| Geburtsdatum | 22.09.1993 |
|---|---|
| Alter | 32 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,70m |
| Vertrag bis | 30.06.2028 |
| Position | Rechtes Mittelfeld |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | SV Eintracht Trier 05 |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 3 | - | - | ||
![]() | Regionalliga Südwest | 2 | - | - | |
![]() | DFB-Pokal | 1 | - | - | |
Sinan Tekerci [22]
31.07.2014 - 15:16 Uhr
27.02.2016 - 19:23 Uhr
Saß heute auf der Bank
22.04.2016 - 19:30 Uhr
Sinan Tekerci hat bei Dynamo zuletzt kaum noch gespielt. Trotzdem will er bleiben und in der zweiten Liga neu angreifen.
Also die Einleitung auf der Übersichtsseite liest sich für mich ja mal positiv. Leider ist der dahinterstehende Artikel mal wieder "exclusiv". Würde mich an sich schon im Detail interessieren.
Grundsätzlich bin ich ja ein großer Fan unseres kleenen Duracell-Terriers. Neben seinem Laufpensum schätze ich dabei vor allem seine Art Gegenspieler "zu bearbeiten". Er hat da sowas von nem Wadenbeißer, der wenn er sich einmal in ein Hosenbein verbissen hat, einfach nicht mehr loslässt. Eine Eigenheit mit der er vermutlich über kurz oder lang jedem Gegner den letzten Nerv raubt. Von daher könnte ich ihn mir evtl. auch in einer taktischen Störer-Funktion im Mittelfeld vorstellen. Also bspw. als ZM mit der primären Aufgabe den gegnerischen Spielaufbau zu stören. Sei es durch "Manndeckung" eines zentralen Spielmachers oder durch konsequentes Zulaufen der Passwege.
Ich hoffe mal er kriegt auch diese Saison noch ein paar Gelegenheiten sich zu präsentieren. Da an Stefaniak im Moment kein Vorbeikommen ist, würde ich Sinan auf jeden Fall erstmal gerne auch als LV sehen. Da war Holthaus zuletzt ja meilenweit von den Leistungen der ersten Spiele weg.
23.04.2016 - 11:29 Uhr
Der Kämpfer gibt nicht auf
Sinan Tekerci hat bei Dynamo zuletzt kaum noch gespielt. Trotzdem will er bleiben und in der zweiten Liga neu angreifen.
Von Sven Geisler
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Eine Bestmarke in dieser Rekord-Saison hält auch er: Sinan Tekerci erzielte das bisher schnellste Tor in der 3. Liga. Beim 4:0-Sieg von Dynamo gegen Aalen traf der offensive Mittelfeldspieler bereits nach 59 Sekunden. Es blieb bisher sein einziger Treffer, was auch daran liegt, dass der 22-Jährige danach nur noch einmal in der Startelf stand – und das ausgerechnet beim 2:3 zum Jahresauftakt in Erfurt.
Flüchtig betrachtet ist Tekerci ein Verlierer beim Aufsteiger. Der im Schwarzwald geborene Sohn eines Türken und einer Deutschen galt als die Entdeckung der Vorsaison. Im Sommer hatte er ein Angebot vom türkischen Traditionsklub Besiktas Istanbul. Das, sagte er damals, sei eine Auszeichnung, aber: „Ich möchte meine Sache hier gerne durchziehen.“ Also blieb er in Dresden, vielleicht auch, weil er nur ein paar Brocken Türkisch spricht. „Meine Eltern haben mich mal gefragt, ob ich einen Sprachkurs machen will, aber ich bin lieber auf den Bolzplatz kicken gegangen.“
Tekerci ist der nimmermüde Rackerer, ein Stehaufmännchen, einer, den man als Gegenspieler hasst, weil er sich nicht abschütteln lässt. Diese Einsatzfreude kommt gut an: bei den Fans, aber auch bei den Trainern. Doch in dieser Saison scheint er etwas Wichtiges verloren zu haben: seine Unbekümmertheit. Er ist mit sich selber unzufrieden, und das tut ihm nicht gut.
