Ukraine / Україна [UKR]
30.11.2005 - 13:54 Uhr
06.01.2025 - 16:32 Uhr
Zitat von at0myq
Kommt halt einem so vor, dass das nur geklappt hat, weil Karpaty über Rukh in der Tabelle steht. Wollen wir mal hoffen, dass das nicht den Bach runtergeht
Naja, ein Punkt Differenz aktuell hat wohl eher keine Bedeutung. Kommt halt einem so vor, dass das nur geklappt hat, weil Karpaty über Rukh in der Tabelle steht. Wollen wir mal hoffen, dass das nicht den Bach runtergeht
Es gibt Gerüchte, dass Koslovskyj den Betrieb ganz einfach nicht mehr finanzieren kann. Es hat sich ja auch abgezeichnet, dass Rukh auch auf Dauer keine Chance hat, eine nennenswert große Anzahl Fans zu sammeln, die dann auch - zumindest in Friedenszeiten - für Einnahmen durch Merchandising und Stadionbesuch sorgen könnten.
Interessant wird vor allem, welches Konstrukt am Ende herauskommt. Posten für Koslovskyj? Neuer Trainer? Andere Strategie? Bisher ist einfach noch gar nichts bekannt.
Den Bach heruntergehen kann das ohne weiteres, denn das aktuelle Modell hat ja bei Karpaty gut funktioniert. Wenn nun auf einmal alles mögliche geändert werden sollte, ist das natürlich ein reales Risiko.
19.01.2025 - 09:55 Uhr
Kurzer Update zur "Rukh-paty" Saga. So richtig genau weiß man immer noch nicht, wie die Sache in Zukunft aussehen soll. Einige Details sind aber - unbestätigt - aus Insiderkreisen durchgesickert.
1. Rukh wird als eigenständiger Club bestehen bleiben und versuchen, in der UPL zu bleiben. Von einer "Vereinigung" redet aktuell niemand mehr. Dass es einen Interessenkonflikt geben könnte, wenn der Farmclub in Spielen allzu bereitwillig die Punkte dem "Oberclub" überlässt, dürfte klar sein. Allerdings ist das auch nichts ganz neues; Sowohl Dynamo als auch Schakhtar "halten" sich in der UPL Clubs, wo sie ihre Jungspieler parken.
2. Es gibt Anzeichen dafür, dass der Komplex, den Rukh für die Akademie verwendet, in Zukunft anders genutzt wird. Der Verein dürfte die Anlagen rund ums alte Marevytsch-Stadion in Vynnyky verweden.
3. Als Teil des Deals sollten die besten Rukh-Spieler, für die Karpaty-Trainer Lupaschko auch Verwendung hat, zu Karpaty wechseln. Das stand sehr unter einem Fragezeichen, als bekannt wurde, dass Oleksij Sytsch (einer der Topspieler des "Pakets") möglicherweise gar nicht zu Karpaty, sondern lieber zu Dynamo oder einem Club im Ausland wechseln würde. Ohne, dass näheres bekannt wurde, sind nun aber die 4 Spieler inklusive Sytsch, die auf der Wunschliste des Trainers standen, mit ins Trainingslager in die Türkei gefahren. Ob es hier eine Entwcheidung gibt, oder ob die einfach nur vertagt wurde, wissen wir nicht.
4. Karpaty haben sich - wie üblich - von Spielern getrennt. Die sind nicht direkt an Rukh transferiert worden sondern nun vertraglos und ablösefrei zu haben. Dabei sind u.a. junge Talente wie Jurij Tlumak und Artur Ryabov. Rukh soll Tlumak bereits verpflichtet haben, andere könnten folgen.
5. Karpaty wollten sich noch von weiteren Spielern trennen, die unter Lupaschko in der bisherigen Saison keine Rolle gespielt haben. Dem Vernehmen nach haben sich diese Spieler aber geweigert, einer Auflösung ihrer (sehr lukrativen) Verträge zuzustimmen und sind daher in die B-Mannschaft versetzt worden.
6. Personelle Verstärkung soll es bei Karpaty nicht nur durch die 4 Rukh-Spieler geben. Die Verpflichtung eines erfahrenen Innenverteidigers (Tymur Stetskov) ist bereits verkündet worden, und im Trainingslager sollen 2 junge Legionäre vorspielen und den Trainer überzeugen.
Die Rolle Von Hryhorij Koslowskyj im neuen Konstrukt verbleibt vorerst unbekannt. Dem Vernehmen nach erlaubt seine finanzielle Situation nicht mehr, einen UPL-Club von vorn bis hinten zu finanzieren, und Einnahmen durch Spielerverkäufe hat es auch nicht im notwendigen Maße gegeben. Der Kontakt zu Karpaty soll hinter verschlossenen Türen schon länger bestanden haben. Ob er jetzt im Club nur so eine Art "Ehrenpräsident" wird oder sogar nennenswert Einfluss gewinnt, verbleibt aktuell noch komplett im Dunkeln.
1. Rukh wird als eigenständiger Club bestehen bleiben und versuchen, in der UPL zu bleiben. Von einer "Vereinigung" redet aktuell niemand mehr. Dass es einen Interessenkonflikt geben könnte, wenn der Farmclub in Spielen allzu bereitwillig die Punkte dem "Oberclub" überlässt, dürfte klar sein. Allerdings ist das auch nichts ganz neues; Sowohl Dynamo als auch Schakhtar "halten" sich in der UPL Clubs, wo sie ihre Jungspieler parken.
2. Es gibt Anzeichen dafür, dass der Komplex, den Rukh für die Akademie verwendet, in Zukunft anders genutzt wird. Der Verein dürfte die Anlagen rund ums alte Marevytsch-Stadion in Vynnyky verweden.
3. Als Teil des Deals sollten die besten Rukh-Spieler, für die Karpaty-Trainer Lupaschko auch Verwendung hat, zu Karpaty wechseln. Das stand sehr unter einem Fragezeichen, als bekannt wurde, dass Oleksij Sytsch (einer der Topspieler des "Pakets") möglicherweise gar nicht zu Karpaty, sondern lieber zu Dynamo oder einem Club im Ausland wechseln würde. Ohne, dass näheres bekannt wurde, sind nun aber die 4 Spieler inklusive Sytsch, die auf der Wunschliste des Trainers standen, mit ins Trainingslager in die Türkei gefahren. Ob es hier eine Entwcheidung gibt, oder ob die einfach nur vertagt wurde, wissen wir nicht.
4. Karpaty haben sich - wie üblich - von Spielern getrennt. Die sind nicht direkt an Rukh transferiert worden sondern nun vertraglos und ablösefrei zu haben. Dabei sind u.a. junge Talente wie Jurij Tlumak und Artur Ryabov. Rukh soll Tlumak bereits verpflichtet haben, andere könnten folgen.
5. Karpaty wollten sich noch von weiteren Spielern trennen, die unter Lupaschko in der bisherigen Saison keine Rolle gespielt haben. Dem Vernehmen nach haben sich diese Spieler aber geweigert, einer Auflösung ihrer (sehr lukrativen) Verträge zuzustimmen und sind daher in die B-Mannschaft versetzt worden.
6. Personelle Verstärkung soll es bei Karpaty nicht nur durch die 4 Rukh-Spieler geben. Die Verpflichtung eines erfahrenen Innenverteidigers (Tymur Stetskov) ist bereits verkündet worden, und im Trainingslager sollen 2 junge Legionäre vorspielen und den Trainer überzeugen.
Die Rolle Von Hryhorij Koslowskyj im neuen Konstrukt verbleibt vorerst unbekannt. Dem Vernehmen nach erlaubt seine finanzielle Situation nicht mehr, einen UPL-Club von vorn bis hinten zu finanzieren, und Einnahmen durch Spielerverkäufe hat es auch nicht im notwendigen Maße gegeben. Der Kontakt zu Karpaty soll hinter verschlossenen Türen schon länger bestanden haben. Ob er jetzt im Club nur so eine Art "Ehrenpräsident" wird oder sogar nennenswert Einfluss gewinnt, verbleibt aktuell noch komplett im Dunkeln.
02.08.2025 - 10:36 Uhr
Durch einen Umzug und einige persönliche Angelegenheiten hat mir leider die Zeit gefehlt, hier regelmäßig zu posten.
Da die Saison 2024/25 nun in fast allen Ländern Geschichte ist, möchte ich diese Saison in Hinsicht auf unsere jungen Talente sowohl in der Ukraine als auch im Ausland einmal Revue passieren lassen. Einige von ihnen sind diese Saison ihre ersten Schritte im Männerfußball gegangen, einige konnten die Erwartungen bisher noch nicht erfüllen und wieder andere haben mit spannenden Wechseln im Transferfenster auf sich aufmerksam gemacht.
