BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
17.08.2020 - 15:08 Uhr
Zitat von badenborusse93
Guerreiro auch noch ins Zentrum zu ziehen wäre allerdings schwachsinnig. Nicht falsch verstehen, mir gefällt Rapha auch außerordentlich gut. Er ist fußballerisch einer der besten Spieler der Bundesliga. Das Tor zum 3:1, wie viele Spieler können das? Auch wenn es "nur" Austria Wien war. Das Auge für den Mitspieler aus tiefer Position, den Pass zurück technisch hochwertig und enorm anspruchsvoll im Sprint zurück gechipt, perfekter Laufweg, perfekte Ballmitnahme, perfekter Abschluss. Überragende Aktion.
Aber wollen wir zukünftig im 2-7-1 System auflaufen?
Wir sind schon jetzt gnadenlos überbesetzt im Zentrum. Alles andere als ein 4-3-3/4-1-4-1 oder 4-3-2-1 wäre angesichts der Qualität, Tiefe und auch Investitionsrahmen der letzten TPs ziemlich "komisch".
Das 4-2-3-1 finde ich bisher nicht so klar, wie es dargestellt wird. Gerade Reyna und Brandt sind Spieler, die auch viel aus einer tieferen Position kommen und viele Bälle fordern. Das ist kein Vergleich zu beispielsweise Reus, das geht für mich trotz nominellem 4-2-3-1 eben deutlich eher in ein 4-3-3/4-1-4-1 (wie man will).
Und in die Zentrale gehören eben auch ganz klar Reyna und Brandt. Daneben hat man aber nicht nur Witsel, Delaney, Dahoud und Raschl. Man hat im Winter 25 Mio. für Emre Can ausgegeben und man hat jetzt nochmals 23 Mio. für Bellingham ausgegeben.
Selbst wenn man das Mittelfeld im 4-3-3 mit Witsel - Can, Brandt oder - sofern Bellingham nur ansatzweise seine Klasse und bisher gezeigten Leistungen auf die Bundesliga übertraggen kann - mit Can - Bellingham, Brandt aufstellt, hat man noch immer Top-Spieler wie Reyna, Bellingham/Witsel, Delaney + die eher chancenlosen Raschl, Dahoud und ggf. Pherai.
Jetzt kommt mit Reinier ein weiterer Spieler hinzu, der klar besser im Zentrum als auf Außen aufgehoben ist.
Also bei allem Respekt, es wäre trotz seiner großen Klasse total unnötig, auch noch Rapha ins Zentrum zu befördern. Ich hoffe, dass sich über kurz oder lang ein 4-3-2-1 etabliert, also eher weniger klassische Winger, sondern zwei hängende Spitzen (wobei Sancho natürlich eher nach RA drängt), ähnlich wie bei unserer Dreierkette in der Rückrunde, in den Halbräumen. Da passen dann auch die vielen Zentrumslastigen Spieler deutlich besser hin, auch Reus, wenn er wieder zurück kommt. Meiner Meinung nach auch die Idealposition von Reinier.
Asymmetrische Anordnung (mit fittem Reus):
----------------------------HAALAND---------------------
-----------------(Moukoko, Hazard, Reinier)-----------
------REUS--------------------------------SANCHO-------/Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze, Sancho mehr in die ----(Reyna, Reinier)----------------------(Hazard)-----/Breite. Reyna ersetzt Reus in der Hinrunde, Reinier BU.
GUERREIRO*---BRANDT----------CAN---------------------/*Guerreiro realtaktisch platziert
(Schulz)---(Reyna, Dahoud)-(Bellingham, Delaney)--
----------------------------WITSEL--------------------------------
-----------------------------(Can)---------------------------------/Hoffe eher Can spielt direkt DM, Bellingham fix ZM
------HUMMELS----------AKANJI-------------MEUNIER----/asymmetrische Deierkette sichert Guerreiro ab, Vorbild -----(Zagaodu)------(Can, Piszczek)---(Piszczek, Morey)/Barca unter Pep, Meunier macht den Abidal, Guerreiro ------------------------------BÜRKI--------------------------------/den Alves
Das ist für mich aktuell die Anordnung, in der unsere Spielertypen ideal zur Geltung kommen könnten.
Von einer Dreierkette bzw. Fünferkette halte ich gar nichts (mehr). Dafür fehlt uns der rechte Schienenspieler im Vergleich zur letzten Saison und die Verpflichtung von Bellingham würde keinen Sinn ergeben. Der hat allerdings schon gezeigt, wie wichtig sein Spielertyp sein kann.
Ich bevorzuge lieber das Dreiermittelfeld: Can - Brandt, Bellingham. Ersatz: Witsel - Reyna, Delaney
Oben bleibt zunächst Witsel drin, der wird zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch die Nase vorn haben. Früher oder später hoffe ich aber natürlich auf das belebende Element Bellingham, während Can voll und ganz auf Bällejagd auf der Sechs geht.
Gerade das Mittelfeld wird der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Dynamik Bellingham + Can erhoffe ich mir wesentlich bessere Arbeit gegen den Ball im Vergleich zu Witsel. Das muss auch so sein, will man bei Viererkette Guerreiro optimal einbinden. Dass wir im letzten Jahr so große Probleme mit der Vierekette hatten lag nicht nur an der zu offensiven Kombi Hakimi/Guerreiro, wir waren auch im Zentrum nur selten giftig, unangenehm und auf der Höhe. Zukünftig kann aber gerade unser Mittelfeld Prunkstück werden und das ist in dieser Saison auch mein klarer Anspruch an Favre. Wir müssen die Spiele im Zentrum wensentlich besser kontrollieren, wir brauchen viel mehr Zugriff und müssen deutlich aktiver und höher Bälle erobern. Jetzt haben wir definitiv das Spielermaterial dazu, das hat uns inbesondere in der Tiefe immer gefehlt.
Meunier ist im Spiel gegen den Ball mit seiner Größe wie ein dritter Innenverteidiger. Er passt optimal in das System und stellt hoffentlich das Gegenpol zu Guerreiro dar. So ergibt auch Reinier total Sinn, als kurzfristigen BackUp bzw. Herausforderer von Reyna auf den Halb-Positionen, solange Reus fehlt.
Die Mannschaft so zu sehen, wäre ein Traum.
Guerreiro auch noch ins Zentrum zu ziehen wäre allerdings schwachsinnig. Nicht falsch verstehen, mir gefällt Rapha auch außerordentlich gut. Er ist fußballerisch einer der besten Spieler der Bundesliga. Das Tor zum 3:1, wie viele Spieler können das? Auch wenn es "nur" Austria Wien war. Das Auge für den Mitspieler aus tiefer Position, den Pass zurück technisch hochwertig und enorm anspruchsvoll im Sprint zurück gechipt, perfekter Laufweg, perfekte Ballmitnahme, perfekter Abschluss. Überragende Aktion.
Aber wollen wir zukünftig im 2-7-1 System auflaufen?
Wir sind schon jetzt gnadenlos überbesetzt im Zentrum. Alles andere als ein 4-3-3/4-1-4-1 oder 4-3-2-1 wäre angesichts der Qualität, Tiefe und auch Investitionsrahmen der letzten TPs ziemlich "komisch".
Das 4-2-3-1 finde ich bisher nicht so klar, wie es dargestellt wird. Gerade Reyna und Brandt sind Spieler, die auch viel aus einer tieferen Position kommen und viele Bälle fordern. Das ist kein Vergleich zu beispielsweise Reus, das geht für mich trotz nominellem 4-2-3-1 eben deutlich eher in ein 4-3-3/4-1-4-1 (wie man will).
Und in die Zentrale gehören eben auch ganz klar Reyna und Brandt. Daneben hat man aber nicht nur Witsel, Delaney, Dahoud und Raschl. Man hat im Winter 25 Mio. für Emre Can ausgegeben und man hat jetzt nochmals 23 Mio. für Bellingham ausgegeben.
Selbst wenn man das Mittelfeld im 4-3-3 mit Witsel - Can, Brandt oder - sofern Bellingham nur ansatzweise seine Klasse und bisher gezeigten Leistungen auf die Bundesliga übertraggen kann - mit Can - Bellingham, Brandt aufstellt, hat man noch immer Top-Spieler wie Reyna, Bellingham/Witsel, Delaney + die eher chancenlosen Raschl, Dahoud und ggf. Pherai.
Jetzt kommt mit Reinier ein weiterer Spieler hinzu, der klar besser im Zentrum als auf Außen aufgehoben ist.
Also bei allem Respekt, es wäre trotz seiner großen Klasse total unnötig, auch noch Rapha ins Zentrum zu befördern. Ich hoffe, dass sich über kurz oder lang ein 4-3-2-1 etabliert, also eher weniger klassische Winger, sondern zwei hängende Spitzen (wobei Sancho natürlich eher nach RA drängt), ähnlich wie bei unserer Dreierkette in der Rückrunde, in den Halbräumen. Da passen dann auch die vielen Zentrumslastigen Spieler deutlich besser hin, auch Reus, wenn er wieder zurück kommt. Meiner Meinung nach auch die Idealposition von Reinier.
Asymmetrische Anordnung (mit fittem Reus):
----------------------------HAALAND---------------------
-----------------(Moukoko, Hazard, Reinier)-----------
------REUS--------------------------------SANCHO-------/Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze, Sancho mehr in die ----(Reyna, Reinier)----------------------(Hazard)-----/Breite. Reyna ersetzt Reus in der Hinrunde, Reinier BU.
GUERREIRO*---BRANDT----------CAN---------------------/*Guerreiro realtaktisch platziert
(Schulz)---(Reyna, Dahoud)-(Bellingham, Delaney)--
----------------------------WITSEL--------------------------------
-----------------------------(Can)---------------------------------/Hoffe eher Can spielt direkt DM, Bellingham fix ZM
------HUMMELS----------AKANJI-------------MEUNIER----/asymmetrische Deierkette sichert Guerreiro ab, Vorbild -----(Zagaodu)------(Can, Piszczek)---(Piszczek, Morey)/Barca unter Pep, Meunier macht den Abidal, Guerreiro ------------------------------BÜRKI--------------------------------/den Alves
Das ist für mich aktuell die Anordnung, in der unsere Spielertypen ideal zur Geltung kommen könnten.
Von einer Dreierkette bzw. Fünferkette halte ich gar nichts (mehr). Dafür fehlt uns der rechte Schienenspieler im Vergleich zur letzten Saison und die Verpflichtung von Bellingham würde keinen Sinn ergeben. Der hat allerdings schon gezeigt, wie wichtig sein Spielertyp sein kann.
Ich bevorzuge lieber das Dreiermittelfeld: Can - Brandt, Bellingham. Ersatz: Witsel - Reyna, Delaney
Oben bleibt zunächst Witsel drin, der wird zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch die Nase vorn haben. Früher oder später hoffe ich aber natürlich auf das belebende Element Bellingham, während Can voll und ganz auf Bällejagd auf der Sechs geht.
