Daniel Bauer [Cheftrainer]
20.12.2025 - 21:09 Uhr
17.02.2026 - 22:26 Uhr
Zitat von FlashWOB
Wir müssen da nicht theoretisieren. Ein Blick in unsere eigene Historie reicht.
Wir hatten sehr wenige Titel - also kann man ziemlich gut sehen, wie sie entstanden sind. Und sie sind eben nicht aus „philosophischer Kontinuität“ entstanden.
Wo genau ist die philosophische Kontinuität von Augenthaler zu Magath, mit dem wir 2009 Meister wurden?
Wo genau ist sie von McLaren/Littbarski/Magath/Köstner zu Hecking, mit dem wir 2015 Pokalsieger wurden?
Und ohne Titel: Klassenerhalt plus Europa im Folgejahr: Wo ist da die Kontinuität von Ismael/Jonker/Schmidt zu Labbadia?
Die Wahrheit ist: Erfolg kam bei uns nicht, weil ein Konzept durchgezogen wurde. Erfolg kam, weil wir punktuell die richtigen Personen hatten, die geliefert haben.
Und jetzt zum Gegenwartstest: Seit Mitte 2024 haben wir einen GF Sport, der genau für „einheitliche Philosophie“ geholt wurde. Wir erleben also gerade exakt das, was du forderst - live und in Farbe. Und was zeigt sich sportlich? Dass „Philosophie“ ohne belastbare Kompetenz in den Schlüsselrollen eben kein Sicherheitsnetz ist, sondern ein Risiko.
Bei welchem Bundesligatrainer war denn „Erfolg“ je eine Nebensache? Jeder Trainer wird geholt, weil man glaubt, dass er Erfolg bringt - nur werden die Gründe dann im Nachhinein zur „Vision“ umdeklariert.
Und das „bei 0 anfangen“-Argument klingt gut, stimmt aber oft nicht: Wir hatten mehrfach einen funktionierenden Kader, funktionierende Hierarchien und sportlichen Rückenwind - und haben trotzdem neu justiert, weil man sich eingeredet hat, es müsse „noch moderner“, „noch konzeptioneller“ werden.
Die Realität ist eher: Viele Entscheidungen sind situativ, personengetrieben und opportunistisch. Läuft es gut, nennt man das im Rückblick „roten Faden“. Läuft es schlecht, nennt man es „fehlende Vision“.
Unser eigentlicher Fehler war ein anderer: Wir haben es zu oft versäumt, aus vorhandenem Erfolg Kontinuität zu machen.
Das ist der Hebel: Erfolgreiche Schlüsselpersonen finden, halten, stützen - und dann darauf Strukturen aufbauen und eine Philosophie zu definieren. Nicht umgekehrt.
Zitat von GelsenHandy
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Wir müssen da nicht theoretisieren. Ein Blick in unsere eigene Historie reicht.
Wir hatten sehr wenige Titel - also kann man ziemlich gut sehen, wie sie entstanden sind. Und sie sind eben nicht aus „philosophischer Kontinuität“ entstanden.
Wo genau ist die philosophische Kontinuität von Augenthaler zu Magath, mit dem wir 2009 Meister wurden?
Wo genau ist sie von McLaren/Littbarski/Magath/Köstner zu Hecking, mit dem wir 2015 Pokalsieger wurden?
Und ohne Titel: Klassenerhalt plus Europa im Folgejahr: Wo ist da die Kontinuität von Ismael/Jonker/Schmidt zu Labbadia?
Die Wahrheit ist: Erfolg kam bei uns nicht, weil ein Konzept durchgezogen wurde. Erfolg kam, weil wir punktuell die richtigen Personen hatten, die geliefert haben.
Und jetzt zum Gegenwartstest: Seit Mitte 2024 haben wir einen GF Sport, der genau für „einheitliche Philosophie“ geholt wurde. Wir erleben also gerade exakt das, was du forderst - live und in Farbe. Und was zeigt sich sportlich? Dass „Philosophie“ ohne belastbare Kompetenz in den Schlüsselrollen eben kein Sicherheitsnetz ist, sondern ein Risiko.