Fangen wir an mit Artem Stepanov. Der Leverkusener Shootingstar wurde teilweise heiß in den Medien diskutiert, nicht nur dank seiner starken Leistungen und seinem Debüt für die Werkself, sondern auch aufgrund vermeintlicher Gerüchte, dass er in Zukunft für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen möchte. Lange haben die Stepanovs, das heißt Artem selber als auch sein Vater Roman Stepanov, geschwiegen, doch dann hat sich zumindest vorerst alles aufgelöst. Der 17-Jährige sieht sich weiterhin als Teil der ukrainischen Nationalmannschaft, verpasste Spiele in den Juniorenjahrgängen der Zbirna hatten nicht etwa mit einem geplanten Verbandswechsel, sondern mit Unstimmigkeiten zwischen Spieler und Trainern zu tun. Durch eine Videokonferenz mit den Stepanovs, den Trainern und Vertretern des ukrainischen Fußballverbandes konnten diese Differenzen laut eigenen Angaben jedoch aus der Welt geräumt werden. Durch seine starken Leistungen in der Junioren-Bundesliga wurde der 17-Jährige mit einem Leihwechsel zum 1. FC Nürnberg belohnt, wo ihn seine erste Saison im Herrenfußball erwartet. Wer den ukrainischen Jugendfußball länger verfolgt, hat jetzt vielleicht auch ein Deja-vu. Junges Stürmertalent aus der ukrainischen Nationalmannschaft in Diensten des 1. FC Nürnberg wechselt den Verband und spielt für Deutschland, da war doch schon mal was... die Rede ist vom gebürtigen Bamberger Erik Shuranov, der heute übrigens für Schweinfurt auf Torejagd geht.
Seine erste Saison im Profifußball hat der Allrounder Danylo Krevsun bereits hinter sich. Der momentanige U20-Spieler der Ukraine wurde nach einem internen Wechsel aus der U19 in die zweite Mannschaft des BVB beförfert, wo er sich direkt durchsetzen konnte, wenn auch nicht auf seiner Stammposition, dem offensiven Mittelfeld, sondern als Rechtsverteidiger. Was erst eine Reaktion in Form einer Notlösung auf einen Personalausfall war, hat der 20-Jährige, der aus dem Nachwuchsleistungszentrum Shakhtars über den Umweg Preußen Münster beim Bundesligariesen gelandet ist, so gut gemacht, dass er sich dort einen Stammplatz erkämpft hat. Den Abstieg aus der dritten Liga konnte der junge Ukrainer aber auch nicht verhindern. Ob es in Zukunft für die erste Mannschaft Dortmunds reicht, ist die eine Frage, aber dass die Zweitvertretung der Schwarz-Gelben ein ideales Sprungbrett sein kann, haben sie in der Vergangenheit bereits öfters unter Beweis gestellt.
Nicht nach Plan verlief die Saison jedoch für das Dresdener Toptalent Dmytro Bohdanov, von dem ich bekanntlich auch ein großer Fan bin. Zu Beginn der Saison konnte er noch erste Erfahrungen in der Erstvertretung Dynamos sammeln, später fand er sich aber zuerst immer häufiger ohne Einsatz auf der Bank wieder, später stand er dann häufig gar nicht mehr im Kader der ersten Mannschaft. Was zuerst ein Rätsel für viele Dresdener und auch für Anhänger der ukrainischen Jugendnationalmannschaften war, hat sich später aufgeklärt: Verein und Spieler liegen im Zwist miteinander! Während man in Dresden Professionalität und Einstellung Bohdanovs kritisiert, ist der Stürmer mit seinen Einsatzzeiten gar nicht zufrieden und geriet mit einigen Spielern aus der ersten Mannschaft während der Trainingseinheiten wiederholt aneinander. Der Verein hat Konsequenzen gezogen, der ehemalige Jugendspieler Dynamo Kyivs wird vorerst weiterhin für die U19 zum Einsatz kommen und war auch nicht im Trainingslager mit der ersten Mannschaft. Sehr zum Unmut von Dmytro Bohdanov und seinem Berater Frank Lieberam, welcher in einem Statement der Bildzeitung gegenüber öffentlich mit einem Wechsel liebäugelte. Unabhängig davon, wer jetzt Recht hat: Ukrainische Talente, deren Stern mangels professioneller Einstellung nie ganz aufgegangen ist oder sehr schnell wieder verglühte, gab es in der Vergangenheit genug. Ich hoffe, Bohdanov reiht sich nicht in die Liste ein.
Auf der anderen Seite durfte Oleh Skakun, der diesen Sommer von Viktoria Berlin in die Zweitvertretung St. Paulis gewechselt ist mit ins Trainingslager der ersten Mannschaft fahren. Skakun, der auch für den rumänischen Verband spielberechtigt wäre, ist einer der wenigen Ukrainer, die schon vor 2022 ihr Glück als Jugendspieler im Ausland suchen konnten, wo er über den Umweg vom Berliner AK schließlich in der Jugend Viktoria Berlins gelandet ist. Dort konnte er auch seinen Durchbruch als Profi feiern und wurde schließlich zu einem wichtigen Schlüsselspieler der Berliner Offensive. Kurze Zeit später hat der Kultverein aus Hamburg schließlich angeklopft.
Auch Kristian Shevchenko, Sohn von niemand geringerem als Milan-Legende Andriy Shevchenko, hat beim Championship-Klub FC Watford zusammen mit drei anderen Jugendspielern seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Der Stürmer, der auch noch für England, Polen und die USA spielberechtigt wäre, wurde bei Chelsea ausgebildet, bevor er den Schritt nach Watford ging. Der 18-Jährige läuft regelmäßig für die ukrainische U19 auf. Eine außergewöhnliche Personalie.
Ebenfalls der talentierte Züricher Yevhen Morozov durfte sich über seinen ersten Profivertrag freuen, welcher ihn bis 2030 an die Schweizer bindet. Der 18-Jährige Kyjiwer, der im Gegensatz zu vielen anderen Talenten nicht den Weg über den ukrainischen Fußballriesen Dynamo Kyiv ging, sondern vor seinem Schritt in die Schweiz bei Arsenal Kyiv ausgebildet wurde, gilt schon länger intern als großes Talent und durfte im Winter sogar in einem Freundschaftsspiel gegen Schalke sein Profidebüt geben. Zur nächsten Saison wird er in den Profikader hochgezogen, wo er die Rolle als dritter Torhüter einnehmen soll.
Ähnlich verhält es sich auch beim Noch-Leverkusener Oleksandr Petrenko, der bereits mit zarten 16 Jahren unter Xabi Alonso mit den Profis trainieren durfte. Jetzt stehen alle Zeichen auf Abschied, so hat der 18-Jährige die letzte Hälfte der vorherigen Saison auf Leihe beim Drittligisten Viktoria Köln verbracht, zur Sommerpause stand ein Probetraining bei Werder Bremen an. Momentan ist Petrenko auf Probe bei Slavia Prag, wo man im Falle eines Transfers ein ähnliches Modell wie bei dem ebengenannten Morozov plant: Zwar soll Petrenko regelmäßig am Profitraining teilnehmen und auch die Rolle des dritten Torhüters einnehmen, bis er den endgültigen Schritt zu den Profis macht, wird er aber vermutlich fast ausschließlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.
Da die Saison 2024/25 nun in fast allen Ländern Geschichte ist, möchte ich diese Saison in Hinsicht auf unsere jungen Talente sowohl in der Ukraine als auch im Ausland einmal Revue passieren lassen. Einige von ihnen sind diese Saison ihre ersten Schritte im Männerfußball gegangen, einige konnten die Erwartungen bisher noch nicht erfüllen und wieder andere haben mit spannenden Wechseln im Transferfenster auf sich aufmerksam gemacht.
Fangen wir an mit Artem Stepanov. Der Leverkusener Shootingstar wurde teilweise heiß in den Medien diskutiert, nicht nur dank seiner starken Leistungen und seinem Debüt für die Werkself, sondern auch aufgrund vermeintlicher Gerüchte, dass er in Zukunft für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen möchte. Lange haben die Stepanovs, das heißt Artem selber als auch sein Vater Roman Stepanov, geschwiegen, doch dann hat sich zumindest vorerst alles aufgelöst. Der 17-Jährige sieht sich weiterhin als Teil der ukrainischen Nationalmannschaft, verpasste Spiele in den Juniorenjahrgängen der Zbirna hatten nicht etwa mit einem geplanten Verbandswechsel, sondern mit Unstimmigkeiten zwischen Spieler und Trainern zu tun. Durch eine Videokonferenz mit den Stepanovs, den Trainern und Vertretern des ukrainischen Fußballverbandes konnten diese Differenzen laut eigenen Angaben jedoch aus der Welt geräumt werden. Durch seine starken Leistungen in der Junioren-Bundesliga wurde der 17-Jährige mit einem Leihwechsel zum 1. FC Nürnberg belohnt, wo ihn seine erste Saison im Herrenfußball erwartet. Wer den ukrainischen Jugendfußball länger verfolgt, hat jetzt vielleicht auch ein Deja-vu. Junges Stürmertalent aus der ukrainischen Nationalmannschaft in Diensten des 1. FC Nürnberg wechselt den Verband und spielt für Deutschland, da war doch schon mal was... die Rede ist vom gebürtigen Bamberger Erik Shuranov, der heute übrigens für Schweinfurt auf Torejagd geht.
Seine erste Saison im Profifußball hat der Allrounder Danylo Krevsun bereits hinter sich. Der momentanige U20-Spieler der Ukraine wurde nach einem internen Wechsel aus der U19 in die zweite Mannschaft des BVB beförfert, wo er sich direkt durchsetzen konnte, wenn auch nicht auf seiner Stammposition, dem offensiven Mittelfeld, sondern als Rechtsverteidiger. Was erst eine Reaktion in Form einer Notlösung auf einen Personalausfall war, hat der 20-Jährige, der aus dem Nachwuchsleistungszentrum Shakhtars über den Umweg Preußen Münster beim Bundesligariesen gelandet ist, so gut gemacht, dass er sich dort einen Stammplatz erkämpft hat. Den Abstieg aus der dritten Liga konnte der junge Ukrainer aber auch nicht verhindern. Ob es in Zukunft für die erste Mannschaft Dortmunds reicht, ist die eine Frage, aber dass die Zweitvertretung der Schwarz-Gelben ein ideales Sprungbrett sein kann, haben sie in der Vergangenheit bereits öfters unter Beweis gestellt.
