Hertha BSC Hertha BSC
deadline-day banner

Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#371
26.02.2017 - 18:14 Uhr
Ich habe bislang von den Harlekins keine besonders gute Meinung. Einige dieser Leute halte ich für komplett hohl und aggro. Aber anlässlich der verabredeten Schlägerei mit Hools von Frankfurt frage ich mich noch mehr, was da für Leute rumrennen.

Diese Leute von den Harlekins finden es also völlig OK, wenn man sich mit schweren Eisenstangen bewaffnet, um das Gegenüber zum Krüppel zu prügeln, oder einen am Boden liegenden mit schweren Schuhen mit aller Kraft gegen den Schädel zu treten etc.?

Bitte, was??

Warum werden die Harlekins nicht einfach verboten - einfach so lange, bis sie ihr hausgemachtes Hoolproblem in Griff bekommen? Stadionverbot. Ganz ehrlich: Ich halte das inzwischen für angemessen. 96 Festnahmen in der Beusselstraße. Und man stelle sich bitteschön, ganz realistisch, vor, wie dann die beteiligten Harlekin-Schläger mit ihren Fans in ihrer Peergroup (also: andere Harlekins) zusammen sitzen und von ihren grandiosen Heldentaten berichten. Die feiern sowas!

Stadionverbot. Weg mit diesen Leuten. Keine Diskussion mehr. Bis sie alle (ich betone: alle) Gewalttäter und Hools aus ihren Reihen verstoßen haben.

•     •     •

- Wollja! -
Fanszene |#372
26.02.2017 - 18:25 Uhr
Zitat von Noch_Eeener
Aber anlässlich der verabredeten Schlägerei mit Hools von Frankfurt frage ich mich noch mehr, was da für Leute rumrennen.

du scheinst deinen post auf eine veraltete informationslage aufzubaun. sowohl hertha in form von preetz, fanforscher und zum teil auch schon die polizei sprechen davon, dass die frankfurter eine harlekinskneipe überfallen wollten und da gar nichts verabredet war.

defür spricht auch das zahlenverhältnis: 150 frankfurter gegen 50 harlekins spricht jetzt eher nicht für nen verabredeten konflikt. dazu sind selbst die nicht so dämlich sich in der breiten öffentlichkeit zu verabreden mit dem risiko von der polizei geschnappt zu werden...

•     •     •

es gibt keinen fußballgott und keine gerechtigkeit #KSCHSV
Fanszene |#373
26.02.2017 - 19:08 Uhr
Zitat von BSCforever182
Zitat von Noch_Eeener

Aber anlässlich der verabredeten Schlägerei mit Hools von Frankfurt frage ich mich noch mehr, was da für Leute rumrennen.

du scheinst deinen post auf eine veraltete informationslage aufzubaun. sowohl hertha in form von preetz, fanforscher und zum teil auch schon die polizei sprechen davon, dass die frankfurter eine harlekinskneipe überfallen wollten und da gar nichts verabredet war.

defür spricht auch das zahlenverhältnis: 150 frankfurter gegen 50 harlekins spricht jetzt eher nicht für nen verabredeten konflikt. dazu sind selbst die nicht so dämlich sich in der breiten öffentlichkeit zu verabreden mit dem risiko von der polizei geschnappt zu werden...

Bist du dir da so ganz sicher?

1.
Gut, bleiben wir also bei den Tatsachen: Hools der Harlekins haben auf dem Prenzlberg einfach mal versucht, eine Fankneipe von FF zu überfallen.

Ganz schön böses Ding, was? Das sowas dann böses Blut gibt, dürfte völlig klar sein - und die Fähigkeit der Harlekins, ausgleichend und positiv (das heißt: nicht feindselig) auf andere Fangruppen zuzugehen, die dürfte auch dir einschlägig bekannt sein. Da sind hässliche, "lustig provozierende" Plakate etc. noch das kleinste Problem. Mit anderen Worten: Die Harlekins kultivieren eine Kultur des Hasses. Sie fühlen sich dabei auch sehr "männlich". Was immer genau das in diesem Zusammenhang zu bedeuten hat, wenn gewaltbereite Kindsköpfe sich daran aufgeilen, weil sie endlich mal als Mensch beachtet und "respektiert" werden, genau genommen wegen ihrer Gewaltbereitschaft gefürchtet sind. Die aalen sich in diesem Gefühl und finden das wirklich toll!