Zitat von GelsenHandy
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Bei welchem Bundesligatrainer war denn „Erfolg“ je eine Nebensache? Jeder Trainer wird geholt, weil man glaubt, dass er Erfolg bringt - nur werden die Gründe dann im Nachhinein zur „Vision“ umdeklariert.
Und das „bei 0 anfangen“-Argument klingt gut, stimmt aber oft nicht: Wir hatten mehrfach einen funktionierenden Kader, funktionierende Hierarchien und sportlichen Rückenwind - und haben trotzdem neu justiert, weil man sich eingeredet hat, es müsse „noch moderner“, „noch konzeptioneller“ werden.
Zitat von GelsenHandy
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
Die Realität ist eher: Viele Entscheidungen sind situativ, personengetrieben und opportunistisch. Läuft es gut, nennt man das im Rückblick „roten Faden“. Läuft es schlecht, nennt man es „fehlende Vision“.
Unser eigentlicher Fehler war ein anderer: Wir haben es zu oft versäumt, aus vorhandenem Erfolg Kontinuität zu machen.
Das ist der Hebel: Erfolgreiche Schlüsselpersonen finden, halten, stützen - und dann darauf Strukturen aufbauen und eine Philosophie zu definieren. Nicht umgekehrt.
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DoppelWobber am 17.02.2026 um 22:27 Uhr bearbeitet
18.02.2026 - 02:15 Uhr
Zitat von DoppelWobber
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Tatsache ist, dass wir ein Konzept und eine Philosophie haben. Da steht genau das drin, was man sich hier als Inhalte eines Konzepts und einer Philosophie wünscht. Christiansen ist ein Konzept- und Philosophie-basierter Geschäftsführer Sport. Er wurde genau mit dem Ziel eingestellt, dies umzusetzen und damit “nachhaltigen Erfolg” zu erreichen.
Ja, unsere Erfolge basierten nicht auf einem Konzept oder eine Philosophie. Schon gar nicht unsere Meisterschaft unter Magath. Die war das exakte Gegenteil eines Konzept/Philosophie-Ansatzes. Das war die Konzentration auf einen einzelnen starken Macher.
Wir haben derzeit genau den Versuch in diese Richtung, den Du Dir wünschst. Wir haben den ausgeprägtesten Philosophie- und Konzept-basierten Geschäftsführer Sport in der Geschichte unseres Vereins. Mehr Konzept und Philosophie geht nicht.
Aber ich wiederhole mich. Voraussetzung für eine sinnvolle Diskussion ist, dass man sich zumindest über Tatsachen verständigen kann. Das gelingt uns leider nicht.
18.02.2026 - 07:43 Uhr
Zitat von FlashWOB
Tatsache ist, dass wir ein Konzept und eine Philosophie haben. Da steht genau das drin, was man sich hier als Inhalte eines Konzepts und einer Philosophie wünscht. Christiansen ist ein Konzept- und Philosophie-basierter Geschäftsführer Sport. Er wurde genau mit dem Ziel eingestellt, dies umzusetzen und damit “nachhaltigen Erfolg” zu erreichen.
Ja, unsere Erfolge basierten nicht auf einem Konzept oder eine Philosophie. Schon gar nicht unsere Meisterschaft unter Magath. Die war das exakte Gegenteil eines Konzept/Philosophie-Ansatzes. Das war die Konzentration auf einen einzelnen starken Macher.
Wir haben derzeit genau den Versuch in diese Richtung, den Du Dir wünschst. Wir haben den ausgeprägtesten Philosophie- und Konzept-basierten Geschäftsführer Sport in der Geschichte unseres Vereins. Mehr Konzept und Philosophie geht nicht.
Aber ich wiederhole mich. Voraussetzung für eine sinnvolle Diskussion ist, dass man sich zumindest über Tatsachen verständigen kann. Das gelingt uns leider nicht.
Zitat von DoppelWobber
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Tatsache ist, dass wir ein Konzept und eine Philosophie haben. Da steht genau das drin, was man sich hier als Inhalte eines Konzepts und einer Philosophie wünscht. Christiansen ist ein Konzept- und Philosophie-basierter Geschäftsführer Sport. Er wurde genau mit dem Ziel eingestellt, dies umzusetzen und damit “nachhaltigen Erfolg” zu erreichen.
