Quo Vadis Dynamo?
29.09.2019 - 16:08 Uhr
28.04.2024 - 17:15 Uhr
Zitat von Lucavi
Und welche Zeiten sollen das gewesen sein? Du schreibst, als wären wir vor vier Jahren noch erstklassig gewesen. Zur Erinnerung: Wir pendeln nun schon seit knapp 20 Jahren zwischen der 2. und 3. Liga hin und her. Daher nochmal: Welche "erfolgreichere Zeiten" sind gemeint? Etwa die aus der DDR? Sind ja erst 35 Jahre her...
Zitat von Mikrobi
Ich traue den Leuten, egal ob Aufsichtsrat oder Geschäftsführer, nicht. Die sollen lieber Taten sprechen lassen!!!
Es waren jetzt ganze zwei verschenkte Jahre. Ein Großteil der Mannschaft wird (hoffentlich) ausgetauscht.
Ich kann mich noch an das letzte Heimspiel letzte Saison erinnern, als Kutsche und MA vorm K-Block große Sprüche für die neue Saison angekündigt hatten. Es zählt nur der Aufstieg nichts anderes. Und nun. Wahrscheinlich wieder 5.
Und nächste Saison wird es nicht einfacher. Essen, Aachen, Saarbrücken, Bielefeld und die Absteiger aus Liga 2. Wie willst du dann wieder eine neue Mannschaft entwickeln? Wir werden dann wieder erstmal auf die Fresse bekommen.
Immer nur dritte Liga! Aber Hauptsache wir haben das tollste Trainingszentrum und das modernste Nachwuchsleistungszentrum der dritten Liga. Einen 20jährigen Stammspieler aus dem Nachwuchs haben wir aber schon lange nicht mehr.
Ich schlage vor wir verlagern das Training wieder in den Großen Garten, da hatten wir noch erfolgreiche Zeiten und viel mehr Verletzte als jetzt gab es auch nicht.
Ich traue den Leuten, egal ob Aufsichtsrat oder Geschäftsführer, nicht. Die sollen lieber Taten sprechen lassen!!!
Es waren jetzt ganze zwei verschenkte Jahre. Ein Großteil der Mannschaft wird (hoffentlich) ausgetauscht.
Ich kann mich noch an das letzte Heimspiel letzte Saison erinnern, als Kutsche und MA vorm K-Block große Sprüche für die neue Saison angekündigt hatten. Es zählt nur der Aufstieg nichts anderes. Und nun. Wahrscheinlich wieder 5.
Und nächste Saison wird es nicht einfacher. Essen, Aachen, Saarbrücken, Bielefeld und die Absteiger aus Liga 2. Wie willst du dann wieder eine neue Mannschaft entwickeln? Wir werden dann wieder erstmal auf die Fresse bekommen.
Immer nur dritte Liga! Aber Hauptsache wir haben das tollste Trainingszentrum und das modernste Nachwuchsleistungszentrum der dritten Liga. Einen 20jährigen Stammspieler aus dem Nachwuchs haben wir aber schon lange nicht mehr.
Ich schlage vor wir verlagern das Training wieder in den Großen Garten, da hatten wir noch erfolgreiche Zeiten und viel mehr Verletzte als jetzt gab es auch nicht.
Und welche Zeiten sollen das gewesen sein? Du schreibst, als wären wir vor vier Jahren noch erstklassig gewesen. Zur Erinnerung: Wir pendeln nun schon seit knapp 20 Jahren zwischen der 2. und 3. Liga hin und her. Daher nochmal: Welche "erfolgreichere Zeiten" sind gemeint? Etwa die aus der DDR? Sind ja erst 35 Jahre her...
Ein wenig besser war es schon.
Wir sind zwar seit 20 Jahren eine Fahrstuhlmannschaft zwischen zweiter und dritter Liga, doch so lange wie jetzt waren wir seit 15 Jahren nicht mehr hintereinander in Liga 3.
Die dritte Drittligasaison ist so gut wie sicher und wir stehen vor einem Neuaufbau: Neuer Sportdirektor, neuer Trainer, 17 auslaufende Spielerverträge. Von den 10 verbleibenden Spielern mit Vertrag für die nächste Saison haben 3 (Oehmichen, Menzel, Berger) nie oder kaum gespielt bzw. waren verletzt.
