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Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#1771
09.06.2023 - 12:04 Uhr
Zitat von mightymouse2003
Was Peering da berichtet, passt zum amateurhaften verhalten des Präsidiums und des Präsidentens.

Was berichtet er denn?

•     •     •

>> Ich bin ganz anderer Meinung, als Sie, aber was Sie da schreiben,
ist gründlich recherchiert und verdient eine ausgewogene Diskussion.<<

kein Internet-Kommentar, jemals
Kay Bernstein [✝] |#1772
09.06.2023 - 12:08 Uhr
Zitat von mightymouse2003
Mehr Infos zu Bernstein und dem Präsidium, was eine wahnsinnige Naivität offenbart:

https://www.tagesspiegel.de/sport/ex-prasidiumsmitglied-ingmar-pering-im-interview-hertha-bsc-existiert-nicht-mehr-als-eigenstandiger-verein-9950535.html


Leider hinter der Paywall - aber lesenswert.

Was Peering da berichtet, passt zum amateurhaften verhalten des Präsidiums und des Präsidentens.

Für die Schulden und die finazielle Situtation kann ein Teil des Präsidium nichts, aber wie man die Themen angegagen ist, grenzt schon an Selbstzerstörung.

Das wäre mit Steffel - so ätzend man ihn finden kann - nicht passiert. Chance verpasst Hertha - wie immer eigentlich ...


Ja, einfach alles glauben was jemand sagt, der als er in der Verantwortung war, nie die Schnauze aufbekommen hat und jetzt zwitschert wie eine Drossel.
Kay Bernstein [✝] |#1773
09.06.2023 - 12:12 Uhr
Zitat von HerrThaner
Ich bin mir auch relativ sicher, dass wir mit Schillers Taschenspielertricks auch weiterhin vorerst keine Lizenzangst haben müssten. Der Mann hat es über Jahrzehnte perfektioniert die Bilanzen so zu schönen, dass wir es immer irgendwie geschafft haben obwohl Jahr für Jahr neue Schulden aufgehäuft wurden. Eine 40 Mio.-Anleihe mit einer neuen 60 Mio.-Anleihe zu finanzieren ist jetzt auch keine Finanzmeisterleistung oder absolut geniale Idee sondern eine Methode von vielen um am Ende koste es was es wolle zu überleben und dabei die Probleme in die Zukunft zu verschieben. Die 60 Mio.-Anleihe wäre dann wahrscheinlich mit der nächsten 80 Mio.-Anleihe refinanziert worden, absolut genial!

Ich bin mir sicher, dass von Bernstein und Herrich gerade in der Anfangsphase Fehler gemacht wurden und vor allem das Ausmaß der Situation unterschätzt wurde. So wie auch der DFB unsere finanzielle Situation Saison für Saison akzeptiert hat wird es nicht auf den ersten Blick ersichtlich gewesen sein, wie katastrophal die Lage ist.

Aber geil ist es, wenn jetzt schon wieder Pering und Co. um die Ecke kommen (siehe Tagesspiegel-Interview) und so tun als wären sie über Jahre hinweg die "Opposition" gewesen und in Bernsteins erstem Jahr die rationale Stimme, die einfach nicht gehört werden wollte. Bei Perings medialem Geltungsbedürftnis kann man sich auch denken, wer dem RBB die Infos zugesteckt hat...

Und doch finde ich es interessant was der RBB berichtet!
Herrich z.B. war mit Sicherheit bestens informiert und hat nicht den Mund aufgemacht oder seinen Azubi Präsidenten zumindest auf die richtige Spur gebracht.
Alle samt, alle die die letzten Jahre in Verantwortung waren sind die Totengräber des, meines Vereins, und Bernstein fehlen einfach die Skills um das erkennen zu können, um eher zu handeln oder zum richtigen Zeitpunkt zu handeln! Logisch hat er den Crash nicht verschuldet aber er trägt seinen Teil daran!
So sehr ich Steffel mir auch nicht gewünscht hätte (es gab ja keine Alternative!), so sehr hatte ich die nun offensichtlich begründete Sorge, dass Bernstein der falsche Mann für diese Größenordnung ist.