Nicht nach Plan verlief die Saison jedoch für das Dresdener Toptalent Dmytro Bohdanov, von dem ich bekanntlich auch ein großer Fan bin. Zu Beginn der Saison konnte er noch erste Erfahrungen in der Erstvertretung Dynamos sammeln, später fand er sich aber zuerst immer häufiger ohne Einsatz auf der Bank wieder, später stand er dann häufig gar nicht mehr im Kader der ersten Mannschaft. Was zuerst ein Rätsel für viele Dresdener und auch für Anhänger der ukrainischen Jugendnationalmannschaften war, hat sich später aufgeklärt: Verein und Spieler liegen im Zwist miteinander! Während man in Dresden Professionalität und Einstellung Bohdanovs kritisiert, ist der Stürmer mit seinen Einsatzzeiten gar nicht zufrieden und geriet mit einigen Spielern aus der ersten Mannschaft während der Trainingseinheiten wiederholt aneinander. Der Verein hat Konsequenzen gezogen, der ehemalige Jugendspieler Dynamo Kyivs wird vorerst weiterhin für die U19 zum Einsatz kommen und war auch nicht im Trainingslager mit der ersten Mannschaft. Sehr zum Unmut von Dmytro Bohdanov und seinem Berater Frank Lieberam, welcher in einem Statement der Bildzeitung gegenüber öffentlich mit einem Wechsel liebäugelte. Unabhängig davon, wer jetzt Recht hat: Ukrainische Talente, deren Stern mangels professioneller Einstellung nie ganz aufgegangen ist oder sehr schnell wieder verglühte, gab es in der Vergangenheit genug. Ich hoffe, Bohdanov reiht sich nicht in die Liste ein.
Auf der anderen Seite durfte Oleh Skakun, der diesen Sommer von Viktoria Berlin in die Zweitvertretung St. Paulis gewechselt ist mit ins Trainingslager der ersten Mannschaft fahren. Skakun, der auch für den rumänischen Verband spielberechtigt wäre, ist einer der wenigen Ukrainer, die schon vor 2022 ihr Glück als Jugendspieler im Ausland suchen konnten, wo er über den Umweg vom Berliner AK schließlich in der Jugend Viktoria Berlins gelandet ist. Dort konnte er auch seinen Durchbruch als Profi feiern und wurde schließlich zu einem wichtigen Schlüsselspieler der Berliner Offensive. Kurze Zeit später hat der Kultverein aus Hamburg schließlich angeklopft.
Auch Kristian Shevchenko, Sohn von niemand geringerem als Milan-Legende Andriy Shevchenko, hat beim Championship-Klub FC Watford zusammen mit drei anderen Jugendspielern seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Der Stürmer, der auch noch für England, Polen und die USA spielberechtigt wäre, wurde bei Chelsea ausgebildet, bevor er den Schritt nach Watford ging. Der 18-Jährige läuft regelmäßig für die ukrainische U19 auf. Eine außergewöhnliche Personalie.
Ebenfalls der talentierte Züricher Yevhen Morozov durfte sich über seinen ersten Profivertrag freuen, welcher ihn bis 2030 an die Schweizer bindet. Der 18-Jährige Kyjiwer, der im Gegensatz zu vielen anderen Talenten nicht den Weg über den ukrainischen Fußballriesen Dynamo Kyiv ging, sondern vor seinem Schritt in die Schweiz bei Arsenal Kyiv ausgebildet wurde, gilt schon länger intern als großes Talent und durfte im Winter sogar in einem Freundschaftsspiel gegen Schalke sein Profidebüt geben. Zur nächsten Saison wird er in den Profikader hochgezogen, wo er die Rolle als dritter Torhüter einnehmen soll.
Ähnlich verhält es sich auch beim Noch-Leverkusener Oleksandr Petrenko, der bereits mit zarten 16 Jahren unter Xabi Alonso mit den Profis trainieren durfte. Jetzt stehen alle Zeichen auf Abschied, so hat der 18-Jährige die letzte Hälfte der vorherigen Saison auf Leihe beim Drittligisten Viktoria Köln verbracht, zur Sommerpause stand ein Probetraining bei Werder Bremen an. Momentan ist Petrenko auf Probe bei Slavia Prag, wo man im Falle eines Transfers ein ähnliches Modell wie bei dem ebengenannten Morozov plant: Zwar soll Petrenko regelmäßig am Profitraining teilnehmen und auch die Rolle des dritten Torhüters einnehmen, bis er den endgültigen Schritt zu den Profis macht, wird er aber vermutlich fast ausschließlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von WhiteRodman am 02.08.2025 um 10:48 Uhr bearbeitet
31.07.2026 - 23:07 Uhr
Durch einige persönliche Umstände in meinem Leben ist es fast ein Jahr her, als ich meinen letzten Beitrag hier geschrieben habe. In dieser Zeit hat sich im ukrainischen Fußball ja auch einiges verändert.
Der Abstieg Zinchenkos geht weiter. Vor nicht allzulanger Zeit hat er noch mit Manchester City Titel gesammelt, nun steht er nach zwei erfolglosen Engagements bei Nottingham Forest und Ajax ohne Verein da. Selbst eine Rückkehr in die Ukraine, und zwar zurück in seine Heimatregion nach Polissya Zhytomyr war in den Medien Thema, allerdings soll er diese Möglichkeit wohl für sich ausgeschlagen haben, da er seine Karriere lieber in Europa fortsetzen möchte. Gehörte er zugegebenermaßen auch bei Manchester City nicht zur absoluten Weltklasse, hat er dennoch dort starke Leistungen gezeigt, die ihn dort zu einem wertvollem Kaderspieler gemacht haben, der in Topform sicherlich einigen Vereinen in Europa sehr weitergeholfen hätte. Dennoch sehen wir einen Abstieg, wie man ihn ihm Profifußball doch nur selten sieht. Vom Topverein in die Vereinslosigkeit. Zwar nährt er sich mit 29 Jahren langsam dem Herbst seiner Karriere, dennoch zeigt die Statistik, dass man als Fußballer in dem Alter durchaus noch einige gute Jahre haben kann. Wie es zu diesem tiefen Fall kommen konnte, ist wohl ein Geheimnis. Mangelnde Ambitionen kann ich mir kaum vorstellen, obwohl er in jungen Jahren schon einiges gewonnen hat. Dann hätte er das Angebot Polissyas aber wohl angenommen. Was gibt es schöneres für einen Fußballer, als nach einer vollendeten Karriere noch mal in die Heimat zurückzukehren, dort der absolute Fan-Favourite zu werden und noch ein wenig entspannt zu kicken? Auffällig ist nur, dass der Leistungsabfall Zinchenkos ungefähr zum Start der Invasion anfing, ein Thema, über welches er häufig sehr emotional gesprochen hat. Was nun der wahre Grund ist? Das weiß vermutlich nur sein enger Kreis. Es wäre aber schön, ein Comeback seinerseits zu erleben. Vielleicht hat ja eine Bundesligamannschaft aus der unteren Tabellenhälfte Interesse?
Erfreuliche Nachrichten gibt es auf der anderen Seite für den ehemaligen Hoffnungsträger der Nationalmannschaft, Mykhailo Mudryk. Die Dopingstrafe des Flügelspielers wurde nach 18 Monaten aufgehoben und ihm wurde die Erlaubnis zur Rückkehr in den Fußball gegeben. Was nun daraus wird, ist die andere Frage. Findet er zu seiner Form zurück, kann er mit seinen Anlagen die Nationalmannschaft pushen und unverzichtbar für diese werden. Seine Kombination an Fähigkeiten mit seinem extremen Tempo, seiner Kreativität und seinem Spiel mit dem Ball hat so im Kader kein Spieler. Als Chelsea-Spieler hatte er sicherlich auch den Vorteil, Zugriff zu den besten Experten was Sportpsychologie, Regeneration und Fitness angeht, zu haben. Dennoch sind 18 Monate ohne Spielpraxis und Mannschaftstraining im Fußball eben eine sehr lange, karriereverändernde Zeit. Besonders, da die Sperre bei ihm auch zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt kam, so war er noch nicht lange bei Chelsea und hat gerade begonnen, seine Shakhtar-Form auch bei Chelsea abzurufen nach holprigem Start. Vermutlich wäre das Beste für ihn eine Leihe zu einem Verein aus einer schwächeren Liga. Die Premier League dürfte wohl die beste Liga der Welt sein, dementsprechend schwer würde es auch für Mudryk werden, nach so langer Zeit ohne Fußball, dort wieder Fuß zu fassen, zudem ja auch eine Menge Augen auf ihn als Chelsea-Spieler gerichtet sein werden, was für zusätzlichen Druck sorgt. Eine Leihe zu einem kleineren Verein könnte ihm helfen, wieder zurück zu seiner Form zu finden. Strasbourg war oft Thema in den Medien, aber ich könnte mir auch eine 1-jährige Rückleihe zu Shakhtar vorstellen. Dort hat er ein vertrautes Umfeld und durch den Vorteil, dass nicht allzuviele Augen auf die ukrainische Liga gerichtet sind, könnte er dort auch in Ruhe zurück in den Fußball finden.