Nun ist es nicht so, dass alle Harlekins derart verstrahlt sind. Gewiss nicht. Aber: Sie dulden diese Hools in den eigenen Reihen. Das ist ein schlichtes Faktum.

2.
Eine Harlekin-Fankneipe auf der Beusselstraße??

LOL

Nie im Leben. Das sind alles Ausflüchte von denen, die scharf auf eine üble Schlägerei waren. Im Übrigen holt man die Polizei, wenn man von Frankfurter Hools einen Angriff zu befürchten hat - und man organisiert sich nicht in tagelanger Vorbereitungsarbeit die passenden Waffen, Eisenstangen, Messer und was man sonst noch so als Harlekin-Hool zu den unerlässlichen Vergnügungen rechnet.

•     •     •

- Wollja! -
Fanszene |#374
26.02.2017 - 22:28 Uhr
Soweit ich weiß gibt es in diesem Bereich wirklich eine Fankneipe, welche durch die Harlekins genutzt wird....

Sei es drum, ich denke ebenfalls, dass das ganze geplant war! Die Harlekins entwickeln sich langsam aber sicher in eine Richtung, die man nicht verstehen muss. Bisher konnte man mitkriegen, dass die Gruppierungen "Kaliber 030" öffentlich in die Kat.C eingeordnet wird und bei den Harlekins sollte man nach diesem Vorfall einfach mal durchgreifen! Stimmung hin oder her....Wer in der Öffentlichkeit solche Dinge abzieht, kann vom Stadion gerne fern bleiben.
Fanszene |#375
28.02.2017 - 09:04 Uhr
Morgenpost und BZ nehmen sich der Sache weiter an (Hinweis: im BZ-Artikel gibt es auch ein Video):

Quelle: BZ
Beusselstraße-Randale: Polizei nahm 96 Hooligans fest!

Neue Details zu der Massenprügelei in Moabit vor dem Spiel Hertha gegen Frankfurt. Laut Polizei wurden 96 Randalierer festgenommen. 73 davon stammen aus Hessen.

Es waren wilde Jagdszenen am Samstag tagsüber mitten in Berlin: Etwa 200 Hooligans lieferten sich eine brutale Straßenschlacht. Nun hat die Polizei neue Zahlen zu dem Vorfall bekannt gegeben.

Insgesamt 96 Hooligans hat die Polizei am Samstagmittag in Moabit festgenommen. Hertha-Hooligans und gewaltbereite Anhänger der Frankfurter Eintracht gingen laut Polizei in der Beussel- Ecke Turmstraße mit Flaschen, Bierkisten, Stühlen und Feuerwerkskörpern aufeinander los.

Beim Eintreffen der ersten zwei Funkwagen hätten sich die Beamten einer etwa 60-köpfigen Gruppe von Randalierern gegenüber gesehen, heißt es in einer Meldung der Polizei – „deren Aggressionen sich sofort gegen die Polizisten richteten“.

Mob stürmt auf Polizisten zu
Als der Mob auf die Beamten losstürmte, zogen diese ihre Dienstwaffen – und verhinderten so laut der Polizei den Angriff. Es trafen immer weitere Polizeibeamte ein.

Die Beamten nahmen die Verfolgung der Randalierer auf. Dabei wurden sie angegriffen. Steine und Flaschen flogen auf Polizeifahrzeuge. Zwei Autos wurden beschädigt. Von den insgesamt 96 Festgenommenen stammen laut Polizei 73 aus Hessen.

Sie wurden zu einem zentralen Treffpunkt in Charlottenburg geleitet. Allen Beteiligten wurden Platzverweise und Stadionverbote ausgesprochen. Sechs Beteiligte kamen verletzt in Krankenhäuser.

Ob nun die Berlinbesucher gezielt einen Treffpunkt von Herthanern aufgesucht hatten, um diese zu attackieren oder ob es sich um eine gezielte Verabredung zu einer Schlägerei zwischen Hooligans handelte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Preetz: „Wahnsinnig schwierig, so etwas zu verhindern“
Hertha Manager Michael Preetz verurteilte die Vorkommnisse. „Das ist ein großer Wermutstropfen auf den Fußballsamstag, das muss man ganz klar sagen“, sagte der Manager im ZDF, wies aber darauf hin, dass der Klub außerhalb des Stadions keine Zuständigkeit mehr habe. „Aber es ist wahnsinnig schwierig, so etwas zu verhindern“, so Preetz.

