| Geburtsdatum | 30.07.1964 |
|---|---|
| Alter | 62 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Jürgen Klinsmann
27.11.2019 - 10:12 Uhr
Klinsmann neuer Hertha Trainer!
Wie BILD exklusiv erfuhr, hat der Hauptstadtklub eine Nachfolge-Lösung für den bisherigen Coach Ante Covic (44) gefunden.
Wie BILD exklusiv erfuhr, hat der Hauptstadtklub eine Nachfolge-Lösung für den bisherigen Coach Ante Covic (44) gefunden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 12.02.2020 um 01:05 Uhr bearbeitet
27.11.2019 - 11:16 Uhr
Nun ja, als Lösung bis zur Winterpause hätte ich es verstanden, bis zum Sommer wundert doch schon etwas.
Aber gut, wer weiß wie die Verhandlungen mit den anderen Kandidaten liefen.
Bestes Szenario wäre man hat schon jemanden, der aber vor Sommer nicht möchte oder noch an einem anderen Club gebunden ist.
Worst Case ist dagegen wenn alles andere tatsächlich gescheitert ist, so dass man vorsichtshalber Klinsmann gleich bis zum Ende der Saison installiert. Obwohl man auf der anderen Seite jetzt ein halbes Jahr Zeit hat, sich seinen Wunschtrainer zu suchen, also auch hier gäbe es positives.
Allgemein noch meine Meinung zu zwei Dingen:
Zeitpunkt:
Dass man sich jetzt so lange Zeit gelassen hat, wurde Preetz ja schon wieder von ein paar als schlechtes arbeiten angelastet.
Ich frage mich was man da erwartet hat.
Seit Montag früh wurde beraten, gesucht und verhandelt. Sowas kann sich halt hinziehen wenn es ein paar Absagen gibt und selbst Klinsmann musste man ja - wenn man den Medien glauben darf - erstmal etwas im Ohr legen, bevor er dafür bereit war.
Danach musste noch der Vertrag mit Nouri ausgehandelt werden, wenn er der erste Kandidat auf den Co-Trainer war. Vielleicht gab es da vorher aber auch schon eine Absage und das ganze hat sich wieder hinaus gezögert, sowas weiß man vorher einfach nicht.
Deadline im Bezug auf Samstag war heute Vormittag und die wurde eingehalten.
Einfluss Investor:
Meiner Meinung nach werden Preetz, Gegenbauer und Co auch ohne Windhorst Klinsmann auf dem Schirm gehabt haben.
Schließlich ist man seit 2017 durch den Junior bereits ständig in Kontakt gewesen und man hat wohl auch im April/Mai diesen Jahres sich mit ihm als Kandidat beschäftigt, bevor Windhorst einstieg.
Inwieweit bei den jetzigen Verhandlungen Windhorst eine Rolle gespielt hat, kann ich nicht beurteilen.
Im Endeffekt besitzt Windhorst einen (oder inzwischen vielleicht auch zwei) Sitze im Beirat, der gewisse Entscheidungen der Geschäftsführung absegnen muss.
Da aber der Beirat sich weiter aus den 9 Präsidiumsmitgliedern des e.V. zusammen setzt und laut Satzung mit einfacher Mehrheit abgestimmt wird, bleibt Windhorst alleine keine Möglichkeit etwas zu verhindern oder durchzusetzen, wenn es keine Mitstreiter aus e.V./Geschäftsführung gibt.
Daher kann er auch nicht zum Rundumschlag ausholen oder was weiß ich, solange er niemanden auf seiner Seite hat.
Aber gut, wer weiß wie die Verhandlungen mit den anderen Kandidaten liefen.
Bestes Szenario wäre man hat schon jemanden, der aber vor Sommer nicht möchte oder noch an einem anderen Club gebunden ist.
Worst Case ist dagegen wenn alles andere tatsächlich gescheitert ist, so dass man vorsichtshalber Klinsmann gleich bis zum Ende der Saison installiert. Obwohl man auf der anderen Seite jetzt ein halbes Jahr Zeit hat, sich seinen Wunschtrainer zu suchen, also auch hier gäbe es positives.
Allgemein noch meine Meinung zu zwei Dingen:
Zeitpunkt:
Dass man sich jetzt so lange Zeit gelassen hat, wurde Preetz ja schon wieder von ein paar als schlechtes arbeiten angelastet.
Ich frage mich was man da erwartet hat.
Seit Montag früh wurde beraten, gesucht und verhandelt. Sowas kann sich halt hinziehen wenn es ein paar Absagen gibt und selbst Klinsmann musste man ja - wenn man den Medien glauben darf - erstmal etwas im Ohr legen, bevor er dafür bereit war.
Danach musste noch der Vertrag mit Nouri ausgehandelt werden, wenn er der erste Kandidat auf den Co-Trainer war. Vielleicht gab es da vorher aber auch schon eine Absage und das ganze hat sich wieder hinaus gezögert, sowas weiß man vorher einfach nicht.
Deadline im Bezug auf Samstag war heute Vormittag und die wurde eingehalten.
Einfluss Investor:
Meiner Meinung nach werden Preetz, Gegenbauer und Co auch ohne Windhorst Klinsmann auf dem Schirm gehabt haben.
Schließlich ist man seit 2017 durch den Junior bereits ständig in Kontakt gewesen und man hat wohl auch im April/Mai diesen Jahres sich mit ihm als Kandidat beschäftigt, bevor Windhorst einstieg.
