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Nationalmannschaft: Doppelbürger mit Schweizer Pass

11.03.2011 - 17:40 Uhr
Leider hat sich noch niemand dazu geäussert, wie es mit dem Entscheidungsalter 18 aussehen würde als Möglichkeit?!
Ansonsten stimme ich der Mehrheit zu, jeder hat das Recht, für das Land zu spielen, das er möchte. Das Wort Verräter sehe ich hier als unangebracht an. Ärgerlich ist es nur, wenn der Spieler beteuert, dass er für die Nati spielen wolle, im letzten Moment dann aber eine Kehrtwende macht. Bsp. Kerim Frei.
Aber auch hier würde mit 18 Jahren als Stichalter einiges erleichtert, würde die Entscheidung dann doch weniger schmerzhaft machen. Mittlerweile sind zwischen der U21 und der A-Nati ja keine Welten mehr, da wäre es schon schön, wenn man weiss, ob man den Speieler auch noch behalten wird und man kann ihn entsprechend hochziehen.
Ich verstehe auch nicht, wie man einem Doppelbürger "böse" sein kann, der lieber für sein Heimatland spielt, obwohl er hier aufgewachsen ist. Wenn der mit 18 sagt, er fühle sich mehr als Kroate als Schweizer, wird er nicht mehr in der CH-U21 spielen, dass muss er aber hinnehmen und alle sind glücklich. Logisch "er hätte für uns spielen können", deswegen wünsche ich ihm aber sicherlich nichts schlechtes.
Ich bin auch nicht auf Messis Eltern wütend, weil sie nicht vor 25 Jahren in die Schweiz ausgewandert sind :)

Was mir hingegen sauer aufstösst, ist, wenn man U19 Spiele anschaut und es dann bei jedem zweiten Spieler heisst, man wisse noch nicht, ob er dann auch für die CH auflaufen würde.
Das tönt jetzt vielleicht etwas nach Blick-Kommentar, aber solche Spieler kann man getrost abschieben...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Philippe Senderos am 11.09.2012 um 16:30 Uhr bearbeitet
In gewissen Kulturkreisen wird ja immer wieder gerne mit dem Begriff der "Ehre" argumentiert. Jetzt ist es doch aber so, dass Spieler wie Shaquiri oder Xhaka in der Schweiz ausgebildet wurden. Könnte man dann nicht auch in die andere Richtung argumentieren und behaupten, dass ein Wechsel des Nationalteams "ehrlos" sei, da man die Ausbildung in der Schweiz zwar nutzen durfte, im Gegenzug aber nicht bereit ist, dann auch seinen Teil dazu beizutragen? Ganz zu schweigen von der Integrationsdebatte, die dann noch zwangsläufig dazukommt.

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Federer - on a path to immortality

Eres más feo que El Fary comiendo limones!
Zitat von Zinedine Zidane:
In gewissen Kulturkreisen wird ja immer wieder gerne mit dem Begriff der "Ehre" argumentiert. Jetzt ist es doch aber so, dass Spieler wie Shaquiri oder Xhaka in der Schweiz ausgebildet wurden. Könnte man dann nicht auch in die andere Richtung argumentieren und behaupten, dass ein Wechsel des Nationalteams "ehrlos" sei, da man die Ausbildung in der Schweiz zwar nutzen durfte, im Gegenzug aber nicht bereit ist, dann auch seinen Teil dazu beizutragen? Ganz zu schweigen von der Integrationsdebatte, die dann noch zwangsläufig dazukommt.


Wieso sollte das ehrlos sein? Der Spieler bzw. seine Elter zahlen doch brav Steuern in der Schweiz. Dadurch bekommt ein jeder in der Schweiz, die Berechtigung in der Schweiz augebildet zu werden.
Nach deiner Begründung, dürfte er nichtmal den FC Basel verlassen. Ausserdem gibts in solchen Situationen immer Ausbildungsentschädigung.
Wenn ich mit meinem Ingenieur-Studium fertig bin, darf ich doch auch ins Ausland arbeiten gehen. (Ich lebe in der Schweiz)

