Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von Feralus
Das sind aber nicht die jetzigen Ultras sondern da redest du eher von den Leuten die sich jetzt halt über die Ultras aufregen.
Das sind aber nicht die jetzigen Ultras sondern da redest du eher von den Leuten die sich jetzt halt über die Ultras aufregen.
Ich mag völlig falsch liegen, aber ob nun die "Alten Herthaner der 1980er" (angesichts dessen, was damals häufig passiert ist) sich nun besonders echauffieren sollten, wage ich zu bezweifeln. Meines Erachtens sind die Unterschiede zwischen dem Hertha-Fan-verhalten der alten Zeit und der heutigen Zeit weniger groß als das oft dargestellt wird - zumindest wenn ich den Youtube-Clips zu Hertha und dann ein wahlloses Jahr zwischen 1985 und 1990 eingebe.
Aber wie schon in meinem vorherigen Post gesagt: Mir geht es hier nicht darum, die Ultras zu verteidigen. Mir ging es darum darzustellen, dass Hertha ohne Hardcore-Fans, die einem Verein, der objektiv weder attraktiven noch erfolgreichen Fußball bietet (und auch in den nächsten Jahren keinen wirklich begeisternden Fußball spielen wird, weil die finanielle Situation für Prime-Fußball nicht vorliegen), der für Erfolgsfans und "Happening-Suchende" völlig uninteressant ist und der obendrein auch noch eine für objektive Zuschauer wesentlich sympathischere Konkurrenzt in der eigenen Stadt hat, absolut keine Perspektive hat. Und dass der Verein nebst seiner Angestellten es dringend unterbleiben lassen sollte, diese Fans auch noch durch Zickigkeit zu provozieren. Oder wie es meine Oma immer ausdrückte: Der Kunde ist König. Oder wie man es heute sagt: Kundenbashing schadet dem unternehmen mehr als dem Kunden.
Zitat von Berlin71
Gut, kann ich erläutern.
Die Ultras kamen erst sehr spät ins Stadion, dann ohne Fahnen und die Folklore, auf die die Ultras ja sonst so viel Wert legen. Vor dem Spiel wurde kein Sprechchor der Stuttgarter mit einem eigenen Sprechchor beantwortet, Null Unterstützung für die Mannschaft, die sich ja vor den Fans warm gemacht hat.
Es gab dann Unterstützung, ja, aber eher von der gesamten Kurve, die die Ultras dann doch nicht so im Griff haben, wie sie meinen.
Für mich, der ich nicht in der OK sitze, war das ein gefühlter Boykott. So kam es rüber und wenn wir anderen Zuschauer nicht so eine Lautstärke entwickelt hätten wäre das ein relativ ruhiger Tag auf den Rängen gewesen.
Zitat von roquebsc
Es wäre schön, wenn wir das Märchen vom angeblichen Stimmunsboykott der "Ultras" am Sonntag endlich ad acta legen. Wie @Berlin71 darauf gekommen ist, darf er gerne nochmal erläutern. Fakt ist aber, es gab die volle akustische Unterstützung, samt Trommel und Co. Es wurde lediglich auf große Schwenkfahnen verzichtet. Das wurde jedoch niemand anderem verboten in der Kurve.
Es wäre schön, wenn wir das Märchen vom angeblichen Stimmunsboykott der "Ultras" am Sonntag endlich ad acta legen. Wie @Berlin71 darauf gekommen ist, darf er gerne nochmal erläutern. Fakt ist aber, es gab die volle akustische Unterstützung, samt Trommel und Co. Es wurde lediglich auf große Schwenkfahnen verzichtet. Das wurde jedoch niemand anderem verboten in der Kurve.
Gut, kann ich erläutern.
Die Ultras kamen erst sehr spät ins Stadion, dann ohne Fahnen und die Folklore, auf die die Ultras ja sonst so viel Wert legen. Vor dem Spiel wurde kein Sprechchor der Stuttgarter mit einem eigenen Sprechchor beantwortet, Null Unterstützung für die Mannschaft, die sich ja vor den Fans warm gemacht hat.
Es gab dann Unterstützung, ja, aber eher von der gesamten Kurve, die die Ultras dann doch nicht so im Griff haben, wie sie meinen.
Für mich, der ich nicht in der OK sitze, war das ein gefühlter Boykott. So kam es rüber und wenn wir anderen Zuschauer nicht so eine Lautstärke entwickelt hätten wäre das ein relativ ruhiger Tag auf den Rängen gewesen.
