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Ehemaligen - Thread II

30.01.2009 - 22:41 Uhr
Ehemaligen - Thread II |#1231
16.04.2010 - 19:47 Uhr
Zitat von plakias:
In einem der früheren Interviews hat er mal auf etwas Bedenkenswertes hingewiesen.
Trotz des überragenden Erfolgs mit wochenlangem Spitzenplatz gab es praktisch keine Fangesänge für Favre! Pante gab gleich noch die Erklärung, die Fans hätten ein untrügliches Gefühl für die Väter des Erfolgs.
Naja, muss man so nicht teilen, aber interessant isses schon.


Interessant - naja. Man kann es auch schlicht unter "nachtreten" einordnen. Die Feindbilder für Pante waren ja klar: DH und LF. Ersterer hat ihm nicht den Vertrag gegeben, den er wollte - und zweiterer hat ihn behandelt, wie er alle anderen Spieler behandelte. Etwas, das viele Trainer so handhaben - das aber auch viele Spieler, die gerne etwas bevorzugt behandelt werden, nicht mögen. Natürlich kann man das anders sehen. Nur sollte man berücksichtigen, dass bei sowas doch eine kräftige Portion Groll "mitspricht".

Pante hat sich ja bereits während seiner aktiven Zeit sehr oft negativ über den Trainer geäussert. Jedem seine Meinung - nur gehört sowas nicht an die Öffentlichkeit - da sind wir uns wohl alle einig.
Ehemaligen - Thread II |#1232
16.04.2010 - 19:52 Uhr
Zitat von Berlin1892:
Zitat von Mazze76:
Traore wieder mit 'nem Tor
Heul, schnief, mecker, ärger ..... ;)


Schade das Hertha die ganzen Talente (wie z.B. Die brüder Boateng, Sambe, Rodnei usw.) abgegeben hat... :( :( :( :( :(


Sicher ist es immer ärgerlich wenn man hört dass bei uns Aussortierte woanders "gross" aufspielen, aber die Anzahl derer hält sich noch im Rahmen wie ich finde.
Hertha hat auch schon zig talentfreie Leute zurecht abgegeben und von denen hört man nichts mehr. Also hat man in deren Fällen alles richtig gemacht.
Passiert ausserdem jedes Jahr bei etlichen Vereinen.
Manche Spieler brauchen eben entsprechende Mitspieler.
So glaube ich z.B. dass Ebert auch nochmal deutlich mehr zeigen kann als er es bisher getan hat... wenn er denn dann in einem entsprechenden Club unterkommt.
Aber auch dann wird das Gejammer wieder gross sein "Warum hat man ihn nicht behalten ..." ;)

•     •     •

"Zuviele bei Hertha meinen dass sie gross sind, Namen haben oder Status/Stellenwert ....... Mülltonne !!!"
Jos Luhukay
Ehemaligen - Thread II |#1233
16.04.2010 - 20:01 Uhr
Zitat von SAMsg:
Zitat von plakias:
In einem der früheren Interviews hat er mal auf etwas Bedenkenswertes hingewiesen.
Trotz des überragenden Erfolgs mit wochenlangem Spitzenplatz gab es praktisch keine Fangesänge für Favre! Pante gab gleich noch die Erklärung, die Fans hätten ein untrügliches Gefühl für die Väter des Erfolgs.
Naja, muss man so nicht teilen, aber interessant isses schon.


Interessant - naja. Man kann es auch schlicht unter "nachtreten" einordnen. Die Feindbilder für Pante waren ja klar: DH und LF. Ersterer hat ihm nicht den Vertrag gegeben, den er wollte - und zweiterer hat ihn behandelt, wie er alle anderen Spieler behandelte. Etwas, das viele Trainer so handhaben - das aber auch viele Spieler, die gerne etwas bevorzugt behandelt werden, nicht mögen. Natürlich kann man das anders sehen. Nur sollte man berücksichtigen, dass bei sowas doch eine kräftige Portion Groll "mitspricht".

