Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von Favre
Immer nur drauf hauen?
Ich glaube die letzten Jahre war es für den Verein/Mannschaft doch sehr angenehm was das Verhältnis zu den Fans anging.
Da gab es durchaus andere Zeiten.
Und wenn ich was von weiter verunsichern lese, sorry
Die Jungs verdienen kein schlechtes Geld, sie haben sich bewusst für diesen Beruf entschieden und sollten sich gewissen Situationen im Profisport stellen können.
Ansonsten sollten Sie Ihre Berufswahl nochmals überdenken.
Wenn Sie mit Pfiffen/Kritik nicht umgehen können und sie das mental so mitnimmt das sie sich verunsichern lassen.
Der Verein / Trainer / Spieler haben doch alle vom Aufstieg geredet, also kann man dann auch durchaus Kritik äußern nachdem dieses Ziel vorzeitig krachend gescheitert ist.
Und das Team diese auch spüren lassen durch Pfiffe
Es ist doch kein Kindergarten, sondern Profisport also brauchen wir auch keine samthandschuhe und Rücksicht und müssen die Spieler nicht in Watte packen
Damit müssen die klar kommen
Oder sollte man nur wenn es läuft feiern und wenn nicht bloß nicht pfeifen es könnte sie ja weiter verunsichern. Also ehrlich
Zitat von Schotte-78
Definitiv!
Und immer nur drauf hauen und die Mannschaft damit weiter verunsichern bringt ja auch Nix. Und bei solch einer Leistung gegen Nürnberg wird es sicher Pfiffe geben!
Definitiv!
Und immer nur drauf hauen und die Mannschaft damit weiter verunsichern bringt ja auch Nix. Und bei solch einer Leistung gegen Nürnberg wird es sicher Pfiffe geben!
Immer nur drauf hauen?
Ich glaube die letzten Jahre war es für den Verein/Mannschaft doch sehr angenehm was das Verhältnis zu den Fans anging.
Da gab es durchaus andere Zeiten.
Und wenn ich was von weiter verunsichern lese, sorry
Die Jungs verdienen kein schlechtes Geld, sie haben sich bewusst für diesen Beruf entschieden und sollten sich gewissen Situationen im Profisport stellen können.
Ansonsten sollten Sie Ihre Berufswahl nochmals überdenken.
Wenn Sie mit Pfiffen/Kritik nicht umgehen können und sie das mental so mitnimmt das sie sich verunsichern lassen.
Der Verein / Trainer / Spieler haben doch alle vom Aufstieg geredet, also kann man dann auch durchaus Kritik äußern nachdem dieses Ziel vorzeitig krachend gescheitert ist.
Und das Team diese auch spüren lassen durch Pfiffe
Es ist doch kein Kindergarten, sondern Profisport also brauchen wir auch keine samthandschuhe und Rücksicht und müssen die Spieler nicht in Watte packen
Damit müssen die klar kommen
Oder sollte man nur wenn es läuft feiern und wenn nicht bloß nicht pfeifen es könnte sie ja weiter verunsichern. Also ehrlich
Es hindert dich keiner daran, ins Stadion zu gehen und deinen Unmut gegenüber der Mannschaft kundzutun. Gleichzeitig solltest du aber auch allen anderen die Freiheit lassen, ihre Emotionen so zu handhaben, wie sie es für richtig halten
Zitat von Der-Neue
Selbst wenn kein Mensch mehr hingehen würde und kein einziger Platz besetzt wäre, würden immer noch die 23.000 Dauerkarten Besitzer als Zuschauer genannt 😉
Zitat von KnuckleBust
Die einzig wahrnehmbare Reaktion wäre leere Ränge...
Zitat von Schotte-78
Definitiv!
Und immer nur drauf hauen und die Mannschaft damit weiter verunsichern bringt ja auch Nix. Und bei solch einer Leistung gegen Nürnberg wird es sicher Pfiffe geben!
Zitat von Atzenfratze
Genau, früher war sowieso alles besser..
Dieser Verein hat deutlich größere Probleme als die Unterstützung der Fans bei einem 2:5 Klassenunterschied in Paderborn.
Zitat von Der-Neue
Im Präsidium und in der Geschäftsstelle hat die Kurve schon einen Fuß in der Tür.
Aber ich bin alte Schule, ich weiß!
Früher war bei guter Leistung und wenigstens Kampf und spürbarer Wille, tolle Stimmung.
Bei der heutigen Leistung hätte es ein Pfeifkonzert gegeben, keiner hätte aber jemals den Platz gestürmt oder gefordert das Spieler das Trikot ausziehen.
Aber bitte, wenn fas der Support ist heutzutage.
Handeln die Herrschaften ebenso großzügig wenn das Essen im Restaurant kalt und das Bier warm auf den Tisch kommt?
Zitat von Atzenfratze
Auch an dich die Frage: Du fändest es also gut und richtig, wenn sich unsere Entscheider von der Stimmung der Fankurve beeinflussen lassen würden?
Das könnt ihr doch nicht ernst meinen.
Zitat von Favre
Man muss ja nicht den Platz Stürmen oder Spieler jagen.
Es geht auch etwas Humaner
Aber statt sich selbst zu feiern , sollte man dem Verein und auch den Spielern mal aufzeigen das man mit solchen Leistungen und den getätigten Ambitionen = Ziel Aufstieg überhaupt nicht konform sein kann. Da wäre ein Pfeifkonzert nicht verkehrt.
Und das würde ankommen vielleicht nicht nachdem ersten Spiel aber auf Dauer erzeugst du damit sicherlich druck.
