Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Quelle: www.herthabsc.com
Gemeinsame Stellungnahme von Präsidium und Geschäftsführung
Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis. Die Berliner Polizei hat hierzu eine erste Darstellung veröffentlicht, in der verschiedene Abläufe und Wahrnehmungen geschildert werden. Diese Darstellungen werden wie alle anderen Ausführungen sorgfältig geprüft und in die weitere Einordnung einbezogen.
Zur Info die Stellungnahme seitens Hertha BSC.
Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis. Die Berliner Polizei hat hierzu eine erste Darstellung veröffentlicht, in der verschiedene Abläufe und Wahrnehmungen geschildert werden. Diese Darstellungen werden wie alle anderen Ausführungen sorgfältig geprüft und in die weitere Einordnung einbezogen.
Quelle: www.berlin.de
Polizeimeldung vom 18.01.2026
Charlottenburg-Wilmersdorf
Nr. 0060
Gestern Abend kam es vor Beginn des Fußballspiels Hertha BSC gegen FC Schalke 04 im Olympiastadion zu erheblichen Ausschreitungen. Bereits während der Einlassphase wurden Polizeikräfte gegen 18:35 Uhr am Osttor durch Teile der Fanszene von Hertha BSC verbal aggressiv beschimpft.
Und gleichzeitig die Erklärung der Polizei Berlin.
Charlottenburg-Wilmersdorf
Nr. 0060
Gestern Abend kam es vor Beginn des Fußballspiels Hertha BSC gegen FC Schalke 04 im Olympiastadion zu erheblichen Ausschreitungen. Bereits während der Einlassphase wurden Polizeikräfte gegen 18:35 Uhr am Osttor durch Teile der Fanszene von Hertha BSC verbal aggressiv beschimpft.
Die Schilderungen bleiben widersprüchlich und lassen mich denken, dass beide Seiten deutlich über die Stränge geschlagen haben.
Die Fanszene zeigt aber wiederholt absolut keinen Willen, sich an Regeln und Gesetze zu halten. Das geht bei der Vermummung und Beamtenbeleidigung los, fährt fort damit, dass ein Fan des Gegners körperlich attackiert wird, und endet in einer Schlägerei mit der Polizei.
Das passt dann ins Bild, dass die Fanszene in der Ostkurve (oder in Gästeblöcken) auch ihr vermeintliches Recht durchsetzt, und zwar im Zweifel auch mit körperlicher Gewalt. Vereinzelt gab es solche Drohungen ja sogar auf Mitgliederversammlungen.
Dass die Pressemitteilung des Vereins einseitig nur die Polizei kritisiert und die Vorgänge seitens der Fanszene überhaupt nicht erwähnt, finde ich unerträglich. Natürlich ist es gut, wenn man die Polizei zum Dialog bewegen möchte, aber wer hier eine einseitige Eskalation und Schuld sieht, verschließt die Augen vor der Realität.
Und am Ende wundert man sich, dass solche Vorstöße wie die Ministerkonferenz entstehen. Dabei ist das halt die logische Konsequenz, wenn Fanszenen über Jahre hinweg versuchen sich eigene Rechtsräume zu schaffen, Beamte beleidigen und sich Weisungen widersetzen, und dabei von den Vereinen gestützt werden.
Irgendwann wird es dann doch personalisierte Tickets und 0-Promille im Stadion geben, und alle werden entsetzt sein und natürlich sagen, dass das vollkommen unverhältnismäßig sei und die armen Fans doch nichts gemacht haben.
Ich finde das erbärmlich und traurig.
Genauso erbärmlich sind aber Polizisten, die diesen Rahmen nutzen, um mal ihren Mehrzweckstock zu testen, auch wenn es vielleicht am Nebenstehenden ist, der sich nur über die Art des Einsatzes verbal beschwert.