Gerade das Mittelfeld wird der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Dynamik Bellingham + Can erhoffe ich mir wesentlich bessere Arbeit gegen den Ball im Vergleich zu Witsel. Das muss auch so sein, will man bei Viererkette Guerreiro optimal einbinden. Dass wir im letzten Jahr so große Probleme mit der Vierekette hatten lag nicht nur an der zu offensiven Kombi Hakimi/Guerreiro, wir waren auch im Zentrum nur selten giftig, unangenehm und auf der Höhe. Zukünftig kann aber gerade unser Mittelfeld Prunkstück werden und das ist in dieser Saison auch mein klarer Anspruch an Favre. Wir müssen die Spiele im Zentrum wensentlich besser kontrollieren, wir brauchen viel mehr Zugriff und müssen deutlich aktiver und höher Bälle erobern. Jetzt haben wir definitiv das Spielermaterial dazu, das hat uns inbesondere in der Tiefe immer gefehlt.
Meunier ist im Spiel gegen den Ball mit seiner Größe wie ein dritter Innenverteidiger. Er passt optimal in das System und stellt hoffentlich das Gegenpol zu Guerreiro dar. So ergibt auch Reinier total Sinn, als kurzfristigen BackUp bzw. Herausforderer von Reyna auf den Halb-Positionen, solange Reus fehlt.
Die Mannschaft so zu sehen, wäre ein Traum.
Verstehe nicht, wie die rechte Seite besetzt sein sollte.
Sancho soll viel in die Mitte ziehen und Meunier soll hinten absichern?
Can wird auch nicht nach Außen ziehen.
Wäre Sancho nicht relativ isoliert und der einzige, der überhaupt die Seite im Mittelfeld und offensiv besetzen würde?
Die linke Seite mit einem offensiven Guerreiro, Brandt und Reus würde mir sehr gut gefallen. Ich halte alle drei für handlungsschnell und mit klugen Laufwegen im Kombinationsspiel. Die würden alle gegenseitig voneinander profitieren.
Die asymmetrische Viererkette halte ich dank Tuchel für eine gute Möglichkeit hinten stabil zu stehen. Ich wäre mir allerdings nicht sicher, ob Meunier das hinten rechts besser als Piszczek machen würde.
Im Testspiel hatte er mir zu viel Offensivdrang gezeigt und so Lücken für die Österreicher aufgerissen.
Das Dreierzentrum würde sich auch sehr gut ergänzen, denke ich. Kreativität, Kontrolle und Aggressivität ist vorhanden. Diese Mischung könnte gut passen.
Nur die rechte Seite würde mir eben Sorgen bereiten.
Damals unter Tuchel lief dort Mkhitaryan statt Sancho auf. Der Unterschied wäre für mich, dass Mkhitaryan weniger direkten Zug zum Tor hatte (11 Tore, 20 Vorlagen in der Liga, Sancho 17 Tore, 17 Vorlagen), Mkhitaryan sich vor der asymmetrischen Viererkette die Bälle tief abholte und er auch defensiv sehr gut arbeitete. Zudem hatte er auch eher Unterstützung durch das Mittelfeld, um sich nach vorne zu spielen. Statt einem Can war das dann ein Kagawa beispielsweise(siehe hier)
Spielerisch könnte Sancho Mkhitaryans Rolle noch besser ausfüllen. Er würde dann aber wohl an Torgefährlichkeit einbüßen und noch mehr den Aufbau über Außen antreiben müssen. Könnte man durchaus überlegen. Wobei den Part im Aufbau auch Brandt übernehmen könnte, wenn er die Seite wechselt. Die Außenbahn würde Brandt aber nicht besetzen, weswegen dort dann weiterhin nur Sancho wäre (abgesehen von der Verteidigung)
17.08.2020 - 15:27 Uhr
Zitat von Adinho_98
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
… die Rückkehr zur Viererkette: „Ja, das stimmt, wir haben das bislang so gemacht. Ich spiele lieber mit Viererkette, viele große Mannschaften spielen damit. Wir werden sehen, ob es möglich ist, damit zu spielen. Wir haben in der Vorsaison das System gewechselt, weil wir ein paar Probleme hatten. Es ist einfacher, von der Vierer- zu Fünferkette zu wechseln. Aber wir werden sehen, es ist nicht gesagt, dass wir umstellen.“
… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
Interessante Aussagen von Favre, wo er unter anderem auf die Rückkehr zur Viererkette angesprochen wird und diese gerne realisieren würde, aber es wohl auch noch nicht final entschieden ist. Ich denke durchaus, dass dies auch in seinen Planungen noch stark mit der Besetzung auf LV zusammenhängt. Außerdem spricht er die Wunschzahl der Gegentore an, nämlich 26-28, und redet zu Recht von vielen unnötigen Gegentoren. Die Passage mit den zwei Mannschaften habe ich nicht verlinkt, darüber hinaus hebt er speziell die Abschlussfähigkeit von Renier hervor.… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
17.08.2020 - 15:34 Uhr
Zitat von mba123
Verstehe nicht, wie die rechte Seite besetzt sein sollte.
Sancho soll viel in die Mitte ziehen und Meunier soll hinten absichern?
Can wird auch nicht nach Außen ziehen.
Wäre Sancho nicht relativ isoliert und der einzige, der überhaupt die Seite im Mittelfeld und offensiv besetzen würde?
Die linke Seite mit einem offensiven Guerreiro, Brandt und Reus würde mir sehr gut gefallen. Ich halte alle drei für handlungsschnell und mit klugen Laufwegen im Kombinationsspiel. Die würden alle gegenseitig voneinander profitieren.
Die asymmetrische Viererkette halte ich dank Tuchel für eine gute Möglichkeit hinten stabil zu stehen. Ich wäre mir allerdings nicht sicher, ob Meunier das hinten rechts besser als Piszczek machen würde.
Im Testspiel hatte er mir zu viel Offensivdrang gezeigt und so Lücken für die Österreicher aufgerissen.
Das Dreierzentrum würde sich auch sehr gut ergänzen, denke ich. Kreativität, Kontrolle und Aggressivität ist vorhanden. Diese Mischung könnte gut passen.
Nur die rechte Seite würde mir eben Sorgen bereiten.
Damals unter Tuchel lief dort Mkhitaryan statt Sancho auf. Der Unterschied wäre für mich, dass Mkhitaryan weniger direkten Zug zum Tor hatte (11 Tore, 20 Vorlagen in der Liga, Sancho 17 Tore, 17 Vorlagen), Mkhitaryan sich vor der asymmetrischen Viererkette die Bälle tief abholte und er auch defensiv sehr gut arbeitete. Zudem hatte er auch eher Unterstützung durch das Mittelfeld, um sich nach vorne zu spielen. Statt einem Can war das dann ein Kagawa beispielsweise(siehe hier)
Spielerisch könnte Sancho Mkhitaryans Rolle noch besser ausfüllen. Er würde dann aber wohl an Torgefährlichkeit einbüßen und noch mehr den Aufbau über Außen antreiben müssen. Könnte man durchaus überlegen. Wobei den Part im Aufbau auch Brandt übernehmen könnte, wenn er die Seite wechselt. Die Außenbahn würde Brandt aber nicht besetzen, weswegen dort dann weiterhin nur Sancho wäre (abgesehen von der Verteidigung)
Zitat von badenborusse93
Guerreiro auch noch ins Zentrum zu ziehen wäre allerdings schwachsinnig. Nicht falsch verstehen, mir gefällt Rapha auch außerordentlich gut. Er ist fußballerisch einer der besten Spieler der Bundesliga. Das Tor zum 3:1, wie viele Spieler können das? Auch wenn es "nur" Austria Wien war. Das Auge für den Mitspieler aus tiefer Position, den Pass zurück technisch hochwertig und enorm anspruchsvoll im Sprint zurück gechipt, perfekter Laufweg, perfekte Ballmitnahme, perfekter Abschluss. Überragende Aktion.
Aber wollen wir zukünftig im 2-7-1 System auflaufen?
Wir sind schon jetzt gnadenlos überbesetzt im Zentrum. Alles andere als ein 4-3-3/4-1-4-1 oder 4-3-2-1 wäre angesichts der Qualität, Tiefe und auch Investitionsrahmen der letzten TPs ziemlich "komisch".
Das 4-2-3-1 finde ich bisher nicht so klar, wie es dargestellt wird. Gerade Reyna und Brandt sind Spieler, die auch viel aus einer tieferen Position kommen und viele Bälle fordern. Das ist kein Vergleich zu beispielsweise Reus, das geht für mich trotz nominellem 4-2-3-1 eben deutlich eher in ein 4-3-3/4-1-4-1 (wie man will).
Und in die Zentrale gehören eben auch ganz klar Reyna und Brandt. Daneben hat man aber nicht nur Witsel, Delaney, Dahoud und Raschl. Man hat im Winter 25 Mio. für Emre Can ausgegeben und man hat jetzt nochmals 23 Mio. für Bellingham ausgegeben.
Selbst wenn man das Mittelfeld im 4-3-3 mit Witsel - Can, Brandt oder - sofern Bellingham nur ansatzweise seine Klasse und bisher gezeigten Leistungen auf die Bundesliga übertraggen kann - mit Can - Bellingham, Brandt aufstellt, hat man noch immer Top-Spieler wie Reyna, Bellingham/Witsel, Delaney + die eher chancenlosen Raschl, Dahoud und ggf. Pherai.
Jetzt kommt mit Reinier ein weiterer Spieler hinzu, der klar besser im Zentrum als auf Außen aufgehoben ist.
Also bei allem Respekt, es wäre trotz seiner großen Klasse total unnötig, auch noch Rapha ins Zentrum zu befördern. Ich hoffe, dass sich über kurz oder lang ein 4-3-2-1 etabliert, also eher weniger klassische Winger, sondern zwei hängende Spitzen (wobei Sancho natürlich eher nach RA drängt), ähnlich wie bei unserer Dreierkette in der Rückrunde, in den Halbräumen. Da passen dann auch die vielen Zentrumslastigen Spieler deutlich besser hin, auch Reus, wenn er wieder zurück kommt. Meiner Meinung nach auch die Idealposition von Reinier.
Asymmetrische Anordnung (mit fittem Reus):
----------------------------HAALAND---------------------
-----------------(Moukoko, Hazard, Reinier)-----------
------REUS--------------------------------SANCHO-------/Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze, Sancho mehr in die ----(Reyna, Reinier)----------------------(Hazard)-----/Breite. Reyna ersetzt Reus in der Hinrunde, Reinier BU.
