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Daniel Bauer [Cheftrainer]

20.12.2025 - 21:09 Uhr
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#171
08.03.2026 - 12:17 Uhr
Zitat von Hammerhai

Zitat von OneEightSeven

Man kann sich kaum über diesen überfälligen Schritt "freuen", weil er einfach zu spät erfolgt.
Nach dem Stuttgartspiel war allerhöchste Eisenbahn. Bis heute unerklärlich, wie man PC noch erlauben konnte, sein Veto einzulegen. Das kam tatsächlich einer Sabotage gleich. Wer das gestrige Spiel gesehen hat, der weiß, wie unfassbar bitter diese Niederlage war. Der HSV war platt, hatte keinen guten Tag. Das hätte man unter anderen Umständen gewonnen, da bin ich mir sicher. Jetzt wird es unfassbar schwer.


Zumal es mir so scheint, als wäre man bereits letztes Wochenende mit Hecking einig gewesen. Das war Vereinsschädigung.

Nun ist Bauer also weg. Die Idee hinter Bauer liegt auf der Hand. Man hatte zuletzt mit Kovac und Hasenhüttl zwei renommierte Trainer, die nur Dienst nach Vorschrift gemacht haben, weil es eben „nur“ der VfL Wolfsburg war. Simonis hat die Athletik und Körperlichkeit der Bundesliga unterschätzt und kam mit seiner sachlichen, unterkühlten Art hier nicht gut an. Zudem ist ihm trotz beachtlicher Deutschkenntnisse nach kürzester Zeit seine Sprachbarriere zum Verhängnis geworden. Dann kam also der extrovertierte Bauer aus dem Unterbau, der bereits im Mai als Interimstrainer einen guten Eindruck gemacht hatte, und diesen ersehnten „Stallgeruch“ mitgebracht hat. So weit so gut. Die Beförderung war sogar nachvollziehbar, aber man hätte viel früher erkennen müssen, dass es nicht passt. Erst recht, als das Himmelfahrtskommando mit dem parallelen Absolvieren der Pro-Lizenz begann und die für Europa zusammengestellte Mannschaft teilweise eine ganze Woche vom U17-Trainer gecoacht wurde. Ob es für Bauer gereicht hätte, wenn man ein Teamchef-Modell mit einem erfahrenen Trainer gefahren wäre, wage ich zu auch bezweifeln, weil die taktischen Mängel bei Bauer einfach zu offensichtlich waren. Das hat man besonders in der Verteidigung gesehen. Das war noch weniger als nicht-bundesligatauglich. Immerhin wäre man vielleicht nicht ganz so tief unten reingerutscht. Aber gut, das ist jetzt auch müßig. Wollen wir hoffen, dass Hecking das Ruder noch herumreißen kann und uns zumindest in die Relegation führt.


Bauer hatte im Dezember einfach das Momentum auf seiner Seite. Ich glaube nicht, dass sich irgendein Sportdirektor oder GF Sport getraut hätte, zu diesem Zeitpunkt einen anderen Trainer zu installieren. Zudem Schwegler damals ja ganz neu im Amt war. Das war schon schwierig. Er hätte sofort nahezu das gesamte Umfeld gegen sich aufgebracht.

Dennoch muss man rational ganz klar sagen: Nach dem gescheiterten Experiment Simonis, hätte es zwingend einen erfahrenen Coach gebracht. Der hätte nur solide sein müssen, nicht mal überragend. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir heute irgendwo zwischen Platz 9 und 12 stünden.

Zu Hecking: Ich war nie ein großer Fan von ihm. Zu konservativ (wobei konservativ nicht per se schlecht sein muss), zu mutlos. Dennoch ist er in der aktuellen Situation nicht die schlechteste Wahl. Man muss aber auch sehen, dass seine beste Zeit jetzt schon lange zurückliegt. In Bochum hat er nichts gerissen. Nachdem Rösler übernahm, gingen die geradezu durch die Decke.

Aber was solls, zumindest kann er Abstiegskampf. Bochums Kader war letzte Saison definitiv nicht bundesligatauglich. Den Abstieg würde ich daher nicht überbewerten.
Am Ende des Tages steht Dieter Hecking vor allem für Basics. Und genau die brauchen wir jetzt. So abgedroschen es klingen mag, es ist so.