Die Fanszene zeigt aber wiederholt absolut keinen Willen, sich an Regeln und Gesetze zu halten. Das geht bei der Vermummung und Beamtenbeleidigung los, fährt fort damit, dass ein Fan des Gegners körperlich attackiert wird, und endet in einer Schlägerei mit der Polizei.
Das passt dann ins Bild, dass die Fanszene in der Ostkurve (oder in Gästeblöcken) auch ihr vermeintliches Recht durchsetzt, und zwar im Zweifel auch mit körperlicher Gewalt. Vereinzelt gab es solche Drohungen ja sogar auf Mitgliederversammlungen.
Dass die Pressemitteilung des Vereins einseitig nur die Polizei kritisiert und die Vorgänge seitens der Fanszene überhaupt nicht erwähnt, finde ich unerträglich. Natürlich ist es gut, wenn man die Polizei zum Dialog bewegen möchte, aber wer hier eine einseitige Eskalation und Schuld sieht, verschließt die Augen vor der Realität.
Und am Ende wundert man sich, dass solche Vorstöße wie die Ministerkonferenz entstehen. Dabei ist das halt die logische Konsequenz, wenn Fanszenen über Jahre hinweg versuchen sich eigene Rechtsräume zu schaffen, Beamte beleidigen und sich Weisungen widersetzen, und dabei von den Vereinen gestützt werden.
Irgendwann wird es dann doch personalisierte Tickets und 0-Promille im Stadion geben, und alle werden entsetzt sein und natürlich sagen, dass das vollkommen unverhältnismäßig sei und die armen Fans doch nichts gemacht haben.
Ich finde das erbärmlich und traurig.
Genauso erbärmlich sind aber Polizisten, die diesen Rahmen nutzen, um mal ihren Mehrzweckstock zu testen, auch wenn es vielleicht am Nebenstehenden ist, der sich nur über die Art des Einsatzes verbal beschwert.
Zitat von bschuss
Dass die Pressemitteilung des Vereins einseitig nur die Polizei kritisiert und die Vorgänge seitens der Fanszene überhaupt nicht erwähnt, finde ich unerträglich. Natürlich ist es gut, wenn man die Polizei zum Dialog bewegen möchte, aber wer hier eine einseitige Eskalation und Schuld sieht, verschließt die Augen vor der Realität.
Dass die Pressemitteilung des Vereins einseitig nur die Polizei kritisiert und die Vorgänge seitens der Fanszene überhaupt nicht erwähnt, finde ich unerträglich. Natürlich ist es gut, wenn man die Polizei zum Dialog bewegen möchte, aber wer hier eine einseitige Eskalation und Schuld sieht, verschließt die Augen vor der Realität.
Das ist mir auch sofort aufgestoßen, auch wenn man sich bemüht hat, es so neutral wie möglich zu formulieren.
Dialog ist immer wichtig, aber wenn man bedenkt, dass Polizei nur "wegen des Verhaltens von Besuchern" nötig ist, finde ich es absurd, die Eskalation einer Situation nur einer Seite zuzuschieben.
Zitat von Konstanz
Dann muss ich den "Hörensagen"-Teil meines Erfahrungsberichts insofern korrigieren, dass es zwar wohl wirklich eine Art Spalier gegeben hat, aber das Hindurchgehen nicht zur Eskalation geführt hat. Sondern das später, durch einen möglichen Vorfall mit einem Schalke-Fan ausgelöste, Betreten des Blockzugangs zur Ostkurve seitens der Polizei, was dann aus den oben geschilderten Hintergründen zu Gewalt führte.
Noch eine Einordnung: Wenn die Polizei von einer Gewalthandlung (in diesem Fall potentiell gegenüber einem Schalke-Fan) erfährt, gibt es für die Polizei keinen Ermessensspielraum zum Eingreifen, da es sich um eine potentielle Straftat handelt. Das heißt: Irgendwie handeln muss die Polizei. Dabei muss sie Verhältnismäßigkeit wahren - ich denke, in letzterem Punkt wird dann die Interpretation auseinander gehen.
