| Geburtsdatum | 08.02.1966 |
|---|---|
| Alter | 60 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Bruno Labbadia [Ex-Trainer]
20.02.2018 - 12:52 Uhr
27.05.2018 - 18:10 Uhr
Wie oft kann man ein und denselben Fehler bitte wiederholen?
Es wird so laufen wie immer, im Oktober, November wird Labbadia entlassen und wir haben das selbe Problem wie die Jahre zuvor.
Es wird so laufen wie immer, im Oktober, November wird Labbadia entlassen und wir haben das selbe Problem wie die Jahre zuvor.
27.05.2018 - 18:49 Uhr
Da muss ich widersprechen, Brunos Zeit war meistens um Ostern rum wenn ich mich recht entsinne...und würde zeitlich genau zu WOB passen ( viel zu spät eben)
27.05.2018 - 19:42 Uhr
Die Entscheidung mit BL weiterzuarbeiten ist auf der einen Seite überraschend aber auf der anderen Seite wiederum nicht, da sich der Gedanke eingeschleust hat, dass Schmaddi den guten Bruno vor nicht all so langer Zeit noch zum FC holen wollte.
Ich bin auch kein Befürworter dieser Weiterarbeit. Zumal die Stimmen nach dem HSV Spiel innerhalb der Mannschaft (was zumindest medial zu hören war) recht eindeutig gegen BL gingen. Auch ist es mir zu einfach nach drei gelungenen Spielen gegen Köln und Kiel alles in den Himmel zu loben.
Bruno fing mit schweren Startbedingungen in seine Amtszeit hier rein. Aber trotz allem steht zu Buche, das in 11 Spielen in der Liga 2 Siege auf der Habenseite stand und er uns von Platz 14 auf 16 brachte.
Nun ja, jetzt ist die Situation wie sie eben ist und vielleicht werden Labbadia und Schmadtke das neue starke Duo beim VfL...
Nur fehlt mir derzeit alleine der Gedanke, dass Labbadia eine Spielidee/Konzept etablieren kann.
Ich bin auch kein Befürworter dieser Weiterarbeit. Zumal die Stimmen nach dem HSV Spiel innerhalb der Mannschaft (was zumindest medial zu hören war) recht eindeutig gegen BL gingen. Auch ist es mir zu einfach nach drei gelungenen Spielen gegen Köln und Kiel alles in den Himmel zu loben.
Bruno fing mit schweren Startbedingungen in seine Amtszeit hier rein. Aber trotz allem steht zu Buche, das in 11 Spielen in der Liga 2 Siege auf der Habenseite stand und er uns von Platz 14 auf 16 brachte.
Nun ja, jetzt ist die Situation wie sie eben ist und vielleicht werden Labbadia und Schmadtke das neue starke Duo beim VfL...
Nur fehlt mir derzeit alleine der Gedanke, dass Labbadia eine Spielidee/Konzept etablieren kann.
27.05.2018 - 22:59 Uhr
Zitat von VfL_El_Nino
Die Entscheidung mit BL weiterzuarbeiten ist auf der einen Seite überraschend aber auf der anderen Seite wiederum nicht, da sich der Gedanke eingeschleust hat, dass Schmaddi den guten Bruno vor nicht all so langer Zeit noch zum FC holen wollte.
Ich bin auch kein Befürworter dieser Weiterarbeit. Zumal die Stimmen nach dem HSV Spiel innerhalb der Mannschaft (was zumindest medial zu hören war) recht eindeutig gegen BL gingen. Auch ist es mir zu einfach nach drei gelungenen Spielen gegen Köln und Kiel alles in den Himmel zu loben.
Bruno fing mit schweren Startbedingungen in seine Amtszeit hier rein. Aber trotz allem steht zu Buche, das in 11 Spielen in der Liga 2 Siege auf der Habenseite stand und er uns von Platz 14 auf 16 brachte.
