Hertha BSC Hertha BSC
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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#1711
27.04.2022 - 11:58 Uhr
Zitat von Pickelhaube
Mal ein paar Gedanken von mir zum Thema "Wem gehört eigentlich ein Fußballverein":

Zunächst muss man feststellen, dass in der heutigen Zeit die Bundesligavereine keine "Vereine" mehr im eigentlichen Sinne sind, sondern Unternehmen im Sportbereich, die Umsätze erzielen und Gewinne einfahren wollen. Dies vorausgesetzt, sollten wir Bundesligavereine und die Frage "Wem gehört etwas" nicht mehr mit kleinen Fußball-Kreisligisten vergleichen sondern mit Unternehmen (oder auch politischen Parteien). Natürlich bestimmen in z. B. der CDU die Mitglieder über die Grundsätze der Partei, wenn aber der Wähler sich dann für die Konkurrenz entscheidet und das Interesse verliert - was bringt der Besitz dann noch? Somit "gehört" eine Partei in gewissem Maße den Wählern oder Anhängern. Natürlich gehört das Unternehmen Siemens den Aktionären, aber wenn die Kunden die Produkte nicht kaufen - was bringt der Besitz dann? - somit könnte man also argumentieren, dass auch Siemens in gewissem Maße nicht den Eigentümern sondern den Kunden gehört.

Wie ist es nun bei Hertha BSC? Der Verein ist defizitär und würde heute ohne das Engagement der treuesten der treuen Kunden, und hier meine ich die Ultras, gar nicht mehr existieren. Man denke an die Zeiten in den 1980ern im leeren Olympiastadion oder in der Oberliga zurück. Hier muss man von Hertha eine gewisse Dankbarkeit einfordern, meiner Meinung nach.

Es wird immer gesagt, dass Hertha-Fans den Verein im Abstiegskampf unterstützen müssten oder kein Anrecht darauf hätten, dass sich das Team in der OK nach dem Spiel bedankt. Ich aber meine, dass gerade die Ultras die absoluten Stammkunden sind, die erstens weder irgendeine Verpflichtung dem Verein oder der Mannschaft gegenüber haben und zweitens, die Hertha in besonderem Maße achten sollte, denn: Wo Hertha wirtschaftlich bzw. zuschauertechnisch und stimmungstechnsich steht, wenn die Ultras wegfallen würden und der sportliche Erfolg und das Happening Bundesliga wegfällt, dass möchte ich mir gar nicht ausmalen. Daher wirklich eine Warnung bzw. ein Ratschlag an die Herren im Management: Hertha ist oft genug abgestiegen und auch die letzten Jahre waren nicht dazu angetan, neue Fans zu gewinnen. Übertreibt es mit eurer Arroganz nicht. Wenn ihr eure Stammkunden nicht pflegt und der Meinung seid, dass euch Hertha BSC gehört, wird euch ein Windhorst, der eine Rendite erwartet, unangenehme Fragen stellen, ihr werdet weiter Million um Million Verluste anhäufen und ihr werdet früher oder später merken, dass der Besitz eines Unternehmens ohne Kunden, die euer Produkt kaufen, einem Unternehmer nichts bringt...

Also Hertha lebt wirtschaftlich von den Ultras? Das ist auch mal was ganz Neues. Wer das ernsthaft glaubt, kann sich nochmal in Ruhe von Hoeness erklären lassen, wer wem in einem Stadion die Plätze finanziert.
Und wieviel mehr Achtung vom Verein kann man noch bekommen, als es bei uns passiert? Allein schon die Sperrung der Plätze in der OK während der Heimspiele diese Saison ist doch ein sehr deutliches Zeichen vom Verein gewesen. Und ob mehr neue Fans durch die Stimmung der Ultras gewonnen werden, als sie durch ***** ische Aktionen vergraulen, ist kaum zu klären. Bei einer Umfrage unter Fußballinteressierten in Berlin würde die Frage nach Hertha-Fans wohl eher "ein Haufen ***** en" lauten, als "tolle Fans mit super Stimmung".
Als Fan macht man keine Sachen, um dann irgendetwas einzufordern. Entweder unterstütze ich eine Sache, weil ich dafür eine Leidenschaft besitze oder ich lasse es bleiben.
Und wenn ich aber doch Dinge einfordere, weil ich soviel investiere, dann sollte ich aber auch die ganzen Wertschätzungen vom Verein auch erkennen und ebenso würdigen.
Fanszene |#1712
27.04.2022 - 12:26 Uhr
Zitat von roquebsc
Besagter Text aus dem Kurvenecho komplett.