Ja, unsere Erfolge basierten nicht auf einem Konzept oder eine Philosophie. Schon gar nicht unsere Meisterschaft unter Magath. Die war das exakte Gegenteil eines Konzept/Philosophie-Ansatzes. Das war die Konzentration auf einen einzelnen starken Macher.
Wir haben derzeit genau den Versuch in diese Richtung, den Du Dir wünschst. Wir haben den ausgeprägtesten Philosophie- und Konzept-basierten Geschäftsführer Sport in der Geschichte unseres Vereins. Mehr Konzept und Philosophie geht nicht.
Aber ich wiederhole mich. Voraussetzung für eine sinnvolle Diskussion ist, dass man sich zumindest über Tatsachen verständigen kann. Das gelingt uns leider nicht.
Nur damit man eine Diskussionsgrundlage hat und keine Unterstellungen macht, welches Konzept bzw. welche Philosophie verfolgen wir denn genau unter PC und woran erkennt man das?
Man kann hier natürlich auf Kopenhagen verweisen am Ende, ich finde aber man sollte sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren.
18.02.2026 - 09:07 Uhr
Zitat von FlashWOB
Tatsache ist, dass wir ein Konzept und eine Philosophie haben. Da steht genau das drin, was man sich hier als Inhalte eines Konzepts und einer Philosophie wünscht. Christiansen ist ein Konzept- und Philosophie-basierter Geschäftsführer Sport. Er wurde genau mit dem Ziel eingestellt, dies umzusetzen und damit “nachhaltigen Erfolg” zu erreichen.
Ja, unsere Erfolge basierten nicht auf einem Konzept oder eine Philosophie. Schon gar nicht unsere Meisterschaft unter Magath. Die war das exakte Gegenteil eines Konzept/Philosophie-Ansatzes. Das war die Konzentration auf einen einzelnen starken Macher.
Wir haben derzeit genau den Versuch in diese Richtung, den Du Dir wünschst. Wir haben den ausgeprägtesten Philosophie- und Konzept-basierten Geschäftsführer Sport in der Geschichte unseres Vereins. Mehr Konzept und Philosophie geht nicht.
Aber ich wiederhole mich. Voraussetzung für eine sinnvolle Diskussion ist, dass man sich zumindest über Tatsachen verständigen kann. Das gelingt uns leider nicht.
Zitat von DoppelWobber
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Wir hatten nie und haben jetzt erst recht kein Konzept bzw. keine Philosophie. Magath kam dem in seiner ersten Amtszeit vermutlich noch am nähsten, da war in der Transferpolitik eine klare Handschrift erkennbar.
Danach hatten unsere Erfolge viele Gründe, aber wir hatten nie eine Philosophie und das ist m.M.n auch der Grund, wieso die Erfolge nicht nachhaltig gewirkt haben. Man war zu sehr abhängig von einzelnen Personen und wenn diese nicht mehr funktioniert haben oder gegangen sind, ist alles in sich zusammengebrochen. Man hat es verpasst Strukturen zu etablieren, die Erfolg nachhaltig fördern bzw. es den handelnden Personen leichter machen. Sowas ist möglich, aber wurde bei uns leider nie gemacht. Ob es dann funktioniert ist die andere Frage, aber ich würde gerne mal einen Versuch in diese Richtung sehen.
Bzw. würde es mir einfsch reichen, wenn wir eine Kaderplanung haben die weiter denkt als die nächsten Monate. Das würde mir fürs Erste völlig ausreichen und sehr wahrscheinlich auch unabhängig vom Personal Erfolge bringen.
Tatsache ist, dass wir ein Konzept und eine Philosophie haben. Da steht genau das drin, was man sich hier als Inhalte eines Konzepts und einer Philosophie wünscht. Christiansen ist ein Konzept- und Philosophie-basierter Geschäftsführer Sport. Er wurde genau mit dem Ziel eingestellt, dies umzusetzen und damit “nachhaltigen Erfolg” zu erreichen.
Ja, unsere Erfolge basierten nicht auf einem Konzept oder eine Philosophie. Schon gar nicht unsere Meisterschaft unter Magath. Die war das exakte Gegenteil eines Konzept/Philosophie-Ansatzes. Das war die Konzentration auf einen einzelnen starken Macher.
