| Geburtsdatum | 15.11.1968 |
|---|---|
| Alter | 57 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | VfL Bochum |
Uwe Rösler [Trainer]
02.10.2025 - 18:31 Uhr
17.05.2026 - 10:46 Uhr
Komm, ich lege noch einen nach.
Diese Saison sind, seit UR übernommen hat, 8 Spieler U21 zum Einsatz gekommen. Gleicher Rechenweg, wie oben dargestellt (aber eben nur ab dem Zeitpunkt der Übernahme, sprich: ab dem Spiel gegen Berlin), ergibt einen durchschnittlichen Spielanteil von 60,97 %. Ohne Koscierski, der mit seinen 11 % etwas abfällt (zweitniedrigsten Anteil hat Marshall mit 51,18 %), ganze 68,03 %. Für Tortenliebhaber: Rund zwei Drittel!
Und wir haben ja noch den heutigen Spieltag vor uns und bei Bedarf ergänze ich es der Vollständigkeit halber 😉
Wenn wir nächste Saison wieder 7-8 U21-Spieler im Kader haben und diese im Schnitt über 60 % der möglichen Spielzeit absolvieren UND wir nicht gegen den Abstieg spielen, ziehe ich meinen imaginären Hut!
Das wird aber mit hoher Sicherheit nicht passieren und ich werde mich jetzt schonmal auf die Kommentare einstellen, dass die Jugendförderung unter UR "nachweislich" immer schlechter wurde und es alle ja bereits zum 16.05.2026 wussten und gegen Wände angeredet haben. Der Trend ist ja schließlich eindeutig!
(Ich bin schon fast gewillt den Larz-Move zu machen und eine Wette um die Account-Löschung einzugehen 😂)
Diese Saison sind, seit UR übernommen hat, 8 Spieler U21 zum Einsatz gekommen. Gleicher Rechenweg, wie oben dargestellt (aber eben nur ab dem Zeitpunkt der Übernahme, sprich: ab dem Spiel gegen Berlin), ergibt einen durchschnittlichen Spielanteil von 60,97 %. Ohne Koscierski, der mit seinen 11 % etwas abfällt (zweitniedrigsten Anteil hat Marshall mit 51,18 %), ganze 68,03 %. Für Tortenliebhaber: Rund zwei Drittel!
Und wir haben ja noch den heutigen Spieltag vor uns und bei Bedarf ergänze ich es der Vollständigkeit halber 😉
Wenn wir nächste Saison wieder 7-8 U21-Spieler im Kader haben und diese im Schnitt über 60 % der möglichen Spielzeit absolvieren UND wir nicht gegen den Abstieg spielen, ziehe ich meinen imaginären Hut!
Das wird aber mit hoher Sicherheit nicht passieren und ich werde mich jetzt schonmal auf die Kommentare einstellen, dass die Jugendförderung unter UR "nachweislich" immer schlechter wurde und es alle ja bereits zum 16.05.2026 wussten und gegen Wände angeredet haben. Der Trend ist ja schließlich eindeutig!
(Ich bin schon fast gewillt den Larz-Move zu machen und eine Wette um die Account-Löschung einzugehen 😂)
17.05.2026 - 12:28 Uhr
Zitat von Chakan
Komm, ich lege noch einen nach.
Diese Saison sind, seit UR übernommen hat, 8 Spieler U21 zum Einsatz gekommen. Gleicher Rechenweg, wie oben dargestellt (aber eben nur ab dem Zeitpunkt der Übernahme, sprich: ab dem Spiel gegen Berlin), ergibt einen durchschnittlichen Spielanteil von 60,97 %. Ohne Koscierski, der mit seinen 11 % etwas abfällt (zweitniedrigsten Anteil hat Marshall mit 51,18 %), ganze 68,03 %. Für Tortenliebhaber: Rund zwei Drittel!
Und wir haben ja noch den heutigen Spieltag vor uns und bei Bedarf ergänze ich es der Vollständigkeit halber 😉
Wenn wir nächste Saison wieder 7-8 U21-Spieler im Kader haben und diese im Schnitt über 60 % der möglichen Spielzeit absolvieren UND wir nicht gegen den Abstieg spielen, ziehe ich meinen imaginären Hut!
Das wird aber mit hoher Sicherheit nicht passieren und ich werde mich jetzt schonmal auf die Kommentare einstellen, dass die Jugendförderung unter UR "nachweislich" immer schlechter wurde und es alle ja bereits zum 16.05.2026 wussten und gegen Wände angeredet haben. Der Trend ist ja schließlich eindeutig!
(Ich bin schon fast gewillt den Larz-Move zu machen und eine Wette um die Account-Löschung einzugehen 😂)
Komm, ich lege noch einen nach.
Diese Saison sind, seit UR übernommen hat, 8 Spieler U21 zum Einsatz gekommen. Gleicher Rechenweg, wie oben dargestellt (aber eben nur ab dem Zeitpunkt der Übernahme, sprich: ab dem Spiel gegen Berlin), ergibt einen durchschnittlichen Spielanteil von 60,97 %. Ohne Koscierski, der mit seinen 11 % etwas abfällt (zweitniedrigsten Anteil hat Marshall mit 51,18 %), ganze 68,03 %. Für Tortenliebhaber: Rund zwei Drittel!
Und wir haben ja noch den heutigen Spieltag vor uns und bei Bedarf ergänze ich es der Vollständigkeit halber 😉
Wenn wir nächste Saison wieder 7-8 U21-Spieler im Kader haben und diese im Schnitt über 60 % der möglichen Spielzeit absolvieren UND wir nicht gegen den Abstieg spielen, ziehe ich meinen imaginären Hut!
Das wird aber mit hoher Sicherheit nicht passieren und ich werde mich jetzt schonmal auf die Kommentare einstellen, dass die Jugendförderung unter UR "nachweislich" immer schlechter wurde und es alle ja bereits zum 16.05.2026 wussten und gegen Wände angeredet haben. Der Trend ist ja schließlich eindeutig!
(Ich bin schon fast gewillt den Larz-Move zu machen und eine Wette um die Account-Löschung einzugehen 😂)
Danke für die super Beiträge und das aufschlüsseln, aber hier sind wirklich einige so verdreht, da kann man faktisch einfach nicht mehr mithalten.
Die Diskussion war verloren, als das Argument kam, dass die jungen Spieler aus der Profimannschaft ja keine U21 Spieler mehr sind, da Sie ja schon bei den Profis spielen würden.
Das ist ein Perpetuum Mobile der Argumentation, eigentlich genial. Denn man kann es so lang kritisieren, bis der Fall eintritt um dann darauf verweisen, dass der Spieler gar nicht mit bewertet werden darf.
18.05.2026 - 09:45 Uhr
Zitat von Cervidae
Die Diskussion war verloren, als das Argument kam, dass die jungen Spieler aus der Profimannschaft ja keine U21 Spieler mehr sind, da Sie ja schon bei den Profis spielen würden.
Die Diskussion war verloren, als das Argument kam, dass die jungen Spieler aus der Profimannschaft ja keine U21 Spieler mehr sind, da Sie ja schon bei den Profis spielen würden.
On point 😄
23.05.2026 - 15:14 Uhr
Zitat von Chakan
Kurzum: UR hat in seinen drei Spielzeiten bei Aarhus 11 Spieler eingesetzt, die 21 Jahre oder jünger waren und dabei fast die Hälfte der gespielten Spiele über die volle Länge gespielt haben (oder alternativ: von allen gespielten Spielen haben diese Spieler eine ganze Halbzeit gespielt). Man könnte jetzt noch weitergehen und das ganze pro Saison aufteilen, aber ich wollte nur keine kurze Analyse geben.
Ich weiß wirklich nicht, was hier manche User, wie @BOlx161, @G_Verbeek oder @Steely99, erwarten. Scheinbar, dass wir unsere U21 in der Liga auflaufen lassen.
Kurzum: UR hat in seinen drei Spielzeiten bei Aarhus 11 Spieler eingesetzt, die 21 Jahre oder jünger waren und dabei fast die Hälfte der gespielten Spiele über die volle Länge gespielt haben (oder alternativ: von allen gespielten Spielen haben diese Spieler eine ganze Halbzeit gespielt). Man könnte jetzt noch weitergehen und das ganze pro Saison aufteilen, aber ich wollte nur keine kurze Analyse geben.
Ich weiß wirklich nicht, was hier manche User, wie @BOlx161, @G_Verbeek oder @Steely99, erwarten. Scheinbar, dass wir unsere U21 in der Liga auflaufen lassen.
