Der Pessimismus-Thread
02.09.2013 - 12:43 Uhr
22.07.2017 - 00:59 Uhr
Zitat von Pusteblume
Ich will keine schlechte Laune verbreiten, aber hat Mere auch Vertrag für die zweite Liga?
Ich will keine schlechte Laune verbreiten, aber hat Mere auch Vertrag für die zweite Liga?

Dazu sage ich gar nichts mehr, frage Schmaddi
22.07.2017 - 16:29 Uhr
Sommerpausenfazit: Ich habe kein richtig gutes Gefühl. Wir sind auf keinem besonders guten Weg und das begründet sich so:
1. DER KADER: Der Kader konnte zwar weitgehend zusammengehalten werden, aber wir machen eben auch keine Entwicklung. Wir benötigen internationale Erfahrung., die wir versäumt haben an Bord zu nehmen. Prominenter Abgang ist unser rausgemobbter Modeste, der für 75% unserer Tore stand. Bis hierher sind wir gekommen, aber geht es mit dieser Truppe weiter ?
2. DIE NEUEN: Neue Wege: Der Kader ist internationaler und breiter geworden, aber an Klasse haben wir nicht gewonnen. Cordoba hat bisher nicht bewiesen, dass er sein Geld wert sein könnte, dasselbe gilt für die anderen Verpflichtungen, von denen keiner bisher Erstligastammspieler ist - und wir haben bereits mehr Geld ausgegeben als in den letzten Jahren zusammen. Da muss aber auch jeder Neuzugang extrem gut einschlagen. Cordoba wird dem Druck kaum standhalten, Guirassy und Nartey sind wiederkehrende Hoffnungsträger, die sich erst einmal beweisen müssen.
3. DER SPIELAUFBAU: Für unsere bisherig grösste Baustelle haben wir bisher nichts getan. Ein 6er stand nicht nur auf dem Wunschzettel, sondern auf der Einkaufsliste. Nur auf Glaube, Liebe, Hoffnung zu bauen mit Nartey und Cordoba scheint angesichts potentieller Gegner wie Arsenal oder Istanbul fast schon naiv. Dazu sind die Stammkräfte Risse und Bittencourt selten oder noch nicht fit.
4. DAS MANAGEMENT: Konstanz und Gelassenheit sind nicht alles. Nach der Hammersaison 2016/2017 muss der FC auch managementseitig hochschalten. Das Erfolgsteam bleibt zwar intakt und komplett, aber mit einfachem Abwarten kommen wir ab hier nicht mehr weiter.
5. DER AUSBLICK: Uns fehlt die Klasse in der Breite des Kaders, für internationale Klasse viel zu wenig. Die ein Hälfte des Kaders ist eher Hoffnung, die andere hat sich gerade erst in der Bundesliga beweisen. Es geht alles viel zu schnell und Glück und Entwicklung des Klubs waren bereits am oberen Ende und werden so nicht replizierbar sein. Und trotzdem: Come on FC.
1. DER KADER: Der Kader konnte zwar weitgehend zusammengehalten werden, aber wir machen eben auch keine Entwicklung. Wir benötigen internationale Erfahrung., die wir versäumt haben an Bord zu nehmen. Prominenter Abgang ist unser rausgemobbter Modeste, der für 75% unserer Tore stand. Bis hierher sind wir gekommen, aber geht es mit dieser Truppe weiter ?
2. DIE NEUEN: Neue Wege: Der Kader ist internationaler und breiter geworden, aber an Klasse haben wir nicht gewonnen. Cordoba hat bisher nicht bewiesen, dass er sein Geld wert sein könnte, dasselbe gilt für die anderen Verpflichtungen, von denen keiner bisher Erstligastammspieler ist - und wir haben bereits mehr Geld ausgegeben als in den letzten Jahren zusammen. Da muss aber auch jeder Neuzugang extrem gut einschlagen. Cordoba wird dem Druck kaum standhalten, Guirassy und Nartey sind wiederkehrende Hoffnungsträger, die sich erst einmal beweisen müssen.
