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Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#1731
04.06.2023 - 11:49 Uhr
Zitat von DrDeDre

Aber, da es unter der aktuelle Führung augenscheinlich eh vor allem um Machterhalt und Postengeschacher geht, externe Expertise null gefragt ist, ist das dann halt auch egal.
Solange bis man doch mal jemanden außerhalb der HerthaDNA verpflichten will.


"Externe Expertise" hatten wir jetzt unter Bobic gehabt. Das hat dazu geführt, dass er am Spielerkader massiv Geld gespart hat, um andererseits - so mein Eindruck - dieses Geld in die Taschen seiner Kumpels fließen zu lassen, die auch externe Expertise eingebracht haben. Wie sonst konnten die Personalkosten so massiv ansteigen? Gebracht hat es alles wenig bis garnichts. Transferflops wurden durch noch größere Flops ersetzt. Letztlich wurde der interne Filz von Preetz durch einen externen Filz von Bobic getauscht. Dann muss man sich nicht wundern, wenn viele dann doch wieder auf die typische "Hertha-DNA" setzen wollen. Ich wäre auch für jemand Außenstehenden, gerne einen anerkannten Ex-Profi, der einen anderen Blick auf Hertha hat und sich bei uns einbringen würde. Bobic hat mit seinen Gebahren allen Befürwortern von externer Expertise leider einen Bärendienst erwiesen, fürchte ich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Skjelbred-Fan am 04.06.2023 um 11:54 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1732
04.06.2023 - 12:09 Uhr
Zitat von Skjelbred-Fan
Zitat von DrDeDre

Aber, da es unter der aktuelle Führung augenscheinlich eh vor allem um Machterhalt und Postengeschacher geht, externe Expertise null gefragt ist, ist das dann halt auch egal.
Solange bis man doch mal jemanden außerhalb der HerthaDNA verpflichten will.


"Externe Expertise" hatten wir jetzt unter Bobic gehabt. Das hat dazu geführt, dass er am Spielerkader massiv Geld gespart hat, um andererseits - so mein Eindruck - dieses Geld in die Taschen seiner Kumpels fließen zu lassen, die auch externe Expertise eingebracht haben. Wie sonst konnten die Personalkosten so massiv ansteigen? Gebracht hat es alles wenig bis garnichts. Transferflops wurden durch noch größere Flops ersetzt. Letztlich wurde der interne Filz von Preetz durch einen externen Filz von Bobic getauscht. Dann muss man sich nicht wundern, wenn viele dann doch wieder auf die typische "Hertha-DNA" setzen wollen. Ich wäre auch für jemand Außenstehenden, gerne einen anerkannten Ex-Profi, der einen anderen Blick auf Hertha hat und sich bei uns einbringen würde. Bobic hat mit seinen Gebahren allen Befürwortern von externer Expertise leider einen Bärendienst erwiesen, fürchte ich.


Bobic war mies, aber seine Leute als Kumpels zu degradieren -dieses aber bei Bernstein mit Jahn, Allagui, Zecke, Pal, Weber und co nicht zu tun - das ist schon naja.
Man mag das bei Bobic kritisieren, dann muss man es aber auch bei Bernstein tun.

Und diese Ausgaben für Bobics Kumpels, die können keine so riesigen Summen binden., dass über 100 Mio Personalkosten stehen bbleiben. Du denkst doch nicht, dass die alle Miogehälter kassiert haben, oder doch?
Und was denkst du wird Allagui zB verdienen? 2000 brutto? Oder Colin Jahn?

Das meiste Geld ging auch bei Bobic in den Spielertetat. In die Gehälter für neue Spieler, aber auch in Abfindungen und Gehaltsteilzahlungen für ausgeliehene Spieler.


Bobic war schlecht, aber das ist doch kein wertiges Argument gegen externe Expertise.
Hertha hat seit vielen Jahren Klüngel und Vetternwirtschaft. Das hat über viele, viele Jahre (weit vor Tennor) zu stets desaströsen Zahlen geführt. Jedes Jahr.
Das Hertha-DNA also grundsätzlich nicht zu funktionieren scheint, dass ist empirisch ganz anders zu unterstreichen, als das Gegenteil am Beispiel Bobic mit seiner kurzen Amtszeit im Vergleich.
Kay Bernstein [✝] |#1733
04.06.2023 - 12:12 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Aber, da es unter der aktuelle Führung augenscheinlich eh vor allem um Machterhalt und Postengeschacher geht, externe Expertise null gefragt ist, ist das dann halt auch egal.
Solange bis man doch mal jemanden außerhalb der HerthaDNA verpflichten will.