So oder so, mehr als Relegation wirds vermutlich nicht mehr. Um am Ende auf Platz 15 einzulaufen, bräuchten wir zeitnah eine Siegesserie. Und an die mag ich, bei aller Liebe, nicht mehr glauben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OneEightSeven am 08.03.2026 um 12:18 Uhr bearbeitet
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#172
08.03.2026 - 12:56 Uhr
Zitat von OneEightSeven

Bauer hatte im Dezember einfach das Momentum auf seiner Seite. Ich glaube nicht, dass sich irgendein Sportdirektor oder GF Sport getraut hätte, zu diesem Zeitpunkt einen anderen Trainer zu installieren. Zudem Schwegler damals ja ganz neu im Amt war. Das war schon schwierig. Er hätte sofort nahezu das gesamte Umfeld gegen sich aufgebracht.


Das ist sicherlich richtig.

Der Fehler lag davor: Der Aufsichtsrat hat zu lange gezögert, weil man auf den neuen Sportdirektor warten wollte - inklusive der Schicker-Verzögerung. In der Zeit hat man sich von der Idee leiten lassen, eine „Durststrecke“ sei quasi der notwendige Preis, bevor es besser wird. Das ist selten ein Plan, meistens eine Ausrede fürs Nicht-Handeln.

Sportlich wäre es viel sauberer gewesen, Simonis früh durch einen gestandenen Cheftrainer zu ersetzen - ohne den Umweg über ein Interim, das dann zum Dauerzustand wird. Durch das Zögern entstand erst die Lage, in der Bauer zum Cheftrainer gemacht wurde.

Ich freue mich auf Hecking. Scheitern kann jeder, Garantien gibt es nie - aber er ist zumindest eine Verpflichtung mit belastbarer Bundesliga-(+VfL-)Historie. Und genau das hat uns gefehlt.

Nach Pokalsieg und Vizemeisterschaft 2014/15 sind wir unter Hecking 2015/16 Achter geworden. In der folgenden Saison 2016/17 wurde Hecking nach sieben Spieltagen auf Platz 14 entlassen. Gleichzeitig lässt man bei uns unerprobte Lösungen oft deutlich länger laufen - zehn Bundesliga-Spieltage unter Simonis, fünfzehn unter Bauer - obwohl der Leistungsnachweis auf diesem Niveau fehlt.

Das veranschaulicht das Problem sehr gut: Mit nachgewiesener Kompetenz und Erfolg wird schnell kurzer Prozess gemacht, während man Experimente - teils ohne Pro-Lizenz - von Spieltag zu Spieltag weiterlaufen lässt, bis der Schaden kaum noch zu reparieren ist.
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#173
08.03.2026 - 16:19 Uhr
Zitat von FlashWOB
Zitat von OneEightSeven

Bauer hatte im Dezember einfach das Momentum auf seiner Seite. Ich glaube nicht, dass sich irgendein Sportdirektor oder GF Sport getraut hätte, zu diesem Zeitpunkt einen anderen Trainer zu installieren. Zudem Schwegler damals ja ganz neu im Amt war. Das war schon schwierig. Er hätte sofort nahezu das gesamte Umfeld gegen sich aufgebracht.


Das ist sicherlich richtig.

Der Fehler lag davor: Der Aufsichtsrat hat zu lange gezögert, weil man auf den neuen Sportdirektor warten wollte - inklusive der Schicker-Verzögerung. In der Zeit hat man sich von der Idee leiten lassen, eine „Durststrecke“ sei quasi der notwendige Preis, bevor es besser wird. Das ist selten ein Plan, meistens eine Ausrede fürs Nicht-Handeln.

Sportlich wäre es viel sauberer gewesen, Simonis früh durch einen gestandenen Cheftrainer zu ersetzen - ohne den Umweg über ein Interim, das dann zum Dauerzustand wird. Durch das Zögern entstand erst die Lage, in der Bauer zum Cheftrainer gemacht wurde.

Ich freue mich auf Hecking. Scheitern kann jeder, Garantien gibt es nie - aber er ist zumindest eine Verpflichtung mit belastbarer Bundesliga-(+VfL-)Historie. Und genau das hat uns gefehlt.

Nach Pokalsieg und Vizemeisterschaft 2014/15 sind wir unter Hecking 2015/16 Achter geworden. In der folgenden Saison 2016/17 wurde Hecking nach sieben Spieltagen auf Platz 14 entlassen. Gleichzeitig lässt man bei uns unerprobte Lösungen oft deutlich länger laufen - zehn Bundesliga-Spieltage unter Simonis, fünfzehn unter Bauer - obwohl der Leistungsnachweis auf diesem Niveau fehlt.

