Was macht eigentlich ...? Der Ehemaligen-Thread
30.06.2015 - 09:34 Uhr
06.01.2018 - 17:18 Uhr
Zitat von mawibo
(...) Es geht um Interesse, es geht um Aufmerksamkeit, es geht um Gemeinschaft, es geht um Freundschaften, es geht um Erinnerungen und es geht um viele Dinge die mit Menschlichkeit und Empathie zu tun haben.
Da müssen beim HSV einige Dinge falsch gelaufen sein, die in anderen Vereinen schlicht und einfach besser gemacht worden sind. Es ist verpasst worden, die Emotionalität aufrecht zu erhalten. Zur damaligen Zeit, war dieses sogar viel einfacher als es in heutigen Zeiten ist. Viele der Spieler haben einen Großteil ihrer Karriere und die Höhepunkte ihre Laufbahnen beim HSV erlebt. Diesen Zustand gibt es heut gar nicht mehr. (...)
Nach meiner Auffassung ist der Glaube, dass die ehemaligen ihr Interesse am Verein mit dem Entzug der Ehrenkarte verloren haben eine Mär.
(...) Es geht um Interesse, es geht um Aufmerksamkeit, es geht um Gemeinschaft, es geht um Freundschaften, es geht um Erinnerungen und es geht um viele Dinge die mit Menschlichkeit und Empathie zu tun haben.
Da müssen beim HSV einige Dinge falsch gelaufen sein, die in anderen Vereinen schlicht und einfach besser gemacht worden sind. Es ist verpasst worden, die Emotionalität aufrecht zu erhalten. Zur damaligen Zeit, war dieses sogar viel einfacher als es in heutigen Zeiten ist. Viele der Spieler haben einen Großteil ihrer Karriere und die Höhepunkte ihre Laufbahnen beim HSV erlebt. Diesen Zustand gibt es heut gar nicht mehr. (...)
Nach meiner Auffassung ist der Glaube, dass die ehemaligen ihr Interesse am Verein mit dem Entzug der Ehrenkarte verloren haben eine Mär.
Der Auffassung, daß der finanzielle Aspekt des Ehrenkarten-Entzuges dabei eine Rolle spielt, würde ich zustimmen. Jedoch zeugt eben auch dieser Entzug von einer fehlenden Wertschätzung für die Spieler, die für den HSV Titel gewonnen haben. Bei Bayern gehen solche Ehrenkarten ins Geld, aber beim HSV?
Bei anderen Vereinen gab und gibt es (durch Kontinuität auf der Führungsebene erleichtert) meines Erachtens das Bestreben, Spieler langfristig auch emotional zu binden und im Idealfall sie zum Besten des Vereins auch in der operativen Vereinsebene einzubinden - vom Scout über den Jugend-Trainer bis zum Manager. Voraussetzung aber auch immer, daß der Spieler entsprechende Ambitionen hat und sich Qualifikationen erwirbt.
Ich erinnere mich an eine sehr überraschte Aussage Günter Netzers vor einigen Jahren zu einem Geburtstag von Rudi Kargus, ihm sei nicht bekannt gewesen, daß der Ex-Keeper sich zum Schüler von Markus Lüpertz gemausert hatte.
Vielleicht hatte der HSV aber auch immer einen größeren Anteil an Spieler, die über den Tellerrand des Fußballshowgeschäfts hinausschauten, als andere Vereine.
Der Briefträger Joschi Groh ist insofern der Katsche Schwarzenbeck des HSV. Welcher Bundesligaspieler aber toppt Lars Bastrup, der Rabbi einer jüdisch-chiliastischen (eigentlich ein Widerspruch in sich!) Gemeinde geworden ist?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rostein am 06.01.2018 um 17:21 Uhr bearbeitet
15.01.2018 - 21:07 Uhr
Zitat von Nilspferd855
Hi, Peter Knäbel ist bei unserem VfB als Berater in Sachen Neuausrichtung der Jugendarbeit verpflichtet worden.
Könnt ihr etwas dazu sagen, unabhängig der Rucksackgeschichte etc., ob er vor allem im Jugendbereich eine wirkliche Entwicklung voranbringen kann, oder ob diesbezüglich ne Luftpumpe ist.
http://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues/junge-wilde/2018/weiterentwicklung-nachwuchs/
Hi, Peter Knäbel ist bei unserem VfB als Berater in Sachen Neuausrichtung der Jugendarbeit verpflichtet worden.
