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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#2961
18.01.2026 - 10:18 Uhr
Zitat von vanscap
Zitat von olemao

Zitat von SCHMARGENDORF

Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.

Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.

Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!

Egal, wie man das auslegt, hätten nach Deiner Darstellung Berliner Fans nicht einen einzelnen Schalke-Fan angegriffen, hätte es gar keinen Anlass gegeben, da gibt es noch weniger zu diskutieren als bei Deiner Schlussfolgerung.

Ich weiß nicht, was genau vorgefallen ist, wer wie angefangen, wer wie eskaliert und wer überreagiert hat.

Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.

Gegen die permanente Grund- und Anlasslose-Theorie der Polizei spricht auch, dass es immer wieder aber auch ausschließlich die organisierte Fanszene spricht, und eben nicht auch Bereiche, in denen sich weit und breit keine entsprechenden Fangruppierungen tummeln.

Solange diese Gruppierungen regelmässig durch Vermummungen, das Brechen von Regeln und Hausordnungen, aggressive und z.T. gesundheitsgefährdende Aktivitäten gegen Unbeteiligte ( Pyros, Böller, Raketen etc.) und komplett fehlende eigene Reflektion für Ihr Verhalten ( ich erinnere da den Umgang und die „Entschuldigung“ der Schalker Szene, nachdem zwei Fotografen beim Fanmarsch in Dublin, niedergeschubt und verletzt wurden) auffallen, sind sie auch selbst und aktiv dafür verantwortlich, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, insbesondere bei neutralen Beobachtern …


Ich stimme dir durchaus zu, dass es sicherlich in Teilen Gründe für das Eingreifen der Polizei gab. Ob die Reaktion dann verhältnismäßig war oder nicht, steht dann wieder auf einem anderen Zettel und ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten. Das sollte sich eventuell sowohl die Stiefellecker-Fraktion, als auch die, die Polizisten unter Generalverdacht stellen, zu Herzen nehmen.

Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde. Diese stellen beispielsweise in Frage, warum man eine Person, die nur sagt „was soll die scheisse“ mit Pfefferspray und Gummiknüppel verhaften muss. Oder warum man Pfefferspray gegen große Menschengruppen mit Kindern einsetzen muss. Es hätte laut dieser Personen definitiv andere Wege gegeben, als schwere Verletzungen und eine weitere Eskalation zu provozieren. Als Staatsmacht muss es da meiner Meinung nach oberste Aufgabe sein, Gewalt gegen Unbeteiligte zu vermeiden. Und bitte kommt jetzt hier nicht wieder mit „Kinder als Schutzschild“. Kinder dürfen ins Stadion und gehören auch genau da hin. Ich habe noch nie von jemanden gehört, der seine eigenen Kinder als Schutzschild für seine Hooligan-Aktivitäten nutzt. Der wäre bei unserer Kurve auch ganz schnell wieder draußen, sowas wird nicht toleriert.



"ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten."

"Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde."


Aha.
Fanszene |#2962
18.01.2026 - 11:08 Uhr
Zitat von AbuDardai

Bzgl. Deines Vergleichs mit den USA bin ich ehrlich gesagt unsicher, inwiefern ein Vergleich mit dem Land mit derwahrscheinlich weltweit massivsten Polizeigewalt sinnvoll ist.

Sorry Leute,
aber einige sollten wirklich mal reflektieren, was sie hier schreiben!
Ihm Iran wurden gerade tausende Demonstranten erschossen.
In vielen anderen Diktaturen dieser Welt zählt niemand mit wie viele Menschen von staatlichen Organen getötet oder in irgendwelche Lager verfrachtet werden.

HIER kann jeder Polizeieinsatz kritisch hinterfragt werden.
Entsprechende Ergebnisse abzuwarten, halte ich für wesentlich sinnvoller, als sich gegenseitig Vorurteile /
Vorverurteilungen vor die Füße zu werfen.

