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Finanzthread

22.07.2010 - 08:13 Uhr
Finanzthread |#1911
24.10.2015 - 01:28 Uhr
Zitat von kch78
Ja, stimmt, aber bei den letzten VVLs war die Situation schon in der Entwicklung und klar erkennbar. Man hat die teuren Verträge trotzdem verlängert, auch bei minimaler Reduzierung sind sie immernoch alles andere als Leistungsgerecht.


Stimmt. Wie gesagt, man hat definitiv falsche Entscheidungen getroffen. Aber zum einen ist man hinterher immer schlauer (ich weiß, manche mögen es kaum glauben, aber es gab auch gute Spiele von Fritz und Bargfrede), und nun zu sagen es war ein offensichtlicher Fehler ist immer einfacher als in der Situation selbst zu entscheiden.

Als Beispiel: Wenn ich dich heute fragen würde, welche Spieler Du unbedingt behalten, welche unbedingt verkaufen, und bei welchen Du Dir unsicher sein würdest, dann bin ich sicher, deine Vorhersage trifft die reelle Entwicklung der Profis nicht zu 100%. Das ist nunmal das Geschäft. Man macht Vorhersagen in der Gegenwart basierend auf Statistiken der Vergangenheit. Die Sache ist nur, wir entscheiden nicht über die Schicksale dieser Menschen und hantieren auch nicht mit Geldsummen, von deren Jahresgehältern ganze Familien ausgesorgt hätten.

Filbry hat unverkennbar Andeutungen gemacht, dass dieser Verlust eingeplant war (das wurde bereits im Juni kommuniziert). Aber eben auch, dass sich die Situation bald ändern könnte: "Wir streben nach wie vor an, den schmerzhaften Prozess, den wir ohne die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben durchlaufen mussten, in der laufenden Saison abzuschließen." Darüber schreibt interessanterweise niemand. Gut, vielleicht weil Filbry niemand so recht glauben kann (warum sollte sich auch so plötzlich etwas ändern, wenn von Unkostenseite her nichts offensichtliches mehr einzusparen ist?). Aber vielleicht wurden im Hintergrund Zahlungen geleistet, die auslaufen (Stadion?). Irgendetwas muss Bode dem Herren Eichin ja auch positives vorgelegt haben, dass dieser bereit war, sein Arbeitspapier erneut zu unterschreiben. Und dieser Eichin hat keine CL-Verträge beibehalten, sondern den Verein bisher ordentlich umgekrempelt. Ich behaupte gar nicht, dass er immer richtige Entscheidungen getroffen hat. Aber wo gehobelt wird, da fallen Späne. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Wenn als "Randprodukt" 1-2 schlechte Spieler geholt und ein Robin Dutt verpflichtet werden musste, um ein Endergebnis zu erzielen, das einen noch auf den Ligaverbleib und die Lizenzvergabe hoffen lässt, kann ich gut damit leben. Also lassen wir uns mal überraschen.
Finanzthread |#1912
24.10.2015 - 12:42 Uhr
Also ich möchte nun auch mal etwas hier zu schreiben. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht so wahnsinnig intensiv mit den Zahlen beschäftigt habe, mir dafür auch die Ahnung fehlt, aber ich habe das Gefühl das es hier recht wenige gibt, die das können.

Aber was ich immer wieder interessant finde, dass gerne geschimpft wird, das die Geschäftsführung keine Sponsoren oder Investoren findet. Aber nehmen wir doch mal das Beispiel Wiesenhof. Wenn das der bestbietendste Sponsor war, dann hätte man doch eurer Auffassung nach alles richtig gemacht. Stattdessen ist es doch aber Fakt, dass ein Großteil der Fans die Auffassung vertritt, das ein solches Unternehmen aus politischen Gründen nicht akzeptabel ist. Da muss man sich doch aber auch mal fragen, was wäre die Alternative gewesen? Ein Sponsor, der vielleicht politisch korrekt wäre, aber dafür nicht mal die Hälfte zahlen kann. Wie würde das dann ankommen?