Dregger: Kein Verständnis für diese Art von „Aufwärmtraining“
CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger bedankte sich bei den Einsatzkräften und verurteilte in einer Mitteilung den Vorfall: „Für diese Art von ‚Aufwärmtraining‘ haben weder Fußballfans, noch die Bürger dieser Stadt irgendeinen Funken von Verständnis.“

Außerdem forderte er Stadionverbote für die Beteiligten: „Wer sich an solchen Aktionen beteiligt ist kein Fußballfan. Solche Leute kriegen kein Ticket für das Fußballspiel, haben aber mit Sicherheit jede ‚Rote Karte‘ verdient. Deshalb fordere ich ein lebenslanges Stadionverbot für alle Identifizierten, die gestern an den Vorfällen in Moabit beteiligt waren.“

Dregger will das Thema in der nächsten Sitzung des Innenausschusses zur Sprache bringen und auch die Fanbeauftragten beider Vereine zu der Sitzung einladen.

In der Vergangenheit war es zwischen Hertha- und Frankfurt-Anhängern immer wieder zu Gewaltvorfällen gekommen. Zuletzt schlugen sich im März 2016 etwa 150 Berliner und Hessen vor einer Frankfurt-Fankneipe in Prenzlauer Berg. Die Partie gilt daher immer als Risiko-Spiel. Im Stadion herrscht Alkoholverbot und auch im Umkreis gibt es nur Leichtbier.






Quelle: Morgenpost
Nach der Massenschlägerei in Moabit am Sonnabend vor der Partie zwischen Hertha BSC und Eintracht Frankfurt verdichten sich die Hinweise, dass es sich um eine geplante Aktion gehandelt hat. So hätten sich die Frankfurt-Anhänger laut Polizei konspirativ verhalten. Viele Hooligans seien in kleinen Gruppen mit Privatfahrzeugen und Transportern angereist und seien fünf Stunden vor Spielbeginn an einem bekannten Treff von Hertha-Ultras an der Beusselstraße in Moabit aufgekreuzt. Für die Beamten, die Problemfans im Blick haben sollten, sei die Situation schlicht nicht vorhersehbar gewesen, hieß es aus Polizeikreisen.

Anhänger beider Teams gingen am Sonnabend in Moabit zum Teil mit Schlagwerkzeugen aufeinander los. Es gab sechs Verletzte. Die Polizei nahm 96 randalierende Hooligans beider Fan-Gruppierungen vorübergehend fest. Sie erhielten Platzverweise und ein Stadionverbot für das Bundesliga-Spiel, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Unter den Randalierern waren viele Hooligans der Kategorien B und C. Diese Einteilung der Polizei beschreibt, wie hoch das Gewaltpotenzial ist.
Fanszene |#376
28.02.2017 - 13:21 Uhr
Kriminelle Fußballfans prügeln sich vor dem Spiel Hertha gegen Frankfurt auf der Straße. Die Polizei setzt 60 Männer fest - und fährt sie zur Bewachung in ein Lokal. Die Randalierer gucken Fußball im TV.
Auch der Umgang mit den Hooligens im Nachgang zur Schlägerei sollte noch mal beleuchtet werden. Wenn solchen Leuten keine Konsequenzen gezeigt werden, wird es wohl nicht lange dauern, bis es zum nächsten Vorfall kommt...

•     •     •

Alte Dame, alte Dame - Hertha BSC, so schön ist dein Name...
Fanszene |#377
28.02.2017 - 13:33 Uhr
Zitat von BSC_49
Kriminelle Fußballfans prügeln sich vor dem Spiel Hertha gegen Frankfurt auf der Straße. Die Polizei setzt 60 Männer fest - und fährt sie zur Bewachung in ein Lokal. Die Randalierer gucken Fußball im TV.
Auch der Umgang mit den Hooligens im Nachgang zur Schlägerei sollte noch mal beleuchtet werden. Wenn solchen Leuten keine Konsequenzen gezeigt werden, wird es wohl nicht lange dauern, bis es zum nächsten Vorfall kommt...


