BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
22.02.2025 - 13:01 Uhr
@Orizo
Bei Ballbesitz sieht es unter Kovac eigentlich fast genau so aus. Außer das Svensson und Groß eher vertauscht sein müssten, wenn ich mich nicht täusche. Wie du selbst schreibst, der Ansatz von Kovac ist sehr ähnlich. Überzeugt hat mich das ganze noch nicht wirklich. Fand den Ansatz von Tullberg spannender und vor allem hatte er noch keinen Svensson zur Verfügung und das sah taktisch trotzdem reifer aus (auch wenn die Gegner, zugegeben nicht so stark waren, wie unter Kovac).
Bei Ballbesitz sieht es unter Kovac eigentlich fast genau so aus. Außer das Svensson und Groß eher vertauscht sein müssten, wenn ich mich nicht täusche. Wie du selbst schreibst, der Ansatz von Kovac ist sehr ähnlich. Überzeugt hat mich das ganze noch nicht wirklich. Fand den Ansatz von Tullberg spannender und vor allem hatte er noch keinen Svensson zur Verfügung und das sah taktisch trotzdem reifer aus (auch wenn die Gegner, zugegeben nicht so stark waren, wie unter Kovac).
22.02.2025 - 16:49 Uhr
Zitat von Hegelinho
Genau das würde zumindest Brandt richtig gut tun. Was aber fehlt sind Pässe und Bewegungen die die gegnerische Statik auflösen oder überraschen, und das geht eben nur über Spieler die das beherrschen. JG ist mittlerweile "decodiert". Chuk oder Juju machen Hoffnung. Aber Zumindest Reyna für Groß oder Sabitzer wäre ein Anfang.
Zitat von Orizo
Im Prinzip hat Kovac ja gar nicht so weit weg von dem System oben spielen lassen. Die Grundidee finde ich ganz interessant, weil man so viele Zentrumsspieler hat und gleichzeitig die Flügel situativ überladen kann. Rotationen, um den RA ins Zentrum zu bekommen, fanden wenn überhaupt in der Regel über den 10er statt. Schienenspieler sind dafür nicht vorgesehen. Man muss aber auch sehen, dass unser zentrales Mittelfeld gerade nicht in der Idealzusammensetzung aufgestellt ist. Mit Nmecha geht da ganz viel Balance verloren und Dynamik ist quasi nicht existent. Wenn man aber das Dreiermittelfeld bspw. mit Nmecha, Chukwuemeka (Reyna?) und Brandt aufstellen würde, könnte Brandt (oder ein anderer) die Flügel-Rotationen machen, während der 10er Raum dann anderweitig besetzt wird.
Zitat von mba123
Danke für den Link.
Ich denke, im Hinspiel gegen Sporting kam uns deren Grundformation mit Viererkette entgegen. Unsere drei Offensiven konnten die Viererkette gut binden, weswegen außen Brandt und Groß öfters Platz hatten. Da konnte dann unbedrängt geflankt werden oder wenn Sportings AV anlief, mussten die IVs Mann gegen Mann verteidigen. Da ergeben sich dann Möglichkeiten.
Unser Grundprinzip war also, die Außen zu überlagern und so Überzahl- oder zumindest 1gegen1-Situationen zu schaffen.
Durch die Fünferkette, was nun die meisten gegen uns spielen, so auch Sporting im Rückspiel, funktioniert unser Prinzip dann nicht mehr, da unsere Offensiven eine Fünferkette nicht komplett binden.
(Das heißt aber nicht, dass es beim Gegner eine Fünferkette sein muss. Auch mit Viererkette kann man mittels den Mittelfeldspielern entsprechend die Breite verteidigen.)
Meiner Meinung nach, kann ein Spielprinzip, das über Außen aufgezogen wird, nicht konstant funktionieren. Außen sind die Möglichkeiten durch die Seitenlinie generell eingeschränkt und die Gegner können schnell zuschieben. Im Hinspiel hatte es Sporting verpasst, die Taktik so zu wählen, dass sie die Außen gut zuschieben konnten. Das Rückspiel zeigte aber, wie schnell sich Gegner auf unsere Taktik einstellen.
Es muss daher immer eine Bedrohung durch unser Zentrum geben, denke ich. Kommt man da an den Ball, kann in alle Richtungen weitergespielt werden. Man ist nicht so eingeschränkt, wie auf der Außenbahn. So kann man aus dem Zentrum heraus die Außen freispielen, weil der Gegner sich dann ja im Zentrum zusammenzieht und die Außen in der Regel freilässt (oder insgesamt 1gegen1 verteidigen müsste).
Kovac wird hier Wege finden müssen, was sich bisher aber nicht andeutet. Auch ist Kovac dafür bekannt, dass er das Spiel über die Außen aufziehen möchte.
Unsere Gegner sind darauf eingestellt, denke ich. Ginge dann vor allem darum, dass wir defensiv ähnlich stabil wie im Rückspiel gegen Sporting bleiben und vorne das Ding machen, wenn mal einer durchrutscht.
Zitat von Hegelinho
Ich weiß nicht ob dieses Video deine Frage beantwortet, aber teilweise vielleicht ja.
https://youtu.be/ZuWl92hAfTw?si=cDYkOMaiTceKGTJc
Zitat von mba123
Mir ist nicht klar, wie wir vorne zu Chancen kommen wollen. Was ist der Plan? Wie wollen wir unsere Stärken nach vorne ausspielen?
Unsere Gegner spielen gegen uns nun häufig mit Fünferkette, lassen uns Platz im Aufbau und verdichten das Zentrum.
Durch die Fünferkette haben sie hinten viel Breite und können unsere dribbelstarken Außen (also vor allem Gittens) häufiger doppeln.
Verstärkt wird dieser Effekt durch das verdichtete Zentrum. Denn dies führt dazu, dass wir im Aufbau schon früh nach außen spielen. Der Gegner verschiebt darauf hin auf die Seite, womit die Räume dort schon enger werden bevor ein Gittens an den Ball kommt.
Aber was wollen hier überhaupt erreichen? Soll es viel über 1gegen1 Situationen bei uns gehen? Oder wollen wir viel flanken?
Zumindest sieht es nicht so aus, als wollten wir viel über das Zentrum kommen. Hier bietet sich noch Guirassy am besten als Anspielstation an. Dieser macht das aber vor allem in der ersten Aufbauphase, wenn hinten unsere Verteidiger den Ball zirkulieren lassen. Danach möchte man Guirassy natürlich in der Box haben. Bälle ins Zentrum wären dann eher noch auf Brandt oder ab und an Groß möglich. Allerdings sind beide nicht allzu Pressing-resistent, Groß quasi gar nicht. Hier müsste man das Zentrum überlagern, um den Spielern mehr Platz zu verschaffen. Das machen wir aber nicht, stattdessen weichen Brandt und Groß oft nach außen aus.
Somit verschärfen wir das Problem, dass auf den Außen die Räume eng werden.
Egal, ob wir nun Flanken wollten, 1gegen1 Situationen suchen oder uns durchkombinieren wollten. Wir machen uns die Räume selber eng und damit wird jeder Plan schwierig.
Ich verstehe da unsere Idee schon nicht.
Beispielweise kamen wir gegen Sporting nicht in eine gute 1gegen1 Situation auf den Außen. Gute Flankenpositionen gab's auch nicht. Auch haben die vielen Spieler außen nicht dafür gesorgt, dass man Überzahl schafft und sich außen gut durchkombinieren konnte.
Der Elfmeter folgte nach einem langen Pass von Schlotterbeck als ein ballferner Sporting Verteidiger das Abseits aufhob.
Reynas Großchance resultierte nach Ballgewinn und einem, meiner Meinung nach, sehr glücklichen Traumpass von Beier.
Weitere gute Chancen waren starke Distanzschüsse von Sabitzer und Svensson aus dem Rückraum; wobei es sehr unwahrscheinlich ist, aus diesen Distanzen ein Tor zu erzielen.
Das bildet für mich kein Fundament, um zu ausreichend Torchancen zu kommen. Ich erkenne nicht den Plan, wie wir Spieler freispielen wollen. Das klappt eher nur nach Umschaltmomenten oder dem ein oder anderen langen Ball. Vor allem Gittens leidet darunter. Im 1gegen1 ist er eine Waffe. Aber er bekommt diese Situationen viel zu selten.
Aber wo will Kovac ansetzen? Ich verstehe dann beispielsweise auch nicht, was von Beier auf der Außenbahn erwartet wird. Dribblings, Passspiel, Flanken? Wohl eher Torgefahr. Aber wenn man sich eh nicht nach vorne spielen kann, wie soll er seine Abschlusssituationen bekommen?
Da wäre ein Couto außen wahrscheinlich besser eignet als ein Beier, denke ich. Dann kann man immerhin auf Flanken hoffen. Wobei ich denke, das Beste wäre eben, Gittens mehr 1gegen1 Situationen zu verschaffen, in dem man mehr durch das Zentrum spielt und dann erst später der Pass nach außen kommt.
Interessant fand ich auch, dass Adeyemi MS spielte als Guirassy ging. Wieso dann nicht Beier zentral? Adeyemi halte ich außen für stärker als Beier.
Also, Kovacs Plan für die Offensive ist mir nicht klar.
Am besten gefiel mir diesbezüglich tatsächlich Tullberg. Aber da hätte man auch abwarten müssen, wie es nach ein paar Spiele ausgesehen hätte.