Wir könnten uns zum HSV der dritten Bundesliga entwickeln. Anspruch und Wirklichkeit klaffen in Hamburg und bei uns weit auseinander.
28.04.2024 - 17:17 Uhr
Die Saison neigt sich dem Ende zu und obwohl noch neun Punkte zu vergeben sind, dürfte das ausgerufene Saisonziel Aufstieg deutlich verpasst werden. Ein zum Vorjahr an ein paar Stellschrauben optimierter Kader hat es trotz eines komfortablen Vorsprungs nicht geschafft, diesen ins Ziel zu bringen. Die Gründe sind meines Erachtens vielschichtig.
Trotz der üppigen Punktausbeute waren schon bis zum Herbst die Siege selten souverän herausgespielt. Der Vorsprung in puncto Eingespieltheit zahlte sich lange Zeit ergebnismäßig aus. Jedoch traten auch schon in der ersten Saisonhälfte Unkonzentriertheiten im Abwehrverhalten und Iniffizienz im Abschlussverhalten zu Tage, die sich aber noch nicht in den Ergebnissen ausdrückten. Diese Schwächen konnten nicht behoben werden. Weder durch taktische Anpassungen, veränderte Aufstellungen oder erhöhte Wachsamkeit in der Verteidigungsarbeit und Konsequenz und Klarheit im Abschluss. Schuld daran tragen sowohl das Trainerteam als auch die Spieler. Geblendet vom komfortablen Vorsprung und den Resultaten in der Wintervorbereitung setzten wohl unterschwellig Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung ein. Auch als die ersten Spiele nicht den erhofften Ertrag brachten, redete man sich zu lange die Spiele schön und beschwor ein baldiges Ende der Pechsträhne. Wenn man jedoch die Herangehensweise nicht verändert, ist eine Veränderung im Ergebnis auch eher selten zu erwarten. Und die folgenden Wochen bewiesen dies wieder und wieder!
Das Festhalten am Trainerduo Anfang und Junge war zwar lobenswert, aber in diesem Falle meines Erachtens völlig unangebracht. In diesem Forum gab es diesbezüglich hauptsächlich zwei konträre Meinungen: Befürworter des Festhaltens am Trainer und Gegner dieser Maßnahme. Ich gehöre letzterer Fraktion an, weil mich die Arbeit der beiden Hauptverantwortlichen nicht überzeugt hat. Ja, es wurde ein Spielsystem implementiert, dass an guten Tagen verzückt hat. Was aber bei Gegenpressing und Ausschalten der Mittelfeldzentrale schnell fehleranfällig war und keine Antworten parat hatte. Weder auf , noch neben dem Platz. Auf dem Platz fehlte es an mental robusten und widerstandsfähigen Spielern, die das Spielgeschehen verändern konnten. Einmal in Rückstand geraten, waren die Messen gesungen. Hinzu kam ein miserables Coaching während der Spiele von der Seitenlinie. Kaum bis keine oder zu späte Impulse auf das Spielgeschehen, die jeweiligen Wechselslots wurden weder personell noch spielverändernd ausgeschöpft. Zuguterletzt wurde das Leistungsprinzip frühzeitig außer Kraft gesetzt und die Anschlusskader verloren sportlich den Anschluss. In meinen Augen mit fatalen Auswirkungen auf den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft und wohl auch auf die Stimmung innerhalb dieser, womit der Leistungsabfall in der zweiten Saisonhälfte hauptsächlich zu erklären wäre. Über den fehlenden Plan B wurde schon zur Genüge diskutiert. Da Anfang und Junge im Vergleich zu Trainern wie Franke und Neuhaus bei Dynamo sportlich nichts Erfolgreiches vorzuweisen haben und bis auf eine Ausnahme (Drljaca) obendrein keinen Spieler nachhaltig verbessert haben, hatte ich an der Sinnhaftigkeit des Festhaltens am Trainerstab schon frühzeitig meine Zweifel und wenig Verständnis für seine Befürworter und Weiterbeschäftigung gehabt. Zumal Drljaca‘s Entwicklung wohl eher in den Wirkungsbereich von Davod Yelldell fällt…