https://bilderupload.org/image/352f46141-20220425-123727.jpg

Vielen Dank fürs Verlinken.
Was für eine gequirlte Sch... Da wollte man noch Belfodil für die letzen 3 Jahre verantwortlich machen, der gegen Union auch einer der Besseren gewesen ist?
Wenn angeblich nur die "falschen Akteure" in die Kurve kamen, wieso wurde dann nicht anders reagiert, als diese kamen? Es ging doch nur rein egoistisch um ein Ventil für den eigenen Frust. Irgendjemanden musste man da einfach abstrafen, ganz egal, wen es trifft. Erbärmliches Verhalten. Wie kommen solche Leute im Leben außerhalb des Stadions zurecht?
Fanszene |#1713
27.04.2022 - 13:13 Uhr
Die Aussage, dass Spieler sich nur mit dem Verein identifizieren, wenn sie in die Kurve kommen, ist an Überheblichkeit auch wieder nicht zu überbieten. Die halten sich wirklich für den Nabel der Welt. ugly
Fanszene |#1714
27.04.2022 - 13:14 Uhr
Zitat von Pickelhaube
Mal ein paar Gedanken von mir zum Thema "Wem gehört eigentlich ein Fußballverein":

Zunächst muss man feststellen, dass in der heutigen Zeit die Bundesligavereine keine "Vereine" mehr im eigentlichen Sinne sind, sondern Unternehmen im Sportbereich, die Umsätze erzielen und Gewinne einfahren wollen. Dies vorausgesetzt, sollten wir Bundesligavereine und die Frage "Wem gehört etwas" nicht mehr mit kleinen Fußball-Kreisligisten vergleichen sondern mit Unternehmen (oder auch politischen Parteien). Natürlich bestimmen in z. B. der CDU die Mitglieder über die Grundsätze der Partei, wenn aber der Wähler sich dann für die Konkurrenz entscheidet und das Interesse verliert - was bringt der Besitz dann noch? Somit "gehört" eine Partei in gewissem Maße den Wählern oder Anhängern. Natürlich gehört das Unternehmen Siemens den Aktionären, aber wenn die Kunden die Produkte nicht kaufen - was bringt der Besitz dann? - somit könnte man also argumentieren, dass auch Siemens in gewissem Maße nicht den Eigentümern sondern den Kunden gehört.

Wie ist es nun bei Hertha BSC? Der Verein ist defizitär und würde heute ohne das Engagement der treuesten der treuen Kunden, und hier meine ich die Ultras, gar nicht mehr existieren. Man denke an die Zeiten in den 1980ern im leeren Olympiastadion oder in der Oberliga zurück. Hier muss man von Hertha eine gewisse Dankbarkeit einfordern, meiner Meinung nach.