Mir ist nicht klar, wie wir vorne zu Chancen kommen wollen. Was ist der Plan? Wie wollen wir unsere Stärken nach vorne ausspielen?
Unsere Gegner spielen gegen uns nun häufig mit Fünferkette, lassen uns Platz im Aufbau und verdichten das Zentrum.
Durch die Fünferkette haben sie hinten viel Breite und können unsere dribbelstarken Außen (also vor allem Gittens) häufiger doppeln.
Verstärkt wird dieser Effekt durch das verdichtete Zentrum. Denn dies führt dazu, dass wir im Aufbau schon früh nach außen spielen. Der Gegner verschiebt darauf hin auf die Seite, womit die Räume dort schon enger werden bevor ein Gittens an den Ball kommt.
Aber was wollen hier überhaupt erreichen? Soll es viel über 1gegen1 Situationen bei uns gehen? Oder wollen wir viel flanken?
Zumindest sieht es nicht so aus, als wollten wir viel über das Zentrum kommen. Hier bietet sich noch Guirassy am besten als Anspielstation an. Dieser macht das aber vor allem in der ersten Aufbauphase, wenn hinten unsere Verteidiger den Ball zirkulieren lassen. Danach möchte man Guirassy natürlich in der Box haben. Bälle ins Zentrum wären dann eher noch auf Brandt oder ab und an Groß möglich. Allerdings sind beide nicht allzu Pressing-resistent, Groß quasi gar nicht. Hier müsste man das Zentrum überlagern, um den Spielern mehr Platz zu verschaffen. Das machen wir aber nicht, stattdessen weichen Brandt und Groß oft nach außen aus.
Somit verschärfen wir das Problem, dass auf den Außen die Räume eng werden.
Egal, ob wir nun Flanken wollten, 1gegen1 Situationen suchen oder uns durchkombinieren wollten. Wir machen uns die Räume selber eng und damit wird jeder Plan schwierig.
Ich verstehe da unsere Idee schon nicht.
Beispielweise kamen wir gegen Sporting nicht in eine gute 1gegen1 Situation auf den Außen. Gute Flankenpositionen gab's auch nicht. Auch haben die vielen Spieler außen nicht dafür gesorgt, dass man Überzahl schafft und sich außen gut durchkombinieren konnte.
Der Elfmeter folgte nach einem langen Pass von Schlotterbeck als ein ballferner Sporting Verteidiger das Abseits aufhob.
Reynas Großchance resultierte nach Ballgewinn und einem, meiner Meinung nach, sehr glücklichen Traumpass von Beier.
Weitere gute Chancen waren starke Distanzschüsse von Sabitzer und Svensson aus dem Rückraum; wobei es sehr unwahrscheinlich ist, aus diesen Distanzen ein Tor zu erzielen.
Das bildet für mich kein Fundament, um zu ausreichend Torchancen zu kommen. Ich erkenne nicht den Plan, wie wir Spieler freispielen wollen. Das klappt eher nur nach Umschaltmomenten oder dem ein oder anderen langen Ball. Vor allem Gittens leidet darunter. Im 1gegen1 ist er eine Waffe. Aber er bekommt diese Situationen viel zu selten.
Aber wo will Kovac ansetzen? Ich verstehe dann beispielsweise auch nicht, was von Beier auf der Außenbahn erwartet wird. Dribblings, Passspiel, Flanken? Wohl eher Torgefahr. Aber wenn man sich eh nicht nach vorne spielen kann, wie soll er seine Abschlusssituationen bekommen?
Da wäre ein Couto außen wahrscheinlich besser eignet als ein Beier, denke ich. Dann kann man immerhin auf Flanken hoffen. Wobei ich denke, das Beste wäre eben, Gittens mehr 1gegen1 Situationen zu verschaffen, in dem man mehr durch das Zentrum spielt und dann erst später der Pass nach außen kommt.
Interessant fand ich auch, dass Adeyemi MS spielte als Guirassy ging. Wieso dann nicht Beier zentral? Adeyemi halte ich außen für stärker als Beier.
Also, Kovacs Plan für die Offensive ist mir nicht klar.
Am besten gefiel mir diesbezüglich tatsächlich Tullberg. Aber da hätte man auch abwarten müssen, wie es nach ein paar Spiele ausgesehen hätte.
Ich weiß nicht ob dieses Video deine Frage beantwortet, aber teilweise vielleicht ja.
https://youtu.be/ZuWl92hAfTw?si=cDYkOMaiTceKGTJc
Danke für den Link.
Ich denke, im Hinspiel gegen Sporting kam uns deren Grundformation mit Viererkette entgegen. Unsere drei Offensiven konnten die Viererkette gut binden, weswegen außen Brandt und Groß öfters Platz hatten. Da konnte dann unbedrängt geflankt werden oder wenn Sportings AV anlief, mussten die IVs Mann gegen Mann verteidigen. Da ergeben sich dann Möglichkeiten.
Unser Grundprinzip war also, die Außen zu überlagern und so Überzahl- oder zumindest 1gegen1-Situationen zu schaffen.
Durch die Fünferkette, was nun die meisten gegen uns spielen, so auch Sporting im Rückspiel, funktioniert unser Prinzip dann nicht mehr, da unsere Offensiven eine Fünferkette nicht komplett binden.
(Das heißt aber nicht, dass es beim Gegner eine Fünferkette sein muss. Auch mit Viererkette kann man mittels den Mittelfeldspielern entsprechend die Breite verteidigen.)
Meiner Meinung nach, kann ein Spielprinzip, das über Außen aufgezogen wird, nicht konstant funktionieren. Außen sind die Möglichkeiten durch die Seitenlinie generell eingeschränkt und die Gegner können schnell zuschieben. Im Hinspiel hatte es Sporting verpasst, die Taktik so zu wählen, dass sie die Außen gut zuschieben konnten. Das Rückspiel zeigte aber, wie schnell sich Gegner auf unsere Taktik einstellen.
Es muss daher immer eine Bedrohung durch unser Zentrum geben, denke ich. Kommt man da an den Ball, kann in alle Richtungen weitergespielt werden. Man ist nicht so eingeschränkt, wie auf der Außenbahn. So kann man aus dem Zentrum heraus die Außen freispielen, weil der Gegner sich dann ja im Zentrum zusammenzieht und die Außen in der Regel freilässt (oder insgesamt 1gegen1 verteidigen müsste).
Kovac wird hier Wege finden müssen, was sich bisher aber nicht andeutet. Auch ist Kovac dafür bekannt, dass er das Spiel über die Außen aufziehen möchte.
Unsere Gegner sind darauf eingestellt, denke ich. Ginge dann vor allem darum, dass wir defensiv ähnlich stabil wie im Rückspiel gegen Sporting bleiben und vorne das Ding machen, wenn mal einer durchrutscht.
Im Prinzip hat Kovac ja gar nicht so weit weg von dem System oben spielen lassen. Die Grundidee finde ich ganz interessant, weil man so viele Zentrumsspieler hat und gleichzeitig die Flügel situativ überladen kann. Rotationen, um den RA ins Zentrum zu bekommen, fanden wenn überhaupt in der Regel über den 10er statt. Schienenspieler sind dafür nicht vorgesehen. Man muss aber auch sehen, dass unser zentrales Mittelfeld gerade nicht in der Idealzusammensetzung aufgestellt ist. Mit Nmecha geht da ganz viel Balance verloren und Dynamik ist quasi nicht existent. Wenn man aber das Dreiermittelfeld bspw. mit Nmecha, Chukwuemeka (Reyna?) und Brandt aufstellen würde, könnte Brandt (oder ein anderer) die Flügel-Rotationen machen, während der 10er Raum dann anderweitig besetzt wird.
Genau das würde zumindest Brandt richtig gut tun. Was aber fehlt sind Pässe und Bewegungen die die gegnerische Statik auflösen oder überraschen, und das geht eben nur über Spieler die das beherrschen. JG ist mittlerweile "decodiert". Chuk oder Juju machen Hoffnung. Aber Zumindest Reyna für Groß oder Sabitzer wäre ein Anfang.
Gittens ist für mich nicht "decodiert". Er spielte nie sonderlich variable. Man wusste immer, was man von Gittens zu erwarten hat. Aber seine Dribblings kann eben kein Verteidiger 90 Minuten 1gegen1 verteidigen. Jeder Gegner muss hier Absicherung installieren.
Unsere Taktik sollte dafür sorgen, dass der Gegner seine Absicherung nicht beibehalten kann. Oder wenn doch, dann sollten wir dadurch woanders Freiraum bekommen und diesen nutzen.
Spieler wie Nmecha und wahrscheinlich, er konnte bisher ja noch nichts zeigen, Chukwuemeka, können uns natürlich gut tun.
Allerdings bestimmt die Taktik unabhängig davon, welche Räume wir bespielen wollen. Auch gäbe es Personell natürlich auch andere Möglichkeiten. Reyna könnte man eben auch neben Brandt stellen, was unser Spiel durchs OM deutlich verbessern dürfte. Aber diese Räume werden bisher von Kovac wenig angepeilt.
Mal schauen, ob am Saisonende dann Nmecha für Sabitzer und Chukwuemeka für Groß auflaufen werden. Sähe auf jeden Fall am Ball schon einmal viel besser aus. Ob sich dann auch die Taktik ändern würde? Hieße dann wohl, dass Kovac die Spieler einfach auch viel selber machen lässt auf dem Platz.
