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Kaderplanung

27.06.2015 - 00:19 Uhr
Kaderplanung |#7411
12.05.2026 - 15:40 Uhr
"Wo wollen wir hin, und was brauchen wir dafür?“ (Terzic-Monolog zu Sancho, never forget).

Ganz grundsätzlich erhoffe ich mir diesen Transfersommer Stringenz und eine Transferpolitik, die sich explizit an den Rollenprofilen und Metriken orientiert, die das Trainerteam für seine Systematik benötigt.

Vor dieser Saison haben sowohl MP als auch SK beispielsweise Laufleistung und Intensität als KPIs für das Bestehen in der Bundesliga ausgerufen. Kuntz sprach davon, dass die Zahlen und Daten mehr oder minder diktieren würden, was man für die Bundesliga bräuchte. Auch fiel St. Pauli als Beispiel dafür, wie man die Klasse halten könnte.

Interessanterweise hat man mit einem zu St. Pauli diametral entgegengesetzten (Defensiv-)Ansatz die Klasse gehalten – nämlich mit viel statischem Verteidigen im tiefen Block statt konstantem Anlaufen in höheren Zonen und maximaler Intensität. Das spiegelt sich auch in den Daten zu Laufleistung und Intensität wider, die beim HSV – anders als in Paulis Aufstiegssaison – deutlich unterdurchschnittlich waren.
Man hatte also scheinbar das Eine im Sinn, am Ende aber etwas komplett anderes gemacht. Ob der gewählte Ansatz den Spielern Unrecht tut oder man ihn wählen musste, weil die Spieler das andere Modell nicht hergeben, wird man nicht erfahren.

Aber zu Spielerprofilen und Rollen:
Nimmt man beispielsweise die Außenverteidiger, gibt es hier aktuell nicht einen kompletten Spieler, der das Profil abdeckt, das die anspruchsvolle Wingback-Rolle mit sich bringt. Miro Muheim, der noch das rundeste Profil hat, ist in den defensiven Duellen – wie auch Mikelbrencis – im tiefroten Bereich (beide gehören zum schwächsten Drittel der Liga). Genau diese Duelle führt man in der Rolle aber immer wieder isoliert.

Dazu sind beide in den Offensivprofilen komplett unterschiedlich (Carries vs. Prog. Passes).
Jatta, der von den dreien den besten Wert in den Defensivduellen hat, ist dafür in diversen anderen Kategorien durch die Bank weit unterdurchschnittlich. Was Fouls angeht, sind allesamt schlecht.
Das heißt, du kannst dir als Trainerteam aussuchen, welchen Tod du sterben willst.
Dass ich der Meinung bin, dass gerade deshalb die Dreier- respektive Fünferkette kein guter Fit war, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn man also weiterhin primär mit diesen Wingback-Rollen plant, werden das mit die wichtigsten Baustellen für unseren Kader sein und sollten nicht einfach nur mit Quantität bearbeitet werden. Hier gute Spieler zu finden, wird aber auch anspruchsvoller.

Prinzipiell – und damit zurück zum eingangs erwähnten Grundsatz – wäre es schön zu sehen, dass deutlich wird, wen man für was genau holt und dass die Stärken und Schwächen zur angedachten Rolle passen. Wie es beispielsweise bei Nicolai Remberg oder Sambi Lokonga geklappt hat, die genau die Profile für diese beiden sich ergänzenden Rollen mitbringen.

Wenn man dagegen einen Spieler wie Rayan Philippe nimmt, der hier die gesamte Saison nicht ein Spiel in der Rolle macht, die ihn in Braunschweig ausgezeichnet hat (MS neben einem Zielspieler) und auf der er so produktiv war, fragt man sich ein bisschen, was die Idee dabei war. Trotz seiner fünf Tore, die angesichts einer mangelnd passenden Rolle für ihn noch einer der Bestwerte sind, wird niemand (Spieler und Verein) mit dem Transfer so richtig zufrieden sein.

Genauso wie beim „Projekt Downs“, bei dem ich – bis auf die Kombination seiner Größe mit dem Top-Speed – nicht weiß, was man da genau gesehen hat. Man hat sich hier einer potenziellen Verstärkung beraubt und einen Kaderplatz ohne jeden Impact blockiert.