Aber stattdessen gibt es ein friedefreude Eierkuchen immer weiter so
Und sie singen hertha und der Ksc die Freundschaft und egal 2. Liga
Aber gut
Ansonsten is ja alles schön
ole ole alles tutti
Zitat von Schotte-78
@Der-Neue So hat jeder seine eigene Empfindung….andere nennen es bedingungslosen Support! Wollen wir wieder das alle pfeifen, den Platz stürmen, Spieler jagen….u.s.w. ? Diese Zeiten müsstest du ja dann auch noch kennen.
@Der-Neue So hat jeder seine eigene Empfindung….andere nennen es bedingungslosen Support! Wollen wir wieder das alle pfeifen, den Platz stürmen, Spieler jagen….u.s.w. ? Diese Zeiten müsstest du ja dann auch noch kennen.
Man muss ja nicht den Platz Stürmen oder Spieler jagen.
Es geht auch etwas Humaner
Aber statt sich selbst zu feiern , sollte man dem Verein und auch den Spielern mal aufzeigen das man mit solchen Leistungen und den getätigten Ambitionen = Ziel Aufstieg überhaupt nicht konform sein kann. Da wäre ein Pfeifkonzert nicht verkehrt.
Und das würde ankommen vielleicht nicht nachdem ersten Spiel aber auf Dauer erzeugst du damit sicherlich druck.
Aber stattdessen gibt es ein friedefreude Eierkuchen immer weiter so
Und sie singen hertha und der Ksc die Freundschaft und egal 2. Liga
Aber gut
Ansonsten is ja alles schön
ole ole alles tutti
Auch an dich die Frage: Du fändest es also gut und richtig, wenn sich unsere Entscheider von der Stimmung der Fankurve beeinflussen lassen würden?
Das könnt ihr doch nicht ernst meinen.
Im Präsidium und in der Geschäftsstelle hat die Kurve schon einen Fuß in der Tür.
Aber ich bin alte Schule, ich weiß!
Früher war bei guter Leistung und wenigstens Kampf und spürbarer Wille, tolle Stimmung.
Bei der heutigen Leistung hätte es ein Pfeifkonzert gegeben, keiner hätte aber jemals den Platz gestürmt oder gefordert das Spieler das Trikot ausziehen.
Aber bitte, wenn fas der Support ist heutzutage.
Handeln die Herrschaften ebenso großzügig wenn das Essen im Restaurant kalt und das Bier warm auf den Tisch kommt?
Genau, früher war sowieso alles besser..
Dieser Verein hat deutlich größere Probleme als die Unterstützung der Fans bei einem 2:5 Klassenunterschied in Paderborn.
Definitiv!
Und immer nur drauf hauen und die Mannschaft damit weiter verunsichern bringt ja auch Nix. Und bei solch einer Leistung gegen Nürnberg wird es sicher Pfiffe geben!
Die einzig wahrnehmbare Reaktion wäre leere Ränge...
Selbst wenn kein Mensch mehr hingehen würde und kein einziger Platz besetzt wäre, würden immer noch die 23.000 Dauerkarten Besitzer als Zuschauer genannt 😉
So einfach ist das mMn nicht, denn was wirkt, sind leere Ränge bei Sky, Sportschau etc.
Wäre es gegen Paderborn ein Heimspiel gewesen, gehe ich fest davon aus das es Pfiffe gegeben hätte, die man auch gehört hätte. Vielliecht nicht von der Ultra Szene, aber andere Zuschauer hätten vermutlich anders reagiert. Das ist aber alles hätte wäre wenn. Wird spannend zu sehen, wie die Reaktionen gegen Nürnberg sind wenn dort kein überzeugendes Spiel gespielt wird.
Zitat von Atzenfratze
Es hindert dich keiner daran, ins Stadion zu gehen und deinen Unmut gegenüber der Mannschaft kundzutun. Gleichzeitig solltest du aber auch allen anderen die Freiheit lassen, ihre Emotionen so zu handhaben, wie sie es für richtig halten
Zitat von Favre
Immer nur drauf hauen?
Ich glaube die letzten Jahre war es für den Verein/Mannschaft doch sehr angenehm was das Verhältnis zu den Fans anging.
Da gab es durchaus andere Zeiten.
Und wenn ich was von weiter verunsichern lese, sorry
Die Jungs verdienen kein schlechtes Geld, sie haben sich bewusst für diesen Beruf entschieden und sollten sich gewissen Situationen im Profisport stellen können.
Ansonsten sollten Sie Ihre Berufswahl nochmals überdenken.
Wenn Sie mit Pfiffen/Kritik nicht umgehen können und sie das mental so mitnimmt das sie sich verunsichern lassen.
Der Verein / Trainer / Spieler haben doch alle vom Aufstieg geredet, also kann man dann auch durchaus Kritik äußern nachdem dieses Ziel vorzeitig krachend gescheitert ist.
Und das Team diese auch spüren lassen durch Pfiffe
Es ist doch kein Kindergarten, sondern Profisport also brauchen wir auch keine samthandschuhe und Rücksicht und müssen die Spieler nicht in Watte packen
Damit müssen die klar kommen
Oder sollte man nur wenn es läuft feiern und wenn nicht bloß nicht pfeifen es könnte sie ja weiter verunsichern. Also ehrlich
Zitat von Schotte-78
Definitiv!
Und immer nur drauf hauen und die Mannschaft damit weiter verunsichern bringt ja auch Nix. Und bei solch einer Leistung gegen Nürnberg wird es sicher Pfiffe geben!
Definitiv!
Und immer nur drauf hauen und die Mannschaft damit weiter verunsichern bringt ja auch Nix. Und bei solch einer Leistung gegen Nürnberg wird es sicher Pfiffe geben!
Immer nur drauf hauen?
Ich glaube die letzten Jahre war es für den Verein/Mannschaft doch sehr angenehm was das Verhältnis zu den Fans anging.
Da gab es durchaus andere Zeiten.
Und wenn ich was von weiter verunsichern lese, sorry
Die Jungs verdienen kein schlechtes Geld, sie haben sich bewusst für diesen Beruf entschieden und sollten sich gewissen Situationen im Profisport stellen können.
