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Finanzthread

22.07.2010 - 08:13 Uhr
Finanzthread |#1801
07.08.2015 - 13:34 Uhr
Zitat von Timbo83


Zuerst: siehe mein Edit.
Dann geht es ja nicht um Finanzen im Allgemeinen sondern um Informationen warum die Schieflage (noch) so bedrohlich aussieht und was man unternimmt, damit dies zukünftig wieder besser aussieht. Damit Hier die imageschädigenden Spekulationen aufhören von Medienseite.


Okay, es gibt also wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Aber dennoch: Es wird nicht praktiziert, oder? Und das ja sicherlich nicht grundlos.

Und ich denke, dass Werder da nicht dilletantisch vorgeht. Weil es für so ein erfolgreiches Unternehmen, das medial so präsent ist, ohne eine medialen Fokus langfristig zu bestehen. Und auch wen das hier natürlich einige gerne sagen, so muss man doch einsehen, dass die höchstwahrscheinlich fachlich keine Ahnung haben und selbst wenn, dann fehlt ihnen der Einblick, um das beurteilen zu können.

Das schließt natürlich nicht aus, dass Werder da aktuell ordentlich Mist baut. Aber es macht es unwahrscheinlich.

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"Applaus, Applaus, Applaaaaaaaaaaauuuuuuuus..." by Kermit the frog!

Teach me how to jimmer!

Finanzthread |#1802
07.08.2015 - 15:41 Uhr
Zitat von Jason-Bourne
Zitat von Timbo83


Zuerst: siehe mein Edit.
Dann geht es ja nicht um Finanzen im Allgemeinen sondern um Informationen warum die Schieflage (noch) so bedrohlich aussieht und was man unternimmt, damit dies zukünftig wieder besser aussieht. Damit Hier die imageschädigenden Spekulationen aufhören von Medienseite.


Okay, es gibt also wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Aber dennoch: Es wird nicht praktiziert, oder? Und das ja sicherlich nicht grundlos.

Und ich denke, dass Werder da nicht dilletantisch vorgeht. Weil es für so ein erfolgreiches Unternehmen, das medial so präsent ist, ohne eine medialen Fokus langfristig zu bestehen. Und auch wen das hier natürlich einige gerne sagen, so muss man doch einsehen, dass die höchstwahrscheinlich fachlich keine Ahnung haben und selbst wenn, dann fehlt ihnen der Einblick, um das beurteilen zu können.

Das schließt natürlich nicht aus, dass Werder da aktuell ordentlich Mist baut. Aber es macht es unwahrscheinlich.


Du scheinst des Pudels Kern nicht zu verstehen. Du nennst doch alle Gründe, warum ein kommunizieren der Ursachen, Wirkungen und Pläne der Bekämpfung der finanziellen Krise so ungemein wichtig wäre. Denn wie du richtig sagst, fehlen den Kundigen die Einblicke in Ursache und Wirkung. Deswegen spekulieren sie ja gerade so rufschädigend gegen Werder. Dem Laien liefern diese Leute dann die Horrorszenarien (weil diese medial am wirksamsten sind), die für bare Münze genommen werden.

Solch ein Verhalten zerstört nachhaltig Viel mehr, als wenn man die Karten auf den Tisch legen würde. Selbst wenn man wirklich in schlechte Spekulationen eingestiegen sein sollte oder was auch immer: die Folgen der selbstkritischen Offenlegung sind um ein vielfaches geringer als diese Spekulationen.

Um mal das Ausmaß ein wenig zu zeigen und was selbst die haarsträubendsten Gerüchte ausmachen können: 8 beinige Hühner. Hoher Schaden kann selbst durch den unrealistischsten Hirnfurz entstehen.