Es wird immer gesagt, dass Hertha-Fans den Verein im Abstiegskampf unterstützen müssten oder kein Anrecht darauf hätten, dass sich das Team in der OK nach dem Spiel bedankt. Ich aber meine, dass gerade die Ultras die absoluten Stammkunden sind, die erstens weder irgendeine Verpflichtung dem Verein oder der Mannschaft gegenüber haben und zweitens, die Hertha in besonderem Maße achten sollte, denn: Wo Hertha wirtschaftlich bzw. zuschauertechnisch und stimmungstechnsich steht, wenn die Ultras wegfallen würden und der sportliche Erfolg und das Happening Bundesliga wegfällt, dass möchte ich mir gar nicht ausmalen. Daher wirklich eine Warnung bzw. ein Ratschlag an die Herren im Management: Hertha ist oft genug abgestiegen und auch die letzten Jahre waren nicht dazu angetan, neue Fans zu gewinnen. Übertreibt es mit eurer Arroganz nicht. Wenn ihr eure Stammkunden nicht pflegt und der Meinung seid, dass euch Hertha BSC gehört, wird euch ein Windhorst, der eine Rendite erwartet, unangenehme Fragen stellen, ihr werdet weiter Million um Million Verluste anhäufen und ihr werdet früher oder später merken, dass der Besitz eines Unternehmens ohne Kunden, die euer Produkt kaufen, einem Unternehmer nichts bringt...

Echt jetzt???augen-zuhalten
Machen wir mal kurz ne Rechnung auf....wie viele "Ultras"( alleine der Name ist schon ein Witz) hat denn die Hertha? Geschätzt 300-400? Gut nehmen wir die 400.. nach Deiner Rechnung retten die 400 den gesamten Verein mit Ihren Mitgliedsbeiträgen und der Dauerkarte für die OK? Weißt Du , was dann eine Dauerkarte kosten müsste, um den Verein am Leben zu halten, wie Du so schön sagst? Wenn ich jetzt von 100 Mio. pro Saison ausgehe ( was ungefähr dem Etat entspricht) dann müsste jeder "Ultra" eine Summe von 2,5 Mio .aufbringen( berechnet auf die 400 "Ultras") Merkste was??
Der Verein überlebt auch, wenn diese Gruppierung weg fällt.
Jeder Verein überlebt durch Sponsoren, Marketing etc. etc. Da sind die Zuschauereinnahmen nur ein Bruchteil. Kurz.. die meisten hier wären erfreut, wenn diese Selbstdarsteller das tun, was sie während der Pandemie getan haben.. einfach nicht vorhanden sein.

•     •     •

ein Leben lang, ein Leben lang in Blau und Weiß
Einmal Hertha-Fan, immer Hertha-Fan
in Guten wie in Schlechten Zeiten
Fanszene |#1715
27.04.2022 - 14:44 Uhr
Zitat von alemanne-Berlin
Zitat von Pickelhaube

Mal ein paar Gedanken von mir zum Thema "Wem gehört eigentlich ein Fußballverein":

Zunächst muss man feststellen, dass in der heutigen Zeit die Bundesligavereine keine "Vereine" mehr im eigentlichen Sinne sind, sondern Unternehmen im Sportbereich, die Umsätze erzielen und Gewinne einfahren wollen. Dies vorausgesetzt, sollten wir Bundesligavereine und die Frage "Wem gehört etwas" nicht mehr mit kleinen Fußball-Kreisligisten vergleichen sondern mit Unternehmen (oder auch politischen Parteien). Natürlich bestimmen in z. B. der CDU die Mitglieder über die Grundsätze der Partei, wenn aber der Wähler sich dann für die Konkurrenz entscheidet und das Interesse verliert - was bringt der Besitz dann noch? Somit "gehört" eine Partei in gewissem Maße den Wählern oder Anhängern. Natürlich gehört das Unternehmen Siemens den Aktionären, aber wenn die Kunden die Produkte nicht kaufen - was bringt der Besitz dann? - somit könnte man also argumentieren, dass auch Siemens in gewissem Maße nicht den Eigentümern sondern den Kunden gehört.

Wie ist es nun bei Hertha BSC? Der Verein ist defizitär und würde heute ohne das Engagement der treuesten der treuen Kunden, und hier meine ich die Ultras, gar nicht mehr existieren. Man denke an die Zeiten in den 1980ern im leeren Olympiastadion oder in der Oberliga zurück. Hier muss man von Hertha eine gewisse Dankbarkeit einfordern, meiner Meinung nach.

