BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
17.06.2020 - 10:40 Uhr
Zitat von mba123
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Zitat von realBVB
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
17.06.2020 - 11:49 Uhr
Zitat von Borussenpower1
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Zitat von mba123
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Zitat von realBVB
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen.
Aktuell sind es 22% der Angriffe, die durch die Mitte gehen. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir in der Rückrunde 15/16 offensiv weitaus weniger Tore geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 17.06.2020 um 12:08 Uhr bearbeitet
17.06.2020 - 12:10 Uhr
Zitat von mba123
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Zitat von Borussenpower1
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Zitat von mba123
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Zitat von realBVB
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Naja Barca ist schon was anderes, weil wir dort tendenziell das Spiel gegen den Ball forcieren können während in der BuLi, mit Ausnahme von Bayern,Leverkusen und evtl. noch Leipzig, den Ball und daher ist es auch unerlässig eine hohe Linie zu fahren mit den IVs.Das macht natürlich Hummels umso schwieriger.
Es ist für Spieler wie Rapha und Hummels einfacher einen Raum zu verteidigen als, wenn sie gekontert werden bei hoher Linie durch einen Umschaltmoment.
Es ist IMO auch kein Wunder warum Guerreiro stark spielt als LV in der NM, weil er dort schon tiefer steht.
Ich hatte vor paar Tagen zwei Beiträge dazu geschrieben warum ich die 3er Kette eigentlich nicht für zukunftsnah halte.Wenn Meunier kommt gehe ich stark davon aus das man auf 4-3-3/4-2-3-1 wieder wechselt.Im Grunde profitieren nur 3 Spieler derzeit:Hummels,Guerreiro und Hakimi wovon einer geht.Dazu beschneidet man auch die Leistung anderer Spieler wie Brandt und Witsel und muss generell a) einen vorne wegnehmen oder b)im MF auf ein 2er Zentrum setzen.Wenn man sich die Gerüchte anhört mit den ZMs klingt es für mich stark nach einem 3er Zentrum nächste Saison.
https://www.transfermarkt.de/lucien-favre-trainer-/thread/forum/12/thread_id/805474/page/785#anchor_3978065
https://www.transfermarkt.de/lucien-favre-trainer-/thread/forum/12/thread_id/805474/page/785#anchor_3978093
17.06.2020 - 12:25 Uhr
Bei einem flexiblen Coach könnte man ja auch 2 Systeme integrieren, aber das bekommen wir ja mit Favre nicht hin.
Aktuell muss man sagen, es läuft mit der 3er Kette. Dieser Kader muss natürlich zwingend auch mit 4er Kette Stabilität rein bekommen, dafür ist die Abwehr zu stark besetzt. Deshalb sehe ich das jetzt eigentlich nicht als Pro Argument für die 3er Kette.
Trotzdem hat Favre unser System mit der 3er Kette mittlerweile echt ordentlich trainieren lassen.
Ich bin allerdings überzeugt davon, dass wir gegen Bayern ohne 3er gewonnen hätten. Wir hatten so schon viel vom Spiel und viele Leute vorne und ohne 3er Kette hätte man Brandt nicht raus nehmen müssen und hätte einen Mann mehr gehabt. Man schränkt sich mit 3er Kette immer ein, deshalb spielen es Topteams auch nicht so erfolgreich.
Der beste Trainer der Welt ist für mich Pep Guardiola, aber genau dieser versucht immer wieder eine 3er Kette bei seinen Teams zu installieren und eben genau mit diesem System fliegt er jedes Jahr aus der CL raus übrigens^^
3er Kette sollte immer das eher passivere Team spielen, oder man ist extrem Flexibel und hat so na ZDM / IV aufm Platz. 3 "reine" IVs sind nichts gutes, unsere sind Fussballerisch zwar sehr stark, aber trotzdem fehlt uns ein Offensivspieler.
Ich glaube übrigens, dass 4231 war bei uns so unglaublich träge, weil Reus auf der 10 eigentlich regelmäßig schwach gespielt hat (nur gescored) und unsere Doppel 6 einfach viel zu defensiv gespielt hat. Zudem falsch besetzt. Witsel ist seit einem Jahr wirklich nur noch ein langsamer Julian Weigl (ich liebe Axel, aber schaut euch seine Spiele an, er gewinnt fast keine Zweikämpfe mehr nichts) und daneben spielte Meistens ein ebenfalls passiver Mann.
Wir sollten Brandt entweder komplett als Doppel 6 Spieler aus ausbilden, oder auf 4141 bzw 433 umstellen.
Can/Witsel sehe ich auch nur so okay, das ist besser als 3er Kette, weil Can auch Bock auf Fußball hat und nicht nur verteilt, aber es ist nicht Ideal.
Götze wäre als 8 in diesem Jahr auch ideal gewesen, vielleicht noch besser als Julian, aber den hat man als Stürmer ja komplett verbraucht.
Dieses System könnte mit einen Topspieler im ZM so stark aufspielen und wir haben Möglichkeiten. Reus und Brandt könnten das machen, Dahoud habe ich noch nicht aufgegeben, oder man holt eben einen neuen Mann und stellt Reus endlich wieder auf den Flügel.
Aktuell muss man sagen, es läuft mit der 3er Kette. Dieser Kader muss natürlich zwingend auch mit 4er Kette Stabilität rein bekommen, dafür ist die Abwehr zu stark besetzt. Deshalb sehe ich das jetzt eigentlich nicht als Pro Argument für die 3er Kette.
Trotzdem hat Favre unser System mit der 3er Kette mittlerweile echt ordentlich trainieren lassen.
Ich bin allerdings überzeugt davon, dass wir gegen Bayern ohne 3er gewonnen hätten. Wir hatten so schon viel vom Spiel und viele Leute vorne und ohne 3er Kette hätte man Brandt nicht raus nehmen müssen und hätte einen Mann mehr gehabt. Man schränkt sich mit 3er Kette immer ein, deshalb spielen es Topteams auch nicht so erfolgreich.
Der beste Trainer der Welt ist für mich Pep Guardiola, aber genau dieser versucht immer wieder eine 3er Kette bei seinen Teams zu installieren und eben genau mit diesem System fliegt er jedes Jahr aus der CL raus übrigens^^
3er Kette sollte immer das eher passivere Team spielen, oder man ist extrem Flexibel und hat so na ZDM / IV aufm Platz. 3 "reine" IVs sind nichts gutes, unsere sind Fussballerisch zwar sehr stark, aber trotzdem fehlt uns ein Offensivspieler.
Ich glaube übrigens, dass 4231 war bei uns so unglaublich träge, weil Reus auf der 10 eigentlich regelmäßig schwach gespielt hat (nur gescored) und unsere Doppel 6 einfach viel zu defensiv gespielt hat. Zudem falsch besetzt. Witsel ist seit einem Jahr wirklich nur noch ein langsamer Julian Weigl (ich liebe Axel, aber schaut euch seine Spiele an, er gewinnt fast keine Zweikämpfe mehr nichts) und daneben spielte Meistens ein ebenfalls passiver Mann.
Wir sollten Brandt entweder komplett als Doppel 6 Spieler aus ausbilden, oder auf 4141 bzw 433 umstellen.
Can/Witsel sehe ich auch nur so okay, das ist besser als 3er Kette, weil Can auch Bock auf Fußball hat und nicht nur verteilt, aber es ist nicht Ideal.
Götze wäre als 8 in diesem Jahr auch ideal gewesen, vielleicht noch besser als Julian, aber den hat man als Stürmer ja komplett verbraucht.
Dieses System könnte mit einen Topspieler im ZM so stark aufspielen und wir haben Möglichkeiten. Reus und Brandt könnten das machen, Dahoud habe ich noch nicht aufgegeben, oder man holt eben einen neuen Mann und stellt Reus endlich wieder auf den Flügel.
17.06.2020 - 12:40 Uhr
Zitat von mba123
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Zitat von Borussenpower1
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Zitat von mba123
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Zitat von realBVB
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Tuchel hatte das damals mit einem deutlich jüngeren Piszczek aber auch meist asymmetrisch angelegt bekommen, sodass die Wechsel zwischen 3er und 4er Kette fliegend waren und selten klar war, welches System nun eigentlich dominiert, wobei hier auf TM bspw. fast alle Spiele mit 4er Kette notiert sind! Das konnte man eben auch problemlos machen, da man mit Miki einen defensivstarken Spieler hatte, der im Grunde die aktuelle Guerreiro-Rolle auf der gegenüberliegenden Seite gespielt hatte und Piszczek damals noch einiges dynamischer war, sodass er nach vorne noch Torgefahr entwickelte, aber auch hinten seinen Mann in der Regel unter Kontrolle hatte. Ginter wurde interessanterweise nicht so asymmetrisch eingesetzt, obwohl er ein IV ist, sondern wurde als klassischer RV gebracht - womit er defensiv zeitweise große Probleme gegen bewegliche Gegenspieler hatte -, der dann anfangs sogar recht viele Scorer durch schnelle Spielverlagerungen sammeln konnte.
Ansonsten ist die Tuchel Saison 15/16 ein gutes Beispiel, warum man die 3er Kette nicht so einfach als nachhaltige Lösung sehen sollte. Da taten sich in der Rückrunde auch schon stellenweise nach und nach Probleme auf, obwohl die Ergebnisse immer noch sehr gut waren. Diese Probleme wurden dann durch den Abgang der 3 Leistungsträger eskaliert und konnten in der Folgesaison nicht mehr aufgefangen werden, sodass die offensive Performance seitdem im Grunde sehr stark von Einzelspielern abhängt und weniger vom Kollektiv, während die Defensive vom Kollektiv abhängt, was sich mitunter stark beißt. Man denke bspw. an Durm als Lösungsansatz, der nur dafür gebracht wurde, dass Dembele sich defensiv zurückhalten konnte, offensiv damit aber quasi für mindestens 2 spielen musste. Das stünde auch zu befürchten verliert man Sancho, der die Offensive schon sehr deutlich trägt, sobald der Gegner keine Konter mehr anbietet, für die mit Hakimi auch noch ein wesentlicher Spieler sicher gehen wird. Um nicht mehr so sehr von den Dembeles und Sanchos dieser Welt abhängig zu sein, muss man sich daher in meinen Augen überlegen, wie man die Offensive als Kollektiv funktional bekommt, ohne weiterhin so sehr von Einzelspielern und unprovozierten gegnerischen Fehlern abhängt.
Wie schon geschrieben wurde, ist das mit der 3er Kette, wie wir sie spielen (theoretisch gibt es auch Methoden, um mit den IV der 3er Kette so hoch zu schieben, dass sie quasi eh schon DM sind und deren originäre Aufgaben übernehmen, aber dafür sind wir praktisch nicht passend aufgestellt und würden die Vorteile der 3er Kette wegnehmen), kaum möglich, weil man eine Offensivposition weniger hat. Dabei ist es für viele Gegner relativ einfach 10gg7 gegen den Ball zu spielen, weil der Aufbau des BVB aus der IV nicht mehr derselbe gewichtige Faktor ist, fehlen die Anspielstationen.
Davon abgesehen sollte man auch sehen, dass man zwar oft zu 0 gespielt hat und auch viele Kantersiege mit der 3er Kette dabei waren, aber wenn es keine Kantersiege waren, waren es oft enge Spiele. Vor der Corona Pause wurden mit der 3er Kette 9 BVB Spiele mit maximal einem Tor Unterschied beendet. 5 Spiele waren Kantersiege und die restlichen 3 Spiele wurden mit 2 Toren Unterschied beendet. Das Bild nach der Pause ist ähnlich, mit 3 engen Spielen, 2 Kantersiegen und einem souveränen Sieg. Das wird mir bei den Hinweisen auf die zu 0 Spiele etwas zu sehr übersehen, vielleicht wegen der trotzdem vielen Kantersiege, dass man auch jetzt schon durchaus Argumente in den Ergebnissen findet, dass die Offensive unter dem fehlenden Spieler leidet. In der Spielweise sowieso, wie jetzt erst wieder gegen Düsseldorf zu sehen, aber auch in Spielen davor, die dann mitunter in den Pokalen mit dem KO endeten - selbst wenn ich allgemein die Spiele nach der Corona Pause nicht sonderlich repräsentativ finde, da sie unter sehr speziellen Bedingungen stattfinden, die nächste Saison so nicht mehr unbedingt vorliegen.