Also deine Sichtweise lieber @Berlin71 respektiere ich zwar, aber ich find die komplett Märchenhaft. Kein Plan.
Nochmal: Es war 0,0 Stimmungsboykott in der Kurve. Es wurde wie @roquebsc erläutert nur auf Schwenkfahnen und Doppelhalter verzichtet. Es wurde niemanden vorgeschrieben, dass er nicht eine Schwenkfahne oder Doppelhalter mitnehmen darf. Das dann, soweit ich gesehen habe, die ganze Ostkurve mitgemacht hat, spricht dann auch eher für "Ostkurve = Eine Einheit". Und lieber @Berlin71 auch ich gehe oft 30 Min vor Spielbeginn erst auf meinen Platz und vorab quatsche ich mit Leuten vorm Spiel. Trinke was. Esse was etc.
Die Fangesänge wurde übrigens zu 99% von den Vorsängern angestimmt. Das mal ein Fangesang aus anderen Teilen der Ostkurve kommt, ist fast bei jedem Spiel so und das ist auch gut so. Wenn dann genügend mitmachen, wird das auch von den Vorsängern sofort übernommen. Es wurde lediglich die Fangesänge auf das Spielgeschehen angepasst, mit ab und zu mal kurzen Pausen (30 Sekunden oder so). Der spielbezogene Support wurde übrigens mal vor Jahren von Herthanern im Social Media Bereich ausgiebig diskutiert. Und gegen Stuttgart hat das absolut beeindruckend gepasst, wenn bei Fangesängen das halbe Stadion mitmacht. In Erinnerung bleibt mir vor allem "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." was sicherlich mindestens 10 Minuten + ging.
Und was ein spielbezogener Support ist, muss ich hier glaube nicht erklären.
PS: Auch finde ich das Verhalten: Ich bin ein alter Herthaner, früher war alles besser und so, auch beschämend sowas zu sagen. Früher war die Fankultur anders als heute und in 20 Jahren wird die Fankultur auch anders sein als heute. Wenn ich dann 50+ Jahre oder so bin, werde ich auch nicht zu einem 20 Jährigen Herthaner sagen: Damals war alles besser. Die Fankultur ist stetig im Wandel. Neue Leute kommen dazu, andere werden älter und ruhiger usw.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cup-of-Tea am 26.04.2022 um 21:26 Uhr bearbeitet Zitat von Cup-of-Tea
Also deine Sichtweise lieber @Berlin71 respektiere ich zwar, aber ich find die komplett Märchenhaft. Kein Plan.
Nochmal: Es war 0,0 Stimmungsboykott in der Kurve. Es wurde wie @roquebsc erläutert nur auf Schwenkfahnen und Doppelhalter verzichtet. Es wurde niemanden vorgeschrieben, dass er nicht eine Schwenkfahne oder Doppelhalter mitnehmen darf. Das dann, soweit ich gesehen habe, die ganze Ostkurve mitgemacht hat, spricht dann auch eher für "Ostkurve = Eine Einheit". Und lieber @Berlin71 auch ich gehe oft 30 Min vor Spielbeginn erst auf meinen Platz und vorab quatsche ich mit Leuten vorm Spiel. Trinke was. Esse was etc.
Die Fangesänge wurde übrigens zu 99% von den Vorsängern angestimmt. Das mal ein Fangesang aus anderen Teilen der Ostkurve kommt, ist fast bei jedem Spiel so und das ist auch gut so. Wenn dann genügend mitmachen, wird das auch von den Vorsängern sofort übernommen. Es wurde lediglich die Fangesänge auf das Spielgeschehen angepasst, mit ab und zu mal kurzen Pausen (30 Sekunden oder so). Der spielbezogene Support wurde übrigens mal vor Jahren von Herthanern im Social Media Bereich ausgiebig diskutiert. Und gegen Stuttgart hat das absolut beeindruckend gepasst, wenn bei Fangesängen das halbe Stadion mitmacht. In Erinnerung bleibt mir vor allem "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." was sicherlich mindestens 10 Minuten + ging.
Und was ein spielbezogener Support ist, muss ich hier glaube nicht erklären.