Und deinen letzten Schluss kann ich erst recht nicht nachvollziehen. Selbst eines der größten Unternehmen der Welt hat im Prinzip alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann in Krisenzeiten und da sitzen sicherlich nicht unqualifizierte Leute. Also woher nimmst Du die Sicherheit, dass Leute die in erster Linie schon sehr lange im Verein sind und eng mit ihm verpflochten sind (also weniger wegen des fachlichen Know Hows dort gelandet sind), es besser machen als Leute, die für solche Situationen explizit angestellt sind bei anderen Unternehmen? Ich würde sogar soweit gehen, dass die Wahrscheinlichkeit extrem hoch ist, dass bei Werder genau falsch gehandelt wird und man sich nur tiefer reinreitet. Noch eine kleine Begründung: welcher Investitionsnteressent wird denn nach Lektüre der Berichte über Werder sein Interesse beibehalten bzw. zu annehmbaren Konditionen anbieten?
Finanzthread |#1803
07.08.2015 - 15:58 Uhr
@ timbo
sehr ausgewogen und schlüssig hast du deine argumentation in den letzten beiträgen dargestellt und belegt. ich bin da absolut deiner meinung.
die veränderung bei werder muss von einem veränderten kommunikationsverhalten ausgang nehmen. ich möchte nämlich auch nicht alle 2-3 monate einen artikel über werder lesen, der den eindruck erweckt wir stellen übermorgen den spielbetrieb ein. diese befürchtungen erweckt diese berichterstattung bei vielen.
grosse sorgen mache ich mir auch, da man nichts hört das dem entgegensteht.
so entsteht eine spirale die werder in allen verhandlungen in die defensive drängt, da jeder geschäftspartner (transfer, sponsoring, pot. investor, vermarktung) denkt, das werder sehr klamm ist und schon zu geringen bedingungen zustimmt.
die marktmacht der marke werder wurde ja noch nie vollends genutzt. über viele jahre waren wir der zweitbeliebteste club in deutschland. das hätte die schwächere kernregion bremen auffangen können.

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WERDER BREMEN - SV WEIDEN - LÜNEBURGER SK
Finanzthread |#1804
07.08.2015 - 16:22 Uhr
So, wie ich die Sache sehe und beurteile ist die finanzielle Lage von Werder nicht so dramatisch, wie manche hier befürchten. Man darf jedoch auch nicht blauäugig sein und uns allen müssen folgende drei Punkte für die kommenden zwei Jahre bewusst sein.

1. Werder muss erstklassig bleiben.
Sollte Werder absteigen, wird es zu wirklich gravierenden Problemen kommen.

2. Werder muss maximalen sportlichen Erfolg haben.
So mehr, um so besser. Ein Jahr EL / CL würde dem Verein finanziell sehr helfen. Wichtig: Schneiden wir in den kommenden beiden Jahren so ab, wie in der aktuellen Saison, wird Werder "überleben" - aber:

3. Werder wird weiter darauf angewiesen sein, Spieler mit höheren Ablösen zu veräußern und wird ein Teil des Geldes für den Finanzausgleich nutzen müssen. Dies wird zwar auch in der weiteren Zukunft passieren, wird aber in den kommenden beiden Jahren zwingend notwendig sein, wenn der Erfolg eben nicht Richtung EL / CL geht (womit wir aktuell eher rechnen müssen).
Für die kommende Saison erscheint z.B. Vestergaard als Top-Kandidat für einen Verkauf.

Sprich: Wir werden uns zwei Jahre "irgendwie durchmogeln" müssen. Danach werden wir auch nicht auf Rosen gebettet sein, haben dann aber den Vorteil des neuen TV Vertrages, der dann kommen wird und der, auch wenn er noch nicht ausgehandelt ist, jedem Buli-Verein mehr Geld einbringen wird.

Meine Tendenz also zum finanziellen:
Es wird weitere zwei Jahre sehr, sehr eng sein - danach wird es langsam ein wenig besser...

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Werder Bremen - mein Verein!
Finanzthread |#1805
07.08.2015 - 16:43 Uhr
Je eingehender ich mich (wieder) in die Materie einlese, um so mehr verfestigt sich meine Meinung, dass aktuell wirklich falsch gehandelt wird. Hier mal was zum Nachlesen von der International Business School of Berlin. Ich gehe mal auf die Seite 19 "Faktoren erfolgreicher Krisenkommunikation" in Verbindung mit Werder ein:

1. Agieren statt reagieren: Aktuell reagiert man noch nichtmal auf externe "Angriffe", sondern wendet eine Opossumstrategie an (O-Ton erst Ende des Jahres Hauptversammlung informieren und dann irgendwann mal externe Adressaten). Dass diese Strategie wohl außer fürs Opossum wenig erfolgversprechend ist, brauch ich bestimmt nicht nochmal zu erläutern.

