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Der dynamische Testspielerthread

24.06.2013 - 18:41 Uhr
Der dynamische Testspielerthread |#391
11.01.2020 - 11:26 Uhr
Zitat von Cookie_Monster
Zitat von COtheBrain

Zitat von Eurobabogaaal

Zitat von COtheBrain

Zitat von Eurobabogaaal

Zitat von Sebastian-SGD

Zitat von dynamomeinverein

Echt asozial. Man testet einen Spieler für lau, dieser verletzt sich und schließlich nimmt man von einer Verpflichtung Abstand. Um den Menschen interessiert sich kein Schwein. Da ist wohl Dresden auch nicht "anders". Aber was will man auch noch vom modernen Fussball erwarten... In diesem knallharten Geschäft zählt nur der Erfolg und das damit verbundene Geld.


Ich weiß ganz ehrlich nicht was das Problem ist.
Viele Arbeitgeber machen nen Probearbeitstag oder sogar eine Woche, um zu sehen, ob der Arbeitnehmer für die Aufgaben geeignet ist oder nicht.

Und wer sagt denn, das Dynamos Verantwortlichen überzeugt waren, dass er uns hätte sofort weiterhelfen können, auch ohne Verletzung?


Genauso siehts aus. Mir persönlich wird auch nichts geschenkt. Das kann man gut finden, oder auch nicht.

Wenn Ottonormalverbraucher sich beim Probearbeiten irgendwo die Haxen bricht, kommt keiner daher und stellt ihn aus Barmherzigkeit ein.


Die Tatsache, dass mit dir und Ottonormalverbraucher genauso umgegangen wird, entkräftet nicht die Meinung, dass es asozial sei. Viel mehr zeigt es, dass dieses Vorgehen gesellschaftlicher Standard ist. Normal ist es jedoch nicht.


Natürlich entkräftet es das nicht. Und nun?
Stellen wir ihn also ein, weil wir so barmherzig sind?

Ich persönlich würde bei einem möglichen Abstieg dann anstelle des Spielers, so tragisch das auch ist, lieber einen Angestellten weniger entlassen.

Das wäre für mich sozialer.


Ich denke, das sind zwei verschiedene Fragestellungen. Zum einen der gesellschaftliche Standard. Zum anderen der Verein mit seiner Haltung, mit der er sich dazu positioniert. Aus meiner Sicht sollte hier tatsächlich der gesellschaftliche Standard hinterfragt werden als die Positionierung eines einzelnen Vereins. Die Kraft kann unser Verein in der jetzigen Situation beim besten Willen nicht aufbringen.


Und was ist damit, dass er seinen Verein einfach verlässt? Gemäß der Kritik an unserem Verein, hat er sich genauso asozial gegenüber Nordhausen verhalten.

Das ist doch wohl absolut verständlich wenn dein Arbeitgeber dir mehrere Monate lang kein Gehalt zählt. Außerdem hat Nordhausen auch selbst versucht möglichst viele Spieler loszuwerden damit weniger Gehalt gezahlt werden muss.
Der dynamische Testspielerthread |#392
11.01.2020 - 11:45 Uhr
Zitat von dydre1953
Zitat von Cookie_Monster

Zitat von COtheBrain

Zitat von Eurobabogaaal

Zitat von COtheBrain

Zitat von Eurobabogaaal

Zitat von Sebastian-SGD

Zitat von dynamomeinverein

Echt asozial. Man testet einen Spieler für lau, dieser verletzt sich und schließlich nimmt man von einer Verpflichtung Abstand. Um den Menschen interessiert sich kein Schwein. Da ist wohl Dresden auch nicht "anders". Aber was will man auch noch vom modernen Fussball erwarten... In diesem knallharten Geschäft zählt nur der Erfolg und das damit verbundene Geld.


Ich weiß ganz ehrlich nicht was das Problem ist.
Viele Arbeitgeber machen nen Probearbeitstag oder sogar eine Woche, um zu sehen, ob der Arbeitnehmer für die Aufgaben geeignet ist oder nicht.

Und wer sagt denn, das Dynamos Verantwortlichen überzeugt waren, dass er uns hätte sofort weiterhelfen können, auch ohne Verletzung?


Genauso siehts aus. Mir persönlich wird auch nichts geschenkt. Das kann man gut finden, oder auch nicht.