Könnt ihr etwas dazu sagen, unabhängig der Rucksackgeschichte etc., ob er vor allem im Jugendbereich eine wirkliche Entwicklung voranbringen kann, oder ob diesbezüglich ne Luftpumpe ist.
http://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues/junge-wilde/2018/weiterentwicklung-nachwuchs/
Wenn ich das richtig lese, hat der VfB Knäbel als externen Berater verpflichtet, begründet mit seiner Erfahrung in der Nachwuchs des SFV. Dort hat er sich Meriten erworben, die ihn auch zum HSV geführt haben. Seine Funktion beim HSV war eine andere, insofern ist es nur bedingt vergleichbar.
Er ist nach meinen (wenigen) Eindrücken ein exzellenter Analytiker in puncto Taktik & Co.
Psychologie, gerade im Umgang mit jüngeren Spielern, schien indessen nicht seine Kernkompetenz zu sein. Indirekt muß man ihm als Sportdirektor wohl anlasten, daß der HSV den Kontakt zu zwei talentierten Leihspielern hat einschlafen lassen - Tah und Demirbay -, die besonderes Augenmerk verdient gehabt hätten.
Andererseits hat er in der verfahrenen Situation 2015, nach der Entlassung Zinnbauers, als Interimstrainer den Kopf für die Entscheidungsschwäche des Vorstandes hingehalten, aber mit geringstem Erfolg (apropos Psychologie und Menschenführung).
Später scheint er für den auch bei Euch nicht unbekannten Bruno Labbadia ein wichtiger Gedankensparringspartner gewesen zu sein und wurde 2016 zum Bauernopfer...
15.01.2018 - 21:23 Uhr
Rosteins Ausführungen kann man sicherlich so bestätigen, aber am Ende wird's mir dann einen Tick zu dünn, zumal man hier noch eine Aussage zu seiner Transferpolitik beim HSV bringen kann.
Es gab vermutlich (hat ja niemand im O-Ton bestätigt) einen Streit über die Ausrichtung des Kaders, wo Knäbel zusammen mit Labbadia mehr auf den erfahrenen Spielertyp ohne Wiederverkaufswert setzen wollten (Harnik sei hier als prominenter Name genannt), während Beiersdorfer wieder Kapitalanlagen schaffen wollte. Aus diesem Richtungsstreit resultierte letztendlich die Entlassung Knäbels.
Wenn sich nur sein Hauptaugenmerk im Kern auf die Jugend konzentriert, sind solche Überlegungen aber sicherlich nicht unbedingt Teil seines täglichen Geschäfts.
Zitat von Rostein
Später scheint er für den auch bei Euch nicht unbekannten Bruno Labbadia ein wichtiger Gedankensparringspartner gewesen zu sein und wurde 2016 zum Bauernopfer...
Später scheint er für den auch bei Euch nicht unbekannten Bruno Labbadia ein wichtiger Gedankensparringspartner gewesen zu sein und wurde 2016 zum Bauernopfer...
Es gab vermutlich (hat ja niemand im O-Ton bestätigt) einen Streit über die Ausrichtung des Kaders, wo Knäbel zusammen mit Labbadia mehr auf den erfahrenen Spielertyp ohne Wiederverkaufswert setzen wollten (Harnik sei hier als prominenter Name genannt), während Beiersdorfer wieder Kapitalanlagen schaffen wollte. Aus diesem Richtungsstreit resultierte letztendlich die Entlassung Knäbels.
Wenn sich nur sein Hauptaugenmerk im Kern auf die Jugend konzentriert, sind solche Überlegungen aber sicherlich nicht unbedingt Teil seines täglichen Geschäfts.
15.01.2018 - 22:37 Uhr
Es gibt zwar gerade keinen aktuellen Bezug, aber ich will es trotzdem mal loswerden. Heung-Min Son ist seit Monaten in überragender Form. Ich errinere mich immer wieder an seine Zeit hier, wo er oft sein Talent angedeutet hatte, aber mir persönlich oft die Konstanz gefehlt hat. Es gab schon Zeiten, wo er im Spiel nicht gut war und das Ding dann in den Winkel geknallt hat. Alleine wie ich diese Schüsse vermisse
Dann der Wechsel zu Bayer, dort finde ich war er okay, aber so richtig gepasst hat es auch nicht. Ich hatte ihn für das höchste Niveau fast schon abgeschrieben und mich über den Wechsel nach Tottenham gewundert. Mittlerweile passt er zu den Spurs wie die Faust aufs Auge, versteht sich Blind mit Kane, Eriksen & Co und seine Tore sind immer noch richtige Knaller.