Pante hat sich ja bereits während seiner aktiven Zeit sehr oft negativ über den Trainer geäussert. Jedem seine Meinung - nur gehört sowas nicht an die Öffentlichkeit - da sind wir uns wohl alle einig.


@Samsg
Hast schon in vielem Recht. Dachte, ich hätte mit meinem "Naja" auch ein wenig Distanz ausgedrückt. Wohlgemerkt: zu seinen Motiven ! Darauf gehst du ja ausführlich ein.
Mit "Bedenkenswert" u. "Interessant" meinte ich aber den Kern des Inhalts. Es gab schlicht keine Gesänge pro Favre. Ist schon ein wenig ungewöhnlich.

Ich erinnere mich an einer deiner früheren Antworten (Wenn ich meinem Gedächtnis vertrauen darf). Sprachst da eher von Respekt als vorherrschendes Gefühl. Da stimme ich dir auch ausdrücklich zu.
Aber das selbst in größter Feierlaune Favre nicht mehr gefeiert wurde. Interessant !
Ehemaligen - Thread II |#1234
16.04.2010 - 20:14 Uhr
Zitat von plakias:
die Fans hätten ein untrügliches Gefühl für die Väter des Erfolgs.


Wenn es danach ginge, so wuerden wir hier bald Roeber begrussen duerfen, der uns in die CL gebracht hat ;)
Pantelic dachte eben, dass er sich hier einen ruhigen Lebensabend machen konnte. War halt nicht so und so musste er eben einen Schuldigen finden. Das ist aber normal im Fussballgeschaeft und stufe ich als pures Hintergrundrauschen ein.

•     •     •


Ehemaligen - Thread II |#1235
16.04.2010 - 23:04 Uhr
Zitat von plakias:

@Samsg
Es gab schlicht keine Gesänge pro Favre. Ist schon ein wenig ungewöhnlich.

Ich erinnere mich an einer deiner früheren Antworten (Wenn ich meinem Gedächtnis vertrauen darf). Sprachst da eher von Respekt als vorherrschendes Gefühl. Da stimme ich dir auch ausdrücklich zu.
Aber das selbst in größter Feierlaune Favre nicht mehr gefeiert wurde. Interessant !


Ich wohne ja doch einige km von Berlin entfernt - glaube aber, dass LF in Berlin nicht unbeliebt war. Ein Trainer muss nicht beliebt sein - er muss kompetent sein. Von Fangesängen kann sich ein Trainer nichts kaufen. Da musst du dir andere Indikatoren suchen ;). Immerhin hat LF, die Spassbremse, ja immer gesagt, dass das Team über Wert spiele.

Und wo sprach ich von Respekt? Wer hatte vor wem Respekt?
Ehemaligen - Thread II |#1236
16.04.2010 - 23:55 Uhr
Zitat von SAMsg:

Ich wohne ja doch einige km von Berlin entfernt - glaube aber, dass LF in Berlin nicht unbeliebt war. Ein Trainer muss nicht beliebt sein - er muss kompetent sein. Von Fangesängen kann sich ein Trainer nichts kaufen. Da musst du dir andere Indikatoren suchen ;). Immerhin hat LF, die Spassbremse, ja immer gesagt, dass das Team über Wert spiele.

Und wo sprach ich von Respekt? Wer hatte vor wem Respekt?


Beliebtheit und Kompetenz sind zwei Dinge, die man in Bezug auf Trainer mMn nicht trennen kann.
Schließlich ist ein Ausdruck von Kompetenz doch stets auch Erfolg, andernfalls müsste man die Kompetenz in Frage stellen. Erfolg wird gerade im Sport geliebt, denn um nichts anderes geht es im wettkampfgeprägten Sport. Ist ein Trainer erfolgreich, ist er quasi zwangsweise auch beliebt. Genau hier stimmt meine Schlussfolgerung nun nicht.
Suche ich den Grund nun in der Ausnahme, also dem unbeliebten Trainer oder im Team?! Natürlich beim Trainer...