Erst einmal danke für deine ausführliche Analyse der Daten aus der Aarhus-Zeit. Ich kann das zeitlich natürlich nicht mehr im Detail nachprüfen, vertraue deiner Einordnung an der Stelle aber einfach einmal.
Grundsätzlich muss man hier jedoch zwei Dinge klar voneinander unterscheiden:
a) Ein Trainer verpflichtet talentierte und bereits relativ „gestandene“ U23-Spieler und setzt diese ein.
b) Ein Trainer entwickelt junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die erst noch Schritt für Schritt an den Profifußball herangeführt werden müssen.
Niemand behauptet, dass Rösler ein Anti-Jugendtrainer sei. Aber nur weil man junge Spieler einsetzt, ist man nicht automatisch ein ausgeprägter Talententwickler.
Ich denke, du würdest mir beispielsweise nicht widersprechen, wenn ich sage: Würden wir Lennart Karl von Bayern verpflichten und er wäre anschließend unter Rösler Stammspieler, dann wäre das kaum ein Beleg für außergewöhnliche Talententwicklung. Der Spieler bringt das Niveau bereits mit.
Wenn ich zwar junge Spieler aufstelle, diese aber extern verpflichtet wurden, sich bereits im Profibereich etabliert haben oder als hochveranlagte Leihspieler kommen, dann kann ich mich nicht automatisch als „Talentschmiede“ bezeichnen. Natürlich kann ein Trainer solchen Spielern den letzten Feinschliff geben, aber ein Spieler wie Onyeka hätte sich vermutlich genauso bei Elversberg oder Hannover durchgesetzt und dort einen Stammplatz erhalten. Solche Spieler einzusetzen erfordert daher nicht zwingend besonderen Mut oder eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Talentförderung.
Übertragen wir das einmal auf die jungen Spieler beim VfL (aus den eigenen Reihen):
-Pannewig wurde nach einer starken Vorbereitung zunächst von Peter Zeidler eingesetzt. Später bekam er auch unter Hecking Einsatzzeiten, der ihn immerhin als Rotationsspieler etablierte. In der 2. Liga war er unter Hecking zeitweise Stammspieler, fiel unter Siebers nach seinem Infekt zunächst heraus und wurde anschließend unter Rösler wieder direkt eingebunden.
Allerdings hatte Rösler in dieser Phase auch nur begrenzte Alternativen. Sissoko war langfristig verletzt, Lenz fehlte gelbgesperrt, sodass Pannewig praktisch die einzige echte Option auf der Acht war – abgesehen von Jahn. Anschließend fehlte Bero ebenfalls gesperrt und verletzte sich danach zusätzlich am Knöchel. Sobald jedoch Bero und Sissoko wieder fit waren, fand sich Pannewig relativ schnell wieder auf der Bank wieder. Erst als Bero längerfristig ausfiel und Sissoko im Winter wechselte, rückte er erneut dauerhaft in die Startelf.
-Ähnlich verhielt es sich bei Lenz. Unter Hecking zunächst Joker, rückte er nach der Verletzung von Sissoko aufgrund fehlender Alternativen auf der Sechs in die Startelf. Auch unter Rösler war er durch die personelle Situation praktisch gesetzt. Als Bero in der Rückrunde wieder fit wurde, mussten jedoch entweder Lenz oder Pannewig regelmäßig Platz machen.
Das Fazit daraus lautet für mich:
Rösler hat Pannewig und Lenz zwar als Stammkräfte eingesetzt, allerdings vor allem in Phasen, in denen es kaum Alternativen gab. Zudem waren beide Spieler bereits unter vorherigen Trainern eingebunden und zumindest teilweise etabliert worden.
-Die Causa Koscierski zeigt wiederum recht deutlich, wie die Situation aussieht, sobald auf einer Position echter Konkurrenzkampf entsteht. Unter Hecking wurde er mehrfach eingewechselt, unter Siebers schien er sich langsam festzuspielen, ehe er unter Rösler letztlich wieder hinter Passlack zurückfiel und zeitweise komplett außen vor war.
Natürlich kann man argumentieren, dass all das leistungs-, system- oder trainingsbedingt gewesen sei. Dennoch erkennt man durchaus eine Tendenz, dass Rösler im Zweifel eher die konservativere Entscheidung trifft und auf etablierte Spieler setzt. Ob sich dieses Muster langfristig bestätigt, wird man vermutlich spätestens nach der Sommerpause anhand der Startelf und des Spieltagskaders genauer beurteilen können.
-------------------------------
Kommen wir damit noch einmal zur Aarhus-Thematik zurück.
Ich habe exemplarisch sein letztes Spiel dort betrachtet, weil gerade kurz vor einer möglichen Entlassung der Druck enorm hoch ist und Trainer in solchen Situationen meist besonders pragmatisch handeln.
Die Daten dazu:
-Durchschnittsalter der Startelf: 26,5 Jahre – also ein völlig normaler bis leicht erfahrener Wert.
-U23-Spieler in der Startelf: 2 Spieler (bzw. 4, wenn man die beiden 23-Jährigen mitzählt).
-Spieler aus der eigenen Ausbildung: lediglich Tobias Bach. Alle anderen wurden für Ablösesummen von JEWEILS über einer Million Euro verpflichtet und waren bereits als Profis etabliert.
Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt:
Es macht einen großen Unterschied, ob ich junge Spieler selbst aus dem Nachwuchs entwickle oder ob ich mehrere Millionen für bereits ausgebildete U23-Profis investiere, die schon Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben und entsprechend einfacher in eine Startelf integriert werden können.
Ich habe nie bestritten, dass Rösler junge Spieler aufstellt. Mir ging es vielmehr um die Frage der eigentlichen Talententwicklung. Bzw. auch die Frage, ob er diese Spieler auch aufstellt, wenn die Konkurrenzsituation erfahrene Alternativen hergibt.
Denn man wird nicht automatisch zum Talententwickler, nur weil man jüngere, bereits ausgebildete Spieler einkauft oder junge "Mega-Talente" ausleiht und aufstellt. Ein echter Talententwickler zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er Spieler mit wenig oder gar keiner Profierfahrung - idealerweise aus den eigenen Reihen – nachhaltig an die erste Mannschaft heranführt und daraus gestandene Profis formt.
Genau das war mein eigentlicher Punkt.
P.S.: Mal ganz unabhängig von der Talentthematik wäre mir bei Rösler wichtig, dass wir ein System bzw. einen Fußball spielen, der sich nachhaltig entwickelt und wo ein Zahnrad ins nächste greift. Genau das habe ich zuletzt, besonders auswärts, eben nicht mehr in Sachen Entwicklung erkennen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von G_Verbeek am 23.05.2026 um 15:22 Uhr bearbeitet
23.05.2026 - 15:32 Uhr
Zitat von G_Verbeek
Erst einmal danke für deine ausführliche Analyse der Daten aus der Aarhus-Zeit. Ich kann das zeitlich natürlich nicht mehr im Detail nachprüfen, vertraue deiner Einordnung an der Stelle aber einfach einmal.
Grundsätzlich muss man hier jedoch zwei Dinge klar voneinander unterscheiden:
a) Ein Trainer verpflichtet talentierte und bereits relativ „gestandene“ U23-Spieler und setzt diese ein.
b) Ein Trainer entwickelt junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die erst noch Schritt für Schritt an den Profifußball herangeführt werden müssen.
Niemand behauptet, dass Rösler ein Anti-Jugendtrainer sei. Aber nur weil man junge Spieler einsetzt, ist man nicht automatisch ein ausgeprägter Talententwickler.
Ich denke, du würdest mir beispielsweise nicht widersprechen, wenn ich sage: Würden wir Lennart Karl von Bayern verpflichten und er wäre anschließend unter Rösler Stammspieler, dann wäre das kaum ein Beleg für außergewöhnliche Talententwicklung. Der Spieler bringt das Niveau bereits mit.
Wenn ich zwar junge Spieler aufstelle, diese aber extern verpflichtet wurden, sich bereits im Profibereich etabliert haben oder als hochveranlagte Leihspieler kommen, dann kann ich mich nicht automatisch als „Talentschmiede“ bezeichnen. Natürlich kann ein Trainer solchen Spielern den letzten Feinschliff geben, aber ein Spieler wie Onyeka hätte sich vermutlich genauso bei Elversberg oder Hannover durchgesetzt und dort einen Stammplatz erhalten. Solche Spieler einzusetzen erfordert daher nicht zwingend besonderen Mut oder eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Talentförderung.
