Allgemeine Kaderdiskussion
23.07.2020 - 16:33 Uhr
17.08.2026 - 21:28 Uhr
Berisha hat in der eigenen Hälfte wenig zu tun. Wir spielen im tiefen Block ein 5-4-1 gegen den Ball, da läuft sich Berisha die Hacken wund, wenn er alleine ständig anläuft.
Das ist auch ein genereller Nachteil so eines 5-4-1 gegenüber eines 4-4-2, das ansonsten gegen den Ball oft praktiziert wird. Vorteil ist, dass man den Strafraum besser verteidigen kann, weil man einen Mann mehr im Zentrum der hinteren Reihe hat.
Normalerweise geht es darum, den Gegner entweder zu schlechten Abschlüssen zu nötigen oder ihn auf eine Seite zu schieben und zu einer Halbfeldflanke zu zwingen, die von den drei Innenverteidigern mit hoher Wahrscheinlichkeit wegverteidigt wird. Dazu muss die Viererreihe im Mittelfeld konsequent verschieben und dort die Räume eng machen, wo der Ball ist. Das hat gegen den KSC meines Erachtens nicht funktioniert, weil Ritter und Skyttä nicht ordentlich mitgemacht haben und Kanaté nicht so recht wusste, wie er sich zu verhalten hat. Gegen Wolfsburg war es eher so, dass die durch ihre individuelle Qualität in mittelmäßige Abschlusspositionen gekommen sind. Das wird man gegen die nur schwer verhindern können.
Beste Grüße
Lullaby
Das ist auch ein genereller Nachteil so eines 5-4-1 gegenüber eines 4-4-2, das ansonsten gegen den Ball oft praktiziert wird. Vorteil ist, dass man den Strafraum besser verteidigen kann, weil man einen Mann mehr im Zentrum der hinteren Reihe hat.
Normalerweise geht es darum, den Gegner entweder zu schlechten Abschlüssen zu nötigen oder ihn auf eine Seite zu schieben und zu einer Halbfeldflanke zu zwingen, die von den drei Innenverteidigern mit hoher Wahrscheinlichkeit wegverteidigt wird. Dazu muss die Viererreihe im Mittelfeld konsequent verschieben und dort die Räume eng machen, wo der Ball ist. Das hat gegen den KSC meines Erachtens nicht funktioniert, weil Ritter und Skyttä nicht ordentlich mitgemacht haben und Kanaté nicht so recht wusste, wie er sich zu verhalten hat. Gegen Wolfsburg war es eher so, dass die durch ihre individuelle Qualität in mittelmäßige Abschlusspositionen gekommen sind. Das wird man gegen die nur schwer verhindern können.
Beste Grüße
Lullaby
17.08.2026 - 22:25 Uhr
Ein 3-4-2-1 als Grundordnung für die Defensive Stabilität als Mittel der Wahl ist ok und möglich.
Aber ein Offensivspiel ist mit der personellen und strukturellen Aufstellung nicht möglich.
Bei einer 3er-Reihe hinten müssen die Schienenspieler viel offensiver was anbieten. Sonst haben wir vorne keine Breite. Bei einer 4er-Kette, sofern keine Raute davor spielt, sind die Flügel per Aufstellung doppelt besetzt. Wenn wir so spielen wie Samstag ist bei uns der Flügel nach vorne gar nicht besetzt.
Weil nicht nur die Schienenspieler zu defensiv stehen, sondern auch die OM oder ein zweiter Stürmer den fehlenden Winger nicht ersetzt. Ritter und Skyttä ist und bleibt ein Problempaar.
Keiner der beiden besetzt phasenweise den Flügel oder bietet zusätzliche Tiefe zum einzigen Stürmer an.
Für Sahin hatte ich durch den Abgang von Sirch mehr Hoffnung auf Gestaltungsraum. Sahin war in Elversberg starkt, wenn er sich zwischen 2 IVs fallen lies und dann Anspielstationen nach vorne hatte. So wie wir mit Kunze, ihm und 3 IVs stehen, hat er schonmal 2 weniger. Wenn dann auch noch die Schienenspieler diese Höhe halten, wie soll da Vertikalität entstehen? OM oder Stürmer kommt entgegen oder wird hoch angespielt und dann? Wer soll dann angespielt werden?
