Was macht eigentlich ...? Der Ehemaligen-Thread
30.06.2015 - 09:34 Uhr
15.09.2017 - 19:55 Uhr
Es gibt Todesmeldungen, die treffen einen irgendwie ins Mark, auch wenn man den Verstorbenen persönlich gar nicht gekannt hat. Bei Dr. Klein geht es mir als langjähriger HSVer so, und ich will jetzt gar nicht damit kommen, dass die Jüngeren seinen Namen womöglich nie gehört haben. Klein stand für eine sehr erfolgreiche Zeit, so erfolgreich, so lange her, dass viele sie nur noch aus Büchern, Zeitschriften oder eher noch durch youtube kennen. Mich veranlasst sein Ableben, mich noch einmal an Hermann Rieger und Ernst Happel zu erinnern, solche Typen werden - nicht nur beim HSV - leider immer seltener. Und Fans, die die Achtziger mit Klein schon miterlebt haben, werden immer älter. So wie ich auch.
RIP.
RIP.
17.09.2017 - 17:22 Uhr
Zitat von Solaar
Es gibt Todesmeldungen, die treffen einen irgendwie ins Mark, auch wenn man den Verstorbenen persönlich gar nicht gekannt hat. Bei Dr. Klein geht es mir als langjähriger HSVer so, und ich will jetzt gar nicht damit kommen, dass die Jüngeren seinen Namen womöglich nie gehört haben. Klein stand für eine sehr erfolgreiche Zeit, so erfolgreich, so lange her, dass viele sie nur noch aus Büchern, Zeitschriften oder eher noch durch youtube kennen. Mich veranlasst sein Ableben, mich noch einmal an Hermann Rieger und Ernst Happel zu erinnern, solche Typen werden - nicht nur beim HSV - leider immer seltener. Und Fans, die die Achtziger mit Klein schon miterlebt haben, werden immer älter. So wie ich auch.
Es gibt Todesmeldungen, die treffen einen irgendwie ins Mark, auch wenn man den Verstorbenen persönlich gar nicht gekannt hat. Bei Dr. Klein geht es mir als langjähriger HSVer so, und ich will jetzt gar nicht damit kommen, dass die Jüngeren seinen Namen womöglich nie gehört haben. Klein stand für eine sehr erfolgreiche Zeit, so erfolgreich, so lange her, dass viele sie nur noch aus Büchern, Zeitschriften oder eher noch durch youtube kennen. Mich veranlasst sein Ableben, mich noch einmal an Hermann Rieger und Ernst Happel zu erinnern, solche Typen werden - nicht nur beim HSV - leider immer seltener. Und Fans, die die Achtziger mit Klein schon miterlebt haben, werden immer älter. So wie ich auch.
Sehr schön gesagt, Solaar. Danke!
Es sind eben nicht nur die unbestreitbaren Erfolge, die Wolfgang Klein und seine Arbeit für den HSV auszeichneten, sondern es war auch seine Persönlichkeit: das war keiner, der sich selbst in den Vordergrund stellte, der lautstark seine eigene Großartigkeit hinausposaunen musste und sich profilierte, indem er andere niedermachte - also genau das Gegenteil von dem, was heute von Vielen, die in der Öffentlichkeit stehen praktiziert und vom Publikum goutiert wird: kompetent, langfristig und nachhaltig denkend (lange bevor "Nachhaltigkeit" zum leeren Schlag- und Modewort wurde) diskret und zurückhaltend, auch in Zeiten des Triumphes. Vielleicht liegt das daran, dass er selbst aktiver (und erfolgreicher) Sportler war in einer Zeit, in der Sportsgeist noch einen anderen Stellenwert hatte (und man mit dem Sport noch nicht reich werden konnte). Insofern markiert sein Tod, wie Du es ja auch empfindest, Solaar, deutlich den Grad, in dem sich die Zeiten gewandelt habe. Und wandeln.
Die Mopo hat heute noch einmal ein paar Äußerungen von "Ehemaligen" über Wolfgang Klein gesammelt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bananenflanke_1983 am 17.09.2017 um 17:32 Uhr bearbeitet
25.11.2017 - 23:18 Uhr
Zitat von Soulja
Genau das. Könnte man eigentlich prophylaktisch jedes Wochenende zitieren den Beitrag.