Darüber hinaus sollte man auch bedenken, dass wir in den meisten Spielen zusätzlich zur 3er Kette auch noch 2 defensive Mittelfeldspieler aufbieten. Deshalb muss man auch aufpassen, wie viel der defensiven Stabilität man allein der 3er Kette zuschreibt, da es im Grunde mehr einen Mangel an defensiver Qualität im Kollektiv aber auch individuell ausdrückt, stellt man offensiver auf - es bedeutet schließlich auch, dass unsere Defensivspieler defensiv nicht so gut sind, dass einen weiteren defensivschwachen Spieler auffangen können. Letztendlich bleibt es also eine Balancefrage, welches System vorteilhafter ist, wobei für mich der Hebel in der Offensive immer größer ist, als in der Defensive. Einfach nur zu 0 Spielen garantiert jedenfalls keine Siege. Dafür braucht man eigene Tore und zwar sehr regelmäßig. Das kann die 3er Kette schon jetzt nur bedingt sicherstellen.
Für mich wäre es daher aus all den Gründen gefährlich sich zu sehr auf die 3er Kette festzulegen und gar die Kaderplanung darauf auszurichten. Asymmetrische Wechsel zwischen 3er und 4er Kette wären ansonsten sicher ein probates Mittel, um das Beste aus beiden Welten anzuvisieren. Allerdings bin ich nicht so optimistisch, wie viele, dass Meunier defensiv und im Aufbau die Qualität hat, die ein Piszczek unter Tuchel hatte. Auch Cans Eignung als IV sehe ich im taktischen Bereich noch nicht. Das wären aber wohl die beiden wahrscheinlichsten Routen, um dorthin zu kommen. Letztendlich glaube ich aber auch, dass es unproblematisch wäre die 4er Kette defensiv stabil zu bekommen, selbst mit einem sehr offensiven AV, wie Guerreiro. Dafür muss die Mannschaft defensiv insgesamt allerdings weniger Schwachstellen anbieten - nicht nur bei den eh schon defensivschwachen Spielern, sondern bezogen auf alle Spieler. Insofern liegt in den Abgängen auch eine gewisse Chance mehr Balance zu bekommen.
17.06.2020 - 14:39 Uhr
Zitat von BVBBC
Tuchel hatte das damals mit einem deutlich jüngeren Piszczek aber auch meist asymmetrisch angelegt bekommen, sodass die Wechsel zwischen 3er und 4er Kette fliegend waren und selten klar war, welches System nun eigentlich dominiert, wobei hier auf TM bspw. fast alle Spiele mit 4er Kette notiert sind! Das konnte man eben auch problemlos machen, da man mit Miki einen defensivstarken Spieler hatte, der im Grunde die aktuelle Guerreiro-Rolle auf der gegenüberliegenden Seite gespielt hatte und Piszczek damals noch einiges dynamischer war, sodass er nach vorne noch Torgefahr entwickelte, aber auch hinten seinen Mann in der Regel unter Kontrolle hatte. Ginter wurde interessanterweise nicht so asymmetrisch eingesetzt, obwohl er ein IV ist, sondern wurde als klassischer RV gebracht - womit er defensiv zeitweise große Probleme gegen bewegliche Gegenspieler hatte -, der dann anfangs sogar recht viele Scorer durch schnelle Spielverlagerungen sammeln konnte.
Ansonsten ist die Tuchel Saison 15/16 ein gutes Beispiel, warum man die 3er Kette nicht so einfach als nachhaltige Lösung sehen sollte. Da taten sich in der Rückrunde auch schon stellenweise nach und nach Probleme auf, obwohl die Ergebnisse immer noch sehr gut waren. Diese Probleme wurden dann durch den Abgang der 3 Leistungsträger eskaliert und konnten in der Folgesaison nicht mehr aufgefangen werden, sodass die offensive Performance seitdem im Grunde sehr stark von Einzelspielern abhängt und weniger vom Kollektiv, während die Defensive vom Kollektiv abhängt, was sich mitunter stark beißt. Man denke bspw. an Durm als Lösungsansatz, der nur dafür gebracht wurde, dass Dembele sich defensiv zurückhalten konnte, offensiv damit aber quasi für mindestens 2 spielen musste. Das stünde auch zu befürchten verliert man Sancho, der die Offensive schon sehr deutlich trägt, sobald der Gegner keine Konter mehr anbietet, für die mit Hakimi auch noch ein wesentlicher Spieler sicher gehen wird. Um nicht mehr so sehr von den Dembeles und Sanchos dieser Welt abhängig zu sein, muss man sich daher in meinen Augen überlegen, wie man die Offensive als Kollektiv funktional bekommt, ohne weiterhin so sehr von Einzelspielern und unprovozierten gegnerischen Fehlern abhängt.
Wie schon geschrieben wurde, ist das mit der 3er Kette, wie wir sie spielen (theoretisch gibt es auch Methoden, um mit den IV der 3er Kette so hoch zu schieben, dass sie quasi eh schon DM sind und deren originäre Aufgaben übernehmen, aber dafür sind wir praktisch nicht passend aufgestellt und würden die Vorteile der 3er Kette wegnehmen), kaum möglich, weil man eine Offensivposition weniger hat. Dabei ist es für viele Gegner relativ einfach 10gg7 gegen den Ball zu spielen, weil der Aufbau des BVB aus der IV nicht mehr derselbe gewichtige Faktor ist, fehlen die Anspielstationen.
Davon abgesehen sollte man auch sehen, dass man zwar oft zu 0 gespielt hat und auch viele Kantersiege mit der 3er Kette dabei waren, aber wenn es keine Kantersiege waren, waren es oft enge Spiele. Vor der Corona Pause wurden mit der 3er Kette 9 BVB Spiele mit maximal einem Tor Unterschied beendet. 5 Spiele waren Kantersiege und die restlichen 3 Spiele wurden mit 2 Toren Unterschied beendet. Das Bild nach der Pause ist ähnlich, mit 3 engen Spielen, 2 Kantersiegen und einem souveränen Sieg. Das wird mir bei den Hinweisen auf die zu 0 Spiele etwas zu sehr übersehen, vielleicht wegen der trotzdem vielen Kantersiege, dass man auch jetzt schon durchaus Argumente in den Ergebnissen findet, dass die Offensive unter dem fehlenden Spieler leidet. In der Spielweise sowieso, wie jetzt erst wieder gegen Düsseldorf zu sehen, aber auch in Spielen davor, die dann mitunter in den Pokalen mit dem KO endeten - selbst wenn ich allgemein die Spiele nach der Corona Pause nicht sonderlich repräsentativ finde, da sie unter sehr speziellen Bedingungen stattfinden, die nächste Saison so nicht mehr unbedingt vorliegen.
Darüber hinaus sollte man auch bedenken, dass wir in den meisten Spielen zusätzlich zur 3er Kette auch noch 2 defensive Mittelfeldspieler aufbieten. Deshalb muss man auch aufpassen, wie viel der defensiven Stabilität man allein der 3er Kette zuschreibt, da es im Grunde mehr einen Mangel an defensiver Qualität im Kollektiv aber auch individuell ausdrückt, stellt man offensiver auf - es bedeutet schließlich auch, dass unsere Defensivspieler defensiv nicht so gut sind, dass einen weiteren defensivschwachen Spieler auffangen können. Letztendlich bleibt es also eine Balancefrage, welches System vorteilhafter ist, wobei für mich der Hebel in der Offensive immer größer ist, als in der Defensive. Einfach nur zu 0 Spielen garantiert jedenfalls keine Siege. Dafür braucht man eigene Tore und zwar sehr regelmäßig. Das kann die 3er Kette schon jetzt nur bedingt sicherstellen.
Für mich wäre es daher aus all den Gründen gefährlich sich zu sehr auf die 3er Kette festzulegen und gar die Kaderplanung darauf auszurichten. Asymmetrische Wechsel zwischen 3er und 4er Kette wären ansonsten sicher ein probates Mittel, um das Beste aus beiden Welten anzuvisieren. Allerdings bin ich nicht so optimistisch, wie viele, dass Meunier defensiv und im Aufbau die Qualität hat, die ein Piszczek unter Tuchel hatte. Auch Cans Eignung als IV sehe ich im taktischen Bereich noch nicht. Das wären aber wohl die beiden wahrscheinlichsten Routen, um dorthin zu kommen. Letztendlich glaube ich aber auch, dass es unproblematisch wäre die 4er Kette defensiv stabil zu bekommen, selbst mit einem sehr offensiven AV, wie Guerreiro. Dafür muss die Mannschaft defensiv insgesamt allerdings weniger Schwachstellen anbieten - nicht nur bei den eh schon defensivschwachen Spielern, sondern bezogen auf alle Spieler. Insofern liegt in den Abgängen auch eine gewisse Chance mehr Balance zu bekommen.
Zitat von mba123
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Zitat von Borussenpower1
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Zitat von mba123
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Zitat von realBVB
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Tuchel hatte das damals mit einem deutlich jüngeren Piszczek aber auch meist asymmetrisch angelegt bekommen, sodass die Wechsel zwischen 3er und 4er Kette fliegend waren und selten klar war, welches System nun eigentlich dominiert, wobei hier auf TM bspw. fast alle Spiele mit 4er Kette notiert sind! Das konnte man eben auch problemlos machen, da man mit Miki einen defensivstarken Spieler hatte, der im Grunde die aktuelle Guerreiro-Rolle auf der gegenüberliegenden Seite gespielt hatte und Piszczek damals noch einiges dynamischer war, sodass er nach vorne noch Torgefahr entwickelte, aber auch hinten seinen Mann in der Regel unter Kontrolle hatte. Ginter wurde interessanterweise nicht so asymmetrisch eingesetzt, obwohl er ein IV ist, sondern wurde als klassischer RV gebracht - womit er defensiv zeitweise große Probleme gegen bewegliche Gegenspieler hatte -, der dann anfangs sogar recht viele Scorer durch schnelle Spielverlagerungen sammeln konnte.
Ansonsten ist die Tuchel Saison 15/16 ein gutes Beispiel, warum man die 3er Kette nicht so einfach als nachhaltige Lösung sehen sollte. Da taten sich in der Rückrunde auch schon stellenweise nach und nach Probleme auf, obwohl die Ergebnisse immer noch sehr gut waren. Diese Probleme wurden dann durch den Abgang der 3 Leistungsträger eskaliert und konnten in der Folgesaison nicht mehr aufgefangen werden, sodass die offensive Performance seitdem im Grunde sehr stark von Einzelspielern abhängt und weniger vom Kollektiv, während die Defensive vom Kollektiv abhängt, was sich mitunter stark beißt. Man denke bspw. an Durm als Lösungsansatz, der nur dafür gebracht wurde, dass Dembele sich defensiv zurückhalten konnte, offensiv damit aber quasi für mindestens 2 spielen musste. Das stünde auch zu befürchten verliert man Sancho, der die Offensive schon sehr deutlich trägt, sobald der Gegner keine Konter mehr anbietet, für die mit Hakimi auch noch ein wesentlicher Spieler sicher gehen wird. Um nicht mehr so sehr von den Dembeles und Sanchos dieser Welt abhängig zu sein, muss man sich daher in meinen Augen überlegen, wie man die Offensive als Kollektiv funktional bekommt, ohne weiterhin so sehr von Einzelspielern und unprovozierten gegnerischen Fehlern abhängt.