Übrigens sterben in den USA jährlich auch hunderte Polizisten im Dienst.
Fanszene |#2963
18.01.2026 - 11:11 Uhr
Ich war selber lange genug bei Auswärtsspielen dabei um zu wissen, wie Hertha-Fans da auftreten. Wenn ich heute (nicht mehr auswärts dabei) höre, dass regelmäßig Sprechchöre gegen die Polizei angestimmt und begeistert gefeiert werden, dann weiß ich von wem eher die Aggression ausgeht.
Aber im Grunde passt das zu der Einstellung, dass die Staatsmacht nichts zu sagen hat und man die Polizei angreifen darf, immer und überall. Beleidigen darf.
Natürlich gab und gibt es die Polizisten mit Schaum vorm Mund, die nur auf die Provokation warten. Auch blöde Anweisungen "verlassen sie sofort die Strasse sonst ..." Einschränkend sage ich als KFZ-Fahrer, dass die (Fan-)Fußgänger sich manchmal so verhalten, dass ich wünsche, dass die Polizei eingreift.
So lange die Ultras die Polizei als natürlichen Feind betrachten und entsprechend in der Kurve feiern wird es solche Auseinandersetzungen geben.

Unabhängig von diesem Hintergrund:
Das was sich die Kurve gestern im Anschluß geleistet hat ist unbeschreiblich. Da läßt man die eigene Mannschaft im Stich, geht lieber nach Hause anstatt das Team anzufeuern. Vielleicht sind es die 1 oder 2 % die gefehlt haben für einen Heimsieg, so wie es Leitl etwas dezent auf der PK gesagt hat.
Einmal mehr stelle ich fest, dass man sich von der Dominaz der Ultras verabschieden sollte. Die Kurve hat ja in der 2.Hälfte zaghaft geantwortet. Den Ultras ist der Verein relativ egal, egal was sie behaupten. Die Selbstdarstellung ist wichtig. Die eigenen Regeln, egal was die Stadionordnung oder die öffentliche Ordnung sagt.
Ich erlebe keine Probleme mit der "Ordnungsmacht" im Stadion, ich habe im Ausnahmefall Probleme mit aggressiven Auswärtsfans, die sich Karten in unseren Blöcken holen und dort pöbeln. Auch da wünsche ich mir eher ein Eingreifen der Sicherheitsdienste. Und ich habe Probleme mit den Rauchschwaden, die Ultras produzieren und Spiele behindern, verzögern. Da wünsche ich mir ein Handeln der Vereine, denn mir kann Keiner erzählen, dass Vereine nicht involviert seien, wenn Feuerwerk eingeschleust wird. Aber das ist ein anderes Thema und gestern kein Thema.
Ich fand die Aktion der Ultras gestern vereinsschädigend, wenn man ein Problem mit der Polizei hat(te) sollte man das nicht auf dem Rücken der Mannschaft und aller anderen Zuschauer austragen.

•     •     •

Hertha for ever
Fanszene |#2964
18.01.2026 - 11:55 Uhr
Zitat von Berlin71
Ich war selber lange genug bei Auswärtsspielen dabei um zu wissen, wie Hertha-Fans da auftreten. Wenn ich heute (nicht mehr auswärts dabei) höre, dass regelmäßig Sprechchöre gegen die Polizei angestimmt und begeistert gefeiert werden, dann weiß ich von wem eher die Aggression ausgeht.
Aber im Grunde passt das zu der Einstellung, dass die Staatsmacht nichts zu sagen hat und man die Polizei angreifen darf, immer und überall. Beleidigen darf.
Natürlich gab und gibt es die Polizisten mit Schaum vorm Mund, die nur auf die Provokation warten. Auch blöde Anweisungen "verlassen sie sofort die Strasse sonst ..." Einschränkend sage ich als KFZ-Fahrer, dass die (Fan-)Fußgänger sich manchmal so verhalten, dass ich wünsche, dass die Polizei eingreift.
So lange die Ultras die Polizei als natürlichen Feind betrachten und entsprechend in der Kurve feiern wird es solche Auseinandersetzungen geben.