Ansonsten sollten Sie Ihre Berufswahl nochmals überdenken.
Wenn Sie mit Pfiffen/Kritik nicht umgehen können und sie das mental so mitnimmt das sie sich verunsichern lassen.
Der Verein / Trainer / Spieler haben doch alle vom Aufstieg geredet, also kann man dann auch durchaus Kritik äußern nachdem dieses Ziel vorzeitig krachend gescheitert ist.
Und das Team diese auch spüren lassen durch Pfiffe
Es ist doch kein Kindergarten, sondern Profisport also brauchen wir auch keine samthandschuhe und Rücksicht und müssen die Spieler nicht in Watte packen
Damit müssen die klar kommen
Oder sollte man nur wenn es läuft feiern und wenn nicht bloß nicht pfeifen es könnte sie ja weiter verunsichern. Also ehrlich
Es hindert dich keiner daran, ins Stadion zu gehen und deinen Unmut gegenüber der Mannschaft kundzutun. Gleichzeitig solltest du aber auch allen anderen die Freiheit lassen, ihre Emotionen so zu handhaben, wie sie es für richtig halten

Ja logisch,jeder wie er mag.
Aber selbstinszenierung ist für mich keine Emotion
Ist doch kein Festival auf dem ich nur glücklich am feiern bin
Also der Fanszene oder den Fans allgemein vorzuwerfen, dass man "drauf haut" ist nicht verhältnismäßig.
Die Kurve, sowie die Fans im Stadion waren in den letzten 3 Jahren schon sehr sehr gütig. Was die Fanszene Woche für Woche abreißt ist oberste Schublade in Deutschland und als Gegenleistung bekommt man unterdurchschnittlichen Fußball in aller Regelmäßigkeit.
Das Leistungsverhältnis steht wirklich sehr im Ungleichgewicht. Der Support den die Fans liefern ist um Klassen besser, als das sportliche Geschehen.
Die Kurve, sowie die Fans im Stadion waren in den letzten 3 Jahren schon sehr sehr gütig. Was die Fanszene Woche für Woche abreißt ist oberste Schublade in Deutschland und als Gegenleistung bekommt man unterdurchschnittlichen Fußball in aller Regelmäßigkeit.
Das Leistungsverhältnis steht wirklich sehr im Ungleichgewicht. Der Support den die Fans liefern ist um Klassen besser, als das sportliche Geschehen.
Zitat von denniebro_
Also der Fanszene oder den Fans allgemein vorzuwerfen, dass man "drauf haut" ist nicht verhältnismäßig.
Die Kurve, sowie die Fans im Stadion waren in den letzten 3 Jahren schon sehr sehr gütig. Was die Fanszene Woche für Woche abreißt ist oberste Schublade in Deutschland und als Gegenleistung bekommt man unterdurchschnittlichen Fußball in aller Regelmäßigkeit.
Das Leistungsverhältnis steht wirklich sehr im Ungleichgewicht. Der Support den die Fans liefern ist um Klassen besser, als das sportliche Geschehen.
Also der Fanszene oder den Fans allgemein vorzuwerfen, dass man "drauf haut" ist nicht verhältnismäßig.
Die Kurve, sowie die Fans im Stadion waren in den letzten 3 Jahren schon sehr sehr gütig. Was die Fanszene Woche für Woche abreißt ist oberste Schublade in Deutschland und als Gegenleistung bekommt man unterdurchschnittlichen Fußball in aller Regelmäßigkeit.
Das Leistungsverhältnis steht wirklich sehr im Ungleichgewicht. Der Support den die Fans liefern ist um Klassen besser, als das sportliche Geschehen.
Wird nicht überwiegend angesprochen, dass man gerade den Support trotz der schlechten Leistung hochhält und vielleicht auch mal eher moderat seinen Unmut äußern könnte?
Quelle: Berliner Morgenpost
Warum ein Mathematikstudent aus China glühender Fan von Hertha BSC wurde
Niyi Huang war noch nie in Deutschland. Trotzdem ist er leidenschaftlicher Anhänger des Hauptstadtklubs. Das führt zu kuriosen Umständen.
Niyi Huang war noch nie in Deutschland. Trotzdem ist er leidenschaftlicher Anhänger des Hauptstadtklubs. Das führt zu kuriosen Umständen.
Zitat von Paul Gorgas, Sport-Redakteur
Einfach so will er sich nicht verabschieden. Deshalb fängt Niyi Huang an zu singen. „Hertha BSC heißt unser Verein. Hertha BSC wird es immer sein“, erklingt es im Videotelefonat mit der Morgenpost plötzlich. Der Fangesang, der sonst zu Heimspielen des Berliner Fußball-Zweitligisten im Olympiastadion zu hören ist, schallt in diesem Moment durch das Zimmer eines Studentenwohnheims in Fuzhou. In China. Knapp 9000 Kilometer entfernt von Berlin.
„Ich habe die richtige Aussprache auf Deutsch gelernt“, erzählt Niyi stolz auf Englisch, wobei er „Deutsch“ tatsächlich deutsch ausspricht. Der 23-jährige Chinese ist leidenschaftlicher Fan von Hertha BSC. Dabei war er noch nie selbst bei einem Spiel dabei.
Die Partien des Hauptstadtklubs verfolgt Niyi im Internet. Inzwischen überträgt ein chinesischer Anbieter die Spiele der Zweiten Liga.
Hertha BSC: Niyi Huang guckt von China aus zu
Sieben Stunden ist Niyis Zeitzone der deutschen voraus. Das Spiel gegen den VfL Bochum, das am Samstag nach deutscher Zeit um 20.30 Uhr angepfiffen wird (Sky, RTL und im Liveticker auf morgenpost.de), beginnt für Niyi um 3.30 Uhr in der Nacht. „Es ist ein entscheidendes Spiel am Saisonende, daher werde ich ins Bett gehen und früh aufstehen, um es zu gucken“, kündigt er an.
