| Geburtsdatum | 30.09.1980 |
|---|---|
| Alter | 43 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | --- |
| Akt. Verein | --- |
Kay Bernstein [✝]
26.06.2022 - 16:26 Uhr
18.06.2023 - 09:45 Uhr
Also ich finde es auch beängstigend.
Falls man sich nicht um die Finanzen gekümmert hat und falls man gegen dem Manager gewettert hat und ihm Gelder vorenthalten hat.
Falls man sich nicht um die Finanzen gekümmert hat und falls man gegen dem Manager gewettert hat und ihm Gelder vorenthalten hat.
18.06.2023 - 09:47 Uhr
Bernsteins Argumentation ist schon merkwürdig. Er hat seine Kandidatur ja vor allem damit begründet, dass es in den letzten Jahren seinem Empfinden nach sehr fragwürdig gelaufen ist bei Hertha und da würden ihm die meisten ja zustimmen. Aber wenn ich der Meinung bin, in einer Unternehmung oder in einem Verein wurde viel vermurkst in letzter Zeit, dann glaube ich doch nicht, wenn der scheidende Finanzchef behauptet, alles wäre in trockenen Tüchern. Schließlich bin ich ja vor allem angetreten, weil mir das alles nicht ganz koscher vorkam.
Bernstein sollte sich vielleicht etwas aus der Öffentlichkeit zurückziehen und sich mehr auf sein Kerngeschäft konzentrieren: die GFs auszuwählen und zu kontrollieren. Bitte keine Interviews mehr, in denen er sich zur Finanzierung oder zum sportlichen äußert. Jetzt wo wir die Lizenz haben, ist die größte Gefahr auch erstmal abgewendet, jetzt soll er Herrich und Weber ihren Job machen lassen und evaluieren, ob beide dauerhaft geeignet für den Job sind. Da würde glaube ich auch er persönlich von profitieren.
Bernstein sollte sich vielleicht etwas aus der Öffentlichkeit zurückziehen und sich mehr auf sein Kerngeschäft konzentrieren: die GFs auszuwählen und zu kontrollieren. Bitte keine Interviews mehr, in denen er sich zur Finanzierung oder zum sportlichen äußert. Jetzt wo wir die Lizenz haben, ist die größte Gefahr auch erstmal abgewendet, jetzt soll er Herrich und Weber ihren Job machen lassen und evaluieren, ob beide dauerhaft geeignet für den Job sind. Da würde glaube ich auch er persönlich von profitieren.
18.06.2023 - 12:07 Uhr
Zitat von DrDeDre
Naja, Selbstkritk ist es aber wenig, wenn man eine Tatsache eben eh nicht negieren oder schönreden kann.
Das klingt für ich eher wie der Versuch, sich bei den Fans reinzuwaschen.
Zitat von Skjelbred-Fan
Quelle: www.berliner-kurier.de
Auch mit seinen Vorgängern rechnet er kräftig ab. Mit Ex-Geschäftsführer Ingo Schiller, auf desser Aussagen er sich zu sehr verlassen habe und die hinterher eben nicht gedeckt gewesen waren.
„Schiller hat gesagt: Macht euch keine Sorgen, es ist alles durchfinanziert. Also haben wir uns gutgläubig erst einmal den Strukturen gewidmet. Ja, das war naiv. Wenn ich mir etwas vorwerfe, dann, dass ich hier nicht alles von einem externen Wirtschaftsprüfer habe durchleuchten lassen“, so Bernstein selbstkritisch.
Hier nochmal das letzte Interview von KB. Da gibt es ein paar Antworten auf einige Fragen. Exemplarisch die Frage, warum KB im Herbst noch gesagt hat, dass die kommenden zwei Spielzeiten durchfinanziert seien. Für mich nachvollziehbar und mit einem Schuss Selbstkritik.„Schiller hat gesagt: Macht euch keine Sorgen, es ist alles durchfinanziert. Also haben wir uns gutgläubig erst einmal den Strukturen gewidmet. Ja, das war naiv. Wenn ich mir etwas vorwerfe, dann, dass ich hier nicht alles von einem externen Wirtschaftsprüfer habe durchleuchten lassen“, so Bernstein selbstkritisch.
Naja, Selbstkritk ist es aber wenig, wenn man eine Tatsache eben eh nicht negieren oder schönreden kann.
Das klingt für ich eher wie der Versuch, sich bei den Fans reinzuwaschen.
Ich glaub, selbst wenn KB übers Wasser laufen könnte, werden die Kritiker dann sagen: "Nichtmal schwimmen kann er!"
Zitat von DrDeDre
In Spitzenpositionen handelnden Personen würde man so etwas nie durchgehen lassen, wenn man nicht ohnehin starke Sympathien für diesen Menschen hat.
In Spitzenpositionen handelnden Personen würde man so etwas nie durchgehen lassen, wenn man nicht ohnehin starke Sympathien für diesen Menschen hat.
Naja, umgekehrt werden diejenigen, denen KB unsympathisch ist, in allen seinen Entscheidungen das Haar in der Suppe suchen, nur um ihn zu kritisieren. Aber das liegt in der Natur des Menschen. Ist wie in der Politik. Wehe, die falsche Partei macht einen guten Vorschlag! Dann muss er natürlich trotzdem zerredet werden
. Deswegen wird man hier auch keinen Konsens finden. Zitat von DrDeDre
Sich erst um die Strukturen zu kümmern - warum man nicht mit dem gesamten Präsidium beides auch gleichzeitig machen könnte, ist eh die Frage - das dient doch nur, um die eigene Position zu stärken. Colin Jahn und Gefolgsleute einstellen, Befugnisse anders zu Verteilen (zecke ist zB Chef von Thiam), etc.