Trotz der üppigen Punktausbeute waren schon bis zum Herbst die Siege selten souverän herausgespielt. Der Vorsprung in puncto Eingespieltheit zahlte sich lange Zeit ergebnismäßig aus. Jedoch traten auch schon in der ersten Saisonhälfte Unkonzentriertheiten im Abwehrverhalten und Iniffizienz im Abschlussverhalten zu Tage, die sich aber noch nicht in den Ergebnissen ausdrückten. Diese Schwächen konnten nicht behoben werden. Weder durch taktische Anpassungen, veränderte Aufstellungen oder erhöhte Wachsamkeit in der Verteidigungsarbeit und Konsequenz und Klarheit im Abschluss. Schuld daran tragen sowohl das Trainerteam als auch die Spieler. Geblendet vom komfortablen Vorsprung und den Resultaten in der Wintervorbereitung setzten wohl unterschwellig Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung ein. Auch als die ersten Spiele nicht den erhofften Ertrag brachten, redete man sich zu lange die Spiele schön und beschwor ein baldiges Ende der Pechsträhne. Wenn man jedoch die Herangehensweise nicht verändert, ist eine Veränderung im Ergebnis auch eher selten zu erwarten. Und die folgenden Wochen bewiesen dies wieder und wieder!
Das Festhalten am Trainerduo Anfang und Junge war zwar lobenswert, aber in diesem Falle meines Erachtens völlig unangebracht. In diesem Forum gab es diesbezüglich hauptsächlich zwei konträre Meinungen: Befürworter des Festhaltens am Trainer und Gegner dieser Maßnahme. Ich gehöre letzterer Fraktion an, weil mich die Arbeit der beiden Hauptverantwortlichen nicht überzeugt hat. Ja, es wurde ein Spielsystem implementiert, dass an guten Tagen verzückt hat. Was aber bei Gegenpressing und Ausschalten der Mittelfeldzentrale schnell fehleranfällig war und keine Antworten parat hatte. Weder auf , noch neben dem Platz. Auf dem Platz fehlte es an mental robusten und widerstandsfähigen Spielern, die das Spielgeschehen verändern konnten. Einmal in Rückstand geraten, waren die Messen gesungen. Hinzu kam ein miserables Coaching während der Spiele von der Seitenlinie. Kaum bis keine oder zu späte Impulse auf das Spielgeschehen, die jeweiligen Wechselslots wurden weder personell noch spielverändernd ausgeschöpft. Zuguterletzt wurde das Leistungsprinzip frühzeitig außer Kraft gesetzt und die Anschlusskader verloren sportlich den Anschluss. In meinen Augen mit fatalen Auswirkungen auf den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft und wohl auch auf die Stimmung innerhalb dieser, womit der Leistungsabfall in der zweiten Saisonhälfte hauptsächlich zu erklären wäre. Über den fehlenden Plan B wurde schon zur Genüge diskutiert. Da Anfang und Junge im Vergleich zu Trainern wie Franke und Neuhaus bei Dynamo sportlich nichts Erfolgreiches vorzuweisen haben und bis auf eine Ausnahme (Drljaca) obendrein keinen Spieler nachhaltig verbessert haben, hatte ich an der Sinnhaftigkeit des Festhaltens am Trainerstab schon frühzeitig meine Zweifel und wenig Verständnis für seine Befürworter und Weiterbeschäftigung gehabt. Zumal Drljaca‘s Entwicklung wohl eher in den Wirkungsbereich von Davod Yelldell fällt…