Vor rund einem Jahr schaute sich der Masterstudent der Mathematik zum ersten Mal ein Hertha-Spiel an. Die Berliner verloren 0:2 in Regensburg. Eine Niederlage zu Beginn der Fanliebe. Dieses Schicksal teilt der Chinese mit Anhängern auf der ganzen Welt.
Es war Niyis jüngerer Bruder, der ihn mit seiner Fußballbegeisterung zu Hertha brachte. Von ihm erfuhr Niyi, dass der Verein aus Westend eine bewegte Historie hinter sich hat. „Mein Bruder hat mir erzählt, dass Hertha in der Bundesliga am Anfang des 21. Jahrhunderts sehr gut unterwegs war. Ich habe mich dann über unsere Geschichte eingelesen“, berichtet Niyi.
Zur gleichen Zeit gibt es auf Fußballplattformen in China einen regelrechten Hype um Herthas damaliges Toptalent Ibrahim Maza. Und Niyi findet weitere Querverbindungen. Etwa, dass mit Niko Kovac ein früherer Hertha-Profi Cheftrainer bei Borussia Dortmund ist. Der BVB ist ebenso wie Bayern München unter chinesischen Fußballfans sehr populär – im Gegensatz zu Hertha.
Geschätzt 50 Hertha-Fans in China
„Ich glaube, in China gibt es weniger als 50 Hertha-Fans“, schätzt Niyi. Der Mathestudent tut einiges dafür, dass es mehr werden. Jedenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten.
„Wenn ich auf dem Campus mein Hertha-Trikot anhabe, erzeugt das manchmal Verwirrung. ‚Welches Team ist das?‘, werde ich dann gefragt. Sie kennen Hertha nicht“, schildert Niyi, der inzwischen eine Antwort parat hat: „Ich sage dann immer: ‚Das ist Hertha BSC, du kannst es googeln. Es ist mein Lieblingsverein aus Deutschland.‘“
Fünf Trikots umfasst Niyis Sammlung inzwischen. Eins davon trug Palko Dardai in einem DFB-Pokalspiel, wie Niyi stolz erwähnt. Die Familie Dardai hat es ihm angetan. Vater Pal als Profi, Trainer und Vereinsikone mit seinen Söhnen Palko, Marton und Bence, die alle im ersten Team spielten. Das fasziniert Niyi.
(....)
Das Trikot von Palko Dardai ließ sich Niyi von einem chinesischen Freund in Berlin besorgen. Der schickte es in sein Heimatland. Dort arbeitet Niyi auch als Hilfslehrer. Im Hertha-Trikot hat er auch schon Mathe unterrichtet. Das zeigt unter anderem ein Video auf seinem Instagram-Kanal.
Soziale Medien, die in den USA und Europa Millionen von Nutzern haben, sind in China blockiert. Das macht es schwerer, an Informationen zu gelangen. Auf „Weibo“, einer chinesischen Social-Plattform, gibt es seit Herthas Abstieg 2023 keine Updates mehr zum Hauptstadtklub. Niyi ist dennoch auf Instagram aktiv. Dort kommt er immer wieder mit deutschen Hertha-Fans ins Gespräch.
Deutsche Besucher bei Niyi
So auch mit dem Reise-Content-Creator Dennis Tuczay, der seit 2023 mit seiner Freundin Teresa auf Reisen ist und seine Erlebnisse auf seinem Instagram-Kanal „Human Travel Stories“ festhält. Der Münchner ist selbst Hertha-Fan und besuchte Niyi in dessen Heimatstadt Wenzhou, um mit ihm das Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg zu schauen. Am sehr frühen Morgen sahen beide das 5:6 nach Elfmeterschießen in einer chinesischen Hotellobby. Alle Bars hatten bereits seit zwei Uhr geschlossen.
„Manchmal treten Fans aus Deutschland auf Instagram mit mir in Kontakt. Das macht mich immer sehr glücklich. Wir Hertha-Fans sind eine große Familie, egal, wo ich bin“, freut sich Niyi. Die Zweitklassigkeit lässt sich in Gemeinschaft leichter ertragen. „Egal, ob Bundesliga oder Zweite Bundesliga: Ich freue mich immer, Hertha-Spiele zu sehen“, stellt Niyi klar.
Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen.
Niyi Huang, Hertha-Fan aus China
Und dennoch bleibt da diese eine große Sehnsucht: „Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen. Ich sage anderen Hertha-Fans immer, dass ich eines Tages auf jeden Fall zu einem Spiel in Berlin gehe.“ Dafür braucht es allerdings die passende Gelegenheit, Geld und ein Visum. Ein Freund von Niyi war im Rahmen eines universitären Austauschs in Dresden. Womöglich führt Niyi so die Mathematik eines Tages ins Olympiastadion.
„Vielleicht komme ich in ein paar Jahren nach Deutschland. Dann ist das Erste, was ich mache, ein Hertha-Spiel zu besuchen“, kündigt Niyi an. Bis dahin erklingen die Hertha-Fangesänge weiter in seinem chinesischen Studentenwohnheim.
Einfach so will er sich nicht verabschieden. Deshalb fängt Niyi Huang an zu singen. „Hertha BSC heißt unser Verein. Hertha BSC wird es immer sein“, erklingt es im Videotelefonat mit der Morgenpost plötzlich. Der Fangesang, der sonst zu Heimspielen des Berliner Fußball-Zweitligisten im Olympiastadion zu hören ist, schallt in diesem Moment durch das Zimmer eines Studentenwohnheims in Fuzhou. In China. Knapp 9000 Kilometer entfernt von Berlin.