Inwieweit bei den jetzigen Verhandlungen Windhorst eine Rolle gespielt hat, kann ich nicht beurteilen.
Im Endeffekt besitzt Windhorst einen (oder inzwischen vielleicht auch zwei) Sitze im Beirat, der gewisse Entscheidungen der Geschäftsführung absegnen muss.
Da aber der Beirat sich weiter aus den 9 Präsidiumsmitgliedern des e.V. zusammen setzt und laut Satzung mit einfacher Mehrheit abgestimmt wird, bleibt Windhorst alleine keine Möglichkeit etwas zu verhindern oder durchzusetzen, wenn es keine Mitstreiter aus e.V./Geschäftsführung gibt.
Daher kann er auch nicht zum Rundumschlag ausholen oder was weiß ich, solange er niemanden auf seiner Seite hat.
27.11.2019 - 12:39 Uhr
Zitat von Sklasse
Ich lese schon Jahre mit, aber jetzt musste ich mich dank deines Kommentares anmelden..
Mady my day...
Zitat von vanscap
Dardai, Covic, Klinsmann, Köpke....
Das hat was von meinem Amateurverein, da mussten auch irgendwann die motivierten Eltern einspringen, weil kein Trainer mehr da war.
Dardai, Covic, Klinsmann, Köpke....
Das hat was von meinem Amateurverein, da mussten auch irgendwann die motivierten Eltern einspringen, weil kein Trainer mehr da war.
Ich lese schon Jahre mit, aber jetzt musste ich mich dank deines Kommentares anmelden..
Mady my day...
Ja ich gebe auch zu...der hatte was.
Aber eines ist mal ganz sicher - endlich emotionalisiert dieser Verein - endlich polarisiert er auch wieder.
Endlich ist dieser miefige Hertha-DNA wir wollen 9. werden Geruch ein wenig verweht. Das hat einfach keinen interessiert und damit war kein Blumentopf zu gewinnen - alleine wenn man sich ansieht, wie viele Leute von anderen Vereinen auf einmal auftauchen und zumindest eine Meinung zu Hertha haben, dass alleine ist schon ein Erfolg.
Sportlich sehe ich es bei weitem nicht so kritisch, wie hier so manch anderer. Die Chance hat sich Klinsmann mit seinem Team auf jeden Fall verdient. Ja ich halte es für ein deutliches Update zu Covic und Gämperle - auf ganz vielen Ebenen.
27.11.2019 - 14:01 Uhr
Spannend ist die Personalie allemal...
Unterm Strich auch keine billige Geschichte. Klinsmann selbst wird schon nicht günstig sein, dazu sein ganzer neuer Stab, die Abfindungen des alten Stabs, etc.. Wer weiß, was ihm sonst noch alles noch nicht passt?
Mit ihm geht man schon ein gewisses Risiko. In so einem Umbruch gibt es ja immer auch Unzufriedene. Vielleicht ist der Umbruch notwendig, aber im laufenden Wettbewerb alles auf links zu drehen kann auch problematisch sein.
Im Grunde ist er fast zu kurzfristigen Ergebnissen verdammt, weil sonst der mediale Druck noch mal ein ganz anderer wird. Der Name Klinsmann potentiert den Druck da eher noch und wenn es eines gibt was Teams im Abstiegskampf nicht brauchen, dann ist das zusätzlicher Druck.
Fachlich wird er schon alles notwendige mitbringen, als Spieler und auch als Teamchef hat er haufenweise Erfahrungen gesammelt. Ob er auch Abstiegskampf kann, muss er hingegen noch beweisen.
Also vom Gefühl her ist das ein Alles oder Nichts Move, entweder das funktioniert top, oder garnicht. Aber es zeigt noch mal deutlich, dass man in Zukunft ganz woanders hin möchte.... Gefährliche Situation!
Unterm Strich auch keine billige Geschichte. Klinsmann selbst wird schon nicht günstig sein, dazu sein ganzer neuer Stab, die Abfindungen des alten Stabs, etc.. Wer weiß, was ihm sonst noch alles noch nicht passt?
Mit ihm geht man schon ein gewisses Risiko. In so einem Umbruch gibt es ja immer auch Unzufriedene. Vielleicht ist der Umbruch notwendig, aber im laufenden Wettbewerb alles auf links zu drehen kann auch problematisch sein.
Im Grunde ist er fast zu kurzfristigen Ergebnissen verdammt, weil sonst der mediale Druck noch mal ein ganz anderer wird. Der Name Klinsmann potentiert den Druck da eher noch und wenn es eines gibt was Teams im Abstiegskampf nicht brauchen, dann ist das zusätzlicher Druck.
Fachlich wird er schon alles notwendige mitbringen, als Spieler und auch als Teamchef hat er haufenweise Erfahrungen gesammelt. Ob er auch Abstiegskampf kann, muss er hingegen noch beweisen.
Also vom Gefühl her ist das ein Alles oder Nichts Move, entweder das funktioniert top, oder garnicht. Aber es zeigt noch mal deutlich, dass man in Zukunft ganz woanders hin möchte.... Gefährliche Situation!
27.11.2019 - 15:07 Uhr
Ich denke, die einzige Personalie, welche man dauerhaft in ihrer nun bezogenen Position sieht, ist Arne Friedrich.