PS: Auch finde ich das Verhalten: Ich bin ein alter Herthaner, früher war alles besser und so, auch beschämend sowas zu sagen. Früher war die Fankultur anders als heute und in 20 Jahren wird die Fankultur auch anders sein als heute. Wenn ich dann 50+ Jahre oder so bin, werde ich auch nicht zu einem 20 Jährigen Herthaner sagen: Damals war alles besser. Die Fankultur ist stetig im Wandel. Neue Leute kommen dazu, andere werden älter und ruhiger usw.
Zitat von Berlin71
Gut, kann ich erläutern.
Die Ultras kamen erst sehr spät ins Stadion, dann ohne Fahnen und die Folklore, auf die die Ultras ja sonst so viel Wert legen. Vor dem Spiel wurde kein Sprechchor der Stuttgarter mit einem eigenen Sprechchor beantwortet, Null Unterstützung für die Mannschaft, die sich ja vor den Fans warm gemacht hat.
Es gab dann Unterstützung, ja, aber eher von der gesamten Kurve, die die Ultras dann doch nicht so im Griff haben, wie sie meinen.
Für mich, der ich nicht in der OK sitze, war das ein gefühlter Boykott. So kam es rüber und wenn wir anderen Zuschauer nicht so eine Lautstärke entwickelt hätten wäre das ein relativ ruhiger Tag auf den Rängen gewesen.
Zitat von roquebsc
Es wäre schön, wenn wir das Märchen vom angeblichen Stimmunsboykott der "Ultras" am Sonntag endlich ad acta legen. Wie @Berlin71 darauf gekommen ist, darf er gerne nochmal erläutern. Fakt ist aber, es gab die volle akustische Unterstützung, samt Trommel und Co. Es wurde lediglich auf große Schwenkfahnen verzichtet. Das wurde jedoch niemand anderem verboten in der Kurve.
Es wäre schön, wenn wir das Märchen vom angeblichen Stimmunsboykott der "Ultras" am Sonntag endlich ad acta legen. Wie @Berlin71 darauf gekommen ist, darf er gerne nochmal erläutern. Fakt ist aber, es gab die volle akustische Unterstützung, samt Trommel und Co. Es wurde lediglich auf große Schwenkfahnen verzichtet. Das wurde jedoch niemand anderem verboten in der Kurve.
Gut, kann ich erläutern.
Die Ultras kamen erst sehr spät ins Stadion, dann ohne Fahnen und die Folklore, auf die die Ultras ja sonst so viel Wert legen. Vor dem Spiel wurde kein Sprechchor der Stuttgarter mit einem eigenen Sprechchor beantwortet, Null Unterstützung für die Mannschaft, die sich ja vor den Fans warm gemacht hat.
Es gab dann Unterstützung, ja, aber eher von der gesamten Kurve, die die Ultras dann doch nicht so im Griff haben, wie sie meinen.
Für mich, der ich nicht in der OK sitze, war das ein gefühlter Boykott. So kam es rüber und wenn wir anderen Zuschauer nicht so eine Lautstärke entwickelt hätten wäre das ein relativ ruhiger Tag auf den Rängen gewesen.
Also deine Sichtweise lieber @Berlin71 respektiere ich zwar, aber ich find die komplett Märchenhaft. Kein Plan.
Nochmal: Es war 0,0 Stimmungsboykott in der Kurve. Es wurde wie @roquebsc erläutert nur auf Schwenkfahnen und Doppelhalter verzichtet. Es wurde niemanden vorgeschrieben, dass er nicht eine Schwenkfahne oder Doppelhalter mitnehmen darf. Das dann, soweit ich gesehen habe, die ganze Ostkurve mitgemacht hat, spricht dann auch eher für "Ostkurve = Eine Einheit". Und lieber @Berlin71 auch ich gehe oft 30 Min vor Spielbeginn erst auf meinen Platz und vorab quatsche ich mit Leuten vorm Spiel. Trinke was. Esse was etc.
Die Fangesänge wurde übrigens zu 99% von den Vorsängern angestimmt. Das mal ein Fangesang aus anderen Teilen der Ostkurve kommt, ist fast bei jedem Spiel so und das ist auch gut so. Wenn dann genügend mitmachen, wird das auch von den Vorsängern sofort übernommen. Es wurde lediglich die Fangesänge auf das Spielgeschehen angepasst, mit ab und zu mal kurzen Pausen (30 Sekunden oder so). Der spielbezogene Support wurde übrigens mal vor Jahren von Herthanern im Social Media Bereich ausgiebig diskutiert. Und gegen Stuttgart hat das absolut beeindruckend gepasst, wenn bei Fangesängen das halbe Stadion mitmacht. In Erinnerung bleibt mir vor allem "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." was sicherlich mindestens 10 Minuten + ging.