Wenn man einen klaren Ansatz verfolgt und durchzieht, braucht es mehr Spezialisten.
Wenn man keine Spezialisten will oder bekommen kann, braucht es künftig vielleicht ein bisschen mehr Flexibilität.
Kaderplanung |#7412
12.05.2026 - 15:51 Uhr
Zitat von RoyalOak

"Wo wollen wir hin, und was brauchen wir dafür?“ (Terzic-Monolog zu Sancho, never forget).

Ganz grundsätzlich erhoffe ich mir diesen Transfersommer Stringenz und eine Transferpolitik, die sich explizit an den Rollenprofilen und Metriken orientiert, die das Trainerteam für seine Systematik benötigt.

Vor dieser Saison haben sowohl MP als auch SK beispielsweise Laufleistung und Intensität als KPIs für das Bestehen in der Bundesliga ausgerufen. Kuntz sprach davon, dass die Zahlen und Daten mehr oder minder diktieren würden, was man für die Bundesliga bräuchte. Auch fiel St. Pauli als Beispiel dafür, wie man die Klasse halten könnte.

Interessanterweise hat man mit einem zu St. Pauli diametral entgegengesetzten (Defensiv-)Ansatz die Klasse gehalten – nämlich mit viel statischem Verteidigen im tiefen Block statt konstantem Anlaufen in höheren Zonen und maximaler Intensität. Das spiegelt sich auch in den Daten zu Laufleistung und Intensität wider, die beim HSV – anders als in Paulis Aufstiegssaison – deutlich unterdurchschnittlich waren.
Man hatte also scheinbar das Eine im Sinn, am Ende aber etwas komplett anderes gemacht. Ob der gewählte Ansatz den Spielern Unrecht tut oder man ihn wählen musste, weil die Spieler das andere Modell nicht hergeben, wird man nicht erfahren.

Aber zu Spielerprofilen und Rollen:
Nimmt man beispielsweise die Außenverteidiger, gibt es hier aktuell nicht einen kompletten Spieler, der das Profil abdeckt, das die anspruchsvolle Wingback-Rolle mit sich bringt. Miro Muheim, der noch das rundeste Profil hat, ist in den defensiven Duellen – wie auch Mikelbrencis – im tiefroten Bereich (beide gehören zum schwächsten Drittel der Liga). Genau diese Duelle führt man in der Rolle aber immer wieder isoliert.

Dazu sind beide in den Offensivprofilen komplett unterschiedlich (Carries vs. Prog. Passes).
Jatta, der von den dreien den besten Wert in den Defensivduellen hat, ist dafür in diversen anderen Kategorien durch die Bank weit unterdurchschnittlich. Was Fouls angeht, sind allesamt schlecht.
Das heißt, du kannst dir als Trainerteam aussuchen, welchen Tod du sterben willst.
Dass ich der Meinung bin, dass gerade deshalb die Dreier- respektive Fünferkette kein guter Fit war, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn man also weiterhin primär mit diesen Wingback-Rollen plant, werden das mit die wichtigsten Baustellen für unseren Kader sein und sollten nicht einfach nur mit Quantität bearbeitet werden. Hier gute Spieler zu finden, wird aber auch anspruchsvoller.

Prinzipiell – und damit zurück zum eingangs erwähnten Grundsatz – wäre es schön zu sehen, dass deutlich wird, wen man für was genau holt und dass die Stärken und Schwächen zur angedachten Rolle passen. Wie es beispielsweise bei Nicolai Remberg oder Sambi Lokonga geklappt hat, die genau die Profile für diese beiden sich ergänzenden Rollen mitbringen.

Wenn man dagegen einen Spieler wie Rayan Philippe nimmt, der hier die gesamte Saison nicht ein Spiel in der Rolle macht, die ihn in Braunschweig ausgezeichnet hat (MS neben einem Zielspieler) und auf der er so produktiv war, fragt man sich ein bisschen, was die Idee dabei war. Trotz seiner fünf Tore, die angesichts einer mangelnd passenden Rolle für ihn noch einer der Bestwerte sind, wird niemand (Spieler und Verein) mit dem Transfer so richtig zufrieden sein.