2. Aufklärung unterstützen - Spekulationen vermeiden: Man braucht sich nur mal die Reaktion auf den Welt-Artikel bzw. deren Frage angucken. Komplettes Gegenteil - Spekulationen werden gerade zu gefördert.

3. Ehrlichkeit / Transparenz / Offenheit: Man bekommt nur irgendwelche weich gespülten Kommentare von irgendwelchen Abschreibungseffekten,... Hier wird ebenfalls sehr mangelhaft mit umgegangen.

Zitat von Jason-Bourne
Okay, es gibt also wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Aber dennoch: Es wird nicht praktiziert, oder? Und das ja sicherlich nicht grundlos.


Weil ich eben noch nicht explizit darauf eingegangen bin, nochmal kurz dazu:
Bis vor kurzem haben die meisten Unternehmen noch auf die Umwelt gesch***en. War es deswegen richtig, weil es alle gemacht haben? Man braucht doch nur mal in der Zeit zurück denken, dann sollte die Erkenntnis kommen, dass der Status Quo nicht unbedingt das Beste ist.

Und auf die schnelle ein Fall von gutem Krisenmanagement (noch recht aktuell):
Germanwings: "Lufthansa hat diesen Glaubwürdigkeitsvorschuss auch in der Krisenkommunikation und beim Krisenmanagement konsequent erfüllt: Zum einen hat das Unternehmen nach dem Absturz sehr zeitnah und präzise informiert, sich konsequent von Spekulationen distanziert und auch Informationen von sich aus preisgegeben, die im Zweifel selbstbelastend sein können – beispielsweise zur Auszeit des Co-Piloten während der Ausbildung. "

Generell, falls Du mal ein wenig über entsprechende Krisen, Reaktionen und Auswirkungen lesen möchtest, kannst Du hier ein paar ausgewählte Fallstudien finden: opus.htwg-konstanz.de/files/51/Fallstudien_zum_Krisenmanagement.pdf
Finanzthread |#1806
07.08.2015 - 17:05 Uhr
Ich glaube der Hund lioegt darin begraben, dass man in Bremen noch gar keine krise sieht. Zwinkernd
Dazu ist es generell so, dass die Fans so viel wie möglich über ihren verein wissen möchten und sich natürlich eine offene Kommunikation wünschen.

Ich finde, dass man Werder aktuell in eine finanzielle Krise redet bzw. schreibt, obwohl diese anscheinend gar nicht vorliegt. Wäre dem so, hätte es Transfers in diesem Sommer gar nicht gegeben, es gäbe Probleme bei der Lizenz und man hätte wohl schon etwas fundiertes in den Medien gelesen. Ich für meine Begriffe kann den Konsolidierungskurs voll und ganz nachvollstehen und erkenne den Sinn und das Wirken dieses Kurses. Der Gehaltsetat war nun einmal auf dem Niveau eines CL-Aspiranten und musste gekürzt werden. Dies war jedoch nicht von jetzt auf gleich möglich und zusammen mit dem Stadion ging es an die Rücklagen - genau dafür waren diese aber immer gedacht! Allofs hat mal gesagt, dass man 2 Jahre ohne internationale Einnahmen "überleben" und dabei den Kader halten könnte. Danach müsste man den sportlichen Erfolg wieder haben - um diesen Kader zu finanzieren. Dem ist aber mittlerweile nicht so. Die Altlasten wurden abgebaut und der neue Kader entspricht einem ganz anderen Gehaltsbudget. Ich bin mir sicher, dass sich die finanzielle Lage spätestens in diesem Geschäftsjahr (15/16) entspannen und Werder seine Ausgaben decken kann.