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Kay Bernstein [✝] |#1774
09.06.2023 - 12:12 Uhr
Zitat von AnteCovic43
Zitat von mightymouse2003

Mehr Infos zu Bernstein und dem Präsidium, was eine wahnsinnige Naivität offenbart:

https://www.tagesspiegel.de/sport/ex-prasidiumsmitglied-ingmar-pering-im-interview-hertha-bsc-existiert-nicht-mehr-als-eigenstandiger-verein-9950535.html


Leider hinter der Paywall - aber lesenswert.

Was Peering da berichtet, passt zum amateurhaften verhalten des Präsidiums und des Präsidentens.

Für die Schulden und die finazielle Situtation kann ein Teil des Präsidium nichts, aber wie man die Themen angegagen ist, grenzt schon an Selbstzerstörung.

Das wäre mit Steffel - so ätzend man ihn finden kann - nicht passiert. Chance verpasst Hertha - wie immer eigentlich ...


Ja, einfach alles glauben was jemand sagt, der als er in der Verantwortung war, nie die Schnauze aufbekommen hat und jetzt zwitschert wie eine Drossel.
+


Lies den Artikel bevor du motzt...

Ganz einfach...

•     •     •

"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser Gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain. Time to die."

Kay Bernstein [✝] |#1775
09.06.2023 - 12:19 Uhr
Zitat von mightymouse2003

Zitat von AnteCovic43

Zitat von mightymouse2003

Mehr Infos zu Bernstein und dem Präsidium, was eine wahnsinnige Naivität offenbart:

https://www.tagesspiegel.de/sport/ex-prasidiumsmitglied-ingmar-pering-im-interview-hertha-bsc-existiert-nicht-mehr-als-eigenstandiger-verein-9950535.html


Leider hinter der Paywall - aber lesenswert.

Was Peering da berichtet, passt zum amateurhaften verhalten des Präsidiums und des Präsidentens.

Für die Schulden und die finazielle Situtation kann ein Teil des Präsidium nichts, aber wie man die Themen angegagen ist, grenzt schon an Selbstzerstörung.

Das wäre mit Steffel - so ätzend man ihn finden kann - nicht passiert. Chance verpasst Hertha - wie immer eigentlich ...


Ja, einfach alles glauben was jemand sagt, der als er in der Verantwortung war, nie die Schnauze aufbekommen hat und jetzt zwitschert wie eine Drossel.
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Lies den Artikel bevor du motzt...

Ganz einfach...


Du könntest ja die wesentlichen Teile hier zitieren, da du ja offensichtlich einen Tagesspiegel Plus-Account hast. Dann könnten wir hier auch alle gemeinsam besser diskutieren.

Ansonsten teile ich erst einmal die Meinung von @AnteCovic43 und gebe herzlich wenig auf das, was ein Pering im Wahlkampfmodus so von sich gibt.

•     •     •

Bluesky: @pascal91

Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerrThaner am 09.06.2023 um 12:21 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1776
09.06.2023 - 12:28 Uhr
Wenn ich darf - gerne - wenn nicht - Admins bitte den Beitrag löschen:

Hier die wichtigsten Ausschnitte - allerdings nichts zu der Begründung seines Rückstritts - das sprent die "Zitate":


Zu Bernstein:

Wo hat er Sie verloren?
Das erste Mal, dass ich gedacht habe, das kann jetzt nicht sein, war bei der Klausurtagung kurz nach seiner Wahl. Da hat er sinngemäß gefragt: Wer möchte mir hier folgen? Ich habe nur gedacht: Was fällt dir eigentlich ein? Wir sind alle vom Souverän, der Mitgliederversammlung, gewählt worden.

