BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
20.05.2026 - 07:12 Uhr
Zitat von Killertut
News der Sport BILD zu unserem System in den nächsten Saisons:
Geplant ist weiterhin die 3er-Kette.
Für 4er-Kette braucht man zwingend Flügelspieler, um erfolgreich zu sein. Für 2-3 Flügelspieler (zuzüglich zu den anderen Baustellen des BVB) hat man aber nicht die Gelder.
Ein Kauf mehrerer Flügelspieler bzw. die Einbindung von Flügelspielern aus der Jugend wird mindestens 2 Transferfenster dauern, womöglich noch eins mehr. Laut Sport BILD ist mit einer Rückkehr zum alten System also frühestens 27/28 zu rechnen.
Maximilian Beier soll für die nächste Saison permanent als Wingback eingeplant sein und nicht als Stürmer.
News der Sport BILD zu unserem System in den nächsten Saisons:
Geplant ist weiterhin die 3er-Kette.
Für 4er-Kette braucht man zwingend Flügelspieler, um erfolgreich zu sein. Für 2-3 Flügelspieler (zuzüglich zu den anderen Baustellen des BVB) hat man aber nicht die Gelder.
Ein Kauf mehrerer Flügelspieler bzw. die Einbindung von Flügelspielern aus der Jugend wird mindestens 2 Transferfenster dauern, womöglich noch eins mehr. Laut Sport BILD ist mit einer Rückkehr zum alten System also frühestens 27/28 zu rechnen.
Maximilian Beier soll für die nächste Saison permanent als Wingback eingeplant sein und nicht als Stürmer.
Wir haben keine echten Flügelspieler, also nutzen wir ein System, das echte Flügelspieler benötigt, tun aber so, als ob das nicht der Fall wäre und machen Flügelspieler, die keine Flügelspieler sind, erst recht zu Flügelspielern. Macht Sinn!
Ich weiß ja nicht, wie sich der Bullshit etablieren konnte und wer wirklich daran glaubt, aber Schienen sind die wohl klassischte Flügelrolle, die man sich nur vorstellen kann. Sie müssen im Idealfall isoliert den Flügel bearbeiten oder andernfalls unterscheidet sich die Flügelbesetzung nicht wirklich von einem 4-3-3, weil genauso doppelt besetzte Flügel vorliegen. Statt AV und OA gibt es im 3-4-3 eben Schienen und OA, was nominell offensiver sein sollte, es aber nicht ist, weil auf den Schienen wundersamerweise meistens AV spielen, wodurch die Rollenbesetzung nahezu identisch zum 4-3-3 ist. Trotzdem auf der Schiene seit neuestem auc ein MS in Frage kommt, der angabengemäß zwar nicht OA kann, aber in jedem Fall AV und OA in einem, weil das definitiv weniger Workload und Komplexität bedeutet ...
Es ist daher schlicht kein valides Argument so zu tun als bräuchte man für dieses System keine Flügel bzw. Breitengeber, was eher das Thema ist. Denn man kann auch durchaus nominell auf dem Flügel agieren, ohne ein Breitengeber zu sein, wenn der Job an anderer Stelle oder wenigstens variabel übernommen wird. Genau das ist aber das Problem des BVB. Selbst mit Doppelbesetzung, braucht es viel taktische Disziplin, damit unsere Spieler das umgesetzt bekommen, weil wir fast keine Breitengeber haben. Vor allem keine, die am Ende des Tages auf dem Platz stehen.
Das ändert sich auch nicht mit den Hoffnungen auf den eigenen Nachwuchs. Inacio ist schon mal kein Breitengeber und aktuell das vielversprechendste Projekt. Bei Lerma wird man abwarten müssen, was überhaupt der Status quo ist und in welche Richtung die Entwicklung dann geht. Ob Albert wirklich ein Thema wird, ist für mich derzeit nicht so richtig planbar, da er für meine Begriffe zwar die Anlagen hat, aber auch noch 2-3 Fragezeichen zu viel für das geforderte Niveau. Für den Rest gilt das erst recht. Da kann man kaum einen vernünftigen Zeitplan machen.
Wenn man dann zudem die Sachlage bei Sancho bedenkt, in der sich vieles widerspricht, wird der Widerspruch zu dieser Thematik nicht geringer. Man hat kein Geld für den Flügel, ein ablösefreier Spieler sollte dafür daher umso attraktiver sein, auch im Vergleich zu Leihen, aber am Ende geht es eben gar nicht darum, wenn man so oder so Flügel auf den Flügel zwingt, die man selbst nicht als Flügel bezeichnet. Ich hoffe ja, dass man damit ein Argument für die Medien schafft, die den Bullshit glauben, aber ich fürchte zunehmend, dass man das beim BVB selbst glaubt, weil es die Medien ja seit über einem Jahr schon nicht kritisch gewürdigt bekommen, wodurch wir ziemlich selbstüberzeugt wahrgenommen werden müssen: wir brauchen keine Flügel, weil wir so oder so ein System mit Flügeln ohne Flügel spielen. Ein totales Nichtargument, angesichts dessen, wie wenig sich letztendlich ausgerechnet auf dem Flügel 3-4-3 und 4-3-3 unterscheiden, so wie wir das 3-4-3 spielen ...
Dabei hätte Kovac dem BVB mit der 3er Kette doch vor allem etwas ganz anderes aufgezeigt: die suboptimale Individualverteidigung in bestimmten Situationen mit 4er Kette. Kovac lag bislang richtig mit seiner Einschätzung, dass es defensiv den 3. IV benötigt. Angesichts des Fokus auf defensive Stabilität des Systems, ist es daher doch eigentlich naheliegend hier anzusetzen, statt nun wieder dieselbe Platte aufzulegen, wie schon im letzten Sommer, die effektiv nur dazu führte, dass sich systematisch gar nichts entwickelte und auch keine Basis für eine Entwicklung gelegt wurde. Warum sollte sich das nun also ändern? Warum sollte sich überhaupt etwas ändern?
Man macht einfach weiter Nicht-Breitengeber zu Breitengebern und biegt sich das vor allem auf der Schiene immer mehr so zurecht, wie man es gerade braucht. Offensiv, ja bitte, aber in jedem Fall defensiv. Breitengeber, ja bitte, aber Hauptsache die Position ist nominell besetzt. Das Schema kann man noch weiter fortsetzen, bspw. für das Thema Kreativität. Wenn die Flügel zudem ernsthaft das Problem wären, dann hätte man genug Argumente für Verkäufe, um das Problem zu beheben. Was für eine Logik verhindert schließlich dann die Abgänge von Problemen, um dafür zu versuchen Lösungen zu holen?
Wenn man das Breitengeberproblem auf der Schiene oder den AV lösen möchte, dann könnte man Ryerson und Svenssons guten Markt nutzen, völlig unabhängig von Couto, der auch noch Kohle für das Thema bringen könnte, der aber auch nochmal aufzeigt, dass es nicht um das Thema Flügel geht, sondern um die Priorisierung defensiver Eigenschaften auf dem Flügel. Möchte man das Problem lieber auf OA lösen, dann muss man versuchen bei Adeyemi Klarheit zu schaffen und hätte auch sonst noch in der Offensive Kandidaten, die dort nur für Breite sorgen, die man aber kaum braucht und daher besser in die Spitze investiert wäre.
Nicht, dass ich auf OA einen Fokus auf Defensivqualität an Stelle von Kreativität oder Abschlussqualität gutheißen würde, aber wenn es ein Problem wäre, gäbe es Wege aktiv nach Lösungen zu streben. Dafür dürfte man sich aber nicht an das festhalten, was man schon lange als Problem bezeichnet, das im Endeffekt systemübergreifend relevant ist. Die Flügel verhindern aber in keinem Fall die Rückkehr zur 4er Kette, wenn man zur 4er Kette zurück wollen würde, weil man das Problem genauso systemübergreifend ignoriert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 20.05.2026 um 07:14 Uhr bearbeitet
20.05.2026 - 08:59 Uhr
Zitat von BVBBC
Wir haben keine echten Flügelspieler, also nutzen wir ein System, das echte Flügelspieler benötigt, tun aber so, als ob das nicht der Fall wäre und machen Flügelspieler, die keine Flügelspieler sind, erst recht zu Flügelspielern. Macht Sinn!
Ich weiß ja nicht, wie sich der Bullshit etablieren konnte und wer wirklich daran glaubt, aber Schienen sind die wohl klassischte Flügelrolle, die man sich nur vorstellen kann. Sie müssen im Idealfall isoliert den Flügel bearbeiten oder andernfalls unterscheidet sich die Flügelbesetzung nicht wirklich von einem 4-3-3, weil genauso doppelt besetzte Flügel vorliegen. Statt AV und OA gibt es im 3-4-3 eben Schienen und OA, was nominell offensiver sein sollte, es aber nicht ist, weil auf den Schienen wundersamerweise meistens AV spielen, wodurch die Rollenbesetzung nahezu identisch zum 4-3-3 ist. Trotzdem auf der Schiene seit neuestem auc ein MS in Frage kommt, der angabengemäß zwar nicht OA kann, aber in jedem Fall AV und OA in einem, weil das definitiv weniger Workload und Komplexität bedeutet ...
Es ist daher schlicht kein valides Argument so zu tun als bräuchte man für dieses System keine Flügel bzw. Breitengeber, was eher das Thema ist. Denn man kann auch durchaus nominell auf dem Flügel agieren, ohne ein Breitengeber zu sein, wenn der Job an anderer Stelle oder wenigstens variabel übernommen wird. Genau das ist aber das Problem des BVB. Selbst mit Doppelbesetzung, braucht es viel taktische Disziplin, damit unsere Spieler das umgesetzt bekommen, weil wir fast keine Breitengeber haben. Vor allem keine, die am Ende des Tages auf dem Platz stehen.
Das ändert sich auch nicht mit den Hoffnungen auf den eigenen Nachwuchs. Inacio ist schon mal kein Breitengeber und aktuell das vielversprechendste Projekt. Bei Lerma wird man abwarten müssen, was überhaupt der Status quo ist und in welche Richtung die Entwicklung dann geht. Ob Albert wirklich ein Thema wird, ist für mich derzeit nicht so richtig planbar, da er für meine Begriffe zwar die Anlagen hat, aber auch noch 2-3 Fragezeichen zu viel für das geforderte Niveau. Für den Rest gilt das erst recht. Da kann man kaum einen vernünftigen Zeitplan machen.
Wenn man dann zudem die Sachlage bei Sancho bedenkt, in der sich vieles widerspricht, wird der Widerspruch zu dieser Thematik nicht geringer. Man hat kein Geld für den Flügel, ein ablösefreier Spieler sollte dafür daher umso attraktiver sein, auch im Vergleich zu Leihen, aber am Ende geht es eben gar nicht darum, wenn man so oder so Flügel auf den Flügel zwingt, die man selbst nicht als Flügel bezeichnet. Ich hoffe ja, dass man damit ein Argument für die Medien schafft, die den Bullshit glauben, aber ich fürchte zunehmend, dass man das beim BVB selbst glaubt, weil es die Medien ja seit über einem Jahr schon nicht kritisch gewürdigt bekommen, wodurch wir ziemlich selbstüberzeugt wahrgenommen werden müssen: wir brauchen keine Flügel, weil wir so oder so ein System mit Flügeln ohne Flügel spielen. Ein totales Nichtargument, angesichts dessen, wie wenig sich letztendlich ausgerechnet auf dem Flügel 3-4-3 und 4-3-3 unterscheiden, so wie wir das 3-4-3 spielen ...
Dabei hätte Kovac dem BVB mit der 3er Kette doch vor allem etwas ganz anderes aufgezeigt: die suboptimale Individualverteidigung in bestimmten Situationen mit 4er Kette. Kovac lag bislang richtig mit seiner Einschätzung, dass es defensiv den 3. IV benötigt. Angesichts des Fokus auf defensive Stabilität des Systems, ist es daher doch eigentlich naheliegend hier anzusetzen, statt nun wieder dieselbe Platte aufzulegen, wie schon im letzten Sommer, die effektiv nur dazu führte, dass sich systematisch gar nichts entwickelte und auch keine Basis für eine Entwicklung gelegt wurde. Warum sollte sich das nun also ändern? Warum sollte sich überhaupt etwas ändern?
