Ehemaligen-Thread/Ex-Bremer
27.08.2018 - 22:50 Uhr
28.06.2025 - 15:32 Uhr
Zitat von BecksTown1899
Das mit dem Gehalt ist unsinn, Werner wird sofern die 2 Millionen eingespartes Gehalt stimmen für einen Cheftrainer+ 2 Assistenten sicherlich 1,3-1,5 Millionen im Jahr verdient haben (zum Vergleich, nächstes Jahr verdienen die Cheftrainer von Hoffenheim und Wolfsburg soviel, Steffen bekommt hier 1,1 Millionen lt. Bild) und das mit dem Vertrag der nach dem Aufstieg unterschrieben wurde. Da wird bereits eine ordentliche Gehaltserhöhung zu seinem in Liga 2 unterschriebenen Vertrag drin sein. Komisch da anzunehmen das man Werner der einen beinahe 2 Jahre in Folge nach Europa gecoached hat nicht nochmal eine Gehaltserhöhung angeboten hat bzw das sein Gehalt generell niedrig gewesen sein soll.
Werder hat aus der Vergangenheit gelernt und hat den Trainermarkt immer ein bisschen im Auge, völlig normales vorgehen da knapp ein halbes Jahr vor Saisonende mit unklarem Ausgang was den aktuellen Chef Trainer betrifft (die Kaderveränderungswünsche von Werner sind ja schon ein wenig älter gewesen) nicht vllt mit richtig spannenden Kandidaten mal zu sprechen.
Ja, Werner hat das Scouting und die Spielerauswahl für bestimmte Profile kritisiert, es gab keine details, keine Beispiele, alles was man mit dieser Aussage machen kann ist Vermutungen aufzustellen. Du hast Recht wenn Du sagst da hätte Werder mehr auf Werner eingehen können (oder müssen). Die Frage ist was für Profile hat er denn gezeichnet, was für Spieler wollte er haben? Wäre ein Spieler mit diesem Profil ein unmoralisches finanzielles Risiko? Gab es Spieler die soein Profil theoretisch erfüllt hätten, dann aber aus irgendwelchen Gründen die PS nicht ausreichend auf die Straße bekommen haben?
Es ist immer einfach auf etwas draufzuhauen ohne sich beide Seiten anzugucken ODER mehr Wissen über irgendwas zu haben.
Ich selber bin ein großer Werner Sympathisant, für Werner gilt aber dasselbe wie für alle anderen Verantwortlichen oder Spieler die jemals bei Werder waren, KEINER ist größer als der Verein. Sprich waren die Forderungen von Werner so, das man evtl finanziell deutlich mehr Risiken hätte eingehen MÜSSEN (nicht können/ sollen, ein wenig mehr Risiko würde ich mir auch wünschen, aber auch hier kenne ich keine Details um irgendjemanden dafür so richtig zu kritisieren) dann ist das einfach keine Zukunft die sich Werder stand jetzt Leisten kann und sollte. Wir waren vor nichtmal 5 Jahren beinahe komplett Pleite als ein riskanter Weg nicht aufgegangen ist.
Buten un binnen wagen un winnen kann nur der der auch wirklich ein paar Möglichkeiten dazu hat und die sind Stand heute leider noch sehr begrenzt, was natürlich auch mit etwaigen Ablösefreien Abgängen von Spielern zu tun hat (nicht Burke), inwieweit man da aber auch Werner zumindest eine Mitschuld geben kann wird halt von dir auch nicht erwähnt.
Werner sagte um langfristig Erfolgreich zu sein muss sich in einem Verein etwas um den Cheftrainer ändern, im Kader UND Staff oder der Cheftrainer muss geändert werden, bei uns ist es Option 2 geworden, für mich sehr Schade, für dich ein Weltuntergang, für andere eine große Chance auf eine bessere Zukunft, was am Ende passiert werden wir ja in der kommenden Saison und den darauf folgenen Jahren sehen.
Zitat von Bodeisderbeste
Wenn man nur die Absage von OW und die Reaktion der GF isoliert betrachtet, dann könnte man auf die Idee kommen, dass die GF gut gehandelt hat.
Aber wieso wollte OW denn nicht weitermachen? Wieso gab es keine gemeinsame Basis mehr für eine Zusammenarbeit?
OW war unzufrieden!
Womit?
Mit seiner Leistung?
Mit seiner Mannschaft?
Mit Sicherheit nicht.
Er hat großen Erfolg mit der Mannschaft gehabt, die er entwickelt hat.
Er war unzufrieden mit den Rahmenbedingungen!
Mit fehlenden und schlechten Transfers. Mit der fehlenden Wertschätzung für ihn.
Mit minimalem Input hatte OW fast schon maximalen Output gebracht. Was er wollte war mehr Input, um die ausgegebenen Ziele auch wirklich erreichen zu können. Aber der wurde ihm verwehrt.
Im Gegenteil, es wurden keine Transfererlöse generiert, sondern alle Spieler ablösefrei abgegeben. Teilweise auf blamable Weise.
Und als es eine schlechte Phase gab, wurde er gleich in Frage gestellt, indem die VVL-Gespräche auf Eis gelegt wurden. Vermutlich hatte man da auch begonnen, Gespräche mit Steffen zu führen.
Dazu kommt als weiterer Tropfen sein vergleichsweise niedriges Gehalt. Ist überliefert, ob die GF ein verbessertes Angebot unterbreitet hatte? Ich gehe davon aus, dass nicht.
Mein Fazit:
Die GF hat ungenügend performt und hat zu wenig Anstrengungen unternommen, OW zu halten. Man ist den bequemsten Weg gegangen, hat den unbequemen Trainer ziehen lassen und macht nun aus der Not eine Tugend, indem man das ganze als Werder-Weg deklariert.
Wenn man nur die Absage von OW und die Reaktion der GF isoliert betrachtet, dann könnte man auf die Idee kommen, dass die GF gut gehandelt hat.
Aber wieso wollte OW denn nicht weitermachen? Wieso gab es keine gemeinsame Basis mehr für eine Zusammenarbeit?
OW war unzufrieden!
Womit?
Mit seiner Leistung?
Mit seiner Mannschaft?
Mit Sicherheit nicht.
Er hat großen Erfolg mit der Mannschaft gehabt, die er entwickelt hat.
Er war unzufrieden mit den Rahmenbedingungen!
Mit fehlenden und schlechten Transfers. Mit der fehlenden Wertschätzung für ihn.
Mit minimalem Input hatte OW fast schon maximalen Output gebracht. Was er wollte war mehr Input, um die ausgegebenen Ziele auch wirklich erreichen zu können. Aber der wurde ihm verwehrt.
Im Gegenteil, es wurden keine Transfererlöse generiert, sondern alle Spieler ablösefrei abgegeben. Teilweise auf blamable Weise.
Und als es eine schlechte Phase gab, wurde er gleich in Frage gestellt, indem die VVL-Gespräche auf Eis gelegt wurden. Vermutlich hatte man da auch begonnen, Gespräche mit Steffen zu führen.
Dazu kommt als weiterer Tropfen sein vergleichsweise niedriges Gehalt. Ist überliefert, ob die GF ein verbessertes Angebot unterbreitet hatte? Ich gehe davon aus, dass nicht.
Mein Fazit:
Die GF hat ungenügend performt und hat zu wenig Anstrengungen unternommen, OW zu halten. Man ist den bequemsten Weg gegangen, hat den unbequemen Trainer ziehen lassen und macht nun aus der Not eine Tugend, indem man das ganze als Werder-Weg deklariert.