Favre hat in seiner Amtszeit eklatante menschliche Schwächen offenbart und sowas geht an keinem Spieler spurlos vorbei. Das Konzept Menschenfeind konnte Favre in Zürich beeindruckend durchführen, weil er dort die bedingungslose Zustimmung in allem hatte. Mit Hertha übernahm er im Gegensatz zum FC Z damals aber keinen Noname ohne Stars, sondern ein Team, auf das man aufbauen konnte. Mittelmaß ja, aber trotzdem mit Potenzial. Trotz der veränderten Voraussetzungen hat Favre hier sein Erfolgskonzept versucht durchzusetzen und ist im Ergebnis mMn vor allem an sich selber und seiner absoluten Kompromisslosigkeit gescheitert.

Ich verweise auf ein vollkommen abgedroschenes Zitat aus Gladiator:

Um der beste zu werden, muss Du die MAsse für Dich gewinnen. Favre konnte das offensichtlich nicht und entsprechend gering war da die Schwelle zu "Favre raus" Rufen. Man hat ja nichtsdestotrotz relativ lange an ihm festgehalten, obwohl sich Woche um Woche die LEistungen an Katastrophalität überboten...
Ehemaligen - Thread II |#1237
17.04.2010 - 01:02 Uhr
Zitat von plakias:
@randberliner
Lass mal gut ein!
Lies mal in Ruhe deinen Antwort- Artikel. Und dann denke dir mal ,was der so alles erzählt.
Geschenkt seien dir die vielen Tippfehler! Wirkt aber sehr nachlässig.
"Untergebene" ist dagegen schon richtig witzig. Zeugt von deiner Kompetenz.
Gleich mit persönlichen Angriffen u. Vermutungen weiter machen.
Die Beschreibung des Magathschen Führungsstils ist auch kein Glanzstück der psychologischen
Literatur.
Wünsch dir auch noch viel Spass im Forum.

Btt: Ausgelöst wurde die Diskussion ja durch Pantes Interview.
In einem der früheren Interviews hat er mal auf etwas Bedenkenswertes hingewiesen.
Trotz des überragenden Erfolgs mit wochenlangem Spitzenplatz gab es praktisch keine Fangesänge für Favre! Pante gab gleich noch die Erklärung, die Fans hätten ein untrügliches Gefühl für die Väter des Erfolgs.
Naja, muss man so nicht teilen, aber interessant isses schon.


Ich bleibe sogar dabei. Klär mich doch einfach auf. Was machst du beruflich oder privat das dich im genannten Fach qualifiziert?

Es ist doch so, man lernt im Leben verschiedene Führungsstile kennen und befindet sich in diversen Autoritätsbeziehungen. Aus dieser Erfahrung heraus und dem was über Favres Prämissen bekannt ist, bestätigt durch seine Vita inkl. Erfolge, kann ich nichts grundsätzlich Falsches finden.

Das du scheinbar Leute wie Pantelic für ihre Aussagen "hofierst" (gerade nach DHs "letztem Urteil" darüber!) und diese als "wahrheitsgemässe Aufklärung" über Defizite Favres hinstellst ist schon ein Statement. Nette Randbemerkung deinerseits ist in der Tat das es keine Fangesänge für Favre gab - ein Peinlichkeit sondersgleichen. Man kann seine persönliche Meinung haben und jemanden als unsympathischen Typ Mensch einstufen. Aber nach den Aussagen von echten Fans, Favre wäre eben kein Arbeitertyp (vgl. Wollitz) den man mögen könnte, wundert mich nichts mehr. 1. glaube ich nicht das die demografische Verteilung unter den Stadionbesucher repräsentativ ist und 2. dem Mann dafür die Unterstützung oder angemessene Würdigung vorzuenthalten ist eine Unverschämtheit. Pantelic wird trotz aller Ausfälle für seine 'Leistungen' gewürdigt und bekam Applaus und Gesänge, selbst von denen die ihn als Mensch für stark fehlerbehaftet halten - andere hingegen verehren ihn derart das sie quasi alles glauben was er so von sich gibt.