Man macht einfach weiter Nicht-Breitengeber zu Breitengebern und biegt sich das vor allem auf der Schiene immer mehr so zurecht, wie man es gerade braucht. Offensiv, ja bitte, aber in jedem Fall defensiv. Breitengeber, ja bitte, aber Hauptsache die Position ist nominell besetzt. Das Schema kann man noch weiter fortsetzen, bspw. für das Thema Kreativität. Wenn die Flügel zudem ernsthaft das Problem wären, dann hätte man genug Argumente für Verkäufe, um das Problem zu beheben. Was für eine Logik verhindert schließlich dann die Abgänge von Problemen, um dafür zu versuchen Lösungen zu holen?
Wenn man das Breitengeberproblem auf der Schiene oder den AV lösen möchte, dann könnte man Ryerson und Svenssons guten Markt nutzen, völlig unabhängig von Couto, der auch noch Kohle für das Thema bringen könnte, der aber auch nochmal aufzeigt, dass es nicht um das Thema Flügel geht, sondern um die Priorisierung defensiver Eigenschaften auf dem Flügel. Möchte man das Problem lieber auf OA lösen, dann muss man versuchen bei Adeyemi Klarheit zu schaffen und hätte auch sonst noch in der Offensive Kandidaten, die dort nur für Breite sorgen, die man aber kaum braucht und daher besser in die Spitze investiert wäre.
Nicht, dass ich auf OA einen Fokus auf Defensivqualität an Stelle von Kreativität oder Abschlussqualität gutheißen würde, aber wenn es ein Problem wäre, gäbe es Wege aktiv nach Lösungen zu streben. Dafür dürfte man sich aber nicht an das festhalten, was man schon lange als Problem bezeichnet, das im Endeffekt systemübergreifend relevant ist. Die Flügel verhindern aber in keinem Fall die Rückkehr zur 4er Kette, wenn man zur 4er Kette zurück wollen würde, weil man das Problem genauso systemübergreifend ignoriert.
Zitat von Killertut
News der Sport BILD zu unserem System in den nächsten Saisons:
Geplant ist weiterhin die 3er-Kette.
Für 4er-Kette braucht man zwingend Flügelspieler, um erfolgreich zu sein. Für 2-3 Flügelspieler (zuzüglich zu den anderen Baustellen des BVB) hat man aber nicht die Gelder.
Ein Kauf mehrerer Flügelspieler bzw. die Einbindung von Flügelspielern aus der Jugend wird mindestens 2 Transferfenster dauern, womöglich noch eins mehr. Laut Sport BILD ist mit einer Rückkehr zum alten System also frühestens 27/28 zu rechnen.
Maximilian Beier soll für die nächste Saison permanent als Wingback eingeplant sein und nicht als Stürmer.
News der Sport BILD zu unserem System in den nächsten Saisons:
Geplant ist weiterhin die 3er-Kette.
Für 4er-Kette braucht man zwingend Flügelspieler, um erfolgreich zu sein. Für 2-3 Flügelspieler (zuzüglich zu den anderen Baustellen des BVB) hat man aber nicht die Gelder.
Ein Kauf mehrerer Flügelspieler bzw. die Einbindung von Flügelspielern aus der Jugend wird mindestens 2 Transferfenster dauern, womöglich noch eins mehr. Laut Sport BILD ist mit einer Rückkehr zum alten System also frühestens 27/28 zu rechnen.
Maximilian Beier soll für die nächste Saison permanent als Wingback eingeplant sein und nicht als Stürmer.
Wir haben keine echten Flügelspieler, also nutzen wir ein System, das echte Flügelspieler benötigt, tun aber so, als ob das nicht der Fall wäre und machen Flügelspieler, die keine Flügelspieler sind, erst recht zu Flügelspielern. Macht Sinn!
Ich weiß ja nicht, wie sich der Bullshit etablieren konnte und wer wirklich daran glaubt, aber Schienen sind die wohl klassischte Flügelrolle, die man sich nur vorstellen kann. Sie müssen im Idealfall isoliert den Flügel bearbeiten oder andernfalls unterscheidet sich die Flügelbesetzung nicht wirklich von einem 4-3-3, weil genauso doppelt besetzte Flügel vorliegen. Statt AV und OA gibt es im 3-4-3 eben Schienen und OA, was nominell offensiver sein sollte, es aber nicht ist, weil auf den Schienen wundersamerweise meistens AV spielen, wodurch die Rollenbesetzung nahezu identisch zum 4-3-3 ist. Trotzdem auf der Schiene seit neuestem auc ein MS in Frage kommt, der angabengemäß zwar nicht OA kann, aber in jedem Fall AV und OA in einem, weil das definitiv weniger Workload und Komplexität bedeutet ...
Es ist daher schlicht kein valides Argument so zu tun als bräuchte man für dieses System keine Flügel bzw. Breitengeber, was eher das Thema ist. Denn man kann auch durchaus nominell auf dem Flügel agieren, ohne ein Breitengeber zu sein, wenn der Job an anderer Stelle oder wenigstens variabel übernommen wird. Genau das ist aber das Problem des BVB. Selbst mit Doppelbesetzung, braucht es viel taktische Disziplin, damit unsere Spieler das umgesetzt bekommen, weil wir fast keine Breitengeber haben. Vor allem keine, die am Ende des Tages auf dem Platz stehen.
Das ändert sich auch nicht mit den Hoffnungen auf den eigenen Nachwuchs. Inacio ist schon mal kein Breitengeber und aktuell das vielversprechendste Projekt. Bei Lerma wird man abwarten müssen, was überhaupt der Status quo ist und in welche Richtung die Entwicklung dann geht. Ob Albert wirklich ein Thema wird, ist für mich derzeit nicht so richtig planbar, da er für meine Begriffe zwar die Anlagen hat, aber auch noch 2-3 Fragezeichen zu viel für das geforderte Niveau. Für den Rest gilt das erst recht. Da kann man kaum einen vernünftigen Zeitplan machen.
Wenn man dann zudem die Sachlage bei Sancho bedenkt, in der sich vieles widerspricht, wird der Widerspruch zu dieser Thematik nicht geringer. Man hat kein Geld für den Flügel, ein ablösefreier Spieler sollte dafür daher umso attraktiver sein, auch im Vergleich zu Leihen, aber am Ende geht es eben gar nicht darum, wenn man so oder so Flügel auf den Flügel zwingt, die man selbst nicht als Flügel bezeichnet. Ich hoffe ja, dass man damit ein Argument für die Medien schafft, die den Bullshit glauben, aber ich fürchte zunehmend, dass man das beim BVB selbst glaubt, weil es die Medien ja seit über einem Jahr schon nicht kritisch gewürdigt bekommen, wodurch wir ziemlich selbstüberzeugt wahrgenommen werden müssen: wir brauchen keine Flügel, weil wir so oder so ein System mit Flügeln ohne Flügel spielen. Ein totales Nichtargument, angesichts dessen, wie wenig sich letztendlich ausgerechnet auf dem Flügel 3-4-3 und 4-3-3 unterscheiden, so wie wir das 3-4-3 spielen ...
Dabei hätte Kovac dem BVB mit der 3er Kette doch vor allem etwas ganz anderes aufgezeigt: die suboptimale Individualverteidigung in bestimmten Situationen mit 4er Kette. Kovac lag bislang richtig mit seiner Einschätzung, dass es defensiv den 3. IV benötigt. Angesichts des Fokus auf defensive Stabilität des Systems, ist es daher doch eigentlich naheliegend hier anzusetzen, statt nun wieder dieselbe Platte aufzulegen, wie schon im letzten Sommer, die effektiv nur dazu führte, dass sich systematisch gar nichts entwickelte und auch keine Basis für eine Entwicklung gelegt wurde. Warum sollte sich das nun also ändern? Warum sollte sich überhaupt etwas ändern?
Man macht einfach weiter Nicht-Breitengeber zu Breitengebern und biegt sich das vor allem auf der Schiene immer mehr so zurecht, wie man es gerade braucht. Offensiv, ja bitte, aber in jedem Fall defensiv. Breitengeber, ja bitte, aber Hauptsache die Position ist nominell besetzt. Das Schema kann man noch weiter fortsetzen, bspw. für das Thema Kreativität. Wenn die Flügel zudem ernsthaft das Problem wären, dann hätte man genug Argumente für Verkäufe, um das Problem zu beheben. Was für eine Logik verhindert schließlich dann die Abgänge von Problemen, um dafür zu versuchen Lösungen zu holen?
Wenn man das Breitengeberproblem auf der Schiene oder den AV lösen möchte, dann könnte man Ryerson und Svenssons guten Markt nutzen, völlig unabhängig von Couto, der auch noch Kohle für das Thema bringen könnte, der aber auch nochmal aufzeigt, dass es nicht um das Thema Flügel geht, sondern um die Priorisierung defensiver Eigenschaften auf dem Flügel. Möchte man das Problem lieber auf OA lösen, dann muss man versuchen bei Adeyemi Klarheit zu schaffen und hätte auch sonst noch in der Offensive Kandidaten, die dort nur für Breite sorgen, die man aber kaum braucht und daher besser in die Spitze investiert wäre.
Nicht, dass ich auf OA einen Fokus auf Defensivqualität an Stelle von Kreativität oder Abschlussqualität gutheißen würde, aber wenn es ein Problem wäre, gäbe es Wege aktiv nach Lösungen zu streben. Dafür dürfte man sich aber nicht an das festhalten, was man schon lange als Problem bezeichnet, das im Endeffekt systemübergreifend relevant ist. Die Flügel verhindern aber in keinem Fall die Rückkehr zur 4er Kette, wenn man zur 4er Kette zurück wollen würde, weil man das Problem genauso systemübergreifend ignoriert.
Ich mag ja deine Beiträge für gewöhnlich und habe auch viel übrig für Wall of Text, aber ein wahrscheinlich inhaltsarmer Artikel mit irgendwelchen Plattitüden der SportBild reicht als Trigger für solch eine Abhandlung über Eventualitäten? (Wenngleich mir klar ist, dass du so einen Artikel nicht ganz isoliert als Grundlage hernimmst)
20.05.2026 - 09:19 Uhr
Für mich sind es ebenfalls nicht die Flügel, die für ein Spiel mit 4-er Kette fehlen, es sei denn, es muss ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 sein. Ein 4-4-2 wäre mit dem aktuellen Kader bzw kleinen Änderungen sehr wohl möglich. Hierfür fehlt ein echter DM und ein weiterer AV. Couto hat eindrucksvoll bewiesen, dass er dort komplett unbrauchbar ist.
Wenn man sich mal unser Team unter Klopp anschaut, welche echten Flügelspieler, die ins 1 gg 1 gehen hatten wir da? Kuba und Großkreutz waren ebenfalls eher offensive Schienenspieler.
Im modernen 4-2-3-1 oder 4-3-3 fehlen uns die dribbelstarke Flügelspieler, aber ansonsten sehe ich nicht, dass das nicht in einer Transferperiode zu beheben wäre. Allerdings müssen uns auch erst einmal Spieler verlassen.
Und damit meine ich nicht die ablösefreien, sondern Guirassy, Sabitzer, Couto oder Adeyemi. Dann wäre auch Geld da
Wenn man sich mal unser Team unter Klopp anschaut, welche echten Flügelspieler, die ins 1 gg 1 gehen hatten wir da? Kuba und Großkreutz waren ebenfalls eher offensive Schienenspieler.
Im modernen 4-2-3-1 oder 4-3-3 fehlen uns die dribbelstarke Flügelspieler, aber ansonsten sehe ich nicht, dass das nicht in einer Transferperiode zu beheben wäre. Allerdings müssen uns auch erst einmal Spieler verlassen.
Und damit meine ich nicht die ablösefreien, sondern Guirassy, Sabitzer, Couto oder Adeyemi. Dann wäre auch Geld da
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ollabohm am 20.05.2026 um 09:19 Uhr bearbeitet
20.05.2026 - 10:06 Uhr
Zitat von ollabohm
Für mich sind es ebenfalls nicht die Flügel, die für ein Spiel mit 4-er Kette fehlen, es sei denn, es muss ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 sein. Ein 4-4-2 wäre mit dem aktuellen Kader bzw kleinen Änderungen sehr wohl möglich. Hierfür fehlt ein echter DM und ein weiterer AV. Couto hat eindrucksvoll bewiesen, dass er dort komplett unbrauchbar ist.
