiven Halbräumen nur wenige Ballkontakte. Um überhaupt Bindung zum Spiel zu bekommen, sind sie heute in der 2. Halbzeit in die defensiven Halbräume abgekippt, was aber dazu geführt hat, dass die Offensivräume zahlenmäßig noch schlechter besetzt waren als ohnehin schon.
Ich befürchte leider, dass selbst nach den Transfers von Karetsas und El Mala kein zufriedenstellendes Offensivspiel zustande kommt, weil durch die mannschaftstaktischen Mängel die Stärken der Einzelspieler nicht vollends zu Geltung kommen.


Aus diesem zusammengewürfelten Haufen kann man doch nicht ableiten, dass sich etwas fortsetzt. Aus der wahrscheinlichsten Startelf fehlen mit Kobel, Schlotterbeck, Anton, Svensson, Nmecha, Ryerson, Karetsas und Beier (El Mala?) 8 Spieler. Lediglich Guirassy, Gadou und Jobe dürften aus dem Team gestern wohl zur bestmöglichen Startelf gehören. Mit Abstrichen evtl Silva oder Inacio. Was will man denn daraus ableiten? Wie immer zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung nach einem großen Turnier - nichts.
BVB - Taktik-Thread |#6087
30.07.2026 - 10:04 Uhr
Zitat von Silverstar
Zitat von ThomasRosickyBVB

Leider setzt sich in den bisherigen Vorbereitungsspielen fort, was in der letzten Saison bereits auffiel. Wir haben große Probleme im Spielaufbau - gerade dann, wenn der Gegner hoch anläuft, eins gegen eins über den gesamten Platz spielt und unseren Spielern keine Ruhe am Ball lässt.
Unsere Sechser werden entweder überspielt (langer Ball in Richtung Guirassy) oder sie werden unter großem Gegnerdruck mit dem Rücken zum gegnerischen Tor angespielt und können eigentlich nur noch den Rückpass in die Dreierabwehrkette spielen. Sie haben selten das Spiel vor sich und können dadurch kaum Einfluss auf unser Spiel nehmen.
Unsere Schienenspieler kriegen wir fast nie ins Tempo. Hinterlaufen, Läufe in den Rücken der gegnerischen Abwehr und Zuspiele in den Lauf, damit sie den Ball in vollem Tempo mitnehmen können, gibt es fast gar nicht. Wir bauen sehr häufig im U auf und häufig in langsamer Geschwindigkeit vom LIV zum ZIV zum RIV zum RM, sodass die gegnerische Mannschaft ohne Probleme verschieben kann. Dadurch bekommen unsere Schienenspieler keine Räume, häufig bleibt dann nur der Rückpass zurück zum Innenverteidiger. Schlotterbeck ist der einzige Spieler, der mit seinen hohen Diagonalbällen Räume für Ryerson schafft. Außerdem erwarte ich mir von den Halbverteidigern, dass sie öfter andribbeln. Schlotterbeck macht das, Gadou hat auch bereits angedeutet, dass er das kann. Es kann nicht sein, dass unsere drei IVs andauernd auf einer Linie stehen und sich den Ball hin und her schieben.
Auch unsere beiden offensiven Mittelfeldspieler haben in den offensiven Halbräumen nur wenige Ballkontakte. Um überhaupt Bindung zum Spiel zu bekommen, sind sie heute in der 2. Halbzeit in die defensiven Halbräume abgekippt, was aber dazu geführt hat, dass die Offensivräume zahlenmäßig noch schlechter besetzt waren als ohnehin schon.
Ich befürchte leider, dass selbst nach den Transfers von Karetsas und El Mala kein zufriedenstellendes Offensivspiel zustande kommt, weil durch die mannschaftstaktischen Mängel die Stärken der Einzelspieler nicht vollends zu Geltung kommen.


Aus diesem zusammengewürfelten Haufen kann man doch nicht ableiten, dass sich etwas fortsetzt. Aus der wahrscheinlichsten Startelf fehlen mit Kobel, Schlotterbeck, Anton, Svensson, Nmecha, Ryerson, Karetsas und Beier (El Mala?) 8 Spieler. Lediglich Guirassy, Gadou und Jobe dürften aus dem Team gestern wohl zur bestmöglichen Startelf gehören. Mit Abstrichen evtl Silva oder Inacio. Was will man denn daraus ableiten? Wie immer zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung nach einem großen Turnier - nichts.