Es wird immer gesagt, dass Hertha-Fans den Verein im Abstiegskampf unterstützen müssten oder kein Anrecht darauf hätten, dass sich das Team in der OK nach dem Spiel bedankt. Ich aber meine, dass gerade die Ultras die absoluten Stammkunden sind, die erstens weder irgendeine Verpflichtung dem Verein oder der Mannschaft gegenüber haben und zweitens, die Hertha in besonderem Maße achten sollte, denn: Wo Hertha wirtschaftlich bzw. zuschauertechnisch und stimmungstechnsich steht, wenn die Ultras wegfallen würden und der sportliche Erfolg und das Happening Bundesliga wegfällt, dass möchte ich mir gar nicht ausmalen. Daher wirklich eine Warnung bzw. ein Ratschlag an die Herren im Management: Hertha ist oft genug abgestiegen und auch die letzten Jahre waren nicht dazu angetan, neue Fans zu gewinnen. Übertreibt es mit eurer Arroganz nicht. Wenn ihr eure Stammkunden nicht pflegt und der Meinung seid, dass euch Hertha BSC gehört, wird euch ein Windhorst, der eine Rendite erwartet, unangenehme Fragen stellen, ihr werdet weiter Million um Million Verluste anhäufen und ihr werdet früher oder später merken, dass der Besitz eines Unternehmens ohne Kunden, die euer Produkt kaufen, einem Unternehmer nichts bringt...

Echt jetzt???augen-zuhalten
Machen wir mal kurz ne Rechnung auf....wie viele "Ultras"( alleine der Name ist schon ein Witz) hat denn die Hertha? Geschätzt 300-400? Gut nehmen wir die 400.. nach Deiner Rechnung retten die 400 den gesamten Verein mit Ihren Mitgliedsbeiträgen und der Dauerkarte für die OK? Weißt Du , was dann eine Dauerkarte kosten müsste, um den Verein am Leben zu halten, wie Du so schön sagst? Wenn ich jetzt von 100 Mio. pro Saison ausgehe ( was ungefähr dem Etat entspricht) dann müsste jeder "Ultra" eine Summe von 2,5 Mio .aufbringen( berechnet auf die 400 "Ultras") Merkste was??
Der Verein überlebt auch, wenn diese Gruppierung weg fällt.
Jeder Verein überlebt durch Sponsoren, Marketing etc. etc. Da sind die Zuschauereinnahmen nur ein Bruchteil. Kurz.. die meisten hier wären erfreut, wenn diese Selbstdarsteller das tun, was sie während der Pandemie getan haben.. einfach nicht vorhanden sein.


Wenn ich jetzt einfach mal von 500 ausgehe und diese ernsthaft alle Mitglied oder auch Mitglied in einem OFC sind, dann zahlen diese 500 Leute (gerechnet auf die Saison 21/22) 233,- € im Jahr. Das wären dann ganze 116.500 €. Genau, IHR rettet damit den Verein.augen-zuhalten
Was darf ich mir dann als einzel Person erst erlauben oder vom Verein fordern, der sich gerade für 7k eine Loge gegen Union gegönnt hat?!
Fanszene |#1716
27.04.2022 - 17:25 Uhr
Zitat von Kevin_Prince_17
Zitat von alemanne-Berlin

Zitat von Pickelhaube

Mal ein paar Gedanken von mir zum Thema "Wem gehört eigentlich ein Fußballverein":

Zunächst muss man feststellen, dass in der heutigen Zeit die Bundesligavereine keine "Vereine" mehr im eigentlichen Sinne sind, sondern Unternehmen im Sportbereich, die Umsätze erzielen und Gewinne einfahren wollen. Dies vorausgesetzt, sollten wir Bundesligavereine und die Frage "Wem gehört etwas" nicht mehr mit kleinen Fußball-Kreisligisten vergleichen sondern mit Unternehmen (oder auch politischen Parteien). Natürlich bestimmen in z. B. der CDU die Mitglieder über die Grundsätze der Partei, wenn aber der Wähler sich dann für die Konkurrenz entscheidet und das Interesse verliert - was bringt der Besitz dann noch? Somit "gehört" eine Partei in gewissem Maße den Wählern oder Anhängern. Natürlich gehört das Unternehmen Siemens den Aktionären, aber wenn die Kunden die Produkte nicht kaufen - was bringt der Besitz dann? - somit könnte man also argumentieren, dass auch Siemens in gewissem Maße nicht den Eigentümern sondern den Kunden gehört.