Wenn man sich mal unser Team unter Klopp anschaut, welche echten Flügelspieler, die ins 1 gg 1 gehen hatten wir da? Kuba und Großkreutz waren ebenfalls eher offensive Schienenspieler.
Im modernen 4-2-3-1 oder 4-3-3 fehlen uns die dribbelstarke Flügelspieler, aber ansonsten sehe ich nicht, dass das nicht in einer Transferperiode zu beheben wäre. Allerdings müssen uns auch erst einmal Spieler verlassen.
Und damit meine ich nicht die ablösefreien, sondern Guirassy, Sabitzer, Couto oder Adeyemi. Dann wäre auch Geld da
Für mich sind es ebenfalls nicht die Flügel, die für ein Spiel mit 4-er Kette fehlen, es sei denn, es muss ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 sein. Ein 4-4-2 wäre mit dem aktuellen Kader bzw kleinen Änderungen sehr wohl möglich. Hierfür fehlt ein echter DM und ein weiterer AV. Couto hat eindrucksvoll bewiesen, dass er dort komplett unbrauchbar ist.
Wenn man sich mal unser Team unter Klopp anschaut, welche echten Flügelspieler, die ins 1 gg 1 gehen hatten wir da? Kuba und Großkreutz waren ebenfalls eher offensive Schienenspieler.
Im modernen 4-2-3-1 oder 4-3-3 fehlen uns die dribbelstarke Flügelspieler, aber ansonsten sehe ich nicht, dass das nicht in einer Transferperiode zu beheben wäre. Allerdings müssen uns auch erst einmal Spieler verlassen.
Und damit meine ich nicht die ablösefreien, sondern Guirassy, Sabitzer, Couto oder Adeyemi. Dann wäre auch Geld da
Ich verstehe nicht, welches Problem durch ein 4-4-2 gelöst würde. Den Vorteil würde ich eigentlich nur darin sehen, dass wir aktuell einige Spiele haben, die in einer Doppelspitze sehr gut aufgehoben wären. Aber die Besetzung der Außen finde ich dadurch nicht einfacher. Wer soll denn offensiv die Breite geben?
Die Außen im vierer Mittelfeld?
Wer sollte dort auflaufen? Ich würde bei allen Kandidaten die Idealposition zentraler sehen.
Und die AVs haben in der Viererkette mehr Defensivaufgaben, sind sowieso eher defensiv ausgerichtet und haben auch nicht das Tempo (Svensson, Ryerson), um bei langen Wegen zurück Gegenspieler zuverlässig einzuholen. Die AVs sollten daher nicht die offensiven Breitengeber sein, denke ich.
Ich denke, der Kader ist so zusammengesetzt, dass quasi, unabhängig von der Grundordnung, immer zwei Außenspieler nicht auf ihrer Idealposition agieren. Mit Schienen sind das Svensson, Ryerson oder zuletzt Beier. Mit Viererkette wären es dann die OAs oder wenn man einen der OAs stark einrücken lässt, der AV auf dessen Seite, weil dieser dann sehr offensiv agieren müsste.
Aus meiner Sicht, kann man die Grundordnung also quasi beliebig wählen und man sollte dennoch immer zwei Flügelspiel holen. Die Grundordnung bzw. die Taktik ändert dann nur, ob man zwei OAs, einen OA und einen AV oder zwei Schienenspieler holen sollte.
Der einzige der hieran etwas hätten ändern können, war Couto. Denn Coutos Idealposition sehe ich tatsächlich auf der Schiene. Aber Coutos Qualität wurde als nicht ausreichend bewertet, von daher wird er hier nicht helfen.
Allerdings gehe ich davon aus, dass unsere Verantwortlichen das anders bewerten. Ryerson wird man vermutlich als Leistungsträger auf der Schiene sehen und kein Stück in Frage stellen. Dabei verstehe ich aber nicht, wieso Ryerson nicht als AV stärker sein sollte. Warum sollte Ryerson die offensivere Schienenposition besser liegen?
Andere Schienenspieler leisten offensiv viel mehr. Guerreiro, Hakimi, Grimaldo oder Frimpong bewirken im Vergleich ganz anderes. Ryersons Vorteil liegt ganz klar in der Defensive. Hier würde es sich doch anbieten, Ryerson als Absicherung zu nutzen und davor einen neuen OA zu platzieren, oder?
Zudem hoffe ich, dass Beier nur in Ausnahmefällen auf der Schiene spielt. Ich verstehe zwar, dass er aktuell dort wichtige Impulse mit seiner Schnelligkeit und Offensivdrang geben kann. Aber komplett durchstarten wird Beier, meiner Meinung nach, nur auf einer offensiveren, zentraleren Position. Beier traf bei Hoffenheim in der Bundesliga 16 Mal als quasi zweiter Stürmer. So eingesetzt, dürften bei uns auch 20 Tore für ihn drin sein. Dazu dann noch Champions-League- und Pokal-Treffer.
Auf der Schiene wird Beier sich wahrscheinlich nicht so ins Rampenlicht spielen können.
Ich hoffe, dass wir so planen, dass möglichst jeder Spieler auf seiner Idealposition aufläuft und man sich nicht damit zufrieden gibt, dass der Spieler die Position ja auch "ganz gut" spielen könne.
20.05.2026 - 10:50 Uhr
Zitat von NullNeun
Ich mag ja deine Beiträge für gewöhnlich und habe auch viel übrig für Wall of Text, aber ein wahrscheinlich inhaltsarmer Artikel mit irgendwelchen Plattitüden der SportBild reicht als Trigger für solch eine Abhandlung über Eventualitäten? (Wenngleich mir klar ist, dass du so einen Artikel nicht ganz isoliert als Grundlage hernimmst)
Zitat von BVBBC
Wir haben keine echten Flügelspieler, also nutzen wir ein System, das echte Flügelspieler benötigt, tun aber so, als ob das nicht der Fall wäre und machen Flügelspieler, die keine Flügelspieler sind, erst recht zu Flügelspielern. Macht Sinn!
Ich weiß ja nicht, wie sich der Bullshit etablieren konnte und wer wirklich daran glaubt, aber Schienen sind die wohl klassischte Flügelrolle, die man sich nur vorstellen kann. Sie müssen im Idealfall isoliert den Flügel bearbeiten oder andernfalls unterscheidet sich die Flügelbesetzung nicht wirklich von einem 4-3-3, weil genauso doppelt besetzte Flügel vorliegen. Statt AV und OA gibt es im 3-4-3 eben Schienen und OA, was nominell offensiver sein sollte, es aber nicht ist, weil auf den Schienen wundersamerweise meistens AV spielen, wodurch die Rollenbesetzung nahezu identisch zum 4-3-3 ist. Trotzdem auf der Schiene seit neuestem auc ein MS in Frage kommt, der angabengemäß zwar nicht OA kann, aber in jedem Fall AV und OA in einem, weil das definitiv weniger Workload und Komplexität bedeutet ...
Es ist daher schlicht kein valides Argument so zu tun als bräuchte man für dieses System keine Flügel bzw. Breitengeber, was eher das Thema ist. Denn man kann auch durchaus nominell auf dem Flügel agieren, ohne ein Breitengeber zu sein, wenn der Job an anderer Stelle oder wenigstens variabel übernommen wird. Genau das ist aber das Problem des BVB. Selbst mit Doppelbesetzung, braucht es viel taktische Disziplin, damit unsere Spieler das umgesetzt bekommen, weil wir fast keine Breitengeber haben. Vor allem keine, die am Ende des Tages auf dem Platz stehen.
Das ändert sich auch nicht mit den Hoffnungen auf den eigenen Nachwuchs. Inacio ist schon mal kein Breitengeber und aktuell das vielversprechendste Projekt. Bei Lerma wird man abwarten müssen, was überhaupt der Status quo ist und in welche Richtung die Entwicklung dann geht. Ob Albert wirklich ein Thema wird, ist für mich derzeit nicht so richtig planbar, da er für meine Begriffe zwar die Anlagen hat, aber auch noch 2-3 Fragezeichen zu viel für das geforderte Niveau. Für den Rest gilt das erst recht. Da kann man kaum einen vernünftigen Zeitplan machen.
Wenn man dann zudem die Sachlage bei Sancho bedenkt, in der sich vieles widerspricht, wird der Widerspruch zu dieser Thematik nicht geringer. Man hat kein Geld für den Flügel, ein ablösefreier Spieler sollte dafür daher umso attraktiver sein, auch im Vergleich zu Leihen, aber am Ende geht es eben gar nicht darum, wenn man so oder so Flügel auf den Flügel zwingt, die man selbst nicht als Flügel bezeichnet. Ich hoffe ja, dass man damit ein Argument für die Medien schafft, die den Bullshit glauben, aber ich fürchte zunehmend, dass man das beim BVB selbst glaubt, weil es die Medien ja seit über einem Jahr schon nicht kritisch gewürdigt bekommen, wodurch wir ziemlich selbstüberzeugt wahrgenommen werden müssen: wir brauchen keine Flügel, weil wir so oder so ein System mit Flügeln ohne Flügel spielen. Ein totales Nichtargument, angesichts dessen, wie wenig sich letztendlich ausgerechnet auf dem Flügel 3-4-3 und 4-3-3 unterscheiden, so wie wir das 3-4-3 spielen ...
Dabei hätte Kovac dem BVB mit der 3er Kette doch vor allem etwas ganz anderes aufgezeigt: die suboptimale Individualverteidigung in bestimmten Situationen mit 4er Kette. Kovac lag bislang richtig mit seiner Einschätzung, dass es defensiv den 3. IV benötigt. Angesichts des Fokus auf defensive Stabilität des Systems, ist es daher doch eigentlich naheliegend hier anzusetzen, statt nun wieder dieselbe Platte aufzulegen, wie schon im letzten Sommer, die effektiv nur dazu führte, dass sich systematisch gar nichts entwickelte und auch keine Basis für eine Entwicklung gelegt wurde. Warum sollte sich das nun also ändern? Warum sollte sich überhaupt etwas ändern?
Man macht einfach weiter Nicht-Breitengeber zu Breitengebern und biegt sich das vor allem auf der Schiene immer mehr so zurecht, wie man es gerade braucht. Offensiv, ja bitte, aber in jedem Fall defensiv. Breitengeber, ja bitte, aber Hauptsache die Position ist nominell besetzt. Das Schema kann man noch weiter fortsetzen, bspw. für das Thema Kreativität. Wenn die Flügel zudem ernsthaft das Problem wären, dann hätte man genug Argumente für Verkäufe, um das Problem zu beheben. Was für eine Logik verhindert schließlich dann die Abgänge von Problemen, um dafür zu versuchen Lösungen zu holen?
Wenn man das Breitengeberproblem auf der Schiene oder den AV lösen möchte, dann könnte man Ryerson und Svenssons guten Markt nutzen, völlig unabhängig von Couto, der auch noch Kohle für das Thema bringen könnte, der aber auch nochmal aufzeigt, dass es nicht um das Thema Flügel geht, sondern um die Priorisierung defensiver Eigenschaften auf dem Flügel. Möchte man das Problem lieber auf OA lösen, dann muss man versuchen bei Adeyemi Klarheit zu schaffen und hätte auch sonst noch in der Offensive Kandidaten, die dort nur für Breite sorgen, die man aber kaum braucht und daher besser in die Spitze investiert wäre.
Nicht, dass ich auf OA einen Fokus auf Defensivqualität an Stelle von Kreativität oder Abschlussqualität gutheißen würde, aber wenn es ein Problem wäre, gäbe es Wege aktiv nach Lösungen zu streben. Dafür dürfte man sich aber nicht an das festhalten, was man schon lange als Problem bezeichnet, das im Endeffekt systemübergreifend relevant ist. Die Flügel verhindern aber in keinem Fall die Rückkehr zur 4er Kette, wenn man zur 4er Kette zurück wollen würde, weil man das Problem genauso systemübergreifend ignoriert.
Zitat von Killertut
News der Sport BILD zu unserem System in den nächsten Saisons:
Geplant ist weiterhin die 3er-Kette.
Für 4er-Kette braucht man zwingend Flügelspieler, um erfolgreich zu sein. Für 2-3 Flügelspieler (zuzüglich zu den anderen Baustellen des BVB) hat man aber nicht die Gelder.