„Ich habe die richtige Aussprache auf Deutsch gelernt“, erzählt Niyi stolz auf Englisch, wobei er „Deutsch“ tatsächlich deutsch ausspricht. Der 23-jährige Chinese ist leidenschaftlicher Fan von Hertha BSC. Dabei war er noch nie selbst bei einem Spiel dabei.
Die Partien des Hauptstadtklubs verfolgt Niyi im Internet. Inzwischen überträgt ein chinesischer Anbieter die Spiele der Zweiten Liga.
Hertha BSC: Niyi Huang guckt von China aus zu
Sieben Stunden ist Niyis Zeitzone der deutschen voraus. Das Spiel gegen den VfL Bochum, das am Samstag nach deutscher Zeit um 20.30 Uhr angepfiffen wird (Sky, RTL und im Liveticker auf morgenpost.de), beginnt für Niyi um 3.30 Uhr in der Nacht. „Es ist ein entscheidendes Spiel am Saisonende, daher werde ich ins Bett gehen und früh aufstehen, um es zu gucken“, kündigt er an.
Vor rund einem Jahr schaute sich der Masterstudent der Mathematik zum ersten Mal ein Hertha-Spiel an. Die Berliner verloren 0:2 in Regensburg. Eine Niederlage zu Beginn der Fanliebe. Dieses Schicksal teilt der Chinese mit Anhängern auf der ganzen Welt.
Es war Niyis jüngerer Bruder, der ihn mit seiner Fußballbegeisterung zu Hertha brachte. Von ihm erfuhr Niyi, dass der Verein aus Westend eine bewegte Historie hinter sich hat. „Mein Bruder hat mir erzählt, dass Hertha in der Bundesliga am Anfang des 21. Jahrhunderts sehr gut unterwegs war. Ich habe mich dann über unsere Geschichte eingelesen“, berichtet Niyi.
Zur gleichen Zeit gibt es auf Fußballplattformen in China einen regelrechten Hype um Herthas damaliges Toptalent Ibrahim Maza. Und Niyi findet weitere Querverbindungen. Etwa, dass mit Niko Kovac ein früherer Hertha-Profi Cheftrainer bei Borussia Dortmund ist. Der BVB ist ebenso wie Bayern München unter chinesischen Fußballfans sehr populär – im Gegensatz zu Hertha.
Geschätzt 50 Hertha-Fans in China
„Ich glaube, in China gibt es weniger als 50 Hertha-Fans“, schätzt Niyi. Der Mathestudent tut einiges dafür, dass es mehr werden. Jedenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten.
„Wenn ich auf dem Campus mein Hertha-Trikot anhabe, erzeugt das manchmal Verwirrung. ‚Welches Team ist das?‘, werde ich dann gefragt. Sie kennen Hertha nicht“, schildert Niyi, der inzwischen eine Antwort parat hat: „Ich sage dann immer: ‚Das ist Hertha BSC, du kannst es googeln. Es ist mein Lieblingsverein aus Deutschland.‘“
Fünf Trikots umfasst Niyis Sammlung inzwischen. Eins davon trug Palko Dardai in einem DFB-Pokalspiel, wie Niyi stolz erwähnt. Die Familie Dardai hat es ihm angetan. Vater Pal als Profi, Trainer und Vereinsikone mit seinen Söhnen Palko, Marton und Bence, die alle im ersten Team spielten. Das fasziniert Niyi.
(....)
Das Trikot von Palko Dardai ließ sich Niyi von einem chinesischen Freund in Berlin besorgen. Der schickte es in sein Heimatland. Dort arbeitet Niyi auch als Hilfslehrer. Im Hertha-Trikot hat er auch schon Mathe unterrichtet. Das zeigt unter anderem ein Video auf seinem Instagram-Kanal.
Soziale Medien, die in den USA und Europa Millionen von Nutzern haben, sind in China blockiert. Das macht es schwerer, an Informationen zu gelangen. Auf „Weibo“, einer chinesischen Social-Plattform, gibt es seit Herthas Abstieg 2023 keine Updates mehr zum Hauptstadtklub. Niyi ist dennoch auf Instagram aktiv. Dort kommt er immer wieder mit deutschen Hertha-Fans ins Gespräch.
Deutsche Besucher bei Niyi
So auch mit dem Reise-Content-Creator Dennis Tuczay, der seit 2023 mit seiner Freundin Teresa auf Reisen ist und seine Erlebnisse auf seinem Instagram-Kanal „Human Travel Stories“ festhält. Der Münchner ist selbst Hertha-Fan und besuchte Niyi in dessen Heimatstadt Wenzhou, um mit ihm das Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg zu schauen. Am sehr frühen Morgen sahen beide das 5:6 nach Elfmeterschießen in einer chinesischen Hotellobby. Alle Bars hatten bereits seit zwei Uhr geschlossen.
„Manchmal treten Fans aus Deutschland auf Instagram mit mir in Kontakt. Das macht mich immer sehr glücklich. Wir Hertha-Fans sind eine große Familie, egal, wo ich bin“, freut sich Niyi. Die Zweitklassigkeit lässt sich in Gemeinschaft leichter ertragen. „Egal, ob Bundesliga oder Zweite Bundesliga: Ich freue mich immer, Hertha-Spiele zu sehen“, stellt Niyi klar.
Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen.
Niyi Huang, Hertha-Fan aus China
Und dennoch bleibt da diese eine große Sehnsucht: „Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen. Ich sage anderen Hertha-Fans immer, dass ich eines Tages auf jeden Fall zu einem Spiel in Berlin gehe.“ Dafür braucht es allerdings die passende Gelegenheit, Geld und ein Visum. Ein Freund von Niyi war im Rahmen eines universitären Austauschs in Dresden. Womöglich führt Niyi so die Mathematik eines Tages ins Olympiastadion.
