Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von Cup-of-Tea
Ich akzeptiere deine Meinung @Basti77
Aber wenn ich von einen moderaten Hertha-Fan dieses Interview lese, bleibe ich dabei: Der Konflikt ist so krass verhärtet und nicht nur auf Ultraseite: https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article215718049/Einsamer-Stimmungsmacher-Hertha-muss-Fans-ernster-nehmen.html
Ich akzeptiere deine Meinung @Basti77
Aber wenn ich von einen moderaten Hertha-Fan dieses Interview lese, bleibe ich dabei: Der Konflikt ist so krass verhärtet und nicht nur auf Ultraseite: https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article215718049/Einsamer-Stimmungsmacher-Hertha-muss-Fans-ernster-nehmen.html
Und wie sollten Deiner Meinung nach diese Konflikte gelöst werden? Die feinen Herren Ultras haben ja anscheinend keine Lust auf eine wirkliche Aussprache. Ich würde nach so einer Absage durch die Ultras von Vereinsseite einfach komplett alle Gesprächsangebote zurückziehen und sie schmollen lassen. Glaube auch nicht, dass wir dadurch in irgendeiner Weise in Abstiegsnöte geraten. Selbst wenn, darf man sich dadurch als Verein nicht erpressbar machen lassen. Ich würde sogar lieber absteigen, als denen auch noch irgendwelche Zugeständnisse zu machen.
Die Probleme gibt's doch nur auswärts, Zuhause wissen sie sich zu benehmen und das gilt wohl für alle Vereine. Die Lösung liegt also bei der Organisation der Auswärtsfahrten. Dann gibt es eben keine Gästetickets für Vereine deren "Fans" sich nicht an die Regeln halten und Geldstrafe wegen der entgangenen Einnahmen. In Dortmund hätten sich bestimmt viele gefreut wenn sie aus diesem Kontingent das Spiel hätten sehen können.
Zitat von BigDi
Die Probleme gibt's doch nur auswärts, Zuhause wissen sie sich zu benehmen und das gilt wohl für alle Vereine. Die Lösung liegt also bei der Organisation der Auswärtsfahrten. Dann gibt es eben keine Gästetickets für Vereine deren "Fans" sich nicht an die Regeln halten und Geldstrafe wegen der entgangenen Einnahmen. In Dortmund hätten sich bestimmt viele gefreut wenn sie aus diesem Kontingent das Spiel hätten sehen können.
Die Probleme gibt's doch nur auswärts, Zuhause wissen sie sich zu benehmen und das gilt wohl für alle Vereine. Die Lösung liegt also bei der Organisation der Auswärtsfahrten. Dann gibt es eben keine Gästetickets für Vereine deren "Fans" sich nicht an die Regeln halten und Geldstrafe wegen der entgangenen Einnahmen. In Dortmund hätten sich bestimmt viele gefreut wenn sie aus diesem Kontingent das Spiel hätten sehen können.
Schön pauschalieren. Nur weil manche sich nicht benehmen können, darf ich nicht mehr auswärts fahren? Ahja
Zitat von Cup-of-Tea
Ich akzeptiere deine Meinung @Basti77
Aber wenn ich von einen moderaten Hertha-Fan dieses Interview lese, bleibe ich dabei: Der Konflikt ist so krass verhärtet und nicht nur auf Ultraseite: https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article215718049/Einsamer-Stimmungsmacher-Hertha-muss-Fans-ernster-nehmen.html
Ich akzeptiere deine Meinung @Basti77
Aber wenn ich von einen moderaten Hertha-Fan dieses Interview lese, bleibe ich dabei: Der Konflikt ist so krass verhärtet und nicht nur auf Ultraseite: https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article215718049/Einsamer-Stimmungsmacher-Hertha-muss-Fans-ernster-nehmen.html
Der Junge ist 19 und in einem Alter, in der Pyro besonders gut angenommen wird. Er lässt im Interview nicht ein Wort zur fehlenden Distanzierung der Fangruppen von der Gewalt in Dortmund fallen.
Ich entschuldige das mit seinem Alter und fehlender Lebenserfahrung. Ich bin mehr als doppelt so alt und hab diverse Auswärtsspiele mit Idi..oten verbringen dürfen.
Ansonsten fehlt mir wieder einmal mehr, wo genau die Fans nicht gehört werden?