Sich erst um die Strukturen zu kümmern - warum man nicht mit dem gesamten Präsidium beides auch gleichzeitig machen könnte, ist eh die Frage - das dient doch nur, um die eigene Position zu stärken. Colin Jahn und Gefolgsleute einstellen, Befugnisse anders zu Verteilen (zecke ist zB Chef von Thiam), etc.
Das hätte ein Steffel z.B. nicht getan? Mir fällt es durchaus schwer, evt. Verfehlungen damit zu rechtfertigen, weil sie andere auch begehen. Aber da es sich bei der letzten Wahl nunmal nur auf Steffel und Bernstein zugespitzt hat, bleibt nur der Vergleich zwischen den beiden.
Ich habe Steffel, der ja als Kandidat in den höchsten Tönen gelobt wurde, sehr kritisch gesehen. Warum? Er läßt sich ein Jahr vor der außerordentlichen Präsidiumswahl bei Hertha von seinen Mitgliedern im Präsidentenamt der Füchse Berlin bestätigen. Er läßt sich also das Vertrauen seiner Mitgliedschaft aussprechen um dann ein Jahr später für das gleiche Amt bei Hertha in den Sack zu hauen. Ein Schlag ins Gesicht der Füchse-Mitglieder, der von wenig Charakter zeugt. Dann frage ich mich, was er bis dahin für eine Verbindung zu Hertha hatte. Meines Wissens war er bis zu seiner Kandidatur nichtmal Mitglied und als CDU-Politiker hat er sich zuvor auch nicht gerade dabei hervorgetan, z.B. Hertha bzgl des Stadionneubaus zu unterstützen. Steffel ging es m.Mn. nur um eines: Hertha-Präsident werden um des eigenen Prestiges wegen, da ein professioneller Fußball-Club natürlich eine größere Reichweite besitzt als ein "popeliger" (sorry, nicht meine persönliche Meinung) Handballclub. Steffel ist Politiker und Politiker sind Machtmenschen, die meist aus Kalkül und zu ihrem persönlichen Vorteil handeln. Seine Klüngelei im Vorfeld der Wahlen (andere Kandidaten sollten die Kandidatur für Präsidentenamt aufgeben und ihn unterstützen) unterstreicht das ja, wie er tickt. Ich glaube, genau das hat Steffel damals die meisten Stimmen gekostet.
Ein Machtmensch ist KB mit Sicherheit auch, weil man es sonst auch garnicht soweit bringen kann, fürs Präsidentenamt in Frage zu kommen. Andersrum gesagt: Wer Präsident, Bundeskanzler oder sonst eine führende Position bekleiden will, muss zu einem gewissen Grad auch Machtmensch sein. Es ist für mich auch eine Mär, dass er nur von den Ultras gewählt worden ist. Er hatte eine breite Unterstützung aus verschiedenen Fanlagern, weil er - im Gegensatz zu Steffel - eben rüberbringen konnte, dass ihm aufgrund seiner Vergangenheit Hertha am Herzen liegt. Steffel wurde offensichtlich als eine Art "Söldner" gesehen und davon hatten die meisten in den vergangenen Jahren genug auf dem Platz gesehen, da wollte man im Präsidium nicht auch noch einen.
18.06.2023 - 12:52 Uhr
Zitat von SerbCon
Diese Diskussion ist richtig schön einfältig. Ein Bauer macht keinen König. Mehr gibt es einfach nicht zu sagen.
Diese Diskussion ist richtig schön einfältig. Ein Bauer macht keinen König. Mehr gibt es einfach nicht zu sagen.
So einfach kann man es sich auch machen. Mit Demokratie hat das dann aber schon lange nichts mehr zu tun.
18.06.2023 - 13:17 Uhr
Ich empfinde die Aussage von Berstein in dem Interview, dass er sich nicht um die Finanzen gekümmert hat weil Schiller..., sehr bedenklich bzw. war erschrocken über diese Aussage.
Wenn ich in einer insgesamt für alle sichtbar kritischen Situation so ein Amt übernehme, dann kümmere ich mich als Hauptverantwortlicher erst einmal um die Finanzen. Das notwendige Basiswissen sollte Bernstein mitbringen, da brauche ich keinen Sachverständigenrat.
Eine zweite Frage ist, wie schnell ich reagieren muß bzw. kann. Personalneustrukturierungen brauchen Zeit. Auch die Suche nach neuen Sponsoren ist kein Geschäft für eine Woche. Aber ich muß als Präsident den Finger in die Wunde legen und alle Verantwortlichen anfeuern tätig zu werden.
Man hat das Gefühl, dass erst wirklich aktiv gehandelt wurde, als die Lizenz ernsthaft in Gefahr war und das von der Presse publik gemacht wurde.
Unverständlich in dem ZUsammenhang für mich auch, warum jetzt bei der Anleihe nachgelegt wurde, die Sache ist doch angestoßen und der Prozess läuft bir ? 21. Juni oder so.
Ich hoffe wir erleben Ende Juni nicht noch eine böse Überraschung.