Hinsichtlich des Trainergespanns Klinsmann/Nouri sollte man sich vermutlich nicht erwarten, dass damit der im letzten Sommer angekündigte große Umbruch etwas verspätet zur Adventszeit doch noch beginnt. Im Moment geht's um den Klassenerhalt und eigentlich nichts anderes. Natürlich kann man mit einer guten Rückrunde noch recht weit hochrutschen. Aber das ist nicht die Aufgabe! Es geht darum endlich wieder Stabilität, Motivation und Selbstvertrauen in die Truppe zu bekommen. Sofern Klinsmann die diesbezüglich in ihn gesetzten Anforderungen auch nur ansatzweise erfüllt, kann dies der Mannschaft nur helfen. Nicht zu unterschätzen sein dürfte auch ein weiterer psychologischer Faktor: Klinsmann ist als Spieler Weltmeister geworden und hatte die Vorstellung der Nationalmannschaft 2006 mit zu verantworten. Vor so einer (Fußball-)Persönlichkeit will sich sicherlich kein Spieler blamieren. Gerade für unsere jungen deutschen Spieler könnte es ein neuer zusätzlicher Ansporn sein.
Das "Risiko", was hier so gebetsmühlenartig beschrieben wird, habe ich doch bei jedem Trainerwechsel unter der Saison, ob der neue nun Schmidt, Labbadia oder eben Klinsmann heißt. Ich für meinen Teil, traue den Neuen zu, dass man die Spieler wieder auf den richtigen Pfad lenkt. Natürlich wird gerade Klinsmann für seine Zeit beim FC Bayern belächelt. Das ganze ist nunmehr aber auch 10 Jahre her. Menschen entwickeln sich weiter, lernen aus Fehlern. Außerdem herrscht bei der Hertha jetzt auch eine etwas andere Erwartungshaltung. Im Moment geht es nur darum die Mannschaft zu stabilisieren.
Sollte das mit der Stabilität und damit auch dem Klassenerhalt möglichst früh geschafft sein, könnte man sich mit der Trainerfrage für die kommende Saison beschäftigen. Auch da könnte Klinsmann noch wichtig werden und ein ebenes Spielfeld für die neue Personalie ab Sommer bereiten.
Und von der naiven Vorstellung, dass Windthorst damit nichts zu tun hatte, sollte man sich auch ganz schnell verabschieden. Es macht aber einen Unterschied, ob einem Verein eine Personalie quasi auf den Buckel gebunden wird oder ob man nach fast drei Tagen Beratung eine einvernehmliche Lösung präsentiert.
Hinsichtlich des Trainergespanns Klinsmann/Nouri sollte man sich vermutlich nicht erwarten, dass damit der im letzten Sommer angekündigte große Umbruch etwas verspätet zur Adventszeit doch noch beginnt. Im Moment geht's um den Klassenerhalt und eigentlich nichts anderes. Natürlich kann man mit einer guten Rückrunde noch recht weit hochrutschen. Aber das ist nicht die Aufgabe! Es geht darum endlich wieder Stabilität, Motivation und Selbstvertrauen in die Truppe zu bekommen. Sofern Klinsmann die diesbezüglich in ihn gesetzten Anforderungen auch nur ansatzweise erfüllt, kann dies der Mannschaft nur helfen. Nicht zu unterschätzen sein dürfte auch ein weiterer psychologischer Faktor: Klinsmann ist als Spieler Weltmeister geworden und hatte die Vorstellung der Nationalmannschaft 2006 mit zu verantworten. Vor so einer (Fußball-)Persönlichkeit will sich sicherlich kein Spieler blamieren. Gerade für unsere jungen deutschen Spieler könnte es ein neuer zusätzlicher Ansporn sein.
Das "Risiko", was hier so gebetsmühlenartig beschrieben wird, habe ich doch bei jedem Trainerwechsel unter der Saison, ob der neue nun Schmidt, Labbadia oder eben Klinsmann heißt. Ich für meinen Teil, traue den Neuen zu, dass man die Spieler wieder auf den richtigen Pfad lenkt. Natürlich wird gerade Klinsmann für seine Zeit beim FC Bayern belächelt. Das ganze ist nunmehr aber auch 10 Jahre her. Menschen entwickeln sich weiter, lernen aus Fehlern. Außerdem herrscht bei der Hertha jetzt auch eine etwas andere Erwartungshaltung. Im Moment geht es nur darum die Mannschaft zu stabilisieren.
Sollte das mit der Stabilität und damit auch dem Klassenerhalt möglichst früh geschafft sein, könnte man sich mit der Trainerfrage für die kommende Saison beschäftigen. Auch da könnte Klinsmann noch wichtig werden und ein ebenes Spielfeld für die neue Personalie ab Sommer bereiten.
Und von der naiven Vorstellung, dass Windthorst damit nichts zu tun hatte, sollte man sich auch ganz schnell verabschieden. Es macht aber einen Unterschied, ob einem Verein eine Personalie quasi auf den Buckel gebunden wird oder ob man nach fast drei Tagen Beratung eine einvernehmliche Lösung präsentiert.
27.11.2019 - 15:33 Uhr
Willkommen J. Klinsmann und Anhang in Berlin
Ich bin mit der neuen Konstellation sehr glücklich, wenn auch natürlich erst Taten folgen müssen. Wenn Klinsmann etwas kann, dann ist es motivieren und das ist nach der schlechten Stimmung zuletzt jetzt gefragt. Ich bin aber auch froh, dass er nicht die Dauerlösung sein soll und Hertha damit genug Zeit gewinnt, um eine gute Lösung ab dem Sommer für Hertha zu finden !