3. DER SPIELAUFBAU: Für unsere bisherig grösste Baustelle haben wir bisher nichts getan. Ein 6er stand nicht nur auf dem Wunschzettel, sondern auf der Einkaufsliste. Nur auf Glaube, Liebe, Hoffnung zu bauen mit Nartey und Cordoba scheint angesichts potentieller Gegner wie Arsenal oder Istanbul fast schon naiv. Dazu sind die Stammkräfte Risse und Bittencourt selten oder noch nicht fit.
4. DAS MANAGEMENT: Konstanz und Gelassenheit sind nicht alles. Nach der Hammersaison 2016/2017 muss der FC auch managementseitig hochschalten. Das Erfolgsteam bleibt zwar intakt und komplett, aber mit einfachem Abwarten kommen wir ab hier nicht mehr weiter.
5. DER AUSBLICK: Uns fehlt die Klasse in der Breite des Kaders, für internationale Klasse viel zu wenig. Die ein Hälfte des Kaders ist eher Hoffnung, die andere hat sich gerade erst in der Bundesliga beweisen. Es geht alles viel zu schnell und Glück und Entwicklung des Klubs waren bereits am oberen Ende und werden so nicht replizierbar sein. Und trotzdem: Come on FC.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von zettikowski am 22.07.2017 um 16:31 Uhr bearbeitet
22.07.2017 - 17:41 Uhr
Zitat von zettikowski
Sommerpausenfazit: Ich habe kein richtig gutes Gefühl. Wir sind auf keinem besonders guten Weg und das begründet sich so:
1. DER KADER: Der Kader konnte zwar weitgehend zusammengehalten werden, aber wir machen eben auch keine Entwicklung. Wir benötigen internationale Erfahrung., die wir versäumt haben an Bord zu nehmen. Prominenter Abgang ist unser rausgemobbter Modeste, der für 75% unserer Tore stand. Bis hierher sind wir gekommen, aber geht es mit dieser Truppe weiter ?
2. DIE NEUEN: Neue Wege: Der Kader ist internationaler und breiter geworden, aber an Klasse haben wir nicht gewonnen. Cordoba hat bisher nicht bewiesen, dass er sein Geld wert sein könnte, dasselbe gilt für die anderen Verpflichtungen, von denen keiner bisher Erstligastammspieler ist - und wir haben bereits mehr Geld ausgegeben als in den letzten Jahren zusammen. Da muss aber auch jeder Neuzugang extrem gut einschlagen. Cordoba wird dem Druck kaum standhalten, Guirassy und Nartey sind wiederkehrende Hoffnungsträger, die sich erst einmal beweisen müssen.
3. DER SPIELAUFBAU: Für unsere bisherig grösste Baustelle haben wir bisher nichts getan. Ein 6er stand nicht nur auf dem Wunschzettel, sondern auf der Einkaufsliste. Nur auf Glaube, Liebe, Hoffnung zu bauen mit Nartey und Cordoba scheint angesichts potentieller Gegner wie Arsenal oder Istanbul fast schon naiv. Dazu sind die Stammkräfte Risse und Bittencourt selten oder noch nicht fit.
4. DAS MANAGEMENT: Konstanz und Gelassenheit sind nicht alles. Nach der Hammersaison 2016/2017 muss der FC auch managementseitig hochschalten. Das Erfolgsteam bleibt zwar intakt und komplett, aber mit einfachem Abwarten kommen wir ab hier nicht mehr weiter.
5. DER AUSBLICK: Uns fehlt die Klasse in der Breite des Kaders, für internationale Klasse viel zu wenig. Die ein Hälfte des Kaders ist eher Hoffnung, die andere hat sich gerade erst in der Bundesliga beweisen. Es geht alles viel zu schnell und Glück und Entwicklung des Klubs waren bereits am oberen Ende und werden so nicht replizierbar sein. Und trotzdem: Come on FC.
Sommerpausenfazit: Ich habe kein richtig gutes Gefühl. Wir sind auf keinem besonders guten Weg und das begründet sich so:
1. DER KADER: Der Kader konnte zwar weitgehend zusammengehalten werden, aber wir machen eben auch keine Entwicklung. Wir benötigen internationale Erfahrung., die wir versäumt haben an Bord zu nehmen. Prominenter Abgang ist unser rausgemobbter Modeste, der für 75% unserer Tore stand. Bis hierher sind wir gekommen, aber geht es mit dieser Truppe weiter ?