Kann man Bernstein vorwerfen, dass Hertha an der Wand steht?
Ja, wenn man offenbar ein halbes Jahr verstreichen lässt, um sich auf ein solches Szenario vorzubereiten. Entweder hat der Präsident die Lage nicht überblickt oder bewusst gelogen, als er sein Statement im „Kicker“ abgegeben hat. Wir sind doch ohne eigene Alternative in die Verhandlungen mit 777 reingelaufen. Wenn wir Alternativen gehabt hätten, wären wir in einer ganz anderen Position gewesen. So waren wir auf das Geld von 777 als Heilsbringer angewiesen. Aber Tom Herrich hat gesagt: Ich habe kein anderes Geld.



Zu 777;
Was war denn der entscheidende Grund für Ihren Rücktritt?
Letztlich war es die Erkenntnis, dass wir in den Deal mit 777 Partner geschlittert sind, ohne ernsthaft darauf vorbereitet gewesen zu sein.


Haben Sie die Befürchtung, dass sich Hertha verkauft hat?
Ich habe nicht die Befürchtung. Ich bin der festen Überzeugung, dass Hertha BSC nicht mehr als selbstständiger Verein existiert. Was haben wir denn noch? Fünf Prozent Gewinnanteile. Den Rest bekommt 777. Da lache ich mich tot. Kann man da noch von wirtschaftlicher Eigenständigkeit reden?

Hertha macht sowieso keine Gewinne …
Aber wir haben auch praktisch gar keine Möglichkeit mehr, aus diesem Hamsterrad wieder rauszukommen. Nicht mal theoretisch. Wir haben diese Chance endgültig beerdigt. Wir haben gesagt: Lieber Investor, hier hast du 78,8 Prozent, und für den Fall, dass die 50+1-Regel fällt, haben wir noch eine ganz üble Klausel im Hinterkopf. Das ist eine Übernahme. Eine feindliche Übernahme.

Zumindest hat 777 Partners ein handfestes Interesse daran, dass Hertha weiter existiert – weil der Investor sein Geld sonst abschreiben kann.
Das ist sicher so. Die Frage ist nur: Unter welcher Flagge wird Hertha weiter existieren? Ich habe einfach die Sorge, dass die Flagge bei 777 Partners ganz anders aussieht. Warum haben die sonst so knallhart verhandelt? Weil 777 aus Windhorsts Fehlern gelernt hat. Die sind doch nicht blöd.

Trotz Ihrer Bedenken haben Sie dem Deal mit 777 zugestimmt.
Wir hatten ja keine andere Wahl mehr. Das habe ich doch versucht darzustellen. Nach Gegenbauers Auffassung war alles so geregelt, dass wir ein Jahr hätten durchstehen können, und plötzlich sind alle Finanzierungsinstrumente aus unerfindlichen Gründen weg! Es gibt nur noch das Geld von 777, was Hertha teuer bezahlen musste.

Hätten wir eine gesicherte Finanzierung gehabt, hätten wir auch dem neuen Investor entspannt die Hand reichen können und von uns aus nichts ändern müssen. Aber weil wir die 100 Millionen dringend brauchten, konnte 777 fast alles von uns verlangen. Gemessen daran haben Tom Herrich und sein Team sogar noch super verhandelt.



Lizenz/Finanzierung:
Wie konnte es dazu kommen, dass es keine Alternative zu diesem Deal gab?
Wenn ich das so genau wüsste. Werner Gegenbauer hat bei seinem Rücktritt als Vereinspräsident gesagt: Die Situation ist schwierig, aber ihr im Präsidium habt genügend Zeit. Für zwölf Monate ist alles geregelt. Die Kreditverträge, die ganzen Vereinbarungen sind vorbereitet. Wenn ihr das alles aktiviert, seid ihr für ein Jahr auf der sicheren Seite.

Und dann?
Ist nach der Neuwahl des Präsidenten offenbar nichts mehr geschehen. Es gab auch keine Warnung. Erst im November. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen.

Was werfen Sie der Führung um Kay Bernstein konkret vor?
Ich gehe davon aus, dass er mit der Geschäftsführung die konkrete Planung bis zum Herbst hat schleifen lassen. Ich weiß nicht, was genau sie gemacht haben. Denn noch im November hat uns der Präsident mitgeteilt: Für die nächsten zwei Jahre ist alles durchfinanziert.