Wenn Ottonormalverbraucher sich beim Probearbeiten irgendwo die Haxen bricht, kommt keiner daher und stellt ihn aus Barmherzigkeit ein.


Die Tatsache, dass mit dir und Ottonormalverbraucher genauso umgegangen wird, entkräftet nicht die Meinung, dass es asozial sei. Viel mehr zeigt es, dass dieses Vorgehen gesellschaftlicher Standard ist. Normal ist es jedoch nicht.


Natürlich entkräftet es das nicht. Und nun?
Stellen wir ihn also ein, weil wir so barmherzig sind?

Ich persönlich würde bei einem möglichen Abstieg dann anstelle des Spielers, so tragisch das auch ist, lieber einen Angestellten weniger entlassen.

Das wäre für mich sozialer.


Ich denke, das sind zwei verschiedene Fragestellungen. Zum einen der gesellschaftliche Standard. Zum anderen der Verein mit seiner Haltung, mit der er sich dazu positioniert. Aus meiner Sicht sollte hier tatsächlich der gesellschaftliche Standard hinterfragt werden als die Positionierung eines einzelnen Vereins. Die Kraft kann unser Verein in der jetzigen Situation beim besten Willen nicht aufbringen.


Und was ist damit, dass er seinen Verein einfach verlässt? Gemäß der Kritik an unserem Verein, hat er sich genauso asozial gegenüber Nordhausen verhalten.

Das ist doch wohl absolut verständlich wenn dein Arbeitgeber dir mehrere Monate lang kein Gehalt zählt. Außerdem hat Nordhausen auch selbst versucht möglichst viele Spieler loszuwerden damit weniger Gehalt gezahlt werden muss.


Ah, okay. Es ist also verständlich sofort das Weite zu suchen, statt dem Verein zu helfen, aber wenn der Verein einen Spieler keinen Vertrag anbietet, der sich eine GERINGFÜGIGE Verletzung (ja gemessen an dem was man im Fußball alles sich brechen, reißen und sonst wie verletzen kann, ist der Muskelfaserriss das harmloseste) zu zieht, dann ist er asozial?

Gibt es hier ein moralisches Zweierleimaß?
Der dynamische Testspielerthread |#393
11.01.2020 - 11:54 Uhr
Zitat von Cookie_Monster
Zitat von dydre1953

Zitat von Cookie_Monster

Zitat von COtheBrain

Zitat von Eurobabogaaal

Zitat von COtheBrain

Zitat von Eurobabogaaal

Zitat von Sebastian-SGD

Zitat von dynamomeinverein

Echt asozial. Man testet einen Spieler für lau, dieser verletzt sich und schließlich nimmt man von einer Verpflichtung Abstand. Um den Menschen interessiert sich kein Schwein. Da ist wohl Dresden auch nicht "anders". Aber was will man auch noch vom modernen Fussball erwarten... In diesem knallharten Geschäft zählt nur der Erfolg und das damit verbundene Geld.


Ich weiß ganz ehrlich nicht was das Problem ist.
Viele Arbeitgeber machen nen Probearbeitstag oder sogar eine Woche, um zu sehen, ob der Arbeitnehmer für die Aufgaben geeignet ist oder nicht.

Und wer sagt denn, das Dynamos Verantwortlichen überzeugt waren, dass er uns hätte sofort weiterhelfen können, auch ohne Verletzung?


Genauso siehts aus. Mir persönlich wird auch nichts geschenkt. Das kann man gut finden, oder auch nicht.

Wenn Ottonormalverbraucher sich beim Probearbeiten irgendwo die Haxen bricht, kommt keiner daher und stellt ihn aus Barmherzigkeit ein.


Die Tatsache, dass mit dir und Ottonormalverbraucher genauso umgegangen wird, entkräftet nicht die Meinung, dass es asozial sei. Viel mehr zeigt es, dass dieses Vorgehen gesellschaftlicher Standard ist. Normal ist es jedoch nicht.


Natürlich entkräftet es das nicht. Und nun?
Stellen wir ihn also ein, weil wir so barmherzig sind?

Ich persönlich würde bei einem möglichen Abstieg dann anstelle des Spielers, so tragisch das auch ist, lieber einen Angestellten weniger entlassen.