Ich würde vor allem aus der vergangenen Saison, den Transfers und den Aussagen der Verantwortlichen ableiten, dass sich "etwas fortsetzt".
Kovacs Spielsystem ist nicht so gedacht, dass wir unter Druck spielerische Lösungen suchen. Wir wollen Fehler im Spielaufbau vermeiden, wenn der Gegner presst. Im Zweifelsfall wird dann der lange Ball gespielt.
Es deutet für mich nichts daraufhin, dass wir daran etwas ändern wollen. Will Kovac seine Taktik, ändern? Haben wir die Ballsicherheit im Spielaufbau durch Neuzugänge merklich erhöht?

Die Idee ist eben, den Gegner nicht durch Fehler im Spielaufbau zu Chancen einzuladen. In der Bundesliga auch nicht unbedingt ein schlechter Ansatz; viele Clubs setzen nur auf Balleroberung und Umschalten, um zu Chancen zu kommen. Kovacs Ansatz zerstört damit den einzigen Offensivplan vieler Bundesliga-Clubs.
Gut aus, sieht das nicht und Kontrolle verlieren wir auch schnell, besonders gegen gute Mannschaften. Außerdem ist unser Offensiv-Spiel dadurch kein Feuerwerk, sondern öfters zäh.

Alles wie gehabt, würde ich sagen. Vielleicht bringen die neuen Offensivkräfte etwas mehr individuelle Qualität mit, so dass offensiv doch mehr rausspringt. Aber ich erwarte kurzfristig in dem Punkt noch nicht so viel, sondern eher mittelfristig.
BVB - Taktik-Thread |#6088
02.08.2026 - 19:24 Uhr
Laut BILD gibt es ein Update:

Kovac hat sich entschieden, dass die kommende Saison 3er Kette gespielt wird. 4er Kette soll nicht passieren.

Folgende Spieler wurden als Stammspieler definiert:
Kobel
Svensson
Bensebaini (wohl bis Schlotterbeck Rückkehr)
Anton
Gadou
Ryerson
Bellingham
Nmecha
Guirassy

Das sind 9/11 Spielern. Die anderen Spieler dürfen um die verbliebenen OM Positionen kämpfen. Karetsas bekommt wohl erstmal keine Starter-Garantie. Chukwuemeka, Silva, Beyer, Sabitzer werden also wohl vornehmlich Rotationsspieler sein.

Die Jugendspieler sind Kaderalternativen, sollen in der Jugend weiter aufgebaut werden (das soll wohl für alle gelten, also Prates, Lerma, Inacio, Reggiani, Yamamoto, Albert und Mane) oder verliehen werden.
Von den anderen Spielern aus den U-Mannschaften hat sich niemand genug aufgedrengt, als dass dieser nicht weiter in den U-Mannschaften spielen wird (z.B. Duarte, Ritter, Azhil etc.).

Im Großen und Ganzen laut BILD also "Same Procedure as every Year, James!" 😅
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Killertut am 02.08.2026 um 19:24 Uhr bearbeitet
BVB - Taktik-Thread |#6089
02.08.2026 - 19:38 Uhr
Zitat von Killertut
Laut BILD gibt es ein Update:

Kovac hat sich entschieden, dass die kommende Saison 3er Kette gespielt wird. 4er Kette soll nicht passieren.

Folgende Spieler wurden als Stammspieler definiert:
Kobel
Svensson
Bensebaini (wohl bis Schlotterbeck Rückkehr)
Anton
Gadou
Ryerson
Bellingham
Nmecha
Guirassy

Das sind 9/11 Spielern. Die anderen Spieler dürfen um die verbliebenen OM Positionen kämpfen. Karetsas bekommt wohl erstmal keine Starter-Garantie. Chukwuemeka, Silva, Beyer, Sabitzer werden also wohl vornehmlich Rotationsspieler sein.