Ein Kauf mehrerer Flügelspieler bzw. die Einbindung von Flügelspielern aus der Jugend wird mindestens 2 Transferfenster dauern, womöglich noch eins mehr. Laut Sport BILD ist mit einer Rückkehr zum alten System also frühestens 27/28 zu rechnen.
Maximilian Beier soll für die nächste Saison permanent als Wingback eingeplant sein und nicht als Stürmer.
News der Sport BILD zu unserem System in den nächsten Saisons:
Geplant ist weiterhin die 3er-Kette.
Für 4er-Kette braucht man zwingend Flügelspieler, um erfolgreich zu sein. Für 2-3 Flügelspieler (zuzüglich zu den anderen Baustellen des BVB) hat man aber nicht die Gelder.
Ein Kauf mehrerer Flügelspieler bzw. die Einbindung von Flügelspielern aus der Jugend wird mindestens 2 Transferfenster dauern, womöglich noch eins mehr. Laut Sport BILD ist mit einer Rückkehr zum alten System also frühestens 27/28 zu rechnen.
Maximilian Beier soll für die nächste Saison permanent als Wingback eingeplant sein und nicht als Stürmer.
Wir haben keine echten Flügelspieler, also nutzen wir ein System, das echte Flügelspieler benötigt, tun aber so, als ob das nicht der Fall wäre und machen Flügelspieler, die keine Flügelspieler sind, erst recht zu Flügelspielern. Macht Sinn!
Ich weiß ja nicht, wie sich der Bullshit etablieren konnte und wer wirklich daran glaubt, aber Schienen sind die wohl klassischte Flügelrolle, die man sich nur vorstellen kann. Sie müssen im Idealfall isoliert den Flügel bearbeiten oder andernfalls unterscheidet sich die Flügelbesetzung nicht wirklich von einem 4-3-3, weil genauso doppelt besetzte Flügel vorliegen. Statt AV und OA gibt es im 3-4-3 eben Schienen und OA, was nominell offensiver sein sollte, es aber nicht ist, weil auf den Schienen wundersamerweise meistens AV spielen, wodurch die Rollenbesetzung nahezu identisch zum 4-3-3 ist. Trotzdem auf der Schiene seit neuestem auc ein MS in Frage kommt, der angabengemäß zwar nicht OA kann, aber in jedem Fall AV und OA in einem, weil das definitiv weniger Workload und Komplexität bedeutet ...
Es ist daher schlicht kein valides Argument so zu tun als bräuchte man für dieses System keine Flügel bzw. Breitengeber, was eher das Thema ist. Denn man kann auch durchaus nominell auf dem Flügel agieren, ohne ein Breitengeber zu sein, wenn der Job an anderer Stelle oder wenigstens variabel übernommen wird. Genau das ist aber das Problem des BVB. Selbst mit Doppelbesetzung, braucht es viel taktische Disziplin, damit unsere Spieler das umgesetzt bekommen, weil wir fast keine Breitengeber haben. Vor allem keine, die am Ende des Tages auf dem Platz stehen.
Das ändert sich auch nicht mit den Hoffnungen auf den eigenen Nachwuchs. Inacio ist schon mal kein Breitengeber und aktuell das vielversprechendste Projekt. Bei Lerma wird man abwarten müssen, was überhaupt der Status quo ist und in welche Richtung die Entwicklung dann geht. Ob Albert wirklich ein Thema wird, ist für mich derzeit nicht so richtig planbar, da er für meine Begriffe zwar die Anlagen hat, aber auch noch 2-3 Fragezeichen zu viel für das geforderte Niveau. Für den Rest gilt das erst recht. Da kann man kaum einen vernünftigen Zeitplan machen.
Wenn man dann zudem die Sachlage bei Sancho bedenkt, in der sich vieles widerspricht, wird der Widerspruch zu dieser Thematik nicht geringer. Man hat kein Geld für den Flügel, ein ablösefreier Spieler sollte dafür daher umso attraktiver sein, auch im Vergleich zu Leihen, aber am Ende geht es eben gar nicht darum, wenn man so oder so Flügel auf den Flügel zwingt, die man selbst nicht als Flügel bezeichnet. Ich hoffe ja, dass man damit ein Argument für die Medien schafft, die den Bullshit glauben, aber ich fürchte zunehmend, dass man das beim BVB selbst glaubt, weil es die Medien ja seit über einem Jahr schon nicht kritisch gewürdigt bekommen, wodurch wir ziemlich selbstüberzeugt wahrgenommen werden müssen: wir brauchen keine Flügel, weil wir so oder so ein System mit Flügeln ohne Flügel spielen. Ein totales Nichtargument, angesichts dessen, wie wenig sich letztendlich ausgerechnet auf dem Flügel 3-4-3 und 4-3-3 unterscheiden, so wie wir das 3-4-3 spielen ...
Dabei hätte Kovac dem BVB mit der 3er Kette doch vor allem etwas ganz anderes aufgezeigt: die suboptimale Individualverteidigung in bestimmten Situationen mit 4er Kette. Kovac lag bislang richtig mit seiner Einschätzung, dass es defensiv den 3. IV benötigt. Angesichts des Fokus auf defensive Stabilität des Systems, ist es daher doch eigentlich naheliegend hier anzusetzen, statt nun wieder dieselbe Platte aufzulegen, wie schon im letzten Sommer, die effektiv nur dazu führte, dass sich systematisch gar nichts entwickelte und auch keine Basis für eine Entwicklung gelegt wurde. Warum sollte sich das nun also ändern? Warum sollte sich überhaupt etwas ändern?
Man macht einfach weiter Nicht-Breitengeber zu Breitengebern und biegt sich das vor allem auf der Schiene immer mehr so zurecht, wie man es gerade braucht. Offensiv, ja bitte, aber in jedem Fall defensiv. Breitengeber, ja bitte, aber Hauptsache die Position ist nominell besetzt. Das Schema kann man noch weiter fortsetzen, bspw. für das Thema Kreativität. Wenn die Flügel zudem ernsthaft das Problem wären, dann hätte man genug Argumente für Verkäufe, um das Problem zu beheben. Was für eine Logik verhindert schließlich dann die Abgänge von Problemen, um dafür zu versuchen Lösungen zu holen?
Wenn man das Breitengeberproblem auf der Schiene oder den AV lösen möchte, dann könnte man Ryerson und Svenssons guten Markt nutzen, völlig unabhängig von Couto, der auch noch Kohle für das Thema bringen könnte, der aber auch nochmal aufzeigt, dass es nicht um das Thema Flügel geht, sondern um die Priorisierung defensiver Eigenschaften auf dem Flügel. Möchte man das Problem lieber auf OA lösen, dann muss man versuchen bei Adeyemi Klarheit zu schaffen und hätte auch sonst noch in der Offensive Kandidaten, die dort nur für Breite sorgen, die man aber kaum braucht und daher besser in die Spitze investiert wäre.
Nicht, dass ich auf OA einen Fokus auf Defensivqualität an Stelle von Kreativität oder Abschlussqualität gutheißen würde, aber wenn es ein Problem wäre, gäbe es Wege aktiv nach Lösungen zu streben. Dafür dürfte man sich aber nicht an das festhalten, was man schon lange als Problem bezeichnet, das im Endeffekt systemübergreifend relevant ist. Die Flügel verhindern aber in keinem Fall die Rückkehr zur 4er Kette, wenn man zur 4er Kette zurück wollen würde, weil man das Problem genauso systemübergreifend ignoriert.
Ich mag ja deine Beiträge für gewöhnlich und habe auch viel übrig für Wall of Text, aber ein wahrscheinlich inhaltsarmer Artikel mit irgendwelchen Plattitüden der SportBild reicht als Trigger für solch eine Abhandlung über Eventualitäten? (Wenngleich mir klar ist, dass du so einen Artikel nicht ganz isoliert als Grundlage hernimmst)
Ich gebe ja zu, dass viel Zynismus in meinem Beitrag steckt und darunter die Sachlichkeit sicher leidet. Es hat aber seinen Grund, warum mich das Thema getriggert hat. Wir haben dasselbe schon letztes Jahr gehört und wurden damit auf diese Saison vorbereitet. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass das auch diesmal passiert, weil dahinter ein eigentlich leicht durchschaubarer Unsinn steckt, den die Medien aber nicht erkennen. Da es aber schon letzten Sommer so war, wird das wahrscheinlich kein reines Medienkonstrukt sein.
Völlig egal, was für ein System man spielt, sind die Flügel eine Baustelle, die es anzugehen gilt. Wenn das Geld dafür fehlt, dann muss man sich zwangsläufig über entsprechende Abgänge unterhalten, um die betroffenen Positionen sinnvoll aufzustellen. Ansonsten akzeptiert man nicht nur ein Problem, sondern man verstärkt es auf Dauer, weil man nicht bereit ist daran etwas zu ändern. Das wird mit der Zeit erfahrungsgemäß nicht besser, spätestens wenn Marktwerte unter positionell suboptimaler Besetzung leiden. Erst recht, wenn man behauptet, dass die Flügel dafür verantwortlich sind, welche Kette man spielt, was einfach nur grober Unfug ist, angesichts identischer Flügelbesetzung bei 3-4-3 und 4-3-3. Die 3er Kette hat eben nicht zu unbesetzten Flügeln geführt. Schon gar nicht in einem Kovac System.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 20.05.2026 um 10:52 Uhr bearbeitet
20.05.2026 - 11:07 Uhr
Zitat von ollabohm
Für mich sind es ebenfalls nicht die Flügel, die für ein Spiel mit 4-er Kette fehlen, es sei denn, es muss ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 sein. Ein 4-4-2 wäre mit dem aktuellen Kader bzw kleinen Änderungen sehr wohl möglich. Hierfür fehlt ein echter DM und ein weiterer AV. Couto hat eindrucksvoll bewiesen, dass er dort komplett unbrauchbar ist.
Wenn man sich mal unser Team unter Klopp anschaut, welche echten Flügelspieler, die ins 1 gg 1 gehen hatten wir da? Kuba und Großkreutz waren ebenfalls eher offensive Schienenspieler.
Im modernen 4-2-3-1 oder 4-3-3 fehlen uns die dribbelstarke Flügelspieler, aber ansonsten sehe ich nicht, dass das nicht in einer Transferperiode zu beheben wäre. Allerdings müssen uns auch erst einmal Spieler verlassen.
Und damit meine ich nicht die ablösefreien, sondern Guirassy, Sabitzer, Couto oder Adeyemi. Dann wäre auch Geld da
Für mich sind es ebenfalls nicht die Flügel, die für ein Spiel mit 4-er Kette fehlen, es sei denn, es muss ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 sein. Ein 4-4-2 wäre mit dem aktuellen Kader bzw kleinen Änderungen sehr wohl möglich. Hierfür fehlt ein echter DM und ein weiterer AV. Couto hat eindrucksvoll bewiesen, dass er dort komplett unbrauchbar ist.
Wenn man sich mal unser Team unter Klopp anschaut, welche echten Flügelspieler, die ins 1 gg 1 gehen hatten wir da? Kuba und Großkreutz waren ebenfalls eher offensive Schienenspieler.
Im modernen 4-2-3-1 oder 4-3-3 fehlen uns die dribbelstarke Flügelspieler, aber ansonsten sehe ich nicht, dass das nicht in einer Transferperiode zu beheben wäre. Allerdings müssen uns auch erst einmal Spieler verlassen.
Und damit meine ich nicht die ablösefreien, sondern Guirassy, Sabitzer, Couto oder Adeyemi. Dann wäre auch Geld da
Zu Klopp Zeiten hat Fußball noch etwas anders funktioniert, da sah der Matchplan schon ganz anders aus. Das würde heute nicht funktionieren und haben wir auch 2014 zu spüren bekommen. Auch Bosz musste das in Erfahrung bringen. Man muss eigentlich nur mal nach München schauen, um zu sehen, was in der heutigen Bundesliga auf höchstem Niveau funktioniert. Das sind die einzigen die uns übertreffen und zwar deutlich. Dort wird vieles über extreme Qualität in der Spitze geregelt. Mit Spielern wie Kane, Diaz oder Olise ist die offensive Bedrohung so groß, dass man sich an anderer Stelle mehr Freiheiten erlauben kann. Dadurch lassen sich Balance und Staffelung insgesamt deutlich offensiver gestalten, weil Gegner permanent gebunden werden und Defensivaufgaben teilweise kompensiert werden.