22.02.2025 - 18:46 Uhr
Kann mir eigentlich jemand den Move der letzten Wochen mit dem LV auf der Sechs und Groß auf der linken Seite erklären? Mir erschließt sich der Vorteil nicht, zumal Groß eigentlich ein Spieler mit Stärken im Zentrum ist und auf außen völlig ohne Ertrag ist. Der LV hat in der Bewegung nach hinten große Wege und Räume abzudecken.
Ich sehe hier nur Nachteile in allen Belangen.
Ich sehe hier nur Nachteile in allen Belangen.
23.02.2025 - 09:21 Uhr
Zitat von goetzeus86
Mal gucken, ob man das so gegen einen druckvolleren Gegner wiederholen kann, aber zumindest hat er eindrucksvoll angedeutet, dass er weiter vorne und mit mehr Freiheiten wertvoll sein kann. Vielleicht bekommt man sein Tempodefizit so besser aufgefangen und kann sein fußballerisches Können besser nutzen.
Mal gucken, ob man das so gegen einen druckvolleren Gegner wiederholen kann, aber zumindest hat er eindrucksvoll angedeutet, dass er weiter vorne und mit mehr Freiheiten wertvoll sein kann. Vielleicht bekommt man sein Tempodefizit so besser aufgefangen und kann sein fußballerisches Können besser nutzen.
Für mich hatte Groß mit seinen starken Flanken den größten Anteil daran, dass das Ergebnis so hoch ausfiel.
Mir gefiel auch, dass er sich mit seinen Haken teilweise selbst Platz zum Flanken verschaffen konnte. Er war also nicht komplett davon abhängig, frei gespielt zu werden.
Was die zukünftigen Spiele angeht, teile ich die Euphorie noch nicht.
Auch wenn Groß gute Bewegungen machte, wird es schwierig werden, ihn so in Position zu bringen, denke ich. Gegen Union entstanden fast alle Tore und Großchancen nach Gegenpressing und Pressing.
Nach erfolgreichem Pressing hat man Platz, den wir nutzten, unter anderem für Groß.
Ein echtes Freispielen gab es kaum. Das ist in der Regel ja genau das Problem bei uns: Unsere Spieler haben zwar Qualität in gewissen Räumen, aber wir kommen oft erst gar nicht in diese Räume.
"Gegenpressing ist der beste Spielmacher" kann da nur einen Teil der Antwort liefern.
Und Groß besetzt eine Position, die uns eigentlich in diese Räume mit starken Passspiel bringen sollte. Er stand eigentlich auf der Doppelsechs, glänzte aber als Flankengeber vorne. Heißt, mit Groß in dieser Rolle fehlt ein Spieler, der uns vorne freispielt.
Sehr positiv bezüglich des Freispielens, fiel Chukwuemeka auf. Der müsste in diesem Setup dann also Brandt/Reyna ersetzen.
Um unser Spiel auch in Zukunft am Laufen zu halten, scheint mir diese Änderung zu wenig zu sein. Da würde man, meiner Meinung nach, sogar mehr als von Bellingham verlangen, der damals Brandt und Guerreiro als Unterstützung hatte, um das Spiel voran zu bringen.
Vieles war eben auch Union geschuldet. Die haben scheinbar nichts aus unseren letzten Partien gelernt und sich Sporting aus der zweiten Halbzeit im Hinspiel als Vorbild genommen. So bekam Union kaum Zugriff, da sie auf unsere Ausweichbewegungen auf die Flügel nicht eingestellt waren. Dabei lässt Kovac das nun so schon ein paar Spiele spielen.
Zudem hatte Union auch viele Ballverluste.
Stellt man einen Groß zu, hat er eben kaum Möglichkeiten, sich zu befreien. Dafür fehlt es an Tempo, Dribblingskills und Körperlichkeit.
Kovacs Ansatz, dennoch genug Freiraum zu bekommen, beruht bisher hauptsächlich auf Gegenpressing und einem schlecht eingestellten Gegner. Beides im Hinspiel gegen Sporting und Union zu sehen.
Was die Zukunft angeht, finde ich daher vielversprechender, dass wir defensiv sehr stabil waren. Das sehe ich aktuell eher als ein gutes Fundament für eine erfolgreichere Rückrunde.
Offensiv macht mir Chukwuemeka etwas Hoffnung. Aber ich sehe noch nicht, dass sein Impact so groß sein kann, um unsere Probleme in der Spielverbindung ausreichend zu mildern.
23.02.2025 - 11:04 Uhr
Zitat von Ballzumir
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.
Zitat von Mogli99
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.

Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mogli99 am 23.02.2025 um 11:05 Uhr bearbeitet
23.02.2025 - 22:00 Uhr
Zitat von Mogli99
Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Zitat von Ballzumir
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.
Zitat von Mogli99
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.

Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
24.02.2025 - 09:20 Uhr
Zitat von Orizo
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
Zitat von Mogli99
Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Zitat von Ballzumir
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.
Zitat von Mogli99
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.

Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
Ich bin in vielen Punkten bei dir. Natürlich müssen wir sowohl über die Außen als auch übers Zentrum Gefahr ausstrahlen. Jetzt, da wir diesen extremen Fokus auf die Außen legen, müssen wir eben von dort aus schauen, wir wir auch Wege durch die Mitte generieren können, wobei bei unserer Staffelung derzeit die Bewegungen der ZM und des ROA die meisten Potentiale aufzeigen m.E.
Zuvor galt es ja schließlich auch stets die Frage zu beantworten, wie wir Breite generieren können, mit zwei eher defensiven AV und invers agierenden OA. Dass Flanken insbesondere bei der richtigen Beaetzung im und am Strafraum ein probates Mittel darstellen, um Spielzüge abzuschließen, ist genauso korrekt wie die gleichzeitige Forderung, sich nicht darauf zu versteifen, denke ich.
Wo ich dir allerdings widersprechen muss, ist deine Auslegung der Daten von Beier und Adeyemi. Meine Deutung ginge dahin, dass beide eigentlich mehr hätten flanken müssen, ihren Vorlieben nach dies aber weniger gemacht haben. Während Beier meist das Dribbling scheute und den Ball zurück oder in die Mitte spielte, suchte Adeyemi immer wieder das Dribbling in die Mitte. Beides lässt sich sehr gut an ihren individuellen Heat Maps ablesen (bei Beier sind die Bewegungen in der Mitte aus der Schlussphase abzuleiten, wo er zentral spielte). Bei Beier glaube ich sogar, dass er öfter Zeit gehabt hätte, zu flanken, dies aber nicht getan hat. Ob Adeyemi den Auftrag hatte, reinzuziehen, wissen wir nicht, mit einem OA, der ein klassisches Flügelspiel spielt, hätte ich aber wohl öfter das Dribbling zur Grundlinie mit anschließender Flanke erwartet.
Welche Rolle sonst sollte insbesondere Beier auch spielen, wenn er derart breit zu stehen hat? Gegen Pauli.werden wir jedenfalls weiteres Material geliefert bekommen, um die Entwicklung zu studieren.
https://www.sofascore.com/de/football/match/borussia-dortmund-1-fc-union-berlin/Xabsydb#tab:lineups
24.02.2025 - 11:07 Uhr
Das Problem eines nicht oder nur schlecht besetzten Zentrums zeigt sich denke ich am Extremsten bei der ersten Sahneaktion von Chukwuemeka:
https://youtu.be/N9bv0WJESeU?t=480
An sich startet das Ganze als Escape Dribbling, bei dem Union 3 Mann hat, um Chukwuemeka zu stellen. Union lässt hier aber ab, insbesondere Rothe, der eine Übergabe auf Benes versucht und absichert, aber übersieht, dass Benes Svensson anlaufen sollte, wenn sie durchpressen. Sie sind sich daher schon nicht einig, ob sie pressen oder nicht. Begünstigt dadurch, dass Rothe in einen Raum gezogen wird, für den er normal nicht zuständig ist. Statt ihn zu 3. aggressiv zuzustellen, hat Chukwuemeka daher auf einmal Luft zum Atmen und sein Aufdrehen wird erleichtert, wie auch der dynamische Antritt nach vorne, wodurch Chukwuemeka am Ende dann eben doch nur ein 1gg1 hat, in dem der Sicherheitsabstand aber auch groß genug ist, weil die Absicherung dieses Spielers halbherzig war.
Es soll aber gar nicht das zentrale Thema sein und die Aktion von Chukwuemeka sowieso nicht schmälern, nur darauf hinweisen, wie viel komplexer das Ganze Thema werden kann, weil er normalerweise viel mehr Druck in vergleichbarer Position zu erwarten hat, trotzdem man behaupten könnte, dass die Rochade ein Zuordnungsproblem auslöst. Bis auf Svensson ist unser Zentrum schließlich leergeräumt. Der läuft sich dabei initial denke ich gut frei, um in einer Position anspielbar zu werden, die vermeiden kann, dass man komplett hinten rum spielen muss. Je länger das Escape Dribbling aber dauert, desto mehr geschieht das aber doch, weil er sich nach hinten absetzt. Somit wird er redundanter zu Can, weil Svensson immer weniger Optionen nach vorne erhalten kann, wodurch es effektiv nur noch einen Neufbau nach hinten gab.