Das veranschaulicht das Problem sehr gut: Mit nachgewiesener Kompetenz und Erfolg wird schnell kurzer Prozess gemacht, während man Experimente - teils ohne Pro-Lizenz - von Spieltag zu Spieltag weiterlaufen lässt, bis der Schaden kaum noch zu reparieren ist.


Die Entlassung von Hecking war richtig und überfällig. Man war katastrophal unterwegs. Anzeichen gab es in der Vorsaison. Es gab im Sommer Gerüchte um Favre, was hier mancher gut fand wenn man den Wechsel macht, auch wenn sich Hecking verdient gemacht hat. Hecking hatte den Mannschaft nicht mehr erreicht. Vielleicht sieht man das ganze nach den Jahren anders und nostalgischer, aber auch die Hecking Entlassung war überfällig.
Eine richtige Entscheidung jetzt mit falschen Entscheidungen zu vergleichen ändert nix an der Leistung unter Hecking.

Es ist klar, dass Simonis mindestens eine Länderspielpause früher hätte fliegen müssen. Man hätte sich auch zwingend von Christiansen trennen müssen. Es ist auch okay mit einem Interimstrainer weiterzumachen solange die Ergebnisse stimmen. Man hätte allerdings mehr Spiele gehabt zu sehen wie es mit Bauer wirklich steht besonders angesichts, deiner oft angesprochen Trainerschule. Das hat sich wie du es angepriesen hast, auch als Fatal erwiesen.

Ich mag Hecking und würde es mir wirklich wünschen er macht sich hier endgültig unsterblich.
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#174
08.03.2026 - 16:42 Uhr
Zitat von Houdini
Zitat von FlashWOB

Zitat von OneEightSeven

Bauer hatte im Dezember einfach das Momentum auf seiner Seite. Ich glaube nicht, dass sich irgendein Sportdirektor oder GF Sport getraut hätte, zu diesem Zeitpunkt einen anderen Trainer zu installieren. Zudem Schwegler damals ja ganz neu im Amt war. Das war schon schwierig. Er hätte sofort nahezu das gesamte Umfeld gegen sich aufgebracht.


Das ist sicherlich richtig.

Der Fehler lag davor: Der Aufsichtsrat hat zu lange gezögert, weil man auf den neuen Sportdirektor warten wollte - inklusive der Schicker-Verzögerung. In der Zeit hat man sich von der Idee leiten lassen, eine „Durststrecke“ sei quasi der notwendige Preis, bevor es besser wird. Das ist selten ein Plan, meistens eine Ausrede fürs Nicht-Handeln.

Sportlich wäre es viel sauberer gewesen, Simonis früh durch einen gestandenen Cheftrainer zu ersetzen - ohne den Umweg über ein Interim, das dann zum Dauerzustand wird. Durch das Zögern entstand erst die Lage, in der Bauer zum Cheftrainer gemacht wurde.

Ich freue mich auf Hecking. Scheitern kann jeder, Garantien gibt es nie - aber er ist zumindest eine Verpflichtung mit belastbarer Bundesliga-(+VfL-)Historie. Und genau das hat uns gefehlt.

Nach Pokalsieg und Vizemeisterschaft 2014/15 sind wir unter Hecking 2015/16 Achter geworden. In der folgenden Saison 2016/17 wurde Hecking nach sieben Spieltagen auf Platz 14 entlassen. Gleichzeitig lässt man bei uns unerprobte Lösungen oft deutlich länger laufen - zehn Bundesliga-Spieltage unter Simonis, fünfzehn unter Bauer - obwohl der Leistungsnachweis auf diesem Niveau fehlt.

Das veranschaulicht das Problem sehr gut: Mit nachgewiesener Kompetenz und Erfolg wird schnell kurzer Prozess gemacht, während man Experimente - teils ohne Pro-Lizenz - von Spieltag zu Spieltag weiterlaufen lässt, bis der Schaden kaum noch zu reparieren ist.


Die Entlassung von Hecking war richtig und überfällig. Man war katastrophal unterwegs. Anzeichen gab es in der Vorsaison. Es gab im Sommer Gerüchte um Favre, was hier mancher gut fand wenn man den Wechsel macht, auch wenn sich Hecking verdient gemacht hat. Hecking hatte den Mannschaft nicht mehr erreicht. Vielleicht sieht man das ganze nach den Jahren anders und nostalgischer, aber auch die Hecking Entlassung war überfällig.
Eine richtige Entscheidung jetzt mit falschen Entscheidungen zu vergleichen ändert nix an der Leistung unter Hecking.