Das ist doch wohl ein schlechter Scherz... oops
Fanszene |#378
06.03.2017 - 16:17 Uhr
Ich versuche mal, meine Frage relativ neutral zu stellen. Seit einiger Zeit geht es vielen Hertha Fans so, dass man trotz der anstaendigen Tabellensituation immer weniger Lust hat, sich Hertha Spiele anzuschauen. Dass dieses Gefuehl relativ weit verbreitet ist, sieht man an aehnlichen Aeusserungen in mehreren Hertha Foren/Blogs/etc.
Es gibt mittlerweile viele Fans, die selbst bei Siegen kaum noch euphorisch werden, bei Siegen nuechtern resignieren, keine Lust mehr haben, auswaerts mitzufahren oder sogar nicht ins Oly gehen.

Ich persoenlich fuehle aktuell aehnlich und bin wortwortlich seit meiner Geburt (vor 34 Jahren) eingefleischter Hertha Fan und habe nicht viele Spiele in dieser Zeit, egal in welcher Liga, verpasst. Ob im Stadion frueher oder nun am TV, seit ich nicht mehr in Berlin wohne.

Ob dieses Gefuehl vieler Fans gerechtfertigt ist, ist mMn absolut unwichtig, da es ja nichts an der Situation aendert. Nun zu meiner Frage. Bekommen die Personen, die bei Hertha was zu sagen haben, davon (wenn auch nur indirekt) etwas mit? Wie wird so etwas aufgenommen?

Ich hoffe, dass dies bei Hertha nicht damit abgetan wird, dass Hertha Fans angeblich verwoehnte Fans sind, die unrealistische Ansprueche haben. Ich habe mir wie gesagt schon immer Hertha angeschaut und werde es wohl auch in Zukunft tun, aber aktuell habe ich immer oefter das Gefuehl, dass ich teilweise meine Zeit verschwende. Und nein, ich erwarte nicht, dass Hertha in den naechsten 5 Jahren mit der Schale durchs Brandenburger Tor faehrt. Ich denke, so geht es z.Z. vielen Fans.

Meinungen?

•     •     •

**************Hertha BSC***************Clemson Tigers********
Fanszene |#379
06.03.2017 - 17:42 Uhr
Zitat von Toto-BSC
Ich versuche mal, meine Frage relativ neutral zu stellen. Seit einiger Zeit geht es vielen Hertha Fans so, dass man trotz der anstaendigen Tabellensituation immer weniger Lust hat, sich Hertha Spiele anzuschauen. Dass dieses Gefuehl relativ weit verbreitet ist, sieht man an aehnlichen Aeusserungen in mehreren Hertha Foren/Blogs/etc.
Es gibt mittlerweile viele Fans, die selbst bei Siegen kaum noch euphorisch werden, bei Siegen nuechtern resignieren, keine Lust mehr haben, auswaerts mitzufahren oder sogar nicht ins Oly gehen.