28.04.2024 - 17:22 Uhr
Was die Arbeit von Ralf Becker betrifft, bin ich zwiegespalten. Der Einfluss des Trainerteams auf die Mannschaft zeigt sich in den Spielen. Die des Sportgeschäftsführers nicht wirklich. Negativ schlägt zu Buche, dass er Problemzonen wie des Rechtsverteidigers und eines robusten wie torgefährlichen Mittelfeldspielers ebensowenig Aufmerksamkeit schenkte wie der Problematik Angriffsmitte. Seine Rückholaktionen stehen für wenig Kreativität und auch scheinbar für ein beschränktes Netzwerk. Zudem bestand der Kader aus zu vielen Mitläufern und so gut wie keiner Führungspersönlichkeit. Die Ausnahmen wären Will und Kutschke. Ersterer hatte in den letzten Wochen jedoch mehr mit sich selbst zu tun und stagnierte in Leistung und Auftreten, anstatt vorwegzugehen und die Mitspieler anzuführen. Letzterer war sportlich in meinen Augen nicht tragbar und fußballerisch dermaßen limitiert, dass seine Aufstellung eher kontraproduktiv für das Team war. Leidenschaft, Wille und ein Herz für Dynamo reichen vielleicht in der Kabine oder neben dem Platz, auf dem Platz war sein Auftreten kein Gewinn. Alle anderen Spieler haben sich bezüglich Widerstandsfähigkeit nicht hervorgetan und sich vielmehr knabenhaft statt mannhaft gebärdet. Willen möchte ich keinem absprechen, aber in der für die 3. Liga wichtigen Komponente Resilienz hatte der Kader 2023/24 - neben den in den letzten Wochen immer stärker sichtbar werdenden Fitnessproblemen - das gravierendste Defizit gegenüber der Konkurrenz. Entscheidende Spiele konnten weder letzte noch diese Saison gewonnen werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Proselyt am 28.04.2024 um 17:27 Uhr bearbeitet
28.04.2024 - 17:23 Uhr
Zitat von Proselyt
Die Saison neigt sich dem Ende zu und obwohl noch neun Punkte zu vergeben sind, dürfte das ausgerufene Saisonziel Aufstieg deutlich verpasst werden. Ein zum Vorjahr an ein paar Stellschrauben optimierter Kader hat es trotz eines komfortablen Vorsprungs nicht geschafft, diesen ins Ziel zu bringen. Die Gründe sind meines Erachtens vielschichtig.
Trotz der üppigen Punktausbeute waren schon bis zum Herbst die Siege selten souverän herausgespielt. Der Vorsprung in puncto Eingespieltheit zahlte sich lange Zeit ergebnismäßig aus. Jedoch traten auch schon in der ersten Saisonhälfte Unkonzentriertheiten im Abwehrverhalten und Iniffizienz im Abschlussverhalten zu Tage, die sich aber noch nicht in den Ergebnissen ausdrückten. Diese Schwächen konnten nicht behoben werden. Weder durch taktische Anpassungen, veränderte Aufstellungen oder erhöhte Wachsamkeit in der Verteidigungsarbeit und Konsequenz und Klarheit im Abschluss. Schuld daran tragen sowohl das Trainerteam als auch die Spieler. Geblendet vom komfortablen Vorsprung und den Resultaten in der Wintervorbereitung setzten wohl unterschwellig Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung ein. Auch als die ersten Spiele nicht den erhofften Ertrag brachten, redete man sich zu lange die Spiele schön und beschwor ein baldiges Ende der Pechsträhne. Wenn man jedoch die Herangehensweise nicht verändert, ist eine Veränderung im Ergebnis auch eher selten zu erwarten. Und die folgenden Wochen bewiesen dies wieder und wieder!