Das Interview insgesamt ist ganz hübsch, erzeugt bei mir aber weder eine Aufbruchstimmung noch Hoffnung, sondern schürt eher weitere Ängste, dass man/Bernstein die Sache doch noch an die Wand fährt.
Wenn ich in einer insgesamt für alle sichtbar kritischen Situation so ein Amt übernehme, dann kümmere ich mich als Hauptverantwortlicher erst einmal um die Finanzen. Das notwendige Basiswissen sollte Bernstein mitbringen, da brauche ich keinen Sachverständigenrat.
Eine zweite Frage ist, wie schnell ich reagieren muß bzw. kann. Personalneustrukturierungen brauchen Zeit. Auch die Suche nach neuen Sponsoren ist kein Geschäft für eine Woche. Aber ich muß als Präsident den Finger in die Wunde legen und alle Verantwortlichen anfeuern tätig zu werden.
Man hat das Gefühl, dass erst wirklich aktiv gehandelt wurde, als die Lizenz ernsthaft in Gefahr war und das von der Presse publik gemacht wurde.
Unverständlich in dem ZUsammenhang für mich auch, warum jetzt bei der Anleihe nachgelegt wurde, die Sache ist doch angestoßen und der Prozess läuft bir ? 21. Juni oder so.
Ich hoffe wir erleben Ende Juni nicht noch eine böse Überraschung.
Das Interview insgesamt ist ganz hübsch, erzeugt bei mir aber weder eine Aufbruchstimmung noch Hoffnung, sondern schürt eher weitere Ängste, dass man/Bernstein die Sache doch noch an die Wand fährt.
18.06.2023 - 13:18 Uhr
Zitat von Skjelbred-Fan
Ich glaub, selbst wenn KB übers Wasser laufen könnte, werden die Kritiker dann sagen: "Nichtmal schwimmen kann er!"
Naja, umgekehrt werden diejenigen, denen KB unsympathisch ist, in allen seinen Entscheidungen das Haar in der Suppe suchen, nur um ihn zu kritisieren. Aber das liegt in der Natur des Menschen. Ist wie in der Politik. Wehe, die falsche Partei macht einen guten Vorschlag! Dann muss er natürlich trotzdem zerredet werden
. Deswegen wird man hier auch keinen Konsens finden.
Das hätte ein Steffel z.B. nicht getan? Mir fällt es durchaus schwer, evt. Verfehlungen damit zu rechtfertigen, weil sie andere auch begehen. Aber da es sich bei der letzten Wahl nunmal nur auf Steffel und Bernstein zugespitzt hat, bleibt nur der Vergleich zwischen den beiden.
Ich habe Steffel, der ja als Kandidat in den höchsten Tönen gelobt wurde, sehr kritisch gesehen. Warum? Er läßt sich ein Jahr vor der außerordentlichen Präsidiumswahl bei Hertha von seinen Mitgliedern im Präsidentenamt der Füchse Berlin bestätigen. Er läßt sich also das Vertrauen seiner Mitgliedschaft aussprechen um dann ein Jahr später für das gleiche Amt bei Hertha in den Sack zu hauen. Ein Schlag ins Gesicht der Füchse-Mitglieder, der von wenig Charakter zeugt. Dann frage ich mich, was er bis dahin für eine Verbindung zu Hertha hatte. Meines Wissens war er bis zu seiner Kandidatur nichtmal Mitglied und als CDU-Politiker hat er sich zuvor auch nicht gerade dabei hervorgetan, z.B. Hertha bzgl des Stadionneubaus zu unterstützen. Steffel ging es m.Mn. nur um eines: Hertha-Präsident werden um des eigenen Prestiges wegen, da ein professioneller Fußball-Club natürlich eine größere Reichweite besitzt als ein "popeliger" (sorry, nicht meine persönliche Meinung) Handballclub. Steffel ist Politiker und Politiker sind Machtmenschen, die meist aus Kalkül und zu ihrem persönlichen Vorteil handeln. Seine Klüngelei im Vorfeld der Wahlen (andere Kandidaten sollten die Kandidatur für Präsidentenamt aufgeben und ihn unterstützen) unterstreicht das ja, wie er tickt. Ich glaube, genau das hat Steffel damals die meisten Stimmen gekostet.
Ein Machtmensch ist KB mit Sicherheit auch, weil man es sonst auch garnicht soweit bringen kann, fürs Präsidentenamt in Frage zu kommen. Andersrum gesagt: Wer Präsident, Bundeskanzler oder sonst eine führende Position bekleiden will, muss zu einem gewissen Grad auch Machtmensch sein. Es ist für mich auch eine Mär, dass er nur von den Ultras gewählt worden ist. Er hatte eine breite Unterstützung aus verschiedenen Fanlagern, weil er - im Gegensatz zu Steffel - eben rüberbringen konnte, dass ihm aufgrund seiner Vergangenheit Hertha am Herzen liegt. Steffel wurde offensichtlich als eine Art "Söldner" gesehen und davon hatten die meisten in den vergangenen Jahren genug auf dem Platz gesehen, da wollte man im Präsidium nicht auch noch einen.
Zitat von DrDeDre
Naja, Selbstkritk ist es aber wenig, wenn man eine Tatsache eben eh nicht negieren oder schönreden kann.
Das klingt für ich eher wie der Versuch, sich bei den Fans reinzuwaschen.