Das mit dem Gehalt ist unsinn, Werner wird sofern die 2 Millionen eingespartes Gehalt stimmen für einen Cheftrainer+ 2 Assistenten sicherlich 1,3-1,5 Millionen im Jahr verdient haben (zum Vergleich, nächstes Jahr verdienen die Cheftrainer von Hoffenheim und Wolfsburg soviel, Steffen bekommt hier 1,1 Millionen lt. Bild) und das mit dem Vertrag der nach dem Aufstieg unterschrieben wurde. Da wird bereits eine ordentliche Gehaltserhöhung zu seinem in Liga 2 unterschriebenen Vertrag drin sein. Komisch da anzunehmen das man Werner der einen beinahe 2 Jahre in Folge nach Europa gecoached hat nicht nochmal eine Gehaltserhöhung angeboten hat bzw das sein Gehalt generell niedrig gewesen sein soll.
Werder hat aus der Vergangenheit gelernt und hat den Trainermarkt immer ein bisschen im Auge, völlig normales vorgehen da knapp ein halbes Jahr vor Saisonende mit unklarem Ausgang was den aktuellen Chef Trainer betrifft (die Kaderveränderungswünsche von Werner sind ja schon ein wenig älter gewesen) nicht vllt mit richtig spannenden Kandidaten mal zu sprechen.
Ja, Werner hat das Scouting und die Spielerauswahl für bestimmte Profile kritisiert, es gab keine details, keine Beispiele, alles was man mit dieser Aussage machen kann ist Vermutungen aufzustellen. Du hast Recht wenn Du sagst da hätte Werder mehr auf Werner eingehen können (oder müssen). Die Frage ist was für Profile hat er denn gezeichnet, was für Spieler wollte er haben? Wäre ein Spieler mit diesem Profil ein unmoralisches finanzielles Risiko? Gab es Spieler die soein Profil theoretisch erfüllt hätten, dann aber aus irgendwelchen Gründen die PS nicht ausreichend auf die Straße bekommen haben?
Es ist immer einfach auf etwas draufzuhauen ohne sich beide Seiten anzugucken ODER mehr Wissen über irgendwas zu haben.
Ich selber bin ein großer Werner Sympathisant, für Werner gilt aber dasselbe wie für alle anderen Verantwortlichen oder Spieler die jemals bei Werder waren, KEINER ist größer als der Verein. Sprich waren die Forderungen von Werner so, das man evtl finanziell deutlich mehr Risiken hätte eingehen MÜSSEN (nicht können/ sollen, ein wenig mehr Risiko würde ich mir auch wünschen, aber auch hier kenne ich keine Details um irgendjemanden dafür so richtig zu kritisieren) dann ist das einfach keine Zukunft die sich Werder stand jetzt Leisten kann und sollte. Wir waren vor nichtmal 5 Jahren beinahe komplett Pleite als ein riskanter Weg nicht aufgegangen ist.
Buten un binnen wagen un winnen kann nur der der auch wirklich ein paar Möglichkeiten dazu hat und die sind Stand heute leider noch sehr begrenzt, was natürlich auch mit etwaigen Ablösefreien Abgängen von Spielern zu tun hat (nicht Burke), inwieweit man da aber auch Werner zumindest eine Mitschuld geben kann wird halt von dir auch nicht erwähnt.
Werner sagte um langfristig Erfolgreich zu sein muss sich in einem Verein etwas um den Cheftrainer ändern, im Kader UND Staff oder der Cheftrainer muss geändert werden, bei uns ist es Option 2 geworden, für mich sehr Schade, für dich ein Weltuntergang, für andere eine große Chance auf eine bessere Zukunft, was am Ende passiert werden wir ja in der kommenden Saison und den darauf folgenen Jahren sehen.
Bei der Beurteilung als große Chance auf eine bessere Zukunft, frage ich mich, wie diejenigen zu dieser Sichtweise kommen. Werner hatte mit diesem Kader und geringem Budget maximalen Erfolg gehabt, hielt ihn wohl für weiteren Erfolg für ungeeignet, forderte Verstärkungen. Jetzt soll dieser Kader eine Chance auf eine bessere Zukunft bieten? Weil Werder plötzlich mehr Geld für Investitionen zur Verfügung hat oder doch ein finanzielles Risiko eingeht? Weil Fritz in diesem Sommer auf dem Transfermarkt kostengünstige Volltreffer landet? Oder weil Steffen größere Fähigkeiten in der Spielersichtung und -ausbildung hat und wie in Elversberg Spieler findet, die kostengünstig sind und auch eine Liga höher in sein Konzept passen und auf Anhieb den Kader verbessern. Dann muss sich der Wechsel von Werner zu Steffen irgendwann als Glücksfall erweisen und der internationale Wettbewerb ist in den nächsten Jahren nur eine Frage der Zeit.
Man kann es aber auch so sehen, dass Werder eine Chance verpasst hat, mit Werner etwas langfristig aufzubauen.
28.06.2025 - 15:50 Uhr
Zitat von RoMaRu
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Zitat von Schilkseeschnack
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Zitat von BiffBaff
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BiffBaff am 28.06.2025 um 15:51 Uhr bearbeitet
28.06.2025 - 15:53 Uhr
Zitat von Bodeisderbeste
Es ärgert mich schon ein bisschen, dass du meine Meinung mit Mimis trolliger Aussage auf eine Stufe stellst.
Zitat von Claudio24
Oh Mann! Ihr beiden bildet bei dem Thema ganz sicher die beiden Extreme nach oben und unten im Meinungsbild.
Ihr wisst schon, dass bei Statistischen Umfragen die Extrema nach oben und unten aus der Analyse streicht um ein realistisches Bild zu bekommen? 🤣👍️
Ist zumindest ein Ansatz der häufig vor kommt.
Und ganz gut wie ich finde…
Zitat von Mimi66
Werders auf den Nachwuchs basierendes Konzept war Werner bekannt. Wenn es ihm nicht gefallen hätte, hätte er eher die Segel streichen sollen, als Werder von innen zu sabotieren.
Werders auf den Nachwuchs basierendes Konzept war Werner bekannt. Wenn es ihm nicht gefallen hätte, hätte er eher die Segel streichen sollen, als Werder von innen zu sabotieren.
Oh Mann! Ihr beiden bildet bei dem Thema ganz sicher die beiden Extreme nach oben und unten im Meinungsbild.
Ihr wisst schon, dass bei Statistischen Umfragen die Extrema nach oben und unten aus der Analyse streicht um ein realistisches Bild zu bekommen? 🤣👍️
Ist zumindest ein Ansatz der häufig vor kommt.
Und ganz gut wie ich finde…
Es ärgert mich schon ein bisschen, dass du meine Meinung mit Mimis trolliger Aussage auf eine Stufe stellst.
Diese Respektlosigkeit geht mir so auf die Nerven.
Beitrag ist gemeldet.
28.06.2025 - 16:03 Uhr
Zitat von RoMaRu
Das ist halt schon eine *extrem* einseitige Sichtweise auf die Geschehnisse; kann man haben, aber ob das gut ist!? Wie wär's denn, wenn man versucht, die Dinge einfach ein wenig ausgewogener zu betrachten?
Ich habe kurzzeitig ähnlich gedacht bzgl. seines Abgangs, aber angesichts dessen, was hier einige Kieler erzählt haben, nämlich dass er dort die exakt selbe Nummer abgezogen hat, würde ich mal konstatieren, dass hier ein Muster bei OW vorzuliegen scheint und damit nicht alles so einseitig gg. unsere GF auszulegen ist.