Wie ist es nun bei Hertha BSC? Der Verein ist defizitär und würde heute ohne das Engagement der treuesten der treuen Kunden, und hier meine ich die Ultras, gar nicht mehr existieren. Man denke an die Zeiten in den 1980ern im leeren Olympiastadion oder in der Oberliga zurück. Hier muss man von Hertha eine gewisse Dankbarkeit einfordern, meiner Meinung nach.

Es wird immer gesagt, dass Hertha-Fans den Verein im Abstiegskampf unterstützen müssten oder kein Anrecht darauf hätten, dass sich das Team in der OK nach dem Spiel bedankt. Ich aber meine, dass gerade die Ultras die absoluten Stammkunden sind, die erstens weder irgendeine Verpflichtung dem Verein oder der Mannschaft gegenüber haben und zweitens, die Hertha in besonderem Maße achten sollte, denn: Wo Hertha wirtschaftlich bzw. zuschauertechnisch und stimmungstechnsich steht, wenn die Ultras wegfallen würden und der sportliche Erfolg und das Happening Bundesliga wegfällt, dass möchte ich mir gar nicht ausmalen. Daher wirklich eine Warnung bzw. ein Ratschlag an die Herren im Management: Hertha ist oft genug abgestiegen und auch die letzten Jahre waren nicht dazu angetan, neue Fans zu gewinnen. Übertreibt es mit eurer Arroganz nicht. Wenn ihr eure Stammkunden nicht pflegt und der Meinung seid, dass euch Hertha BSC gehört, wird euch ein Windhorst, der eine Rendite erwartet, unangenehme Fragen stellen, ihr werdet weiter Million um Million Verluste anhäufen und ihr werdet früher oder später merken, dass der Besitz eines Unternehmens ohne Kunden, die euer Produkt kaufen, einem Unternehmer nichts bringt...

Echt jetzt???augen-zuhalten
Machen wir mal kurz ne Rechnung auf....wie viele "Ultras"( alleine der Name ist schon ein Witz) hat denn die Hertha? Geschätzt 300-400? Gut nehmen wir die 400.. nach Deiner Rechnung retten die 400 den gesamten Verein mit Ihren Mitgliedsbeiträgen und der Dauerkarte für die OK? Weißt Du , was dann eine Dauerkarte kosten müsste, um den Verein am Leben zu halten, wie Du so schön sagst? Wenn ich jetzt von 100 Mio. pro Saison ausgehe ( was ungefähr dem Etat entspricht) dann müsste jeder "Ultra" eine Summe von 2,5 Mio .aufbringen( berechnet auf die 400 "Ultras") Merkste was??
Der Verein überlebt auch, wenn diese Gruppierung weg fällt.
Jeder Verein überlebt durch Sponsoren, Marketing etc. etc. Da sind die Zuschauereinnahmen nur ein Bruchteil. Kurz.. die meisten hier wären erfreut, wenn diese Selbstdarsteller das tun, was sie während der Pandemie getan haben.. einfach nicht vorhanden sein.


Wenn ich jetzt einfach mal von 500 ausgehe und diese ernsthaft alle Mitglied oder auch Mitglied in einem OFC sind, dann zahlen diese 500 Leute (gerechnet auf die Saison 21/22) 233,- € im Jahr. Das wären dann ganze 116.500 €. Genau, IHR rettet damit den Verein.augen-zuhalten
Was darf ich mir dann als einzel Person erst erlauben oder vom Verein fordern, der sich gerade für 7k eine Loge gegen Union gegönnt hat?!