Generell fehlt mir hier mal eine genaue Definition, was auch die Ultras fordern, ausser das Keuter entlassen wird. Und das wird in naher Zukunft ganz sicher nicht passieren.
Also ums kurz zu machen, was genau wollen denn die Ultras? Ich begreife es nämlich überhaupt nicht.
Ich verstehe weiterhin nicht, was es grossartig zu diskutieren gibt. Wir haben diesen ganzen, unnoetigen Bloedsinn, der nun evtl. sogar unsere ziemlich gute sportliche Situation riskiert, denen zu verdanken, die mit der Pyro Show angefangen haben und es fuer noetig halten, wegen einem Fussballspiel bzw. einer Fahne (
) Polizisten und andere taetlich anzugreifen. Alles andere danach war eine darauf basierende Kettenreaktion. Ich finde auch, dass eine Pyro Show gut aussieht und habe einige miterlebt (ohne aktiv mitzuzuendeln), ABER das heisst noch lange nicht, dass es in Ordnung ist, diese Shows unerwuenscht durchzufuehren.
Hier ist, was die meisten entweder vergessen, noch nie bedacht haben oder bewusst ignorieren:
Wenn man in ein Stadion, besonders in einer anderen Stadt geht, ist man GAST (!) und hat sich dementsprechend zu benehmen. Wenn der Gastgeber keine Pyro Shows erwuenscht, dann hat man es sein zu lassen. Das hat etwas mit Anstand, Benehmen und Respekt zu tun. Wenn einem das nicht gefaellt, braucht man der Einladung nicht nachkommen und darf dem Stadion fernbleiben.
Man kann hier hin und her diskutieren, aber das Stadion gehoert nicht den Besuchern, auch wenn das viele Fans wahrscheinlich nicht verstehen wollen. Wenn ich zu jemandem nach Hause gehe, benehme ich mich respektvoll dem Gastgeber gegenueber. Wenn dessen Regeln mMn sinnlos ueberzogen sind oder mir schlicht und einfach nicht gefallen, rechtfertigt das nicht, dass ich einfach mache, was mir gefaellt. Sollte ich dies doch tun und der Gastgeber macht mir mehr als klar deutlich, dass das nicht geduldet wird, ist die Schuld mit Sicherheit nicht beim Gastgeber zu suchen.
Die Eskalation, die nun zusaetzlich zwischen Hertha und den Fans stattfindet, ist so unnoetig wie ein Kropf. Ich haette mir erhofft, dass Hertha als erster Verein klar Stellung bezieht und deutlich macht, dass man nicht fuer ein paar Schwachkoepfe verantwortlich ist und keine Strafe akzeptieren wird. Wie haette der Verein denn bitte (besonders auswaerts) diese Ereignisse vermeiden koennen?
Ebenfalls haette ich mir auch erwuenscht, dass sich der Verein die Verbote, die er nun kundgetan hat fuer die Heimspiele, gespart haette. Das ist mMn auch nur purer Aktionismus, um zu zeigen, dass man irgendwas macht, obwohl es mMn gar nicht die Aufgabe des Vereins ist, die eigenen Fans (und das noch im Kollektiv) zu bestrafen bzw. zu erziehen.
Der Fakt, dass die Ultras das Angebot des Vereins zur Aussprache abgelehnt haben, setzt nun dem ganzen die Krone auf. Damit haben sich die Ultras mMn endgueltig moralisch disqualifiziert. Wenn man in einem solchen Fall nicht mal zu einem Dialog bereit ist, ist man auch nicht an einer Loesung interessiert.
Eine Loesung? Durch die Absage der Ultras gibt es aktuell zumindest keine gute, wofuer ich die Pyro Experten und nun auch die Ultras verantwortlich mache.
Langfristig gibt es dennoch Loesungen.
1. Ich wuerde Hertha empfehlen, die Verbote aufzuheben, aber nicht, um den Poebel zu besaenftigen, sondern da es relativ nutzlos ist und zu nichts Gutem fuehrt.
2. Die Fans muessen verstehen, dass sie Gaeste sind im Stadion und sich dementsprechend benehmen. Wenn Pyros vom Gastgeben nicht erwuenscht sind, sollte man es lassen.
3. Die Polizei oder Sicherheitskraefte und Vereine muessen rigoros gegen die vorgehen, die sich wie die letzten ***** en benehmen und diese einzeln rausziehen. Diese Leute sollten dann auch mit voller Haerte des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden und wenn noetig auch finanziell bluten.
