Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von HerthaFanTh
Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....
EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?
Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?
Zitat von SCHMARGENDORF
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....
EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?
Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?
Die Polizei ist in die Kurve, hat gepfeffert und geprügelt um so die vermeintlichen Täter festzusetzen?
Wenn es so war:
A. Hätte man diese direkt festsetzen können.
B. Mit Zivis die Täter identifizieren können.
C. Im Nachgang die Täter identifizieren können.
Was hat der großflächige Angriff mit Pfefferspray auf Menschenmengen für einen Sinn?
Ich bin auch der Meinung, dass die Vorfälle rund um das Spiel erst einmal sauber aufgearbeiten werden müssen, bevor man mit klaren Schuldzuweisungen um sich wirft. Dafür ist die Lage aktuell einfach zu unübersichtlich.
Die Stellungnahme der Fanhilfe ist nachvollziehbar emotional, geht mir in Teilen aber deutlich zu weit. Wenn schon kurz nach dem Spiel einzelne politische Verantwortliche pauschal für jede verletzte Person verantwortlich gemacht werden, wirkt das eher wie eine Vorverurteilung als wie ein Beitrag zur Aufklärung. Es gibt unterschiedliche Darstellungen, Verletzte auf beiden Seiten und bislang keine vollständige Rekonstruktion des Ablaufs.
Daran sollten sich auch einzelne Podcast-Formate halten.
Die Stellungnahme der Fanhilfe ist nachvollziehbar emotional, geht mir in Teilen aber deutlich zu weit. Wenn schon kurz nach dem Spiel einzelne politische Verantwortliche pauschal für jede verletzte Person verantwortlich gemacht werden, wirkt das eher wie eine Vorverurteilung als wie ein Beitrag zur Aufklärung. Es gibt unterschiedliche Darstellungen, Verletzte auf beiden Seiten und bislang keine vollständige Rekonstruktion des Ablaufs.
Daran sollten sich auch einzelne Podcast-Formate halten.
Zitat von SCHMARGENDORF
Die Polizei ist in die Kurve, hat gepfeffert und geprügelt um so die vermeintlichen Täter festzusetzen?
Wenn es so war:
A. Hätte man diese direkt festsetzen können.
B. Mit Zivis die Täter identifizieren können.
C. Im Nachgang die Täter identifizieren können.
Was hat der großflächige Angriff mit Pfefferspray auf Menschenmengen für einen Sinn?
Zitat von HerthaFanTh
Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....
EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?
Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?
Zitat von SCHMARGENDORF
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....
EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?
Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?
Die Polizei ist in die Kurve, hat gepfeffert und geprügelt um so die vermeintlichen Täter festzusetzen?
Wenn es so war:
A. Hätte man diese direkt festsetzen können.
B. Mit Zivis die Täter identifizieren können.
C. Im Nachgang die Täter identifizieren können.
Was hat der großflächige Angriff mit Pfefferspray auf Menschenmengen für einen Sinn?
Was hat der "Großflächige" Angriff mehrerer Herthaner auf einen Schalker für einen Sinn?
Auf Aktion folgt in der Regel eine Reaktion, die hier eben von der Seite der Hertha Fans ausging und eben eine Gegenreaktion der Polizei zur Folge hatte.
Nicht außer Acht zu lassen ist zudem die Schilderung der Polizei eines Angriffs mit Absperrungen und Schlaginstrumenten seitens vermummter Fans.
Das bei der Aktion der Polizei vermeintlich unbeteiligte mit Pfefferspray getroffen wurden ist natürlich zu diskutieren und zu hinterfragen.
Auch wenn man sich dann die Frage stellen kann warum man zum Samstag Abend gegen Schalke mit ein Kind (per Definition) in die Ostkurve gehen muss.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerthaFanTh am 18.01.2026 um 09:33 Uhr bearbeitet Zitat von SCHMARGENDORF
Die Polizei ist in die Kurve, hat gepfeffert und geprügelt um so die vermeintlichen Täter festzusetzen?
Wenn es so war:
A. Hätte man diese direkt festsetzen können.
B. Mit Zivis die Täter identifizieren können.
C. Im Nachgang die Täter identifizieren können.
Was hat der großflächige Angriff mit Pfefferspray auf Menschenmengen für einen Sinn?
Zitat von HerthaFanTh
Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....
EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?
Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?
Zitat von SCHMARGENDORF
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....
EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?
Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?
Die Polizei ist in die Kurve, hat gepfeffert und geprügelt um so die vermeintlichen Täter festzusetzen?
Wenn es so war:
A. Hätte man diese direkt festsetzen können.
B. Mit Zivis die Täter identifizieren können.
C. Im Nachgang die Täter identifizieren können.
Was hat der großflächige Angriff mit Pfefferspray auf Menschenmengen für einen Sinn?
Gegen die Law-And-Order Mentalität einiger kannst du nicht argumentieren. Jeder, der regelmäßig ins Stadion geht und auch häufig bei Auswärtsfahrten dabei ist, kennt die teilweise grundlosen Provokationen der Polizei. Wie gesagt, ich bin gestern mit meiner Frau auf der Straße am Olympischen Platz, die bereits vorne für PKW gesperrt war, wie hunderte anderer auch, von den sog. Freunden und Helfern nachdrücklich und grundlos aufgefordert worden, sofort den Gehsteig zu benutzen, sonst würde man Zwangsmaßnahmen anwenden müssen. Aber das wird in den Augen einiger Personen schon seine Berechtigung haben…
Zitat von SCHMARGENDORF
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Egal, wie man das auslegt, hätten nach Deiner Darstellung Berliner Fans nicht einen einzelnen Schalke-Fan angegriffen, hätte es gar keinen Anlass gegeben, da gibt es noch weniger zu diskutieren als bei Deiner Schlussfolgerung.
Ich weiß nicht, was genau vorgefallen ist, wer wie angefangen, wer wie eskaliert und wer überreagiert hat.
Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.
Gegen die permanente Grund- und Anlasslose-Theorie der Polizei spricht auch, dass es immer wieder aber auch ausschließlich die organisierte Fanszene spricht, und eben nicht auch Bereiche, in denen sich weit und breit keine entsprechenden Fangruppierungen tummeln.
Solange diese Gruppierungen regelmässig durch Vermummungen, das Brechen von Regeln und Hausordnungen, aggressive und z.T. gesundheitsgefährdende Aktivitäten gegen Unbeteiligte ( Pyros, Böller, Raketen etc.) und komplett fehlende eigene Reflektion für Ihr Verhalten ( ich erinnere da den Umgang und die „Entschuldigung“ der Schalker Szene, nachdem zwei Fotografen beim Fanmarsch in Dublin, niedergeschubt und verletzt wurden) auffallen, sind sie auch selbst und aktiv dafür verantwortlich, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, insbesondere bei neutralen Beobachtern …
Zitat von olemao
Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.
Die aufgebaute Drohkulisse und die massive Ressourcenbindung sind für die Polizei doch kein Negativpunkt, sondern gern genommenes Mittel um für mehr Budget und Ausbau der eigenen Kompetenzen zu argumentieren, während der einzelne Beamte schön an den Überstunden verdient.Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von riodelaplata am 18.01.2026 um 09:58 Uhr bearbeitet
Klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Ich bin diese Märchen von den permanent und natürlich völlig grundlos wild um sich prügelnden und dauerprovozierenden Polizisten so leid. Während der arme Ultra ja nichts weiter möchte, als ganz friedlich und gesittet und selbstverständlich völlig legal und gesetzestreu seinen Verein zu unterstützen, besteht die Hauptaufgabe der Polizei natürlich darin, möglichst überfallartig den Block zu stürmen, sofort das Pfefferspray einzusetzen und wahllos Leute zusammen zu knüppeln. Ja nee, ist klar. 🙄
In all den Jahren, in denen ich ins Stadion gehe, habe ich noch nie ein Problem mit irgendeinem Polizisten oder Ordner vor Ort gehabt.
Mag vielleicht daran liegen, dass ich mich irgendwie anders verhalte, Ansagen von Autoritätspersonen einfach mal hinnehme und akzeptiere und mir ein Ei darauf pelle, ob neben mir ein jemand läuft, der ein anderes Trikot oder einen anderen Schal trägt oder sich sonstwie als Anhänger eines anderen Vereines zu erkennen gibt. Vielleicht hatte ich bisher aber ja auch einfach nur Glück, dass ich immer genau an dem einzigen Polizisten im Einsatz vorbeigelaufen bin, der gerade kein sonderliches Interesse an einer Prügelei oder dem Einsatz von Pfefferspray hatte. Man weiß es einfach nicht...