Richtig stark finde ich die Verpflichtung von A. Friedrich, der ein richtiger Sympathieträger sein kann, was Preetz eben leider nicht ist. Leider geht der Vertrag nur bis Saisonende, aber ich hoffe sehr, dass Arne das Bindeglied zwischen Mannschaft und Management über den Sommer bleibt. Bin auch gespannt auf den neuen Kondi-trainer, Impulse von außen sind immer gut. A. Köpcke sehe ich eher unter symbolischen Gesichtspunkten.
Insgesamt sollte es für den Nichtabstieg reichen, mehr wird vermutlich nicht mehr drin sein, aber ich fühle durchaus eine kleine Aufbruchstimmung
Ha-Ho-H Hertha BSC !
Ich bin mit der neuen Konstellation sehr glücklich, wenn auch natürlich erst Taten folgen müssen. Wenn Klinsmann etwas kann, dann ist es motivieren und das ist nach der schlechten Stimmung zuletzt jetzt gefragt. Ich bin aber auch froh, dass er nicht die Dauerlösung sein soll und Hertha damit genug Zeit gewinnt, um eine gute Lösung ab dem Sommer für Hertha zu finden !
Richtig stark finde ich die Verpflichtung von A. Friedrich, der ein richtiger Sympathieträger sein kann, was Preetz eben leider nicht ist. Leider geht der Vertrag nur bis Saisonende, aber ich hoffe sehr, dass Arne das Bindeglied zwischen Mannschaft und Management über den Sommer bleibt. Bin auch gespannt auf den neuen Kondi-trainer, Impulse von außen sind immer gut. A. Köpcke sehe ich eher unter symbolischen Gesichtspunkten.
Insgesamt sollte es für den Nichtabstieg reichen, mehr wird vermutlich nicht mehr drin sein, aber ich fühle durchaus eine kleine Aufbruchstimmung
Ha-Ho-H Hertha BSC !
27.11.2019 - 16:04 Uhr
Nachdem ich die PK eben gesehen hab, möchte ich hier auch mal meinen Senf dazu geben, auch wenn ich in diesem Forum sonst eher stiller Mitleser bin.
Als ich das heute vormittag erfahren hab, wusste ich die ganze Zeit nicht so recht, was ich davon halten soll und hatte eher ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache.
Nach der PK klingt das für mich alles doch relativ durchdacht und stimmt mich eigentlich ziemlich positiv.
Am positivsten bewerte ich in allererster Linie mal die Einbindung von Arne Friedrich als Bindeglied zwischen Trainerstab, Mannschaft und Preetz. Das dürfte letzteren entlasten und er kann sich mehr auf seine Kernkompetenz konzentrieren: Transfers.
Das neue Trainerteam an sich ist natürlich erstmal eine absolute Wundertüte. Niemand kann hier einschätzen, wie nah Klinsmann an der Bundesliga und insbesondere der Hertha ist und wie intensiv er sie verfolgt hat. Aber ich glaube ihm da voll und ganz, dass er den Job nicht angenommen hätte, wenn er ihn sich nicht auch zu 100% zutrauen würde.
Alexander Nouri im Team mit Feldhoff ist natürlich ebenso schwer einzuschätzen. Die Anfangszeit bei Werder startete eigentlich sehr viel versprechend, aber sowohl in Bremen als auch bei Ingolstadt hatte er alles andere als Erfolg.
Wenn man aber alle Personalien zusammen betrachtet und die PK gesehen hat, dann hat man eben den Eindruck, dass da ein Team zusammengestellt wurde, welches im Verbund eigentlich alles mitbringt, das es braucht, um erfolgreich zu sein. Mit Klinsmann und Köpke hat man geballte Fachkompetenz und zwei, die zu ihrer aktiven Zeit quasi Legenden waren. Außerdem hat Klinsmann einen sehr guten Ruf als Motivator. Man hat mit Nouri und Feldhoff Leute, denen ich durchaus taktisches Können attestieren würde und man hat mit Friedrich jemanden, der die Hertha in- und auswendig kennt.
Wenn es gelingt, dass dieses Team harmoniert wie gewünscht und jeder einzelne seine Stärken zum Tragen bringen kann, dann bin ich mir sicher, dass Hertha schnell aus dem Abstiegskampf sich verabschieden kann und in sicherere Fahrwasser gelangt.
So zumindest die optimale Wunschvorstellung. Dass das Projekt aber auch grandios scheitern kann, ist natürlich auch unbestritten. Aber bei einem Trainerwechsel während der Saison besteht natürlich immer ein gewisses Risiko.
Am spannendsten wird im kommenden Jahr sein, wer denn Nachfolger werden wird. Nachdem man sich für diese kurzfristige und riskante Variante entschieden hat, bin ich mir eigentlich sehr sicher, dass man für die kommende Saison schon jemanden in der Hinterhand hat.
Als ich das heute vormittag erfahren hab, wusste ich die ganze Zeit nicht so recht, was ich davon halten soll und hatte eher ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache.
Nach der PK klingt das für mich alles doch relativ durchdacht und stimmt mich eigentlich ziemlich positiv.
Am positivsten bewerte ich in allererster Linie mal die Einbindung von Arne Friedrich als Bindeglied zwischen Trainerstab, Mannschaft und Preetz. Das dürfte letzteren entlasten und er kann sich mehr auf seine Kernkompetenz konzentrieren: Transfers.
Das neue Trainerteam an sich ist natürlich erstmal eine absolute Wundertüte. Niemand kann hier einschätzen, wie nah Klinsmann an der Bundesliga und insbesondere der Hertha ist und wie intensiv er sie verfolgt hat. Aber ich glaube ihm da voll und ganz, dass er den Job nicht angenommen hätte, wenn er ihn sich nicht auch zu 100% zutrauen würde.
