BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
05.02.2026 - 15:19 Uhr
Gegen Heidenheim gefiel mir gar nicht, wie wir vor allem Eren Dinkci im Rückraum verteidigt haben.
Es mag bei mir auch der Konfirmations-Bias sein, aber er hat unsere Defizite im defensiven Umschalten aufgezeigt.
Bei seiner Großchance in der ersten Halbzeit profitiert er von einem Abpraller aus der Abwehrkette, doch Nmecha bleibt in dieser Situation zu passiv und ermöglicht ihm den Abschluss.
Nach der Halbzeit hat er den entscheidenden Kontakt vor Niehueses Tor.
Nmecha entschleunigt zuvor im Rückwärtsgang und nimmt Dinkcis Vorstoß nicht konsequent auf.
Das ermöglicht die Ablage auf Niehues, den Brandt gewähren lässt.
Solche dynamischen Situationen sind sicherlich nicht sehr vorhersehbar zu verteidigen und vielleicht gebe ich Nmecha und Brandt zu viel Schuld am 2. Gegentor.
Doch bessere Gegner werden ähnliche Spielzüge gegen uns machen, also sollten wir diesen wichtigen Raum zentral vor der Abwehr aufmerksamer schützen.
Es mag bei mir auch der Konfirmations-Bias sein, aber er hat unsere Defizite im defensiven Umschalten aufgezeigt.
Bei seiner Großchance in der ersten Halbzeit profitiert er von einem Abpraller aus der Abwehrkette, doch Nmecha bleibt in dieser Situation zu passiv und ermöglicht ihm den Abschluss.
Nach der Halbzeit hat er den entscheidenden Kontakt vor Niehueses Tor.
Nmecha entschleunigt zuvor im Rückwärtsgang und nimmt Dinkcis Vorstoß nicht konsequent auf.
Das ermöglicht die Ablage auf Niehues, den Brandt gewähren lässt.
Solche dynamischen Situationen sind sicherlich nicht sehr vorhersehbar zu verteidigen und vielleicht gebe ich Nmecha und Brandt zu viel Schuld am 2. Gegentor.
Doch bessere Gegner werden ähnliche Spielzüge gegen uns machen, also sollten wir diesen wichtigen Raum zentral vor der Abwehr aufmerksamer schützen.
12.02.2026 - 12:59 Uhr
Zitat von Circial
Ne, das warst nicht du. Ich finde ja auch das man für beides Argumentieren kann da habe ich nichts dagegen. Was mich aber stört ist das Menschen so tun als wäre der Substanzverlust etwas offenkundiges welches nicht mit Argumenten untermauert werden muss aber dann, wenn man es zu ende denkt, den BVB genau so wie den Rest der Liga schwächt und die gute Punkteausbeute eben nicht entwertet.
Naja ich persönlich finde das es erstmal deutlich einfacher ist einer Mannschaft das Pressing einzutrainieren als einer Mannschaft beizubringen wie man durch das Pressing spielt. Ersteres kann jedenfalls jeder Profimannschaft antrainiert werden. Entsprechendes Passspiel ist da schon deutlich schwerer anzutrainieren zumal man wesentlich schneller an das Limit seiner Spieler kommt.
Aber was du grundsätzlich schreibst ist richtig. Wirklich gut können es nur die Bayern (und in abstrichen Leverkusen) obwohl da der Schein da auch etwas trügt, weil viele Mannschaften gegen sie nicht mit dem selben Risiko ins Pressing gehen. Ist beim BVB ja ähnlich (bzw. was BVBBC schreibt) das viele Mannschaften erst 1:0 hinten liegen müssen um das Risiko zu erhöhen. Dabei ist es die Erhöhung des Risikos was, wenn es gut umgesetzt wird, die Defensive schließlich stark macht.
Da ist die Lösung dann das Verpflichten (oder Ausbilden) von Spielern mit entsprechenden Fähigkeiten aber das Kaufen ist ja wesentlich schwerer geworden, weil der Generation Sabitzer (generelle Rangnick Schule) die benötigten Fähigkeiten in der Regel fehlen und weil junge Spieler einfach extrem teuer geworden sind. Und beim generellen Ausbilden hat man als Bundesliga/DFB halt generell keinen guten Job gemacht.
Zitat von djhaax
Ich will den BVB gar nicht bashen. Das mag manchmal so klingen, weil ich mich aktuell auch schlecht unterhalten fühle, wenn mir ein Spiel angucke. Ich meine konkret die ganze Liga. Ich sehe sogar den FC Bayern eine Stufe in der Nahrungskette nach unten rutschen. Wirtz und Woltemade waren schmerzhafte Niederlagen und bald muss Kane ersetzt werden.
Zitat von Circial
Edit: Generell ist das ein schweres Thema nur störe ich
mich an der relativ Plumpen Taktik dessen Ziel BVB-Bashing ist, weil deine Erklärung hinsichtlich Subsantzverlust ja zeigt das alle Vereine die nicht der FC Bayern sind hier relativ ähnliche Probleme haben. Es sind ja dann nicht nur die Bremens die keine guten Spieler kaufen können sondern auch die Dortmunds oder Leverkusens die für 30 Millionen halt auch nur mittelmäßige Spieler im U23 Segment bekommen.
Edit: Generell ist das ein schweres Thema nur störe ich
mich an der relativ Plumpen Taktik dessen Ziel BVB-Bashing ist, weil deine Erklärung hinsichtlich Subsantzverlust ja zeigt das alle Vereine die nicht der FC Bayern sind hier relativ ähnliche Probleme haben. Es sind ja dann nicht nur die Bremens die keine guten Spieler kaufen können sondern auch die Dortmunds oder Leverkusens die für 30 Millionen halt auch nur mittelmäßige Spieler im U23 Segment bekommen.
Ich will den BVB gar nicht bashen. Das mag manchmal so klingen, weil ich mich aktuell auch schlecht unterhalten fühle, wenn mir ein Spiel angucke. Ich meine konkret die ganze Liga. Ich sehe sogar den FC Bayern eine Stufe in der Nahrungskette nach unten rutschen. Wirtz und Woltemade waren schmerzhafte Niederlagen und bald muss Kane ersetzt werden.
Ne, das warst nicht du. Ich finde ja auch das man für beides Argumentieren kann da habe ich nichts dagegen. Was mich aber stört ist das Menschen so tun als wäre der Substanzverlust etwas offenkundiges welches nicht mit Argumenten untermauert werden muss aber dann, wenn man es zu ende denkt, den BVB genau so wie den Rest der Liga schwächt und die gute Punkteausbeute eben nicht entwertet.
Aber warum funktioniert es denn so gut, das Pressing in Verbindung mit dem Spiegeln des gegnerischen Systems?
In meinen Augen funktioniert es, weil den Mannschaften vollkommen die Präzision im Passspiel fehlt. Es fehlt an der Dynamik und Beweglichkeit, sich vernünftig freizulaufen, in Räume zu begeben, wo man dann präzise Pässe auch verwerten kann. Es fehlt zudem an den entsprechenden Ideen und der Spielintelligenz. Und das meine ich nicht auf den BVB alleine bezogen, das gilt für die komplette Liga mit Ausnahme der Bayern. Auch die aktuell hippen Erfolgsmannschaften kochen nur mit Wasser.
In meinen Augen funktioniert es, weil den Mannschaften vollkommen die Präzision im Passspiel fehlt. Es fehlt an der Dynamik und Beweglichkeit, sich vernünftig freizulaufen, in Räume zu begeben, wo man dann präzise Pässe auch verwerten kann. Es fehlt zudem an den entsprechenden Ideen und der Spielintelligenz. Und das meine ich nicht auf den BVB alleine bezogen, das gilt für die komplette Liga mit Ausnahme der Bayern. Auch die aktuell hippen Erfolgsmannschaften kochen nur mit Wasser.