Und was ein spielbezogener Support ist, muss ich hier glaube nicht erklären.
PS: Auch finde ich das Verhalten: Ich bin ein alter Herthaner, früher war alles besser und so, auch beschämend sowas zu sagen. Früher war die Fankultur anders als heute und in 20 Jahren wird die Fankultur auch anders sein als heute. Wenn ich dann 50+ Jahre oder so bin, werde ich auch nicht zu einem 20 Jährigen Herthaner sagen: Damals war alles besser. Die Fankultur ist stetig im Wandel. Neue Leute kommen dazu, andere werden älter und ruhiger usw.
Also weiter oben zitiert jemand die Harlekins selbst, in welcher Form sie für sich das Spiel boykottiert haben, und Du schreibst was von "0,0 Stimmungsboykott". Wenn die Sachen, auf die die Harlekins laut eigener Aussage verzichtet haben, keine Stimmung bereiten, wozu werden sie denn dann eigentlich gemacht und was ist der Mehrwert für die Mannschaft und restlichen Fans, den sie ja offensichtlich für sich beanspruchen? Kläre mich auf, ich verstehe es so wie Du es schreibst tatsächlich nicht.
Davon abgesehen ist ja lustigerweise der Wunsch nach Gesängen, die sich mehr am Spielgeschehen orientieren als das immergleiche Abspulen derselben Gesänge in derselben Abfolge, etwas, das hier schon sehr oft geäußert wurde. Wenn die Harlekins das als "Strafe" ansehen, dann zeigt sich doch alleine da schon, dass es ein anderes Verständnis von gutem Support gibt zwischen den verschiedenen Gruppen im Stadion.
@Pickelhaube Die aktuellen Signale sind aber wie gesagt andere. Die Masse der Leute hat sich am Sonntag nicht mit den Ultras solidarisiert, sondern mit der Mannschaft. Und da sind auch jede Menge echte Supporter bei, die selbst in der Ostkurve oder eben anderswo im Stadion sitzen und teilweise auch mit auswärts fahren. Es sieht deutlich danach aus, dass jetzt alle eine Reaktion von den Ultras erwarten - die bocken aber wie gesagt wie Kleinkinder.
Meiner Meinung nach wäre es am Besten, wenn sich erstmal die Ultras untereinander gründlich aussprechen und sich im Idealfall doch noch einig werden, dass sie da ins Klos gegriffen haben und sie nun möglichst gesichtswahrend aus der Nummer raus müssen. Je mehr sie es weiter eskalieren, desto schwieriger wird das mit der gesichtswahrenden Nummer aber logischerweise werden. Und wenn jetzt beide Seiten ein "bis auf Weiteres" daraus machen, kann es noch zäher und nervtötender werden. Vermutlich sind einige der besonders bockigen Ultras es auch einfach gewöhnt, dass im Leben meist unabhängig vom eigenen Verhalten irgendwann der Andere auf sie zukommt/nachgibt, da ja bekanntlich meist der Klügere nachgibt (wenn er sich nicht ganz von solchen traurigen Gestalten fernhalten kann). Liest man ja auch hier genug raus, dass manche es nicht einsehen werden - und wenn ihnen die ganze Welt erklärt, dass sie albern und daneben sind. Kann also (leider) noch lustig werden. Und zeigt mE nur einmal mehr, dass es den Betreffenden tatsächlich primär ums eigene Ego geht und nicht um Hertha.
Meiner Meinung nach wäre es am Besten, wenn sich erstmal die Ultras untereinander gründlich aussprechen und sich im Idealfall doch noch einig werden, dass sie da ins Klos gegriffen haben und sie nun möglichst gesichtswahrend aus der Nummer raus müssen. Je mehr sie es weiter eskalieren, desto schwieriger wird das mit der gesichtswahrenden Nummer aber logischerweise werden. Und wenn jetzt beide Seiten ein "bis auf Weiteres" daraus machen, kann es noch zäher und nervtötender werden. Vermutlich sind einige der besonders bockigen Ultras es auch einfach gewöhnt, dass im Leben meist unabhängig vom eigenen Verhalten irgendwann der Andere auf sie zukommt/nachgibt, da ja bekanntlich meist der Klügere nachgibt (wenn er sich nicht ganz von solchen traurigen Gestalten fernhalten kann). Liest man ja auch hier genug raus, dass manche es nicht einsehen werden - und wenn ihnen die ganze Welt erklärt, dass sie albern und daneben sind. Kann also (leider) noch lustig werden. Und zeigt mE nur einmal mehr, dass es den Betreffenden tatsächlich primär ums eigene Ego geht und nicht um Hertha.