Diese Qualität an offensiver Durchschlagskraft bekommen wir aktuell aber gar nicht einfach über den Markt. Im jetzigen Kader, sind sowieso kaum Spieler vorhanden, die das selbst erzeugen können sondern viel mehr abhängig sind von guter Zuarbeit (Guirassy benötigt gute Zuspiele, Adeyemi und Beier Räume, Silva gute Kombinationsspieler, Inacio hat noch nicht das Level usw.). Wir sind hier viel näher am VfB, Leverkusen und RBL dran als an den Bayern. Was auch Tabelle und xPTS/xG deutlich zeigt. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, es ist eine Illusuion mit diesem Kader und taktischen Änderungen nur in die Nähe der Bayern zu kommen. Sich vom Rest etwas mehr abheben in Sachen xPTS/xG ist mMn aber drin. Das ist für mich eher ein strukturelles Problem, das sich nicht einfach nur über Kollektiv oder kleinere Systemanpassungen lösen lässt. Dazu kommt noch, dass genau die Spielertypen, die man für so eine Spielweise braucht, besonders selten und teuer sind. Oder man sie langwierig entwickeln muss, was auf die Ergebnisse schlagen kann.
Wobei ich schon finde, dass es einige Zwischenschritte gäbe, die uns spielerisch verbessern würden. Die Frage ist nur, ob man dafür nicht zwangsläufig defensive Stabilität opfert und das Problem am Ende lediglich verschiebt, statt das grundsätzliche Verhältnis zu verbessern. Sahin hatte ja schon einen anderen offensiveren Ansatz, nur die Anzahl der Gegentore war frappierend (Torverhältnis von 2,0:1,6 pro Spiel). Der aktuell stark kritisierte Kovac-Ansatz liegt bei 2,1:1,3. Denn wenn man jetzt offensiver aufstellt, muss man am Ende auch entsprechend mehr Tore erzielen, ohne gleichzeitig deutlich mehr Gegentore zu kassieren. Geht diese Schere nicht auseinander, verbessert man am Ende eher die Optik des Spiels als die tatsächlichen Ergebnisse. Wenn ich weniger Gegentore kassiere, muss ich offensiv weniger riskieren und erspielen. Dann benötige ich weniger Offensive-Peak-Qualität. Manchmal reichen ein oder zwei Standards, ein Elfmeter, ein guter Konter und eine Einzelaktion. Bei einer fragilen Defensive muss ich allerdings schon nach vorne mehr erzeugen, um das auszugleichen und erheblich mehr investieren wenn ich das Verhältnis weiter zum positiven verändern will. Bosz ist genau daran gescheitert trotz vieler Tore.
Ich habe mal nach Trainer dieses Verhältnis durchgerechnet (*nur eine Halbserie):
Kovac...............2,1.../...1,3...= 2,0 Pps
Sahin................2,0.../...1,6...= 1,5 Pps*
Terzic................2,0.../...1,2...= 1,9 Pps
Rose..................2,3.../...1,6...= 1,9 Pps
Favre.................2,2.../...1,3...= 2,0 Pps
Stöger...............1,5.../...1,3...= 1,6 Pps*
Bosz..................2,4.../...1,8...= 1,3 Pps*
Tuchel...............2,4.../...1,1...= 2,1 Pps
Klopp................2,0.../...1,1...= 1,9 Pps
Doll...................1,6.../...1,5...= 1,5 Pps
van Marwjik......1,3.../...1,2...= 1,4 Pps
Wahrscheinlich bin ich deshalb ein Tuchel-Fanboy 🤔Man sieht, dass man seit Klopp (mit der Ausnahme Stöger für eine Halbserie) trotz unterschiedlichster Spielansätze, die 2,0 Tore pro Spiel halten konnte. Nur bei manchen Trainern (extrem Bosz) nahm die Anzahl der Gegentore so zu, dass es in ein Ergebnisproblem mündete. Ähnlich bei Sahin. Rose war hier sicher ein Beispiel, der offensiv sogar nah an Tuchel rankam, aber im selbigen Verhältnis defensiv abgebaut hat. Wodurch es keine Verbesserung bei den Ergebnissen gab.
Deshalb stelle ich mir taktisch eben die Frage, ob man die angesprochene Schere hier wirklich noch verbessern kann. Oder wir mit diesem Kader, durch Optimierungen am System lediglich die Balance verschieben aber nicht die Ergebnisse verbessern. Man sieht auch, dass die 3er-Kette von Kovac keine schlechteren Ergebnisse liefert und die Stichprobe ist hier schon höher als bei Rose, Sahin, Stöger und Bosz. Die Art und Weise hat sich nur verändert.
20.05.2026 - 15:30 Uhr
Im Endeffekt wissen wir erst in ein Paar Monaten, ob man wirklich beim System bleibt oder etwas ändert, Wehalb es auch nur begrenzt Sinn macht, sich darüber aufzuregen. Trotzdem macht mir der Bericht ein wenig Sorgen, in welche Richtung sich die Überlegungen zu den Transfers bewegen, auch in Bezug auf Sancho und die Spielertypen, die man anscheinend sucht. Man scheint ja vor allem eher zentrumsfokussierte Spieler zu suchen, auch weil Brandt weg ist. Diese Berichte würden sich also auch tendenziell decken und auch Sky hat schon davon berichtet, dass man bei der Dreierkette bleiben will.
Darüber hinaus passt das auch ein wenig mit dem taktischen Verhalten von Kovac in dieser Saison zusammen, der selbst in extremen Situationen die Dreierkette nie aufgelöst hat und eigentlich immer Beier auf der Schiene als offensievste Option gesehen hat. Für mich hat die ganze Diskussion aber immer noch das Problem, dass sie in diesem Fall anscheinend nach 'Flügelspieler' wie in einem klassischen 4-2-3-1 und 'nicht Flügelspieler' gedacht wird anstatt in deutlich relevanteren Kategorien wie Breite und Tiefe. Wenn wir denken, dass wir das System nicht in einem Transferfenster ändern können weil wir keine 2-3 Flügelspieler verpflichtet bekommen und deshalb dann keine Flügelspieler verpflichten, weil wir sie nächste Saison in unserem System nicht brauchen, sind wir schnell in einem Ringschluss gefangen, bei dem wir nächste Saison kein bisschen näher an einer Viererkette sind als diese Saison. Diese Denkweise würde quasi komplett darauf angewiesen sein, dass Albert nächstes Jahr dann eine echte Option für 1000 Minuten oder mehr in der Bundesliga ist. Das lässt sich aber noch gar nicht vorhersagen, weil es immer noch berechtigte Zweifel gibt, ob er die Dynamik und Endgeschwindigkeit hat um seinen 1 gegen 1 fokussierten Spielstil auf den Profibereich und vor allem auf ein CL-Niveau zu übertragen. Über längere Distanzen hat er immer noch Probleme, sich von seinem Gegenspieler abszusetzen, weshalb er tendenziell Situationen braucht, in denen er den Ball schon in Strafraumnähe bekommt und nach wenigen Schritten sofort die Option auf einen Abschluss oder eine Hereingabe hat. Mohammadou ist auch erst vor zwei Monaten 15 geworden und andere Spieler haben noch größere Fragezeichen. Auf nichts davon kannst du eine ganze Saison verwetten. Sucht man dann stattdessen einen Spieler, der sowohl zentral als auch auf dem Flügel funktionieren kann? Wenn ja sollte Sancho eigentlich erst Recht die Priorität sein. Außerdem wäre ein solcher Spieler ja dann per Definition auch wieder kein wirklicher Breitengeber, weshalb wir im Prinzip damit kein bisschen nach vorne kommen würden.
Besonders sorgt mich in diesem Kontext Ryerson. Er hat in dieser Bundesliga Saison 15 Assists geliefert, weshalb ich vermute, dass man ihn offensiv als Teil der Lösung sieht obwohl er eigentlich die Nummer 1 Rolle im Kader hat, auf der man offensiv Raum nach oben haben sollte. Sein offensiver Output ist aus meiner Sicht weniger ein Ausdruck dessen, dass er in dieser Saison auf einmal ein hervorragender Breitengeber ist sondern hauptsächlich daraus, dass Kovac taktisch extrem forciert, dass unsere Offensive über Ryerson läuft bis zu einem Punkt, an dem er eigentlich unser prägender offensiver Kreativspieler ist und sein Impact aus dem Spieler noch deutlich größer sein müsste, damit wir in Sachen open-Play xG mit der Konkurrenz mithalten können, was wir in dieser Saison nicht konnten aber mit Standards und guter Defensive kompensiert haben. Dabei denke ich auch, dass Ryersons Erfolg zu einem nicht unwesentlichen Teil nicht daher kommt, dass sich seine Flankenqualität deutlich gesteigert hat, obwohl auch das dazu beiträgt, sondern aus unserer kollektiven Fähigkeit ihn in extrem freien und isolierten Situationen an den Ball zu bringen und die Box möglichst gut zu besetzen. Deshalb ist Ryerson vermutlich auch so stark bei Standards, da wir die Box dann mit drei IVs, plus Guirassy und Nmecha und Jobe stacken können, die alle Richtung 1.90 und gute Kopfballspieler sind. Wenn man sich außerdem mal beispielhaft die beiden Assists von Ryerson aus dem Spiel gegen Werder und Frankfurt anschaut sieht man, dass hier aus meiner Sicht relativ klar nicht die Qualität von Ryerson der entscheidende Faktor ist sondern die Qualität von Guirassy, der sowohl Koch als auch Friedl im 1 gegen 1 komplett in die Tasche steckt und den Abschluss setzt sowie die Qualität im Seitenwechsel von Schlotterbeck.
Das wiederum bringt mich auf einen weiteren taktisch relativ paradoxen Spieler: Guirassy. Guirassy wirkt diese Saison oft, als hätte er überhaupt keinen Bock mitzuspielen, er verlangsamt unser Spiel extrem was anderen Offensivspielern und der Attraktivität unseres Spiels schadet, er hat kaum Synergien mit anderen Offensivspielern im Kader und seine Arbeit gegen den Ball ist im Pressing fast schon als homöopathisch anzusehen, da sie nicht über den Placebo-Effekt hinaus geht. Silva ist ein hervorragender Spieler gegen den Ball, spielt direkter, harmoniert besser mit Beier, Brandt und Adeyemi, war an vielen unserer attraktiveren Spielzüge in dieser Saison beteiligt, gibt immer 100% aber kommt trotzdem nicht im Ansatz an Guirassy vorbei. Was Silva aber nicht hat ist Guirassys Fähigkeit, sich in der Box zu bewegen und Flanken zu verwerten. Da wir aber das Spiel so über Ryerson forcieren, ist das im Prinzip taktisch die einzige Fähigkeit, die Relevanz besitzt, obwohl sie das eigentlich nie sein sollte. Dadurch hat uns Kovac durch seine Taktik im Prinzip von einem mittelmäßigen Breitengeber und einem Stürmer, der nicht zum Rest der Mannschaft passt, komplett abhängig gemacht, weil das die einfachste und risikoloseste Art war, auf genug Tore zu kommen damit der defensive Fokus den Rest erledigt. Dafür gebührt Kovac Respekt, denn ich hätte nie im Leben geglaubt, dass man Ryerson zu dem dominanten Offensivspieler eines Vizemeisters pushen kann aber wo hier das Potenzial zur Weiterentwicklung sein soll sehe ich hier nicht so ganz. Eigentlich bräuchtest du für Ryersons Rolle einen offensiveren Spieler, der die isolierten Situationen, die man ihm gibt, verlässlicher auch im 1 gegen 1 auflösen kann. Dass verbietet sich unter Kovac aber schon inhärent, weil der wichtigste offensive Spieler in seinem System de-Fakto gegen den Ball ein AV sein muss, was für den BVB unmöglich in einem Spieler zu machen ist. Andernfalls könnte man versuchen, ein fluideres Offensivspiel mehr durch das Zentrum aufzuziehen mit Beier in einem abschlussfokussierteren Rolle anstatt ihn zum Vorbereiter für Guirassy oder zu off-Ball Läufen um andere Spieler frei zu machen zu degradieren. Dadurch, dass wir aber selbst in der Endphase, als es um nichts mehr ging, weder Couto noch Silva gesehen haben sorgt dafür, dass ich stark bezweifle, dass Kovac eine der beiden Optionen taktisch anstrebt oder umsetzen kann.