Ach ja, und erinnern wir uns: Kiel stieg dann *nach* OWs Abgang auf. Wir haben also allen Grund, hoffnungsvoll zu sein. Er ist auf keinen Fall so gut, dass er unersetzbar wäre. Das war für Kiel so, und das gilt für uns genauso.
Wie dem auch sei, wir werden es schon sehen... Also wie wär's, mal weniger den Welt-/Vereinsuntergang auszurufen und stattdessen abzuwarten? 😉
Zitat von Bodeisderbeste
Wenn man nur die Absage von OW und die Reaktion der GF isoliert betrachtet, dann könnte man auf die Idee kommen, dass die GF gut gehandelt hat.
Aber wieso wollte OW denn nicht weitermachen? Wieso gab es keine gemeinsame Basis mehr für eine Zusammenarbeit?
OW war unzufrieden!
Womit?
Mit seiner Leistung?
Mit seiner Mannschaft?
Mit Sicherheit nicht.
Er hat großen Erfolg mit der Mannschaft gehabt, die er entwickelt hat.
Er war unzufrieden mit den Rahmenbedingungen!
Mit fehlenden und schlechten Transfers. Mit der fehlenden Wertschätzung für ihn.
Mit minimalem Input hatte OW fast schon maximalen Output gebracht. Was er wollte war mehr Input, um die ausgegebenen Ziele auch wirklich erreichen zu können. Aber der wurde ihm verwehrt.
Im Gegenteil, es wurden keine Transfererlöse generiert, sondern alle Spieler ablösefrei abgegeben. Teilweise auf blamable Weise.
Und als es eine schlechte Phase gab, wurde er gleich in Frage gestellt, indem die VVL-Gespräche auf Eis gelegt wurden. Vermutlich hatte man da auch begonnen, Gespräche mit Steffen zu führen.
Dazu kommt als weiterer Tropfen sein vergleichsweise niedriges Gehalt. Ist überliefert, ob die GF ein verbessertes Angebot unterbreitet hatte? Ich gehe davon aus, dass nicht.
Mein Fazit:
Die GF hat ungenügend performt und hat zu wenig Anstrengungen unternommen, OW zu halten. Man ist den bequemsten Weg gegangen, hat den unbequemen Trainer ziehen lassen und macht nun aus der Not eine Tugend, indem man das ganze als Werder-Weg deklariert.
Zitat von Claudio24
Was wirfst Du der Geschäftsführung denn vor?
Ich persönlich finde das Verhalten der GF im Falle Werner sogar sehr stark. Die beiden sind ja noch nicht so lange im Amt und konnten bisher nicht mit Top Transfers glänzen (ich hoffe das kommt noch).
Der Umgang mit der Situation ist mit Abstand das stärkste, was ich von der aktuellen GF bisher gesehen habe. Konsequent, trotzdem respektvoll und in so kurzer Zeit, recht geräuschlos so einen vielversprechenden Nachfolger an Land zu ziehen ist schon stark. Der FC Bayern und zuletzt Leipzig haben gezeigt, dass sowas auch ganz anders laufen kann.
Zitat von Bodeisderbeste
Okay, „vom Hof gejagt“ war arg überspitzt formuliert. Aber wie viele hier den Abgang von Werner begrüßt haben und als Chance ansehen, finde ich einfach befremdlich.
Für mich bleibt das eine absolute Vollkatastrophe und ein kapitales Versagen der Geschäftsführung, das Werder mindestens 3 Jahre zurück wirft.
Okay, „vom Hof gejagt“ war arg überspitzt formuliert. Aber wie viele hier den Abgang von Werner begrüßt haben und als Chance ansehen, finde ich einfach befremdlich.
Für mich bleibt das eine absolute Vollkatastrophe und ein kapitales Versagen der Geschäftsführung, das Werder mindestens 3 Jahre zurück wirft.
Was wirfst Du der Geschäftsführung denn vor?
Ich persönlich finde das Verhalten der GF im Falle Werner sogar sehr stark. Die beiden sind ja noch nicht so lange im Amt und konnten bisher nicht mit Top Transfers glänzen (ich hoffe das kommt noch).
Der Umgang mit der Situation ist mit Abstand das stärkste, was ich von der aktuellen GF bisher gesehen habe. Konsequent, trotzdem respektvoll und in so kurzer Zeit, recht geräuschlos so einen vielversprechenden Nachfolger an Land zu ziehen ist schon stark. Der FC Bayern und zuletzt Leipzig haben gezeigt, dass sowas auch ganz anders laufen kann.
Wenn man nur die Absage von OW und die Reaktion der GF isoliert betrachtet, dann könnte man auf die Idee kommen, dass die GF gut gehandelt hat.
Aber wieso wollte OW denn nicht weitermachen? Wieso gab es keine gemeinsame Basis mehr für eine Zusammenarbeit?
OW war unzufrieden!
Womit?
Mit seiner Leistung?
Mit seiner Mannschaft?
Mit Sicherheit nicht.
Er hat großen Erfolg mit der Mannschaft gehabt, die er entwickelt hat.
Er war unzufrieden mit den Rahmenbedingungen!
Mit fehlenden und schlechten Transfers. Mit der fehlenden Wertschätzung für ihn.
Mit minimalem Input hatte OW fast schon maximalen Output gebracht. Was er wollte war mehr Input, um die ausgegebenen Ziele auch wirklich erreichen zu können. Aber der wurde ihm verwehrt.
Im Gegenteil, es wurden keine Transfererlöse generiert, sondern alle Spieler ablösefrei abgegeben. Teilweise auf blamable Weise.
Und als es eine schlechte Phase gab, wurde er gleich in Frage gestellt, indem die VVL-Gespräche auf Eis gelegt wurden. Vermutlich hatte man da auch begonnen, Gespräche mit Steffen zu führen.
Dazu kommt als weiterer Tropfen sein vergleichsweise niedriges Gehalt. Ist überliefert, ob die GF ein verbessertes Angebot unterbreitet hatte? Ich gehe davon aus, dass nicht.
Mein Fazit:
Die GF hat ungenügend performt und hat zu wenig Anstrengungen unternommen, OW zu halten. Man ist den bequemsten Weg gegangen, hat den unbequemen Trainer ziehen lassen und macht nun aus der Not eine Tugend, indem man das ganze als Werder-Weg deklariert.
Das ist halt schon eine *extrem* einseitige Sichtweise auf die Geschehnisse; kann man haben, aber ob das gut ist!? Wie wär's denn, wenn man versucht, die Dinge einfach ein wenig ausgewogener zu betrachten?
Ich habe kurzzeitig ähnlich gedacht bzgl. seines Abgangs, aber angesichts dessen, was hier einige Kieler erzählt haben, nämlich dass er dort die exakt selbe Nummer abgezogen hat, würde ich mal konstatieren, dass hier ein Muster bei OW vorzuliegen scheint und damit nicht alles so einseitig gg. unsere GF auszulegen ist.
Ach ja, und erinnern wir uns: Kiel stieg dann *nach* OWs Abgang auf. Wir haben also allen Grund, hoffnungsvoll zu sein. Er ist auf keinen Fall so gut, dass er unersetzbar wäre. Das war für Kiel so, und das gilt für uns genauso.
Wie dem auch sei, wir werden es schon sehen... Also wie wär's, mal weniger den Welt-/Vereinsuntergang auszurufen und stattdessen abzuwarten? 😉
Das Kardinalproblem scheint aber der Kader zu sein. Dieser konnte wohl nicht nach Werners Wünschen verstärkt werden, wird aber jetzt so verstärkt, dass ein anderer Trainer mindestens genauso erfolgreich sein wird. Mir erschließt sich dieser Automatismus in der Erwartungshaltung nicht.