Alexander Nouri im Team mit Feldhoff ist natürlich ebenso schwer einzuschätzen. Die Anfangszeit bei Werder startete eigentlich sehr viel versprechend, aber sowohl in Bremen als auch bei Ingolstadt hatte er alles andere als Erfolg.
Wenn man aber alle Personalien zusammen betrachtet und die PK gesehen hat, dann hat man eben den Eindruck, dass da ein Team zusammengestellt wurde, welches im Verbund eigentlich alles mitbringt, das es braucht, um erfolgreich zu sein. Mit Klinsmann und Köpke hat man geballte Fachkompetenz und zwei, die zu ihrer aktiven Zeit quasi Legenden waren. Außerdem hat Klinsmann einen sehr guten Ruf als Motivator. Man hat mit Nouri und Feldhoff Leute, denen ich durchaus taktisches Können attestieren würde und man hat mit Friedrich jemanden, der die Hertha in- und auswendig kennt.
Wenn es gelingt, dass dieses Team harmoniert wie gewünscht und jeder einzelne seine Stärken zum Tragen bringen kann, dann bin ich mir sicher, dass Hertha schnell aus dem Abstiegskampf sich verabschieden kann und in sicherere Fahrwasser gelangt.
So zumindest die optimale Wunschvorstellung. Dass das Projekt aber auch grandios scheitern kann, ist natürlich auch unbestritten. Aber bei einem Trainerwechsel während der Saison besteht natürlich immer ein gewisses Risiko.
Am spannendsten wird im kommenden Jahr sein, wer denn Nachfolger werden wird. Nachdem man sich für diese kurzfristige und riskante Variante entschieden hat, bin ich mir eigentlich sehr sicher, dass man für die kommende Saison schon jemanden in der Hinterhand hat.
27.11.2019 - 16:12 Uhr
Zitat von Der_Verbannte
Hier scheint ja echt Euphorie zu herrschen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Mit Klinsmann wird immerhin jemand verpflichtet, der als Vereinstrainer lediglich bei einer Station gearbeitet hat und das ziemlich unerfolgreich. Dazu Nouri welcher bei Bremen und Ingolstadt jetzt auch nicht überragend war. Ich denke mit dieser Konstellation rutscht Hertha weiter hinten rein.
Hier scheint ja echt Euphorie zu herrschen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Mit Klinsmann wird immerhin jemand verpflichtet, der als Vereinstrainer lediglich bei einer Station gearbeitet hat und das ziemlich unerfolgreich. Dazu Nouri welcher bei Bremen und Ingolstadt jetzt auch nicht überragend war. Ich denke mit dieser Konstellation rutscht Hertha weiter hinten rein.
Wir spielen bis zum Hinrundeende nur noch gehen Top8 Teams. Die Mannschaft im aktuellen Zustand ist ein Scherbenhaufen. Welcher Trainer hätte sich das angetan? Es ist ein bisschen wie mit der NM vor seiner Übernahme. Damals hat keiner der großen Trainer die Eier gehabt, das Ruder in die Hand zu nehmen. Die hatten mehr Angst um ihren Ruf. Klinsmann kam und produzierte das Sommermärchen. Viele vergessen das.
In den USA war es ähnlich. Die dümperten so vor sich hin, viel Potential, aber kein Elan. Auch da hat Klinsmann seinen Stempel aufgedrückt. Die ganze Situation dort ist heute grundlegend anders, auch wegen Klinsmann. Wie Klinsmann es selbst sagt: wenn er was macht, dann richtig. Das ist glaubwürdig.
Und genau das brauchen wir jetzt auch. Dass wir in der aktuellen Situation keinen CL-Trainer an Land ziehen war klar. Wir hatten vor der Saison bereits Probleme überhaupt jemanden zu finden. Ich habe mit dem schlimmsten gerechnet.
Das hier ist das beste was uns passieren kann. Klinsmann bringt Schwung in die Hütte, hat die Autorität und bringt einer ganze Latte bekannter Namen mit sich. Nouri ergänzt das ganze mit etwas jugendlichem Leichtsinn.
Risiko ja. Aber nicht mehr als wenn da jetzt ein Labbadia hingesetzt wird... hätte er sich das überhaupt angetan.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FantasticDan am 27.11.2019 um 16:15 Uhr bearbeitet
27.11.2019 - 21:14 Uhr
Dieser Trainerwechsel heute hatte natürlich schon ziemlich Strahlkraft. Wenn ich dagegen sehe welches Aufsehen Beierlorzer und/oder Gisdol hatten, dann war das heute schon ein mediales Erdbeben. Mit der Konstellation als solches kann ich gut leben. Ich gehe davon aus, dass wir ungern nun Interimslösung A bis Weihnachten machen lassen wollten, um dann die nächste Interimslösung bis Sommer zu suchen. Dann ist der Schritt mit Klinsmann bis Sommer sicherlich der sinnvollste gewesen. Die Namen Labbadia oder Schmidt schwirrten durch den Blätterwald und waren teils auch verbrieft, aber scheinbar passten diese Namen unseren obersten Bossen. Ich kann mir an Labbadias Stelle ebenso vorstellen, dass er keine Ambitionen hat ein Trainer auf Abruf zu sein. Von daher finde ich den heutigen Schritt erstmal gut und richtig. Was im Sommer ist, kann jetzt keiner seriös sagen. Wenn unser Gespann bis zum Sommer extrem gut performt, dann kommt zwangsläufig die Frage ob eine Veränderung nötig ist. Das wird man dann sehen.