Auch Beier in der Rolle auf der Schiene sorgt da bei mir für wenig Zuversicht. Wenn man sich Beiers Spiele auf der Schiene mal anguckt sieht man, dass seine guten Momente trotzdem immer dann waren, wenn er aus einer offensiveren Position in die Tiefe ging und nicht aus der Breite kam. Das macht die Schiene aus meiner Sicht zur ineffizientesten Option, einen offensiven mehr auf den Platz zu bekommen, weil dieser offensive permanent unnötig lange Wege gehen muss um in die Räume zu kommen, in denen er wertvoll ist. Gleichzeitig weiß das auch der Gegner, und muss uns links trotzdem nicht in der Breite respektieren, was das Spiel dann im Zentrum enorm eng macht. Damit das trotzdem eine Chance hat zu funktionieren bräuchtest du beispielsweise einen weiteren Spieler, der hoch aufrückt, wie Schlotterbeck bei seinem Tor gegen Frankfurt. An dem Punkt hast du aber genau die defensive Denkweise wieder aufgegeben, die überhaupt der Auslöser für Dinge wie Beier und Ryerson auf der Schiene ist. Das sorgt dafür, dass dieses System aus meiner Sicht erstmal entweder ineffektiv sein wird, solange niemand aufrückt, oder ineffizient, sollte es jemand tun, weil du das gleiche oder ähnliches auch erreichen können solltest, ohne das ein Stürmer gleichzeitig ein Breitengeber, ein Stürmer und ein Außenverteidiger sein muss, was einfach langfristig unmöglich aufrechtzuerhalten ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Nach dem, was wir diese Saison gesehen haben, denke ich es sind massive Zweifel angebracht, ob wir mit dieser Denkweise und mit Dreierkette plus Kovac nächste Saison wirklich offensiveren oder attraktiveren Fußball sehen werden. Ich befürchte ehrlich gesagt, dass wir auch Cherki und Prime-DeBruyne verpflichten könnten und am Ende würde es wenig Unterschied machen, weil wir weiterhin lange Seitenwechsel auf Ryerson spielen und den dann Flanken lassen werden. Wenn du das Problem lösen willst, musst du es aus der Breitengeber-Rolle machen, ob das jetzt mit Flügelspielern oder mit Schienenspielern der Fall ist ist aus meiner Sicht sekundär. Nur scheinen wir uns das gar nicht erst zuzutrauen und die defensiven Anforderungen unter Kovac an die Schienenspieler verbieten es im Prinzip auch fast schon. Deshalb hat sich meine Vorfreude auf die nächste Saison nach den letzten Berichten eher geschmälert.
Darüber hinaus passt das auch ein wenig mit dem taktischen Verhalten von Kovac in dieser Saison zusammen, der selbst in extremen Situationen die Dreierkette nie aufgelöst hat und eigentlich immer Beier auf der Schiene als offensievste Option gesehen hat. Für mich hat die ganze Diskussion aber immer noch das Problem, dass sie in diesem Fall anscheinend nach 'Flügelspieler' wie in einem klassischen 4-2-3-1 und 'nicht Flügelspieler' gedacht wird anstatt in deutlich relevanteren Kategorien wie Breite und Tiefe. Wenn wir denken, dass wir das System nicht in einem Transferfenster ändern können weil wir keine 2-3 Flügelspieler verpflichtet bekommen und deshalb dann keine Flügelspieler verpflichten, weil wir sie nächste Saison in unserem System nicht brauchen, sind wir schnell in einem Ringschluss gefangen, bei dem wir nächste Saison kein bisschen näher an einer Viererkette sind als diese Saison. Diese Denkweise würde quasi komplett darauf angewiesen sein, dass Albert nächstes Jahr dann eine echte Option für 1000 Minuten oder mehr in der Bundesliga ist. Das lässt sich aber noch gar nicht vorhersagen, weil es immer noch berechtigte Zweifel gibt, ob er die Dynamik und Endgeschwindigkeit hat um seinen 1 gegen 1 fokussierten Spielstil auf den Profibereich und vor allem auf ein CL-Niveau zu übertragen. Über längere Distanzen hat er immer noch Probleme, sich von seinem Gegenspieler abszusetzen, weshalb er tendenziell Situationen braucht, in denen er den Ball schon in Strafraumnähe bekommt und nach wenigen Schritten sofort die Option auf einen Abschluss oder eine Hereingabe hat. Mohammadou ist auch erst vor zwei Monaten 15 geworden und andere Spieler haben noch größere Fragezeichen. Auf nichts davon kannst du eine ganze Saison verwetten. Sucht man dann stattdessen einen Spieler, der sowohl zentral als auch auf dem Flügel funktionieren kann? Wenn ja sollte Sancho eigentlich erst Recht die Priorität sein. Außerdem wäre ein solcher Spieler ja dann per Definition auch wieder kein wirklicher Breitengeber, weshalb wir im Prinzip damit kein bisschen nach vorne kommen würden.
Besonders sorgt mich in diesem Kontext Ryerson. Er hat in dieser Bundesliga Saison 15 Assists geliefert, weshalb ich vermute, dass man ihn offensiv als Teil der Lösung sieht obwohl er eigentlich die Nummer 1 Rolle im Kader hat, auf der man offensiv Raum nach oben haben sollte. Sein offensiver Output ist aus meiner Sicht weniger ein Ausdruck dessen, dass er in dieser Saison auf einmal ein hervorragender Breitengeber ist sondern hauptsächlich daraus, dass Kovac taktisch extrem forciert, dass unsere Offensive über Ryerson läuft bis zu einem Punkt, an dem er eigentlich unser prägender offensiver Kreativspieler ist und sein Impact aus dem Spieler noch deutlich größer sein müsste, damit wir in Sachen open-Play xG mit der Konkurrenz mithalten können, was wir in dieser Saison nicht konnten aber mit Standards und guter Defensive kompensiert haben. Dabei denke ich auch, dass Ryersons Erfolg zu einem nicht unwesentlichen Teil nicht daher kommt, dass sich seine Flankenqualität deutlich gesteigert hat, obwohl auch das dazu beiträgt, sondern aus unserer kollektiven Fähigkeit ihn in extrem freien und isolierten Situationen an den Ball zu bringen und die Box möglichst gut zu besetzen. Deshalb ist Ryerson vermutlich auch so stark bei Standards, da wir die Box dann mit drei IVs, plus Guirassy und Nmecha und Jobe stacken können, die alle Richtung 1.90 und gute Kopfballspieler sind. Wenn man sich außerdem mal beispielhaft die beiden Assists von Ryerson aus dem Spiel gegen Werder und Frankfurt anschaut sieht man, dass hier aus meiner Sicht relativ klar nicht die Qualität von Ryerson der entscheidende Faktor ist sondern die Qualität von Guirassy, der sowohl Koch als auch Friedl im 1 gegen 1 komplett in die Tasche steckt und den Abschluss setzt sowie die Qualität im Seitenwechsel von Schlotterbeck.
Das wiederum bringt mich auf einen weiteren taktisch relativ paradoxen Spieler: Guirassy. Guirassy wirkt diese Saison oft, als hätte er überhaupt keinen Bock mitzuspielen, er verlangsamt unser Spiel extrem was anderen Offensivspielern und der Attraktivität unseres Spiels schadet, er hat kaum Synergien mit anderen Offensivspielern im Kader und seine Arbeit gegen den Ball ist im Pressing fast schon als homöopathisch anzusehen, da sie nicht über den Placebo-Effekt hinaus geht. Silva ist ein hervorragender Spieler gegen den Ball, spielt direkter, harmoniert besser mit Beier, Brandt und Adeyemi, war an vielen unserer attraktiveren Spielzüge in dieser Saison beteiligt, gibt immer 100% aber kommt trotzdem nicht im Ansatz an Guirassy vorbei. Was Silva aber nicht hat ist Guirassys Fähigkeit, sich in der Box zu bewegen und Flanken zu verwerten. Da wir aber das Spiel so über Ryerson forcieren, ist das im Prinzip taktisch die einzige Fähigkeit, die Relevanz besitzt, obwohl sie das eigentlich nie sein sollte. Dadurch hat uns Kovac durch seine Taktik im Prinzip von einem mittelmäßigen Breitengeber und einem Stürmer, der nicht zum Rest der Mannschaft passt, komplett abhängig gemacht, weil das die einfachste und risikoloseste Art war, auf genug Tore zu kommen damit der defensive Fokus den Rest erledigt. Dafür gebührt Kovac Respekt, denn ich hätte nie im Leben geglaubt, dass man Ryerson zu dem dominanten Offensivspieler eines Vizemeisters pushen kann aber wo hier das Potenzial zur Weiterentwicklung sein soll sehe ich hier nicht so ganz. Eigentlich bräuchtest du für Ryersons Rolle einen offensiveren Spieler, der die isolierten Situationen, die man ihm gibt, verlässlicher auch im 1 gegen 1 auflösen kann. Dass verbietet sich unter Kovac aber schon inhärent, weil der wichtigste offensive Spieler in seinem System de-Fakto gegen den Ball ein AV sein muss, was für den BVB unmöglich in einem Spieler zu machen ist. Andernfalls könnte man versuchen, ein fluideres Offensivspiel mehr durch das Zentrum aufzuziehen mit Beier in einem abschlussfokussierteren Rolle anstatt ihn zum Vorbereiter für Guirassy oder zu off-Ball Läufen um andere Spieler frei zu machen zu degradieren. Dadurch, dass wir aber selbst in der Endphase, als es um nichts mehr ging, weder Couto noch Silva gesehen haben sorgt dafür, dass ich stark bezweifle, dass Kovac eine der beiden Optionen taktisch anstrebt oder umsetzen kann.
Auch Beier in der Rolle auf der Schiene sorgt da bei mir für wenig Zuversicht. Wenn man sich Beiers Spiele auf der Schiene mal anguckt sieht man, dass seine guten Momente trotzdem immer dann waren, wenn er aus einer offensiveren Position in die Tiefe ging und nicht aus der Breite kam. Das macht die Schiene aus meiner Sicht zur ineffizientesten Option, einen offensiven mehr auf den Platz zu bekommen, weil dieser offensive permanent unnötig lange Wege gehen muss um in die Räume zu kommen, in denen er wertvoll ist. Gleichzeitig weiß das auch der Gegner, und muss uns links trotzdem nicht in der Breite respektieren, was das Spiel dann im Zentrum enorm eng macht. Damit das trotzdem eine Chance hat zu funktionieren bräuchtest du beispielsweise einen weiteren Spieler, der hoch aufrückt, wie Schlotterbeck bei seinem Tor gegen Frankfurt. An dem Punkt hast du aber genau die defensive Denkweise wieder aufgegeben, die überhaupt der Auslöser für Dinge wie Beier und Ryerson auf der Schiene ist. Das sorgt dafür, dass dieses System aus meiner Sicht erstmal entweder ineffektiv sein wird, solange niemand aufrückt, oder ineffizient, sollte es jemand tun, weil du das gleiche oder ähnliches auch erreichen können solltest, ohne das ein Stürmer gleichzeitig ein Breitengeber, ein Stürmer und ein Außenverteidiger sein muss, was einfach langfristig unmöglich aufrechtzuerhalten ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Nach dem, was wir diese Saison gesehen haben, denke ich es sind massive Zweifel angebracht, ob wir mit dieser Denkweise und mit Dreierkette plus Kovac nächste Saison wirklich offensiveren oder attraktiveren Fußball sehen werden. Ich befürchte ehrlich gesagt, dass wir auch Cherki und Prime-DeBruyne verpflichten könnten und am Ende würde es wenig Unterschied machen, weil wir weiterhin lange Seitenwechsel auf Ryerson spielen und den dann Flanken lassen werden. Wenn du das Problem lösen willst, musst du es aus der Breitengeber-Rolle machen, ob das jetzt mit Flügelspielern oder mit Schienenspielern der Fall ist ist aus meiner Sicht sekundär. Nur scheinen wir uns das gar nicht erst zuzutrauen und die defensiven Anforderungen unter Kovac an die Schienenspieler verbieten es im Prinzip auch fast schon. Deshalb hat sich meine Vorfreude auf die nächste Saison nach den letzten Berichten eher geschmälert.