„Vielleicht komme ich in ein paar Jahren nach Deutschland. Dann ist das Erste, was ich mache, ein Hertha-Spiel zu besuchen“, kündigt Niyi an. Bis dahin erklingen die Hertha-Fangesänge weiter in seinem chinesischen Studentenwohnheim.
Zitat von Donhelli
Quelle: www.morgenpost.de
Warum ein Mathematikstudent aus China glühender Fan von Hertha BSC wurde
Niyi Huang war noch nie in Deutschland. Trotzdem ist er leidenschaftlicher Anhänger des Hauptstadtklubs. Das führt zu kuriosen Umständen.
Niyi Huang war noch nie in Deutschland. Trotzdem ist er leidenschaftlicher Anhänger des Hauptstadtklubs. Das führt zu kuriosen Umständen.
Zitat von Paul Gorgas, Sport-Redakteur
Einfach so will er sich nicht verabschieden. Deshalb fängt Niyi Huang an zu singen. „Hertha BSC heißt unser Verein. Hertha BSC wird es immer sein“, erklingt es im Videotelefonat mit der Morgenpost plötzlich. Der Fangesang, der sonst zu Heimspielen des Berliner Fußball-Zweitligisten im Olympiastadion zu hören ist, schallt in diesem Moment durch das Zimmer eines Studentenwohnheims in Fuzhou. In China. Knapp 9000 Kilometer entfernt von Berlin.
„Ich habe die richtige Aussprache auf Deutsch gelernt“, erzählt Niyi stolz auf Englisch, wobei er „Deutsch“ tatsächlich deutsch ausspricht. Der 23-jährige Chinese ist leidenschaftlicher Fan von Hertha BSC. Dabei war er noch nie selbst bei einem Spiel dabei.
Die Partien des Hauptstadtklubs verfolgt Niyi im Internet. Inzwischen überträgt ein chinesischer Anbieter die Spiele der Zweiten Liga.
Hertha BSC: Niyi Huang guckt von China aus zu
Sieben Stunden ist Niyis Zeitzone der deutschen voraus. Das Spiel gegen den VfL Bochum, das am Samstag nach deutscher Zeit um 20.30 Uhr angepfiffen wird (Sky, RTL und im Liveticker auf morgenpost.de), beginnt für Niyi um 3.30 Uhr in der Nacht. „Es ist ein entscheidendes Spiel am Saisonende, daher werde ich ins Bett gehen und früh aufstehen, um es zu gucken“, kündigt er an.
Vor rund einem Jahr schaute sich der Masterstudent der Mathematik zum ersten Mal ein Hertha-Spiel an. Die Berliner verloren 0:2 in Regensburg. Eine Niederlage zu Beginn der Fanliebe. Dieses Schicksal teilt der Chinese mit Anhängern auf der ganzen Welt.
Es war Niyis jüngerer Bruder, der ihn mit seiner Fußballbegeisterung zu Hertha brachte. Von ihm erfuhr Niyi, dass der Verein aus Westend eine bewegte Historie hinter sich hat. „Mein Bruder hat mir erzählt, dass Hertha in der Bundesliga am Anfang des 21. Jahrhunderts sehr gut unterwegs war. Ich habe mich dann über unsere Geschichte eingelesen“, berichtet Niyi.
Zur gleichen Zeit gibt es auf Fußballplattformen in China einen regelrechten Hype um Herthas damaliges Toptalent Ibrahim Maza. Und Niyi findet weitere Querverbindungen. Etwa, dass mit Niko Kovac ein früherer Hertha-Profi Cheftrainer bei Borussia Dortmund ist. Der BVB ist ebenso wie Bayern München unter chinesischen Fußballfans sehr populär – im Gegensatz zu Hertha.
Geschätzt 50 Hertha-Fans in China
„Ich glaube, in China gibt es weniger als 50 Hertha-Fans“, schätzt Niyi. Der Mathestudent tut einiges dafür, dass es mehr werden. Jedenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten.
„Wenn ich auf dem Campus mein Hertha-Trikot anhabe, erzeugt das manchmal Verwirrung. ‚Welches Team ist das?‘, werde ich dann gefragt. Sie kennen Hertha nicht“, schildert Niyi, der inzwischen eine Antwort parat hat: „Ich sage dann immer: ‚Das ist Hertha BSC, du kannst es googeln. Es ist mein Lieblingsverein aus Deutschland.‘“
Fünf Trikots umfasst Niyis Sammlung inzwischen. Eins davon trug Palko Dardai in einem DFB-Pokalspiel, wie Niyi stolz erwähnt. Die Familie Dardai hat es ihm angetan. Vater Pal als Profi, Trainer und Vereinsikone mit seinen Söhnen Palko, Marton und Bence, die alle im ersten Team spielten. Das fasziniert Niyi.
(....)
Das Trikot von Palko Dardai ließ sich Niyi von einem chinesischen Freund in Berlin besorgen. Der schickte es in sein Heimatland. Dort arbeitet Niyi auch als Hilfslehrer. Im Hertha-Trikot hat er auch schon Mathe unterrichtet. Das zeigt unter anderem ein Video auf seinem Instagram-Kanal.
Soziale Medien, die in den USA und Europa Millionen von Nutzern haben, sind in China blockiert. Das macht es schwerer, an Informationen zu gelangen. Auf „Weibo“, einer chinesischen Social-Plattform, gibt es seit Herthas Abstieg 2023 keine Updates mehr zum Hauptstadtklub. Niyi ist dennoch auf Instagram aktiv. Dort kommt er immer wieder mit deutschen Hertha-Fans ins Gespräch.