"Externe Expertise" hatten wir jetzt unter Bobic gehabt. Das hat dazu geführt, dass er am Spielerkader massiv Geld gespart hat, um andererseits - so mein Eindruck - dieses Geld in die Taschen seiner Kumpels fließen zu lassen, die auch externe Expertise eingebracht haben. Wie sonst konnten die Personalkosten so massiv ansteigen? Gebracht hat es alles wenig bis garnichts. Transferflops wurden durch noch größere Flops ersetzt. Letztlich wurde der interne Filz von Preetz durch einen externen Filz von Bobic getauscht. Dann muss man sich nicht wundern, wenn viele dann doch wieder auf die typische "Hertha-DNA" setzen wollen. Ich wäre auch für jemand Außenstehenden, gerne einen anerkannten Ex-Profi, der einen anderen Blick auf Hertha hat und sich bei uns einbringen würde. Bobic hat mit seinen Gebahren allen Befürwortern von externer Expertise leider einen Bärendienst erwiesen, fürchte ich.


Bobic war mies, aber seine Leute als Kumpels zu degradieren -dieses aber bei Bernstein mit Jahn, Allagui, Zecke, Pal, Weber und co nicht zu tun - das ist schon naja.
Man mag das bei Bobic kritisieren, dann muss man es aber auch bei Bernstein tun.

Und diese Ausgaben für Bobics Kumpels, die können keine so riesigen Summen binden., dass über 100 Mio Personalkosten stehen bbleiben. Du denkst doch nicht, dass die alle Miogehälter kassiert haben, oder doch?
Und was denkst du wird Allagui zB verdienen? 2000 brutto? Oder Colin Jahn?

Das meiste Geld ging auch bei Bobic in den Spielertetat. In die Gehälter für neue Spieler, aber auch in Abfindungen und Gehaltsteilzahlungen für ausgeliehene Spieler.


Bobic war schlecht, aber das ist doch kein wertiges Argument gegen externe Expertise.
Hertha hat seit vielen Jahren Klüngel und Vetternwirtschaft. Das hat über viele, viele Jahre (weit vor Tennor) zu stets desaströsen Zahlen geführt. Jedes Jahr.
Das Hertha-DNA also grundsätzlich nicht zu funktionieren scheint, dass ist empirisch ganz anders zu unterstreichen, als das Gegenteil am Beispiel Bobic mit seiner kurzen Amtszeit im Vergleich.


Naja bei Bobic würde ich mittlerweile nicht mehr von „Expertise“ sprechen, nur von extern.

Aber angeblich ist man ja jetzt an Timon Pauls Fran, man scheint also nicht komplett auf Funktionäre aus den eigenen Reihen zu setzen. Das wäre auch sicherlich richtig und wichtig. Und Pauls scheint kein ganz schlechter zu sein, gerade deshalb würde es mich aber auch wieder wundern, wenn er hier aufschlägt statt in Liga 1 zu bleiben
Kay Bernstein [✝] |#1734
04.06.2023 - 12:37 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Aber, da es unter der aktuelle Führung augenscheinlich eh vor allem um Machterhalt und Postengeschacher geht, externe Expertise null gefragt ist, ist das dann halt auch egal.
Solange bis man doch mal jemanden außerhalb der HerthaDNA verpflichten will.


"Externe Expertise" hatten wir jetzt unter Bobic gehabt. Das hat dazu geführt, dass er am Spielerkader massiv Geld gespart hat, um andererseits - so mein Eindruck - dieses Geld in die Taschen seiner Kumpels fließen zu lassen, die auch externe Expertise eingebracht haben. Wie sonst konnten die Personalkosten so massiv ansteigen? Gebracht hat es alles wenig bis garnichts. Transferflops wurden durch noch größere Flops ersetzt. Letztlich wurde der interne Filz von Preetz durch einen externen Filz von Bobic getauscht. Dann muss man sich nicht wundern, wenn viele dann doch wieder auf die typische "Hertha-DNA" setzen wollen. Ich wäre auch für jemand Außenstehenden, gerne einen anerkannten Ex-Profi, der einen anderen Blick auf Hertha hat und sich bei uns einbringen würde. Bobic hat mit seinen Gebahren allen Befürwortern von externer Expertise leider einen Bärendienst erwiesen, fürchte ich.


Bobic war mies, aber seine Leute als Kumpels zu degradieren -dieses aber bei Bernstein mit Jahn, Allagui, Zecke, Pal, Weber und co nicht zu tun - das ist schon naja.
Man mag das bei Bobic kritisieren, dann muss man es aber auch bei Bernstein tun.

Und diese Ausgaben für Bobics Kumpels, die können keine so riesigen Summen binden., dass über 100 Mio Personalkosten stehen bbleiben. Du denkst doch nicht, dass die alle Miogehälter kassiert haben, oder doch?
Und was denkst du wird Allagui zB verdienen? 2000 brutto? Oder Colin Jahn?

Das meiste Geld ging auch bei Bobic in den Spielertetat. In die Gehälter für neue Spieler, aber auch in Abfindungen und Gehaltsteilzahlungen für ausgeliehene Spieler.


Bobic war schlecht, aber das ist doch kein wertiges Argument gegen externe Expertise.
Hertha hat seit vielen Jahren Klüngel und Vetternwirtschaft. Das hat über viele, viele Jahre (weit vor Tennor) zu stets desaströsen Zahlen geführt. Jedes Jahr.
Das Hertha-DNA also grundsätzlich nicht zu funktionieren scheint, dass ist empirisch ganz anders zu unterstreichen, als das Gegenteil am Beispiel Bobic mit seiner kurzen Amtszeit im Vergleich.