Immer öfter bleibt er draußen, ist eine Zeit lang noch der, der oft zuerst eingewechselt wird in der Hoffnung, er könne das Spiel noch mal beleben. Doch seit Februar hatte er in der Meisterschaft nur noch einen Zwei-Minuten-Einsatz in Cottbus. „Na klar ist man frustriert, weil man spielen will“, sagt Tekerci. Seine Freundin Jenny, die aus Zwickau stammt, habe ihn aber immer wieder aufgerichtet. „Es dauert bei mir nicht lange, bis ich wieder positiv denke.“ Dabei gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Mit Justin Eilers und Marvin Stefaniak sind die Außenbahnen bei Dynamo bestens besetzt, und selbst als Stefaniak fehlt, rutscht Niklas Kreuzer ins Team und nicht Tekerci. „Der Erfolg gibt dem Trainer recht. Wenn es nicht so gut gelaufen wäre, hätte ich vielleicht wieder gespielt.“
Er hat noch ein Jahr Vertrag – auch für die zweite Liga. „Ich würde schon gerne hierbleiben“, sagt Tekerci, „aber ich würde auch gerne wieder mehr spielen.“ Das ist die Krux. Wenn wieder ein Angebot käme, würde er wohl genauer darüber nachdenken, auch wenn er betont, seine Absage an Besiktas nie bereut zu haben. „Wir haben eine hervorragende Saison gespielt, sind aufgestiegen – das erlebt man nicht so oft.“ Ob er sich als Aufsteiger fühlt, obwohl er selten gespielt hat? Das ist für Tekerci keine Frage. „Ich habe doch meine Einsätze bekommen, das schnellste Tor geschossen. Also denke ich schon, dass ich meinen Teil beigetragen habe, auch wenn ich am Ende selten gespielt habe.“
„Vielleicht kommt meine Zeit“
Natürlich ist er sich bewusst, dass der Kampf um die Stammplätze in der höheren Klasse nicht leichter wird. Das schreckt ihn jedoch nicht. „Vielleicht“, meint Tekerci, „kommt meine Zeit in der zweiten Liga wieder. Vielleicht benötigt man da gerade wieder solche Kämpfer wie mich.“ Als Jugendlicher wurde er vom VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim umworben, aber er entschied sich für den 1. FC Nürnberg. „Weil ich dort meine Chancen höher eingestuft habe, gleich bei den Profis dabei war.“
Am 10. Mai 2014 ist es so weit: Tekerci gibt sein Bundesliga-Debüt für den „Club“. Doch das 1:4 bei Schalke besiegelt den Abstieg, und er wird arbeitslos. Als ihm sein Berater die Einladung zum Probetraining in Dresden überbringt, fragt er nur: „Wann fahren wir los?“ Dynamos damaliger Trainer Stefan Böger will den Terrier eigentlich wegschicken, Sportvorstand Ralf Minge legt sein Veto ein.
Tekerci beißt sich durch. Es spricht viel dafür, dass ihm das noch mal gelingen kann, auch weil er es sich selbst zutraut. „Ich habe mich gut eingelebt, fühle mich hier wohl. Deshalb wäre es schade, wenn ich schon wieder gehen würde.“
Quelle: sz-online.de: Der Kämpfer gibt nicht auf
Sinan Tekerci hat bei Dynamo zuletzt kaum noch gespielt. Trotzdem will er bleiben und in der zweiten Liga neu angreifen.
Von Sven Geisler
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Eine Bestmarke in dieser Rekord-Saison hält auch er: Sinan Tekerci erzielte das bisher schnellste Tor in der 3. Liga. Beim 4:0-Sieg von Dynamo gegen Aalen traf der offensive Mittelfeldspieler bereits nach 59 Sekunden. Es blieb bisher sein einziger Treffer, was auch daran liegt, dass der 22-Jährige danach nur noch einmal in der Startelf stand – und das ausgerechnet beim 2:3 zum Jahresauftakt in Erfurt.
Flüchtig betrachtet ist Tekerci ein Verlierer beim Aufsteiger. Der im Schwarzwald geborene Sohn eines Türken und einer Deutschen galt als die Entdeckung der Vorsaison. Im Sommer hatte er ein Angebot vom türkischen Traditionsklub Besiktas Istanbul. Das, sagte er damals, sei eine Auszeichnung, aber: „Ich möchte meine Sache hier gerne durchziehen.“ Also blieb er in Dresden, vielleicht auch, weil er nur ein paar Brocken Türkisch spricht. „Meine Eltern haben mich mal gefragt, ob ich einen Sprachkurs machen will, aber ich bin lieber auf den Bolzplatz kicken gegangen.“
Tekerci ist der nimmermüde Rackerer, ein Stehaufmännchen, einer, den man als Gegenspieler hasst, weil er sich nicht abschütteln lässt. Diese Einsatzfreude kommt gut an: bei den Fans, aber auch bei den Trainern. Doch in dieser Saison scheint er etwas Wichtiges verloren zu haben: seine Unbekümmertheit. Er ist mit sich selber unzufrieden, und das tut ihm nicht gut.