Unabhängig von diesem Hintergrund:
Das was sich die Kurve gestern im Anschluß geleistet hat ist unbeschreiblich. Da läßt man die eigene Mannschaft im Stich, geht lieber nach Hause anstatt das Team anzufeuern. Vielleicht sind es die 1 oder 2 % die gefehlt haben für einen Heimsieg, so wie es Leitl etwas dezent auf der PK gesagt hat.
Einmal mehr stelle ich fest, dass man sich von der Dominaz der Ultras verabschieden sollte. Die Kurve hat ja in der 2.Hälfte zaghaft geantwortet. Den Ultras ist der Verein relativ egal, egal was sie behaupten. Die Selbstdarstellung ist wichtig. Die eigenen Regeln, egal was die Stadionordnung oder die öffentliche Ordnung sagt.
Ich erlebe keine Probleme mit der "Ordnungsmacht" im Stadion, ich habe im Ausnahmefall Probleme mit aggressiven Auswärtsfans, die sich Karten in unseren Blöcken holen und dort pöbeln. Auch da wünsche ich mir eher ein Eingreifen der Sicherheitsdienste. Und ich habe Probleme mit den Rauchschwaden, die Ultras produzieren und Spiele behindern, verzögern. Da wünsche ich mir ein Handeln der Vereine, denn mir kann Keiner erzählen, dass Vereine nicht involviert seien, wenn Feuerwerk eingeschleust wird. Aber das ist ein anderes Thema und gestern kein Thema.
Ich fand die Aktion der Ultras gestern vereinsschädigend, wenn man ein Problem mit der Polizei hat(te) sollte man das nicht auf dem Rücken der Mannschaft und aller anderen Zuschauer austragen.

Die aktive „Fan“szene hat gestern gnadenlos die Hosen runtergelassen und gezeigt wie wichtig ihnen der Verein ist.
Die interessieren sich absolut 0,0 für den Verein. Wichtig ist denen nur Macht auszuüben. Choreos sind schön aber schon bei Pyros gehen die Meinungen auseinander.
Und sorry Leute, jeder der regelmäßig im Stadion ist, egal ob Heim oder Auswärts und diesen Einzug der Gladiatoren miterlebt, weiß doch welches Selbstverständnis diese Herrschenden oups Herrschaften haben. Wir sind die Größten uns gehört unsere Kurve, unsere Gesetze.
Ich habe das gestern nur kurz wahrgenommen und mich sofort entfernt, ich wollte damit nichts zu tun haben.
Jeder der denkt, dass er alles diskutieren kann und die Polizei und deren Ansagen nicht akzeptiert, der macht damit schon den ersten Fehler!
Andersrum wundert mich das alles kaum noch, in einer Zeit wo Regeln, Respekt und Werte keinen Wert mehr haben.
Beispiel:
Knallen vor Silvester verboten! Wem interessiert das schon?

Ich möchte heutzutage kein Polizist sein.

Alle die im Stadion, oft ohne jeden Anlass, den Chor regelmäßig mit anstimmen und „alle Bullen sind Schweine“ lauthals singen, sollten bedenken das sie sich damit schon instrumentalisieren lassen! Oder hat die Mehrheit einen Grund diesen Schmähgesang anzustimmen?
Noch gehört der Fußball allen! Jungen Fans, Eltern, Frauen die alleine ins Stadion gehen, Menschen die vielleicht Asthma haben usw.
Wenn wir an dem Punkt angekommen sind wo nur noch Gewaltbereitschaft und Missachtung von Regeln zum Besuch eines Fußballspiels berechtigt, dann ist der Fußball endgültig kaputt.
Ich bin schon etwas länger aus dem Alter raus wo ich mich körperlich beweisen und durchsetzen muss aber ich habe noch nie mit Polizisten oder Ordnern Probleme gehabt. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich Regeln anpassen kann.
Ich trinke in der Kirche auch kein Bierchen und rauche keinen Joint.
Ich bin ein Spießer, ich weiß.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich nicht einmal abstreiten möchte, dass wenn eine Situation eskaliert auch ein Polizist Fehler machen kann aber zu unterstellen die Polizei wartet nur darauf um endlich losprügeln zu können, da hört es dann doch auf!!!
Fanszene |#2965
18.01.2026 - 12:04 Uhr
Zitat von Kritiker622
Zitat von vanscap