Wir haben derzeit genau den Versuch in diese Richtung, den Du Dir wünschst. Wir haben den ausgeprägtesten Philosophie- und Konzept-basierten Geschäftsführer Sport in der Geschichte unseres Vereins. Mehr Konzept und Philosophie geht nicht.
Aber ich wiederhole mich. Voraussetzung für eine sinnvolle Diskussion ist, dass man sich zumindest über Tatsachen verständigen kann. Das gelingt uns leider nicht.
Was genau ist denn unser Konzept bzw. unsere Philosophie? Ich kann da nichts erkennen.
Wir haben/hatten 2 sehr unterschiedliche Trainer. Wir haben kein klares Profil bei Neuverpflichtungen. Wir haben keine wirkliche Kaderplanung. Ich erkenne hier Vorne und Hinten nichts was auf eine Philosophie hindeutet. Also erklär mir gerne, wo du diese siehst.
18.02.2026 - 11:43 Uhr
Wir haben ein rein theoretisch existierendes Konzept. In der Praxis haben wir keins. Weder, was die Fußballphilosphie angeht, noch bei Spielertransfers.
Das "Konzept" PCs besteht aus leeren Worthülsen, die in der Realität zu 0% umgesetzt werden.
In etwa so, als würde ich seit 2 Jahren jeden Tag erzählen, dass ich mir einen Chrysler kaufe, aber noch immer keinen besitze. Macht mich das zum Chryslerfahrer? Nein. Hat der VfL also ein Konzept? Nein.
Hätte PC einen Großteil der Dinge, die er angekündigt hat, umgesetzt, dann könnte man das anders bewerten. Hat er aber mitnichten.
Das "Konzept" PCs besteht aus leeren Worthülsen, die in der Realität zu 0% umgesetzt werden.
In etwa so, als würde ich seit 2 Jahren jeden Tag erzählen, dass ich mir einen Chrysler kaufe, aber noch immer keinen besitze. Macht mich das zum Chryslerfahrer? Nein. Hat der VfL also ein Konzept? Nein.
Hätte PC einen Großteil der Dinge, die er angekündigt hat, umgesetzt, dann könnte man das anders bewerten. Hat er aber mitnichten.
21.02.2026 - 10:43 Uhr
Zitat von DoppelWobber
Was genau ist denn unser Konzept bzw. unsere Philosophie? Ich kann da nichts erkennen.
Wir haben/hatten 2 sehr unterschiedliche Trainer. Wir haben kein klares Profil bei Neuverpflichtungen. Wir haben keine wirkliche Kaderplanung. Ich erkenne hier Vorne und Hinten nichts was auf eine Philosophie hindeutet. Also erklär mir gerne, wo du diese siehst.
Was genau ist denn unser Konzept bzw. unsere Philosophie? Ich kann da nichts erkennen.
Wir haben/hatten 2 sehr unterschiedliche Trainer. Wir haben kein klares Profil bei Neuverpflichtungen. Wir haben keine wirkliche Kaderplanung. Ich erkenne hier Vorne und Hinten nichts was auf eine Philosophie hindeutet. Also erklär mir gerne, wo du diese siehst.
Ich habe nicht geschrieben, dass man Konzept und Philosophie bei uns klar erkennt. Ich habe geschrieben, dass wir beides haben - jedenfalls als Anspruch und Leitbild. Genau damit ist Christiansen angetreten.
Christiansen beschreibt einen „Wolfsburger Weg“ mit langfristiger, nachhaltiger Perspektive statt kurzfristigem Aktionismus. Dieser Weg soll durch Mut, Selbstbewusstsein und einen klaren, dominanten Fußball geprägt sein. Als Voraussetzungen nennt er harte Arbeit, Disziplin und Loyalität zum Klub und zur Stadt. Dazu gehört ausdrücklich auch eine bessere Durchgängigkeit vom NLZ in die erste Mannschaft.
Zitat: „Wir wollen unsere Philosophie in allen Bereichen verankern, damit man erkennt: Das ist der VfL Wolfsburg!“
Und weiter: „Wir haben uns über unsere Vorstellungen und Ideen ausgetauscht, besitzen ein identisches Verständnis, was den Kader und die grundsätzlichen Dinge angeht. Wir werden unseren Weg finden, sodass jeder Fan weiß, was er zu erwarten hat.“
Dass die Realität bisher hinter diesem Anspruch zurückbleibt, ist für mich unstrittig. Aber genau deshalb irritiert mich die aktuelle Debatte: Es wird gefordert, was bei uns derzeit traurige Realität ist.