2. DIE NEUEN: Neue Wege: Der Kader ist internationaler und breiter geworden, aber an Klasse haben wir nicht gewonnen. Cordoba hat bisher nicht bewiesen, dass er sein Geld wert sein könnte, dasselbe gilt für die anderen Verpflichtungen, von denen keiner bisher Erstligastammspieler ist - und wir haben bereits mehr Geld ausgegeben als in den letzten Jahren zusammen. Da muss aber auch jeder Neuzugang extrem gut einschlagen. Cordoba wird dem Druck kaum standhalten, Guirassy und Nartey sind wiederkehrende Hoffnungsträger, die sich erst einmal beweisen müssen.
3. DER SPIELAUFBAU: Für unsere bisherig grösste Baustelle haben wir bisher nichts getan. Ein 6er stand nicht nur auf dem Wunschzettel, sondern auf der Einkaufsliste. Nur auf Glaube, Liebe, Hoffnung zu bauen mit Nartey und Cordoba scheint angesichts potentieller Gegner wie Arsenal oder Istanbul fast schon naiv. Dazu sind die Stammkräfte Risse und Bittencourt selten oder noch nicht fit.
4. DAS MANAGEMENT: Konstanz und Gelassenheit sind nicht alles. Nach der Hammersaison 2016/2017 muss der FC auch managementseitig hochschalten. Das Erfolgsteam bleibt zwar intakt und komplett, aber mit einfachem Abwarten kommen wir ab hier nicht mehr weiter.
5. DER AUSBLICK: Uns fehlt die Klasse in der Breite des Kaders, für internationale Klasse viel zu wenig. Die ein Hälfte des Kaders ist eher Hoffnung, die andere hat sich gerade erst in der Bundesliga beweisen. Es geht alles viel zu schnell und Glück und Entwicklung des Klubs waren bereits am oberen Ende und werden so nicht replizierbar sein. Und trotzdem: Come on FC.
Zetti, was du im Oppti-Thread geschrieben hast konnte habe ich lesenswert bezeichnet, aber was im Pessi-Thread steht müsste eigentlich alarmiert werden

Frech aber leider gut
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Neutraler am 22.07.2017 um 17:42 Uhr bearbeitet
30.07.2017 - 12:54 Uhr
Pessimismus, was die Zukunft bringt
Wo Hennes Erfolge feiert, zieht der Jubel auch den anderen Gehörnten an, mit Bärtchen und Bockshuf, aus der roten Wärme ewiger Bengalos. Es lockt wieder wer zu sein. Diesmal ist alles anderssss... Abseits der wachsamen Geschäftsstelle steigen die Ansprüche, unmerklich aber stetig. Der Boulevard erstarkt. Auch wenn der tiefere Sinn allmählich verloren geht, unter FC-Fans bleibt es ein Ausdruck besonderer Höflichkeit, sich gegenseitig formell der Freude über alles Erreichte zu versichern und dass alles Zusätzliche nur zu geniessen sei.
Stöger hat an seinen gewissen Tagen jetzt mehr Spieler zur Verfügung, aus denen er immer gleiche aufstellen kann.
- IV: -1 (Mavraj via Subotic) +2 (Meré, Queiros, evtl. Horn)
- Sturm: -1 (Modeste) +2 (Cordoba, effektiv Guirassy)
Nachdem schon Schmadtke sich entsprechend hat vernehmen lassen, kann auch Stöger demonstrativ zeigen, dass der FC handlungsfähig ist, und aus Prinzip mit 5 Stürmern / 5 IV antreten.
Das Peter-Prinzip erwischt in der nächsten Zeit einen nach dem anderen. Stöger schlingert auf dem europäischen Parkett mit der ungewohnten Rotation und der Mixtur der Polyvalenten. Nach vier Jahren wird er eher keine vier Jahre mehr hier sein. Er hat also seinen Zenit überschritten. Schmadtke muss Möglichkeiten suchen sich noch zu steigern und bereits für die nächste Transferperiode spektakuläre Wechsel vorzubereiten. Er kommt kaum über Verteidiger hinaus.