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Unglaublich ehrgeizig, sie wollen so gerne. Sie haben aber große Probleme mit der Technik. Und dann gibt es noch ein anderes Problem: Während des Trainings oder des Spiels sehen sie plötzlich einen Wal - und dann lassen sie Ball Ball sein, dann stürmen sie zu den Booten und es geht raus aufs Meer, es geht dann nur noch um den Wal.
(Sepp Piontek über die Mentalität grönländischer Fußballer)
Bevor die Antortposts auf Zidanes Beitrag (nicht die Nationalmannschaften bilden die Spieler aus bla blubb) kommen schon mal zum Vorbeugen ein Post von mir welchen ich im Zusammenhang mit Kerim Frei mal gepostet habe:

Zitat von vainhopper:
Die Talente werden hierzulande sehr früh bereits in Auswahlen gesteckt und gezielt ausgebildet. KF hat diesbezüglich mehrere intensive Trainingscamps und Taktik- sowie Sportausbildungen auf jeder Auswahlstufe durchlaufen. Die Kids wohnen meistens in Camps (von den Clubs) oder in Gastfamilien (ähnlich wie in Nordamerika Eishockeytalente), geniessen eine separate auf sie zugeschnittene Schulausbildung, sowie zu gegebener Zeit die Sportler-RS (Militärdienst). Zudem wurde KF ja wohl immer an alle Destinationen mitgenommen (Auswärtsspiele, Camps etc.). Die Plätze für Talente in diesen Auswahlen sind durch den akribischen Aufbau sehr begrenzt und ein anderes Talent in seiner Altersklasse musste wohl für KF über die «Klippe springen».
Da kommt man dann schnell einmal auf die in einem hier zitierten Blick-Artikel kolportierten CHF 100k, die dann so in den «Sand gesetzt» wurden. Mehr noch, mann überlässt somit ein top ausgebildetes Talent «gratis» zu einem konkurrierendem Verband.

Wenn man das mal mit der Privatwirtschaft vergleicht (Der Vergleich hinkt natürlich auch), kann man das in etwa so ausdrücken: eine Firma A investiert in einen talentierten Mitarbeiter eine grosse Summe um ihn zu einem absoluten Spezialisten auf einem gewissen gebiet macht. Sobald seine Ausbildung abgeschlossen ist, will er zur Konkurrenz (Firma B) wechseln. Zeig mir da eine Firma, welche in solchen Fällen in dessen Vertrag nicht eine Konkurrenzklausel einbaut, damit der Mitarbeiter nicht bei abgeschlossener Ausbildung sogleich zur Konkurrenz wechselt.

Ich hoffe, Du kannst nun etwas mehr nachfühlen, wieso man hier etwas «genervt» über solche Wechselabsichten reagiert.

PS: Hier kann man einiges über die CS Football Academy nachlesen. Dies ist nur eine von vielen solchen Methoden die im SFV angewendet werden.
http://www.football.ch/sfv/de/Ausbildungszentrum-JF.aspx


Leider funktioniert der Link nicht mehr, da die Verbandsseite total umgebaut wird.

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Als kaum einjener noch Hoffnung hegte, kam ein junger mutiger Mann aus Nazareth.
Er trug die Nummer 9!
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Ein Fussballstadion für Zürich! Aber subito!
Zitat von Philippe Senderos:
Leider hat sich noch niemand dazu geäussert, wie es mit dem Entscheidungsalter 18 aussehen würde als Möglichkeit?!

Ich finde diesen Vorschlag sehr gut - und teile deine Meinung zu diesem Thema völlig. Mit dieser Anpassung gäbe es viel weniger Probleme. Einen Nachteil hat daraus auch niemand - es gäbe nur Vorteile für alle Beteiligten.

Nur müsste man dann natürlich auch die akzeptieren, die "nicht/noch nicht" entscheiden wollen. Nur dürften die dann halt für keine U-Mannschaft über U18 mehr auflaufen - was aber ja auch für alle Beteiligten in Ordnung wäre...
Zitat von SAMsg:
Zitat von BiH-Lukman:
Natürlich die Ehre.Nationalmannschaften sind nicht dafür da,um seine eigene Karriere aufzubauen,dafür gibt es schon Klubs.Bei der Nationalmannschaft muss man sein eigenes Land/das Heimatland seiner Eltern repräsentieren.Für mich ist es eine Herzensangelegenheit.Diese Auffassung hat man zumindest in meinem Heimatland Bosnien und Herzegowina.Das macht unseren Teamgeist noch stärker,da alle Spieler sich verbunden fühlen.