Mein Punkt ist daher: Im Profifußball kommen in der Regel zuerst die kompetenten, erfolgreichen Personen, deren Vorgehen später zu Konzept und Philosophie erklärt wird. Ein Uli Hoeneß ist nicht mit 100 Seiten Konzeptpapier und ausgefeilter Philosophie angetreten. Er hat zunächst erfolgreich gestaltet - und erst später wurde dieses Selbstverständnis unter dem Schlagwort „Mia san mia“ als Kern der Klubidentität verdichtet.
Diese Chance hatten wir einige Male - und wir haben sie vertan. Und zwar genau mit dieser leidigen Konzept- und Philosophie-Sicht: Man hat personengebundenen Erfolg mehrfach aufgegeben, weil man auf „schönere“ Art und Weise erfolgreich sein wollte.
Und selbst heute wird das im Kern wiederholt. Es hieß, es gehe nicht um einzelne Meisterschaften, sondern um die dauerhafte Etablierung in der Bundesliga-Spitze. Das Ergebnis dieser Denkweise ist nicht nachhaltige Spitze, sondern akuter Abstiegskampf.
21.02.2026 - 11:03 Uhr
Zitat von OneEightSeven
Wir haben ein rein theoretisch existierendes Konzept. In der Praxis haben wir keins. Weder, was die Fußballphilosphie angeht, noch bei Spielertransfers.
Das "Konzept" PCs besteht aus leeren Worthülsen, die in der Realität zu 0% umgesetzt werden.
In etwa so, als würde ich seit 2 Jahren jeden Tag erzählen, dass ich mir einen Chrysler kaufe, aber noch immer keinen besitze. Macht mich das zum Chryslerfahrer? Nein. Hat der VfL also ein Konzept? Nein.
Hätte PC einen Großteil der Dinge, die er angekündigt hat, umgesetzt, dann könnte man das anders bewerten. Hat er aber mitnichten.
Wir haben ein rein theoretisch existierendes Konzept. In der Praxis haben wir keins. Weder, was die Fußballphilosphie angeht, noch bei Spielertransfers.
Das "Konzept" PCs besteht aus leeren Worthülsen, die in der Realität zu 0% umgesetzt werden.
In etwa so, als würde ich seit 2 Jahren jeden Tag erzählen, dass ich mir einen Chrysler kaufe, aber noch immer keinen besitze. Macht mich das zum Chryslerfahrer? Nein. Hat der VfL also ein Konzept? Nein.
Hätte PC einen Großteil der Dinge, die er angekündigt hat, umgesetzt, dann könnte man das anders bewerten. Hat er aber mitnichten.
Genau das ist aus meiner Sicht die eigentliche Frage: Wie kommt man zu einem gut implementierten und erfolgreichen Konzept inklusive Philosophie?
Es gibt dabei vereinfacht u.a. zwei Vorgehensweisen:
A) Man formuliert zuerst ein Konzept auf dem Papier, definiert Leitbegriffe und Spielidee, stellt dafür viel Geld zur Verfügung - und hofft, dass daraus in der Praxis über Jahre ein funktionierendes System entsteht.
B) Man erkennt und hält erfolgreiche Schlüsselpersonen, wenn man sie einmal gefunden hat, und überführt deren funktionierendes Vorgehen Schritt für Schritt in ein belastbares Konzept und eine tragfähige Philosophie.
Ich behaupte: Im Profifußball ist B der Regelfall und A die Ausnahme - gerade dann, wenn es um nachhaltigen Erfolg geht.
Nahezu alle dauerhaften Erfolgsstories wirken im Rückblick so, als seien sie „aus einem Konzept“ entstanden. Tatsächlich standen am Anfang aber sehr oft erst einmal die richtigen Personen, die richtigen Entscheidungen und wiederholter Erfolg. Das Konzept wurde anschließend beschrieben, geschärft und institutionell verankert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FlashWOB am 21.02.2026 um 11:03 Uhr bearbeitet
21.02.2026 - 20:40 Uhr
Zitat von FlashWOB
Ich habe nicht geschrieben, dass man Konzept und Philosophie bei uns klar erkennt. Ich habe geschrieben, dass wir beides haben - jedenfalls als Anspruch und Leitbild. Genau damit ist Christiansen angetreten.