Genauso wie beim „Projekt Downs“, bei dem ich – bis auf die Kombination seiner Größe mit dem Top-Speed – nicht weiß, was man da genau gesehen hat. Man hat sich hier einer potenziellen Verstärkung beraubt und einen Kaderplatz ohne jeden Impact blockiert.

Wenn man einen klaren Ansatz verfolgt und durchzieht, braucht es mehr Spezialisten.
Wenn man keine Spezialisten will oder bekommen kann, braucht es künftig vielleicht ein bisschen mehr Flexibilität.


Lesenswerter Text! Danke! Ich sehe auch unsere Schienenspieler (Wingbacks) unterbesetzt. Wenn man zb Ryerson und Hakimi sich anschaut, sieht man, was qualitative Schienenspieler so ausmachen können.
Der Markt dafür ist klein, aber dafür im Vergleich zu zb Stürmern günstig. Mal schauen wie Polzin und Co diesen Sommer ihr System verbessern wollen. Vorallem wenn es darum geht, weniger Karten zu bekommen, weniger Elfmeter zu verursachen und die Standards besser auszuspielen. Ich denke hier kommen eventuell auch Kopfsballstarke bzw große Spieler ins Spiel. Da Vuskovic auch geht und Capaldo hinten nicht jeden Kopfball gewinnen kann, brauchen wir wieder große gewachsene Verteidiger die stark in der Luft sind und gleichzeitig bei Standards, das ein oder andere Tor mehr erzielen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Benni6774 am 12.05.2026 um 15:51 Uhr bearbeitet
Kaderplanung |#7413
12.05.2026 - 20:05 Uhr
Zitat von Benni6774
Zitat von RoyalOak

"Wo wollen wir hin, und was brauchen wir dafür?“ (Terzic-Monolog zu Sancho, never forget).

Ganz grundsätzlich erhoffe ich mir diesen Transfersommer Stringenz und eine Transferpolitik, die sich explizit an den Rollenprofilen und Metriken orientiert, die das Trainerteam für seine Systematik benötigt.

Vor dieser Saison haben sowohl MP als auch SK beispielsweise Laufleistung und Intensität als KPIs für das Bestehen in der Bundesliga ausgerufen. Kuntz sprach davon, dass die Zahlen und Daten mehr oder minder diktieren würden, was man für die Bundesliga bräuchte. Auch fiel St. Pauli als Beispiel dafür, wie man die Klasse halten könnte.

Interessanterweise hat man mit einem zu St. Pauli diametral entgegengesetzten (Defensiv-)Ansatz die Klasse gehalten – nämlich mit viel statischem Verteidigen im tiefen Block statt konstantem Anlaufen in höheren Zonen und maximaler Intensität. Das spiegelt sich auch in den Daten zu Laufleistung und Intensität wider, die beim HSV – anders als in Paulis Aufstiegssaison – deutlich unterdurchschnittlich waren.
Man hatte also scheinbar das Eine im Sinn, am Ende aber etwas komplett anderes gemacht. Ob der gewählte Ansatz den Spielern Unrecht tut oder man ihn wählen musste, weil die Spieler das andere Modell nicht hergeben, wird man nicht erfahren.

Aber zu Spielerprofilen und Rollen:
Nimmt man beispielsweise die Außenverteidiger, gibt es hier aktuell nicht einen kompletten Spieler, der das Profil abdeckt, das die anspruchsvolle Wingback-Rolle mit sich bringt. Miro Muheim, der noch das rundeste Profil hat, ist in den defensiven Duellen – wie auch Mikelbrencis – im tiefroten Bereich (beide gehören zum schwächsten Drittel der Liga). Genau diese Duelle führt man in der Rolle aber immer wieder isoliert.

Dazu sind beide in den Offensivprofilen komplett unterschiedlich (Carries vs. Prog. Passes).
Jatta, der von den dreien den besten Wert in den Defensivduellen hat, ist dafür in diversen anderen Kategorien durch die Bank weit unterdurchschnittlich. Was Fouls angeht, sind allesamt schlecht.
Das heißt, du kannst dir als Trainerteam aussuchen, welchen Tod du sterben willst.
Dass ich der Meinung bin, dass gerade deshalb die Dreier- respektive Fünferkette kein guter Fit war, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn man also weiterhin primär mit diesen Wingback-Rollen plant, werden das mit die wichtigsten Baustellen für unseren Kader sein und sollten nicht einfach nur mit Quantität bearbeitet werden. Hier gute Spieler zu finden, wird aber auch anspruchsvoller.