Eine Mannschaft mit 11 Patrioten legt mehr Leidenschaft an den Tag wie eine zusammengewürfelte Mannschaft mit elf Söldnern.

Ich bin mir nicht sicher, dass es da Patrioten braucht. Schau dich mal in der CH um - da ist kaum ein noch so "echter" Schweizer mehr Patriot. :) Daher gibt es in meinen Augen auch keine wirkliche Erwartungshaltung vieler CHer betreffend Patriotismus in der Nationalmannschaft :).

Fussballer wollen immer gewinnen. Für eine gute Truppe - für guten Teamgeist - braucht es keinen Patriotismus.

Ausserdem bin ich anderer Meinung betreffend dem Argument "Ehre". Der finanzielle Faktor ist nicht zu unterschätzen - ein Nationalspieler kann mit Sponsorenverträgen (die er nicht in diesem Ausmass kriegen dürfte, ohne dass er Nationalspieler ist) schnell mal 1 Mio. zusätzlich verdienen.


Schade, das hier in der Schweiz das Wort Patriotismus gleich in die rechte Ecke geschoben wird, haben wir wohl von Deutschland anekdiert. Ich finde einen gesunden Patriotismus absolut i.o, ich bin gegen den allgemeinen Trend jeden und alles gleichzumachen (oh wir menschen sind doch alle gleich blabla). Dann landen wir irgendwann in Orwells Buch (Tendenzen sind ja klar sichtbar, aber das driftet wohl zu stark ab). Auch im Fussball sollen die Spieler mit irgendwas noch mit Herz dabei sein, und das kann wohl nur noch die Nationalmannschaft sein. Auch die Aussage von Basel99, an Länderspielen seien wohl nur Fanatiker und Extremisten im Schweizerblock ist völliger Humbug, ja ich bin auch kein Fan von Kuhglocken, trotzdem bleibt am Boden. Kommt wohl alle aus Stadtgebieten, da ist das Denken ja gang und gäbe. Dann schickt doch die Hipsters mit den iphones und instagramm hin. Schöne neue Welt in der jede Stadt aus McDonalds und Starbucks und einem Apple Store besteht, es keine Europa Meisterschaft mehr gibt und die Nationalität nicht mehr exisitiert.

Deshalb mag ich die Albaner, die sind mit Herzblut dabei. Natürlich auch manchmal ins negative schwenkend ;) Wir Schweizer sind immer so schön korrekt und durchschnittlich, langweilig und bieder. Wenn jemand mal aus der Masse sticht, gibts auf den Deckel. Müssten wohl die Leaderrolle in der schleichenden Gleichmachung auf dieser Welt übernehmen, den wir geben unsere Identität Stück für Stück ab.

Die Nationalität soll ein Stück Papier werden und dazu sind wir auf bestem Weg. Gut oder schlecht? Die Folgen werden wohl erst später sichtbar sein. Und kommt jetzt ja nicht mit der braunen Keule, liebe User.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Breakgiver am 11.09.2012 um 19:10 Uhr bearbeitet
Zitat von Breakgiver:
Schade, das hier in der Schweiz das Wort Patriotismus gleich in die rechte Ecke geschoben wird, haben wir wohl von Deutschland anekdiert. Ich finde einen gesunden Patriotismus absolut i.o, ich bin gegen den allgemeinen Trend jeden und alles gleichzumachen (oh wir menschen sind doch alle gleich blabla). Dann landen wir irgendwann in Orwells Buch (Tendenzen sind ja klar sichtbar, aber das driftet wohl zu stark ab). Auch im Fussball sollen die Spieler mit irgendwas noch mit Herz dabei sein, und das kann wohl nur noch die Nationalmannschaft sein. Auch die Aussage von Basel99, an Länderspielen seien wohl nur Fanatiker und Extremisten im Schweizerblock ist völliger Humbug, ja ich bin auch kein Fan von Kuhglocken, trotzdem bleibt am Boden. Kommt wohl alle aus Stadtgebieten, da ist das Denken ja gang und gäbe. Schöne neue Welt in der jede Stadt aus McDonalds und Starbucks und einem Apple Store besteht, es keine Europa Meisterschaft mehr gibt und die Nationalität nicht mehr exisitiert.