Christiansen beschreibt einen „Wolfsburger Weg“ mit langfristiger, nachhaltiger Perspektive statt kurzfristigem Aktionismus. Dieser Weg soll durch Mut, Selbstbewusstsein und einen klaren, dominanten Fußball geprägt sein. Als Voraussetzungen nennt er harte Arbeit, Disziplin und Loyalität zum Klub und zur Stadt. Dazu gehört ausdrücklich auch eine bessere Durchgängigkeit vom NLZ in die erste Mannschaft.
Zitat: „Wir wollen unsere Philosophie in allen Bereichen verankern, damit man erkennt: Das ist der VfL Wolfsburg!“
Und weiter: „Wir haben uns über unsere Vorstellungen und Ideen ausgetauscht, besitzen ein identisches Verständnis, was den Kader und die grundsätzlichen Dinge angeht. Wir werden unseren Weg finden, sodass jeder Fan weiß, was er zu erwarten hat.“
Dass die Realität bisher hinter diesem Anspruch zurückbleibt, ist für mich unstrittig. Aber genau deshalb irritiert mich die aktuelle Debatte: Es wird gefordert, was bei uns derzeit traurige Realität ist.
Mein Punkt ist daher: Im Profifußball kommen in der Regel zuerst die kompetenten, erfolgreichen Personen, deren Vorgehen später zu Konzept und Philosophie erklärt wird. Ein Uli Hoeneß ist nicht mit 100 Seiten Konzeptpapier und ausgefeilter Philosophie angetreten. Er hat zunächst erfolgreich gestaltet - und erst später wurde dieses Selbstverständnis unter dem Schlagwort „Mia san mia“ als Kern der Klubidentität verdichtet.
Diese Chance hatten wir einige Male - und wir haben sie vertan. Und zwar genau mit dieser leidigen Konzept- und Philosophie-Sicht: Man hat personengebundenen Erfolg mehrfach aufgegeben, weil man auf „schönere“ Art und Weise erfolgreich sein wollte.
Und selbst heute wird das im Kern wiederholt. Es hieß, es gehe nicht um einzelne Meisterschaften, sondern um die dauerhafte Etablierung in der Bundesliga-Spitze. Das Ergebnis dieser Denkweise ist nicht nachhaltige Spitze, sondern akuter Abstiegskampf.
Zitat von DoppelWobber
Was genau ist denn unser Konzept bzw. unsere Philosophie? Ich kann da nichts erkennen.
Wir haben/hatten 2 sehr unterschiedliche Trainer. Wir haben kein klares Profil bei Neuverpflichtungen. Wir haben keine wirkliche Kaderplanung. Ich erkenne hier Vorne und Hinten nichts was auf eine Philosophie hindeutet. Also erklär mir gerne, wo du diese siehst.
Was genau ist denn unser Konzept bzw. unsere Philosophie? Ich kann da nichts erkennen.
Wir haben/hatten 2 sehr unterschiedliche Trainer. Wir haben kein klares Profil bei Neuverpflichtungen. Wir haben keine wirkliche Kaderplanung. Ich erkenne hier Vorne und Hinten nichts was auf eine Philosophie hindeutet. Also erklär mir gerne, wo du diese siehst.
Ich habe nicht geschrieben, dass man Konzept und Philosophie bei uns klar erkennt. Ich habe geschrieben, dass wir beides haben - jedenfalls als Anspruch und Leitbild. Genau damit ist Christiansen angetreten.
Christiansen beschreibt einen „Wolfsburger Weg“ mit langfristiger, nachhaltiger Perspektive statt kurzfristigem Aktionismus. Dieser Weg soll durch Mut, Selbstbewusstsein und einen klaren, dominanten Fußball geprägt sein. Als Voraussetzungen nennt er harte Arbeit, Disziplin und Loyalität zum Klub und zur Stadt. Dazu gehört ausdrücklich auch eine bessere Durchgängigkeit vom NLZ in die erste Mannschaft.