Immer öfter bleibt er draußen, ist eine Zeit lang noch der, der oft zuerst eingewechselt wird in der Hoffnung, er könne das Spiel noch mal beleben. Doch seit Februar hatte er in der Meisterschaft nur noch einen Zwei-Minuten-Einsatz in Cottbus. „Na klar ist man frustriert, weil man spielen will“, sagt Tekerci. Seine Freundin Jenny, die aus Zwickau stammt, habe ihn aber immer wieder aufgerichtet. „Es dauert bei mir nicht lange, bis ich wieder positiv denke.“ Dabei gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Mit Justin Eilers und Marvin Stefaniak sind die Außenbahnen bei Dynamo bestens besetzt, und selbst als Stefaniak fehlt, rutscht Niklas Kreuzer ins Team und nicht Tekerci. „Der Erfolg gibt dem Trainer recht. Wenn es nicht so gut gelaufen wäre, hätte ich vielleicht wieder gespielt.“
Er hat noch ein Jahr Vertrag – auch für die zweite Liga. „Ich würde schon gerne hierbleiben“, sagt Tekerci, „aber ich würde auch gerne wieder mehr spielen.“ Das ist die Krux. Wenn wieder ein Angebot käme, würde er wohl genauer darüber nachdenken, auch wenn er betont, seine Absage an Besiktas nie bereut zu haben. „Wir haben eine hervorragende Saison gespielt, sind aufgestiegen – das erlebt man nicht so oft.“ Ob er sich als Aufsteiger fühlt, obwohl er selten gespielt hat? Das ist für Tekerci keine Frage. „Ich habe doch meine Einsätze bekommen, das schnellste Tor geschossen. Also denke ich schon, dass ich meinen Teil beigetragen habe, auch wenn ich am Ende selten gespielt habe.“
„Vielleicht kommt meine Zeit“
Natürlich ist er sich bewusst, dass der Kampf um die Stammplätze in der höheren Klasse nicht leichter wird. Das schreckt ihn jedoch nicht. „Vielleicht“, meint Tekerci, „kommt meine Zeit in der zweiten Liga wieder. Vielleicht benötigt man da gerade wieder solche Kämpfer wie mich.“ Als Jugendlicher wurde er vom VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim umworben, aber er entschied sich für den 1. FC Nürnberg. „Weil ich dort meine Chancen höher eingestuft habe, gleich bei den Profis dabei war.“
Am 10. Mai 2014 ist es so weit: Tekerci gibt sein Bundesliga-Debüt für den „Club“. Doch das 1:4 bei Schalke besiegelt den Abstieg, und er wird arbeitslos. Als ihm sein Berater die Einladung zum Probetraining in Dresden überbringt, fragt er nur: „Wann fahren wir los?“ Dynamos damaliger Trainer Stefan Böger will den Terrier eigentlich wegschicken, Sportvorstand Ralf Minge legt sein Veto ein.
Tekerci beißt sich durch. Es spricht viel dafür, dass ihm das noch mal gelingen kann, auch weil er es sich selbst zutraut. „Ich habe mich gut eingelebt, fühle mich hier wohl. Deshalb wäre es schade, wenn ich schon wieder gehen würde.“
Quelle: sz-online.de: Der Kämpfer gibt nicht auf
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dynamo_74 am 23.04.2016 um 11:30 Uhr bearbeitet
25.04.2016 - 16:03 Uhr
Zitat von dynamo_74
Der Kämpfer gibt nicht auf
Sinan Tekerci hat bei Dynamo zuletzt kaum noch gespielt. Trotzdem will er bleiben und in der zweiten Liga neu angreifen.
Von Sven Geisler
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Eine Bestmarke in dieser Rekord-Saison hält auch er: Sinan Tekerci erzielte das bisher schnellste Tor in der 3. Liga. Beim 4:0-Sieg von Dynamo gegen Aalen traf der offensive Mittelfeldspieler bereits nach 59 Sekunden. Es blieb bisher sein einziger Treffer, was auch daran liegt, dass der 22-Jährige danach nur noch einmal in der Startelf stand – und das ausgerechnet beim 2:3 zum Jahresauftakt in Erfurt.