--------------------------------------------------------------------------
Hi Lachend Ich kann dein Gefühl absolut nach vollziehen. Es ist hart das zuzugeben. So drastisch ("Zeit verschwenden") würde ich es nicht ausdrücken, doch in den Grundzügen fühle ich gleich. Teilweise habe ich das Gefühl, dass wir, obwohl wir in den letzten zwei Jahren mindestens die hinrunde lang immer unter den top 5 waren, keine weiteren Fortschritte im fußballerischen Bereich machen. Klar, unter Pal ist eine große Weiterentwicklung zu sehen, vieles klappt viel besser. Doch ich würde mir einfach wünschen, dass wir in jedem Spiel versuchen, dass Spiel noch mehr an uns zu reißen. Teilweise noch attraktiver spielen. Man muss dazu sagen, dass das ja in Heimspielen schon sehr gut klappt. Doch ich verstehe nicht, dass man die Ansprüche in der Winterpause auf das Ziel Europäisches Geschäft hochschraubt, dann der Trainer aber gestern vor dem HSV-Spiel sagt, dass ein abs. dreckiger Sieg ohne viel Ballbesitz komplett ausreicht. An sich stimmt das, doch es passt einfach nicht zu unseren Ambitionen mMn. Das schlimme ist, dass wir mit dieser Taktik 75% unserer Auswärtsspiele bestreiten. So spielen, finde ich, abstiegsbedrohte Clubs.
Vielleicht ist es einfach eine momentan weitläufige Meinung, da man sich einfach noch mehr Attraktivität wünschen würde. Mehr Risiko, Multi-Kulti, auch mal sich was trauen. Auch mal ganz frech. All in all: man muss Berlin noch mehr in Hertha BSC verkörpern. Also eventuell zwinker) aber nach Jahren des hin und Her, 2 Abstiegen könnte man auf ganz lange Sicht gesehen sogar sagen, dass wir uns immer noch in der BuLi etablieren.
Zu deiner Frage kann ich auch nicht super viel sagen.Ich werde im Sommer 18 und bin dann seit ein bisschen mehr als 10 Jahren Hertha-Fan. das mit Leib und Seele. 24 std, 7 Tage die Woche.
Es ist eine sehr interessante Frage, welche ich mir so in all den Jahren noch nicht gestellt habe. Ich denke schon, dass die Bosse und wichtigen Personen im Club das meiste mitbekommen. Die ganze Stadion Diskussion würde ja nicht so massiv aufploppen, wenn man nicht sehen würde, dass die Fußball-Faszination in Berlin abgenommen hat. Der Gedanke war vor 6-7 Jahren schon mal da, und kommt jetzt wieder auf. Und wird konkretisiert. Ich denke schon, dass sie sich Gedanken machen. Aber sicherlich treiben sie das Thema nicht konsequent genug voran und sprechen noch zu wenig darüber. Man müsste noch mehr Fans und Fan-Meinungen bei ganz bestimmten Fragen in Betracht ziehen. Weil am Ende geht's ja immer auch um die Fans ("this is why we play!")
Joa. Das ist so meine allgemeine Meinung.
-------------------------------------------------------------------------

Ich persoenlich fuehle aktuell aehnlich und bin wortwortlich seit meiner Geburt (vor 34 Jahren) eingefleischter Hertha Fan und habe nicht viele Spiele in dieser Zeit, egal in welcher Liga, verpasst. Ob im Stadion frueher oder nun am TV, seit ich nicht mehr in Berlin wohne.

Ob dieses Gefuehl vieler Fans gerechtfertigt ist, ist mMn absolut unwichtig, da es ja nichts an der Situation aendert. Nun zu meiner Frage. Bekommen die Personen, die bei Hertha was zu sagen haben, davon (wenn auch nur indirekt) etwas mit? Wie wird so etwas aufgenommen?

Ich hoffe, dass dies bei Hertha nicht damit abgetan wird, dass Hertha Fans angeblich verwoehnte Fans sind, die unrealistische Ansprueche haben. Ich habe mir wie gesagt schon immer Hertha angeschaut und werde es wohl auch in Zukunft tun, aber aktuell habe ich immer oefter das Gefuehl, dass ich teilweise meine Zeit verschwende. Und nein, ich erwarte nicht, dass Hertha in den naechsten 5 Jahren mit der Schale durchs Brandenburger Tor faehrt. Ich denke, so geht es z.Z. vielen Fans.

Meinungen?

•     •     •

Von Spandau bis nach Hellersdorf,
vom Wedding bis Neukölln!
Von Zehlendorf bis JWD:
Gibt’s nur Hertha BSC!
Drum merkt euch eins, für alle Zeit, und vergesst es nie!
Unioner komm’ aus Köpenick, Herthaner aus Berlin!...

since 2007 stolzer Herthaner <3
Fanszene |#380
06.03.2017 - 18:52 Uhr
Zitat von Toto-BSC
Ich versuche mal, meine Frage relativ neutral zu stellen. Seit einiger Zeit geht es vielen Hertha Fans so, dass man trotz der anstaendigen Tabellensituation immer weniger Lust hat, sich Hertha Spiele anzuschauen. Dass dieses Gefuehl relativ weit verbreitet ist, sieht man an aehnlichen Aeusserungen in mehreren Hertha Foren/Blogs/etc.
Es gibt mittlerweile viele Fans, die selbst bei Siegen kaum noch euphorisch werden, bei Siegen nuechtern resignieren, keine Lust mehr haben, auswaerts mitzufahren oder sogar nicht ins Oly gehen.