Svensson hätte sich hier nach vorne absetzen können, statt nach hinten, um eine progressive Option zu bieten: https://www.screenshare.de/2gvh-7tei-bzi3/#key=riqi-h3e5-7t28-6td4-91f9-b5ak-4o4i-9cx9
Dieser Raum wäre aber sehr eng gewesen und nicht nur deswegen normalerweise hochgradig risikobehaftet, sondern auch deswegen, da er die eh schon etwas geringe Absicherung für eine druckvolle Gegenbewegung weiter reduziert hätte und ein normaler Gegner wesentlich aggressiver gegen den Ball zu erwarten wäre. Dort hätte daher ein anderer Zentrumspieler sein sollen. Groß steht in dieser Szene aber gewollt als LA, der das Spiel theoretisch breit zieht, was aber praktisch nur sehr bedingt geschieht, weil Union niemanden mehr hat, um ihn dort aufzunehmen. Was uns viel darüber sagen sollte, wie lasch Union das eben mit der Überzahl gegen Chukwuemeka verteidigt. Das erlaubt zwar Beier als Abschlussspieler früher zentraler, aber es kostet in dem Moment im Zentrum einen Mann, obwohl Svensson einrückt und somit nominell eigentlich nur eine Rochade gespielt wird, in der eben Positionen getauscht werden.
Müssten wir hinten herum spielen, also dann auch effektiv über Svensson, auf den Benes eben schon versucht Pressingdruck aufzubauen, dauert die Verlagerung auf den ballfernen, aber komplett freien Groß, absehbar zu lang. Selbst gegen wenig druckvolle Unioner. Jede Mannschaft sollte bis dahin jedenfalls wieder gut verschieben können und da man rechts überlagert hat, ist man links denke ich am Ende einer Verlagerung nicht in einer besseren Position. Vor allem mit einem Spieler, der keine Isolationen auflösen kann. Eine druckvollere Mannschaft versteht den Ball nach hinten aber eben sogar als Pressingtrigger, bei dem wir viele Spieler vor dem Ball haben. Durch den ballfernen freien Spieler des BVB, haben sie schließlich zwangsläufig einen Mann mehr für ein aussichtsreiches Pressing verfügbar.
Chukwuemeka hat im Grunde bei dieser Gemengelage gar keine bessere Option als in das Dribbling zu gehen, obwohl Union eine massive Überzahl auf ihn hätte haben können, weil wir so oder so in einer Situation waren, in der das Risiko massiv gesteigert werden musste. Sein Dribbling war dabei gegenüber eines sich hoch absetzenden Svensson denke ich im Gefahrenpotenzial wesentlich überschaubarer. Begünstigt durch die Uneinigkeit im Abwehrverhalten von Union. Selbst bei guten Dribblingquoten, muss man aber aufpassen, wie abhängig man sich davon machen kann. Bei mehr Gegnerdruck wäre es schließlich deutlich komplexer und risikoreicher geworden, was eine steigende Gefahr bedeuten würde in einen Konter zu laufen, weil uns der ballferne freie Spieler initial erst mal nichts bringt, sondern effektiv im Zentrum fehlt und auch nicht einfach von einem Spieler aus der Angriffsreihe aufgefüllt werden kann, was durchaus immer mal wieder versucht wurde.
Es darf also nicht geschehen, dass man Ballverluste außen verharmlost, weil sie vermeintlich einfacher wegzuverteidigen sind, durch längere Wege zu unserem Tor. Das verschafft uns zwar etwas mehr Zeit in der Rückwärtsbewegung, bedeutet trotzdem hohen Aufwand, der wieder Körner an anderer Stelle kostet. Es kann daher nicht dauerhaft erfolgreich sein. Insbesondere dann, wenn der Gegner defensiv weniger Fehler begeht und vor allem sauberer hinten raus spielt. Auch dahingehend darf man schließlich nicht unterschätzen, wie viele Abschlüsse aus Unions Fehlern heraus initialisiert werden konnten, die wir nicht durchgehend forcieren konnten.
https://youtu.be/N9bv0WJESeU?t=480
An sich startet das Ganze als Escape Dribbling, bei dem Union 3 Mann hat, um Chukwuemeka zu stellen. Union lässt hier aber ab, insbesondere Rothe, der eine Übergabe auf Benes versucht und absichert, aber übersieht, dass Benes Svensson anlaufen sollte, wenn sie durchpressen. Sie sind sich daher schon nicht einig, ob sie pressen oder nicht. Begünstigt dadurch, dass Rothe in einen Raum gezogen wird, für den er normal nicht zuständig ist. Statt ihn zu 3. aggressiv zuzustellen, hat Chukwuemeka daher auf einmal Luft zum Atmen und sein Aufdrehen wird erleichtert, wie auch der dynamische Antritt nach vorne, wodurch Chukwuemeka am Ende dann eben doch nur ein 1gg1 hat, in dem der Sicherheitsabstand aber auch groß genug ist, weil die Absicherung dieses Spielers halbherzig war.
Es soll aber gar nicht das zentrale Thema sein und die Aktion von Chukwuemeka sowieso nicht schmälern, nur darauf hinweisen, wie viel komplexer das Ganze Thema werden kann, weil er normalerweise viel mehr Druck in vergleichbarer Position zu erwarten hat, trotzdem man behaupten könnte, dass die Rochade ein Zuordnungsproblem auslöst. Bis auf Svensson ist unser Zentrum schließlich leergeräumt. Der läuft sich dabei initial denke ich gut frei, um in einer Position anspielbar zu werden, die vermeiden kann, dass man komplett hinten rum spielen muss. Je länger das Escape Dribbling aber dauert, desto mehr geschieht das aber doch, weil er sich nach hinten absetzt. Somit wird er redundanter zu Can, weil Svensson immer weniger Optionen nach vorne erhalten kann, wodurch es effektiv nur noch einen Neufbau nach hinten gab.
Svensson hätte sich hier nach vorne absetzen können, statt nach hinten, um eine progressive Option zu bieten: https://www.screenshare.de/2gvh-7tei-bzi3/#key=riqi-h3e5-7t28-6td4-91f9-b5ak-4o4i-9cx9
Dieser Raum wäre aber sehr eng gewesen und nicht nur deswegen normalerweise hochgradig risikobehaftet, sondern auch deswegen, da er die eh schon etwas geringe Absicherung für eine druckvolle Gegenbewegung weiter reduziert hätte und ein normaler Gegner wesentlich aggressiver gegen den Ball zu erwarten wäre. Dort hätte daher ein anderer Zentrumspieler sein sollen. Groß steht in dieser Szene aber gewollt als LA, der das Spiel theoretisch breit zieht, was aber praktisch nur sehr bedingt geschieht, weil Union niemanden mehr hat, um ihn dort aufzunehmen. Was uns viel darüber sagen sollte, wie lasch Union das eben mit der Überzahl gegen Chukwuemeka verteidigt. Das erlaubt zwar Beier als Abschlussspieler früher zentraler, aber es kostet in dem Moment im Zentrum einen Mann, obwohl Svensson einrückt und somit nominell eigentlich nur eine Rochade gespielt wird, in der eben Positionen getauscht werden.
Müssten wir hinten herum spielen, also dann auch effektiv über Svensson, auf den Benes eben schon versucht Pressingdruck aufzubauen, dauert die Verlagerung auf den ballfernen, aber komplett freien Groß, absehbar zu lang. Selbst gegen wenig druckvolle Unioner. Jede Mannschaft sollte bis dahin jedenfalls wieder gut verschieben können und da man rechts überlagert hat, ist man links denke ich am Ende einer Verlagerung nicht in einer besseren Position. Vor allem mit einem Spieler, der keine Isolationen auflösen kann. Eine druckvollere Mannschaft versteht den Ball nach hinten aber eben sogar als Pressingtrigger, bei dem wir viele Spieler vor dem Ball haben. Durch den ballfernen freien Spieler des BVB, haben sie schließlich zwangsläufig einen Mann mehr für ein aussichtsreiches Pressing verfügbar.
Chukwuemeka hat im Grunde bei dieser Gemengelage gar keine bessere Option als in das Dribbling zu gehen, obwohl Union eine massive Überzahl auf ihn hätte haben können, weil wir so oder so in einer Situation waren, in der das Risiko massiv gesteigert werden musste. Sein Dribbling war dabei gegenüber eines sich hoch absetzenden Svensson denke ich im Gefahrenpotenzial wesentlich überschaubarer. Begünstigt durch die Uneinigkeit im Abwehrverhalten von Union. Selbst bei guten Dribblingquoten, muss man aber aufpassen, wie abhängig man sich davon machen kann. Bei mehr Gegnerdruck wäre es schließlich deutlich komplexer und risikoreicher geworden, was eine steigende Gefahr bedeuten würde in einen Konter zu laufen, weil uns der ballferne freie Spieler initial erst mal nichts bringt, sondern effektiv im Zentrum fehlt und auch nicht einfach von einem Spieler aus der Angriffsreihe aufgefüllt werden kann, was durchaus immer mal wieder versucht wurde.