Versteht mich nicht falsch, ich sehe die Entwicklung auch kritisch, aber meiner bescheidenen Meinung nach ist die Geschäftsführung an einem Punkt, wo sie eigentlich nicht gewinnen kann. Es gibt die, denen die Werte des Vereins wichtig sind und die, die ein kapitalistisches Unternehmen das nur auf den Gewinn achtet, egal was das bedeutet, für sinnvoller erachten. Es gibt nicht die eine richtige Lösung für die Geschäftsführung. Egal was sie machen werden, einen Teil der Fans werden sie enttäuschen. Der einzige Ausweg ist eben, dass man versucht à la Mainz Spieler auszubilden, teuer zu verkaufen und somit Gewinn zu erzielen. Das wird aktuell versucht, braucht aber auch etwas Zeit. Vor allen Dingen bedeutet das aber, dass sportlich ein extrem hohes Risiko eingegangen wird. Wir erleben es jetzt nach dem Selke-Abgang. Der hätte uns sicher momentan auch eher helfen können als Johansson, der sich erst einfinden muss. Und ich denke das wird so weitergehen, ein JV wird sicher auch nicht mehr ewig bei uns sein, weil irgendwelche Engländer extreme Summen bieten werden. Da bricht uns aber wieder einer raus, ein neuer Spieler muss integriert werden.

Das wird immer wieder zu Rückschlägen führen, aber dennoch wäre dies für mich persönlich der richtige Weg, ich möchte keinen Investor wie beim HSV, wie bei Hoffenheim oder VW. Das ist kurzfristig die einfache Lösung, aber wohin das führen kann sieht man doch gerade beim VFL.

Ich finde die Kritik ja angebracht und es läuft gerade nicht gut, aber bei Forderungen bitte auch immer bedenken was die Alternative für negative Aspekte mitbringt, nicht nur das positive sehen.
Finanzthread |#1913
24.10.2015 - 18:01 Uhr
Klingt für mich nicht viel anders, als das was wir die letzten Jahre durchgemacht haben.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr ruhig bleibt und die Liga haltet.
Ich habe keinen Bock darauf, dass demnächst nur noch Plastikklubs mit angehängten Sponsoren in der BL ihr Unwesen treiben.

•     •     •

Nur der HSV!
HSV-U21 Fan!
Werder: ich muss diesen Verein nicht mögen, aber die Leistung kann ich respektieren!
Hilf dir selbst, dann hilft dir unser Herre Gott!
Finanzthread |#1914
24.10.2015 - 19:24 Uhr
Puh, hier scheint mir Einiges durcheinander zu gehen. Die Spekulationen der "Bild" sollte man gewohnt sketpisch sehen.
Offensichtlich wird hier einfach der spekulierte Fehlbetrag vom Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital + Gewinnrücklage) abgezogen. So doof arbeitet doch kein Unternehmen.

da-richo sprach von "liquidem Eigenkapital", auch das ist Kraut und Rüben. Das Kapital gehört zur Passivseite der Bilanz, da sieht man wem wieviel der Kohle gehört. Liquidität gehört zur Aktivseite, das sieht man wo die Kohle unterwegs ist. Ob es Eigen- oder Fremdkaiptal ist, ist hupe. Vielleicht meinte er den Kassenbestand, keine Ahnung.

Man muss auch nicht immerfort Pfeffersäcke und Scheiks suchen, wenn man Geld braucht.
Ist ein Unternehmen in der Krise, geht man zur Bank. Man hat nen Plan für den turn around und wenn man Glück hat sieht die Bank das auch so. Dann gibts Kredit. Das Eigenkapital sinkt nicht, man nutzt mehr Fremdkapital, die Eigenkapitalquote sinkt.
Vielleicht gibt die Bank nicht nur Kredit, sondern steigert die Ertragslage, indem sie Sponsor wird.