Naja ich persönlich finde das es erstmal deutlich einfacher ist einer Mannschaft das Pressing einzutrainieren als einer Mannschaft beizubringen wie man durch das Pressing spielt. Ersteres kann jedenfalls jeder Profimannschaft antrainiert werden. Entsprechendes Passspiel ist da schon deutlich schwerer anzutrainieren zumal man wesentlich schneller an das Limit seiner Spieler kommt.
Aber was du grundsätzlich schreibst ist richtig. Wirklich gut können es nur die Bayern (und in abstrichen Leverkusen) obwohl da der Schein da auch etwas trügt, weil viele Mannschaften gegen sie nicht mit dem selben Risiko ins Pressing gehen. Ist beim BVB ja ähnlich (bzw. was BVBBC schreibt) das viele Mannschaften erst 1:0 hinten liegen müssen um das Risiko zu erhöhen. Dabei ist es die Erhöhung des Risikos was, wenn es gut umgesetzt wird, die Defensive schließlich stark macht.
Da ist die Lösung dann das Verpflichten (oder Ausbilden) von Spielern mit entsprechenden Fähigkeiten aber das Kaufen ist ja wesentlich schwerer geworden, weil der Generation Sabitzer (generelle Rangnick Schule) die benötigten Fähigkeiten in der Regel fehlen und weil junge Spieler einfach extrem teuer geworden sind. Und beim generellen Ausbilden hat man als Bundesliga/DFB halt generell keinen guten Job gemacht.
Ich ziehe es mal hier rein.
Also gibt es quasi in den taktischen Überlegung einen Allrounder, wo man sagt: Die Jungs können es nicht besser, also nehmen wir das Einfachste, was in den Kopf kommt: Pressen und Draufgehen mit Risiko.
Meiner Wahrnehmung nach, haben das unsere Gegner lange Zeit entweder genau so ab Minute 1 versucht, oder aber sich hinten reingestellt und auf Umschaltmomente zu lauern, die beim ausbaufähigen Passpiel und den teils einfachen Ballverlusten unserer Spieler auch regelmäßig kamen.
Ein Faktor der Kovac Erfolges ist in meinen Augen das Reduzieren dieser Umschaltmomente für den Gegner. Daher auch der Stammplatzverlust für Gittens, weil dieser nämlich nicht nur von seiner Position her im neuen System nicht gut repräsentiert gewesen ist, sondern auch oft Bälle verloren hat.
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Jugenspieler entsprechend zu selektieren und auszubilden dauert Jahre und ansonsten kann man nur warten, bis (wenn überhaupt) in der Premier League und bei den Saudis die Blase platzt.
Also mittelfristig erstmal weiter wie bisher, Risikominierung und maximal Punkteausbeute und langristig hoffen, dass sich das neue Jugendkonzept unter Broich auszahlt.
12.02.2026 - 18:34 Uhr
Zitat von djhaax
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Das ist eine gute Frage, vor allem in den Kontext:
1a. Verschiebt sich nur die Balance oder wird man einfach nur (linear) besser?
1b. Bekommen wir tatsächlich dann mehr Offensivpower, oder doch nur ein weiteres Dortmunder U?
1c. Wie wirkt sich das, auf die Restverteidigung aus?
1d. Wie anpassungsfähig und widerstandsfähig ist diese Spielweise? (CL vs. Liga vs. Pokal)
2a. Wie massiv wäre der Umbau am Kader?
2b. Wieviel Transferphase werden dafür benötigt?
2c. Wie verfügbar sind die benötigten Spielertypen?
2d. Was ist in der Übergangszeit, bis der Endgültige Kader steht?
3. Welche Trainer sind überhaupt greifbar, die so etwas schonmal auf diesem Niveau erfolgreich implementieren konnten? (Ich denke unter Kovac ist das aussichtslos).
4a. Wie sichert man hohen Gegnerdruck und Ballverluste ab?
4b. Was macht man, damit es nicht langsam und berechenbar wird?
4c. Was macht man gegen das "Busparken" der Gegner?
5. Warum spielen so wenig Teams, erfolgreich diesen Fußball?
Ich selbst bin ein Verfechter solcher Spielweisen, weil mir Gegnerkontrolle mit Ball und die Spieldominanz einfach besser gefällt und ich glaube auch langfristig zu mehr Erfolgen führen kann. Allerdings erachte ich eine Implementierung als nur bedingt umsetzbar. Bzw. mit vielen Rückschritten und Problemen verbunden. Die Geduld dafür sehe ich nicht im Umfeld des BVB.
12.02.2026 - 19:34 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Das ist eine gute Frage, vor allem in den Kontext:
1a. Verschiebt sich nur die Balance oder wird man einfach nur (linear) besser?
1b. Bekommen wir tatsächlich dann mehr Offensivpower, oder doch nur ein weiteres Dortmunder U?
1c. Wie wirkt sich das, auf die Restverteidigung aus?
1d. Wie anpassungsfähig und widerstandsfähig ist diese Spielweise? (CL vs. Liga vs. Pokal)
2a. Wie massiv wäre der Umbau am Kader?
2b. Wieviel Transferphase werden dafür benötigt?
2c. Wie verfügbar sind die benötigten Spielertypen?
2d. Was ist in der Übergangszeit, bis der Endgültige Kader steht?
3. Welche Trainer sind überhaupt greifbar, die so etwas schonmal auf diesem Niveau erfolgreich implementieren konnten? (Ich denke unter Kovac ist das aussichtslos).
4a. Wie sichert man hohen Gegnerdruck und Ballverluste ab?
4b. Was macht man, damit es nicht langsam und berechenbar wird?
4c. Was macht man gegen das "Busparken" der Gegner?
5. Warum spielen so wenig Teams, erfolgreich diesen Fußball?
Ich selbst bin ein Verfechter solcher Spielweisen, weil mir Gegnerkontrolle mit Ball und die Spieldominanz einfach besser gefällt und ich glaube auch langfristig zu mehr Erfolgen führen kann. Allerdings erachte ich eine Implementierung als nur bedingt umsetzbar. Bzw. mit vielen Rückschritten und Problemen verbunden. Die Geduld dafür sehe ich nicht im Umfeld des BVB.
Zitat von djhaax
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Das ist eine gute Frage, vor allem in den Kontext:
1a. Verschiebt sich nur die Balance oder wird man einfach nur (linear) besser?
1b. Bekommen wir tatsächlich dann mehr Offensivpower, oder doch nur ein weiteres Dortmunder U?
1c. Wie wirkt sich das, auf die Restverteidigung aus?
1d. Wie anpassungsfähig und widerstandsfähig ist diese Spielweise? (CL vs. Liga vs. Pokal)
2a. Wie massiv wäre der Umbau am Kader?
2b. Wieviel Transferphase werden dafür benötigt?
2c. Wie verfügbar sind die benötigten Spielertypen?
2d. Was ist in der Übergangszeit, bis der Endgültige Kader steht?
3. Welche Trainer sind überhaupt greifbar, die so etwas schonmal auf diesem Niveau erfolgreich implementieren konnten? (Ich denke unter Kovac ist das aussichtslos).
4a. Wie sichert man hohen Gegnerdruck und Ballverluste ab?
4b. Was macht man, damit es nicht langsam und berechenbar wird?
4c. Was macht man gegen das "Busparken" der Gegner?