GUERREIRO*---BRANDT----------CAN---------------------/*Guerreiro realtaktisch platziert
(Schulz)---(Reyna, Dahoud)-(Bellingham, Delaney)--
----------------------------WITSEL--------------------------------
-----------------------------(Can)---------------------------------/Hoffe eher Can spielt direkt DM, Bellingham fix ZM
------HUMMELS----------AKANJI-------------MEUNIER----/asymmetrische Deierkette sichert Guerreiro ab, Vorbild -----(Zagaodu)------(Can, Piszczek)---(Piszczek, Morey)/Barca unter Pep, Meunier macht den Abidal, Guerreiro ------------------------------BÜRKI--------------------------------/den Alves
Das ist für mich aktuell die Anordnung, in der unsere Spielertypen ideal zur Geltung kommen könnten.
Von einer Dreierkette bzw. Fünferkette halte ich gar nichts (mehr). Dafür fehlt uns der rechte Schienenspieler im Vergleich zur letzten Saison und die Verpflichtung von Bellingham würde keinen Sinn ergeben. Der hat allerdings schon gezeigt, wie wichtig sein Spielertyp sein kann.
Ich bevorzuge lieber das Dreiermittelfeld: Can - Brandt, Bellingham. Ersatz: Witsel - Reyna, Delaney
Oben bleibt zunächst Witsel drin, der wird zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch die Nase vorn haben. Früher oder später hoffe ich aber natürlich auf das belebende Element Bellingham, während Can voll und ganz auf Bällejagd auf der Sechs geht.
Gerade das Mittelfeld wird der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Dynamik Bellingham + Can erhoffe ich mir wesentlich bessere Arbeit gegen den Ball im Vergleich zu Witsel. Das muss auch so sein, will man bei Viererkette Guerreiro optimal einbinden. Dass wir im letzten Jahr so große Probleme mit der Vierekette hatten lag nicht nur an der zu offensiven Kombi Hakimi/Guerreiro, wir waren auch im Zentrum nur selten giftig, unangenehm und auf der Höhe. Zukünftig kann aber gerade unser Mittelfeld Prunkstück werden und das ist in dieser Saison auch mein klarer Anspruch an Favre. Wir müssen die Spiele im Zentrum wensentlich besser kontrollieren, wir brauchen viel mehr Zugriff und müssen deutlich aktiver und höher Bälle erobern. Jetzt haben wir definitiv das Spielermaterial dazu, das hat uns inbesondere in der Tiefe immer gefehlt.
Meunier ist im Spiel gegen den Ball mit seiner Größe wie ein dritter Innenverteidiger. Er passt optimal in das System und stellt hoffentlich das Gegenpol zu Guerreiro dar. So ergibt auch Reinier total Sinn, als kurzfristigen BackUp bzw. Herausforderer von Reyna auf den Halb-Positionen, solange Reus fehlt.
Die Mannschaft so zu sehen, wäre ein Traum.
Guerreiro auch noch ins Zentrum zu ziehen wäre allerdings schwachsinnig. Nicht falsch verstehen, mir gefällt Rapha auch außerordentlich gut. Er ist fußballerisch einer der besten Spieler der Bundesliga. Das Tor zum 3:1, wie viele Spieler können das? Auch wenn es "nur" Austria Wien war. Das Auge für den Mitspieler aus tiefer Position, den Pass zurück technisch hochwertig und enorm anspruchsvoll im Sprint zurück gechipt, perfekter Laufweg, perfekte Ballmitnahme, perfekter Abschluss. Überragende Aktion.
Aber wollen wir zukünftig im 2-7-1 System auflaufen?
Wir sind schon jetzt gnadenlos überbesetzt im Zentrum. Alles andere als ein 4-3-3/4-1-4-1 oder 4-3-2-1 wäre angesichts der Qualität, Tiefe und auch Investitionsrahmen der letzten TPs ziemlich "komisch".
Das 4-2-3-1 finde ich bisher nicht so klar, wie es dargestellt wird. Gerade Reyna und Brandt sind Spieler, die auch viel aus einer tieferen Position kommen und viele Bälle fordern. Das ist kein Vergleich zu beispielsweise Reus, das geht für mich trotz nominellem 4-2-3-1 eben deutlich eher in ein 4-3-3/4-1-4-1 (wie man will).
Und in die Zentrale gehören eben auch ganz klar Reyna und Brandt. Daneben hat man aber nicht nur Witsel, Delaney, Dahoud und Raschl. Man hat im Winter 25 Mio. für Emre Can ausgegeben und man hat jetzt nochmals 23 Mio. für Bellingham ausgegeben.
Selbst wenn man das Mittelfeld im 4-3-3 mit Witsel - Can, Brandt oder - sofern Bellingham nur ansatzweise seine Klasse und bisher gezeigten Leistungen auf die Bundesliga übertraggen kann - mit Can - Bellingham, Brandt aufstellt, hat man noch immer Top-Spieler wie Reyna, Bellingham/Witsel, Delaney + die eher chancenlosen Raschl, Dahoud und ggf. Pherai.
Jetzt kommt mit Reinier ein weiterer Spieler hinzu, der klar besser im Zentrum als auf Außen aufgehoben ist.
Also bei allem Respekt, es wäre trotz seiner großen Klasse total unnötig, auch noch Rapha ins Zentrum zu befördern. Ich hoffe, dass sich über kurz oder lang ein 4-3-2-1 etabliert, also eher weniger klassische Winger, sondern zwei hängende Spitzen (wobei Sancho natürlich eher nach RA drängt), ähnlich wie bei unserer Dreierkette in der Rückrunde, in den Halbräumen. Da passen dann auch die vielen Zentrumslastigen Spieler deutlich besser hin, auch Reus, wenn er wieder zurück kommt. Meiner Meinung nach auch die Idealposition von Reinier.
Asymmetrische Anordnung (mit fittem Reus):
----------------------------HAALAND---------------------
-----------------(Moukoko, Hazard, Reinier)-----------
------REUS--------------------------------SANCHO-------/Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze, Sancho mehr in die ----(Reyna, Reinier)----------------------(Hazard)-----/Breite. Reyna ersetzt Reus in der Hinrunde, Reinier BU.
GUERREIRO*---BRANDT----------CAN---------------------/*Guerreiro realtaktisch platziert
(Schulz)---(Reyna, Dahoud)-(Bellingham, Delaney)--
----------------------------WITSEL--------------------------------
-----------------------------(Can)---------------------------------/Hoffe eher Can spielt direkt DM, Bellingham fix ZM
------HUMMELS----------AKANJI-------------MEUNIER----/asymmetrische Deierkette sichert Guerreiro ab, Vorbild -----(Zagaodu)------(Can, Piszczek)---(Piszczek, Morey)/Barca unter Pep, Meunier macht den Abidal, Guerreiro ------------------------------BÜRKI--------------------------------/den Alves
Das ist für mich aktuell die Anordnung, in der unsere Spielertypen ideal zur Geltung kommen könnten.
Von einer Dreierkette bzw. Fünferkette halte ich gar nichts (mehr). Dafür fehlt uns der rechte Schienenspieler im Vergleich zur letzten Saison und die Verpflichtung von Bellingham würde keinen Sinn ergeben. Der hat allerdings schon gezeigt, wie wichtig sein Spielertyp sein kann.
Ich bevorzuge lieber das Dreiermittelfeld: Can - Brandt, Bellingham. Ersatz: Witsel - Reyna, Delaney
Oben bleibt zunächst Witsel drin, der wird zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch die Nase vorn haben. Früher oder später hoffe ich aber natürlich auf das belebende Element Bellingham, während Can voll und ganz auf Bällejagd auf der Sechs geht.
Gerade das Mittelfeld wird der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Dynamik Bellingham + Can erhoffe ich mir wesentlich bessere Arbeit gegen den Ball im Vergleich zu Witsel. Das muss auch so sein, will man bei Viererkette Guerreiro optimal einbinden. Dass wir im letzten Jahr so große Probleme mit der Vierekette hatten lag nicht nur an der zu offensiven Kombi Hakimi/Guerreiro, wir waren auch im Zentrum nur selten giftig, unangenehm und auf der Höhe. Zukünftig kann aber gerade unser Mittelfeld Prunkstück werden und das ist in dieser Saison auch mein klarer Anspruch an Favre. Wir müssen die Spiele im Zentrum wensentlich besser kontrollieren, wir brauchen viel mehr Zugriff und müssen deutlich aktiver und höher Bälle erobern. Jetzt haben wir definitiv das Spielermaterial dazu, das hat uns inbesondere in der Tiefe immer gefehlt.
Meunier ist im Spiel gegen den Ball mit seiner Größe wie ein dritter Innenverteidiger. Er passt optimal in das System und stellt hoffentlich das Gegenpol zu Guerreiro dar. So ergibt auch Reinier total Sinn, als kurzfristigen BackUp bzw. Herausforderer von Reyna auf den Halb-Positionen, solange Reus fehlt.
Die Mannschaft so zu sehen, wäre ein Traum.
Verstehe nicht, wie die rechte Seite besetzt sein sollte.
Sancho soll viel in die Mitte ziehen und Meunier soll hinten absichern?
Can wird auch nicht nach Außen ziehen.
Wäre Sancho nicht relativ isoliert und der einzige, der überhaupt die Seite im Mittelfeld und offensiv besetzen würde?
Die linke Seite mit einem offensiven Guerreiro, Brandt und Reus würde mir sehr gut gefallen. Ich halte alle drei für handlungsschnell und mit klugen Laufwegen im Kombinationsspiel. Die würden alle gegenseitig voneinander profitieren.
Die asymmetrische Viererkette halte ich dank Tuchel für eine gute Möglichkeit hinten stabil zu stehen. Ich wäre mir allerdings nicht sicher, ob Meunier das hinten rechts besser als Piszczek machen würde.
Im Testspiel hatte er mir zu viel Offensivdrang gezeigt und so Lücken für die Österreicher aufgerissen.
Das Dreierzentrum würde sich auch sehr gut ergänzen, denke ich. Kreativität, Kontrolle und Aggressivität ist vorhanden. Diese Mischung könnte gut passen.
Nur die rechte Seite würde mir eben Sorgen bereiten.
Damals unter Tuchel lief dort Mkhitaryan statt Sancho auf. Der Unterschied wäre für mich, dass Mkhitaryan weniger direkten Zug zum Tor hatte (11 Tore, 20 Vorlagen in der Liga, Sancho 17 Tore, 17 Vorlagen), Mkhitaryan sich vor der asymmetrischen Viererkette die Bälle tief abholte und er auch defensiv sehr gut arbeitete. Zudem hatte er auch eher Unterstützung durch das Mittelfeld, um sich nach vorne zu spielen. Statt einem Can war das dann ein Kagawa beispielsweise(siehe hier)
Spielerisch könnte Sancho Mkhitaryans Rolle noch besser ausfüllen. Er würde dann aber wohl an Torgefährlichkeit einbüßen und noch mehr den Aufbau über Außen antreiben müssen. Könnte man durchaus überlegen. Wobei den Part im Aufbau auch Brandt übernehmen könnte, wenn er die Seite wechselt. Die Außenbahn würde Brandt aber nicht besetzen, weswegen dort dann weiterhin nur Sancho wäre (abgesehen von der Verteidigung)
Zur rechten Seite: Genau so war das eigentlich gedacht, ich schrieb "Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze (bzw. Reyna/Hazard/Reinier), Sancho mehr in die Breite".