Nun ja, jetzt ist die Situation wie sie eben ist und vielleicht werden Labbadia und Schmadtke das neue starke Duo beim VfL...
Nur fehlt mir derzeit alleine der Gedanke, dass Labbadia eine Spielidee/Konzept etablieren kann.
Die Entscheidung mit BL weiterzuarbeiten ist auf der einen Seite überraschend aber auf der anderen Seite wiederum nicht, da sich der Gedanke eingeschleust hat, dass Schmaddi den guten Bruno vor nicht all so langer Zeit noch zum FC holen wollte.
Ich bin auch kein Befürworter dieser Weiterarbeit. Zumal die Stimmen nach dem HSV Spiel innerhalb der Mannschaft (was zumindest medial zu hören war) recht eindeutig gegen BL gingen. Auch ist es mir zu einfach nach drei gelungenen Spielen gegen Köln und Kiel alles in den Himmel zu loben.
Bruno fing mit schweren Startbedingungen in seine Amtszeit hier rein. Aber trotz allem steht zu Buche, das in 11 Spielen in der Liga 2 Siege auf der Habenseite stand und er uns von Platz 14 auf 16 brachte.
Nun ja, jetzt ist die Situation wie sie eben ist und vielleicht werden Labbadia und Schmadtke das neue starke Duo beim VfL...
Nur fehlt mir derzeit alleine der Gedanke, dass Labbadia eine Spielidee/Konzept etablieren kann.
Und was wird Schmadtke wohl für Transfers holen, wenn er bereits auf der Trainerposition so unkreativ agiert.
Ich hab so dermaßen keine Lust.
27.05.2018 - 23:26 Uhr
In der morgigen erscheinenden Kicker Ausgabe gibt es ein großes Interview mit Labbadia.
Habe mal die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. In dem Interview ging es um die Zeit im Abstiegskampf, seinen Amtsantritt oder auch um das was sich nun ändern muss.
- Mannschaft war nach dem 33. Spieltag tot. Auch das er selbst in Frage gestellt wurde hat ihn motiviert noch mehr Überzeugung zu vermitteln.
- er hat im Februar eine emotionslose, orientierungslose und verunsicherte Mannschaft vorgefunden. Das gilt auch für den gesamten Verein die die Situation verkannt hatten.
- Trainer und Manager müssen wieder mehr gestärkt werden. Aber auch die Spieler müssen wieder stärker Verantwortung übernehmen.
- Der Verein muss einen Rahmen und Richtlinien vorgeben denen jeder folgen muss.
- Er hat der Mannschaft bei seinem Amtsantritt erklärt das sie sie sofern ihnen was auf dem Herzen liegt zu ihm kommen soll. Bis heute kam kein einziger Spieler. Das kann nicht sein. Labbadia will Typen auf dem Platz sowie in der Kabine.
- Er fragte die Mannschaft wie es mit dem Teamgeist aussehe. Diese antwortete das sie viel zusammen gemacht hätten. Dabei waren sie nur 3 mal essen.
- Situation war für ihn schlimmer als beim HSV da es keine Emotionen und keine Energie gab. Niemand hatte die Notsituation realisiert.
- Labbadia musste Rebbe stärken da dieser zu stark geschwächt war. Das jemand aus dem Klub entmachtet wird darf nie wieder passieren.
- Wer in der Mannschaft nicht mitgehen will muss sich etwas anderes suchen.
- Er hat laut ihm selbst auf seinen Stationen zuvor bewiesen das er was entwickeln kann (sehe ich persönlich nicht so)
- Im Klub und im Umfeld hatte sich eine Art Gleichgültigkeit breit gemacht.
Habe mal die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. In dem Interview ging es um die Zeit im Abstiegskampf, seinen Amtsantritt oder auch um das was sich nun ändern muss.
- Mannschaft war nach dem 33. Spieltag tot. Auch das er selbst in Frage gestellt wurde hat ihn motiviert noch mehr Überzeugung zu vermitteln.