Freut mich sehr und Sonny ist einer auf den man stolz sein kann
http://tm.de/s/ZD5
Dann der Wechsel zu Bayer, dort finde ich war er okay, aber so richtig gepasst hat es auch nicht. Ich hatte ihn für das höchste Niveau fast schon abgeschrieben und mich über den Wechsel nach Tottenham gewundert. Mittlerweile passt er zu den Spurs wie die Faust aufs Auge, versteht sich Blind mit Kane, Eriksen & Co und seine Tore sind immer noch richtige Knaller.
Freut mich sehr und Sonny ist einer auf den man stolz sein kann
http://tm.de/s/ZD5
16.01.2018 - 07:05 Uhr
Zitat von Rostein
Da versucht man einmal sich kurz zu fassen, schon fällt es einem auf die Füße
Ich würde aber @Soulja s Wiedergabe so bestätigen. Mit der Knäbel-Strategie wäre der Abstiegskampf jedenfalls deutlich billiger geworden
.
Ich könnte mir aber vorstellen, daß @Joystick44 aus schweizer perspektive Erklecklicheres für @Nilspferd855 beizutragen wüßte.
Zitat von Soulja
Rosteins Ausführungen kann man sicherlich so bestätigen, aber am Ende wird's mir dann einen Tick zu dünn, zumal man hier noch eine Aussage zu seiner Transferpolitik beim HSV bringen kann.
(...)
Knäbel zusammen mit Labbadia mehr auf den erfahrenen Spielertyp ohne Wiederverkaufswert setzen wollten
Rosteins Ausführungen kann man sicherlich so bestätigen, aber am Ende wird's mir dann einen Tick zu dünn, zumal man hier noch eine Aussage zu seiner Transferpolitik beim HSV bringen kann.
(...)
Knäbel zusammen mit Labbadia mehr auf den erfahrenen Spielertyp ohne Wiederverkaufswert setzen wollten
Da versucht man einmal sich kurz zu fassen, schon fällt es einem auf die Füße
Ich würde aber @Soulja s Wiedergabe so bestätigen. Mit der Knäbel-Strategie wäre der Abstiegskampf jedenfalls deutlich billiger geworden
. Ich könnte mir aber vorstellen, daß @Joystick44 aus schweizer perspektive Erklecklicheres für @Nilspferd855 beizutragen wüßte.
Ich kann da eigentlich nur beitragen was du bereits aufgeführt hast: Knäbel ist ein exzellenter Analytiker. Sicher was Taktik angeht. Was Potential erkennen und Entwicklung von Jungen Spielern angeht, traue ich ihm auch einiges zu. Ich denke als externer Berater ist er sicherlich besser aufgehoben, als als SpoDi. Solange er nicht in einer zentralen Rolle von medialem Interesse steht würde ich ihn immer als sinnvolle Ergäzung sehen. Das er einen solchen Job annimmt, spricht mMn auch für dafür, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat und weiss wo er hin gehört und wo nicht. MMn kann man dem VfB also zu der Verpflichtung gratulieren. Stören tut es mich aber nicht, immerhin haben wir Peters
23.01.2018 - 16:14 Uhr
Zitat von Soulja
... Frank Arnesen?
Kontrovers diskutiert werden.
Deine Zahlen passen leider nicht.
Bei Ilicevic waren es 1,92 Mio + 10.000 EUR pro Punkt. Für 60 Pflichtspiele in 4 Jahren eine teure Quote und dabei keine Ausfälle von 6 Wochen, sodass wir hier komplett durchzahlen durften vermutlich.
Mancienne bekam wohl 1,62 Mio im Jahr und war hier wirklich stark umstritten. Reduzierte seinen Martkwert bei uns von 3,5 auf 1,0 Mio. und ging für einen Kleckerbetrag nach England.
Rajkovic bekam 1,50 Mio. Marktwert von 2,5 auf 1,0 Mio reduziert und ging in die Vereinslosigkeit.
Das tut weh, wenn hier schon 5 Mio den Etat belasten und da einfach keine Leistung für geholt wurde. Dafür aber Jiracek für 4 Mio Ablöse und ebenfalls knapp 1,50 Mio Gehalt. Weiter ging das lustige Geldausgeben für Spieler, die bei uns schlichtweg gescheitert sind.
Jiracek ging wie Rajkovic erst 2015.
Dazu der inhaltliche Disput mit dem Trainer, der auch dafür sorgte, dass Spieler nur scheitern konnten und so war Skjelbred zwar günstig in Summe, aber auch zum Fenster hinausgeworfen. Den Van der Vaart-Transfer musste er schlucken und über die van Bruyne-Story, die er platzen ließ, weil er keine Sprüche mehr hören wollte, kann ich nur schmunzeln. Soll er es der Delta-Lounge doch zeigen, wie so ein KdB hier gezündet hätte. Da muksch den Schwanz einzuziehen, ist für mich immer noch die irritierendste Story dabei.