Den Populismus in dieser Personalie bin ich (als Fan) wirklich überdrüssig. Fußball ist sicherlich nicht die komplexseste aller Sportarten da draußen, aber so vereinfacht wie hier der Sachverhalt dargestellt wird, ist er für mich eben nicht. SlowLarry hat hier alles Nötige beschrieben.
Kann mir Gregoritsch bei uns auch nicht als OM vorstellen. Inwiefern der FCA da anders agiert, weiß ich nicht, aber seine Spielweise hat bei uns oft genug dafür gesorgt, dass er isoliert war und eben keine Bindung zum Spiel hatte. Er lebte bei uns deutlich von seinen individuellen Fähigkeiten. Daher denke ich auch nicht, dass ein Trainer ein System so umbauen muss, sodass ein Gregoritsch da reinpasst. Gisdol plante die Saison mit Müller als HS/OM. Der Kontrast zeigt schon, wie anders der Trainer die benötigen Qualitäten da sieht.
Sicherlich Schade, dass der Spieler sich nicht bei uns entwickelt, aber sowas wird es ímmer mal geben, befürchte ich. Versagen hier zu attestieren, finde ich eher unangebracht.
Zitat von SlowLarry
Der Mann heisst übrigens Todt!
Also gehen lassen hat man ihn, weil man Geld brauchte und es für Michael ein konkretes Angebot gegeben hat und Gregerl letztlich nicht besonders gut in unser System gepasst hat. Man musste sich entscheiden, ob man die Kohle mitnimmt und damit Spieler verpflichtet, die besser passen oder ob man es schafft, für 0 Mio € Investitionsvolumen einen anderen Kader auf die Beine zu stellen. Da hier ja immer hanseatische( was immer das heutzutage heisst...) Kaufmannstugenden gefordert werden, war das doch keine so schlechte Entscheidung, möchte ich meinen. So sehr ich es auch persönlich bedauere, weil ich ihn als Kicker echt gerne bei uns gesehen habe.
Der Mann heisst übrigens Todt!
Also gehen lassen hat man ihn, weil man Geld brauchte und es für Michael ein konkretes Angebot gegeben hat und Gregerl letztlich nicht besonders gut in unser System gepasst hat. Man musste sich entscheiden, ob man die Kohle mitnimmt und damit Spieler verpflichtet, die besser passen oder ob man es schafft, für 0 Mio € Investitionsvolumen einen anderen Kader auf die Beine zu stellen. Da hier ja immer hanseatische( was immer das heutzutage heisst...) Kaufmannstugenden gefordert werden, war das doch keine so schlechte Entscheidung, möchte ich meinen. So sehr ich es auch persönlich bedauere, weil ich ihn als Kicker echt gerne bei uns gesehen habe.
Genau das. Könnte man eigentlich prophylaktisch jedes Wochenende zitieren den Beitrag.
Den Populismus in dieser Personalie bin ich (als Fan) wirklich überdrüssig. Fußball ist sicherlich nicht die komplexseste aller Sportarten da draußen, aber so vereinfacht wie hier der Sachverhalt dargestellt wird, ist er für mich eben nicht. SlowLarry hat hier alles Nötige beschrieben.
Kann mir Gregoritsch bei uns auch nicht als OM vorstellen. Inwiefern der FCA da anders agiert, weiß ich nicht, aber seine Spielweise hat bei uns oft genug dafür gesorgt, dass er isoliert war und eben keine Bindung zum Spiel hatte. Er lebte bei uns deutlich von seinen individuellen Fähigkeiten. Daher denke ich auch nicht, dass ein Trainer ein System so umbauen muss, sodass ein Gregoritsch da reinpasst. Gisdol plante die Saison mit Müller als HS/OM. Der Kontrast zeigt schon, wie anders der Trainer die benötigen Qualitäten da sieht.
Sicherlich Schade, dass der Spieler sich nicht bei uns entwickelt, aber sowas wird es ímmer mal geben, befürchte ich. Versagen hier zu attestieren, finde ich eher unangebracht.