Boyata hat sein Trikot direkt in die Loge gebracht und da abgelegt Zwinkernd
Fanszene |#1717
27.04.2022 - 19:23 Uhr
Die Ultras, selbst wenn es 1.000 wären, retten den Verein ?? ich dachte immer wir haben so um die 40.000 Mitglieder und in normalen Zeiten werden so etwa 20.000 Dauerkarten verkauft. Der Zuschauerschnitt liegt in normalen Zeiten bei 50.000, aktuell sind es in der Endphase der Saison sogar über 60.000.
Selbst die Dauerkarten in dieser Corona-Saison lagen bei ca. 3.000 Dauerkarten.
Wer rettet hier den Laden bzw, hält ihn am leben ? Wir Mitglieder und nicht die Ultras. Wegen uns zahlen die Sponsoren, nicht wegen 500 oder 1000 Ultras.

•     •     •

Hertha for ever
Fanszene |#1718
27.04.2022 - 22:32 Uhr
Zitat von Kevin_Prince_17
Zitat von alemanne-Berlin

Zitat von Pickelhaube

Mal ein paar Gedanken von mir zum Thema "Wem gehört eigentlich ein Fußballverein":

Zunächst muss man feststellen, dass in der heutigen Zeit die Bundesligavereine keine "Vereine" mehr im eigentlichen Sinne sind, sondern Unternehmen im Sportbereich, die Umsätze erzielen und Gewinne einfahren wollen. Dies vorausgesetzt, sollten wir Bundesligavereine und die Frage "Wem gehört etwas" nicht mehr mit kleinen Fußball-Kreisligisten vergleichen sondern mit Unternehmen (oder auch politischen Parteien). Natürlich bestimmen in z. B. der CDU die Mitglieder über die Grundsätze der Partei, wenn aber der Wähler sich dann für die Konkurrenz entscheidet und das Interesse verliert - was bringt der Besitz dann noch? Somit "gehört" eine Partei in gewissem Maße den Wählern oder Anhängern. Natürlich gehört das Unternehmen Siemens den Aktionären, aber wenn die Kunden die Produkte nicht kaufen - was bringt der Besitz dann? - somit könnte man also argumentieren, dass auch Siemens in gewissem Maße nicht den Eigentümern sondern den Kunden gehört.

Wie ist es nun bei Hertha BSC? Der Verein ist defizitär und würde heute ohne das Engagement der treuesten der treuen Kunden, und hier meine ich die Ultras, gar nicht mehr existieren. Man denke an die Zeiten in den 1980ern im leeren Olympiastadion oder in der Oberliga zurück. Hier muss man von Hertha eine gewisse Dankbarkeit einfordern, meiner Meinung nach.

Es wird immer gesagt, dass Hertha-Fans den Verein im Abstiegskampf unterstützen müssten oder kein Anrecht darauf hätten, dass sich das Team in der OK nach dem Spiel bedankt. Ich aber meine, dass gerade die Ultras die absoluten Stammkunden sind, die erstens weder irgendeine Verpflichtung dem Verein oder der Mannschaft gegenüber haben und zweitens, die Hertha in besonderem Maße achten sollte, denn: Wo Hertha wirtschaftlich bzw. zuschauertechnisch und stimmungstechnsich steht, wenn die Ultras wegfallen würden und der sportliche Erfolg und das Happening Bundesliga wegfällt, dass möchte ich mir gar nicht ausmalen. Daher wirklich eine Warnung bzw. ein Ratschlag an die Herren im Management: Hertha ist oft genug abgestiegen und auch die letzten Jahre waren nicht dazu angetan, neue Fans zu gewinnen. Übertreibt es mit eurer Arroganz nicht. Wenn ihr eure Stammkunden nicht pflegt und der Meinung seid, dass euch Hertha BSC gehört, wird euch ein Windhorst, der eine Rendite erwartet, unangenehme Fragen stellen, ihr werdet weiter Million um Million Verluste anhäufen und ihr werdet früher oder später merken, dass der Besitz eines Unternehmens ohne Kunden, die euer Produkt kaufen, einem Unternehmer nichts bringt...