Übertragen wir das einmal auf die jungen Spieler beim VfL (aus den eigenen Reihen):
-Pannewig wurde nach einer starken Vorbereitung zunächst von Peter Zeidler eingesetzt. Später bekam er auch unter Hecking Einsatzzeiten, der ihn immerhin als Rotationsspieler etablierte. In der 2. Liga war er unter Hecking zeitweise Stammspieler, fiel unter Siebers nach seinem Infekt zunächst heraus und wurde anschließend unter Rösler wieder direkt eingebunden.
Allerdings hatte Rösler in dieser Phase auch nur begrenzte Alternativen. Sissoko war langfristig verletzt, Lenz fehlte gelbgesperrt, sodass Pannewig praktisch die einzige echte Option auf der Acht war – abgesehen von Jahn. Anschließend fehlte Bero ebenfalls gesperrt und verletzte sich danach zusätzlich am Knöchel. Sobald jedoch Bero und Sissoko wieder fit waren, fand sich Pannewig relativ schnell wieder auf der Bank wieder. Erst als Bero längerfristig ausfiel und Sissoko im Winter wechselte, rückte er erneut dauerhaft in die Startelf.
-Ähnlich verhielt es sich bei Lenz. Unter Hecking zunächst Joker, rückte er nach der Verletzung von Sissoko aufgrund fehlender Alternativen auf der Sechs in die Startelf. Auch unter Rösler war er durch die personelle Situation praktisch gesetzt. Als Bero in der Rückrunde wieder fit wurde, mussten jedoch entweder Lenz oder Pannewig regelmäßig Platz machen.
Das Fazit daraus lautet für mich:
Rösler hat Pannewig und Lenz zwar als Stammkräfte eingesetzt, allerdings vor allem in Phasen, in denen es kaum Alternativen gab. Zudem waren beide Spieler bereits unter vorherigen Trainern eingebunden und zumindest teilweise etabliert worden.
-Die Causa Koscierski zeigt wiederum recht deutlich, wie die Situation aussieht, sobald auf einer Position echter Konkurrenzkampf entsteht. Unter Hecking wurde er mehrfach eingewechselt, unter Siebers schien er sich langsam festzuspielen, ehe er unter Rösler letztlich wieder hinter Passlack zurückfiel und zeitweise komplett außen vor war.
Natürlich kann man argumentieren, dass all das leistungs-, system- oder trainingsbedingt gewesen sei. Dennoch erkennt man durchaus eine Tendenz, dass Rösler im Zweifel eher die konservativere Entscheidung trifft und auf etablierte Spieler setzt. Ob sich dieses Muster langfristig bestätigt, wird man vermutlich spätestens nach der Sommerpause anhand der Startelf und des Spieltagskaders genauer beurteilen können.
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Kommen wir damit noch einmal zur Aarhus-Thematik zurück.
Ich habe exemplarisch sein letztes Spiel dort betrachtet, weil gerade kurz vor einer möglichen Entlassung der Druck enorm hoch ist und Trainer in solchen Situationen meist besonders pragmatisch handeln.
Die Daten dazu:
-Durchschnittsalter der Startelf: 26,5 Jahre – also ein völlig normaler bis leicht erfahrener Wert.
-U23-Spieler in der Startelf: 2 Spieler (bzw. 4, wenn man die beiden 23-Jährigen mitzählt).
-Spieler aus der eigenen Ausbildung: lediglich Tobias Bach. Alle anderen wurden für Ablösesummen von JEWEILS über einer Million Euro verpflichtet und waren bereits als Profis etabliert.
Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt:
Es macht einen großen Unterschied, ob ich junge Spieler selbst aus dem Nachwuchs entwickle oder ob ich mehrere Millionen für bereits ausgebildete U23-Profis investiere, die schon Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben und entsprechend einfacher in eine Startelf integriert werden können.
Ich habe nie bestritten, dass Rösler junge Spieler aufstellt. Mir ging es vielmehr um die Frage der eigentlichen Talententwicklung. Bzw. auch die Frage, ob er diese Spieler auch aufstellt, wenn die Konkurrenzsituation erfahrene Alternativen hergibt.
Denn man wird nicht automatisch zum Talententwickler, nur weil man jüngere, bereits ausgebildete Spieler einkauft oder junge "Mega-Talente" ausleiht und aufstellt. Ein echter Talententwickler zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er Spieler mit wenig oder gar keiner Profierfahrung - idealerweise aus den eigenen Reihen – nachhaltig an die erste Mannschaft heranführt und daraus gestandene Profis formt.
Genau das war mein eigentlicher Punkt.
P.S.: Mal ganz unabhängig von der Talentthematik wäre mir bei Rösler wichtig, dass wir ein System bzw. einen Fußball spielen, der sich nachhaltig entwickelt und wo ein Zahnrad ins nächste greift. Genau das habe ich zuletzt, besonders auswärts, eben nicht mehr in Sachen Entwicklung erkennen können.
Zitat von Chakan
Kurzum: UR hat in seinen drei Spielzeiten bei Aarhus 11 Spieler eingesetzt, die 21 Jahre oder jünger waren und dabei fast die Hälfte der gespielten Spiele über die volle Länge gespielt haben (oder alternativ: von allen gespielten Spielen haben diese Spieler eine ganze Halbzeit gespielt). Man könnte jetzt noch weitergehen und das ganze pro Saison aufteilen, aber ich wollte nur keine kurze Analyse geben.
Ich weiß wirklich nicht, was hier manche User, wie @BOlx161, @G_Verbeek oder @Steely99, erwarten. Scheinbar, dass wir unsere U21 in der Liga auflaufen lassen.
Kurzum: UR hat in seinen drei Spielzeiten bei Aarhus 11 Spieler eingesetzt, die 21 Jahre oder jünger waren und dabei fast die Hälfte der gespielten Spiele über die volle Länge gespielt haben (oder alternativ: von allen gespielten Spielen haben diese Spieler eine ganze Halbzeit gespielt). Man könnte jetzt noch weitergehen und das ganze pro Saison aufteilen, aber ich wollte nur keine kurze Analyse geben.
Ich weiß wirklich nicht, was hier manche User, wie @BOlx161, @G_Verbeek oder @Steely99, erwarten. Scheinbar, dass wir unsere U21 in der Liga auflaufen lassen.
Erst einmal danke für deine ausführliche Analyse der Daten aus der Aarhus-Zeit. Ich kann das zeitlich natürlich nicht mehr im Detail nachprüfen, vertraue deiner Einordnung an der Stelle aber einfach einmal.
Grundsätzlich muss man hier jedoch zwei Dinge klar voneinander unterscheiden:
a) Ein Trainer verpflichtet talentierte und bereits relativ „gestandene“ U23-Spieler und setzt diese ein.
b) Ein Trainer entwickelt junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die erst noch Schritt für Schritt an den Profifußball herangeführt werden müssen.
Niemand behauptet, dass Rösler ein Anti-Jugendtrainer sei. Aber nur weil man junge Spieler einsetzt, ist man nicht automatisch ein ausgeprägter Talententwickler.
Ich denke, du würdest mir beispielsweise nicht widersprechen, wenn ich sage: Würden wir Lennart Karl von Bayern verpflichten und er wäre anschließend unter Rösler Stammspieler, dann wäre das kaum ein Beleg für außergewöhnliche Talententwicklung. Der Spieler bringt das Niveau bereits mit.
Wenn ich zwar junge Spieler aufstelle, diese aber extern verpflichtet wurden, sich bereits im Profibereich etabliert haben oder als hochveranlagte Leihspieler kommen, dann kann ich mich nicht automatisch als „Talentschmiede“ bezeichnen. Natürlich kann ein Trainer solchen Spielern den letzten Feinschliff geben, aber ein Spieler wie Onyeka hätte sich vermutlich genauso bei Elversberg oder Hannover durchgesetzt und dort einen Stammplatz erhalten. Solche Spieler einzusetzen erfordert daher nicht zwingend besonderen Mut oder eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Talentförderung.
Übertragen wir das einmal auf die jungen Spieler beim VfL (aus den eigenen Reihen):
-Pannewig wurde nach einer starken Vorbereitung zunächst von Peter Zeidler eingesetzt. Später bekam er auch unter Hecking Einsatzzeiten, der ihn immerhin als Rotationsspieler etablierte. In der 2. Liga war er unter Hecking zeitweise Stammspieler, fiel unter Siebers nach seinem Infekt zunächst heraus und wurde anschließend unter Rösler wieder direkt eingebunden.