Wie schon geschrieben wurde, ist das mit der 3er Kette, wie wir sie spielen (theoretisch gibt es auch Methoden, um mit den IV der 3er Kette so hoch zu schieben, dass sie quasi eh schon DM sind und deren originäre Aufgaben übernehmen, aber dafür sind wir praktisch nicht passend aufgestellt und würden die Vorteile der 3er Kette wegnehmen), kaum möglich, weil man eine Offensivposition weniger hat. Dabei ist es für viele Gegner relativ einfach 10gg7 gegen den Ball zu spielen, weil der Aufbau des BVB aus der IV nicht mehr derselbe gewichtige Faktor ist, fehlen die Anspielstationen.
Davon abgesehen sollte man auch sehen, dass man zwar oft zu 0 gespielt hat und auch viele Kantersiege mit der 3er Kette dabei waren, aber wenn es keine Kantersiege waren, waren es oft enge Spiele. Vor der Corona Pause wurden mit der 3er Kette 9 BVB Spiele mit maximal einem Tor Unterschied beendet. 5 Spiele waren Kantersiege und die restlichen 3 Spiele wurden mit 2 Toren Unterschied beendet. Das Bild nach der Pause ist ähnlich, mit 3 engen Spielen, 2 Kantersiegen und einem souveränen Sieg. Das wird mir bei den Hinweisen auf die zu 0 Spiele etwas zu sehr übersehen, vielleicht wegen der trotzdem vielen Kantersiege, dass man auch jetzt schon durchaus Argumente in den Ergebnissen findet, dass die Offensive unter dem fehlenden Spieler leidet. In der Spielweise sowieso, wie jetzt erst wieder gegen Düsseldorf zu sehen, aber auch in Spielen davor, die dann mitunter in den Pokalen mit dem KO endeten - selbst wenn ich allgemein die Spiele nach der Corona Pause nicht sonderlich repräsentativ finde, da sie unter sehr speziellen Bedingungen stattfinden, die nächste Saison so nicht mehr unbedingt vorliegen.
Darüber hinaus sollte man auch bedenken, dass wir in den meisten Spielen zusätzlich zur 3er Kette auch noch 2 defensive Mittelfeldspieler aufbieten. Deshalb muss man auch aufpassen, wie viel der defensiven Stabilität man allein der 3er Kette zuschreibt, da es im Grunde mehr einen Mangel an defensiver Qualität im Kollektiv aber auch individuell ausdrückt, stellt man offensiver auf - es bedeutet schließlich auch, dass unsere Defensivspieler defensiv nicht so gut sind, dass einen weiteren defensivschwachen Spieler auffangen können. Letztendlich bleibt es also eine Balancefrage, welches System vorteilhafter ist, wobei für mich der Hebel in der Offensive immer größer ist, als in der Defensive. Einfach nur zu 0 Spielen garantiert jedenfalls keine Siege. Dafür braucht man eigene Tore und zwar sehr regelmäßig. Das kann die 3er Kette schon jetzt nur bedingt sicherstellen.
Für mich wäre es daher aus all den Gründen gefährlich sich zu sehr auf die 3er Kette festzulegen und gar die Kaderplanung darauf auszurichten. Asymmetrische Wechsel zwischen 3er und 4er Kette wären ansonsten sicher ein probates Mittel, um das Beste aus beiden Welten anzuvisieren. Allerdings bin ich nicht so optimistisch, wie viele, dass Meunier defensiv und im Aufbau die Qualität hat, die ein Piszczek unter Tuchel hatte. Auch Cans Eignung als IV sehe ich im taktischen Bereich noch nicht. Das wären aber wohl die beiden wahrscheinlichsten Routen, um dorthin zu kommen. Letztendlich glaube ich aber auch, dass es unproblematisch wäre die 4er Kette defensiv stabil zu bekommen, selbst mit einem sehr offensiven AV, wie Guerreiro. Dafür muss die Mannschaft defensiv insgesamt allerdings weniger Schwachstellen anbieten - nicht nur bei den eh schon defensivschwachen Spielern, sondern bezogen auf alle Spieler. Insofern liegt in den Abgängen auch eine gewisse Chance mehr Balance zu bekommen.
Tuchel ließ gegen den Ball mit Viererkette spielen. Daher ist es auch richtig, dass tm immer die Viererkette angab. Im Ballbesitz war es für mich eine Dreierkette, auch wenn diese eher asymmetrisch war.
Hier eine Analyse von spielverlagerung aus der Rückrunde 15/16. Darin steht: "Der BVB wiederum setzte auf die bekannten taktischen Mittel. Nominell agierten sie in einer 4-2-3-1-Formation, praktisch bauten sie jedoch mit einer Dreierkette auf."
Bemerkenswert war damals auch, dass die lange Ausfallzeit von Gündogan in der Rückrunde aufgefangen werden konnte.
Ich denke, man kann anerkennen, dass damals sehr gut funktionierte. Die nachfolgende Saison widerspricht dem überhaupt nicht, da das sowohl taktisch als auch personell eine andere Geschichte war.
Aktuell wundert mich der Optimismus hier, dass wir mit Viererkette nächste Saison defensiv stabil wären. Wir waren es zuvor unter Favre auch nicht. Was sollte Favre nun Entscheidendes anders machen? Einzige zu erwartende Änderung wäre Can statt Delaney für mich.
Ansonsten noch ein neuer RV. Aber der wird auch nicht den Unterschied gegenüber Piszczek machen. Schließlich haben wir dort auch nicht durchweg mit Hakimi gespielt. Piszczek hatte dort viele Einsätze.
Darüberhinaus war unsere Abwehr seit 2012 nie stabil. Nicht unter Klopp, Tuchel, Bosz, Stöger und nun Favre. Abgesehen eben von der Rückrunde 15/16 und aktuell.
Dabei hatten wir mit Schmelzer und Piszczek die meiste Zeit sogar defensiv gute AVs.
Interessanterweise wurden viele der Vorschläge hier bei der 3:4 Niederlage in Leverkusen umgesetzt. Wir spielten eine asymmetrische Viererkette mit Akanji rechts und Guerreiro links und Brandt kam im Mittelfeld zum Einsatz. Dabei hatten wir mit Can und Witsel sogar zwei defensivstarke Leute im Mittelfeld.
Zwar darf man ein einzelnes Spiel nicht überbewerten, es tauchten aber genau die Probleme in der Kette auf, die ich mit Zagadou, Hummels und Guerreiro in der Kette erwarten würde. Allerdings natürlich in der übertriebenen Häufigkeit; über eine Saison wäre es natürlich nicht genauso schlimm.
Ich hoffe, der Lösungsansatz soll hier nicht lauten, dass man nur Hummels rausnehmen müsse. Den sehe ich in so einer Konstellation zwar auch als ein Problem, aber es gibt eben noch einige andere.
Zumal man ziemlich sicher mit Hummels äußerst zufrieden ist und er in der Abwehr absolut gesetzt sein wird.
Wenn man sich die ganzen Probleme unserer Abwehr in den letzten Jahren anschaut, kann man hier nur optimistisch sein, wenn es eine ganz klare Lösung hier geben würde. Wobei, diese Lösung gibt es: Wir spielen einfach unser aktuelles System weiter.
Die Problematik bezüglich der Offensive teile ich eingeschränkt. Wesentlicher Unterschied ist, dass ich den Ist-Zustand positiver bewerte. Offensiv könnten wir zwar mehr leisten in manchen Spielen, aber die Erfolgsquote ist gepaart mit der starken Defensive eben sehr hoch.
Erst durch die Sommertransfers könnte es uns an Offensivkraft zu sehr fehlen, denke ich. Hier ist aber noch nichts in Stein gemeißelt.
Erstmal abwarten, ob jemand für Sancho genug bietet. Wenn er geht, hoffe ich, dass auch sein Nachfolger viel Kreativiät in unser Spiel bringen wird und die Torgefahr beispielsweise auch durch Reus an anderer Stelle erhöht werden kann.
Hakimi ist dann der andere, mögliche Abgang eines Stammspielers. Hier verlieren wir weniger Qualität im Vergleich, so dass der Nachfolger näher dran sein könnte als es bei Sancho der Fall wäre. Entscheidend ist für mich daher, den richtigen Spielertypen als Ersatz für Hakimi zu finden.
Für sehr wichtig halte ich also, inwieweit der Kader für die nächste Saison unser System tragen kann.
17.06.2020 - 19:17 Uhr
Zitat von mba123
Tuchel ließ gegen den Ball mit Viererkette spielen. Daher ist es auch richtig, dass tm immer die Viererkette angab. Im Ballbesitz war es für mich eine Dreierkette, auch wenn diese eher asymmetrisch war.
Hier eine Analyse von spielverlagerung aus der Rückrunde 15/16. Darin steht: "Der BVB wiederum setzte auf die bekannten taktischen Mittel. Nominell agierten sie in einer 4-2-3-1-Formation, praktisch bauten sie jedoch mit einer Dreierkette auf."
Bemerkenswert war damals auch, dass die lange Ausfallzeit von Gündogan in der Rückrunde aufgefangen werden konnte.
Ich denke, man kann anerkennen, dass damals sehr gut funktionierte. Die nachfolgende Saison widerspricht dem überhaupt nicht, da das sowohl taktisch als auch personell eine andere Geschichte war.
Aktuell wundert mich der Optimismus hier, dass wir mit Viererkette nächste Saison defensiv stabil wären. Wir waren es zuvor unter Favre auch nicht. Was sollte Favre nun Entscheidendes anders machen? Einzige zu erwartende Änderung wäre Can statt Delaney für mich.
Ansonsten noch ein neuer RV. Aber der wird auch nicht den Unterschied gegenüber Piszczek machen. Schließlich haben wir dort auch nicht durchweg mit Hakimi gespielt. Piszczek hatte dort viele Einsätze.
Darüberhinaus war unsere Abwehr seit 2012 nie stabil. Nicht unter Klopp, Tuchel, Bosz, Stöger und nun Favre. Abgesehen eben von der Rückrunde 15/16 und aktuell.
Dabei hatten wir mit Schmelzer und Piszczek die meiste Zeit sogar defensiv gute AVs.
Interessanterweise wurden viele der Vorschläge hier bei der 3:4 Niederlage in Leverkusen umgesetzt. Wir spielten eine asymmetrische Viererkette mit Akanji rechts und Guerreiro links und Brandt kam im Mittelfeld zum Einsatz. Dabei hatten wir mit Can und Witsel sogar zwei defensivstarke Leute im Mittelfeld.
Zwar darf man ein einzelnes Spiel nicht überbewerten, es tauchten aber genau die Probleme in der Kette auf, die ich mit Zagadou, Hummels und Guerreiro in der Kette erwarten würde. Allerdings natürlich in der übertriebenen Häufigkeit; über eine Saison wäre es natürlich nicht genauso schlimm.
Ich hoffe, der Lösungsansatz soll hier nicht lauten, dass man nur Hummels rausnehmen müsse. Den sehe ich in so einer Konstellation zwar auch als ein Problem, aber es gibt eben noch einige andere.
Zumal man ziemlich sicher mit Hummels äußerst zufrieden ist und er in der Abwehr absolut gesetzt sein wird.
Wenn man sich die ganzen Probleme unserer Abwehr in den letzten Jahren anschaut, kann man hier nur optimistisch sein, wenn es eine ganz klare Lösung hier geben würde. Wobei, diese Lösung gibt es: Wir spielen einfach unser aktuelles System weiter.
Die Problematik bezüglich der Offensive teile ich eingeschränkt. Wesentlicher Unterschied ist, dass ich den Ist-Zustand positiver bewerte. Offensiv könnten wir zwar mehr leisten in manchen Spielen, aber die Erfolgsquote ist gepaart mit der starken Defensive eben sehr hoch.
Erst durch die Sommertransfers könnte es uns an Offensivkraft zu sehr fehlen, denke ich. Hier ist aber noch nichts in Stein gemeißelt.