Leider hat es die Formation und die Anmerkungen etwas verhagelt, ich würde das gerne ähnlich schön aufmalen wie im Tool von Spielverlagerung.de.
Dein Link zum Hertha-Spiel entspricht nahezu ezakt meiner Wunsch-Aufstellung. Ich sehe Sancho schon äußerst gut in so einer Rolle aufgehoben. Die unterscheidet sich auch nicht wesentlich von seinem Typus, ist ja nicht so, dass er 17 Tore geschossen hat, weil er größenteils im Sechzehner steht.
Meunier kennt die Rolle eigentlich gut aus Paris, da war es mit meist hochaufgerücktem Bernat ganz ähnlich und Meunier zwar auch immer wieder offensiv dabei (das soll er ja auch bei uns), aber in der Grundausrichtung schon deutlich defensivorientierter. Sancho war und bleibt Initiator, gerade durch einen hochaufgerückten Guerreiro sollten durch die verschiebenden Brandt/Bellingham und Can/Witsel genügend hochwertige Anspielstationen neben Meunier vorhanden sein.
Letztendlich - das habe ich ja als meine Erwartung an Favre definiert - steht und fällt alles mit dem Zentrum.
Wir haben jetzt zur kommenden Saison die Qualität, die Tiefe und vor allem die passenden, verschiedenen Spielertypen für ein kompatibles Dreiermittelfeld. Erinnern wir uns mal an Peter Bosz zurück, der für sein 4-3-3 Sahin, Castro, Weigl und Götze zur Auswahl hatte. Da erwarte ich einen großen Sprung.
Wir hatten trotz guter Spieler nie die optimale Besetzung. Witsel - Delaney ist auf unserem Niveau zu statisch und zu wenig vertikal, gilt auch für Can - Witsel. Vor der Dreierkette haben Komibs mit Brandt meist sehr gut funktioniert, doch das verbindende Element war nie da, weil die Position auch nicht existierte und an einen zusätzlichen IV ging. Can - Brandt war teilweis zu offensiv und mitunter zu riskant, bei Witsel - Brandt fehlt dagegen die Arbeit gegen den Ball.
Im 4-3-3 bzw. situativ 4-4-2 kriegen wir mit Bellingham genau den Spielertypen, der uns bisher gefehlt hat mit dazu. Delaney kann das als BackUp spielen, die Dynamik - auf diesem Niveau letztendlich auch das Talent - geht ihm aber ab.
Wenn wir mit einer gewissen Eingespieltheit dahin kommen, dass die Arbeit gegen den Ball hoch und dauerhaft funktioniert, durch cleveres Verschieben ständig Dreiecke gebildet werden und Guerreiro entsprechend abgesichert wird, dann können wir als Mannschaft einen großen Sprung nach vorne machen.
Ich sah die Probleme bei einer Viererkette schon letztes Jahr nicht nur(!) wegen Hakimi/Guerreiro, sondern eben auch wegen unserem Zentrum. Ein zusätzlicher Spieler wird uns gut tun und die Defensive hoffentlich entlasten, mit Meunier statt Hakimi hat man zudem dann auch den richtigen Mann dafür.
Ich weiß zwar noch nicht, wie die Startelf gegen Gladbach aussehen könnte. Kriegen wir das auf Dauer aber so ähnlich hin, dann freue ich mich total auf die neue Saison. Die Transferpolitik hätte mit Bellingham, Meunier und Reinier perfekt gepasst, trotz kaum vorhandenem Budget. Der eigentliche Plan wurde ja auch ganz gerne mal in Frage gestellt. Jetzt liegt es eben an Favre, das bestmöglich in ein System zu bekommen. Hat man so ein Mittelfeld zur Verfügung und zusätzlich in der Offensive Weltklasse-Spieler wie Sancho und Haaland, dann kann es am Ende nicht des Rätsels Antwort sein mit Dreierkette spielen zu müssen, weil man sonst keine defensive Stabilität hinbekommt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von badenborusse93 am 17.08.2020 um 15:38 Uhr bearbeitet
17.08.2020 - 17:24 Uhr
Zitat von badenborusse93
Zur rechten Seite: Genau so war das eigentlich gedacht, ich schrieb "Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze (bzw. Reyna/Hazard/Reinier), Sancho mehr in die Breite".
Leider hat es die Formation und die Anmerkungen etwas verhagelt, ich würde das gerne ähnlich schön aufmalen wie im Tool von Spielverlagerung.de.
Dein Link zum Hertha-Spiel entspricht nahezu ezakt meiner Wunsch-Aufstellung. Ich sehe Sancho schon äußerst gut in so einer Rolle aufgehoben. Die unterscheidet sich auch nicht wesentlich von seinem Typus, ist ja nicht so, dass er 17 Tore geschossen hat, weil er größenteils im Sechzehner steht.
Meunier kennt die Rolle eigentlich gut aus Paris, da war es mit meist hochaufgerücktem Bernat ganz ähnlich und Meunier zwar auch immer wieder offensiv dabei (das soll er ja auch bei uns), aber in der Grundausrichtung schon deutlich defensivorientierter. Sancho war und bleibt Initiator, gerade durch einen hochaufgerückten Guerreiro sollten durch die verschiebenden Brandt/Bellingham und Can/Witsel genügend hochwertige Anspielstationen neben Meunier vorhanden sein.
Letztendlich - das habe ich ja als meine Erwartung an Favre definiert - steht und fällt alles mit dem Zentrum.
Wir haben jetzt zur kommenden Saison die Qualität, die Tiefe und vor allem die passenden, verschiedenen Spielertypen für ein kompatibles Dreiermittelfeld. Erinnern wir uns mal an Peter Bosz zurück, der für sein 4-3-3 Sahin, Castro, Weigl und Götze zur Auswahl hatte. Da erwarte ich einen großen Sprung.
Wir hatten trotz guter Spieler nie die optimale Besetzung. Witsel - Delaney ist auf unserem Niveau zu statisch und zu wenig vertikal, gilt auch für Can - Witsel. Vor der Dreierkette haben Komibs mit Brandt meist sehr gut funktioniert, doch das verbindende Element war nie da, weil die Position auch nicht existierte und an einen zusätzlichen IV ging. Can - Brandt war teilweis zu offensiv und mitunter zu riskant, bei Witsel - Brandt fehlt dagegen die Arbeit gegen den Ball.
Im 4-3-3 bzw. situativ 4-4-2 kriegen wir mit Bellingham genau den Spielertypen, der uns bisher gefehlt hat mit dazu. Delaney kann das als BackUp spielen, die Dynamik - auf diesem Niveau letztendlich auch das Talent - geht ihm aber ab.
Wenn wir mit einer gewissen Eingespieltheit dahin kommen, dass die Arbeit gegen den Ball hoch und dauerhaft funktioniert, durch cleveres Verschieben ständig Dreiecke gebildet werden und Guerreiro entsprechend abgesichert wird, dann können wir als Mannschaft einen großen Sprung nach vorne machen.
Ich sah die Probleme bei einer Viererkette schon letztes Jahr nicht nur(!) wegen Hakimi/Guerreiro, sondern eben auch wegen unserem Zentrum. Ein zusätzlicher Spieler wird uns gut tun und die Defensive hoffentlich entlasten, mit Meunier statt Hakimi hat man zudem dann auch den richtigen Mann dafür.
Ich weiß zwar noch nicht, wie die Startelf gegen Gladbach aussehen könnte. Kriegen wir das auf Dauer aber so ähnlich hin, dann freue ich mich total auf die neue Saison. Die Transferpolitik hätte mit Bellingham, Meunier und Reinier perfekt gepasst, trotz kaum vorhandenem Budget. Der eigentliche Plan wurde ja auch ganz gerne mal in Frage gestellt. Jetzt liegt es eben an Favre, das bestmöglich in ein System zu bekommen. Hat man so ein Mittelfeld zur Verfügung und zusätzlich in der Offensive Weltklasse-Spieler wie Sancho und Haaland, dann kann es am Ende nicht des Rätsels Antwort sein mit Dreierkette spielen zu müssen, weil man sonst keine defensive Stabilität hinbekommt.
Zitat von mba123
Verstehe nicht, wie die rechte Seite besetzt sein sollte.
Sancho soll viel in die Mitte ziehen und Meunier soll hinten absichern?
Can wird auch nicht nach Außen ziehen.
Wäre Sancho nicht relativ isoliert und der einzige, der überhaupt die Seite im Mittelfeld und offensiv besetzen würde?
Die linke Seite mit einem offensiven Guerreiro, Brandt und Reus würde mir sehr gut gefallen. Ich halte alle drei für handlungsschnell und mit klugen Laufwegen im Kombinationsspiel. Die würden alle gegenseitig voneinander profitieren.
Die asymmetrische Viererkette halte ich dank Tuchel für eine gute Möglichkeit hinten stabil zu stehen. Ich wäre mir allerdings nicht sicher, ob Meunier das hinten rechts besser als Piszczek machen würde.
Im Testspiel hatte er mir zu viel Offensivdrang gezeigt und so Lücken für die Österreicher aufgerissen.
Das Dreierzentrum würde sich auch sehr gut ergänzen, denke ich. Kreativität, Kontrolle und Aggressivität ist vorhanden. Diese Mischung könnte gut passen.
Nur die rechte Seite würde mir eben Sorgen bereiten.
Damals unter Tuchel lief dort Mkhitaryan statt Sancho auf. Der Unterschied wäre für mich, dass Mkhitaryan weniger direkten Zug zum Tor hatte (11 Tore, 20 Vorlagen in der Liga, Sancho 17 Tore, 17 Vorlagen), Mkhitaryan sich vor der asymmetrischen Viererkette die Bälle tief abholte und er auch defensiv sehr gut arbeitete. Zudem hatte er auch eher Unterstützung durch das Mittelfeld, um sich nach vorne zu spielen. Statt einem Can war das dann ein Kagawa beispielsweise(siehe hier)
Spielerisch könnte Sancho Mkhitaryans Rolle noch besser ausfüllen. Er würde dann aber wohl an Torgefährlichkeit einbüßen und noch mehr den Aufbau über Außen antreiben müssen. Könnte man durchaus überlegen. Wobei den Part im Aufbau auch Brandt übernehmen könnte, wenn er die Seite wechselt. Die Außenbahn würde Brandt aber nicht besetzen, weswegen dort dann weiterhin nur Sancho wäre (abgesehen von der Verteidigung)
Zitat von badenborusse93
Guerreiro auch noch ins Zentrum zu ziehen wäre allerdings schwachsinnig. Nicht falsch verstehen, mir gefällt Rapha auch außerordentlich gut. Er ist fußballerisch einer der besten Spieler der Bundesliga. Das Tor zum 3:1, wie viele Spieler können das? Auch wenn es "nur" Austria Wien war. Das Auge für den Mitspieler aus tiefer Position, den Pass zurück technisch hochwertig und enorm anspruchsvoll im Sprint zurück gechipt, perfekter Laufweg, perfekte Ballmitnahme, perfekter Abschluss. Überragende Aktion.