Kann ich bestätigen. Eindeutig von der Fanszene koordinierter akustischer Support. Ich verstehe ehrlichgesagt nicht so wirklich, wie jemand, der im Stadion war, etwas anderes wahrgenommen haben kann.
Ach und: Peace, hab mich sehr über euren Sieg gegen die Schwaben gefreut!
Ach und: Peace, hab mich sehr über euren Sieg gegen die Schwaben gefreut!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bayer04_KN am 26.04.2022 um 21:36 Uhr bearbeitet
Ich war Dir ja noch eine Antwort auf deine konkreten Fragen schuldig, selbstverständlich antworte ich Dir gern:
Meinst du die Stammkundschaft, die 1/3 des Eintrittspreises bezahlt wie die anderen Stammgäste?
Ich meine die Stammkundschaft, die 17 x pro Saison 1/3 des Eintrittspreises bezahlt, aber auch diejenigen, die 10, 15 oder 17x den vollen Eintrittspreis bezahlen. ich meine nicht diejenigen, die sich 2x im Jahr eine Karte kaufen um Hertha gegen Bayern oder gegen Dortmund zu sehen.
Oder meinst du die, die stets in blau weiß ins Stadion und ganz offen für und nicht gegen diesen Verein oder die „Firma“ leben?
Ja, genau die meine ich, diejenigen, die für und nicht gegen den Verein oder die "Firma" leben.
Vielleicht aber auch die, die vor dem Stadion kistenweise vorglühen während die anderen im Stadion und herum die Gastronomie nutzen?
Das kann ich nicht beurteilen, wer da vorglüht, aber meinetwegen eher ja. Die Getränkeumsätze im Stadion sind für mich nicht so essentiell und die Gastronomie in Charlottenburg liegt mir nicht ganz so stark am Herzen. Würde als Kompromiss anbieten: Vorher ein paar Bierchen zum Vorglühen plus nachher ein paar weitere in einer Charlottenburger Kneipe.
Es gibt ja noch die Stammkunden, die den blau weißen „Möchtegernfans“ auch gerne mal Gewalt androhen wenn sie nicht spuren?
Die unterstütze ich nicht. Lehne sowohl Gewalt als auch Androhung von Gewalt ab.
Oder gar die, die die Angestellten des Vereins, der Firma bedrohen!?
Nein, die meine ich auch nicht, wie schon gesagt, lehne ich jede Form von Gewalt und Bedrohung ab. Aber ich finde in diesem Fall, sollte man differenzieren: Zum Ausziehen des Trikots aufgefordert zu werden, ist m. E. noch akzeptabel. Das ist noch nicht Gewalt in einem strafrechtlichen Sinne. Und ich weiß nicht, ob ich wirklich so hundertprozentig falsch liege: man kann ja auch Menschen sowohl mit einem Belohnungsprinzip als auch mit einem Strafprinzip zu besseren Leistungen bringen. Ich war früher auch Wehrpflichtiger beim Bund und da hieß es: Der Rekrut muss mehr Angst vor seinem feldwebel haben als vor dem Feind. Ist es völlig ausgeschlossen, dass diese maßnahme der Ultras zum Erfolg der letzten zwei Spiele beigetragen hat aus deiner Sicht?
Meinst du die Stammkundschaft, die 1/3 des Eintrittspreises bezahlt wie die anderen Stammgäste?
Ich meine die Stammkundschaft, die 17 x pro Saison 1/3 des Eintrittspreises bezahlt, aber auch diejenigen, die 10, 15 oder 17x den vollen Eintrittspreis bezahlen. ich meine nicht diejenigen, die sich 2x im Jahr eine Karte kaufen um Hertha gegen Bayern oder gegen Dortmund zu sehen.
Oder meinst du die, die stets in blau weiß ins Stadion und ganz offen für und nicht gegen diesen Verein oder die „Firma“ leben?