Es ist klar, dass Simonis mindestens eine Länderspielpause früher hätte fliegen müssen. Man hätte sich auch zwingend von Christiansen trennen müssen. Es ist auch okay mit einem Interimstrainer weiterzumachen solange die Ergebnisse stimmen. Man hätte allerdings mehr Spiele gehabt zu sehen wie es mit Bauer wirklich steht besonders angesichts, deiner oft angesprochen Trainerschule. Das hat sich wie du es angepriesen hast, auch als Fatal erwiesen.

Ich mag Hecking und würde es mir wirklich wünschen er macht sich hier endgültig unsterblich.


Kurze Ergänzung: Hecking hatte damals fertig, deshalb war die Trennung richtig. Auch da lag das Problem in der Nachfolge: Ismael war ein sehr viel schlechterer Trainer als der Dieter. Deshalb stürzte man weiter ab.
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#175
08.03.2026 - 16:53 Uhr
Zitat von Houdini

Die Entlassung von Hecking war richtig und überfällig. Man war katastrophal unterwegs. Anzeichen gab es in der Vorsaison. Es gab im Sommer Gerüchte um Favre, was hier mancher gut fand wenn man den Wechsel macht, auch wenn sich Hecking verdient gemacht hat. Hecking hatte den Mannschaft nicht mehr erreicht. Vielleicht sieht man das ganze nach den Jahren anders und nostalgischer, aber auch die Hecking Entlassung war überfällig.
Eine richtige Entscheidung jetzt mit falschen Entscheidungen zu vergleichen ändert nix an der Leistung unter Hecking.


Ich hätte Hecking 2016 nicht so früh entlassen. Er war erfolgreich, er war loyal. Mit ihm hätte man was langfristiges starten können.

Dennoch verstehe und respektiere ich Deine Sicht. Fußball ist schnelllebig und wer nicht liefert und auch nicht die Aussicht bietet, dass man schnell wieder erfolgreich wird, der kann entlassen werden. Nachvollziehbar.

Was für mich nicht nachvollziehbar ist, dass man Trainern, die weder einschlägig erfolgreich noch erfahren sind, weiterhin hält, wenn längst zu erkennen ist, dass sie die Mannschaft nicht erreichen. Wenn hier das Argument der Langfristigkeit so stark ist, warum gilt es dann nicht bei Personal, das bereits sehr stark geliefert hat?

Eine Delle nachherausragenden Vereins-Erfolgen bei uns halte ich für nahezu unausweichlich. Spieler, die Pokalsieger und Vizemeister werden, lösen ein großes Interesse bei anderen, finanzstärkeren und ggf. attraktiveren Vereinen aus. Dadurch hat man immer einen Umbruch, den man bewältigen muss.
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#176
08.03.2026 - 17:38 Uhr
Noch zur Ergänzung:
Ich habe kein grundsätzliches Problem damit, dass man Leute mit großen Ideen und ohne Bundesligaerfahrung als Trainer zum Cheftrainer ernennt. Unser VfL ist genau wegen dieser Strategie Deutscher Meister geworden - weil Bayern München darauf setzte.

Hoeneß hatte bereits Klopp an der Angel, als Rummenigge von Klinsmann als Trainer träumte und letzterer gleich zusagte. Man stelle sich nur vor, Klopp wäre statt Klinsmann Cheftrainer des FC Bayerns geworden.

Ich finde eben nur, dass der VfL nicht so vorgehen sollte. Alle anderen Vereine: Gerne und bitte, bitte, bitte!.
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#177
08.03.2026 - 18:36 Uhr
Zitat von FlashWOB
Zitat von Houdini

Die Entlassung von Hecking war richtig und überfällig. Man war katastrophal unterwegs. Anzeichen gab es in der Vorsaison. Es gab im Sommer Gerüchte um Favre, was hier mancher gut fand wenn man den Wechsel macht, auch wenn sich Hecking verdient gemacht hat. Hecking hatte den Mannschaft nicht mehr erreicht. Vielleicht sieht man das ganze nach den Jahren anders und nostalgischer, aber auch die Hecking Entlassung war überfällig.
Eine richtige Entscheidung jetzt mit falschen Entscheidungen zu vergleichen ändert nix an der Leistung unter Hecking.


Ich hätte Hecking 2016 nicht so früh entlassen. Er war erfolgreich, er war loyal. Mit ihm hätte man was langfristiges starten können.