Deutsche Besucher bei Niyi
So auch mit dem Reise-Content-Creator Dennis Tuczay, der seit 2023 mit seiner Freundin Teresa auf Reisen ist und seine Erlebnisse auf seinem Instagram-Kanal „Human Travel Stories“ festhält. Der Münchner ist selbst Hertha-Fan und besuchte Niyi in dessen Heimatstadt Wenzhou, um mit ihm das Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg zu schauen. Am sehr frühen Morgen sahen beide das 5:6 nach Elfmeterschießen in einer chinesischen Hotellobby. Alle Bars hatten bereits seit zwei Uhr geschlossen.
„Manchmal treten Fans aus Deutschland auf Instagram mit mir in Kontakt. Das macht mich immer sehr glücklich. Wir Hertha-Fans sind eine große Familie, egal, wo ich bin“, freut sich Niyi. Die Zweitklassigkeit lässt sich in Gemeinschaft leichter ertragen. „Egal, ob Bundesliga oder Zweite Bundesliga: Ich freue mich immer, Hertha-Spiele zu sehen“, stellt Niyi klar.
Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen.
Niyi Huang, Hertha-Fan aus China
Und dennoch bleibt da diese eine große Sehnsucht: „Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen. Ich sage anderen Hertha-Fans immer, dass ich eines Tages auf jeden Fall zu einem Spiel in Berlin gehe.“ Dafür braucht es allerdings die passende Gelegenheit, Geld und ein Visum. Ein Freund von Niyi war im Rahmen eines universitären Austauschs in Dresden. Womöglich führt Niyi so die Mathematik eines Tages ins Olympiastadion.
„Vielleicht komme ich in ein paar Jahren nach Deutschland. Dann ist das Erste, was ich mache, ein Hertha-Spiel zu besuchen“, kündigt Niyi an. Bis dahin erklingen die Hertha-Fangesänge weiter in seinem chinesischen Studentenwohnheim.
Einfach so will er sich nicht verabschieden. Deshalb fängt Niyi Huang an zu singen. „Hertha BSC heißt unser Verein. Hertha BSC wird es immer sein“, erklingt es im Videotelefonat mit der Morgenpost plötzlich. Der Fangesang, der sonst zu Heimspielen des Berliner Fußball-Zweitligisten im Olympiastadion zu hören ist, schallt in diesem Moment durch das Zimmer eines Studentenwohnheims in Fuzhou. In China. Knapp 9000 Kilometer entfernt von Berlin.
„Ich habe die richtige Aussprache auf Deutsch gelernt“, erzählt Niyi stolz auf Englisch, wobei er „Deutsch“ tatsächlich deutsch ausspricht. Der 23-jährige Chinese ist leidenschaftlicher Fan von Hertha BSC. Dabei war er noch nie selbst bei einem Spiel dabei.
Die Partien des Hauptstadtklubs verfolgt Niyi im Internet. Inzwischen überträgt ein chinesischer Anbieter die Spiele der Zweiten Liga.
Hertha BSC: Niyi Huang guckt von China aus zu
Sieben Stunden ist Niyis Zeitzone der deutschen voraus. Das Spiel gegen den VfL Bochum, das am Samstag nach deutscher Zeit um 20.30 Uhr angepfiffen wird (Sky, RTL und im Liveticker auf morgenpost.de), beginnt für Niyi um 3.30 Uhr in der Nacht. „Es ist ein entscheidendes Spiel am Saisonende, daher werde ich ins Bett gehen und früh aufstehen, um es zu gucken“, kündigt er an.
Vor rund einem Jahr schaute sich der Masterstudent der Mathematik zum ersten Mal ein Hertha-Spiel an. Die Berliner verloren 0:2 in Regensburg. Eine Niederlage zu Beginn der Fanliebe. Dieses Schicksal teilt der Chinese mit Anhängern auf der ganzen Welt.
Es war Niyis jüngerer Bruder, der ihn mit seiner Fußballbegeisterung zu Hertha brachte. Von ihm erfuhr Niyi, dass der Verein aus Westend eine bewegte Historie hinter sich hat. „Mein Bruder hat mir erzählt, dass Hertha in der Bundesliga am Anfang des 21. Jahrhunderts sehr gut unterwegs war. Ich habe mich dann über unsere Geschichte eingelesen“, berichtet Niyi.
Zur gleichen Zeit gibt es auf Fußballplattformen in China einen regelrechten Hype um Herthas damaliges Toptalent Ibrahim Maza. Und Niyi findet weitere Querverbindungen. Etwa, dass mit Niko Kovac ein früherer Hertha-Profi Cheftrainer bei Borussia Dortmund ist. Der BVB ist ebenso wie Bayern München unter chinesischen Fußballfans sehr populär – im Gegensatz zu Hertha.
Geschätzt 50 Hertha-Fans in China
„Ich glaube, in China gibt es weniger als 50 Hertha-Fans“, schätzt Niyi. Der Mathestudent tut einiges dafür, dass es mehr werden. Jedenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten.
„Wenn ich auf dem Campus mein Hertha-Trikot anhabe, erzeugt das manchmal Verwirrung. ‚Welches Team ist das?‘, werde ich dann gefragt. Sie kennen Hertha nicht“, schildert Niyi, der inzwischen eine Antwort parat hat: „Ich sage dann immer: ‚Das ist Hertha BSC, du kannst es googeln. Es ist mein Lieblingsverein aus Deutschland.‘“
Fünf Trikots umfasst Niyis Sammlung inzwischen. Eins davon trug Palko Dardai in einem DFB-Pokalspiel, wie Niyi stolz erwähnt. Die Familie Dardai hat es ihm angetan. Vater Pal als Profi, Trainer und Vereinsikone mit seinen Söhnen Palko, Marton und Bence, die alle im ersten Team spielten. Das fasziniert Niyi.
(....)
Das Trikot von Palko Dardai ließ sich Niyi von einem chinesischen Freund in Berlin besorgen. Der schickte es in sein Heimatland. Dort arbeitet Niyi auch als Hilfslehrer. Im Hertha-Trikot hat er auch schon Mathe unterrichtet. Das zeigt unter anderem ein Video auf seinem Instagram-Kanal.