Erstmal abwarten, ob jemand für Sancho genug bietet. Wenn er geht, hoffe ich, dass auch sein Nachfolger viel Kreativiät in unser Spiel bringen wird und die Torgefahr beispielsweise auch durch Reus an anderer Stelle erhöht werden kann.
Hakimi ist dann der andere, mögliche Abgang eines Stammspielers. Hier verlieren wir weniger Qualität im Vergleich, so dass der Nachfolger näher dran sein könnte als es bei Sancho der Fall wäre. Entscheidend ist für mich daher, den richtigen Spielertypen als Ersatz für Hakimi zu finden.
Für sehr wichtig halte ich also, inwieweit der Kader für die nächste Saison unser System tragen kann.
Zitat von BVBBC
Tuchel hatte das damals mit einem deutlich jüngeren Piszczek aber auch meist asymmetrisch angelegt bekommen, sodass die Wechsel zwischen 3er und 4er Kette fliegend waren und selten klar war, welches System nun eigentlich dominiert, wobei hier auf TM bspw. fast alle Spiele mit 4er Kette notiert sind! Das konnte man eben auch problemlos machen, da man mit Miki einen defensivstarken Spieler hatte, der im Grunde die aktuelle Guerreiro-Rolle auf der gegenüberliegenden Seite gespielt hatte und Piszczek damals noch einiges dynamischer war, sodass er nach vorne noch Torgefahr entwickelte, aber auch hinten seinen Mann in der Regel unter Kontrolle hatte. Ginter wurde interessanterweise nicht so asymmetrisch eingesetzt, obwohl er ein IV ist, sondern wurde als klassischer RV gebracht - womit er defensiv zeitweise große Probleme gegen bewegliche Gegenspieler hatte -, der dann anfangs sogar recht viele Scorer durch schnelle Spielverlagerungen sammeln konnte.
Ansonsten ist die Tuchel Saison 15/16 ein gutes Beispiel, warum man die 3er Kette nicht so einfach als nachhaltige Lösung sehen sollte. Da taten sich in der Rückrunde auch schon stellenweise nach und nach Probleme auf, obwohl die Ergebnisse immer noch sehr gut waren. Diese Probleme wurden dann durch den Abgang der 3 Leistungsträger eskaliert und konnten in der Folgesaison nicht mehr aufgefangen werden, sodass die offensive Performance seitdem im Grunde sehr stark von Einzelspielern abhängt und weniger vom Kollektiv, während die Defensive vom Kollektiv abhängt, was sich mitunter stark beißt. Man denke bspw. an Durm als Lösungsansatz, der nur dafür gebracht wurde, dass Dembele sich defensiv zurückhalten konnte, offensiv damit aber quasi für mindestens 2 spielen musste. Das stünde auch zu befürchten verliert man Sancho, der die Offensive schon sehr deutlich trägt, sobald der Gegner keine Konter mehr anbietet, für die mit Hakimi auch noch ein wesentlicher Spieler sicher gehen wird. Um nicht mehr so sehr von den Dembeles und Sanchos dieser Welt abhängig zu sein, muss man sich daher in meinen Augen überlegen, wie man die Offensive als Kollektiv funktional bekommt, ohne weiterhin so sehr von Einzelspielern und unprovozierten gegnerischen Fehlern abhängt.
Wie schon geschrieben wurde, ist das mit der 3er Kette, wie wir sie spielen (theoretisch gibt es auch Methoden, um mit den IV der 3er Kette so hoch zu schieben, dass sie quasi eh schon DM sind und deren originäre Aufgaben übernehmen, aber dafür sind wir praktisch nicht passend aufgestellt und würden die Vorteile der 3er Kette wegnehmen), kaum möglich, weil man eine Offensivposition weniger hat. Dabei ist es für viele Gegner relativ einfach 10gg7 gegen den Ball zu spielen, weil der Aufbau des BVB aus der IV nicht mehr derselbe gewichtige Faktor ist, fehlen die Anspielstationen.
Davon abgesehen sollte man auch sehen, dass man zwar oft zu 0 gespielt hat und auch viele Kantersiege mit der 3er Kette dabei waren, aber wenn es keine Kantersiege waren, waren es oft enge Spiele. Vor der Corona Pause wurden mit der 3er Kette 9 BVB Spiele mit maximal einem Tor Unterschied beendet. 5 Spiele waren Kantersiege und die restlichen 3 Spiele wurden mit 2 Toren Unterschied beendet. Das Bild nach der Pause ist ähnlich, mit 3 engen Spielen, 2 Kantersiegen und einem souveränen Sieg. Das wird mir bei den Hinweisen auf die zu 0 Spiele etwas zu sehr übersehen, vielleicht wegen der trotzdem vielen Kantersiege, dass man auch jetzt schon durchaus Argumente in den Ergebnissen findet, dass die Offensive unter dem fehlenden Spieler leidet. In der Spielweise sowieso, wie jetzt erst wieder gegen Düsseldorf zu sehen, aber auch in Spielen davor, die dann mitunter in den Pokalen mit dem KO endeten - selbst wenn ich allgemein die Spiele nach der Corona Pause nicht sonderlich repräsentativ finde, da sie unter sehr speziellen Bedingungen stattfinden, die nächste Saison so nicht mehr unbedingt vorliegen.
Darüber hinaus sollte man auch bedenken, dass wir in den meisten Spielen zusätzlich zur 3er Kette auch noch 2 defensive Mittelfeldspieler aufbieten. Deshalb muss man auch aufpassen, wie viel der defensiven Stabilität man allein der 3er Kette zuschreibt, da es im Grunde mehr einen Mangel an defensiver Qualität im Kollektiv aber auch individuell ausdrückt, stellt man offensiver auf - es bedeutet schließlich auch, dass unsere Defensivspieler defensiv nicht so gut sind, dass einen weiteren defensivschwachen Spieler auffangen können. Letztendlich bleibt es also eine Balancefrage, welches System vorteilhafter ist, wobei für mich der Hebel in der Offensive immer größer ist, als in der Defensive. Einfach nur zu 0 Spielen garantiert jedenfalls keine Siege. Dafür braucht man eigene Tore und zwar sehr regelmäßig. Das kann die 3er Kette schon jetzt nur bedingt sicherstellen.
Für mich wäre es daher aus all den Gründen gefährlich sich zu sehr auf die 3er Kette festzulegen und gar die Kaderplanung darauf auszurichten. Asymmetrische Wechsel zwischen 3er und 4er Kette wären ansonsten sicher ein probates Mittel, um das Beste aus beiden Welten anzuvisieren. Allerdings bin ich nicht so optimistisch, wie viele, dass Meunier defensiv und im Aufbau die Qualität hat, die ein Piszczek unter Tuchel hatte. Auch Cans Eignung als IV sehe ich im taktischen Bereich noch nicht. Das wären aber wohl die beiden wahrscheinlichsten Routen, um dorthin zu kommen. Letztendlich glaube ich aber auch, dass es unproblematisch wäre die 4er Kette defensiv stabil zu bekommen, selbst mit einem sehr offensiven AV, wie Guerreiro. Dafür muss die Mannschaft defensiv insgesamt allerdings weniger Schwachstellen anbieten - nicht nur bei den eh schon defensivschwachen Spielern, sondern bezogen auf alle Spieler. Insofern liegt in den Abgängen auch eine gewisse Chance mehr Balance zu bekommen.
Zitat von mba123
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Zitat von Borussenpower1
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Zitat von mba123
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Zitat von realBVB
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Ich lese hier immer und immer wieder, dass es User gibt, welche mit der Dreierkette in der Abwehr unzufrieden sind und sich eine Rückkkehr zur Viererkette wünschen. Ich frage mich aber ehrlicherweise, warum dies der Fall ist.
Wir haben in der Liga seit der Umstellung 10x zu Null gespielt und insgesamt 56 Tore geschossen und 17 Gegentore kassiert. Allgemein kann man zudem beobachten, dass der gesamte Abwehrverbund deutlich stabiler steht, ohne dabei an Durchschlagskraft nach vorne zu verlieren.
Möchte mir jemand erklären, warum man sich eine Rückkehr zur Viererkette wünscht?
Die Vorteile einer Viererkette wurden hier an verschiedenen Stellen hervorgehoben.
Im wesentlichen wird dadurch ein Innenverteidiger geopfert und dafür ein weiterer Mittelfeldspieler gebracht. Es sollte dadurch die Offensive gestärkt werden. So könnte beispielsweise die Präsenz im Mittelfeldzentrum mit einem weiteren Mann erhöht werden. Dies würde unser Spiel durch das Zentrum stärken, was für einige Trainer als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird (z.B. von Pep). Bisher spielen wir flügellastig und setzen nur wenige Akzente aus dem DM/ZM.
Aus individueller Sicht könnte ich mir vor allem Brandt als großen Profiteur vorstellen. Brandt könnte auf seiner Paradeposition im ZM/OM eingesetzt werden, wenn wir mit einem Dreiermittelfeld im Zentrum spielen würden.
Diese Vorteile sind für mich relevant, da es im Spiel nach vorne vereinzelt durchaus Probleme gab. Es besteht für mich die Gefahr, dass wir teilweise zu sehr auf Defensive setzen werden und es offensiv dann manchmal nicht ausreichen wird.
Allerdings finde ich uns aktuell dennoch sehr stark und ich würde ebenfalls nicht an der Grundordnung rütteln.
Wir haben jetzt eine sehr starke Abwehr. Seit der Meisterschaft 2012 war unsere Abwehr nie Reif für die Meisterschaft. Einzige Ausnahme war die Rückrunde 15/16 (witzigerweise schaffte das Tuchel in dem er damals bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte).
Jedenfalls ist es für mich alles andere als ein Selbstläufer, dass wir mit Viererkette ebenfalls zumindest ausreichend stabil stehen könnten.
Darüberhinaus sehe ich in Hummels und Guerreiro zwei Leistungsträger, die mit Viererkette deutlich schlechter spielen könnten. Ähnliches würde ich auch bei Zagadou erwarten, der dann aber sowieso mit viel weniger Spielzeit rechnen müsste.
Piszczek könnte man auch noch nennen. Als RIV hat er seine Sache hervorragend gemacht. Allerdings würde ich die Grundordnung nicht von ihm abhängig machen, da ich skeptisch bin, ob er sein Niveau halten wird und es wohl sowieso sein letztes Jahr wird (bei Zagadou beispielsweise, finde ich die Dreierkette für seine zukünftige Entwicklung wichtig).
Ich gehe eigentlich davon aus, dass man mit Dreierkette plant.
Die Viererkette als zweite Option anzustreben, wäre aber sinnvoll. Mit Meunier würden wir jemanden holen, der fast ausschließlich RV in einer Viererkette gespielt hat. Den Transfer könnte ich deswegen schwer einordnen. Offensiv würde er Hakimi als RM vermutlich nicht ersetzen können und als RIV hat Meunier, laut tm, nie gespielt; auch nicht in der Innenverteidigung.
Inwieweit könnte Can einen Hybriden situationsabhängigen Part einnehmen? Er kann im Mittelfeld abräumen, das Spiel anschieben und Akzente setzen. Selbst sieht er sich in der Verteidigung, kann also die Innenverteidigung durch zurück rücken stabilisieren und als Absicherung bei eigenen Angriffen dienen. Wäre dann eine Mischung aus Dreier- und Viererkette. Dass ich mit einer reinen Viererkette aufgrund der AV Bauchschmerzen hätte will ich wie üblich auch noch unterbringen. Evtl. würde da Meunier für mehr Stabilität sorgen und die rechte Seite defensiv besser stabilisieren so dass er teilweise auch als rechtes Glied der Dreierkette agieren könnte. Insbesondere Eins gegen Eins-Duelle sollten mit Hummels und Piszczek in der Abwehr weiterhin vermieden werden.