Mehr gibt es da von der Geschäftsleitung nicht zu sagen. Man erklärt den Grund der Konsolidierung (zu hohe Kaderkosten) steuert dagegen und alle weiteren Themen (Investor und Co.) werden von außen aufgedrängt. Das man sich da nicht in die Karten gucken lassen möchte, verstehe ich vollkommen. In München setzt man sich nun auch nicht hin und sagt: "So wir verhandeln jetzt mit einem Investor!" Das ist in diesem Bezug kontraproduktiv - auch wenn es die Fans gerne hören wollen.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass Werder in diese Sommer zum ersten Mal wieder das getan hat, was es eben ausmacht: Spieler günstig holen und teuer verkaufen. Das ist für die Bilanz und die Finanzen nicht gerade unwichtig, blieb aber in der jüngeren Vergangenheit aus - auch dies wurde aber kommuniziert.
Finanzthread |#1807
07.08.2015 - 18:25 Uhr
Bei dem Lizenzierungsverfahren geht es in erster Linie (aus wirtschaftlicher Sicht) zu schauen, ob das Budget für die kommende Saison auch gedeckt ist. Dabei reicht es manchmal sogar aus, wenn Bürgschaften übernommen werden. Das deutet schon darauf hin, dass das ganze Budget eben nicht nur durch Eigenkapital, sondern auch zum Teil durch Darlehen geschehen kann, die erst später fällig werden (siehe HSV). Daraus kannst du den Schluss ziehen, dass der DFB in erster Linie nur überprüft, ob der Spielbetrieb für kommende Saison gesichert ist und nicht da die Zahlungsunfähigkeit droht.

Das musst du aber sehr strikt von der Veröffentlichung des Professors unterscheiden. Er hat keine Aussage dazu getroffen, dass Werder in dieser Saison in die Insolvenz gerät, sondern dass es zwangsläufig dazu führen wird. Der Zeitpunkt ist nur unbestimmt.

Wer beruflich mit Insolvenzen zu tun hatte (nicht zwangsläufig eigene zwinker ), kann die Aussagen auch nur bestätigen. Wenn man Rechnungen bezahlen muss und kein Geld vorhanden ist, leiht man es sich vorerst. Das Problem ist zunächst gelöst. Aber die Verbindlichkeiten steigen durch die Zinsen. Und wenn man immernoch keine eigenen Rücklagen geschaffen hat, dann bekommt man eben irgendwann keine Darlehen mehr. Oder würdet ihr jemanden Geld leihen, von dem ihr wisst, dass er die Schulden nicht aus eigener Kraft, sondern wiederrum aus anderen Darlehen bezahlen muss? Das ist eine Spirale, die irgendwann endet. Anfangs geht es noch, irgendwann ist ein Verein wirtschaftlich unattraktiv.

Weiterhin wurde auch die Aussage getroffen, dass ausschließlich durch Einsparungen am Etat keine Besserung erzielt werden kann. Ich kenn die Zahlen nicht, kann es mir aber durchaus vorstellen. Es verbleiben dann nur noch folgende Möglichkeiten:

- Investor (wie vorgeschlagen)
- Infrastruktur verkaufen.

Wenn man im Zweifel die Infrastruktur verkaufen muss, dann wirft es den Verein um Jahre zurück. Man muss jetzt sportlich die Ziele übertreffen und Eichin muss weiterhin sein Transfergeschick zeigen, damit man noch länger überlebt. Und an dieser Stelle muss man Eichin wirklich loben. Er schafft den Spagat zwischen Sparen und eine sportlich konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Der Mann ist für euch Gold wert.
Finanzthread |#1808
07.08.2015 - 18:42 Uhr
Zitat von Frings1991
Zitat von Ivan_der_Faule
Zitat von zahtob
Anbei für die Leute die die Seite nicht kennen, der Konzernabschluss 13/14 veröffentlicht am 28.7.2015

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

Was ich so beim Überfliegen gelesen habe, sieht das ja alles andere als rosig aus und da sind die ernsthaften Bedenken wohl nicht ganz unberechtigt.sad

Ok sehe gerade, der Link funktioniert nicht. Naja einfach in die Suchfunktion Werder Bremen eingeben, dann kommt's.


Für mich liest sich das so, als wäre der Kaderwert (30.06.14 zu 30.06.13) um ca. 6 mio € abgewertet worden. Sollte dies der Fall sein, erklärt dies schon einmal einen Großteil des Fehlbetrags. Inwiefern der Kaderwert tatsächlich gesunken ist, müsste man anhand der getätigten Transfers und der Entwicklung der Spieler und Vertragslaufzeiten analysierten. Das ist mir aber zu viel Arbeit cool

Laut transfermarkt wurde in der entsprechenden Periode ein Transferüberschuss von 3,35 mio € erzielt. Dass dieser Überschuss größenordnungsmäßig in die Handgelder der 6 externen Neuzugänge geflossen ist scheint mir nicht ganz unrealistisch.