(Wer in diesem Post Ironie entdeckt, darf sie gern behalten)
Ich bin diese Märchen von den permanent und natürlich völlig grundlos wild um sich prügelnden und dauerprovozierenden Polizisten so leid. Während der arme Ultra ja nichts weiter möchte, als ganz friedlich und gesittet und selbstverständlich völlig legal und gesetzestreu seinen Verein zu unterstützen, besteht die Hauptaufgabe der Polizei natürlich darin, möglichst überfallartig den Block zu stürmen, sofort das Pfefferspray einzusetzen und wahllos Leute zusammen zu knüppeln. Ja nee, ist klar. 🙄
In all den Jahren, in denen ich ins Stadion gehe, habe ich noch nie ein Problem mit irgendeinem Polizisten oder Ordner vor Ort gehabt.
Mag vielleicht daran liegen, dass ich mich irgendwie anders verhalte, Ansagen von Autoritätspersonen einfach mal hinnehme und akzeptiere und mir ein Ei darauf pelle, ob neben mir ein jemand läuft, der ein anderes Trikot oder einen anderen Schal trägt oder sich sonstwie als Anhänger eines anderen Vereines zu erkennen gibt. Vielleicht hatte ich bisher aber ja auch einfach nur Glück, dass ich immer genau an dem einzigen Polizisten im Einsatz vorbeigelaufen bin, der gerade kein sonderliches Interesse an einer Prügelei oder dem Einsatz von Pfefferspray hatte. Man weiß es einfach nicht...
(Wer in diesem Post Ironie entdeckt, darf sie gern behalten)
Zitat von vanscap
Dass es da nach den Hausdurchsuchungen unter der Woche am Spieltag knallt, war irgendwie vorherzusehen. Da werden beide Seiten ihren Anteil dran haben. Sonderlich viel erwarten tue ich aber bei Hundertschaften eh nicht. Dort sammelt sich normalerweise der Bodensatz eines jeden Ausbildungsjahrgangs, da man nichts im Kopf hat, außer den Stellen die man ordentlich schlagen kann, ohne dass es blaue Flecken gibt. Sowas übt sich ja auch super, wenn im Görli ein paar Dealer verprügelt oder ne Demo einem nicht passt.
Dass es da nach den Hausdurchsuchungen unter der Woche am Spieltag knallt, war irgendwie vorherzusehen. Da werden beide Seiten ihren Anteil dran haben. Sonderlich viel erwarten tue ich aber bei Hundertschaften eh nicht. Dort sammelt sich normalerweise der Bodensatz eines jeden Ausbildungsjahrgangs, da man nichts im Kopf hat, außer den Stellen die man ordentlich schlagen kann, ohne dass es blaue Flecken gibt. Sowas übt sich ja auch super, wenn im Görli ein paar Dealer verprügelt oder ne Demo einem nicht passt.
Gab's zu den Hausdurchsuchungen irgendwelche Infos? Was genau wurde da gemacht, klingt nach mehr als den üblichen "Gefährderansprachen"?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerrThaner am 18.01.2026 um 10:01 Uhr bearbeitet Zitat von olemao
Egal, wie man das auslegt, hätten nach Deiner Darstellung Berliner Fans nicht einen einzelnen Schalke-Fan angegriffen, hätte es gar keinen Anlass gegeben, da gibt es noch weniger zu diskutieren als bei Deiner Schlussfolgerung.
Ich weiß nicht, was genau vorgefallen ist, wer wie angefangen, wer wie eskaliert und wer überreagiert hat.
Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.
Gegen die permanente Grund- und Anlasslose-Theorie der Polizei spricht auch, dass es immer wieder aber auch ausschließlich die organisierte Fanszene spricht, und eben nicht auch Bereiche, in denen sich weit und breit keine entsprechenden Fangruppierungen tummeln.