- er hat im Februar eine emotionslose, orientierungslose und verunsicherte Mannschaft vorgefunden. Das gilt auch für den gesamten Verein die die Situation verkannt hatten.
- Trainer und Manager müssen wieder mehr gestärkt werden. Aber auch die Spieler müssen wieder stärker Verantwortung übernehmen.
- Der Verein muss einen Rahmen und Richtlinien vorgeben denen jeder folgen muss.
- Er hat der Mannschaft bei seinem Amtsantritt erklärt das sie sie sofern ihnen was auf dem Herzen liegt zu ihm kommen soll. Bis heute kam kein einziger Spieler. Das kann nicht sein. Labbadia will Typen auf dem Platz sowie in der Kabine.
- Er fragte die Mannschaft wie es mit dem Teamgeist aussehe. Diese antwortete das sie viel zusammen gemacht hätten. Dabei waren sie nur 3 mal essen.
- Situation war für ihn schlimmer als beim HSV da es keine Emotionen und keine Energie gab. Niemand hatte die Notsituation realisiert.
- Labbadia musste Rebbe stärken da dieser zu stark geschwächt war. Das jemand aus dem Klub entmachtet wird darf nie wieder passieren.
- Wer in der Mannschaft nicht mitgehen will muss sich etwas anderes suchen.
- Er hat laut ihm selbst auf seinen Stationen zuvor bewiesen das er was entwickeln kann (sehe ich persönlich nicht so)
- Im Klub und im Umfeld hatte sich eine Art Gleichgültigkeit breit gemacht.
28.05.2018 - 01:03 Uhr
Man beachte - Hochbezahltes Personal spricht bei einer im Abstiegskampf befindlichen Mannschaft, die seit nun 21 vollen Jahren in der ersten Fussballliga des mitgliederstärksten Verbandes der Welt spielt, von "Gleichgültigkeit". Von "Emotionslosigkeit" und einer Mannschaft, die sich einbildete, viel Teamgeiststärkendes gemacht zu haben, während man tatsächlich nur eine überschaubare Anzahl von Abendessen gemeinsam absolviert hat.
Das kann doch absolut nicht sein, selbst wenn Bruno hier deutlich zu seinem Gunsten übertreiben sollte. Mir bleibt da, trotz aller Offensichtlichkeit, der Mund offen stehen. Jeder dieser Männer, die ein Heidengeld beziehen, um Fussball zu spielen (!), hatte weder die Eier in der Hose, zum Trainer zu gehen, als der gerade neu installiert wurde, um Missstände anzusprechen, noch hat anscheinend auch nur einer - Auch nicht unsere Leitwölfe Maxi, Koen, Robin oder Ignacio - den nicht vorhandenen Teamgeist auch nur angesprochen. Das kann es nicht sein. Man muss Labbadia nicht mögen, um für den Mist, den man über 12 Monate ertragen musste, die Mannschaft vor allen anderen Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen. Sicher, man hätte anders einkaufen, anders führen, anders trainieren, anders behandeln und anders aufstellen können, aber diese "Mannschaft" hätte in der Lage sein müssen, sich zumindest selbst für Spiele in der ersten Liga, vor einem Millionenpublikum, zu motivieren.
So bestätigt sich der Eindruck aus vielen Spielen zuvor: Das Team war nicht schlecht, es war lustlos. Deswegen wurde gegen den HSV 2017 nicht weitergespielt, nachdem man die Führung gemacht hatte, deswegen wurde gegen Köln im Dezember nicht mal ansatzweise dagegen gehalten, deswegen brauchte man in Nürnberg die Verlängerung und in Gladbach keinen Spieler vor dem Ball, deswegen brauchte man auch die Punkte gegen den HSV und die Tordifferenz gegen Leipzig nicht. Es gab ja keine Krise, dementsprechend war auch keine Erhebung einer allgemein anerkannten Reaktion der menschlichen Psyche - a.k.a. "Kampfgeistentwicklung/Jetzt-erst-recht-Mentalität" nötig. Es gab ja nichts, das hätte bekämpft werden müssen, man war eine gut bezahlte, gut situierte Truppe, die sich täglich zum Sportmachen traf, aber ansonsten auf wenig bis gar nichts Rücksicht nehmen musste. Deswegen war man beim "Auslaufen" in der Kurve auch nie vollständig oder hatte auch nur einen durchgedrückten Rücken, wenn man den Fans gegenüber trat.