Wenn du aufmerksam lesen würdest, statt Rechtschreibfehler zu zählen, hättest du festgestellt das ich nirgendwo eine Wertung des magathschen Führungsstil abgebe. Aber grundsätzlich bestätige ich, das ich im Bereich Profifussball eine autoritäre Gangart befürworte solange Spieler wie Pantelic meinen ausser dem Anspruch auf viel Geld auch Anspruch auf Mitbestimmung bzw. Gefragtwerden haben. Im normalen Leben läuft das einfach so nicht. Sicher hat jeder Mitarbeiter das Recht sich einzubringen, das natürlich ausschliesslich kontruktiv, sie können aber nicht daraus ableiten das es eine effektive Reaktion seitens der Vorgesetzten geben muss. Sowas gilt auch für den besten Fachmann. Ein Team ist eben nicht der Einzelne sonder alle geführt von einem Vorgesetzten.

ps. warst du zufällig beim Bund?
pps. jaja die schludrigen Schreibfehler :rolleyes aber danke das du das noch mal erwähnt hast

Logischerweise steht es dir frei auf Fragen zuantworten.

•     •     •

○Ⓗ○Ⓔ○Ⓡ○Ⓣ○Ⓗ○Ⓐ○Ⓑ○Ⓢ○Ⓒ○

+ + + Wir haben doch kein Geld + + +
Ehemaligen - Thread II |#1238
17.04.2010 - 07:01 Uhr
Zitat von SAMsg:
Zitat von plakias:

@Samsg
Es gab schlicht keine Gesänge pro Favre. Ist schon ein wenig ungewöhnlich.

Ich erinnere mich an einer deiner früheren Antworten (Wenn ich meinem Gedächtnis vertrauen darf). Sprachst da eher von Respekt als vorherrschendes Gefühl. Da stimme ich dir auch ausdrücklich zu.
Aber das selbst in größter Feierlaune Favre nicht mehr gefeiert wurde. Interessant !


Ich wohne ja doch einige km von Berlin entfernt - glaube aber, dass LF in Berlin nicht unbeliebt war. Ein Trainer muss nicht beliebt sein - er muss kompetent sein. Von Fangesängen kann sich ein Trainer nichts kaufen. Da musst du dir andere Indikatoren suchen ;). Immerhin hat LF, die Spassbremse, ja immer gesagt, dass das Team über Wert spiele.

Und wo sprach ich von Respekt? Wer hatte vor wem Respekt?


Respekt, nicht ungebremste Begeisterung, als vorherrschendes Gefühl der Fans gegenüber Favre in den Zeiten des Erfolges.
Ehemaligen - Thread II |#1239
17.04.2010 - 12:20 Uhr
Wir sind selten einer Meinung. Sowas wie diesen Beitrag hab ich aber schon länger nicht mehr von dir gelesen. Naja.

Zitat von SerbCon:

Beliebtheit und Kompetenz sind zwei Dinge, die man in Bezug auf Trainer mMn nicht trennen kann.
Schließlich ist ein Ausdruck von Kompetenz doch stets auch Erfolg, andernfalls müsste man die Kompetenz in Frage stellen. Erfolg wird gerade im Sport geliebt, denn um nichts anderes geht es im wettkampfgeprägten Sport. Ist ein Trainer erfolgreich, ist er quasi zwangsweise auch beliebt. Genau hier stimmt meine Schlussfolgerung nun nicht.

Beliebt bei wem? Bei den Spielern? Bei den Medien? Bei den Fans? Bei allen?

Ist Mourinho kompetent? Ist Magath kompetent? Ist Mourinho bei seinen Spielern beliebt. Nicht bei allen - aber bei den meisten. Sammer ist kompetent. Ist er noch Trainer? Ist Babbel kompetent - wenn er mit Hertha in 5 Jahren Meister wär? Nein - er wär in Stuttgart entlassen worden. Frag mal die Stuttgart-Fans, wie beliebt er in der Hinrunde noch war? ;)

Kompetenz:
Wenn ein Trainer inkompetent ist, weil er bei einem BL-Verein scheitert, dann waren schon ganz andere Trainer inkompetent. Sogar einige ganz grosse Namen wären dann in deinen Augen inkompetent. Überleg dir das mal. Wobei - lass es vielleicht lieber. Wir kommen da auf keinen grünen Zweig. :) Sorry.