Deshalb mag ich die Albaner, die sind mit Herzblut dabei. Natürlich auch manchmal ins negative schwenkend ;) Wir Schweizer sind immer so schön korrekt und durchschnittlich, langweilig und bieder. Wenn jemand mal aus der Masse sticht, gibts auf den Deckel. Müssten wohl die Leaderrolle in der schleichenden Gleichmachung auf dieser Welt übernehmen, den wir geben unsere Identität Stück für Stück ab.


Was hat fehlender Patriotismus mit Orwell's 1984 zu tun? Ich finde es durchaus legitim, sich auf den Standpunkt zu stellen, dass man Patriotismus nicht nötig hat. Dieses Zusammenhaltsgefühl, das Schaffen der eigenen Identität über den Fussball brauchen eben nicht alle.

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© 2018 - PabloPiatti10 - Madridismo

Dieser Beitrag wurde zuletzt von PabloPiatti10 am 11.09.2012 um 19:11 Uhr bearbeitet
Es hat sehr wohl damit zu tun. Schau dir die Entwicklung in der "globalisierten" Welt mal an. Egal, wer den Punkt nicht sieht, bei dem ist der Zug schon abgefahren ;)

Man sollte halt auch ein wenig hinter den Vorhang sehen.

Menschen waren immer unterteilt in Stämme, Völker etc. Es gehört zu uns. Schon immer, seit es uns gibt. Deshalb gab es auch immer Patriotismus. Solange dieser andere nicht in ihrem Werdegang behindert, auch absolut i.o und gesund.

Wir müssen ja alle so international sein um zu bestehen, heutzutage und wieso? Damit wir als Arbeitskräfte hin und her geschoben werden können.

Aber das ist jetzt ein wenig "Abseits" ;)

Doppelbürger sollten sich spät. mit 18vollendet für eine Nation entscheiden. Volljährig hat schliesslich seine Bedeutung. Da sollten Fussballer keine Ausnahme bilden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Breakgiver am 11.09.2012 um 19:17 Uhr bearbeitet
nene, das ist zu streng ausgedrückt, so eine "blickzusammenfassung" würdig. ;)

Genauso falsch wie die Aussage man "müsse" den Patriotismus überwinden.

Eine eigene Identität schützt vor orswellischen Gebilden, und für viele ist die Nationalität halt doch noch mehr als ein Stück Papier. Falls sich jemand sonst in der Esotherik oder in der Wirtschaft eine eigene Identität gebastelt hat, ist das ja auch ok.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Breakgiver am 11.09.2012 um 19:25 Uhr bearbeitet
Zitat von Breakgiver:
Es hat sehr wohl damit zu tun. Schau dir die Entwicklung in der "globalisierten" Welt mal an. Egal, wer den Punkt nicht sieht, bei dem ist der Zug schon abgefahren ;)

Man sollte halt auch ein wenig hinter den Vorhang sehen.

Menschen waren immer unterteilt in Stämme, Völker etc. Es gehört zu uns. Schon immer, seit es uns gibt. Deshalb gab es auch immer Patriotismus. Solange dieser andere nicht in ihrem Werdegang behindert, auch absolut i.o und gesund.


Hehe. Na logisch. Gebe mir Mühe, kann dir aber leider nicht folgen. Wenn wir also keinen Patriotismus hinbringen leben wir morgen im Überwachungsstaat (korrigiere im totalen Überwachungsstaat)? Kurz zusammengefasst - haut das hin?

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© 2018 - PabloPiatti10 - Madridismo

Dieser Beitrag wurde zuletzt von PabloPiatti10 am 11.09.2012 um 19:20 Uhr bearbeitet
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