Jetzt wird das aber zu einem Privat-Duell zwischen uns beiden grins

Ja, Allagui sehe ich auch kritisch. Weber weniger, weil er die Akademie aufgebaut hat und die ja nun nicht ganz erfolglos war bisher. Außerdem hat Weber diesen DFB-Manager-Lehrgang absolviert, womit er schon zum Ausdruck gebracht hat, dass er nicht ewig Akademie-Leiter bleiben will. Ich hatte damals schon im Hinterkopf, daß er sich evt auf eine spätere Preetz-Nachfolge in Position bringen könnte. Aber dafür wurde Preetz dann doch zu schnell entlassen und es ging halt in eine komplett andere Richtung. Erfahrung fehlt Weber in dem Bereich noch, klar. Aber grundsätzlich finde ich schon, dass seine Besetzung nicht nur was damit zu tun hat, dass er KB gut kennt. Allerdings wäre Weber für mich besser auf dem Posten aufgehoben, den Arne Friedrich unter Preetz und Bobic inne hatte. GF Sport ist vielleicht noch ne Nummer zu groß und würde da z.B. lieber Arne Friedrich ( okay Stirnrunzelnd ) sehen.

Kritisch sehe ich auch, dass man krampfhaft versucht, verdiente Spieler im Verein zu halten. Aktuell gibt's da ja wieder Bemühungen bzgl Pekarik. Natürlich würde ich mich freuen, wenn solche Urgesteine nach der aktiven Karriere bei Hertha blieben, aber das muss dann auch mit einer sinnvollen Aufgabe/Position hinterlegt sein. Manchmal hat man den Eindruck, dass man nur nach einer Aufgabe für denjenigen sucht. Quasi als Mittel zum Zweck.

Zu Collin Jahn kann ich mir kein Urteil bilden. Ich kenne seine Qualifikation/Qualität nicht und ich habe auch absolut keinen Schimmer, wie hoch sein Gehalt genau ist und wie üblich so ein Gehalt in der Branche ist. Was er macht (Marketing-Zeug) ist für mich jetzt auch nichts, was man direkt wahrnimmt. Bei einem Torhüter sieht man gleich, ob er was drauf hat oder nicht tongue
Kay Bernstein [✝] |#1735
04.06.2023 - 12:46 Uhr
Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Aber, da es unter der aktuelle Führung augenscheinlich eh vor allem um Machterhalt und Postengeschacher geht, externe Expertise null gefragt ist, ist das dann halt auch egal.
Solange bis man doch mal jemanden außerhalb der HerthaDNA verpflichten will.


"Externe Expertise" hatten wir jetzt unter Bobic gehabt. Das hat dazu geführt, dass er am Spielerkader massiv Geld gespart hat, um andererseits - so mein Eindruck - dieses Geld in die Taschen seiner Kumpels fließen zu lassen, die auch externe Expertise eingebracht haben. Wie sonst konnten die Personalkosten so massiv ansteigen? Gebracht hat es alles wenig bis garnichts. Transferflops wurden durch noch größere Flops ersetzt. Letztlich wurde der interne Filz von Preetz durch einen externen Filz von Bobic getauscht. Dann muss man sich nicht wundern, wenn viele dann doch wieder auf die typische "Hertha-DNA" setzen wollen. Ich wäre auch für jemand Außenstehenden, gerne einen anerkannten Ex-Profi, der einen anderen Blick auf Hertha hat und sich bei uns einbringen würde. Bobic hat mit seinen Gebahren allen Befürwortern von externer Expertise leider einen Bärendienst erwiesen, fürchte ich.


Bobic war mies, aber seine Leute als Kumpels zu degradieren -dieses aber bei Bernstein mit Jahn, Allagui, Zecke, Pal, Weber und co nicht zu tun - das ist schon naja.
Man mag das bei Bobic kritisieren, dann muss man es aber auch bei Bernstein tun.

Und diese Ausgaben für Bobics Kumpels, die können keine so riesigen Summen binden., dass über 100 Mio Personalkosten stehen bbleiben. Du denkst doch nicht, dass die alle Miogehälter kassiert haben, oder doch?
Und was denkst du wird Allagui zB verdienen? 2000 brutto? Oder Colin Jahn?

Das meiste Geld ging auch bei Bobic in den Spielertetat. In die Gehälter für neue Spieler, aber auch in Abfindungen und Gehaltsteilzahlungen für ausgeliehene Spieler.


Bobic war schlecht, aber das ist doch kein wertiges Argument gegen externe Expertise.
Hertha hat seit vielen Jahren Klüngel und Vetternwirtschaft. Das hat über viele, viele Jahre (weit vor Tennor) zu stets desaströsen Zahlen geführt. Jedes Jahr.
Das Hertha-DNA also grundsätzlich nicht zu funktionieren scheint, dass ist empirisch ganz anders zu unterstreichen, als das Gegenteil am Beispiel Bobic mit seiner kurzen Amtszeit im Vergleich.