Seine Breakout-Saison durfte der großgewachsene Mittelstürmer Artem Stepanov feiern. Nach einer Leihe von Leverkusen nach Nürnberg, die in einem Desaster endete und nach 0 Toren in der zweiten Bundesliga nach einer halben Saison abgebrochen wurde, wurde er prompt in die Niederlande zum FC Utrecht verliehen, wo er schließlich aufblühte, in 15 Spielen hat der 18-jährige Mittelstürmer fünf Tore für die Niederländer erzielt und ein weiteres vorbereitet. Daher hat man sich dort entschieden, die Leihe um ein weiteres Jahr zu verlängern und eine Kaufoption zu inkludieren, eine Nachricht, die von den Utrecht-Fans begeistert aufgenommen wurde. Mit 18 ist er absolut noch am Anfang seiner Laufbahn, dennoch sollte man sich überlegen, ob er mit diesen Leistungen nicht auch in Zukunft in die Nähe der Nationalmannschaft rutschen sollte. Auch, wenn er auf seiner Position mit Spielern wie Dovbyk und Ponomarenko natürlich starke Konkurrenten hat. Der Fall Stepanov sollte jedoch auch an ukrainische Vereine ein Signal sein, jungen Spielern mehr zuzutrauen und sie einfach mal reinzuwerfen, so hat man einem Ponomarenko, der schon seit längerem als sehr großes Stürmertalent gilt, erst in der vergangenen Saison echte Chancen gegeben, die er auch prompt genutzt hat. Bei der U19-EM konnte man durchaus sehen, dass wir viel Talent im Land haben.
Nicht nach Plan verlaufen ist die Saison jedoch für Artem Dovbyk. Der torgefährliche Stürmer wechselte vor zwei Jahren nach einer starken Saison beim FC Girona in die italienische Serie A zum AS Rom, wo er auch eine starke Einstandssaison gespielt hat, in welcher er 17 mal getroffen hat. Zu seinem Leidwesen hat der hiesige Trainer Gasperini später jedoch nicht mehr auf ihn gesetzt, weswegen er die letzte Saison nur auf 18 Pflichtspiele kam, die meisten davon jedoch kürzere Einsätze. Ein Neustart beim FC Bologna, wo er für diese Saison hinverliehen wurde, soll das Blatt jedoch für ihn wieder wenden.
Auch für das ukrainische Offensivduo Tsyhankov und Vanat ist die Saison bei Girona nicht so verlaufen, wie die beiden sich das wahrscheinlich vorgestellt hatten. Zwar waren die beiden die Lebensversicherung der Offensive Gironas, allerdings haben alle Bemühungen nicht gereicht und der katalanische Verein musste den schweren Gang in die zweite Liga antreten. Während es besonders um Tsyhankov immer wieder Abgangsgerüchte gibt, so sind wohl spanische Vereine wie Valencia oder Sevilla als auch ausländische Vereine wie z.B. Trabzonspor an ihm interessiert. Das Problem scheint bei der Ablöseforderung zu liegen, weswegen Tsyhankov wohl angefragt hat, ob man ihn ablösefrei ziehen lässt, was der Verein aus offensichtlichen Gründen abgelehnt haben soll. Jetzt scheint es kräftig zwischen Spieler und Verein zu brodeln. Bei Vanat hingegen ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass er den Katalanen auch nach dem Abstieg enthalten bleibt, damit würde er vermutlich zum absoluten Fan-Favourite avanchieren, zudem ein Spieler seiner Klasse natürlich auch ein großen Teil beim Wiederaufstieg mitspielen kann. Der 2,04 große Neuzugang Pyshchur und Zweittorhüter Krapyvtsov werden dem Verein wahrscheinlich ebenfalls erhalten bleiben.
Mykolenko macht bei Everton weiter wie zuvor, defensiv sicher mit kleineren Patzern, offensiv hat er allerdings nicht all zu viel anzubieten. Ein solider Spieler für einen Verein wie Everton, könnte sicherlich auch für Vereine aus der Tabellenmitte anderer europäischer Ligen eine Verstärkung sein, allerdings denke ich, dass er seinen spielerischen Zenit auch erreicht hat. Weiterhin ein sehr wichtiger Spieler für die Nationalmannschaft, nicht zuletzt durch seine Erfahrung. Vor kurzem hat er seinen Vertrag bis 2029 verlängert, gehen wir davon aus, dass er seinen Vertrag voll erfüllt, würde er 7 1/2 Jahre in der Premier League spielen. Wenn wir mal ehrlich sind: so lange in einer Top-Liga zu spielen, haben bisher nicht viele Ukrainer geschafft.
Konoplya ist im Sommer in die Bundesliga nach Mönchengladbach gewechselt, hat sich aber in einem Testspiel das Innenband angerissen und fällt nun für unbestimmte Zeit aus. Ein Ausfall direkt nach einem Transfer zu einem neuen Verein ist natürlich immer eine ungünstige Sache, besonders, wenn es wie in seinem Fall das erste Auslandsengagement ist und damit auch eine komplett neue Herausforderung und ein neues Umfeld. Dennoch hoffe ich, dass er schnell wieder zurück ist, ich freue mich nämlich sehr darauf, einen Ukrainer in der Bundesliga zu sehen.
In den nächsten Tagen möchte ich auch wieder etwas über unsere Jugendspieler schreiben.
Der Abstieg Zinchenkos geht weiter. Vor nicht allzulanger Zeit hat er noch mit Manchester City Titel gesammelt, nun steht er nach zwei erfolglosen Engagements bei Nottingham Forest und Ajax ohne Verein da. Selbst eine Rückkehr in die Ukraine, und zwar zurück in seine Heimatregion nach Polissya Zhytomyr war in den Medien Thema, allerdings soll er diese Möglichkeit wohl für sich ausgeschlagen haben, da er seine Karriere lieber in Europa fortsetzen möchte. Gehörte er zugegebenermaßen auch bei Manchester City nicht zur absoluten Weltklasse, hat er dennoch dort starke Leistungen gezeigt, die ihn dort zu einem wertvollem Kaderspieler gemacht haben, der in Topform sicherlich einigen Vereinen in Europa sehr weitergeholfen hätte. Dennoch sehen wir einen Abstieg, wie man ihn ihm Profifußball doch nur selten sieht. Vom Topverein in die Vereinslosigkeit. Zwar nährt er sich mit 29 Jahren langsam dem Herbst seiner Karriere, dennoch zeigt die Statistik, dass man als Fußballer in dem Alter durchaus noch einige gute Jahre haben kann. Wie es zu diesem tiefen Fall kommen konnte, ist wohl ein Geheimnis. Mangelnde Ambitionen kann ich mir kaum vorstellen, obwohl er in jungen Jahren schon einiges gewonnen hat. Dann hätte er das Angebot Polissyas aber wohl angenommen. Was gibt es schöneres für einen Fußballer, als nach einer vollendeten Karriere noch mal in die Heimat zurückzukehren, dort der absolute Fan-Favourite zu werden und noch ein wenig entspannt zu kicken? Auffällig ist nur, dass der Leistungsabfall Zinchenkos ungefähr zum Start der Invasion anfing, ein Thema, über welches er häufig sehr emotional gesprochen hat. Was nun der wahre Grund ist? Das weiß vermutlich nur sein enger Kreis. Es wäre aber schön, ein Comeback seinerseits zu erleben. Vielleicht hat ja eine Bundesligamannschaft aus der unteren Tabellenhälfte Interesse?
Erfreuliche Nachrichten gibt es auf der anderen Seite für den ehemaligen Hoffnungsträger der Nationalmannschaft, Mykhailo Mudryk. Die Dopingstrafe des Flügelspielers wurde nach 18 Monaten aufgehoben und ihm wurde die Erlaubnis zur Rückkehr in den Fußball gegeben. Was nun daraus wird, ist die andere Frage. Findet er zu seiner Form zurück, kann er mit seinen Anlagen die Nationalmannschaft pushen und unverzichtbar für diese werden. Seine Kombination an Fähigkeiten mit seinem extremen Tempo, seiner Kreativität und seinem Spiel mit dem Ball hat so im Kader kein Spieler. Als Chelsea-Spieler hatte er sicherlich auch den Vorteil, Zugriff zu den besten Experten was Sportpsychologie, Regeneration und Fitness angeht, zu haben. Dennoch sind 18 Monate ohne Spielpraxis und Mannschaftstraining im Fußball eben eine sehr lange, karriereverändernde Zeit. Besonders, da die Sperre bei ihm auch zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt kam, so war er noch nicht lange bei Chelsea und hat gerade begonnen, seine Shakhtar-Form auch bei Chelsea abzurufen nach holprigem Start. Vermutlich wäre das Beste für ihn eine Leihe zu einem Verein aus einer schwächeren Liga. Die Premier League dürfte wohl die beste Liga der Welt sein, dementsprechend schwer würde es auch für Mudryk werden, nach so langer Zeit ohne Fußball, dort wieder Fuß zu fassen, zudem ja auch eine Menge Augen auf ihn als Chelsea-Spieler gerichtet sein werden, was für zusätzlichen Druck sorgt. Eine Leihe zu einem kleineren Verein könnte ihm helfen, wieder zurück zu seiner Form zu finden. Strasbourg war oft Thema in den Medien, aber ich könnte mir auch eine 1-jährige Rückleihe zu Shakhtar vorstellen. Dort hat er ein vertrautes Umfeld und durch den Vorteil, dass nicht allzuviele Augen auf die ukrainische Liga gerichtet sind, könnte er dort auch in Ruhe zurück in den Fußball finden.