Allerdings hatte Rösler in dieser Phase auch nur begrenzte Alternativen. Sissoko war langfristig verletzt, Lenz fehlte gelbgesperrt, sodass Pannewig praktisch die einzige echte Option auf der Acht war – abgesehen von Jahn. Anschließend fehlte Bero ebenfalls gesperrt und verletzte sich danach zusätzlich am Knöchel. Sobald jedoch Bero und Sissoko wieder fit waren, fand sich Pannewig relativ schnell wieder auf der Bank wieder. Erst als Bero längerfristig ausfiel und Sissoko im Winter wechselte, rückte er erneut dauerhaft in die Startelf.
-Ähnlich verhielt es sich bei Lenz. Unter Hecking zunächst Joker, rückte er nach der Verletzung von Sissoko aufgrund fehlender Alternativen auf der Sechs in die Startelf. Auch unter Rösler war er durch die personelle Situation praktisch gesetzt. Als Bero in der Rückrunde wieder fit wurde, mussten jedoch entweder Lenz oder Pannewig regelmäßig Platz machen.
Das Fazit daraus lautet für mich:
Rösler hat Pannewig und Lenz zwar als Stammkräfte eingesetzt, allerdings vor allem in Phasen, in denen es kaum Alternativen gab. Zudem waren beide Spieler bereits unter vorherigen Trainern eingebunden und zumindest teilweise etabliert worden.
-Die Causa Koscierski zeigt wiederum recht deutlich, wie die Situation aussieht, sobald auf einer Position echter Konkurrenzkampf entsteht. Unter Hecking wurde er mehrfach eingewechselt, unter Siebers schien er sich langsam festzuspielen, ehe er unter Rösler letztlich wieder hinter Passlack zurückfiel und zeitweise komplett außen vor war.
Natürlich kann man argumentieren, dass all das leistungs-, system- oder trainingsbedingt gewesen sei. Dennoch erkennt man durchaus eine Tendenz, dass Rösler im Zweifel eher die konservativere Entscheidung trifft und auf etablierte Spieler setzt. Ob sich dieses Muster langfristig bestätigt, wird man vermutlich spätestens nach der Sommerpause anhand der Startelf und des Spieltagskaders genauer beurteilen können.
-------------------------------
Kommen wir damit noch einmal zur Aarhus-Thematik zurück.
Ich habe exemplarisch sein letztes Spiel dort betrachtet, weil gerade kurz vor einer möglichen Entlassung der Druck enorm hoch ist und Trainer in solchen Situationen meist besonders pragmatisch handeln.
Die Daten dazu:
-Durchschnittsalter der Startelf: 26,5 Jahre – also ein völlig normaler bis leicht erfahrener Wert.
-U23-Spieler in der Startelf: 2 Spieler (bzw. 4, wenn man die beiden 23-Jährigen mitzählt).
-Spieler aus der eigenen Ausbildung: lediglich Tobias Bach. Alle anderen wurden für Ablösesummen von JEWEILS über einer Million Euro verpflichtet und waren bereits als Profis etabliert.
Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt:
Es macht einen großen Unterschied, ob ich junge Spieler selbst aus dem Nachwuchs entwickle oder ob ich mehrere Millionen für bereits ausgebildete U23-Profis investiere, die schon Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben und entsprechend einfacher in eine Startelf integriert werden können.
Ich habe nie bestritten, dass Rösler junge Spieler aufstellt. Mir ging es vielmehr um die Frage der eigentlichen Talententwicklung. Bzw. auch die Frage, ob er diese Spieler auch aufstellt, wenn die Konkurrenzsituation erfahrene Alternativen hergibt.
Denn man wird nicht automatisch zum Talententwickler, nur weil man jüngere, bereits ausgebildete Spieler einkauft oder junge "Mega-Talente" ausleiht und aufstellt. Ein echter Talententwickler zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er Spieler mit wenig oder gar keiner Profierfahrung - idealerweise aus den eigenen Reihen – nachhaltig an die erste Mannschaft heranführt und daraus gestandene Profis formt.
Genau das war mein eigentlicher Punkt.
P.S.: Mal ganz unabhängig von der Talentthematik wäre mir bei Rösler wichtig, dass wir ein System bzw. einen Fußball spielen, der sich nachhaltig entwickelt und wo ein Zahnrad ins nächste greift. Genau das habe ich zuletzt, besonders auswärts, eben nicht mehr in Sachen Entwicklung erkennen können.
Fassen wir es zusammen, wenn ein Trainer extrem junge Teams aufstellt, spielt das keine Rolle bei dir. Wenn ein Trainer extern verpflichtete Talente aufstellt, spielt dies für dich ebenso keine Rolle. Wenn es eigene Talente sind, die davor ein anderer Trainer schon aufgestellt hat (weil Rösler erst nach 7 Spieltagen kam) spielt das keine Rolle. Bei anderen Vereinen wo er davor war kennst du dich nicht aus, nimmst daher als Richtwert ein einziges Spiel und daher spielt das auch keine Rolle.
Was zählt ist hingegen, dass er einen (!) Spieler aus der eigenen Jugend nicht mehr aufgestellt hat, der allerdings nachweislich überall danach stagniert hat wo er auf dem Platz stand. Daran wird alles festgemacht - das witzige daran, wäre er zum Einsatz gekommen, hätte es nicht gezählt, denn er ist ja davor von anderen Trainern entdeckt worden. Also im Endeffekt das gleiche wie bei Lenz in eine andere Richtung. Spannende Logik.
Dass er bei uns die jüngste elf seit zig Jahren aufgestellt hat und nachweislich auch bei anderen Teams auf junge Spieler gesetzt hat wird ignoriert um an dem Strohhalm der Argumentation festzuhalten. Denke das war hoffentlich richtig zusammengefasst, Fehler gerne berichtigen
23.05.2026 - 16:40 Uhr
Zitat von realHST
Fassen wir es zusammen, wenn ein Trainer extrem junge Teams aufstellt, spielt das keine Rolle bei dir. Wenn ein Trainer extern verpflichtete Talente aufstellt, spielt dies für dich ebenso keine Rolle. Wenn es eigene Talente sind, die davor ein anderer Trainer schon aufgestellt hat (weil Rösler erst nach 7 Spieltagen kam) spielt das keine Rolle. Bei anderen Vereinen wo er davor war kennst du dich nicht aus, nimmst daher als Richtwert ein einziges Spiel und daher spielt das auch keine Rolle.
Was zählt ist hingegen, dass er einen (!) Spieler aus der eigenen Jugend nicht mehr aufgestellt hat, der allerdings nachweislich überall danach stagniert hat wo er auf dem Platz stand. Daran wird alles festgemacht - das witzige daran, wäre er zum Einsatz gekommen, hätte es nicht gezählt, denn er ist ja davor von anderen Trainern entdeckt worden. Also im Endeffekt das gleiche wie bei Lenz in eine andere Richtung. Spannende Logik.
Dass er bei uns die jüngste elf seit zig Jahren aufgestellt hat und nachweislich auch bei anderen Teams auf junge Spieler gesetzt hat wird ignoriert um an dem Strohhalm der Argumentation festzuhalten. Denke das war hoffentlich richtig zusammengefasst, Fehler gerne berichtigen
Zitat von G_Verbeek
Erst einmal danke für deine ausführliche Analyse der Daten aus der Aarhus-Zeit. Ich kann das zeitlich natürlich nicht mehr im Detail nachprüfen, vertraue deiner Einordnung an der Stelle aber einfach einmal.
Grundsätzlich muss man hier jedoch zwei Dinge klar voneinander unterscheiden:
a) Ein Trainer verpflichtet talentierte und bereits relativ „gestandene“ U23-Spieler und setzt diese ein.
b) Ein Trainer entwickelt junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die erst noch Schritt für Schritt an den Profifußball herangeführt werden müssen.
Niemand behauptet, dass Rösler ein Anti-Jugendtrainer sei. Aber nur weil man junge Spieler einsetzt, ist man nicht automatisch ein ausgeprägter Talententwickler.
Ich denke, du würdest mir beispielsweise nicht widersprechen, wenn ich sage: Würden wir Lennart Karl von Bayern verpflichten und er wäre anschließend unter Rösler Stammspieler, dann wäre das kaum ein Beleg für außergewöhnliche Talententwicklung. Der Spieler bringt das Niveau bereits mit.
Wenn ich zwar junge Spieler aufstelle, diese aber extern verpflichtet wurden, sich bereits im Profibereich etabliert haben oder als hochveranlagte Leihspieler kommen, dann kann ich mich nicht automatisch als „Talentschmiede“ bezeichnen. Natürlich kann ein Trainer solchen Spielern den letzten Feinschliff geben, aber ein Spieler wie Onyeka hätte sich vermutlich genauso bei Elversberg oder Hannover durchgesetzt und dort einen Stammplatz erhalten. Solche Spieler einzusetzen erfordert daher nicht zwingend besonderen Mut oder eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Talentförderung.