5. Warum spielen so wenig Teams, erfolgreich diesen Fußball?
Ich selbst bin ein Verfechter solcher Spielweisen, weil mir Gegnerkontrolle mit Ball und die Spieldominanz einfach besser gefällt und ich glaube auch langfristig zu mehr Erfolgen führen kann. Allerdings erachte ich eine Implementierung als nur bedingt umsetzbar. Bzw. mit vielen Rückschritten und Problemen verbunden. Die Geduld dafür sehe ich nicht im Umfeld des BVB.
Ein wichtiger Punkt, den ihr nicht bedenkt: der Erfolg fusst ja dennoch stark auf individueller Qualität, wenn man den xG dermaßen outperformed. Wenn also Spieler rausgekauft werden, wird man diese ersetzen müssen. Spätestens dann muss entweder das System mehr in der Offensive übernehmen oder es muss die Entwicklung individueller Qualität stärker gefördert werden. Sobald eines dieser beiden Szenarien nicht passiert, geht das dauerhaft auf Kosten der individuellen Qualität. Zumal der Pullfaktor für Transfers bei Qualitätsspielern eben nur der Erfolg wäre und nicht das System. Dabei sollte man aber nicht unterschätzen, wie unzufrieden sich so mancher ambitionierte Spieler schon früher zeigte, wenn der Fussball zwar ergebnistechnisch positiv war, aber wenig attraktiv und daher auch mit wenig Chancen, um sich individuell zu profilieren. Das ist eben besser möglich, wenn man auch Risiken eingehen darf als Spieler. Ich halte es daher allein schon deswegen für alternativlos, dass man wieder besser Fussball spielen möchte. Denn wir haben in den letzten Jahren schon genug Qualität verloren und nicht ersetzen können, was sich gerade nur beschleunigt. Denn trotz der Ergebnisse und der Bedeutung der individuellen Qualität dafür behauptet glaube ich niemand, dass die aktuelle Mannschaft der beste BVB dieses Jahrzehnts ist.
12.02.2026 - 20:49 Uhr
Zitat von BVBBC
Ein wichtiger Punkt, den ihr nicht bedenkt: der Erfolg fusst ja dennoch stark auf individueller Qualität, wenn man den xG dermaßen outperformed. Wenn also Spieler rausgekauft werden, wird man diese ersetzen müssen. Spätestens dann muss entweder das System mehr in der Offensive übernehmen oder es muss die Entwicklung individueller Qualität stärker gefördert werden. Sobald eines dieser beiden Szenarien nicht passiert, geht das dauerhaft auf Kosten der individuellen Qualität. Zumal der Pullfaktor für Transfers bei Qualitätsspielern eben nur der Erfolg wäre und nicht das System. Dabei sollte man aber nicht unterschätzen, wie unzufrieden sich so mancher ambitionierte Spieler schon früher zeigte, wenn der Fussball zwar ergebnistechnisch positiv war, aber wenig attraktiv und daher auch mit wenig Chancen, um sich individuell zu profilieren. Das ist eben besser möglich, wenn man auch Risiken eingehen darf als Spieler. Ich halte es daher allein schon deswegen für alternativlos, dass man wieder besser Fussball spielen möchte. Denn wir haben in den letzten Jahren schon genug Qualität verloren und nicht ersetzen können, was sich gerade nur beschleunigt. Denn trotz der Ergebnisse und der Bedeutung der individuellen Qualität dafür behauptet glaube ich niemand, dass die aktuelle Mannschaft der beste BVB dieses Jahrzehnts ist.
Zitat von TheKillingJoke
Das ist eine gute Frage, vor allem in den Kontext:
1a. Verschiebt sich nur die Balance oder wird man einfach nur (linear) besser?
1b. Bekommen wir tatsächlich dann mehr Offensivpower, oder doch nur ein weiteres Dortmunder U?
1c. Wie wirkt sich das, auf die Restverteidigung aus?
1d. Wie anpassungsfähig und widerstandsfähig ist diese Spielweise? (CL vs. Liga vs. Pokal)
2a. Wie massiv wäre der Umbau am Kader?
2b. Wieviel Transferphase werden dafür benötigt?
2c. Wie verfügbar sind die benötigten Spielertypen?
2d. Was ist in der Übergangszeit, bis der Endgültige Kader steht?
3. Welche Trainer sind überhaupt greifbar, die so etwas schonmal auf diesem Niveau erfolgreich implementieren konnten? (Ich denke unter Kovac ist das aussichtslos).
4a. Wie sichert man hohen Gegnerdruck und Ballverluste ab?
4b. Was macht man, damit es nicht langsam und berechenbar wird?
4c. Was macht man gegen das "Busparken" der Gegner?
5. Warum spielen so wenig Teams, erfolgreich diesen Fußball?
Ich selbst bin ein Verfechter solcher Spielweisen, weil mir Gegnerkontrolle mit Ball und die Spieldominanz einfach besser gefällt und ich glaube auch langfristig zu mehr Erfolgen führen kann. Allerdings erachte ich eine Implementierung als nur bedingt umsetzbar. Bzw. mit vielen Rückschritten und Problemen verbunden. Die Geduld dafür sehe ich nicht im Umfeld des BVB.
Zitat von djhaax
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Das ist eine gute Frage, vor allem in den Kontext:
1a. Verschiebt sich nur die Balance oder wird man einfach nur (linear) besser?
1b. Bekommen wir tatsächlich dann mehr Offensivpower, oder doch nur ein weiteres Dortmunder U?
1c. Wie wirkt sich das, auf die Restverteidigung aus?
1d. Wie anpassungsfähig und widerstandsfähig ist diese Spielweise? (CL vs. Liga vs. Pokal)
2a. Wie massiv wäre der Umbau am Kader?
2b. Wieviel Transferphase werden dafür benötigt?
2c. Wie verfügbar sind die benötigten Spielertypen?
2d. Was ist in der Übergangszeit, bis der Endgültige Kader steht?
3. Welche Trainer sind überhaupt greifbar, die so etwas schonmal auf diesem Niveau erfolgreich implementieren konnten? (Ich denke unter Kovac ist das aussichtslos).
4a. Wie sichert man hohen Gegnerdruck und Ballverluste ab?
4b. Was macht man, damit es nicht langsam und berechenbar wird?
4c. Was macht man gegen das "Busparken" der Gegner?
5. Warum spielen so wenig Teams, erfolgreich diesen Fußball?
Ich selbst bin ein Verfechter solcher Spielweisen, weil mir Gegnerkontrolle mit Ball und die Spieldominanz einfach besser gefällt und ich glaube auch langfristig zu mehr Erfolgen führen kann. Allerdings erachte ich eine Implementierung als nur bedingt umsetzbar. Bzw. mit vielen Rückschritten und Problemen verbunden. Die Geduld dafür sehe ich nicht im Umfeld des BVB.
Ein wichtiger Punkt, den ihr nicht bedenkt: der Erfolg fusst ja dennoch stark auf individueller Qualität, wenn man den xG dermaßen outperformed. Wenn also Spieler rausgekauft werden, wird man diese ersetzen müssen. Spätestens dann muss entweder das System mehr in der Offensive übernehmen oder es muss die Entwicklung individueller Qualität stärker gefördert werden. Sobald eines dieser beiden Szenarien nicht passiert, geht das dauerhaft auf Kosten der individuellen Qualität. Zumal der Pullfaktor für Transfers bei Qualitätsspielern eben nur der Erfolg wäre und nicht das System. Dabei sollte man aber nicht unterschätzen, wie unzufrieden sich so mancher ambitionierte Spieler schon früher zeigte, wenn der Fussball zwar ergebnistechnisch positiv war, aber wenig attraktiv und daher auch mit wenig Chancen, um sich individuell zu profilieren. Das ist eben besser möglich, wenn man auch Risiken eingehen darf als Spieler. Ich halte es daher allein schon deswegen für alternativlos, dass man wieder besser Fussball spielen möchte. Denn wir haben in den letzten Jahren schon genug Qualität verloren und nicht ersetzen können, was sich gerade nur beschleunigt. Denn trotz der Ergebnisse und der Bedeutung der individuellen Qualität dafür behauptet glaube ich niemand, dass die aktuelle Mannschaft der beste BVB dieses Jahrzehnts ist.