Der zentrale, offensive Mittelfeldspieler ist bei den meisten Mannschaften heuer nicht mehr der klassische Spielgestalter. Wenn man sich davon löst und ihn als freien Mann im System sieht, der den Stürmer umspielt und die Verladungen auf den Außenbahnen lenkt, sich mit dem Stürmer als erste Pressingreihe vor den zwei Viererreihen etabliert und für Torgefahr aus der zweiten Reihe oder als hereinrückenden Spieler darstellt, dann wäre Gregerl ein guter OM bei uns im System gewesen. Gisdol hat es zeitweise deutlich mit Holtby neben Wood versucht, wobei dieser einfach nicht die ständige Torgefahr ausstrahlt. Weder Arp noch Wood haben die Fähigkeit den jeweils anderen zu umspielen, sondern haben ein ähnliches Profil in der Spitze. Müller kann das. Hunt und Waldschmidt können es. Hahn traue ich es nach wie vor zu. Schipplock kann es nicht, der ist klar als 9er zu sehen.
Augsburg (Finnbogason mit Gregerl), Leverkusen (Alario mit Volland), Bremen (Kruse mit Bartels), Frankfurt (Haller, wenn Boateng neben ihm spielt oder derzeit mit Rebic), Dortmund (Aubameyang mit Götze), Schalke (Burgstaller mit Harit, später Embolo mit Harit), Gladbach (Raffael und Stindl) leben davon, dass sie nach vorne hin einen Stürmer haben, der mitspielt und ausweichen und einen Mann der die Räume instinktiv nutzen kann, weil er selber die Räume gerne sucht. Bei Bremen und Gladbach ergänzen sich die Stürmer sogar noch besser und sind eher jeweils als hängende Spitze zu sehen mit ähnlichen Attributen, so dass noch mehr Gefahr für die Verteidigungskette entsteht durch immer wieder einlaufende Spieler.
Gregerl, so habe ich ihn öfters beschrieben, hat in Bochum als einrückender Linksaußen oder hinter Terodde agiert. Er braucht das Spiel vor sich und sucht instinktiv die Räume. Er hat Phasen wo er untertaucht und dann den Ball aus 30 Metern ans Lattenkreuz nagelt. Das kann man ihm zugesehen. Er muss jedoch abgesichert werden und das schafft Augsburg im Kollektiv besser als wir es in Hamburg in seiner Zeit geschafft haben. Das ist der entscheidende Unterschied, denn in Augsburg braucht er weiterhin nur die grundlegenden Defensivaufgaben erledigen und wird von Baier (!) und Khedira (derzeit) super abgesichert. Dazu arbeiten die Außenbahnspieler bei Augsburg grundsätzlich, egal in welcher Besetzung, egal unter welchem Trainer, seit Jahren konsequent mit nach hinten. Das hilft enorm, da man eine Kompaktheit an den Tag legt, die es den Stürmern erlaubt sich Auszeiten zu nehmen. Bei uns wurde (wird) da leider oft geschludert sodass Lücken entstehen, die durch lange Sprints geschlossen werden müssen. Das hat etwas mit Fußball-IQ zu tun, den ein Baier hat. Den ein Camacho hat. Den ein Kramer hat. Den ein Kohr hat. Den ein Aranguiz hat. Den ein Goretzka hat. Den ein Delaney hat. Diesen IQ hat auch Ekdal, leider ist dieser zu oft verletzt.
Es müssen also einige Puzzlesteine ineinander greifen, damit ein Spieler wie Gregoritsch funktioniert. Das hätte in Hamburg passen können, wäre er auf links oder als zweite Spitze in einem 4-4-2 gefördert worden und wäre Ekdal durchgängig fit gewesen. Durch eine Asymmetrie über links mit Gregerl wäre die rechte Seite mit Müller defensiv stärker zum tragen gekommen und man kann seine Defensivschwächen kompensieren, wenn einer der Stürmer dann auf rechts mitmacht für Müller und sich hinten rum alles verschiebt. Aber das geht jetzt zu weit. Man muss gewillt sein solche Spieler einzubauen und ihre Schwächen zu kaschieren, genauso wie es bei Halilovic der Fall ist. Diese Spieler reduziert man auf ein Minimum der Aufgaben und diese geben dafür durch ihre Stärken andere Punkte wie Tore oder Assists zurück.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Finch am 25.11.2017 um 23:22 Uhr bearbeitet
02.12.2017 - 16:10 Uhr
Zitat von HSV_55
Gregoritsch trifft wieder! Dieses mal zum 0:1 in Mainz. 7. Saisontreffer !!! War doch ein guter Tausch .
