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Quo Vadis Dynamo?

29.09.2019 - 16:08 Uhr
Quo Vadis Dynamo? |#101
08.10.2019 - 16:13 Uhr
Also um hier auch mal meinen Senf dazu zu geben (nachdem hier die letzten Tage fast jede Sau durch Dorf getrieben wurde tongue ):

Wenn man nur so mal ganz in Ruhe Aue und dieverse kleinere Mannschaften mit unserer SGD vergleicht, so bin ich der Meinung, dass durchschnittliche Hausmannskost derzeit in der Liga reicht, um am Ende die Klasse zu halten. Insbesondere dann, wenn es gleichzeitig Mannschaften gibt, die Barcelona nachzueifern versuchen tongue

Ich hoffe nur, dass unser Buschie hier nicht ab und an vorbeischaut, sonst kriegt der Vorstand auch noch langsam Schnappatmung.

Wichtig ist, dass man in Kriesensituationen vor allem kühlen Kopf bewahrt. Vielleicht sollte man wirklich für die nächsten Spiele mal auf ein einfacheres System umstellen, um der Mannschaft erstmal wieder Sicherheit zu geben. Nur wenn dass dann auch noch in die Buxe gehen sollte, dann brennt hier nicht nur der Christbaum, sondern auch der Rosienenstollen.
In diesem Sinne: Kopf hoch, Backen zusammen und vor allem Forza!

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Drei sind, die da herrschen auf Erden:
die Weisheit, der Schein und die Gewalt.
Quo Vadis Dynamo? |#102
08.10.2019 - 16:34 Uhr
Quelle: www.tag24.de
Und: Wir kriegen zu viele Gegentore. Das Fundament für den Erfolg ist immer das Abwehrverhalten. Da geht es für uns darum, die Balance zu finden. Wir müssen nur Nuancen verändern.
Möchte noch mal Bezug nehmen auf die Diskussion zum Thema Spielphilosophie (Ballbesitz- und Kombinationsfussball).


Wie auch RM heute zugibt, mangelt es dieser Mannschaft an den absoluten Grundlagen. Natürlich stellt er es so dar, dass nur Kleinigkeiten verändert werden müssen und der Kader natürlich für Platz 8-12 gut genug ist. Was soll er auch sonst sagen.

Für mich grenzt das an eine Bankrott-Erklärung. Bereits unter UN wurde immer wieder deutlich, dass einige Spieler das Defensivverhalten nicht allzu ernst nehmen. Da fehlte oft die Konzentration und die Bereitschaft. Auch MW und Team hat dieses Problem sofort identifiziert und wollte entsprechend darauf reagieren. Die Mannschaft sollte sich also erstmal auf die defensiven Abläufe konzentrieren und wenn das fehlerfrei klappt, dann wollte er über ein offensives System nachdenken. Die Spieler hatten darauf keine Lust, weil sie ja lieber Ballbesitzfussball spielen wollen. So musste MW gehen.
Dann wurde CF installiert, der nun seine Philosophie von Fussball umsetzen soll. Und einige Monate später müssen wir nun also feststellen, dass man doch erstmal an den defensiven Grundlagen arbeiten muss?! Denn die Balance zwischen Offensivdrang und Defensivarbeit zu finden, bedeutet für mich sinngemäß nichts anderes als das man sich jetzt erstmal auf das Defensivverhalten konzentrieren muss - was letztendlich bei der Torbilanz auch nicht gerade eine Perle der Weisheit sein dürfte...

Außerdem bringt RM noch das Argument Effektivität bei der Chancenverwertung, dass hier schon klar widerlegt wurde. Vielmehr liegt es an der Effektivität überhaupt Chancen zu kreieren - und das bei einer Spielphilosophie, die auf das Kreieren von Chancen ausgelegt ist. Ob das dann besser aussehen wird, wenn sich die Mannschaft auf die Defensivarbeit konzentriert, wage ich mal zu bezweifeln... Und wie es mit der Motivation der Spieler aussieht, wenn sie jetzt auch unter CF erstmal Defensivverhalten eingetrichtert bekommen, werde ich auch mit Spannung beobachten.