4. Evtl. macht es Sinn, wenn Vereine, Polizei und Fans eine Loesung finden, durch die Pyro Shows stattfinden koennen, bei der Pyros kontrolliert vor dem Block durchgefuehrt werden vor dem Spiel oder meinetwegen auch waehrend der Halbzeit. Das waere evtl. ein Kompromiss, mit dem alle leben koennen.
Um aber nochmal klar zumachen, worum es mir hauptsaechlich geht. Im Stadion, inbesondere in einer anderen Stadt, ist man GAST und hat sich dementsprechend zu benehmen!
) Polizisten und andere taetlich anzugreifen. Alles andere danach war eine darauf basierende Kettenreaktion. Ich finde auch, dass eine Pyro Show gut aussieht und habe einige miterlebt (ohne aktiv mitzuzuendeln), ABER das heisst noch lange nicht, dass es in Ordnung ist, diese Shows unerwuenscht durchzufuehren. Hier ist, was die meisten entweder vergessen, noch nie bedacht haben oder bewusst ignorieren:
Wenn man in ein Stadion, besonders in einer anderen Stadt geht, ist man GAST (!) und hat sich dementsprechend zu benehmen. Wenn der Gastgeber keine Pyro Shows erwuenscht, dann hat man es sein zu lassen. Das hat etwas mit Anstand, Benehmen und Respekt zu tun. Wenn einem das nicht gefaellt, braucht man der Einladung nicht nachkommen und darf dem Stadion fernbleiben.
Man kann hier hin und her diskutieren, aber das Stadion gehoert nicht den Besuchern, auch wenn das viele Fans wahrscheinlich nicht verstehen wollen. Wenn ich zu jemandem nach Hause gehe, benehme ich mich respektvoll dem Gastgeber gegenueber. Wenn dessen Regeln mMn sinnlos ueberzogen sind oder mir schlicht und einfach nicht gefallen, rechtfertigt das nicht, dass ich einfach mache, was mir gefaellt. Sollte ich dies doch tun und der Gastgeber macht mir mehr als klar deutlich, dass das nicht geduldet wird, ist die Schuld mit Sicherheit nicht beim Gastgeber zu suchen.
Die Eskalation, die nun zusaetzlich zwischen Hertha und den Fans stattfindet, ist so unnoetig wie ein Kropf. Ich haette mir erhofft, dass Hertha als erster Verein klar Stellung bezieht und deutlich macht, dass man nicht fuer ein paar Schwachkoepfe verantwortlich ist und keine Strafe akzeptieren wird. Wie haette der Verein denn bitte (besonders auswaerts) diese Ereignisse vermeiden koennen?
Ebenfalls haette ich mir auch erwuenscht, dass sich der Verein die Verbote, die er nun kundgetan hat fuer die Heimspiele, gespart haette. Das ist mMn auch nur purer Aktionismus, um zu zeigen, dass man irgendwas macht, obwohl es mMn gar nicht die Aufgabe des Vereins ist, die eigenen Fans (und das noch im Kollektiv) zu bestrafen bzw. zu erziehen.
Der Fakt, dass die Ultras das Angebot des Vereins zur Aussprache abgelehnt haben, setzt nun dem ganzen die Krone auf. Damit haben sich die Ultras mMn endgueltig moralisch disqualifiziert. Wenn man in einem solchen Fall nicht mal zu einem Dialog bereit ist, ist man auch nicht an einer Loesung interessiert.
Eine Loesung? Durch die Absage der Ultras gibt es aktuell zumindest keine gute, wofuer ich die Pyro Experten und nun auch die Ultras verantwortlich mache.
Langfristig gibt es dennoch Loesungen.
1. Ich wuerde Hertha empfehlen, die Verbote aufzuheben, aber nicht, um den Poebel zu besaenftigen, sondern da es relativ nutzlos ist und zu nichts Gutem fuehrt.
2. Die Fans muessen verstehen, dass sie Gaeste sind im Stadion und sich dementsprechend benehmen. Wenn Pyros vom Gastgeben nicht erwuenscht sind, sollte man es lassen.
3. Die Polizei oder Sicherheitskraefte und Vereine muessen rigoros gegen die vorgehen, die sich wie die letzten ***** en benehmen und diese einzeln rausziehen. Diese Leute sollten dann auch mit voller Haerte des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden und wenn noetig auch finanziell bluten.