Es darf also nicht geschehen, dass man Ballverluste außen verharmlost, weil sie vermeintlich einfacher wegzuverteidigen sind, durch längere Wege zu unserem Tor. Das verschafft uns zwar etwas mehr Zeit in der Rückwärtsbewegung, bedeutet trotzdem hohen Aufwand, der wieder Körner an anderer Stelle kostet. Es kann daher nicht dauerhaft erfolgreich sein. Insbesondere dann, wenn der Gegner defensiv weniger Fehler begeht und vor allem sauberer hinten raus spielt. Auch dahingehend darf man schließlich nicht unterschätzen, wie viele Abschlüsse aus Unions Fehlern heraus initialisiert werden konnten, die wir nicht durchgehend forcieren konnten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 24.02.2025 um 11:11 Uhr bearbeitet
26.02.2025 - 10:00 Uhr
Zitat von Hegelinho
Beier hatte vielleicht einen großen Anteil daran das Groß ein solches Spiel spielen konnte? Mit Jamie geht ja immer etwas Spielfluss und Tiefe verloren, während Beier sich wirklich gut positioniert und seinen Mitspieler Räume und richtige Anspieloptionen verschafft. Schaut man sich die Zusammenfassung an, ist er der auffälligste Mann, wenn auch nicht glücklich beim Abschluss oder allen Aktionen. Läuft die Pille gut, bringt ein Beier unterm Strich womöglich mehr als ein Gittens? Gittens wiederum mehr als ein Beier gegen müde Beine.
Vakuum im Zentrum:
Mit Chuk und Nmecha sollte es möglich sein auch aus dem Zentrum Gefahr auszustrahlen und somit variabler zu sein. Das Sabitzer und Svensson nicht zu viel probieren, obwohl da ein Raum ist, finde ich gut, das muss man schon können.
Dieser taktische Kniff, gibt den Spielern sichtlich Sicherheit und hat mich nach dem ich es verstanden habe, positiv überrascht.
Zitat von Mogli99
Ich bin in vielen Punkten bei dir. Natürlich müssen wir sowohl über die Außen als auch übers Zentrum Gefahr ausstrahlen. Jetzt, da wir diesen extremen Fokus auf die Außen legen, müssen wir eben von dort aus schauen, wir wir auch Wege durch die Mitte generieren können, wobei bei unserer Staffelung derzeit die Bewegungen der ZM und des ROA die meisten Potentiale aufzeigen m.E.
Zuvor galt es ja schließlich auch stets die Frage zu beantworten, wie wir Breite generieren können, mit zwei eher defensiven AV und invers agierenden OA. Dass Flanken insbesondere bei der richtigen Beaetzung im und am Strafraum ein probates Mittel darstellen, um Spielzüge abzuschließen, ist genauso korrekt wie die gleichzeitige Forderung, sich nicht darauf zu versteifen, denke ich.
Wo ich dir allerdings widersprechen muss, ist deine Auslegung der Daten von Beier und Adeyemi. Meine Deutung ginge dahin, dass beide eigentlich mehr hätten flanken müssen, ihren Vorlieben nach dies aber weniger gemacht haben. Während Beier meist das Dribbling scheute und den Ball zurück oder in die Mitte spielte, suchte Adeyemi immer wieder das Dribbling in die Mitte. Beides lässt sich sehr gut an ihren individuellen Heat Maps ablesen (bei Beier sind die Bewegungen in der Mitte aus der Schlussphase abzuleiten, wo er zentral spielte). Bei Beier glaube ich sogar, dass er öfter Zeit gehabt hätte, zu flanken, dies aber nicht getan hat. Ob Adeyemi den Auftrag hatte, reinzuziehen, wissen wir nicht, mit einem OA, der ein klassisches Flügelspiel spielt, hätte ich aber wohl öfter das Dribbling zur Grundlinie mit anschließender Flanke erwartet.
Welche Rolle sonst sollte insbesondere Beier auch spielen, wenn er derart breit zu stehen hat? Gegen Pauli.werden wir jedenfalls weiteres Material geliefert bekommen, um die Entwicklung zu studieren.
https://www.sofascore.com/de/football/match/borussia-dortmund-1-fc-union-berlin/Xabsydb#tab:lineups
Zitat von Orizo
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
Zitat von Mogli99
Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Zitat von Ballzumir
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.
Zitat von Mogli99
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.

Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
Ich bin in vielen Punkten bei dir. Natürlich müssen wir sowohl über die Außen als auch übers Zentrum Gefahr ausstrahlen. Jetzt, da wir diesen extremen Fokus auf die Außen legen, müssen wir eben von dort aus schauen, wir wir auch Wege durch die Mitte generieren können, wobei bei unserer Staffelung derzeit die Bewegungen der ZM und des ROA die meisten Potentiale aufzeigen m.E.
Zuvor galt es ja schließlich auch stets die Frage zu beantworten, wie wir Breite generieren können, mit zwei eher defensiven AV und invers agierenden OA. Dass Flanken insbesondere bei der richtigen Beaetzung im und am Strafraum ein probates Mittel darstellen, um Spielzüge abzuschließen, ist genauso korrekt wie die gleichzeitige Forderung, sich nicht darauf zu versteifen, denke ich.
Wo ich dir allerdings widersprechen muss, ist deine Auslegung der Daten von Beier und Adeyemi. Meine Deutung ginge dahin, dass beide eigentlich mehr hätten flanken müssen, ihren Vorlieben nach dies aber weniger gemacht haben. Während Beier meist das Dribbling scheute und den Ball zurück oder in die Mitte spielte, suchte Adeyemi immer wieder das Dribbling in die Mitte. Beides lässt sich sehr gut an ihren individuellen Heat Maps ablesen (bei Beier sind die Bewegungen in der Mitte aus der Schlussphase abzuleiten, wo er zentral spielte). Bei Beier glaube ich sogar, dass er öfter Zeit gehabt hätte, zu flanken, dies aber nicht getan hat. Ob Adeyemi den Auftrag hatte, reinzuziehen, wissen wir nicht, mit einem OA, der ein klassisches Flügelspiel spielt, hätte ich aber wohl öfter das Dribbling zur Grundlinie mit anschließender Flanke erwartet.
Welche Rolle sonst sollte insbesondere Beier auch spielen, wenn er derart breit zu stehen hat? Gegen Pauli.werden wir jedenfalls weiteres Material geliefert bekommen, um die Entwicklung zu studieren.
https://www.sofascore.com/de/football/match/borussia-dortmund-1-fc-union-berlin/Xabsydb#tab:lineups
Beier hatte vielleicht einen großen Anteil daran das Groß ein solches Spiel spielen konnte? Mit Jamie geht ja immer etwas Spielfluss und Tiefe verloren, während Beier sich wirklich gut positioniert und seinen Mitspieler Räume und richtige Anspieloptionen verschafft. Schaut man sich die Zusammenfassung an, ist er der auffälligste Mann, wenn auch nicht glücklich beim Abschluss oder allen Aktionen. Läuft die Pille gut, bringt ein Beier unterm Strich womöglich mehr als ein Gittens? Gittens wiederum mehr als ein Beier gegen müde Beine.
Vakuum im Zentrum:
Mit Chuk und Nmecha sollte es möglich sein auch aus dem Zentrum Gefahr auszustrahlen und somit variabler zu sein. Das Sabitzer und Svensson nicht zu viel probieren, obwohl da ein Raum ist, finde ich gut, das muss man schon können.
Dieser taktische Kniff, gibt den Spielern sichtlich Sicherheit und hat mich nach dem ich es verstanden habe, positiv überrascht.
Ich hätte richtig Bock auf ein Zentrum mit Nmecha auf der Sechs, Carney und Brandt davor und einem Svensson, der bei Bedarf auch noch einrückt.
So ein Zentrum sollte vom Gegner nicht einfach mit Manndeckung in den Griff zu bekommen sein. Denn diese Spieler können sich entweder auch mit Ball im 1gegen1 durchsetzen oder es gut ausnutzen, wenn mal Platz da ist. Ein Brandt oder auch Svensson, können auch mal mit Ball antreten, wenn der Gegner etwas anbietet. Daher kann man nicht einfach den Raum um Carney eng machen und beispielsweise Brandt Platz geben.
Ein realistischer nächster Schritt scheint mir allerdings, dass Carney zunächst eine Option für Brandt wird. Dabei ebenfalls die taktische Vorgabe bekommt nach außen auszuweichen. Denn die Außen zu überlagern, scheint ein Prinzip von Kovac zu sein.
Nmecha sollte dann irgendwann für Sabitzer in die Mannschaft rücken.
Individuell würden wir so zulegen im Zentrum. Ausreichen würde dieser Schritt aber nicht, meiner Meinung nach. So konnte in dieser Saison auch ein gut aufgelegter Nmecha nicht dafür sorgen, dass unser Spiel durch das Zentrum auf ein gutes Niveau kam. Die hierzu zu erwartende Änderung wäre also nur Carney für Brandt für mich. Zudem mit stärkeren Ausweichbewegungen von Carney und Groß auf die Außen.
Svensson könnte hier auch noch positiv wirken. Allerdings muss er dafür erstmal an Bensebaini vorbeikommen. Außerdem ist Svensson für mich niemand, der unser Zentrum tragen kann, sondern eben ein unterstützender Faktor. Damit meine ich, dass Svensson hier nicht zum Gamechanger wird.
Also, Kovac Ansätze deuten für mich nicht daraufhin, dass wir, selbst mit Nmecha und Carney, ein gutes Zentrum bekommen.
Sahin hatte, meiner Meinung nach, einen deutlich größeren Fokus auf das Zentrum. Aber es reichte dort auch mit Nmecha, Brandt und Groß nicht. Carney statt Groß hätte hier aber den Unterschied machen können, denke ich.