Das hat er auch in einem Interview mit dem „Kicker“ gesagt.
Ja, das ist alles belegbar. Man liest diese Falschbehauptung mit völligem Kopfschütteln und gleichzeitig sieht man die Zahlen und fängt an, nervös zu werden. Als der Deal mit 777 im Januar immer noch nicht fix war, haben wir mal gefragt: Was ist denn nun? Brauchen wir kein Geld? „Doch“, hat Tom Herrich …

… Herthas Geschäftsführer …
… gesagt. „Wir sind fast pleite, und wir haben auch kaum noch Liquidität.“ Ich habe ihn gefragt: Was haben wir denn noch auf dem Konto. Seine Antwort: „Gar nichts.“ Und wie ist die Kreditlinie? Er: „Es gibt keine mehr.“ Dabei hatte es gerade noch geheißen: Die nächsten beiden Jahre sind durchfinanziert.



Erbe Gegenbauer:
Bei der Mitgliederversammlung hat Bernstein gesagt, das neue Präsidium habe eine schlimme Erblast übernommen.
Hat es auch. Gar keine Frage. Meine Kritik bezieht sich darauf, dass wir nach meiner Überzeugung trotzdem noch die Möglichkeit gehabt hätten, das Ding zu retten – wenn wir früher reagiert hätten.

So weit glaube ich zumindest der fachlichen Einschätzung von Werner Gegenbauer. Es hätte noch andere Finanzierungsinstrumente gegeben, aber die sind offenbar nicht vorbereitet worden. Hier sind noch die Versäumnisse des Jahres 2022 aufzudecken.


Das waren die wichtigsten Zitate aus dem Interview, welches noch länger ist.

Reicht euch das zwinker

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"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser Gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain. Time to die."

Kay Bernstein [✝] |#1777
09.06.2023 - 12:56 Uhr
Zitat von mightymouse2003
Wenn ich darf - gerne - wenn nicht - Admins bitte den Beitrag löschen:

Hier die wichtigsten Ausschnitte - allerdings nichts zu der Begründung seines Rückstritts - das sprent die "Zitate":


Zu Bernstein:

Wo hat er Sie verloren?
Das erste Mal, dass ich gedacht habe, das kann jetzt nicht sein, war bei der Klausurtagung kurz nach seiner Wahl. Da hat er sinngemäß gefragt: Wer möchte mir hier folgen? Ich habe nur gedacht: Was fällt dir eigentlich ein? Wir sind alle vom Souverän, der Mitgliederversammlung, gewählt worden.

Kann man Bernstein vorwerfen, dass Hertha an der Wand steht?
Ja, wenn man offenbar ein halbes Jahr verstreichen lässt, um sich auf ein solches Szenario vorzubereiten. Entweder hat der Präsident die Lage nicht überblickt oder bewusst gelogen, als er sein Statement im „Kicker“ abgegeben hat. Wir sind doch ohne eigene Alternative in die Verhandlungen mit 777 reingelaufen. Wenn wir Alternativen gehabt hätten, wären wir in einer ganz anderen Position gewesen. So waren wir auf das Geld von 777 als Heilsbringer angewiesen. Aber Tom Herrich hat gesagt: Ich habe kein anderes Geld.



Zu 777;
Was war denn der entscheidende Grund für Ihren Rücktritt?
Letztlich war es die Erkenntnis, dass wir in den Deal mit 777 Partner geschlittert sind, ohne ernsthaft darauf vorbereitet gewesen zu sein.


Haben Sie die Befürchtung, dass sich Hertha verkauft hat?
Ich habe nicht die Befürchtung. Ich bin der festen Überzeugung, dass Hertha BSC nicht mehr als selbstständiger Verein existiert. Was haben wir denn noch? Fünf Prozent Gewinnanteile. Den Rest bekommt 777. Da lache ich mich tot. Kann man da noch von wirtschaftlicher Eigenständigkeit reden?