Was seinen Abgang in Kiel betrifft, ist obige Darstellung über die gleiche Nummer, die er vermeintlich abgezogen hat, zwar nicht ganz korrekt, aber nicht das Thema.
Bei Holstein waren die Erwartungen selbst nach Platz drei ganz andere und war ein Gerüst vorhanden, mit dem in der Liga weiterer Erfolg möglich war.
Die Bundesliga ist eine andere Hausnummer und ich bezweifle, dass mit dem aktuellen Kader der letztjährige Erfolg wiederholt werden kann. Auf einigen Positionen sind Verstärkungen nötig und falls Ducksch und oder Schmid abgegeben werden, müssen diese auch noch ersetzt werden. Hier müsste Fritz erheblich liefern.
Scheinbar denken einige, nach Platz 8 mit der Möglichkeit sogar auf Platz vier, ist der Erfolg mit dem gleichen Kader wiederholbar und ein neuer Trainer mit neuen Ideen und Impulsen wird es schon richten. Mir gibt zu denken, dass Werner den Kader wohl für weiteren Erfolg nicht mehr für gut genug gehalten hat.
28.06.2025 - 16:17 Uhr
Zitat von Mimi66
Ein "Weiter, so" wäre noch schlimmer, ja destruktiver, gewesen. Werner hat die Tür geschlossen. Man muss dankbar sein, dass er den Mund aufgemacht hat, denn Werders Offizielle haben trotz aller Warnzeichen (Werners Statements) versucht, die Situation wegzulächeln. So war Werder unter Druck und zum Glück ist Fritz dem entgegen getreten.
Lieber ein Neuanfang mit Risiko als ein sicheres Scheitern mit einem Mann, dessen Identifikation Null ist.
Zitat von Schilkseeschnack
1. Ich habe Werner mit keinem Wort als Ikone dargestellt, sondern geschrieben, dass er eine Chance auf eine Ära wie mit Rehhagel und Schaaf gewesen sei. Das ist ein Unterschied.
2. Du machst es Dir mit der Analyse zu einfach und ignorierst die Beweggründe. Werner hat nicht aus heiterem Himmel in den Sack gehauen, sondern dafür muss es triftige Gründe gegeben haben. Möglicherweise hat er mit diesem Kader keine weitere Entwicklung und keine erfolgreiche Zukunft gesehen. Es gibt immer zwei Seiten, die betrachtet werden müssen, wobei die Frage berechtigt ist, warum Fritz es nicht geschafft hat, Werner von einem Verbleib über 2026 hinaus zu überzeugen.
Andererseits erhält Steffen hier Vorschlusslorbeeren, angesichts derer er fast schon als Zauberkünstler agieren muss, um mit einem Kader, den Werner wohl infrage gestellt hatte, sogar erfolgreicher zu sein. Erfolgsmodelle lassen sich nicht immer deckungsgleich übertragen, zumal Leistungsniveau und - unterschiede in der Bundesliga größer sind als in der 2. Bundesliga.
Natürlich kann sich Steffen auch als ein ähnlicher oder sogar größerer Glückstreffer herausstellen und mit einem Kader, für dessen Verstärkung Fritz lauter Volltreffer verpflichtet hat, erfolgreicher sein als Werner. Erstmal ist jedoch ein Neubeginn mit Ungewissheiten angesagt.
Zitat von Claudio24
Ich weiß nicht was Ihr habt. Niemand hat Werner hier vom Hof gejagt. Ok, es gab 1 bis zwei Nörgler, die schon die ganze Saison seinen Kopf gefordert haben, aber die kann man in der Sache nicht wirklich ernst nehmen.
Werner hat von sich aus „in den Sack gehauen“. Mit der öffentlichen Aussage nicht verlängern zu wollen, hatte Fritz keine andere Wahl. Wer will denn zu einem Verein, bei dem klar ist, dass der Trainer nicht an die eigene Zukunft glaubt? Genau! Niemand der nich etwas erreichen möchte.
Werner war richtig gut für Werder. Sollen hier jetzt alle juhu schreien, wenn er sich selbst aus der Werder Zukunft raus nimmt?
Sein Name ist unwideruflich mit dem Aufstieg verbunden. Ihn jetzt aber zur Ikone mit Schaaf und Rehagel zu machen finde ich lächerlich.
Trotz aller Wertschätzung habe ich mit dem Kapitel abgeschlossen und freue mich auf Steffen. Was der mit Elversberg geschafft hat ist für mich sogar etwas höher einzustufen als das was Werner in Kiel hingestellt hat.
Ob Steffen bei Werder funktioniert wird sich zeigen. Ich freue mich aber auf einen Trainer, der jetzt Veränderung treibt und hoffentlich den Mut hat noch stärker auf Jugend zu setzen als Ole.
Ich weiß nicht was Ihr habt. Niemand hat Werner hier vom Hof gejagt. Ok, es gab 1 bis zwei Nörgler, die schon die ganze Saison seinen Kopf gefordert haben, aber die kann man in der Sache nicht wirklich ernst nehmen.
Werner hat von sich aus „in den Sack gehauen“. Mit der öffentlichen Aussage nicht verlängern zu wollen, hatte Fritz keine andere Wahl. Wer will denn zu einem Verein, bei dem klar ist, dass der Trainer nicht an die eigene Zukunft glaubt? Genau! Niemand der nich etwas erreichen möchte.
Werner war richtig gut für Werder. Sollen hier jetzt alle juhu schreien, wenn er sich selbst aus der Werder Zukunft raus nimmt?
Sein Name ist unwideruflich mit dem Aufstieg verbunden. Ihn jetzt aber zur Ikone mit Schaaf und Rehagel zu machen finde ich lächerlich.
Trotz aller Wertschätzung habe ich mit dem Kapitel abgeschlossen und freue mich auf Steffen. Was der mit Elversberg geschafft hat ist für mich sogar etwas höher einzustufen als das was Werner in Kiel hingestellt hat.
Ob Steffen bei Werder funktioniert wird sich zeigen. Ich freue mich aber auf einen Trainer, der jetzt Veränderung treibt und hoffentlich den Mut hat noch stärker auf Jugend zu setzen als Ole.
1. Ich habe Werner mit keinem Wort als Ikone dargestellt, sondern geschrieben, dass er eine Chance auf eine Ära wie mit Rehhagel und Schaaf gewesen sei. Das ist ein Unterschied.
2. Du machst es Dir mit der Analyse zu einfach und ignorierst die Beweggründe. Werner hat nicht aus heiterem Himmel in den Sack gehauen, sondern dafür muss es triftige Gründe gegeben haben. Möglicherweise hat er mit diesem Kader keine weitere Entwicklung und keine erfolgreiche Zukunft gesehen. Es gibt immer zwei Seiten, die betrachtet werden müssen, wobei die Frage berechtigt ist, warum Fritz es nicht geschafft hat, Werner von einem Verbleib über 2026 hinaus zu überzeugen.
Andererseits erhält Steffen hier Vorschlusslorbeeren, angesichts derer er fast schon als Zauberkünstler agieren muss, um mit einem Kader, den Werner wohl infrage gestellt hatte, sogar erfolgreicher zu sein. Erfolgsmodelle lassen sich nicht immer deckungsgleich übertragen, zumal Leistungsniveau und - unterschiede in der Bundesliga größer sind als in der 2. Bundesliga.