Hector ist nach 70 Spielen innerhalb eines Jahres überspielt und erleidet einen burn-out. Von Klünther, Meré, J.Horn, Özcan, Nartey, Guirassy fallen vier während der Saison in ein Leistungsloch. Drei Leistungsträger fallen länger verletzungsbedingt aus. Die Mannschaft spielt emsig um zwei Lücken umher, die eines rigorosen Knipsers, und öfters die eines defensiven zentralen Mittelfeldmannes. Zwar hilft es da dass die Verteidigung spielerisch aufgewertet wurde, so dass sie für ihren Teil weiter nach vorne reichen kann (und das Mittelfeld seinerseits in den 16er). Ständiges Kompensieren, Systemwechsel, und Rotation zersetzen jedoch nach und nach die vorhandene Konzentration.
Nur Wehrle hat sein Maximum noch nicht erreicht, der kann noch weiter. Die Umsätze steigen Jahr für Jahr, neue Einkommensquellen werden aufgetan. Bald ist der stagnierende sportliche Teil dem Erfolg des Gesamten fast schon hinderlich. Einige Verschiebungen von Spielern und anderen Werten ärgern zwar einige Fans, sind aber für fortgesetztes wirtschaftliches Wachstum nötig. Konflikte entstehen um die absolute Mitbestimmung der Mitgliederversammlung bei jeder Anteilsveräusserung, welche lange offengelassen wurde, nehmen immer mehr an Schärfe zu.
Aufgebläht von eingesammelten Silikonmilliarden startet die zweite Welle der Marktinvasion von Uber in Europa. Diesmal will man sich ein beliebtes Gesicht zulegen, und sucht sich einen positiv besetzten (und noch unbesetzten) Traditionsverein der gleichzeitig für Werte und für offene Anpassung an neue Verhältnisse steht. Man uberrollt die sich heftig wehrenden Fans und ubernimmt 60% der Anteile am ausgegliederten Sportsbetrieb.
Eine Transferpolitik die konsequent auf Nachschub junger, künftiger Ersatzleute setzt vermittelt den herangezogenen Leistungsträgern den unausgesprochenen Eindruck, dass sie bald reife Früchte sind, und dass der Baum sie nicht länger tragen möchte. Nach den Nebengeräuschen bei Modeste gehen die Transaktionen geräuschloser von statten. Jahre später aber, anlässlich eines Freundschaftspiels Deutschland-Dänemark im Uber-Wahn-Stadion (beim Flughafen), wird Sörensen einem Lokalreporter sagen, dass er damals eigentlich gern geblieben wäre.
Die durchschnittlich 22-jährige Mannschaft wird regelmässig bei den Bayern (Schnitt 32) ausgeguckt und geknickt. Der FC und die halbe Bundesliga (inkl. zweier chinesischer und indischer Joker-Starter) stürzt in eine akute Krise nach einem Urteil eines Arbeitsgerichts, das rasch über alle Instanzen bestätigt wird. Ein 27-jähriger Spieler verklagt seinen nicht weiter nennenswerten Verein mit Erfolg wegen Altersdiskriminierung. Er kann nachweisen, dass er weiter ohne Abstriche so brauchbar ist wie als 17-Jähriger, und seine Ersetzung rein unter dem Gesichtspunkt spekulativer Wertverschiebung ohne Bezug auf seine Tätigkeit zustande kam. Das Urteil geht in die Sportsgeschichte ein als Havertz-Urteil.
Zu diesem Zeitpunkt sind allmählich auch die goldenen Zeiten des grossen Geldes im Fussball vorbei. Die TV-Gelder sind weggefallen mit der Marginalisierung des Fernsehens. Streaming-Formate haben dies 2-3 Jahre herausgezögert, können aber die Tatsache nicht überwinden, dass 90 Minuten inzwischen die normale Aufmerksamkeitsspanne um ein Vielfaches übersteigen. Mit Heulen und Zähneklappern hat sich die "association formerly known as FIFA" dazu verstiegen, zur Verbesserung des Kundenerlebnisses jetzt exklusiv und bequem gestaffelt 3x 20 Minuten spielen zu lassen, kommt damit aber zu spät. Die Kundschaft stimmt mit ihren Füssen, oder ihren Wischern ab. Neue vorzeigbare Wettkampfnarrative (mit Sportelementen) und deren Star-Profile schiessen aus dem Boden; sie gliedern sich in ein Hauptmatch in Cliplänge (3-4 Minuten), und kurze, einfache Nebenzüge alle paar Stunden.