Hinter all diesen Personalien stecken zu hohe Kosten und verpasste Chancen. In den 2,5 Jahren wurde telweise auf bis zu 4 Jahren Platz im Etat verschenkt, der uns die Handlungsräume danach nahm. Arnesen drehte die Spirale mit nach unten, er half dem HSV nicht daraus.
Klar gab es da eine handvoll wirklich guter Transfers, aber in Summe war mir auch da schon viel Lut nach oben. Und das auch ohne Vergleich mit Kreuzer, Knäbel oder Todt.
... Frank Arnesen?
Kontrovers diskutiert werden.
Zitat von GenerationR
Ilicevic hat damals einstimmigen Berichten zu Folge knapp unter 2 mio € verdient. Nicht wenig, aber für einen Spieler der nur 6 Monate vorher kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern stand, auch keine Unsumme.
Sala und Töre sollen hier nicht einmal 0,5 mio € bekommen haben und Bruma war nur geliehen. Einzig Rajkovic und Mancienne verdient knapp über eine Million. Das verdient leider heute bereits der Großteil des Kaders von Augsburg und Freiburg.
Das Scouting wurde eher aufgebaut, u.a. der Kooperationsvertrag mit der Koreanischen Fußballschule. Welcher unter Kreuzer direkt wieder eingestampft wurde. Mittlerweile übrigens wiederbelebt werden soll...
Die Aussagen zu Skjelbred sind mir nicht bekannt, da dieser unter Oenning auch direkt Stammspieler war, bezweifle ich sie eher.
Fink war kein Fan von Rudnevs. Stimmt. Und? Rudnevs hat 16 Scorer Punkte geholt, wie viele hat Fink Wunsch Jacques Zoua gemacht? Das spricht eher gegen Fink als gegen Arnesen!
Es ist durchaus richtig, Arnesen hat die Trainer nicht wirklich in die Transferpolitik miteinbezogen. Doch wie viel erfolgt hatten wir denn mit diesen ständigen Trainerwunsch Transfers? Überhaupt keinen! Die meisten Trainerwünsche sind doch beim nächsten Trainer direkt wieder aussortiert. Arnesen wollte halt eine allgemeine Philosophie vorgeben, dieser musste sich auch der Trainer unterordnen. Ich finde, dass ist der richtige Weg! Fink war dafür natürlich dann der falsche Trainer, dass kann man maximal Arnesen vorwerfen.
Wie gesagt, auch Arnesen hat nicht alles richtig gemacht. Macht aber wie gesagt kein Sportdirektor, von dieser Erwartung muss man sich hier lösen.
Es ist aber einfach so, dass Arnesen den Etat im Vergleich zu seinem Amtsantritt gesenkt hat und auch eine relativ ausgeglichene Transferbilanz hatte (wenn man den Fremdfinanzierten van der Vaart rausrechnet). Auch nach Arnesen ist der Etat wieder deutlich gestiegen, übrigens schon unter Kreuzer! Anders als gerne behauptet wird. Arnesen hier also den schwarzen Peter für die finanzielle Situation zuzuschieben ist also ziemlich unfair aus meiner Sicht!
Wie gesagt, die wirklich schlimmen Fehlgriffe in Sachen Preis-Leistungsverhältnis gab es vor und nach Arnesen! Maximal Ilicevic kann man von seinen Transfers in die Kategorie packen.
Zitat von Soulja
Alder war eben nicht der einzige Großverdiener, da auch Ilicevic auch mehr als 2 Mio verdient hat und auch die Chelsea-Fraktion mit Gehalt aus dem schönen London weggelockt worden sind. Dazu noch Jiracek und van der Vaart und unser Budget war schon mächtig belastet. Das führte zu einem schwachen Preis-Leistungsprinzip und diversen Spielern, die wir nicht losgeworden sind, uns aber nachhaltig den Etat ruiniert haben..
Alder war eben nicht der einzige Großverdiener, da auch Ilicevic auch mehr als 2 Mio verdient hat und auch die Chelsea-Fraktion mit Gehalt aus dem schönen London weggelockt worden sind. Dazu noch Jiracek und van der Vaart und unser Budget war schon mächtig belastet. Das führte zu einem schwachen Preis-Leistungsprinzip und diversen Spielern, die wir nicht losgeworden sind, uns aber nachhaltig den Etat ruiniert haben..
Ilicevic hat damals einstimmigen Berichten zu Folge knapp unter 2 mio € verdient. Nicht wenig, aber für einen Spieler der nur 6 Monate vorher kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern stand, auch keine Unsumme.