Das macht ja dann Sinn, dass man die spielerischen Elemente per destruktiver Spielweise aus der Gleichung herausnimmt und stattdessen darauf setzt, dass die individuelle Qualität sich dann unter dem Strich durchsetzt.
Der attraktivere Fußball benötigt dann eine noch höhere individuelle Qualität, um das dann anspruchsvollere Spiel auch in Siege umzumünzen.
Der Gedanke, dass man dadurch natürlich nicht nur für die Fans wenig attraktiv ist, sondern auch für talentierte Offensivspieler, die sich eher spektakulär inszenieren wollen, um ihren Marktwert im Fußball und auf TikTok zu steigern, macht auch Sorgen. Da bringt das nüchterne Dortmunder U natürlich wenig Material für spektakuläre Zusammenschnitte und YouTube Skills Videos. Daher bleiben die der ohnehin weniger hippen Stadt Dortmund natürlich eher fern.
Ein Teufelskreis
12.02.2026 - 21:39 Uhr
Zitat von BVBBC
Ein wichtiger Punkt, den ihr nicht bedenkt: der Erfolg fusst ja dennoch stark auf individueller Qualität, wenn man den xG dermaßen outperformed. Wenn also Spieler rausgekauft werden, wird man diese ersetzen müssen. Spätestens dann muss entweder das System mehr in der Offensive übernehmen oder es muss die Entwicklung individueller Qualität stärker gefördert werden. Sobald eines dieser beiden Szenarien nicht passiert, geht das dauerhaft auf Kosten der individuellen Qualität. Zumal der Pullfaktor für Transfers bei Qualitätsspielern eben nur der Erfolg wäre und nicht das System. Dabei sollte man aber nicht unterschätzen, wie unzufrieden sich so mancher ambitionierte Spieler schon früher zeigte, wenn der Fussball zwar ergebnistechnisch positiv war, aber wenig attraktiv und daher auch mit wenig Chancen, um sich individuell zu profilieren. Das ist eben besser möglich, wenn man auch Risiken eingehen darf als Spieler. Ich halte es daher allein schon deswegen für alternativlos, dass man wieder besser Fussball spielen möchte. Denn wir haben in den letzten Jahren schon genug Qualität verloren und nicht ersetzen können, was sich gerade nur beschleunigt. Denn trotz der Ergebnisse und der Bedeutung der individuellen Qualität dafür behauptet glaube ich niemand, dass die aktuelle Mannschaft der beste BVB dieses Jahrzehnts ist.
Ein wichtiger Punkt, den ihr nicht bedenkt: der Erfolg fusst ja dennoch stark auf individueller Qualität, wenn man den xG dermaßen outperformed. Wenn also Spieler rausgekauft werden, wird man diese ersetzen müssen. Spätestens dann muss entweder das System mehr in der Offensive übernehmen oder es muss die Entwicklung individueller Qualität stärker gefördert werden. Sobald eines dieser beiden Szenarien nicht passiert, geht das dauerhaft auf Kosten der individuellen Qualität. Zumal der Pullfaktor für Transfers bei Qualitätsspielern eben nur der Erfolg wäre und nicht das System. Dabei sollte man aber nicht unterschätzen, wie unzufrieden sich so mancher ambitionierte Spieler schon früher zeigte, wenn der Fussball zwar ergebnistechnisch positiv war, aber wenig attraktiv und daher auch mit wenig Chancen, um sich individuell zu profilieren. Das ist eben besser möglich, wenn man auch Risiken eingehen darf als Spieler. Ich halte es daher allein schon deswegen für alternativlos, dass man wieder besser Fussball spielen möchte. Denn wir haben in den letzten Jahren schon genug Qualität verloren und nicht ersetzen können, was sich gerade nur beschleunigt. Denn trotz der Ergebnisse und der Bedeutung der individuellen Qualität dafür behauptet glaube ich niemand, dass die aktuelle Mannschaft der beste BVB dieses Jahrzehnts ist.
Beim Schreiben meines Beitrags hatte ich diesen Gedanken, habe mich letztlich jedoch entschieden, ihn zu verwerfen. Warum? Weil ich den Eindruck habe, dass es sich neutralisiert:
Individuelle Qualität (systemisch eher destruktiv) versus spezielle Fähigkeiten (systemisch dominierend) bedeutet nicht dasselbe. Allerdings dürfte es in beiden Systemen bei Abgängen schwierig sein, adäquaten Ersatz zu finden. Es sind lediglich unterschiedliche Parameter, die auf diesem Niveau teuer finanziert oder aufwendig entwickelt werden müssen.
Ich erinnere mich zudem an die unzufriedenen Spieler unter Tuchel (2. Saison) oder Favre (2./3. Saison). Als man den Ballbesitzfußball in Dortmund nicht mehr sehen konnte, obwohl die Ergebnisse nicht einmal schlecht waren. Man lief häufig Rückständen hinterher, das Spiel wirkte für Zuschauer wie Spieler zunehmend zäh, und insgesamt kassierte man mehr Gegentore.
Ein weiterer Punkt... Ich bin mir nicht sicher, ob wir aktuell wirklich so stark von individueller Qualität profitieren. Einer meiner zentralen Kritikpunkte ist die fehlende Qualität in der Spitze. Dort hat man über Jahre abgebaut (wo sind die Haalands, Sanchos, Judes, Hummels, Reus, Aubameyangs etc.), im Gegenzug jedoch das Niveau in der Breite erhöht und den Kader bzw. die Spielweise widerstandsfähiger gestaltet. Trotzdem, man übertrifft regelmäßig den xG. Offenbar, weil man etwas auf den Platz bringt (primär gegen den Ball) und weil die Ausrichtung stark in Richtung Abschlussqualitäten geht, teilweise auf Kosten spielerischer Elemente. Ist auch nicht mein Fall, bisher klappt es jedoch.
Wenn ich mit 4 Stürmern spiele, sieht der Fußball zwangsläufig weniger ansehnlich aus. Dafür brauche ich keine hohe Schlagzahl, denn für 2-3 Tore pro Spiel reicht es oft, diese 5-6 in halbwegs passable Abschlusspositionen zu bringen. Weil Abschlüsse deren Hauptstärke ist. Mit nur einem Stürmer (oder sogar einer False9) also maximal einem Spieler, der im Abschluss deutlich herausragt, müsste ich die übrigen drei Offensiven deutlich häufiger oder in erheblich bessere Positionen bringen. Ergo mehr Torgefahr erzeugen, für ähnliches Ergebnis. Es geht um eine Balance. Alleine auf Ballbesitz abzustellen würde mittelfristig kaum Abhilfe leisten, man muss das Verhältnis anders gestalten. Der Hebel dafür ist dann oftmals: Qualität.