Jetzt wird das aber zu einem Privat-Duell zwischen uns beiden grins

Ja, Allagui sehe ich auch kritisch. Weber weniger, weil er die Akademie aufgebaut hat und die ja nun nicht ganz erfolglos war bisher. Außerdem hat Weber diesen DFB-Manager-Lehrgang absolviert, womit er schon zum Ausdruck gebracht hat, dass er nicht ewig Akademie-Leiter bleiben will. Ich hatte damals schon im Hinterkopf, daß er sich evt auf eine spätere Preetz-Nachfolge in Position bringen könnte. Aber dafür wurde Preetz dann doch zu schnell entlassen und es ging halt in eine komplett andere Richtung. Erfahrung fehlt Weber in dem Bereich noch, klar. Aber grundsätzlich finde ich schon, dass seine Besetzung nicht nur was damit zu tun hat, dass er KB gut kennt. Allerdings wäre Weber für mich besser auf dem Posten aufgehoben, den Arne Friedrich unter Preetz und Bobic inne hatte. GF Sport ist vielleicht noch ne Nummer zu groß und würde da z.B. lieber Arne Friedrich ( okay Stirnrunzelnd ) sehen.

Kritisch sehe ich auch, dass man krampfhaft versucht, verdiente Spieler im Verein zu halten. Aktuell gibt's da ja wieder Bemühungen bzgl Pekarik. Natürlich würde ich mich freuen, wenn solche Urgesteine nach der aktiven Karriere bei Hertha blieben, aber das muss dann auch mit einer sinnvollen Aufgabe/Position hinterlegt sein. Manchmal hat man den Eindruck, dass man nur nach einer Aufgabe für denjenigen sucht. Quasi als Mittel zum Zweck.

Zu Collin Jahn kann ich mir kein Urteil bilden. Ich kenne seine Qualifikation/Qualität nicht und ich habe auch absolut keinen Schimmer, wie hoch sein Gehalt genau ist und wie üblich so ein Gehalt in der Branche ist. Was er macht (Marketing-Zeug) ist für mich jetzt auch nichts, was man direkt wahrnimmt. Bei einem Torhüter sieht man gleich, ob er was drauf hat oder nicht tongue


Naja, alleine, dass man den Posten eines leitenden Angestellten so aussucht, "sag mal Kay, kennst du da einen...", das sagt ja schon einiges aus. (Wobei ich das als Verzerung der Wahrheit bertrachte, ich denke, dass er aktiv seinen besten Kumpel auf einen sehr gut bezahlten Posten geholt hat.)
Das ist ja keine Praktikantenstelle...
Diese Stelle ist eine leitende Position, da bekommt man sehr gutes fünfstelliges Gehalt.


Zu Peka oder Boateng und co, da bin ich bei dir.
Wurde ja bei beiden zB sogar so gesagt. "Man suche und finde eine Aufgabe, Boateng werde überall man reinschnuppern.)
DH weder gibt es irgendwo Bedarf, noch eine besondere Qualifikation bei ihnen.


Weber war Akademie-Leiter. Ja.
Aber er war auch da schon eher eine Strohpuppe, bzw. die wichtigen Entscheidungen haben andere getroffen. ZB die Trainerbestzung war James Jakobs Terrain.
Weber ist mit vielen sehr gut im Verein, ihm kann man gut "reinquatschen" und er ist trotzdem sehr loyal.
Ob er besondere Expertise für den Job hat, das darf man kritisch sehen.
Seine bisher einzige wichtige Entscheidung an Schwarz so lange festzuhalten war jedenfalls keine Glanzleistung.


Und ja, es geht gerade zwischen uns . Aber sachlich, das ist doch ok. Ich muss jetzt aber eh leider weg, deshalb kann da gerne auch ein anderer zwischengrätschen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrDeDre am 04.06.2023 um 12:48 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1736
04.06.2023 - 16:27 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Natürlich habe ich verstanden das die Anleihe nur ein kleiner Teil ist. Und was Bernstein der Zeit intern bereits angestoßen hat an kleinen Maßnahmen kann man nicht konkret wissen. Meines Wissens ist schon lange Bekannt, dass diverse Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gehen müssen. Das Bobic noch zu viel ausgeben durfte ist korrekt. Ich denke aber, dass Bernstein hier einfach die Wogen glätten wollte. Bobic hatte sich bei der Präsidentenwahl für seinen Gegenkanditat ausgesprochen. Im Nachhinein natürlich der falsche Weg. Wären Kanga, Ejuke und Co. eingeschlagen, würden wir jetzt nicht debattieren.

Die Sponsorensuche dürfte schon lange laufen, nur ist das in unserer Sportlichen Situation einfach schwierig gewesen. Und selbst jetzt ist für einen potenziellen Sponsor nicht klar wo wir spielen. Einfach ein Teufelskreislauf. Wahrscheinlich haben die meisten Verantwortlichen einfach zu lange mit dem Klassenerhalt spekuliert. Was definitiv falsch war und das muss sich Bernstein richtigerweise ankreiden lassen.