Sala und Töre sollen hier nicht einmal 0,5 mio € bekommen haben und Bruma war nur geliehen. Einzig Rajkovic und Mancienne verdient knapp über eine Million. Das verdient leider heute bereits der Großteil des Kaders von Augsburg und Freiburg.
Zitat von usernick
Auch die Differenzen mit dem von ihm geholten Trainer ("Was soll ich mit Skjelbred?" oder "Ich will einen anderen Stürmertyp als Rudnevs!") lassen für mich da keine so positive Schlussfolgerung finden. Das Scouting wurde sehr stark zurückgefahren, unter Kreuzer eingestellt und Beiersdorfer mit "Ach, der HSV ist doch noch im Norden aktiv" auf den regionalen Sportplätzen begrüßt. Stattdessen gab es Fantasien zu euorpäischen Junioren-Ligen.
Auch die Differenzen mit dem von ihm geholten Trainer ("Was soll ich mit Skjelbred?" oder "Ich will einen anderen Stürmertyp als Rudnevs!") lassen für mich da keine so positive Schlussfolgerung finden. Das Scouting wurde sehr stark zurückgefahren, unter Kreuzer eingestellt und Beiersdorfer mit "Ach, der HSV ist doch noch im Norden aktiv" auf den regionalen Sportplätzen begrüßt. Stattdessen gab es Fantasien zu euorpäischen Junioren-Ligen.
Das Scouting wurde eher aufgebaut, u.a. der Kooperationsvertrag mit der Koreanischen Fußballschule. Welcher unter Kreuzer direkt wieder eingestampft wurde. Mittlerweile übrigens wiederbelebt werden soll...
Die Aussagen zu Skjelbred sind mir nicht bekannt, da dieser unter Oenning auch direkt Stammspieler war, bezweifle ich sie eher.
Fink war kein Fan von Rudnevs. Stimmt. Und? Rudnevs hat 16 Scorer Punkte geholt, wie viele hat Fink Wunsch Jacques Zoua gemacht? Das spricht eher gegen Fink als gegen Arnesen!
Es ist durchaus richtig, Arnesen hat die Trainer nicht wirklich in die Transferpolitik miteinbezogen. Doch wie viel erfolgt hatten wir denn mit diesen ständigen Trainerwunsch Transfers? Überhaupt keinen! Die meisten Trainerwünsche sind doch beim nächsten Trainer direkt wieder aussortiert. Arnesen wollte halt eine allgemeine Philosophie vorgeben, dieser musste sich auch der Trainer unterordnen. Ich finde, dass ist der richtige Weg! Fink war dafür natürlich dann der falsche Trainer, dass kann man maximal Arnesen vorwerfen.
Wie gesagt, auch Arnesen hat nicht alles richtig gemacht. Macht aber wie gesagt kein Sportdirektor, von dieser Erwartung muss man sich hier lösen.
Es ist aber einfach so, dass Arnesen den Etat im Vergleich zu seinem Amtsantritt gesenkt hat und auch eine relativ ausgeglichene Transferbilanz hatte (wenn man den Fremdfinanzierten van der Vaart rausrechnet). Auch nach Arnesen ist der Etat wieder deutlich gestiegen, übrigens schon unter Kreuzer! Anders als gerne behauptet wird. Arnesen hier also den schwarzen Peter für die finanzielle Situation zuzuschieben ist also ziemlich unfair aus meiner Sicht!
Wie gesagt, die wirklich schlimmen Fehlgriffe in Sachen Preis-Leistungsverhältnis gab es vor und nach Arnesen! Maximal Ilicevic kann man von seinen Transfers in die Kategorie packen.
Deine Zahlen passen leider nicht.
Bei Ilicevic waren es 1,92 Mio + 10.000 EUR pro Punkt. Für 60 Pflichtspiele in 4 Jahren eine teure Quote und dabei keine Ausfälle von 6 Wochen, sodass wir hier komplett durchzahlen durften vermutlich.
Mancienne bekam wohl 1,62 Mio im Jahr und war hier wirklich stark umstritten. Reduzierte seinen Martkwert bei uns von 3,5 auf 1,0 Mio. und ging für einen Kleckerbetrag nach England.
Rajkovic bekam 1,50 Mio. Marktwert von 2,5 auf 1,0 Mio reduziert und ging in die Vereinslosigkeit.
Das tut weh, wenn hier schon 5 Mio den Etat belasten und da einfach keine Leistung für geholt wurde. Dafür aber Jiracek für 4 Mio Ablöse und ebenfalls knapp 1,50 Mio Gehalt. Weiter ging das lustige Geldausgeben für Spieler, die bei uns schlichtweg gescheitert sind.