Zitat von olemao

Zitat von SCHMARGENDORF

Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.

Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.

Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!

Egal, wie man das auslegt, hätten nach Deiner Darstellung Berliner Fans nicht einen einzelnen Schalke-Fan angegriffen, hätte es gar keinen Anlass gegeben, da gibt es noch weniger zu diskutieren als bei Deiner Schlussfolgerung.

Ich weiß nicht, was genau vorgefallen ist, wer wie angefangen, wer wie eskaliert und wer überreagiert hat.

Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.

Gegen die permanente Grund- und Anlasslose-Theorie der Polizei spricht auch, dass es immer wieder aber auch ausschließlich die organisierte Fanszene spricht, und eben nicht auch Bereiche, in denen sich weit und breit keine entsprechenden Fangruppierungen tummeln.

Solange diese Gruppierungen regelmässig durch Vermummungen, das Brechen von Regeln und Hausordnungen, aggressive und z.T. gesundheitsgefährdende Aktivitäten gegen Unbeteiligte ( Pyros, Böller, Raketen etc.) und komplett fehlende eigene Reflektion für Ihr Verhalten ( ich erinnere da den Umgang und die „Entschuldigung“ der Schalker Szene, nachdem zwei Fotografen beim Fanmarsch in Dublin, niedergeschubt und verletzt wurden) auffallen, sind sie auch selbst und aktiv dafür verantwortlich, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, insbesondere bei neutralen Beobachtern …


Ich stimme dir durchaus zu, dass es sicherlich in Teilen Gründe für das Eingreifen der Polizei gab. Ob die Reaktion dann verhältnismäßig war oder nicht, steht dann wieder auf einem anderen Zettel und ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten. Das sollte sich eventuell sowohl die Stiefellecker-Fraktion, als auch die, die Polizisten unter Generalverdacht stellen, zu Herzen nehmen.

Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde. Diese stellen beispielsweise in Frage, warum man eine Person, die nur sagt „was soll die scheisse“ mit Pfefferspray und Gummiknüppel verhaften muss. Oder warum man Pfefferspray gegen große Menschengruppen mit Kindern einsetzen muss. Es hätte laut dieser Personen definitiv andere Wege gegeben, als schwere Verletzungen und eine weitere Eskalation zu provozieren. Als Staatsmacht muss es da meiner Meinung nach oberste Aufgabe sein, Gewalt gegen Unbeteiligte zu vermeiden. Und bitte kommt jetzt hier nicht wieder mit „Kinder als Schutzschild“. Kinder dürfen ins Stadion und gehören auch genau da hin. Ich habe noch nie von jemanden gehört, der seine eigenen Kinder als Schutzschild für seine Hooligan-Aktivitäten nutzt. Der wäre bei unserer Kurve auch ganz schnell wieder draußen, sowas wird nicht toleriert.



"ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten."

"Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde."


Aha.


Geiler Beitrag, weiter so.
Fanszene |#2966
18.01.2026 - 12:15 Uhr
Zitat von vanscap
Zitat von Kritiker622

Zitat von vanscap

Zitat von olemao

Zitat von SCHMARGENDORF

Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.

Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.

Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!

Egal, wie man das auslegt, hätten nach Deiner Darstellung Berliner Fans nicht einen einzelnen Schalke-Fan angegriffen, hätte es gar keinen Anlass gegeben, da gibt es noch weniger zu diskutieren als bei Deiner Schlussfolgerung.