Ich persoenlich fuehle aktuell aehnlich und bin wortwortlich seit meiner Geburt (vor 34 Jahren) eingefleischter Hertha Fan und habe nicht viele Spiele in dieser Zeit, egal in welcher Liga, verpasst. Ob im Stadion frueher oder nun am TV, seit ich nicht mehr in Berlin wohne.

Ob dieses Gefuehl vieler Fans gerechtfertigt ist, ist mMn absolut unwichtig, da es ja nichts an der Situation aendert. Nun zu meiner Frage. Bekommen die Personen, die bei Hertha was zu sagen haben, davon (wenn auch nur indirekt) etwas mit? Wie wird so etwas aufgenommen?

Ich hoffe, dass dies bei Hertha nicht damit abgetan wird, dass Hertha Fans angeblich verwoehnte Fans sind, die unrealistische Ansprueche haben. Ich habe mir wie gesagt schon immer Hertha angeschaut und werde es wohl auch in Zukunft tun, aber aktuell habe ich immer oefter das Gefuehl, dass ich teilweise meine Zeit verschwende. Und nein, ich erwarte nicht, dass Hertha in den naechsten 5 Jahren mit der Schale durchs Brandenburger Tor faehrt. Ich denke, so geht es z.Z. vielen Fans.

Meinungen?


Dardai ist jetzt seit zwei Jahren Trainer, d.h. in der dritten Saison. Er hat uns aus dem tiefen Luhukay-Schlamassel gerettet, eine große Leistung. Ein erneuter Abstieg wäre mMn der totale Genickbruch gewesen. (Ich muss ehrlich sagen, dass ich dann auch aus dem Verein ausgetreten wäre. Ein solches Übermaß an Inkompetenz und Fehlleistung und ein solches emotionales Wellental hätte ich mir nicht mehr gegeben. Mein erstes Spiel im Oly habe ich übrigens 1996 in der Zweiten Liga vor weniger als 10.000 Zuschauern gesehen.)
Schon für das zweite Jahr hatte er angekündigt, dass er pro Spiel alle sieben Minuten eine Chance herausspielen möchte. Das ist jetzt 18 Monate her. Wir haben ergebnistechnisch eine sehr gute Hinrunde gespielt, aber schon da war vieles auf Vedad, Darida und Weiser zurückzuführen. Das hatte ich dann zum Ende der Hinrunde angemerkt, d.h. Ende 2015. Seitdem hat sich aus meiner Sicht im Offensivspiel leider NICHTS zum Positiven entwickelt. Auch wenn der Name hier eigentlich schon allen zum Halse raushängt, aber was Favre bei uns, in Gladbach und jetzt wieder in Nizza innerhalb kürzester Zeit taktisch umgeworfen und erfolgreich implementiert hat, ist doch der helle Wahnsinn und zeigt, dass auch kurzfristig sehr viel verändert werden kann. Nun kann man sagen, dass Pal ein junger Trainer ist, und zudem Hertha lebt. Das ist alles richtig, allerdings ist die Bundesliga ziemlich gnadenlos und ohne eine Entwicklung im spielerischen Bereich wird früher oder später auch der Rückschritt in der Tabelle erfolgen. Hinzu kommt noch die totale Unattraktivität unseres Spiels. Eine ähnliche Nichtperformanz ob ihrer Möglichkeiten schaffen evtl. noch Schalke und Leverkusen, aber dass unser mittelhoher Etat saisonübergreifend in eine offensive Nullleistung mündet, ist sehr schwach. Wir haben das Glück eines extrem sicheren Defensivverbundes, der durch Spieler wie Stark, Brooks, Weiser, Skjelbred und Langkamp geprägt ist. Darauf aufbauend hätte sich eigentlich ein gutes Offensivspiel entwickeln lassen, und nach zwei Jahren muss ich für mich feststellen, dass Dardai daran krachend gescheitert ist. Und ich möchte hier festhalten, dass wir unter Dardai ziemliches Verletzungsglück hatten! Klar sind bspw. wie mit Weiser wichtige Spieler länger ausgefallen, aber gerade bei unseren dünn besetzten offensiven Außen hatten wir kaum Probleme, da Kalou und Haraguchi fast jedes Spiel bestreiten. Sonst sähe es noch schlimmer aus (wie soll das überhaupt gehen?)!