2 Millionen draufgelegt um Antifußballer Hahn zu bekommen. Respekt HSV !
Gregoritsch trifft wieder! Dieses mal zum 0:1 in Mainz. 7. Saisontreffer !!! War doch ein guter Tausch .
2 Millionen draufgelegt um Antifußballer Hahn zu bekommen. Respekt HSV !

Es war nicht die Frage Gregoritsch oder Hahn sondern Gregoritsch oder Wood. Und ganz im ernst, halb Hamburg wäre amok gelaufen hätte man sich für Michi entschieden. Hahn ist eine Option für den Flügel, Gregerl einer fürs Zentrum, da hat auch Arp davon profitiert das wir einen zentralen Offensiven wengier im Kader haben.
Freue mich für Michi, nach wie vor ein unterschätzter Spieler. Hauptsache die Köln-Fans haben sich darüber gefreut, dass der Kelch Gregoritsch an ihnen vorbei gegangen ist. Wie hätte dieser überbewertete Ösi, der sich nicht Mal beim HSV durchsetzten konnte, auch dem grossen FC Köln weiterhelfen können? Geschiet ihnen recht!
Weiter so Michi. 7 Treffer, Nr. 4 in der BL mit Timo Werner. Stark.
02.12.2017 - 16:23 Uhr
Zitat von Bremer_niiiicht
Na sagt mal ihr zwei, wie hättet ihr die Situation im Sommer gelöst? Wood gehen lassen und Gregoritsch behalten? Dann zeigt mal eure Posts damals, denn damals war auch zu 90 % die Meinung hier im Forum, dass man Wood unbedingt halten sollte. Und Gregoritsch wollte nicht als Ersatzspieler bleiben, also sagt, wie hättet ihr entschieden?
Und die Frage war übrigens nie Gregoritsch oder Hahn, sondern Wood oder Gregoritsch. Um nur mal für eine Sekunde ehrlich zu bleiben.
PS: Kann man sich denn nicht einfach darüber freuen, dass ein Ehemaliger wo anders aufblüht? Er hat´s bei uns nicht gepackt und in Augsburg fühlt er sich wohler, schön für ihn. Hamburg und Augsburg werden halt auch immer wie Äpfel und Birnen sein. Vielleicht würde er ja sogar in Freiburg 56 Tore in der Saison schießen, würd mich auch richtig freuen. Aber er war ja da bei uns, hat viele vielie Spiele gespielt und konnte bei weitem nicht die Quote aufweisen, die er jetzt in Augsburg zeigt.
Zitat von carbonara
Aber Hahn passt doch viiiieeel besser in das Konzept....
Zitat von HSV_55
Gregoritsch trifft wieder! Dieses mal zum 0:1 in Mainz. 7. Saisontreffer !!! War doch ein guter Tausch .
2 Millionen draufgelegt um Antifußballer Hahn zu bekommen. Respekt HSV !
Gregoritsch trifft wieder! Dieses mal zum 0:1 in Mainz. 7. Saisontreffer !!! War doch ein guter Tausch .
2 Millionen draufgelegt um Antifußballer Hahn zu bekommen. Respekt HSV !

Aber Hahn passt doch viiiieeel besser in das Konzept....
Na sagt mal ihr zwei, wie hättet ihr die Situation im Sommer gelöst? Wood gehen lassen und Gregoritsch behalten? Dann zeigt mal eure Posts damals, denn damals war auch zu 90 % die Meinung hier im Forum, dass man Wood unbedingt halten sollte. Und Gregoritsch wollte nicht als Ersatzspieler bleiben, also sagt, wie hättet ihr entschieden?
Und die Frage war übrigens nie Gregoritsch oder Hahn, sondern Wood oder Gregoritsch. Um nur mal für eine Sekunde ehrlich zu bleiben.