Ich weiß nicht, was genau vorgefallen ist, wer wie angefangen, wer wie eskaliert und wer überreagiert hat.

Ich glaube auch, dass es in Reihen der Polizei und der Hundertschaften Einige gibt, die Maß und Angemessenheit nicht erkennen oder ignorieren und sich dann vielleicht auch über die Notwendigkeit hinaus gehen lassen. Mir fehlt allerdings schon die Idee, warum das System Polizei einen völlig grund- und anlasslosen Einsatz inszenieren sollte, der regelmäßige massive Ressourcenbindung und Risiken auf der eigenen Seite erfordert. Eine systematische grundlose Inszenierung, nur um einigen aggressionsbereiten Polizisten einen gerechtfertigten „Spielplatz“ zu bieten, halte ich für eine abenteuerliche Theorie.

Gegen die permanente Grund- und Anlasslose-Theorie der Polizei spricht auch, dass es immer wieder aber auch ausschließlich die organisierte Fanszene spricht, und eben nicht auch Bereiche, in denen sich weit und breit keine entsprechenden Fangruppierungen tummeln.

Solange diese Gruppierungen regelmässig durch Vermummungen, das Brechen von Regeln und Hausordnungen, aggressive und z.T. gesundheitsgefährdende Aktivitäten gegen Unbeteiligte ( Pyros, Böller, Raketen etc.) und komplett fehlende eigene Reflektion für Ihr Verhalten ( ich erinnere da den Umgang und die „Entschuldigung“ der Schalker Szene, nachdem zwei Fotografen beim Fanmarsch in Dublin, niedergeschubt und verletzt wurden) auffallen, sind sie auch selbst und aktiv dafür verantwortlich, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, insbesondere bei neutralen Beobachtern …


Ich stimme dir durchaus zu, dass es sicherlich in Teilen Gründe für das Eingreifen der Polizei gab. Ob die Reaktion dann verhältnismäßig war oder nicht, steht dann wieder auf einem anderen Zettel und ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten. Das sollte sich eventuell sowohl die Stiefellecker-Fraktion, als auch die, die Polizisten unter Generalverdacht stellen, zu Herzen nehmen.

Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde. Diese stellen beispielsweise in Frage, warum man eine Person, die nur sagt „was soll die scheisse“ mit Pfefferspray und Gummiknüppel verhaften muss. Oder warum man Pfefferspray gegen große Menschengruppen mit Kindern einsetzen muss. Es hätte laut dieser Personen definitiv andere Wege gegeben, als schwere Verletzungen und eine weitere Eskalation zu provozieren. Als Staatsmacht muss es da meiner Meinung nach oberste Aufgabe sein, Gewalt gegen Unbeteiligte zu vermeiden. Und bitte kommt jetzt hier nicht wieder mit „Kinder als Schutzschild“. Kinder dürfen ins Stadion und gehören auch genau da hin. Ich habe noch nie von jemanden gehört, der seine eigenen Kinder als Schutzschild für seine Hooligan-Aktivitäten nutzt. Der wäre bei unserer Kurve auch ganz schnell wieder draußen, sowas wird nicht toleriert.



"ist ohne vor Ort gewesen zu sein, kaum zu bewerten."

"Dementsprechend versuche ich mich bei der Bewertung auch an das zu halten, was mir von Augenzeugen gesagt wurde."


Aha.


Geiler Beitrag, weiter so.


Danke.

Verstehst du den Inhalt meines Beitrags? Du schreibst man das kaum bewerten kann wenn man nicht vor Ort und haust da im nächsten Teil so eine Bewertung raus - ohne selbst dabei gewesen zu sein. Ich versteh das nur nicht.
Fanszene |#2967
18.01.2026 - 12:16 Uhr
Zitat von SCHMARGENDORF
Zitat von HerthaFanTh

Zitat von SCHMARGENDORF

Wie ein Polizist und ein Sicherheits-Mitarbeiter vor Ort gegenüber DER WESTEN bestätigten, sorgte ein Schalke-Fan vor dem Heimblock der Herthaner für Ärger.