Das wäre für mich sozialer.


Ich denke, das sind zwei verschiedene Fragestellungen. Zum einen der gesellschaftliche Standard. Zum anderen der Verein mit seiner Haltung, mit der er sich dazu positioniert. Aus meiner Sicht sollte hier tatsächlich der gesellschaftliche Standard hinterfragt werden als die Positionierung eines einzelnen Vereins. Die Kraft kann unser Verein in der jetzigen Situation beim besten Willen nicht aufbringen.


Und was ist damit, dass er seinen Verein einfach verlässt? Gemäß der Kritik an unserem Verein, hat er sich genauso asozial gegenüber Nordhausen verhalten.

Das ist doch wohl absolut verständlich wenn dein Arbeitgeber dir mehrere Monate lang kein Gehalt zählt. Außerdem hat Nordhausen auch selbst versucht möglichst viele Spieler loszuwerden damit weniger Gehalt gezahlt werden muss.


Ah, okay. Es ist also verständlich sofort das Weite zu suchen, statt dem Verein zu helfen, aber wenn der Verein einen Spieler keinen Vertrag anbietet, der sich eine GERINGFÜGIGE Verletzung (ja gemessen an dem was man im Fußball alles sich brechen, reißen und sonst wie verletzen kann, ist der Muskelfaserriss das harmloseste) zu zieht, dann ist er asozial?

Gibt es hier ein moralisches Zweierleimaß?


Ich spüre etwas Groll in deinen Zeilen. Kann das sein? Ich bin völlig bei dir/ euch, dass unser Verein keine Verantwortung für diesen Spieler übernehmen muss. Andererseits würde ich gern wissen, ob du ehrlich meinst, dass drei Monate kein Gehalt aus deiner Sicht "sofort" bedeutet. Wie würdest du denken und fühlen, wenn du drei Monate lang nicht bezahlt wirst?

•     •     •

Für sich selbst argumentieren, nicht gegen den anderen: die beste Voraussetzung dafür, dass es am Ende Gewinner gibt.
Jesper Juul
Der dynamische Testspielerthread |#394
11.01.2020 - 12:05 Uhr
Zitat von COtheBrain

Zitat von Cookie_Monster

Ah, okay. Es ist also verständlich sofort das Weite zu suchen, statt dem Verein zu helfen, aber wenn der Verein einen Spieler keinen Vertrag anbietet, der sich eine GERINGFÜGIGE Verletzung (ja gemessen an dem was man im Fußball alles sich brechen, reißen und sonst wie verletzen kann, ist der Muskelfaserriss das harmloseste) zu zieht, dann ist er asozial?

Gibt es hier ein moralisches Zweierleimaß?


Ich spüre etwas Groll in deinen Zeilen. Kann das sein? Ich bin völlig bei dir/ euch, dass unser Verein keine Verantwortung für diesen Spieler übernehmen muss. Andererseits würde ich gern wissen, ob du ehrlich meinst, dass drei Monate kein Gehalt aus deiner Sicht "sofort" bedeutet. Wie würdest du denken und fühlen, wenn du drei Monate lang nicht bezahlt wirst?


Er wusste denke ich genau, dass er vor der Winterpause eh nicht wechseln konnte. Von daher ist es dann die Frage "Pest, oder Cholera?".

Wenn ich ein so gutes Einkommen hätte wie der Spieler, sähe die Möglichkeit sicherlich ganz gut aus. Und das ist der springende Punkt für mich: Anderthalb Jahre hat er dort ein für die Regionalliga sehr gutes Gehalt bekommen und kann sicherlich die drei Monate ganz gut überbrücken. Das heißt nicht, dass ich fordere, dass er für Umme spielen soll. Was ich aber merkwürdig finde ist das hier:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/pichinot-und-kammlott-wollen-wohl-bei-wacker-bleiben-100.html

Genau das wirft für mich die Frage auf, ob es nicht auch eine andere Möglichkeit für ihn gegeben hätte?

Wir drehen uns hier aber im Kreis. Es geht nur noch darum was verwerflicher ist. Und wie gedagt: Das Verhalten vom Verein ist mindestens genauso verständlich wie vom Spieler, nur eben mit dem "besseren Ende" für Dynamo.