Prinzipiell – und damit zurück zum eingangs erwähnten Grundsatz – wäre es schön zu sehen, dass deutlich wird, wen man für was genau holt und dass die Stärken und Schwächen zur angedachten Rolle passen. Wie es beispielsweise bei Nicolai Remberg oder Sambi Lokonga geklappt hat, die genau die Profile für diese beiden sich ergänzenden Rollen mitbringen.

Wenn man dagegen einen Spieler wie Rayan Philippe nimmt, der hier die gesamte Saison nicht ein Spiel in der Rolle macht, die ihn in Braunschweig ausgezeichnet hat (MS neben einem Zielspieler) und auf der er so produktiv war, fragt man sich ein bisschen, was die Idee dabei war. Trotz seiner fünf Tore, die angesichts einer mangelnd passenden Rolle für ihn noch einer der Bestwerte sind, wird niemand (Spieler und Verein) mit dem Transfer so richtig zufrieden sein.

Genauso wie beim „Projekt Downs“, bei dem ich – bis auf die Kombination seiner Größe mit dem Top-Speed – nicht weiß, was man da genau gesehen hat. Man hat sich hier einer potenziellen Verstärkung beraubt und einen Kaderplatz ohne jeden Impact blockiert.

Wenn man einen klaren Ansatz verfolgt und durchzieht, braucht es mehr Spezialisten.
Wenn man keine Spezialisten will oder bekommen kann, braucht es künftig vielleicht ein bisschen mehr Flexibilität.


Lesenswerter Text! Danke! Ich sehe auch unsere Schienenspieler (Wingbacks) unterbesetzt. Wenn man zb Ryerson und Hakimi sich anschaut, sieht man, was qualitative Schienenspieler so ausmachen können.
Der Markt dafür ist klein, aber dafür im Vergleich zu zb Stürmern günstig. Mal schauen wie Polzin und Co diesen Sommer ihr System verbessern wollen. Vorallem wenn es darum geht, weniger Karten zu bekommen, weniger Elfmeter zu verursachen und die Standards besser auszuspielen. Ich denke hier kommen eventuell auch Kopfsballstarke bzw große Spieler ins Spiel. Da Vuskovic auch geht und Capaldo hinten nicht jeden Kopfball gewinnen kann, brauchen wir wieder große gewachsene Verteidiger die stark in der Luft sind und gleichzeitig bei Standards, das ein oder andere Tor mehr erzielen.


Mit Miro sehe ich da bei uns schon eine Schiene gut besetzt. Natürlich ist er defensiv nicht komplett sicher aber für seine hybrid Rolle für mich im vertretbaren Bereich. Mit Ball ist er dafür eben stark. Ballsicher, gutes Dribbling und viele kreierte Chancen. Ein talentierter backup der gerne auch kopfballstärke und defensiv Qualitäten mitbringt wäre für mich wünschenswert aber als Stamm LM finde ich Miro völlig ok.

Die rechte Schiene hingegen….ich hab ehrlicherweise keinen Plan welches Profil hier gesucht wird. Jatta hat sich durchgesetzt aber ist vom Profil her so seltsam, dass ich nicht weiß wie wir nächstes Jahr planen. Ein defensiv sichereres dafür offensiv schlechteres Pendant zu Muheim hätten wir in Gocho gehabt aber es hat dann entweder der offensivere Mikelbrencis oder ein sehr gradliniger Jatta gespielt.
Kaderplanung |#7414
12.05.2026 - 20:35 Uhr
Zitat von TopFalcon
Zitat von Benni6774

Zitat von RoyalOak

"Wo wollen wir hin, und was brauchen wir dafür?“ (Terzic-Monolog zu Sancho, never forget).

Ganz grundsätzlich erhoffe ich mir diesen Transfersommer Stringenz und eine Transferpolitik, die sich explizit an den Rollenprofilen und Metriken orientiert, die das Trainerteam für seine Systematik benötigt.