Nur eine These, möglicherweise zu einfach gedacht. Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass man genau den Fußball bekommt, den die vorhandenen Spielertypen ermöglichen bzw. den man bewusst durch Transfers zusammengestellt hat. Es ist anzunehmen, dass man unter Kovac nicht wesentlich von dieser Ausrichtung abweichen wird. Gleichzeitig bietet die derzeitige Ausgangslage eine seltene Gelegenheit, auf einer funktionierenden Basis aufzubauen und die Spielweise gezielt weiterzuentwickeln.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TheKillingJoke am 12.02.2026 um 21:46 Uhr bearbeitet
12.02.2026 - 23:20 Uhr
Zitat von djhaax
Ich ziehe es mal hier rein.
Also gibt es quasi in den taktischen Überlegung einen Allrounder, wo man sagt: Die Jungs können es nicht besser, also nehmen wir das Einfachste, was in den Kopf kommt: Pressen und Draufgehen mit Risiko.
Meiner Wahrnehmung nach, haben das unsere Gegner lange Zeit entweder genau so ab Minute 1 versucht, oder aber sich hinten reingestellt und auf Umschaltmomente zu lauern, die beim ausbaufähigen Passpiel und den teils einfachen Ballverlusten unserer Spieler auch regelmäßig kamen.
Ein Faktor der Kovac Erfolges ist in meinen Augen das Reduzieren dieser Umschaltmomente für den Gegner. Daher auch der Stammplatzverlust für Gittens, weil dieser nämlich nicht nur von seiner Position her im neuen System nicht gut repräsentiert gewesen ist, sondern auch oft Bälle verloren hat.
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Jugenspieler entsprechend zu selektieren und auszubilden dauert Jahre und ansonsten kann man nur warten, bis (wenn überhaupt) in der Premier League und bei den Saudis die Blase platzt.
Also mittelfristig erstmal weiter wie bisher, Risikominierung und maximal Punkteausbeute und langristig hoffen, dass sich das neue Jugendkonzept unter Broich auszahlt.
Zitat von Circial
Ne, das warst nicht du. Ich finde ja auch das man für beides Argumentieren kann da habe ich nichts dagegen. Was mich aber stört ist das Menschen so tun als wäre der Substanzverlust etwas offenkundiges welches nicht mit Argumenten untermauert werden muss aber dann, wenn man es zu ende denkt, den BVB genau so wie den Rest der Liga schwächt und die gute Punkteausbeute eben nicht entwertet.
Naja ich persönlich finde das es erstmal deutlich einfacher ist einer Mannschaft das Pressing einzutrainieren als einer Mannschaft beizubringen wie man durch das Pressing spielt. Ersteres kann jedenfalls jeder Profimannschaft antrainiert werden. Entsprechendes Passspiel ist da schon deutlich schwerer anzutrainieren zumal man wesentlich schneller an das Limit seiner Spieler kommt.
Aber was du grundsätzlich schreibst ist richtig. Wirklich gut können es nur die Bayern (und in abstrichen Leverkusen) obwohl da der Schein da auch etwas trügt, weil viele Mannschaften gegen sie nicht mit dem selben Risiko ins Pressing gehen. Ist beim BVB ja ähnlich (bzw. was BVBBC schreibt) das viele Mannschaften erst 1:0 hinten liegen müssen um das Risiko zu erhöhen. Dabei ist es die Erhöhung des Risikos was, wenn es gut umgesetzt wird, die Defensive schließlich stark macht.
Da ist die Lösung dann das Verpflichten (oder Ausbilden) von Spielern mit entsprechenden Fähigkeiten aber das Kaufen ist ja wesentlich schwerer geworden, weil der Generation Sabitzer (generelle Rangnick Schule) die benötigten Fähigkeiten in der Regel fehlen und weil junge Spieler einfach extrem teuer geworden sind. Und beim generellen Ausbilden hat man als Bundesliga/DFB halt generell keinen guten Job gemacht.
Zitat von djhaax
Ich will den BVB gar nicht bashen. Das mag manchmal so klingen, weil ich mich aktuell auch schlecht unterhalten fühle, wenn mir ein Spiel angucke. Ich meine konkret die ganze Liga. Ich sehe sogar den FC Bayern eine Stufe in der Nahrungskette nach unten rutschen. Wirtz und Woltemade waren schmerzhafte Niederlagen und bald muss Kane ersetzt werden.
Zitat von Circial
Edit: Generell ist das ein schweres Thema nur störe ich
mich an der relativ Plumpen Taktik dessen Ziel BVB-Bashing ist, weil deine Erklärung hinsichtlich Subsantzverlust ja zeigt das alle Vereine die nicht der FC Bayern sind hier relativ ähnliche Probleme haben. Es sind ja dann nicht nur die Bremens die keine guten Spieler kaufen können sondern auch die Dortmunds oder Leverkusens die für 30 Millionen halt auch nur mittelmäßige Spieler im U23 Segment bekommen.
Edit: Generell ist das ein schweres Thema nur störe ich
mich an der relativ Plumpen Taktik dessen Ziel BVB-Bashing ist, weil deine Erklärung hinsichtlich Subsantzverlust ja zeigt das alle Vereine die nicht der FC Bayern sind hier relativ ähnliche Probleme haben. Es sind ja dann nicht nur die Bremens die keine guten Spieler kaufen können sondern auch die Dortmunds oder Leverkusens die für 30 Millionen halt auch nur mittelmäßige Spieler im U23 Segment bekommen.
Ich will den BVB gar nicht bashen. Das mag manchmal so klingen, weil ich mich aktuell auch schlecht unterhalten fühle, wenn mir ein Spiel angucke. Ich meine konkret die ganze Liga. Ich sehe sogar den FC Bayern eine Stufe in der Nahrungskette nach unten rutschen. Wirtz und Woltemade waren schmerzhafte Niederlagen und bald muss Kane ersetzt werden.
Ne, das warst nicht du. Ich finde ja auch das man für beides Argumentieren kann da habe ich nichts dagegen. Was mich aber stört ist das Menschen so tun als wäre der Substanzverlust etwas offenkundiges welches nicht mit Argumenten untermauert werden muss aber dann, wenn man es zu ende denkt, den BVB genau so wie den Rest der Liga schwächt und die gute Punkteausbeute eben nicht entwertet.
Aber warum funktioniert es denn so gut, das Pressing in Verbindung mit dem Spiegeln des gegnerischen Systems?
In meinen Augen funktioniert es, weil den Mannschaften vollkommen die Präzision im Passspiel fehlt. Es fehlt an der Dynamik und Beweglichkeit, sich vernünftig freizulaufen, in Räume zu begeben, wo man dann präzise Pässe auch verwerten kann. Es fehlt zudem an den entsprechenden Ideen und der Spielintelligenz. Und das meine ich nicht auf den BVB alleine bezogen, das gilt für die komplette Liga mit Ausnahme der Bayern. Auch die aktuell hippen Erfolgsmannschaften kochen nur mit Wasser.
In meinen Augen funktioniert es, weil den Mannschaften vollkommen die Präzision im Passspiel fehlt. Es fehlt an der Dynamik und Beweglichkeit, sich vernünftig freizulaufen, in Räume zu begeben, wo man dann präzise Pässe auch verwerten kann. Es fehlt zudem an den entsprechenden Ideen und der Spielintelligenz. Und das meine ich nicht auf den BVB alleine bezogen, das gilt für die komplette Liga mit Ausnahme der Bayern. Auch die aktuell hippen Erfolgsmannschaften kochen nur mit Wasser.
Naja ich persönlich finde das es erstmal deutlich einfacher ist einer Mannschaft das Pressing einzutrainieren als einer Mannschaft beizubringen wie man durch das Pressing spielt. Ersteres kann jedenfalls jeder Profimannschaft antrainiert werden. Entsprechendes Passspiel ist da schon deutlich schwerer anzutrainieren zumal man wesentlich schneller an das Limit seiner Spieler kommt.