Solange diese Gruppierungen regelmässig durch Vermummungen, das Brechen von Regeln und Hausordnungen, aggressive und z.T. gesundheitsgefährdende Aktivitäten gegen Unbeteiligte ( Pyros, Böller, Raketen etc.) und komplett fehlende eigene Reflektion für Ihr Verhalten ( ich erinnere da den Umgang und die „Entschuldigung“ der Schalker Szene, nachdem zwei Fotografen beim Fanmarsch in Dublin, niedergeschubt und verletzt wurden) auffallen, sind sie auch selbst und aktiv dafür verantwortlich, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, insbesondere bei neutralen Beobachtern …
Zitat von SCHMARGENDORF
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.
Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.
Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!
Egal, wie man das auslegt, hätten nach Deiner Darstellung Berliner Fans nicht einen einzelnen Schalke-Fan angegriffen, hätte es gar keinen Anlass gegeben, da gibt es noch weniger zu diskutieren als bei Deiner Schlussfolgerung.
Ich weiß nicht, was genau vorgefallen ist, wer wie angefangen, wer wie eskaliert und wer überreagiert hat.
Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.
Gegen die permanente Grund- und Anlasslose-Theorie der Polizei spricht auch, dass es immer wieder aber auch ausschließlich die organisierte Fanszene spricht, und eben nicht auch Bereiche, in denen sich weit und breit keine entsprechenden Fangruppierungen tummeln.
Solange diese Gruppierungen regelmässig durch Vermummungen, das Brechen von Regeln und Hausordnungen, aggressive und z.T. gesundheitsgefährdende Aktivitäten gegen Unbeteiligte ( Pyros, Böller, Raketen etc.) und komplett fehlende eigene Reflektion für Ihr Verhalten ( ich erinnere da den Umgang und die „Entschuldigung“ der Schalker Szene, nachdem zwei Fotografen beim Fanmarsch in Dublin, niedergeschubt und verletzt wurden) auffallen, sind sie auch selbst und aktiv dafür verantwortlich, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, insbesondere bei neutralen Beobachtern …
Ich stimme dir durchaus zu, dass es sicherlich in Teilen Gründe für das Eingreifen der Polizei gab. Ob die Reaktion dann verhältnismäßig war oder nicht, steht dann wieder auf einem anderen Zettel und ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten. Das sollte sich eventuell sowohl die Stiefellecker-Fraktion, als auch die, die Polizisten unter Generalverdacht stellen, zu Herzen nehmen.
Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde. Diese stellen beispielsweise in Frage, warum man eine Person, die nur sagt „was soll die scheisse“ mit Pfefferspray und Gummiknüppel verhaften muss. Oder warum man Pfefferspray gegen große Menschengruppen mit Kindern einsetzen muss. Es hätte laut dieser Personen definitiv andere Wege gegeben, als schwere Verletzungen und eine weitere Eskalation zu provozieren. Als Staatsmacht muss es da meiner Meinung nach oberste Aufgabe sein, Gewalt gegen Unbeteiligte zu vermeiden. Und bitte kommt jetzt hier nicht wieder mit „Kinder als Schutzschild“. Kinder dürfen ins Stadion und gehören auch genau da hin. Ich habe noch nie von jemanden gehört, der seine eigenen Kinder als Schutzschild für seine Hooligan-Aktivitäten nutzt. Der wäre bei unserer Kurve auch ganz schnell wieder draußen, sowas wird nicht toleriert.
Zitat von PepperKnows
Was ist das für eine Diskussion? Wer trägt die horrenden Kosten in dem Zusammenhang, die die Sicherheit gewährleisten sollen? Wie wäre es, wenn man die Vereine selbst für Sicherheit sorgen lässt? Bin gespannt, wie lange da der Kuschelkurs andauert zwischen Verein und Fangruppen. Fankultur ist halt nicht nur geselliges Miteinander, das ist regelmäßig Rückzugsort und Sammelbecken für Personenkreise, die genau das jedes Wochenende suchen: Streit.
Ein Stadion nebst Gelände ist kein rechtsfreier Raum und es kann nicht wegdiskutiert werden, dass immer dieselben Personengruppen schon vor dem Spiel alkoholisiert und aggressiv auftreten. Ich nehme meine Kinder nicht mit, weil ich nicht das Gefühl habe, dass ein Stadion noch ein sicherer Raum ist, gerade weil diese Fankultur immer wieder als grundgesetzlich geschützter Sonderstatus die Schaffung eines sicheren Raumes unmöglich macht.
Eine Fangruppierung verdient auch keinerlei Sonderbehandlung, ganz im Gegenteil werden die gar nicht hart genug überwacht.