Vor dieser Saison haben sowohl MP als auch SK beispielsweise Laufleistung und Intensität als KPIs für das Bestehen in der Bundesliga ausgerufen. Kuntz sprach davon, dass die Zahlen und Daten mehr oder minder diktieren würden, was man für die Bundesliga bräuchte. Auch fiel St. Pauli als Beispiel dafür, wie man die Klasse halten könnte.

Interessanterweise hat man mit einem zu St. Pauli diametral entgegengesetzten (Defensiv-)Ansatz die Klasse gehalten – nämlich mit viel statischem Verteidigen im tiefen Block statt konstantem Anlaufen in höheren Zonen und maximaler Intensität. Das spiegelt sich auch in den Daten zu Laufleistung und Intensität wider, die beim HSV – anders als in Paulis Aufstiegssaison – deutlich unterdurchschnittlich waren.
Man hatte also scheinbar das Eine im Sinn, am Ende aber etwas komplett anderes gemacht. Ob der gewählte Ansatz den Spielern Unrecht tut oder man ihn wählen musste, weil die Spieler das andere Modell nicht hergeben, wird man nicht erfahren.

Aber zu Spielerprofilen und Rollen:
Nimmt man beispielsweise die Außenverteidiger, gibt es hier aktuell nicht einen kompletten Spieler, der das Profil abdeckt, das die anspruchsvolle Wingback-Rolle mit sich bringt. Miro Muheim, der noch das rundeste Profil hat, ist in den defensiven Duellen – wie auch Mikelbrencis – im tiefroten Bereich (beide gehören zum schwächsten Drittel der Liga). Genau diese Duelle führt man in der Rolle aber immer wieder isoliert.

Dazu sind beide in den Offensivprofilen komplett unterschiedlich (Carries vs. Prog. Passes).
Jatta, der von den dreien den besten Wert in den Defensivduellen hat, ist dafür in diversen anderen Kategorien durch die Bank weit unterdurchschnittlich. Was Fouls angeht, sind allesamt schlecht.
Das heißt, du kannst dir als Trainerteam aussuchen, welchen Tod du sterben willst.
Dass ich der Meinung bin, dass gerade deshalb die Dreier- respektive Fünferkette kein guter Fit war, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn man also weiterhin primär mit diesen Wingback-Rollen plant, werden das mit die wichtigsten Baustellen für unseren Kader sein und sollten nicht einfach nur mit Quantität bearbeitet werden. Hier gute Spieler zu finden, wird aber auch anspruchsvoller.

Prinzipiell – und damit zurück zum eingangs erwähnten Grundsatz – wäre es schön zu sehen, dass deutlich wird, wen man für was genau holt und dass die Stärken und Schwächen zur angedachten Rolle passen. Wie es beispielsweise bei Nicolai Remberg oder Sambi Lokonga geklappt hat, die genau die Profile für diese beiden sich ergänzenden Rollen mitbringen.

Wenn man dagegen einen Spieler wie Rayan Philippe nimmt, der hier die gesamte Saison nicht ein Spiel in der Rolle macht, die ihn in Braunschweig ausgezeichnet hat (MS neben einem Zielspieler) und auf der er so produktiv war, fragt man sich ein bisschen, was die Idee dabei war. Trotz seiner fünf Tore, die angesichts einer mangelnd passenden Rolle für ihn noch einer der Bestwerte sind, wird niemand (Spieler und Verein) mit dem Transfer so richtig zufrieden sein.

Genauso wie beim „Projekt Downs“, bei dem ich – bis auf die Kombination seiner Größe mit dem Top-Speed – nicht weiß, was man da genau gesehen hat. Man hat sich hier einer potenziellen Verstärkung beraubt und einen Kaderplatz ohne jeden Impact blockiert.

Wenn man einen klaren Ansatz verfolgt und durchzieht, braucht es mehr Spezialisten.
Wenn man keine Spezialisten will oder bekommen kann, braucht es künftig vielleicht ein bisschen mehr Flexibilität.