Seine Breakout-Saison durfte der großgewachsene Mittelstürmer Artem Stepanov feiern. Nach einer Leihe von Leverkusen nach Nürnberg, die in einem Desaster endete und nach 0 Toren in der zweiten Bundesliga nach einer halben Saison abgebrochen wurde, wurde er prompt in die Niederlande zum FC Utrecht verliehen, wo er schließlich aufblühte, in 15 Spielen hat der 18-jährige Mittelstürmer fünf Tore für die Niederländer erzielt und ein weiteres vorbereitet. Daher hat man sich dort entschieden, die Leihe um ein weiteres Jahr zu verlängern und eine Kaufoption zu inkludieren, eine Nachricht, die von den Utrecht-Fans begeistert aufgenommen wurde. Mit 18 ist er absolut noch am Anfang seiner Laufbahn, dennoch sollte man sich überlegen, ob er mit diesen Leistungen nicht auch in Zukunft in die Nähe der Nationalmannschaft rutschen sollte. Auch, wenn er auf seiner Position mit Spielern wie Dovbyk und Ponomarenko natürlich starke Konkurrenten hat. Der Fall Stepanov sollte jedoch auch an ukrainische Vereine ein Signal sein, jungen Spielern mehr zuzutrauen und sie einfach mal reinzuwerfen, so hat man einem Ponomarenko, der schon seit längerem als sehr großes Stürmertalent gilt, erst in der vergangenen Saison echte Chancen gegeben, die er auch prompt genutzt hat. Bei der U19-EM konnte man durchaus sehen, dass wir viel Talent im Land haben.
Nicht nach Plan verlaufen ist die Saison jedoch für Artem Dovbyk. Der torgefährliche Stürmer wechselte vor zwei Jahren nach einer starken Saison beim FC Girona in die italienische Serie A zum AS Rom, wo er auch eine starke Einstandssaison gespielt hat, in welcher er 17 mal getroffen hat. Zu seinem Leidwesen hat der hiesige Trainer Gasperini später jedoch nicht mehr auf ihn gesetzt, weswegen er die letzte Saison nur auf 18 Pflichtspiele kam, die meisten davon jedoch kürzere Einsätze. Ein Neustart beim FC Bologna, wo er für diese Saison hinverliehen wurde, soll das Blatt jedoch für ihn wieder wenden.
Auch für das ukrainische Offensivduo Tsyhankov und Vanat ist die Saison bei Girona nicht so verlaufen, wie die beiden sich das wahrscheinlich vorgestellt hatten. Zwar waren die beiden die Lebensversicherung der Offensive Gironas, allerdings haben alle Bemühungen nicht gereicht und der katalanische Verein musste den schweren Gang in die zweite Liga antreten. Während es besonders um Tsyhankov immer wieder Abgangsgerüchte gibt, so sind wohl spanische Vereine wie Valencia oder Sevilla als auch ausländische Vereine wie z.B. Trabzonspor an ihm interessiert. Das Problem scheint bei der Ablöseforderung zu liegen, weswegen Tsyhankov wohl angefragt hat, ob man ihn ablösefrei ziehen lässt, was der Verein aus offensichtlichen Gründen abgelehnt haben soll. Jetzt scheint es kräftig zwischen Spieler und Verein zu brodeln. Bei Vanat hingegen ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass er den Katalanen auch nach dem Abstieg enthalten bleibt, damit würde er vermutlich zum absoluten Fan-Favourite avanchieren, zudem ein Spieler seiner Klasse natürlich auch ein großen Teil beim Wiederaufstieg mitspielen kann. Der 2,04 große Neuzugang Pyshchur und Zweittorhüter Krapyvtsov werden dem Verein wahrscheinlich ebenfalls erhalten bleiben.
Mykolenko macht bei Everton weiter wie zuvor, defensiv sicher mit kleineren Patzern, offensiv hat er allerdings nicht all zu viel anzubieten. Ein solider Spieler für einen Verein wie Everton, könnte sicherlich auch für Vereine aus der Tabellenmitte anderer europäischer Ligen eine Verstärkung sein, allerdings denke ich, dass er seinen spielerischen Zenit auch erreicht hat. Weiterhin ein sehr wichtiger Spieler für die Nationalmannschaft, nicht zuletzt durch seine Erfahrung. Vor kurzem hat er seinen Vertrag bis 2029 verlängert, gehen wir davon aus, dass er seinen Vertrag voll erfüllt, würde er 7 1/2 Jahre in der Premier League spielen. Wenn wir mal ehrlich sind: so lange in einer Top-Liga zu spielen, haben bisher nicht viele Ukrainer geschafft.
Konoplya ist im Sommer in die Bundesliga nach Mönchengladbach gewechselt, hat sich aber in einem Testspiel das Innenband angerissen und fällt nun für unbestimmte Zeit aus. Ein Ausfall direkt nach einem Transfer zu einem neuen Verein ist natürlich immer eine ungünstige Sache, besonders, wenn es wie in seinem Fall das erste Auslandsengagement ist und damit auch eine komplett neue Herausforderung und ein neues Umfeld. Dennoch hoffe ich, dass er schnell wieder zurück ist, ich freue mich nämlich sehr darauf, einen Ukrainer in der Bundesliga zu sehen.
In den nächsten Tagen möchte ich auch wieder etwas über unsere Jugendspieler schreiben.
03.08.2026 - 16:20 Uhr
Danke, @WhiteRodman, das nehme ich gern zum Anlass, ein paar Zeilen zu meinen Grünweißen, FK Karpaty, zu schreiben. Die letzte Saison war recht turbulent verlaufen - nach einem enttäuschenden Saisonstart war in der Winterpause Trainer Vladyslav Lupaschko entlassen worden, unter dem der Verein in der Vorsaison knapp an den internationalen Plätzen vorbeigeschrammt war. Nach einigem hin und her wurde dann Fran Fernández verpflichtet, ein Spanier, der davor vor allem Clubs in der spanischen zweiten Liga trainiert hatte.
Die Vorbereitung auf die Rückrunde war ziemlich ernüchternd, und die ersten paar Spiele nach der Winterpause gelinde gesagt katastrophal. Viele, mich eingeschlossen, konnten es nicht erwarten, dass dieser Typ wieder entlassen würde. Aber interessanterweise fing sich die Mannschaft dann recht schnell und begann, einen konsistenten schön anzusehenden und auch effizienten Kombinationsfußball zu spielen, der auch Punkte einbrachte. Besonders hoch anzurechnen ist dem Trainer, dass das Team unter ihm wirklich nervenstark geworden ist - unter Lupaschko hatte es immer wieder so Spiele gegeben, die ab irgendeinem Punkt ganz einfach völlig außer Kontrolle gerieten und das Team auf dem Platz nichts mehr zustande brachte. Das sieht man jetzt überhaupt nicht mehr, bei Druckphasen des Gegners und auch Rückständen wird weiter sauber kombiniert, die Fehlerquote bleibt niedrig, und die meisten Spiele konnten am Ende immer noch gedreht werden.
Zum Star der letzten Saison wurde dann ganz überraschend Torwart Nasar Domtschak. Man hatte ja letzten Sommer gleich 2 starke Torhüter verloren - Kemkin hatte man gehen lassen, weil er im Konkurrenzkampf gegen Kinarejkin den kürzeren gezogen hatte, der dann wiederum in letzter Minute zu Villareal ging. Es blieb Youngster Domtschak mit gerade mal 18 Jahren. Der mauserte sich ganz gewaltig, wurde zum Elfmeterschreck (von 6 Elfmetern gegen ihn 3 gehalten, einer verfehlte das Tor) und zum Rückhalt seiner Mannschaft. Platz 9 am Ende der letzten Saison war im Grunde das Resultat der schlechten Hinrunde.
In dieser Sommerpause gingen dann für ordentliche Summen gleich 4 wichtige Leistungsträger - Domtschak, Bruninho, Faal und Nationalspieler Sytsch. Für sie wurden für überschaubare Summen drei junge Torhüter, drei Mittelfeldspieler - davon ein erfahrener und zwei junge - sowie ein erfahrener Außenverteidiger und mit Nasarij Rusyn einen erfahrenen Offensivspieler verpflichtet. Davon waren gleich vier "Latinos". Wir erleben gerade so eine Art Revival von "Los Karpatos" (aktuell: 6 Spanier und Brasilianer plus 1 aktuell in der Jugendmannschaft), wobei man fairerweise sagen muss, dass Trainer Fernández gleich zwei Spieler verpflichtete, die er aus früherer Zusammenarbeit kennt, und genau das hatte im letzten Winter mit Xeber Alkain bereits ziemlich gut funktioniert. Aktuell sucht man noch nach einem Mittelstürmer, der Baboucarr Faal ersetzen kann.
Vorgestern war dann Saisonstart bei Kryvbas, und nach dem Spiel dürften die Erwartungen in Lviv schon wieder gen Himmel gehen - nach anfänglichem Rückstand glich man noch vor der Pause aus und ging am Ende nicht unverdient mit einem satten 4:1 nach hause. Eine der Neuverpflichtungen, Moha Moukhliss, spielte knapp 80 Minuten und zeigte sich locker auf gehobenem UPL-Niveau - gutes Spielverständnis, Ruhe, Ballsicherheit und starke Pässe. Kurz vor Schluss kam auch noch Brasilianer Fellipe Vieira herein, ein interessanter offensiver Mittelfeldspieler, der in der Vorbereitung auch schon getroffen hatte.