Zur Person Klinsmann: Er ist ein Motivator und kann den Spielern hoffentlich Selbstvertrauen einimpfen. Auch steht er für Veränderungen im Verein was nicht zwingend schlecht sein muss. Ich denke, dass er in seiner Amtszeit auch einige eingefahrene Dinge ändern möchte. Seine Art in der Öffentlichkeit steht natürlich auch für, wie hat es jemand so treffend formuliert, geile Anglizismen. Er wird aber auch mit Bedacht handeln und zuerst den sportlichen Erfolg im Blick haben bzw. er möchte uns in ruhigere sportliche Fahrwasser bringen. Fußballerisch erwarte ich daher einen pragmatischen Ansatz, der uns zu Punkten führen soll. Die Schönheit des Spiels darunter vorerst leiden, denke ich zumindest
Nouri als "prominenter" Co-Trainer ist überraschend, da er seit Ingolstadt von der Bildfläche verschwunden ist. Ich habe keine "Angst", dass man für den Sommer eventuell mit Nouri als Cheftrainer plant. Er hat sicher auch erstmal die Ambition bei einem Bundesligisten wieder zu arbeiten und indirekt auf sich aufmerksam machen zu können. Was ein Arne Friedrich am Ende für eine Rolle genau einnehmen wird, das wird sich zeigen. Jedenfalls hat man nun einen sehr breiten Trainer- und Betreuerstab, gerade wenn Harry Gämperle und Zsolt Petry weiterhin im Verein eine Funktion haben sollen. Wenn es sportlich gut läuft, wird gesagt, dass Klinsi eben seine Spezialisten für alles hat und es deswegen so exzellent funktioniert. Klappt es nicht, dann heißt es: viele Köche verderben den Brei
Die Bedenken bei Klinsmanns Engagement sind bei mir folgende: Es kam natürlich die Erinnerung an die Verpflichtung von König Otto. Großer Trainer/Name, aber ewig aus dem Geschäft raus und hauptsächlich medial eine Sensation. Er hat wenig Erfahrung im Vereinsgeschäft, aber dafür gute Arbeit in Deutschland und den USA geleistet. Bei Bayern sind natürlich schon einige Trainer gescheitert, vielleicht war es am Ende auch nur ein "Ausrutscher". Zumal er dem Vernehmen nach keine Ära prägen soll, sondern uns bis zum Sommer stabilisieren soll. Das schwächt diesen Aspekt etwas ab. Dennoch ist er auch schon längere Zeit aus dem Trainergeschäft raus und muss sich erstmal wieder einfinden. Wenn bis Weihnachten keine guten Ergebnisse geliefert werden, wird das mediale Echo sicherlich sehr groß und die Unruhe noch größer bei uns. Die Fallhöhe mit Klinsmann ist schon hoch. Am Ende garantiert mir eine "Sicherheitslösung" wie Labbadia es sein könnte, auch nicht zwingend Erfolg. Vielleicht war man auch der Meinung, dass Philosophie des Trainers und Kader nicht zusammenpassen und man hat sich deshalb anders entschieden. Oder die angefragten Trainer haben allesamt abgesagt. Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da das Team um Klinsmann nicht innerhalb von 2 Stunden Gewehr bei Fuß stand, ich denke das war schon von langer Hand geplant.
Für die Öffentlichkeit bzw. uns Herthafans war es natürlich extrem anstrengend bis heute zu warten, bis man endlich eine Entscheidung erfahren hat. Ich bin etwas skeptisch, aber die Hoffnung und Euphorie überwiegt bei mir tatsächlich. Ich mache mir nicht die großen Gedanken, ob man Preetz nun schleichend absägen möchte oder ob Windhorst jetzt seine Gefolgsleute inthronisiert hat. Unsere Gremien sind nicht so abhängig, als wenn Windhorst alles durchsetzen könnte. Natürlich hat er Mitspracherecht, gar keine Frage. Aber man muss immer einen gesunden Konsens finden und ich denke hier hat man den gefunden. Ich hoffe nun erstmal, dass wir die schweren Spiele möglichst erfolgreich bestreiten können und dass man vor allem auf dem Feld wieder eine Mannschaft sieht, die sich für Hertha zerreißt und füreinander kämpft. Wenn ich an das erste Spiel in Dortmund denke, als wir wieder aufgestiegen sind, dann ist das kämpferisch das Muster für unsere heutige Mannschaft. Fußballerisch waren wir sicherlich unterlegen, aber haben uns da dreckig den Sieg erkämpft und eine stärkere Mannschaft 90 Minuten lang genervt. Diese Mentalität muss Klinsmann auch wiederbeleben, damit wir gerade in einer recht prekären Situation den Ernst der Lage erkennen und uns dagegen stemmen. Am besten schon Samstag mit einem tollen Auftritt im vollen Olympiastadion.