Echt jetzt???augen-zuhalten
Machen wir mal kurz ne Rechnung auf....wie viele "Ultras"( alleine der Name ist schon ein Witz) hat denn die Hertha? Geschätzt 300-400? Gut nehmen wir die 400.. nach Deiner Rechnung retten die 400 den gesamten Verein mit Ihren Mitgliedsbeiträgen und der Dauerkarte für die OK? Weißt Du , was dann eine Dauerkarte kosten müsste, um den Verein am Leben zu halten, wie Du so schön sagst? Wenn ich jetzt von 100 Mio. pro Saison ausgehe ( was ungefähr dem Etat entspricht) dann müsste jeder "Ultra" eine Summe von 2,5 Mio .aufbringen( berechnet auf die 400 "Ultras") Merkste was??
Der Verein überlebt auch, wenn diese Gruppierung weg fällt.
Jeder Verein überlebt durch Sponsoren, Marketing etc. etc. Da sind die Zuschauereinnahmen nur ein Bruchteil. Kurz.. die meisten hier wären erfreut, wenn diese Selbstdarsteller das tun, was sie während der Pandemie getan haben.. einfach nicht vorhanden sein.


Wenn ich jetzt einfach mal von 500 ausgehe und diese ernsthaft alle Mitglied oder auch Mitglied in einem OFC sind, dann zahlen diese 500 Leute (gerechnet auf die Saison 21/22) 233,- € im Jahr. Das wären dann ganze 116.500 €. Genau, IHR rettet damit den Verein.augen-zuhalten
Was darf ich mir dann als einzel Person erst erlauben oder vom Verein fordern, der sich gerade für 7k eine Loge gegen Union gegönnt hat?!


Das ist meines Erachtens in der Summe deutlich weniger, als Hertha wegen eben jenen 400-500 im Jahr an Strafe zahlen mussten.
Die Ultras sind ein Minusgeschäft für den Verein..Ich glaube Keuter hatte das auch mal durch die Blume kommuniziert. Ein Grund, warum er in der Kurve so unbeliebt ist.
Ich kenne übrigens einige (mich eingeschlossen, die wegen den Ultras nicht mehr Auswärtsspiele besuchen...

•     •     •

"Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre es ja ein Würfel." - Gyula Lorant
Fanszene |#1719
27.04.2022 - 22:54 Uhr
Zitat von Basti77
Ich glaube Keuter hatte das auch mal durch die Blume kommuniziert. Ein Grund, warum er in der Kurve so unbeliebt ist.


Man findet mehr Reife und Selbstreflexion im Kindergarten...rolleyes

•     •     •

18.05.2013: An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit
Fanszene |#1720
28.04.2022 - 02:20 Uhr
Eigentlich wollte ich das Thema erst einmal abhaken, obwohl es leider ja noch immer offen ist. Aber da die mE eindeutigen Verursacher weiterhin trotzig bleiben und suggerieren, SIE sind, finanzieren oder sprechen für Hertha, mal empirische Hinweise auf die wahrscheinlichere Realität.

Das Bundesliga-Barometer hat eine recht umfassende Umfrage mit Hertha-Fans und allgemeinen Bundesliga-Fans durchgeführt. Und das Ergebnis bestätigt nochmals eindeutig alles, was viele hier schon geschrieben und einige wenige hartnäckig geleugnet haben. Ich hoffe ja sehr, spätestens das weckt nun doch auch einige der Ultras auf und da wird endlich mal vernünftig gesprochen. Denn klar ist mE, dass der Gesichtsverlust sonst deutlich größer wird, wenn man bei so einer deutlichen Verteilung der Meinung immer weiter bockt und eskaliert.