Zitat: „Wir wollen unsere Philosophie in allen Bereichen verankern, damit man erkennt: Das ist der VfL Wolfsburg!“
Und weiter: „Wir haben uns über unsere Vorstellungen und Ideen ausgetauscht, besitzen ein identisches Verständnis, was den Kader und die grundsätzlichen Dinge angeht. Wir werden unseren Weg finden, sodass jeder Fan weiß, was er zu erwarten hat.“
Dass die Realität bisher hinter diesem Anspruch zurückbleibt, ist für mich unstrittig. Aber genau deshalb irritiert mich die aktuelle Debatte: Es wird gefordert, was bei uns derzeit traurige Realität ist.
Mein Punkt ist daher: Im Profifußball kommen in der Regel zuerst die kompetenten, erfolgreichen Personen, deren Vorgehen später zu Konzept und Philosophie erklärt wird. Ein Uli Hoeneß ist nicht mit 100 Seiten Konzeptpapier und ausgefeilter Philosophie angetreten. Er hat zunächst erfolgreich gestaltet - und erst später wurde dieses Selbstverständnis unter dem Schlagwort „Mia san mia“ als Kern der Klubidentität verdichtet.
Diese Chance hatten wir einige Male - und wir haben sie vertan. Und zwar genau mit dieser leidigen Konzept- und Philosophie-Sicht: Man hat personengebundenen Erfolg mehrfach aufgegeben, weil man auf „schönere“ Art und Weise erfolgreich sein wollte.
Und selbst heute wird das im Kern wiederholt. Es hieß, es gehe nicht um einzelne Meisterschaften, sondern um die dauerhafte Etablierung in der Bundesliga-Spitze. Das Ergebnis dieser Denkweise ist nicht nachhaltige Spitze, sondern akuter Abstiegskampf.
Ich denke du missverstehst was ich mir wünsche. Mir geht es nicht um blumige Worte oder ein schönes Konzeptpapier. Es geht mir darum, dass wir weniger abhängig von den Entscheidungen einzelner Personen sind. Sondern der Verein eine Philosophie festlegt, welche unabhängig von den Personen umgesetzt wird. Das kann gerne in die Richtung gehen, was PC beschrieben hat. Wichtig ist aber, dass es umgesetzt wird. Es braucht klare Vorgaben und Richtlinien, wie wir unsere Jugend einbauen, wie wir unseren Kader aufbauen und welche Transfers wir tätigen. Auch eine gemeinsame Identität wäre wichtig, damit jedem klar ist mit welchem Ziel wir in die Saison starten und wo langfristig die Reise hingehen soll.
All das haben wir nicht. Es wurde einmal schön erklärt und seit dem nichts unternommen, was in diese Richtung geht. Deswegen ist es auch falsch zu behaupten wir hätten eine Philosophie.
21.02.2026 - 23:18 Uhr
Zitat von DoppelWobber
Ich denke du missverstehst was ich mir wünsche. Mir geht es nicht um blumige Worte oder ein schönes Konzeptpapier. Es geht mir darum, dass wir weniger abhängig von den Entscheidungen einzelner Personen sind. Sondern der Verein eine Philosophie festlegt, welche unabhängig von den Personen umgesetzt wird. Das kann gerne in die Richtung gehen, was PC beschrieben hat. Wichtig ist aber, dass es umgesetzt wird. Es braucht klare Vorgaben und Richtlinien, wie wir unsere Jugend einbauen, wie wir unseren Kader aufbauen und welche Transfers wir tätigen. Auch eine gemeinsame Identität wäre wichtig, damit jedem klar ist mit welchem Ziel wir in die Saison starten und wo langfristig die Reise hingehen soll.
All das haben wir nicht. Es wurde einmal schön erklärt und seit dem nichts unternommen, was in diese Richtung geht. Deswegen ist es auch falsch zu behaupten wir hätten eine Philosophie.
Ich denke du missverstehst was ich mir wünsche. Mir geht es nicht um blumige Worte oder ein schönes Konzeptpapier. Es geht mir darum, dass wir weniger abhängig von den Entscheidungen einzelner Personen sind. Sondern der Verein eine Philosophie festlegt, welche unabhängig von den Personen umgesetzt wird. Das kann gerne in die Richtung gehen, was PC beschrieben hat. Wichtig ist aber, dass es umgesetzt wird. Es braucht klare Vorgaben und Richtlinien, wie wir unsere Jugend einbauen, wie wir unseren Kader aufbauen und welche Transfers wir tätigen. Auch eine gemeinsame Identität wäre wichtig, damit jedem klar ist mit welchem Ziel wir in die Saison starten und wo langfristig die Reise hingehen soll.