Das Festhalten am Trainerduo Anfang und Junge war zwar lobenswert, aber in diesem Falle meines Erachtens völlig unangebracht. In diesem Forum gab es diesbezüglich hauptsächlich zwei konträre Meinungen: Befürworter des Festhaltens am Trainer und Gegner dieser Maßnahme. Ich gehöre letzterer Fraktion an, weil mich die Arbeit der beiden Hauptverantwortlichen nicht überzeugt hat. Ja, es wurde ein Spielsystem implementiert, dass an guten Tagen verzückt hat. Was aber bei Gegenpressing und Ausschalten der Mittelfeldzentrale schnell fehleranfällig war und keine Antworten parat hatte. Weder auf , noch neben dem Platz. Auf dem Platz fehlte es an mental robusten und widerstandsfähigen Spielern, die das Spielgeschehen verändern konnten. Einmal in Rückstand geraten, waren die Messen gesungen. Hinzu kam ein miserables Coaching während der Spiele von der Seitenlinie. Kaum bis keine oder zu späte Impulse auf das Spielgeschehen, die jeweiligen Wechselslots wurden weder personell noch spielverändernd ausgeschöpft. Zuguterletzt wurde das Leistungsprinzip frühzeitig außer Kraft gesetzt und die Anschlusskader verloren sportlich den Anschluss. In meinen Augen mit fatalen Auswirkungen auf den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft und wohl auch auf die Stimmung innerhalb dieser, womit der Leistungsabfall in der zweiten Saisonhälfte hauptsächlich zu erklären wäre. Über den fehlenden Plan B wurde schon zur Genüge diskutiert. Da Anfang und Junge im Vergleich zu Trainern wie Franke und Neuhaus bei Dynamo sportlich nichts Erfolgreiches vorzuweisen haben und bis auf eine Ausnahme (Drljaca) obendrein keinen Spieler nachhaltig verbessert haben, hatte ich an der Sinnhaftigkeit des Festhaltens am Trainerstab schon frühzeitig meine Zweifel und wenig Verständnis für seine Befürworter und Weiterbeschäftigung gehabt. Zumal Drljaca‘s Entwicklung wohl eher in den Wirkungsbereich von Davod Yelldell fällt…
Die Saison neigt sich dem Ende zu und obwohl noch neun Punkte zu vergeben sind, dürfte das ausgerufene Saisonziel Aufstieg deutlich verpasst werden. Ein zum Vorjahr an ein paar Stellschrauben optimierter Kader hat es trotz eines komfortablen Vorsprungs nicht geschafft, diesen ins Ziel zu bringen. Die Gründe sind meines Erachtens vielschichtig.
Trotz der üppigen Punktausbeute waren schon bis zum Herbst die Siege selten souverän herausgespielt. Der Vorsprung in puncto Eingespieltheit zahlte sich lange Zeit ergebnismäßig aus. Jedoch traten auch schon in der ersten Saisonhälfte Unkonzentriertheiten im Abwehrverhalten und Iniffizienz im Abschlussverhalten zu Tage, die sich aber noch nicht in den Ergebnissen ausdrückten. Diese Schwächen konnten nicht behoben werden. Weder durch taktische Anpassungen, veränderte Aufstellungen oder erhöhte Wachsamkeit in der Verteidigungsarbeit und Konsequenz und Klarheit im Abschluss. Schuld daran tragen sowohl das Trainerteam als auch die Spieler. Geblendet vom komfortablen Vorsprung und den Resultaten in der Wintervorbereitung setzten wohl unterschwellig Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung ein. Auch als die ersten Spiele nicht den erhofften Ertrag brachten, redete man sich zu lange die Spiele schön und beschwor ein baldiges Ende der Pechsträhne. Wenn man jedoch die Herangehensweise nicht verändert, ist eine Veränderung im Ergebnis auch eher selten zu erwarten. Und die folgenden Wochen bewiesen dies wieder und wieder!