Dieses Polizistenbashing führt dazu, dass kaum ein Polizist mehr in eine Großstadt will - schlechtere Gehälter im Bundesdurchschnitt, deutlich höhere Risiken in der Großstadt und null Rückhalt in der ach so diversifizierten und toleranten einheimischen Bevölkerung - klasse.
Zum Thema Kontrolle: Man soll sich auch nicht heimelig fühlen, wenn man kontrolliert wird. Was ist daran so schlimm?! Wenn man mal in den USA kontrolliert wurde, empfindet man das hier als Kaffeeklatsch und oft genug erlebt man, mit welcher Arroganz und herablassenden Verhalten den Polizisten begegnet wird.
Ich war ohne Kinder und vor einigen Jahren auch noch sehr liberal bei dem Thema. Mittlerweile bin ich so froh, dass es Menschen gibt, die sich für die Sicherheit Dritter einsetzen. Das sollte bei den Diskussionen einfach auch besichtigt werden. Die schwarzen Schafe wird man, wie in allen anderen Bereichen auch, disziplinarisch heranziehen - das kann und darf das Bild der Polizei insgesamt aber nicht herabsetzen, nur weil es en vogue ist, gegen das Establishment zu sein.
Zitat von AbuDardai
Ich würde dem in Teilen widersprechen. Bezüglich der Situation in den Stadien zeigen weder Politik noch Polizei seit Jahren die Bereitschaft zum Dialog und zu Zugeständnissen. Stattdessen werden wir zuletzt bei der Innenministerkonferez weitere Verschärfungen diskutiert. Das ist selten ein Austausch auf Augenhöhe.
Dazu kommt, dass auch die Einsatzkräfte eigentlich nie Selbstkritik zeigen. Das ist bei der Polizei aber nichtnur im Bereich Fußall so, bei jeglichen Auseinandersetzungen haben die Beamten sich laut Pressemitteilung nichts zuschulden kommen zu lassen. Jeder, der schon die eine oder andere Polizeikontrolle mitgemacht hat, weiß, dass es genug Polizisten gibt, die einem überhaupt kein sicheres Gefühl geben. Ich jedenfalls hatte schon 2-3 Begegnungen mit Polizisten, bei denen ich mich extrem unwohl gefühlt habe, obwohl ich nichts verbrochen hatte, einfach weil ich das Gefühl hatte, unter Generalverdacht zu stehen.
Letztlich ist es eine vertrackte Position, in der auf beiden Seiten die Fronten verhärtet sind. Auf der eine Seite die Ultras, die nicht einsehen wollen, dass trotz subkultureller Praktiken bspw. pyrotechnik einfach in Stadien verboten ist und sich über Gesetze hinwegsetzen. Auf der anderen Seite Polizisten, die in diesem Konflikt auf Teufel komm raus Stärke demonstrieren wollen und in diesem Rahmen mindestens mal nicht vor Gewalt zurückschrecken. Teil des staatlichen Monopols auf Gewalt sollte aber auch sein, dass der Einsatz stets das letzte Mittel sein und nur bei Gefahr im Verzug angewendet werden sollte. Da gibt es genügend Beispiele, wo Polizisten weit vor dieser Grenze bspw. Bei Demonstrationen Gewalt angewendet haben. Das ist teilweise aufgrund der Aufregung naccvollziehbarer, macht das Verhalten aber nicht akzeptabler. Ich argumentiere ja auc nicht bei einem aufgebrachten Ultra, dass die Beleidgubg eines Polizisten durch die Niederlage seines Teams zu rechtfertigen ist.
Zitat von Cabeleira
Auf der einen Seite wird das Stadion von einem Teil der Szene so behandelt, als würden dort andere Regeln gelten: Vermummung, Stress suchen, Konfrontation und man weiß eigentlich vorher, dass dabei auch Unbeteiligte mit reingezogen werden können. Auf der anderen Seite sind die Erwartungen an die Polizei extrem hoch: möglichst unsichtbar sein, alles aushalten, immer deeskalieren, am besten gar nicht eingreifen. Und wenn sie es doch tun, ist es sofort „anlasslos“.