Flüchtig betrachtet ist Tekerci ein Verlierer beim Aufsteiger. Der im Schwarzwald geborene Sohn eines Türken und einer Deutschen galt als die Entdeckung der Vorsaison. Im Sommer hatte er ein Angebot vom türkischen Traditionsklub Besiktas Istanbul. Das, sagte er damals, sei eine Auszeichnung, aber: „Ich möchte meine Sache hier gerne durchziehen.“ Also blieb er in Dresden, vielleicht auch, weil er nur ein paar Brocken Türkisch spricht. „Meine Eltern haben mich mal gefragt, ob ich einen Sprachkurs machen will, aber ich bin lieber auf den Bolzplatz kicken gegangen.“
Tekerci ist der nimmermüde Rackerer, ein Stehaufmännchen, einer, den man als Gegenspieler hasst, weil er sich nicht abschütteln lässt. Diese Einsatzfreude kommt gut an: bei den Fans, aber auch bei den Trainern. Doch in dieser Saison scheint er etwas Wichtiges verloren zu haben: seine Unbekümmertheit. Er ist mit sich selber unzufrieden, und das tut ihm nicht gut.
Immer öfter bleibt er draußen, ist eine Zeit lang noch der, der oft zuerst eingewechselt wird in der Hoffnung, er könne das Spiel noch mal beleben. Doch seit Februar hatte er in der Meisterschaft nur noch einen Zwei-Minuten-Einsatz in Cottbus. „Na klar ist man frustriert, weil man spielen will“, sagt Tekerci. Seine Freundin Jenny, die aus Zwickau stammt, habe ihn aber immer wieder aufgerichtet. „Es dauert bei mir nicht lange, bis ich wieder positiv denke.“ Dabei gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Mit Justin Eilers und Marvin Stefaniak sind die Außenbahnen bei Dynamo bestens besetzt, und selbst als Stefaniak fehlt, rutscht Niklas Kreuzer ins Team und nicht Tekerci. „Der Erfolg gibt dem Trainer recht. Wenn es nicht so gut gelaufen wäre, hätte ich vielleicht wieder gespielt.“
Er hat noch ein Jahr Vertrag – auch für die zweite Liga. „Ich würde schon gerne hierbleiben“, sagt Tekerci, „aber ich würde auch gerne wieder mehr spielen.“ Das ist die Krux. Wenn wieder ein Angebot käme, würde er wohl genauer darüber nachdenken, auch wenn er betont, seine Absage an Besiktas nie bereut zu haben. „Wir haben eine hervorragende Saison gespielt, sind aufgestiegen – das erlebt man nicht so oft.“ Ob er sich als Aufsteiger fühlt, obwohl er selten gespielt hat? Das ist für Tekerci keine Frage. „Ich habe doch meine Einsätze bekommen, das schnellste Tor geschossen. Also denke ich schon, dass ich meinen Teil beigetragen habe, auch wenn ich am Ende selten gespielt habe.“
„Vielleicht kommt meine Zeit“
Natürlich ist er sich bewusst, dass der Kampf um die Stammplätze in der höheren Klasse nicht leichter wird. Das schreckt ihn jedoch nicht. „Vielleicht“, meint Tekerci, „kommt meine Zeit in der zweiten Liga wieder. Vielleicht benötigt man da gerade wieder solche Kämpfer wie mich.“ Als Jugendlicher wurde er vom VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim umworben, aber er entschied sich für den 1. FC Nürnberg. „Weil ich dort meine Chancen höher eingestuft habe, gleich bei den Profis dabei war.“
Am 10. Mai 2014 ist es so weit: Tekerci gibt sein Bundesliga-Debüt für den „Club“. Doch das 1:4 bei Schalke besiegelt den Abstieg, und er wird arbeitslos. Als ihm sein Berater die Einladung zum Probetraining in Dresden überbringt, fragt er nur: „Wann fahren wir los?“ Dynamos damaliger Trainer Stefan Böger will den Terrier eigentlich wegschicken, Sportvorstand Ralf Minge legt sein Veto ein.
Tekerci beißt sich durch. Es spricht viel dafür, dass ihm das noch mal gelingen kann, auch weil er es sich selbst zutraut. „Ich habe mich gut eingelebt, fühle mich hier wohl. Deshalb wäre es schade, wenn ich schon wieder gehen würde.“
Quelle: sz-online.de: Der Kämpfer gibt nicht auf
Der Kämpfer gibt nicht auf
Sinan Tekerci hat bei Dynamo zuletzt kaum noch gespielt. Trotzdem will er bleiben und in der zweiten Liga neu angreifen.