Also meine Vermutung: Das Eigenkapital wird nicht aufgebraucht, das Fremdkapital steigt und die Sparkasse hat nicht nur das eigene Logo als Sponsor untergebracht, verdient an den Zinsen bei den Langfristigen Verbindlichkeiten des SVW und kann sich auch noch die schöne Geschichte "wie wir Werder Bremen, den symphatischen Fussballclub im Norden aus dem Dreck gezogen haben, mfg, eure Hausbank" auf die Fahnen schreiben. Vorauzsgesetzt der Turnaround klappt.
Finanzthread |#1915
26.10.2015 - 18:39 Uhr
Zitat von da-richo
Zitat von cedrik13

Es muss an sich was passieren. Wiesenhof hin oder her , aber allein wenn wir nen anderen Namen auf dem Trikot tragen würden würde sich das extrem positiv auf die Verkaufszahlen auswirken.
Dann muss man endlich Firmen als Kooperationspartner ranholen.

Warum nicht im Sommer beispielsweise ein Turnier mit Interessanten Mannschaften machen über 3-4 Tage. Damit würde man schonmal das Stadion vollkriegen. Dann das Turnier an nen Sponsor verkaufen , wie z.B. Telekom Cup bei Bayern. Das das Turnier den Namen des Sponsors trägt und das ganze im Fernsehen laufen lassen. Wenn man nen paar Top Vereine dazu holt ist das nicht so schwer , mediales Interesse wird aufjedenfall vorhanden sein.

Dann Werder umändern in ne AG. Das geht zwar nicht kurzfristig , aber man könnte langfristig Anteile an Gesellschafter verkaufen.

Das mit Rufer ein Asien Scout installiert werden soll finde ich großartig , beweist schonmal das man Möglichkeiten auslotet interessante Spieler für wenig Geld mit viel Potential zu holen. Was nicht heißen muss das wir uns den nächsten Kagawa holen werden.

Das Nachwuchsleistungszentrum soll ja Ausgebaut werden oder moderner gemacht werden. Da könnte man den Namen auch an nen Sponsor verkaufen ... gibt Genug Vereine die das schon machen. Die Stadt wird mit Sicherheit was dazu bezahlen , die pokern nur weil sie eh klamm sind ... aber sie müssen die Stadt braucht einen Bundesligaverein und das wissen die auch.

Dann brauchen wir natürlich Sportlichen Erfolg , wobei ich keinesfalls davon ausgehe das wir uns für Europa qualifizieren. In der aktuellen Situation einfach unrealistisch. Aber wenn man gegen Köln (was schonmal wieder nen zusätzliches Heimspiel ist) weiterkommt , hätten wir die Chance auf weitere Heimspiele. Sollten wir rausfliegen finde ich die Methode die Dresden gemacht hat als sie nicht antreten durften interessant. Immer wenn eigentlich DFB Pokal Spieltag ist nen coolen Gegner einladen und so weitere Heimspiele zuhaben.

Am wichtigsten ist allerdings das man sich mit Kooperationspartnern beschäftigt und Investorenmodellen.
Mittlerweile sieht es so schlecht aus , man muss reagieren !!


sorry, aber das ist entweder hochspekulativ oder einfach nicht machbar. wenn es einen besseren sponsor als wiesenhof gäbe, hätten wir eben nicht wiesenhof. ein sommerturnier in bremen? warum sollte irgendein spitzenclub unserer einladung folgen? werder ist nicht bayern.

die stadt kannst du ebenso vergessen, die melken werder schon mehr als überdurchschnittlich (polizei, stadion,..) da wird der svw keinen müden cent sehen.

die suche nach partnern und/oder investoren erscheint mir mittlerweile aussichtslos. die attraktivität der marke werder ist seit 2009 stetig gesunken und weist eine negative prognose auf. werder sucht (angeblich) aber bereits seit 2008 aktiv nach strategischen partnern, was offensichtlich nicht gelingen will. scheinbar ist der eigene anspruch mit dem, was der markt her gibt, nicht vereinbar.

daher: wenn man nicht für diese oder spätestens nächste saison mit der prognose platz 15 am ende finanziell gesund dasteht, dann sollte man einfach aufhören. auf wiedersehen in liga 4, die kapitalgesellschaft aufgelöst und mit dem verein weiter machen. klingt hart, aber wo soll uns der weg denn hinführen, wenn man jahr für jahr die einzigen spieler mit qualität abgibt, kosten spart und trotzdem nicht auf eine schwarze 0 kommt?