Lesenswerter Text! Danke! Ich sehe auch unsere Schienenspieler (Wingbacks) unterbesetzt. Wenn man zb Ryerson und Hakimi sich anschaut, sieht man, was qualitative Schienenspieler so ausmachen können.
Der Markt dafür ist klein, aber dafür im Vergleich zu zb Stürmern günstig. Mal schauen wie Polzin und Co diesen Sommer ihr System verbessern wollen. Vorallem wenn es darum geht, weniger Karten zu bekommen, weniger Elfmeter zu verursachen und die Standards besser auszuspielen. Ich denke hier kommen eventuell auch Kopfsballstarke bzw große Spieler ins Spiel. Da Vuskovic auch geht und Capaldo hinten nicht jeden Kopfball gewinnen kann, brauchen wir wieder große gewachsene Verteidiger die stark in der Luft sind und gleichzeitig bei Standards, das ein oder andere Tor mehr erzielen.


Mit Miro sehe ich da bei uns schon eine Schiene gut besetzt. Natürlich ist er defensiv nicht komplett sicher aber für seine hybrid Rolle für mich im vertretbaren Bereich. Mit Ball ist er dafür eben stark. Ballsicher, gutes Dribbling und viele kreierte Chancen. Ein talentierter backup der gerne auch kopfballstärke und defensiv Qualitäten mitbringt wäre für mich wünschenswert aber als Stamm LM finde ich Miro völlig ok.

Die rechte Schiene hingegen….ich hab ehrlicherweise keinen Plan welches Profil hier gesucht wird. Jatta hat sich durchgesetzt aber ist vom Profil her so seltsam, dass ich nicht weiß wie wir nächstes Jahr planen. Ein defensiv sichereres dafür offensiv schlechteres Pendant zu Muheim hätten wir in Gocho gehabt aber es hat dann entweder der offensivere Mikelbrencis oder ein sehr gradliniger Jatta gespielt.


Jatta ist offensiv vom Output her nicht viel schlechter als Muheim. Mit Pokal hat er 2 Tore und 1 Vorlage, Muheim hat 4 Vorlagen und kein Tor. Und viel mehr Spielminuten. Da ist mir ein sicher stehender Jatta tatsächlich lieber, auch wenn man sich ab und an den Kopf kratzt, wenn er seine Streuung einbaut 😊.

Ich bin ziemlich sicher, dass auch in der neuen Saison defensiv zu stehen Vorrang haben wird, entsprechend wird wohl auch geplant werden. Und wir können ohnehin nicht alle Baustellen bearbeiten, zum einen haben wir nicht das nötige Geld, zum anderen sollte man das intakte Mannschaftsgefüge nicht komplett auseinanderreißen. Wird ein spannender Sommer, in der Abwehr rechne ich mit eher defensiv starken Verpflichtungen, bei denen Offensive nur ein Nebenprodukt ist. Mal sehen, wie falsch ich liege 😊.

•     •     •

Von allen Unglücklichen ist jener am unglücklichsten, der dereinst Glück gekannt hat
Kaderplanung |#7415
12.05.2026 - 20:47 Uhr
Der Remberg-Transfer hat uns in dieser Saison sehr weitergeholfen.
Uns fehlt meiner Meinung nach im Kader ein Spieler, der ihn verlustfrei ersetzen kann.
Es darf auch gerne ein Stammspieler werden, mit dem Remberg dann eine Doppelsechs bildet.
Ich habe niemand speziellen im Kopf, sehe hier aber eine Lücke im Kader.
Die Optionen, die wir haben, die empfinde ich als nicht ausreichend, bzw. die Spieler werden auch auf anderen Positionen gebraucht.
Kaderplanung |#7416
12.05.2026 - 21:31 Uhr
Zitat von Humankapital
Der Remberg-Transfer hat uns in dieser Saison sehr weitergeholfen.
Uns fehlt meiner Meinung nach im Kader ein Spieler, der ihn verlustfrei ersetzen kann.
Es darf auch gerne ein Stammspieler werden, mit dem Remberg dann eine Doppelsechs bildet.
Ich habe niemand speziellen im Kopf, sehe hier aber eine Lücke im Kader.
Die Optionen, die wir haben, die empfinde ich als nicht ausreichend, bzw. die Spieler werden auch auf anderen Positionen gebraucht.