Das Festhalten am Trainerduo Anfang und Junge war zwar lobenswert, aber in diesem Falle meines Erachtens völlig unangebracht. In diesem Forum gab es diesbezüglich hauptsächlich zwei konträre Meinungen: Befürworter des Festhaltens am Trainer und Gegner dieser Maßnahme. Ich gehöre letzterer Fraktion an, weil mich die Arbeit der beiden Hauptverantwortlichen nicht überzeugt hat. Ja, es wurde ein Spielsystem implementiert, dass an guten Tagen verzückt hat. Was aber bei Gegenpressing und Ausschalten der Mittelfeldzentrale schnell fehleranfällig war und keine Antworten parat hatte. Weder auf , noch neben dem Platz. Auf dem Platz fehlte es an mental robusten und widerstandsfähigen Spielern, die das Spielgeschehen verändern konnten. Einmal in Rückstand geraten, waren die Messen gesungen. Hinzu kam ein miserables Coaching während der Spiele von der Seitenlinie. Kaum bis keine oder zu späte Impulse auf das Spielgeschehen, die jeweiligen Wechselslots wurden weder personell noch spielverändernd ausgeschöpft. Zuguterletzt wurde das Leistungsprinzip frühzeitig außer Kraft gesetzt und die Anschlusskader verloren sportlich den Anschluss. In meinen Augen mit fatalen Auswirkungen auf den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft und wohl auch auf die Stimmung innerhalb dieser, womit der Leistungsabfall in der zweiten Saisonhälfte hauptsächlich zu erklären wäre. Über den fehlenden Plan B wurde schon zur Genüge diskutiert. Da Anfang und Junge im Vergleich zu Trainern wie Franke und Neuhaus bei Dynamo sportlich nichts Erfolgreiches vorzuweisen haben und bis auf eine Ausnahme (Drljaca) obendrein keinen Spieler nachhaltig verbessert haben, hatte ich an der Sinnhaftigkeit des Festhaltens am Trainerstab schon frühzeitig meine Zweifel und wenig Verständnis für seine Befürworter und Weiterbeschäftigung gehabt. Zumal Drljaca‘s Entwicklung wohl eher in den Wirkungsbereich von Davod Yelldell fällt…
Großes Dankeschön, besser kann man die ganze Materie hier , für mein Verständnis nicht Analysieren
28.04.2024 - 17:49 Uhr
Die obigen Texte waren mein Versuch einer Analyse der Gründe für das Verpassen des Saisonziels Aufstieg. Leider konnte der Text als solcher nicht komplett hochgeladen werden. Warum auch immer…
Festzuhalten bleibt: Es wurde zu wenig Augenmerk auf die psychische und physische Robustheit und in der Zusammenstellung eines stimmigen Kaders gelegt. Hinzu kam eine fehlende Weiterentwicklung der Spieler und Feingefühl im Umgang mit den Anschlusskadern sowie Unvermögen bezüglich taktischer und personeller Anpassungen während des Spiels. Zudem bestand der Kader fast ausschließlich aus Spielern, die nicht in der Lage waren, in entscheidenden Spielen voranzugehen und viel zu häufig in Kopflosigkeit verfielen.
An diesen Punkten sollte zukünftig von den neuen sportlich Verantwortlichen gearbeitet werden. Talent allein reicht nicht. Es bedarf an einem Mehr an mentalen und körperlichen Grundlagen auf Seiten der Spieler und höhere taktische Flexibilität und besserer Teamführung auf Seiten der sportlichen Verantwortungsträger. Dann wird es vielleicht etwas mit dem Aufstieg anno 2025.
Festzuhalten bleibt: Es wurde zu wenig Augenmerk auf die psychische und physische Robustheit und in der Zusammenstellung eines stimmigen Kaders gelegt. Hinzu kam eine fehlende Weiterentwicklung der Spieler und Feingefühl im Umgang mit den Anschlusskadern sowie Unvermögen bezüglich taktischer und personeller Anpassungen während des Spiels. Zudem bestand der Kader fast ausschließlich aus Spielern, die nicht in der Lage waren, in entscheidenden Spielen voranzugehen und viel zu häufig in Kopflosigkeit verfielen.
An diesen Punkten sollte zukünftig von den neuen sportlich Verantwortlichen gearbeitet werden. Talent allein reicht nicht. Es bedarf an einem Mehr an mentalen und körperlichen Grundlagen auf Seiten der Spieler und höhere taktische Flexibilität und besserer Teamführung auf Seiten der sportlichen Verantwortungsträger. Dann wird es vielleicht etwas mit dem Aufstieg anno 2025.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Proselyt am 28.04.2024 um 17:55 Uhr bearbeitet
28.04.2024 - 18:40 Uhr
@Proselyt: Das hast du genau richtig beschrieben, psychisch und physisch ist die Truppe schwach. Physisch hat das lasche Training mit Schwerpunkt Ballgeschiebe Schuld, konditionell wurde zu wenig trainiert und mental scheint zwischen den Ohren einiges nicht zu stimmen. Das sieht man an der Unfähigkeit Rückstände zu drehen und sich zu verbessern was Standards betrifft, nur als zentrale Beispiele.
28.04.2024 - 19:34 Uhr
Highlight der Rückrunde ist damit die klare Analyse von @Proselyt Danke!