Demnach sei der Schalker im Außenbereich des Herthaner Heimkurve entlanggelaufen. Er wurde von einigen Berliner Fans angegriffen und geschlagen. Das nahm die Polizei zum Anlass, mit äußerster Härte gegen die Hertha-Fans vorzugehen. Im Anschluss sei die ganze Situation dann komplett eskaliert. Die Folgen sind schon teilweise bekannt: Mehrere Festnahmen und Verletzte.

Egal wie man es auslegt, ist der Polizeieinsatz komplett überzogen, da gibt es nichts zu diskutieren!


Nur noch mal zur Einordnung dessen was du hier schreibst....

EIN Schalker wird von MEHREREN Hertha Fans angegriffen und geschlagen, um die Polizei löst das dann entsprechend auf, aber nur die Reaktion der Polizei ist komplett überzogen?

Was hätte die Polizei denn deiner Meinung nach tun sollen in besagter Situation?


Die Polizei ist in die Kurve, hat gepfeffert und geprügelt um so die vermeintlichen Täter festzusetzen?

Wenn es so war:

A. Hätte man diese direkt festsetzen können.
B. Mit Zivis die Täter identifizieren können.
C. Im Nachgang die Täter identifizieren können.

Was hat der großflächige Angriff mit Pfefferspray auf Menschenmengen für einen Sinn?


Die Polizei war nicht in der Kurve…
Fanszene |#2968
18.01.2026 - 12:17 Uhr
Wird ja langsam klarer, was gestern passiert ist: Ein paar Hertha-Fans wollten offenbar ihr Hausrecht und gleich noch ihr eigenes Gewaltmonopol durchsetzen und haben einen Schalker angegriffen, der es bestimmt „verdient“ hatte. Danach wollte man in Ruhe das Spiel genießen.

Und dann – völlig überraschend – materialisierte sich ein durch und durch gewalttätiger Mob, der blau-weiß gesehen und wahllos Pfefferspray verteilt hat. Völlig losgelöst vom vorherigen Geschehen, ohne Anlass, ohne Zusammenhang – einfach aus purer Lust an der Eskalation.

Dass dieser Mob zufällig Uniformen trug, Einsatzkonzepte hatte und auf eine konkrete Schlägerei reagierte, ist natürlich reine Nebensache. Genauso wie die Idee, dass man nach einem Angriff vielleicht nicht einfach in der Masse verschwinden, sich feige hinter Unbeteiligten verstecken und erwarten kann, dass danach wieder Friede, Freude, Fußball herrscht.

So verspielt der Staat jede Chance auf rechtsfreie Räume. Skandal!

•     •     •

esse est percipi
Fanszene |#2969
18.01.2026 - 12:45 Uhr
Die Kundgabe des Akronyms ACAB fällt in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG.
Zitat von Kraule

Zitat von Berlin71

Ich war selber lange genug bei Auswärtsspielen dabei um zu wissen, wie Hertha-Fans da auftreten. Wenn ich heute (nicht mehr auswärts dabei) höre, dass regelmäßig Sprechchöre gegen die Polizei angestimmt und begeistert gefeiert werden, dann weiß ich von wem eher die Aggression ausgeht.
Aber im Grunde passt das zu der Einstellung, dass die Staatsmacht nichts zu sagen hat und man die Polizei angreifen darf, immer und überall. Beleidigen darf.
Natürlich gab und gibt es die Polizisten mit Schaum vorm Mund, die nur auf die Provokation warten. Auch blöde Anweisungen "verlassen sie sofort die Strasse sonst ..." Einschränkend sage ich als KFZ-Fahrer, dass die (Fan-)Fußgänger sich manchmal so verhalten, dass ich wünsche, dass die Polizei eingreift.
So lange die Ultras die Polizei als natürlichen Feind betrachten und entsprechend in der Kurve feiern wird es solche Auseinandersetzungen geben.