Wo Hennes Erfolge feiert, zieht der Jubel auch den anderen Gehörnten an, mit Bärtchen und Bockshuf, aus der roten Wärme ewiger Bengalos. Es lockt wieder wer zu sein. Diesmal ist alles anderssss... Abseits der wachsamen Geschäftsstelle steigen die Ansprüche, unmerklich aber stetig. Der Boulevard erstarkt. Auch wenn der tiefere Sinn allmählich verloren geht, unter FC-Fans bleibt es ein Ausdruck besonderer Höflichkeit, sich gegenseitig formell der Freude über alles Erreichte zu versichern und dass alles Zusätzliche nur zu geniessen sei.
Stöger hat an seinen gewissen Tagen jetzt mehr Spieler zur Verfügung, aus denen er immer gleiche aufstellen kann.
- IV: -1 (Mavraj via Subotic) +2 (Meré, Queiros, evtl. Horn)
- Sturm: -1 (Modeste) +2 (Cordoba, effektiv Guirassy)
Nachdem schon Schmadtke sich entsprechend hat vernehmen lassen, kann auch Stöger demonstrativ zeigen, dass der FC handlungsfähig ist, und aus Prinzip mit 5 Stürmern / 5 IV antreten.
Das Peter-Prinzip erwischt in der nächsten Zeit einen nach dem anderen. Stöger schlingert auf dem europäischen Parkett mit der ungewohnten Rotation und der Mixtur der Polyvalenten. Nach vier Jahren wird er eher keine vier Jahre mehr hier sein. Er hat also seinen Zenit überschritten. Schmadtke muss Möglichkeiten suchen sich noch zu steigern und bereits für die nächste Transferperiode spektakuläre Wechsel vorzubereiten. Er kommt kaum über Verteidiger hinaus.
Hector ist nach 70 Spielen innerhalb eines Jahres überspielt und erleidet einen burn-out. Von Klünther, Meré, J.Horn, Özcan, Nartey, Guirassy fallen vier während der Saison in ein Leistungsloch. Drei Leistungsträger fallen länger verletzungsbedingt aus. Die Mannschaft spielt emsig um zwei Lücken umher, die eines rigorosen Knipsers, und öfters die eines defensiven zentralen Mittelfeldmannes. Zwar hilft es da dass die Verteidigung spielerisch aufgewertet wurde, so dass sie für ihren Teil weiter nach vorne reichen kann (und das Mittelfeld seinerseits in den 16er). Ständiges Kompensieren, Systemwechsel, und Rotation zersetzen jedoch nach und nach die vorhandene Konzentration.
Nur Wehrle hat sein Maximum noch nicht erreicht, der kann noch weiter. Die Umsätze steigen Jahr für Jahr, neue Einkommensquellen werden aufgetan. Bald ist der stagnierende sportliche Teil dem Erfolg des Gesamten fast schon hinderlich. Einige Verschiebungen von Spielern und anderen Werten ärgern zwar einige Fans, sind aber für fortgesetztes wirtschaftliches Wachstum nötig. Konflikte entstehen um die absolute Mitbestimmung der Mitgliederversammlung bei jeder Anteilsveräusserung, welche lange offengelassen wurde, nehmen immer mehr an Schärfe zu.
Aufgebläht von eingesammelten Silikonmilliarden startet die zweite Welle der Marktinvasion von Uber in Europa. Diesmal will man sich ein beliebtes Gesicht zulegen, und sucht sich einen positiv besetzten (und noch unbesetzten) Traditionsverein der gleichzeitig für Werte und für offene Anpassung an neue Verhältnisse steht. Man uberrollt die sich heftig wehrenden Fans und ubernimmt 60% der Anteile am ausgegliederten Sportsbetrieb.