Zitat von Skjelbred-Fan
Quelle: www.berliner-kurier.de
Auch mit seinen Vorgängern rechnet er kräftig ab. Mit Ex-Geschäftsführer Ingo Schiller, auf desser Aussagen er sich zu sehr verlassen habe und die hinterher eben nicht gedeckt gewesen waren.
„Schiller hat gesagt: Macht euch keine Sorgen, es ist alles durchfinanziert. Also haben wir uns gutgläubig erst einmal den Strukturen gewidmet. Ja, das war naiv. Wenn ich mir etwas vorwerfe, dann, dass ich hier nicht alles von einem externen Wirtschaftsprüfer habe durchleuchten lassen“, so Bernstein selbstkritisch.
Hier nochmal das letzte Interview von KB. Da gibt es ein paar Antworten auf einige Fragen. Exemplarisch die Frage, warum KB im Herbst noch gesagt hat, dass die kommenden zwei Spielzeiten durchfinanziert seien. Für mich nachvollziehbar und mit einem Schuss Selbstkritik.„Schiller hat gesagt: Macht euch keine Sorgen, es ist alles durchfinanziert. Also haben wir uns gutgläubig erst einmal den Strukturen gewidmet. Ja, das war naiv. Wenn ich mir etwas vorwerfe, dann, dass ich hier nicht alles von einem externen Wirtschaftsprüfer habe durchleuchten lassen“, so Bernstein selbstkritisch.
Naja, Selbstkritk ist es aber wenig, wenn man eine Tatsache eben eh nicht negieren oder schönreden kann.
Das klingt für ich eher wie der Versuch, sich bei den Fans reinzuwaschen.
Ich glaub, selbst wenn KB übers Wasser laufen könnte, werden die Kritiker dann sagen: "Nichtmal schwimmen kann er!"
Zitat von DrDeDre
In Spitzenpositionen handelnden Personen würde man so etwas nie durchgehen lassen, wenn man nicht ohnehin starke Sympathien für diesen Menschen hat.
In Spitzenpositionen handelnden Personen würde man so etwas nie durchgehen lassen, wenn man nicht ohnehin starke Sympathien für diesen Menschen hat.
Naja, umgekehrt werden diejenigen, denen KB unsympathisch ist, in allen seinen Entscheidungen das Haar in der Suppe suchen, nur um ihn zu kritisieren. Aber das liegt in der Natur des Menschen. Ist wie in der Politik. Wehe, die falsche Partei macht einen guten Vorschlag! Dann muss er natürlich trotzdem zerredet werden
. Deswegen wird man hier auch keinen Konsens finden. Zitat von DrDeDre
Sich erst um die Strukturen zu kümmern - warum man nicht mit dem gesamten Präsidium beides auch gleichzeitig machen könnte, ist eh die Frage - das dient doch nur, um die eigene Position zu stärken. Colin Jahn und Gefolgsleute einstellen, Befugnisse anders zu Verteilen (zecke ist zB Chef von Thiam), etc.
Sich erst um die Strukturen zu kümmern - warum man nicht mit dem gesamten Präsidium beides auch gleichzeitig machen könnte, ist eh die Frage - das dient doch nur, um die eigene Position zu stärken. Colin Jahn und Gefolgsleute einstellen, Befugnisse anders zu Verteilen (zecke ist zB Chef von Thiam), etc.
Das hätte ein Steffel z.B. nicht getan? Mir fällt es durchaus schwer, evt. Verfehlungen damit zu rechtfertigen, weil sie andere auch begehen. Aber da es sich bei der letzten Wahl nunmal nur auf Steffel und Bernstein zugespitzt hat, bleibt nur der Vergleich zwischen den beiden.
Ich habe Steffel, der ja als Kandidat in den höchsten Tönen gelobt wurde, sehr kritisch gesehen. Warum? Er läßt sich ein Jahr vor der außerordentlichen Präsidiumswahl bei Hertha von seinen Mitgliedern im Präsidentenamt der Füchse Berlin bestätigen. Er läßt sich also das Vertrauen seiner Mitgliedschaft aussprechen um dann ein Jahr später für das gleiche Amt bei Hertha in den Sack zu hauen. Ein Schlag ins Gesicht der Füchse-Mitglieder, der von wenig Charakter zeugt. Dann frage ich mich, was er bis dahin für eine Verbindung zu Hertha hatte. Meines Wissens war er bis zu seiner Kandidatur nichtmal Mitglied und als CDU-Politiker hat er sich zuvor auch nicht gerade dabei hervorgetan, z.B. Hertha bzgl des Stadionneubaus zu unterstützen. Steffel ging es m.Mn. nur um eines: Hertha-Präsident werden um des eigenen Prestiges wegen, da ein professioneller Fußball-Club natürlich eine größere Reichweite besitzt als ein "popeliger" (sorry, nicht meine persönliche Meinung) Handballclub. Steffel ist Politiker und Politiker sind Machtmenschen, die meist aus Kalkül und zu ihrem persönlichen Vorteil handeln. Seine Klüngelei im Vorfeld der Wahlen (andere Kandidaten sollten die Kandidatur für Präsidentenamt aufgeben und ihn unterstützen) unterstreicht das ja, wie er tickt. Ich glaube, genau das hat Steffel damals die meisten Stimmen gekostet.