Was ich mich halt Frage ist, mit was für zusätzlichen Einnahmen haben Schiller und Co. nach den Windorst Millionen gerechnet? Klar Corona hat ein Teil gefressen, aber wenn ich mir den Verlust von 70-90 Millionen pro Jahr anschaue, dann sind das nicht ein paar Mitarbeiter zu viel. Um das zu Decken hätten wir die Champions-League gewinnen müssen! Demnach konnten wir fast nur hoffen die Klasse zu halten und dadurch für Sponsoren attraktiv zu bleiben, mehr TV-Einnahmen und den Kader genauso drastisch zu verändern wie jetzt.
Kay Bernstein [✝] |#1737
04.06.2023 - 17:18 Uhr
Zitat von Ebert88

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Natürlich habe ich verstanden das die Anleihe nur ein kleiner Teil ist. Und was Bernstein der Zeit intern bereits angestoßen hat an kleinen Maßnahmen kann man nicht konkret wissen. Meines Wissens ist schon lange Bekannt, dass diverse Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gehen müssen. Das Bobic noch zu viel ausgeben durfte ist korrekt. Ich denke aber, dass Bernstein hier einfach die Wogen glätten wollte. Bobic hatte sich bei der Präsidentenwahl für seinen Gegenkanditat ausgesprochen. Im Nachhinein natürlich der falsche Weg. Wären Kanga, Ejuke und Co. eingeschlagen, würden wir jetzt nicht debattieren.

Die Sponsorensuche dürfte schon lange laufen, nur ist das in unserer Sportlichen Situation einfach schwierig gewesen. Und selbst jetzt ist für einen potenziellen Sponsor nicht klar wo wir spielen. Einfach ein Teufelskreislauf. Wahrscheinlich haben die meisten Verantwortlichen einfach zu lange mit dem Klassenerhalt spekuliert. Was definitiv falsch war und das muss sich Bernstein richtigerweise ankreiden lassen.

Was ich mich halt Frage ist, mit was für zusätzlichen Einnahmen haben Schiller und Co. nach den Windorst Millionen gerechnet? Klar Corona hat ein Teil gefressen, aber wenn ich mir den Verlust von 70-90 Millionen pro Jahr anschaue, dann sind das nicht ein paar Mitarbeiter zu viel. Um das zu Decken hätten wir die Champions-League gewinnen müssen! Demnach konnten wir fast nur hoffen die Klasse zu halten und dadurch für Sponsoren attraktiv zu bleiben, mehr TV-Einnahmen und den Kader genauso drastisch zu verändern wie jetzt.

Naja bevor ein einziger Mitarbeiter entlassen wurde, hat Bernstein erstmal ua Jahn einstellen lassen.

Und warum hat man nicht schon im Sommer Mitarbeiter entlassen?
Und ich meine eben nicht nur die Bobic Leute? Hertha beschäftigt 400 Mitarbeiter oder so.

Im März lam er dann auf die Idee an Reisen und Druckerpapier zu sparen.
Warum erst im März?
Und warum fliegt zB das Präsidium weiterhin mit Lufthansa zu Auswärtsspielen?
Weber und Herrich würden ja reichen und es muss auch nicht Lufthansa sein.
etc.

Mit alledem ist es sehr unwahrscheinlich, dass vor 2023 überhaupt irgendwie versucht wurde die Kosten zu reduzieren.
Man kann immer "argumentieren", dass wir es ja nicht wissen, aber so viel wie KB in die Öffentlichkeit trägt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er viel bewegt hat, was er nicht öffentlich verbalisiert hat. Meinst du nicht?
Dazu hat er Mitte Dezember ja noch erklärt, dass es weder ein Lquiditätsproblem gäbe, noch die Lezens in Gefahr sei, weil die komende Saison ja durchfinanziert sei.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrDeDre am 04.06.2023 um 17:23 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1738
04.06.2023 - 17:33 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Ebert88

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Natürlich habe ich verstanden das die Anleihe nur ein kleiner Teil ist. Und was Bernstein der Zeit intern bereits angestoßen hat an kleinen Maßnahmen kann man nicht konkret wissen. Meines Wissens ist schon lange Bekannt, dass diverse Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gehen müssen. Das Bobic noch zu viel ausgeben durfte ist korrekt. Ich denke aber, dass Bernstein hier einfach die Wogen glätten wollte. Bobic hatte sich bei der Präsidentenwahl für seinen Gegenkanditat ausgesprochen. Im Nachhinein natürlich der falsche Weg. Wären Kanga, Ejuke und Co. eingeschlagen, würden wir jetzt nicht debattieren.

Die Sponsorensuche dürfte schon lange laufen, nur ist das in unserer Sportlichen Situation einfach schwierig gewesen. Und selbst jetzt ist für einen potenziellen Sponsor nicht klar wo wir spielen. Einfach ein Teufelskreislauf. Wahrscheinlich haben die meisten Verantwortlichen einfach zu lange mit dem Klassenerhalt spekuliert. Was definitiv falsch war und das muss sich Bernstein richtigerweise ankreiden lassen.