Zur Person Klinsmann: Er ist ein Motivator und kann den Spielern hoffentlich Selbstvertrauen einimpfen. Auch steht er für Veränderungen im Verein was nicht zwingend schlecht sein muss. Ich denke, dass er in seiner Amtszeit auch einige eingefahrene Dinge ändern möchte. Seine Art in der Öffentlichkeit steht natürlich auch für, wie hat es jemand so treffend formuliert, geile Anglizismen. Er wird aber auch mit Bedacht handeln und zuerst den sportlichen Erfolg im Blick haben bzw. er möchte uns in ruhigere sportliche Fahrwasser bringen. Fußballerisch erwarte ich daher einen pragmatischen Ansatz, der uns zu Punkten führen soll. Die Schönheit des Spiels darunter vorerst leiden, denke ich zumindest
Nouri als "prominenter" Co-Trainer ist überraschend, da er seit Ingolstadt von der Bildfläche verschwunden ist. Ich habe keine "Angst", dass man für den Sommer eventuell mit Nouri als Cheftrainer plant. Er hat sicher auch erstmal die Ambition bei einem Bundesligisten wieder zu arbeiten und indirekt auf sich aufmerksam machen zu können. Was ein Arne Friedrich am Ende für eine Rolle genau einnehmen wird, das wird sich zeigen. Jedenfalls hat man nun einen sehr breiten Trainer- und Betreuerstab, gerade wenn Harry Gämperle und Zsolt Petry weiterhin im Verein eine Funktion haben sollen. Wenn es sportlich gut läuft, wird gesagt, dass Klinsi eben seine Spezialisten für alles hat und es deswegen so exzellent funktioniert. Klappt es nicht, dann heißt es: viele Köche verderben den Brei
Die Bedenken bei Klinsmanns Engagement sind bei mir folgende: Es kam natürlich die Erinnerung an die Verpflichtung von König Otto. Großer Trainer/Name, aber ewig aus dem Geschäft raus und hauptsächlich medial eine Sensation. Er hat wenig Erfahrung im Vereinsgeschäft, aber dafür gute Arbeit in Deutschland und den USA geleistet. Bei Bayern sind natürlich schon einige Trainer gescheitert, vielleicht war es am Ende auch nur ein "Ausrutscher". Zumal er dem Vernehmen nach keine Ära prägen soll, sondern uns bis zum Sommer stabilisieren soll. Das schwächt diesen Aspekt etwas ab. Dennoch ist er auch schon längere Zeit aus dem Trainergeschäft raus und muss sich erstmal wieder einfinden. Wenn bis Weihnachten keine guten Ergebnisse geliefert werden, wird das mediale Echo sicherlich sehr groß und die Unruhe noch größer bei uns. Die Fallhöhe mit Klinsmann ist schon hoch. Am Ende garantiert mir eine "Sicherheitslösung" wie Labbadia es sein könnte, auch nicht zwingend Erfolg. Vielleicht war man auch der Meinung, dass Philosophie des Trainers und Kader nicht zusammenpassen und man hat sich deshalb anders entschieden. Oder die angefragten Trainer haben allesamt abgesagt. Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da das Team um Klinsmann nicht innerhalb von 2 Stunden Gewehr bei Fuß stand, ich denke das war schon von langer Hand geplant.
Für die Öffentlichkeit bzw. uns Herthafans war es natürlich extrem anstrengend bis heute zu warten, bis man endlich eine Entscheidung erfahren hat. Ich bin etwas skeptisch, aber die Hoffnung und Euphorie überwiegt bei mir tatsächlich. Ich mache mir nicht die großen Gedanken, ob man Preetz nun schleichend absägen möchte oder ob Windhorst jetzt seine Gefolgsleute inthronisiert hat. Unsere Gremien sind nicht so abhängig, als wenn Windhorst alles durchsetzen könnte. Natürlich hat er Mitspracherecht, gar keine Frage. Aber man muss immer einen gesunden Konsens finden und ich denke hier hat man den gefunden. Ich hoffe nun erstmal, dass wir die schweren Spiele möglichst erfolgreich bestreiten können und dass man vor allem auf dem Feld wieder eine Mannschaft sieht, die sich für Hertha zerreißt und füreinander kämpft. Wenn ich an das erste Spiel in Dortmund denke, als wir wieder aufgestiegen sind, dann ist das kämpferisch das Muster für unsere heutige Mannschaft. Fußballerisch waren wir sicherlich unterlegen, aber haben uns da dreckig den Sieg erkämpft und eine stärkere Mannschaft 90 Minuten lang genervt. Diese Mentalität muss Klinsmann auch wiederbeleben, damit wir gerade in einer recht prekären Situation den Ernst der Lage erkennen und uns dagegen stemmen. Am besten schon Samstag mit einem tollen Auftritt im vollen Olympiastadion.
28.11.2019 - 09:35 Uhr
Zitat von Pal1975
Weiterhin hoffe ich sehr, dass man Nico kovac bereits für den Sommer festgemacht hat. Man hätte ihm auch ein besseres Angebot machen können und vielleicht 2-3 Wunschspieler für die Rückrunde in Aussicht stellen können, dann hätte er vielleicht auch sofort übernommen. Aber das hat man wohl nicht in erwägung gezogen und verwaltet das viele Geld weiterhin.
Weiterhin hoffe ich sehr, dass man Nico kovac bereits für den Sommer festgemacht hat. Man hätte ihm auch ein besseres Angebot machen können und vielleicht 2-3 Wunschspieler für die Rückrunde in Aussicht stellen können, dann hätte er vielleicht auch sofort übernommen. Aber das hat man wohl nicht in erwägung gezogen und verwaltet das viele Geld weiterhin.
Genau das ist es, was zum Glück nicht passiert ist, meiner Meinung nach.
Das "viele Geld" ist nicht sooo viel wie es erstmal klingt und ich wäre verdammt froh, wenn nicht schon ein Teil des Geldes in Wintertransfers fließen müsste, die in aller Regel einem sehr kurzfristigen Ziel dienen und mit langfristiger Kaderplanung wenig gemein haben.