Hertha macht sowieso keine Gewinne …
Aber wir haben auch praktisch gar keine Möglichkeit mehr, aus diesem Hamsterrad wieder rauszukommen. Nicht mal theoretisch. Wir haben diese Chance endgültig beerdigt. Wir haben gesagt: Lieber Investor, hier hast du 78,8 Prozent, und für den Fall, dass die 50+1-Regel fällt, haben wir noch eine ganz üble Klausel im Hinterkopf. Das ist eine Übernahme. Eine feindliche Übernahme.

Zumindest hat 777 Partners ein handfestes Interesse daran, dass Hertha weiter existiert – weil der Investor sein Geld sonst abschreiben kann.
Das ist sicher so. Die Frage ist nur: Unter welcher Flagge wird Hertha weiter existieren? Ich habe einfach die Sorge, dass die Flagge bei 777 Partners ganz anders aussieht. Warum haben die sonst so knallhart verhandelt? Weil 777 aus Windhorsts Fehlern gelernt hat. Die sind doch nicht blöd.

Trotz Ihrer Bedenken haben Sie dem Deal mit 777 zugestimmt.
Wir hatten ja keine andere Wahl mehr. Das habe ich doch versucht darzustellen. Nach Gegenbauers Auffassung war alles so geregelt, dass wir ein Jahr hätten durchstehen können, und plötzlich sind alle Finanzierungsinstrumente aus unerfindlichen Gründen weg! Es gibt nur noch das Geld von 777, was Hertha teuer bezahlen musste.

Hätten wir eine gesicherte Finanzierung gehabt, hätten wir auch dem neuen Investor entspannt die Hand reichen können und von uns aus nichts ändern müssen. Aber weil wir die 100 Millionen dringend brauchten, konnte 777 fast alles von uns verlangen. Gemessen daran haben Tom Herrich und sein Team sogar noch super verhandelt.



Lizenz/Finanzierung:
Wie konnte es dazu kommen, dass es keine Alternative zu diesem Deal gab?
Wenn ich das so genau wüsste. Werner Gegenbauer hat bei seinem Rücktritt als Vereinspräsident gesagt: Die Situation ist schwierig, aber ihr im Präsidium habt genügend Zeit. Für zwölf Monate ist alles geregelt. Die Kreditverträge, die ganzen Vereinbarungen sind vorbereitet. Wenn ihr das alles aktiviert, seid ihr für ein Jahr auf der sicheren Seite.

Und dann?
Ist nach der Neuwahl des Präsidenten offenbar nichts mehr geschehen. Es gab auch keine Warnung. Erst im November. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen.

Was werfen Sie der Führung um Kay Bernstein konkret vor?
Ich gehe davon aus, dass er mit der Geschäftsführung die konkrete Planung bis zum Herbst hat schleifen lassen. Ich weiß nicht, was genau sie gemacht haben. Denn noch im November hat uns der Präsident mitgeteilt: Für die nächsten zwei Jahre ist alles durchfinanziert.

Das hat er auch in einem Interview mit dem „Kicker“ gesagt.
Ja, das ist alles belegbar. Man liest diese Falschbehauptung mit völligem Kopfschütteln und gleichzeitig sieht man die Zahlen und fängt an, nervös zu werden. Als der Deal mit 777 im Januar immer noch nicht fix war, haben wir mal gefragt: Was ist denn nun? Brauchen wir kein Geld? „Doch“, hat Tom Herrich …

… Herthas Geschäftsführer …
… gesagt. „Wir sind fast pleite, und wir haben auch kaum noch Liquidität.“ Ich habe ihn gefragt: Was haben wir denn noch auf dem Konto. Seine Antwort: „Gar nichts.“ Und wie ist die Kreditlinie? Er: „Es gibt keine mehr.“ Dabei hatte es gerade noch geheißen: Die nächsten beiden Jahre sind durchfinanziert.



Erbe Gegenbauer:
Bei der Mitgliederversammlung hat Bernstein gesagt, das neue Präsidium habe eine schlimme Erblast übernommen.
Hat es auch. Gar keine Frage. Meine Kritik bezieht sich darauf, dass wir nach meiner Überzeugung trotzdem noch die Möglichkeit gehabt hätten, das Ding zu retten – wenn wir früher reagiert hätten.