Natürlich kann sich Steffen auch als ein ähnlicher oder sogar größerer Glückstreffer herausstellen und mit einem Kader, für dessen Verstärkung Fritz lauter Volltreffer verpflichtet hat, erfolgreicher sein als Werner. Erstmal ist jedoch ein Neubeginn mit Ungewissheiten angesagt.
Ein "Weiter, so" wäre noch schlimmer, ja destruktiver, gewesen. Werner hat die Tür geschlossen. Man muss dankbar sein, dass er den Mund aufgemacht hat, denn Werders Offizielle haben trotz aller Warnzeichen (Werners Statements) versucht, die Situation wegzulächeln. So war Werder unter Druck und zum Glück ist Fritz dem entgegen getreten.
Lieber ein Neuanfang mit Risiko als ein sicheres Scheitern mit einem Mann, dessen Identifikation Null ist.
Ich meine nicht den Verbleib Werners bis 2026, sondern darüber hinaus. Im Vergleich zu Letzterem ist der Neustart ein größeres Risiko, weil nicht zu erwarten ist, dass der Kader auf allen Bedarfspositionen eine Verbesserung erfahren wird.
28.06.2025 - 16:33 Uhr
Zitat von RoMaRu
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Zitat von Schilkseeschnack
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Zitat von BiffBaff
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Dir ist schon klar, dass es einen Unterschied zwischen beiden Ligen gibt und in der zweiten Liga Erfolge leichter wiederholbar sind, während das in der Bundesliga für Klubs wie Werder kein Automatismus ist. Ich sehe den aktuellen Kader Platz 8 nicht wiederholen oder gar übertreffen, egal wer Trainer ist. Fritz muss schon eine glückliche Hand auf dem Transfermarkt haben, um einen Kader hinzustellen, der das bewerkstelligen kann, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen.
28.06.2025 - 16:54 Uhr
Zitat von BiffBaff
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Zitat von RoMaRu
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Zitat von Schilkseeschnack
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Zitat von BiffBaff
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
28.06.2025 - 18:31 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
Zitat von BiffBaff
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Zitat von RoMaRu
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Zitat von Schilkseeschnack
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Zitat von BiffBaff
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
Ich glaube hier liegt ein gewisses Mass von Projektion vor, denn wo habe ich Werner als "schlechten" Trainer bzw als "schlechte Leistung" abgetan? Ernsthafte Frage. Wo habe ich Werners Leistung in Bremen als "schlecht" bezeichnet?
Mir einen 'besseren' Trainer zu wuenschen bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der vorhergehende Trainer schlecht war. Das so darzustellen finde ich nicht akkurat (boese Zungen koennten das als 'unehrlich' bezeichnen!).
Die Tatsache ist aber, dass die Mannschaft, mit der man heute in BL1 spielt quasi damals in BL2 schon spielte. Sicherlich sind ein paar neue Spieler hinzugekommen (Stage, Lynen, Stark), aber der Kern (Zetterer, Friedl, Jung, Agu, Bittencourt, Weiser, Schmid, Ducksch), also fast alle Spieler die man heute als Leistungstraeger bezeichnet, waren Teil der BL2 Mannschaft (und dabei vergessen wir Fuellkrug, Gruev, Gross, Veljkovic, Toprak, Dinkci).
Bremen hatte damals (laut Marktwert) die staerkste BL2 Truppe. Das war, auf dem Papier, eine richtig starke Mannschaft. Es war also nicht so, dass Bremen voellig wider Erwarten den Wiederaufstieg gepackt hat, sondern ehr dass man unter Anfang ernsthaft unterperformte. Genau das habe ich mit "gemachtes Nest" gemeint. Werner musste "nur" die Mannschaft gut einstellen und dann klappte das auch. Das sollte man nicht schmaelern, aber auch nicht groesser machen als es tatsaechlich war.
Und natuerlich sollte man bei Bremen jetzt froh sein Werner und sein Trainerteam von der Gehaltsliste zu streichen. Damit spart man immerhin Gehalt, welches man in Spieler investieren kann. Meine Formulierung war vielleicht ein wenig zu ambivalent, aber ich kann mir vorstellen, dass man vom Wernerschen Camp ein durchaus kritisches Medienecho bekommen haette, falls der RB Deal geplatzt waere. Das hat Werner immerhin schon als Trainer von Werder gebracht. Genau deswegen sollte man froh sein, dass der Trainer jetzt woanders werkeln kann, wo er ganz offensichtlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Kurzum: Ich bin froh, dass der Verein mit dem Trainerkrams durch ist, auch wenn diese Entscheidung von Werner ein VVL kategorisch auszuschliessen wohl noch einige Zeit nachschwingen wird. Die einzige Loesung ist wohl, dass Steffen mit der Truppe ein gute Leistung zeigt. Das ist wohl das Einzige, was hier helfen wuerde ein bisschen Ruhe reinzubringen.
28.06.2025 - 19:35 Uhr
Zitat von BiffBaff
Ich glaube hier liegt ein gewisses Mass von Projektion vor, denn wo habe ich Werner als "schlechten" Trainer bzw als "schlechte Leistung" abgetan? Ernsthafte Frage. Wo habe ich Werners Leistung in Bremen als "schlecht" bezeichnet?
Mir einen 'besseren' Trainer zu wuenschen bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der vorhergehende Trainer schlecht war. Das so darzustellen finde ich nicht akkurat (boese Zungen koennten das als 'unehrlich' bezeichnen!).
Die Tatsache ist aber, dass die Mannschaft, mit der man heute in BL1 spielt quasi damals in BL2 schon spielte. Sicherlich sind ein paar neue Spieler hinzugekommen (Stage, Lynen, Stark), aber der Kern (Zetterer, Friedl, Jung, Agu, Bittencourt, Weiser, Schmid, Ducksch), also fast alle Spieler die man heute als Leistungstraeger bezeichnet, waren Teil der BL2 Mannschaft (und dabei vergessen wir Fuellkrug, Gruev, Gross, Veljkovic, Toprak, Dinkci).
Bremen hatte damals (laut Marktwert) die staerkste BL2 Truppe. Das war, auf dem Papier, eine richtig starke Mannschaft. Es war also nicht so, dass Bremen voellig wider Erwarten den Wiederaufstieg gepackt hat, sondern ehr dass man unter Anfang ernsthaft unterperformte. Genau das habe ich mit "gemachtes Nest" gemeint. Werner musste "nur" die Mannschaft gut einstellen und dann klappte das auch. Das sollte man nicht schmaelern, aber auch nicht groesser machen als es tatsaechlich war.
Und natuerlich sollte man bei Bremen jetzt froh sein Werner und sein Trainerteam von der Gehaltsliste zu streichen. Damit spart man immerhin Gehalt, welches man in Spieler investieren kann. Meine Formulierung war vielleicht ein wenig zu ambivalent, aber ich kann mir vorstellen, dass man vom Wernerschen Camp ein durchaus kritisches Medienecho bekommen haette, falls der RB Deal geplatzt waere. Das hat Werner immerhin schon als Trainer von Werder gebracht. Genau deswegen sollte man froh sein, dass der Trainer jetzt woanders werkeln kann, wo er ganz offensichtlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Kurzum: Ich bin froh, dass der Verein mit dem Trainerkrams durch ist, auch wenn diese Entscheidung von Werner ein VVL kategorisch auszuschliessen wohl noch einige Zeit nachschwingen wird. Die einzige Loesung ist wohl, dass Steffen mit der Truppe ein gute Leistung zeigt. Das ist wohl das Einzige, was hier helfen wuerde ein bisschen Ruhe reinzubringen.