Ein Machtmensch ist KB mit Sicherheit auch, weil man es sonst auch garnicht soweit bringen kann, fürs Präsidentenamt in Frage zu kommen. Andersrum gesagt: Wer Präsident, Bundeskanzler oder sonst eine führende Position bekleiden will, muss zu einem gewissen Grad auch Machtmensch sein. Es ist für mich auch eine Mär, dass er nur von den Ultras gewählt worden ist. Er hatte eine breite Unterstützung aus verschiedenen Fanlagern, weil er - im Gegensatz zu Steffel - eben rüberbringen konnte, dass ihm aufgrund seiner Vergangenheit Hertha am Herzen liegt. Steffel wurde offensichtlich als eine Art "Söldner" gesehen und davon hatten die meisten in den vergangenen Jahren genug auf dem Platz gesehen, da wollte man im Präsidium nicht auch noch einen.
“Das Haar in der Suppe zu suchen” ist aber auch eine Verklärung/Verniedlichung/Rechtfertigung für Kapitale Böcke.
Das war (und bleibt) existenzgefährdend für den Verein.
Das ist wie bei UH, als seine Freunde bei seiner schweren Steuerhinterziehungen, einer Straftat von “er hat einen Fehler gemacht” sprachen.
Kleinere Fehler darf jeder auch Bernstein machen, sein Handeln ist aber einige Kategorien höher einzustufen.
21.06.2023 - 17:14 Uhr
Quelle: www.faz.net
„Meine Position lässt sich mit der von Robert Habeck vergleichen“
Der frühere Ultra-Fan Kay Bernstein spricht über sein Handeln als Präsident bei Hertha BSC, Parallelen zwischen Profifußball und Klimakrise sowie das „warnende Beispiel“, das sein Klub sein sollte.
(....)
Der frühere Ultra-Fan Kay Bernstein spricht über sein Handeln als Präsident bei Hertha BSC, Parallelen zwischen Profifußball und Klimakrise sowie das „warnende Beispiel“, das sein Klub sein sollte.
(....)
Zitat von faz.net
Ein wichtiger Punkt war die inzwischen gelungene Verlängerung einer Anleihe über 40 Millionen Euro, die in diesem Jahr fällig geworden wäre. Ein anderer die Zusammenarbeit mit dem neuen Gesellschafter „777 Partners“ vor dem Hintergrund der 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren im deutschen Profifußball begrenzt. Die private Investmentgesellschaft aus den USA hält 64,7 Prozent der Profiabteilung von Hertha BSC, aber nicht die Mehrheit der Stimmanteile. Wie groß ist der Einfluss der Amerikaner tatsächlich?
Sie packen da sehr viel in die Fragestellung, was mit einer Antwort dann sozusagen von mir pauschal sanktioniert werden würde. Ich würde deshalb gerne nur präzise auf den letzten Satz antworten.
O.K.
Über den Einfluss von 777 wird wahnsinnig viel spekuliert, und sehr viel davon ist von Halbwissen geprägt. Das ist für mich aber eher ein positiver Aspekt, weil es zeigt, dass sich bei uns langsam die Reihen schließen und weniger vertrauliche Informationen nach außen gegeben werden. Da hatten wir ein riesiges Problem bei Hertha BSC, das wir noch nicht gänzlich hinbekommen haben zu lösen.
Wo spricht 777 im Alltag mit?
Es ist ein inhaltliches Miteinander auf allen Ebenen, die wesentlich sind für den Tagesbetrieb im wirtschaftlichen Sinn, im sportlichen Sinn, im finanztechnischen Sinn und im analytischen Sinn. Man tauscht sich in diesen wesentlichen Clustern aus. Je nach Aktualität und in unterschiedlichen Konstellationen. Also zum Beispiel unser Geschäftsführer Thomas Herrich mit dem CEO Don Dransfield. Oder unser Sportdirektor Benny Weber mit Johannes Spors von 777. Alles unter dem Motto: Wie können wir Hertha BSC besser machen?
Das hört sich zu harmonisch an, um wahr zu sein.
(lacht) Und damit wäre es dann keine Geschichte mehr. Im Ernst: Natürlich gibt es Reibung, aber die brauchen wir auch. Wir brauchen die Unterschiedlichkeit, um erfolgreich zu sein. Wenn wir eine Überzeugung mit dem Wissen und dem Blickwinkel von 777 gemeinsam haben, ist es die perfekte Welt. Dass man mal unterschiedlicher Meinung ist, gehört dazu.
(....)
Wie sollen die Schulden abgebaut werden?
Das Ziel ist es, Hertha nachhaltig zu verändern. Dass hier nachhaltig gewirtschaftet wird, dass der Kreislauf funktioniert, dass wir mit Blick auf die Zeit zügig dahin kommen, dass wir sagen, wir schreiben eine schwarze Null. Dann können wir uns sukzessive um den Schuldenabbau kümmern, dann können wir jetzt mal ein bisschen handlungsfähiger sein, dann können wir über Rücklagen und Infrastrukturmaßnahmen in der Akademie reden. Das alles ist mit Blick auf die Zukunft sehr wichtig.
In der zweiten Liga dürfte sich Herthas Finanzsituation nur schwerlich verbessern. Wie viele Jahre in dieser Spielklasse würde Hertha finanziell verkraften?
Man kann in der Liga definitiv hängen bleiben, das haben wir aber nicht vor. Um das richtig einzuordnen, müssen wir aber den Sommer abwarten. Was macht die Konkurrenz, wie sieht unser Kader aus? Erst dann können wir es realistisch einschätzen. Wirtschaftlich würde aber ein Nichtaufstieg auch funktionieren.