Soziale Medien, die in den USA und Europa Millionen von Nutzern haben, sind in China blockiert. Das macht es schwerer, an Informationen zu gelangen. Auf „Weibo“, einer chinesischen Social-Plattform, gibt es seit Herthas Abstieg 2023 keine Updates mehr zum Hauptstadtklub. Niyi ist dennoch auf Instagram aktiv. Dort kommt er immer wieder mit deutschen Hertha-Fans ins Gespräch.
Deutsche Besucher bei Niyi
So auch mit dem Reise-Content-Creator Dennis Tuczay, der seit 2023 mit seiner Freundin Teresa auf Reisen ist und seine Erlebnisse auf seinem Instagram-Kanal „Human Travel Stories“ festhält. Der Münchner ist selbst Hertha-Fan und besuchte Niyi in dessen Heimatstadt Wenzhou, um mit ihm das Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg zu schauen. Am sehr frühen Morgen sahen beide das 5:6 nach Elfmeterschießen in einer chinesischen Hotellobby. Alle Bars hatten bereits seit zwei Uhr geschlossen.
„Manchmal treten Fans aus Deutschland auf Instagram mit mir in Kontakt. Das macht mich immer sehr glücklich. Wir Hertha-Fans sind eine große Familie, egal, wo ich bin“, freut sich Niyi. Die Zweitklassigkeit lässt sich in Gemeinschaft leichter ertragen. „Egal, ob Bundesliga oder Zweite Bundesliga: Ich freue mich immer, Hertha-Spiele zu sehen“, stellt Niyi klar.
Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen.
Niyi Huang, Hertha-Fan aus China
Und dennoch bleibt da diese eine große Sehnsucht: „Mein großer Traum ist es, ein Heimspiel im Olympiastadion zu sehen. Ich sage anderen Hertha-Fans immer, dass ich eines Tages auf jeden Fall zu einem Spiel in Berlin gehe.“ Dafür braucht es allerdings die passende Gelegenheit, Geld und ein Visum. Ein Freund von Niyi war im Rahmen eines universitären Austauschs in Dresden. Womöglich führt Niyi so die Mathematik eines Tages ins Olympiastadion.
„Vielleicht komme ich in ein paar Jahren nach Deutschland. Dann ist das Erste, was ich mache, ein Hertha-Spiel zu besuchen“, kündigt Niyi an. Bis dahin erklingen die Hertha-Fangesänge weiter in seinem chinesischen Studentenwohnheim.
Unfassbar sympathischer Kerl.
Er ist mir bei Instagram schon öfter vorgeschlagen worden und bei X gab es auch das ein oder andere Video von ihm.
Ich hoffe, dass sich sein Wunsch schnellstmöglich erfüllt. Ich bin mir sicher, dass HerthaTV da evtl. etwas planen und organisieren könnte?! Ich bin mir sicher, dass das auch überregionale Aufmerksamkeit zufolge haben könnte.
Ich würde es ihm gönnen.
Quelle: Tagesspiegel
Feuerwerkskörper und Jagdszenen im Stadion: Schwere Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel Dresden gegen Hertha
Zunächst beschießen sich die Fanlager mit Pyrotechnik, dann stürmen Dynamo-Anhänger in Richtung Gäste-Block. Die Polizei greift ein, eine Fahne brennt – am Ende gewinnt Hertha 1:0.
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Zunächst beschießen sich die Fanlager mit Pyrotechnik, dann stürmen Dynamo-Anhänger in Richtung Gäste-Block. Die Polizei greift ein, eine Fahne brennt – am Ende gewinnt Hertha 1:0.
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Zitat von Jörg Leopold
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Die aktuellen Feindseligkeiten zwischen beiden Fangruppen haben eine Vorgeschichte. Bereits vor dem Hinspiel am 1. November 2025 hatten die Dynamo-Ultras öffentlich gegen die Begrenzung des Gästekontingents protestiert und zur massenhaften Anreise nach Berlin aufgerufen
Eine nächtliche Aktion an der Hertha-Geschäftsstelle, bei der ein Vereinsgraffiti übersprüht wurde, sorgte damals für zusätzliche Spannungen. Die Berliner Fanszene reagierte während des Spiels im Olympiastadion mit einem großen Spruchband in der Ostkurve: „Ob Karten, Levi’s, Westfernsehen oder doch die DDR zurück: Irgendwas wollt ihr immer!“(....)
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Die aktuellen Feindseligkeiten zwischen beiden Fangruppen haben eine Vorgeschichte. Bereits vor dem Hinspiel am 1. November 2025 hatten die Dynamo-Ultras öffentlich gegen die Begrenzung des Gästekontingents protestiert und zur massenhaften Anreise nach Berlin aufgerufen
Eine nächtliche Aktion an der Hertha-Geschäftsstelle, bei der ein Vereinsgraffiti übersprüht wurde, sorgte damals für zusätzliche Spannungen. Die Berliner Fanszene reagierte während des Spiels im Olympiastadion mit einem großen Spruchband in der Ostkurve: „Ob Karten, Levi’s, Westfernsehen oder doch die DDR zurück: Irgendwas wollt ihr immer!“(....)
Ich war lange ein überzeugter Gegner weitergehender repressiver Maßnahmen gegen „Fußballfans“, aber die Geschehnisse gestern haben jedes Maß an Erträglichkeit überschritten. Dynamo und leider auch Hertha ist hier nicht zum ersten Mal unangenehm aufgefallen. Es braucht ein verändertes Vorgehen im Umgang mit der organisierten und offensichtlich gewaltbereiten Szene.
Und nein, die Diskussion, wer hier angefangen hat, möchte ich nicht führen, da es keine Rolle spielt. Das Fass ist imho gestern übergelaufen.
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