Insgeamt kommt wohl besonders Can eine tragende Rolle zu um das System auch im Spiel flexibler Anpassen zu können. Hummels, Can, (Witsel), Brandt/Reus, Haaland und natürlich Sancho als Achse. Drum herum kann das Personal je nach Spiel angepasst werden.
Wäre auch dafür dass man das aktuelle System beibehält oder nur leicht korrigiert, dafür läuft es viel zu gut um es über den Haufen zu werfen. Für eine Viererkette kann man zurecht zur Zeit vergessen und Meunier könnte ein Baustein sein um das System damit stabiler zu machen. Mit dem aktuellen Erfolg kommt eventuell auch die nötige Sicherheit zurück, siehe Akanji.
Ich denke, die Vorteile einer Viererkette werden bei uns vor allem im Ballbesitz gesehen (auch wenn damit z.B. ein besseres Mittelfeldpressing möglich wäre).
Allerdings würde ich unsere Viererkette vor allem bei gegnerischen Umschaltmomenten anfällig erwarten.
Das würde bedeuten, Can müsste bei Ballbesitz hinten einrücken, womit die Vorteile der Viererkette womöglich wieder verloren gingen.
Zum Beispiel standen wir Zuhause gegen Barca sehr stabil und hielten die Null. Hummels war damals herausragend und auch Guerreiro machte als LV ein tolles Spiel.
Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass jeder Spieler sich defensiv komplett reinhing; insbesondere auch die Offensivspieler, was sonst in diesem Maße nicht der Fall ist.
Ebenso wichtig war, dass wir hinten kompakt spielen konnten und nicht soweit aufmachen mussten wie als klarer Favorit in der Bundesliga.
Umschaltmomente, in denen der Gegner viel Raum bekommt, sind dann seltener.
Dazu passt, dass Tuchel in der Rückrunde 15/16 unsere Abwehr enorm stabilisierte, in dem er nur bei Ballbesitz auf Dreierkette umstellte. Er betonte dabei selber, dass er damit vor allem die Konterabsicherung verbessern wollte; also gegnerische Umschaltmomente verteidigen zu wollen.
Es wäre interessant, bei Tuchel nochmal genauer hinzuschauen, wie er das damals im Detail taktisch umgesetzt. So waren, denke ich, dennoch viele Elemente vorhanden, die sich einige von einer Umstellung auf Viererkette erhoffen würden.
Beispielsweise liefen 15/16 31 % unserer Angriffe durch die Mitte. Damit waren wir Ligaspitze (Peps Bayern gleichauf und.... Hamburg). Dabei viel 15/16 Gündogan in der Rückrunde häufig aus und Castro, Weigl waren dort öfters zu sehen
Aktuell sind es 22% der Angriffe. Damit sind wir Vorletzter; nur Paderborn spielt weniger durch das Zentrum.
Ich denke, viele kleine Anpassungen von Tuchel haben dann letztendlich dafür gesorgt, dass die Spielweise beibehalten werden konnte, obwohl die Ausrichtung defensiver war.
Wobei man auch klar sagen muss, dass wir offensiv weitaus weniger Tore in der Rückrunde 15/16 geschossen hatten als es in der Hinrunde der Fall war.
Das Beispiel mit Tuchel zeigt also nur, dass man verschiedene Elemente in der Spielanlage, wie etwa ein Fokus auf das Zentrum, auch mit drei Mann hinten umsetzen kann (zwei der drei Mann sind sogar die selben).
Grundsätzlich gehe ich aber auch davon aus, dass mit drei Mann hinten im Ballbesitz, die Offensive leidet.
Tuchel hatte das damals mit einem deutlich jüngeren Piszczek aber auch meist asymmetrisch angelegt bekommen, sodass die Wechsel zwischen 3er und 4er Kette fliegend waren und selten klar war, welches System nun eigentlich dominiert, wobei hier auf TM bspw. fast alle Spiele mit 4er Kette notiert sind! Das konnte man eben auch problemlos machen, da man mit Miki einen defensivstarken Spieler hatte, der im Grunde die aktuelle Guerreiro-Rolle auf der gegenüberliegenden Seite gespielt hatte und Piszczek damals noch einiges dynamischer war, sodass er nach vorne noch Torgefahr entwickelte, aber auch hinten seinen Mann in der Regel unter Kontrolle hatte. Ginter wurde interessanterweise nicht so asymmetrisch eingesetzt, obwohl er ein IV ist, sondern wurde als klassischer RV gebracht - womit er defensiv zeitweise große Probleme gegen bewegliche Gegenspieler hatte -, der dann anfangs sogar recht viele Scorer durch schnelle Spielverlagerungen sammeln konnte.
Ansonsten ist die Tuchel Saison 15/16 ein gutes Beispiel, warum man die 3er Kette nicht so einfach als nachhaltige Lösung sehen sollte. Da taten sich in der Rückrunde auch schon stellenweise nach und nach Probleme auf, obwohl die Ergebnisse immer noch sehr gut waren. Diese Probleme wurden dann durch den Abgang der 3 Leistungsträger eskaliert und konnten in der Folgesaison nicht mehr aufgefangen werden, sodass die offensive Performance seitdem im Grunde sehr stark von Einzelspielern abhängt und weniger vom Kollektiv, während die Defensive vom Kollektiv abhängt, was sich mitunter stark beißt. Man denke bspw. an Durm als Lösungsansatz, der nur dafür gebracht wurde, dass Dembele sich defensiv zurückhalten konnte, offensiv damit aber quasi für mindestens 2 spielen musste. Das stünde auch zu befürchten verliert man Sancho, der die Offensive schon sehr deutlich trägt, sobald der Gegner keine Konter mehr anbietet, für die mit Hakimi auch noch ein wesentlicher Spieler sicher gehen wird. Um nicht mehr so sehr von den Dembeles und Sanchos dieser Welt abhängig zu sein, muss man sich daher in meinen Augen überlegen, wie man die Offensive als Kollektiv funktional bekommt, ohne weiterhin so sehr von Einzelspielern und unprovozierten gegnerischen Fehlern abhängt.
Wie schon geschrieben wurde, ist das mit der 3er Kette, wie wir sie spielen (theoretisch gibt es auch Methoden, um mit den IV der 3er Kette so hoch zu schieben, dass sie quasi eh schon DM sind und deren originäre Aufgaben übernehmen, aber dafür sind wir praktisch nicht passend aufgestellt und würden die Vorteile der 3er Kette wegnehmen), kaum möglich, weil man eine Offensivposition weniger hat. Dabei ist es für viele Gegner relativ einfach 10gg7 gegen den Ball zu spielen, weil der Aufbau des BVB aus der IV nicht mehr derselbe gewichtige Faktor ist, fehlen die Anspielstationen.
Davon abgesehen sollte man auch sehen, dass man zwar oft zu 0 gespielt hat und auch viele Kantersiege mit der 3er Kette dabei waren, aber wenn es keine Kantersiege waren, waren es oft enge Spiele. Vor der Corona Pause wurden mit der 3er Kette 9 BVB Spiele mit maximal einem Tor Unterschied beendet. 5 Spiele waren Kantersiege und die restlichen 3 Spiele wurden mit 2 Toren Unterschied beendet. Das Bild nach der Pause ist ähnlich, mit 3 engen Spielen, 2 Kantersiegen und einem souveränen Sieg. Das wird mir bei den Hinweisen auf die zu 0 Spiele etwas zu sehr übersehen, vielleicht wegen der trotzdem vielen Kantersiege, dass man auch jetzt schon durchaus Argumente in den Ergebnissen findet, dass die Offensive unter dem fehlenden Spieler leidet. In der Spielweise sowieso, wie jetzt erst wieder gegen Düsseldorf zu sehen, aber auch in Spielen davor, die dann mitunter in den Pokalen mit dem KO endeten - selbst wenn ich allgemein die Spiele nach der Corona Pause nicht sonderlich repräsentativ finde, da sie unter sehr speziellen Bedingungen stattfinden, die nächste Saison so nicht mehr unbedingt vorliegen.
Darüber hinaus sollte man auch bedenken, dass wir in den meisten Spielen zusätzlich zur 3er Kette auch noch 2 defensive Mittelfeldspieler aufbieten. Deshalb muss man auch aufpassen, wie viel der defensiven Stabilität man allein der 3er Kette zuschreibt, da es im Grunde mehr einen Mangel an defensiver Qualität im Kollektiv aber auch individuell ausdrückt, stellt man offensiver auf - es bedeutet schließlich auch, dass unsere Defensivspieler defensiv nicht so gut sind, dass einen weiteren defensivschwachen Spieler auffangen können. Letztendlich bleibt es also eine Balancefrage, welches System vorteilhafter ist, wobei für mich der Hebel in der Offensive immer größer ist, als in der Defensive. Einfach nur zu 0 Spielen garantiert jedenfalls keine Siege. Dafür braucht man eigene Tore und zwar sehr regelmäßig. Das kann die 3er Kette schon jetzt nur bedingt sicherstellen.
Für mich wäre es daher aus all den Gründen gefährlich sich zu sehr auf die 3er Kette festzulegen und gar die Kaderplanung darauf auszurichten. Asymmetrische Wechsel zwischen 3er und 4er Kette wären ansonsten sicher ein probates Mittel, um das Beste aus beiden Welten anzuvisieren. Allerdings bin ich nicht so optimistisch, wie viele, dass Meunier defensiv und im Aufbau die Qualität hat, die ein Piszczek unter Tuchel hatte. Auch Cans Eignung als IV sehe ich im taktischen Bereich noch nicht. Das wären aber wohl die beiden wahrscheinlichsten Routen, um dorthin zu kommen. Letztendlich glaube ich aber auch, dass es unproblematisch wäre die 4er Kette defensiv stabil zu bekommen, selbst mit einem sehr offensiven AV, wie Guerreiro. Dafür muss die Mannschaft defensiv insgesamt allerdings weniger Schwachstellen anbieten - nicht nur bei den eh schon defensivschwachen Spielern, sondern bezogen auf alle Spieler. Insofern liegt in den Abgängen auch eine gewisse Chance mehr Balance zu bekommen.
Tuchel ließ gegen den Ball mit Viererkette spielen. Daher ist es auch richtig, dass tm immer die Viererkette angab. Im Ballbesitz war es für mich eine Dreierkette, auch wenn diese eher asymmetrisch war.
Hier eine Analyse von spielverlagerung aus der Rückrunde 15/16. Darin steht: "Der BVB wiederum setzte auf die bekannten taktischen Mittel. Nominell agierten sie in einer 4-2-3-1-Formation, praktisch bauten sie jedoch mit einer Dreierkette auf."
Bemerkenswert war damals auch, dass die lange Ausfallzeit von Gündogan in der Rückrunde aufgefangen werden konnte.
Ich denke, man kann anerkennen, dass damals sehr gut funktionierte. Die nachfolgende Saison widerspricht dem überhaupt nicht, da das sowohl taktisch als auch personell eine andere Geschichte war.
Aktuell wundert mich der Optimismus hier, dass wir mit Viererkette nächste Saison defensiv stabil wären. Wir waren es zuvor unter Favre auch nicht. Was sollte Favre nun Entscheidendes anders machen? Einzige zu erwartende Änderung wäre Can statt Delaney für mich.
Ansonsten noch ein neuer RV. Aber der wird auch nicht den Unterschied gegenüber Piszczek machen. Schließlich haben wir dort auch nicht durchweg mit Hakimi gespielt. Piszczek hatte dort viele Einsätze.
Darüberhinaus war unsere Abwehr seit 2012 nie stabil. Nicht unter Klopp, Tuchel, Bosz, Stöger und nun Favre. Abgesehen eben von der Rückrunde 15/16 und aktuell.
Dabei hatten wir mit Schmelzer und Piszczek die meiste Zeit sogar defensiv gute AVs.