777 mit seinem Portfolio an Klubs in verschiedenen Ländern ist ein Paradebeispiel für die Kommerzialisierung des Fußballs. Ausgerechnet Sie als ehemaliger Kurvengänger haben das Unternehmen ins Boot geholt. Wie sehr mussten Sie dabei gegen die eigenen Überzeugungen ankämpfen?
Zuerst einmal habe ich keinen Investor an Bord geholt. Der war in Person von Lars Windhorst schon da. Windhorst hat dann seine Anteile an einen Nächsten, sprich 777, verkauft. Das ist ein wichtiger Punkt, der gern vergessen wird. Natürlich dachten viele Leute, wir haben Kay gewählt, das ist jetzt mit einem Fingerschnippen wieder unser Verein, wir sind jetzt von der Basis auferstanden. Dann aber stellen wir fest, was wirklich los ist: Unsere Altlasten sind so groß, unser Scherbenhaufen ist so riesig, dass es im Hier und Jetzt alternativlos war, was wir zum Fortbestand des Vereins tun mussten!
(....)
Was muss dieses Mal besser laufen, damit die Zusammenarbeit nicht endet wie mit Windhorst?
Haben Sie eine Maschine für Zeitreisen parat? Dann würde ich gerne mal drei, fünf, zehn und 15 Jahre in die Zukunft reisen. Wir wissen es nicht, wir können es nicht wissen, was im Detail passieren wird. Aber: Es ist dieses Mal ein anderes inhaltliches Miteinander. Kommunikation. Zusammenarbeit. Teamwork. Zum beiderseitigen Nutzen. Wie bereits beschrieben. 50+1 wird bei allen Investorenmodellen in Deutschland der entscheidende Punkt der Kooperation bleiben. Da liegt schon Potential für eventuelle Konflikte, das ist klar. Andererseits wäre sportlicher und dadurch wirtschaftlicher Erfolg ein wunderbares Schmiermittel. Noch mal gefragt: Wo genau ist der Einstieg der Zeitreise-Maschine? Sie dürfen mitfliegen!
777 hat sich eine weitreichende Gewinnbeteiligung von 95 Prozent gesichert. Hat Hertha mit dem Geschäft seine Zukunft verpfändet?
Wir sprechen da von den 95 Prozent ausschüttbarem Gewinn. Wie viele Vereine fallen Ihnen ein, die in Deutschland einen Gewinn ausschütten?
Angefangen mit dem FC Bayern . . .
Schön für den Branchenführer. Und das war es dann schon im Großen und Ganzen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass Hertha BSC in den vergangenen 20 bis 30 Jahren mal einen nennenswerten operativen Gewinn erzielt hätte. Und bevor ein ausschüttbarer Gewinn überhaupt gezeichnet wird, investierst du in die Infrastruktur, in sportlichen Erfolg, vielleicht investierst du das Geld in Absprache mit dem Investor auch, um die nächste sportliche Stufe zu erreichen.
Also sehen Sie kein Problem darin, so gut wie nichts von zukünftigen Gewinnen zu haben?
Wie gesagt, wir sprechen von ausschüttbaren Gewinnen.
Verfolgen Sie langfristig das Ziel, sich wieder von 777 zu trennen?
Fiese Frage! Das ist ein oft geäußerter Wunsch vieler Mitglieder – Hertha BSC wieder ohne Investor. Und natürlich ist es dann für uns als gewählte Vertreter die Aufgabe, sich damit auseinanderzusetzen und zu schauen, ob das ein realistisches Ziel ist. Stichwort: Rückkauf der Anteile durch den Verein. Stand heute ist es kein realistisches Ziel. Wir müssen uns erst einmal in die Grundlagen der Wirtschaftlichkeit zurück arbeiten. Aber wenn das gelingt, dann ist das Thema vermutlich nicht mehr aktuell. Denn dann überzeugt die Kooperation ja von ganz allein durch eine erfolgreiche und hoffentlich positive sowie harmonische Entwicklung.
(.....)
Warum holt man ständig Erlöse aus der Zukunft und packt sie ins Hier und Jetzt?
Genau das war Herthas Geschäftsmodell über viele Jahre.
Das ist richtig. Früher war man schon sehr kreativ im Besorgen von neuem Geld.
Was waren die größten Fehler, die zum Absturz beigetragen haben?
Man wollte zu schnell zu viel. Man war bereit, das Investment von Lars Windhorst in zwei Transferfenstern auf maximalen Erfolg zu legen, ohne zu verstehen, dass der Verein auf allen Ebenen noch gar nicht bereit dafür war. Weder sportlich noch organisatorisch.
Was noch?
Man hat kommunikativ ganz viele Fehler gemacht, indem man eine Erwartungshaltung produziert hat, die man nur enttäuschen konnte.
Vier Jahre nach dem Einstieg eines Investors ist Hertha abgestiegen und finanziell schwer angeknockt. Taugt der Verein als Warnhinweis, was alles bei diesem Modell schiefgehen kann?
Wir haben den Nachweis erbracht, für alle ein warnendes Beispiel zu sein.(.....)