Aber wollen wir zukünftig im 2-7-1 System auflaufen?
Wir sind schon jetzt gnadenlos überbesetzt im Zentrum. Alles andere als ein 4-3-3/4-1-4-1 oder 4-3-2-1 wäre angesichts der Qualität, Tiefe und auch Investitionsrahmen der letzten TPs ziemlich "komisch".
Das 4-2-3-1 finde ich bisher nicht so klar, wie es dargestellt wird. Gerade Reyna und Brandt sind Spieler, die auch viel aus einer tieferen Position kommen und viele Bälle fordern. Das ist kein Vergleich zu beispielsweise Reus, das geht für mich trotz nominellem 4-2-3-1 eben deutlich eher in ein 4-3-3/4-1-4-1 (wie man will).
Und in die Zentrale gehören eben auch ganz klar Reyna und Brandt. Daneben hat man aber nicht nur Witsel, Delaney, Dahoud und Raschl. Man hat im Winter 25 Mio. für Emre Can ausgegeben und man hat jetzt nochmals 23 Mio. für Bellingham ausgegeben.
Selbst wenn man das Mittelfeld im 4-3-3 mit Witsel - Can, Brandt oder - sofern Bellingham nur ansatzweise seine Klasse und bisher gezeigten Leistungen auf die Bundesliga übertraggen kann - mit Can - Bellingham, Brandt aufstellt, hat man noch immer Top-Spieler wie Reyna, Bellingham/Witsel, Delaney + die eher chancenlosen Raschl, Dahoud und ggf. Pherai.
Jetzt kommt mit Reinier ein weiterer Spieler hinzu, der klar besser im Zentrum als auf Außen aufgehoben ist.
Also bei allem Respekt, es wäre trotz seiner großen Klasse total unnötig, auch noch Rapha ins Zentrum zu befördern. Ich hoffe, dass sich über kurz oder lang ein 4-3-2-1 etabliert, also eher weniger klassische Winger, sondern zwei hängende Spitzen (wobei Sancho natürlich eher nach RA drängt), ähnlich wie bei unserer Dreierkette in der Rückrunde, in den Halbräumen. Da passen dann auch die vielen Zentrumslastigen Spieler deutlich besser hin, auch Reus, wenn er wieder zurück kommt. Meiner Meinung nach auch die Idealposition von Reinier.
Asymmetrische Anordnung (mit fittem Reus):
----------------------------HAALAND---------------------
-----------------(Moukoko, Hazard, Reinier)-----------
------REUS--------------------------------SANCHO-------/Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze, Sancho mehr in die ----(Reyna, Reinier)----------------------(Hazard)-----/Breite. Reyna ersetzt Reus in der Hinrunde, Reinier BU.
GUERREIRO*---BRANDT----------CAN---------------------/*Guerreiro realtaktisch platziert
(Schulz)---(Reyna, Dahoud)-(Bellingham, Delaney)--
----------------------------WITSEL--------------------------------
-----------------------------(Can)---------------------------------/Hoffe eher Can spielt direkt DM, Bellingham fix ZM
------HUMMELS----------AKANJI-------------MEUNIER----/asymmetrische Deierkette sichert Guerreiro ab, Vorbild -----(Zagaodu)------(Can, Piszczek)---(Piszczek, Morey)/Barca unter Pep, Meunier macht den Abidal, Guerreiro ------------------------------BÜRKI--------------------------------/den Alves
Das ist für mich aktuell die Anordnung, in der unsere Spielertypen ideal zur Geltung kommen könnten.
Von einer Dreierkette bzw. Fünferkette halte ich gar nichts (mehr). Dafür fehlt uns der rechte Schienenspieler im Vergleich zur letzten Saison und die Verpflichtung von Bellingham würde keinen Sinn ergeben. Der hat allerdings schon gezeigt, wie wichtig sein Spielertyp sein kann.
Ich bevorzuge lieber das Dreiermittelfeld: Can - Brandt, Bellingham. Ersatz: Witsel - Reyna, Delaney
Oben bleibt zunächst Witsel drin, der wird zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch die Nase vorn haben. Früher oder später hoffe ich aber natürlich auf das belebende Element Bellingham, während Can voll und ganz auf Bällejagd auf der Sechs geht.
Gerade das Mittelfeld wird der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Dynamik Bellingham + Can erhoffe ich mir wesentlich bessere Arbeit gegen den Ball im Vergleich zu Witsel. Das muss auch so sein, will man bei Viererkette Guerreiro optimal einbinden. Dass wir im letzten Jahr so große Probleme mit der Vierekette hatten lag nicht nur an der zu offensiven Kombi Hakimi/Guerreiro, wir waren auch im Zentrum nur selten giftig, unangenehm und auf der Höhe. Zukünftig kann aber gerade unser Mittelfeld Prunkstück werden und das ist in dieser Saison auch mein klarer Anspruch an Favre. Wir müssen die Spiele im Zentrum wensentlich besser kontrollieren, wir brauchen viel mehr Zugriff und müssen deutlich aktiver und höher Bälle erobern. Jetzt haben wir definitiv das Spielermaterial dazu, das hat uns inbesondere in der Tiefe immer gefehlt.
Meunier ist im Spiel gegen den Ball mit seiner Größe wie ein dritter Innenverteidiger. Er passt optimal in das System und stellt hoffentlich das Gegenpol zu Guerreiro dar. So ergibt auch Reinier total Sinn, als kurzfristigen BackUp bzw. Herausforderer von Reyna auf den Halb-Positionen, solange Reus fehlt.
Die Mannschaft so zu sehen, wäre ein Traum.
Guerreiro auch noch ins Zentrum zu ziehen wäre allerdings schwachsinnig. Nicht falsch verstehen, mir gefällt Rapha auch außerordentlich gut. Er ist fußballerisch einer der besten Spieler der Bundesliga. Das Tor zum 3:1, wie viele Spieler können das? Auch wenn es "nur" Austria Wien war. Das Auge für den Mitspieler aus tiefer Position, den Pass zurück technisch hochwertig und enorm anspruchsvoll im Sprint zurück gechipt, perfekter Laufweg, perfekte Ballmitnahme, perfekter Abschluss. Überragende Aktion.
Aber wollen wir zukünftig im 2-7-1 System auflaufen?
Wir sind schon jetzt gnadenlos überbesetzt im Zentrum. Alles andere als ein 4-3-3/4-1-4-1 oder 4-3-2-1 wäre angesichts der Qualität, Tiefe und auch Investitionsrahmen der letzten TPs ziemlich "komisch".
Das 4-2-3-1 finde ich bisher nicht so klar, wie es dargestellt wird. Gerade Reyna und Brandt sind Spieler, die auch viel aus einer tieferen Position kommen und viele Bälle fordern. Das ist kein Vergleich zu beispielsweise Reus, das geht für mich trotz nominellem 4-2-3-1 eben deutlich eher in ein 4-3-3/4-1-4-1 (wie man will).
Und in die Zentrale gehören eben auch ganz klar Reyna und Brandt. Daneben hat man aber nicht nur Witsel, Delaney, Dahoud und Raschl. Man hat im Winter 25 Mio. für Emre Can ausgegeben und man hat jetzt nochmals 23 Mio. für Bellingham ausgegeben.
Selbst wenn man das Mittelfeld im 4-3-3 mit Witsel - Can, Brandt oder - sofern Bellingham nur ansatzweise seine Klasse und bisher gezeigten Leistungen auf die Bundesliga übertraggen kann - mit Can - Bellingham, Brandt aufstellt, hat man noch immer Top-Spieler wie Reyna, Bellingham/Witsel, Delaney + die eher chancenlosen Raschl, Dahoud und ggf. Pherai.
Jetzt kommt mit Reinier ein weiterer Spieler hinzu, der klar besser im Zentrum als auf Außen aufgehoben ist.
Also bei allem Respekt, es wäre trotz seiner großen Klasse total unnötig, auch noch Rapha ins Zentrum zu befördern. Ich hoffe, dass sich über kurz oder lang ein 4-3-2-1 etabliert, also eher weniger klassische Winger, sondern zwei hängende Spitzen (wobei Sancho natürlich eher nach RA drängt), ähnlich wie bei unserer Dreierkette in der Rückrunde, in den Halbräumen. Da passen dann auch die vielen Zentrumslastigen Spieler deutlich besser hin, auch Reus, wenn er wieder zurück kommt. Meiner Meinung nach auch die Idealposition von Reinier.
Asymmetrische Anordnung (mit fittem Reus):
----------------------------HAALAND---------------------
-----------------(Moukoko, Hazard, Reinier)-----------
------REUS--------------------------------SANCHO-------/Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze, Sancho mehr in die ----(Reyna, Reinier)----------------------(Hazard)-----/Breite. Reyna ersetzt Reus in der Hinrunde, Reinier BU.
GUERREIRO*---BRANDT----------CAN---------------------/*Guerreiro realtaktisch platziert
(Schulz)---(Reyna, Dahoud)-(Bellingham, Delaney)--
----------------------------WITSEL--------------------------------
-----------------------------(Can)---------------------------------/Hoffe eher Can spielt direkt DM, Bellingham fix ZM
------HUMMELS----------AKANJI-------------MEUNIER----/asymmetrische Deierkette sichert Guerreiro ab, Vorbild -----(Zagaodu)------(Can, Piszczek)---(Piszczek, Morey)/Barca unter Pep, Meunier macht den Abidal, Guerreiro ------------------------------BÜRKI--------------------------------/den Alves
Das ist für mich aktuell die Anordnung, in der unsere Spielertypen ideal zur Geltung kommen könnten.
Von einer Dreierkette bzw. Fünferkette halte ich gar nichts (mehr). Dafür fehlt uns der rechte Schienenspieler im Vergleich zur letzten Saison und die Verpflichtung von Bellingham würde keinen Sinn ergeben. Der hat allerdings schon gezeigt, wie wichtig sein Spielertyp sein kann.
Ich bevorzuge lieber das Dreiermittelfeld: Can - Brandt, Bellingham. Ersatz: Witsel - Reyna, Delaney
Oben bleibt zunächst Witsel drin, der wird zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch die Nase vorn haben. Früher oder später hoffe ich aber natürlich auf das belebende Element Bellingham, während Can voll und ganz auf Bällejagd auf der Sechs geht.