Deswegen hat sich der schöne Bruno auch festgefahren: Er packt Mannschaften an den Eiern. Das funktioniert aber nur, wenn die Mannschaft auch Eier hat. Wenn du vorher Verantwortungsbewusstsein, Identifikation mit dem Club und den Teamgeist kastriert, dann verfehlt jede noch so martialische Ansprache ihr Ziel. Juristisch gesprochen spiele ich gerade mit dem Gedanken, dem Mannschaftsrat einfach meine gesammelten Tickets für Bahn und Stadion, meine Benzinrechnungen der letzten Jahre zuzuschicken, die Nichtleistung einer der daran beteiligten Parteien zu rügen und mein Geld retour zu fordern. Wäre zumindest schön, wenn das ginge, leider sieht das Zivilrecht bei Eintrittskarten keinen Anspruch auf Engagement der Teilnehmenden vor. Dieses Interview ist eine schallende - Wenngleich verdiente - Ohrfeige für das GESAMTE spielende Personal. Hier wurde eine Parallelgesellschaft aufgebaut, die es sich beim VfL gemütlich gemacht hat und, ganz gleich der realen Situation, ihre dicken Schecks und ihr unverdientes Standing bei den Verantwortlichen des VfL ausgesessen hat. DAS ist genau der Punkt, den so viele an uns pöhsen Werksvereinen kritisieren, den ich bisher immer weit von mir gewiesen habe. Sicher, nach den genannten Spielen war der Verdacht immer da, verbannt in eine dunkle Ecke des Hinterkopfes, verbannt dorthin, wo sogar Streichhölzer im nassen, modrigen Gedankenverließ nichts mehr bringen, aber ihn jetzt so brutal deutlich bestätigt zu sehen, das schlägt dem Fass den Boden aus und gibt allen unseren Kritikern zumindest teilweise Recht, denn am Ende war man sich, einzeln wie als gesamte Mannschaft, schlicht zu schade, offensichtliche Missstände auch nur anzusprechen.
Zum Vergleich: Würde ich in meinem Minijob so arbeiten, ich wäre noch binnen Monatsfrist gefeuert. Würde ich so studieren, ich sähe kein Land und erst Recht kein Staatsexamen. Ich könnte mich auf 60+ Jahre Grundsicherung einstellen. Die Herren Fussballer dagegen ziehen im schlimmsten Fall weiter, bis sie entweder mäßig bekannt in Rente gehen oder zufällig einen funktionierenden Verein vorfinden, der sie mitreißt und zu besseren Fussballern macht. Schön und gut, nur hat man immer das Gefühl, von Seiten der Spieler würde man diese Clubs zufällig finden, während die Funktionäre - Wie jetzt bei der Eintracht aus Frankfurt - sie gezielt aufbauen. Hier gab es null Initiative der Spieler, auch nur einen My an dem zu ändern, was uns über die gesamte Spielzeit schwach und angreifbar gemacht hat. Ein Maximilian Arnold wollte sich "den A.r.s.ch aufreißen", markige Worte wurden gesprochen, wenn man ein Mikrofon unter der Nase hatte. Aber was war in den Monaten vorher? Was war unter Jonker und Schmidt, was war in der Labbadia´schen Anfangszeit? Wieso ging das damals nicht? Die Antwort gibt Labbadia - Provokativ und plakativ, aber er gibt sie so, wie wir alle es schon länger vermutet haben, weil die Nichtleistungen der letzten Wochen und Monate gar nicht anders erklärbar waren als mit Unlust. Wir wussten, das unsere Mannschaft vom Papier her eine der besseren der Liga sein müsste, das sie Schwachstellen hat, aber individuell verdammt stark daherkommen kann. Und was wurde geliefert? Mal zu Mal eine Quälerei für Fans UND Spieler, bei der man wieder und wieder das Gefühl hatte, eine Aufstellung käme einer Bestrafung gleich.