Von Sven Geisler
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Die Fans heben ihn in die Höhe, und natürlich darf sich auch Sinan Tekerci als Aufsteiger fühlen. Trotzdem fällt seine Saisonbilanz wenig euphorisch aus.
Eine Bestmarke in dieser Rekord-Saison hält auch er: Sinan Tekerci erzielte das bisher schnellste Tor in der 3. Liga. Beim 4:0-Sieg von Dynamo gegen Aalen traf der offensive Mittelfeldspieler bereits nach 59 Sekunden. Es blieb bisher sein einziger Treffer, was auch daran liegt, dass der 22-Jährige danach nur noch einmal in der Startelf stand – und das ausgerechnet beim 2:3 zum Jahresauftakt in Erfurt.
Flüchtig betrachtet ist Tekerci ein Verlierer beim Aufsteiger. Der im Schwarzwald geborene Sohn eines Türken und einer Deutschen galt als die Entdeckung der Vorsaison. Im Sommer hatte er ein Angebot vom türkischen Traditionsklub Besiktas Istanbul. Das, sagte er damals, sei eine Auszeichnung, aber: „Ich möchte meine Sache hier gerne durchziehen.“ Also blieb er in Dresden, vielleicht auch, weil er nur ein paar Brocken Türkisch spricht. „Meine Eltern haben mich mal gefragt, ob ich einen Sprachkurs machen will, aber ich bin lieber auf den Bolzplatz kicken gegangen.“
Tekerci ist der nimmermüde Rackerer, ein Stehaufmännchen, einer, den man als Gegenspieler hasst, weil er sich nicht abschütteln lässt. Diese Einsatzfreude kommt gut an: bei den Fans, aber auch bei den Trainern. Doch in dieser Saison scheint er etwas Wichtiges verloren zu haben: seine Unbekümmertheit. Er ist mit sich selber unzufrieden, und das tut ihm nicht gut.
Immer öfter bleibt er draußen, ist eine Zeit lang noch der, der oft zuerst eingewechselt wird in der Hoffnung, er könne das Spiel noch mal beleben. Doch seit Februar hatte er in der Meisterschaft nur noch einen Zwei-Minuten-Einsatz in Cottbus. „Na klar ist man frustriert, weil man spielen will“, sagt Tekerci. Seine Freundin Jenny, die aus Zwickau stammt, habe ihn aber immer wieder aufgerichtet. „Es dauert bei mir nicht lange, bis ich wieder positiv denke.“ Dabei gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Mit Justin Eilers und Marvin Stefaniak sind die Außenbahnen bei Dynamo bestens besetzt, und selbst als Stefaniak fehlt, rutscht Niklas Kreuzer ins Team und nicht Tekerci. „Der Erfolg gibt dem Trainer recht. Wenn es nicht so gut gelaufen wäre, hätte ich vielleicht wieder gespielt.“
Er hat noch ein Jahr Vertrag – auch für die zweite Liga. „Ich würde schon gerne hierbleiben“, sagt Tekerci, „aber ich würde auch gerne wieder mehr spielen.“ Das ist die Krux. Wenn wieder ein Angebot käme, würde er wohl genauer darüber nachdenken, auch wenn er betont, seine Absage an Besiktas nie bereut zu haben. „Wir haben eine hervorragende Saison gespielt, sind aufgestiegen – das erlebt man nicht so oft.“ Ob er sich als Aufsteiger fühlt, obwohl er selten gespielt hat? Das ist für Tekerci keine Frage. „Ich habe doch meine Einsätze bekommen, das schnellste Tor geschossen. Also denke ich schon, dass ich meinen Teil beigetragen habe, auch wenn ich am Ende selten gespielt habe.“
„Vielleicht kommt meine Zeit“
Natürlich ist er sich bewusst, dass der Kampf um die Stammplätze in der höheren Klasse nicht leichter wird. Das schreckt ihn jedoch nicht. „Vielleicht“, meint Tekerci, „kommt meine Zeit in der zweiten Liga wieder. Vielleicht benötigt man da gerade wieder solche Kämpfer wie mich.“ Als Jugendlicher wurde er vom VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim umworben, aber er entschied sich für den 1. FC Nürnberg. „Weil ich dort meine Chancen höher eingestuft habe, gleich bei den Profis dabei war.“
Am 10. Mai 2014 ist es so weit: Tekerci gibt sein Bundesliga-Debüt für den „Club“. Doch das 1:4 bei Schalke besiegelt den Abstieg, und er wird arbeitslos. Als ihm sein Berater die Einladung zum Probetraining in Dresden überbringt, fragt er nur: „Wann fahren wir los?“ Dynamos damaliger Trainer Stefan Böger will den Terrier eigentlich wegschicken, Sportvorstand Ralf Minge legt sein Veto ein.