3-4-2-1 oder 3-4-1-2 ok, dann aber anders. So dass aus der Spielerauswahl und deren Stärken das Offensivspiel vorgegeben ist.
Heißt Joly statt Asta.
Heißt Schramm statt Kunze oder Sahin.
Heißt entweder Kanate oder Yardimci statt Ritter (oder Skyttä).
Und Berisha muss man sich überlegen.
Krahl - Rasmussen, Gyamfi, Elvedi - Haas, Sirch (edit: Sahin natürlich, danke @nordishLautrer ) , Schramm, Joly - Skyttä - Kanate, Yardimci
Aber ein Offensivspiel ist mit der personellen und strukturellen Aufstellung nicht möglich.
Bei einer 3er-Reihe hinten müssen die Schienenspieler viel offensiver was anbieten. Sonst haben wir vorne keine Breite. Bei einer 4er-Kette, sofern keine Raute davor spielt, sind die Flügel per Aufstellung doppelt besetzt. Wenn wir so spielen wie Samstag ist bei uns der Flügel nach vorne gar nicht besetzt.
Weil nicht nur die Schienenspieler zu defensiv stehen, sondern auch die OM oder ein zweiter Stürmer den fehlenden Winger nicht ersetzt. Ritter und Skyttä ist und bleibt ein Problempaar.
Keiner der beiden besetzt phasenweise den Flügel oder bietet zusätzliche Tiefe zum einzigen Stürmer an.
Für Sahin hatte ich durch den Abgang von Sirch mehr Hoffnung auf Gestaltungsraum. Sahin war in Elversberg starkt, wenn er sich zwischen 2 IVs fallen lies und dann Anspielstationen nach vorne hatte. So wie wir mit Kunze, ihm und 3 IVs stehen, hat er schonmal 2 weniger. Wenn dann auch noch die Schienenspieler diese Höhe halten, wie soll da Vertikalität entstehen? OM oder Stürmer kommt entgegen oder wird hoch angespielt und dann? Wer soll dann angespielt werden?
3-4-2-1 oder 3-4-1-2 ok, dann aber anders. So dass aus der Spielerauswahl und deren Stärken das Offensivspiel vorgegeben ist.
Heißt Joly statt Asta.
Heißt Schramm statt Kunze oder Sahin.
Heißt entweder Kanate oder Yardimci statt Ritter (oder Skyttä).
Und Berisha muss man sich überlegen.
Krahl - Rasmussen, Gyamfi, Elvedi - Haas, Sirch (edit: Sahin natürlich, danke @nordishLautrer ) , Schramm, Joly - Skyttä - Kanate, Yardimci
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 17.08.2026 um 22:50 Uhr bearbeitet
17.08.2026 - 22:35 Uhr
Ich bin bei unserem aktuellen Kader und der Transferstrategie echt zwiegespalten. Ein paar unsortierte Gedanken zu später Stunde.
1. wir haben fast nur Talente geholt, weil scheinbar Geld für Ablösesummen für gestandene Spieler fehlt. Diese Talente müssen dringend spielen, damit sie 1. besser werden und 2. mal nennenswerte Ablösesummen einbringen können, damit wir zukünftig wieder auf dem Transfermarkt aktiver werden können und die Skyttäs dieser Welt verpflichten können. Gleichzeitig giert unser Umfeld nach schnellem Erfolg und ist bei jungen Spielern (Kamga-Debatte) anscheinend relativ ungeduldig.
2. wir bezahlen für unsere Leistungsträger (Prtajin, Skyttä, Joly, hoffentlich jetzt auch Rasmussen, Sahin) häufig für Zweitliga-Verhältnisse ziemlich hohe Ablösesummen. Ohne Ablöse kamen mit Kunze und Gyamfi auch zwei Stammelf-Spieler, aber mittlerweile hat man den Eindruck, mehr Stammelf-Spieler haben Ablöse gekostet als nicht. Warum gelingt es uns kaum, ablösefrei Verstärkungen zu holen? Warum gelingen uns so wenig Gyamfi-, Kaloc- (geringe Ablöse, hoher Return) und Sirch-Verpflichtungen?