So weit glaube ich zumindest der fachlichen Einschätzung von Werner Gegenbauer. Es hätte noch andere Finanzierungsinstrumente gegeben, aber die sind offenbar nicht vorbereitet worden. Hier sind noch die Versäumnisse des Jahres 2022 aufzudecken.


Das waren die wichtigsten Zitate aus dem Interview, welches noch länger ist.

Reicht euch das zwinker


Ich bin mittlerweile so froh, dass er freiwillig seinen Platz geräumt hat. Dieses Interview ist so Banane, dass man gar nicht weiß, was man noch sagen soll.

Er kritisiert Bernstein (zurecht) für die Aussage, die Saisons seien durchfinanziert. Im gleichen Satz vertraut er dann aber auf Gegenbauers Behauptung, alles sei ordentlich übergeben. Pering selbst hat sich aber anscheinend nie die Mühe gemacht, selber mal die Bücher prüfen zu lassen oder zumindest in den direkten Austausch mit dem GF Finanzen zu gehen. Gleichzeitig beschwert er sich dann über inadäquate Behandlung durch Kay.

Für mich bestätigt das meine erste Einschätzung von Pering. Da sitzt jemand 20 Jahre im Präsidium und nickt mehr oder weniger alles ab, was der Präsident (egal welchen Namens) ihm auf den Tisch legt. Zu widersprechen wäre ja so anstrengend und am Ende wird man noch abgewählt. Nach 20 Jahren merkt er, dass der Verein von all diesen Präsidenten mustergültig an die Wand gefahren wurde und versucht verzweifelt, sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Dabei mag sein, dass er in einigen Punkten durchaus recht hat. Niemand wird bezweifeln, dass bei Hertha eine Menge Fehler gemacht wurden, auch nach dem Abgang von Gegenbauer. Sich als Pering jetzt hier aber im Brustton der Überzeugung hinzustellen und zu behaupten, alles hätte weniger schlimm kommen können ist schon ein starkes Stück. Er selber hat jede Entscheidung der letzten Jahre mitgetragen. Taten sprechen lauter als Worte …
Kay Bernstein [✝] |#1778
09.06.2023 - 13:04 Uhr
Pering, was soll man dazu sagen. Einer der Gründe warum Hertha jetzt am Boden ist. Das es ihm nicht peinlich ist, noch irgendwelche Interviews zu geben.
Kay Bernstein [✝] |#1779
09.06.2023 - 13:13 Uhr
Zitat von AbuDardai
Zitat von mightymouse2003

Wenn ich darf - gerne - wenn nicht - Admins bitte den Beitrag löschen:

Hier die wichtigsten Ausschnitte - allerdings nichts zu der Begründung seines Rückstritts - das sprent die "Zitate":


Zu Bernstein:

Wo hat er Sie verloren?
Das erste Mal, dass ich gedacht habe, das kann jetzt nicht sein, war bei der Klausurtagung kurz nach seiner Wahl. Da hat er sinngemäß gefragt: Wer möchte mir hier folgen? Ich habe nur gedacht: Was fällt dir eigentlich ein? Wir sind alle vom Souverän, der Mitgliederversammlung, gewählt worden.

Kann man Bernstein vorwerfen, dass Hertha an der Wand steht?
Ja, wenn man offenbar ein halbes Jahr verstreichen lässt, um sich auf ein solches Szenario vorzubereiten. Entweder hat der Präsident die Lage nicht überblickt oder bewusst gelogen, als er sein Statement im „Kicker“ abgegeben hat. Wir sind doch ohne eigene Alternative in die Verhandlungen mit 777 reingelaufen. Wenn wir Alternativen gehabt hätten, wären wir in einer ganz anderen Position gewesen. So waren wir auf das Geld von 777 als Heilsbringer angewiesen. Aber Tom Herrich hat gesagt: Ich habe kein anderes Geld.