Jiracek ging wie Rajkovic erst 2015.
Dazu der inhaltliche Disput mit dem Trainer, der auch dafür sorgte, dass Spieler nur scheitern konnten und so war Skjelbred zwar günstig in Summe, aber auch zum Fenster hinausgeworfen. Den Van der Vaart-Transfer musste er schlucken und über die van Bruyne-Story, die er platzen ließ, weil er keine Sprüche mehr hören wollte, kann ich nur schmunzeln. Soll er es der Delta-Lounge doch zeigen, wie so ein KdB hier gezündet hätte. Da muksch den Schwanz einzuziehen, ist für mich immer noch die irritierendste Story dabei.
Hinter all diesen Personalien stecken zu hohe Kosten und verpasste Chancen. In den 2,5 Jahren wurde telweise auf bis zu 4 Jahren Platz im Etat verschenkt, der uns die Handlungsräume danach nahm. Arnesen drehte die Spirale mit nach unten, er half dem HSV nicht daraus.
Klar gab es da eine handvoll wirklich guter Transfers, aber in Summe war mir auch da schon viel Lut nach oben. Und das auch ohne Vergleich mit Kreuzer, Knäbel oder Todt.
Deine Aussage zu Skjelbred ergibt wenig Sinn. Der wurde noch unter dem Trainer Oenning geholt, der kurz darauf gefeuert wurde. War in seiner zweiten Saison hier über längere Phasen sogar Stammspieler, wo man recht erfolgreich mit Raute spielte (VDV als OM, Aogo und Skjelbred als ZM und Badelj als DM).
Schau dir doch einmal an WANN die Marktwerte von Mancienne und Rajkovic zerstört wurden! Durch die Fehlleistungen von Fink und vor allem Kreuzer! Stichwort Suspendierungen!
Auch ist der Etat nach Arnesen wieder deutlich angestiegen, lag unter Beiersdorfer um einiges höher. Insgesamt hatten wir unter Arnesen den GERINGSTEN(!!!) Etat der letzten Jahre! Zu behaupten er hätte die Spirale nach unten gedreht und den Nachfolgern Handlungsspielraum genommen ist also nicht nur unfair sondern inhaltlich ganz weit vorbei an der Wahrheit!
Natürlich hatte Arnesen nicht nur Volltreffer! Aber zeig mir mal einen Sportdirektor bei dem das der Fall ist! Arnesen musste finanzielle Altlasten mit Mörderverträgen wie Petric, Guerrero (knappe 4 mio € !), Westermann, Jansen, Jarolim, Kacar etc. händeln! Guerrero konnte er damals noch für eine ordentliche Summe verkaufen, Kacar zumindest kurzfristig verleihen und mit Jansen zu niedrigeren Bezügen verlängern!
Ein Ilicevic ist vom Gehalt her doch harmlos im Vergleich zu nachfolgenden Transferflops wie Djourou, Behrami, Holtby, Lasogga und leider mittlerweile auch Wood! Die Kreuzer und insbesondere Beiersdorfer hier angeschleppt haben.
Spieler wie Tah, Son und Calhanoglu haben uns in einigen Transferfenstern überhaupt nur Handlungsfähig gehalten - ohne Arnesen hätte es das nicht gegeben. Hakan hat er günstig geschnappt (wie auch Demirbay). Mit Tah für mehrere Jahre verlängert und auch Son schaffte erst unter Arnesen den Durchbruch, weil dieser auf Son und nicht Petric sowie Guerrero setzte!
Beim HSV wird traditionell zu viel bezahlt, da Arnesen aber als Hauptschuldigen auszuwählen ist komplett unpassend. In seiner Amtszeit wurde noch am ,,moderatesten'' (wenn man das beim HSV sagen kann) vergütet. Vorher und Nachher wurde der Großteil der Fehler gemacht.
08.06.2018 - 13:01 Uhr
Zitat von Invincible1
Da er ja auch mal bei euch war, auch nochmal hier
Unser wahrer Fußballgott hat heute Geburtstag und wird 52 Jahre alt.
Happy Birthday Anthony Yeboah!!!!!!!!!!!
Da er ja auch mal bei euch war, auch nochmal hier
Unser wahrer Fußballgott hat heute Geburtstag und wird 52 Jahre alt.
Happy Birthday Anthony Yeboah!!!!!!!!!!!
Ich greife das hier noch einmal - auch nach zwei Tagen - kurz auf, um meine Erinnerungen an Tony Yeboah im HSV-Trikot auszubreiten. Ich denke, das ist in Ordnung, zumal hier ja ohnehin keiner weiß, ob Yeboah nun wirklich am 6.6.66 (!) geboren wurde. Frank Pagelsdorf sagte einmal sinngemäß auf die Frage, wie alt Yeboah denn nun sei: "Aufschneiden, Jahresringe zählen!"