Was dabei auffällt: Man hört ständig Forderungen an die Polizei, aber kaum Selbstkritik. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Fanszene geschlossen sagt: Wir wollen keine Gewalt, keine Vermummung und wir ziehen da gemeinsam eine klare Grenze, damit das Stadion für alle entspannt bleibt. Solange Gewalt irgendwie dazugehört oder zumindest toleriert wird, wirkt das ganze Gerede einfach schief. Deeskalation klappt halt nicht nur in eine Richtung.
Auf der einen Seite wird das Stadion von einem Teil der Szene so behandelt, als würden dort andere Regeln gelten: Vermummung, Stress suchen, Konfrontation und man weiß eigentlich vorher, dass dabei auch Unbeteiligte mit reingezogen werden können. Auf der anderen Seite sind die Erwartungen an die Polizei extrem hoch: möglichst unsichtbar sein, alles aushalten, immer deeskalieren, am besten gar nicht eingreifen. Und wenn sie es doch tun, ist es sofort „anlasslos“.
Was dabei auffällt: Man hört ständig Forderungen an die Polizei, aber kaum Selbstkritik. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Fanszene geschlossen sagt: Wir wollen keine Gewalt, keine Vermummung und wir ziehen da gemeinsam eine klare Grenze, damit das Stadion für alle entspannt bleibt. Solange Gewalt irgendwie dazugehört oder zumindest toleriert wird, wirkt das ganze Gerede einfach schief. Deeskalation klappt halt nicht nur in eine Richtung.
Ich würde dem in Teilen widersprechen. Bezüglich der Situation in den Stadien zeigen weder Politik noch Polizei seit Jahren die Bereitschaft zum Dialog und zu Zugeständnissen. Stattdessen werden wir zuletzt bei der Innenministerkonferez weitere Verschärfungen diskutiert. Das ist selten ein Austausch auf Augenhöhe.
Dazu kommt, dass auch die Einsatzkräfte eigentlich nie Selbstkritik zeigen. Das ist bei der Polizei aber nichtnur im Bereich Fußall so, bei jeglichen Auseinandersetzungen haben die Beamten sich laut Pressemitteilung nichts zuschulden kommen zu lassen. Jeder, der schon die eine oder andere Polizeikontrolle mitgemacht hat, weiß, dass es genug Polizisten gibt, die einem überhaupt kein sicheres Gefühl geben. Ich jedenfalls hatte schon 2-3 Begegnungen mit Polizisten, bei denen ich mich extrem unwohl gefühlt habe, obwohl ich nichts verbrochen hatte, einfach weil ich das Gefühl hatte, unter Generalverdacht zu stehen.
Letztlich ist es eine vertrackte Position, in der auf beiden Seiten die Fronten verhärtet sind. Auf der eine Seite die Ultras, die nicht einsehen wollen, dass trotz subkultureller Praktiken bspw. pyrotechnik einfach in Stadien verboten ist und sich über Gesetze hinwegsetzen. Auf der anderen Seite Polizisten, die in diesem Konflikt auf Teufel komm raus Stärke demonstrieren wollen und in diesem Rahmen mindestens mal nicht vor Gewalt zurückschrecken. Teil des staatlichen Monopols auf Gewalt sollte aber auch sein, dass der Einsatz stets das letzte Mittel sein und nur bei Gefahr im Verzug angewendet werden sollte. Da gibt es genügend Beispiele, wo Polizisten weit vor dieser Grenze bspw. Bei Demonstrationen Gewalt angewendet haben. Das ist teilweise aufgrund der Aufregung naccvollziehbarer, macht das Verhalten aber nicht akzeptabler. Ich argumentiere ja auc nicht bei einem aufgebrachten Ultra, dass die Beleidgubg eines Polizisten durch die Niederlage seines Teams zu rechtfertigen ist.
Was ist das für eine Diskussion? Wer trägt die horrenden Kosten in dem Zusammenhang, die die Sicherheit gewährleisten sollen? Wie wäre es, wenn man die Vereine selbst für Sicherheit sorgen lässt? Bin gespannt, wie lange da der Kuschelkurs andauert zwischen Verein und Fangruppen. Fankultur ist halt nicht nur geselliges Miteinander, das ist regelmäßig Rückzugsort und Sammelbecken für Personenkreise, die genau das jedes Wochenende suchen: Streit.