Gerade das Mittelfeld wird der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Dynamik Bellingham + Can erhoffe ich mir wesentlich bessere Arbeit gegen den Ball im Vergleich zu Witsel. Das muss auch so sein, will man bei Viererkette Guerreiro optimal einbinden. Dass wir im letzten Jahr so große Probleme mit der Vierekette hatten lag nicht nur an der zu offensiven Kombi Hakimi/Guerreiro, wir waren auch im Zentrum nur selten giftig, unangenehm und auf der Höhe. Zukünftig kann aber gerade unser Mittelfeld Prunkstück werden und das ist in dieser Saison auch mein klarer Anspruch an Favre. Wir müssen die Spiele im Zentrum wensentlich besser kontrollieren, wir brauchen viel mehr Zugriff und müssen deutlich aktiver und höher Bälle erobern. Jetzt haben wir definitiv das Spielermaterial dazu, das hat uns inbesondere in der Tiefe immer gefehlt.
Meunier ist im Spiel gegen den Ball mit seiner Größe wie ein dritter Innenverteidiger. Er passt optimal in das System und stellt hoffentlich das Gegenpol zu Guerreiro dar. So ergibt auch Reinier total Sinn, als kurzfristigen BackUp bzw. Herausforderer von Reyna auf den Halb-Positionen, solange Reus fehlt.
Die Mannschaft so zu sehen, wäre ein Traum.
Verstehe nicht, wie die rechte Seite besetzt sein sollte.
Sancho soll viel in die Mitte ziehen und Meunier soll hinten absichern?
Can wird auch nicht nach Außen ziehen.
Wäre Sancho nicht relativ isoliert und der einzige, der überhaupt die Seite im Mittelfeld und offensiv besetzen würde?
Die linke Seite mit einem offensiven Guerreiro, Brandt und Reus würde mir sehr gut gefallen. Ich halte alle drei für handlungsschnell und mit klugen Laufwegen im Kombinationsspiel. Die würden alle gegenseitig voneinander profitieren.
Die asymmetrische Viererkette halte ich dank Tuchel für eine gute Möglichkeit hinten stabil zu stehen. Ich wäre mir allerdings nicht sicher, ob Meunier das hinten rechts besser als Piszczek machen würde.
Im Testspiel hatte er mir zu viel Offensivdrang gezeigt und so Lücken für die Österreicher aufgerissen.
Das Dreierzentrum würde sich auch sehr gut ergänzen, denke ich. Kreativität, Kontrolle und Aggressivität ist vorhanden. Diese Mischung könnte gut passen.
Nur die rechte Seite würde mir eben Sorgen bereiten.
Damals unter Tuchel lief dort Mkhitaryan statt Sancho auf. Der Unterschied wäre für mich, dass Mkhitaryan weniger direkten Zug zum Tor hatte (11 Tore, 20 Vorlagen in der Liga, Sancho 17 Tore, 17 Vorlagen), Mkhitaryan sich vor der asymmetrischen Viererkette die Bälle tief abholte und er auch defensiv sehr gut arbeitete. Zudem hatte er auch eher Unterstützung durch das Mittelfeld, um sich nach vorne zu spielen. Statt einem Can war das dann ein Kagawa beispielsweise(siehe hier)
Spielerisch könnte Sancho Mkhitaryans Rolle noch besser ausfüllen. Er würde dann aber wohl an Torgefährlichkeit einbüßen und noch mehr den Aufbau über Außen antreiben müssen. Könnte man durchaus überlegen. Wobei den Part im Aufbau auch Brandt übernehmen könnte, wenn er die Seite wechselt. Die Außenbahn würde Brandt aber nicht besetzen, weswegen dort dann weiterhin nur Sancho wäre (abgesehen von der Verteidigung)
Zur rechten Seite: Genau so war das eigentlich gedacht, ich schrieb "Reus zentraler mit Laufw. in die Spitze (bzw. Reyna/Hazard/Reinier), Sancho mehr in die Breite".
Leider hat es die Formation und die Anmerkungen etwas verhagelt, ich würde das gerne ähnlich schön aufmalen wie im Tool von Spielverlagerung.de.
Dein Link zum Hertha-Spiel entspricht nahezu ezakt meiner Wunsch-Aufstellung. Ich sehe Sancho schon äußerst gut in so einer Rolle aufgehoben. Die unterscheidet sich auch nicht wesentlich von seinem Typus, ist ja nicht so, dass er 17 Tore geschossen hat, weil er größenteils im Sechzehner steht.
Meunier kennt die Rolle eigentlich gut aus Paris, da war es mit meist hochaufgerücktem Bernat ganz ähnlich und Meunier zwar auch immer wieder offensiv dabei (das soll er ja auch bei uns), aber in der Grundausrichtung schon deutlich defensivorientierter. Sancho war und bleibt Initiator, gerade durch einen hochaufgerückten Guerreiro sollten durch die verschiebenden Brandt/Bellingham und Can/Witsel genügend hochwertige Anspielstationen neben Meunier vorhanden sein.
Letztendlich - das habe ich ja als meine Erwartung an Favre definiert - steht und fällt alles mit dem Zentrum.
Wir haben jetzt zur kommenden Saison die Qualität, die Tiefe und vor allem die passenden, verschiedenen Spielertypen für ein kompatibles Dreiermittelfeld. Erinnern wir uns mal an Peter Bosz zurück, der für sein 4-3-3 Sahin, Castro, Weigl und Götze zur Auswahl hatte. Da erwarte ich einen großen Sprung.
Wir hatten trotz guter Spieler nie die optimale Besetzung. Witsel - Delaney ist auf unserem Niveau zu statisch und zu wenig vertikal, gilt auch für Can - Witsel. Vor der Dreierkette haben Komibs mit Brandt meist sehr gut funktioniert, doch das verbindende Element war nie da, weil die Position auch nicht existierte und an einen zusätzlichen IV ging. Can - Brandt war teilweis zu offensiv und mitunter zu riskant, bei Witsel - Brandt fehlt dagegen die Arbeit gegen den Ball.
Im 4-3-3 bzw. situativ 4-4-2 kriegen wir mit Bellingham genau den Spielertypen, der uns bisher gefehlt hat mit dazu. Delaney kann das als BackUp spielen, die Dynamik - auf diesem Niveau letztendlich auch das Talent - geht ihm aber ab.
Wenn wir mit einer gewissen Eingespieltheit dahin kommen, dass die Arbeit gegen den Ball hoch und dauerhaft funktioniert, durch cleveres Verschieben ständig Dreiecke gebildet werden und Guerreiro entsprechend abgesichert wird, dann können wir als Mannschaft einen großen Sprung nach vorne machen.
Ich sah die Probleme bei einer Viererkette schon letztes Jahr nicht nur(!) wegen Hakimi/Guerreiro, sondern eben auch wegen unserem Zentrum. Ein zusätzlicher Spieler wird uns gut tun und die Defensive hoffentlich entlasten, mit Meunier statt Hakimi hat man zudem dann auch den richtigen Mann dafür.
Ich weiß zwar noch nicht, wie die Startelf gegen Gladbach aussehen könnte. Kriegen wir das auf Dauer aber so ähnlich hin, dann freue ich mich total auf die neue Saison. Die Transferpolitik hätte mit Bellingham, Meunier und Reinier perfekt gepasst, trotz kaum vorhandenem Budget. Der eigentliche Plan wurde ja auch ganz gerne mal in Frage gestellt. Jetzt liegt es eben an Favre, das bestmöglich in ein System zu bekommen. Hat man so ein Mittelfeld zur Verfügung und zusätzlich in der Offensive Weltklasse-Spieler wie Sancho und Haaland, dann kann es am Ende nicht des Rätsels Antwort sein mit Dreierkette spielen zu müssen, weil man sonst keine defensive Stabilität hinbekommt.
Im Ballbesitz war das unter Tuchel eine Dreierkette. Den Vorteil, einen weiteren Mann im Mittelfeld oder der Offensive, hatte er dadurch geopfert; genauso wie wir mit der Dreierkette letzte Saison.
Es ergab sich daher, meiner Meinung nach, kein direkter Systemvorteil aus der asymmetrischen Viererkette gegenüber einer Dreierkette; bezogen auf den Ballbesitz. Insgesamt verschob Tuchel dadurch die Balance sehr stark Richtung Defensive (verglichen mit der Hinrunde 15/16) .
Erst wenn wir uns unter Tuchel ins Defensivsystem zurückfallen ließen, war es wieder eine Viererkette. In der Defensive hatte Tuchel dann einen Mann mehr weiter vorne als Favre, der die Dreierkette im Defensivsystem zur Fünferkette erweitert (muss man aber allgemein nicht).
Soweit ich mich erinnere, hatte Tuchel auch selber gesagt, dass er umstellte, um die Konterabsicherung zu verbessern. Ist das selbe Prinzip wie mit herkömmlicher Dreierkette, denke ich. Und kostest eben einen Mann weiter vorne im Vergleich zu einer typischen Viererkette.
Das schreibe ich, weil einige der Dreierkette wenig abgewinnen (wie es bei dir am Ende durchklingt), aber andererseits sehr gerne eine asymmetrische Viererkette wie unter Tuchel sehen würden.
Nichtsdestotrotz würde ich deinen Vorschlag gerne mal umgesetzt sehen. Aber ich bin auch kein Gegner der Dreierkette
17.08.2020 - 21:10 Uhr
Zitat von theBVBGOAT
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Zitat von mba123
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Zitat von Adinho_98
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
… die Rückkehr zur Viererkette: „Ja, das stimmt, wir haben das bislang so gemacht. Ich spiele lieber mit Viererkette, viele große Mannschaften spielen damit. Wir werden sehen, ob es möglich ist, damit zu spielen. Wir haben in der Vorsaison das System gewechselt, weil wir ein paar Probleme hatten. Es ist einfacher, von der Vierer- zu Fünferkette zu wechseln. Aber wir werden sehen, es ist nicht gesagt, dass wir umstellen.“
… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
Interessante Aussagen von Favre, wo er unter anderem auf die Rückkehr zur Viererkette angesprochen wird und diese gerne realisieren würde, aber es wohl auch noch nicht final entschieden ist. Ich denke durchaus, dass dies auch in seinen Planungen noch stark mit der Besetzung auf LV zusammenhängt. Außerdem spricht er die Wunschzahl der Gegentore an, nämlich 26-28, und redet zu Recht von vielen unnötigen Gegentoren. Die Passage mit den zwei Mannschaften habe ich nicht verlinkt, darüber hinaus hebt er speziell die Abschlussfähigkeit von Renier hervor.… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
17.08.2020 - 21:19 Uhr
Zitat von mba123
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Zitat von Adinho_98
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
… die Rückkehr zur Viererkette: „Ja, das stimmt, wir haben das bislang so gemacht. Ich spiele lieber mit Viererkette, viele große Mannschaften spielen damit. Wir werden sehen, ob es möglich ist, damit zu spielen. Wir haben in der Vorsaison das System gewechselt, weil wir ein paar Probleme hatten. Es ist einfacher, von der Vierer- zu Fünferkette zu wechseln. Aber wir werden sehen, es ist nicht gesagt, dass wir umstellen.“
… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
Interessante Aussagen von Favre, wo er unter anderem auf die Rückkehr zur Viererkette angesprochen wird und diese gerne realisieren würde, aber es wohl auch noch nicht final entschieden ist. Ich denke durchaus, dass dies auch in seinen Planungen noch stark mit der Besetzung auf LV zusammenhängt. Außerdem spricht er die Wunschzahl der Gegentore an, nämlich 26-28, und redet zu Recht von vielen unnötigen Gegentoren. Die Passage mit den zwei Mannschaften habe ich nicht verlinkt, darüber hinaus hebt er speziell die Abschlussfähigkeit von Renier hervor.… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Für mich waren in vielen Teilen der letzten 2 Jahre unter Favre die Standards ein riesiges Problem. Dieses konnte man nun deutlich mehr unterbinden, da die Mannschaft sich physisch deutlich verbessert hat (viel mehr Körpergröße) und die Mischform aus Raum- und Manndeckung in der Rückrunde weitgehend sehr gut funktioniert hat. Ohne momentan genaue Statistiken zu kennen kann ich aber feststellen, dass gerade das uns bereits viele unnötige Gegentore erspart (zB die Spiele gegen Köln und Union in der Hinrunde, da resultieren bereits 3 Gegentore aus Standards). Auch die Verpflichtung von Meunier sollte die Kompatibilität einer 4er Kette deutlich erhöhen, da er gerade physisch und in der Luft deutliche Vorteile gegenüber Hakimi besitzt. Die linke Seite sehe ich noch als Vakant an, da mir das Match Hummels-Guerreiro/Schulz noch nicht gefällt, was man in den Testspielen auch zu sehen bekam (zwar ohne Hummels, dafür aber mit Can/Zagadou, die ähnlich aggressiv verteidigen). Daher erhoffe ich mir noch eine Verstärkung auf dieser Position in Form einer Leihe mit KO zum Beispiel.