Zu 777;
Was war denn der entscheidende Grund für Ihren Rücktritt?
Letztlich war es die Erkenntnis, dass wir in den Deal mit 777 Partner geschlittert sind, ohne ernsthaft darauf vorbereitet gewesen zu sein.


Haben Sie die Befürchtung, dass sich Hertha verkauft hat?
Ich habe nicht die Befürchtung. Ich bin der festen Überzeugung, dass Hertha BSC nicht mehr als selbstständiger Verein existiert. Was haben wir denn noch? Fünf Prozent Gewinnanteile. Den Rest bekommt 777. Da lache ich mich tot. Kann man da noch von wirtschaftlicher Eigenständigkeit reden?

Hertha macht sowieso keine Gewinne …
Aber wir haben auch praktisch gar keine Möglichkeit mehr, aus diesem Hamsterrad wieder rauszukommen. Nicht mal theoretisch. Wir haben diese Chance endgültig beerdigt. Wir haben gesagt: Lieber Investor, hier hast du 78,8 Prozent, und für den Fall, dass die 50+1-Regel fällt, haben wir noch eine ganz üble Klausel im Hinterkopf. Das ist eine Übernahme. Eine feindliche Übernahme.

Zumindest hat 777 Partners ein handfestes Interesse daran, dass Hertha weiter existiert – weil der Investor sein Geld sonst abschreiben kann.
Das ist sicher so. Die Frage ist nur: Unter welcher Flagge wird Hertha weiter existieren? Ich habe einfach die Sorge, dass die Flagge bei 777 Partners ganz anders aussieht. Warum haben die sonst so knallhart verhandelt? Weil 777 aus Windhorsts Fehlern gelernt hat. Die sind doch nicht blöd.

Trotz Ihrer Bedenken haben Sie dem Deal mit 777 zugestimmt.
Wir hatten ja keine andere Wahl mehr. Das habe ich doch versucht darzustellen. Nach Gegenbauers Auffassung war alles so geregelt, dass wir ein Jahr hätten durchstehen können, und plötzlich sind alle Finanzierungsinstrumente aus unerfindlichen Gründen weg! Es gibt nur noch das Geld von 777, was Hertha teuer bezahlen musste.

Hätten wir eine gesicherte Finanzierung gehabt, hätten wir auch dem neuen Investor entspannt die Hand reichen können und von uns aus nichts ändern müssen. Aber weil wir die 100 Millionen dringend brauchten, konnte 777 fast alles von uns verlangen. Gemessen daran haben Tom Herrich und sein Team sogar noch super verhandelt.



Lizenz/Finanzierung:
Wie konnte es dazu kommen, dass es keine Alternative zu diesem Deal gab?
Wenn ich das so genau wüsste. Werner Gegenbauer hat bei seinem Rücktritt als Vereinspräsident gesagt: Die Situation ist schwierig, aber ihr im Präsidium habt genügend Zeit. Für zwölf Monate ist alles geregelt. Die Kreditverträge, die ganzen Vereinbarungen sind vorbereitet. Wenn ihr das alles aktiviert, seid ihr für ein Jahr auf der sicheren Seite.

Und dann?
Ist nach der Neuwahl des Präsidenten offenbar nichts mehr geschehen. Es gab auch keine Warnung. Erst im November. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen.

Was werfen Sie der Führung um Kay Bernstein konkret vor?
Ich gehe davon aus, dass er mit der Geschäftsführung die konkrete Planung bis zum Herbst hat schleifen lassen. Ich weiß nicht, was genau sie gemacht haben. Denn noch im November hat uns der Präsident mitgeteilt: Für die nächsten zwei Jahre ist alles durchfinanziert.

Das hat er auch in einem Interview mit dem „Kicker“ gesagt.
Ja, das ist alles belegbar. Man liest diese Falschbehauptung mit völligem Kopfschütteln und gleichzeitig sieht man die Zahlen und fängt an, nervös zu werden. Als der Deal mit 777 im Januar immer noch nicht fix war, haben wir mal gefragt: Was ist denn nun? Brauchen wir kein Geld? „Doch“, hat Tom Herrich …

… Herthas Geschäftsführer …
… gesagt. „Wir sind fast pleite, und wir haben auch kaum noch Liquidität.“ Ich habe ihn gefragt: Was haben wir denn noch auf dem Konto. Seine Antwort: „Gar nichts.“ Und wie ist die Kreditlinie? Er: „Es gibt keine mehr.“ Dabei hatte es gerade noch geheißen: Die nächsten beiden Jahre sind durchfinanziert.