4. Evtl. macht es Sinn, wenn Vereine, Polizei und Fans eine Loesung finden, durch die Pyro Shows stattfinden koennen, bei der Pyros kontrolliert vor dem Block durchgefuehrt werden vor dem Spiel oder meinetwegen auch waehrend der Halbzeit. Das waere evtl. ein Kompromiss, mit dem alle leben koennen.
Um aber nochmal klar zumachen, worum es mir hauptsaechlich geht. Im Stadion, inbesondere in einer anderen Stadt, ist man GAST und hat sich dementsprechend zu benehmen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Toto-BSC am 05.11.2018 um 14:25 Uhr bearbeitet Zitat von Toto-BSC
4. Evtl. macht es Sinn, wenn Vereine, Polizei und Fans eine Loesung finden, durch die Pyro Shows stattfinden koennen, bei der Pyros kontrolliert vor dem Block durchgefuehrt werden vor dem Spiel oder meinetwegen auch waehrend der Halbzeit. Das waere evtl. ein Kompromiss, mit dem alle leben koennen.
4. Evtl. macht es Sinn, wenn Vereine, Polizei und Fans eine Loesung finden, durch die Pyro Shows stattfinden koennen, bei der Pyros kontrolliert vor dem Block durchgefuehrt werden vor dem Spiel oder meinetwegen auch waehrend der Halbzeit. Das waere evtl. ein Kompromiss, mit dem alle leben koennen.
Den ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Obwohl ich kein Fan von Pyrotechnick bin.
Allerdings wollen die Ultras selbst die handelnden Personen sein. Zum Thema Pyro, das auf der Harlekin Homepage zu finden ist, kritisieren sie den genehmigten Einsatz von Pyrotechnick im Stadion, welches von Sponsoren durchgeführt wurde. Selbst dann ist es den Herrschaften nicht genehm. Ich sehe keine Kompromissbereitschaft von Seiten der Ultras.
Zum Dialog: nach und nach glaube ich, dass die Ultras den Dialog verweigern, weil sie einfach keine Argumente haben. Zu oft ist ihnen der Verein nun in ihren Forderungen entgegen gekommen.
Quelle: www.morgenpost.de
siehe unten...
Das erste Saisonspiel 2016/17 wurde in Pink bestritten, Maskottchen Herthinho trat im pinken Trikot im ZDF-Fernsehgarten auf ...
Heidi: Das war für uns das Zeichen: Okay, die Meinung der Fans spielt keine Rolle mehr. Genauso haben wir uns über das 125-jährige Vereinsjubiläum geärgert. Schon zwei Jahre zuvor haben wir gemeinsam überlegt, wie wir dieses besondere Ereignis mitgestalten könnten. Ende 2016 hieß es plötzlich, dass die Planungen mehr oder weniger abgeschossen sind. Das hat uns vor den Kopf gestoßen. Das Ende vom Lied: Es gab keine Beteiligung der aktiven Fanszene.
Aber immerhin ein Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool.
Heidi: Bei dem wir gern unvergessliche Bilder erschaffen hätten. Wir haben davon geträumt, das ganze Olympiastadion „anzuzünden“, hätte eine Riesenshow gemacht, mit blauem Rauch und allem Drum und Dran. Stattdessen herrschte in der Ostkurve Flaute.
....
Die Kommunikation mit der Klubführung haben Sie inzwischen komplett eingestellt. Kann es eine Lösung sein, nicht mehr miteinander zu sprechen?
Ben: Früher saßen wir mit der Geschäftsführung regelmäßig an einem Tisch. Selbst bei Meinungsverschiedenheiten gab es einen guten Austausch. Heute fehlen dafür die Grundvoraussetzungen, weil zu oft über den Haufen geworfen wurde, was vorher besprochen war. Wir werden nicht als Gesprächspartner auf Augenhöhe wahrgenommen. Für den Verein ist der Dialog nur ein Feigenblatt.
...
Vergessen die Ultras das nicht selbst manchmal, wenn sie ein Stadion einnebeln oder Raketen abfeuern?
Heidi: Es wird immer Ausreißer geben. Aber in der Realität ist es doch so: Keiner rennt hustend aus dem Block, wenn etwas gezündet wird. Im Gegenteil: Alle, die in der Nähe sind, ergötzen sich daran und zücken das Handy, um ein Video zu machen. Ja, ein Bengalo ist heiß. Aber wie viele Menschen haben deshalb bislang Schaden genommen?