Yeboah hat beim HSV von 1997 bis 2001 nur einen Cheftrainer erlebt: Ebenjenen Pagelsdorf. Dessen Amtszeit deckte sich ziemlich genau mit der des Spielers. Unglaublich - welcher HSV-Spieler der letzten Jahre, der mehr als nur eine Saison das Rautentrikot trug, kann das schon von sich behaupten?
Ich schreibe meine Erinnerungen frei aus der Lameng, wie der Rheinländer sagt, also kein Gewähr auf komplette Richtigkeit, dazu absolut subjektiv.
Als Yeboah im Spätsommer 1997 kam, gab es einen ziemlich Hype. Yeboah war zuvor sehr erfolgreich für Leeds United (wo spielen die heute eigentlich?) in der PL tätig gewesen, aber es gab - gerade in England - Stimmen, die raunten, dass der Zahn der Zeit an nagte. Nun gut, er kam und traf in seiner ersten Spielzeit auf eine euphorisierte Fanschaft und sonst - fast gar nichts. Das Trikot wölbte sich ein bißchen über einen Körper, um den ich ihn heute (Jg. 79) dennoch beneiden würde. Aber: War das noch der Yeboah, den der geneigte Bundesligazuschauer aus Frankfurter Zeiten Anfang der 90er an der Seite von Möller, Bein und Okocha kannte (Stepi: "Des is dä Fussball 2000!")?
Im März 98 erzielte er im Volkspark gegen Werder ein enorm wichtiges Tor im damals (wie so oft) erfolgreich bestandenen Abstiegskampf; der HSV gewann dieses enge Spiel und Frank Pagelsdorf verdrückte ein paar Tränen der Rührung oder der Erleichterung.
Im Sommer 1998 muss Yeboah noch vor dem Trainingsauftakt hart gearbeitet haben. Er trat seinen Dienst deutlich erschlankt und voller Selbstbewusstsein an. In irgendeinem Testspiel ließ Pagel ihn als Kapitän auflaufen, was den Spieler in seinem Stolz (er stammt ja aus einer ghanaischen "Häuptlingsfamilie") sichtlich stärkte. Es folgte eine starke Saison, mit Toren, wie sie kein Allerweltsstürmer oder "Durchschnittsbundesligatorjäger" damals wie heute erzielen konnte/kann. Wenn für einen Spieler das Reporterwort "geschmeidig" überhaupt jemals zutreffend war, dann für AY, bei dem es mir schiere Freude bereitete dabei zuzusehen, wie dieser Mann mit diesen enormen körperlichen Voraussetzungen Fußball spielte. Ich meine mich zu erinnern, dass Lilo Wanders sich zu dieser Zeit einmal wünschte, mit AY duschen zu gehen.
Nun gut. 1999/2000 folgte seine beste Saison im HSV-Trikot. Die CL wurde erreicht, ein Dreiersturm mit Präger, Mahdavikia (noch als Außenstürmer!) und Yeboah, dahinter genial angeleitet von Cardoso, Kovac als Abräumer. Dazu mit Hoogma, Panadic, Hertzsch, Hollerbach und Butt ein Defensivverbund, der einem bei der heutigen Tristesse die Tränen in die Augen schießen lässt wie damals Pagel. Gegen Ende der Saison verletzte sich Yeboah, der HSV, der sich zuvor anschickte, möglicherweise gar Platz zwei zu erreichen, brach zwar nicht ein, doch er rettete sich mehr auf den CL-Platz, als dass er ins Ziel marschierte.
Von dieser Verletzung erholte sich AY in sportlicher Hinsicht nicht mehr. In der Folgesaison spielte er nur noch ganz zu Beginn eine Rolle, dann kam eine unschöne Geschichte "von außerhalb des Fußballs" dazu und ein gewisser Sergej Barbarez, der ihm den Rang als MS Nr. 1 schnell ablief.
Summa summarum: Tony Yeboah, ein Fußballer, eine Ausnahmeerscheinung. Einer aus der Zeit, in der man als HSV-Fan auch ins Stadion ging, um diesen Spieler bewundern zu können. Was für mich Jan Furtok als "der" HSV-Stürmer der frühen Neunziger war, ist Tony Yeboah für die späten Neunziger.
Alles Gute, Tony Yeboah (wie alt auch immer Du sein magst
)! Die Erinnerung an Dich ist zeitlos.