Beliebtheit:
Welcher Trainer ist beliebt, wenn er keinen Erfolg hat? Natürlich wird Erfolg geliebt.

Zitat von SerbCon:

Suche ich den Grund nun in der Ausnahme, also dem unbeliebten Trainer oder im Team?! Natürlich beim Trainer...

Jaja, genau. Beim Trainer. Wie hoch war der Beliebtheitsgrad bei LF vor einem Jahr? Dass du dies vergessen hast, versteh ich. Mir ist es egal - wie beliebt LF damals war - nur sollten wir jetzt nicht anfangen gewisse Dinge zu verdrehen. Wenn die Diskussionsbasis in der Aussage besteht "es gab keine Sprechchöre für LF" können wir gleich aufhören. LF war vor einem Jahr beliebt und kompetent. In deinen Augen war ers nicht - weil er Pante schlecht behandelte - was nichtmal stimmt. Er hat ihn behandelt wie alle andern. Genauso wie AF. Sowas nennt man auch "eine klare Linie haben". Schön, dass ich nochmals mit dir darüber diskutieren darf :).

Zitat von SerbCon:

Favre hat in seiner Amtszeit eklatante menschliche Schwächen offenbart und sowas geht an keinem Spieler spurlos vorbei. Das Konzept Menschenfeind konnte Favre in Zürich beeindruckend durchführen, weil er dort die bedingungslose Zustimmung in allem hatte. Mit Hertha übernahm er im Gegensatz zum FC Z damals aber keinen Noname ohne Stars, sondern ein Team, auf das man aufbauen konnte. Mittelmaß ja, aber trotzdem mit Potenzial. Trotz der veränderten Voraussetzungen hat Favre hier sein Erfolgskonzept versucht durchzusetzen und ist im Ergebnis mMn vor allem an sich selber und seiner absoluten Kompromisslosigkeit gescheitert.

"Konzept Menschenfeind"? Wer hat dir denn das gesteckt? :D Die Bild, Pante...? Du scheinst LF sehr genau zu kennen - und vor allem sein Konzept. Willst du mich eigentlich vera.rschen?

Du kennst weder den FCZ, den er damals übernommen hat, noch die "Names" der Spieler, die er trainerte. Trotzdem scheinst du dir diesbezüglich eine sehr detaillierte Meinung gebildet zu haben. :) Ich glaubs gar nicht. Du wirst dich noch nie auch nur im geringsten für den CH-Fussball interessiert zu haben - und du scheinst dich auch nicht über den FC Zürich informiert zu haben.

Kompromisslos wär LF gewesen, wenn er Pante nach wiederholten Äusserungen in den Medien rausgeworfen hätte.

Wir beide wissen, dass LF von Beginn weg sagte, dass 80% des Erfolges von Transfers abhängt. Wenn nun 80% des Transferumsatzes in Liquidität statt in Transfers fliessen, führt dies, wenn die wenigen getätigten, günstigen (=riskanten) Transfers nicht einschlagen automatisch zu Problemen. Es gab ja kein Geld mehr. LF hat Hertha in den UEFA-Cup geführt. Aber selbst das wird ihm übel genommen - denn er hätte ja AF aufstellen sollen, und die CL erreichen. Hätte, wäre, wenn.... hätte er AF aufgestellt, und der hätte die Böcke zu den Niederlagen geschossen, wärst du jetzt der erste, der wüsste, dass AF nicht fit war - und dass so einer nicht aufs Feld gehört. Zu recht. Und ich würd dich unterstützen. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär.