Nach dieser Saison - Und erst Recht nach so einem Interview - sollte sich jeder einzelne Spieler bei uns hinterfragen, wieso er hier ist. Will er zuvorderst Geld verdienen oder Fussball spielen? Auch andere Mütter haben schöne Töchter, und auch andere sportlich Verantwortliche haben dicke Bankkonten. Wer nicht zumindest aufgrund des unbedingten Willens, gut zu spielen und sich zu verbessern das Trikot des VfL tragen will, der kann liebend gern gehen und sich woanders versuchen. Es gibt genügend Vereine in Deutschland, Europa und der Welt, die genau so gut oder noch besser bezahlen. Man muss nicht unbedingt bei Volkswagen vorsprechen, um Rentenverträge zu bekommen. Man muss nicht mehreren Leuten pro Saison die Karriere versauen, nur weil das Nappaleder im firmeneigenen Sportwagen noch nicht die richtige Farbe hat. Man muss auch nicht tausenden Leuten das Wochenende versauen, nur weil man für ein teils horrendes Gehalt noch ab und zu ein wenig auf dem Fussballplatz herumlaufen muss.
Labbadia ist hier falsch, er wird, und da lege ich mich fest, die Winterpause 2018 nicht mehr als VfL-Trainer erleben. Aber mit diesem Interview hat er den Nagel auf den Kopf getroffen und eine Mannschaft, die eigentlich nur ein lächerlich einfallslos zusammengewürfelter Haufen geldgieriger Einzelkönner ist, in Gänze desavouriert. Das und nichts anderes verdienen alle, die an diesem Trümmerhaufen von Saison mitgewirkt haben. Allein dafür gebührt Bruno schon die Ehrenmitgliedschaft beim VfL, denn es ist nach beinahe zwei Jahren des Abstiegskampfes erfrischend zu lesen, das endlich mal jemand auf den Tisch haut, das endlich mal jemand nicht mit dem Gefühl auf den Platz geht, als befinde er sich in der rosaroten Blase einer versehentlichen Überdosis "Bankkonto". Er kann so frappant scheitern wie er will, dieses Interview dürfte das Erste seit Jahren sein, das nicht auf irgendwelche Befindlichkeiten irgendwelcher Personen Rücksicht nimmt, die bei anderen Vereinen entweder keine Rolle spielten oder bei einem ernsten Gespräch mit einem fussballaffinen Vorgesetzten schnurstracks ausgeräumt worden wären. Wir sind nicht am Trainer gescheitert, sondern an Spielern, die Wolfsburg als riesengroßes Kissen zwischen Fussball und Rente betrachten. Dafür konnte Bruno wohl nur untergeordnet etwas.
Das kann doch absolut nicht sein, selbst wenn Bruno hier deutlich zu seinem Gunsten übertreiben sollte. Mir bleibt da, trotz aller Offensichtlichkeit, der Mund offen stehen. Jeder dieser Männer, die ein Heidengeld beziehen, um Fussball zu spielen (!), hatte weder die Eier in der Hose, zum Trainer zu gehen, als der gerade neu installiert wurde, um Missstände anzusprechen, noch hat anscheinend auch nur einer - Auch nicht unsere Leitwölfe Maxi, Koen, Robin oder Ignacio - den nicht vorhandenen Teamgeist auch nur angesprochen. Das kann es nicht sein. Man muss Labbadia nicht mögen, um für den Mist, den man über 12 Monate ertragen musste, die Mannschaft vor allen anderen Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen. Sicher, man hätte anders einkaufen, anders führen, anders trainieren, anders behandeln und anders aufstellen können, aber diese "Mannschaft" hätte in der Lage sein müssen, sich zumindest selbst für Spiele in der ersten Liga, vor einem Millionenpublikum, zu motivieren.