PS: Kann man sich denn nicht einfach darüber freuen, dass ein Ehemaliger wo anders aufblüht? Er hat´s bei uns nicht gepackt und in Augsburg fühlt er sich wohler, schön für ihn. Hamburg und Augsburg werden halt auch immer wie Äpfel und Birnen sein. Vielleicht würde er ja sogar in Freiburg 56 Tore in der Saison schießen, würd mich auch richtig freuen. Aber er war ja da bei uns, hat viele vielie Spiele gespielt und konnte bei weitem nicht die Quote aufweisen, die er jetzt in Augsburg zeigt.
Ich war im Sommer klar dafür beide zu halten und in einem fairen Konkurrenzkampf antreten zu lassen (ohne mit Wood zu übertriebenen Konditionen zu verlängern). Gregerl zeigt mit Finnbogason ja auch, dass Doppelspitze funktioniert.
Hier im Forum haben sehr viele gesehen, dass gregoritsch etwas spezielles an sich hat und bei richtiger Verwendung zum goalgetter werden kann.
Und die Argumentation, dass wir seine Ablöse gebraucht haben lass ich nicht gelten, da wir stand jetzt knapp 10 Millionen in die Tonne geworfen haben. Es ist halt absolut keine Überraschung, dass gregoritsch in Augsburg trifft. Die immer wiederkehrenden personellen Fehlentscheidungen sind es, die den Verein auf keinen grünen Zweig kommen lassen...
02.12.2017 - 16:34 Uhr
Gregoritsch ist alles nur kein Pressingspieler, wenn er nicht gegangen wäre, würde er wohl weiterhin beim HSV zwischen Bank und Startelf pendeln. Nur weil ein Spieler woanders funktioniert, heißt das lange noch nicht das er auch beim HSV funktionieren würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gottschalkelf am 02.12.2017 um 16:35 Uhr bearbeitet
23.12.2017 - 22:32 Uhr
... Jochen Meinke?
In einem "Abendblatt"-Interview über den HSV in der Nachkriegszeit, Essen bei Familie Seeler, schwarze bezahlte Prämien und vieles andere Interessante aus anderen Zeiten reden (87 Jahre ist er alt und war Kapitän der HSV-Meistermannschaft von 1960 - nach dem Anklicken den URL-Link aus der Browserzeile als Suchbegriff bei Google eingeben, um den Artikel zu lesen).
In einem "Abendblatt"-Interview über den HSV in der Nachkriegszeit, Essen bei Familie Seeler, schwarze bezahlte Prämien und vieles andere Interessante aus anderen Zeiten reden (87 Jahre ist er alt und war Kapitän der HSV-Meistermannschaft von 1960 - nach dem Anklicken den URL-Link aus der Browserzeile als Suchbegriff bei Google eingeben, um den Artikel zu lesen).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bananenflanke_1983 am 23.12.2017 um 22:36 Uhr bearbeitet
06.01.2018 - 11:20 Uhr
Wie unser lieber User @Bananenflanke_1983 ja schon vor Tagen angekündigt hat: Manfred Kaltz begeht heute seinen 65. Geburtstag.
Da sage ich mal: „Herzlichen Glückwunsch, Manni!“
Wohlwissend, dass er diesen Glückwunsch nicht lesen wird. Er hat sich emotional vom HSV gelöst, so steht es in dem kleinen Bericht den Flanke mit angefügt hat. Ich vermeide eigentlich das Lesen solcher Berichte, von denen ich schon weiß, dass die ehemaligen Spieler nicht mehr unbedingt mit ihrem Herzen am HSV hängen. Zumindest nicht an dem HSV von heute.
Ich finde es sehr schade wie wenig diesbezüglich vom einstigen Ruhm übrig geblieben ist. Wie wenige ehemalige Stars sich heute noch beim HSV einbringen. Die Helden meiner Kindheit haben sich von meinem Verein gelöst. Das dieses auch für Manfred Kaltz gilt konnte man vielleicht erahnen, aber es schwarz auf weiß zu lesen fällt schon schwer. Er war auf einigen der Poster zu sehen die damals in meinem Jugendzimmer hingen. Das berühmte Bild, wo Manni mit verbogenen Füßen eine seiner berühmten Flanken schlägt – lange ist es her. Ein Poster mit der Nationalelf die in Spanien Vizeweltmeister wurde gehörte ebenso dazu wie das Mannschaftsfoto vor dem Spiel in Athen. 35 Jahre ist das im Mai her – verdammt lang her.