Eine Transferpolitik die konsequent auf Nachschub junger, künftiger Ersatzleute setzt vermittelt den herangezogenen Leistungsträgern den unausgesprochenen Eindruck, dass sie bald reife Früchte sind, und dass der Baum sie nicht länger tragen möchte. Nach den Nebengeräuschen bei Modeste gehen die Transaktionen geräuschloser von statten. Jahre später aber, anlässlich eines Freundschaftspiels Deutschland-Dänemark im Uber-Wahn-Stadion (beim Flughafen), wird Sörensen einem Lokalreporter sagen, dass er damals eigentlich gern geblieben wäre.
Die durchschnittlich 22-jährige Mannschaft wird regelmässig bei den Bayern (Schnitt 32) ausgeguckt und geknickt. Der FC und die halbe Bundesliga (inkl. zweier chinesischer und indischer Joker-Starter) stürzt in eine akute Krise nach einem Urteil eines Arbeitsgerichts, das rasch über alle Instanzen bestätigt wird. Ein 27-jähriger Spieler verklagt seinen nicht weiter nennenswerten Verein mit Erfolg wegen Altersdiskriminierung. Er kann nachweisen, dass er weiter ohne Abstriche so brauchbar ist wie als 17-Jähriger, und seine Ersetzung rein unter dem Gesichtspunkt spekulativer Wertverschiebung ohne Bezug auf seine Tätigkeit zustande kam. Das Urteil geht in die Sportsgeschichte ein als Havertz-Urteil.
Zu diesem Zeitpunkt sind allmählich auch die goldenen Zeiten des grossen Geldes im Fussball vorbei. Die TV-Gelder sind weggefallen mit der Marginalisierung des Fernsehens. Streaming-Formate haben dies 2-3 Jahre herausgezögert, können aber die Tatsache nicht überwinden, dass 90 Minuten inzwischen die normale Aufmerksamkeitsspanne um ein Vielfaches übersteigen. Mit Heulen und Zähneklappern hat sich die "association formerly known as FIFA" dazu verstiegen, zur Verbesserung des Kundenerlebnisses jetzt exklusiv und bequem gestaffelt 3x 20 Minuten spielen zu lassen, kommt damit aber zu spät. Die Kundschaft stimmt mit ihren Füssen, oder ihren Wischern ab. Neue vorzeigbare Wettkampfnarrative (mit Sportelementen) und deren Star-Profile schiessen aus dem Boden; sie gliedern sich in ein Hauptmatch in Cliplänge (3-4 Minuten), und kurze, einfache Nebenzüge alle paar Stunden.
30.07.2017 - 12:54 Uhr
Pessimismus einfach - mit unserer Geschichte, allein der Klang:
"Wo sind die Modeste Millionen ...?"
"Wo sind die Modeste Millionen ...?"
30.07.2017 - 15:06 Uhr
Ich halte es für nicht ungefährlich, den Modeste Abgang nur mit einer externen Verpflichtung durch Córdoba auffangen zu wollen. Ich hoffe es passiert noch etwas.
30.07.2017 - 18:11 Uhr
Zitat von Soccer No.1
Ich halte es für nicht ungefährlich, den Modeste Abgang nur mit einer externen Verpflichtung durch Córdoba auffangen zu wollen. Ich hoffe es passiert noch etwas.
Ich halte es für nicht ungefährlich, den Modeste Abgang nur mit einer externen Verpflichtung durch Córdoba auffangen zu wollen. Ich hoffe es passiert noch etwas.
Eine Verpflichtung und zwei Neuzugänge
Cordoba und Guirassy
30.07.2017 - 18:33 Uhr
Zitat von Neutraler
Eine Verpflichtung und zwei Neuzugänge
Cordoba und Guirassy
Wird sich über die Saison zeigen.
Zitat von Soccer No.1
Ich halte es für nicht ungefährlich, den Modeste Abgang nur mit einer externen Verpflichtung durch Córdoba auffangen zu wollen. Ich hoffe es passiert noch etwas.
Ich halte es für nicht ungefährlich, den Modeste Abgang nur mit einer externen Verpflichtung durch Córdoba auffangen zu wollen. Ich hoffe es passiert noch etwas.
Eine Verpflichtung und zwei Neuzugänge
Cordoba und Guirassy
02.08.2017 - 09:17 Uhr
Wir haben erst ein Testspiel gewonnen

02.08.2017 - 12:46 Uhr
Was sollen dann die Bayern sagen? Zwei mal schön auf den Sack bekommen
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