Bis zur Winterpause geht es für Dynamo ans Eingemachte, denke ich. Jetzt wird sich zeigen, ob CF und PM eine eingeschworene Mannschaft entwickeln können, die auch bereit ist, sich den Notwendigkeiten anzupassen und alles dem Erfolg unterzuordnen. Hoffen wir das Beste...

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Relegation abschaffen. Anzahl der Mannschaften in den Bundesligen auf jeweils 20 erhöhen. Konkurrenz belebt das Geschäft.
Quo Vadis Dynamo? |#103
08.10.2019 - 21:17 Uhr
Interessant.
Für mich heisst das in letzter Konsequenz eigentlich Abkehr vom Ballbesitz-Fussball.

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pyrotechnik ist kein verbrechen,
ABER SIE STINKT!
Quo Vadis Dynamo? |#104
08.10.2019 - 21:20 Uhr
In demselben Artikel heißt es außerdem:

TAG24: Ein anderes Thema ist die Rotation. Wenn ich mich auf keine Stammelf festlege, kann sich keine Sicherheit herausbilden. Experimentiert CF zu viel?

Minge: "... Es gilt das Leistungsprinzip. Ich bin überzeugt, dass der Trainer die aufstellt, bei denen er die höchste Wahrscheinlichkeit sieht, dass wir erfolgreich Fussball spielen..."

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Hier würde mich eure Meinung interessieren. Hebelt eine Festlegung auf eine Stammelf das Leistungsprinzip aus? Das hab ich noch nie gehört und auch selbst nicht so erlebt. Vielmehr führt doch die Festlegung einer Stammelf den Konkurrenzkampf eher noch. Spieler der Stammelf müssen sich jede Woche beweisen, um Stammspieler zu bleiben. Spieler im Anschlußkader müssen sich in jedem Training reinhauen, um eine Alternative für den Trainer darzustellen.

Meiner Meinung nach wird bei Dynamo zurzeit krampfhaft versucht, alles unbedingt anders zu machen als üblich.
Diesen internen Schmusekurs verstehe ich nicht. Das führt aus meiner Sicht zu wenig bis keinem Konkurrenzkampf, denn irgendwann kommt ja jeder mal dran. Das würde auch zu der Beobachtung einiger hier im Forum passen, dass sich keiner der Einwechselspieler in ihren Minuten wirklich anbieten. Warum sollten sie auch? Beim nächsten Spiel wird eh wieder rotiert und man kommt dran oder auch nicht.

Gleichzeitig dauert es viel länger, bis jeder jeden Laufweg kennt und so etwas wie "blindes Verständnis" entsteht. Ich halte das für absurd. Das kann man vielleicht in einer Jugendmannschaft so praktizieren, wo 80% der Spieler seit der E-Jugend zusammen sind. Dort ist das blinde Verständnis bereits vorhanden und über die Rotation kann ich vielleicht eine höhere intrinsische Motivation erreichen.
Aber in einem Profi-Kader, der jedes Jahr zur Hälfte ausgetauscht wird und speziell bei Dynamo diese Saison ein neues System verinnerlichen soll?

Mir fällt jedenfalls kein erfahrener BL-Trainer ein, der am 9. Spieltag noch keine Stammelf festgelegt hat. Das halte ich für kompletten Unsinn...

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Relegation abschaffen. Anzahl der Mannschaften in den Bundesligen auf jeweils 20 erhöhen. Konkurrenz belebt das Geschäft.
Quo Vadis Dynamo? |#105
08.10.2019 - 21:24 Uhr
Zitat von tiro_libre
Interessant.
Für mich heisst das in letzter Konsequenz eigentlich Abkehr vom Ballbesitz-Fussball.