Unabhängig von diesem Hintergrund:
Das was sich die Kurve gestern im Anschluß geleistet hat ist unbeschreiblich. Da läßt man die eigene Mannschaft im Stich, geht lieber nach Hause anstatt das Team anzufeuern. Vielleicht sind es die 1 oder 2 % die gefehlt haben für einen Heimsieg, so wie es Leitl etwas dezent auf der PK gesagt hat.
Einmal mehr stelle ich fest, dass man sich von der Dominaz der Ultras verabschieden sollte. Die Kurve hat ja in der 2.Hälfte zaghaft geantwortet. Den Ultras ist der Verein relativ egal, egal was sie behaupten. Die Selbstdarstellung ist wichtig. Die eigenen Regeln, egal was die Stadionordnung oder die öffentliche Ordnung sagt.
Ich erlebe keine Probleme mit der "Ordnungsmacht" im Stadion, ich habe im Ausnahmefall Probleme mit aggressiven Auswärtsfans, die sich Karten in unseren Blöcken holen und dort pöbeln. Auch da wünsche ich mir eher ein Eingreifen der Sicherheitsdienste. Und ich habe Probleme mit den Rauchschwaden, die Ultras produzieren und Spiele behindern, verzögern. Da wünsche ich mir ein Handeln der Vereine, denn mir kann Keiner erzählen, dass Vereine nicht involviert seien, wenn Feuerwerk eingeschleust wird. Aber das ist ein anderes Thema und gestern kein Thema.
Ich fand die Aktion der Ultras gestern vereinsschädigend, wenn man ein Problem mit der Polizei hat(te) sollte man das nicht auf dem Rücken der Mannschaft und aller anderen Zuschauer austragen.

Die aktive „Fan“szene hat gestern gnadenlos die Hosen runtergelassen und gezeigt wie wichtig ihnen der Verein ist.
Die interessieren sich absolut 0,0 für den Verein. Wichtig ist denen nur Macht auszuüben. Choreos sind schön aber schon bei Pyros gehen die Meinungen auseinander.
Und sorry Leute, jeder der regelmäßig im Stadion ist, egal ob Heim oder Auswärts und diesen Einzug der Gladiatoren miterlebt, weiß doch welches Selbstverständnis diese Herrschenden oups Herrschaften haben. Wir sind die Größten uns gehört unsere Kurve, unsere Gesetze.
Ich habe das gestern nur kurz wahrgenommen und mich sofort entfernt, ich wollte damit nichts zu tun haben.
Jeder der denkt, dass er alles diskutieren kann und die Polizei und deren Ansagen nicht akzeptiert, der macht damit schon den ersten Fehler!
Andersrum wundert mich das alles kaum noch, in einer Zeit wo Regeln, Respekt und Werte keinen Wert mehr haben.
Beispiel:
Knallen vor Silvester verboten! Wem interessiert das schon?

Ich möchte heutzutage kein Polizist sein.

Alle die im Stadion, oft ohne jeden Anlass, den Chor regelmäßig mit anstimmen und „alle Bullen sind Schweine“ lauthals singen, sollten bedenken das sie sich damit schon instrumentalisieren lassen! Oder hat die Mehrheit einen Grund diesen Schmähgesang anzustimmen?
Noch gehört der Fußball allen! Jungen Fans, Eltern, Frauen die alleine ins Stadion gehen, Menschen die vielleicht Asthma haben usw.
Wenn wir an dem Punkt angekommen sind wo nur noch Gewaltbereitschaft und Missachtung von Regeln zum Besuch eines Fußballspiels berechtigt, dann ist der Fußball endgültig kaputt.
Ich bin schon etwas länger aus dem Alter raus wo ich mich körperlich beweisen und durchsetzen muss aber ich habe noch nie mit Polizisten oder Ordnern Probleme gehabt. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich Regeln anpassen kann.
Ich trinke in der Kirche auch kein Bierchen und rauche keinen Joint.
Ich bin ein Spießer, ich weiß.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich nicht einmal abstreiten möchte, dass wenn eine Situation eskaliert auch ein Polizist Fehler machen kann aber zu unterstellen die Polizei wartet nur darauf um endlich losprügeln zu können, da hört es dann doch auf!!!