Wenn es gelingt, auf dem Transfermarkt noch einen guten hochgewachsenen und kopfballstarken Mittelstürmer zu finden, kann das Team durchaus um die ersten 4 mitspielen, auch wenn Schakhtar, Dynamo und Polissya deutlich höhere Budgets haben und LNZ, Kharkiv und Soriya von der Kaderstärke her mindestens genauso hoch einzuschätzen sind. Entscheidend wird sein, ob es dem Trainerteam gelingen wird, diese Spielkultur weiterzuentwickeln und auf diesem hohen Niveau zu halten, denn es ist auch schon durchgesickert, dass die Vereinsführung nicht bereit sei, ein unbegrenztes finanzielles "Wettrüsten" (vor allem gegen Polissya) im Kampf um die Top-4 mitzumachen.
Ich denke, das wird eine richtig spannende Saison. Ach ja, wer sich auch für Karpaty interessiert, mag mal nach "Karpaty Lviv Nachrichten" googlen, da verfasse ich regelmäßig meine Spielberichte und natürlich auch Nachrichten rund um den Verein und das Team.
In der Jugendabteilung soll in Zukunft die bisherige Rukh-Akademie (die zuvor wiederum die Karpaty-Akademie gewesen war) für "Nachschub" an Talenten aus der Region sorgen. Die frisch gegründete U21 macht einen guten Eindruck, und einige Spieler, etwa Mittelfeldspieler Resnik, Außenverteidiger Kokodynyak und Mittelstürmer Dyedov, sind schon regelmäßig beim ersten Team auf der Bank. Ach ja, und Rukh hat sich aus der UPL zurückgezogen und wird nun in der Druha Liha (ukr. 3. Liga) weiter Talente entwickeln, die am Ende wiederum auch Karpaty zugute kommen sollen. Wie genau das aussehen soll, ist mir ehrlich gesagt etwas unklar. Aber so wie es aussieht, hat Hrihorij Koslovskyj nicht mehr die finanziellen Mittel und vielleicht auch nicht mehr den Ehrgeiz, ein eigenes UPL-Team zu betreiben.
Die Vorbereitung auf die Rückrunde war ziemlich ernüchternd, und die ersten paar Spiele nach der Winterpause gelinde gesagt katastrophal. Viele, mich eingeschlossen, konnten es nicht erwarten, dass dieser Typ wieder entlassen würde. Aber interessanterweise fing sich die Mannschaft dann recht schnell und begann, einen konsistenten schön anzusehenden und auch effizienten Kombinationsfußball zu spielen, der auch Punkte einbrachte. Besonders hoch anzurechnen ist dem Trainer, dass das Team unter ihm wirklich nervenstark geworden ist - unter Lupaschko hatte es immer wieder so Spiele gegeben, die ab irgendeinem Punkt ganz einfach völlig außer Kontrolle gerieten und das Team auf dem Platz nichts mehr zustande brachte. Das sieht man jetzt überhaupt nicht mehr, bei Druckphasen des Gegners und auch Rückständen wird weiter sauber kombiniert, die Fehlerquote bleibt niedrig, und die meisten Spiele konnten am Ende immer noch gedreht werden.
Zum Star der letzten Saison wurde dann ganz überraschend Torwart Nasar Domtschak. Man hatte ja letzten Sommer gleich 2 starke Torhüter verloren - Kemkin hatte man gehen lassen, weil er im Konkurrenzkampf gegen Kinarejkin den kürzeren gezogen hatte, der dann wiederum in letzter Minute zu Villareal ging. Es blieb Youngster Domtschak mit gerade mal 18 Jahren. Der mauserte sich ganz gewaltig, wurde zum Elfmeterschreck (von 6 Elfmetern gegen ihn 3 gehalten, einer verfehlte das Tor) und zum Rückhalt seiner Mannschaft. Platz 9 am Ende der letzten Saison war im Grunde das Resultat der schlechten Hinrunde.
In dieser Sommerpause gingen dann für ordentliche Summen gleich 4 wichtige Leistungsträger - Domtschak, Bruninho, Faal und Nationalspieler Sytsch. Für sie wurden für überschaubare Summen drei junge Torhüter, drei Mittelfeldspieler - davon ein erfahrener und zwei junge - sowie ein erfahrener Außenverteidiger und mit Nasarij Rusyn einen erfahrenen Offensivspieler verpflichtet. Davon waren gleich vier "Latinos". Wir erleben gerade so eine Art Revival von "Los Karpatos" (aktuell: 6 Spanier und Brasilianer plus 1 aktuell in der Jugendmannschaft), wobei man fairerweise sagen muss, dass Trainer Fernández gleich zwei Spieler verpflichtete, die er aus früherer Zusammenarbeit kennt, und genau das hatte im letzten Winter mit Xeber Alkain bereits ziemlich gut funktioniert. Aktuell sucht man noch nach einem Mittelstürmer, der Baboucarr Faal ersetzen kann.
Vorgestern war dann Saisonstart bei Kryvbas, und nach dem Spiel dürften die Erwartungen in Lviv schon wieder gen Himmel gehen - nach anfänglichem Rückstand glich man noch vor der Pause aus und ging am Ende nicht unverdient mit einem satten 4:1 nach hause. Eine der Neuverpflichtungen, Moha Moukhliss, spielte knapp 80 Minuten und zeigte sich locker auf gehobenem UPL-Niveau - gutes Spielverständnis, Ruhe, Ballsicherheit und starke Pässe. Kurz vor Schluss kam auch noch Brasilianer Fellipe Vieira herein, ein interessanter offensiver Mittelfeldspieler, der in der Vorbereitung auch schon getroffen hatte.
Wenn es gelingt, auf dem Transfermarkt noch einen guten hochgewachsenen und kopfballstarken Mittelstürmer zu finden, kann das Team durchaus um die ersten 4 mitspielen, auch wenn Schakhtar, Dynamo und Polissya deutlich höhere Budgets haben und LNZ, Kharkiv und Soriya von der Kaderstärke her mindestens genauso hoch einzuschätzen sind. Entscheidend wird sein, ob es dem Trainerteam gelingen wird, diese Spielkultur weiterzuentwickeln und auf diesem hohen Niveau zu halten, denn es ist auch schon durchgesickert, dass die Vereinsführung nicht bereit sei, ein unbegrenztes finanzielles "Wettrüsten" (vor allem gegen Polissya) im Kampf um die Top-4 mitzumachen.
Ich denke, das wird eine richtig spannende Saison. Ach ja, wer sich auch für Karpaty interessiert, mag mal nach "Karpaty Lviv Nachrichten" googlen, da verfasse ich regelmäßig meine Spielberichte und natürlich auch Nachrichten rund um den Verein und das Team.
In der Jugendabteilung soll in Zukunft die bisherige Rukh-Akademie (die zuvor wiederum die Karpaty-Akademie gewesen war) für "Nachschub" an Talenten aus der Region sorgen. Die frisch gegründete U21 macht einen guten Eindruck, und einige Spieler, etwa Mittelfeldspieler Resnik, Außenverteidiger Kokodynyak und Mittelstürmer Dyedov, sind schon regelmäßig beim ersten Team auf der Bank. Ach ja, und Rukh hat sich aus der UPL zurückgezogen und wird nun in der Druha Liha (ukr. 3. Liga) weiter Talente entwickeln, die am Ende wiederum auch Karpaty zugute kommen sollen. Wie genau das aussehen soll, ist mir ehrlich gesagt etwas unklar. Aber so wie es aussieht, hat Hrihorij Koslovskyj nicht mehr die finanziellen Mittel und vielleicht auch nicht mehr den Ehrgeiz, ein eigenes UPL-Team zu betreiben.
05.08.2026 - 21:13 Uhr
Zitat von WhiteRodman
Durch einige persönliche Umstände in meinem Leben ist es fast ein Jahr her, als ich meinen letzten Beitrag hier geschrieben habe. In dieser Zeit hat sich im ukrainischen Fußball ja auch einiges verändert.
Der Abstieg Zinchenkos geht weiter. Vor nicht allzulanger Zeit hat er noch mit Manchester City Titel gesammelt, nun steht er nach zwei erfolglosen Engagements bei Nottingham Forest und Ajax ohne Verein da. Selbst eine Rückkehr in die Ukraine, und zwar zurück in seine Heimatregion nach Polissya Zhytomyr war in den Medien Thema, allerdings soll er diese Möglichkeit wohl für sich ausgeschlagen haben, da er seine Karriere lieber in Europa fortsetzen möchte. Gehörte er zugegebenermaßen auch bei Manchester City nicht zur absoluten Weltklasse, hat er dennoch dort starke Leistungen gezeigt, die ihn dort zu einem wertvollem Kaderspieler gemacht haben, der in Topform sicherlich einigen Vereinen in Europa sehr weitergeholfen hätte. Dennoch sehen wir einen Abstieg, wie man ihn ihm Profifußball doch nur selten sieht. Vom Topverein in die Vereinslosigkeit. Zwar nährt er sich mit 29 Jahren langsam dem Herbst seiner Karriere, dennoch zeigt die Statistik, dass man als Fußballer in dem Alter durchaus noch einige gute Jahre haben kann. Wie es zu diesem tiefen Fall kommen konnte, ist wohl ein Geheimnis. Mangelnde Ambitionen kann ich mir kaum vorstellen, obwohl er in jungen Jahren schon einiges gewonnen hat. Dann hätte er das Angebot Polissyas aber wohl angenommen. Was gibt es schöneres für einen Fußballer, als nach einer vollendeten Karriere noch mal in die Heimat zurückzukehren, dort der absolute Fan-Favourite zu werden und noch ein wenig entspannt zu kicken? Auffällig ist nur, dass der Leistungsabfall Zinchenkos ungefähr zum Start der Invasion anfing, ein Thema, über welches er häufig sehr emotional gesprochen hat. Was nun der wahre Grund ist? Das weiß vermutlich nur sein enger Kreis. Es wäre aber schön, ein Comeback seinerseits zu erleben. Vielleicht hat ja eine Bundesligamannschaft aus der unteren Tabellenhälfte Interesse?