Manni Kaltz ein Urgestein. Ein Spieler der so lange mit der Raute aufgelaufen ist wie kein anderer. Er war eine Bank, er ist eine Legende. Hat man sich bei Elfmetern jemals wieder so sicher gefühlt wie zu der damaligen Zeit? Ich selbst durfte seine Elferkunst in einem Spiel gegen Gladbach im alten Volksparkstadion bewundern. Sein Tor im DFB-Pokalendspiel 1987 – für mich bleibt es unvergessen. Und wenn ich daran zurückdenke, dass in den damaligen Zeiten die Tore eines Rechtsverteidigers nichts Außergewöhnliches waren kann ich mir leider einen wehmütigen Gedanken verbunden mit einem kleinen Seitenhieb nicht verkneifen – gell Dieki. In meiner ewigen Lieblingsspieler Rangliste nimmt der liebe Manni Platz 2 ein. Vor ihm steht in meiner Gunst nur noch der Abnehmer seiner Spezialitäten.
So bleibt also nicht viel von der damaligen großen HSV Mannschaft. Bernd Wehmeyer ist noch an Bord, Horst Hrubesch ist kritisch aber nicht negativ und von Felix Magath weiß man was er so macht. Einige haben sich vom HSV mehr losgesagt als andere. Stein, Hartwig, Rolff interessieren mich nicht mehr so sehr. Entfremdung. Über Dietmar Jakob liest man gelegentlich noch etwas. Ganz wenig hört man von Joschi Groh und immer weniger auch von Holger Hieronymus oder Thomas von Heesen. Lars Bastrup ist vollständig von der Bildfläche verschwunden – er wollte es selber so, geht völlig in Ordnung.
Tja, und dann ist da noch Jürgen Milewski, der mich zur Überleitung zu unserem zweiten heutigen Geburtstagskind bringt: „Herzlichen Glückwunsch, Jann-Fiete Arp!“
Jürgen Milewski berät unseren Youngster und ist somit mitverantwortlich für unsere nahe und mittlere Zukunft. Wie viel HSV ist noch in Jürgen Milewski? Er ist ganz gewiss Profi genug um alle Sentimentalitäten gegenüber dem HSV auszublenden und die Zukunft unseres Hoffnungsträgers in den Vordergrund zu stellen.
Aber genau deshalb fällt es mir eben so schwer, zu erfahren, dass unsere einstigen Größen sich vom HSV entfremdet haben. Uns fehlen die emotionalen Multiplikatoren. Oft lesen wir hier im Forum wie wir Anhänger agieren würden wenn wir in der Situation der Spieler wären. Aber: Wir hängen emotional wohl viel stärker an diesem Verein als die gegenwärtigen Hauptakteure.
Manni Kaltz und Jann-Fiete Arp – das beide am selben Tag Geburtstag haben ist schon eine seltsame Laune des Schicksals. Es wäre schön, wenn beide sich heute gemeinsam mal für eine Stunde in einer Kabine einschließen könnten. Sie könnten reden und sie könnten vielleicht ihre Fußballschuhe anziehen, auf den Platz gehen und ein wenig Bolzen. Manni Flanke – Fiete Tor. Sie könnten darüber reden wie der HSV einmal war und wie er einmal werden sollte. In der Mitte eine Geburtstagstorte mit 83 Kerzen. 65 für Manni, 18 für Jann-Fiete. Die 83 steht für das Jahr 1983.
Verschwörung? Nein: Träumerei. Manchmal träume ich so vor mich hin. Ein Blick auf die Tabelle holt mich dann sehr schnell wieder zurück in die Gegenwart.
Da sage ich mal: „Herzlichen Glückwunsch, Manni!“
Wohlwissend, dass er diesen Glückwunsch nicht lesen wird. Er hat sich emotional vom HSV gelöst, so steht es in dem kleinen Bericht den Flanke mit angefügt hat. Ich vermeide eigentlich das Lesen solcher Berichte, von denen ich schon weiß, dass die ehemaligen Spieler nicht mehr unbedingt mit ihrem Herzen am HSV hängen. Zumindest nicht an dem HSV von heute.