Übertragen wir das einmal auf die jungen Spieler beim VfL (aus den eigenen Reihen):
-Pannewig wurde nach einer starken Vorbereitung zunächst von Peter Zeidler eingesetzt. Später bekam er auch unter Hecking Einsatzzeiten, der ihn immerhin als Rotationsspieler etablierte. In der 2. Liga war er unter Hecking zeitweise Stammspieler, fiel unter Siebers nach seinem Infekt zunächst heraus und wurde anschließend unter Rösler wieder direkt eingebunden.
Allerdings hatte Rösler in dieser Phase auch nur begrenzte Alternativen. Sissoko war langfristig verletzt, Lenz fehlte gelbgesperrt, sodass Pannewig praktisch die einzige echte Option auf der Acht war – abgesehen von Jahn. Anschließend fehlte Bero ebenfalls gesperrt und verletzte sich danach zusätzlich am Knöchel. Sobald jedoch Bero und Sissoko wieder fit waren, fand sich Pannewig relativ schnell wieder auf der Bank wieder. Erst als Bero längerfristig ausfiel und Sissoko im Winter wechselte, rückte er erneut dauerhaft in die Startelf.
-Ähnlich verhielt es sich bei Lenz. Unter Hecking zunächst Joker, rückte er nach der Verletzung von Sissoko aufgrund fehlender Alternativen auf der Sechs in die Startelf. Auch unter Rösler war er durch die personelle Situation praktisch gesetzt. Als Bero in der Rückrunde wieder fit wurde, mussten jedoch entweder Lenz oder Pannewig regelmäßig Platz machen.
Das Fazit daraus lautet für mich:
Rösler hat Pannewig und Lenz zwar als Stammkräfte eingesetzt, allerdings vor allem in Phasen, in denen es kaum Alternativen gab. Zudem waren beide Spieler bereits unter vorherigen Trainern eingebunden und zumindest teilweise etabliert worden.
-Die Causa Koscierski zeigt wiederum recht deutlich, wie die Situation aussieht, sobald auf einer Position echter Konkurrenzkampf entsteht. Unter Hecking wurde er mehrfach eingewechselt, unter Siebers schien er sich langsam festzuspielen, ehe er unter Rösler letztlich wieder hinter Passlack zurückfiel und zeitweise komplett außen vor war.
Natürlich kann man argumentieren, dass all das leistungs-, system- oder trainingsbedingt gewesen sei. Dennoch erkennt man durchaus eine Tendenz, dass Rösler im Zweifel eher die konservativere Entscheidung trifft und auf etablierte Spieler setzt. Ob sich dieses Muster langfristig bestätigt, wird man vermutlich spätestens nach der Sommerpause anhand der Startelf und des Spieltagskaders genauer beurteilen können.
-------------------------------
Kommen wir damit noch einmal zur Aarhus-Thematik zurück.
Ich habe exemplarisch sein letztes Spiel dort betrachtet, weil gerade kurz vor einer möglichen Entlassung der Druck enorm hoch ist und Trainer in solchen Situationen meist besonders pragmatisch handeln.
Die Daten dazu:
-Durchschnittsalter der Startelf: 26,5 Jahre – also ein völlig normaler bis leicht erfahrener Wert.
-U23-Spieler in der Startelf: 2 Spieler (bzw. 4, wenn man die beiden 23-Jährigen mitzählt).
-Spieler aus der eigenen Ausbildung: lediglich Tobias Bach. Alle anderen wurden für Ablösesummen von JEWEILS über einer Million Euro verpflichtet und waren bereits als Profis etabliert.
Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt:
Es macht einen großen Unterschied, ob ich junge Spieler selbst aus dem Nachwuchs entwickle oder ob ich mehrere Millionen für bereits ausgebildete U23-Profis investiere, die schon Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben und entsprechend einfacher in eine Startelf integriert werden können.
Ich habe nie bestritten, dass Rösler junge Spieler aufstellt. Mir ging es vielmehr um die Frage der eigentlichen Talententwicklung. Bzw. auch die Frage, ob er diese Spieler auch aufstellt, wenn die Konkurrenzsituation erfahrene Alternativen hergibt.
Denn man wird nicht automatisch zum Talententwickler, nur weil man jüngere, bereits ausgebildete Spieler einkauft oder junge "Mega-Talente" ausleiht und aufstellt. Ein echter Talententwickler zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er Spieler mit wenig oder gar keiner Profierfahrung - idealerweise aus den eigenen Reihen – nachhaltig an die erste Mannschaft heranführt und daraus gestandene Profis formt.
Genau das war mein eigentlicher Punkt.
P.S.: Mal ganz unabhängig von der Talentthematik wäre mir bei Rösler wichtig, dass wir ein System bzw. einen Fußball spielen, der sich nachhaltig entwickelt und wo ein Zahnrad ins nächste greift. Genau das habe ich zuletzt, besonders auswärts, eben nicht mehr in Sachen Entwicklung erkennen können.
Zitat von Chakan
Kurzum: UR hat in seinen drei Spielzeiten bei Aarhus 11 Spieler eingesetzt, die 21 Jahre oder jünger waren und dabei fast die Hälfte der gespielten Spiele über die volle Länge gespielt haben (oder alternativ: von allen gespielten Spielen haben diese Spieler eine ganze Halbzeit gespielt). Man könnte jetzt noch weitergehen und das ganze pro Saison aufteilen, aber ich wollte nur keine kurze Analyse geben.
Ich weiß wirklich nicht, was hier manche User, wie @BOlx161, @G_Verbeek oder @Steely99, erwarten. Scheinbar, dass wir unsere U21 in der Liga auflaufen lassen.
Kurzum: UR hat in seinen drei Spielzeiten bei Aarhus 11 Spieler eingesetzt, die 21 Jahre oder jünger waren und dabei fast die Hälfte der gespielten Spiele über die volle Länge gespielt haben (oder alternativ: von allen gespielten Spielen haben diese Spieler eine ganze Halbzeit gespielt). Man könnte jetzt noch weitergehen und das ganze pro Saison aufteilen, aber ich wollte nur keine kurze Analyse geben.
Ich weiß wirklich nicht, was hier manche User, wie @BOlx161, @G_Verbeek oder @Steely99, erwarten. Scheinbar, dass wir unsere U21 in der Liga auflaufen lassen.
Erst einmal danke für deine ausführliche Analyse der Daten aus der Aarhus-Zeit. Ich kann das zeitlich natürlich nicht mehr im Detail nachprüfen, vertraue deiner Einordnung an der Stelle aber einfach einmal.
Grundsätzlich muss man hier jedoch zwei Dinge klar voneinander unterscheiden:
a) Ein Trainer verpflichtet talentierte und bereits relativ „gestandene“ U23-Spieler und setzt diese ein.
b) Ein Trainer entwickelt junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die erst noch Schritt für Schritt an den Profifußball herangeführt werden müssen.
Niemand behauptet, dass Rösler ein Anti-Jugendtrainer sei. Aber nur weil man junge Spieler einsetzt, ist man nicht automatisch ein ausgeprägter Talententwickler.
Ich denke, du würdest mir beispielsweise nicht widersprechen, wenn ich sage: Würden wir Lennart Karl von Bayern verpflichten und er wäre anschließend unter Rösler Stammspieler, dann wäre das kaum ein Beleg für außergewöhnliche Talententwicklung. Der Spieler bringt das Niveau bereits mit.
Wenn ich zwar junge Spieler aufstelle, diese aber extern verpflichtet wurden, sich bereits im Profibereich etabliert haben oder als hochveranlagte Leihspieler kommen, dann kann ich mich nicht automatisch als „Talentschmiede“ bezeichnen. Natürlich kann ein Trainer solchen Spielern den letzten Feinschliff geben, aber ein Spieler wie Onyeka hätte sich vermutlich genauso bei Elversberg oder Hannover durchgesetzt und dort einen Stammplatz erhalten. Solche Spieler einzusetzen erfordert daher nicht zwingend besonderen Mut oder eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Talentförderung.
Übertragen wir das einmal auf die jungen Spieler beim VfL (aus den eigenen Reihen):
-Pannewig wurde nach einer starken Vorbereitung zunächst von Peter Zeidler eingesetzt. Später bekam er auch unter Hecking Einsatzzeiten, der ihn immerhin als Rotationsspieler etablierte. In der 2. Liga war er unter Hecking zeitweise Stammspieler, fiel unter Siebers nach seinem Infekt zunächst heraus und wurde anschließend unter Rösler wieder direkt eingebunden.