Vorab nur noch eins: Das sind alles bereits aktive Fußballfans, die da befragt wurden. Viele kennen (die) Ultras und stehen auch regelmäßig mit denen im Stadion, sodass man normal halbwegs solidarisch mit denen sein wird. Ich bin mir daher sicher, dass die "Durchschnittsbevölkerung" eher noch verständnisloser auf so eine Aktion reagieren würde, weil die sich mit Hertha und den Fans nicht identifizieren und oft ohnehin das Assi-Image es Vereins kennen und belächeln (so meine Erfahrung).

Hier nun die nackten Zahlen (ich gebe die Fragen sinngemäß wieder, da der genaue Wortlaut leider nicht im Artikel steht):

1) Haben Sie Verständnis dafür, dass die Hertha-Fans enttäuscht über die Leistungen ihrer Spieler sind?
Liga-Fans: Ja 89,8%

2) Wurde mit der Trikot-Aktion klar eine Grenze überschritten?
Liga-Fans: Ja 79,2%
Hertha-Fans: Ja 83,5%
Interessant finde ich hier übrigens, dass die Hertha-Fans hier sogar noch geschlossener finden, dass es nicht ok war.

3) War es richtig, dass die Spieler sich in der Situation gefügt und die Trikots abgegeben haben?
Liga-Fans: Nein 85,5%
Hertha-Fans: Nein 88,1%

4) Nehmen sich die Ultras generell zu wichtig?
Liga-Fans: Ja 84,5%
Hertha-Fans: Ja 88,6%

5) Gehören Konflikte zwischen den Fans und ihren Vereinen zum Fußball dazu?
Liga-Fans: Ja 67,7%
Hertha-Fans: Ja 60,3%

6) Wirft der aktuelle Vorfall/ die aktuelle Entwicklung ein schlechtes Licht auf die Rückkehr der Fans in die Stadien?
Hertha-Fans: Ja 80,5%

7) Wird durch die Aktion ein Keil zwischen Fans und Mannschaft getrieben und die Leistungsfähigkeit der Athleten gehemmt?
Liga-Fans: Ja 78,1%
Hertha-Fans: Ja 83,2%

Quelle: https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2022/04/bundesliga-barometer-hertha-spieler-mussen-ihre-trikots-ausziehen-das-denken-die-fans

Leider stehen keine Nein-Stimmen und Enthaltungen dabei. Das wäre mE auch noch interessant gewesen. Auch fehlt vereinzelt eins der befragten Lager. Dennoch ist es insgesamt extrem klar.

Nicht nur die Ultras sind enttäuscht von den damaligen Hertha-Leistungen, das sehen praktisch allen ähnlich. Emotionen sind ja grundsätzlich auch völlig normal und auch ok. Der Umgang damit ist eben das Entscheidende. Und über 80% der befragten Hertha-Fans finden hier, dass eine klare Grenze überschritten wurde (2). Und sogar für fast 90% nehmen sich die Ultras generell zu wichtig (4)!

Das ist schon ein deutlicher Schlag ins Gesicht und eine deutliche Antwort auf die Frage, ob die Ultras für Hertha sprechen. Für den Verein ohnehin nicht (der hat sich in Form von Verantwortlichen und Spielern ja klar geäußert). Für die Fans aber eben auch nicht (mehr). Dieser letzte Wert wäre vermutlich zu einem anderen Zeitpunkt nicht ganz so extrem hoch ausgefallen. Es beweist aber eindrucksvoll, dass die Ultras gerade wirklich ihren eigenen Graben ausheben und sich isolieren. Erfahrungsgemäß hätten sie das besser sofort eingesehen und reagiert, weil es so nur immer schlimmer wird. Leider ebenfalls erfahrungsgemäß sind sie leider meist alles andere als einsichtig und haben sich selten um die Meinung der Mehrheit geschert. Oder um die Auswirkungen auf die Performance der Spieler. Oder um das Ansehen des Vereins.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spreedampfer92 am 28.04.2022 um 02:27 Uhr bearbeitet
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