Sollten diese Annahmen stimmen, hätte Werder bei einem ausgeglichenen Transferergebnis (incl. Handgelder) und einem gleichbleibendem Kaderwert einen Verlust von etwa 3,5 mio € erzielt.

Jetzt muss mir nur noch jemand, der sich wirklich auskennt, meinen Denkfehler erklären.


Hängt glaube ich alles stark mit der Bilanzierung zusammen. Man kann erkennen, dass Personalkosten gesunken, Umsätze erhöht wurden, aber trotzdem ein höherer Verlust zu Buche steht. Hängt viel mit den Abschreibungen zusammen, die mit dem Verkauf der damaligen "Leistungsträger" zu vergleichsweise recht geringen Ablöse (wird uns mit Elia hoffentlich das letzte mal in dieser Situation ereilen) nicht gerade ausgeglichen wurden. Außerdem fällt noch der riesige posten sonstige betriebliche Aufwendungen auf, keine Ahnung was darunter fällt, macht uns aber arg zu schaffen...
Darüber hinaus sehr bitter, haben tatsächlich kaum noch Eigenkapital, die Rücklagen sind nahezu komplett aufgebracht sad


Worauf ich hinauswill ist, dass im Vergleich zur Saison 2013/2014 nur noch 3,5 mio € eingespart werden müssen, wenn die Umsätzte konstant bleiben und neutrale Transferergebnisse erzielt werden. Das scheint machbar und ist vermutlich bereits geschehen, da mittlerweile teure Kaderleichen von der Gehaltsliste gestrichen wurden.
Der Kader sollte aus meiner Sicht real auch nicht an Wert verloren haben. Damals war beispielsweise nur ein Elia vermutlich noch mit einem hohen Wert verbucht.

•     •     •

Die Quantität der subteranen Agrarfrucht verhält sich reziprok zum Intellekt ihres Kultivators.
Finanzthread |#1809
07.08.2015 - 22:11 Uhr
Zitat von Ivan_der_Faule
Zitat von Frings1991
Zitat von Ivan_der_Faule


Für mich liest sich das so, als wäre der Kaderwert (30.06.14 zu 30.06.13) um ca. 6 mio € abgewertet worden. Sollte dies der Fall sein, erklärt dies schon einmal einen Großteil des Fehlbetrags. Inwiefern der Kaderwert tatsächlich gesunken ist, müsste man anhand der getätigten Transfers und der Entwicklung der Spieler und Vertragslaufzeiten analysierten. ...

Jetzt muss mir nur noch jemand, der sich wirklich auskennt, meinen Denkfehler erklären.


Hängt glaube ich alles stark mit der Bilanzierung zusammen. Man kann erkennen, dass Personalkosten gesunken, Umsätze erhöht wurden, aber trotzdem ein höherer Verlust zu Buche steht. Hängt viel mit den Abschreibungen zusammen, die mit dem Verkauf der damaligen "Leistungsträger" zu vergleichsweise recht geringen Ablöse (wird uns mit Elia hoffentlich das letzte mal in dieser Situation ereilen) nicht gerade ausgeglichen wurden. Außerdem fällt noch der riesige posten sonstige betriebliche Aufwendungen auf, keine Ahnung was darunter fällt, macht uns aber arg zu schaffen ...


... Der Kader sollte aus meiner Sicht real auch nicht an Wert verloren haben. Damals war beispielsweise nur ein Elia vermutlich noch mit einem hohen Wert verbucht.


@Ivan_der_Faule, @Frings1991,

der verminderte bilanzielle Kaderwert zum Stichtag 30.06.14 im Vergleich zum 30.06.13 und von Dir als "Abwertung" bezeichnet, ist das Ergebnis der bilanz- und steuerrechtlich vorzunehmenden Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen auf den gesamten Kader sind in der G+V bzw. im Anlagenspiegel als solche ersichtlich. Die außerplanmäßigen Restbuchwertabschreiben abgegebener Spieler sind m.E. in den "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten.