Interessanterweise wurden viele der Vorschläge hier bei der 3:4 Niederlage in Leverkusen umgesetzt. Wir spielten eine asymmetrische Viererkette mit Akanji rechts und Guerreiro links und Brandt kam im Mittelfeld zum Einsatz. Dabei hatten wir mit Can und Witsel sogar zwei defensivstarke Leute im Mittelfeld.
Zwar darf man ein einzelnes Spiel nicht überbewerten, es tauchten aber genau die Probleme in der Kette auf, die ich mit Zagadou, Hummels und Guerreiro in der Kette erwarten würde. Allerdings natürlich in der übertriebenen Häufigkeit; über eine Saison wäre es natürlich nicht genauso schlimm.
Ich hoffe, der Lösungsansatz soll hier nicht lauten, dass man nur Hummels rausnehmen müsse. Den sehe ich in so einer Konstellation zwar auch als ein Problem, aber es gibt eben noch einige andere.
Zumal man ziemlich sicher mit Hummels äußerst zufrieden ist und er in der Abwehr absolut gesetzt sein wird.
Wenn man sich die ganzen Probleme unserer Abwehr in den letzten Jahren anschaut, kann man hier nur optimistisch sein, wenn es eine ganz klare Lösung hier geben würde. Wobei, diese Lösung gibt es: Wir spielen einfach unser aktuelles System weiter.
Die Problematik bezüglich der Offensive teile ich eingeschränkt. Wesentlicher Unterschied ist, dass ich den Ist-Zustand positiver bewerte. Offensiv könnten wir zwar mehr leisten in manchen Spielen, aber die Erfolgsquote ist gepaart mit der starken Defensive eben sehr hoch.
Erst durch die Sommertransfers könnte es uns an Offensivkraft zu sehr fehlen, denke ich. Hier ist aber noch nichts in Stein gemeißelt.
Erstmal abwarten, ob jemand für Sancho genug bietet. Wenn er geht, hoffe ich, dass auch sein Nachfolger viel Kreativiät in unser Spiel bringen wird und die Torgefahr beispielsweise auch durch Reus an anderer Stelle erhöht werden kann.
Hakimi ist dann der andere, mögliche Abgang eines Stammspielers. Hier verlieren wir weniger Qualität im Vergleich, so dass der Nachfolger näher dran sein könnte als es bei Sancho der Fall wäre. Entscheidend ist für mich daher, den richtigen Spielertypen als Ersatz für Hakimi zu finden.
Für sehr wichtig halte ich also, inwieweit der Kader für die nächste Saison unser System tragen kann.
Also eventuelle Änderung im Grundsystem:
Aktuell eher so:
Guerreiro-------------------Hakimi
------------------------------------------
---Akanji---Hummels---Pische---
Vorausgesetzt Meunier kommt dann so:
bei Ballbesitz und Spiele in denen man hauptsächlich Druck machen muss:
Guerreiro------------------Meunier
------------------Can------------------
---Akanji--Hummels--Pische---
in der Defensive bzw. bei drückendem Gegner:
Guerreiro---(Witsel/Brandt)------
--------------------------Meunier-----
-Akanji--Hummels--Can--Pische
Can kann auch als "Presser" nach vorne schieben, nimmt aber gegen Spielstarke Teams eine defensive Rolle ein.
Fraglich wäre in wie Weit das System die Verbindung zum Angriff sichern könnte, damit die Jungs vorne nicht in der Luft hängen. Das haben wir in der Hinrunde mit einer Viererkette übrigens auch nicht geschafft. Dabei müssten Spieler wie Guerreiro, Brandt und Meunier schnell rausschieben. Situativ auch Can, dessen Position allerdings dann durch einen anderen Spieler als Absicherung eingenommen werden muss.
Zagadou oder andere immer als Alternative, geht vorrangig ums System.
17.06.2020 - 23:01 Uhr
@arche
Ja, wie Mainz im Zentrum massierte, war schon interessant und letztendlich auch ein Problem für den BVB. Ich bin mir da aber gar nicht so sicher, ob da wirklich die Präzision fehlte oder ob man schlicht verpasste dort ein Powerplay aufzuziehen und zu schnell spielte. Das ist ja dann nicht unbedingt dasselbe. Man hatte viel Gleichzahl und immer mal wieder auch Überzahl am 16er - Mainz ließ recht öfters 3-4 Spieler vorne stehen und varierte mit den OA die Defensive, da sie entweder attackierten oder Hakimi und Guerreiro doppelten -, merkte aber dann doch, dass man zu zügig auf den Abschluss wollte, wo Mainz aber weitestgehend so gestaffelt war, dass man in den gefährlichen Räumen auch kaum Präsenz entwickeln konnte. Die geforderte Präzision ist also schon enorm hoch, wenn man es schnell spielt, weswegen ich das so nicht unbedingt als Vorwurf formulieren würde. Unpräzise fand ich eigentlich nur die Aktionen der 3 Offensivspieler. Haland hat viele Bälle nicht festmachen können, Hazard hatte viele Fehlpässe und Sancho war schlecht, wie lange nicht integriert und wurde weit weg vom Strafraum gehalten oder wurde von Mainz ballfern gehalten und konnte dann bei Flügelwechseln schnell isoliert werden.
Ansonsten fand ich Mainz taktisch vor allem offensiv hochinteressant, da sie eine kluge Umschaltbewegung hatten, kaum lange Bälle spielten, sondern sich auf die Überzahl und den Platz im Zentrum verließen. Das verstärkten sie vor allem dadurch, dass sie die Mannschaftsteile extrem weit auseinanderzogen. Die IV und DM standen konsequent tief - dadurch nahmen die DM auch oft genug vertikale Pässe ins Zentrum aus dem Spiel, weil sie lange nicht allzu aggressiv an Brandt und Witsel dran waren - , die Stürmer blieben aber selbst gegen den Ball oft sehr hoch, sodass bis auf einige Ausflüge mit Ball von Can und Hummels kaum mal Bewegungen in die gegnerische Hälfte drin waren und die Abwehr des BVB daher letztendlich im Ballbesitz und eben in der Konsequenz nach Ballverlust meist sehr tief stand. Der Raum im Mittelfeld - genauer: zwischen Brandt/Witsel und 3er Kette aber auch Brandt/Witsel und Angriffsreihe - war dadurch enorm groß, wo Mainz dann vor allem mit seinem Überzahlspieler Boetius recht einfach die Bälle festmachen konnten und genug Zeit hatten, um sie sauber zu verteilen - und wenn Boetius zu war, indem sich einer unserer ZM rechtzeitig fallen ließ, dann waren eben Latza oder Kunde frei.
Mateta gelang das in ähnlicher Weise mit seinen Wandspielerfähigkeiten, indem er sich auch immer wieder fallen ließ, um den großen Freiraum im Mittelfeld zu nutzen. Dadurch hat Mainz Hummels und Can auch immer wieder zu riskanten Duellen im Vorwärtsverteidigen aufgefordert, oft sogar so, dass sie beide gleichzeitig rauslockten, wodurch keine Absicherung mehr da war, sodass Onisiwo und Burkhardt mit ihrem Speed viel Platz hinter der Kette attackieren konnten, indem sie ins Zentrum zogen - was sie auch sonst häufig machten, sodass Mainz vor allem in Situationen mit freiem Boetius Mann gegen Mann bzw. 3gg3 Duelle mit der 3er Kette des BVB herausspielte. Das ging lange gut, hatte bei beiden auch bis zum Gegentor zu einigen gut getimten Ballgewinnen geführt, aber als Mainz das Prinzip einmal kapiert hatte, hatte der BVB das dann selbst mit der Umstellung auf 4er Kette nicht in den Griff bekommen, die die Unterzahl im Zentrum anging.
Hummels schrie dann im Spiel irgendwann, dass das Pressing Alibi sei, aber das stimmt dann eben auch nur so halb, wenn Mainz im Grunde immer einen freien Spieler im Zentrum frei hat, weil sie so enorme Räume dort schaffen konnten. Dadurch sind die Wege im Pressing natürlich auch weit, selbst wenn man was riskiert und einen Mann Überzahl dafür abstellt, bis man effektiv Druck entfachen kann und es benötigt mehr Konsequenz von allen Mannschaftsteilen, sodass Pressing in dem Fall bedeutet, dass vor allem erst mal die IV höher rausschieben muss, um auch die Mitspieler davor höher zu schieben - mit dem Risiko, dass man dann überspielt wird, was man mit dem Speed der IV natürlich nicht machen kann. Oder es bedeutet eben, dass man gar kein Angriffspressing spielt und sich zurückzieht, Mainz den Ball überlässt, dadurch wieder Kompaktheit hinter dem Ball erhält und erst mal schaut, was Mainz dann mit Ball einfällt. Was mit dem Gegentor aber hinfällig war, weil dann der BVB das Spiel machen musste und immer noch keine guten Ideen entwickelte, wie man das massierte Zentrum geduldiger attackiert. So war das alles weder Fisch noch Fleisch, was auch nicht besser wurde, als man auf 4er Kette umstellte - was taktisch eine gute Maßnahme war, um die Unterzahl im Zentrum zu beenden, ansonsten aber wirkungslos war -, weil man eigentlich überhaupt nicht mehr wusste, was man tun soll, indem nun die Risiken in der IV stiegen und die Abstände weiterhin enorm hoch blieben. So konnte Mainz dann auch stellenweise seine Schnelligkeit gegen den BVB ausspielen.
Im Grunde lieferte das Spiel daher aber auch eine gewisse Bestätigung, dass man sich im Ballbesitz nicht so recht wohlfühlt und lieber den passiven Part in einem Spiel übernimmt und auf einen gegnerischen Fehler wartet, den man nutzt, selbst wenn man damit immer noch mehr Ballbesitz als der Gegner hat. Mainz hatte die Fehler aber irgendwann abgestellt und auch nicht so schwerwiegende Fehler gemacht, wie andere Teams in den letzten Wochen, weil sie eben das Zentrum gut massierten und damit nicht die gefährlichsten Abschlüsse zuließen. Mainz hat uns daher heute außerhalb unserer Komfortzone erwischt, in der man es sich in den letzten Wochen bequem gemacht hat, hat dann selbst relativ konsequent Fehler des BVB ausgenutzt und schon war man komplett aus der Komfortzone.
Ja, wie Mainz im Zentrum massierte, war schon interessant und letztendlich auch ein Problem für den BVB. Ich bin mir da aber gar nicht so sicher, ob da wirklich die Präzision fehlte oder ob man schlicht verpasste dort ein Powerplay aufzuziehen und zu schnell spielte. Das ist ja dann nicht unbedingt dasselbe. Man hatte viel Gleichzahl und immer mal wieder auch Überzahl am 16er - Mainz ließ recht öfters 3-4 Spieler vorne stehen und varierte mit den OA die Defensive, da sie entweder attackierten oder Hakimi und Guerreiro doppelten -, merkte aber dann doch, dass man zu zügig auf den Abschluss wollte, wo Mainz aber weitestgehend so gestaffelt war, dass man in den gefährlichen Räumen auch kaum Präsenz entwickeln konnte. Die geforderte Präzision ist also schon enorm hoch, wenn man es schnell spielt, weswegen ich das so nicht unbedingt als Vorwurf formulieren würde. Unpräzise fand ich eigentlich nur die Aktionen der 3 Offensivspieler. Haland hat viele Bälle nicht festmachen können, Hazard hatte viele Fehlpässe und Sancho war schlecht, wie lange nicht integriert und wurde weit weg vom Strafraum gehalten oder wurde von Mainz ballfern gehalten und konnte dann bei Flügelwechseln schnell isoliert werden.