Ich finde es sehr schade wie wenig diesbezüglich vom einstigen Ruhm übrig geblieben ist. Wie wenige ehemalige Stars sich heute noch beim HSV einbringen. Die Helden meiner Kindheit haben sich von meinem Verein gelöst. Das dieses auch für Manfred Kaltz gilt konnte man vielleicht erahnen, aber es schwarz auf weiß zu lesen fällt schon schwer. Er war auf einigen der Poster zu sehen die damals in meinem Jugendzimmer hingen. Das berühmte Bild, wo Manni mit verbogenen Füßen eine seiner berühmten Flanken schlägt – lange ist es her. Ein Poster mit der Nationalelf die in Spanien Vizeweltmeister wurde gehörte ebenso dazu wie das Mannschaftsfoto vor dem Spiel in Athen. 35 Jahre ist das im Mai her – verdammt lang her.
Manni Kaltz ein Urgestein. Ein Spieler der so lange mit der Raute aufgelaufen ist wie kein anderer. Er war eine Bank, er ist eine Legende. Hat man sich bei Elfmetern jemals wieder so sicher gefühlt wie zu der damaligen Zeit? Ich selbst durfte seine Elferkunst in einem Spiel gegen Gladbach im alten Volksparkstadion bewundern. Sein Tor im DFB-Pokalendspiel 1987 – für mich bleibt es unvergessen. Und wenn ich daran zurückdenke, dass in den damaligen Zeiten die Tore eines Rechtsverteidigers nichts Außergewöhnliches waren kann ich mir leider einen wehmütigen Gedanken verbunden mit einem kleinen Seitenhieb nicht verkneifen – gell Dieki. In meiner ewigen Lieblingsspieler Rangliste nimmt der liebe Manni Platz 2 ein. Vor ihm steht in meiner Gunst nur noch der Abnehmer seiner Spezialitäten.
So bleibt also nicht viel von der damaligen großen HSV Mannschaft. Bernd Wehmeyer ist noch an Bord, Horst Hrubesch ist kritisch aber nicht negativ und von Felix Magath weiß man was er so macht. Einige haben sich vom HSV mehr losgesagt als andere. Stein, Hartwig, Rolff interessieren mich nicht mehr so sehr. Entfremdung. Über Dietmar Jakob liest man gelegentlich noch etwas. Ganz wenig hört man von Joschi Groh und immer weniger auch von Holger Hieronymus oder Thomas von Heesen. Lars Bastrup ist vollständig von der Bildfläche verschwunden – er wollte es selber so, geht völlig in Ordnung.
Tja, und dann ist da noch Jürgen Milewski, der mich zur Überleitung zu unserem zweiten heutigen Geburtstagskind bringt: „Herzlichen Glückwunsch, Jann-Fiete Arp!“
Jürgen Milewski berät unseren Youngster und ist somit mitverantwortlich für unsere nahe und mittlere Zukunft. Wie viel HSV ist noch in Jürgen Milewski? Er ist ganz gewiss Profi genug um alle Sentimentalitäten gegenüber dem HSV auszublenden und die Zukunft unseres Hoffnungsträgers in den Vordergrund zu stellen.
Aber genau deshalb fällt es mir eben so schwer, zu erfahren, dass unsere einstigen Größen sich vom HSV entfremdet haben. Uns fehlen die emotionalen Multiplikatoren. Oft lesen wir hier im Forum wie wir Anhänger agieren würden wenn wir in der Situation der Spieler wären. Aber: Wir hängen emotional wohl viel stärker an diesem Verein als die gegenwärtigen Hauptakteure.
Manni Kaltz und Jann-Fiete Arp – das beide am selben Tag Geburtstag haben ist schon eine seltsame Laune des Schicksals. Es wäre schön, wenn beide sich heute gemeinsam mal für eine Stunde in einer Kabine einschließen könnten. Sie könnten reden und sie könnten vielleicht ihre Fußballschuhe anziehen, auf den Platz gehen und ein wenig Bolzen. Manni Flanke – Fiete Tor. Sie könnten darüber reden wie der HSV einmal war und wie er einmal werden sollte. In der Mitte eine Geburtstagstorte mit 83 Kerzen. 65 für Manni, 18 für Jann-Fiete. Die 83 steht für das Jahr 1983.