Die Jugendspieler sind Kaderalternativen, sollen in der Jugend weiter aufgebaut werden (das soll wohl für alle gelten, also Prates, Lerma, Inacio, Reggiani, Yamamoto, Albert und Mane) oder verliehen werden.
Von den anderen Spielern aus den U-Mannschaften hat sich niemand genug aufgedrengt, als dass dieser nicht weiter in den U-Mannschaften spielen wird (z.B. Duarte, Ritter, Azhil etc.).

Im Großen und Ganzen laut BILD also "Same Procedure as every Year, James!" 😅

Im Großen & Ganzen ist das in erster Linie ein "Artikel", der es wahrlich nicht wert ist zu lesen.

Da steht nichts drin, was sich aktuell nicht jeder Mensch selbst zusammenreimen könnte.
BVB - Taktik-Thread |#6090
02.08.2026 - 19:50 Uhr
Zitat von Killertut
Laut BILD gibt es ein Update:

Kovac hat sich entschieden, dass die kommende Saison 3er Kette gespielt wird. 4er Kette soll nicht passieren.

Folgende Spieler wurden als Stammspieler definiert:
Kobel
Svensson
Bensebaini (wohl bis Schlotterbeck Rückkehr)
Anton
Gadou
Ryerson
Bellingham
Nmecha
Guirassy

Das sind 9/11 Spielern. Die anderen Spieler dürfen um die verbliebenen OM Positionen kämpfen. Karetsas bekommt wohl erstmal keine Starter-Garantie. Chukwuemeka, Silva, Beyer, Sabitzer werden also wohl vornehmlich Rotationsspieler sein.

Die Jugendspieler sind Kaderalternativen, sollen in der Jugend weiter aufgebaut werden (das soll wohl für alle gelten, also Prates, Lerma, Inacio, Reggiani, Yamamoto, Albert und Mane) oder verliehen werden.
Von den anderen Spielern aus den U-Mannschaften hat sich niemand genug aufgedrengt, als dass dieser nicht weiter in den U-Mannschaften spielen wird (z.B. Duarte, Ritter, Azhil etc.).

Im Großen und Ganzen laut BILD also "Same Procedure as every Year, James!" 😅


In dem Artikel ist ja keine Primärquelle, kein Zitat von Kovac aus irgendeinem Interview zu finden - es heißt nur "nach Bild-Informationen" und danach folgen dann die von dir refeierten Thesen.

Auch wenn ich diesem Blatt zutiefst misstraue, bleibt nach der bisherigen Vorbereitung doch ein Unbehagen, das dieser Artikel bei mir schon triggert (was vermutlich von der Bild beim Fan so gewollt ist).

Wir holen mit Kaua Prates und Gadou zwei Leute, die den Aufstellungen und Heatmaps zufolge mit der Viererkette "sozialisiert" worden sind (einer im RB-4-4-2-Kosmos). Dazu noch Karetsas, dessen Position hier zwar gleichanteilig als OM und RA angegeben wird, dessen Heatmap der letzten Saison bei Sofascore aber eine viel, viel größere Rechtslastigkeit als bei Brandt vermuten lässt. El Mala als Linksaußen ist in der Gerüchteküche, wo kurzzeitig ebenfalls von Elias Baum als RV die Rede war.

Book scheint meines Erachtens auf ein 4-2-3-1 oder 4-3-3 abzustellen und dann kommen jetzt diese Testspiele und die Verrenkungen mit dem rechtsfüßigen vertikalen Abschlussspieler Beier auf der linken Schiene und (angeblich) jetzt Kovacs Bekenntnis zur Dreierkette. Zum defensiven Mittelfeld hört man nichts, Guirassy ist (angeblich) auch im Sturmzentrum gesetzt.

Da kann man sich schon fragen, was das alles so soll. Ich kann auch nicht in die Zukunft schauen, aber es würde mich nicht wundern, wenn eher früher als später zwischen Book (tendeziell Viererkette, junge Spieler mit Potential) und Kovac (tendenziell Dreierkette, Physis, Erfahrung) der eine oder andere Funken fliegt.

Also ich kriege das momentan nicht unter einen Hut.
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