28.04.2024 - 19:40 Uhr
Man braucht sich nur unsere Spieler anschauen im Vergleich mit Ulm, Regensburg,.. Sicher sich Hermann, Hauptmann, Zimmerschied technisch sehr gute Spieler, aber in der dritten Liga braucht es eben auch Kanten, welche eine gewisse Dynamik mitbringen. Kutschke und Schäffler sind zwar körperlich stark, aber ihnen fehlt altersbedingt natürlich die Geschwindigkeit. Solange es gut läuft, funktionierte unser System. Aber zunehmend wurde es vom Gegner entschlüsselt und Anfang fand kein Mittel, dort Plan B zu entwickeln. Das war schon lange sichtbar, weshalb wir meiner Meinung nach mit dem Festhalten an ihm den Aufstieg verspielt haben. Vor 10-12 Spielen wäre hier noch ein Eingreifen möglich gewesen. Sehr ärgerlich, zumal wir im Fernsehgeld- Ranking so immer weiter zurück fallen. Bin wirklich gespannt, wer Trainer wird und welche Spieler bleiben werden. Hut ab, dass trotzdem zuletzt immer wieder 30000 Fans ins Stadion kamen. Was wäre hier möglich, mit einer straffen qualifizierten Führung.
28.04.2024 - 19:49 Uhr
Und genau deswegen muss der Schwerpunkt momentan auf der Suche nach dem richtigen SpoDi liegen.
Die Probleme , die wir wiedermal haben, ziehen sich doch schon seit der Rückrunde 21/22 mit der verlorenen Relegation wie ein roter Faden durch unsere Auftritte.
Aus kleinen Ergebniskrisen mit teils unglücklichen Niederlagen werden nun schon zum zweiten Mal ausgewachsene sportliche Negativläufe ungeahnten Ausmaßes, die hierzulande ihres Gleichen suchen.
Da sehe ich die Hauptverantwortung immer noch bei Becker und teilweise auch noch Walther.
Da hätte ich mir damals nach dem letzten Abstieg, der dermaßen unnötig war, einen Lerneffekt bei Becker erhofft. Wobei man auch sagen muss, dass das natürlich auch immer eine Art Lotterie ist, weil man schlecht in die Köpfe der Spieler hineinschauen kann, was ihre mentale Stärke oder etwa Stressresistenz angeht.
Aber da das nun, wie gesagt schon das 2.Mal war, bleibt an der Art der Kaderplanung wieder ein großer Zweifel.
Man kann nur hoffen, dass der Neue in dieser Hinsicht ein glücklicheres Händchen hat und wir mal wieder ein paar Mentalitätsmonster in schwarz-gelb sehen dürfen.
Die Probleme , die wir wiedermal haben, ziehen sich doch schon seit der Rückrunde 21/22 mit der verlorenen Relegation wie ein roter Faden durch unsere Auftritte.
Aus kleinen Ergebniskrisen mit teils unglücklichen Niederlagen werden nun schon zum zweiten Mal ausgewachsene sportliche Negativläufe ungeahnten Ausmaßes, die hierzulande ihres Gleichen suchen.
Da sehe ich die Hauptverantwortung immer noch bei Becker und teilweise auch noch Walther.
Da hätte ich mir damals nach dem letzten Abstieg, der dermaßen unnötig war, einen Lerneffekt bei Becker erhofft. Wobei man auch sagen muss, dass das natürlich auch immer eine Art Lotterie ist, weil man schlecht in die Köpfe der Spieler hineinschauen kann, was ihre mentale Stärke oder etwa Stressresistenz angeht.
Aber da das nun, wie gesagt schon das 2.Mal war, bleibt an der Art der Kaderplanung wieder ein großer Zweifel.
Man kann nur hoffen, dass der Neue in dieser Hinsicht ein glücklicheres Händchen hat und wir mal wieder ein paar Mentalitätsmonster in schwarz-gelb sehen dürfen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von omanyd-saxony am 28.04.2024 um 19:57 Uhr bearbeitet
28.04.2024 - 20:12 Uhr
Guten Abend, hier meine 50 Pfennich zur Situation:
Natürlich war diese Halbserie ein Offenbarungseid, sportlich und für das Management. Alle Enttäuschungen teile ich. Verständlich, das jeder Fan gern so hoch wie möglich angreifen möchte. Verständlich auch, dass jeder enttäuscht ist, wenn das nicht klappt. Da schließe ich mich ein.