Dennoch verstehe und respektiere ich Deine Sicht. Fußball ist schnelllebig und wer nicht liefert und auch nicht die Aussicht bietet, dass man schnell wieder erfolgreich wird, der kann entlassen werden. Nachvollziehbar.

Was für mich nicht nachvollziehbar ist, dass man Trainern, die weder einschlägig erfolgreich noch erfahren sind, weiterhin hält, wenn längst zu erkennen ist, dass sie die Mannschaft nicht erreichen. Wenn hier das Argument der Langfristigkeit so stark ist, warum gilt es dann nicht bei Personal, das bereits sehr stark geliefert hat?

Eine Delle nachherausragenden Vereins-Erfolgen bei uns halte ich für nahezu unausweichlich. Spieler, die Pokalsieger und Vizemeister werden, lösen ein großes Interesse bei anderen, finanzstärkeren und ggf. attraktiveren Vereinen aus. Dadurch hat man immer einen Umbruch, den man bewältigen muss.



Ich verstehe und respektiere auch deine Sichtweise. Besonders wenn man im Sommer zu dem Entschluss kommt, dass man zusammen weitermacht, sind 7 Spiele schon eine eigene Schuldzuweisung seitens der Führung. Da hätte man versuchen müssen, Trends entgegenzuwirken.
Es gibt immer ein Ablaufdatum für einen Trainer, und sei es die Rente wie bei Ferguson. Für die meisten kann man schon von 2-4 Saisons sprechen und dann waren diese Trainer schon sehr erfolgreich in diesem „hire and fire“-Geschäft. Die Art der Arbeit nutzt sich ab, Abgänge werden nicht von Neuzugängen aufgefangen. Man muss sich immer wieder neu erfinden. Ich fand, bei Hecking hat sich die Abnutzung damals abgezeichnet. Der Kader war unzufrieden. Ich hätte damals im Sommer den Schlussstrich gezogen und ihn gebührend verabschiedet. Die Gerüchte um Favre machten mir zumindest Hoffnung, dass man im Sinne des Vereins die beste Entscheidung trifft. Ich habe es aber auch akzeptiert, dass man mit Hecking weitergemacht hat.
Ich muss aber auch sagen, seit Gerets (da müsste ich noch einmal nachschauen, ob er entlassen wurde oder von sich aus ging) habe ich jede Entlassung mitgetragen. Ich habe manche Verpflichtung nicht verstanden und einige Entlassungen waren weit überfällig, aber am Ende war ich immer zufrieden, als die Trennung offiziell wurde. Zumal es ja oft nicht an den Trainern lag, aber durch die letzten Aktionen die Entlassung die richtige Wahl war. Aber wie gesagt, ich verstehe in diesem ganzen Trial-and-Error-Zirkus, der der Fußball bzw. das Trainergeschäft ist, dass man dann länger an dem festhalten soll, was nachweislich erfolgreich war.

Zu deiner Ergänzung: Ich war ja Feuer und Flamme für Simonis, weil ich fand, dass der AR zu sehr nach Namen ging anstelle von Idee/Philosophie. Die Kritik an der Erfahrung war letztlich korrekt und ich lag falsch. Sowie ich von den ersten Spielen von Bauer begeistert war, weil es genau das war, was ich sehen wollte. Wie du sagst, man kann falsch liegen, und mit Klinsmann sah man auch, dass selbst der FC Bayern schlechte Entscheidungen trifft, aber man muss halt rechtzeitig dann den Fehler ausbügeln.
Wenn wir dann beim FC Bayern sind und die Klinsmann-Zeit, dann hat man Heynckes als Interimstrainer eingesetzt. Ich habe ihn damals schon in Rente gesehen und seine letzten Stationen meinte ich, seine Zeit ist ohnehin vorbei. Drei Jahre später hat er mit dem modernsten und mit dem schönsten Fußball, den ich je gesehen habe, eindrucksvoll das Triple gewonnen.
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#178
09.03.2026 - 09:08 Uhr
Ich befürchte, dass es nun fast schon zu spät war...

Zwei entscheidende Spiele gegen Augsburg und HSV wurden verloren

Das Problem liegt meiner Meinung nach auch daran, dass generell zu spät gehandelt wurde.
- Simonis hätte in der ersten Länderspielpause gegangen werden müssen
- Christiansen hätte Weihnachten gehen müssen (er hat ja auch die Performance der Frauen mit zu verantworten)
- Der jetzige Trainerwechsel wäre vielleicht dann gar nicht notwendig gewesen, aber auch wieder eine Woche zu spät

Jetzt hilft nur noch beten!
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#179
09.03.2026 - 12:02 Uhr
Ich sehe nach wie vor das Hauptproblem eher beim Management um PC und den AR.