Auch wenn falscher thread, was hältst du von diesen beiden Spielern als Option?

https://www.transfermarkt.de/gibson-yah/profil/spieler/559325
https://www.transfermarkt.de/lucas-gourna-douath/profil/spieler/620313
Kaderplanung |#7417
12.05.2026 - 21:38 Uhr
Zitat von Humankapital
Der Remberg-Transfer hat uns in dieser Saison sehr weitergeholfen.
Uns fehlt meiner Meinung nach im Kader ein Spieler, der ihn verlustfrei ersetzen kann.
Es darf auch gerne ein Stammspieler werden, mit dem Remberg dann eine Doppelsechs bildet.
Ich habe niemand speziellen im Kopf, sehe hier aber eine Lücke im Kader.
Die Optionen, die wir haben, die empfinde ich als nicht ausreichend, bzw. die Spieler werden auch auf anderen Positionen gebraucht.


Eric Martel wäre wohl so ein Spieler, der hat aber sicherlich bessere Optionen.

•     •     •

----------------------------Poulsen--------------------
Dompe--------------------RYK-----------Philippe
------------------Capaldo-----Meffert-----------
Muheim---Torunarigha-----Elfadli----Hefti
-----------------------------DHF---------------------
Kaderplanung |#7418
12.05.2026 - 21:51 Uhr
Zitat von Mnemosyne


Mit Miro sehe ich da bei uns schon eine Schiene gut besetzt. Natürlich ist er defensiv nicht komplett sicher aber für seine hybrid Rolle für mich im vertretbaren Bereich. Mit Ball ist er dafür eben stark. Ballsicher, gutes Dribbling und viele kreierte Chancen. Ein talentierter backup der gerne auch kopfballstärke und defensiv Qualitäten mitbringt wäre für mich wünschenswert aber als Stamm LM finde ich Miro völlig ok.

Die rechte Schiene hingegen….ich hab ehrlicherweise keinen Plan welches Profil hier gesucht wird. Jatta hat sich durchgesetzt aber ist vom Profil her so seltsam, dass ich nicht weiß wie wir nächstes Jahr planen. Ein defensiv sichereres dafür offensiv schlechteres Pendant zu Muheim hätten wir in Gocho gehabt aber es hat dann entweder der offensivere Mikelbrencis oder ein sehr gradliniger Jatta gespielt.


Jatta ist offensiv vom Output her nicht viel schlechter als Muheim. Mit Pokal hat er 2 Tore und 1 Vorlage, Muheim hat 4 Vorlagen und kein Tor. Und viel mehr Spielminuten. Da ist mir ein sicher stehender Jatta tatsächlich lieber, auch wenn man sich ab und an den Kopf kratzt, wenn er seine Streuung einbaut 😊.

Ich bin ziemlich sicher, dass auch in der neuen Saison defensiv zu stehen Vorrang haben wird, entsprechend wird wohl auch geplant werden. Und wir können ohnehin nicht alle Baustellen bearbeiten, zum einen haben wir nicht das nötige Geld, zum anderen sollte man das intakte Mannschaftsgefüge nicht komplett auseinanderreißen. Wird ein spannender Sommer, in der Abwehr rechne ich mit eher defensiv starken Verpflichtungen, bei denen Offensive nur ein Nebenprodukt ist. Mal sehen, wie falsch ich liege 😊.

Sowohl Jattas Tore als auch seine Vorlage wurden eben grade durch die spielstarken LMs eingeleitet und er musste nur noch einschieben bzw. ablegen. Er funktioniert nur weil wir auf der anderen Seite diese spielerischen Qualitäten haben.

Deswegen sage ich ja sein Profil ist seltsam. Hinten steht er gut und klärt die Bälle, im Mittelfeld verliert er oft den Ball, gewinnt keine Zweikämpfe und bringt keine Flanke an den Mann und vorne schiebt er dann die Tore ein.
Kaderplanung |#7419
12.05.2026 - 22:22 Uhr


Kann ich beide nicht einschätzen.
Kaderplanung |#7420
12.05.2026 - 22:27 Uhr
Zitat von Tobi-1887


Eric Martel wäre wohl so ein Spieler, der hat aber sicherlich bessere Optionen.


Man liest nicht nur Positives über ihn im Kölner Forum, aber ich würde ihn nehmen.
Aber wenn er schon in Köln nicht verlängern will, warum sollte er dann nach Hamburg kommen?
Da sehe ich keinen Mehrwert für ihn.
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