Ja, genau die meine ich, diejenigen, die für und nicht gegen den Verein oder die "Firma" leben.
Vielleicht aber auch die, die vor dem Stadion kistenweise vorglühen während die anderen im Stadion und herum die Gastronomie nutzen?
Das kann ich nicht beurteilen, wer da vorglüht, aber meinetwegen eher ja. Die Getränkeumsätze im Stadion sind für mich nicht so essentiell und die Gastronomie in Charlottenburg liegt mir nicht ganz so stark am Herzen. Würde als Kompromiss anbieten: Vorher ein paar Bierchen zum Vorglühen plus nachher ein paar weitere in einer Charlottenburger Kneipe.
Es gibt ja noch die Stammkunden, die den blau weißen „Möchtegernfans“ auch gerne mal Gewalt androhen wenn sie nicht spuren?
Die unterstütze ich nicht. Lehne sowohl Gewalt als auch Androhung von Gewalt ab.
Oder gar die, die die Angestellten des Vereins, der Firma bedrohen!?
Nein, die meine ich auch nicht, wie schon gesagt, lehne ich jede Form von Gewalt und Bedrohung ab. Aber ich finde in diesem Fall, sollte man differenzieren: Zum Ausziehen des Trikots aufgefordert zu werden, ist m. E. noch akzeptabel. Das ist noch nicht Gewalt in einem strafrechtlichen Sinne. Und ich weiß nicht, ob ich wirklich so hundertprozentig falsch liege: man kann ja auch Menschen sowohl mit einem Belohnungsprinzip als auch mit einem Strafprinzip zu besseren Leistungen bringen. Ich war früher auch Wehrpflichtiger beim Bund und da hieß es: Der Rekrut muss mehr Angst vor seinem feldwebel haben als vor dem Feind. Ist es völlig ausgeschlossen, dass diese maßnahme der Ultras zum Erfolg der letzten zwei Spiele beigetragen hat aus deiner Sicht?
Zitat von Bayer04_KN
Kann ich bestätigen. Eindeutig von der Fanszene koordinierter akustischer Support. Ich verstehe ehrlichgesagt nicht so wirklich, wie jemand, der im Stadion war, etwas anderes wahrgenommen haben kann.
Kann ich bestätigen. Eindeutig von der Fanszene koordinierter akustischer Support. Ich verstehe ehrlichgesagt nicht so wirklich, wie jemand, der im Stadion war, etwas anderes wahrgenommen haben kann.
Exakt das schreibt doch aber auch der Tagesspiegel, dass der an den Spielverlauf anknüpfende akustische Support bei vielen Fans viel besser ankommt und demnach gar nicht als "Strafe" oder Boykott im eigentlichen Sinne vermittelbar ist:
Quelle: Tagesspiegel
Im „Kurvenecho“ zum Spiel gegen den VfB erklärten die Ultras zudem, dass sie „aufgrund des nicht wegzudiskutierenden Bruchs mit den Spielern“ auf optische Stilmittel wie Schwenkfahnen und Doppelhalter verzichten und „auch das Liedgut mehr dem Geschehen auf dem Rasen anpassen“ würden.
Was daran eine Strafe sein soll, dürfte Nicht-Ultras nur schwer vermittelbar sein. Die meisten Zuschauer jedenfalls empfanden den spielbezogenen und basisdemokratischen Support beim Spiel gegen die Stuttgarter eher als segensreich. Der Mannschaft dürfte es ähnlich ergangen sein.
Was daran eine Strafe sein soll, dürfte Nicht-Ultras nur schwer vermittelbar sein. Die meisten Zuschauer jedenfalls empfanden den spielbezogenen und basisdemokratischen Support beim Spiel gegen die Stuttgarter eher als segensreich. Der Mannschaft dürfte es ähnlich ergangen sein.
Eigentlich haben die Ultras mit ihrer Bockigkeit ungewollt selbst vorgeführt, dass es so viel besser im Oly funktioniert als ihr Schema F. Das bestätigt Cup of Tea so ja auch nochmal, auch wenn er das wohl eigentlich nicht damit aussagen wollte:
Zitat von Cup-of-Tea
Es wurden lediglich die Fangesänge auf das Spielgeschehen angepasst, mit ab und zu mal kurzen Pausen (30 Sekunden oder so).