20.05.2026 - 15:44 Uhr
Zitat von TheDoctor128
Im Endeffekt wissen wir erst in ein Paar Monaten, ob man wirklich beim System bleibt oder etwas ändert, Wehalb es auch nur begrenzt Sinn macht, sich darüber aufzuregen. Trotzdem macht mir der Bericht ein wenig Sorgen, in welche Richtung sich die Überlegungen zu den Transfers bewegen, auch in Bezug auf Sancho und die Spielertypen, die man anscheinend sucht. Man scheint ja vor allem eher zentrumsfokussierte Spieler zu suchen, auch weil Brandt weg ist. Diese Berichte würden sich also auch tendenziell decken und auch Sky hat schon davon berichtet, dass man bei der Dreierkette bleiben will.
Darüber hinaus passt das auch ein wenig mit dem taktischen Verhalten von Kovac in dieser Saison zusammen, der selbst in extremen Situationen die Dreierkette nie aufgelöst hat und eigentlich immer Beier auf der Schiene als offensievste Option gesehen hat. Für mich hat die ganze Diskussion aber immer noch das Problem, dass sie in diesem Fall anscheinend nach 'Flügelspieler' wie in einem klassischen 4-2-3-1 und 'nicht Flügelspieler' gedacht wird anstatt in deutlich relevanteren Kategorien wie Breite und Tiefe. Wenn wir denken, dass wir das System nicht in einem Transferfenster ändern können weil wir keine 2-3 Flügelspieler verpflichtet bekommen und deshalb dann keine Flügelspieler verpflichten, weil wir sie nächste Saison in unserem System nicht brauchen, sind wir schnell in einem Ringschluss gefangen, bei dem wir nächste Saison kein bisschen näher an einer Viererkette sind als diese Saison. Diese Denkweise würde quasi komplett darauf angewiesen sein, dass Albert nächstes Jahr dann eine echte Option für 1000 Minuten oder mehr in der Bundesliga ist. Das lässt sich aber noch gar nicht vorhersagen, weil es immer noch berechtigte Zweifel gibt, ob er die Dynamik und Endgeschwindigkeit hat um seinen 1 gegen 1 fokussierten Spielstil auf den Profibereich und vor allem auf ein CL-Niveau zu übertragen. Über längere Distanzen hat er immer noch Probleme, sich von seinem Gegenspieler abszusetzen, weshalb er tendenziell Situationen braucht, in denen er den Ball schon in Strafraumnähe bekommt und nach wenigen Schritten sofort die Option auf einen Abschluss oder eine Hereingabe hat. Mohammadou ist auch erst vor zwei Monaten 15 geworden und andere Spieler haben noch größere Fragezeichen. Auf nichts davon kannst du eine ganze Saison verwetten. Sucht man dann stattdessen einen Spieler, der sowohl zentral als auch auf dem Flügel funktionieren kann? Wenn ja sollte Sancho eigentlich erst Recht die Priorität sein. Außerdem wäre ein solcher Spieler ja dann per Definition auch wieder kein wirklicher Breitengeber, weshalb wir im Prinzip damit kein bisschen nach vorne kommen würden.
Besonders sorgt mich in diesem Kontext Ryerson. Er hat in dieser Bundesliga Saison 15 Assists geliefert, weshalb ich vermute, dass man ihn offensiv als Teil der Lösung sieht obwohl er eigentlich die Nummer 1 Rolle im Kader hat, auf der man offensiv Raum nach oben haben sollte. Sein offensiver Output ist aus meiner Sicht weniger ein Ausdruck dessen, dass er in dieser Saison auf einmal ein hervorragender Breitengeber ist sondern hauptsächlich daraus, dass Kovac taktisch extrem forciert, dass unsere Offensive über Ryerson läuft bis zu einem Punkt, an dem er eigentlich unser prägender offensiver Kreativspieler ist und sein Impact aus dem Spieler noch deutlich größer sein müsste, damit wir in Sachen open-Play xG mit der Konkurrenz mithalten können, was wir in dieser Saison nicht konnten aber mit Standards und guter Defensive kompensiert haben. Dabei denke ich auch, dass Ryersons Erfolg zu einem nicht unwesentlichen Teil nicht daher kommt, dass sich seine Flankenqualität deutlich gesteigert hat, obwohl auch das dazu beiträgt, sondern aus unserer kollektiven Fähigkeit ihn in extrem freien und isolierten Situationen an den Ball zu bringen und die Box möglichst gut zu besetzen. Deshalb ist Ryerson vermutlich auch so stark bei Standards, da wir die Box dann mit drei IVs, plus Guirassy und Nmecha und Jobe stacken können, die alle Richtung 1.90 und gute Kopfballspieler sind. Wenn man sich außerdem mal beispielhaft die beiden Assists von Ryerson aus dem Spiel gegen Werder und Frankfurt anschaut sieht man, dass hier aus meiner Sicht relativ klar nicht die Qualität von Ryerson der entscheidende Faktor ist sondern die Qualität von Guirassy, der sowohl Koch als auch Friedl im 1 gegen 1 komplett in die Tasche steckt und den Abschluss setzt sowie die Qualität im Seitenwechsel von Schlotterbeck.
Das wiederum bringt mich auf einen weiteren taktisch relativ paradoxen Spieler: Guirassy. Guirassy wirkt diese Saison oft, als hätte er überhaupt keinen Bock mitzuspielen, er verlangsamt unser Spiel extrem was anderen Offensivspielern und der Attraktivität unseres Spiels schadet, er hat kaum Synergien mit anderen Offensivspielern im Kader und seine Arbeit gegen den Ball ist im Pressing fast schon als homöopathisch anzusehen, da sie nicht über den Placebo-Effekt hinaus geht. Silva ist ein hervorragender Spieler gegen den Ball, spielt direkter, harmoniert besser mit Beier, Brandt und Adeyemi, war an vielen unserer attraktiveren Spielzüge in dieser Saison beteiligt, gibt immer 100% aber kommt trotzdem nicht im Ansatz an Guirassy vorbei. Was Silva aber nicht hat ist Guirassys Fähigkeit, sich in der Box zu bewegen und Flanken zu verwerten. Da wir aber das Spiel so über Ryerson forcieren, ist das im Prinzip taktisch die einzige Fähigkeit, die Relevanz besitzt, obwohl sie das eigentlich nie sein sollte. Dadurch hat uns Kovac durch seine Taktik im Prinzip von einem mittelmäßigen Breitengeber und einem Stürmer, der nicht zum Rest der Mannschaft passt, komplett abhängig gemacht, weil das die einfachste und risikoloseste Art war, auf genug Tore zu kommen damit der defensive Fokus den Rest erledigt. Dafür gebührt Kovac Respekt, denn ich hätte nie im Leben geglaubt, dass man Ryerson zu dem dominanten Offensivspieler eines Vizemeisters pushen kann aber wo hier das Potenzial zur Weiterentwicklung sein soll sehe ich hier nicht so ganz. Eigentlich bräuchtest du für Ryersons Rolle einen offensiveren Spieler, der die isolierten Situationen, die man ihm gibt, verlässlicher auch im 1 gegen 1 auflösen kann. Dass verbietet sich unter Kovac aber schon inhärent, weil der wichtigste offensive Spieler in seinem System de-Fakto gegen den Ball ein AV sein muss, was für den BVB unmöglich in einem Spieler zu machen ist. Andernfalls könnte man versuchen, ein fluideres Offensivspiel mehr durch das Zentrum aufzuziehen mit Beier in einem abschlussfokussierteren Rolle anstatt ihn zum Vorbereiter für Guirassy oder zu off-Ball Läufen um andere Spieler frei zu machen zu degradieren. Dadurch, dass wir aber selbst in der Endphase, als es um nichts mehr ging, weder Couto noch Silva gesehen haben sorgt dafür, dass ich stark bezweifle, dass Kovac eine der beiden Optionen taktisch anstrebt oder umsetzen kann.
Auch Beier in der Rolle auf der Schiene sorgt da bei mir für wenig Zuversicht. Wenn man sich Beiers Spiele auf der Schiene mal anguckt sieht man, dass seine guten Momente trotzdem immer dann waren, wenn er aus einer offensiveren Position in die Tiefe ging und nicht aus der Breite kam. Das macht die Schiene aus meiner Sicht zur ineffizientesten Option, einen offensiven mehr auf den Platz zu bekommen, weil dieser offensive permanent unnötig lange Wege gehen muss um in die Räume zu kommen, in denen er wertvoll ist. Gleichzeitig weiß das auch der Gegner, und muss uns links trotzdem nicht in der Breite respektieren, was das Spiel dann im Zentrum enorm eng macht. Damit das trotzdem eine Chance hat zu funktionieren bräuchtest du beispielsweise einen weiteren Spieler, der hoch aufrückt, wie Schlotterbeck bei seinem Tor gegen Frankfurt. An dem Punkt hast du aber genau die defensive Denkweise wieder aufgegeben, die überhaupt der Auslöser für Dinge wie Beier und Ryerson auf der Schiene ist. Das sorgt dafür, dass dieses System aus meiner Sicht erstmal entweder ineffektiv sein wird, solange niemand aufrückt, oder ineffizient, sollte es jemand tun, weil du das gleiche oder ähnliches auch erreichen können solltest, ohne das ein Stürmer gleichzeitig ein Breitengeber, ein Stürmer und ein Außenverteidiger sein muss, was einfach langfristig unmöglich aufrechtzuerhalten ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Nach dem, was wir diese Saison gesehen haben, denke ich es sind massive Zweifel angebracht, ob wir mit dieser Denkweise und mit Dreierkette plus Kovac nächste Saison wirklich offensiveren oder attraktiveren Fußball sehen werden. Ich befürchte ehrlich gesagt, dass wir auch Cherki und Prime-DeBruyne verpflichten könnten und am Ende würde es wenig Unterschied machen, weil wir weiterhin lange Seitenwechsel auf Ryerson spielen und den dann Flanken lassen werden. Wenn du das Problem lösen willst, musst du es aus der Breitengeber-Rolle machen, ob das jetzt mit Flügelspielern oder mit Schienenspielern der Fall ist ist aus meiner Sicht sekundär. Nur scheinen wir uns das gar nicht erst zuzutrauen und die defensiven Anforderungen unter Kovac an die Schienenspieler verbieten es im Prinzip auch fast schon. Deshalb hat sich meine Vorfreude auf die nächste Saison nach den letzten Berichten eher geschmälert.
Im Endeffekt wissen wir erst in ein Paar Monaten, ob man wirklich beim System bleibt oder etwas ändert, Wehalb es auch nur begrenzt Sinn macht, sich darüber aufzuregen. Trotzdem macht mir der Bericht ein wenig Sorgen, in welche Richtung sich die Überlegungen zu den Transfers bewegen, auch in Bezug auf Sancho und die Spielertypen, die man anscheinend sucht. Man scheint ja vor allem eher zentrumsfokussierte Spieler zu suchen, auch weil Brandt weg ist. Diese Berichte würden sich also auch tendenziell decken und auch Sky hat schon davon berichtet, dass man bei der Dreierkette bleiben will.