Aber was du grundsätzlich schreibst ist richtig. Wirklich gut können es nur die Bayern (und in abstrichen Leverkusen) obwohl da der Schein da auch etwas trügt, weil viele Mannschaften gegen sie nicht mit dem selben Risiko ins Pressing gehen. Ist beim BVB ja ähnlich (bzw. was BVBBC schreibt) das viele Mannschaften erst 1:0 hinten liegen müssen um das Risiko zu erhöhen. Dabei ist es die Erhöhung des Risikos was, wenn es gut umgesetzt wird, die Defensive schließlich stark macht.
Da ist die Lösung dann das Verpflichten (oder Ausbilden) von Spielern mit entsprechenden Fähigkeiten aber das Kaufen ist ja wesentlich schwerer geworden, weil der Generation Sabitzer (generelle Rangnick Schule) die benötigten Fähigkeiten in der Regel fehlen und weil junge Spieler einfach extrem teuer geworden sind. Und beim generellen Ausbilden hat man als Bundesliga/DFB halt generell keinen guten Job gemacht.
Ich ziehe es mal hier rein.
Also gibt es quasi in den taktischen Überlegung einen Allrounder, wo man sagt: Die Jungs können es nicht besser, also nehmen wir das Einfachste, was in den Kopf kommt: Pressen und Draufgehen mit Risiko.
Meiner Wahrnehmung nach, haben das unsere Gegner lange Zeit entweder genau so ab Minute 1 versucht, oder aber sich hinten reingestellt und auf Umschaltmomente zu lauern, die beim ausbaufähigen Passpiel und den teils einfachen Ballverlusten unserer Spieler auch regelmäßig kamen.
Ein Faktor der Kovac Erfolges ist in meinen Augen das Reduzieren dieser Umschaltmomente für den Gegner. Daher auch der Stammplatzverlust für Gittens, weil dieser nämlich nicht nur von seiner Position her im neuen System nicht gut repräsentiert gewesen ist, sondern auch oft Bälle verloren hat.
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Jugenspieler entsprechend zu selektieren und auszubilden dauert Jahre und ansonsten kann man nur warten, bis (wenn überhaupt) in der Premier League und bei den Saudis die Blase platzt.
Also mittelfristig erstmal weiter wie bisher, Risikominierung und maximal Punkteausbeute und langristig hoffen, dass sich das neue Jugendkonzept unter Broich auszahlt.
Ich glaube man muss es einfach schaffen das man selbst öfter in Umschaltmomente kommt die dem Gegner weh tun wenn der Gegner entsprechend das Risiko erhöht. Dabei geht es noch gar nicht mal darum das man dem Gegner sofort Tore einnetzt sondern das man die eigenen Konter wesentlich besser ausspielt und gefährliche Situationen erzeugt, weil dies etwas mentales mit dem Gegner macht.
Dadurch wird der Gegner dann entweder wieder etwas passiver und wir lassen ihn komplett verhungern oder wir machen halt irgendwann das 2:0 das 3:0 und besiegen den Gegner eben nicht nur im Ergebnis sondern auch Mental. Das ist ja was die Münchener mit ihren Gegnern machen. Da fällt zur 70 Minute das 3 oder 4:1 und dann geben die Gegner einfach auf und lassen sich abschießen. Genau das muss das eigene Ziel sein.
Ich kann es nicht erklären aber das ist ja das Problem des Niko Kovac BVB. Wir kommen mit einem 1:0 aus der Halbzeitpause und versuchen das Spiel komplett zu zerstören, können es auch ganz ordentlich, aber opfern dafür aber zu viel der eigenen Torgefahr. Und sobald das Momentum gegen uns läuft ist das auch ein Problem. Das kann Kovac auch anders (wie in der letzten Rückrunde) handhaben. Damals hat man die eigenen Führungen deutlich besser weitergespielt, weil man mehr Torgefahr in den eigenen Umschaltsituationen hatte.
Das finden dann die Spieler auch wieder besser, weil sie mehr Chancen haben sich ins Rampenlicht zu spielen und sollte dem Kaderwert helfen. Das mit dem übertreffen der xG ist aber tatsächlich im Rahmen. Wenn überhaupt hat man bei den xPTS eine Auffälligkeit. Aber ich habe so ein bisschen das Gefühl das man hier weniger von der individuellen Qualität (die man aber auch hat) und mehr vom positiven Momentum der Tabelle getragen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Circial am 12.02.2026 um 23:27 Uhr bearbeitet
13.02.2026 - 06:39 Uhr
Zitat von Circial
Ich glaube man muss es einfach schaffen das man selbst öfter in Umschaltmomente kommt die dem Gegner weh tun wenn der Gegner entsprechend das Risiko erhöht. Dabei geht es noch gar nicht mal darum das man dem Gegner sofort Tore einnetzt sondern das man die eigenen Konter wesentlich besser ausspielt und gefährliche Situationen erzeugt, weil dies etwas mentales mit dem Gegner macht.
Dadurch wird der Gegner dann entweder wieder etwas passiver und wir lassen ihn komplett verhungern oder wir machen halt irgendwann das 2:0 das 3:0 und besiegen den Gegner eben nicht nur im Ergebnis sondern auch Mental. Das ist ja was die Münchener mit ihren Gegnern machen. Da fällt zur 70 Minute das 3 oder 4:1 und dann geben die Gegner einfach auf und lassen sich abschießen. Genau das muss das eigene Ziel sein.
Ich kann es nicht erklären aber das ist ja das Problem des Niko Kovac BVB. Wir kommen mit einem 1:0 aus der Halbzeitpause und versuchen das Spiel komplett zu zerstören, können es auch ganz ordentlich, aber opfern dafür aber zu viel der eigenen Torgefahr. Und sobald das Momentum gegen uns läuft ist das auch ein Problem. Das kann Kovac auch anders (wie in der letzten Rückrunde) handhaben. Damals hat man die eigenen Führungen deutlich besser weitergespielt, weil man mehr Torgefahr in den eigenen Umschaltsituationen hatte.
Das finden dann die Spieler auch wieder besser, weil sie mehr Chancen haben sich ins Rampenlicht zu spielen und sollte dem Kaderwert helfen. Das mit dem übertreffen der xG ist aber tatsächlich im Rahmen. Wenn überhaupt hat man bei den xPTS eine Auffälligkeit. Aber ich habe so ein bisschen das Gefühl das man hier weniger von der individuellen Qualität (die man aber auch hat) und mehr vom positiven Momentum der Tabelle getragen.
Zitat von djhaax
Ich ziehe es mal hier rein.
Also gibt es quasi in den taktischen Überlegung einen Allrounder, wo man sagt: Die Jungs können es nicht besser, also nehmen wir das Einfachste, was in den Kopf kommt: Pressen und Draufgehen mit Risiko.
Meiner Wahrnehmung nach, haben das unsere Gegner lange Zeit entweder genau so ab Minute 1 versucht, oder aber sich hinten reingestellt und auf Umschaltmomente zu lauern, die beim ausbaufähigen Passpiel und den teils einfachen Ballverlusten unserer Spieler auch regelmäßig kamen.
Ein Faktor der Kovac Erfolges ist in meinen Augen das Reduzieren dieser Umschaltmomente für den Gegner. Daher auch der Stammplatzverlust für Gittens, weil dieser nämlich nicht nur von seiner Position her im neuen System nicht gut repräsentiert gewesen ist, sondern auch oft Bälle verloren hat.