Ansonsten fand ich Mainz taktisch vor allem offensiv hochinteressant, da sie eine kluge Umschaltbewegung hatten, kaum lange Bälle spielten, sondern sich auf die Überzahl und den Platz im Zentrum verließen. Das verstärkten sie vor allem dadurch, dass sie die Mannschaftsteile extrem weit auseinanderzogen. Die IV und DM standen konsequent tief - dadurch nahmen die DM auch oft genug vertikale Pässe ins Zentrum aus dem Spiel, weil sie lange nicht allzu aggressiv an Brandt und Witsel dran waren - , die Stürmer blieben aber selbst gegen den Ball oft sehr hoch, sodass bis auf einige Ausflüge mit Ball von Can und Hummels kaum mal Bewegungen in die gegnerische Hälfte drin waren und die Abwehr des BVB daher letztendlich im Ballbesitz und eben in der Konsequenz nach Ballverlust meist sehr tief stand. Der Raum im Mittelfeld - genauer: zwischen Brandt/Witsel und 3er Kette aber auch Brandt/Witsel und Angriffsreihe - war dadurch enorm groß, wo Mainz dann vor allem mit seinem Überzahlspieler Boetius recht einfach die Bälle festmachen konnten und genug Zeit hatten, um sie sauber zu verteilen - und wenn Boetius zu war, indem sich einer unserer ZM rechtzeitig fallen ließ, dann waren eben Latza oder Kunde frei.
Mateta gelang das in ähnlicher Weise mit seinen Wandspielerfähigkeiten, indem er sich auch immer wieder fallen ließ, um den großen Freiraum im Mittelfeld zu nutzen. Dadurch hat Mainz Hummels und Can auch immer wieder zu riskanten Duellen im Vorwärtsverteidigen aufgefordert, oft sogar so, dass sie beide gleichzeitig rauslockten, wodurch keine Absicherung mehr da war, sodass Onisiwo und Burkhardt mit ihrem Speed viel Platz hinter der Kette attackieren konnten, indem sie ins Zentrum zogen - was sie auch sonst häufig machten, sodass Mainz vor allem in Situationen mit freiem Boetius Mann gegen Mann bzw. 3gg3 Duelle mit der 3er Kette des BVB herausspielte. Das ging lange gut, hatte bei beiden auch bis zum Gegentor zu einigen gut getimten Ballgewinnen geführt, aber als Mainz das Prinzip einmal kapiert hatte, hatte der BVB das dann selbst mit der Umstellung auf 4er Kette nicht in den Griff bekommen, die die Unterzahl im Zentrum anging.
Hummels schrie dann im Spiel irgendwann, dass das Pressing Alibi sei, aber das stimmt dann eben auch nur so halb, wenn Mainz im Grunde immer einen freien Spieler im Zentrum frei hat, weil sie so enorme Räume dort schaffen konnten. Dadurch sind die Wege im Pressing natürlich auch weit, selbst wenn man was riskiert und einen Mann Überzahl dafür abstellt, bis man effektiv Druck entfachen kann und es benötigt mehr Konsequenz von allen Mannschaftsteilen, sodass Pressing in dem Fall bedeutet, dass vor allem erst mal die IV höher rausschieben muss, um auch die Mitspieler davor höher zu schieben - mit dem Risiko, dass man dann überspielt wird, was man mit dem Speed der IV natürlich nicht machen kann. Oder es bedeutet eben, dass man gar kein Angriffspressing spielt und sich zurückzieht, Mainz den Ball überlässt, dadurch wieder Kompaktheit hinter dem Ball erhält und erst mal schaut, was Mainz dann mit Ball einfällt. Was mit dem Gegentor aber hinfällig war, weil dann der BVB das Spiel machen musste und immer noch keine guten Ideen entwickelte, wie man das massierte Zentrum geduldiger attackiert. So war das alles weder Fisch noch Fleisch, was auch nicht besser wurde, als man auf 4er Kette umstellte - was taktisch eine gute Maßnahme war, um die Unterzahl im Zentrum zu beenden, ansonsten aber wirkungslos war -, weil man eigentlich überhaupt nicht mehr wusste, was man tun soll, indem nun die Risiken in der IV stiegen und die Abstände weiterhin enorm hoch blieben. So konnte Mainz dann auch stellenweise seine Schnelligkeit gegen den BVB ausspielen.
Im Grunde lieferte das Spiel daher aber auch eine gewisse Bestätigung, dass man sich im Ballbesitz nicht so recht wohlfühlt und lieber den passiven Part in einem Spiel übernimmt und auf einen gegnerischen Fehler wartet, den man nutzt, selbst wenn man damit immer noch mehr Ballbesitz als der Gegner hat. Mainz hatte die Fehler aber irgendwann abgestellt und auch nicht so schwerwiegende Fehler gemacht, wie andere Teams in den letzten Wochen, weil sie eben das Zentrum gut massierten und damit nicht die gefährlichsten Abschlüsse zuließen. Mainz hat uns daher heute außerhalb unserer Komfortzone erwischt, in der man es sich in den letzten Wochen bequem gemacht hat, hat dann selbst relativ konsequent Fehler des BVB ausgenutzt und schon war man komplett aus der Komfortzone.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 17.06.2020 um 23:06 Uhr bearbeitet
17.06.2020 - 23:20 Uhr
Zitat von BVBBC
@arche
Ja, wie Mainz im Zentrum massierte, war schon interessant und letztendlich auch ein Problem für den BVB. Ich bin mir da aber gar nicht so sicher, ob da wirklich die Präzision fehlte oder ob man schlicht verpasste dort ein Powerplay aufzuziehen und zu schnell spielte. Das ist ja dann nicht unbedingt dasselbe. Man hatte viel Gleichzahl und immer mal wieder auch Überzahl am 16er - Mainz ließ recht öfters 3-4 Spieler vorne stehen und varierte mit den OA die Defensive, da sie entweder attackierten oder Hakimi und Guerreiro doppelten -, merkte aber dann doch, dass man zu zügig auf den Abschluss wollte, wo Mainz aber weitestgehend so gestaffelt war, dass man in den gefährlichen Räumen auch kaum Präsenz entwickeln konnte. Die geforderte Präzision ist also schon enorm hoch, wenn man es schnell spielt, weswegen ich das so nicht unbedingt als Vorwurf formulieren würde. Unpräzise fand ich eigentlich nur die Aktionen der 3 Offensivspieler. Haland hat viele Bälle nicht festmachen können, Hazard hatte viele Fehlpässe und Sancho war schlecht, wie lange nicht integriert und wurde weit weg vom Strafraum gehalten oder wurde von Mainz ballfern gehalten und konnte dann bei Flügelwechseln schnell isoliert werden.
Ansonsten fand ich Mainz taktisch vor allem offensiv hochinteressant, da sie eine kluge Umschaltbewegung hatten, kaum lange Bälle spielten, sondern sich auf die Überzahl und den Platz im Zentrum verließen. Das verstärkten sie vor allem dadurch, dass sie die Mannschaftsteile extrem weit auseinanderzogen. Die IV und DM standen konsequent tief - dadurch nahmen die DM auch oft genug vertikale Pässe ins Zentrum aus dem Spiel, weil sie lange nicht allzu aggressiv an Brandt und Witsel dran waren - , die Stürmer blieben aber selbst gegen den Ball oft sehr hoch, sodass bis auf einige Ausflüge mit Ball von Can und Hummels kaum mal Bewegungen in die gegnerische Hälfte drin waren und die Abwehr des BVB daher letztendlich im Ballbesitz und eben in der Konsequenz nach Ballverlust meist sehr tief stand. Der Raum im Mittelfeld - genauer: zwischen Brandt/Witsel und 3er Kette aber auch Brandt/Witsel und Angriffsreihe - war dadurch enorm groß, wo Mainz dann vor allem mit seinem Überzahlspieler Boetius recht einfach die Bälle festmachen konnten und genug Zeit hatten, um sie sauber zu verteilen - und wenn Boetius zu war, indem sich einer unserer ZM rechtzeitig fallen ließ, dann waren eben Latza oder Kunde frei.
Mateta gelang das in ähnlicher Weise mit seinen Wandspielerfähigkeiten, indem er sich auch immer wieder fallen ließ, um den großen Freiraum im Mittelfeld zu nutzen. Dadurch hat Mainz Hummels und Can auch immer wieder zu riskanten Duellen im Vorwärtsverteidigen aufgefordert, oft sogar so, dass sie beide gleichzeitig rauslockten, wodurch keine Absicherung mehr da war, sodass Onisiwo und Burkhardt mit ihrem Speed viel Platz hinter der Kette attackieren konnten, indem sie ins Zentrum zogen - was sie auch sonst häufig machten, sodass Mainz vor allem in Situationen mit freiem Boetius Mann gegen Mann bzw. 3gg3 Duelle mit der 3er Kette des BVB herausspielte. Das ging lange gut, hatte bei beiden auch bis zum Gegentor zu einigen gut getimten Ballgewinnen geführt, aber als Mainz das Prinzip einmal kapiert hatte, hatte der BVB das dann selbst mit der Umstellung auf 4er Kette nicht in den Griff bekommen, die die Unterzahl im Zentrum anging.
Hummels schrie dann im Spiel irgendwann, dass das Pressing Alibi sei, aber das stimmt dann eben auch nur so halb, wenn Mainz im Grunde immer einen freien Spieler im Zentrum frei hat, weil sie so enorme Räume dort schaffen konnten. Dadurch sind die Wege im Pressing natürlich auch weit, selbst wenn man was riskiert und einen Mann Überzahl dafür abstellt, bis man effektiv Druck entfachen kann und es benötigt mehr Konsequenz von allen Mannschaftsteilen, sodass Pressing in dem Fall bedeutet, dass vor allem erst mal die IV höher rausschieben muss, um auch die Mitspieler davor höher zu schieben - mit dem Risiko, dass man dann überspielt wird, was man mit dem Speed der IV natürlich nicht machen kann. Oder es bedeutet eben, dass man gar kein Angriffspressing spielt und sich zurückzieht, Mainz den Ball überlässt, dadurch wieder Kompaktheit hinter dem Ball erhält und erst mal schaut, was Mainz dann mit Ball einfällt. Was mit dem Gegentor aber hinfällig war, weil dann der BVB das Spiel machen musste und immer noch keine guten Ideen entwickelte, wie man das massierte Zentrum geduldiger attackiert. So war das alles weder Fisch noch Fleisch, was auch nicht besser wurde, als man auf 4er Kette umstellte - was taktisch eine gute Maßnahme war, um die Unterzahl im Zentrum zu beenden, ansonsten aber wirkungslos war -, weil man eigentlich überhaupt nicht mehr wusste, was man tun soll, indem nun die Risiken in der IV stiegen und die Abstände weiterhin enorm hoch blieben. So konnte Mainz dann auch stellenweise seine Schnelligkeit gegen den BVB ausspielen.
Im Grunde lieferte das Spiel daher aber auch eine gewisse Bestätigung, dass man sich im Ballbesitz nicht so recht wohlfühlt und lieber den passiven Part in einem Spiel übernimmt und auf einen gegnerischen Fehler wartet, den man nutzt, selbst wenn man damit immer noch mehr Ballbesitz als der Gegner hat. Mainz hatte die Fehler aber irgendwann abgestellt und auch nicht so schwerwiegende Fehler gemacht, wie andere Teams in den letzten Wochen, weil sie eben das Zentrum gut massierten und damit nicht die gefährlichsten Abschlüsse zuließen. Mainz hat uns daher heute außerhalb unserer Komfortzone erwischt, in der man es sich in den letzten Wochen bequem gemacht hat, hat dann selbst relativ konsequent Fehler des BVB ausgenutzt und schon war man komplett aus der Komfortzone.