Finde schon, das grundsätzlich etwas höher attackiert wird, was vor allem bei Bellingham und Can sichtbar war, die beide oft sehr hoch geschoben haben und durchaus frühe Ballgewinne provozieren konnten. In dem Sinne ist das vielleicht kein neues Pressing, allerdings sind das neue Spielertypen für eine 4er Kette (auch ein Haaland ganz vorne), die zumindest ein solches Pressing ermöglichen können. Ein Hummels verteidigt beispielsweise auch sehr nach vorne, weshalb eben der passende LV für ihn auch so wichtig sein wird. Der wichtigste Vorteil der 4er Kette ist aber klar im Ballbesitz, da so ein zusätzlicher Mann im Mittelfeld anspielbar ist und so grundsätzlich auch bessere offensive Kombinationen ermöglicht werden können. Ein hohes Pressing und frühe Ballgewinne wären dabei ebenfalls wichtige Elemente, mit der momentan Besetzung hätte ich da allerdings gegen spielstarke Mannschaften, die sich sehr gut befreien können, so meine Bauchschmerzen bezüglich Dynamik und Tempo auf der linken Seite...
18.08.2020 - 07:25 Uhr
Zitat von theBVBGOAT
Wenn ein RV nicht verteidigen kann/will, stellle ich ihn nicht auf. Ich passe mein System nicht an, nur um einen Spieler reinzuquetschen, der nicht bereit ist, seiner Hauptaufgabe nachzukommen. Offensive in allen Ehren, aber er ist Verteidiger.
Zitat von g4nst3r
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
Zitat von theBVBGOAT
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Zitat von mba123
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Zitat von Adinho_98
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
… die Rückkehr zur Viererkette: „Ja, das stimmt, wir haben das bislang so gemacht. Ich spiele lieber mit Viererkette, viele große Mannschaften spielen damit. Wir werden sehen, ob es möglich ist, damit zu spielen. Wir haben in der Vorsaison das System gewechselt, weil wir ein paar Probleme hatten. Es ist einfacher, von der Vierer- zu Fünferkette zu wechseln. Aber wir werden sehen, es ist nicht gesagt, dass wir umstellen.“
… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
Interessante Aussagen von Favre, wo er unter anderem auf die Rückkehr zur Viererkette angesprochen wird und diese gerne realisieren würde, aber es wohl auch noch nicht final entschieden ist. Ich denke durchaus, dass dies auch in seinen Planungen noch stark mit der Besetzung auf LV zusammenhängt. Außerdem spricht er die Wunschzahl der Gegentore an, nämlich 26-28, und redet zu Recht von vielen unnötigen Gegentoren. Die Passage mit den zwei Mannschaften habe ich nicht verlinkt, darüber hinaus hebt er speziell die Abschlussfähigkeit von Renier hervor.… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
Wenn ein RV nicht verteidigen kann/will, stellle ich ihn nicht auf. Ich passe mein System nicht an, nur um einen Spieler reinzuquetschen, der nicht bereit ist, seiner Hauptaufgabe nachzukommen. Offensive in allen Ehren, aber er ist Verteidiger.
Und stattdessen willst du dann ohne RV auflaufen ? Ein guter trainer wählt das passende Spielsystem für die vorhandenen Spieler, um Nachteile zu kaschieren und stärken zu betonen.
Die viererkette sehe ich persönlich noch nicht in stein gemeiselt, da ich auch auf Links so meine bedenken habe.
18.08.2020 - 10:18 Uhr
Zitat von Ironisch
Und stattdessen willst du dann ohne RV auflaufen ? Ein guter trainer wählt das passende Spielsystem für die vorhandenen Spieler, um Nachteile zu kaschieren und stärken zu betonen.
Die viererkette sehe ich persönlich noch nicht in stein gemeiselt, da ich auch auf Links so meine bedenken habe.
Zitat von theBVBGOAT
Wenn ein RV nicht verteidigen kann/will, stellle ich ihn nicht auf. Ich passe mein System nicht an, nur um einen Spieler reinzuquetschen, der nicht bereit ist, seiner Hauptaufgabe nachzukommen. Offensive in allen Ehren, aber er ist Verteidiger.
Zitat von g4nst3r
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
Zitat von theBVBGOAT
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Zitat von mba123
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Zitat von Adinho_98
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
… die Rückkehr zur Viererkette: „Ja, das stimmt, wir haben das bislang so gemacht. Ich spiele lieber mit Viererkette, viele große Mannschaften spielen damit. Wir werden sehen, ob es möglich ist, damit zu spielen. Wir haben in der Vorsaison das System gewechselt, weil wir ein paar Probleme hatten. Es ist einfacher, von der Vierer- zu Fünferkette zu wechseln. Aber wir werden sehen, es ist nicht gesagt, dass wir umstellen.“
… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
Interessante Aussagen von Favre, wo er unter anderem auf die Rückkehr zur Viererkette angesprochen wird und diese gerne realisieren würde, aber es wohl auch noch nicht final entschieden ist. Ich denke durchaus, dass dies auch in seinen Planungen noch stark mit der Besetzung auf LV zusammenhängt. Außerdem spricht er die Wunschzahl der Gegentore an, nämlich 26-28, und redet zu Recht von vielen unnötigen Gegentoren. Die Passage mit den zwei Mannschaften habe ich nicht verlinkt, darüber hinaus hebt er speziell die Abschlussfähigkeit von Renier hervor.… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
Wenn ein RV nicht verteidigen kann/will, stellle ich ihn nicht auf. Ich passe mein System nicht an, nur um einen Spieler reinzuquetschen, der nicht bereit ist, seiner Hauptaufgabe nachzukommen. Offensive in allen Ehren, aber er ist Verteidiger.
Und stattdessen willst du dann ohne RV auflaufen ? Ein guter trainer wählt das passende Spielsystem für die vorhandenen Spieler, um Nachteile zu kaschieren und stärken zu betonen.
Die viererkette sehe ich persönlich noch nicht in stein gemeiselt, da ich auch auf Links so meine bedenken habe.
Die Sache ist aber wenn beide AVs eine Absicherung brauchen aber deine LIVs nach vorne verteidigen und dadurch selber eine brauchen fliegt dir das einfach um die Ohren.Dazu kam ein MF das aus Verletzungs- und Formgründen einfach nicht stabilisieren konnten (Delaney und Witsel).Dahoud ist nicht wirklich dieser Spieltyp zum stabilisieren in dieser Umgebung und Weigl hat nicht Anlagen dies zu tun.Im Grunde war die HR zum scheitern verurteilt.
Dazu kamen aus der Vorsaison Hakimis Metsarsalfraktur+African Cup (=keine ordentliche Vorbereitung) und wir spielten mit zwei Außen +Brandt als Rotation.Sowohl Brandt als auch Hazard waren am Anfang länger raus. Wir mussten effektiv gesehen mit 2 AVs durch die Saison spielen und die Alternativen waren ein Schulz der zu stark limitiert ist mit dem Ball inklusive Aufbauspiel (was er hier aber muss und bei Nagelsmann nicht musste) und einen 34-jährigen Piszczek der einfach körperlich nicht mehr das kann.
Die Probleme in der HR waren einfach das Ergebnis der verfehlten Transferpolitik der Defensive mit dem Worst case von:
->Verletzung,Form bzw. einfach angeschlagen aber mussten spielen,weil es keine seriöse Alternativen gab
->Spieler sind nicht soweit(Raschl,Morey)/entsprechen einfach nicht dem Anforderungsprofil (z.B. Weigl)/fehlt es an Qualität
Dadurch hatte man effektiv gesehen ein ~14 Feldspielerkader,der selbst in dieser Anzahl nicht stimmig war und auch deswegen die Defensivprobleme auftraten.
Ich denke Guerreiro würde funktionieren würde man sich an einen Typus *hust* Diallo orientieren würde aber das ist jetzt nun zu spät da man Hummels geholt hatte letzte Saison.Selbst Zagadou wird sehen müssen,das er Mats auf die Bank versetzt sonst könnte es evtl. sein das er seinen Vertrag nicht verlängert, wenn er es nicht schafft.Deswegen wird diese Saison für ihn recht wichtig sein.
Theo. könnte man jetzt sagen das man einen absichernden aufbaustarken AV holt aber das hat wiederum Implikationen für die Offensive bzw. für den Rest der Mannschaft.
Ergo einen Mann weniger zum überlaufen für Sancho/Hazard siehe Schulz (ok nicht aufbaustark) gegen Werder im Pokal oder als Anspielstation im Ballbesitz weiter vorne.Dadurch ändert man auch das Profil der Flügel denn jetzt müssen sie wieder die Breite geben und nicht die AVs.Ergo klassische Flügel sind dann gefragt und keine die ZM Aufgaben übernehmen.Reus, wenn er gesund ist, könnte nicht mehr als zweite Neun spielen ohne von den Flügel zu kompensiert zu werden.
Die andere Seite wäre das Zentrum könnte sich jetzt auch mehr Blackouts erlauben z.B. von Brandt.
Grundsätzlich eine Frage der Perspektive^^
Am Ende ist es eine Abwägung.Soll man für den LIV die komplette Mannschaft umbauen oder eher den LIV anderweitig besetzen in den nächsten 1-2 Jahren?`Hummels ist max. 2 Jahre noch da dann geht er in Rente dann werden die Karten sowieso neu gemischt mit oder ohne Zagadou.