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Jugenspieler entsprechend zu selektieren und auszubilden dauert Jahre und ansonsten kann man nur warten, bis (wenn überhaupt) in der Premier League und bei den Saudis die Blase platzt.
Also mittelfristig erstmal weiter wie bisher, Risikominierung und maximal Punkteausbeute und langristig hoffen, dass sich das neue Jugendkonzept unter Broich auszahlt.
Zitat von Circial
Ne, das warst nicht du. Ich finde ja auch das man für beides Argumentieren kann da habe ich nichts dagegen. Was mich aber stört ist das Menschen so tun als wäre der Substanzverlust etwas offenkundiges welches nicht mit Argumenten untermauert werden muss aber dann, wenn man es zu ende denkt, den BVB genau so wie den Rest der Liga schwächt und die gute Punkteausbeute eben nicht entwertet.
Naja ich persönlich finde das es erstmal deutlich einfacher ist einer Mannschaft das Pressing einzutrainieren als einer Mannschaft beizubringen wie man durch das Pressing spielt. Ersteres kann jedenfalls jeder Profimannschaft antrainiert werden. Entsprechendes Passspiel ist da schon deutlich schwerer anzutrainieren zumal man wesentlich schneller an das Limit seiner Spieler kommt.
Aber was du grundsätzlich schreibst ist richtig. Wirklich gut können es nur die Bayern (und in abstrichen Leverkusen) obwohl da der Schein da auch etwas trügt, weil viele Mannschaften gegen sie nicht mit dem selben Risiko ins Pressing gehen. Ist beim BVB ja ähnlich (bzw. was BVBBC schreibt) das viele Mannschaften erst 1:0 hinten liegen müssen um das Risiko zu erhöhen. Dabei ist es die Erhöhung des Risikos was, wenn es gut umgesetzt wird, die Defensive schließlich stark macht.
Da ist die Lösung dann das Verpflichten (oder Ausbilden) von Spielern mit entsprechenden Fähigkeiten aber das Kaufen ist ja wesentlich schwerer geworden, weil der Generation Sabitzer (generelle Rangnick Schule) die benötigten Fähigkeiten in der Regel fehlen und weil junge Spieler einfach extrem teuer geworden sind. Und beim generellen Ausbilden hat man als Bundesliga/DFB halt generell keinen guten Job gemacht.
Zitat von djhaax
Ich will den BVB gar nicht bashen. Das mag manchmal so klingen, weil ich mich aktuell auch schlecht unterhalten fühle, wenn mir ein Spiel angucke. Ich meine konkret die ganze Liga. Ich sehe sogar den FC Bayern eine Stufe in der Nahrungskette nach unten rutschen. Wirtz und Woltemade waren schmerzhafte Niederlagen und bald muss Kane ersetzt werden.
Zitat von Circial
Edit: Generell ist das ein schweres Thema nur störe ich
mich an der relativ Plumpen Taktik dessen Ziel BVB-Bashing ist, weil deine Erklärung hinsichtlich Subsantzverlust ja zeigt das alle Vereine die nicht der FC Bayern sind hier relativ ähnliche Probleme haben. Es sind ja dann nicht nur die Bremens die keine guten Spieler kaufen können sondern auch die Dortmunds oder Leverkusens die für 30 Millionen halt auch nur mittelmäßige Spieler im U23 Segment bekommen.
Edit: Generell ist das ein schweres Thema nur störe ich
mich an der relativ Plumpen Taktik dessen Ziel BVB-Bashing ist, weil deine Erklärung hinsichtlich Subsantzverlust ja zeigt das alle Vereine die nicht der FC Bayern sind hier relativ ähnliche Probleme haben. Es sind ja dann nicht nur die Bremens die keine guten Spieler kaufen können sondern auch die Dortmunds oder Leverkusens die für 30 Millionen halt auch nur mittelmäßige Spieler im U23 Segment bekommen.
Ich will den BVB gar nicht bashen. Das mag manchmal so klingen, weil ich mich aktuell auch schlecht unterhalten fühle, wenn mir ein Spiel angucke. Ich meine konkret die ganze Liga. Ich sehe sogar den FC Bayern eine Stufe in der Nahrungskette nach unten rutschen. Wirtz und Woltemade waren schmerzhafte Niederlagen und bald muss Kane ersetzt werden.
Ne, das warst nicht du. Ich finde ja auch das man für beides Argumentieren kann da habe ich nichts dagegen. Was mich aber stört ist das Menschen so tun als wäre der Substanzverlust etwas offenkundiges welches nicht mit Argumenten untermauert werden muss aber dann, wenn man es zu ende denkt, den BVB genau so wie den Rest der Liga schwächt und die gute Punkteausbeute eben nicht entwertet.
Aber warum funktioniert es denn so gut, das Pressing in Verbindung mit dem Spiegeln des gegnerischen Systems?
In meinen Augen funktioniert es, weil den Mannschaften vollkommen die Präzision im Passspiel fehlt. Es fehlt an der Dynamik und Beweglichkeit, sich vernünftig freizulaufen, in Räume zu begeben, wo man dann präzise Pässe auch verwerten kann. Es fehlt zudem an den entsprechenden Ideen und der Spielintelligenz. Und das meine ich nicht auf den BVB alleine bezogen, das gilt für die komplette Liga mit Ausnahme der Bayern. Auch die aktuell hippen Erfolgsmannschaften kochen nur mit Wasser.
In meinen Augen funktioniert es, weil den Mannschaften vollkommen die Präzision im Passspiel fehlt. Es fehlt an der Dynamik und Beweglichkeit, sich vernünftig freizulaufen, in Räume zu begeben, wo man dann präzise Pässe auch verwerten kann. Es fehlt zudem an den entsprechenden Ideen und der Spielintelligenz. Und das meine ich nicht auf den BVB alleine bezogen, das gilt für die komplette Liga mit Ausnahme der Bayern. Auch die aktuell hippen Erfolgsmannschaften kochen nur mit Wasser.
Naja ich persönlich finde das es erstmal deutlich einfacher ist einer Mannschaft das Pressing einzutrainieren als einer Mannschaft beizubringen wie man durch das Pressing spielt. Ersteres kann jedenfalls jeder Profimannschaft antrainiert werden. Entsprechendes Passspiel ist da schon deutlich schwerer anzutrainieren zumal man wesentlich schneller an das Limit seiner Spieler kommt.
Aber was du grundsätzlich schreibst ist richtig. Wirklich gut können es nur die Bayern (und in abstrichen Leverkusen) obwohl da der Schein da auch etwas trügt, weil viele Mannschaften gegen sie nicht mit dem selben Risiko ins Pressing gehen. Ist beim BVB ja ähnlich (bzw. was BVBBC schreibt) das viele Mannschaften erst 1:0 hinten liegen müssen um das Risiko zu erhöhen. Dabei ist es die Erhöhung des Risikos was, wenn es gut umgesetzt wird, die Defensive schließlich stark macht.
Da ist die Lösung dann das Verpflichten (oder Ausbilden) von Spielern mit entsprechenden Fähigkeiten aber das Kaufen ist ja wesentlich schwerer geworden, weil der Generation Sabitzer (generelle Rangnick Schule) die benötigten Fähigkeiten in der Regel fehlen und weil junge Spieler einfach extrem teuer geworden sind. Und beim generellen Ausbilden hat man als Bundesliga/DFB halt generell keinen guten Job gemacht.
Ich ziehe es mal hier rein.
Also gibt es quasi in den taktischen Überlegung einen Allrounder, wo man sagt: Die Jungs können es nicht besser, also nehmen wir das Einfachste, was in den Kopf kommt: Pressen und Draufgehen mit Risiko.