13.06.2018 - 22:57 Uhr
Wäre ein Posten beim HSV nicht eine interessante Aufgabe für Sie? Ihr Vertrag läuft Ende Juni aus.
"Ich werde meinen Vertrag in Weißrussland höchstwahrscheinlich nicht verlängern und meine Mission dort beenden. Hamburg hat mit Christian Titz einen guten Trainer. Ich hoffe, dass sie in der nächsten Saison wieder aufsteigen. Ich bin und bleibe auf jeden Fall Hamburger bis zum Ende meines Lebens."
Interview mit Valdas Ivanauskas
http://www.sportbuzzer.de/artikel/ich-bleibe-hamburger-bis-zum-ende-meines-lebens/
"Ich werde meinen Vertrag in Weißrussland höchstwahrscheinlich nicht verlängern und meine Mission dort beenden. Hamburg hat mit Christian Titz einen guten Trainer. Ich hoffe, dass sie in der nächsten Saison wieder aufsteigen. Ich bin und bleibe auf jeden Fall Hamburger bis zum Ende meines Lebens."
Interview mit Valdas Ivanauskas
http://www.sportbuzzer.de/artikel/ich-bleibe-hamburger-bis-zum-ende-meines-lebens/
04.07.2018 - 16:30 Uhr
... Markus Gisdol, Bernd Hollerbach und deren Assistenten?
Laut einem Artikel der Sport-Bild wegen fortlaufender Gehaltszahlungen den HSV in den nächsten 12 Monaten noch immer insgesamt 3 Millionen Euro kosten.
Den "Vertrags-Irrsinn" des Chaos-Vereins, den das Blatt deswegen gleich wieder anprangert, kann ich da allerdings nicht erkennen. Die Trainer wurden beurlaubt und müssen schließlich weiter bezahlt werden, so sehen es Recht & Gesetz in solchen Fällen nunmal vor, das wäre bei keinem Verein in Deutschland anders.
Die Tatsache, dass der amtierende Trainer Titz nun weniger verdient als der beurlaubte Hollerbach (wenn die kolportierten Zahlen denn stimmen), ist allerdings natürlich eine bittere Ironie und zeigt, wie teuer und nachhaltig negativ sportlicher Misserfolg und Fehlentscheidungen sein können.
Laut einem Artikel der Sport-Bild wegen fortlaufender Gehaltszahlungen den HSV in den nächsten 12 Monaten noch immer insgesamt 3 Millionen Euro kosten.
Den "Vertrags-Irrsinn" des Chaos-Vereins, den das Blatt deswegen gleich wieder anprangert, kann ich da allerdings nicht erkennen. Die Trainer wurden beurlaubt und müssen schließlich weiter bezahlt werden, so sehen es Recht & Gesetz in solchen Fällen nunmal vor, das wäre bei keinem Verein in Deutschland anders.
Die Tatsache, dass der amtierende Trainer Titz nun weniger verdient als der beurlaubte Hollerbach (wenn die kolportierten Zahlen denn stimmen), ist allerdings natürlich eine bittere Ironie und zeigt, wie teuer und nachhaltig negativ sportlicher Misserfolg und Fehlentscheidungen sein können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bananenflanke_1983 am 04.07.2018 um 16:34 Uhr bearbeitet
13.08.2018 - 21:18 Uhr
Zitat von OracleHH
Eric-Maxim Choupu Moting bei Stoke aussortiert und in die U23 abgeschoben werden.
Guter Junge nur schon seit damals von seinem Vater falsch beraten.
Eric-Maxim Choupu Moting bei Stoke aussortiert und in die U23 abgeschoben werden.
Guter Junge nur schon seit damals von seinem Vater falsch beraten.
Laut Profil wird er nicht mehr von seinem Vater beraten. Außerdem kann ich gar nicht so recht erkennen, wo oder wie er überhaupt falsch beraten wurde. Choupo ist doch ehrlich gesagt in seiner Karriere bisher ausschließlich sinnvolle Schritte gegangen: HSV, nach langer Verletzung Leihe nach Nürnberg, Wechsel nach Mainz weil es beim HSV nicht reichte, Schalke, Stoke.
Einen Transfer zu Huddersfield abzulehnen ist für mich nachvollziehbar. Die werden es dieses Jahr verdammt schwer haben. Dazu ist anscheinend auch nicht klar, zu welchen Konditionen er dort hätte unterschreiben können. Er wird jetzt seinen letzten großen Vertrag unterschrieben und sicherlich genau hinschauen. Finde ich nicht verwerflich da auf ein finanziell oder sportlich besseres Angebot zu warten. Unterkommen wird er schon irgendwo, so schlecht war seine letzte Saison eigentlich nicht.
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