So bestätigt sich der Eindruck aus vielen Spielen zuvor: Das Team war nicht schlecht, es war lustlos. Deswegen wurde gegen den HSV 2017 nicht weitergespielt, nachdem man die Führung gemacht hatte, deswegen wurde gegen Köln im Dezember nicht mal ansatzweise dagegen gehalten, deswegen brauchte man in Nürnberg die Verlängerung und in Gladbach keinen Spieler vor dem Ball, deswegen brauchte man auch die Punkte gegen den HSV und die Tordifferenz gegen Leipzig nicht. Es gab ja keine Krise, dementsprechend war auch keine Erhebung einer allgemein anerkannten Reaktion der menschlichen Psyche - a.k.a. "Kampfgeistentwicklung/Jetzt-erst-recht-Mentalität" nötig. Es gab ja nichts, das hätte bekämpft werden müssen, man war eine gut bezahlte, gut situierte Truppe, die sich täglich zum Sportmachen traf, aber ansonsten auf wenig bis gar nichts Rücksicht nehmen musste. Deswegen war man beim "Auslaufen" in der Kurve auch nie vollständig oder hatte auch nur einen durchgedrückten Rücken, wenn man den Fans gegenüber trat.
Deswegen hat sich der schöne Bruno auch festgefahren: Er packt Mannschaften an den Eiern. Das funktioniert aber nur, wenn die Mannschaft auch Eier hat. Wenn du vorher Verantwortungsbewusstsein, Identifikation mit dem Club und den Teamgeist kastriert, dann verfehlt jede noch so martialische Ansprache ihr Ziel. Juristisch gesprochen spiele ich gerade mit dem Gedanken, dem Mannschaftsrat einfach meine gesammelten Tickets für Bahn und Stadion, meine Benzinrechnungen der letzten Jahre zuzuschicken, die Nichtleistung einer der daran beteiligten Parteien zu rügen und mein Geld retour zu fordern. Wäre zumindest schön, wenn das ginge, leider sieht das Zivilrecht bei Eintrittskarten keinen Anspruch auf Engagement der Teilnehmenden vor. Dieses Interview ist eine schallende - Wenngleich verdiente - Ohrfeige für das GESAMTE spielende Personal. Hier wurde eine Parallelgesellschaft aufgebaut, die es sich beim VfL gemütlich gemacht hat und, ganz gleich der realen Situation, ihre dicken Schecks und ihr unverdientes Standing bei den Verantwortlichen des VfL ausgesessen hat. DAS ist genau der Punkt, den so viele an uns pöhsen Werksvereinen kritisieren, den ich bisher immer weit von mir gewiesen habe. Sicher, nach den genannten Spielen war der Verdacht immer da, verbannt in eine dunkle Ecke des Hinterkopfes, verbannt dorthin, wo sogar Streichhölzer im nassen, modrigen Gedankenverließ nichts mehr bringen, aber ihn jetzt so brutal deutlich bestätigt zu sehen, das schlägt dem Fass den Boden aus und gibt allen unseren Kritikern zumindest teilweise Recht, denn am Ende war man sich, einzeln wie als gesamte Mannschaft, schlicht zu schade, offensichtliche Missstände auch nur anzusprechen.