Darüber hinaus passt das auch ein wenig mit dem taktischen Verhalten von Kovac in dieser Saison zusammen, der selbst in extremen Situationen die Dreierkette nie aufgelöst hat und eigentlich immer Beier auf der Schiene als offensievste Option gesehen hat. Für mich hat die ganze Diskussion aber immer noch das Problem, dass sie in diesem Fall anscheinend nach 'Flügelspieler' wie in einem klassischen 4-2-3-1 und 'nicht Flügelspieler' gedacht wird anstatt in deutlich relevanteren Kategorien wie Breite und Tiefe. Wenn wir denken, dass wir das System nicht in einem Transferfenster ändern können weil wir keine 2-3 Flügelspieler verpflichtet bekommen und deshalb dann keine Flügelspieler verpflichten, weil wir sie nächste Saison in unserem System nicht brauchen, sind wir schnell in einem Ringschluss gefangen, bei dem wir nächste Saison kein bisschen näher an einer Viererkette sind als diese Saison. Diese Denkweise würde quasi komplett darauf angewiesen sein, dass Albert nächstes Jahr dann eine echte Option für 1000 Minuten oder mehr in der Bundesliga ist. Das lässt sich aber noch gar nicht vorhersagen, weil es immer noch berechtigte Zweifel gibt, ob er die Dynamik und Endgeschwindigkeit hat um seinen 1 gegen 1 fokussierten Spielstil auf den Profibereich und vor allem auf ein CL-Niveau zu übertragen. Über längere Distanzen hat er immer noch Probleme, sich von seinem Gegenspieler abszusetzen, weshalb er tendenziell Situationen braucht, in denen er den Ball schon in Strafraumnähe bekommt und nach wenigen Schritten sofort die Option auf einen Abschluss oder eine Hereingabe hat. Mohammadou ist auch erst vor zwei Monaten 15 geworden und andere Spieler haben noch größere Fragezeichen. Auf nichts davon kannst du eine ganze Saison verwetten. Sucht man dann stattdessen einen Spieler, der sowohl zentral als auch auf dem Flügel funktionieren kann? Wenn ja sollte Sancho eigentlich erst Recht die Priorität sein. Außerdem wäre ein solcher Spieler ja dann per Definition auch wieder kein wirklicher Breitengeber, weshalb wir im Prinzip damit kein bisschen nach vorne kommen würden.
Besonders sorgt mich in diesem Kontext Ryerson. Er hat in dieser Bundesliga Saison 15 Assists geliefert, weshalb ich vermute, dass man ihn offensiv als Teil der Lösung sieht obwohl er eigentlich die Nummer 1 Rolle im Kader hat, auf der man offensiv Raum nach oben haben sollte. Sein offensiver Output ist aus meiner Sicht weniger ein Ausdruck dessen, dass er in dieser Saison auf einmal ein hervorragender Breitengeber ist sondern hauptsächlich daraus, dass Kovac taktisch extrem forciert, dass unsere Offensive über Ryerson läuft bis zu einem Punkt, an dem er eigentlich unser prägender offensiver Kreativspieler ist und sein Impact aus dem Spieler noch deutlich größer sein müsste, damit wir in Sachen open-Play xG mit der Konkurrenz mithalten können, was wir in dieser Saison nicht konnten aber mit Standards und guter Defensive kompensiert haben. Dabei denke ich auch, dass Ryersons Erfolg zu einem nicht unwesentlichen Teil nicht daher kommt, dass sich seine Flankenqualität deutlich gesteigert hat, obwohl auch das dazu beiträgt, sondern aus unserer kollektiven Fähigkeit ihn in extrem freien und isolierten Situationen an den Ball zu bringen und die Box möglichst gut zu besetzen. Deshalb ist Ryerson vermutlich auch so stark bei Standards, da wir die Box dann mit drei IVs, plus Guirassy und Nmecha und Jobe stacken können, die alle Richtung 1.90 und gute Kopfballspieler sind. Wenn man sich außerdem mal beispielhaft die beiden Assists von Ryerson aus dem Spiel gegen Werder und Frankfurt anschaut sieht man, dass hier aus meiner Sicht relativ klar nicht die Qualität von Ryerson der entscheidende Faktor ist sondern die Qualität von Guirassy, der sowohl Koch als auch Friedl im 1 gegen 1 komplett in die Tasche steckt und den Abschluss setzt sowie die Qualität im Seitenwechsel von Schlotterbeck.
Das wiederum bringt mich auf einen weiteren taktisch relativ paradoxen Spieler: Guirassy. Guirassy wirkt diese Saison oft, als hätte er überhaupt keinen Bock mitzuspielen, er verlangsamt unser Spiel extrem was anderen Offensivspielern und der Attraktivität unseres Spiels schadet, er hat kaum Synergien mit anderen Offensivspielern im Kader und seine Arbeit gegen den Ball ist im Pressing fast schon als homöopathisch anzusehen, da sie nicht über den Placebo-Effekt hinaus geht. Silva ist ein hervorragender Spieler gegen den Ball, spielt direkter, harmoniert besser mit Beier, Brandt und Adeyemi, war an vielen unserer attraktiveren Spielzüge in dieser Saison beteiligt, gibt immer 100% aber kommt trotzdem nicht im Ansatz an Guirassy vorbei. Was Silva aber nicht hat ist Guirassys Fähigkeit, sich in der Box zu bewegen und Flanken zu verwerten. Da wir aber das Spiel so über Ryerson forcieren, ist das im Prinzip taktisch die einzige Fähigkeit, die Relevanz besitzt, obwohl sie das eigentlich nie sein sollte. Dadurch hat uns Kovac durch seine Taktik im Prinzip von einem mittelmäßigen Breitengeber und einem Stürmer, der nicht zum Rest der Mannschaft passt, komplett abhängig gemacht, weil das die einfachste und risikoloseste Art war, auf genug Tore zu kommen damit der defensive Fokus den Rest erledigt. Dafür gebührt Kovac Respekt, denn ich hätte nie im Leben geglaubt, dass man Ryerson zu dem dominanten Offensivspieler eines Vizemeisters pushen kann aber wo hier das Potenzial zur Weiterentwicklung sein soll sehe ich hier nicht so ganz. Eigentlich bräuchtest du für Ryersons Rolle einen offensiveren Spieler, der die isolierten Situationen, die man ihm gibt, verlässlicher auch im 1 gegen 1 auflösen kann. Dass verbietet sich unter Kovac aber schon inhärent, weil der wichtigste offensive Spieler in seinem System de-Fakto gegen den Ball ein AV sein muss, was für den BVB unmöglich in einem Spieler zu machen ist. Andernfalls könnte man versuchen, ein fluideres Offensivspiel mehr durch das Zentrum aufzuziehen mit Beier in einem abschlussfokussierteren Rolle anstatt ihn zum Vorbereiter für Guirassy oder zu off-Ball Läufen um andere Spieler frei zu machen zu degradieren. Dadurch, dass wir aber selbst in der Endphase, als es um nichts mehr ging, weder Couto noch Silva gesehen haben sorgt dafür, dass ich stark bezweifle, dass Kovac eine der beiden Optionen taktisch anstrebt oder umsetzen kann.
Auch Beier in der Rolle auf der Schiene sorgt da bei mir für wenig Zuversicht. Wenn man sich Beiers Spiele auf der Schiene mal anguckt sieht man, dass seine guten Momente trotzdem immer dann waren, wenn er aus einer offensiveren Position in die Tiefe ging und nicht aus der Breite kam. Das macht die Schiene aus meiner Sicht zur ineffizientesten Option, einen offensiven mehr auf den Platz zu bekommen, weil dieser offensive permanent unnötig lange Wege gehen muss um in die Räume zu kommen, in denen er wertvoll ist. Gleichzeitig weiß das auch der Gegner, und muss uns links trotzdem nicht in der Breite respektieren, was das Spiel dann im Zentrum enorm eng macht. Damit das trotzdem eine Chance hat zu funktionieren bräuchtest du beispielsweise einen weiteren Spieler, der hoch aufrückt, wie Schlotterbeck bei seinem Tor gegen Frankfurt. An dem Punkt hast du aber genau die defensive Denkweise wieder aufgegeben, die überhaupt der Auslöser für Dinge wie Beier und Ryerson auf der Schiene ist. Das sorgt dafür, dass dieses System aus meiner Sicht erstmal entweder ineffektiv sein wird, solange niemand aufrückt, oder ineffizient, sollte es jemand tun, weil du das gleiche oder ähnliches auch erreichen können solltest, ohne das ein Stürmer gleichzeitig ein Breitengeber, ein Stürmer und ein Außenverteidiger sein muss, was einfach langfristig unmöglich aufrechtzuerhalten ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Nach dem, was wir diese Saison gesehen haben, denke ich es sind massive Zweifel angebracht, ob wir mit dieser Denkweise und mit Dreierkette plus Kovac nächste Saison wirklich offensiveren oder attraktiveren Fußball sehen werden. Ich befürchte ehrlich gesagt, dass wir auch Cherki und Prime-DeBruyne verpflichten könnten und am Ende würde es wenig Unterschied machen, weil wir weiterhin lange Seitenwechsel auf Ryerson spielen und den dann Flanken lassen werden. Wenn du das Problem lösen willst, musst du es aus der Breitengeber-Rolle machen, ob das jetzt mit Flügelspielern oder mit Schienenspielern der Fall ist ist aus meiner Sicht sekundär. Nur scheinen wir uns das gar nicht erst zuzutrauen und die defensiven Anforderungen unter Kovac an die Schienenspieler verbieten es im Prinzip auch fast schon. Deshalb hat sich meine Vorfreude auf die nächste Saison nach den letzten Berichten eher geschmälert.
Bin komplett bei dir. Die Sicht unserer Verantwortlichen auf Ryerson und Svensson ist eine Katastrophe mit Ansage und diese 15 Assists kann man sich im Zuge einer Argumentation sparen. Er flankt im Laufe der Saison 200 mal in diesen Strafraum und glücklicherweise stand da oft ein kopfballstarker Stürmer der 15 mal genetzt hat. Den beiden fehlt jegliche Grundlage für die Breitengeber-Position und ein Verbleib auf der Dreierkette mit dieser Schiene (inkl Beier) wird nicht funktionieren, bzw. den gleichen Fußball bescheren- Punkt. Aber war fast klar, dass man Book schnell einnordet und ihm die Dreierkette aufzwingt. Was waren das für schöne Zeiten mit guten OAs. Will man international besser abschneiden, müssen Ryerson und Svensson ersetzt werden. Ich sehe beide deutlich besser aufgehoben in der Viererkette. Allein Prates macht Hoffnung, da er nicht wie Svensson jeden Ball zu Kobel zurückspielt- und nein: er ist definitiv kein LIV.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tschimbo2609 am 20.05.2026 um 15:46 Uhr bearbeitet
05.06.2026 - 12:43 Uhr
Ricken im Interview mit Ruhrnachrichten:
Es werde definitiv keine 4er-Kette geben, man wird weitermachen wie letzte Saison.
Für einen Wechsel bräuchte man mindestens 5 neue Spieler, was finanziell nicht machbar sei.
Es werde definitiv keine 4er-Kette geben, man wird weitermachen wie letzte Saison.
Für einen Wechsel bräuchte man mindestens 5 neue Spieler, was finanziell nicht machbar sei.
05.06.2026 - 13:55 Uhr
Zitat von Killertut
Ricken im Interview mit Ruhrnachrichten:
Es werde definitiv keine 4er-Kette geben, man wird weitermachen wie letzte Saison.
Für einen Wechsel bräuchte man mindestens 5 neue Spieler, was finanziell nicht machbar sei.
Ricken im Interview mit Ruhrnachrichten:
Es werde definitiv keine 4er-Kette geben, man wird weitermachen wie letzte Saison.
Für einen Wechsel bräuchte man mindestens 5 neue Spieler, was finanziell nicht machbar sei.
Der Witz daran ist und bleibt, dass man für eine wirklich funktionale 3er Kette mehr neue Spieler brauchen würde, teilweise sogar dieselben. Umso mehr, wenn man auch die Tiefe bedenkt und berücksichtigt, was man sogar schon gemacht hat, während man potenzielle Abgänge im Stamm ignoriert, die aber für jedes System immer Optimierungspotenziale schaffen:
Bedarf gesamt | 4er Kette | 3er Kette |
TW | 0 | 0
IV | 0 | 1
RV | 1 | 0
LV | 0 | 0
RSS | 0 | 2
LSS | 0 | 1
DM | 1 | 1
ZM | 0 | 0
OM | 1 | 0
OA | 2 | 2
MS | 0 | 0
Ergibt für mich sogar 7 Transfers, will man den Kader ernsthaft auf eine 3er Kette ausrichten, die offensiv und defensiv dauerhaft gut funktionieren kann. Davon sind DM und OA in meinen Augen vollständig systemunabhängig - zumindest sollte das so sein. Meines Erachtens biegt man sich hier also etwas zurecht, was man auch daran erkennen kann, dass nach 8-10ern für die OA gefahndet wird, obwohl man kein 3er Zentrum plant, in dem die allermeisten dieser Spieler wesentlich sinnvoller aufgestellt wären. Also dasselbe, wie bei unseren OA und AV, die auf die Schiene müssen.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.