Ob seines Herthanerbonus würde ich eine weitere Spielzeit zugestehen, selbst wenn wir jetzt jedes Spiel bis zum Saisonende nur noch zwei Mal aufs Tor schießen. Die Hoffnung liegt allein auf den neuen Spielern, wobei bei uns alles zusammenstürzen wird, wenn wir Weiser in diesem Sommer abgeben werden, denn so einen Spieler bekommen wir in der Form nicht mehr. Wir hätten im Sommer einen jungen Ersatz für Weiser holen sollen und Pekarik abgeben müssen, seine Leistungen waren ja auch in der letzten Saison nicht berauschend. Einen Spieler, der sowohl rechts hinten als auch rechts vorn spielen kann, also in etwa einen Maxi Mittelstädt eben nur für rechts. Die Verpflichtung von Esswein war ein Kardinalfehler, die hier tausendfach geforderten Verstärkungen für die Außen sind einfach nicht erfolgt, und zwar null, nada, niente. (Das Problem besteht übrigens nicht erst seit ein, zwei oder drei Jahren, sondern schon seit der Zeit meiner Anmeldung. Ich kann mich erinnern, dass ich schon zu Beginn darauf hingewiesen hatte, dass mit Ruka und ÄBH kein Blumentopf zu gewinnen ist. Wenn ich mir das so überlege, frage ich mich gerade ernsthaft, ob Preetz überhaupt schon jemals einen guten offensiven Flügelspieler verpflichtet hat?) Im Gegenteil wird weiter an "Altbewährtem" festgehalten, in diese Tradition passt auch die angestrebte Verlängerung mit Kalou. Die Kunst im Profifußball ist es doch, im richtigen Moment auf neue Kräfte zu setzen, wobei es sehr schwierig ist, den richtigen Moment zu erwischen. Ähnliche Probleme haben ja bspw. auch die Bayern mit ihren verdienten, aber alternden und verletzungsanfälligen Außenspielern. Die Bayern können sich aber als Backups auch entspannt einen Coman und Costa leisten.

Wenn man sieht, und jetzt sind wir im Managementbereich angekommen, dass wir bei den kritischen Übergängen (ich beziehe da jetzt beide Möglichkeiten ein, d.h. Verlängerung und Abgang) sehr häufig die falsche Entscheidung treffen, zeugt das für mich von einer konservativen und entscheidungsunfreudigen Grundhaltung, die ich Preetz absolut zuschreiben würde. Ich möchte hier nur beispielhaft die Namen Peer Kluge, Peter Niemeyer, Jos Luhukay, Sandro Wagner, Alfredo Morales, Hany Mukhtar, Ronny, Johannes van den Bergh, augenscheinlich Kalou und Haraguchi und Fabian Lustenberger nennen, wo das Pendel jeweils in die Richtung konservativ und absolut risikounfreudig ausschlug. (über weitere Aspekte unserer Transferstrategie habe ich kürzlich einige längere Beiträge hier im Forum verfasst, in der ich eine Zwei-Säulen-Strategie von internationalen Verpflichtungen und der Förderung des Nachwuchses aufgestellt habe, an der es uns leider mangelt). Das ist alles andere als "sexy" und zeigt sich auch in der unbeholfenen Außendarstellung. Hertha hatte lange Zeit das Image des verstaubten West-Berliner CDU-Vereins. Bei aller berechtigten Kritik an Dieter Hoeneß und seinem finanziellen Kamikaze-Kurs, er hat es aber geschafft, Aufbruchstimmung zu erzeugen. Das gelang unter anderem mit bunten Charakteren aus Brasilien, die schon mal per se mehr Glanz erzeugen als ein weiterer Hegeler.