@Ivan_der_Faule,

der in der Bilanz ausgewiesene Kaderwert hat wenig mit dem "realen" Wert der verbliebenen Spieler zu tun, denn hier ist das sogen. "Niederstwertprinzip" anzuwenden (diesen Begriff mal googeln und nachlesen). Es können also insbesondere bei ablösefrei verpflichteten Spielern und Spielern aus dem eigenen Nachwuchs durchaus "Stille Reserven" (ebenfalls googeln) vorhanden sein.

Noch eine kurze Anmerkung/Einschätzung zu dem von einigen Usern vehement geforderten "Probleme öffentlich kommunizieren" :
Ein Unternehmen wie bspw. Lufthansa ist mit einem Fussballclub wie WERDER nicht vergleichbar. Für Lufthansa ist das Image bei den potentiellen Kunden wichtig. Die ggf. am SVW interessierten Investoren informieren sich nicht durch Medien-Müll sondern eher anhand der tatsächlichen Fakten beim potentiellen Partner.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SVW_urgestein am 07.08.2015 um 22:28 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#1810
07.08.2015 - 23:53 Uhr
Zitat von da-richo
Zitat von SVW_urgestein
Zitat von da-richo
Zitat von SVW_urgestein

Zitat von sants
... eurer einschätzung nach auch die beluga pleite von 2011 schuld? über mögliche anlagen werders wurde ja immer wieder spekuliert und dennoch konnte nie wirklich licht ins dunkel gebracht werden. ...
@sants, diese immer wieder hochkommenden wilden Spekulationen (Geldanlagen, Beteiligungen etc.) sind totaler Quatsch. Die Buchführung und die veröffentlichten Bilanzen sind von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testiert. Da ist NICHTS im "Dunklen"; WP-Gesellschaften werden Mandaten (und dann auch noch eher kleinen wie WERDER) ganz sicher nicht "gefällig" sein und damit die eigene Existenz aufs Spiel setzen!

du glaubst gar nicht wie korrupt einige wirtschaftsprüfer sind. da geht es einfach um so viel geld, dass man da gern mal was übersieht, wenn die eigene kasse stimmt.

aber das muss nichts im bezug auf werder heißen. ...

In zig Jahren meines Berufslebens ist mir nicht eine testierte Bilanz untergekommen, wo Wirtschaftsprüfer bei einem mittelständischen Unternehmen (nicht mehr ist WERDER oder die KGaA) Beträge in Mio.-Höhe "übersehen" haben.

Man sollte endlich mit dem Unsinn aufhören, die von Anfang an wilden Spekulationen bzgl. "mögliche Anlagen" und der Beluga-Insolvenz weiterhin unterschwellig am Leben zu erhalten ("nie wirklich licht ins dunkel gebracht ") !

ich spiele nirgends auf die beluga-story an, aber diesen glauben an wirtschaftsprüfer kann ich einfach nicht teilen. ich sitze im ar einer bank und was mir dort im kreditausschuss an "geschönten" unterlagen, auch von vermeintlich renomierten beratungs- und prüfungsunternehmen, auf den tisch kommt, erschüttert auch den letzten glauben an sorgfalt und ehrlichkeit.

@da-richo,
Sie als Bank-AR/Kreditausschuss-Mitglied haben Ihren "Glauben"; als befasster ehem. Banker kann ich mich dem nicht anschließen. Einige "schwarze Schafe" gibt es nun mal in jeder Branche, womöglich auch bei WP-Gesellschaften.

Von @Jason-Bourne wurde in Antwort #1750 angemerkt - Zitat "Ein Generalverdacht ist in Diskussionen ja auch immer förderlich und sehr angenehm für alle beteiligten". So scheint es zu sein, besonders wohl für einige User (Sie sind ausdrücklich NICHT gemeint), denen es - obwohl vom Thema augenscheinlich überfordert - anscheinend nur darum geht, in anonymen Foren ihren Frust oder Shitstorm abzulassen, bis hin zur persönlichen Diffamierung des ein oder anderen SVW-Verantwortlichen, ohne dessen Arbeit wirklich beurteilen zu können.

Ein Fussball-Club, der solche "Fans" hat, braucht keine Feinde mehr! Die Welt wird leider immer sadsadsad er.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SVW_urgestein am 08.08.2015 um 00:15 Uhr bearbeitet
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