Erfreuliche Nachrichten gibt es auf der anderen Seite für den ehemaligen Hoffnungsträger der Nationalmannschaft, Mykhailo Mudryk. Die Dopingstrafe des Flügelspielers wurde nach 18 Monaten aufgehoben und ihm wurde die Erlaubnis zur Rückkehr in den Fußball gegeben. Was nun daraus wird, ist die andere Frage. Findet er zu seiner Form zurück, kann er mit seinen Anlagen die Nationalmannschaft pushen und unverzichtbar für diese werden. Seine Kombination an Fähigkeiten mit seinem extremen Tempo, seiner Kreativität und seinem Spiel mit dem Ball hat so im Kader kein Spieler. Als Chelsea-Spieler hatte er sicherlich auch den Vorteil, Zugriff zu den besten Experten was Sportpsychologie, Regeneration und Fitness angeht, zu haben. Dennoch sind 18 Monate ohne Spielpraxis und Mannschaftstraining im Fußball eben eine sehr lange, karriereverändernde Zeit. Besonders, da die Sperre bei ihm auch zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt kam, so war er noch nicht lange bei Chelsea und hat gerade begonnen, seine Shakhtar-Form auch bei Chelsea abzurufen nach holprigem Start. Vermutlich wäre das Beste für ihn eine Leihe zu einem Verein aus einer schwächeren Liga. Die Premier League dürfte wohl die beste Liga der Welt sein, dementsprechend schwer würde es auch für Mudryk werden, nach so langer Zeit ohne Fußball, dort wieder Fuß zu fassen, zudem ja auch eine Menge Augen auf ihn als Chelsea-Spieler gerichtet sein werden, was für zusätzlichen Druck sorgt. Eine Leihe zu einem kleineren Verein könnte ihm helfen, wieder zurück zu seiner Form zu finden. Strasbourg war oft Thema in den Medien, aber ich könnte mir auch eine 1-jährige Rückleihe zu Shakhtar vorstellen. Dort hat er ein vertrautes Umfeld und durch den Vorteil, dass nicht allzuviele Augen auf die ukrainische Liga gerichtet sind, könnte er dort auch in Ruhe zurück in den Fußball finden.
Seine Breakout-Saison durfte der großgewachsene Mittelstürmer Artem Stepanov feiern. Nach einer Leihe von Leverkusen nach Nürnberg, die in einem Desaster endete und nach 0 Toren in der zweiten Bundesliga nach einer halben Saison abgebrochen wurde, wurde er prompt in die Niederlande zum FC Utrecht verliehen, wo er schließlich aufblühte, in 15 Spielen hat der 18-jährige Mittelstürmer fünf Tore für die Niederländer erzielt und ein weiteres vorbereitet. Daher hat man sich dort entschieden, die Leihe um ein weiteres Jahr zu verlängern und eine Kaufoption zu inkludieren, eine Nachricht, die von den Utrecht-Fans begeistert aufgenommen wurde. Mit 18 ist er absolut noch am Anfang seiner Laufbahn, dennoch sollte man sich überlegen, ob er mit diesen Leistungen nicht auch in Zukunft in die Nähe der Nationalmannschaft rutschen sollte. Auch, wenn er auf seiner Position mit Spielern wie Dovbyk und Ponomarenko natürlich starke Konkurrenten hat. Der Fall Stepanov sollte jedoch auch an ukrainische Vereine ein Signal sein, jungen Spielern mehr zuzutrauen und sie einfach mal reinzuwerfen, so hat man einem Ponomarenko, der schon seit längerem als sehr großes Stürmertalent gilt, erst in der vergangenen Saison echte Chancen gegeben, die er auch prompt genutzt hat. Bei der U19-EM konnte man durchaus sehen, dass wir viel Talent im Land haben.
Nicht nach Plan verlaufen ist die Saison jedoch für Artem Dovbyk. Der torgefährliche Stürmer wechselte vor zwei Jahren nach einer starken Saison beim FC Girona in die italienische Serie A zum AS Rom, wo er auch eine starke Einstandssaison gespielt hat, in welcher er 17 mal getroffen hat. Zu seinem Leidwesen hat der hiesige Trainer Gasperini später jedoch nicht mehr auf ihn gesetzt, weswegen er die letzte Saison nur auf 18 Pflichtspiele kam, die meisten davon jedoch kürzere Einsätze. Ein Neustart beim FC Bologna, wo er für diese Saison hinverliehen wurde, soll das Blatt jedoch für ihn wieder wenden.
Auch für das ukrainische Offensivduo Tsyhankov und Vanat ist die Saison bei Girona nicht so verlaufen, wie die beiden sich das wahrscheinlich vorgestellt hatten. Zwar waren die beiden die Lebensversicherung der Offensive Gironas, allerdings haben alle Bemühungen nicht gereicht und der katalanische Verein musste den schweren Gang in die zweite Liga antreten. Während es besonders um Tsyhankov immer wieder Abgangsgerüchte gibt, so sind wohl spanische Vereine wie Valencia oder Sevilla als auch ausländische Vereine wie z.B. Trabzonspor an ihm interessiert. Das Problem scheint bei der Ablöseforderung zu liegen, weswegen Tsyhankov wohl angefragt hat, ob man ihn ablösefrei ziehen lässt, was der Verein aus offensichtlichen Gründen abgelehnt haben soll. Jetzt scheint es kräftig zwischen Spieler und Verein zu brodeln. Bei Vanat hingegen ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass er den Katalanen auch nach dem Abstieg enthalten bleibt, damit würde er vermutlich zum absoluten Fan-Favourite avanchieren, zudem ein Spieler seiner Klasse natürlich auch ein großen Teil beim Wiederaufstieg mitspielen kann. Der 2,04 große Neuzugang Pyshchur und Zweittorhüter Krapyvtsov werden dem Verein wahrscheinlich ebenfalls erhalten bleiben.
Mykolenko macht bei Everton weiter wie zuvor, defensiv sicher mit kleineren Patzern, offensiv hat er allerdings nicht all zu viel anzubieten. Ein solider Spieler für einen Verein wie Everton, könnte sicherlich auch für Vereine aus der Tabellenmitte anderer europäischer Ligen eine Verstärkung sein, allerdings denke ich, dass er seinen spielerischen Zenit auch erreicht hat. Weiterhin ein sehr wichtiger Spieler für die Nationalmannschaft, nicht zuletzt durch seine Erfahrung. Vor kurzem hat er seinen Vertrag bis 2029 verlängert, gehen wir davon aus, dass er seinen Vertrag voll erfüllt, würde er 7 1/2 Jahre in der Premier League spielen. Wenn wir mal ehrlich sind: so lange in einer Top-Liga zu spielen, haben bisher nicht viele Ukrainer geschafft.
Konoplya ist im Sommer in die Bundesliga nach Mönchengladbach gewechselt, hat sich aber in einem Testspiel das Innenband angerissen und fällt nun für unbestimmte Zeit aus. Ein Ausfall direkt nach einem Transfer zu einem neuen Verein ist natürlich immer eine ungünstige Sache, besonders, wenn es wie in seinem Fall das erste Auslandsengagement ist und damit auch eine komplett neue Herausforderung und ein neues Umfeld. Dennoch hoffe ich, dass er schnell wieder zurück ist, ich freue mich nämlich sehr darauf, einen Ukrainer in der Bundesliga zu sehen.
In den nächsten Tagen möchte ich auch wieder etwas über unsere Jugendspieler schreiben.
Durch einige persönliche Umstände in meinem Leben ist es fast ein Jahr her, als ich meinen letzten Beitrag hier geschrieben habe. In dieser Zeit hat sich im ukrainischen Fußball ja auch einiges verändert.
Der Abstieg Zinchenkos geht weiter. Vor nicht allzulanger Zeit hat er noch mit Manchester City Titel gesammelt, nun steht er nach zwei erfolglosen Engagements bei Nottingham Forest und Ajax ohne Verein da. Selbst eine Rückkehr in die Ukraine, und zwar zurück in seine Heimatregion nach Polissya Zhytomyr war in den Medien Thema, allerdings soll er diese Möglichkeit wohl für sich ausgeschlagen haben, da er seine Karriere lieber in Europa fortsetzen möchte. Gehörte er zugegebenermaßen auch bei Manchester City nicht zur absoluten Weltklasse, hat er dennoch dort starke Leistungen gezeigt, die ihn dort zu einem wertvollem Kaderspieler gemacht haben, der in Topform sicherlich einigen Vereinen in Europa sehr weitergeholfen hätte. Dennoch sehen wir einen Abstieg, wie man ihn ihm Profifußball doch nur selten sieht. Vom Topverein in die Vereinslosigkeit. Zwar nährt er sich mit 29 Jahren langsam dem Herbst seiner Karriere, dennoch zeigt die Statistik, dass man als Fußballer in dem Alter durchaus noch einige gute Jahre haben kann. Wie es zu diesem tiefen Fall kommen konnte, ist wohl ein Geheimnis. Mangelnde Ambitionen kann ich mir kaum vorstellen, obwohl er in jungen Jahren schon einiges gewonnen hat. Dann hätte er das Angebot Polissyas aber wohl angenommen. Was gibt es schöneres für einen Fußballer, als nach einer vollendeten Karriere noch mal in die Heimat zurückzukehren, dort der absolute Fan-Favourite zu werden und noch ein wenig entspannt zu kicken? Auffällig ist nur, dass der Leistungsabfall Zinchenkos ungefähr zum Start der Invasion anfing, ein Thema, über welches er häufig sehr emotional gesprochen hat. Was nun der wahre Grund ist? Das weiß vermutlich nur sein enger Kreis. Es wäre aber schön, ein Comeback seinerseits zu erleben. Vielleicht hat ja eine Bundesligamannschaft aus der unteren Tabellenhälfte Interesse?