18.08.2020 - 10:44 Uhr
Jetzt scheint ja doch noch mal Bewegung in den Kader zu kommen.
Reinier wird heute oder morgen wohl offiziell. Ein Jahr Leihe + Option auf ein weiteres Jahr.
Zudem sollen laut Bild Schulz, Dahoud und Wolf den Verein verlassen.
Denke auch Passlack dürfte bei einem entsprechenden Angebot gehen und evtl. wird man Raschl noch verleihen.
Falls Favre dann bei dem System aus den Testspielen bleibt, also 4-2-3-1, sehe ich weiterhin Probleme im Kader.
LV: Falls Schulz abgegeben wird, muss hier unbedingt nachgelegt werden. Rapha hat seine stärkste Position auf der linken Schiene und mit Schmelzer sollte man nicht mehr planen. Passlack als LV Ersatz würde mir auch ehr Bauchschmerzen bereiten. Mit Schulz hat man, falls er doch bleiben sollte, ja dann eigentlich das gleiche Problem. Daher sehe die LV Postion eigentlich momentan die schwierigste. Vorausgesetzt natürlich wir spielen mit Viererkette.
IV: Hier wird Hummels als vermutlich neuer Kapitän (wer weiß wie lang Reus ausfällt) als Stammspieler gesetzt sein. Daneben wird Akanji (allein aus Geschwindigkeitsvorteilen) spielen. Da spielt momentan aber natürlich auch die Verletzung von Zagadou mit rein, der leider der große Verlierer der Vorbereitung sein wird. Ich hoffe Favre kriegt es hin, ihn wieder viel Spielzeit zu geben. Vom Potenzial her ist er ja unumstritten. Befürchte nämlich, dass wenn er noch mal so lange auf der Bank sitzt, wie Anfang letzter Saison, dann wird es nächsten Sommer zum Wechsel kommen.
DM: Hier ist natürlich die mit Abstand vollste Postion. Mit Witsel, Can, Bellingham, Delaney, Brandt und momentan noch Dahoud (der bislang keine Anstände macht zu wechseln) hat man hier sechs!! Spieler mit Stammplatzforderung. Das wird für Favre sehr schwer werden da allen gerecht zu werden.
LA/RA: Hier ist man zur Abwechslung mal Unterbesetzt. Man hat Sancho und Hazard und danach quasi nur noch Notlösungen wie Brandt und Reyna (und evtl Rapha), die aber alle auf anderen Positionen stärker sind. Reinier wird wohl auch ehr zentral gesehen, als Haaland Ersatz oder halt dahinter.
So ganz stimmig ist der Kader also nicht, sollte es bei diesem System bleiben. Bin mal gespannt wie das gelöst wird.
Reinier wird heute oder morgen wohl offiziell. Ein Jahr Leihe + Option auf ein weiteres Jahr.
Zudem sollen laut Bild Schulz, Dahoud und Wolf den Verein verlassen.
Denke auch Passlack dürfte bei einem entsprechenden Angebot gehen und evtl. wird man Raschl noch verleihen.
Falls Favre dann bei dem System aus den Testspielen bleibt, also 4-2-3-1, sehe ich weiterhin Probleme im Kader.
LV: Falls Schulz abgegeben wird, muss hier unbedingt nachgelegt werden. Rapha hat seine stärkste Position auf der linken Schiene und mit Schmelzer sollte man nicht mehr planen. Passlack als LV Ersatz würde mir auch ehr Bauchschmerzen bereiten. Mit Schulz hat man, falls er doch bleiben sollte, ja dann eigentlich das gleiche Problem. Daher sehe die LV Postion eigentlich momentan die schwierigste. Vorausgesetzt natürlich wir spielen mit Viererkette.
IV: Hier wird Hummels als vermutlich neuer Kapitän (wer weiß wie lang Reus ausfällt) als Stammspieler gesetzt sein. Daneben wird Akanji (allein aus Geschwindigkeitsvorteilen) spielen. Da spielt momentan aber natürlich auch die Verletzung von Zagadou mit rein, der leider der große Verlierer der Vorbereitung sein wird. Ich hoffe Favre kriegt es hin, ihn wieder viel Spielzeit zu geben. Vom Potenzial her ist er ja unumstritten. Befürchte nämlich, dass wenn er noch mal so lange auf der Bank sitzt, wie Anfang letzter Saison, dann wird es nächsten Sommer zum Wechsel kommen.
DM: Hier ist natürlich die mit Abstand vollste Postion. Mit Witsel, Can, Bellingham, Delaney, Brandt und momentan noch Dahoud (der bislang keine Anstände macht zu wechseln) hat man hier sechs!! Spieler mit Stammplatzforderung. Das wird für Favre sehr schwer werden da allen gerecht zu werden.
LA/RA: Hier ist man zur Abwechslung mal Unterbesetzt. Man hat Sancho und Hazard und danach quasi nur noch Notlösungen wie Brandt und Reyna (und evtl Rapha), die aber alle auf anderen Positionen stärker sind. Reinier wird wohl auch ehr zentral gesehen, als Haaland Ersatz oder halt dahinter.
So ganz stimmig ist der Kader also nicht, sollte es bei diesem System bleiben. Bin mal gespannt wie das gelöst wird.
18.08.2020 - 11:11 Uhr
Zitat von Ironisch
Und stattdessen willst du dann ohne RV auflaufen ? Ein guter trainer wählt das passende Spielsystem für die vorhandenen Spieler, um Nachteile zu kaschieren und stärken zu betonen.
Die viererkette sehe ich persönlich noch nicht in stein gemeiselt, da ich auch auf Links so meine bedenken habe.
Zitat von theBVBGOAT
Wenn ein RV nicht verteidigen kann/will, stellle ich ihn nicht auf. Ich passe mein System nicht an, nur um einen Spieler reinzuquetschen, der nicht bereit ist, seiner Hauptaufgabe nachzukommen. Offensive in allen Ehren, aber er ist Verteidiger.
Zitat von g4nst3r
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
Zitat von theBVBGOAT
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Zitat von mba123
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Zitat von Adinho_98
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
… die Rückkehr zur Viererkette: „Ja, das stimmt, wir haben das bislang so gemacht. Ich spiele lieber mit Viererkette, viele große Mannschaften spielen damit. Wir werden sehen, ob es möglich ist, damit zu spielen. Wir haben in der Vorsaison das System gewechselt, weil wir ein paar Probleme hatten. Es ist einfacher, von der Vierer- zu Fünferkette zu wechseln. Aber wir werden sehen, es ist nicht gesagt, dass wir umstellen.“
… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
Interessante Aussagen von Favre, wo er unter anderem auf die Rückkehr zur Viererkette angesprochen wird und diese gerne realisieren würde, aber es wohl auch noch nicht final entschieden ist. Ich denke durchaus, dass dies auch in seinen Planungen noch stark mit der Besetzung auf LV zusammenhängt. Außerdem spricht er die Wunschzahl der Gegentore an, nämlich 26-28, und redet zu Recht von vielen unnötigen Gegentoren. Die Passage mit den zwei Mannschaften habe ich nicht verlinkt, darüber hinaus hebt er speziell die Abschlussfähigkeit von Renier hervor.… die Notwendigkeit, die Zahl der Gegentore zu reduzieren: „Es wäre wichtig, wenn wir die Zahl der Gegentore auf 26 bis 28 drücken könnten. Wir sind eine sehr offensivorientierte Mannschaft, wir müssen im Kopf haben, dass wir oft besser verteidigen müssen. Wir werden manchmal noch überrascht, das kostet uns unnötige Tore.“
18/19 haben wir mit Viererkette 44 Gegentore in der Liga kassiert.
19/20 bestritten wir die ersten 12 Spiele mit Viererkette und kassierten 18 Gegentore. Hochgerechnet auf eine Saison wären das 51 Gegentore.
Welchen Änderungen sollten dafür sorgen, dass wir nun nur noch 26-28 Gegentore mit Viererkette zulassen werden?
Die Testspiele haben keinen Ansatz dazu angedeutet, finde ich. Eine zusätzliche Absicherung im Mittelfeld, eine defensivere Viererkette, ein neues Pressing oder eine defensivere Taktik war für mich nicht auszumachen.
Kam mir alles so vor, wie man es auf ähnliche Weise schon zuvor mit Viererkette unter Favre gesehen hat.
Das Grundproblem war damals, dass LF es nicht geschafft hat, den Leuten vor unterm Hintern zu machen, was die Defensivarbeit angeht. Er hat es verpasst, Grundtugenden von seinen Spielern einzufordern. Dann hat ein Spieler mehr diese Schwäche kaschiert, und da wir eine Weltklasse Offensive haben, lief das ganz gut. Man tarnt das dann ganz gerne mit "Er hat seine Formation an den Kader angepasst", die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Wie er selbst sagt:"Die großen Mannschaften spielen mit 4er Kette". Jetzt weht in der Mannschaft selber aber ein etwas anderer Wind, da viele Mentalitätspieler dazugekommen sind. Vielleicht ändert sich dadurch die Einsatzbereitschaft. Denn das war damals weder ein Taktikproblem, noch ein Personalienproblem.
Ich bin Verfechter der Idee, dass die dreierkette aufgrund von Hakimis skillet gewählt wurde. Das ist mit der Verpflichtung Meuniers wieder deutlich geändert, womit die viererkette wieder Sinn macht. Glaube auch, dass so die schwachen Statistiken mit viererkette zu erklären sind.
Wenn ein RV nicht verteidigen kann/will, stellle ich ihn nicht auf. Ich passe mein System nicht an, nur um einen Spieler reinzuquetschen, der nicht bereit ist, seiner Hauptaufgabe nachzukommen. Offensive in allen Ehren, aber er ist Verteidiger.
Und stattdessen willst du dann ohne RV auflaufen ? Ein guter trainer wählt das passende Spielsystem für die vorhandenen Spieler, um Nachteile zu kaschieren und stärken zu betonen.
Die viererkette sehe ich persönlich noch nicht in stein gemeiselt, da ich auch auf Links so meine bedenken habe.
In der Viererkette spielte im Großteil der Spiele Piszczek den RV.
Hakimi spielte sogar öfters LV als RV.
Ich weiß gar nicht, wieso dann dann immer wieder ein bisher fehlender, starker RV so sehr in den Mittelpunkt gerückt wird. Meiner Meinung nach, machen die Einsatzzeiten deutlich, dass Favre die linke Abwehrseite in der Viererkette problematischer sah. Dort gab auch Diallo oft den LV. Guerreiro und Schulz haben sich ebenfalls dort versucht, haben aber nicht viele Einsätze bekommen.
Jetzt haben wir zum RV Piszczek ein Upgrade mit Meunier erhalten. Das größere Problem links haben wir durch die Abgänge von Diallo und Hakimi aber sogar verschlimmert.
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