Allerdings hatte Rösler in dieser Phase auch nur begrenzte Alternativen. Sissoko war langfristig verletzt, Lenz fehlte gelbgesperrt, sodass Pannewig praktisch die einzige echte Option auf der Acht war – abgesehen von Jahn. Anschließend fehlte Bero ebenfalls gesperrt und verletzte sich danach zusätzlich am Knöchel. Sobald jedoch Bero und Sissoko wieder fit waren, fand sich Pannewig relativ schnell wieder auf der Bank wieder. Erst als Bero längerfristig ausfiel und Sissoko im Winter wechselte, rückte er erneut dauerhaft in die Startelf.
-Ähnlich verhielt es sich bei Lenz. Unter Hecking zunächst Joker, rückte er nach der Verletzung von Sissoko aufgrund fehlender Alternativen auf der Sechs in die Startelf. Auch unter Rösler war er durch die personelle Situation praktisch gesetzt. Als Bero in der Rückrunde wieder fit wurde, mussten jedoch entweder Lenz oder Pannewig regelmäßig Platz machen.
Das Fazit daraus lautet für mich:
Rösler hat Pannewig und Lenz zwar als Stammkräfte eingesetzt, allerdings vor allem in Phasen, in denen es kaum Alternativen gab. Zudem waren beide Spieler bereits unter vorherigen Trainern eingebunden und zumindest teilweise etabliert worden.
-Die Causa Koscierski zeigt wiederum recht deutlich, wie die Situation aussieht, sobald auf einer Position echter Konkurrenzkampf entsteht. Unter Hecking wurde er mehrfach eingewechselt, unter Siebers schien er sich langsam festzuspielen, ehe er unter Rösler letztlich wieder hinter Passlack zurückfiel und zeitweise komplett außen vor war.
Natürlich kann man argumentieren, dass all das leistungs-, system- oder trainingsbedingt gewesen sei. Dennoch erkennt man durchaus eine Tendenz, dass Rösler im Zweifel eher die konservativere Entscheidung trifft und auf etablierte Spieler setzt. Ob sich dieses Muster langfristig bestätigt, wird man vermutlich spätestens nach der Sommerpause anhand der Startelf und des Spieltagskaders genauer beurteilen können.
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Kommen wir damit noch einmal zur Aarhus-Thematik zurück.
Ich habe exemplarisch sein letztes Spiel dort betrachtet, weil gerade kurz vor einer möglichen Entlassung der Druck enorm hoch ist und Trainer in solchen Situationen meist besonders pragmatisch handeln.
Die Daten dazu:
-Durchschnittsalter der Startelf: 26,5 Jahre – also ein völlig normaler bis leicht erfahrener Wert.
-U23-Spieler in der Startelf: 2 Spieler (bzw. 4, wenn man die beiden 23-Jährigen mitzählt).
-Spieler aus der eigenen Ausbildung: lediglich Tobias Bach. Alle anderen wurden für Ablösesummen von JEWEILS über einer Million Euro verpflichtet und waren bereits als Profis etabliert.
Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt:
Es macht einen großen Unterschied, ob ich junge Spieler selbst aus dem Nachwuchs entwickle oder ob ich mehrere Millionen für bereits ausgebildete U23-Profis investiere, die schon Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben und entsprechend einfacher in eine Startelf integriert werden können.
Ich habe nie bestritten, dass Rösler junge Spieler aufstellt. Mir ging es vielmehr um die Frage der eigentlichen Talententwicklung. Bzw. auch die Frage, ob er diese Spieler auch aufstellt, wenn die Konkurrenzsituation erfahrene Alternativen hergibt.
Denn man wird nicht automatisch zum Talententwickler, nur weil man jüngere, bereits ausgebildete Spieler einkauft oder junge "Mega-Talente" ausleiht und aufstellt. Ein echter Talententwickler zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er Spieler mit wenig oder gar keiner Profierfahrung - idealerweise aus den eigenen Reihen – nachhaltig an die erste Mannschaft heranführt und daraus gestandene Profis formt.
Genau das war mein eigentlicher Punkt.
P.S.: Mal ganz unabhängig von der Talentthematik wäre mir bei Rösler wichtig, dass wir ein System bzw. einen Fußball spielen, der sich nachhaltig entwickelt und wo ein Zahnrad ins nächste greift. Genau das habe ich zuletzt, besonders auswärts, eben nicht mehr in Sachen Entwicklung erkennen können.
Fassen wir es zusammen, wenn ein Trainer extrem junge Teams aufstellt, spielt das keine Rolle bei dir. Wenn ein Trainer extern verpflichtete Talente aufstellt, spielt dies für dich ebenso keine Rolle. Wenn es eigene Talente sind, die davor ein anderer Trainer schon aufgestellt hat (weil Rösler erst nach 7 Spieltagen kam) spielt das keine Rolle. Bei anderen Vereinen wo er davor war kennst du dich nicht aus, nimmst daher als Richtwert ein einziges Spiel und daher spielt das auch keine Rolle.
Was zählt ist hingegen, dass er einen (!) Spieler aus der eigenen Jugend nicht mehr aufgestellt hat, der allerdings nachweislich überall danach stagniert hat wo er auf dem Platz stand. Daran wird alles festgemacht - das witzige daran, wäre er zum Einsatz gekommen, hätte es nicht gezählt, denn er ist ja davor von anderen Trainern entdeckt worden. Also im Endeffekt das gleiche wie bei Lenz in eine andere Richtung. Spannende Logik.
Dass er bei uns die jüngste elf seit zig Jahren aufgestellt hat und nachweislich auch bei anderen Teams auf junge Spieler gesetzt hat wird ignoriert um an dem Strohhalm der Argumentation festzuhalten. Denke das war hoffentlich richtig zusammengefasst, Fehler gerne berichtigen

Das ist tatsächlich eine der hahnebüchendsten Argumentationen, die ich hier je gelesen habe, Chapeau dass du das noch halbwegs verständlich zusammengefasst hast. Ich warte auf den Tag eines Accounts der Koscierski_fan oder so heißt
Ich verstehe aber auch die Intention nicht, es sollen Nachwuchsspieler eingesetzt und entwickelt werden. Aber soll das um jeden Preis geschehen?
Können wir machen, dann steigen wir aller Vorraussicht nach ab. Alle Talente/Jungprofis, die ansatzweise das 2.Liganiveau hatten letzte Saison sind auch häufiger zu Einsätzen gekommen. Dass ein Rösler auch einen Job hat und dementsprechend auf Leistung schauen muss ist doch klar. Der kann nicht darauf Rücksicht nehmen, wer ausgeliehen ist oder nicht, vor allem dann nicht, wenn man in so einer prekären Situation wie wir über die Saison waren, ist.
Ich meine einige User haben auch vor der Saison sich über einen Leihtransfer von Onyeka aufgeregt und erzählt Jashari hätte gleiches Potential. Ich weiß jetzt nicht ob der gute Gertjan darunter war, wundern würde es mich nicht.
Wir können uns gerne drüber unterhalten ob manche junge Spieler Crimaldi/Koscierski das eine oder andere Spiel zum Ende hin mehr hätten spielen können (Hannover/KSC) Aber doch nicht Rösler gefühlt anzählen wegen zu wenig Talentförderung. Wir waren im Existenzkampf, da kann man nicht einfach Spieler einsetzen, wo man sich nicht absolut sicher ist dass sie das benötigte Niveau spielerisch wie körperlich mitbringen.
Und genau da muss man sich als Fan auch einfach mal eingestehen, dass man so etwas sehr schwierig einzuschätzendes, wie Potential und welcher Jugendprofi ist wie weit weg von 2.Liganiveau, kaum einschätzen kann. Da muss man sich auf das Urteil von Profis verlassen, die die Spieler jeden Tag im Training sehen und die Anforderungen an Positionen/Spielerrollen vorgeben.
Wenn man dann als Grundlage nimmt, das ein Spieler bei 11 Einsätzen von jeweils 15-20 Minuten in etwa, keine Fehler gemacht hat, kann man auch nur noch abwinken mMn. Das mag stimmen, etwas kreiert oder nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht hat er auch nicht.
Mir ist das alles immer zu viel Fussballmanager/Fifa als Gedankengang, "ich stelle die 5 3 1/2 Sterne Jugendspieler auf damit sie sich entwickeln und dann in 2 Jahren die Positionen in der Startelf auf Bundesliganiveau spielen können, oder ich Geld verdiene "
So laufen Entwicklungen einfach nicht, Koscierski stagniert so stark, dass er selbst in der Regionalliga überwiegend schwach und unauffällig agiert.