Tekerci beißt sich durch. Es spricht viel dafür, dass ihm das noch mal gelingen kann, auch weil er es sich selbst zutraut. „Ich habe mich gut eingelebt, fühle mich hier wohl. Deshalb wäre es schade, wenn ich schon wieder gehen würde.“
Quelle: sz-online.de: Der Kämpfer gibt nicht auf
Ich hoffe es sehr für ihn, dass er sich durchbeißt
Nur schade, dass er derzeit noch verletzt ist und er damit wahrscheinlich erst zur neuen Saison wieder angreifen kann.
29.06.2016 - 21:11 Uhr
20.09.2016 - 10:40 Uhr
Wir haben derzeit 2 Spieler an Drittliga-Vereine verliehen.
Während die fehlenden Einsätze von Rodriguez in Chemnitz schon häufig beklagt wurden, wurden Sinans Leistungen in Münster bisher gar nicht diskutiert.
Seine bisherige Bilanz ist durchwachsen:
4 Startelf-Einsätze in 7 Spielen, aber nur einmal 90 Minuten gespielt. Zweimal wurde er eingewechselt. Im letzten Spiel gegen Magdeburg stand er gar nicht im Kader, obwohl er nicht verletzt war. Tore hat er keine erzielt, dafür 2 gelbe Karten erhalten. Im Westfalenpokal wurde er in der letzten Minute vom Platz gestellt.
Sinan gehört zuletzt in einer schwachen Münsteraner Mannschaft nicht (mehr) zur Stamm-Elf. Eine Empfehlung für eine höhere Liga sieht anders aus. Er hat aber noch in 31 Spielen die Chance, sich für eine Rückkehr nach Dresden aufzudrängen.
Während die fehlenden Einsätze von Rodriguez in Chemnitz schon häufig beklagt wurden, wurden Sinans Leistungen in Münster bisher gar nicht diskutiert.
Seine bisherige Bilanz ist durchwachsen:
4 Startelf-Einsätze in 7 Spielen, aber nur einmal 90 Minuten gespielt. Zweimal wurde er eingewechselt. Im letzten Spiel gegen Magdeburg stand er gar nicht im Kader, obwohl er nicht verletzt war. Tore hat er keine erzielt, dafür 2 gelbe Karten erhalten. Im Westfalenpokal wurde er in der letzten Minute vom Platz gestellt.
Sinan gehört zuletzt in einer schwachen Münsteraner Mannschaft nicht (mehr) zur Stamm-Elf. Eine Empfehlung für eine höhere Liga sieht anders aus. Er hat aber noch in 31 Spielen die Chance, sich für eine Rückkehr nach Dresden aufzudrängen.
20.09.2016 - 12:49 Uhr
Danke für die Info! Ich hatte mich schon gefragt, wie er sich so macht aber das nicht konsequent beobachtet. Normalerweise traue ich ihm die 3. und 2. Liga zu aber aktuell läuft in Münster einiges schief.
20.09.2016 - 12:57 Uhr
Der Kommentator im WDR meinte dass Sinan verletzt ist und der Kara deswegen gespielt hat. Ich glaube er sprach von einer Zerrung, bin mir aber nicht sicher.
28.09.2016 - 11:57 Uhr
Sinan am letzten Spieltag mit einer starken Vorstellung und 2 Toren gegen Bremen`s Zweite. Wurde da übrigens als Rechtsaußen eingesetzt.
15.10.2016 - 17:45 Uhr
War Tekerci eigentlich schon immer so ein unglaublicher Chancentod? Ist ja schlimmer als bei Özil...
Wenn er auch nur ein Drittel seiner Großchancen reingemacht hätte wäre Steffen hier noch Trainer und der Verein wäre im Mittelfeld mit Anschluß zur Spitze...
Wenn er auch nur ein Drittel seiner Großchancen reingemacht hätte wäre Steffen hier noch Trainer und der Verein wäre im Mittelfeld mit Anschluß zur Spitze...
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