Zitat von SerbCon:

Ich verweise auf ein vollkommen abgedroschenes Zitat aus Gladiator:

Um der beste zu werden, muss Du die MAsse für Dich gewinnen. Favre konnte das offensichtlich nicht und entsprechend gering war da die Schwelle zu "Favre raus" Rufen. Man hat ja nichtsdestotrotz relativ lange an ihm festgehalten, obwohl sich Woche um Woche die LEistungen an Katastrophalität überboten...


Vergiss das. Gladiator hat mit Fussball nichts zu tun. Die Masse interessiert nicht. Die Resultate interessieren. Die Kompetenz. Wenn jeder Trainer entlassen wird, wenn der erste Fan "Trainer raus" ruft, würde das Karussell so schnell drehen, dass kaum mehr einer aufsteigen könnt. Die "Masse" hat damit überhaupt nichts zu tun. Wir Fans sollten unsere Rolle in diesem ganzen Konstrukt nicht überbewerten. Wir sind nur Fans!

LF hat oft verloren. Dir ist aber auch bewusst, dass die Umstände (Verletzung Drobny, andere Verletzte...) vielleicht nicht ganz einfach waren. Die Mannschaft hat katastrophal gespielt. Da müssen wir nicht diskutieren. Aber das hat sie nachher unter Funkel auch. Ich glaube, dass LF das, was FF erreicht hat, mindestens auch erreicht hätte. Nur müsste sich MP dann den Vorwurf gefallen lassen, dass er keine Ahnung hätte, man müsse doch den Trainer in einer solchen Situation entlassen - und sie hätten vielleicht recht. Wer weiss. Ich glaube, dass DH länger an LF festgehalten hätte.

Aber hey - es ist ok. Du magst LF nicht. Lassen wir es gut sein. Immerhin hat er wohl in deinen Augen dafür gesorgt, dass Pante nicht mehr für Hertha spielt. Ich finds verständlich, dass du gegenüber LF darum - und wegen der aktuellen sportlichen Situation Groll empfindest. Er hat Fehler gemacht. Aber es war vielleicht im vergangenen Sommer auch nicht ganz einfach. Ohne Geld, keine Transfers. Jeder Trainer hätte unter diesen Bedingungen (diverse Abgänge, keine Reinvestition der Einnahmen, Reduktion Gehaltsbudget) Probleme gehabt. Wer unter diesen Bedingungen scheitert, hatte in meinen Augen schlichtweg nicht das nötige Glück. Denn ohne Glück, wird so kaum ein Trainer den Ligaerhalt schaffen.

Nur solltest du bei deinen Beiträgen zu diesem Thema nicht vergessen, was die tatsächlichen Fakten sind. Alles was den FCZ, sein Konzept - und vieles mehr anging, hast du dir schlichtweg aus den Fingern gesogen. Wenn an Stammtischen so argumentiert wird, ist das für mich o.k. - aber hier drinn, bin ich mir - auch von dir - anderes gewohnt.
Ehemaligen - Thread II |#1240
17.04.2010 - 12:33 Uhr
Zitat von plakias:

Respekt, nicht ungebremste Begeisterung, als vorherrschendes Gefühl der Fans gegenüber Favre in den Zeiten des Erfolges.


Bist du sicher, dass jeder Trainer mit ungebremster Begeisterung gefeiert wird? Wieviele "van-Gaal"-Sprechchöre ertönen in der Allianz-Arena?

Und wie misst DU (denn sowas müsste man messen, um damit zu argumentieren ;)) dass LF nicht beliebt war? "Anzahl Sprechchöre im Stadion"? :)

Hertha hat in der vergangenen Saison oft gewonnen. Zu oft - objektiv betrachtet. Denn all die Spiele, die man mit 1 Tor Differenz gewonnen hat, hätten auch anders ausgehen können. Es kam selten zu euphorischen Siegen. Und LF trat auf die Euphoriebremse, indem er sagte, dass Hertha nicht da hingehört, wo man ist. Dass die Reaktion der Fans auf sowas nicht gerade himmelhochjauchzendn ist, ist nachvollziehbar. Dass er sowas sagt deutet auf Kompetenz hin. ;) Es nützt ihm ja nichts, dass er recht hatte.
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