Ich finde es einfach gut, dass unsere aktuellen Verantwortlichen dann auch drüber nachdenken diese Spieler zu ersetzen/andere Möglichkeiten prüfen. Man hat auch in der Vergangenheit zu oft zu lange an schwachen Spielern festgehalten, sowohl Jugendprofis(in den dunklen 2.ligajahren) wie auch gestandene Spieler(in den letzten Jahren). Damit muss mal radikal Schluss sein. Hat ein Spieler nicht das Niveau muss man ihn entweder austauschen oder verleihen und andere Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Das muss für alle Spieler gelten und es darf eben keine Ausnahmen für Talentwerkspieler geben oder Spieler in die sich irgendwer verliebt hat.
Wir können zufrieden sein, wenn wir nächste Saison Crimaldi und Keumo zu Backups für Wittek/Holtmann/Miyoshi/Mr.X bekommen. Das wäre schon gut, wer weiß vielleicht überrascht ja jemand nachdem Prinzip Lenz.
23.05.2026 - 17:03 Uhr
@G_Verbeek
Also während andere dich einfach nicht verstehen wollen, weiss ich was du meinst. Ich hatte das ja auch schon thematisiert. Und ich sehe das diese Saison auch schon so. Hatte es ja auf Keumo und Crimaldi bezogen.
Ich hoffe einfach das dieses Jahr unser Kader einfach nicht wieder künstlich aufgebläht wird. Diese Saison wird sich dann auch zeigen ob Rösler Talente weiterentwickeln und einsetzen kann. Mit Crimaldo, Keumo, Isbruch, Koscierski und Pick gibt es für mich sehr interessante Spieler.
Ohne die Verletzungen von Sissoko und Bero wäre vermutlich auch kein Lenz zum Stammspieler mutiert und wir hätten diesen Sommer nicht so eine Summe erhalten. Das müsste auch Rösler klar sein. Daher macht das auch kein Sinn wenn man wieder andere Spieler lieber positionsfremd einsetzt statt den Mut zu haben einen Talent die Möglichkeit zu geben. Für uns ist das Überlebenswichtig.
Also während andere dich einfach nicht verstehen wollen, weiss ich was du meinst. Ich hatte das ja auch schon thematisiert. Und ich sehe das diese Saison auch schon so. Hatte es ja auf Keumo und Crimaldi bezogen.
Ich hoffe einfach das dieses Jahr unser Kader einfach nicht wieder künstlich aufgebläht wird. Diese Saison wird sich dann auch zeigen ob Rösler Talente weiterentwickeln und einsetzen kann. Mit Crimaldo, Keumo, Isbruch, Koscierski und Pick gibt es für mich sehr interessante Spieler.
Ohne die Verletzungen von Sissoko und Bero wäre vermutlich auch kein Lenz zum Stammspieler mutiert und wir hätten diesen Sommer nicht so eine Summe erhalten. Das müsste auch Rösler klar sein. Daher macht das auch kein Sinn wenn man wieder andere Spieler lieber positionsfremd einsetzt statt den Mut zu haben einen Talent die Möglichkeit zu geben. Für uns ist das Überlebenswichtig.
23.05.2026 - 17:14 Uhr
Zitat von realHST
Fassen wir es zusammen, wenn ein Trainer extrem junge Teams aufstellt, spielt das keine Rolle bei dir. Wenn ein Trainer extern verpflichtete Talente aufstellt, spielt dies für dich ebenso keine Rolle. Wenn es eigene Talente sind, die davor ein anderer Trainer schon aufgestellt hat (weil Rösler erst nach 7 Spieltagen kam) spielt das keine Rolle. Bei anderen Vereinen wo er davor war kennst du dich nicht aus, nimmst daher als Richtwert ein einziges Spiel und daher spielt das auch keine Rolle.
Was zählt ist hingegen, dass er einen (!) Spieler aus der eigenen Jugend nicht mehr aufgestellt hat, der allerdings nachweislich überall danach stagniert hat wo er auf dem Platz stand. Daran wird alles festgemacht - das witzige daran, wäre er zum Einsatz gekommen, hätte es nicht gezählt, denn er ist ja davor von anderen Trainern entdeckt worden. Also im Endeffekt das gleiche wie bei Lenz in eine andere Richtung. Spannende Logik.
Dass er bei uns die jüngste elf seit zig Jahren aufgestellt hat und nachweislich auch bei anderen Teams auf junge Spieler gesetzt hat wird ignoriert um an dem Strohhalm der Argumentation festzuhalten. Denke das war hoffentlich richtig zusammengefasst, Fehler gerne berichtigen
Fassen wir es zusammen, wenn ein Trainer extrem junge Teams aufstellt, spielt das keine Rolle bei dir. Wenn ein Trainer extern verpflichtete Talente aufstellt, spielt dies für dich ebenso keine Rolle. Wenn es eigene Talente sind, die davor ein anderer Trainer schon aufgestellt hat (weil Rösler erst nach 7 Spieltagen kam) spielt das keine Rolle. Bei anderen Vereinen wo er davor war kennst du dich nicht aus, nimmst daher als Richtwert ein einziges Spiel und daher spielt das auch keine Rolle.
Was zählt ist hingegen, dass er einen (!) Spieler aus der eigenen Jugend nicht mehr aufgestellt hat, der allerdings nachweislich überall danach stagniert hat wo er auf dem Platz stand. Daran wird alles festgemacht - das witzige daran, wäre er zum Einsatz gekommen, hätte es nicht gezählt, denn er ist ja davor von anderen Trainern entdeckt worden. Also im Endeffekt das gleiche wie bei Lenz in eine andere Richtung. Spannende Logik.
Dass er bei uns die jüngste elf seit zig Jahren aufgestellt hat und nachweislich auch bei anderen Teams auf junge Spieler gesetzt hat wird ignoriert um an dem Strohhalm der Argumentation festzuhalten. Denke das war hoffentlich richtig zusammengefasst, Fehler gerne berichtigen

Nein, das fasst meinen Punkt ehrlich gesagt nicht korrekt zusammen.
Ich habe an keiner Stelle gesagt, dass es „keine Rolle“ spielt, wenn ein Trainer junge Spieler aufstellt. Im Gegenteil: Natürlich ist das grundsätzlich positiv. Ich unterscheide nur bewusst zwischen:
jungen, bereits ausgebildeten bzw. etablierten Spielern, die man verpflichtet und einsetzt und tatsächlicher Talententwicklung aus dem eigenen Nachwuchs heraus. Denn Chankan hat generalisiert das Einsetzen von Spielern im Alter U21/U23 als Grundlage für seine Argumentation genommen, dass Rösler ein Jugendförderer wäre.
Das ist für mich ein relevanter Unterschied.
Wenn ein Trainer mehrere Millionen in U23-Profis investiert, die bereits auf hohem Niveau ausgebildet wurden oder als große Talente gelten, dann ist deren Einsatz für mich eben nicht automatisch gleichbedeutend mit außergewöhnlicher Nachwuchsförderung. Das heißt nicht, dass der Trainer schlecht arbeitet nur, dass ich den Begriff „Talententwickler“ etwas enger definiere.
Deshalb habe ich auch das Beispiel mit Lennart Karl gebracht: Wenn ein Spieler dieses Kalibers bei uns Stammspieler würde, wäre das sicher ein gutes Zeichen, aber eben kein Beweis dafür, dass der Trainer ihn erst entwickelt hat bzw. auf die Jugend setzt.
Genauso habe ich bei Pannewig und Lenz nie behauptet, dass deren Einsätze „nicht zählen“. Mein Punkt war lediglich, dass beide bereits vor Rösler eingebunden wurden und ihre dauerhafte Etablierung stark mit der damaligen Personalsituation zusammenhing. Warum wird in dem Zusammenhang dann auf die jüngste Startelf von Rösler verwiesen als Argument, wenn es gleichzeitig für diverse Positionen an dem Spieltag gar keine anderen Alternativen als die jungen Spieler gab?
Sobald erfahrene Alternativen zurückkamen, waren beide eben nicht mehr automatisch gesetzt. Daraus leite ich zumindest die Tendenz ab, dass Rösler eher pragmatisch bzw. konservativ entscheidet, wenn echter Konkurrenzkampf besteht.
Und bei Koscierski ging es mir ebenfalls nicht darum, „alles“ an einem Spieler festzumachen. Er war lediglich ein Beispiel dafür, wie die Hierarchie aussieht, sobald auf einer Position etablierte Konkurrenz vorhanden ist. Mehr nicht.