Was ich mich halt Frage ist, mit was für zusätzlichen Einnahmen haben Schiller und Co. nach den Windorst Millionen gerechnet? Klar Corona hat ein Teil gefressen, aber wenn ich mir den Verlust von 70-90 Millionen pro Jahr anschaue, dann sind das nicht ein paar Mitarbeiter zu viel. Um das zu Decken hätten wir die Champions-League gewinnen müssen! Demnach konnten wir fast nur hoffen die Klasse zu halten und dadurch für Sponsoren attraktiv zu bleiben, mehr TV-Einnahmen und den Kader genauso drastisch zu verändern wie jetzt.

Naja bevor ein einziger Mitarbeiter entlassen wurde, hat Bernstein erstmal ua Jahn einstellen lassen.

Und warum hat man nicht schon im Sommer Mitarbeiter entlassen?
Und ich meine eben nicht nur die Bobic Leute? Hertha beschäftigt 400 Mitarbeiter oder so.

Im März lam er dann auf die Idee an Reisen und Druckerpapier zu sparen.
Warum erst im März?
Und warum fliegt zB das Präsidium weiterhin mit Lufthansa zu Auswärtsspielen?
Weber und Herrich würden ja reichen und es muss auch nicht Lufthansa sein.
etc.

Mit alledem ist es sehr unwahrscheinlich, dass vor 2023 überhaupt irgendwie versucht wurde die Kosten zu reduzieren.
Man kann immer "argumentieren", dass wir es ja nicht wissen, aber so viel wie KB in die Öffentlichkeit trägt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er viel bewegt hat, was er nicht öffentlich verbalisiert hat. Meinst du nicht?
Dazu hat er Mitte Dezember ja noch erklärt, dass es weder ein Lquiditätsproblem gäbe, noch die Lezens in Gefahr sei, weil die komende Saison ja durchfinanziert sei.


Alles valide Punkte, aber das (für mich) wichtigste Argument von @Ebert88 behandelst Du nicht. Ohne Bernstein entlasten zu wollen, muss es doch möglich sein sich zu fragen, wie sich Schiller und Gegenbauer die Zukunft des Projekts Hertha BSC vorgestellt haben. Auch ein Carsten Schmidt ist hier zu nennen, der ja in seiner Zeit hier auch nicht gerade für Sparmaßnahmen plädierte, sondern lieber sein Projekt Goldelse vorantrieb.

Bernstein scheint selber allerhand vermasselt zu haben. Aber er hat einen Verein übernommen, der mit Tempo 100 auf die Wand zuraste. Er hat nicht unmittelbar die Bremse betätigt und das wird bei der nächsten Wahl zu berücksichtigen sein. Dennoch ist fraglich, wer und warum wir überhaupt ein derart monströses Ausgabenproblem bekommen haben. Und da kann Bernstein auch nichts für, er hat nur sein erstes Amtsjahr scheinbar auch keine Notwendigkeit gesehen, Ausgaben drastisch zu kürzen. Auch ein Thomas Herrich ist hier mindestens mal kritisch zu hinterfragen.

Insgesamt ist es unerhört, dass in einem Verein dieser Größe NIEMAND mal dran gedacht hat, die Reißleine zu ziehen. Auch ein Pering, der immerhin 15 Jahre im Vorstand saß, wäscht bei seinem Rücktritt seine Hände in Unschuld. Es will mir einfach nicht in den Kopf.
Kay Bernstein [✝] |#1739
04.06.2023 - 17:42 Uhr
Zitat von AbuDardai
Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Natürlich habe ich verstanden das die Anleihe nur ein kleiner Teil ist. Und was Bernstein der Zeit intern bereits angestoßen hat an kleinen Maßnahmen kann man nicht konkret wissen. Meines Wissens ist schon lange Bekannt, dass diverse Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gehen müssen. Das Bobic noch zu viel ausgeben durfte ist korrekt. Ich denke aber, dass Bernstein hier einfach die Wogen glätten wollte. Bobic hatte sich bei der Präsidentenwahl für seinen Gegenkanditat ausgesprochen. Im Nachhinein natürlich der falsche Weg. Wären Kanga, Ejuke und Co. eingeschlagen, würden wir jetzt nicht debattieren.

Die Sponsorensuche dürfte schon lange laufen, nur ist das in unserer Sportlichen Situation einfach schwierig gewesen. Und selbst jetzt ist für einen potenziellen Sponsor nicht klar wo wir spielen. Einfach ein Teufelskreislauf. Wahrscheinlich haben die meisten Verantwortlichen einfach zu lange mit dem Klassenerhalt spekuliert. Was definitiv falsch war und das muss sich Bernstein richtigerweise ankreiden lassen.

Was ich mich halt Frage ist, mit was für zusätzlichen Einnahmen haben Schiller und Co. nach den Windorst Millionen gerechnet? Klar Corona hat ein Teil gefressen, aber wenn ich mir den Verlust von 70-90 Millionen pro Jahr anschaue, dann sind das nicht ein paar Mitarbeiter zu viel. Um das zu Decken hätten wir die Champions-League gewinnen müssen! Demnach konnten wir fast nur hoffen die Klasse zu halten und dadurch für Sponsoren attraktiv zu bleiben, mehr TV-Einnahmen und den Kader genauso drastisch zu verändern wie jetzt.