Aber:
Spiele in der 3. Liga sind keine Folter, sondern für mich (ohne Dynamo-Brille) durchaus sehenswert, denn hier geht viel über Kampf und Mentalität, niemand kennt vorher die jeweilige Wundertüte. Das gefällt mir, denn das ist für mich als User das schöne am Sport: die Unberechenbarkeit.
Klarer Fall, über Monate Dynamo verlieren zu sehen, macht keinen Spaß.
Und wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Fußball eine gigantische Geldmaschine ist, am Ende ist es egal, wer wo spielt, wer wo gewinnt oder verliert. Hauptsache, die Kassen stimmen. Das ist schon OK, immerhin werden diese Gelder (nur dank der Fans) regelmäßig generiert.
Von daher ist es für mich erstens interessant, zweitens aber egal, in welcher Liga Dynamo letztlich spielt. Die Stimmung muss stimmen, die Vibes müssen stimmen, die gesamte Situation muss für Verein, Spieler und Fans "rund" sein.
Am Ende sehe ich ein Drittligaspiel, in dem es um etwas geht, wenn es spannend ist und wenn der Kampf geführt wird, genauso gern, wie ein Champions-League-Spiel.
Also, ich ärgere mich mit allen anderen über den Nicht-Aufstieg, weiß aber auch, dass die Sonne morgen wieder aufgeht, und dass es in meinem Einkaufsmarkt gutes Bier im Angebot gibt.
Slow Motions, für meinen Begriff ist die Situation ganz normal im Buisiness und in der nächsten Saison gibt es neue Situationen, neue Aufhänger, neue Personen, an denen man sich abarbeiten kann...
So geht das immer weiter.
Und das ist schon ganz OK so.
Nur meine 50 Pfennich,
TS
Natürlich war diese Halbserie ein Offenbarungseid, sportlich und für das Management. Alle Enttäuschungen teile ich. Verständlich, das jeder Fan gern so hoch wie möglich angreifen möchte. Verständlich auch, dass jeder enttäuscht ist, wenn das nicht klappt. Da schließe ich mich ein.
Aber:
Spiele in der 3. Liga sind keine Folter, sondern für mich (ohne Dynamo-Brille) durchaus sehenswert, denn hier geht viel über Kampf und Mentalität, niemand kennt vorher die jeweilige Wundertüte. Das gefällt mir, denn das ist für mich als User das schöne am Sport: die Unberechenbarkeit.
Klarer Fall, über Monate Dynamo verlieren zu sehen, macht keinen Spaß.
Und wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Fußball eine gigantische Geldmaschine ist, am Ende ist es egal, wer wo spielt, wer wo gewinnt oder verliert. Hauptsache, die Kassen stimmen. Das ist schon OK, immerhin werden diese Gelder (nur dank der Fans) regelmäßig generiert.
Von daher ist es für mich erstens interessant, zweitens aber egal, in welcher Liga Dynamo letztlich spielt. Die Stimmung muss stimmen, die Vibes müssen stimmen, die gesamte Situation muss für Verein, Spieler und Fans "rund" sein.
Am Ende sehe ich ein Drittligaspiel, in dem es um etwas geht, wenn es spannend ist und wenn der Kampf geführt wird, genauso gern, wie ein Champions-League-Spiel.
Also, ich ärgere mich mit allen anderen über den Nicht-Aufstieg, weiß aber auch, dass die Sonne morgen wieder aufgeht, und dass es in meinem Einkaufsmarkt gutes Bier im Angebot gibt.
Slow Motions, für meinen Begriff ist die Situation ganz normal im Buisiness und in der nächsten Saison gibt es neue Situationen, neue Aufhänger, neue Personen, an denen man sich abarbeiten kann...
So geht das immer weiter.
Und das ist schon ganz OK so.
Nur meine 50 Pfennich,
TS
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