Und gegen Stuttgart hat das absolut beeindruckend gepasst, wenn bei Fangesängen das halbe Stadion mitmacht. In Erinnerung bleibt mir vor allem "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." was sicherlich mindestens 10 Minuten + ging.
Und was ein spielbezogener Support ist, muss ich hier glaube nicht erklären.
Es wurden lediglich die Fangesänge auf das Spielgeschehen angepasst, mit ab und zu mal kurzen Pausen (30 Sekunden oder so).
Und gegen Stuttgart hat das absolut beeindruckend gepasst, wenn bei Fangesängen das halbe Stadion mitmacht. In Erinnerung bleibt mir vor allem "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." was sicherlich mindestens 10 Minuten + ging.
Und was ein spielbezogener Support ist, muss ich hier glaube nicht erklären.
q.e.d.
Jetzt wird es eben so gedeutet, dass man das mit dem (Teil-)Boykott ja gar nicht wirklich wollte, weil es eben ironisch ist, wenn es mit vermeintlicher Strafe besser klappt als ohne. Es stimmt einfach: Leute ohne Selbstreflektion sind meist entweder unfreiwillig komisch (im Sinne von unterhaltsam) oder unfreiwillig peinlich und nervig. Und manchmal eben auch mal beides zugleich...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spreedampfer92 am 26.04.2022 um 21:50 Uhr bearbeitet Bin ja völlig Außenstehender und möchte mich hier auch nicht allzusehr einmischen. Allerdings scheint es mir ehrlich gesagt konstruiert, dass die Fanszene hier so ein verquirltes Ding drehen wollte und eigentlich nur so tun, als würde sie den Support koordinieren. Das wäre schon sehr um die Ecke gedacht, dass sie die ganze Kurve koordiniert zum Hüpfen animieren und dafür Sorge tragen, dass die Lieder nicht nach 1, 2 Durchgängen wieder abebben - sondern vielmehr den Fortgang der Lieder anheizen - aber eigentlich wollten, dass schlechte Stimmung herrscht.
Was aus meiner Vor-Ort-Wahrnehmung (also mein subjektives "de facto") war, war einfach, dass die ihre Fahnen udn Doppelhalter daheim gelassen haben und ansonsten recht normal supportet und koordiniert haben.
P.S.: Hab keinen Kurvenflyer oder so gelesen, aber es ist mir schon aufgefallen, dass keine Schwenker da waren. Hab mir schon gedacht, dass da ein bewusstes Unterlassen zugrunde liegt. Fand das allerdings irgendwie völlig deplaziert, da ich davon ausgegangen bin, dass dieses Unterlassen doch eh keiner merkt bzw. niemanden interessiert. Hab mich scheinbar geirrt, wenn ich die Diskussion hier lese, dann scheint das ja schon Wellen zu schlagen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bayer04_KN am 26.04.2022 um 21:59 Uhr bearbeitet
Wollte man mit dem Verzicht auf Fahnen und Doppelhaltern den Spielern die Angst vor den „Schlagstangen“ nehmen? Manch einer mag sich an den Platzsturm gegen Nürnberg erinnern
Tut jetzt nicht ganz zur Sache, aber das "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." fand ich eher unpassend. Das ist für mich ein Lied für aussichtslose Rückstände - jedoch ist das vielleicht auch nur mein Geschmack.
Tut jetzt nicht ganz zur Sache, aber das "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein." fand ich eher unpassend. Das ist für mich ein Lied für aussichtslose Rückstände - jedoch ist das vielleicht auch nur mein Geschmack.
Ich find es schon sehr spannend, dass die Ultras im Kurvenecho selber einen Teilboykott erklären und das hier als "Märchen" umgedeutet wird.
Und jeder, der 17 x 50 € auf den teueren Plätzen bezahlt hat es gesehen und gehört, dass die OK rumzickt.
Und jeder, der zu den Heimspielen kommt und mit dem Herzen genauso dabei ist wie die OK-Gänger, hat es bedauert, dass so wenig bzw. nichts zur Spielvorbereitung aus der OK kam.
Und jeder, der 17 x 50 € auf den teueren Plätzen bezahlt hat es gesehen und gehört, dass die OK rumzickt.
Und jeder, der zu den Heimspielen kommt und mit dem Herzen genauso dabei ist wie die OK-Gänger, hat es bedauert, dass so wenig bzw. nichts zur Spielvorbereitung aus der OK kam.
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