Nochmals: Der Spieler wirds überleben. Der Muskelfaserriss ist schnell auskuriert und dann kann er immer noch einen Verein finden, selbst in der Zwischenzeit.

P.s. Der Spieler wird weder auf der Straße landen, noch verhungern. Wenn er vorgesorgt hat, dann meldet er sich beim VDV und gut ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cookie_Monster am 11.01.2020 um 12:12 Uhr bearbeitet
Der dynamische Testspielerthread |#395
11.01.2020 - 12:33 Uhr
Zitat von Cookie_Monster
Zitat von COtheBrain

Zitat von Cookie_Monster

Ah, okay. Es ist also verständlich sofort das Weite zu suchen, statt dem Verein zu helfen, aber wenn der Verein einen Spieler keinen Vertrag anbietet, der sich eine GERINGFÜGIGE Verletzung (ja gemessen an dem was man im Fußball alles sich brechen, reißen und sonst wie verletzen kann, ist der Muskelfaserriss das harmloseste) zu zieht, dann ist er asozial?

Gibt es hier ein moralisches Zweierleimaß?


Ich spüre etwas Groll in deinen Zeilen. Kann das sein? Ich bin völlig bei dir/ euch, dass unser Verein keine Verantwortung für diesen Spieler übernehmen muss. Andererseits würde ich gern wissen, ob du ehrlich meinst, dass drei Monate kein Gehalt aus deiner Sicht "sofort" bedeutet. Wie würdest du denken und fühlen, wenn du drei Monate lang nicht bezahlt wirst?


Er wusste denke ich genau, dass er vor der Winterpause eh nicht wechseln konnte. Von daher ist es dann die Frage "Pest, oder Cholera?".

Wenn ich ein so gutes Einkommen hätte wie der Spieler, sähe die Möglichkeit sicherlich ganz gut aus. Und das ist der springende Punkt für mich: Anderthalb Jahre hat er dort ein für die Regionalliga sehr gutes Gehalt bekommen und kann sicherlich die drei Monate ganz gut überbrücken. Das heißt nicht, dass ich fordere, dass er für Umme spielen soll. Was ich aber merkwürdig finde ist das hier:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/pichinot-und-kammlott-wollen-wohl-bei-wacker-bleiben-100.html

Genau das wirft für mich die Frage auf, ob es nicht auch eine andere Möglichkeit für ihn gegeben hätte?

Wir drehen uns hier aber im Kreis. Es geht nur noch darum was verwerflicher ist. Und wie gedagt: Das Verhalten vom Verein ist mindestens genauso verständlich wie vom Spieler, nur eben mit dem "besseren Ende" für Dynamo.

Nochmals: Der Spieler wirds überleben. Der Muskelfaserriss ist schnell auskuriert und dann kann er immer noch einen Verein finden, selbst in der Zwischenzeit.

P.s. Der Spieler wird weder auf der Straße landen, noch verhungern. Wenn er vorgesorgt hat, dann meldet er sich beim VDV und gut ist.


Was mich an dieser Diskussion stört, ist die Vermischung und Gleichsetzung von zweifelsfreier Beobachtung und subjektiver Bewertung.
Es wird bspw. beobachtet, dass er nach drei Monaten kein Gehalt den Verein verlässt. Daraus wird ihm unterstellt, dass er dem Verein nicht helfen will. Woher weißt du, dass er dem Verein nicht in irgend einer Weise geholfen hat? Hast du jemals mit dem Spieler über seine Beweggründe gesprochen?
Des Weiteren wird angesprochen, dass er ein für die Regionalliga hohes Gehalt verdient hat. Das ist die beobachtungsebene. So weit so gut. Bewertet wird es jedoch wieder, dass er damit über die Runden kommen muss. In der Regel wird der Lebensstil dem Einkommen angepasst. Insofern können wir gar nicht wissen, ob er drei Monate oder länger ohne Gehalt auskommt.
Weiterhin wird beobachtet, dass kammlott und pichinot weiter da spielen wollen. Gleichzeitig wird damit das Verhalten von unserem ehemaligen testspieler bewertet, indem seine Abwanderung in Frage gestellt wird. Was wissen wir denn über die Beweggründe von kammlott und pichinot? Vielleicht sind sie da bereits mit ihren Familien verwurzelt? Und wollen daher nicht mehr da weg?
Das Verhalten von Menschen zu bewerten ist an sich eine gesellschaftliche Unart. Das Verhalten von Menschen zu bewerten ohne die Beweggründe zu kennen, empfinde ich noch destruktiver. Es schafft Distanz und Unfrieden. Ich würde mir daher wünschen, dass auch hier mehr Beobachtungen geschildert werden ohne das Beimischen von Bewertungen und Urteilen.