Auch das Aarhus-Beispiel sollte nie seine komplette Arbeit bewerten. Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass ich exemplarisch sein letztes Spiel betrachtet habe, weil gerade in Drucksituationen oft sichtbar wird, welchen Spielertypen ein Trainer vertraut. Das war ein ergänzender Punkt, keine abschließende Gesamtanalyse seiner Karriere.
Kurz gesagt: Ich hinterfrage lediglich, ob er wirklich für das groß auferlegte Konzept des VfL als Ausbildungsverein, der ohne die Einnahmen von Talenten nicht mehr konkurrenzfähig ist, wirklich der richtige Trainer ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von G_Verbeek am 23.05.2026 um 17:17 Uhr bearbeitet
23.05.2026 - 17:39 Uhr
Und als Rösler bei uns übernommen hat war kein Druck da? Hat er nicht in seinem ersten Spiel eine ganz andere, viel jüngere elf aufgestellt als siebers und Hecking?
Ja, er hat noch keine neuen Talente eingebaut, einfach weil er innerhalb der Saison kam und die Talente die weit genug waren schon eingesetzt wurden. Ist das jetzt sein Fehler? Hätten andere Trainer vielleicht trotzdem mehr auf ältere Spieler gesetzt wie kwarteng statt Alfa?
Keumo, crimaldi und koscierski sind allesamt noch verdammt jung. In einem Alter, indem es die wenigsten Talente auch schon schaffen. Alle haben auch nicht sofort in der U21 alles an die Wand gespielt und Argumente dagegen geliefert.
Ich würde die Argumentation verstehen, wenn er schon 2-3 Saisons da wäre. Aber stand jetzt hat er auf viele junge gesetzt, Kaderwerte geschaffen und nur das kann man bewerten. Wenn ein Trainer fast das jüngste Team einsetzt wie sonst kein Trainer vor ihm, ist es einfach hanebüchen darauf rumzureiten, dass es nicht noch mehr waren. Wenn es jedes Jahr 2 Spieler neu schaffen aus der eigenen Jugend wäre das schlicht top. Daher sollte man die Kritik vielleicht einfach mal ruhen lassen und nächste Saison erstmal abwarten. Dann sind die 3 Spieler in dem Alter, wo ein Durchbruch wahrscheinlicher wird. In einem Alter, in dem z.B..auxh ein Lenz dieses Jahr war.
Ja, er hat noch keine neuen Talente eingebaut, einfach weil er innerhalb der Saison kam und die Talente die weit genug waren schon eingesetzt wurden. Ist das jetzt sein Fehler? Hätten andere Trainer vielleicht trotzdem mehr auf ältere Spieler gesetzt wie kwarteng statt Alfa?
Keumo, crimaldi und koscierski sind allesamt noch verdammt jung. In einem Alter, indem es die wenigsten Talente auch schon schaffen. Alle haben auch nicht sofort in der U21 alles an die Wand gespielt und Argumente dagegen geliefert.
Ich würde die Argumentation verstehen, wenn er schon 2-3 Saisons da wäre. Aber stand jetzt hat er auf viele junge gesetzt, Kaderwerte geschaffen und nur das kann man bewerten. Wenn ein Trainer fast das jüngste Team einsetzt wie sonst kein Trainer vor ihm, ist es einfach hanebüchen darauf rumzureiten, dass es nicht noch mehr waren. Wenn es jedes Jahr 2 Spieler neu schaffen aus der eigenen Jugend wäre das schlicht top. Daher sollte man die Kritik vielleicht einfach mal ruhen lassen und nächste Saison erstmal abwarten. Dann sind die 3 Spieler in dem Alter, wo ein Durchbruch wahrscheinlicher wird. In einem Alter, in dem z.B..auxh ein Lenz dieses Jahr war.
23.05.2026 - 18:27 Uhr
Zitat von Blonti1848
@G_Verbeek
Also während andere dich einfach nicht verstehen wollen, weiss ich was du meinst. Ich hatte das ja auch schon thematisiert. Und ich sehe das diese Saison auch schon so. Hatte es ja auf Keumo und Crimaldi bezogen.
Ich hoffe einfach das dieses Jahr unser Kader einfach nicht wieder künstlich aufgebläht wird. Diese Saison wird sich dann auch zeigen ob Rösler Talente weiterentwickeln und einsetzen kann. Mit Crimaldo, Keumo, Isbruch, Koscierski und Pick gibt es für mich sehr interessante Spieler.
Ohne die Verletzungen von Sissoko und Bero wäre vermutlich auch kein Lenz zum Stammspieler mutiert und wir hätten diesen Sommer nicht so eine Summe erhalten. Das müsste auch Rösler klar sein. Daher macht das auch kein Sinn wenn man wieder andere Spieler lieber positionsfremd einsetzt statt den Mut zu haben einen Talent die Möglichkeit zu geben. Für uns ist das Überlebenswichtig.
@G_Verbeek
Also während andere dich einfach nicht verstehen wollen, weiss ich was du meinst. Ich hatte das ja auch schon thematisiert. Und ich sehe das diese Saison auch schon so. Hatte es ja auf Keumo und Crimaldi bezogen.
Ich hoffe einfach das dieses Jahr unser Kader einfach nicht wieder künstlich aufgebläht wird. Diese Saison wird sich dann auch zeigen ob Rösler Talente weiterentwickeln und einsetzen kann. Mit Crimaldo, Keumo, Isbruch, Koscierski und Pick gibt es für mich sehr interessante Spieler.
Ohne die Verletzungen von Sissoko und Bero wäre vermutlich auch kein Lenz zum Stammspieler mutiert und wir hätten diesen Sommer nicht so eine Summe erhalten. Das müsste auch Rösler klar sein. Daher macht das auch kein Sinn wenn man wieder andere Spieler lieber positionsfremd einsetzt statt den Mut zu haben einen Talent die Möglichkeit zu geben. Für uns ist das Überlebenswichtig.
Pick war verdammt lange verletzt und hat mit dieser Zeit noch extrem zu kämpfen aktuell, vor allem was Intensität und Fitness angeht. Da würde es mich überraschen, wenn er direkt bei den Profis eine Rolle spielen würde. Keumo, Isbruch und Crimaldi werden die Spieler sein, die wir zu Backups machen könnten/sollen diese Saison, wenn sie in der Vorbereitung das entsprechende Niveau andeuten, quasi wie Lenz letzte Saison. Pick und Koscierski sehe ich eher nächste Saison in der 2. Mannschaft.
Sollten wir es schaffen Keumo, Isbruch und crimaldi als Backups einzubinden wäre das absolut top und würde auch zu guter Ausbildung passen. Vielleicht hat ja einer im Laufe der Saison das Potential zu überraschen und einen Platz in der 1. Elf anzugreifen.
Dieses "ohne Verletzung von Bero und Sissoko6 wäre Lenz gar kein Stammspieler geworden" finde ich als Argumentation einfach sehr schwierig. Es ist eben so passiert, man kann ja nicht in einem Paralleluniversum nachschauen und das überprüfen, deswegen ist das Argument eigentlich hinfällig. Letztlich gilt dass sich Qualität immer durchsetzen muss und Lenz hatte sehr viel davon, auch genug um sich gegen Sissoko6 und Bero durchzusetzen. Aber auch für meine These gilt jetzt dass sie müßig ist, denn man kann sie eben nicht überprüfen.
Letztlich sollten wir froh sein, dass es so passiert ist.
Ich hoffe wie wir alle, dass Rösler nächste Saison die 3 genannten Talente einbauen kann in den Kader/erweiterten Kader. Wenn er es nicht schaffen sollte, kann man immernoch diskutieren ob es an Rösler oder an der Qualität der Talente liegt.
Aber da wir jetzt Jahrelang quasi überhaupt keine Telenteförderung bei den Profis durch Trainer und andere Verantwortliche hatten, ist Rösler bislang definitiv unter den Vorraussetzungen unter denen er arbeiten musste ein Fortschritt. Ob er das langfristig aufrecht erhalten kann, dass werden wir in Zukunft bewerten müssen.
P.S.
Und Rösler hat eben doch auch auf etabliertere Spieler zugunsten von jüngeren verzichtet. Er hat Onyeka in den Sturm gestellt zu Beginn seiner Zeit anstelle Hofmann zu bringen (hat uns sehr geholfen damals und war eine sehr mutige Entscheidung mMn). Er hat auch lange Zeit FAR gebracht anstelle von einem fitten Kwarteng. Er hat auf einen Morgalla gesetzt als RV anstelle von Passlack.
Er hat eben nur nicht auf Koscierski gesetzt und ich bekomme, je länger diese Diskussion geht das Gefühl, dass dies eben das Problem hier ist und auch immer wieder angeführt wird.
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