Wir haben einen Kader, der vorn und hinten nicht passt. Im Sommer schon wurden die wichtigsten Positionen nicht entsprechend angegangen und man tätigte auch da kurz vor Schluss irgendwelche Leihen. Im Winter, nach einer desolaten Hinrunde, konnte man sehr gut sehen wo die Probleme liegen im Kader und man hat zum Beginn der Transferphase keine Lösungen parat. Spätestens da hätte man PC schon entlassen müssen. Stattdessen verpflichten wir wieder Talente und 2 davon am letzten Transfertag.

Simonis wurde geholt, weil man seinen Spielstil aus seiner Saison in Holland gut fand. Dem Trainer dafür den Kader hinzustellen bzw. anzupassen erfolgte auch hier nicht. Bauer durfte dann ebenfalls nur mit dem nicht funktionierenden Kader arbeiten. Die Baustellen blieben...

Eigentlich müsste man bei der Analyse im Vergangenen Winter anfangen. Nach einer soliden Hinrunde im letzten Jahr hat der VfL seine nahezu historisch schlechteste Rückrunde gespielt und wir verspielten 28 Punkte nach Führungen. Dieses "phlegma" hat sich dann in der Mannschaft manifestiert.

Dazu kommt dann diese Saison noch wahnsinnig viel Unvermögen und dubiose Individuelle Fehler. Alleine der Rekord der meisten Eigentore in folge... das spricht echt für sich. grins

P.s. Dem AR kreide ich eigentlich alles an, was mit dem langen festhalten an PC zu tun hat und das dieser nicht eingeschritten ist als man sehenden Auges in den Abgrund rennt...

•     •     •

¯¯¨¨˜“ª¤.¸ VfL WOLFSBURG ¸.¤ª“˜¨¨¯¯

Dieser Beitrag wurde zuletzt von mituu am 09.03.2026 um 12:03 Uhr bearbeitet
Daniel Bauer [Cheftrainer] |#180
09.03.2026 - 13:49 Uhr
Zitat von mituu
Ich sehe nach wie vor das Hauptproblem eher beim Management um PC und den AR.

Wir haben einen Kader, der vorn und hinten nicht passt. Im Sommer schon wurden die wichtigsten Positionen nicht entsprechend angegangen und man tätigte auch da kurz vor Schluss irgendwelche Leihen. Im Winter, nach einer desolaten Hinrunde, konnte man sehr gut sehen wo die Probleme liegen im Kader und man hat zum Beginn der Transferphase keine Lösungen parat. Spätestens da hätte man PC schon entlassen müssen. Stattdessen verpflichten wir wieder Talente und 2 davon am letzten Transfertag.

Simonis wurde geholt, weil man seinen Spielstil aus seiner Saison in Holland gut fand. Dem Trainer dafür den Kader hinzustellen bzw. anzupassen erfolgte auch hier nicht. Bauer durfte dann ebenfalls nur mit dem nicht funktionierenden Kader arbeiten. Die Baustellen blieben...

Eigentlich müsste man bei der Analyse im Vergangenen Winter anfangen. Nach einer soliden Hinrunde im letzten Jahr hat der VfL seine nahezu historisch schlechteste Rückrunde gespielt und wir verspielten 28 Punkte nach Führungen. Dieses "phlegma" hat sich dann in der Mannschaft manifestiert.

Dazu kommt dann diese Saison noch wahnsinnig viel Unvermögen und dubiose Individuelle Fehler. Alleine der Rekord der meisten Eigentore in folge... das spricht echt für sich. grins

P.s. Dem AR kreide ich eigentlich alles an, was mit dem langen festhalten an PC zu tun hat und das dieser nicht eingeschritten ist als man sehenden Auges in den Abgrund rennt...


Schau dir mal die PK von heute an. Man kann Rudolph direkt ansehen, wie wenig Ahnung er von Fußball hat. Diego Benaglio hat jetzt auch noch nichts vorzuweisen, außer eine gewisse Identifikation mit dem Verein.
Wenn das die Entscheider über den Verein sind, landet man eben genau da wo wir jetzt stehen. Wenn PC seinen Job besser gemacht hätte, wäre das kein Problem. Aber sobald es irgendwo nicht passt, braucht es halt fähige Personen und die haben wir nicht.
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