Erfreuliche Nachrichten gibt es auf der anderen Seite für den ehemaligen Hoffnungsträger der Nationalmannschaft, Mykhailo Mudryk. Die Dopingstrafe des Flügelspielers wurde nach 18 Monaten aufgehoben und ihm wurde die Erlaubnis zur Rückkehr in den Fußball gegeben. Was nun daraus wird, ist die andere Frage. Findet er zu seiner Form zurück, kann er mit seinen Anlagen die Nationalmannschaft pushen und unverzichtbar für diese werden. Seine Kombination an Fähigkeiten mit seinem extremen Tempo, seiner Kreativität und seinem Spiel mit dem Ball hat so im Kader kein Spieler. Als Chelsea-Spieler hatte er sicherlich auch den Vorteil, Zugriff zu den besten Experten was Sportpsychologie, Regeneration und Fitness angeht, zu haben. Dennoch sind 18 Monate ohne Spielpraxis und Mannschaftstraining im Fußball eben eine sehr lange, karriereverändernde Zeit. Besonders, da die Sperre bei ihm auch zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt kam, so war er noch nicht lange bei Chelsea und hat gerade begonnen, seine Shakhtar-Form auch bei Chelsea abzurufen nach holprigem Start. Vermutlich wäre das Beste für ihn eine Leihe zu einem Verein aus einer schwächeren Liga. Die Premier League dürfte wohl die beste Liga der Welt sein, dementsprechend schwer würde es auch für Mudryk werden, nach so langer Zeit ohne Fußball, dort wieder Fuß zu fassen, zudem ja auch eine Menge Augen auf ihn als Chelsea-Spieler gerichtet sein werden, was für zusätzlichen Druck sorgt. Eine Leihe zu einem kleineren Verein könnte ihm helfen, wieder zurück zu seiner Form zu finden. Strasbourg war oft Thema in den Medien, aber ich könnte mir auch eine 1-jährige Rückleihe zu Shakhtar vorstellen. Dort hat er ein vertrautes Umfeld und durch den Vorteil, dass nicht allzuviele Augen auf die ukrainische Liga gerichtet sind, könnte er dort auch in Ruhe zurück in den Fußball finden.
Seine Breakout-Saison durfte der großgewachsene Mittelstürmer Artem Stepanov feiern. Nach einer Leihe von Leverkusen nach Nürnberg, die in einem Desaster endete und nach 0 Toren in der zweiten Bundesliga nach einer halben Saison abgebrochen wurde, wurde er prompt in die Niederlande zum FC Utrecht verliehen, wo er schließlich aufblühte, in 15 Spielen hat der 18-jährige Mittelstürmer fünf Tore für die Niederländer erzielt und ein weiteres vorbereitet. Daher hat man sich dort entschieden, die Leihe um ein weiteres Jahr zu verlängern und eine Kaufoption zu inkludieren, eine Nachricht, die von den Utrecht-Fans begeistert aufgenommen wurde. Mit 18 ist er absolut noch am Anfang seiner Laufbahn, dennoch sollte man sich überlegen, ob er mit diesen Leistungen nicht auch in Zukunft in die Nähe der Nationalmannschaft rutschen sollte. Auch, wenn er auf seiner Position mit Spielern wie Dovbyk und Ponomarenko natürlich starke Konkurrenten hat. Der Fall Stepanov sollte jedoch auch an ukrainische Vereine ein Signal sein, jungen Spielern mehr zuzutrauen und sie einfach mal reinzuwerfen, so hat man einem Ponomarenko, der schon seit längerem als sehr großes Stürmertalent gilt, erst in der vergangenen Saison echte Chancen gegeben, die er auch prompt genutzt hat. Bei der U19-EM konnte man durchaus sehen, dass wir viel Talent im Land haben.
Nicht nach Plan verlaufen ist die Saison jedoch für Artem Dovbyk. Der torgefährliche Stürmer wechselte vor zwei Jahren nach einer starken Saison beim FC Girona in die italienische Serie A zum AS Rom, wo er auch eine starke Einstandssaison gespielt hat, in welcher er 17 mal getroffen hat. Zu seinem Leidwesen hat der hiesige Trainer Gasperini später jedoch nicht mehr auf ihn gesetzt, weswegen er die letzte Saison nur auf 18 Pflichtspiele kam, die meisten davon jedoch kürzere Einsätze. Ein Neustart beim FC Bologna, wo er für diese Saison hinverliehen wurde, soll das Blatt jedoch für ihn wieder wenden.
Auch für das ukrainische Offensivduo Tsyhankov und Vanat ist die Saison bei Girona nicht so verlaufen, wie die beiden sich das wahrscheinlich vorgestellt hatten. Zwar waren die beiden die Lebensversicherung der Offensive Gironas, allerdings haben alle Bemühungen nicht gereicht und der katalanische Verein musste den schweren Gang in die zweite Liga antreten. Während es besonders um Tsyhankov immer wieder Abgangsgerüchte gibt, so sind wohl spanische Vereine wie Valencia oder Sevilla als auch ausländische Vereine wie z.B. Trabzonspor an ihm interessiert. Das Problem scheint bei der Ablöseforderung zu liegen, weswegen Tsyhankov wohl angefragt hat, ob man ihn ablösefrei ziehen lässt, was der Verein aus offensichtlichen Gründen abgelehnt haben soll. Jetzt scheint es kräftig zwischen Spieler und Verein zu brodeln. Bei Vanat hingegen ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass er den Katalanen auch nach dem Abstieg enthalten bleibt, damit würde er vermutlich zum absoluten Fan-Favourite avanchieren, zudem ein Spieler seiner Klasse natürlich auch ein großen Teil beim Wiederaufstieg mitspielen kann. Der 2,04 große Neuzugang Pyshchur und Zweittorhüter Krapyvtsov werden dem Verein wahrscheinlich ebenfalls erhalten bleiben.
Mykolenko macht bei Everton weiter wie zuvor, defensiv sicher mit kleineren Patzern, offensiv hat er allerdings nicht all zu viel anzubieten. Ein solider Spieler für einen Verein wie Everton, könnte sicherlich auch für Vereine aus der Tabellenmitte anderer europäischer Ligen eine Verstärkung sein, allerdings denke ich, dass er seinen spielerischen Zenit auch erreicht hat. Weiterhin ein sehr wichtiger Spieler für die Nationalmannschaft, nicht zuletzt durch seine Erfahrung. Vor kurzem hat er seinen Vertrag bis 2029 verlängert, gehen wir davon aus, dass er seinen Vertrag voll erfüllt, würde er 7 1/2 Jahre in der Premier League spielen. Wenn wir mal ehrlich sind: so lange in einer Top-Liga zu spielen, haben bisher nicht viele Ukrainer geschafft.
Konoplya ist im Sommer in die Bundesliga nach Mönchengladbach gewechselt, hat sich aber in einem Testspiel das Innenband angerissen und fällt nun für unbestimmte Zeit aus. Ein Ausfall direkt nach einem Transfer zu einem neuen Verein ist natürlich immer eine ungünstige Sache, besonders, wenn es wie in seinem Fall das erste Auslandsengagement ist und damit auch eine komplett neue Herausforderung und ein neues Umfeld. Dennoch hoffe ich, dass er schnell wieder zurück ist, ich freue mich nämlich sehr darauf, einen Ukrainer in der Bundesliga zu sehen.
In den nächsten Tagen möchte ich auch wieder etwas über unsere Jugendspieler schreiben.
Sehr interessant. Aber hast du Yarmoliuk vergessen, der hat ja bei Brentford eine sehr gute Entwicklung genommen und ist zu einem guten B2B Player in der Premier League gereift ist? Dieser Spieler macht großen Spaß.
Zabarnyi wird sich jetzt in Paris durchgreifen müssen in der zweiten Saison.
Sorgen muss man sich umd Sudakov machen, der kommt in Lissabon momentan gar nicht auf die Beine, da würde ein Tapetenwechsel Sinn machen, er ist doch so ein talentierter Spieler.
Finde, dass die Torhüter-Sache mit Lunin endlich mal geklärt werden muss. Will er jetzt ein Teil der Nationalmannschaft sein?
Und in den kommenden Spielen sollte man auch mal ein paar jungen Spielern eine Chance geben.
Was ist mit Batahov von Trabzonspor? Oder mit Khlan von Gornik Zabrze?
Zinchenko wird auch noch einen Verein finden, kann ihn mir gut in der Serie A vorstellen.
Und die Rückkehr von Mudryk in die Nationalmannschaft kann ein Segen und könnte einen richtigen Push geben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Creative_10 am 05.08.2026 um 21:21 Uhr bearbeitet
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