Ein wichtiger Punkt war die inzwischen gelungene Verlängerung einer Anleihe über 40 Millionen Euro, die in diesem Jahr fällig geworden wäre. Ein anderer die Zusammenarbeit mit dem neuen Gesellschafter „777 Partners“ vor dem Hintergrund der 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren im deutschen Profifußball begrenzt. Die private Investmentgesellschaft aus den USA hält 64,7 Prozent der Profiabteilung von Hertha BSC, aber nicht die Mehrheit der Stimmanteile. Wie groß ist der Einfluss der Amerikaner tatsächlich?
Sie packen da sehr viel in die Fragestellung, was mit einer Antwort dann sozusagen von mir pauschal sanktioniert werden würde. Ich würde deshalb gerne nur präzise auf den letzten Satz antworten.
O.K.
Über den Einfluss von 777 wird wahnsinnig viel spekuliert, und sehr viel davon ist von Halbwissen geprägt. Das ist für mich aber eher ein positiver Aspekt, weil es zeigt, dass sich bei uns langsam die Reihen schließen und weniger vertrauliche Informationen nach außen gegeben werden. Da hatten wir ein riesiges Problem bei Hertha BSC, das wir noch nicht gänzlich hinbekommen haben zu lösen.
Wo spricht 777 im Alltag mit?
Es ist ein inhaltliches Miteinander auf allen Ebenen, die wesentlich sind für den Tagesbetrieb im wirtschaftlichen Sinn, im sportlichen Sinn, im finanztechnischen Sinn und im analytischen Sinn. Man tauscht sich in diesen wesentlichen Clustern aus. Je nach Aktualität und in unterschiedlichen Konstellationen. Also zum Beispiel unser Geschäftsführer Thomas Herrich mit dem CEO Don Dransfield. Oder unser Sportdirektor Benny Weber mit Johannes Spors von 777. Alles unter dem Motto: Wie können wir Hertha BSC besser machen?
Das hört sich zu harmonisch an, um wahr zu sein.
(lacht) Und damit wäre es dann keine Geschichte mehr. Im Ernst: Natürlich gibt es Reibung, aber die brauchen wir auch. Wir brauchen die Unterschiedlichkeit, um erfolgreich zu sein. Wenn wir eine Überzeugung mit dem Wissen und dem Blickwinkel von 777 gemeinsam haben, ist es die perfekte Welt. Dass man mal unterschiedlicher Meinung ist, gehört dazu.
(....)
Wie sollen die Schulden abgebaut werden?
Das Ziel ist es, Hertha nachhaltig zu verändern. Dass hier nachhaltig gewirtschaftet wird, dass der Kreislauf funktioniert, dass wir mit Blick auf die Zeit zügig dahin kommen, dass wir sagen, wir schreiben eine schwarze Null. Dann können wir uns sukzessive um den Schuldenabbau kümmern, dann können wir jetzt mal ein bisschen handlungsfähiger sein, dann können wir über Rücklagen und Infrastrukturmaßnahmen in der Akademie reden. Das alles ist mit Blick auf die Zukunft sehr wichtig.
In der zweiten Liga dürfte sich Herthas Finanzsituation nur schwerlich verbessern. Wie viele Jahre in dieser Spielklasse würde Hertha finanziell verkraften?
Man kann in der Liga definitiv hängen bleiben, das haben wir aber nicht vor. Um das richtig einzuordnen, müssen wir aber den Sommer abwarten. Was macht die Konkurrenz, wie sieht unser Kader aus? Erst dann können wir es realistisch einschätzen. Wirtschaftlich würde aber ein Nichtaufstieg auch funktionieren.
777 mit seinem Portfolio an Klubs in verschiedenen Ländern ist ein Paradebeispiel für die Kommerzialisierung des Fußballs. Ausgerechnet Sie als ehemaliger Kurvengänger haben das Unternehmen ins Boot geholt. Wie sehr mussten Sie dabei gegen die eigenen Überzeugungen ankämpfen?
Zuerst einmal habe ich keinen Investor an Bord geholt. Der war in Person von Lars Windhorst schon da. Windhorst hat dann seine Anteile an einen Nächsten, sprich 777, verkauft. Das ist ein wichtiger Punkt, der gern vergessen wird. Natürlich dachten viele Leute, wir haben Kay gewählt, das ist jetzt mit einem Fingerschnippen wieder unser Verein, wir sind jetzt von der Basis auferstanden. Dann aber stellen wir fest, was wirklich los ist: Unsere Altlasten sind so groß, unser Scherbenhaufen ist so riesig, dass es im Hier und Jetzt alternativlos war, was wir zum Fortbestand des Vereins tun mussten!
(....)
Was muss dieses Mal besser laufen, damit die Zusammenarbeit nicht endet wie mit Windhorst?
Haben Sie eine Maschine für Zeitreisen parat? Dann würde ich gerne mal drei, fünf, zehn und 15 Jahre in die Zukunft reisen. Wir wissen es nicht, wir können es nicht wissen, was im Detail passieren wird. Aber: Es ist dieses Mal ein anderes inhaltliches Miteinander. Kommunikation. Zusammenarbeit. Teamwork. Zum beiderseitigen Nutzen. Wie bereits beschrieben. 50+1 wird bei allen Investorenmodellen in Deutschland der entscheidende Punkt der Kooperation bleiben. Da liegt schon Potential für eventuelle Konflikte, das ist klar. Andererseits wäre sportlicher und dadurch wirtschaftlicher Erfolg ein wunderbares Schmiermittel. Noch mal gefragt: Wo genau ist der Einstieg der Zeitreise-Maschine? Sie dürfen mitfliegen!