Zitat von Schilkseeschnack
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
Zitat von BiffBaff
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Zitat von RoMaRu
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Zitat von Schilkseeschnack
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Zitat von BiffBaff
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
Ich glaube hier liegt ein gewisses Mass von Projektion vor, denn wo habe ich Werner als "schlechten" Trainer bzw als "schlechte Leistung" abgetan? Ernsthafte Frage. Wo habe ich Werners Leistung in Bremen als "schlecht" bezeichnet?
Mir einen 'besseren' Trainer zu wuenschen bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der vorhergehende Trainer schlecht war. Das so darzustellen finde ich nicht akkurat (boese Zungen koennten das als 'unehrlich' bezeichnen!).
Die Tatsache ist aber, dass die Mannschaft, mit der man heute in BL1 spielt quasi damals in BL2 schon spielte. Sicherlich sind ein paar neue Spieler hinzugekommen (Stage, Lynen, Stark), aber der Kern (Zetterer, Friedl, Jung, Agu, Bittencourt, Weiser, Schmid, Ducksch), also fast alle Spieler die man heute als Leistungstraeger bezeichnet, waren Teil der BL2 Mannschaft (und dabei vergessen wir Fuellkrug, Gruev, Gross, Veljkovic, Toprak, Dinkci).
Bremen hatte damals (laut Marktwert) die staerkste BL2 Truppe. Das war, auf dem Papier, eine richtig starke Mannschaft. Es war also nicht so, dass Bremen voellig wider Erwarten den Wiederaufstieg gepackt hat, sondern ehr dass man unter Anfang ernsthaft unterperformte. Genau das habe ich mit "gemachtes Nest" gemeint. Werner musste "nur" die Mannschaft gut einstellen und dann klappte das auch. Das sollte man nicht schmaelern, aber auch nicht groesser machen als es tatsaechlich war.
Und natuerlich sollte man bei Bremen jetzt froh sein Werner und sein Trainerteam von der Gehaltsliste zu streichen. Damit spart man immerhin Gehalt, welches man in Spieler investieren kann. Meine Formulierung war vielleicht ein wenig zu ambivalent, aber ich kann mir vorstellen, dass man vom Wernerschen Camp ein durchaus kritisches Medienecho bekommen haette, falls der RB Deal geplatzt waere. Das hat Werner immerhin schon als Trainer von Werder gebracht. Genau deswegen sollte man froh sein, dass der Trainer jetzt woanders werkeln kann, wo er ganz offensichtlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Kurzum: Ich bin froh, dass der Verein mit dem Trainerkrams durch ist, auch wenn diese Entscheidung von Werner ein VVL kategorisch auszuschliessen wohl noch einige Zeit nachschwingen wird. Die einzige Loesung ist wohl, dass Steffen mit der Truppe ein gute Leistung zeigt. Das ist wohl das Einzige, was hier helfen wuerde ein bisschen Ruhe reinzubringen.
Die Aussagen "Sich ins gemachte Nest gesetzt", "Er musste die Mannschaft nur gut einstellen" "Er zeigte gute, aber erwartbare Leistungen", " Ihn dafür zu feiern, als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmöglich gewesen wäre, ist, gelinde gesagt, falsch" zeugen für mich nicht von einer hohen Bewertung, sondern vom Gegenteil, also einer Abwertung der tatsächlichen Leistung. Doch vielleicht reicht deine Bewertungsskala weit über das bekannte Maß hinaus.
Wenn Werner die Mannschaft nur gut einstellen musste, warum hatte Anfang es nicht geschafft?
Wenn man sich etwas Besseres wünscht, bedeutet das logischerweise, dass man mit dem vorherigen Zustand nicht zufrieden war und wenn dieser tatsächlich gut war, versucht man, ihn fortzusetzen. Im Fall Werders ist es vermessen, bei etwas Gutem nach mehr zu streben.
28.06.2025 - 20:56 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Die Aussagen "Sich ins gemachte Nest gesetzt", "Er musste die Mannschaft nur gut einstellen" "Er zeigte gute, aber erwartbare Leistungen", " Ihn dafür zu feiern, als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmöglich gewesen wäre, ist, gelinde gesagt, falsch" zeugen für mich nicht von einer hohen Bewertung, sondern vom Gegenteil, also einer Abwertung der tatsächlichen Leistung. Doch vielleicht reicht deine Bewertungsskala weit über das bekannte Maß hinaus.
Wenn Werner die Mannschaft nur gut einstellen musste, warum hatte Anfang es nicht geschafft?
Wenn man sich etwas Besseres wünscht, bedeutet das logischerweise, dass man mit dem vorherigen Zustand nicht zufrieden war und wenn dieser tatsächlich gut war, versucht man, ihn fortzusetzen. Im Fall Werders ist es vermessen, bei etwas Gutem nach mehr zu streben.
Zitat von BiffBaff
Ich glaube hier liegt ein gewisses Mass von Projektion vor, denn wo habe ich Werner als "schlechten" Trainer bzw als "schlechte Leistung" abgetan? Ernsthafte Frage. Wo habe ich Werners Leistung in Bremen als "schlecht" bezeichnet?
Mir einen 'besseren' Trainer zu wuenschen bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der vorhergehende Trainer schlecht war. Das so darzustellen finde ich nicht akkurat (boese Zungen koennten das als 'unehrlich' bezeichnen!).
Die Tatsache ist aber, dass die Mannschaft, mit der man heute in BL1 spielt quasi damals in BL2 schon spielte. Sicherlich sind ein paar neue Spieler hinzugekommen (Stage, Lynen, Stark), aber der Kern (Zetterer, Friedl, Jung, Agu, Bittencourt, Weiser, Schmid, Ducksch), also fast alle Spieler die man heute als Leistungstraeger bezeichnet, waren Teil der BL2 Mannschaft (und dabei vergessen wir Fuellkrug, Gruev, Gross, Veljkovic, Toprak, Dinkci).
Bremen hatte damals (laut Marktwert) die staerkste BL2 Truppe. Das war, auf dem Papier, eine richtig starke Mannschaft. Es war also nicht so, dass Bremen voellig wider Erwarten den Wiederaufstieg gepackt hat, sondern ehr dass man unter Anfang ernsthaft unterperformte. Genau das habe ich mit "gemachtes Nest" gemeint. Werner musste "nur" die Mannschaft gut einstellen und dann klappte das auch. Das sollte man nicht schmaelern, aber auch nicht groesser machen als es tatsaechlich war.
Und natuerlich sollte man bei Bremen jetzt froh sein Werner und sein Trainerteam von der Gehaltsliste zu streichen. Damit spart man immerhin Gehalt, welches man in Spieler investieren kann. Meine Formulierung war vielleicht ein wenig zu ambivalent, aber ich kann mir vorstellen, dass man vom Wernerschen Camp ein durchaus kritisches Medienecho bekommen haette, falls der RB Deal geplatzt waere. Das hat Werner immerhin schon als Trainer von Werder gebracht. Genau deswegen sollte man froh sein, dass der Trainer jetzt woanders werkeln kann, wo er ganz offensichtlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Kurzum: Ich bin froh, dass der Verein mit dem Trainerkrams durch ist, auch wenn diese Entscheidung von Werner ein VVL kategorisch auszuschliessen wohl noch einige Zeit nachschwingen wird. Die einzige Loesung ist wohl, dass Steffen mit der Truppe ein gute Leistung zeigt. Das ist wohl das Einzige, was hier helfen wuerde ein bisschen Ruhe reinzubringen.