Aber Kovac schlägt eine andere taktische Richtung ein. Das Zentrum weicht nach außen aus und Groß, der eben nicht Pressing-resistent ist und auch nicht in freie Räume mit Tempo andribbeln kann, dürfte aktuell erstmal seinen Platz haben. Brandt oder auch Reyna, die eher etwas zentral im OM bewirken können, dürften dann eher nicht mit Carney gemeinsam in der Startelf stehen.
26.02.2025 - 21:39 Uhr
Zitat von Hegelinho
Soweit kann ich dir folgen, nur mit der Aussage zu Groß und Brandt wäre ich etwas vorsichtig
Beide haben unter Kovac jeweils eine richtig gute und auffällige Halbzeit gespielt. Groß gegen Union und Brandt in Lissabon. Sehe da mittelfristig keinen vorne oder hinten.
Prime Brandt in der Hinrunde 23 hat ja nicht im Zentrum gespielt, sondern als RA. Und Brandt kann gute Bälle reinbringen, wie man gegen Sporting gesehen hat und ich bin überzeugt, dass ihm die Rolle gut stehen wird, wenn auch bei ihm der Knoten platzt.
Trotzdem wird es Gegner geben, die dieses Spiel verteidigen werden und dann muss man mehr über das Zentrum gestalten, aber das können diese Spieler, wenn sie nicht gerade ein kollektives Formtief haben.
Gegen wen hat sich der BVB in den letzten Jahren schwer getan? Ich denke gegen Gegner, die das Zentrum und das eigene Tor verdichtet haben. Diese halbhohen Flanken oder Chipbälle sind schon ein gutes Mittel, um diese Gegner auszuspielen, das machen fast alle Topteams, um parkende Gegner zu knacken. Richtig wirksam sind diese Bälle wenn ein RF die Banane von links schlägt (Groß Vorteil ggü Brandt). Deswegen spielt Bayern mit Rapha als RV glaube ich?
Svensson hat gegenüber Bensebaini den Vorteil, dass er wirklich schnell und laufstark ist, bei missglückten Angriffen und damit schnellen Gegenangriffen ist er die bessere Wahl.
Zitat von mba123
Ich hätte richtig Bock auf ein Zentrum mit Nmecha auf der Sechs, Carney und Brandt davor und einem Svensson, der bei Bedarf auch noch einrückt.
So ein Zentrum sollte vom Gegner nicht einfach mit Manndeckung in den Griff zu bekommen sein. Denn diese Spieler können sich entweder auch mit Ball im 1gegen1 durchsetzen oder es gut ausnutzen, wenn mal Platz da ist. Ein Brandt oder auch Svensson, können auch mal mit Ball antreten, wenn der Gegner etwas anbietet. Daher kann man nicht einfach den Raum um Carney eng machen und beispielsweise Brandt Platz geben.
Ein realistischer nächster Schritt scheint mir allerdings, dass Carney zunächst eine Option für Brandt wird. Dabei ebenfalls die taktische Vorgabe bekommt nach außen auszuweichen. Denn die Außen zu überlagern, scheint ein Prinzip von Kovac zu sein.
Nmecha sollte dann irgendwann für Sabitzer in die Mannschaft rücken.
Individuell würden wir so zulegen im Zentrum. Ausreichen würde dieser Schritt aber nicht, meiner Meinung nach. So konnte in dieser Saison auch ein gut aufgelegter Nmecha nicht dafür sorgen, dass unser Spiel durch das Zentrum auf ein gutes Niveau kam. Die hierzu zu erwartende Änderung wäre also nur Carney für Brandt für mich. Zudem mit stärkeren Ausweichbewegungen von Carney und Groß auf die Außen.
Svensson könnte hier auch noch positiv wirken. Allerdings muss er dafür erstmal an Bensebaini vorbeikommen. Außerdem ist Svensson für mich niemand, der unser Zentrum tragen kann, sondern eben ein unterstützender Faktor. Damit meine ich, dass Svensson hier nicht zum Gamechanger wird.
Also, Kovac Ansätze deuten für mich nicht daraufhin, dass wir, selbst mit Nmecha und Carney, ein gutes Zentrum bekommen.
Sahin hatte, meiner Meinung nach, einen deutlich größeren Fokus auf das Zentrum. Aber es reichte dort auch mit Nmecha, Brandt und Groß nicht. Carney statt Groß hätte hier aber den Unterschied machen können, denke ich.
Aber Kovac schlägt eine andere taktische Richtung ein. Das Zentrum weicht nach außen aus und Groß, der eben nicht Pressing-resistent ist und auch nicht in freie Räume mit Tempo andribbeln kann, dürfte aktuell erstmal seinen Platz haben. Brandt oder auch Reyna, die eher etwas zentral im OM bewirken können, dürften dann eher nicht mit Carney gemeinsam in der Startelf stehen.
Zitat von Hegelinho
Beier hatte vielleicht einen großen Anteil daran das Groß ein solches Spiel spielen konnte? Mit Jamie geht ja immer etwas Spielfluss und Tiefe verloren, während Beier sich wirklich gut positioniert und seinen Mitspieler Räume und richtige Anspieloptionen verschafft. Schaut man sich die Zusammenfassung an, ist er der auffälligste Mann, wenn auch nicht glücklich beim Abschluss oder allen Aktionen. Läuft die Pille gut, bringt ein Beier unterm Strich womöglich mehr als ein Gittens? Gittens wiederum mehr als ein Beier gegen müde Beine.
Vakuum im Zentrum:
Mit Chuk und Nmecha sollte es möglich sein auch aus dem Zentrum Gefahr auszustrahlen und somit variabler zu sein. Das Sabitzer und Svensson nicht zu viel probieren, obwohl da ein Raum ist, finde ich gut, das muss man schon können.
Dieser taktische Kniff, gibt den Spielern sichtlich Sicherheit und hat mich nach dem ich es verstanden habe, positiv überrascht.
Zitat von Mogli99
Ich bin in vielen Punkten bei dir. Natürlich müssen wir sowohl über die Außen als auch übers Zentrum Gefahr ausstrahlen. Jetzt, da wir diesen extremen Fokus auf die Außen legen, müssen wir eben von dort aus schauen, wir wir auch Wege durch die Mitte generieren können, wobei bei unserer Staffelung derzeit die Bewegungen der ZM und des ROA die meisten Potentiale aufzeigen m.E.
Zuvor galt es ja schließlich auch stets die Frage zu beantworten, wie wir Breite generieren können, mit zwei eher defensiven AV und invers agierenden OA. Dass Flanken insbesondere bei der richtigen Beaetzung im und am Strafraum ein probates Mittel darstellen, um Spielzüge abzuschließen, ist genauso korrekt wie die gleichzeitige Forderung, sich nicht darauf zu versteifen, denke ich.
Wo ich dir allerdings widersprechen muss, ist deine Auslegung der Daten von Beier und Adeyemi. Meine Deutung ginge dahin, dass beide eigentlich mehr hätten flanken müssen, ihren Vorlieben nach dies aber weniger gemacht haben. Während Beier meist das Dribbling scheute und den Ball zurück oder in die Mitte spielte, suchte Adeyemi immer wieder das Dribbling in die Mitte. Beides lässt sich sehr gut an ihren individuellen Heat Maps ablesen (bei Beier sind die Bewegungen in der Mitte aus der Schlussphase abzuleiten, wo er zentral spielte). Bei Beier glaube ich sogar, dass er öfter Zeit gehabt hätte, zu flanken, dies aber nicht getan hat. Ob Adeyemi den Auftrag hatte, reinzuziehen, wissen wir nicht, mit einem OA, der ein klassisches Flügelspiel spielt, hätte ich aber wohl öfter das Dribbling zur Grundlinie mit anschließender Flanke erwartet.
Welche Rolle sonst sollte insbesondere Beier auch spielen, wenn er derart breit zu stehen hat? Gegen Pauli.werden wir jedenfalls weiteres Material geliefert bekommen, um die Entwicklung zu studieren.
https://www.sofascore.com/de/football/match/borussia-dortmund-1-fc-union-berlin/Xabsydb#tab:lineups
Zitat von Orizo
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
Zitat von Mogli99
Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Zitat von Ballzumir
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.
Zitat von Mogli99
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Balsam. Schlichtweg. Ähnlich wie Sporting im Hinspiel war auch Union am Boden. Dieses Mal konnten wir etliche Chancen nutzen und die Hoffnung dürfte da sein, dass die Spieler wieder lockerer werden. Das wird auch notwendig sein, denn zu Beginn war man doch wieder sehr angespannt, auf Fehlervermeidung aus und wenn nicht das 1:0, sondern, etwa beim.Schuss von Hollerbach, unglücklich das 0:1 fällt, will Ich nicht wissen, was heute passiert wäre. So dürfen wir uns (und sollten wir uns, zu selten hatten wir dazu die Möglichkeit) freuen über
- eine starke IV
- Ryerson, der so gut aufgelegt war, dass kein Schrei nach Couto in mir laut wurde,
- einen Adeyemi, der zeigt, warum wir froh sein können, dass er bleiben wollte, und warum er eigentlich gut zum BvB auch als Arbeiterverein passt,
- Guirassys Tore und Groß Assists
- Beiers 5. Saisontor, das ihm doch hoffentlich mal mehr Selbstbewusstsein gibt
- das Potentail Chukwuemekas
Ein Spiel, das dabei auch beweist, wie oft wir in den letzten Wochen (auch unter Sahin) nicht dieses "Glück" hatten, dass das Spiel zu unseren Gunsten kippt. Fußball ist zwar daten- und konzeptgetrieben, aber in vielen Aspekten eben doch so eng, dass nicht Mentalität im Sinne des Kampfsports, sondern im Sinne von Überzeugung unabdingbar ist. Diese leidet, wenn Spiele oft gegen einen laufen. Was die Mannschaft zuletzt spielte, hat mir vor dem Hintergrund große Sorgen bereitet und ich bin richtig glücklich über diese Chance, da rauszukommen.