Oder bin ich da zu pessimistisch? Kommen wir mit dieser Strategie trotzdem voran (die sportlichen Abschlussergebnisse deuten ja kontinuierlich nach oben) und auf einen grünen Zweig, weil irgendeines der Talente innerhalb der nächsten 2 Jahren schon einschlagen und Geld in die Kassen spülen wird? Und können wir diese Strategie fahren, weil wir bald (so wir die Klasse halten) einen Sprung im TV-Geld machen und wir durch die 4x.xxx Bekloppten jedes 2. Wochenende außerordentlich hohe Einnahmen für einen Zweitligisten haben?
Ideal wäre es natürlich, wenn wir beides verbinden könnten: bessere Standortbedingungen (Zuschauereinnahmen, Aufstieg im TV-Geld ) als bei vielen Konkurrenten UND mehr „Cleverness“ (=geringere Ablösen) auf dem Transfermarkt.
@Hegermeister der Sirch aus deiner Aufstellung ist weg
1. wir haben fast nur Talente geholt, weil scheinbar Geld für Ablösesummen für gestandene Spieler fehlt. Diese Talente müssen dringend spielen, damit sie 1. besser werden und 2. mal nennenswerte Ablösesummen einbringen können, damit wir zukünftig wieder auf dem Transfermarkt aktiver werden können und die Skyttäs dieser Welt verpflichten können. Gleichzeitig giert unser Umfeld nach schnellem Erfolg und ist bei jungen Spielern (Kamga-Debatte) anscheinend relativ ungeduldig.
2. wir bezahlen für unsere Leistungsträger (Prtajin, Skyttä, Joly, hoffentlich jetzt auch Rasmussen, Sahin) häufig für Zweitliga-Verhältnisse ziemlich hohe Ablösesummen. Ohne Ablöse kamen mit Kunze und Gyamfi auch zwei Stammelf-Spieler, aber mittlerweile hat man den Eindruck, mehr Stammelf-Spieler haben Ablöse gekostet als nicht. Warum gelingt es uns kaum, ablösefrei Verstärkungen zu holen? Warum gelingen uns so wenig Gyamfi-, Kaloc- (geringe Ablöse, hoher Return) und Sirch-Verpflichtungen?
Oder bin ich da zu pessimistisch? Kommen wir mit dieser Strategie trotzdem voran (die sportlichen Abschlussergebnisse deuten ja kontinuierlich nach oben) und auf einen grünen Zweig, weil irgendeines der Talente innerhalb der nächsten 2 Jahren schon einschlagen und Geld in die Kassen spülen wird? Und können wir diese Strategie fahren, weil wir bald (so wir die Klasse halten) einen Sprung im TV-Geld machen und wir durch die 4x.xxx Bekloppten jedes 2. Wochenende außerordentlich hohe Einnahmen für einen Zweitligisten haben?
Ideal wäre es natürlich, wenn wir beides verbinden könnten: bessere Standortbedingungen (Zuschauereinnahmen, Aufstieg im TV-Geld ) als bei vielen Konkurrenten UND mehr „Cleverness“ (=geringere Ablösen) auf dem Transfermarkt.
@Hegermeister der Sirch aus deiner Aufstellung ist weg

Dieser Beitrag wurde zuletzt von nordishLautrer am 17.08.2026 um 22:45 Uhr bearbeitet
17.08.2026 - 23:32 Uhr
Zitat von Lullaby
Häh?
Die Laufleistung hängt im Wesentlichen an Positionen und Aufgaben. Stell Robinson auf die 6 und der läuft vermutlich so viel wie Kunze. Ich wollte einfach der Aussage widersprechen, Kunze würde zu wenig laufen.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Olivarius
Da die meisten von dir aufgezählten Spieler aber fast schon spielen müssen, spricht das in meinen Augen einfach nicht für eine durchdachte Transferpolitik.