Verschwörung? Nein: Träumerei. Manchmal träume ich so vor mich hin. Ein Blick auf die Tabelle holt mich dann sehr schnell wieder zurück in die Gegenwart.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mawibo am 06.01.2018 um 11:22 Uhr bearbeitet
06.01.2018 - 13:40 Uhr
Zitat von OracleHH
Das sich viele ehemaligen emotional von Verein lösen liegt nicht nur am Tabellenplatz, sondern hauptsächlich daran, dass die Zeiten der kostenlosen Ehrenkarten vorbei ist. In den 90gern haben sie sich auch nicht von Verein entsagt, da lief es mindestens genauso scheiße wie jetzt nur da durften die alten noch auf Vereinskosten essen und saufen wie sie wollten!
Das sich viele ehemaligen emotional von Verein lösen liegt nicht nur am Tabellenplatz, sondern hauptsächlich daran, dass die Zeiten der kostenlosen Ehrenkarten vorbei ist. In den 90gern haben sie sich auch nicht von Verein entsagt, da lief es mindestens genauso scheiße wie jetzt nur da durften die alten noch auf Vereinskosten essen und saufen wie sie wollten!
Das ist schon mehrfach in den Raum gestellt worden, ist mir aber viel zu einfach. Wer glaubt, dass man Ehemalige mit einer Ehrenkarte, einer kostenlosen Mahlzeit und Freibier an den Verein bindet, der macht es sich viel zu leicht.
Ich kümmere mich ehrenamtlich auch um Ehemalige und kann versichern, dass es nicht um diese monetären Vorzüge geht. Es geht um Interesse, es geht um Aufmerksamkeit, es geht um Gemeinschaft, es geht um Freundschaften, es geht um Erinnerungen und es geht um viele Dinge die mit Menschlichkeit und Empathie zu tun haben.
Da müssen beim HSV einige Dinge falsch gelaufen sein, die in anderen Vereinen schlicht und einfach besser gemacht worden sind. Es ist verpasst worden, die Emotionalität aufrecht zu erhalten. Zur damaligen Zeit, war dieses sogar viel einfacher als es in heutigen Zeiten ist. Viele der Spieler haben einen Großteil ihrer Karriere und die Höhepunkte ihre Laufbahnen beim HSV erlebt. Diesen Zustand gibt es heut gar nicht mehr.
Die meisten ehemaligen Spieler wären auch heute noch in der Lage sich eine warme Mahlzeit und ein Bier zu gönnen. Nach meiner Auffassung ist der Glaube, dass die ehemaligen ihr Interesse am Verein mit dem Entzug der Ehrenkarte verloren haben eine Mär.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mawibo am 06.01.2018 um 13:40 Uhr bearbeitet
06.01.2018 - 15:12 Uhr
Schön geschrieben, mawibo!
"Sportbuzzer" hat ein Interview mit dem Jubilar veröffentlicht. Er antwortet so lapidar und einselbig wie eh und je
Diese "Wurschtigkeit" und Coolness war ja auch immer eine der Grundlagen seiner Erfolgs. Man kann sich vorstellen, dass ihm das Gequatsche und Getue so mancher heutiger Social-Media-Fußballer gehörig auf den Geist geht und wünscht sich, einmal die Blicke zu sehen, mit denen er sie strafen würde (denn Worte würde er ihnen kaum widmen), wenn er noch einmal eine Kabine mit ihnen teilen müsste...
Was mir, neben den Erfolgen, den Flanken und bombensicheren Elfmetern besonders in Erinnerung ist, das ist die für ihn sehr schwere Zeit, als er seine kleine Tochter durch einen Autounfall verloren hatte. Nur ein paar Tage nach ihrem Tod war ein Bundesligaspiel, und obwohl der Trainer ihn natürlich frei gestellt hätte, stand er auf dem Platz und lieferte stoisch seine gewohnt starke Leistung ab.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bananenflanke_1983 am 06.01.2018 um 15:17 Uhr bearbeitet
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