•     •     •

Für sich selbst argumentieren, nicht gegen den anderen: die beste Voraussetzung dafür, dass es am Ende Gewinner gibt.
Jesper Juul
Der dynamische Testspielerthread |#396
11.01.2020 - 12:39 Uhr
Zitat von COtheBrain

Zitat von Cookie_Monster

Zitat von COtheBrain

Zitat von Cookie_Monster

Ah, okay. Es ist also verständlich sofort das Weite zu suchen, statt dem Verein zu helfen, aber wenn der Verein einen Spieler keinen Vertrag anbietet, der sich eine GERINGFÜGIGE Verletzung (ja gemessen an dem was man im Fußball alles sich brechen, reißen und sonst wie verletzen kann, ist der Muskelfaserriss das harmloseste) zu zieht, dann ist er asozial?

Gibt es hier ein moralisches Zweierleimaß?


Ich spüre etwas Groll in deinen Zeilen. Kann das sein? Ich bin völlig bei dir/ euch, dass unser Verein keine Verantwortung für diesen Spieler übernehmen muss. Andererseits würde ich gern wissen, ob du ehrlich meinst, dass drei Monate kein Gehalt aus deiner Sicht "sofort" bedeutet. Wie würdest du denken und fühlen, wenn du drei Monate lang nicht bezahlt wirst?


Er wusste denke ich genau, dass er vor der Winterpause eh nicht wechseln konnte. Von daher ist es dann die Frage "Pest, oder Cholera?".

Wenn ich ein so gutes Einkommen hätte wie der Spieler, sähe die Möglichkeit sicherlich ganz gut aus. Und das ist der springende Punkt für mich: Anderthalb Jahre hat er dort ein für die Regionalliga sehr gutes Gehalt bekommen und kann sicherlich die drei Monate ganz gut überbrücken. Das heißt nicht, dass ich fordere, dass er für Umme spielen soll. Was ich aber merkwürdig finde ist das hier:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/pichinot-und-kammlott-wollen-wohl-bei-wacker-bleiben-100.html

Genau das wirft für mich die Frage auf, ob es nicht auch eine andere Möglichkeit für ihn gegeben hätte?

Wir drehen uns hier aber im Kreis. Es geht nur noch darum was verwerflicher ist. Und wie gedagt: Das Verhalten vom Verein ist mindestens genauso verständlich wie vom Spieler, nur eben mit dem "besseren Ende" für Dynamo.

Nochmals: Der Spieler wirds überleben. Der Muskelfaserriss ist schnell auskuriert und dann kann er immer noch einen Verein finden, selbst in der Zwischenzeit.

P.s. Der Spieler wird weder auf der Straße landen, noch verhungern. Wenn er vorgesorgt hat, dann meldet er sich beim VDV und gut ist.


Was mich an dieser Diskussion stört, ist die Vermischung und Gleichsetzung von zweifelsfreier Beobachtung und subjektiver Bewertung.
Es wird bspw. beobachtet, dass er nach drei Monaten kein Gehalt den Verein verlässt. Daraus wird ihm unterstellt, dass er dem Verein nicht helfen will. Woher weißt du, dass er dem Verein nicht in irgend einer Weise geholfen hat? Hast du jemals mit dem Spieler über seine Beweggründe gesprochen?
Des Weiteren wird angesprochen, dass er ein für die Regionalliga hohes Gehalt verdient hat. Das ist die beobachtungsebene. So weit so gut. Bewertet wird es jedoch wieder, dass er damit über die Runden kommen muss. In der Regel wird der Lebensstil dem Einkommen angepasst. Insofern können wir gar nicht wissen, ob er drei Monate oder länger ohne Gehalt auskommt.
Weiterhin wird beobachtet, dass kammlott und pichinot weiter da spielen wollen. Gleichzeitig wird damit das Verhalten von unserem ehemaligen testspieler bewertet, indem seine Abwanderung in Frage gestellt wird. Was wissen wir denn über die Beweggründe von kammlott und pichinot? Vielleicht sind sie da bereits mit ihren Familien verwurzelt? Und wollen daher nicht mehr da weg?
Das Verhalten von Menschen zu bewerten ist an sich eine gesellschaftliche Unart. Das Verhalten von Menschen zu bewerten ohne die Beweggründe zu kennen, empfinde ich noch destruktiver. Es schafft Distanz und Unfrieden. Ich würde mir daher wünschen, dass auch hier mehr Beobachtungen geschildert werden ohne das Beimischen von Bewertungen und Urteilen.