Werder ist seit 2008 auf der Suche nach strategischen Partnern?? Wär mir neu, kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, wenn ich die Aussagen von Lemke mir in Erinnerung rufe - da hörte ich eher etwas in Richtung "Selbständigkeit des Vereins" oder "hanseatische Kaufmannskunst". Der Willi hat doch mit Kapitalismus soviel am Hut wie Micaela Schäfer mit Jungfräulichkeit smile

Sein Nachfolger Bode hat es jetzt natürlich deutlich schwieriger, Werder ist für Investoren/strategische Partner sicherlich nicht mehr so gefragt, wie noch vor 5,6 Jahren. Glaube aber trotzdem, dass auf diesem Gebiet was machbar wäre, wenn die Verantwortlichen es wirklich möchten und gezielt auf Suche gingen - mir fehlt aber der Glaube daran...
Meiner Meinung nach der einzige Weg, in Zukunft erstklassig zu bleiben. Werden andere Clubs auch noch schmerzhaft zu spüren bekommen.
Finanzthread |#1916
26.10.2015 - 22:55 Uhr
Zitat von Pizza1978
Das wird immer wieder zu Rückschlägen führen, aber dennoch wäre dies für mich persönlich der richtige Weg, ich möchte keinen Investor wie beim HSV, wie bei Hoffenheim oder VW. Das ist kurzfristig die einfache Lösung, aber wohin das führen kann sieht man doch gerade beim VFL.

Ich finde die Kritik ja angebracht und es läuft gerade nicht gut, aber bei Forderungen bitte auch immer bedenken was die Alternative für negative Aspekte mitbringt, nicht nur das positive sehen.

Leider funktioniert es aber mEn nicht mehr nur über Talentförderung oder gutes Scouting.
Freiburg hatte es lange Zeit geschafft, aber den sportlichen Aderlass den sie jedes Jahr aus finanziellen Gründen eingehen mussten führte letztendlich zum Abstieg. Gut, der Abstieg war nicht zwingend weil die Arbeit dort hervorragend war/ist, aber er war auch nicht überraschend.
Selbst mit Investor mussten wir eines der größten Talente (Tah) abgeben (okay, da spielte auch Missmanagement von 3-4 Jahren mit), aber letztendlich haben wir keine Chance wenn die Top 5 der Liga anklopfen. Nicht unwahrscheinlich das Tah in 2 Jahren für das dreifache der erhaltenen Ablöse zu einem noch größeren Verein als Bayer wechselt (gleiches gilt für Calhanoglu).
Entscheidend ist dass die wirklich finanzstarken Vereine sich die besten Spieler reihenweise kaufen können, während finanzschwächere Vereine jedes Jahr das Grundgerüst der Mannschaft verändern müssen weil die Eckpfeiler verkauft werden (müssen).
Ein Thomas Doll zum Beispiel hat den HSV vor 25 Jahren mit einer Ablöse von 7,5 Mil. Euro den Ar.sch gerettet, heute ist das Peanuts. Um ein gleiches/ähnliches Ergebnis zu erzielen müsstet ihr heute zirka 30 Mil. Euro für Juno fordern.
Wenn man keinen Investor, gut zahlenden Sponsor oder Mäzen möchte, dann darf man sich nicht wundern warum z.B. Selke, Hunt oder Diego einen anderen Weg beschreiten.
Ich bin kein Kenner von Werder, aber der mEn nächste Schritt ohne große Einschnitte im Verein zu machen und die finanzielle Lage in den Griff zu bekommen ohne jeden guten Spieler abgeben zu müssen ist der Verkauf des Stadion-Namens, was man schon längst hätte machen sollen. 3 Mil. Euro per Anno und ab dafür.
Das ist auf jeden Fall sicherer als darauf zu hoffen einen Glückstreffer beim Trainer zu landen ala Favre (BMG) oder Tuchel (Mainz), einzelne Spieler werden die Entwicklung nicht aufhalten können, es sei denn ein sportlich verantwortlicher hat den 7. Sinn oder 3 Asse im Ärmel und das über längere Zeit.