Lies das Interview lieber mal selber @tiro_libre .
Was @Brandinger hier interpretiert muss man sicher nicht zwingend als den Inhalt des Interviews sehen.
Quo Vadis Dynamo? |#106
08.10.2019 - 22:46 Uhr
Zitat von genaumann
Zitat von tiro_libre

Interessant.
Für mich heisst das in letzter Konsequenz eigentlich Abkehr vom Ballbesitz-Fussball.


Lies das Interview lieber mal selber @tiro_libre .
Was @Brandinger hier interpretiert muss man sicher nicht zwingend als den Inhalt des Interviews sehen.


daumen-hochdaumen-hochdaumen-hoch
Quo Vadis Dynamo? |#107
09.10.2019 - 06:25 Uhr
Zitat von brandinger
Hier würde mich eure Meinung interessieren. Hebelt eine Festlegung auf eine Stammelf das Leistungsprinzip aus? Das hab ich noch nie gehört und auch selbst nicht so erlebt. Vielmehr führt doch die Festlegung einer Stammelf den Konkurrenzkampf eher noch. Spieler der Stammelf müssen sich jede Woche beweisen, um Stammspieler zu bleiben. Spieler im Anschlußkader müssen sich in jedem Training reinhauen, um eine Alternative für den Trainer darzustellen.


In meinen Augen ist es nicht möglich pauschal zu sagen, dass es Unsinn wäre.

Gehen wir mal ein paar Jahre zurück. Unter Loose, aber auch später unter Neuhaus gab es Positionen auf denen wir kritisiert haben, dass scheinbar der Konkurrenzkampf außer Kraft gesetzt wurde, wenn man die ganze Zeit nur auf bestimmte Spieler gesetzt hatte. Schuppan, Koch, Bregerie, später waren es dann Heise, Testroet (welcher genau das eingefordert hatte) und Stefaniak.

Pauschal also zu sagen, dass eine feste Stammelf der Konkurrenzsituation absolut nicht im Wege steht, halte ich für etwas voreilig.

Sicherlich braucht es einen Kern an Spielern die sich eingespielt haben. Aber aktuell haben wir die größte Rotation nicht in der kritisierten Abwehr, sondern im Angriff.
Und hier wurde ja sogar Fiél gelobt: Klingenburg hat er in die erste Elf gebracht, weil viele gedacht haben, den Schwung den er bei Einwechslungen bringt, könne er ja auch von Beginn an bringen. Er wurde gelobt für die Auszeit von Koné, nach welcher dieser mit so viel Feuer zurück kam, dass viele sich immer noch wundern wie dieser aktuell kämpft und wo er überall arbeitet.

In meinen Augen ist die Intention dahinter durchaus gut, aber die Umsetzung ist bisher ausbaufähig, was aber weder am System liegt, noch am Trainer: In meinen Augen liegt es an den einzelnen Spielern die gebracht werden.
Quo Vadis Dynamo? |#108
09.10.2019 - 08:06 Uhr
Quelle: www.tag24.de
"Wer die Worte von Dirk Schuster und anderen Spielern gehört hat, glaube ich, dass der Gegner große Probleme mit uns hatte. Wenn jetzt alle aufstehen und fragen, könntest du mir das Ergebnis nochmal sagen, dann muss ich mich zurücklehnen und die Klappe halten. Das Ergebnis steht für sich. Aber um auf den Punkt zu kommen: Kompliziert ist ein Wort, da habe ich so meine Probleme mit."
Fiél zum Thema ob das aktuelle System für die Spieler zu kompliziert sei.

Sollten die Aussagen auf die Fragen tatsächlich in der Form gefolgt sein, dann kräuseln sich mir die Zehennägel....
Quo Vadis Dynamo? |#109
09.10.2019 - 09:39 Uhr
Grundsätzlich versuche ich mich selber immer wieder zu ermahnen, nicht jedes Wort der Verantwortlichen auf die Goldwaage zu legen.

Vor allem aus einem Grund: die Medien müssen heutzutage jeden Tag (!) irgendwas von Dynamo bringen.
Am besten verkaufen sich natürlich Storys, in die man einen etwaigen Zwist zwischen Vorstand und Trainer, Trainer und Spielern, Spielern und Fans u.s.w. hinein interpretieren könnte.