Und wieso wird das Verhalten von unseren Verantwortlichen bewertet, ohne zu wissen welche genauen Beweggründe denn nun dazu geführt haben? Nochmals sei erwähnt: Er hat NUR einen Muskelfaserriss.

Nichtsdestotrotz finde ich deinen Beitrag lesenswert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cookie_Monster am 11.01.2020 um 12:40 Uhr bearbeitet
Der dynamische Testspielerthread |#397
11.01.2020 - 12:52 Uhr
Leute, das ist doch eine Phantomdiskussion, oder? Nie im Leben hätten wir diesen Spieler verpflichtet. Schaut euch doch bitte noch mal das Interview mit Kauczinski auf MDR an. Dort hat er es höflich umschrieben.
Kauze ist ein erfahrener Trainer, der nach 2-3 Traingstagen schon einschätzen kann, ob ein Spieler jetzt weiterhilft oder nicht.
Ich will jetzt nicht sagen, seine Verletzung kam uns zu pass, dass man diese als Begründung vorschieben kann. Aber er hat einen Muskelfaserriss, keinen Kreuzbandriss. Würde man den Spieler jetzt so geil finden, könnte er eben in 2-3 Wochen wieder einsteigen ins Training. So aber...
Sportfreund Mickel kann sicherlich in Chemnitz oder Jena einen für ihn adäquaten Verein finden.
Der dynamische Testspielerthread |#398
11.01.2020 - 14:39 Uhr
Natürlich hätte es ohnehin nicht gereicht. Ich dachte das sei soweit klar gewesen.

Aber irgendwie müssen wir Die Zeit ja bis zum 29. rumkriegen. zwinker
Der dynamische Testspielerthread |#399
20.05.2021 - 17:34 Uhr
Die SGD hat laut kicker nach langer Zeit wieder einen Probespieler.

Kommt von Eintracht Frankfurt, ist mir aber unbekannt.

Weiß jemand mehr?
Der dynamische Testspielerthread |#400
20.05.2021 - 18:27 Uhr
Zitat von Vorstopper_57
Die SGD hat laut kicker nach langer Zeit wieder einen Probespieler.

1.) Kommt von Eintracht Frankfurt, ist mir aber unbekannt.
2.) Weiß jemand mehr?

1.) Mir auch.
2.) Freund aus Freiburg, der in Süddt/Österreich und Schweiz scoutet, kennt ihn seit der Winter‘18 und meint, dass „Min Jung“ noch nicht im Männerbereich angekommen ist was die Zweikampfhärte angeht (insb.Athletik). Sowohl Tempodribbling als auch Dribbling bei enger Ballführung sind jedoch weit über dem für das Alter zu erwartenden Niveau ausgeprägt. Zudem wohl eine Ballbehandlung mit Nervfaktor für jeden Verteidiger. Spezialität: der ruhende Ball und die einfache unverkünstelte Lösung uns der zweiten Reihe. Ausdauer sei wohl noch nicht so klasse. Er hätte wohl die Tendenz von Beginn an komplett im anaeroben Bereich zu laufen. Ab der 65. Minute pumpt der Kollege.

Mein Kumpel gratuliert uns zu dem Kandidaten. Er vermutet, dass wir nur aufgrund der Kaderausdünnung von 1.BL-Clubs diese Chance bekommen. Angeblich wäre auch Freiburg interessiert.

oops Kategorie: „ma guggn“ ... und wenn es auch menschlich passt, dann bitte langfristig (24/25?) mit hoher Ausstiegsklausel.
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