Daher ist es ja diese Saison so verdammt wichtig schnell Planungssicherheit zu erlangen und daher ist die jetzige sportliche Situation in meinen Augen die größtmögliche Katastrophe. Allerdings sehe ich seit gestern so viele positive Aspekte, dass ich hoffe, diese Saison hat Hertha am Ende mehr gebracht, als viele andere der letzten Jahre, auch wenn man am Ende 13. werden sollte.
28.11.2019 - 17:06 Uhr
Zitat von Price
Nein, im ernst...solche Gedanken sind nicht zielführend. Am Ende sind das Vermutungen auf wirklich aller größter Ebene.
Preetz wird das nächste halbe Jahr nutzen, um 3-4 Kandidaten in die engere Auswahl zu nehmen. Diese werden dann ihm und dem Präsidium inkl. Klinsmann pitchen, wie sie diese Mannschaft in die Zukunft führen wollen. Dann wird man einfache Pro- und Kontra Argumente sammeln.
Am Ende muss man sich dann für den Trainer entscheiden, der am besten zu Hertha im hier und jetzt und in den nächsten Jahren passt. Eigentlich sollte es da keinen Bonus geben, dass Kovac mal bei der Hertha gespielt hat. Natürlich kann es ganz nützlich sein, wenn ein neuer Trainer die Philosophie des Clubs schon in seiner DNA trägt - ähnlich Simeone bei Atletico. Aber dafür braucht ein Club ja auch erstmal eine klare DNA. Kampagnen wie "das älteste Startup Berlins" verraten ja, dass wir uns dieser DNA selbst nicht bewusst sind.
Long story short: Am Ende scheitert doch jeder Trainer, wenn der Club ihm keine klare Vision vorgibt und ihn bedingungslos unterstützt. Das ist Aufgabe des Managements und dafür brauchen wir die richtigen Leute. Für mich sind deshalb diese Positionen entscheidender als die Trainer.
Nein, im ernst...solche Gedanken sind nicht zielführend. Am Ende sind das Vermutungen auf wirklich aller größter Ebene.
Preetz wird das nächste halbe Jahr nutzen, um 3-4 Kandidaten in die engere Auswahl zu nehmen. Diese werden dann ihm und dem Präsidium inkl. Klinsmann pitchen, wie sie diese Mannschaft in die Zukunft führen wollen. Dann wird man einfache Pro- und Kontra Argumente sammeln.
Am Ende muss man sich dann für den Trainer entscheiden, der am besten zu Hertha im hier und jetzt und in den nächsten Jahren passt. Eigentlich sollte es da keinen Bonus geben, dass Kovac mal bei der Hertha gespielt hat. Natürlich kann es ganz nützlich sein, wenn ein neuer Trainer die Philosophie des Clubs schon in seiner DNA trägt - ähnlich Simeone bei Atletico. Aber dafür braucht ein Club ja auch erstmal eine klare DNA. Kampagnen wie "das älteste Startup Berlins" verraten ja, dass wir uns dieser DNA selbst nicht bewusst sind.
Long story short: Am Ende scheitert doch jeder Trainer, wenn der Club ihm keine klare Vision vorgibt und ihn bedingungslos unterstützt. Das ist Aufgabe des Managements und dafür brauchen wir die richtigen Leute. Für mich sind deshalb diese Positionen entscheidender als die Trainer.
"Der Gedanke ist es, der das Wort adelt." - Gottfried Keller
Warum sollten wir hier nicht auch über andere Kandidaten reden? Sieht man sich die Gerüchte des zurückliegenden Jahres an, dürfte Kovac sicherlich der Favorit sein. Aber die Verhandlungen mit Seoane und Labbadia waren so weit gediegen, dass ich beiden schon eine realistische Chance einräumen würde.
Ich halte die Installation von Gämperle als vorbereitende Maßnahme für eine Übernahme von Seoane zwar für weit hergeholt, aber trotzdem für belastbar. Die Gerüchte um Kovac sind letztlich auch nur Gerüchte, die von der Presse lanciert werden. Daraus eine faktische Information zu stricken, halte ich für deutlich naiver als den konstruierten "Gämperle-Plan". Wer sagt denn, dass in der Zwischenzeit nicht ein Hochkaräter an Kovac herantritt?
Übrigens liegt die Erkenntnis einer vereinseigenen DNA im Auge des Betrachters. Ich halte beispielsweise die umfangreiche Ausbildungsförderung junger Spieler und Trainer aus der Region für ein Markenzeichen. Genauso könnte man die stärkere Anbindung an die Stadt (Stichwort: Bezirksspieltag und Kieztraining) und den Versuch der zunehmenden Digitalisierung als tragende Elemente einer Markenidentität sehen. Ebenso die Zurückhaltung und Ruhe bzw. fast familiäre Stimmung, die sich innerhalb des Vereins etabliert hat. Das sind keine Alleinstellungsmerkmale, aber mit der Zeit könnte aus der Summe dieser Einzelbemühungen durchaus so etwas, wie einer Wiedererkennungsmuster entstehen.
Eine daraus erwachsene Identifikation braucht vor allem Zeit. Aber auch dann wird nicht jeder ein einheitliches Vereinsidentität erkennen. Das hat eben viel mit den eigenen Erfahrungen in und um den Verein zu tun.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Alpenbombe am 28.11.2019 um 17:09 Uhr bearbeitet
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