All das haben wir nicht. Es wurde einmal schön erklärt und seit dem nichts unternommen, was in diese Richtung geht. Deswegen ist es auch falsch zu behaupten wir hätten eine Philosophie.
Ich verstehe, was du dir wünschst. Und ich halte den Wunsch sogar für nachvollziehbar. Mein Punkt ist nur: Genau dieser Ansatz wurde bei uns bereits versucht - mit Leitbild, klar formulierten Begriffen und einer beschriebenen Spielidee. Ganz besonders jetzt. Wir erleben die Auswirkungen live.
Das Problem ist nicht, dass man so etwas nicht aufschreiben kann. Ein Leitbild zu formulieren ist keine Kunst. Das Problem ist, dass es dadurch noch nicht funktioniert.
Du beschreibst ein System, das weniger von einzelnen Personen abhängt. In der Praxis muss aber auch so ein System zunächst von den richtigen Personen aufgebaut, getragen und durchgesetzt werden. Genau dort liegt im Profifußball meist die eigentliche Schwierigkeit. Der Engpass ist das Personal, nicht das Konzept.
Top-Performer benötigen keine klaren Vorgaben und Richtlinien. Und schon gar nicht durch Leute erstellt, die keine Top-Performer sind. Klare Vorgaben und Richtlinien sind dafür da, dass das Mittelmaß und darunter ein Mindestniveau erreicht. Mit personellem Mittelmaß und darunter ist man aber auch mit klaren Vorgaben und Richtlinien im Profifußball nicht erfolgreich.
Anders gesagt: Fußballvereine tun sich schon schwer genug damit, überhaupt dauerhaft erfolgreiche Schlüsselpersonen zu finden. Wenn man zusätzlich verlangt, dass diese auch noch perfekt zu einer bereits formulierten, in der Praxis aber noch unbewiesenen Philosophie passen, wird die Trefferquote deutlich kleiner.
Wir haben es nicht geschafft, Simonis rechtzeitig durch einen kompetenten Trainer abzulösen. Wir haben keinen gefunden. Es passte keiner. Deshalb stehen wir nun mit einem U19-Trainer auf Lehrgang da.
Übrigens: Für problematisch halte ich eine Definition, nach der nur eine funktionierende Philosophie überhaupt als Philosophie gelten darf. Denn dann hat bei Misserfolg plötzlich niemand eine Philosophie - und bei Erfolg hatte man rückblickend immer eine. Das ist als Argument zu zirkulär. Tatsache ist, dass bei uns mittels Konzept und Philosophie gearbeitet wird. Und wenn die Resultate beweisen, dass der Ansatz grundsätzlich falsch ist, dann sollte man das zur Kenntnis nehmen und nicht einfach Wörter umdefinieren.
Die entscheidende Frage bleibt für mich: Wie macht man eine noch nicht funktionierende Philosophie funktionsfähig? Durch ein Papier allein sicher nicht. Sondern durch Personen, die sportlich liefern, Entscheidungen treffen, Rückschläge überstehen und aus einem Anspruch Schritt für Schritt eine belastbare Praxis machen.
Warum dann überhaupt die Philosophie vorne an stellen und nicht die Auswahl von kompetenten Personal?
Ich komme ja aus der Wirtschaft und finde den Gedanken spannend, dass irgendwer Steve Jobs, Mark Zuckerberg oder Elon Musk zum Start klare Vorgaben, Richtlinien und Philosophie an die Hand gegeben hätte, an denen sie sich hätten halten müssen. Apple, Meta und Tesla hätte es nie gegeben. Nicht einmal ansatzweise.
22.02.2026 - 00:06 Uhr
Ich hab mir gerade die Pressekonferenz angeschaut.
Spieler öffentlich angezählt, völlig hilflos gewirkt etc.
Wenn er Anfang der Woche weiter Trainer bleibt hat dieser Verein den Abstieg verdient
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