Nicht so sicher bin ich mir, wie gut bestimmte taktische Aspekte zu mittelfristigem Erfolg führen kann. Die ZM derart nach außen zu schieben, ohne dass Beier/Adeyemi großartig dafür ins Zentrum rücken würden, sondern eher mit dem Ziel außen zu überlagern, führt zwar zu unglaublich vielen Flanken, von denen Guirassy profitieren wird, aber wir spielen schon arg u-förmig. Da bin ich gespannt, was Kovac machen wird, wenn die Gegner besser und länger die Flanken wegverteidigen. Dabei hat mir die Staffelung für schnelle Balloberungen im.Gegenpressing ganz gut gefallen. Kurzum: ich erwarte als nächsten Schritt, dass wir auch Wege andeuten, die durch das Zentrum Chancen ermöglichen, finde aber für den jetzigen Moment es nicht so verkehrt, diesen über den Schwerpunkt auf den Außen zu gehen, denn das gibt Sicherheit, ist leichter, und weniger gefährlich, da Ballverluste dort besser zu verteidigen sind. Es bleibt spannend.
Für den Moment: 6:0..Balsam. Danke!
Mir gefällt es ganz gut, das die Mittelfeldspieler die OA unterstützen auch wenn sie dafür immer wieder aus dem Zentrum rücken. Im Zentrum nicht nur präsent zu sein, sondern auch gegen tiefstehende Gegner hindurchzuspielen, gehört schon zu den schwierigsten Aufgaben für eine Mannschaft. Das mag für die Zukunft ein berechtigter Anspruch für den BVB sein, ist mit den vorhandenen Kaderspielern aber unrealistisch. Wieso also z.B. Sabitzer und Groß das Leben schwer und die Wege eng machen, wenn es auch anders geht.
Guirassy werden seine 4 Tore nicht nur gelungen sein, weil er die nötigen Vorlagen dafür erhalten hat, sondern auch weil er den nötigen Raum im Zentrum hatte, sie zu verwerten. Ich denke mit der Rückkehr von Nmecha statt Sabitzer im DM werden sich von ganz alleine auch noch mehr Möglichkeiten ergeben, das Zentrum auch aus der Tiefe zu attackieren, gerade in Kombination mit Chukwuemeka und Brandt.
Von daher würde ich dir widersprechen und halte diese Spielweise vielleicht nicht langfristig für die Vielversprechendste aber zumindest mittelfristig für den Rest der Saison.

Ich ziehe meine Antwort Mal hier rüber, weil sie allgemeiner ist und auch das aufgreift, was @mba123 schreibt:
Die Gefahr bei dieser Spielanlage ist halt, dass man auf ein Mittel setzt, das nicht so erfolgsversprechend ist - Flanken - und vergleichsweise einfach verteidigt werden kann.
https://assets.spox.com/images/v3/blt2f8272d374b74211/2025-02-22%20Passmap%20Borussia%20Dortmund%20-%20Borussia%20Dortmund%206%20-%200%20Union%20Berlin.png?format=pjpg&quality=60&auto=webp&width=1200
Schaut man sich die Passmap an, ist das schon jetzt extrem, wie stark wir im U spielen, was ja so auch unter Kovac zu erwarten war. Allerdings dürfte die Befürchtung, dass sich viele Gegner gut darauf einstellen werden, eine sehr berechtigte Grundlage haben, denn die hinten außen zu doppeln und den Strafraum gut zu besetzen, ist nicht so schwierig. Viel wird folglich davon abhängig sein, inwieweit individuelle Qualität und Spielglück zusammenfallen.
Wie gesagt: es ist ein sehr einfacher Weg und auch gut abzusichern, insofern dürfte das der Mannschaft derzeit helfen, sich zu stabilisieren, sich zu fangen, aber wir müssen uns auch auf zähe Angelegenheiten einstellen.
Was ich jedoch nicht bedingungslos sehe, ist dass die Taktik so sehr an die individuellen Profile angepasst ist:
Beier auf LOA als echten Außen zu nutzen, der viel flanken muss und seltener in Abschlusssituationen kommt, erscheint mir genausowenig zielführend, wie dies auf der anderen Seite bei Adeyemi ist. Im Prinzip haben wir nur mit Duranville einen Spieler, der dieser Spielanlage potentiell entspricht. Stellen wir also darauf ab, müssen wir damit leben, dass beide in vielen Spielen ihre Probleme haben werden, da von ihnen Dinge verlangt werden, in denen sie eben nicht herausragend gut sind, nämlich den Aufbau in der Breite unterstützen, in statischen Situationen, die das U bedingt, dribbeln und flanken.
Auch bei Groß sehe ich zwar, dass seine Flanken gut sind, aber wenn wir im Gegenpressing dann mal.nicht gut stehen, fehlt er schnell als Absicherung im MF und wird auch nicht hinterherkommen. Im ZM bräuchten wir vor dem Hintergrund fast noch mehr Physis und Tempo, die neben den Fähigkeiten als Flankengeber eben auch für die Entwicklung notwendig wäre, denn nur so kann auch mal in den Halbräumen die Tiefe vom ZM oder eben dem OA attackiert werden.
Wie gesagt: wir werden stabiler sein mit dieser Anlage. Wie gut wir aber darin sein werden, Spiele zu ziehen, wird nicht nur durch das Besetzen des Stafraums für die Flanken und unsere Staffelung für das Gegenpressing bestimmt sein, sondern eben auch dadurch, inwieweit es uns gelingt, zumindest partiell das Spiel durchs Zentrum inklusive Tiefenläufe einzustreuen, um dem Gegner die Anpassung ans U zu erschweren.
Es war aber gegen Union doch gerade nicht, so, dass die Flügelspieler Beier und Adeyemi viel über Außen kreieren und flanken mussten. Beier hatte 2 Flanken, Adeyemi 0. Auf der anderen Seite hatte Beier 12 Ballaktionen in der Box, Adeyemi 9. Dabei sprangen ein Assist und ein Tor von Beier und ein Pfostentreffer von Adeymi raus, plus mehrerer Halbchancen. Die Breite wurde doch immer wieder situativ von zentralen Mittelfeldspielern übernommen, was den Außenstürmern in der Konsequenz dann eine zentralere Positionierung in Strafraumnähe ermöglichte.
In dem Spiel haben wir ungewöhnlich viele Tore direkt nach einer Flanke erzielt. Es stimmt schon, dass Flanken dabei eigentlich eine sehr unzuverlässige Vorlagenart sind. Aber auch wenn der Gedanke dann naheliegend ist: Wir haben keineswegs die ganze Zeit über hohe Bälle in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Bei insgesamt 581 Pässen haben wir 25 Flanken gegen Union geschlagen (4 % Flankenanteil). Das ist für BVB Verhältnisse recht viel, aber global keineswegs ein auffälliger Wert. Leverkusen hatte am Wochenende gegen Kiel 37 Flanken bei total 517 Pässen (7%), RBL hatte jetzt 35 Flanken bei 555 Pässen (6%). Die Bayern flanken heute anteilsmäßig weniger, aber unter Nagelsmann waren sie auch immer so mit 3-4 % Flankenanteil unterwegs.
Es gibt Statistiken, die besagen, dass man mehr als 60 Flanken für ein direkt erzieltes Tor benötigt. Aber was dabei nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Flanken oft nur ungenau geklärt werden können und so viele Tore durch 2. Bälle und Gegenpressingsaktionen erzielt werden können. Plus die Flanke als Preassist, zur Seitenverlagerung usw., was alles die Statistik verwässert.
Ich habe hier schon X mal geschrieben, dass man in der Bundesliga die wenigsten Gegner knacken kann, ohne eine reelle Gefahr über die Flügel aufzubieten. Dabei hatte ich allerdings andere Herangehensweisen im Sinn, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Trainer Varianten findet, die funktionieren. Wo ich dir dabei zustimme ist, dass dabei das Spiel über das Zentrum nicht zu vernachlässigen ist. Es wäre mMn nach dumm, eine Option hinzuzufügen, während man eine andere wegnimmt. War nicht so oft die Berechenbarkeit eine unserer größten Schwächen in der Offensive? Ich denke, wenn sich die Personalsituation im Mittelfeld bald wieder anders gestaltet und man bspw. mit Nmecha und Carney auflaufen kann, dann kann auch hier noch ein ganz anderer Zug rein kommen.
Ich bin in vielen Punkten bei dir. Natürlich müssen wir sowohl über die Außen als auch übers Zentrum Gefahr ausstrahlen. Jetzt, da wir diesen extremen Fokus auf die Außen legen, müssen wir eben von dort aus schauen, wir wir auch Wege durch die Mitte generieren können, wobei bei unserer Staffelung derzeit die Bewegungen der ZM und des ROA die meisten Potentiale aufzeigen m.E.