777 hat sich eine weitreichende Gewinnbeteiligung von 95 Prozent gesichert. Hat Hertha mit dem Geschäft seine Zukunft verpfändet?
Wir sprechen da von den 95 Prozent ausschüttbarem Gewinn. Wie viele Vereine fallen Ihnen ein, die in Deutschland einen Gewinn ausschütten?
Angefangen mit dem FC Bayern . . .
Schön für den Branchenführer. Und das war es dann schon im Großen und Ganzen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass Hertha BSC in den vergangenen 20 bis 30 Jahren mal einen nennenswerten operativen Gewinn erzielt hätte. Und bevor ein ausschüttbarer Gewinn überhaupt gezeichnet wird, investierst du in die Infrastruktur, in sportlichen Erfolg, vielleicht investierst du das Geld in Absprache mit dem Investor auch, um die nächste sportliche Stufe zu erreichen.
Also sehen Sie kein Problem darin, so gut wie nichts von zukünftigen Gewinnen zu haben?
Wie gesagt, wir sprechen von ausschüttbaren Gewinnen.
Verfolgen Sie langfristig das Ziel, sich wieder von 777 zu trennen?
Fiese Frage! Das ist ein oft geäußerter Wunsch vieler Mitglieder – Hertha BSC wieder ohne Investor. Und natürlich ist es dann für uns als gewählte Vertreter die Aufgabe, sich damit auseinanderzusetzen und zu schauen, ob das ein realistisches Ziel ist. Stichwort: Rückkauf der Anteile durch den Verein. Stand heute ist es kein realistisches Ziel. Wir müssen uns erst einmal in die Grundlagen der Wirtschaftlichkeit zurück arbeiten. Aber wenn das gelingt, dann ist das Thema vermutlich nicht mehr aktuell. Denn dann überzeugt die Kooperation ja von ganz allein durch eine erfolgreiche und hoffentlich positive sowie harmonische Entwicklung.
(.....)
Warum holt man ständig Erlöse aus der Zukunft und packt sie ins Hier und Jetzt?
Genau das war Herthas Geschäftsmodell über viele Jahre.
Das ist richtig. Früher war man schon sehr kreativ im Besorgen von neuem Geld.
Was waren die größten Fehler, die zum Absturz beigetragen haben?
Man wollte zu schnell zu viel. Man war bereit, das Investment von Lars Windhorst in zwei Transferfenstern auf maximalen Erfolg zu legen, ohne zu verstehen, dass der Verein auf allen Ebenen noch gar nicht bereit dafür war. Weder sportlich noch organisatorisch.
Was noch?
Man hat kommunikativ ganz viele Fehler gemacht, indem man eine Erwartungshaltung produziert hat, die man nur enttäuschen konnte.
Vier Jahre nach dem Einstieg eines Investors ist Hertha abgestiegen und finanziell schwer angeknockt. Taugt der Verein als Warnhinweis, was alles bei diesem Modell schiefgehen kann?
Wir haben den Nachweis erbracht, für alle ein warnendes Beispiel zu sein.(.....)
Bisschen was von hinter der Pay Wall
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 21.06.2023 um 17:37 Uhr bearbeitet
21.06.2023 - 18:30 Uhr
Ordentliches Interview. Bis zur Unterfütterung bleiben es aber natürlich nur schön anzuhörende Fetzen.
Bernstein muss sich an den nächsten 12 Monaten ganz besonders messen lassen. Ist der Grad der finanziellen Neuverschuldung erheblich gesunken? Ist die Zusammenarbeit mit 777 lautlos und respektvoll? Ist der sportliche Gang vielversprechend?
Dicke Bretter die es zu bohren gilt.
Im Interesse aller sollte man hoffen, dass er seinen Job außerordentlich gut macht.
Bernstein muss sich an den nächsten 12 Monaten ganz besonders messen lassen. Ist der Grad der finanziellen Neuverschuldung erheblich gesunken? Ist die Zusammenarbeit mit 777 lautlos und respektvoll? Ist der sportliche Gang vielversprechend?
Dicke Bretter die es zu bohren gilt.
Im Interesse aller sollte man hoffen, dass er seinen Job außerordentlich gut macht.
21.06.2023 - 19:24 Uhr
Aber spricht auch wieder Bände dass selbst der Interviewende keine Ahnung hat was der Unterschied von Gewinn und auszuschüttendem Gewinn ist. 

21.06.2023 - 19:32 Uhr
Dass es zwischen Tom Herrich und 777 CEO Don Dransfield zu Reibungen kommt, kann ich mir vorstellen
aber Spaß beiseite, ich sehe es schon mal positiv, dass Bernstein sich hier recht bedeckt hält zu den meisten Themen (Aufstieg, Mitbestimmung von 777 etc.). Jetzt soll er mal Herrich und Weber ihren Job machen lassen und gerade ersterem auf die Finger schauen. Zu konkreten Fragen des sportlichen und finanziellen kann er dann ja besser auf Weber und Herrich verweisen.
aber Spaß beiseite, ich sehe es schon mal positiv, dass Bernstein sich hier recht bedeckt hält zu den meisten Themen (Aufstieg, Mitbestimmung von 777 etc.). Jetzt soll er mal Herrich und Weber ihren Job machen lassen und gerade ersterem auf die Finger schauen. Zu konkreten Fragen des sportlichen und finanziellen kann er dann ja besser auf Weber und Herrich verweisen.
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