Zitat von Fuump
Polizei Berlin
Wer kein X hat, kann diesen offiziellen Bericht der Polizei Berlin zur Kenntnis nehmen.
Polizei Berlin
Wer kein X hat, kann diesen offiziellen Bericht der Polizei Berlin zur Kenntnis nehmen.
Dann muss ich den "Hörensagen"-Teil meines Erfahrungsberichts insofern korrigieren, dass es zwar wohl wirklich eine Art Spalier gegeben hat, aber das Hindurchgehen nicht zur Eskalation geführt hat. Sondern das später, durch einen möglichen Vorfall mit einem Schalke-Fan ausgelöste, Betreten des Blockzugangs zur Ostkurve seitens der Polizei, was dann aus den oben geschilderten Hintergründen zu Gewalt führte.
Noch eine Einordnung: Wenn die Polizei von einer Gewalthandlung (in diesem Fall potentiell gegenüber einem Schalke-Fan) erfährt, gibt es für die Polizei keinen Ermessensspielraum zum Eingreifen, da es sich um eine potentielle Straftat handelt. Das heißt: Irgendwie handeln muss die Polizei. Dabei muss sie Verhältnismäßigkeit wahren - ich denke, in letzterem Punkt wird dann die Interpretation auseinander gehen.
Um da mal kurz der Verhältnismäßigkeit einen kleinen Interpretationsschubser zu geben: Ein guter Freund einer meiner gestrigen Begleiter ist Polizist und war gestern vor Ort im Einsatz. Sein Trupp stieß nach der Eskalation der Situation dazu. Seine Aussage dazu war, dass die Art und Weise der Polizei völlig übertrieben war.
Quelle: 11 Freunde
Vor dem Zweitliga-Topspiel zwischen Hertha und Schalke ging die Polizei massiv gegen Heimfans vor. Fritz Müller, Sprecher der Fanhilfe Hertha BSC, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Beamten – und fordert Konsequenzen.
Interview mit dem Sprecher der Fanhilfe.
Verstehe natürlich den Frust der Fans, aber ich finde, dass man das für 90 Minuten abschütteln muss, um das Team zu unterstützen. Danach kann man sich weiter aufregen und das Thema angehen. So war doch niemandem geholfen und die nötige Unterstützung hat komplett gefehlt in so einem wichtigen Spiel vor vollem Haus. Denn wem schadet so ein stimmungsboykott? Der Polizei ganz bestimmt nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Toto-BSC am 18.01.2026 um 16:58 Uhr bearbeitet
Mein erster Gedanke war auch das das Statement seitens Hertha zwar den Versuch der Neutralität bietet, aber am Ende aber doch Einseitig in eine Richtung geht.
Das gleiche gilt für die Fanhilfe die dem ganzen mit dem 11freunde Interview noch einen drauf setzt mit dem ständigen wiederholen der völlig grundlosen Aktion der Polizei.
Das Statement der Polizei geht erwartungsgemäß mit Schuldzuweisung in die Richtung der Hertha Fans.
Was wer wie glauben mag ist jeden am Ende selbst uberlassen.
Das gerade für die von der Polizei beschrieben Gruppe allerdings nur ihre eigenen Gesetze und Regelungen gibt es und was mit denen passiert die sich daran vermeintlich nicht halten ist jetzt allerdings nichts neues.
Das von seitens der Hertha Fans alles friedlich war und die Polizei Willkür hat walten lassen ist genauso zu hinterfragen wie die Tatsache das der Einsatz am Ende über das richtige Maß hinaus ging.
Eine ganz andere Frage heraus aus dem das ich mich damit nicht beschäftige, aber hat man in Köpenick die selben Probleme mit der Polizei?
Das gleiche gilt für die Fanhilfe die dem ganzen mit dem 11freunde Interview noch einen drauf setzt mit dem ständigen wiederholen der völlig grundlosen Aktion der Polizei.
Das Statement der Polizei geht erwartungsgemäß mit Schuldzuweisung in die Richtung der Hertha Fans.