Zitat von Schilkseeschnack
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
Zitat von BiffBaff
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Zitat von RoMaRu
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Zitat von Schilkseeschnack
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Zitat von BiffBaff
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Bei Werner ist es fuer mich genau die gleich Geschichte wie bei Woltemade (wobei ich vermute, dass Werner erheblich bei Woltemades Abgang Teil hatte).
Wir koennen uns jetzt immer wieder darueber aufregen, dass Werner bzw. Woltemade weg sind, und das ein zentrales Problem machen, oder es geht mit dem, was jetzt vorhanden ist, weiter.
Es hilft doch absolut nicht, wegen dem (selbstgewaehlten) Abgang von Werner den Abgesang von Werder anzustimmen. Immerhin war Werner vor dem Anheuern bei Werder ein vergleichbar unbeschriebenes Blatt wie Steffen (tatsaechlich hat Steffen mehr Qualitaet nachweisen koennen als Werner, da er einen BL3 Verein erfolgreich fast in BL1 gefuehrt hat, mit minimalen finanziellen Optionen, waehrend Werner BL2 Club Kiel 'nur' in der Liga verbessert hatte!).
Da jetzt von "Vollkatastrophe" zu unken ist quasi die eigene Sichtweise als Realitaet hinzustellen und zu behaupten, dass es zwangslaeufig schlechter werden muss. Wer sagt das denn?
Mainz hat, zB, den Trainer gewechselt, und das hat hervoragend funktioniert (klar, beim FCA war der Trainerwechsel ziemlich meh!). Fuer mich gibt es keinen zwingenden Grund warum Werder unter Steffen deutlich schlechter spielen sollte. Mainz hat auch gezeigt, wie man erfolgreich den Abgang eines Leistungstraegers kompensieren kann (mit dem eigenen Nachwuchs!).
Ich wuensche mir, dass diejenigen, die hier regelmaessig fuer mehr Entspannung gegenueber Werner gerufen haben diese Entspannung nun fuer Steffen aufbringen und ihn nicht schon vor jeglichen Pflichtspielen hinterfragen. Selbst waehrend der Saison wuerde ich mir wuenschen, dass man auch bei ihm die positiven Aspekte sieht und hervorhebt, wie es eben haeufig bei Werner gemacht wurde.
Alles andere waere schliesslich eine deutliche Doppelmoral.
Werner hat in Kiel dasselbe erreicht wie Steffen in Elversberg und eine Mannschaft mit geringem Budget in die Relegation zur Bundesliga und auch ins Pokalhalbfinale geführt.
Dieser Trainerwechsel ist keine Vollkatastrophe und ich stelle auch nicht Steffen infrage, sondern ich kritisiere die Geschäftsführung bzw. den Geschäftsführer Sport und stelle die Frage, warum nicht alles unternommen wurde, um Kontinuität zu bewahren, auf dem Erreichten aufzubauen und die Situation möglichst zu vermeiden, vor einem Neuanfang mit größeren Unsicherheiten zu stehen, als es bei einem Verbleib Werners der Fall gewesen wäre, da dieser hätte auch bleiben können, wenn ihm die gewünschten Bedingungen geboten worden wären.
Du nimmst aber dabei schon an, dass die Schuld bei der GF liegt und nicht bei Werner, also dass seine Forderungen erfüllbar waren.
Mag ja sein, dass dem so war, aber kann auch durchaus sein - und angesichts seiner Kieler Vorgeschichte halte ich es für gar nicht so unwahrscheinlich -, dass seine Forderungen zu weit gingen.
Muss man wirklich ALLES tun, um einen (halbwegs) erfolgreichen Trainer zu halten? Ich denke, da gehen die Meinungen - berechtigterweise - auseinander. Aber wie gesagt, von vornherein anzunehmen, dass es die GF war, die hier den Fehler begangen hat, ist zumindest gewagt und m. E. in schwerem Maße unfair.
P.S.: Ich sag's auch hier nochmal, da man es nicht wohl nicht oft genug wiederholen kann: Kiel ist nach Werners Abgang aufgestiegen. Ich mein' ja nur...
Genau. Das Halbfinale fuer Kiel (daran habe ich mich nicht erinnert!) ist eine tolle Leistung, aber Werner hat den Verein eben nicht als BL3 (oder schlechter) uebernommen, sondern in BL2.
Kiel war 12/13 von BL4 in BL3 aufgestiegen, hat dann 4 Saisons BL3 gespielt und ist dann mit Markus Anfang (Tatsache!) in BL2 aufgestiegen. Anfang hat dann sogar in der ersten BL2 Saison auf Anhieb Platz 3 geschafft. Mit Tim Walter ist man dann in 18/19 6. geworden, bevor man mit Werner 19/20 11. und 20/21 abermals 3. geworden ist.
Ich sehe da echt kein besonders herausstechendes Talent. Man muss sagen, dass das Werners erste Profistation war und er damals noch recht jung war, aber es laesst ihn jedenfalls nicht wie ein Genie darstehen, sondern einfach nur als Trainer der eine gute Leistung aus einer scheinbar guten Mannschaft rausgeholt hat. Genau so wie bei Bremen.
Es lag halt auch daran, dass Anfang mit einer viel zu guten Mannschaft (bei Bremen) fuer die BL2 nicht die Ergebnisse erzieht hat, die man haette erwarten koennen. Ich bleibe dabei: Werner hat sich auch richtig ins gemacht Nest gesetzt, gute aber zu erwartende Leistung gezeigt, und dafuer die Dankbarkeit der Bremer Fans geerntet. Ihn dafuer zu feiern als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmoeglich gewesen waere ist, gelinde gesagt, falsch.
Aber da bleibt bei mir die Frage: warum hat Werner in Kiel aufgegeben? Hat er das Gefuehl gehabt, er koenne mit dem Kader nicht mehr schaffen? Das stimmt ja anscheinend nicht, da Rapp ein paar Spielzeiten spaeter dies geschafft hat. Je mehr ich davon hoere, dass Werner erst bei Kiel und dann bei Bremen aufgegeben hat, desto mehr bin ich froh, dass dieser Trainer inzwischen bei RB ist, wo er hoffentlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Denn genau das scheint er irgendwie gefordert zu haben: deutlich bessere Konditionen im Verein, damit man besser arbeiten kann. Das war bei Bremen (momentan) nicht drin (warum auch immer!) und genau deswegen die Zusammenarbeit zu beenden zeigt mir, dass auch der Verein froh sein sollte eine solche Person von der Gehaltsliste streichen zu koennen.
Auf ein Neues, und mit einem anderen (und hoffentlich besseren!) Trainer in 25/26.
Ich kenne den Werdegang von Holstein. Werners Abgang dort habe ich anders wahrgenommen, als hier dargestellt.
Deine offenbare Abneigung gegen Werner sei dir unbenommen, doch die Abwertung seiner Leistungen bei Werder ("ins gemachte Nest gesetzt", "froh sein, ihn von der Gehaltsliste streichen zu können") sind arg subjektiv und entbehrt jeglicher sachlicher Grundlage. Einen Trainer, der den Tabellenplatz Jahr für verbessert und Werder in die Nähe eines CL-Platzes geführt hat, als schlecht abzutun, sonst würdest du dir keinen besseren Trainer wünschen, hat mit einer objektiven Bewertung nichts zu tun.
Wo Werder mit Anfang oder jemand anderem jetzt stünde, steht in den Sternen. Genauso gut könnten wir immer noch in der 2. Liga herumgurken.