Erbe Gegenbauer:
Bei der Mitgliederversammlung hat Bernstein gesagt, das neue Präsidium habe eine schlimme Erblast übernommen.
Hat es auch. Gar keine Frage. Meine Kritik bezieht sich darauf, dass wir nach meiner Überzeugung trotzdem noch die Möglichkeit gehabt hätten, das Ding zu retten – wenn wir früher reagiert hätten.

So weit glaube ich zumindest der fachlichen Einschätzung von Werner Gegenbauer. Es hätte noch andere Finanzierungsinstrumente gegeben, aber die sind offenbar nicht vorbereitet worden. Hier sind noch die Versäumnisse des Jahres 2022 aufzudecken.


Das waren die wichtigsten Zitate aus dem Interview, welches noch länger ist.

Reicht euch das zwinker


Ich bin mittlerweile so froh, dass er freiwillig seinen Platz geräumt hat. Dieses Interview ist so Banane, dass man gar nicht weiß, was man noch sagen soll.

Er kritisiert Bernstein (zurecht) für die Aussage, die Saisons seien durchfinanziert. Im gleichen Satz vertraut er dann aber auf Gegenbauers Behauptung, alles sei ordentlich übergeben. Pering selbst hat sich aber anscheinend nie die Mühe gemacht, selber mal die Bücher prüfen zu lassen oder zumindest in den direkten Austausch mit dem GF Finanzen zu gehen. Gleichzeitig beschwert er sich dann über inadäquate Behandlung durch Kay.

Für mich bestätigt das meine erste Einschätzung von Pering. Da sitzt jemand 20 Jahre im Präsidium und nickt mehr oder weniger alles ab, was der Präsident (egal welchen Namens) ihm auf den Tisch legt. Zu widersprechen wäre ja so anstrengend und am Ende wird man noch abgewählt. Nach 20 Jahren merkt er, dass der Verein von all diesen Präsidenten mustergültig an die Wand gefahren wurde und versucht verzweifelt, sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Dabei mag sein, dass er in einigen Punkten durchaus recht hat. Niemand wird bezweifeln, dass bei Hertha eine Menge Fehler gemacht wurden, auch nach dem Abgang von Gegenbauer. Sich als Pering jetzt hier aber im Brustton der Überzeugung hinzustellen und zu behaupten, alles hätte weniger schlimm kommen können ist schon ein starkes Stück. Er selber hat jede Entscheidung der letzten Jahre mitgetragen. Taten sprechen lauter als Worte …

Full ack...zumal wir ja dank des rbb24 Artikels wissen, was Gegenbauers und Schillers Plan war. Alte Schulden durch noch höhere neue Schulden abzulösen. Wer daran glaubt, hat das mit dem Schachbrett und dem Reiskorn noch nicht verstanden.
Kay Bernstein [✝] |#1780
09.06.2023 - 13:14 Uhr
Zitat von knaeckebrot
Pering, was soll man dazu sagen. Einer der Gründe warum Hertha jetzt am Boden ist. Das es ihm nicht peinlich ist, noch irgendwelche Interviews zu geben.


Peering interessiert mich hier nicht mehr. Der ist weg und hat einen großen Anteil an dem Chaos. Er hätte zurücktreten können, wenn ihm Dinge nicht gepasst hätten.

Mich interesiert das diletantische Verhalten des derzeitigen Präsidiums und des Präsidenten. Das sind immer noch handelde Personen die den Verein führen.

Und das anscheind amateurhaft.

Hertha ist ein mittelständisches Unternehmen und keine Werbebude - um es mal despektierlich zu sagen.

•     •     •

"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser Gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain. Time to die."

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