Ben: Jedenfalls deutlich weniger als durch Pfefferspray-Einsätze der Polizei.
Dennoch: Pyrotechnik bleibt eine Gefahrenquelle.
Heidi: Nicht, wenn man verantwortungsbewusst damit umgeht. Für uns gehört Pyrotechnik als elementares Stilmittel dazu.
Ben: Deshalb machen wir uns für die Legalisierung stark, denn je mehr man sich verstecken muss, desto gefährlicher wird’s. Wenn ich auf dem Zaun sitzen kann und meinen Bengalo in die Luft halte, besteht keine Gefahr, weder für mich noch für andere.
...
Heidi und Ben, neben Ihnen, den Fans, stellen auch Medien, Sponsoren und viele weitere Akteure Ansprüche an den Fußball. Braucht es mehr Zugeständnisse?
Ben: Klar, es braucht Kompromisse. Aber diese wurden notgedrungen bisher nur von den Fans gemacht. Die Frage ist doch, ob wir eine vernünftige Balance haben. Es geht uns nicht darum, dass alle nach unserer Pfeife tanzen. Aber die Verhältnisse müssen gesund sein, und das sind sie nicht.
Heidi: Von mir aus soll es ruhig VIP-Logen geben. Oder Spieler, die 20 Millionen pro Jahr verdienen. Das kann ich eh nicht ändern. Aber eines darf bitte nicht passieren: Dass dieser kleine Freiraum Fankurve noch weiter eingeschränkt wird. Wir sehen doch, dass die Selbstregulierung der Kurve funktioniert. Wenn sie das nicht täte, hätten wir ganz andere Themen – Gewaltexzesse oder Rassismus. Diese Entwicklung wird aber nicht wahrgenommen. Man sieht nur, dass mal wieder Bengalos gezündet werden.
Was muss passieren, damit es wieder zu einer Annäherung zwischen der aktiven Fanszene und Herthas Klubführung kommt?
Heidi: Die handelnden Personen müssten ausgetauscht werden, aber das ist unrealistisch. Das Vertrauen ist erstmal weg. Wir saßen acht, neun Jahre gemeinsam am Tisch, ehe in nur einem Jahr alles zunichte gemacht wurde. Das ist bedenklich.
Heidi: Das war für uns das Zeichen: Okay, die Meinung der Fans spielt keine Rolle mehr. Genauso haben wir uns über das 125-jährige Vereinsjubiläum geärgert. Schon zwei Jahre zuvor haben wir gemeinsam überlegt, wie wir dieses besondere Ereignis mitgestalten könnten. Ende 2016 hieß es plötzlich, dass die Planungen mehr oder weniger abgeschossen sind. Das hat uns vor den Kopf gestoßen. Das Ende vom Lied: Es gab keine Beteiligung der aktiven Fanszene.
Aber immerhin ein Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool.
Heidi: Bei dem wir gern unvergessliche Bilder erschaffen hätten. Wir haben davon geträumt, das ganze Olympiastadion „anzuzünden“, hätte eine Riesenshow gemacht, mit blauem Rauch und allem Drum und Dran. Stattdessen herrschte in der Ostkurve Flaute.
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Die Kommunikation mit der Klubführung haben Sie inzwischen komplett eingestellt. Kann es eine Lösung sein, nicht mehr miteinander zu sprechen?
Ben: Früher saßen wir mit der Geschäftsführung regelmäßig an einem Tisch. Selbst bei Meinungsverschiedenheiten gab es einen guten Austausch. Heute fehlen dafür die Grundvoraussetzungen, weil zu oft über den Haufen geworfen wurde, was vorher besprochen war. Wir werden nicht als Gesprächspartner auf Augenhöhe wahrgenommen. Für den Verein ist der Dialog nur ein Feigenblatt.
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Vergessen die Ultras das nicht selbst manchmal, wenn sie ein Stadion einnebeln oder Raketen abfeuern?
Heidi: Es wird immer Ausreißer geben. Aber in der Realität ist es doch so: Keiner rennt hustend aus dem Block, wenn etwas gezündet wird. Im Gegenteil: Alle, die in der Nähe sind, ergötzen sich daran und zücken das Handy, um ein Video zu machen. Ja, ein Bengalo ist heiß. Aber wie viele Menschen haben deshalb bislang Schaden genommen?