Zitat von Lullaby
Tatsächlich waren es bei Kunze letzte Saison im Schnitt 11,4 km auf 90 Minuten. Damit liegt er teamintern auf dem dritten Platz hinter Semih Sahin, der auf stolze 12,27 km pro 90 gespielter Minuten kommt, und Paul Joly, der es auf 11,5 km pro 90 Minuten bringt. Haas und Skyttä folgen knapp hinter Kunze. Dazu führt Kunze mit 13,41 die meisten Zweikämpfe pro 90 Minuten. Das macht er sicher nicht, weil die Gegner immer zu ihm kommen.
Kunze hat seine Probleme, wenn der Gegner schnell kombiniert, weil er nicht der Beweglichste ist. Ansonsten gibt es defensiv bei ihm überhaupt nichts zu meckern. Sein Hauptproblem ist, dass er offensiv kaum statt findet. Er kann das Spiel hinten raus nicht schnell machen, er spielt größtenteils Sicherheitspässe. Das ist generell ein Problem, aber mit ner Dreierkette, in der zwei von drei Spielern alles andere als gut im Passspiel sind, wird es zu einem. Wenn beide Flügelspieler vor allem über das läuferische Element kommen, noch mehr.
Beste Grüße
Lullaby
Tatsächlich waren es bei Kunze letzte Saison im Schnitt 11,4 km auf 90 Minuten. Damit liegt er teamintern auf dem dritten Platz hinter Semih Sahin, der auf stolze 12,27 km pro 90 gespielter Minuten kommt, und Paul Joly, der es auf 11,5 km pro 90 Minuten bringt. Haas und Skyttä folgen knapp hinter Kunze. Dazu führt Kunze mit 13,41 die meisten Zweikämpfe pro 90 Minuten. Das macht er sicher nicht, weil die Gegner immer zu ihm kommen.
Kunze hat seine Probleme, wenn der Gegner schnell kombiniert, weil er nicht der Beweglichste ist. Ansonsten gibt es defensiv bei ihm überhaupt nichts zu meckern. Sein Hauptproblem ist, dass er offensiv kaum statt findet. Er kann das Spiel hinten raus nicht schnell machen, er spielt größtenteils Sicherheitspässe. Das ist generell ein Problem, aber mit ner Dreierkette, in der zwei von drei Spielern alles andere als gut im Passspiel sind, wird es zu einem. Wenn beide Flügelspieler vor allem über das läuferische Element kommen, noch mehr.
Beste Grüße
Lullaby
Da die meisten von dir aufgezählten Spieler aber fast schon spielen müssen, spricht das in meinen Augen einfach nicht für eine durchdachte Transferpolitik.
Häh?
Die Laufleistung hängt im Wesentlichen an Positionen und Aufgaben. Stell Robinson auf die 6 und der läuft vermutlich so viel wie Kunze. Ich wollte einfach der Aussage widersprechen, Kunze würde zu wenig laufen.
Beste Grüße
Lullaby
Mir ging es nicht um die Laufleistung, sondern darum, dass er offensiv kaum stattfindet. Das Problem wird dadurch vergrößert das man bereits mit Elvedi, Gyamfi, Haas und Asta nicht gerade die besten Spieler im Passspiel auf dem Platz hat.
Was bedeutet als Gegner muss ich nur Rasmussen anlaufen und einigermaßen Sahin und vor allem Skyttä im Schach halten, was relativ leicht ausrechenbar ist. Zusätzlich kommt dann noch ein Spieler mit Ritter hinzu, der sich nicht genügend in die Räume bewegt. Das alles ist aber nicht neu und wurde durch den Sirch Abgang tendenziell eher schlechter.
Grundsätzlich gebe es Möglichkeiten wie man das lösen könnte, aber unser Trainer heißt eben immer noch Lieberknecht und da sind kaum größere Umstellungen zu erwarten. Daher ist es in meinen Augen eben auch kein guter Prozess, was Trainer, aber auch den dazugehörigen Kaderbau angeht.
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