Mir ging auch immer das Gelaber nach unseren Pleiten auf die Nüsse "dumme Gegentore, haben förmlich drauf gewartet, müssen jetzt nach vorne schauen, hart trainieren und im nächsten Spiel alles geben".... Aber mein Gott, was sollen die Jungs auch sagen?

Mir wäre es am Liebsten, wenn sie sich auf ihre Kernkompetenz, das Kicken konzentrieren dürften und die Presse um den Trainingsplatz nen großen Bogen macht. Wenn sie was will, darf sie beim Pressesprecher nachfragen und gut ist. Ungefähr 90% dessen, was sie in ihren Gazetten über Dynamo absondern, ist eh inhaltloses Geschwafel.

Am Montag gibts nen Spielbericht wie früher in der Fuwo, das Feedback vom Trainer und das reicht voll und ganz.

Ich glaub als Trainer würde ich absolut am Rad drehen, wenn mir irgend so ein Presseheini erklären will, wie Fußball funktioniert.
Quo Vadis Dynamo? |#110
10.10.2019 - 08:56 Uhr
Hallo liebe Leute, die Länderspielpause kommt irgendwie gerade recht um meine Position als stillen Leser zu beenden. Mich umtreiben diese zwiespältigen Diskussionen über die Effektivität von Dynamo. Dazu möchte ich einfach mal folgende Statistiken aus Sicht der SGD in dieser Saison kundtun:
  • Anzahl der Torschüsse: 110 (Ligavergleich: 15. Platz mit Heidenheim / dahinter St. Pauli 107, Jahn 105 / Liga-Top-Wert: VfB 165 / Interessant: SVS 151, Fürth 128, Wehen 124)
  • Anzahl der Tore: 12 (Ligavergleich: 12. Platz)
  • Effektivität (Verhältnis Tore zu Torschüssen): 10,9 % (Ligavergleich: 8. Platz / Top-Wert: Jahn 16,2% / Flop-Wert: SVS 6,6 %)

Zwischenfazit: Logisch, wer mehr Torschüsse kreiert, kann mehr Tore schießen. Dynamo steht hier in Sachen Effektivität nicht schlecht da. Doch in Sachen Torschüssen sollte sich Dynamo deutlich bessern. Aber das größere Problem sehe ich bei den Gegentoren:
  • Anzahl Torschüsse unserer Gegner (also wieviel Schüsse Dynamo in jedem Spiel zugelassen hat): 120 (Ligavergleich: 7. Platz / Top-Wert: HSV 95 / Flop-Wert: Darmstadt 157)
  • Anzahl Gegentore: 18 (Ligavergleich: 16. Platz)
  • Effektivität unserer Gegner gegen uns: 15,0 % (Ligavergleich: 17. Platz / 18. Platz: Wehen mit 17,6 % / Top-Wert: 7,2 % SVS / Ligadurchschnitt: 10,7%)

Fazit: Wir bekommen zu schnell Gegentore, hier müssen wir uns strecken! Das macht mir mehr Bauchschmerzen als die vermeintliche Uneffektivität im Angriff. Wie jeder die Zahlen interpretiert ist natürlich jedem überlassen. Ich hoffe und wünsche mir, dass Dynamo (wie schon immer) nicht normal ist und somit nicht von Statistiken abhängig ist. Ich wünsche mir außerdem weiterhin starken Zusammenhalt!

Am Rande: Ganz wichtig sehe ich nämlich den Bruch der Statistik für das nächste Punktspiel: Fürth hat 3 Spiele hintereinander verloren, 3 Spiele keine Tore geschossen. Scheint für Dynamo ein idealer Gegner zu sein - aber die Zahl 3 ist hier in der Statistik überaus gefährlich. Den zu 95 % ändert sich die Serie nach 3 Spielen. D.h. Fürth holt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Spiel mind. 1 Punkt und schießt mind. 1 Tor.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RomanRom am 10.10.2019 um 09:01 Uhr bearbeitet
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