Ben: Jedenfalls deutlich weniger als durch Pfefferspray-Einsätze der Polizei.
Dennoch: Pyrotechnik bleibt eine Gefahrenquelle.
Heidi: Nicht, wenn man verantwortungsbewusst damit umgeht. Für uns gehört Pyrotechnik als elementares Stilmittel dazu.
Ben: Deshalb machen wir uns für die Legalisierung stark, denn je mehr man sich verstecken muss, desto gefährlicher wird’s. Wenn ich auf dem Zaun sitzen kann und meinen Bengalo in die Luft halte, besteht keine Gefahr, weder für mich noch für andere.
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Heidi und Ben, neben Ihnen, den Fans, stellen auch Medien, Sponsoren und viele weitere Akteure Ansprüche an den Fußball. Braucht es mehr Zugeständnisse?
Ben: Klar, es braucht Kompromisse. Aber diese wurden notgedrungen bisher nur von den Fans gemacht. Die Frage ist doch, ob wir eine vernünftige Balance haben. Es geht uns nicht darum, dass alle nach unserer Pfeife tanzen. Aber die Verhältnisse müssen gesund sein, und das sind sie nicht.
Heidi: Von mir aus soll es ruhig VIP-Logen geben. Oder Spieler, die 20 Millionen pro Jahr verdienen. Das kann ich eh nicht ändern. Aber eines darf bitte nicht passieren: Dass dieser kleine Freiraum Fankurve noch weiter eingeschränkt wird. Wir sehen doch, dass die Selbstregulierung der Kurve funktioniert. Wenn sie das nicht täte, hätten wir ganz andere Themen – Gewaltexzesse oder Rassismus. Diese Entwicklung wird aber nicht wahrgenommen. Man sieht nur, dass mal wieder Bengalos gezündet werden.
Was muss passieren, damit es wieder zu einer Annäherung zwischen der aktiven Fanszene und Herthas Klubführung kommt?
Heidi: Die handelnden Personen müssten ausgetauscht werden, aber das ist unrealistisch. Das Vertrauen ist erstmal weg. Wir saßen acht, neun Jahre gemeinsam am Tisch, ehe in nur einem Jahr alles zunichte gemacht wurde. Das ist bedenklich.
Ein Interview aus dem März diesen Jahres, was witzigerweise wieder sehr aktuell zu sein scheint und beleuchtet, weshalb die Ultras nicht wirklich Lust haben zu sprechen.
Im Endeffekt weiß niemand von uns genau, was in den Gesprächen die es mal gab passiert ist. Daher wäre ich vorsichtig dabei, lediglich den Ultras die Schuld in die Schuhe zu schieben wenn es darum geht, einen Dialog führen zu wollen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von herthafantrebbin am 05.11.2018 um 15:16 Uhr bearbeitet Zitat von ber-olymp
Den ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Obwohl ich kein Fan von Pyrotechnick bin.
Allerdings wollen die Ultras selbst die handelnden Personen sein. Zum Thema Pyro, das auf der Harlekin Homepage zu finden ist, kritisieren sie den genehmigten Einsatz von Pyrotechnick im Stadion, welches von Sponsoren durchgeführt wurde. Selbst dann ist es den Herrschaften nicht genehm.
Zitat von Toto-BSC
4. Evtl. macht es Sinn, wenn Vereine, Polizei und Fans eine Loesung finden, durch die Pyro Shows stattfinden koennen, bei der Pyros kontrolliert vor dem Block durchgefuehrt werden vor dem Spiel oder meinetwegen auch waehrend der Halbzeit. Das waere evtl. ein Kompromiss, mit dem alle leben koennen.
4. Evtl. macht es Sinn, wenn Vereine, Polizei und Fans eine Loesung finden, durch die Pyro Shows stattfinden koennen, bei der Pyros kontrolliert vor dem Block durchgefuehrt werden vor dem Spiel oder meinetwegen auch waehrend der Halbzeit. Das waere evtl. ein Kompromiss, mit dem alle leben koennen.
Den ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Obwohl ich kein Fan von Pyrotechnick bin.
Allerdings wollen die Ultras selbst die handelnden Personen sein. Zum Thema Pyro, das auf der Harlekin Homepage zu finden ist, kritisieren sie den genehmigten Einsatz von Pyrotechnick im Stadion, welches von Sponsoren durchgeführt wurde. Selbst dann ist es den Herrschaften nicht genehm.