Meiner Wahrnehmung nach, haben das unsere Gegner lange Zeit entweder genau so ab Minute 1 versucht, oder aber sich hinten reingestellt und auf Umschaltmomente zu lauern, die beim ausbaufähigen Passpiel und den teils einfachen Ballverlusten unserer Spieler auch regelmäßig kamen.
Ein Faktor der Kovac Erfolges ist in meinen Augen das Reduzieren dieser Umschaltmomente für den Gegner. Daher auch der Stammplatzverlust für Gittens, weil dieser nämlich nicht nur von seiner Position her im neuen System nicht gut repräsentiert gewesen ist, sondern auch oft Bälle verloren hat.
Die Frage, die ich mir dann stelle: Macht es perspektivisch überhaupt Sinn, ein ballbesitzorientiertes, offensives und damit attraktiveres Spiel aufzuziehen, oder fährt man mit der aktuellen Taktik punktetechnisch konsequent besser?
Jugenspieler entsprechend zu selektieren und auszubilden dauert Jahre und ansonsten kann man nur warten, bis (wenn überhaupt) in der Premier League und bei den Saudis die Blase platzt.
Also mittelfristig erstmal weiter wie bisher, Risikominierung und maximal Punkteausbeute und langristig hoffen, dass sich das neue Jugendkonzept unter Broich auszahlt.
Ich glaube man muss es einfach schaffen das man selbst öfter in Umschaltmomente kommt die dem Gegner weh tun wenn der Gegner entsprechend das Risiko erhöht. Dabei geht es noch gar nicht mal darum das man dem Gegner sofort Tore einnetzt sondern das man die eigenen Konter wesentlich besser ausspielt und gefährliche Situationen erzeugt, weil dies etwas mentales mit dem Gegner macht.
Dadurch wird der Gegner dann entweder wieder etwas passiver und wir lassen ihn komplett verhungern oder wir machen halt irgendwann das 2:0 das 3:0 und besiegen den Gegner eben nicht nur im Ergebnis sondern auch Mental. Das ist ja was die Münchener mit ihren Gegnern machen. Da fällt zur 70 Minute das 3 oder 4:1 und dann geben die Gegner einfach auf und lassen sich abschießen. Genau das muss das eigene Ziel sein.
Ich kann es nicht erklären aber das ist ja das Problem des Niko Kovac BVB. Wir kommen mit einem 1:0 aus der Halbzeitpause und versuchen das Spiel komplett zu zerstören, können es auch ganz ordentlich, aber opfern dafür aber zu viel der eigenen Torgefahr. Und sobald das Momentum gegen uns läuft ist das auch ein Problem. Das kann Kovac auch anders (wie in der letzten Rückrunde) handhaben. Damals hat man die eigenen Führungen deutlich besser weitergespielt, weil man mehr Torgefahr in den eigenen Umschaltsituationen hatte.
Das finden dann die Spieler auch wieder besser, weil sie mehr Chancen haben sich ins Rampenlicht zu spielen und sollte dem Kaderwert helfen. Das mit dem übertreffen der xG ist aber tatsächlich im Rahmen. Wenn überhaupt hat man bei den xPTS eine Auffälligkeit. Aber ich habe so ein bisschen das Gefühl das man hier weniger von der individuellen Qualität (die man aber auch hat) und mehr vom positiven Momentum der Tabelle getragen.
Ja, das mit den Umschaltmomenten sehe ich auch so. Ein Kernproblem ist da in meinen Augen die fehlende Präzision im Passspiel. Bei Balleroberungen wird entweder das U ausgespielt oder wenn es dann mal schnell gehen könnte, weil Platz da ist, dann kommen die Pässe nicht in den Lauf des Mitspielers, sondern eher in den Rücken, sodass dieser wieder den Lauf abbrechen und sich den Ball holen muss. Oder wenn er denn mal in den Lauf gespielt hat, kann der teilweise nicht vernünftig angenommen werden. Dann ist der Ball schnell weider weg und der Gegner bekommt selber wieder einen Umschaltmoment. Das wird einfach nicht sauber ausgespielt.
Ich weiß nur nicht, ob es die tatktische Vorgabe ist oder einfach Unvermögen.
13.02.2026 - 21:18 Uhr
Da es sich im erweiterten Sinne um eine Taktik handelt:
Diese Eckentaktik, so effektiv sie aktuell für uns ist, gefiel mir persönlich schon bei Arsenal nicht und gefällt mir auch bei uns nicht. Das fühlt sich ein wenig an wie das Ausnutzen einer Grauzone im Regelbuch. Wenn das eine Geschichte wird, die bald alle Mannschaften nutzen, dann wird das für die Keeper extrem schwierig.
Diese Eckentaktik, so effektiv sie aktuell für uns ist, gefiel mir persönlich schon bei Arsenal nicht und gefällt mir auch bei uns nicht. Das fühlt sich ein wenig an wie das Ausnutzen einer Grauzone im Regelbuch. Wenn das eine Geschichte wird, die bald alle Mannschaften nutzen, dann wird das für die Keeper extrem schwierig.
14.02.2026 - 09:21 Uhr
Zitat von ImNewHere
Da es sich im erweiterten Sinne um eine Taktik handelt:
Diese Eckentaktik, so effektiv sie aktuell für uns ist, gefiel mir persönlich schon bei Arsenal nicht und gefällt mir auch bei uns nicht. Das fühlt sich ein wenig an wie das Ausnutzen einer Grauzone im Regelbuch. Wenn das eine Geschichte wird, die bald alle Mannschaften nutzen, dann wird das für die Keeper extrem schwierig.
Da es sich im erweiterten Sinne um eine Taktik handelt:
Diese Eckentaktik, so effektiv sie aktuell für uns ist, gefiel mir persönlich schon bei Arsenal nicht und gefällt mir auch bei uns nicht. Das fühlt sich ein wenig an wie das Ausnutzen einer Grauzone im Regelbuch. Wenn das eine Geschichte wird, die bald alle Mannschaften nutzen, dann wird das für die Keeper extrem schwierig.
Ich sehe da nichts Verwerfliches dran. Es ist zwar im Grunde irgendwas ähnliches wie ein Sperren ohne Ball, aber letztlich wird bei einem Eckball, oder auch Freistoß, oder im Grunde auch bei jeder Hereingabe in den Strafraum, der Ball idealerweise einem Schützen zugespielt, der diesen dann verwertet. Wenn bei den Hereingaben der Schütze klar definiert ist und die sonstigen Spieler eher dazu da sind, die Laufwege zum Schützen hin zuzustellen, ist das nicht die feine englische Art, aber letztlich müssen diese sich ja auch in den Strafraum bewegen dürfen. Dass es dann eng wird und der Torhüter durch Gegenspieler aber auch durch die eigenen Mitspieler behindert wird, ist dann der Nebeneffekt.
Letztlich wird es auch dazu Gegenmaßnahmen geben und die Eckbälle werden wahrscheinlich wieder variantenreicher und damit auch gefährlicher werden.
Was ich interessant finde ist, dass wir in Standardsituationen besser zu werden scheinen, seit der Standardtrainer nicht mehr da ist. Ich habe den Eindruck, dass hier wieder Kovacs "keep it simple" greift. Manchmal ist weniger auch mehr. Ich habe den Standardtrainer nie verstanden. Ich sehe es ein, dass man einen Torwarttrainer hat und dass es einen Athletiktrainer gibt, weil das nochmal Bereiche sind, die sich vom Fußballerischen auf dem Feld nochmal unterscheiden. Aber Standardsituationen?
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