Du solltest, wie einige andere User im Forum auch, zur Kenntnis nehmen, dass die Parole ACAB bzw. Ihre deutsche Entsprechung „alle Bullen sind Schweine“ gemäß einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Kontexten, in denen nicht die spezifische Ehre eines einzelnen Polizisten oder einer Einheit angegriffen wird, durch Artikel 5 GG (Meinungsfreiheit) geschützt sind. Demnach wäre das Singen dieser Parolen nur strafbar, wenn man glaubt, Tausende Individuen in der Ostkurve beziehen den Song alle auf eine konkrete Einheit oder Person, statt auf die generelle Institution der Polizei. Wenn sich ein Polizist von diesen Parolen also provozieren lässt, ist er mmn nicht nur extrem dünnhäutig sondern entbehrt dies mindestens mal einer strafrechtlichen Grundlage.

Unabhängig davon sollte eine Person im Staatsdienst ohnehin in der Lage sein, über gewisse Dinge im Rahmen einer Professionalität hinwegzusehen. Man stelle sich vor, ein Lehrer würde jede Äußerung eines Schülers oder Elternteils persönlich nehmen oder ein Finanzbeamter würde sich von der Parole „Steuern sind Raub“ angegriffen fühlen.

Noch absurder wird es dann, wenn hier die aktive Fanszene kollektiv abgewertet wird, während man sich das gleiche Vorgehen gegenüber Polizisten verbietet. Eine realistische Einschätzung wäre eher, das es wohl auf beiden Seiten sowohl schwarze Schafe als auch verantwortungsvolle und deeskalierende Personen gibt. Das würde aber bedeuten, dass auch Polizisten im Dienst Fehler machen und Situationen falsch einschätzen können, möglicherweise sogar Auseinandersetzungen provozieren können. Eine Tatsache, die man bei den Ultras ja als gegeben akzeptiert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von AbuDardai am 18.01.2026 um 12:49 Uhr bearbeitet
Fanszene |#2970
18.01.2026 - 12:55 Uhr
Zitat von Cabeleira
Dass dieser Mob zufällig Uniformen trug, Einsatzkonzepte hatte und auf eine konkrete Schlägerei reagierte, ist natürlich reine Nebensache. Genauso wie die Idee, dass man nach einem Angriff vielleicht nicht einfach in der Masse verschwinden, sich feige hinter Unbeteiligten verstecken und erwarten kann, dass danach wieder Friede, Freude, Fußball herrscht.
Eine Uniform ist kein Freibrief sondern bringt in erster Linie eine Menge Verantwortung mit sich. Und Teil davon ist es eben auch, angemessen zu reagieren und nicht wahllos auf Unbeteiligte einzuprügeln oder blind mit Pfefferspray um sich zu sprühen. Auch wenn es zuvor eine Schlägerei gegeben hat, wird durch derartig aggressives Auftreten wirklich gar nichts an der Situation verbessert. Hier im Thread wird davon gesprochen, dass die Fans sich feige verstecken, oder die Erzählung von "Schutzschilden" bemüht, so als hätte die Polizei gar keine andere Wahl als auf ebendiese einzuprügeln. Es mag nicht mit dem Gerechtigkeitsempfinden einiger zu vereinbaren sein, aber ich fände es gut, wenn die Polizei nicht 50+ Verletzte riskiert um einzelne Personen festzusetzen, die der Körperverletzung verdächtigt werden.
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