Zum Vergleich: Würde ich in meinem Minijob so arbeiten, ich wäre noch binnen Monatsfrist gefeuert. Würde ich so studieren, ich sähe kein Land und erst Recht kein Staatsexamen. Ich könnte mich auf 60+ Jahre Grundsicherung einstellen. Die Herren Fussballer dagegen ziehen im schlimmsten Fall weiter, bis sie entweder mäßig bekannt in Rente gehen oder zufällig einen funktionierenden Verein vorfinden, der sie mitreißt und zu besseren Fussballern macht. Schön und gut, nur hat man immer das Gefühl, von Seiten der Spieler würde man diese Clubs zufällig finden, während die Funktionäre - Wie jetzt bei der Eintracht aus Frankfurt - sie gezielt aufbauen. Hier gab es null Initiative der Spieler, auch nur einen My an dem zu ändern, was uns über die gesamte Spielzeit schwach und angreifbar gemacht hat. Ein Maximilian Arnold wollte sich "den A.r.s.ch aufreißen", markige Worte wurden gesprochen, wenn man ein Mikrofon unter der Nase hatte. Aber was war in den Monaten vorher? Was war unter Jonker und Schmidt, was war in der Labbadia´schen Anfangszeit? Wieso ging das damals nicht? Die Antwort gibt Labbadia - Provokativ und plakativ, aber er gibt sie so, wie wir alle es schon länger vermutet haben, weil die Nichtleistungen der letzten Wochen und Monate gar nicht anders erklärbar waren als mit Unlust. Wir wussten, das unsere Mannschaft vom Papier her eine der besseren der Liga sein müsste, das sie Schwachstellen hat, aber individuell verdammt stark daherkommen kann. Und was wurde geliefert? Mal zu Mal eine Quälerei für Fans UND Spieler, bei der man wieder und wieder das Gefühl hatte, eine Aufstellung käme einer Bestrafung gleich.
Nach dieser Saison - Und erst Recht nach so einem Interview - sollte sich jeder einzelne Spieler bei uns hinterfragen, wieso er hier ist. Will er zuvorderst Geld verdienen oder Fussball spielen? Auch andere Mütter haben schöne Töchter, und auch andere sportlich Verantwortliche haben dicke Bankkonten. Wer nicht zumindest aufgrund des unbedingten Willens, gut zu spielen und sich zu verbessern das Trikot des VfL tragen will, der kann liebend gern gehen und sich woanders versuchen. Es gibt genügend Vereine in Deutschland, Europa und der Welt, die genau so gut oder noch besser bezahlen. Man muss nicht unbedingt bei Volkswagen vorsprechen, um Rentenverträge zu bekommen. Man muss nicht mehreren Leuten pro Saison die Karriere versauen, nur weil das Nappaleder im firmeneigenen Sportwagen noch nicht die richtige Farbe hat. Man muss auch nicht tausenden Leuten das Wochenende versauen, nur weil man für ein teils horrendes Gehalt noch ab und zu ein wenig auf dem Fussballplatz herumlaufen muss.
Labbadia ist hier falsch, er wird, und da lege ich mich fest, die Winterpause 2018 nicht mehr als VfL-Trainer erleben. Aber mit diesem Interview hat er den Nagel auf den Kopf getroffen und eine Mannschaft, die eigentlich nur ein lächerlich einfallslos zusammengewürfelter Haufen geldgieriger Einzelkönner ist, in Gänze desavouriert. Das und nichts anderes verdienen alle, die an diesem Trümmerhaufen von Saison mitgewirkt haben. Allein dafür gebührt Bruno schon die Ehrenmitgliedschaft beim VfL, denn es ist nach beinahe zwei Jahren des Abstiegskampfes erfrischend zu lesen, das endlich mal jemand auf den Tisch haut, das endlich mal jemand nicht mit dem Gefühl auf den Platz geht, als befinde er sich in der rosaroten Blase einer versehentlichen Überdosis "Bankkonto". Er kann so frappant scheitern wie er will, dieses Interview dürfte das Erste seit Jahren sein, das nicht auf irgendwelche Befindlichkeiten irgendwelcher Personen Rücksicht nimmt, die bei anderen Vereinen entweder keine Rolle spielten oder bei einem ernsten Gespräch mit einem fussballaffinen Vorgesetzten schnurstracks ausgeräumt worden wären. Wir sind nicht am Trainer gescheitert, sondern an Spielern, die Wolfsburg als riesengroßes Kissen zwischen Fussball und Rente betrachten. Dafür konnte Bruno wohl nur untergeordnet etwas.