•     •     •

TW: Heuer-Fernandes, Tangvik, Dickes
IV: Capaldo, Bornauw, Torunarigha, Omari, Nandja, Elfadli, M. Vuskovic
LV: Muheim, Lemke
RV: Jatta
DM: Remberg, Amoako
ZM/OM: Lokonga, Vieira, Grønbæk, Adeline, Nadir
LA/RA: Baldé, Philippe, Rössing-Lelesiit
MS: Poulsen, Stange, Daka
Finanzthread |#1917
27.10.2015 - 03:48 Uhr
Ist zwar schon ein paar mal geschrieben worden, aber na gut, die Namensrechte am Weserstadion sind bereits an EWE vermietet. EWeserstadion...
Finanzthread |#1918
27.10.2015 - 09:42 Uhr
Zitat von gringo73

Leider funktioniert es aber mEn nicht mehr nur über Talentförderung oder gutes Scouting.
Freiburg hatte es lange Zeit geschafft, aber den sportlichen Aderlass den sie jedes Jahr aus finanziellen Gründen eingehen mussten führte letztendlich zum Abstieg. Gut, der Abstieg war nicht zwingend weil die Arbeit dort hervorragend war/ist, aber er war auch nicht überraschend.
Selbst mit Investor mussten wir eines der größten Talente (Tah) abgeben (okay, da spielte auch Missmanagement von 3-4 Jahren mit), aber letztendlich haben wir keine Chance wenn die Top 5 der Liga anklopfen. Nicht unwahrscheinlich das Tah in 2 Jahren für das dreifache der erhaltenen Ablöse zu einem noch größeren Verein als Bayer wechselt (gleiches gilt für Calhanoglu).
Entscheidend ist dass die wirklich finanzstarken Vereine sich die besten Spieler reihenweise kaufen können, während finanzschwächere Vereine jedes Jahr das Grundgerüst der Mannschaft verändern müssen weil die Eckpfeiler verkauft werden (müssen).
Ein Thomas Doll zum Beispiel hat den HSV vor 25 Jahren mit einer Ablöse von 7,5 Mil. Euro den Ar.sch gerettet, heute ist das Peanuts. Um ein gleiches/ähnliches Ergebnis zu erzielen müsstet ihr heute zirka 30 Mil. Euro für Juno fordern.
Wenn man keinen Investor, gut zahlenden Sponsor oder Mäzen möchte, dann darf man sich nicht wundern warum z.B. Selke, Hunt oder Diego einen anderen Weg beschreiten.
Ich bin kein Kenner von Werder, aber der mEn nächste Schritt ohne große Einschnitte im Verein zu machen und die finanzielle Lage in den Griff zu bekommen ohne jeden guten Spieler abgeben zu müssen ist der Verkauf des Stadion-Namens, was man schon längst hätte machen sollen. 3 Mil. Euro per Anno und ab dafür.
Das ist auf jeden Fall sicherer als darauf zu hoffen einen Glückstreffer beim Trainer zu landen ala Favre (BMG) oder Tuchel (Mainz), einzelne Spieler werden die Entwicklung nicht aufhalten können, es sei denn ein sportlich verantwortlicher hat den 7. Sinn oder 3 Asse im Ärmel und das über längere Zeit.


Du magst zwar tendenziell recht haben, verschweigst aber einige Tatsachen. Ich glaube 1. ist der Sc aus Freiburg immer so aufgestellt gewesen, dass ein Abstieg nicht wirklich folgen hat. Die haben wirtschaftlich stets geplant, dass alle an Board bleiben könnten. Der zweite entscheidende Punkt ist, dass jeder an den ich mich erinnere letzlich für n Appel und n Ei gewechselt ist. Baumann, Kruse, Mehmedi, einzig Ginter hat glaube ich mal eine größere Summe eingespielt. Das ist nicht als Vorwurf gemeint, ich denke anders hätten sie viele Spieler nicht verpflichten können, aber in Relation zu jemandem wie Selke, der im Erfolgsfall vllt zehn Millionen einbringt, war es meiner Meinung nach recht wenig Gewinn.