Was wer wie glauben mag ist jeden am Ende selbst uberlassen.
Das gerade für die von der Polizei beschrieben Gruppe allerdings nur ihre eigenen Gesetze und Regelungen gibt es und was mit denen passiert die sich daran vermeintlich nicht halten ist jetzt allerdings nichts neues.
Das von seitens der Hertha Fans alles friedlich war und die Polizei Willkür hat walten lassen ist genauso zu hinterfragen wie die Tatsache das der Einsatz am Ende über das richtige Maß hinaus ging.
Eine ganz andere Frage heraus aus dem das ich mich damit nicht beschäftige, aber hat man in Köpenick die selben Probleme mit der Polizei?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerthaFanTh am 18.01.2026 um 16:55 Uhr bearbeitet Zitat von Toto-BSC
Verstehe natürlich den Frust der Fans, aber ich finde, dass man das für 90 Minuten abschütteln muss, um das Team zu unterstützen. Danach kann man sich weiter aufregen und das Thema angehen. So war doch niemandem geholfen und die nötige Unterstützung hat komplett gefehlt in so einem wichtigen Spiel vor vollem Haus. Denn wem schadet so ein stimmungsboykott? Der Polizei ganz bestimmt nicht.
Verstehe natürlich den Frust der Fans, aber ich finde, dass man das für 90 Minuten abschütteln muss, um das Team zu unterstützen. Danach kann man sich weiter aufregen und das Thema angehen. So war doch niemandem geholfen und die nötige Unterstützung hat komplett gefehlt in so einem wichtigen Spiel vor vollem Haus. Denn wem schadet so ein stimmungsboykott? Der Polizei ganz bestimmt nicht.
Ich bin erschrocken, dass bei dieser Situation noch immer die Unterstützung des Teams beim Spiel ein Thema ist.
Quelle: x.com
Gestern an vielen Stellen intensive Wortgefechte zwischen normalen Fans (Kategorie Familienvater) und Polizei beobachtet. Seit Wochen völlig unverhältnismäßige Polizeipräsenz vor Stadion und Kurve, Pfeffern von Unbeteiligten etc. schlicht nicht mehr erklärbar. #hahohe
Hier noch eine Beobachtung von Julius Geiler vom Tagesspiegel. Ohne zu wissen was gestern vorgefallen ist, gebe ich ihm grundsätzlich Recht. Die Präsenz der Polizei in und um das Stadion hat in letzter Zeit massiv zugenommen. Dauerhafte Behelmung und/oder Vermummung trägt dabei auch definitiv nicht zu einem deeskalativen Auftreten bei.
Mein Verständnis von der Aufgabenverteilung war bislang auch, dass der Verein als Veranstalter im Rahmen des Hausrechts für die Sicherheit im Stadion zuständig ist und bei Bedarf die Polizei hinzuzieht. Dass es hier offenbar massiv Diskrepanzen zwischen Verein und Polizei gibt (Verbale Eskalationen zwischen Vereinsvertretern und Polizei, trotz Vereinswunsch keine Dialogbereitschaft) weist für mich auch daraufhin, dass die Eskalationsschraube seitens der Polizei bewusst angezogen wurde und bei den entsprechenden Fangruppierungen natürlich auf fruchtbaren Nährboden getroffen ist.
Dass es mit dem behelmten Betreten der Ostkurve zu einer Eskalation kommt, wird auch der Polizei klar gewesen sein. Ob das dann selbst bei einem vorherigen angeblichen tätlichen Angriff auf einen Schalker angemessen ist, darf dann jeder für sich bewerten. Aus meiner Sicht hätte man die Arbeit dann auch den szenekundigen Beamten überlassen dürfen. Eine bewusst herbeigeführte Eskalation mit Inkaufnahme dutzender Verletzter und der enormen Gefährdung Unbeteiligter schießt aus meiner Sicht dann aber deutlich über das Ziel hinaus.
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