Ich glaube hier liegt ein gewisses Mass von Projektion vor, denn wo habe ich Werner als "schlechten" Trainer bzw als "schlechte Leistung" abgetan? Ernsthafte Frage. Wo habe ich Werners Leistung in Bremen als "schlecht" bezeichnet?
Mir einen 'besseren' Trainer zu wuenschen bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der vorhergehende Trainer schlecht war. Das so darzustellen finde ich nicht akkurat (boese Zungen koennten das als 'unehrlich' bezeichnen!).
Die Tatsache ist aber, dass die Mannschaft, mit der man heute in BL1 spielt quasi damals in BL2 schon spielte. Sicherlich sind ein paar neue Spieler hinzugekommen (Stage, Lynen, Stark), aber der Kern (Zetterer, Friedl, Jung, Agu, Bittencourt, Weiser, Schmid, Ducksch), also fast alle Spieler die man heute als Leistungstraeger bezeichnet, waren Teil der BL2 Mannschaft (und dabei vergessen wir Fuellkrug, Gruev, Gross, Veljkovic, Toprak, Dinkci).
Bremen hatte damals (laut Marktwert) die staerkste BL2 Truppe. Das war, auf dem Papier, eine richtig starke Mannschaft. Es war also nicht so, dass Bremen voellig wider Erwarten den Wiederaufstieg gepackt hat, sondern ehr dass man unter Anfang ernsthaft unterperformte. Genau das habe ich mit "gemachtes Nest" gemeint. Werner musste "nur" die Mannschaft gut einstellen und dann klappte das auch. Das sollte man nicht schmaelern, aber auch nicht groesser machen als es tatsaechlich war.
Und natuerlich sollte man bei Bremen jetzt froh sein Werner und sein Trainerteam von der Gehaltsliste zu streichen. Damit spart man immerhin Gehalt, welches man in Spieler investieren kann. Meine Formulierung war vielleicht ein wenig zu ambivalent, aber ich kann mir vorstellen, dass man vom Wernerschen Camp ein durchaus kritisches Medienecho bekommen haette, falls der RB Deal geplatzt waere. Das hat Werner immerhin schon als Trainer von Werder gebracht. Genau deswegen sollte man froh sein, dass der Trainer jetzt woanders werkeln kann, wo er ganz offensichtlich die Mittel vorfindet, die er erwartet.
Kurzum: Ich bin froh, dass der Verein mit dem Trainerkrams durch ist, auch wenn diese Entscheidung von Werner ein VVL kategorisch auszuschliessen wohl noch einige Zeit nachschwingen wird. Die einzige Loesung ist wohl, dass Steffen mit der Truppe ein gute Leistung zeigt. Das ist wohl das Einzige, was hier helfen wuerde ein bisschen Ruhe reinzubringen.
Die Aussagen "Sich ins gemachte Nest gesetzt", "Er musste die Mannschaft nur gut einstellen" "Er zeigte gute, aber erwartbare Leistungen", " Ihn dafür zu feiern, als ob ein Wiederaufstieg ohne ihn absolut unmöglich gewesen wäre, ist, gelinde gesagt, falsch" zeugen für mich nicht von einer hohen Bewertung, sondern vom Gegenteil, also einer Abwertung der tatsächlichen Leistung. Doch vielleicht reicht deine Bewertungsskala weit über das bekannte Maß hinaus.
Wenn Werner die Mannschaft nur gut einstellen musste, warum hatte Anfang es nicht geschafft?
Wenn man sich etwas Besseres wünscht, bedeutet das logischerweise, dass man mit dem vorherigen Zustand nicht zufrieden war und wenn dieser tatsächlich gut war, versucht man, ihn fortzusetzen. Im Fall Werders ist es vermessen, bei etwas Gutem nach mehr zu streben.
Zum Einen war Anfang ganz einfach nicht der richtige Trainer fuer Bremen (jedenfalls nicht in der Situation). Das hat Anfang eindurcksvoll mit seiner Passaffaere unter Beweis gestellt. Ich glaube da muss man nicht deutlich mehr drueber diskutieren, oder?
Und genau in der Situation war Werner ganz eindeutig der bessere Trainer, alleine schon weil es bei ihm keine solchen Ablenkungen gab. Um das vorhergehende Counterfactual aufzugreifen: waere es denn mit einem anderen Trainer unmoeglich gewesen aufzusteigen? Ganz sicher nicht!
Und sich etwas 'besseres' zu wuenschen, das bedeutet nicht, dass alles vorherige schlecht war. Es bedeutet, dass man so einiges besser machen koennte, und stimmt halt auch.
Dieses ist in der Tat davon abhaengig, wie man 'besser' definiert. Da ich dieses hier nicht getan habe und es in der Kritik meiner Aussage eben auch nicht erfolgt ist, hier mal ein Beispiel: ich hoffe, dass der neue Trainer es deutlich besser vermag den Nachwuchs in die Mannschaft zu integrieren und diese Spieler dann auch langfristig an den Verein zu binden (oder jedenfalls so lange, bis sich ein anderer Verein meldet, um diese Spieler dann gegen eine Gebuehr abzunehmen).
Werner hat zwar gute Ergebnisse gezeigt, aber wie nachhaltig ist die Mannschaft heute aufgestellt? Das hat man ja auch regelmaessig in der Spielzeit gesehen. Das kann man darauf zurueckfuehren, dass man dem Trainer einfach nicht die richtigen Spieler besorgt, oder man kann vermuten, dass der Trainer es nicht vermochte entsprechende Spieler hochzucoachen.
Sicherlich hat er die Startelf dazu gebracht gute Leistung zu zeigen, aber danach kam teilweise nix. Genau das hoffe ich wird der neue Trainer deutlich besser machen: flexiblere Aufstellungen, mehr junge Spieler einbinden, um so langfristig den Verein deutlich besser darstehen zu lassen, auch finanziell.
Ich kann also die Leistung von Werner wuerdigen ohne ihn als Messias oder Trainergott darzustellen, das ist er schliesslich auch nicht. Wenn er tatsaechlich eine 9 Mio AK hatte, dann verwundert es nicht, dass er von keinem anderen Verein abgeworben wurde, aber ich will erstmal abwarten, was er bei RB schafft.
Wie gesagt, Werner hat eine starke Truppe in BL2 uebernommen und ist mit dieser aufgestiegen. Er hat in BL1 gute Ergebnisses erzielt, aber dann muss man halt auch zugeben koennen, dass, wenn man heute noch mit gleichen Rumpfmannschaft spielt wie in BL2, dass diese Truppe einfach gespickt war mit BL Talent.
Und wie ich finde sind meine Bewertungen seiner Leistung weder besonders herablassend noch beschoenigend. Da von "einer Abwertung der tatsächlichen Leistung" zu sprechen ist schon erwas verschroben. Klar hat er gute Leistung gezeigt. Aber Werner musste auch taktisch kaum etwas aendern seitdem er bei Bremen angefangen hat.
Bis auf Fuellkrug musste er bisher keine Leistungstraeger ersetzen, wie das bei Konkurrenten regelmaessig der Fall ist (dafuer hat er einige Spieler verkannt, die dann bei anderen Vereinen Leistungstraeger wurden!). Der Verein hat ihn einfach werkeln lassen ohne ihn extrem unter Druck zu setzen und Werner hat dann, schliesslich, selber die Reissleine gezogen.
Aber jetzt frage ich mal grundlegend: Warum ist es "Im Fall Werders .. vermessen, bei etwas Gutem nach mehr zu streben"? Warum kann man nicht danach streben aus "Gut" ein "Sehr Gut" zu machen?
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