Und eh jetzt das große ABER kommt, ja ich weiß, di Santo hat uns auch nicht reich gemacht. Aber ich denke ein Stück weit ist er ein ähnlicher Kandidat wie die Freiburger, ohne diese AK wäre er nicht gekommen. Das scheint aber bei Spielern wie Vestergaard z.b. ein bisschen anders auszusehen. Und dann kann dieses Modell durchaus funktionieren. Das hat in unserer guten alten Zeit auch geklappt. Spieler teuer verkaufen, einen Nachfolger für weniger Geld holen und hoffen. Oder man baut halt weiter auf den Jugendtrend. Da hat man wichtige Entschlüss gefasst. Neues Ziel scheint es primär zu sein, wie die großen Klubs in den Jugendmannschaften der anderen zu wildern und die Stars von Morgen zu holen und selber groß rauszubringen. Jeder der meint es gäbe keinen anderen Ausweg als Investoren denkt da für mich zu unkreativ. Auch ein Stück weit unlogisch, denn dann könnte man die CL auch abschaffen und den englischen Meister als beste Mannschaft Europas krönen, da die ja am meisten Kohle haben. Ach warte mal, wie oft haben die das Ding effektiv gewonnen die letzten Jahre?
Finanzthread |#1919
27.10.2015 - 10:10 Uhr
Zitat von werder72
Ist zwar schon ein paar mal geschrieben worden, aber na gut, die Namensrechte am Weserstadion sind bereits an EWE vermietet. EWeserstadion...


Es ist auch ehrlich gesag zum Göbeln, dass das einige immernoch nicht wissen. Die eigene Unwissenheit lässt die Verantwortlichen unfähig wirken. Wenn es so einfach wäre den Kahn wieder flott zu kriegen, dann würde man nicht wieder ~ 6 Mio. miese machen. Trotzdem sollte es in 15/16 deutlich besser aussehen. Wir haben keine teuren Stars mit MW-Verlust mehr und Talente die im MW steigen diese Saison. Für die Bilanz wohl nicht ganz unwichtig.
Finanzthread |#1920
27.10.2015 - 10:45 Uhr
Zitat von Eiltsdenn


da-richo sprach von "liquidem Eigenkapital", auch das ist Kraut und Rüben. Das Kapital gehört zur Passivseite der Bilanz, da sieht man wem wieviel der Kohle gehört. Liquidität gehört zur Aktivseite, das sieht man wo die Kohle unterwegs ist. Ob es Eigen- oder Fremdkaiptal ist, ist hupe. Vielleicht meinte er den Kassenbestand, keine Ahnung.



wenn du hier schon polterst, dann doch bitte richtig und nicht mit irgendwelchen pseudo-zitaten. und natürlich ist die frage nach dem liquiden eigenkapital wichtig, da die verschiebung der eigenkapitalquote richtung 0 am ende auch nur ein anzeichen für eine drohende insolvenz ist.

das motto "wenn man keine kohle hat, besorgt man sie sich eben bei der bank" erfreut in einer dauerniedrigzinsphase jeden risikobereiten bänker, wird aber nicht zur gesundung des vereins beitragen.

WENN es den ominösen plan, der uns zu einer schwarzen 0 führt, gibt - dann ist das natürlich eine möglichkeit engpässe zu überbrücken bzw notwendige investitionen überhaupt tätigen zu können. aber dass es diesen plan tatsächlich in einer realistisch umsetzbaren art und weise gibt, das bezweifle ich langsam.

natürlich bleibt die hoffnung und unsere jungs können gegen köln auch einen weiteren, winzigen teil beitragen - aber mit aussagen wie "die vereinsführung weiß schon was sie tut" spekuliert man genauso, wie ich, der die sache etwas schwärzer sieht. schaut euch doch die insolvenzen großer unternehmen mal an, da wurde vorher auch stets betont, dass man auf einem guten weg sei. was soll man auch anderes kommunizieren?

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