Naja bevor ein einziger Mitarbeiter entlassen wurde, hat Bernstein erstmal ua Jahn einstellen lassen.

Und warum hat man nicht schon im Sommer Mitarbeiter entlassen?
Und ich meine eben nicht nur die Bobic Leute? Hertha beschäftigt 400 Mitarbeiter oder so.

Im März lam er dann auf die Idee an Reisen und Druckerpapier zu sparen.
Warum erst im März?
Und warum fliegt zB das Präsidium weiterhin mit Lufthansa zu Auswärtsspielen?
Weber und Herrich würden ja reichen und es muss auch nicht Lufthansa sein.
etc.

Mit alledem ist es sehr unwahrscheinlich, dass vor 2023 überhaupt irgendwie versucht wurde die Kosten zu reduzieren.
Man kann immer "argumentieren", dass wir es ja nicht wissen, aber so viel wie KB in die Öffentlichkeit trägt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er viel bewegt hat, was er nicht öffentlich verbalisiert hat. Meinst du nicht?
Dazu hat er Mitte Dezember ja noch erklärt, dass es weder ein Lquiditätsproblem gäbe, noch die Lezens in Gefahr sei, weil die komende Saison ja durchfinanziert sei.


Alles valide Punkte, aber das (für mich) wichtigste Argument von @Ebert88 behandelst Du nicht. Ohne Bernstein entlasten zu wollen, muss es doch möglich sein sich zu fragen, wie sich Schiller und Gegenbauer die Zukunft des Projekts Hertha BSC vorgestellt haben. Auch ein Carsten Schmidt ist hier zu nennen, der ja in seiner Zeit hier auch nicht gerade für Sparmaßnahmen plädierte, sondern lieber sein Projekt Goldelse vorantrieb.

Bernstein scheint selber allerhand vermasselt zu haben. Aber er hat einen Verein übernommen, der mit Tempo 100 auf die Wand zuraste. Er hat nicht unmittelbar die Bremse betätigt und das wird bei der nächsten Wahl zu berücksichtigen sein. Dennoch ist fraglich, wer und warum wir überhaupt ein derart monströses Ausgabenproblem bekommen haben. Und da kann Bernstein auch nichts für, er hat nur sein erstes Amtsjahr scheinbar auch keine Notwendigkeit gesehen, Ausgaben drastisch zu kürzen. Auch ein Thomas Herrich ist hier mindestens mal kritisch zu hinterfragen.

Insgesamt ist es unerhört, dass in einem Verein dieser Größe NIEMAND mal dran gedacht hat, die Reißleine zu ziehen. Auch ein Pering, der immerhin 15 Jahre im Vorstand saß, wäscht bei seinem Rücktritt seine Hände in Unschuld. Es will mir einfach nicht in den Kopf.


Dass Gegenbauer und Schiller katrophal agiert haben, das ist doch kein Streitpunkt. Und selbst ohne Corona und mit Europapokaleinzug wäre da keine schwarze Null zu erzielen gewesen mit den Ausgaben des Tennorgeldes.
Im Gegenteil sogar, sage ich stetig, dass Hertha unter Schiller immer defizitär gewirtschaftet hat, auch alle Jahre vor Tennor. DAs war immer mies.

Aber das entlastet eben nicht das (Nicht-)Wirken Bernsteins seit dessen Amtsantritt. Da hat sich ja nichts geändert. Deshalb muss man Bernsteins Handeln nicht relativieren bzw. gar komplett entschuldigen. Er hat ja ein Jahr lang nichts positiv beeinflusst. Ausgangslage hin oder her.
Wenn bei einem "normalen" Wirtschaftsunternehmen in Schieflage ein "Sanierer" neu eingestellt wird, dann würde wohl jeder dessen Handeln stark kritisieren, wenn er 12 Monate nichts bewirkt hat, oder?
Kay Bernstein [✝] |#1740
04.06.2023 - 17:48 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von AbuDardai

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Natürlich habe ich verstanden das die Anleihe nur ein kleiner Teil ist. Und was Bernstein der Zeit intern bereits angestoßen hat an kleinen Maßnahmen kann man nicht konkret wissen. Meines Wissens ist schon lange Bekannt, dass diverse Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gehen müssen. Das Bobic noch zu viel ausgeben durfte ist korrekt. Ich denke aber, dass Bernstein hier einfach die Wogen glätten wollte. Bobic hatte sich bei der Präsidentenwahl für seinen Gegenkanditat ausgesprochen. Im Nachhinein natürlich der falsche Weg. Wären Kanga, Ejuke und Co. eingeschlagen, würden wir jetzt nicht debattieren.