Zuvor galt es ja schließlich auch stets die Frage zu beantworten, wie wir Breite generieren können, mit zwei eher defensiven AV und invers agierenden OA. Dass Flanken insbesondere bei der richtigen Beaetzung im und am Strafraum ein probates Mittel darstellen, um Spielzüge abzuschließen, ist genauso korrekt wie die gleichzeitige Forderung, sich nicht darauf zu versteifen, denke ich.
Wo ich dir allerdings widersprechen muss, ist deine Auslegung der Daten von Beier und Adeyemi. Meine Deutung ginge dahin, dass beide eigentlich mehr hätten flanken müssen, ihren Vorlieben nach dies aber weniger gemacht haben. Während Beier meist das Dribbling scheute und den Ball zurück oder in die Mitte spielte, suchte Adeyemi immer wieder das Dribbling in die Mitte. Beides lässt sich sehr gut an ihren individuellen Heat Maps ablesen (bei Beier sind die Bewegungen in der Mitte aus der Schlussphase abzuleiten, wo er zentral spielte). Bei Beier glaube ich sogar, dass er öfter Zeit gehabt hätte, zu flanken, dies aber nicht getan hat. Ob Adeyemi den Auftrag hatte, reinzuziehen, wissen wir nicht, mit einem OA, der ein klassisches Flügelspiel spielt, hätte ich aber wohl öfter das Dribbling zur Grundlinie mit anschließender Flanke erwartet.
Welche Rolle sonst sollte insbesondere Beier auch spielen, wenn er derart breit zu stehen hat? Gegen Pauli.werden wir jedenfalls weiteres Material geliefert bekommen, um die Entwicklung zu studieren.
https://www.sofascore.com/de/football/match/borussia-dortmund-1-fc-union-berlin/Xabsydb#tab:lineups
Beier hatte vielleicht einen großen Anteil daran das Groß ein solches Spiel spielen konnte? Mit Jamie geht ja immer etwas Spielfluss und Tiefe verloren, während Beier sich wirklich gut positioniert und seinen Mitspieler Räume und richtige Anspieloptionen verschafft. Schaut man sich die Zusammenfassung an, ist er der auffälligste Mann, wenn auch nicht glücklich beim Abschluss oder allen Aktionen. Läuft die Pille gut, bringt ein Beier unterm Strich womöglich mehr als ein Gittens? Gittens wiederum mehr als ein Beier gegen müde Beine.
Vakuum im Zentrum:
Mit Chuk und Nmecha sollte es möglich sein auch aus dem Zentrum Gefahr auszustrahlen und somit variabler zu sein. Das Sabitzer und Svensson nicht zu viel probieren, obwohl da ein Raum ist, finde ich gut, das muss man schon können.
Dieser taktische Kniff, gibt den Spielern sichtlich Sicherheit und hat mich nach dem ich es verstanden habe, positiv überrascht.
Ich hätte richtig Bock auf ein Zentrum mit Nmecha auf der Sechs, Carney und Brandt davor und einem Svensson, der bei Bedarf auch noch einrückt.
So ein Zentrum sollte vom Gegner nicht einfach mit Manndeckung in den Griff zu bekommen sein. Denn diese Spieler können sich entweder auch mit Ball im 1gegen1 durchsetzen oder es gut ausnutzen, wenn mal Platz da ist. Ein Brandt oder auch Svensson, können auch mal mit Ball antreten, wenn der Gegner etwas anbietet. Daher kann man nicht einfach den Raum um Carney eng machen und beispielsweise Brandt Platz geben.
Ein realistischer nächster Schritt scheint mir allerdings, dass Carney zunächst eine Option für Brandt wird. Dabei ebenfalls die taktische Vorgabe bekommt nach außen auszuweichen. Denn die Außen zu überlagern, scheint ein Prinzip von Kovac zu sein.
Nmecha sollte dann irgendwann für Sabitzer in die Mannschaft rücken.
Individuell würden wir so zulegen im Zentrum. Ausreichen würde dieser Schritt aber nicht, meiner Meinung nach. So konnte in dieser Saison auch ein gut aufgelegter Nmecha nicht dafür sorgen, dass unser Spiel durch das Zentrum auf ein gutes Niveau kam. Die hierzu zu erwartende Änderung wäre also nur Carney für Brandt für mich. Zudem mit stärkeren Ausweichbewegungen von Carney und Groß auf die Außen.
Svensson könnte hier auch noch positiv wirken. Allerdings muss er dafür erstmal an Bensebaini vorbeikommen. Außerdem ist Svensson für mich niemand, der unser Zentrum tragen kann, sondern eben ein unterstützender Faktor. Damit meine ich, dass Svensson hier nicht zum Gamechanger wird.
Also, Kovac Ansätze deuten für mich nicht daraufhin, dass wir, selbst mit Nmecha und Carney, ein gutes Zentrum bekommen.
Sahin hatte, meiner Meinung nach, einen deutlich größeren Fokus auf das Zentrum. Aber es reichte dort auch mit Nmecha, Brandt und Groß nicht. Carney statt Groß hätte hier aber den Unterschied machen können, denke ich.
Aber Kovac schlägt eine andere taktische Richtung ein. Das Zentrum weicht nach außen aus und Groß, der eben nicht Pressing-resistent ist und auch nicht in freie Räume mit Tempo andribbeln kann, dürfte aktuell erstmal seinen Platz haben. Brandt oder auch Reyna, die eher etwas zentral im OM bewirken können, dürften dann eher nicht mit Carney gemeinsam in der Startelf stehen.
Soweit kann ich dir folgen, nur mit der Aussage zu Groß und Brandt wäre ich etwas vorsichtig
Beide haben unter Kovac jeweils eine richtig gute und auffällige Halbzeit gespielt. Groß gegen Union und Brandt in Lissabon. Sehe da mittelfristig keinen vorne oder hinten. Prime Brandt in der Hinrunde 23 hat ja nicht im Zentrum gespielt, sondern als RA. Und Brandt kann gute Bälle reinbringen, wie man gegen Sporting gesehen hat und ich bin überzeugt, dass ihm die Rolle gut stehen wird, wenn auch bei ihm der Knoten platzt.
Trotzdem wird es Gegner geben, die dieses Spiel verteidigen werden und dann muss man mehr über das Zentrum gestalten, aber das können diese Spieler, wenn sie nicht gerade ein kollektives Formtief haben.
Gegen wen hat sich der BVB in den letzten Jahren schwer getan? Ich denke gegen Gegner, die das Zentrum und das eigene Tor verdichtet haben. Diese halbhohen Flanken oder Chipbälle sind schon ein gutes Mittel, um diese Gegner auszuspielen, das machen fast alle Topteams, um parkende Gegner zu knacken. Richtig wirksam sind diese Bälle wenn ein RF die Banane von links schlägt (Groß Vorteil ggü Brandt). Deswegen spielt Bayern mit Rapha als RV glaube ich?
Svensson hat gegenüber Bensebaini den Vorteil, dass er wirklich schnell und laufstark ist, bei missglückten Angriffen und damit schnellen Gegenangriffen ist er die bessere Wahl.
"Trotzdem wird es Gegner geben, die dieses Spiel verteidigen werden und dann muss man mehr über das Zentrum gestalten, aber das können diese Spieler, wenn sie nicht gerade ein kollektives Formtief haben."
Das klingt einfach. Allerdings haben wir seit dem Abgang von Bellingham kein gutes Zentrum mehr gehabt, meiner Meinung nach. Und nach meinem Eindruck, arbeitet Kovac auch weniger darauf hin als Sahin und vielleicht sogar Terzic.
Ich denke eher, dass mit Kovac das Spiel über Außen eben klappen muss. Das sah ja auch teilweise sehr gut aus. Allerdings bin ich skeptisch, dass das recht konstant funktionieren kann. Und dann zeigen die letzten anderthalb Jahre eigentlich, dass man ein gutes Zentrum nicht so einfach hinbekommt.
Dass hier die Qualität der Spieler das automatisch richten wird, denke ich nicht. Man sollte als zusätzliche Maßnahme auch viele Spieler aufbieten, die im Zentrum präsent sind und den Gegner vor Probleme stellen.
Weichen die Spieler hingegen nach außen aus, fehlt es zentral an Präsenz und der Gegner kann das Zentrum leichter verteidigen. Und bringt man einen guten Flankengeber statt jemanden der einen Gegenspieler im Duell überwinden kann, wird der Gegner eher 1gegen1 verteidigen und eine Ballzirkulation unterbinden können.
Kovac geht eben eher weg von einem starken Zentrum. Das dann durch individuelle Qualität zu regeln, sehe ich nicht.
Unter Terzic hatten wir auch mit Bellingham und Guerrreiro zunächst ein schwaches Spiel durch das Zentrum. Ich meine es wurde erst besser, als auch Brandt weg vom Flügel ins Zentrum wechselte. Dadurch war dann auch vorne eine zusätzlicher schneller Mann, der Brandts Flügelposition einnahm, die Tiefe bedrohte und so auch dem Zentrum mehr Platz verschaffte. Zeigt vielleicht noch einmal auf, was es alles brauchte, um diese starke Rückrunde 22/23 zu spielen. Die individuelle Qualität hatte es in der Hinrunde jedenfalls nicht geregelt.
Kovac kann natürlich anpassen, falls nötig. Allerdings soll er ja auch in der Vergangenheit das Spiel über die Flügel bevorzugt haben.
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