28.05.2018 - 09:14 Uhr
Wenn man so etwas liest, ist man schon etwas schockiert.
28.05.2018 - 09:28 Uhr
Nun, was heißt schockiert? Diese extreme Lustlosigkeit und Alles-Egal-Haltung konnte man nun jedes Wochenende sehen. Das die Stimmung innerhalb der Mannschaft ebenfalls unfassbar schlecht sein musste, überrascht auch nicht. Die Frage, die ich mir stelle ist jedoch, was sich Labbadia davon verspricht, das alles auch öffentlich anzusprechen? Will er sich für die schlechten Leistungen seit er Trainer ist, rechtfertigen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das auf das Verhältnis Trainer-Team positiv auswirkt. Denn (vorbehaltlich der Tatsache, dass der Kader bis zu Saisonbeginn noch mal ein ganz Anderer als jetzt sein wird) zu diesem Zeitpunkt ohne Not so eine (absolut gerechtfertigte) Backpfeife auszuteilen -- das werden sich die Spieler merken.
28.05.2018 - 10:36 Uhr
Erneut lese ich aus dem Interview: "Alle schlecht, außer ich."
Das geht gar nicht.
Das geht gar nicht.
28.05.2018 - 11:01 Uhr
Also das Interview von Bruno brauchte ich nicht für diese Erkenntnis. Genau das was er da anspricht war/ist mein Grund warum ich meine Dauerkarte abgeben wollte. Aus Protest gegen den Haufen Leute, die keinen Respekt gegenüber Verein und Fans haben.
Bruno bin ich für seine offene Art dankbar, da es meine Eindrücke der letzten 2 Jahre auf den Punkt bestätigen.
Ob er der richtige für die neue Aufgabe ist? Keine Ahnung. Ganz ehrlich? DEN TRAINER, den wir uns alle wünschen für den VfL, der muss erst noch geboren werden. Am Ende werden alle an der Inkompetenz der Verantwortlichen im AR oder der GF scheitern.
Vielleicht schafft es Bruno ja, mit dem VfL was aufzubauen und der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben?! Seit der Aktion Korkut/Stuttgart bin ich mit meinen Einschätzungen ein wenig zurückhaltender und lasse es lieber noch ein wenig auf mich wirken.
Eigentlich kann es nur Bruno machen, da er der EINZIGE SPORTLICHE VERANTWORTLICHE ist, der DAS TEAM und seine Probleme beurteilen kann. Sollten wir jetzt einen neuen Trainer verpflichten stünde der bei Erfahrung mit Team und VfL genau bei 0 ....
Also bin ich wohl oder übel in der PRO BRUNO fraktion.
Bruno bin ich für seine offene Art dankbar, da es meine Eindrücke der letzten 2 Jahre auf den Punkt bestätigen.
Ob er der richtige für die neue Aufgabe ist? Keine Ahnung. Ganz ehrlich? DEN TRAINER, den wir uns alle wünschen für den VfL, der muss erst noch geboren werden. Am Ende werden alle an der Inkompetenz der Verantwortlichen im AR oder der GF scheitern.
Vielleicht schafft es Bruno ja, mit dem VfL was aufzubauen und der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben?! Seit der Aktion Korkut/Stuttgart bin ich mit meinen Einschätzungen ein wenig zurückhaltender und lasse es lieber noch ein wenig auf mich wirken.
Eigentlich kann es nur Bruno machen, da er der EINZIGE SPORTLICHE VERANTWORTLICHE ist, der DAS TEAM und seine Probleme beurteilen kann. Sollten wir jetzt einen neuen Trainer verpflichten stünde der bei Erfahrung mit Team und VfL genau bei 0 ....
Also bin ich wohl oder übel in der PRO BRUNO fraktion.

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