Ein Stadion nebst Gelände ist kein rechtsfreier Raum und es kann nicht wegdiskutiert werden, dass immer dieselben Personengruppen schon vor dem Spiel alkoholisiert und aggressiv auftreten. Ich nehme meine Kinder nicht mit, weil ich nicht das Gefühl habe, dass ein Stadion noch ein sicherer Raum ist, gerade weil diese Fankultur immer wieder als grundgesetzlich geschützter Sonderstatus die Schaffung eines sicheren Raumes unmöglich macht.
Eine Fangruppierung verdient auch keinerlei Sonderbehandlung, ganz im Gegenteil werden die gar nicht hart genug überwacht.
Dieses Polizistenbashing führt dazu, dass kaum ein Polizist mehr in eine Großstadt will - schlechtere Gehälter im Bundesdurchschnitt, deutlich höhere Risiken in der Großstadt und null Rückhalt in der ach so diversifizierten und toleranten einheimischen Bevölkerung - klasse.
Zum Thema Kontrolle: Man soll sich auch nicht heimelig fühlen, wenn man kontrolliert wird. Was ist daran so schlimm?! Wenn man mal in den USA kontrolliert wurde, empfindet man das hier als Kaffeeklatsch und oft genug erlebt man, mit welcher Arroganz und herablassenden Verhalten den Polizisten begegnet wird.
Ich war ohne Kinder und vor einigen Jahren auch noch sehr liberal bei dem Thema. Mittlerweile bin ich so froh, dass es Menschen gibt, die sich für die Sicherheit Dritter einsetzen. Das sollte bei den Diskussionen einfach auch besichtigt werden. Die schwarzen Schafe wird man, wie in allen anderen Bereichen auch, disziplinarisch heranziehen - das kann und darf das Bild der Polizei insgesamt aber nicht herabsetzen, nur weil es en vogue ist, gegen das Establishment zu sein.
Dass du Kosten derart hoch sind, liegt ja auch daran, dass be Fußballspielen - insbesondere sog. Hochrisikospielen - stets eine derart hohe Polizeipräsenz gefahren wird, obwohl es nur noch sehr selten zu Auseinandersetzungen zwischen Fanlagern kommt. Das ist ein Punkt, der ja von organisierten Fans immer wieder kritisiert wird. Es kommt häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans als zwischen 2 Fanlagern: das sollte dann doch zu denken geben, inwiefern der Einsatz der Polizei in diesem Ausmaß sinnvoll ist.
Bzgl. Deines Vergleichs mit den USA bin ich ehrlich gesagt unsicher, inwiefern ein Vergleich mit dem Land mit derwahrscheinlich weltweit massivsten Polizeigewalt sinnvoll ist. Ich bin jedenfalls ganz sicher nicht dankbar dafür, dass anders als in den Staaten nicht jedes Jahr über Tausend Menschen von der Polizei getötet werden. Das sind skandalöse Zustände, die in einer Demokratie eigentlich nicht haltbar sind. Die Polizei bildet einen Teil der Exekutive des Staates und sollte ja eigentlich FÜR die Bürger statt GEGEN die eigenen Bürger arbeiten. Dass dieses Verständnis mittlerweile kaum noch verbreitet ist, liegt nicht zuletzt daran, dass die Polizei immer wieder durch Racial Profiling, schikanierende Kontrollen etc aufgefallen ist.
Eigentlich ist es ein ähnliches Muster: Polizisten sehen bei Kontrollen stets potentielle Straftäter, es herrscht eine Atmosphäre des Misstrauens und des Generalverdachts. Genau das wirft die Polizei dann aber immer bestimmten Bürgern vor, die der Polize sagen wir mal skeptisch gegenüberstehen. Beide Seiten betreiben da eine schwachsinnige Generalisierung. Das Gewaltmonopol bedeutet nicht, dass ein Polizist respektvoller behandelt werden muss als ein Kioskbesitzer, egal wie sehr er sic das wünschen mag.
Letztendlich sollten beide Seiten wieder Schritte in Richtung eines respektvolleren Umgangs gehen. Das gilt dann aber sowohl für teils unnötig unkooperative und provokante Bürger als auch für teils übergriffige und autoritäre Polizisten. Andernfalls werden die Fronten sich weiter verhärten; die Polizei wird sich durch Gewalt nie den Respekt verdienen, den sie verlangt.
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