Die Sponsorensuche dürfte schon lange laufen, nur ist das in unserer Sportlichen Situation einfach schwierig gewesen. Und selbst jetzt ist für einen potenziellen Sponsor nicht klar wo wir spielen. Einfach ein Teufelskreislauf. Wahrscheinlich haben die meisten Verantwortlichen einfach zu lange mit dem Klassenerhalt spekuliert. Was definitiv falsch war und das muss sich Bernstein richtigerweise ankreiden lassen.

Was ich mich halt Frage ist, mit was für zusätzlichen Einnahmen haben Schiller und Co. nach den Windorst Millionen gerechnet? Klar Corona hat ein Teil gefressen, aber wenn ich mir den Verlust von 70-90 Millionen pro Jahr anschaue, dann sind das nicht ein paar Mitarbeiter zu viel. Um das zu Decken hätten wir die Champions-League gewinnen müssen! Demnach konnten wir fast nur hoffen die Klasse zu halten und dadurch für Sponsoren attraktiv zu bleiben, mehr TV-Einnahmen und den Kader genauso drastisch zu verändern wie jetzt.

Naja bevor ein einziger Mitarbeiter entlassen wurde, hat Bernstein erstmal ua Jahn einstellen lassen.

Und warum hat man nicht schon im Sommer Mitarbeiter entlassen?
Und ich meine eben nicht nur die Bobic Leute? Hertha beschäftigt 400 Mitarbeiter oder so.

Im März lam er dann auf die Idee an Reisen und Druckerpapier zu sparen.
Warum erst im März?
Und warum fliegt zB das Präsidium weiterhin mit Lufthansa zu Auswärtsspielen?
Weber und Herrich würden ja reichen und es muss auch nicht Lufthansa sein.
etc.

Mit alledem ist es sehr unwahrscheinlich, dass vor 2023 überhaupt irgendwie versucht wurde die Kosten zu reduzieren.
Man kann immer "argumentieren", dass wir es ja nicht wissen, aber so viel wie KB in die Öffentlichkeit trägt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er viel bewegt hat, was er nicht öffentlich verbalisiert hat. Meinst du nicht?
Dazu hat er Mitte Dezember ja noch erklärt, dass es weder ein Lquiditätsproblem gäbe, noch die Lezens in Gefahr sei, weil die komende Saison ja durchfinanziert sei.


Alles valide Punkte, aber das (für mich) wichtigste Argument von @Ebert88 behandelst Du nicht. Ohne Bernstein entlasten zu wollen, muss es doch möglich sein sich zu fragen, wie sich Schiller und Gegenbauer die Zukunft des Projekts Hertha BSC vorgestellt haben. Auch ein Carsten Schmidt ist hier zu nennen, der ja in seiner Zeit hier auch nicht gerade für Sparmaßnahmen plädierte, sondern lieber sein Projekt Goldelse vorantrieb.

Bernstein scheint selber allerhand vermasselt zu haben. Aber er hat einen Verein übernommen, der mit Tempo 100 auf die Wand zuraste. Er hat nicht unmittelbar die Bremse betätigt und das wird bei der nächsten Wahl zu berücksichtigen sein. Dennoch ist fraglich, wer und warum wir überhaupt ein derart monströses Ausgabenproblem bekommen haben. Und da kann Bernstein auch nichts für, er hat nur sein erstes Amtsjahr scheinbar auch keine Notwendigkeit gesehen, Ausgaben drastisch zu kürzen. Auch ein Thomas Herrich ist hier mindestens mal kritisch zu hinterfragen.

Insgesamt ist es unerhört, dass in einem Verein dieser Größe NIEMAND mal dran gedacht hat, die Reißleine zu ziehen. Auch ein Pering, der immerhin 15 Jahre im Vorstand saß, wäscht bei seinem Rücktritt seine Hände in Unschuld. Es will mir einfach nicht in den Kopf.


Dass Gegenbauer und Schiller katrophal agiert haben, das ist doch kein Streitpunkt. Und selbst ohne Corona und mit Europapokaleinzug wäre da keine schwarze Null zu erzielen gewesen mit den Ausgaben des Tennorgeldes.
Im Gegenteil sogar, sage ich stetig, dass Hertha unter Schiller immer defizitär gewirtschaftet hat, auch alle Jahre vor Tennor. DAs war immer mies.

Aber das entlastet eben nicht das (Nicht-)Wirken Bernsteins seit dessen Amtsantritt. Da hat sich ja nichts geändert. Deshalb muss man Bernsteins Handeln nicht relativieren bzw. gar komplett entschuldigen. Er hat ja ein Jahr lang nichts positiv beeinflusst. Ausgangslage hin oder her.
Wenn bei einem "normalen" Wirtschaftsunternehmen in Schieflage ein "Sanierer" neu eingestellt wird, dann würde wohl jeder dessen Handeln stark kritisieren, wenn er 12 Monate nichts bewirkt hat, oder?


Nein, insofern würde ich dir 100% recht geben. Nur ist Bernstein nicht allein verantwortlich für den Niedergang, manchmal habe (zumindest ich) das Gefühl du unterstellst das bei deinen Postings. Kann aber auch sein, dass ich hier die Antibernstein Haltung von mehreren anderen User auf dich projiziere.
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