Preetz hat seit 2009 das genaue Gegenprogramm gefahren und mit aller Macht versucht, Hertha in kleinen Schritten zu etablieren. (wobei wir auch heute kaum wissen, wie wir finanziell aufgestellt sind. Ein Minus von sieben Millionen Euro wird ja als "ganz normal" und nicht weiter beachtenswert abgetan) Als er dann merkte, dass diese kleinen Schritte nach bald zehn Jahren in Berlin nicht richtig ziehen, kam er mit der Idee der Werbeagentur um die Ecke. Das wird durch die Marke Hertha jedoch nicht glaubwürdig vertreten und passt auch nicht zu den zahlreichen unterschiedlichen Menschen, die in Berlin wohnen. Es ist ein Kardinalfehler zu glauben, dass wir mit Touristen und Berlin-Hipstern das Oly vollbekommen, was ja augenscheinlich eine Idee war, wodurch sich auch der englische Slogan erklärt. Aus meiner Sicht können wir als Verein nur wachsen, wenn wir uns glaubwürdig als eine Einheit von Berlinern, Brandenburgern/Fans und Verein darstellen. Ein erster Schritt wurde nach massivem Druck durch die Fans mit "Fahne Pur" getan, danach kam aber fast nix mehr. Für mich wäre ein selbstironisches Andocken an den Weddinger Eckkneipenbesucher und den Prenzl'berger Familienvater viel erfolgversprechender. Im Fußballbereich betreiben bspw. Union und Dortmund einen guten Imageaufbau, von Berliner Firmen fand ich das BVG-Marketing ziemlich klug. Ein echtes Verständnis der und Interesse an den Berliner und Hertha-Fanstrukturen besteht in der Hanns-Braun-Straße jedoch überhaupt nicht. Als kleines Detail nur: Ich verfolge die Zuschauerzahlen in ganz Europa seit 20 Jahren sehr genau. Mit dem neuen Pressesprecher gibt es zu Beginn einer PK nur noch sehr unregelmäßig die Angabe der erwarteten Heim- und Auswärtsfans. Das war früher Standard. Wenn er die - auf Anfrage - dann doch nennt, erzählt er allen Ernstes, wie toll er es findet, dass nach Dortmund zum Pokal 3.800 (?) Fans mitreisen, wo Union in der Runde zuvor noch mit 12.000 Mann kam und wir selbst in der Liga 2013 schon mit knapp 6.000 Fans angerückt sind. Der Mann hat von Hertha einfach keine Ahnung! Für mich repräsentierte Bohmbach immer ein echtes Berliner Original. Ziemlich knurrig, vielleicht nicht wahnsinnig innovativ, aber er wusste, wie er die Umgebung der Hertha zu nehmen hatte.
Ein weiteres Detail nur noch: Die Verpflichtung von Leandro Cufré, der im Berliner Olympiastadion mit vollem Anlauf Per Mertesacker mit offener Sohle voraus einen Kung-Fu-Tritt in die Weichteile verpasst hat, wurde als "Belohnung" drei Jahre später als eine der ersten Amthandlungen von Preetz verpflichtet. Also über wie wenig Fingerspitzengefühl und Verständnis von Fairness muss man eigentlich verfügen? Der Spieler hätte aus meiner Sicht lebenslang gesperrt gehört, sowieso hätte so ein Spieler in Deutschland keinen Fuß mehr auf den Boden setzen dürfen. Dass gerade wir als Berliner Verein so einem Vollpfosten unser schönes Trikot anboten, bereitet mir bis heute Übelkeit.

Ich hatte damals deutlich das Gefühl, dass wir vor und nach dem Abstieg 2010 ein sehr dankbares Publikum besaßen, die teilweise auch bei ungünstigen Bedingungen zahlreicher und euphorischer ins Oly geströmt sind (ich weiß, dass der allgemeine Zuschauerschnitt nicht höher war, allerdings waren wir damals auch 18.!). Ich kann mich bspw. nicht erinnern, dass wir am Wochenende mal 43.000 Zuschauer gegen Frankfurt hatten. Im Endeffekt haben nur wir und Hoffenheim, Augsburg, Leverkusen und Wolfsburg Probleme mit Zuschauerzahlen. Dem Rest der Buli wird so ziemlich die Bude eingerannt. Die anderen Mannschaften haben aktuell keinen sportlichen Erfolg, ansonsten sind das alles Werksvereine oder wie Augsburg seit Jahrzehnten kein Buli-Standort.

Persönlich stelle ich bei mir eine ähnliche Entwicklung, wie du sie beschreibst, fest. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen, aber es hat definitiv mit den obig skizzierten Entwicklungen zu tun, insbesondere mit den Namen Preetz und Gegenbauer. Es gibt eine so hohe Energie in der Stadt, aber wir dümpeln in den Punkten sportliche Entwicklung, Image und Innovation so dermaßen vor uns hin, dass es nur traurig ist. Und das merken alle: die bundesweite Öffentlichkeit, die (Neu-)Berliner und die Herthaner.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von junichi am 06.03.2017 um 19:08 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.