Na genau das könnte doch der springende Punkt sein, so wie Du es beschreibst (habe den Text auf der Harlekin-Seite nicht gelesen). Den Ultras erzählt man tagein tagaus, dass Pyrotechnik verboten ist und im Stadion nix zu suchen hat, aber bei Sponsoren führt man diese Haltung ad absurdum. Es ist natürlich ein Problem, dass der DFB/die DFL die Pyrotechnik im Stadion untersagt und Hertha da wohl Probleme hätte auszuscheren, selbst wenn man es wollte. Keine Ahnung, wie die rechtlichen Bestimmungen sind, wobei der KSC am vergangenen Wochenende auch eine genehmigte Pyroshow durchgeführt hat.
Zitat von ber-olymp
Zum Dialog: nach und nach glaube ich, dass die Ultras den Dialog verweigern, weil sie einfach keine Argumente haben. Zu oft ist ihnen der Verein nun in ihren Forderungen entgegen gekommen.
Zum Dialog: nach und nach glaube ich, dass die Ultras den Dialog verweigern, weil sie einfach keine Argumente haben. Zu oft ist ihnen der Verein nun in ihren Forderungen entgegen gekommen.
Ich frage mich allerdings auch, warum Hertha die Teilnahme der Ultras am Runden Tisch an Bedingungen knüpft. Nämlich ein Treffen NUR zwischen GF und Ultras. Ich dachte eigentlich, Hertha möchte mit den Ultras reden und bemüht sich nach eigener Aussage seit Monaten darum, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen. Jetzt wären die Ultras für den Runden Tisch bereit gewesen und die GF stellt Bedingungen. Die Dinge, die man im Vorgespräch unbedingt klären will, kann man auch am Runden Tisch klären und alles andere, was mit den Vorfällen in Dortmund zu tun hat, klären Polizei und Staatsanwaltschaft. Für mich sieht es so aus, dass Hertha die Ultras öffentlich als diejenigen hinstellen will, die nicht reden wollen, um weiter negative Stimmung gegen die Ultras zu schüren.
Ich würde Hertha dringend raten, die Chance zu nutzen und die Ultras zum Runden Tisch am Donnerstag zuzulassen. Allein schon vor dem Hintergrund, dass wir Samstag in Düsseldorf antreten werden und dieses Spiel aufgrund der Vorfälle 2013 eine gewisse Brisanz hat. Was ist, wenn sich einige Ultras zu einem weiteren Protest aufgerufen fühlen. Aber nicht durch Schweigen, sondern durch massives Zündeln. Genau DAS will wohl keiner.
Ich wäre evtl. für eine öffentliche Aussprache. Oder man sollte danach zumindest ein gemeinsames Statement abgeben. Dann kann niemand sagen, es werden Absprachen gebrochen. Wenn eine Seite nicht zu einer öffentlichen Aussprache bereit ist, müsste man sich zumindest Fragen, weshalb dies der Fall ist.
Ich denke, der Ansatz wäre der ehrlichste.
Ich denke, der Ansatz wäre der ehrlichste.
Das ganze erinnert mich an zwei Geschwister, die beide Fehler gebaut haben, aber diese aus Stolz nicht eingestehen wollen, um als Sieger aus diesem "Machtkampf" hervorzugehen. Kindergarten. Von beiden Seiten.
Aber eins verstehe ich: Dass die Ultras langsam keine Lust mehr darauf haben, mit dem Verein zu sprechen. Die Aktion mit dem 125 jährigen Jubiläum war nämlich so ziemlich die asozialste Aktion des Vereins, an die ich Denken kann. Dass der Verein jetzt sogar Bedingungen stellt, unter denen ein Gespräch stattfinden soll, schießt dem ganzen nochmal den Vogel ab. Der Verein macht den Eindruck, dass man an gar keiner Aussprache interessiert sei.
Aber eins verstehe ich: Dass die Ultras langsam keine Lust mehr darauf haben, mit dem Verein zu sprechen. Die Aktion mit dem 125 jährigen Jubiläum war nämlich so ziemlich die asozialste Aktion des Vereins, an die ich Denken kann. Dass der Verein jetzt sogar Bedingungen stellt, unter denen ein Gespräch stattfinden soll, schießt dem ganzen nochmal den Vogel ab. Der Verein macht den Eindruck, dass man an gar keiner Aussprache interessiert sei.
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