@arche
Ja, wie Mainz im Zentrum massierte, war schon interessant und letztendlich auch ein Problem für den BVB. Ich bin mir da aber gar nicht so sicher, ob da wirklich die Präzision fehlte oder ob man schlicht verpasste dort ein Powerplay aufzuziehen und zu schnell spielte. Das ist ja dann nicht unbedingt dasselbe. Man hatte viel Gleichzahl und immer mal wieder auch Überzahl am 16er - Mainz ließ recht öfters 3-4 Spieler vorne stehen und varierte mit den OA die Defensive, da sie entweder attackierten oder Hakimi und Guerreiro doppelten -, merkte aber dann doch, dass man zu zügig auf den Abschluss wollte, wo Mainz aber weitestgehend so gestaffelt war, dass man in den gefährlichen Räumen auch kaum Präsenz entwickeln konnte. Die geforderte Präzision ist also schon enorm hoch, wenn man es schnell spielt, weswegen ich das so nicht unbedingt als Vorwurf formulieren würde. Unpräzise fand ich eigentlich nur die Aktionen der 3 Offensivspieler. Haland hat viele Bälle nicht festmachen können, Hazard hatte viele Fehlpässe und Sancho war schlecht, wie lange nicht integriert und wurde weit weg vom Strafraum gehalten oder wurde von Mainz ballfern gehalten und konnte dann bei Flügelwechseln schnell isoliert werden.
Ansonsten fand ich Mainz taktisch vor allem offensiv hochinteressant, da sie eine kluge Umschaltbewegung hatten, kaum lange Bälle spielten, sondern sich auf die Überzahl und den Platz im Zentrum verließen. Das verstärkten sie vor allem dadurch, dass sie die Mannschaftsteile extrem weit auseinanderzogen. Die IV und DM standen konsequent tief - dadurch nahmen die DM auch oft genug vertikale Pässe ins Zentrum aus dem Spiel, weil sie lange nicht allzu aggressiv an Brandt und Witsel dran waren - , die Stürmer blieben aber selbst gegen den Ball oft sehr hoch, sodass bis auf einige Ausflüge mit Ball von Can und Hummels kaum mal Bewegungen in die gegnerische Hälfte drin waren und die Abwehr des BVB daher letztendlich im Ballbesitz und eben in der Konsequenz nach Ballverlust meist sehr tief stand. Der Raum im Mittelfeld - genauer: zwischen Brandt/Witsel und 3er Kette aber auch Brandt/Witsel und Angriffsreihe - war dadurch enorm groß, wo Mainz dann vor allem mit seinem Überzahlspieler Boetius recht einfach die Bälle festmachen konnten und genug Zeit hatten, um sie sauber zu verteilen - und wenn Boetius zu war, indem sich einer unserer ZM rechtzeitig fallen ließ, dann waren eben Latza oder Kunde frei.
Mateta gelang das in ähnlicher Weise mit seinen Wandspielerfähigkeiten, indem er sich auch immer wieder fallen ließ, um den großen Freiraum im Mittelfeld zu nutzen. Dadurch hat Mainz Hummels und Can auch immer wieder zu riskanten Duellen im Vorwärtsverteidigen aufgefordert, oft sogar so, dass sie beide gleichzeitig rauslockten, wodurch keine Absicherung mehr da war, sodass Onisiwo und Burkhardt mit ihrem Speed viel Platz hinter der Kette attackieren konnten, indem sie ins Zentrum zogen - was sie auch sonst häufig machten, sodass Mainz vor allem in Situationen mit freiem Boetius Mann gegen Mann bzw. 3gg3 Duelle mit der 3er Kette des BVB herausspielte. Das ging lange gut, hatte bei beiden auch bis zum Gegentor zu einigen gut getimten Ballgewinnen geführt, aber als Mainz das Prinzip einmal kapiert hatte, hatte der BVB das dann selbst mit der Umstellung auf 4er Kette nicht in den Griff bekommen, die die Unterzahl im Zentrum anging.
Hummels schrie dann im Spiel irgendwann, dass das Pressing Alibi sei, aber das stimmt dann eben auch nur so halb, wenn Mainz im Grunde immer einen freien Spieler im Zentrum frei hat, weil sie so enorme Räume dort schaffen konnten. Dadurch sind die Wege im Pressing natürlich auch weit, selbst wenn man was riskiert und einen Mann Überzahl dafür abstellt, bis man effektiv Druck entfachen kann und es benötigt mehr Konsequenz von allen Mannschaftsteilen, sodass Pressing in dem Fall bedeutet, dass vor allem erst mal die IV höher rausschieben muss, um auch die Mitspieler davor höher zu schieben - mit dem Risiko, dass man dann überspielt wird, was man mit dem Speed der IV natürlich nicht machen kann. Oder es bedeutet eben, dass man gar kein Angriffspressing spielt und sich zurückzieht, Mainz den Ball überlässt, dadurch wieder Kompaktheit hinter dem Ball erhält und erst mal schaut, was Mainz dann mit Ball einfällt. Was mit dem Gegentor aber hinfällig war, weil dann der BVB das Spiel machen musste und immer noch keine guten Ideen entwickelte, wie man das massierte Zentrum geduldiger attackiert. So war das alles weder Fisch noch Fleisch, was auch nicht besser wurde, als man auf 4er Kette umstellte - was taktisch eine gute Maßnahme war, um die Unterzahl im Zentrum zu beenden, ansonsten aber wirkungslos war -, weil man eigentlich überhaupt nicht mehr wusste, was man tun soll, indem nun die Risiken in der IV stiegen und die Abstände weiterhin enorm hoch blieben. So konnte Mainz dann auch stellenweise seine Schnelligkeit gegen den BVB ausspielen.
Im Grunde lieferte das Spiel daher aber auch eine gewisse Bestätigung, dass man sich im Ballbesitz nicht so recht wohlfühlt und lieber den passiven Part in einem Spiel übernimmt und auf einen gegnerischen Fehler wartet, den man nutzt, selbst wenn man damit immer noch mehr Ballbesitz als der Gegner hat. Mainz hatte die Fehler aber irgendwann abgestellt und auch nicht so schwerwiegende Fehler gemacht, wie andere Teams in den letzten Wochen, weil sie eben das Zentrum gut massierten und damit nicht die gefährlichsten Abschlüsse zuließen. Mainz hat uns daher heute außerhalb unserer Komfortzone erwischt, in der man es sich in den letzten Wochen bequem gemacht hat, hat dann selbst relativ konsequent Fehler des BVB ausgenutzt und schon war man komplett aus der Komfortzone.
Faszinierend, wie du direkt nach dem Spiel so eine brutal messerscharfe Analyse lieferst, aber super festgestellt, fühl dich gewertet auch wenn ichs nicht kann!
Aber ich gehe mal nur auf den letzten Absatz ein, weil ich da etwas interessant finde: Es ist wirklich brutal, wie die Dreierkette uns in der Offensive permanent in Unterzahl bringt, das wurde speziell nach dem 0:1 so deutlich sichtbar, aber auch schon davor. Sancho hatte heute vielleicht seine schlechteste Leistung im BVB-Dress, aber er wurde auch sobald er angespielt wurde permanent von mindestens 2 Mann attackiert und konnte kaum mal den Ball sauber annehmen. Das gleiche kann man über Haaland und Hazard sagen, die Offensive hatte generell kaum eine Bindung zum Spiel. Und man erinnere sich, was Beierlorzer vor dem Spiel sagte, dass er frische Spieler bringt, um viel zu laufen, und das war heute genau das, was uns das Genick gebrochen hat: Die Laufbereitschaft der Mainzer, die heute knapp 120 km gelaufen sind und damit 9 km mehr als unsere Jungs, wobei sie dann eben nicht eingebrochen sind, weil 6 neue Spieler im Team waren. Das und das konsequente Attackieren unserer Offensiven war heute der Schlüssel.
Und das bringt mich wieder zu einem Punkt, wo wir im Favre Thread schon drüber diskutiert haben (da wirst du noch ne Antwort von mir kriegen, aber grad ist zeitlich schwer
): Kann Favre es schaffen, unser Ballbesitzspiel zu verbessern? Denn das ist genau das, was uns zum großen Wurf noch fehlt. Aber das ist der falsche Thread dafür. Bin gespannt, wie das gegen Leipzig am Wochenende wird. Dort könnte unser passives Spiel dann wieder fruchten, auch wenn natürlich RB über brutales Tempo verfügt...
18.06.2020 - 08:37 Uhr
Zitat von Adinho_98
Aber ich gehe mal nur auf den letzten Absatz ein, weil ich da etwas interessant finde: Es ist wirklich brutal, wie die Dreierkette uns in der Offensive permanent in Unterzahl bringt, das wurde speziell nach dem 0:1 so deutlich sichtbar, aber auch schon davor. Sancho hatte heute vielleicht seine schlechteste Leistung im BVB-Dress, aber er wurde auch sobald er angespielt wurde permanent von mindestens 2 Mann attackiert und konnte kaum mal den Ball sauber annehmen. Das gleiche kann man über Haaland und Hazard sagen, die Offensive hatte generell kaum eine Bindung zum Spiel. Und man erinnere sich, was Beierlorzer vor dem Spiel sagte, dass er frische Spieler bringt, um viel zu laufen, und das war heute genau das, was uns das Genick gebrochen hat: Die Laufbereitschaft der Mainzer, die heute knapp 120 km gelaufen sind und damit 9 km mehr als unsere Jungs, wobei sie dann eben nicht eingebrochen sind, weil 6 neue Spieler im Team waren. Das und das konsequente Attackieren unserer Offensiven war heute der Schlüssel.
Und das bringt mich wieder zu einem Punkt, wo wir im Favre Thread schon drüber diskutiert haben (da wirst du noch ne Antwort von mir kriegen, aber grad ist zeitlich schwer
): Kann Favre es schaffen, unser Ballbesitzspiel zu verbessern? Denn das ist genau das, was uns zum großen Wurf noch fehlt. Aber das ist der falsche Thread dafür.
Aber ich gehe mal nur auf den letzten Absatz ein, weil ich da etwas interessant finde: Es ist wirklich brutal, wie die Dreierkette uns in der Offensive permanent in Unterzahl bringt, das wurde speziell nach dem 0:1 so deutlich sichtbar, aber auch schon davor. Sancho hatte heute vielleicht seine schlechteste Leistung im BVB-Dress, aber er wurde auch sobald er angespielt wurde permanent von mindestens 2 Mann attackiert und konnte kaum mal den Ball sauber annehmen. Das gleiche kann man über Haaland und Hazard sagen, die Offensive hatte generell kaum eine Bindung zum Spiel. Und man erinnere sich, was Beierlorzer vor dem Spiel sagte, dass er frische Spieler bringt, um viel zu laufen, und das war heute genau das, was uns das Genick gebrochen hat: Die Laufbereitschaft der Mainzer, die heute knapp 120 km gelaufen sind und damit 9 km mehr als unsere Jungs, wobei sie dann eben nicht eingebrochen sind, weil 6 neue Spieler im Team waren. Das und das konsequente Attackieren unserer Offensiven war heute der Schlüssel.
Und das bringt mich wieder zu einem Punkt, wo wir im Favre Thread schon drüber diskutiert haben (da wirst du noch ne Antwort von mir kriegen, aber grad ist zeitlich schwer
): Kann Favre es schaffen, unser Ballbesitzspiel zu verbessern? Denn das ist genau das, was uns zum großen Wurf noch fehlt. Aber das ist der falsche Thread dafür. Zu dem Teil hätte ich eine (oder mehrere) Verständnisfragen:
Existiert das Problem, dass man mit 3er Kette offensiv einen Mann weniger hat und damit potentiell unterzahlgefährdet ist erst einmal grundsätzlich oder entsteht dieses nur dann, wenn meine 3er Kette nicht hoch genug stehen kann?
Kann ich gar nicht so hoch mit der letzten Kette schieben, um diese vernünftig in das Ballbesitzspiel in der gegnerischen Hälfte einzubeziehen, da generell der freie Raum hinter der 3er Kette zu groß wird und diese dann zu leicht überspielt werden kann oder ist das ein spielerspezifisches Thema? Konkret erscheint mir hier die gestrige (und wohl langsamst-mögliche) Zusammensetzung mit Hummels, Can und Pischu dann als ungeeignet, die Frage ist dann nur ob es mit schnelleren Spielern (aus unserem Kader bspw. Akanji oder Balerdi) besser funktioniert und die Risiken geringer werden?
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